Rückblick auf den Juli 2021

War das ein durchwachsender Monat. Mal warm, mal kalt, mal drückend heiß, mal komplett verregnet. Aber viel wichtiger: Die Kinos sind wieder geöffnet! Hoffen wir mal, dass es noch eine Weile so bleibt, aber die Chance habe ich mir nicht entgehen lassen!
Was ansonsten so los war im Juli erfahrt ihr jetzt in meinem medialen Rückblick.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

A Quiet Place II: Nach den Ereignissen in Teil 2 gibt Familie Abbott die Farm auf und sucht abseits der bekannten Pfade nach Hilfe. In einem alten Stahlwerk treffen sie auf Emmett, der ihnen hilft, aber als gebrochener Mann sie am liebsten sofort wieder loswerden will. Regan Abbott empfängt schließlich ein Signal und glaubt, dass es einen sicheren Hafen gibt. – Gelungene und spannende Fortsetzung des stillen Horros.

Cruella: Estella landet nach dem Tod ihrer Mutter in London, wo sie auf die beiden Gauner Jasper und Horace trifft. Nach vielen Jahren des lockeren Lebens findet sie eine Anstellung in einem Warenhaus und schafft es durch ihre Designkünste bei der Baroness Von Hellman angestellt zu werden. Doch dort erfährt sie Sachen über ihre Vergangenheit, den ihre dunkle Seite Cruella heraufbeschwört. – Stilsicher und doch einfach nur cool. Cruella haut einem als Gesamtkunstwerk einfach vom Hocker.

Black Widow: Natasha Romanoff alias Black Widow ist nach den Geschehnissen in Civil War auf der Flucht. In einer sicheren Unterkunft bringt ein Freund ihr ihre Post aus einem Haus in Budapest. Dort ist auch ein Koffer, den ihre Schwester Yelena geschickt hat. Als sie von einem maskierten Kämpfer angegriffen wird, schafft sie es nach Budapest zu fliehen, wo sie auf Yelena trifft. Diese ist frisch auf der Flucht vorm roten Raum – dem Programm, das beide in der Kindheit zu Profikillerinnen ausgebildet hat. Um diesen endgültig zu besiegen, müssen sie sich mit alten Bekannten zusammentun. – Gelungener Auftakt von Phase 4 und würdevoller Abschied der schwarzen Witwe.

Godzilla vs. Kong: Nachdem Godzilla in Florida eine Stadt angegreift, wird er nicht mehr von allen Seiten als Beschützer der Erde gesehen. Gleichzeitig wird der Forscher Dr. Nathan Lind  vom Milliardär Walter Simmons angeworben, um die Hohlerden-Theorie zu untersuchen. Dafür benötigen sie Kong, der inzwischen in einem künstlich geschaffenen Habitat lebt. – Viel Wumms, wenig Handlung, dafür viele Logiklöcher. Optisch auf jeden Fall sehenswert.

Nomadland: Die Nomadin Fern reist durch die USA, nachdem in ihrer Heimat kein Job mehr zu finden war. Dabei nimmt sie überall Gelegenheitsjobs an und wohnt in ihrem Van. Dabei lernt sie allerhand Leute kennen. – Beinahe mediativer Film über eine Frau, die alles verloren hat und sich nun irgendwie durchschlägt.

Der Rausch: Vier Lehrer fühlen sich ein wenig ausgebrannt und gefangen. An einem Geburtstag diskutieren sie die Theorie von Finn Skaderud, dass der Mensch 5 Promille zu wenig Alkohol im Blut hat. Sie beschließen ein Experiment zu starten. – Interessantes Experiment, eine Ode ans Leben.

Nobody: Hutch Mansell ist ein Vorstadtvater, der kein Problem damit hat, gedemütigt zu werrden. Doch nach einem Einbruch in sein Haus kommt seine dunkle Seite zum Vorschein und er startet einen brutalen Rachefeldzug. – Durchchoreographiert wie ein John Wick, aber streckenweise sehr platt, da nur die bekannten Klischees abgearbeitet werden. Stellenweise aber auch sehr unterhaltsam.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Der Spion: Mitten im kalten Krieg wird ein Geschäftsmann aus Großbritannien nach Russland geschickt, da er wenig Aufmerksamkeit auf sich zieht und so den Kontaktmann im Auge behalten kann. – Interessanter Cast und für eine gut erzählte Geschichtsstunde bin ich auch zu haben.

Minari – Wo wir Wurzeln schlagen: Jacob und seine Familie ziehen nach Arkansas, um dort eine kleine Farm aufzubauen. Dabei geht einiges schief. Dann reist die Großmutter aus Korea nach und Sohn David muss mit ihrer Art umgehen lernen. – Diesjähriger Oscarkandidat und es verspricht eine schöne Familiengeschichte zu werden.

In the Heights: In den Washington Heights treffen wir auf eine Gemeinschaft voller Träume rund um den Bodega-Besitzer Usnavi. – Ein Film über ein Musical von Lin-Manuel Miranda. Ja, derjenige, der Hamilton geschrieben hat. Muss ich mehr sagen?

Cash Truck: H nimmt einen Job bei einer Geldtransporter-Firma an, die kurz darauf überfallen wird. Dabei setzt er die Gangster außer Gefecht. Woher kommt seine Treffsicherheit und was sind seine Motive? – Actionfilm mit Jason Statham, wobei die Action gut dosiert aussieht.

Jungle Cruise: Lily Houghton sucht nach einem Baum mit Heilkräften. Dafür braucht sie die Hilfe von Bootsbesitzer Frank, der sie über den Amazonas bringen soll. Eine halsbrecherische Reise steht bevor. – Dem nächsten Film über eine Disneylandattraktion, der erstmal nach viel CGI aussieht.

Filme – auf großem Ferseher gesehen

The Tommorow War: 2022 bekommt die Menschheit Besuch aus der Zukunft. Denn 2051 steckt die Menschheit im Krieg mit Aliens und es sieht schlecht aus. Deswegen werde. Soldaten aus der Vergangenheit benötigt um für 7 Tage in der Zukunft zu kämpfen. Einer davon ist Dan Forester. – Nicht wirklich logisch, nicht wirklich gut, aber ein bisschen Action für Zwischendurch.

Die Vögel: Mitch Brenner spielt Melanie Daniels einen Streich. Sie will sich rächen und fährt dafür zu seinem Haus in Bodega Bay. Dort bleibt sie unerwartet länger und kommt Mitch näher. Doch die Vögel in Bodega Bay fangen an sich sehr merkwürdig zu verhalten. – Klassiker von Hitchcock mit sehr unbefriedigendem Ende.

Kill your friends: In den 1990er Jahren versucht der Musikproduzen Stelfox als A&R-Manager den Durchbruch zu schaffen. Doch die Musikszene ist ein Haifischbecken. Es wird blutig. – Irgendwie nicht spannend, eindimensionale Charaktere und alles viel zu übertrieben.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Dad stop embarassing me – Staffel 1 (Nicht witzig, platte Charaktere, konnte mich nicht überzeugen)

Lucifer – Staffel 5 (Zwischendurch gab es wirklich gute Folgen, aber im großen und ganzen nur noch Beziehungsdrama. Die Luft ist leider seit längerem raus)

Loki – Staffel 1 (Diese Mischung aus Bürokratie, Loki und Zeitreise macht einfach nur Spaß. Spannend, tolle Charaktere und erwähnte ich diese Bürokratie?)

Fresh Fried & Crispy – Staffel 1 (Daym Drops präsentiert allerlei Leckereien aus den USA. Manchmal vielleicht ein wenig zu fettig, aber oftmals Leckereien dabei)

Never have I ever – Staffel 1 (Stellenweise gute Einfälle, im großen und ganzen eher typische Teenagerprobleme, dafür aber ein toller Erzählstil)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 8+3 (=nicht in der Wortwertung)
Seiten gesamt: 2.615
Seiten pro Tag:  84 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 4
E-Book: 2
Manga: 1
Hörspiel: 3

Palast aus Gold und Tränen: Die Dämonenjägerinnen Schneeweißchen und Rosenrot sind auf der Spur der Hexe aus Band 1. Dafür müssen sie ins Zarenreich und damit ins Reich der Baba Yaga. Doch ihre Liebe könnte ihnen dort den Kopf kosten. – Spannende und märchenhaftige Fortsetzung. Jetzt heißt es Warten auf Band 3.

