Da ist der Gruselmonat auch schon wieder vorbei und lässt uns im verregneten November zurück. Der unangenehmste Monat im Herbst mit viel Dunkelheit und wenig Gruseldeko. Aber bevor wir zu sehr in dieser Thematik versinken kommen wir noch einmal auf den Oktober zu sprechen, der geprägt war von Terminen und regelmäßigen Beiträgen hier, wodurch wieder für alles andere weniger Zeit da war. Aber kommen wir ohne weitere Worte zu meinem medialen Monatsrückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen
The Social Reckoning: Jeff Horwitz wird vom Wall Street Journal angeheuert, um über Facebook zu schreiben. Der investigative Journalist hat eigentlich keine Erfahrung mit Technik und sozialen Medien, ihn interessiert aber der politische Einfluss als Komponente. Als er das Civic-Integrity-Team von Facebook kontaktiert, antwortet ihm lediglich Frances Haugen, deren Bedenken zuvor firmenintern kein Gehör fanden. Und dabei kommen wesentlich schwerwiegendere Praktiken ans Licht, als Jeff vorab dachte. – Eine gut geschriebene Verfilmung der Geschehnisse um die Facebook-Files. Langsam aufbauend kommt er gerade am Ende zu seiner vollen Größe.
Cinemathek: Was haben wir gelacht: Die Comedians Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins berichten von ihren Erfahrungen mit dem Unterhaltungsfernseher der 1990er Jahre, die männlich gepräft sind und vor allem sexistisch, misogyn und queerfeinlich sind. Und doch haben wir damals gelacht. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Vorbildern einer weiblichen Generation. – Dachte ich am Anfang noch, das Schlimmste schon zu wissen, wurde ich eines Besseren belehrt. Absolut abartige Verhaltensmuster der „lustigen“ Männer und starke Frauen, die sich zu behaupten wussten.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Chicago: Roxie Hart erschließt ihren Liebhaber, der ihr versprochen hatte, sie zu einem Star zu machen. Im Gefängnis trifft sie auf Velma Kelly, ihrem großen Idol, die ebenfalls wegen Mordes einsitzt. Beide engagieren den Staranwalt Billy Flynn, der jedoch schnell hauptsächlich Roxie hilft, weil er bei ihr die bessere Geschichte spinnen kann. Wird er sie vor dem Galgen bewahren können? – Gute Geschichte im Stil einer Jazzshow. Die Lieder gehen nicht so ganz ins Ohr, aber die Inszenierung macht vieles wett.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Keinen. Alle Filme, die ich sehen wollte, habe ich gesehen.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Agent Kim Reactivated – K-Drama (Sehr brutales Drama, mit einer starken Geschichte, aber nichts für schwache Nerven. Wobei das Freundetrio schon immer wieder für witzige Momente sorgt)
Supernatural – Staffel 10 (Nach Jahren doch mal wieder versucht weiterzuschauen, aber abgesehen von einigen guten Einzelfolgen hat sich die Serie leider in eine sehr nervige Richtung entwickelt, da es immer noch schlimmer werden musste. Mal schauen, ob ich die nächsten Staffeln noch schaue, oder wieder eine lange Pause einlege)
A Man on the Inside – Staffel 2 (Die zweite Staffel schafft es eine neue gute Geschichte aufzumachen, aber sie berührte mich nicht so emotional wie die Erste. Dennoch ein tolles Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren)
Phantom Lawyer – K-Drama (Ein tolles Drama mit übernatürlichem Twist. Die Charaktere waren gut gestaltet und durften sich auch ordentlich weiterentwickeln und es war immer Platz für viel Herz und einiges an Witz. Habe die Folgen nur so inhaliert)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 11
Seiten insgesamt: 3.439
Seiten pro Tag: 111 im Durchschnitt
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 3
Hörbuch: 6
Zwei Hexen und ein Whiskey: Tori ist endlich in ihrer eigenen Wohnung angekommen, da tauchen zwei Hexen bei ihr auf und bitten um Hilfe. Zusammen mit ihren drei Lieblingsmagiern versuchen sie ein Schwarzmagierritual zu verhindern, nur leider hat Tori am Ende einen Meeresgott an sich gebunden. Und als Mensch stehen ihre Chancen das langfristig zu überleben sehr schlecht. – Die Reihe geht weiter und ich habe sie regelrecht inhaliert. Auch der dritte Band bietet eine tolle Geschichte und ich konnte kaum aufhören zu hören.
Dämonenmagie und ein Martini: Halloween steht vor der Tür und Tori hat die unehrenvolle Aufgabe bekommen, eine Feier in der Bar zu organisieren. Nur leider taucht genau dann ein Dämon auf, der die Gilde in Aufregung versetzt. Und auch Ezra scheint eher Abstand zu halten. Kann Tori endlich sein Geheimnis lüften? – Ich habe zwar nur bedingt die Antworten bekommen, die ich mir erhofft hatte, aber noch immer spannende Geschichten, die irgendwie für sich stehen und doch aufeinander aufbauen.
Alchemie und ein Amaretto: Zu Weihnachten besuchen Tori und ihre drei Lieblingsmagier die Eltern von Aaron. Als erfolgreiche Akademieleitende hoffen sie noch immer aus Aaron mehr zu machen als nur ein Mitglied einer unwichtigen Gilde. Doch was hat es mit den verschwundenen Schüler*innen auf sich? Statt ruhigem Fest muss Tori einmal mehr den Tag retten. – Der erste etwas schwächere Band der Reihe, aber auch nur, weil Aaron durch sein familiäres Umfeld eine unschöne Entwicklung hat. Aber es fängt sich bald und wir haben wieder ein atemraubendes Finale.
