The Bride!

Ein Vorwort

1818 erschien Mary Shelleys berühmtester Roman, der aus gutem Grund als Klassiker der Schauerliteratur zählt und unzählige Male adaptiert wurde. Nur vier Jahre nach der wohl bekanntesten Verfilmung gab Universal in seiner Monster Reihe dem nach seinem Schöpfer benannten Monster eine Braut. Nun wagte sich Maggie Gyllenhaal mit ihrer zweiten Regiearbeit erneut an diesen Stoff. Warum es eine Ausgeburt der Kunstkritisierenden ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Fanart des Filmtitels auf einer Filmklappe. Dahinter liegt eine Ausgabe von Frankenstein

Die Handlung

Nach Jahren des Umherwanderns sucht Frank aka Frankensteins Monster Dr. Euphronious auf, deren Buch über Wiedergeburt ihm Hoffnung auf eine Gefährtin machten. Die passende Leiche ist in Form der jungen Frau Ida, die kürzlich einem Mafiaboss zum Opfer fiel und von der Autorin Mary Shelley besessen ist, schnell gefunden. Da diese durch die Wiederbelebung das Gedächtnis verlor, ist es für Frank einfach, ihr eine Verlobung vorzutäuschen. Doch die beiden machen schnell die Polizei auf sich aufmerksam, die sie fortan durch das ganze Land verfolgt.

Meine Meinung

In den letzten Jahren schrieb ich immer wieder über die Innovationsfaulheit in Hollywood. Die immer gleichen Franchisen dominierten die Landschaft, unterbrochen von Sequels, Prequels und Remakes. Da waren Literaturverfilmungen wie Dune oder Wicked eben aus gutem Grund sehr beliebt, auch wenn es sich streng genommen bei beiden auch um Remakes handelt, bzw. Wicked das Bühnenmusical adaptierte. Nun dachte sich Maggie Gyllenhaal wohl, dass sie mit einer Neuinterpretation von Frankensteins Braut vielleicht genug in die Kerbe schlug, um die Aufmerksamkeit des Durchschnitsspublikums schlug, aber zeitgleich eine so hochgradig künstlerisch angehauchte Variante produzieren wollte, dass es dem Wunsch nach mehr Innovation und Ideenreichtum ebenso entsprach. Herauskam … nun, hier scheiden sich vermutlich die Geister.
Nehmen wir dafür direkt den Anfang. Wir bekommen direkt eine zweite erzählerische Ebene, denn Mary Shelley höchst selbst spricht aus dem Jenseits zu uns und siniert in einem dem Wahnsinn verfallenen Monolog über ihr Leben und ihre berühmte Figur Victor Frankenstein. Über den Kampf im ewigen Eis, der auf das Ende des Buches hinweist und letztlich, dass es doch auch eine weibliche Stimme bräuchte, sie nur die Chance dazu nicht hatte. Aber Vorhang auf für die Braut. Jesse Buckley, die auch die Rolle der Mary Shelley übernahm, spielt sich bereits in ihrer ersten Szene die Seele aus dem Leib und erzeugt dabei eine Exposition der Männerwelt, die leider so grotesk verkommt, dass sie eher unangenehm wirkt als wirklich eine Aussage zu haben. Dies ist dann auch zielgebend für den restlichen Film, der lieber in ausufernden Szenen den Wahnsinn der Geschichte zeigt, als wirklich etwas auszusagen. Und das, obwohl wir hier eine Mafiakomponente drin haben, Korruption bei der Polizei und immer wieder versucht wurde eine weibliche Stimme zu finden.
Sei es Penelope Cruz, die als Polizistin versucht in einer Männerdomäne ernst genommen zu werden, obwohl sie sehr offensichtlich die bessere Ermittlerin ist. Aber natürlich wird auch das nicht auserzählt, sondern wir bekommen am Ende nur die Geschichte und Motive ihres Kollegen, der in eine reumütigen Schuldszene versucht Vergebung zu erlangen. Oder nehmen wir Frank, wie hier das Monster genannt wurde, der so dringend nicht mehr einsam sein will, dass er sich eine Frau erschaffen lässt. Das diese dann mit Gedächtnisverlust kämpft und er sie komplett Gaslighted, dass sie verlobt seien und die große Liebe vorspielt. Die aber auch an keiner Stelle spürbar ist, sehen wir mal von den bewundernden Blicken Franks ab.
Den Film rettet eigentlich nur, dass alle Darstellenden absolut großartig in ihren Rollen sind. Denn jede noch so groteske Szene, jede noch so übertriebene Darstellung, alles hätte noch so viel schlimmer sein können, wenn wir nicht neben den bereits genannten noch einen Christian Bale, einen Jake Gyllenhaal oder eine Annette Benning gehabt hätten.
Wir haben auch durchaus gute Motive drin. Die Voreingenommenheit gegenüber Franks Aussehen, seine Besessenheit von der schillernden Welt des Kinos, seine greifbare Einsamkeit, die gerade spürbare Verzweiflung, wenn es nicht so läuft, wie er es sich ausgemalt hatte. Auch die Inszenierung von seiner Wunschwelt im Kino, die als regelmäßiges Motiv eingebaut wurde, ist genau das, was ich so lange auf der großen Leinwand vermisst habe. Aber diese für sich stehenden guten Szenen werden ständig von einer Überinszenierung und dem ausufernden Wahnsinn der Charaktere überschattet und driftet damit zu sehr in eine Kunstfraktion ab, die in jeder Einstellung und Mimik absolutes Interpretationsmaterial sieht. Aber dafür weicht jeglicher Unterhaltungswert.

Das Fazit

The Bride! ist so künstlerisch überinszeniert, dass die eigentlichen Themen gar nicht durchkommen, sondern wir immer nur wieder und wieder eingetrichtert bekommen, dass alle Männer schlecht sind. Durchaus guter Versuch aus dem Alltagssumpf Hollywoods herauszukommen, aber in der Umsetzung doch zu überambitioniert. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

The Bride läuft seit dem 05.03.2026 in den deutschen Kinos

Hoppers

Ein Vorwort

Während Pixar Anfang der 2000er durchaus ein Konkurrent für Disney war, wurde der Konzern kurzerhand aufgekauft und bietet seitdem eher die Filme, die weniger Erfolgsaussichten haben als die des Mutterkonzerns. So sammeln sich zwischen einzelnen echt guten Filmen leider eher die Enttäuschungen. Nun kam mit Hoppers ein Film ins Kino, der sich wieder an einem etwas anderen Thema versuchte und damit durchaus Erfolg hätte haben können. Warum das leider nicht der Fall ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Fanart des Filmtitels mit Kinokarte auf einer Filmklappe

Die Handlung

Mabel Tanaka hat in der Natur ihren Ausgleich zu den Ungerechtigkeiten, die Menschen Natur und Tiere antun, gefunden. Doch ihr Safe Space soll nun einer Autobahn weichen, da laut Bürgermeister dort keine Tiere mehr wohnen. Durch Zufall findet Mabel heraus, dass ihre Professorin an der Uni ein Verfahren entwickelt hat, mit dem sie sich in den nachgebildeten Körper eines Biebers transferieren kann. Sie flieht in diesem, um herauszufinden, wohin die Tiere verschwunden sind.

