Ein Vorwort
Der Herbst steht vor der Tür und bringt raues Wetter mit sich. Was eignet sich da besser als zwei lockere Sommerlektüren, bevor wir uns dieser Tatsache stellen müssen? Und so entführt uns Autorin Philippa Penn nach Nantucket ins Piper House. Warum ich beide Bücher sehr empfehlen kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Painting Trust
Die Handlung: Betty und Ewan waren das Traumpaar, obwohl sie aus verschiedenen Welten kamen. Doch eine Intrige lässt sie voneinander wegdriften und alles, was sie hatten steht auf der Kippe. Zurückgezogen in ihrem Ferienhaus Piper House im malerischen Nantucket kommen sie sich wieder näher. Können sie zurückbekommen, was sie einst hatten?
Meine Meinung: Es brauchte nur ein kurzes Gespräch auf der Buch Berlin, um mich zu überzeugen, das Buch zu kaufen. Das Setting mit Nantucket konnte mich schon überzeugen und dann die Beschreibung von Piper House. Hinzu kam, dass es um eine zweite Chance geht. Das Pärchen hat bereits das Kennenlernen, die auf und abs, die Hochzeit und alles hinter sich. Beim Lesen konnte ich mich auch so schnell in beide Protas einfinden und habe mit ihnen gelitten. Habe gehofft, gebangt und mitgefiebert. Der Schreibstil ist super flüssig und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Leider war das Zusammentreffen dann doch etwas überhastet und konnte die Emotionen der beiden nicht genug ausleben lassen. Es ging einfach alles sehr schnell und der Grund, warum sich die beiden nach all der Zeit von jetzt auf gleich trennten, ist dann so offensichtlich einfach eine Falle gewesen, dass ich nicht verstanden habe, warum Ewan darauf gefallen ist. Das war leider ziemlich schade, weil es mich mehr rausgerissen hat, als vermutet. Dennoch hat mich das Finale wieder sehr in Atem gehalten und die Suche nach dem Strippenzieher war gut ausgearbeitet, so dass ich wieder komplett mit der Geschichte ausgesöhnt wurde. So konnte ich eine Rückkehr nach Piper House kaum erwarten.
Chasing Harmony
Die Handlung: Die erfolgreiche Sängerin Willow Rose flieht vor ihrem toxischen Manager und nimmt das Angebot ihrer neuen Freundin Beth an, um sich in Piper House auf der Insel Nantucket zurückzuziehen. Allerdings kommt auch Beth Schwager auf die Idee. Nate steht schon eine ganze Weile unter dem Druck seines Vaters, weil er als Musiker noch immer nicht erfolgreich ist.
Meine Meinung: Zum Glück dauerte es nur bis zur Leipziger Buchmesse, bis ich Band 2 in den Händen hielt. Willow haben wir bereits kurz im ersten Band kennengelernt und schon da wollte ich ihre Geschichte wissen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass die Fortsetzung von ihr handelte. Wir sind zügig wieder in Piper House gelandet und haben diesmal die Kulisse des Hauses mit Garten und der Lage wesentlich mehr genießen können. Auch die Geschichte hat sich langsamer entwickelt, was aber auch an den Protagonist*innen lag, die sich selbst erstmal finden mussten. Beide haben ihre Päckchen zum tragen gehabt und mussten erst die Sicht auf sich selbst ändern, ehe sie über sich hinaus wachsen konnten. Diese Entwicklung ist nachvollziehbar gezeigt worden und konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern. Damit mochte ich Band 2 ein bisschen lieber und wäre sehr offen für einen dritten Band.
Das Fazit
Piper House überzeugt durch ein tollen Setting, das malerisch beschrieben ein regelrechtes Fernweh auslöst. Die Dualität zwischen dem originalen Nantucket und dem old money Anwohnern ist gut beschrieben und schafft den Spagat, um kritisch genug zu sein, ohne den Charaktern ihren Background abzusprechen. Abgesehen von einem Kritikpunkt am ersten Band mochte ich beide Bücher richtig gern und empfehle die Reihe daher von Herzen.


Ich habe Band 1 auch schon eine zeitlang auf der Merkliste, dann weiß ich schon, dass Band 2 auf jeden Fall folgen wird 😄
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