Wild like a river: Jackson ist mit einem Freund im Jasper Nationalpark unterwegs. Als dieser sich verletzt lernt er Haven kennen, die mit ihrem Vater, einem Ranger, im Park lebt. Beide kommen sich näher. Wenn Jackson zurück zum Studium reist, folgt Haven ihm. Jetzt muss sie versuchen in der Stadt zurecht zu kommen. – Typische New Adult Geschichte, aber mit der Natur Kanadas. Habe den Charakteren die Liebesgeschichte nicht ganz abgenommen, aber die Coming-of-age Geschichte war toll.

Die Chroniken von Alice 2 – Die schwarze Königin: Alice und Hatcher sind den Fängen der alten Stadt entkommen. Doch statt in Freiheit finden sie sich in einer verbrannten Ebene wieder. Auf der Suche nach Hatchers Tochter Jenny müssen sie neue Abenteuer bestreiten. – Am Anfang brauchte ich ein bisschen um reinzukommen, aber ab einem gewissen Punkt, ist der Sog des Buches unaufhaltbar.

Fight for forever: Im dritten Band der Reihe muss Gabriel Legend sich seiner Vergangenheit stellen, um sich und alle, die er liebt zu schützen. Er muss wortwörtlich für sein Happy-end kämpfen. – Nach dem Cliffhanger am Ende von Band 2 waren meine Erwartungen hoch, doch das Buch zieht sich wieder, um die Auflösung ans Ende innerhalb weniger Seiten zu quetschen.

Eisige Wellen: Alina und Mal sind dem Dunklen entkommen, doch ihr Glück wärt nicht lange. Auf der Flucht landen sie ausgerechnet dort, wo sie nie wieder hin wollten. Jetzt muss Alina zeigen, was sie kann. Dabei trifft sie auf neue Verbündete und muss um alte Freunde kämpfen. – Zweiter Teil, der die Figuren für Band drei vorbereitet, aber dennoch einiges zu erzählen hat. Es wird nicht langweilig! PS: Ich wäre dann jetzt bereit für Staffel 2 von Shadow & Bone.

My roomate is a cat 4: Subaru hat sich seiner Angst gestellt und eine Signierstunde für seine Bücher abgehalten. Außerdem kommt Leben in seine Wohnung. Haku ist derweil damit beschäftigt, mit den Veränderungen ebenfalls zurechtzukommen. – Auch der vierte Band ist einfach wieder zuckersüß. Vor allem die Veränderungen bei Subaru sind toll zu sehen.

Ein Herz voll Leben: Isabella Kramer ist stolz auf ihren Cupcake-Laden an der Ostsee. Bis ihre beste Freundin stirbt und sie auf einmal das Sorgerecht für die kleine Leni bekommt. Sie versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und braucht jemanden, der ihr im Laden hilft. Da kommt Max wie gerufen. Doch seine Beweggründe sind nicht die, die Isabella erwartet. – Herzzerreißend und voller Mitgefühl. Zwischenzeitlich will man einzelne Charaktere einfach nur schütteln, aber letztlich siegt die Wohlfühlseite.

Malady Wayward: Malady reist aus Nashville nach Madeira, um einen Au-Pair Job anzunehmen. Doch das Anwesen ist wesentlich heruntergekommen als auf den Fotos und über den beiden dort lebenden Brüdern hängt ein Schatten. Was ist passiert? Schneller als ihr lieb ist wird Malady in einen Strudel aus Gewalt, Dominanz und Geheimnissen. – D. C. Odesza steht für Erotik mit Thrillelementen und vor allem Darkanteil. Man sollte hier nicht alles hinterfragen, kann die Geschichte aber so durchaus genießen.

Rufus T. Feuerflieg – Folge 6-8: Anwalt Rufus T. Feuerflieg hat auch in den nächsten Folgen allerhand zu tun. Zeitreisen, ein Poltergeist und eine etwas andere Dungeons and Dragons Version wartet auf seinen brillianten Verstand. – Tommy Krappweis versteht es wieder einmal in kurzen Episoden das größtmögliche Lachpotential zu entfalten. Einfach nur empfehlenswert. 

Fall of Legend

Ein Vorwort

Zur Zeit bin ich ganz gut dadrin Reihen abzuschließen, weswegen es hier relativ viele Reihenvorstellungen gibt. So nun auch die Legend-Reihe von Meghan March. Nachdem mich 2019 ihre Sinful-Reihen begeistern konnten und prompt Jahreshighlight wurden, habe ich mir bewusst Zeit gelassen mit der nächsten Reihe. Warum mich die Legend-Reihe nicht ganz überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die übergreifende Handlung

Scarlett Priest ist It-Girl, kommt aus gutem Haus und hat ihren Traum mit ihrem eigenen Store wahr gemacht. Damit hat sie alles, was sich Gabriel Legend nur wünschen kann. Nach etlichen illegalen Boxkämpfen hatte er genug Geld zusammen, um einen legalen Club zu eröffnen. Doch am Eröffnungswochenende kommt es zu einer Schießerei, die seinen Ruf zerstört. Können sie trotz der unterschiedlichen Welten, aus denen sie kommen, zusammenfinden?

Fall of Legend

Die Handlung: Scarlett Priest erwacht in einem Teppich. Sie wurde entführt und findet sich kurz darauf Gabriel Legend gegenüber. Das es sich bei der Entführung um ein Missverständnis handelt, ist für Legend zweitrangig, kann sie ihn doch aus seiner Notlage helfen. Durch ihre Bekanntheit als It-Girl kann sie allein durch ihre Anwesenheit seinen Club vielleicht retten. So schließen sie einen Deal, der jedoch durch ihre aufkommenden Gefühle bedroht wird.

Meine Meinung: Fall of Legend beginnt zunächst spannend und stellt wie Protagonisten kurz vor. Man könnte dann also so richtig in die Handlung starten, nur passiert erst einmal eine ganze Weile gar nichts. Scarlett trifft sich mit ihren Freundinnen, Legend versucht sie auf Abstand zu halten und sorgt sich um seinen Club. Scarlett taucht im Club auf und feiert mit ihren Freundinnen. Legend wird von seinem besten Freund ermahnt vorsichtig zu sein. Und so weiter. Das ganze Buch lang. Dank eines sehr flüssigen Schreibstils habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, weil ich verzweifelt darauf hoffte, dass irgendwann noch etwas passieren würde. Die erste richtige Annäherung gibt es kurz vor Ende und dann ist das Buch auch schon wieder vorbei. Die knisternden Szenen, die man von der Autorin gewohnt ist, fehlen beinahe vollständig, was die mangelnde Handlung ja noch irgendwie entschuldigt hätte. So weiß man am Ende eine Menge über die Protagonisten, aber hat keine Ahnung, in welche Richtung die Reihe gehen soll.

House of Scarlett

Die Handlung: Scarlett und Legend gehen getrennte Wege, weil Legend Angst hat, sie zu sehr an sich heranzulassen. Beide vermissen einander, schaffen es aber nicht über ihren Schatten zu springen. Erst als Scarlett ins Krankenhaus muss, nähern sie sich wieder an.

Meine Meinung: Zweite Bände haben meist das Problem, das sie reine Füllerbände sind, um das große Finale vorzubereiten. Das beste Beispiel dafür ist House of Scarlett. Im Prinzip ist der Band nur dafür da, um die beiden Protagonisten dazu zu bringen, wieder miteinander zu reden, sich ein bisschen näher zu kommen und die wichtigsten Nebencharaktere für Band 3 zu etablieren. So wirklich Handlung sucht man auch hier vergebens. Dabei sind es gerade die Charaktere, die man liebgewinnt und von denen man mehr erfahren will. Doch dann dreht sich die Handlung wieder und wieder im Kreis und kommt nicht vorwärts. Letztlich ist hier die Frage, ob es besser geworden wäre, wenn man alles kompakter und nicht auf Zwang auf eine Trilogie gestreckt hätte. Wenn man sich auf die Kernhandlung konzentriert hätte, anstatt überall nochmal ausschweifende Nebenhandlungen zu haben, die nichts voran bringen. Genug tolle Nebencharaktere, um die es in Folgebänden hätte gehen können, gibt es auf jeden Fall. Und dann kommt das Ende, mit einem riesigen Cliffhanger, so dass man doch wieder zum dritten Band greift.