Meine Meinung

Auch, wenn ich in letzter Zeit immer wieder von Pixarfilmen enttäuscht wurde, so machte mich der Trailer zu Hoppers neugierig genug, um ihm doch noch eine Chance zu geben. Sprechende Tiere und die Gesetze der Natur aus einer anderen Perspektive? Da war ich dabei. Und er hatte auch gerade am Anfang gute Tendenzen, die sich leider schnell aufgelöst haben. Aber fangen wir am Anfang an.
Zunächst lernen wir Mabel in jungen Jahren kennen, die mit der schlechten Behandlung von Tieren in den Schulen Probleme hat, aber hier die falschen Methoden wählt. Die überforderte Mutter schiebt sie kurzerhand zur Oma ab, die ihr den Ruheort im Wald zeigt. Die Jahre ziehen ins Land und Mabel ist noch immer eine Ökoaktivistin, die sich gern mit dem Bürgermeister anlegt. Während dieser zunächst wie der typische Politiker daherkommt, könnte man aufgrund der nächsten Situationen meinen, dass er genau dies nicht ist. Und diesen Ansatz fand ich erfrischend und neu, aber wir merken schnell: Doch, er erfüllt alle Klischees. Aber nun, wir brauchen halt ein Feindbild und können das Thema nicht mit Argumenten füllen, schon gar nicht in einem Kinderfilm. Bei der Recherche zu den Umständen nervt Mabel immer wieder ihre Professorin, die hier ein wenig den Mutterersatz wohl mimt, denn egal, wie wenig sich die Student an Regeln hält oder diese bewusst bricht, es wird immer noch teilweise mit Verständnis reagiert, von Konsequenzen keine Spur. So kommen wir auch in das geheime Labor eben jener Professorin.
Während wir hier mit ihrer Kollegin wenigstens eine erwachsene Person haben, die mal nicht mit Verständnis, sondern mit der angemessenen Verärgerung reagiert, kann Mabel natürlich sofort ihren Willen durchsetzen und transferiert sich in einen Bieber, mit dem sie andere in ihre Ruheoase locken will, damit der Autobahnbau gestoppt werden kann. Ab hier könnte der Film also endlich spannend werden, denn wir haben es endlich in den Bieberkörper geschafft und sind damit unter den Tieren, die wir damit auch verstehen können.
Aber so witzig, wie im Trailer angedeutet, ist der Teil leider nicht. Die witzigste Szene, die mich im Trailer jedes Mal abholen konnte, wirkt hier überhaupt nicht genutzt, und das zieht sich leider immer weiter durch. Denn statt sich wirklich mit dem Thema Naturschutz und was die Lebensräume der Tiere angeht bzw. den Vorteil der Tiere für die Menschen, zu beschäftigen, wird lieber auf den nächsten platten Gag gesetzt, der überhaupt nicht zündet. Denn war der Bieberanführer mit Hang zu Zumba noch eine gute Idee, so sind die Obersten der Reptilien, Vögel, Fische und Insekten nur noch eine Karikatur ihrer Spezies und repräsentieren machtgeile, aber handlungsscheue Politiker*innen. Hier fehlt jegliche Aussage oder Zusammenhang zur eigentlichen Thematik des Films.
Spätestens ab dem Punkt, wo die „bösen“ Nicht-Säugetiere das Labor überfallen und den Insektenkönig in eine Variante des Bürgermeisters stecken, hat der Film jegliches Niveau und Anspruch verloren. Kinder, die den Film sehen, lernen nur, dass Taten keine Konsequenzen haben, weil egal, wie viel schlimmer du alles für die Umwelt machst, wenn du bereust, ist doch am Ende alles okay. Und du kannst deine Freund*innen stark verletzen, sie werden trotzdem zu dir halten. Warum auch immer.
Ich wollte Hoppers wirklich mögen, aber leider zeigt sich hier wieder einmal, dass die Drehbuchschreibenden in Hollywood ihre Ideen nicht mehr durchdenken, sondern lieber irgendetwas produzieren, als drauf zu achten, dass irgendwie Ideenvielfalt und Lebensweisheit aufeinander trifft. Eben jenen Teil, den wir in einem Alles steht Kopf noch zu feiern wussten, und selbst ein Findet Nemo schon besser machen konnte.

Das Fazit

Hoppers mag irgendwo eine gute Grundprämisse haben, setzt aber lieber auf platte und unlustige Action, statt die wenigen guten Ansätze zum Thema konsequent zu nutzen und reiht sich daher in die Pixarenttäuschungen der letzten Jahre ein. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Hoppers läuft seit dem 05.03.2026 in den deutschen Kinos

Eine Handvoll Bücher – 1/26

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: Rockstar trifft Popstar, Mord im Zug, koreanischen Mythen, der Weihnachtsmann wird verklagt und Hexen in Irland.

Die im Beitrag genannten Bücher voreinander arrangiert. Im Hintergrund steht ein Bücherregal

Bewitching Rosie

Die Handlung: Ihr Auslandssemester in Irland hat sich Rosie ganz anders vorgestellt. Eigentlich wollte sie mit ihrem Freund dorthin, der sie jedoch kurz vorher sitzen lässt. Zum Glück hat sie die besten Freundinnen überhaupt, die sie vorher für sechs Wochen begleiten. Doch zu ihrem 21. Geburtstag erwachen Hexenkräfte in Rosie, die sie zum lokalen Zirkel führen. Doch die sind nicht begeistert von der Amerikanerin.

Meine Meinung: Die Idee klang gut und aus irgendeinem Grund hatte mich die Leseprobe auch nicht abgeschreckt und so durfte dieses Buch auf der Buch Berlin mit. Im Nachhinein habe ich die Leseprobe wohl nicht intensiv genug gelesen, denn sie ist eigentlich ein ziemlich gutes Frühwarnsystem für die Geschichte, die leider so gar nicht funktioniert hat. Abgesehen davon, dass hier nicht einmal eine Klimatabelle oder auch nur eine Karte von Florida aufgemacht wurde, denn sonst wären nicht so viele Fehler dazu passiert, auch Irland wird allein durch Klischees aufgebaut. Worüber man zunächst vielleicht noch hinwegsehen kann, wird es doch stetig schlimmer. Natürlich besteht ein Hexenzirkel aus Irland aus Nachfahren der Salem-Hexen, weil wieso hier mit dem Klischee aufhören, Hinzu kommen absolute Logiklöcher, die Charaktere verhalten sich immer so, wie es gerade zur Handlung passen muss und nicht so, wie es logisch wäre. Der gutaussehende Love Interest darf sie übrigens komplett verarschen, aber keine Angst seine rasiermesserscharfen Wangenknochen (ja, wurde wirklich so beschrieben) retten alles. Das einzig positive war hier das Seelentier, ein sarkastisches Schaf, was zwar wieder mit einem Klischee spielt, aber immerhin einmal auf den ganzen Seiten mich unterhalten konnte. Die Erklärungen am Anfang sind nett gestaltet und machten eigentlich Hoffnung auf mehr und auch das Trans-Thema hätte gut umgesetzt werden können, war hier aber auch nur Mittel zum Zweck. Schade.