Ein Druide und ein Wodka: Ein alter Bekannter taucht auf und braucht ausgerechnet Toris Hilfe. Doch bei der Rettung geht so viel schief, dass sie sich fragen muss, warum sie nicht einfach zu Hause geblieben ist. Gleichzeitig sucht sie nach einem verzweifeltene Weg, um Ezra noch zu retten, obwohl selbst seine beiden besten Freunde aufgegeben haben. Kann sie ein Wunder vollbringen? – Wie viel kann eigentlich schief gehen? Hier wurde es langsam ein bisschen viel und dennoch nicht genug, um Aufklärung zu bringen. Und wieso muss ich jetzt auf den nächsten Band warten?
Zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit: Michaela Benthaus studiert, um irgendwann in der Raumfahrt arbeiten zu können. Ihr heimlicher Traum ist es aber irgendwann selbst einmal ins All zu reisen. Doch dann hat sie einen schweren Mountainbike Unfall und erwacht mit einer Querschnittslähmung. Doch sie gibt nicht auf und kämpft sich nicht nur zurück in ihren Alltag, sondern auch beruflich weiter. Nur ein paar Jahre später schafft sie es als erste Rollstuhlfahrerin ins All. – Eine lebensbejaende Autobiografie über Träume und wieso man an ihnen festhalten sollte. Gut geschrieben, ich habe viel über Raumfahrt gelernt und dennoch so ehrlich. – Rezensionsexemplar, Werbung
Phantom Tales of the Night 6: Kyoko hat die undankbare Gabe den Tod von Menschen vorauszusehen. Trotzdem schafft sie es irgendwie durch den Alltag, nichtahnen, dass Spinne immer wieder ein Auge auf sie hat. Doch in einem unachtsamen Moment landet sie im Wirtshaus des Patron und läuft ausgerechnet Schmetterling in die Arme. – Ich mag die Reihe sehr, aber irgendwie kommt sie nicht so richtig in Schwung und macht immer spannende Komponenten auf, die dann vor sich hin schlummern.
13 Polaroids of us: Tara kam mit Herzfehler auf die Welt und erkrankte in der Schulzeit an Skoliose. Durch den dadurch gekrümmten Rücken ist sie Ziel von starkem Mobbing. Nur nicht bei Finn, der mehr sieht als nur ihre Erkrankung. Doch auch er lässt sie fallen. Jahre später will Tara als Hochzeitsfotografin durchstarten und bekommt die Chance bei einer großen Influencer-Hochzeit dabei zu sein. Doch dafür muss sie mit dem Typen für den Hochzeitsfilm nicht nur zusammenarbeiten, sondern auch eine Beziehung faken. Und dieser Typ ist ausgerechnet Finn. – Ja, das Buch hat deutliche Schwächen, es gab einige Komponenten, die ich eigentlich nicht mochte, aber dennoch hat es mich aus einer Leseflaute geholt und ich habe es regelrecht verschlungen. Und der reale Bezug hat es noch einmal aufgewertet.
Myther 1: Dr. Jeckyll und Mr. Hyde meets Blade Runner. Myther wirken auf dem ersten Blick wie Ohrschmuck, doch mit diesen Geräten lassen sich Persönlichkeiten nach Wunsch gestalten. Leider bieten sie auch viel Angriffsfläche für Missbrauch. Kyou ist ein Agent, darauf spezialisiert diesen Missbrauch aufzudecken und die Betroffenen zu retten. Doch zu welchem Preis? – Es klang super interessant, bisher hat es aber die Schwächen von Blade Runner und noch nicht die Stärken von Dr. Jeckyll und Mr. Hyde.
The Panthers 1 – Off Limits: E-Sport ist eine reine Männerdomäne. Doch die Panthers bieten ein erstes Mixed-Team. Luna ergattert einen der umkämpften Plätze und könnte glücklicher nicht sein. Doch ihr Coach ist ausgerechnet Travis, der Mann aus der besten Nacht ihres Lebens, der sie danach fallen gelassen hat. Doch wieso knistert es noch zwischen ihnen? Denn das darf nicht sein als Coach und Spielerin. – Die Spin-off Reihe zu Novel Haven startet mit einer der tollen Kennenlerngeschichten der Autorin, entwickelt sich aber sehr vorhersehbar. Es gab keine Überraschung und ist teilweise etwas zu gewollt. Ich hatte dennoch meinen Spaß mit den Charakteren und freu mich auf den nächsten Band.
Literally in Love: Mina liebt ihren Job in der kleinen Buchhandlung in Salzburg. Ihr neuer Chef Viktor scheint damit jedoch ein Problem zu haben, will er den Kauf der Buchhandlung doch direkt aufgeben, nachdem er sie getroffen hat. Doch als Minas erotisches Manuskript statt bei ihrer Testleserin bei Viktor im Postfach landet, scheint sich zwischen ihnen etwas zu ändern. Aber als Chef steht er sowieso auf der schwarzen Liste fürs Dating. Oder doch nicht? – Ich hab das Buch leider gar nicht gefühlt. Es klang grundsätzlich gut, aber ich habe den Charakteren ihre Anziehung und Gefühle einfach nicht abgekauft. Es wurde mir mehr erzählt, dass es wirklich so ist und weniger gezeigt. Schade.
Tengu 2: Mamoru und Renjiro stellen sich dem Kampf gegen einen viel zu mächtigen Gegner und müssen Verluste hinnehmen. Dadurch werden auch andere Wächter auf die Brüder aufmerksam und wollen Mamoru als Halbtengu hinrichten. Doch in ihrem Cousin haben die Brüder einen neuen mächtigen Verbündeten. – Auch hier komme ich irgendwie nicht richtig in die Geschichte rein. Ich kann hier allerdings nicht genau sagen, warum nicht.
Was waren eure Highlights im Oktober?