Fight for forever

Die Handlung: Gabriel Legends größte Angst ist wahr geworden. Seine Vergangenheit hat ihn eingeholt und bedroht nun Scarlett und seine Liebsten. Nur ein Boxkampf kann sie nun retten. Doch schafft er es innerhalb von einem Monat in Form zu kommen?

Meine Meinung: Nach dem Cliffhanger am Ende von Band 2 erwartet man, dass es in Band 3 nun endlich spannend wird und endlich mal etwas passiert. Doch nach ein paar Seiten, die man atemlos verschlungen hat, wird man erstmal wieder vertröstet. Es gibt wieder genügend nebensächtliche Dinge, die ausschweifend erzählt werden müssen. Das Buch nähert sich irgendwann bereits dem Ende und man wartet immer noch auf den Boxkampf. Dieser ist dann irgendwann da, nur um dann alle noch offenen Probleme – und davon gibt es einige – innerhalb von ein paar kurzen spannenden Szenen abgearbeitet zu haben. Schwupps hier ist die Lösung, auf die der Leser drei Bände hingearbeitet hat. Ein bisschen verarscht fühlt man sich dann doch. Für alles war Zeit, außer für die Aufklärungen und Problemlösungen. Warum ich die Reihe trotz all meines Gemeckers nicht als wirklich schlechte Reihe ansehe, liegt vor allem an den tollen Charakteren und dem wunderbar flüssigen Schreibstil der Autorin. Ein bisschen enttäuscht über den Erotikanteil war ich dann doch, weil ich von der Autorin einfach anderes gewohnt bin.

Das Fazit

Die Fall of Legend Reihe von Meghan March ist wie üblich gut geschrieben und hat tolle Charaktere. Leider ist die Handlung für eine Trilogie viel zu dünn, so dass sich jeder Band überflüssig gestreckt anfühlt und einfach nicht in Fahrt kommt. Hier wäre beinahe ein Band ausreichend und man hätte genauso viel erzählen können.

Loki

Ein Vorwort

Der Marvel-Serienmarathon auf Disney+ geht weiter. Nachdem wir uns filmisch wahrscheinlich von Loki verabschieden können, bleibt er uns zumindest vorerst in der Serienlandschaft erhalten. Nachdem nun auch eine zweite Staffel kurzfristig bestätigt wurde, wollen wir doch mal einen Blick auf die erste Staffel werfen.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Thor, Thor 2 – The Dark Kingdom, The Avengers
Welche Filme aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Thor 3 – Ragnarök, Avengers – Infinity War, Avengers – Endgame – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).

In Thor (2011) lernen wir Loki kennen, der als Baby von Odin als Kriegsbeute von den Eisriesen mitgenommen wurde und als Bruder Thors aufwuchs. Als dieser den Thron Asgards besteigen soll, tauchen Eisriesen auf und stören die Zeremonie. Getrieben von Loki reist Thor mit seinen Freunden nach Jotunheim, um dort Vergeltung zu verüben. Odin kann dies noch verhindern, verbannt Thor aber auf die Erde. Während dieser versucht auf der Erde klarzukommen, fällt Odin in einen tiefen Schlaf. Loki nutzt die Chance und besteigt den Thron. Zusätzlich schickt er den Destroyer auf die Erde, um seinen Bruder endgültig auszuschalten. Dies misslingt jedoch. Auf dem Bifröst kommt es zum Kampf zwischen den beiden Brüdern. Thor wird von Odin gerettet, Loki stürzt sich freiwillig hinab.
In The Avengers (2012) taucht Loki wieder auf und schnappt sich den Thesserakt, einen der Infinity-Steine. Dabei kontrolliert er den Wissenschaftler Erik Selvig und Clint Barton alias Hawkeye. Daraufhin werden die Avengers zum ersten Mal zusammengerufen. Loki kann nach einem Auftritt in Stuttgart zunächst festgenommen werden, entfesselt aber kurz darauf den Hulk und kann so entkommen. Das Team muss sich wieder zusammenraufen, da Loki ein Portal in New York eröffnet hat und die Streitmacht der Chitauri die Erde angreift. Am Ende können die Avengers siegen und Loki wird gefangen genommen.
In Thor – The Dark Kingdom wird Loki verurteilt und sitzt in Asgard im Gefängnis. Beim Angriff der Dunkelelfen stirbt Frigga, seine Mutter, Odin will daraufhin Thors große Liebe Jane Foster, die den Äther durch einen Unfall in sich trägt und daher Angriffziel der Dunkelelfen war, als Köder einsetzen. Thor will das aber unter seinen Bedinungen klären, wofür er Lokis Hilfe braucht. Loki stirbt beim Kampf vermeintlich. Thor und Jane schaffen es mit Hilfe von Freunden die Dunkelelfen zu besiegen. In der After-Credit-Scene sieht man, wie sich Loki als Odin ausgibt, um Thor auf die Erde zu locken, damit er dort mit Jane glücklich wird.
Weitere wichtige Fakten: In Thor 3 – Ragnarök stellt sich Loki schlussendlich auf Thors Seite und hilft dabei die Asen vor der Zerstörung Asgards zu retten. In Infinity War wird Loki von Thanos in der Anfangsszene getötet. In Endgame reisen die Avengers in der Zeit zurück. Unter anderem ins Jahr 2012 und zur Handlung von The Avengers, wo der gefangen genommene Loki mit dem Tesseract antkommen kann.

Die Handlung

Loki Laufeyson (Tom Hiddleston) konnte durch die Zeitreise der Avengers in Endgame mit dem Tesseract fliehen. Doch seine Freude wehrt nur kurz, denn die TVA fässt ihn kurz darauf, weil er gegen den wahren Zeitstrahl verstoßen hat. Er landet vor Gericht und steht kurz vor der Stutzung – also der endgültigen Auslöschung. Doch Agent Mobius (Owen Wilson) setzt sich für ihn ein, da er seine Hilfe braucht, um eine Variante zu finden, die einige Zeitagenten ausgelöscht hat.

Meine Meinung

Loki ist wohl einer der coolsten Bösewichte, die das MCU (Marvel Cinematic Universe) zu bieten hat. Doch nach den drei Thorfilmen und seinem Auftritt in The Avengers, merkte man schon, dass der Figur langsam die Luft ausging. Gerade in Thor 3 – Ragnarök war er kaum mehr als eine Parodie auf sich selbst. Als die Serie zu Loki angekündigt wurde, war ich dementsprechend skeptisch. Bewusst habe ich mir keinen Trailer angesehen, sondern mich ganz unvoreingenommen auf die Serie eingelassen.
Mit der Idee der Zeitreise und das es sich beim gezeigten Loki nicht um den toten aus dem Filmbereich, sondern eine Variante handelt, funktioniert die Serie erstaunlich gut. Die Serie braucht ca. zwei Folgen um in Fahrt zu kommen. Man lernt die TVA kennen, die so wunderbar voller Bürokratie ist. Man möchte sagen, wie aus den 1970er Jahren – oder eben aus den deutschen Behörden in der heutigen Zeit. Dann hat die Serie ihren Rhythmus gefunden und funktioniert gerade wegen der guten Chemie zwischen Loki und Mobius. Loki darf sich hier noch einmal ganz neu entwickeln und wir kriegen auch ganz neue Facetten von ihm zu sehen. 
Der Zeitreisenaspekt funktioniert bis zu einem gewissen Grad, dann treten die üblichen Logiklöcher auf. Wenn man diese einfach akzeptiert, statt zu hinterfragen, hat man mit der Serie eine Menge Spaß. Gerade das Ende lässt einen dann aber wieder hinterfragen, inwiefern die Serie doch noch Auswirkungen auf die Filme – gerade Doctor Strange 2 – haben könnte. Material für die zweite Staffel ist auf jeden Fall noch da. Dennoch wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, die Serie einfach mit ein paar mehr Folgen zu konzipieren, statt gleich eine weitere Staffel draus zu machen.
Grundsätzlich funktioniert die Staffel aber wirklich gut. Es gibt immer wieder neue Handlung, nichts wirkt erzwungen oder gestreckt, es gibt genügend kleine (oder größere) Anspielungen für die Comicfans, tolle Charaktere und genügend zu entdecken. Auch Loki und sein Humor funktioniert wieder deutlich besser, auch wenn er mit der Zeit immer ernster wird. So ist die Vorfreude auf Staffel 2 auf jeden Fall da.