Fake Wifey

Die Handlung: Amerie ist Anwältin, die in einem kleinen Büro versauert, aber immerhin scheint ein Werbespot eine neue Klientin angezogen zu haben. Maddy ist zwar noch in der Grundschule, aber braucht dringend eine Anwältin, um den Weihnachtsmann zu verklagen. Denn sie hat sich gewünscht, dass ihr Daddy endlich eine neue Frau findet und jetzt ist er immer noch Single. Besagter Daddy ist ein ehemaliger Eishockey-Spieler und bittet Amerie kurzerhand seine Fake-Freundin zu spielen. Doch weiß sie wirklich worauf sie sich da einlässt?

Meine Meinung: Meine Reise mit Anya Omah ist ein auf und ab. Mal will ich nie wieder etwas von ihr lesen, dann verliebe ich mich in ihre Bücher und diesmal war es leider wieder ein Reinfall. Denn mochte ich ihr Fake Roomie echt gern, weil die Chemie zwischen den Charakteren unglaublich gut funktioniert hat, so enttäuscht war ich jetzt von der Fake Wifey. Dabei klang die Geschichte wirklich zuckersüß und hatte unglaublich viel Potential. Und zunächst scheint auch genau das einzutreten, was ich mir nach dem Klappentext erhofft hatte. Das Aufeinandertreffen mit Maddy, die den Weihnachtsmann verklagen will, und damit das zusammentreffen mit dem Eishockey-Spieler, der sie bittet seine Fake-Freundin zu spielen. So weit, so süß und charmant. Leider verkommt die Geschichte daraufhin zu einem Reingepresse in eine Handlung, die einfach nicht natürlich funktioniert, sondern nur funktioniert, weil die Autorin will, dass sie so funktioniert. Alles an Entwicklung ist so gezwungen und gepresst, dass es nur noch nervig ist. Als Eishockey-Spieler ist der Love Interest natürlich auch noch ein super Geschäftsmann, der ihr beruflich aus der Patsche hilft. Vom Grundsatz konnte dies noch halbwegs logisch eingeflochten werden, aber in der Umsetzung stimmt gar nicht mehr. Ich war am Ende nur genervt vom Buch und muss leider wieder sagen, dass ich von der Autorin erstmal wieder eine Pause brauche.

Nächster Halt Mord

Die Handlung: Millies Schwester Rachel soll als Journalistin die Jungfernfahrt eines Luxuszugs begleiten, der an dem berühmten Orient-Express angelehnt wurde. Da ist Millie direkt dabei und freundet sich mit dem Stewart James an.

Meine Meinung: Ich liebe die cosy Crimes von Alexandra Fischer-Hunold. Hier konnte mich bisher jedes Buch abholen und als dann noch die Ankündigung kam, dass es eine Hommage an Mord im Orient-Express werden soll, konnte ich es kaum erwarten, bis das Buch endlich bei mir einziehen durfte. Und gerade das Setting, das Ambiente und die Reise an sich, schafft die Autorin wieder wunderbar zu erzählen, so dass auch alles logisch wirkt. Was leider nicht logisch wirkt, ist der Mordfall und die Auflösung dieses. Bzw. ist das falsch formuliert. Der Tathergang und die Auflösung weisen keine Logiklöcher an sich auf. Aber es wurden zu gewollt falsche Fährten gelegt, die Charaktere haben zu sehr so agiert, wie sie mussten, damit die Lösung am Ende aufging und es gab noch zu viele Nebenbeiverwicklungen, die im Gegensatz zum Vorbild am Ende eben nichts mit dem eigentlichen Mord zu tun hatten. Damit ist es dennoch ein besseres Buch als viele andere des Genres, doch im Vergleich zu den anderen Werken der Autorin eben doch mit Abstand das Schwächste.

Prinzessin der tausend Diebe

Die Handlung: Hana will nichts mit ihrer Familie zu tun haben, wurden sie und ihre Mutter doch aus der Gilde ausgeschlossen. Doch die Nachfolge steht an und ihr Vater hegt auf einmal Familiengefühle und will sie statt ihrer Stiefschwester als Clanführerin sehen. Doch da steht noch eine Prüfung auf Leben und Tod dazwischen. Zum Glück kann sie sich mit einem machtlosen Gott zusammentun, der ebenfalls noch eine Rechnung mit der Familie offen hat.

Meine Meinung: Thea Hong konnte mich im letzten Jahr mit ihrem Seoulicious absolut abholen. Aber wie ihr vielleicht schon im Laufe dieses Beitrags gemerkt habt, kamen hier eher die Enttäuschungen zusammen. Und leider reiht sich die Prinzessin der tausend Diebe bei den Totalreinfällen mit ein. Dabei klang es vom Ansatz her recht spannend, gerade weil auch viele koreanische Legenden mit einfließen sollten. In ihrem Debüt hatte sie sich viel mit der Frage der eigenen Identität zwischen Korea und Deutschland befasst, was unglaublich tiefgründig war und regelrecht über mich weggerollt ist. Hier hatten wir jetzt zunächst den Genrewechsel ins Fantastische, was mich aber auch sehr ansprach. Leider treffen hier viele Klischees aufeinander und die gesamte Clanstruktur ist schon merkwürdig, aber gut, habe ich noch akzeptiert. Als dann jedoch ein gewisser Tiger-Gott auftauchte und seine einzige Eigenschaft wieder sein gutes Aussehen ist, wollte ich schon aufgeben. Aber mit dem Buchclub im Rücken, habe ich bis zum Ende durchgehalten. Die Prüfungen sind stark von den koreanischen Mythen, Legenden, aber auch der Geschichte geprägt, was ich gern gut gefunden hätte, aber sie kommen viel zu kurz. Für die Länge des Buches sind es einfach zu viele Prüfungen, es wird gehetzt, gekürzt, teilweise ist mir der Ausgang auch einfach nicht logisch. Zwischensequenzen sind nur dazu da, um wieder Luft zu holen, bieten aber keinen Mehrwert, die ganze Auflösung ist absolut abstrus. Mir fehlten die Emotionen, die Tiefe, einfach alles. Ich wollte das Buch mögen, aber ich kann es einfach nicht.

Gentle Heart

Die Handlung: Popstar Ashley Cruz will nie wieder eine Beziehung. Denn ihr Ex-Freund, der Rapper Menace, nutzt noch immer jede Chance, ihr das Leben schwer zu machen. Als sie auf den Gitarristen Logan Buckley von Scarlet Luck trifft, verbindet sie sofort eine unglaubliche Anziehung. Aber mehr als Freundschaft+ kann Ashley nicht bieten. Doch reicht es für sie?

