Die Windsängerin

Ein Vorwort

Ich bin seit ein paar Monaten vermehrt auf Twitch unterwegs. Allerdings weniger – wie es das Twitch Klischee wohl vermuten lässt – im Gaming-Bereich, sondern vielmehr im künstlerischen Bereich. AutorInnen, FotografInnen, KünstlerInnen und auch HörspielregisseurInnen und HörspielsprecherInnen. Ich habe dadurch nicht nur viele neue Leute kennengelernt, sondern auch von vielen tollen Projekten erfahren. Und so kam es, dass ich mich am Samstag auf dem Twitch Kanal vom Hörspielsprecher Sven Matthias einfand. Er wollte sein neustes Projekt „Die Windsängerin“ mit uns gemeinsam hören. Und was soll ich sagen? Ich bin so geflashed von dem tollen Hörspiel, dass ich euch gleich davon erzählen muss.

Die Handlung

Ryan Kenrick ist Schriftsteller und reist 1921 nach dem Tod seiner Frau zur Inspirationssuche nach Haddington Island. mit dabei sind sein langjähriger Freund Dan Gusbird und sein Hausmädchen Olivia. Doch die Einwohner der Insel benehmen sich merkwürdig abweisend. Als dann auch noch eine seltsame Muschelverkäuferin und eine geheimnisvolle Windsängerin auftauchen, sind die drei schon mitten drin in einem rätselhaften Abenteuer.

Meine Meinung

Die Windsängerin besteht aus zwei Teilen, die beide über YouTube, Spotify oder Hörspielprojekte abrufbar sind. Der erste Teil geht ca. 70 Minuten der zweite ca. 60 Minuten. Eine Mischung aus Thriller und Mystery wurde versprochen und genau das wurde auch abgeliefert. Zunächst treffen wir auf die beiden Protagonisten, die sich auf Haddington Island treffen. Nach und nach merkt man jedoch immer mehr, dass auf der Insel etwas vorgeht. Es werden Rätsel geöffnet und im folgenden wird der Zuhörer immer wieder mit Brotkrumen in Form von Hinweisen und Andeutungen versorgt. Dabei bleiben wir stets an Ryan und Dan dran und erfahren alle neuen Hinweise mit ihnen zusammen. 
Und genau dadurch ist die Geschichte auch sehr spannend. Ich mochte vor allem die übernatürliche Komponente, die aber immer nur so leicht durchkommt. Es ist keine direkte Horrorgeschichte, hat aber auch hiervon leichte Elemente mit drin. Aber auf jeden Fall die gesamte Atmosphäre lässt einen schaudern. Für kleine Angsthasen wie mich war es sehr gut, dass das Hörspiel am hellichten Tag gehört wurde. Aber im Dunkeln wirkt es bestimmt noch viel schauriger.
Für die absolut gelungene Atmosphäre kommen mehrere Elemente zusammen. Neben der Geschichte, die immer wieder Wendungen hat, bei der man sich gerne unter der Bettdecke verkriechen möchte, liegt es wohl auch an den sehr passenden Stimmen, sowie an der Geräuschkulisse und vor allem wohl an der unglaublich passenden musikalischen Untermalung.
Zu den SprecherInnen kann ich nur sagen, dass der Cast hier wunderbar gepasst hat. Einfach jede Stimme hat dem verkörperten Charakter entsprochen und gezielt zur Atmosphäre beigetragen.
Mit dem Ende vom zweiten Teil ist die Geschichte um die Windsängerin zu einem guten Schluss gebracht wurden. Im Stream am Samstag gab es auch ein paar entfernte Szenen zu hören, die zeigten, wie die Geschichte ursprünglich ausgehen sollte. Zwar war das auch ein interessantes Ende, das schließlich gewählte gefällt mir aber deutlich besser. So ist es rund und schließt die Handlung in sich ab. Gleichzeitig macht es neugierig auf die geplanten nächsten Teile. Hier werden die beiden Protagonisten wieder auftauchen und weiteren Rätseln nachgehen. Ich freu mich auf jeden Fall schon drauf.

Das Fazit

Wer Lust auf ein spannendes Mysteryhörspiel hat, mit tollen Charakteren, tollen Stimmen und einer Geschichte, die einen komplett zu fesseln weiß, der sollte unbedingt mal in Die Windsängerin reinhören.

2 Gedanken zu „Die Windsängerin

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