Das Fazit

Loki funktioniert als Serie erstaunlich gut, hadert mit ein paar Logiklöchern im Zeitreisesegment, funktioniert aber gerade durch die Charaktere und die kleinen Feinheiten. Für Loki-Fans auf jeden Fall einen Blick wert.

Ophelia Scale

Ein Vorwort

Manchmal kommen Jahreshighlights einfach zu einem. Das erste Ophelia Scale Buch habe ich mir eigentlich eher zufällig zugelegt, weil ich noch eins für meine 21 für 2021 Reihe gebraucht habe. Dann lag es ein halbes Jahr auf meinem SuB und ich hatte nicht so recht die Motivation es zu lesen. Eher durch Zufall habe ich es schließlich im Rahmen eines Buddyreads angefangen und konnte es ab da nicht mehr aus der Hand legen. Alle drei Bände habe ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Was die Reihe so besonders macht, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die übergreifende Handlung

Ophelia Scale lebt in der Zukunft. Doch ein paar Jahre zuvor hat König Leopold de Marais von Europa die Abkehr ausgerufen. Das bedeutet der Verzicht auf Technik. Für Ophelia ist dies gleichbedeutend mit einer verbauten Zukunft. Sie schließt sich der Rebellengruppe ReVerse an, die ein Attentat auf den König planen.

Band 1: Die Welt wird brennen

Die Handlung: König Leopold de Marais sucht neue Anwärter*innen für seine Leibgarde. Dies ist die Chance für die Rebellengruppe ReVerse Leute einzuschleusen. Darunter auch Ophelia Scale, die die Vorauswahl übersteht und in die Hauptstadt Maraisville zieht. Dort trifft sie auf Lucien, den sie sofort sympathisch findet. Doch es gibt ein Problem: Lucien ist der jüngere Bruder des Königs.

Meine Meinung: Das Buch hatte mich ab Seite 1. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und der Erzählstil wunderbar spannend und doch mit einem leicht ironischen Unterton. Man wird sofort in eine spannende Szene geworfen und entdeckt die Welt nach und nach. Dabei werden immer nur die notwendigen Informationen rausgegeben, um die Szene nachvollziehen zu können, ohne einen Welterklärungsvortrag zu halten. Von Anfang an wird man in Atem gehalten, dennoch gibt es die ruhigeren Momente, in denen man durchatmen kann. Hinzu kommt, dass die Charaktere einfach nur liebenswert sind. Seien es die beiden Protagonist*innen Ophelia und Lucien, aber mir haben es auch gerade die Nebencharktere angetan, wie Caspar Dufort oder auch Leopold de Marais. Gegen Ende gab es dann ein paar Entwicklungen, die mich sehr mitgenommen haben und der Cliffhanger am Ende – ich hatte Band 2 natürlich noch nicht griffbereit – hätte mich fast in den Wahnsinn getrieben. Also seid schlauer als ich und kauft die Trilogie zusammen!

Band 2: Der Himmel wird beben

Die Handlung: Nach dem gescheiterten Attentat bekommt Ophelia ein Angebot, das ihr eine mildere Strafe zusichert. Dafür wird sie als Spionin bei ReVerse eingeschleust. Dort trifft sie auf alte Bekannte. Doch die Widerstandsgruppe ist nicht mehr die, die sie kannte. – Gekürzt um Spoiler zu den Vorbänden zu vermeiden

Meine Meinung: Kennt ihr diese Fantasy-Trilogien, bei der der zweite Band nur so ein Füller ist, der irgendwie Band 1 und 3 verbindet oder ein paar Weichen stellt, um die große Endschlacht vorzubereiten? Nun dies ist in Der Himmel wird beben nicht der Fall. Der zweite Band knüpft direkt an die Geschehnisse und vor allem an den großen Cliffhanger aus dem ersten Band an, schafft es diese in eine neue Richtung zu kanalisieren und daraus eine ebenso spannende Geschichte zu spinnen. Mitunter dachte man, dass sich die Autorin in eine Ecke verrannt hat, aus der sie nicht mehr rauskommt. Doch das schafft sie immer und auf so nachvollziehbare Art, das man es einfach nicht kommen sieht. So überrascht sie einen mehrfach und dadurch bleibt die Handlung weiterhin spannend. Dennoch bleibt genügend Stoff für Band 3. Auch hier gibt es am Ende wieder einen ziemlichen Cliffhanger, weswegen man auch den finalen Band direkt griffbereit haben sollte.

Band 3: Die Sterne werden fallen

Die Handlung: Ophelia Scale und Lucien de Marais stehen vor neuen Herausforderungen. Sie müssen Verluste verarbeiten und sich gleichzeitig für den letzten großen Kampf rüsten. – Gekürzt um Spoiler zu den Vorbänden zu vermeiden

Meine Meinung: Nachdem ich am Ende von Band 2 sehr verschnupft und in tiefer Trauer war, brauchte ich am Anfang von Band 3 ein wenig um wieder in die Handlung zu kommen. Das lag zum einen daran, dass sich die Handlung mit den neuen Begebenheiten selbst wieder finden musste, aber vor allem weil ich Angst hatte. Angst vor dem Ende des Buches. Angst, dass die Geschichte bald zu Ende gehen könnte und ich mich von all den Charakteren verabschieden müsste. Angst, weil ich die Reihe nie wieder so unvoreingenommen lesen könnte. Denn das erstaunlichste an der Reihe ist, wie sehr sie mich mitgenommen hat. Wenn etwas passierte, was mir nicht passte, hatte ich beinahe körperliche Schmerzen, wenn ich um einen Charakter gebangt habe, hat die Welt um mich herum aufgehört zu existieren. Ich habe selten eine so gut durchdachte Fantasy-Reihe gelesen! Bis zum Ende sind alle Wendungen durchdacht. Ich hätte mir das Ende vielleicht etwas ausführlicher gewünscht, aber grundsätzlich war es rund und die Geschichte ist in sich abgeschlossen – und das ist auch so ziemlich mein einziger Kritikpunkt an der gesamten Reihe.

Das Fazit

Ophelia Scale ist eine dieser Reihen, die spielerisch eine Welt kreieren, sie im genau richtigen Ausmaß beschreibt, tolle Charaktere hat, eine spannende Handlung und einen einfach von vorne bis hinten in Atem hält. Aus jeder potentiellen Ecke windet sich die Autorin spielerisch wieder raus und schafft so eine Reihe, die einfach von vorne bis hinten rund und logisch ist. Großen Respekt und große Leseempfehlung!

Sommerlektüren – Ausgabe 2021

Es ist Sommer! Damit wurde es für mich wieder Zeit für Sommerlektüren. Diesmal habe ich mir drei ausgesucht – bin also weniger eskaliert als letztes Jahr – die ich euch heute vorstellen möchte – natürlich mit Sommerlektürenfaktor!

Heute Abend in der Eisdiele am Meer – Holly Hepburn*

Die Handlung: Gina lebt in London als Projektmanagerin. Doch als sich ihr Großvater den Fuß bricht, lässt sie alles stehen und liegen und reist nach Cornwall in den verschlafenen Ort Polwhipple, um in der Eisdiele ihrer Großeltern mitzuhelfen. Als sie den heruntergekommenen Zustand des örtlichen Kinos sieht, kann sie gar nicht anders, als es als Projekt anzugehen. Hilfe bekommt sie von ihrem Jugendfreund Ben, sehr zum Missfallen ihres Freundes Max, der in London geblieben ist.

Meine Meinung: Da es sich bei diesem Buch um ein Rezensionsexemplar handelt, habe ich es auch schon in einem separaten Beitrag vorgestellt. Die kleine Eisdiele am Meer ist eine wunderbare Sommerlektüre und verbindet Lust auf Eis und Meer mit Fernweh. Lediglich kleinere Schönheitsfehler sind vorhanden, die den Lesefluss jedoch nicht stören. Wer sich also an die Küste Cornwalls träumen will, sollte in dieses Buch mal reinschauen.

*[Werbung|Rezensionsexemplar]

Sommerlektürenfaktor: ****

Bernsteinsommer – Anne Barns

Die Handlung: Christina hat sich ihren Traum vom eigenen Café erfüllt. Bis ein Wasserrohrbruch ihre Pläne über den Haufen wirft. Da ihr Vater mit Alzheimer in einem Pflegeheim ist, findet sie in seinen Sachen eine Reihe von Gemälden. Die Spurensuche führt sie nach Rügen und Hiddensee. 