Meine Meinung: Zum Abschluss habe ich aber noch einmal ein richtiges Highlight für euch. Nachdem ich bisher eher enttäuscht war, bin ich an dieses Buch sehr vorsichtig rangegangen, weil ich die Ursprungsdilogie sehr geliebt habe. Es war Rockstar-Romance vom Feinsten und doch irgendwie mit einem neuen Einschlag. Da war die Befürchtung groß, dass auch eine Mona Kasten diese Magie nicht noch einmal wirken kann. Und wie sie kann! War ich mit der Protagonistin ebenfalls skeptisch, hat sie mich hier absolut umgehauen. Und Logan ist einfach eine wandelnde Green Flag! Dabei müssen beide mehr über sich lernen und miteinander wachsen, Vertrauen lernen und gleichzeitig noch irgendwie das Prominentenleben meistern. Hier wurden wieder eine Menge Aspekte sehr sorgfältig aufgearbeitet und es gibt auch ein Wiedersehen mit Charakteren aus ihrer Again-Reihe. Und ich sag euch, die Tension in diesem Buch ist der absolute Hammer. Es war Liebe von der ersten bis zur letzten Seite und seit langer Zeit kann ich mal wieder voller Überzeugung sagen: Fünf von Fünf Sternen sind hier absolut angebracht. Anwärter auf Jahreshighlight.

Habt ihr eins der Bücher gelesen? Verratet mir gern eure Meinung!

Zoomania 2

Ein Vorwort

Nachdem die letzten Film bei Disney nicht so performenten, wie sie sollten, konzentriert sich der Konzern wieder mehr auf Fortsetzungen. Und so bekam Zoomania nach fast zehn Jahren noch eine Fortsetzung. Die Befürchtungen waren hoch, dass es sich nur um einen billigen Abklatsch handelt. Aber Zoomania konnte mich erneut überraschen. Wieso, das erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Fanart des Filmtitels auf Filmklappe mit DVD des ersten Teils dahinter

Die Handlung

Judy und Nick haben sich nach der Überführung der Bürgermeisterin einen gewissen Ruf erarbeitet. Doch den beiden Rookies scheint der Erfolg zu Kopf gestiegen zu sein, weswegen sie erstmal kürzer treten sollen. Ausgerechnet da taucht eine Schlange in Zootopia auf. Doch Reptilien sind in der Stadt verboten.

Meine Meinung

Fast zehn Jahre sind eine lange Zeit, aber irgendwie ist es gerade auch wieder Mode nach diesem Zeitraum noch eine Fortsetzung rauszuhauen. Nachdem dies zuletzt bei die Unfassbaren nur bedingt funktionierte, war jetzt die Frage, ob es zumindest genug neue Ideen gab, oder ob die gleiche Geschichte noch einmal aufgewärmt wird. Zumindest nach dem Trailer schienen meine Befürchtungen bestätigt, dennoch gab ich dem Film eine Chance und wurde wirklich positiv überrascht.
Denn bekommen wir zu Anfang noch das selbstsichere Paar Judy und Nick vorgesetzt, bekommt diese Fassade schnell Löcher. Zunächst werden sie von ihrem Vorgesetzten zur Therapie gebracht, nachdem sie einen Auftrag ziemlich versaut haben, damit sie an sich arbeiten können und da werden dann auch schnell die Schattenseiten ihrer Partnerschaft deutlich. Nur, weil sie im ersten Teil den richtigen Riecher hatten und da am Ende auch gut zusammengearbeitet haben, heißt das eben nicht, dass sie perfekt sind, was der Film gut zeigt.
Auch darüber hinaus macht der Film vieles richtig. Die Polizei wird in allerlei Klischees gezeigt, aber eben mit so vielen verschiedenen Charakteren, das dennoch eine gewisse Vielfalt zu merken ist. Wir haben das Thema Korruption, Ausgrenzung, Stigmatisierung und Rassismus, die von vielen Seiten beleuchtet wird. Wie Macht und Einfluss den Charakter bilden können und wie schädlich dieses sein kann.
Dazu kommen so viele coole Einfälle, die das Seherlebnisse verschönern und für eine Menge Witz sorgen. Hier sind alte Bekannte dabei, aber auch eine Menge neue Gesichter, die wunderbar zur Geschichte passen. Wir lernen noch einmal mehr über die Stadt und wie sie gebaut wurde, wie einzelne Tierarten sich angepasst haben und warum es anderen nicht vergönnt war, sich in Zootopia anzusiedeln.
Letztlich ist es eine runde Geschichte mit vielen Details, die zum schmunzeln anregen, aber eben auch wieder der Aufarbeitung von schwierigen Themen, aber diesmal auch alles etwas subtiler, was mich am ersten Teil etwas gestört hatte. Dabei werden die Fronten sehr früh geklärt, weil den Charakteren auch einfach mal zugehört wird, dennoch kann die Handlung überraschen – auch wenn der „große Plottwist“ keinesfalls überraschend, sondern leider sehr vorhersehbar ist.

Das Fazit

Zoomania 2 kann mit einer durchdachten Handlung und viel Witz, Charme, aber auch schwierigen Themen überzeugen und zeigt, dass manchmal eine Fortsetzung nach langer Zeit auch wirklich mit neuen Themen daher kommen kann. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Zoomania 2 läuft seit dem 26.11.2025 in den deutschen Kinos

Wicked – For Good

Ein Vorwort

Die Zahl der guten und sehr hochwertigen Musicalverfilmungen ist hoch. Doch dann gab es in den letzten Jahren eben auch so Vollkatastrophen wie Cats, oder eben schlichtweg schlecht besetzte, wie Dear Evan Hanssen. Seitdem ist es gefühlt ruhig geworden an der Musicalfront. Bis 2024 dann Wicked die Kinos im Sturm eroberte. Hier passte einfach alles: Geschichte, Cast, Optik, die Lieder. Nun stand der zweite Teil an, der erstmal gegen die eigene Konkurrenz ankommen musste. Warum er das nicht ganz geschafft hat, aber doch ein toller Film ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Filmtitel als Fanart auf einer Filmklappe

Die Handlung

Elphaba wird vom Zauberer und ihrer früheren Lehrerin immer noch überall verunglimpft und ihre Aufklärungsversuche werden manipuliert. Glinda und Fiyero stützen das Bild, auch wenn es ihnen schwer fällt. Doch zur geplanten Hochzeit der beiden taucht auch Elphaba auf und bringt Chaos. Die Freundschaft der beiden Hexen steht auf dem Spiel. Und dann taucht auch noch ein Mädchen aus Kansas auf.

Meine Meinung

Lang ersehnt und doch war die Angst groß, dass der zweite Teil nicht mit dem ersten mithalten kann. Hatten wir das gleiche Phänomen doch erst bei Dune, wo der zweite Teil auch nur an dem direkten Vergleich zu seinem eigenen Vorgänger schwächelte. Und Wicked war einfach ein 10/10 Film.
Aber beginnen wir am Anfang. Ein Jahr ist seit dem ersten Teil vergangen und Elphaba ist beschäftigt auf überwiegend friedliche Art zu zeigen, dass der Zauberer lügt, während Glinda und Fiyero mitten in der Propagandmaschinerie von eben jenen sind. Hin und her gerissen zwischen den Gefühlen zu ihrer besten Freundin, sieht Glinda sich dennoch in der Aufgabe das Volk ein gutes Vorbild zu geben. Fiyero ist da schon weniger überzeugt, nutzt aber seine Stellung, um Elphaba vor allen anderen zu finden.
Mitten in diesem Szenario haben wir erneut das Thema der Tiere, die hier lieber in eine ungewisse Zukunft fliehen, als länger gegen die Propaganda anzukämpfen, die sie als das ultimative Böse brandmarken. Und auch hier ist die Thematik leider aktueller denn je, denn der Kampf gegen Rassismus ist gefühlt ein Kampf gegen Windmühlen und die Energie und die Angst vor dem Widerstand sind groß.
Gehen wir weiter zu Nessarose, die verzweifelt versucht nicht mit ihrer Schwester verglichen zu werden und daher die Erlasse des Zauberers mit größtem Vergnügen umsetzt. Enttäuscht von ihrer großem Liebe Moq, sucht sie alle Schuld in Elphaba. Die gibt ihr jedoch einen guten Moment. Und hier ist ein gutes Beispiel für kleine Änderungen, die eine Menge ausmachen. Denn während im Original Elphaba die Schuhe der Schwester so verzaubert, dass sie „wieder laufen kann“, wurde hier die Magie genutzt, um sie schweben zu lassen, so dass sie wieder einen besonderen unbeschwerten Moment erleben kann. So wurde der Ableismus gekonnt rausgenommen, ohne die Aussage zu verändern.
Und auch, wenn hier wieder einiges richtig gemacht wird und die Handlung sich nach und nach weiter zusammenfügt, so haben wir leider auch Schwächen. Das beginnt schon bei dem sehr gehetzt wirkenden Ton. Denn durfte der erste Teil noch 160 Minuten gehen, haben wir hier eine Lauflänge von 138 Minuten für aber viel mehr Themen und Handlungsorte. Da kamen manche Szenen dann doch zu kurz und logische Entwicklungen wirkten sehr gezwungen. Andererseits war es auch gut, dass sich an anderen Stellen mehr Zeit genommen wurde. So bekommt hier Glinda viel mehr Tiefgang, da wir ihre Erziehung kennenlernen und verstehen, wieso sie Entscheidungen trifft, wie sie sie trifft.
So hat auch For Good wieder einige gute Änderungen drin, kommt mit ausdrucksstarken Stimmen daher und hat eher das Problem, dass die Handlung generell an zu viele Stellen springt und daher nicht mehr den lockeren Fluss des ersten Teils hat. So ist es weiterhin ein starker Film, ein tolles Musical und lebt vom tollen Cast, hat aber einfach zu viel zu erzählen. So ist gerade der finale Wandel von Elphaba, so wie er erzählt wurde, nicht nachvollziehbar und auch das Ende lässt Fragen offen. Wie gesagt, er steht einfach nur im Schatten seines eigenen Vorgängers.

Das Fazit

Wicked: For Good hat die üblichen Schwierigkeiten einer zweigeteilten Handlung und steht im Schatten des eigenen ersten Teils. Dennoch wird hier vieles Richtig gemacht und der Film kann mit Cast, Liedern, Optik und auch der Handlung überzeugen, wobei die einige Stolpersteine überspringt, dennoch leicht gehetzt wirkt und daran am meisten krankt. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Wicked: For Good lief seit dem 21.11.2025 in den deutschen Kinos

Die Unfassbaren 3 – Now you see me – Now you don’t

Ein Vorwort

2013 kam ein Film, der noch immer in meinen Toplisten auftaucht, in die deutschen Kinos. Darin waren vier Magier*innen als Trickbetrüger zu sehen. 2016 erschien dann der zweite Teil, der schon deutlich schwächer war, einfach weil er natürlich größer und höher und weiter musste, als der Vorgänger. Danach wurde es ruhig um die Reihe. Aber da Hollywood weiterhin die Ideen ausgehen, wurde es jetzt nach fast zehn Jahren doch Zeit für einen dritten Teil. Warum der nur stellenweise überzeugen kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Filmtitel als Fanart auf einer Filmklappe umrandet von den DVDs zu den vorherigen Teilen

Die Handlung

Die vier Reiter sind zurück, zumindest laut Werbung. Doch dahinter stecken die drei Jungmagier*innen Charlie, Bosco und June. Der Spaß ist jedoch zu Ende, sobald J. Daniel Atlas, einer der originalen Reiter auftaucht. Er hat vom Auge eine neue Aufgabe erhalten. Die schwerreiche Erbin Veronika Vanderberg soll gestellt werden und den Handel mit Blutdiamanten beenden. Doch die erste Mission geht bereits schief. Zum Glück sind auch die anderen Reiter bereit wieder einzusteigen.

Meine Meinung

Eine Reunion des Teams nach fast zehn Jahren? Ich war schon beim ersten Trailer skeptisch. Denn während ich mich an den ersten Film noch gut erinnern konnte und ihn auch zu Hause noch ein paar mal gesehen hatte, konnte ich mich schon an den zweiten gar nicht mehr richtig erinnern, hatte ich doch nie das Bedürfnis ihm noch eine Chance zu geben. Nun, es kam anders und irgendwie fand ich mich doch wieder im Kino ein, um den dritten zu schauen.
Und zunächst wirkt es auch so, als beginne alles wie immer. Die Reiter geben eine Show und beeindrucken wieder mit Tricks. Nur, dass es sich diesmal gar nicht um die echten Reiter handelt. Wir lernen also kurz darauf die Neuen kennen, ehe wir nach und nach in die Geschichte rund um Veronika Vanderberg reingezogen werden. Hier wird auch der erste Coup geplant, ohne, dass wir überhaupt mehr Reiter als J. Daniel Atlas und die Neuen getroffen haben. Zum Glück wird das schnell behoben, denn die Dynamik zwischen den Reitern ist immer noch der größte Pluspunkt an der Reihe.
Kommen wir also zu Problem Nummer Eins. Die Reiter sind über die Jahre alle zerstritten und nichts ist mehr mit der guten Dynamik. Und während der Teil noch aufgearbeitet wird, sind die Neuen irgendwo mit drin und auch, wenn der Altersunterschied teilweise gar nicht so groß wirkt, wird hier massiv auf die Generationskeule gesetzt. Alt gegen Jung. Die festgefahrenen Alten und die offenen Jungen. Funktionierte das am Anfang noch, wird es doch ein wenig zu lang als einziger großer Gag durchgezogen, was schnell ermüdet.
Problem Zwei ist das schlechte Drehbuch. Auch, wenn es zum Glück wenigstens eine halbwegs sinnige Handlung an sich ist und wir mit Rosamunde Pike eine tolle Antagonistin bekommen haben, so sind die einzelnen Szenen und gerade die Dialoge unfassbar hölzern geschrieben. Ein Hoch auf die guten schauspielerischen Leistungen, die das halbwegs kompensieren konnten. Doch das sie bei ihren Sätzen nicht selbst vor Unbehagen zusammengebrochen sind, grenzt auch an ein Wunder.
Natürlich ist nicht alles schlecht an diesem dritten Teil. Wie schon erwähnt, funktioniert der Cast wieder super und sobald sich hier wieder zusammengerauft wird, kommt auch wieder eine gute Dynamik auf. Vor allem sind es aber erneut die Tricks und die damit einhergehende Kameraführung, die überzeugen. Denn auch, wenn die Handlung im Haus des Auges absolut sinnlos ist, so wurde sich hier optisch und von der Kameraführung absolut ausgetobt, so dass hier einiges geboten wurde.
So ist die Handlung an sich etwas langgezogen, hat viele Passagen, die sehr sinnlos wirken und doch kommen wir immer wieder zur Haupthandlung zurück, die irgendwo sinnig wirkt. Bis wir zur Auflösung kommen, die dann doch sehr konstruiert wirkt und die ganzen vorherigen Anspielungen irgendwie belanglos wirken lässt. Also sie ist nicht unlogisch und die Hinweise passen dazu. Aber sie ist eben doch sehr … ernüchternd. Und das beschreibt den Film leider am besten.