Meine Meinung: Mit Anne Barns bin ich die letzten beiden Jahre im Sommer stets zufrieden gewesen. Daher musste sie auch dieses Jahr wieder in meine Sommerlektürenliste auftauchen. Meine Erwartungen waren wie bisher, dass die Protagonisten irgendwann an der deutschen Küste landen und dort ein paar schöne Tage verbringen, gerne mit einem Familiengeheimnis. Diesmal jedoch braucht die Handlung eine ganze Weile um so weit in Schwung zu kommen, dass wir es bis nach Rügen geschafft haben. Dabei ist diese umfassende Handlung nicht uninteressant, aber eben nicht die, die ich von einer Sommerlektüre erwarte. Der Abschnitt auf Rügen und Hiddensee hingegen war genau das, was ich erwartet habe. Hier kommt Urlaubsehnsucht auf und man träumt sich zum Meeresrauschen an die Küste. Christina ist auch wieder eine sehr sympathische Protagnistin, die diverse Rückschläge zu bewältigen hat. So ist es ein rundes Buch, nur eben schade, dass der Küstenanteil diesmal so gering ist.

Sommerlektürenfaktor: ****

Sehnsucht in Aquamarin – Miriam Covi

Die Handlung: Polly und Jette wurden als Kinder von ihrer Mutter verlassen. Während Jette seitdem ruhelos um die ganze Welt jettet, zieht sich Polly in ihre Dachgeschosswohnung in Stuttgart zurück. Bis Jette ihre Mutter findet. In Maine. Die Schwestern reisen nach Bar Harbor, treffen dort aber auf mehr als nur ihre Mutter. 

Meine Meinung: Nach Cornwall und Rügen hielt ich es nicht für verkehrt auch der USA eine Chance zu geben. Und die Küste Maines klang da nicht verkehrt. Bekommen habe ich eine Familien- und Liebesgeschichte mit Outdoorfeeling. Nicht so ganz, was ich mir erhofft hatte, aber grundsätzlich doch eine spannende Geschichte. Wir haben die beiden sehr unterschiedlichen Schwestern, die beide irgendwo auf ihre Art sympathisch sind – auch wenn man Jette gerne ab und an schütteln würde. Dann haben wir den Sommer in Maine und den Acadia National Park, der das Outdoorherz höher schlagen lässt. Soweit wäre es passend zur Sommerlektüre. Nur leider liegt der Fokus nur ab und an auf den örtlichen Begebenheiten und wesentlich mehr auf das familiäre Drama, das sich auf den 496 Seiten zwischenzeitlich ganz schön zieht. Leider dreht sich die Handlung dann auch mehrmals im Kreis, was dem Buch im Großen und Ganzen nicht wehtut, aber man hätte die Geschichte auch kürzer erzählen können.

Sommerlektürenfaktor: ***

Godzilla vs. Kong

Ein Vorwort

Warner Brothers versucht nicht nur verzweifelt das DC Extended Universe am Laufen zu halten, sondern auch ihr MonsterVerse. Der vierte Film der Reihe sollte nun ihr beiden Giganten aufeinander treffen lassen, wurde aber erst einmal immer weiter nach hinten geschoben. Irgendwie ist der Trailer auch völlig an mir vorbeigegangen, weswegen ich sehr unvoreingenommen und ohne Erwartungen an den Film herangegangen bin. Was der Film letztlich kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

In Godzilla (2014) untersuchen Ford Brody und sein Vater Joe die Ruinen eines 1999 eingestürzten Atomkraftwerks in Japan. Joe glaubt, dass es sich damals nicht um ein Erdbeben handelte, sondern mehr dahinter steckte. Sie treffen auf eine ausgebaute Forschungsstation der Privatorganisation Monarch und auf Dr. Serizawa, der den beiden von dem Monster „Muto“ genannt berichtet, dass sich dort eingehüllt von der Radioakitvität ernährt. Als es ausbricht, bricht gleichzeitig in Nevada ein Weibchen aus. Dadurch wird jedoch ein mächtiger Gegner aktiviert: Godzilla. Nach einem ersten Kampf verfolgt Godzilla das Männchen und auch das US-Militär hat Pläne, die jedoch dazuführen, dass San Francisco von einer Atombombe bedroht wird. Im finalen Kampf kann die Bombe entschärft werden und Godzilla besiegt die beiden Mutos, bevor er wieder in die Tiefen des Ozeans verschwindet.
In Godzilla II: King of the Monsters (2019) erkunden die Forscherin Emma Russel und ihre Tochter Madisson trotz politischen Widerstands gegen die Organisation Monarch sogenannte Titanen. Bei einem Überfall durch den Söldner Alan Jonah werden Emma und Madison entführt. Monarch wendet sich daher an Emmas Exmann Mark, der eigentlich von der Organisation nichts mehr wissen will. Kurz darauf werden alle beobachteten Titanen gleichzeitig erweckt und auf die Menschheit losgelassen. Nun erhebt sich Godzilla wieder aus der Tiefe, um die natürliche Ordnung wieder herzustellen. Beim Eingriff des Militärs wird jedoch Godzilla ernsthaft verletzt, während sein Widersacher sich beinah unbeschadet erhebt. Das Forschungsteam findet heraus, dass an der sogenannten Hohlerde-Theorie was dran ist und finden Godzilla in einer unterirdischen Höhle, wo sie ihn mit Radioaktivität defibrillieren. Im Endkampf beweist sich Godzilla als König der Monster. Im Abspann wird die Handlung von Godzilla vs Kong angeteasert, da ein Kopf von Godzilla Widersacher Ghidora überlebt hat.
In Kong: Skull Island (2017) leitet die Regierungsorganisation Monarch 1973 einen Einsatz auf die mysteriöse Skull Island, da dort urzeitliches Leben vermutet wird. Bei Bombenabwurd, um die geologische Struktur zu erforschen, wecken sie jedoch Kong, einen Riesenaffen. Dadurch wird das Team auf der Insel verstreut. Ein Teil der Gruppe trifft auf Eingeborene und einen im zweiten Weltkrieg abgestürzten Piloten. Kong wird von denen als Beschützer angesehen und sie halten ihn für eine friedliche Kreatur. Gleichzeitig erfährt das Team von den sogenannten Schädelkriechern, die immer wieder an die Oberfläche klettern. Mit den kleinen kommt Kong klar, aber sollte er sterben, würden die großen an die Oberfläche klettern, die bereits Kongs ganze Familie ausgelöscht hat. Der andere Teil der Gruppe hat es aber weiterhin aus Kong abgesehen und schafft es ihn zu verletzten, wodurch der große Schädelkriecher an die Oberfläche klettert. Im finalen Kampf kann Kong ihn zusammen mit dem anderen Team, die die Geschichten der Eingeborenen gelauscht hatten, den Schädelkriecher zu töten.

Die Handlung

Nachdem Godzilla in Florida eine Stadt angegreift, wird er nicht mehr von allen Seiten als Beschützer der Erde gesehen. Gleichzeitig wird der Forscher Dr. Nathan Lind (Alexander Skarsgard) vom Milliardär Walter Simmons (Demian Bichir) angeworben, um die Hohlerden-Theorie zu untersuchen. Dafür benötigen sie Kong, der inzwischen in einem künstlich geschaffenen Habitat lebt und von Dr. Ilene Andrews (Rebecca Hall) und ihre Ziehtochter Jia (Kaylee Hottle) betreut wird. Dieser soll ihnen den Weg zur Hohlerde zeigen, doch sobald er das Habitat verlässt, könnte ihn Godzilla als Bedrohung ansehen und angreifen. Madison Russell (Millie Bobby Brown) versucht gleichzeitig mit dem Verschwörungstheoretiker Bernie Hayes (Brian Tyree Henry) zu untersuchen, warum Godzilla Florida angegriffen hat.