Das Fazit

Die Unfassbaren 3 ist leider nicht die Rückkehr zu einer tollen Reihe, sondern der verzweifelte Versuch mit bekannten Charakteren wieder Leute ins Kino zu locken. Dabei ist die Geschichte wenigstens grundsätzlich durchdacht, krankt jedoch an allen möglichen Stellen, weswegen es dafür 05 von 10 möglichen Punkten gibt.

Now you see me – Now you don’t läuft seit dem 13.11.2025 in den deutschen Kinos

Anaconda

Ein Vorwort

In den letzten zwei Jahren habe ich meine Vorliebe für trashige Horrorfilme gefunden. Bisher waren die meisten „Kreaturen“ aber doch die klassischen Haie, so dass der Orginal Anaconda an mir komplett vorbeiging (inklusive aller Fortsetzungen). Dass hier jetzt eine relativ hochwertig aussehende Hollywoodproduktion den Film aufgreift, um ihn selbst zu parodieren und als Komödie herauszubringen, war ein Ansatz, der mich sofort ins Kino rennen lies. Warum er mich leider doch nicht, wie angenommen, begeistern konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Filmtitel als Fanart mit Kinotiket auf einer Filmklappe

Die Handlung

Die besten Freunde Doug und Griff stecken mitten in ihrer Midlife-Crisis, einer als gescheiterter Regisseur, der andere unerfolgreicher Schauspieler. Bei der Geburtstagsfeier von Doug schlägt Griff ihm und zwei weiteren Freund*innen vor, zu dem Film Anaconda ein Reboot zu drehen. Doch im Amazonas kommt alles ganz anders als geplant.

Meine Meinung

Reboots bietet uns Hollywood weiterhin am laufenden Band. Erst im letzten Jahr hat Warner mit James Gunns Superman ihr komplettes DC Universe gerebootet. Doch ein Film, der davon handelt, dass ein realer Film ein Reboot bekommen soll? Das klang nach einem Konzept, das neu genug klang, um für mich interessant zu werden. Und dann harmonierten Paul Rudd und Jack Black im Trailer bereits bestens, was regelrecht Vorfreude auf den Film schürte. Leider kann das Endergebnis nicht mithalten, aber fangen wir am Anfang an.
Wir lernen Doug und Griff kennen, die jeder auf ihre Weise mitten in einer Midlife-Crisis aus vernachlässigten Träumen steckt. Zwar haben beide ihre Passion zum Beruf gemacht, sind Regisseur und Schauspieler, aber eben nicht erfolgreich und nicht dort, wo sie gern wären. Es kommt zu jenem verhängnisvollen Geburtstag, wo die Idee zum Reboot Dreh kommt. Thandiwe Newton, die ich generell gern auf der Leinwand sehe, kommt noch als Love Interest dazu und Steve Zahn für den Slapstick. Die Darstellenden harmonieren in ihren Rollen gut miteinander, auch wenn Newton mehr zur Stichwortgeberin verkommt, als ihr Talent ausüben zu dürfen. Nach dieser Exposition geht es endlich nach Südamerika, wo die Dreharbeiten beginnen sollen. Hier kommt eine zweite Ebene des Films dazu, in Form von Daniela Melchior als Ana Almeida, die vor bewaffneten Männern auf der Flucht ist und durch Zufall das Boot entführt, mit dem die Truppe drehen will.
Was fehlt für einen Film, der Anaconda heißt noch? Genau, eine Schlange. Leider ist das der Faktor, der in diesem Film viel zu kurz kommt. Zumindest zu Beginn. Zwar wird für den Dreh eine engagiert, für die jedoch nach kurzer Zeit Ersatz besorgt werden muss. Hier ist bereits circa die Hälfte des Films vorbei und wir haben erstmals die eigentliche Anaconda im Bild. Die ist zwar beeindruckend und bekommt gerade am Ende noch ordentlich Bildschirmzeit, aber da war die Erwartung beim Titel einfach größer.
Zumal hier auch nicht auf die unsichtbare Gefahr gesetzt wurde, die durch Atmosphäre durchaus spannend sein kann, sondern eben die relativ plumpe Handlung durchgezogen wird und irgendwann fällt ihnen halt ein, dass vielleicht auch mal eine Anaconda im Bild sein sollte. Die Handlung und die vermeintlichen Witze sind dann leider auch eine weitere Schwäche des Films. Denn so gut gemacht der Anfang ist, und wir die Charaktere irgendwo verstehen, wird dann viel Zeit mit sinnlosen Diskussionen verschwendet. Auch die Witze kommen eher zu kurz und wenn sie komplett ausgespielt werden, dann gern wieder im Fäkalbereich, was leider nicht für das Niveau des Films spricht. Auch die ganze Nebengeschichte rund um Schmuggel ist so vorhersehbar und unnötig, das hier viel Potential für mehr Interaktion mit der Anaconda gewesen wäre.
So hatte Anaconda wesentlich mehr Potential, steckt die Energie aber an die falschen Stellen und hätte mit Cast, Grundidee und Umgebung wesentlich mehr rausholen können. Wirklich Spaß hatte ich eher im letzten Viertel, so dass ich zwar final gut unterhalten aus dem Film kam, aber der Weg dahin war einfach zu lang.