Meine Meinung

Die Handlung von Godzilla vs. Kong zusammenzufassen ist gar nicht so einfach, da sie an mehreren Stellen und mit verschiedenen Charakteren spielt. Dabei sind einige bekannte Gesichter wieder dabei, aber auch viele neue, die man erst einmal wieder einordnen muss. Dabei ist die Handlung eigentlich nur eine Farce, um die beiden Giganten irgendwie aufeinander treffen zu lassen. Wobei das dem Film fast besser steht, als die erzwungene Mythologie in Godzilla II.
Aber von Anfang an. Godzilla vs Kong zeigt von Anfang an, dass sie keine Kosten gespart haben und zeigt im Angriff Godzillas wieder einmal was das CGI heutzutage alles kann. Und so durfte bereits die erste Stadt zerstört werden. Es folgt eine kurze Unterbrechung, um die wichtigsten Charaktere vorzustellen. Dabei ist vor allem bemerkenswert, wie schon wieder fast der vollständige Cast getauscht wurde. Gerade die angeteaserte Handlung am Ende von Godzilla II scheint mit dem Wegfall von Charles Dance Rolle irgendwie unlogisch. Damit das alles aber nicht ganz so auffällig ist, darf Millie Bobby Brown eine ganze Weile sinnlos durchs Bild rennen, bis sie am Ende wirklich nochmal eine wichtige Aufgabe übernimmt. Für Kong wird dann auch eben schnell mal eine Zwischenlösung hingeschustert, aus der er dann aber direkt wieder abtransportiert wird. Was folgt ist eine Abwechslung aus beeindruckenden Kämpfen, eine Menge Zerstörungswut, menschlicher Gier und ab und an auch ein bisschen vorgeschobene Handlung.
Dabei wird der größte Wert eindeutig auf die Optik des Films gelegt. Hier braucht er sich nicht zu verstecken, auch wenn einige Szenen vielleicht etwas zu gewollt realitisch dargestellt wurden. Man bekommt den namensgebenden Kampf auch gleich zweimal geboten, wodurch man sich nicht beschweren kann, unter falschem Vorwand ins Kino gelockt worden zu sein. Auch wenn Godzilla im Vergleich zu Kong wenig Screentime hat.
Das Ende ist dann allerdings ungefär so enttäuschend wie in Batman vs. Superman. Nach einer gewissen Kampfzeit, mischen sich einfach die Menschen wieder ein und schwupps sind alle Feindschaften vergessen. (Deine Mutter heißt Martha? Meine Mutter heißt auch Martha? Na dann sollten wir Freunde werden).
So richtig ausgereift ist der Film nicht. Man erkennt die Absicht des ganzen, doch statt sich darauf zu konzentrieren, gibt es zu viel Belangloses drum herum. Auch die Darsteller wirken wieder mehr verschenkt als alles andere. Charakterentwicklungen sucht man hier vergeblich. Das große Finale des MonsterVerse ist es wohl nicht, aber das war bei den bisherigen Filmen auch nicht zu erwarten. Wer die vorherigen Filme mochte und sich auch da nicht über die mangelnde Handlung beklagt hat, der wird auch hier wieder seinen Spaß haben. Für alle, die mehr als ein bisschen bildgewaltige Monsterkloppe wollen, werden hier nicht glücklich.

Das Fazit

Godzilla vs. Kong setzt wie bereits die Vorgänger mehr auf Bilder als auf durchdachte Handlung. Charakterentwicklung sucht man hier ebenfalls vergebens. Die Kämpfe sind zwar eindrucksvoll, doch gerade das Ende lässt einen nur die Augen verdrehen. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Godzilla vs. Kong läuft seit dem 01.07.2021 in den (geöffneten) deutschen Kinos

Black Widow

Ein Vorwort

Mit Avengers Endgame – okay und mit Spider-Man – Far from home – ist die dritte Phase des MCU (Marvel Cinematic Universe) zu Ende gegangen. Phase 4 sollte im letzten Jahr mit Black Widow beginnen. Durch geschlossene Kinos und vielen Terminverschiebungen durften jetzt aber die Serien der Phase vorher ihre Premiere feiern. So lief WandaVision, Falcon and the Winter Soldier und auch Loki schon (fast) vollständig auf Disney+. Nun durfte Natasha Romanoff endlich ihren lange gewünschten Solofilm haben. Warum wir den alle derzeit verdient haben, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Captain America 3 – Civil War & Avengers – Endgame – diese werde ich hier kurz vorstellen.
Welche Filme aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Iron Man 2, The Avengers, Avengers – Age of Ultron, Falcon & the Winter Soldier – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).

In Captain America 3 – Civil War wird nach einem gescheiterten Einsatz in Lagos der Schrei immer größer, die Avengers mit einem Regelwerk stärker zu kontrollieren. Nach einem Anschlag auf die UN, wo der Gesetztesentwurf diskutiert werden sollte, spalten sich die Avengers in zwei Lager. Captain America ist auf der Flucht, da sein Freund Bucky für den Anschlag verantwortlich gemacht wird. Black Widow steht auf der anderen Seite im Team Iron Man. Beim großen Kampf der beiden Lager, entscheidet sie sich am Ende doch für die andere Seite und hilft Cap und Bucky zu fliehen, um Baron Zemo aufzuhalten. Dadurch wird sie von Thaddeus Ross mit den anderen unter Arrest gestellt, kann jedoch fliehen.
In Avengers – Endgame raufen sich die übrig gebliebenen Avengers zusammen, um gegen Thanos anzutreten. Dafür entwickeln sie die Möglichkeit von Zeitreisen. Clint Barton alias Hawkeye und Black Widow reisen dafür nach Vormir, um den Seelenstein zu holen. Red Skull offenbahrt ihnen den Preis, nämlich ein geliebtes Leben zu Opfern. Clint und Natasha sind beide willig sich zu opfern, im Kampf siegt jedoch Natasha und stirbt.

Die Handlung

Natasha Romanoff alias Black Widow (Scarlett Johannson) ist nach den Geschehnissen in Civil War auf der Flucht. In einer sicheren Unterkunft bringt ein Freund ihr ihre Post aus einem Haus in Budapest. Dort ist auch ein Koffer, den ihre Schwester Yelena (Florence Pugh) geschickt hat. Als sie von einem maskierten Kämpfer angegriffen wird, schafft sie es nach Budapest zu fliehen, wo sie auf Yelena trifft. Diese ist frisch auf der Flucht vorm roten Raum – dem Programm, das beide in der Kindheit zu Profikillerinnen ausgebildet hat. Um diesen endgültig zu besiegen, müssen sie sich mit alten Bekannten zusammentun.

Meine Meinung

Lange mussten Marvel Fans auf diesen Film warten. Nicht nur, weil er seit letztem Sommer regelmäßig verschoben wurde, sondern vor allem weil Fans diesen Film schon seit Ende Phase 1 fordern. Lange wurde sich dagegen gewehrt, da musste erst DC mit Wonder Woman kommen, um zu beweisen, dass auch Frauen einen Solofilm tragen können. Warum man sich dann zunächst für Captain Marvel entschied, bleibt fraglich. So wirkt er fast wie hinten eilig rangeschoben, vor allem durch die Ereignisse in Endgame.
Nichtsdestotrotz ist es der Film, den Marvel Fans verdient haben! War ich nach dem Trailer noch sehr kritisch, zumal man ihn dort zeitlich schlecht einordnen konnte – und was sollte das auf einmal mit der Familie? – so werden die Unklarheiten in den ersten 15 Minuten beseitigt. So startet der Film komplett logisch und passt sich gut in die zeitliche Abfolge. Eine kurze Einfindungsphase und dann geht es auch schon sehr actionlastig weiter.
Das ist es auch, was der Film perfekt beherrscht: Die Balance zwischen Action und Handlung vorantreiben bzw. wichtige Informationen an die Zuschauer weitergeben. Neben ein paar Fanserviceantworten – wir wissen endlich was in Budapest passiert ist! – wird aber auch der Charakter der Black Widow noch einmal greifbarer. Das, was zuvor eher unterschwellig angedeutet bzw in Age of Ultron auch etwas konkretisiert wurde, festigt sich nun zu einer Hintergrundgeschichte. Gleichzeitig schafft es gerade Florence Pughs Yelena einige Sachen wirklich auf den Punkt zu treffen. Die Dialoge zwischen den beiden Schwestern passen in die übliche Marvelmanier und lockern den Film neben den tollen Actionsequenzen wahnsinnig auf.
Chronologisch arbeitet sich der Film an verschiedenen Handlungselementen ab, die aber alle für das große Ganze gebraucht werden. Mit 134 Minuten ist Black Widow ein verhältnismäßig kurzer Marvel-Film. Dennoch kommt hier kein Element zu kurz und die Charaktere kriegen genug Freiraum, um sich entwickeln zu können.
Grundsätzlich ist Black Widow ein gelungener filmischer Auftakt der vierten Phase und beweist ein für allemal, dass auch Superheldinnen einen Film tragen können, ohne das sie männliche Love Interests benötigen. Leider verabschieden wir uns damit auch vollständig von ihr. Die After Credit Scene – unbedingt sitzen bleiben! – legt dann wohl den Grundstein für die kommende Hawkeyeserie. Es bleibt spannend.

Das Fazit

Black Widow ist ein gelungener Auftakt der vierten Phase des MCU. Die Balance zwischen Handlung und Action wird hier permanent gehalten und neu gewonnene Charaktere passen sich perfekt ein. Natürlich kommt der typische Marvel-Humor nicht zu kurz. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Black Widow läuft seit dem 08.07.2021 in den deutschen Kinos und zeitgleich auf Disney+ mit VIP-Option

Rückblick auf das 2. Quartal 2021

Auch das zweite Quartal des Jahres ist bereits geschafft, daher gibt es hier mal wieder einen Rückblick. Hier also im Kurzüberblick meine Highlights von April bis Juni. Jeweils zu Film, Serien und Büchern werde ich euch meine Top 5 vorstellen, die sind aber nicht nochmal gerankt.

Meine fünf filmischen Highlights

  1. Kings of Hollywood

Das Produktionsstudio von Max Barber und seinem Neffen Walter Creason läuft nicht sonderlich gut. Zumal Max Schulden bei Kredithai Reggie Fontaine hat. Doch nach einem Unfall an einem anderen Filmset kommt ihm eine Idee. Er will einen Film drehen, bei dem der Hauptdarsteller am ersten Drehtag bei einem Stunt stirbt und dann die Versicherungssumme abzukassieren. Doch Duke Montana ist widerstandsfähiger als gedacht. – Grundsolide Krimikomödie mit gutem Cast.

2. Mank

1940 soll Herman J „Mank“ Mankiewicz das Drehbuch zu Citizen Kane schreiben. Damit er sich nach einem Beinbruch gleichzeitig auskurieren und schreiben kann, wird er in eine abgelegte Ranch einquartiert. In Rückblenden werden Stationen seines Lebens gezeicht, viele verarbeitet er im Drehbuch. – Mank ist ein spannend geschriebener Film, der sich wunderbar auf die alten Zeiten besinnt und eines der bedeutendsten Filme aller Zeiten neu beleuchtet.

3. The Farewell

Billi Wang lebt in New York nachdem sie mit ihrer Familie aus China ausgewandert ist. Als sie erfährt, dass ihr Großmutter Lungenkrebs hat, ist sie am Boden zerstört. Doch die Familie beschließt der Oma nichts zu sagen, sondern eine Hochzeit zu arrangieren, damit alle sie nochmal sehen. Billi ist hin- und hergerissen zwischen Loyalität zur Familie und dem Wunsch sich richtig von ihrer Großmutter zu verabschieden. – Ein Film zwischen einer anderen Kultur, Trauer, aber auch irgendwo eine lebensbejaende Botschaft.

4. Flora & Ulysses

Flora, 10 Jahre alt, ist Tochter einer Autorin und eines Comiczeichners leidet unter der Trennung dieser. Bis Ulysses bei ihr auftaucht, ein aufgewecktes Eichhörnchen, von dem Flora glaubt, dass es Superkräfte hat. Allerdings ist vor allem Chaos angesagt. – Ein süßer Kinderfilm, der besser ist, als der Trailer glauben lässt.

5. Raya und der letzte Drache

Das Land Kumadra – einst Heimat der Drachen – ist in fünf Clans zerbrochen, die alle nach der Macht des Drachenkristalls streben. Durch einen Unfall zerbricht dieser jedoch und die Druun – Wesen, die alle Lebewesen, die sie berühren, in Stein verwandeln – werden freigelassen. Jahre später ist Raya auf der Suche nach Sisu, der letzten Drachin, um mit ihrer Hilfe die Druun zu besiegen. – Bildschöner Animationsfilm aus dem Hause Disney. Vielleicht ein bisschen zu vorhersehbar, aber mit tollen Themen und Charakteren. 

Meine fünf serienlastigen Highlights

  1. Shadow & Bone – Staffel 1

Ravka ist ein Land, das durch die Schattenflur in zwei Teile geteilt wird. Bei einer Durchquerung ist auch die junge Kartografin Alina Starkov dabei. Als ihr bester Freund Mal dabei fast stirbt, entfesselt sie eine Kraft, von der sie nichts ahnte. Und findet sich kurz darauf bei den Grisha wieder, die alle unterschiedliche Fähigkeiten aufweisen. Gleichzeitig versuchen die Dregs, eine Gruppierung um den Anführer Kaz Brekker, die Flur in die andere Richtung zu durchqueren, um das Kopfgeld zu kassieren, das auf Alina ausgesetzt wurde. – Spannende und bildgewaltige Fantasybuchverfilmung

2. Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 1

Luz Noceda war eigentlich auf dem Weg in ein Sommercamp für schwierige Teenager, in das sie ihre Mutter schicken wollte, nachdem sie in der Schule vermehrt auffällig wurde, da sie eher in einer eigenen Fantasy als der Realtät zu leben scheint. Doch unterwegs folgt sie einer Eule und stolpert prompt durch ein Portal in eine andere Welt. Dort trifft sie auf die Eulenlady und Hexe Eda und ist so fasziniert von der Welt, dass sie beschließt zu bleiben. Und obwohl Menschen keine Magie ausüben können, nimmt die bei Eda Unterricht. – Tolle Kinderanimationsserie, in einer faszinierenden Parallelwelt mit liebenswerten Charakteren.

3. Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle – Staffel 1

Peregrine Fisher bekommt überraschend das Erbe ihrer Tante Phryne, die sie nie kennengelernt hat. Dabei lernt sie die Damen aus dem Club der Abenteurerinnen kennen. Kurzentschlossen will sie in die Fußstapfen ihrer Tante treten und versucht sich als Privatdetektivin. Hilfe bekommt sie von Detective James Steed. – Toller Spin-off in den bunten 1970er Jahren, habe eine Doppelfolge gebraucht, um mich an die neuen Charaktere zu gewöhnen, jetzt liebe ich sie.

4. The Unicorn – Staffel 1

Witwer Wade will ein Jahr nach dem Tod seiner Frau wieder nach vorne blicken. Zwischen Treffen mit seinen Freunden und der Erziehung seiner beiden Töchter versucht er sich auch wieder an Dates. Dabei muss er feststellen, dass er ein sogenanntes Unicorn ist und daher äußerst beliebt. – Witzige Komödie mit guter Themenaufarbeitung und gut eingespielten Charakteren.

5. Westworld – Staffel 3

Dolores hat zusammen mit anderen Host Westworld verlassen und mischt sich nun 2058 in Neo-Los-Angeles unter die Leute. Ihr Ziel scheint eine Maschine zu sein, die die Leben der Menschen beeinflusst. Dabei lernt sie Caleb kennen. Auch andere Host haben es aus dem Park geschafft. – Bisher die wohl spannendste Staffel, zumal sie auch wieder gut strukturiert wirkt, nach dem Wirrwarr in Staffel 2.

Meine fünf buchige Highlights

  1. Und ich leuchte mit den Wolken – Sophie Bichon

Lilou reist nach Paris, um ihre französischen Wurzeln zu erforschen. Dabei trifft sie auf Mignon. Zwischen beiden ist sofort eine Anziehung, doch gerade Mignon möchte sich das nicht eingestehen. – Ich mochte Paris und diese ganzen französischen Attitüten bisher nicht, aber in diesem Buch habe ich alle meine Vorurteile gleichzeitig bestätigt und widerlegt gesehen. Und in die Geschichte von Lilou und Mignon habe ich mich schockverliebt! Schon jetzt ein Jahreshighlight!

2. I am Elektra – Christian Handel

Elektra Hamiltons Körper ist tot, doch ihr Vater konnte ihre Bewusstsein retten. Im Sommerhaus der Hamiltons hat er es in den Körper des vermeintlich toten Klons Kelsie eingesetzt. Nun muss Elektra damit zurecht kommen, ihren Körper verloren zu haben, aber auch ihr Leben an den anderen Klon Isabell. – Zweiter Teil, der zunächst eine eigene Geschichte kreiert und dann den Bogen zum ersten Band schafft. Tolle Geschichte!