Das Fazit

Anaconda ist von der Grundidee als Reboot/Sequel und mit starkem Cast eigentlich bestens ausgestattet, nutzt das Potential aber nicht und verrennt sich in Dialogen und Nebenhandlungen. Die namensgebende Schlange hat viel zu wenig Screentime und auch die Witze zünden nur stellenweise. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Anaconda läuft seit dem 25.12.2025 in den deutschen Kinos

Chainsaw Man – Reze Arc

Ein Vorwort

Zur Zeit ist es üblich, dass erfolgreiche Animeserien auch Kinofilme bekommen. Sei es, um die Serien abzuschließen (Haikyu!), um einzelne Folgen zu wiederholen und zusammenzufassen (Jujutsu Kaisen), einem Charaktere mehr Tiefe zu geben (Blue Lock) oder, um einfach einen zusammenhängenden Arc nicht auf mehrere Folgen aufzuteilen. Zu letzterer Kategorie gehört Chainsaw Man. Warum der Film ein durchmischtes Spektakel war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Fanart des Filmtitels auf einer Filmklappe mit erstem Mangaband im unteren Bildrand

Die Handlung

Nach den Geschehnissen in Staffel 1 der Serie ist in Denjis Leben als Chainsaw Man ein wenig Ruhe eingekehrt. Nachdem er mit seiner Vorgesetzten Makima einen Kinomarathon geschafft hat, trifft er auf Reze, die ihn fasziniert und er glaubt Gefühle zu entwickeln. Doch schon bald muss er sich die Frage stellen, ob er seinem Herzen wirklich trauen kann.

Meine Meinung

Meine Reise mit Chainsaw Man war ein regelrechtes Auf und Ab. Als ich das erste Mal von Manga und bevorstehender Animeverfilmung gehört hatte, war ich sofort begeistert von der Idee. Doch über den ersten Mangaband bin ich nicht herausgekommen, war mir der Einstieg doch zu sprunghaft und der Zeichenstil konnte mich auch nicht überzeugen. Dennoch gab ich dem Anime eine Chance und hier bin ich nach ein paar Anlaufschwierigkeiten doch gut reingekommen und habe die erste Staffel ziemlich verschlungen. Nun stand ein Film an, der an die erste Staffel anschloss und den sogenannten Reze Arc einfangen sollte, ehe es dann hoffentlich bald mit der zweiten Staffel weitergeht.
Und hier hatte ich wieder die typischen Probleme mit Chainsaw Man und mir. Ich bin einfach nicht in die Story gekommen. Denn am Anfang zeigt sich der Film seltsam nachdenklich. Denji und Makima gehen zusammen mehrfach ins Kino, was schon nicht so richtig zum Charakterbild passen wollte und sich auch gefühlt ziemlich zieht. Hier ist der Fokus einfach zu viel auf Denji, der es in seiner Nicht-Chainsaw Gestalt nicht so ganz schafft, die Geschichte zu tragen. Kurz darauf trifft er auf Reze, die dem Film den Namen gibt. Auch hier ist der Film noch eine ganze Weile ziemlich ruhig, schafft es aber mehr Handlung zu haben.
Doch sobald wir dann auf den Bomben-Teufel treffen, kommt wieder alles zusammen, was Chainsaw Man zu bieten hatte. Ausufernde Kämpfe und das mit den völlig abstrusesten Ideen, neuen tollen Charakteren, die die Handlung und Kämpfe aufmotzen und vorallem vielen Explosionen. Hier kommt ordentlich Schwung in den Film und ich hatte sehr viel Spaß. Dadurch kam auch das Interesse an der nächsten Staffel zurück.
Letztlich bin ich gut unterhalten aus dem Kino gekommen und blicke auf eine tolle zweite Hälfte zurück. Dennoch bleibt der Nachgeschmack der ersten Hälfte, die einfach nur sehr zäh war. Hier ist die Frage, ob das Zusammenstellen als Film wirklich sinnvoll war oder die Kürze der Serienfolgen hier das ganze nicht doch entzerrt hätte.

Das Fazit

Chainsaw Man – Reze Arc funktioniert eher ab der zweiten Hälfte, nimmt sich vorher zu viel Zeit und wirkt dadurch zäh. Doch dafür folgt die Belohnung mit typisch abgedrehtem Humor und ausufernder Action. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkte.

Chainsaw Man – Reze Arc lief ab dem 23.10.2025 in den deutschen Kinos

Remain

Ein Vorwort

Ich lese eigentlich keine Nicholas Sparks Romane. Ich schaue ab und an mal einen M. Night Shyamalan Film, aber auch nur, wenn mich die Geschichte anspricht. Aber die beiden in Kombination? Ich war fasziniert, denn es wirkte so abstrus, weil sich ihre bevorzugten Genres so stark unterscheiden. Warum das Buch dann doch nicht mit den Erwartungen mithalten konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Das Buch wurde mir vom Bloggerportal  als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür und kennzeichne diesen Beitrag als Werbung.

Das Buchcover arrangiert vor einem Bücherregal. Daneben steht eine Blumenvase in Geisterform

Die Handlung

Der Architekt Tate wird nach einem Verlust völlig auf der Bahn geworfen. Um sich wieder zu fangen, sagt er seinem besten Freund zu, dessen neues Haus zu entwerfen. Dafür nistet er sich in einer Ferienwohnung ein, die eigentlich leer sein sollte. Doch wer ist die sympathische Frau, die er immer wieder trifft?

Meine Meinung

Wenn ich den Namen M. Night Shyamalan höre, denke ich zuerst an seine großen Filmerfolge, wie The Sixth Sense. Der Meister des Plottwists konnte in seiner Filmographie immer wieder überraschen, allerdings wird genau dies inzwischen auch erwartet. Von Nicholas Sparks erwarte ich genau das nicht. Also er hatte bestimmt auch überraschende Wendungen in seinen Geschichten, aber eben nicht diese großen Mindblowing Twists. Wie dies nun zusammen kommen sollte, war die Frage, die mich zu diesem Buch greifen ließ. 
Die Erwartungen habe ich jedoch gleich zurückgeschraubt, als ich gelesen habe, dass Shyamalan lediglich Mitideengeber war und Sparks das Buch allein geschrieben hat. Inzwischen ist zwar raus, dass das Buch verfilmt wird und Shyamalan neben der Regie auch das Drehbuch übernommen hat, dennoch war hier wohl der größte Part bei Sparks. Und so liest es sich leider auch. 
Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen zunächst unseren Protagonisten Tate kennen und werden mit seinem Schicksalsschlag konfrontiert. Hier hat das Buch auch erstaunlich gut funktioniert, denn die Emotionen sind gut ausgearbeitet und nachvollziehbar geschrieben. Doch bereits im dritten Kapitel wird der übernatürliche Faktor eingebracht, der alles kommende sehr vorhersehbar macht. Eine übertragene Gabe seiner verstorbenen Schwester macht ihn empfänglich für die Geisterebene. Kurz darauf trifft er eine Frau, die nur er sieht und die immer wieder plötzlich verschwindet. Da braucht es kein Genie um zu verstehen, worauf es hinausläuft. 
Und so liest sich leider die komplette Geschichte. Es wirkt wirklich so, als ob ein Romance Autor die Grundlagen eines Mysteryromans gelesen hätte und diese dann schlecht umgesetzt hätte. Keine Finesse, nur absolut offensichtliche und vorhersehbare Wendungen. Nichts hat mich überrascht. Und damit bin ich leider relativ schnell emotional aus der Geschichte ausgestiegen. 
Dennoch ist es kein schlechtes Buch. Der Schreibstil ist flüssig, ich bin schnell durch die Geschichte gekommen und mochte auch die meisten Charaktere. Gerade diese Verbindungen zwischen diesen waren gut ausgearbeitet und hatten viel Potential. Es wäre hier einiges möglich gewesen, um eine gute Geschichte draus zu machen, wenn entweder die übernatürliche Komponente komplett weggelassen worden wäre, oder wenn diese weniger offensichtlich eingearbeitet worden wäre. So bleibt das Buch irgendwo im Durchschnitt hängen, was schade ist. Auf die Filmadaption bin ich dennoch gespannt.