3.-5. Ophelia Scale – Die Welt wird brennen | Der Himmel wird beben | Die Sterne werden fallen – Lena Kiefer

100 Jahre in der Zukunft hat König Leopold de Marais von Europa die Abkehr ausgerufen. Dadurch wird der Großteil der Technik verboten. Ophelia Scale sieht dadurch ihre Zukunft bedrohnt und schließt sich der Widerstandsgruppe von ReVerse an. Als der König neue Leute für seine Garde anwirbt, sieht Ophelia eine Chance auf ein Attentat. Nicht gerechnet hat sie mit Lucien, der ihren Plan ordentlich durcheinander wirbelt. Immerhin ist er der Bruder des Königs. – Eine der besten Fantasytrilogien, die ich seit langem gelesen habe! Alle Teile sind rumdum rund und gelungen. So spannend, dass ich sie nicht aus der Hand legen konnte, so mitreißend, dass mich jede Entscheidung der Charaktere mitfiebern ließ. Große Leseempfehlung!

Was waren eure Highlights?

Cruella

Ein Vorwort

Cruella de Vil ist wohl eine der ikonischsten Antagonist*innen aus dem Hause Disney. Leicht wahnsinnig, aufbrausend und auf der Suche nach Dalmatinerfell. Nach ihrem Debüt im 1961er Animationsfilm 101 Dalamtiner aus dem Hause Disney, durfte Glenn Close sie 1996 verkörpern. Nun nimmt sich Emma Stone diesem Erbe an. Denn nach Maleficent bringt Disney nun den zweiten Realfilm rund um eine Antagonistin heraus. Warum ich den Film richtig gelungen finde, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Estella (Emma Stone) landet nach dem Tod ihrer Mutter in London, wo sie auf die beiden Gauner Jasper (Joel Fry) und Horace (Paul Walter Hauser) trifft. Nach vielen Jahren des lockeren Lebens findet sie eine Anstellung in einem Warenhaus und schafft es durch ihre Designkünste bei der Baroness Von Hellman (Emma Thompson) angestellt zu werden. Doch dort erfährt sie Sachen über ihre Vergangenheit, den ihre dunkle Seite Cruella heraufbeschwört.

Meine Meinung

Mit Maleficent startete Disney nicht nur ihre neue Welle an Realverfilmungen, sondern gab auch einer der bekanntesten Antagonistinnen eine Hintergrundgeschichte, die sie fast greifbar machte. Nach vielen weiteren Realfilmversuchen, die mal besser und mal schlechter funktioniert haben, widmet sich der 18. Film einer weiteren ikonischen Antagonistin: Cruella deVil. Da der Film aus ihrer Sicht erzählt wird, blieb die Frage nach dem Trailer offen, ob auch hier der Charakter eine ganz neue Richtung einschlägt.
Die Antwort darauf ist wohl Jein. Denn auch wenn Cruellas Hintergrundgeschichte beleuchtet wird, und dadurch vieles nachvollziehbarer wird, so bleibt Cruella doch bis zu einem gewissen Grad wahnsinnig. Nach einem kurze Ausflug in die Kindheit Cruellas und ihrem Zusammentreffen mit Horace und Jasper landen wir schnell im Atelier der Baroness. Ab hier hat der Film ein gutes Tempo und springt zwischen Drama, Coolness und Wahnsinn hin und her.
Genau diese Elemente machen den Film aus und werden in verschiedenen Szenen gekonnt miteinander verstrickt. So bietet der Film viel Handlung, die aber stets auf das wichtigste runtergebrochen wird, tolle Kostüme und vor allem eine Emma Stone, die hier absolut in ihrem Element ist. Sie ist gleichzeitig auch das absolute Highlight des Films. Denn Emma Stone spielt nicht nur den Charakter, sie lebt ihn. Sowohl den unsicheren Part, aber vor allem den verrückten.
Aber auch darüber hinaus muss sich der Film nicht verstecken. Einen wunderbaren Cast, wo jeder Charakter den Schauspielenden auf den Leib geschrieben steht, vor allem von John McCrea möchte ich mehr sehen, einen in jeder Szene perfekt passenden Soundtrack, der die Coolness des Films nur noch unterstreicht, und auch der tierische Part bietet für alle etwas.
Die Handlung arbeitet sich an einzelnen Abschnitten ab und schafft es immer wieder witzige Kleinigkeiten einzubauen, die den Film nebenbei auch noch genug auflockern, um für Spaß beim schauen zu sorgen. Kurzum der Film ist einfach ein Highlight, den man am besten auf der großen Kinoleinwand bestaunen sollte.

Das Fazit

Cruella ist der Realfilm, den wir nach Maleficent verdienen haben. Cool, dramatisch, spaßig mit einer guten Dosis Wahnsinn haut er einen einfach nur vom Hocker. Cast, Handlung und Soundtrack bilden eine einmalige Symbiose. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Cruella läuft seit dem 01.07.2021 in den deutschen Kinos bzw. seit 28.05.2021 auf Disney+ mit VIP-Option

A quiet place 2

Ein Vorwort

Da ist er! Der erste Kinofilm seit 01.11.20! Und dann gleich einen Film, der es nach einer langen Verschiebegeschichte endlich in die Kinos geschafft hat. A Quiet Place 2 knüpft an den Überraschungserfolg aus dem Jahr 2018 an und bietet wieder viel Stille. Was das Sequel kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Nach den Ereignissen in Teil 2 gibt Familie Abbott die Farm auf und sucht abseits der bekannten Pfade nach Hilfe. In einem alten Stahlwerk treffen sie auf Emmett (Cillian Murphy), der ihnen hilft, aber als gebrochener Mann sie am liebsten sofort wieder loswerden will. Regan Abbott (Millicent Simmonds) empfängt schließlich ein Signal und glaubt, dass es einen sicheren Hafen gibt.

Meine Meinung

Nach dem Trailer war ich skeptisch, ob ein zweiter Teil des Films funktionieren kann, hat der erste Teil doch lange damit gespielt, dass die Gefahr zwar spürbar, aber nicht sichtbar ist. Zunächst wird daher dargestellt, was an Tag 1 passiert ist. Wie also die Welt mit den Monstern konfrontiert wurde. Das dient zwar hauptsächlich um die Figur des Emmett einzuführen und zu zeigen, dass er ein Freund der Familie war, schafft es aber gleichzeitig auch den Zuschauer in die richtige Stimmung zu versetzen.
Danach schließt der Film nahtlos an den ersten Teil an. Wir treffen auf die Familie Abbott, die sich nach den Ereignissen in Teil 1 neu orientieren muss. Mit der Begegnung von Emmett, erfährt man erstmals, wie es anderen Familien ergangen ist, nachdem sich zuvor rein auf die Abbotts konzentriert wurde. Durch diese Erweiterung der Welt können völlig neue Aspekte aufgenommen werden. So versteht sich A quiet place 2 wunderbar darauf die Stimmung wieder aufzubauen mit der unheimlichen Mischung aus Stille und bedrohlicher Musik. Man fiebert mit den Charakteren mit und hat doch bei jeder Bewegung Angst vor dem nächsten Geräusch.
Wie auch im ersten Teil nutzt der Film an einigen Stellen Jump-Scares, die einen zwar erschrecken – und ich bin da besonders anfällig – aber im großen und ganzen sind es vor allem die Stellen, wo man weiß, da könnte jetzt ein Geräusch entstehen, wo man atemlos innehält und hofft, dass alles gut geht. Zusammen mit der Musik  ist die erzeugte Stimmung dadurch so greifbar, dass man hinterher in der lauten Welt praktisch bei allen Geräuschen zusammenzuckt.
Auch mit der Handlung hat Regisseur John Krasinski es geschafft sich weit genug auf neue Wege zu begeben, um nicht einfach nur ein Abklatsch des ersten Teils zu sein, mit der Stimmung merkt man aber die Zusammengehörigkeit.
Etwas verwirrt hat mich dann das Ende zurückgelassen. Zwar ist es an einem Punkt, wo die wichtigsten Fragen geklärt wurde, doch scheint es noch so halb mitten in der Handlung zu sein. Entweder wurde sich hier wirklich Platz gelassen für einen möglichen dritten Teil oder man wollte mit dem Ende einfach mutig sein.

Das Fazit

A quiet Place 2 ist ein gelungener zweiter Teil mit gut erzeugter Stimmung, spannender Handlung und braucht sich nicht hinter seinem Vorgänger zu verstecken. Wer einen zwar stillen, aber nicht minder spannenden, Horrorfilm braucht, ist hier auf der richtigen Seite. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

A Quiet Place 2 läuft seit dem 24.06.2021 in den deutschen Kinos