Das Fazit

Remain hat gut ausgearbeitete Charaktere und ein interessantes Grundszenario, verrennt sich aber in seiner Offensichtlichkeit, da jegliche Wendungen vorhersehbar waren. Schade, denn hier ist viel Potential liegen geblieben.

Edens Soul

Ein Vorwort

Normalerweise versuche ich Reihen erst komplett zu lesen, um sie euch dann in einem gesammelten Beitrag zu präsentieren. Aber als ich das Angebot bekam, den zweiten Band der EdenS6 Reihe als Rezensionsexemplar vor Erscheinung zu lesen, konnte ich einfach nicht Nein sagen, habe ich doch schon Band Eins geliebt. Also gibt es heute ein Doppelpack, wobei das Hauptaugenmerk auf dem neuen Werk liegt. 

Edens Star

Das Buch EdensStar (blaues Cover mit Schmetterlingen) steht vor einem Bücherregal. Davor ist eine Illustration von den beiden Protas, sowie dem Hauptcharakter im Tanzmove. Daneben steht ein Lightstick

Die Handlung: EdenS6 bereiten sich gerade auf ihre Welttournee vor, als eine der Tänzerinnen ausfällt. Anna, die Deutschland verlassen hat, um in Korea Idol zu werden, wird als Ersatz engagiert. Dabei trifft sie auf Juhyun, besser bekannt als Idol Sky, und zwischen beiden stimmt direkt die Chemie. Doch Beziehungen sind im Idolbusiness verboten. 

Meine Meinung: Seit ein paar Jahren greife ich immer wieder gern zu einer K-Pop Romance und freue mich auf ausgearbeitete Bands und ihre Geschichten. Und dass Autorin Ari N. Kang sich hier viel Mühe gegeben hat, spürt man in jeder Pore. Schon allein die vorherigen Marketingsmaßnahmen mit Membervorstellungen haben eine Vorfreude verbreitet, die ich bei einer Buchreihe bisher selten erlebt habe. Allerdings blieb die Unsicherheit, ob die Reihe halten kann, was sie verspricht. Doch auch dies konnte schnell ausgeräumt werden, denn nur ein paar Kapitel mit Sky und Anna und ich war riesen Fan. Auch wenn ich Annas Hintergrundgeschichte etwas merkwürdig fand, war die Handlung rund um die Welttournee absolut toll und konnte mich mitreißen. Ich habe mit beiden mitgelitten, mitgefiebert und konnte es doch nicht fassen, was ihnen alles für Steine in den Weg gelegt wurden. Zeitgleich gab es aber auch genug Platz für die anderen Member, die ich alle auf ihre Art und Weise ins Herz geschlossen habe. 

Edens Soul

Das E-Book wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür und kennzeichne diesen Beitrag als Werbung.

Das Buch EdensSoul (grünes Cover mit Federn) steht vor einem Bücherregal. Davor ist eine Illustration vor Band im Weihnachtsoutfit, sowie dem Hauptcharakter am Laptop arbeitend. Daneben steht ein Lightstick.

Die Handlung

Yeongsu ist als Idol Spencer zusammen mit seiner Band EdenS6 erfolgreich. Doch seine eigentliche Identität muss er geheim halten, da sie seine Karriere gefährden könnte. Da sieht er seine Kindheitsfreundin Eunjo auf einem Konzert. Er sehnt sich nach ihr und ihrer Freundschaft, doch sie könnte alles auffliegen lassen. Allerdings erkennt Eunjo ihn gar nicht und wundert sich, wieso ausgerechnet Spencer von EdenS6 Interesse an ihr hat.

Meine Meinung

Schon seit Autorin Ari N. Kang vor Veröffentlichung von Band Eins die Member vorgestellt hatte, wusste ich, dass Spencer mein Bias ist. So habe ich mich sehr gefreut als herauskam, dass er der Protagonist von Band Zwei wird. Natürlich hatte ich eine Menge Ideen, warum es in seiner Geschichte gehen könnte, doch selbst nach dem Klappentext hätte ich nicht mit dem gerechnet, was die Autorin hier gezaubert hat.
Denn dies hätte genauso gut ein K-Drama sein können, hatte es doch alle wichtigen Elemente und Wendungen. Nachdem ich mich vom Schock des Auftaktkapitels erholt hatte, wollte ich einfach nur immer mehr erfahren. So lernen wir zunächst Spencer und seine Vergangenheit kennen. Hier will ich auch gar nicht zu viel zu sagen, um die Überraschung nicht vorwegzunehmen. Wir wechseln zu seiner Perspektive zum Abschlusskonzert der Welttournee. Hier trifft Eunjo zum ersten Mal nach all den Jahren wieder und hofft einfach nur, dass sie ihn nicht erkennt. Aber Doom hat da andere Pläne. Allein diese Dynamik zwischen den Membern ist so wunderbar authentisch und belebt die Geschichte. Wir switchen zu Eunjo, die in Spencer zunächst gar nicht ihren früheren Kindheitsfreund sieht, der sie jedoch zurückließ. Erst als die beiden sich näher kommen, erfährt sie davon. 
Wir haben hier also das typische K-Drama Thema Childhoodfriends to Lovers. Nur, dass es hier nicht erst in Folge 10 oder so aufkommt, sondern von Anfang an behandelt wird. Dann haben wir natürlich das Idol Thema, welches hier mit einem übergriffigen Sasaeng (Fans, die so obsessiv sind, dass sie jeden Anstand verlieren) auf die nächste Ebene gehoben wird. Wir bleiben in Seoul und sind nicht mehr auf Tour. Mit eunjo als Protagonistin haben wir aber auch das Thema des Schönheitswahns in Korea inklusive dem Abwerten von Körper, die nicht der Norm entsprechen. 
Insgesamt war Edens Soul einfach wieder ein Erlebnis. Ein paar kleinere Stolperer gerade am Ende, da war mir die Versöhnung zwischen einzelnen Charakteren etwas schnell, doch wirkliche Kritikpunkte habe ich nicht. Ich liebe die Charaktere, den Schreibstil und will jetzt einfach nur wissen, wer der Protagonist für den nächsten Band ist. Ich hoffe ja auf Haru, meinen Bias Wrecker …

Das Fazit

Mit den ersten beiden Bänden der EdenS6 Reihe Edens Star und Edens Soul kombiniert Autorin Ari N. Kang geschickt Romance mit K-Pop und hebt sich dabei vor allem durch ausführliches Charakterdesign von der Masse ab. Aber auch die Tropes und behandelten Themen sind erfrischend und machen Lust auf mehr. 

Edens Soul ist seit dem 30.11.2025 als E-Book erhältlich