Eine Handvoll Bücher – 2/26 – Pride Month Special

Es ist Juni und damit Pride Month.

Bedeutet, dass jedes Jahr im Juni die LGBTQIAP+ Gemeinde zu verschiedenen Veranstaltungen, inkl. dem Christopher Street Day, aufruft und so auf ihren Kampf für Gleichberechtigung aufmerksam macht. Beginnend waren die Stonewall Unruhen von 1969, die als Beginn des Kampfes für Rechte und Gleichberechtigung angesehen werden. Wir haben seitdem einen wunderbaren Wandel in vielen Ländern erlebt, aber noch immer sind wir weit von realer Gleichberechtigung entfernt und entfernen uns Tag für Tag mehr davon. Der Rechtsruck lässt Schutzräume kleiner werden und stärkt den Hass.
In diesem Beitrag soll es um ein paar Lesetipps gehen, die sich mit LGBTQIAP+ befassen. Es handelt sich lediglich um eine kleine Auswahl, gerne könnt ihr mir eure liebsten Bücher zu diesem Thema nennen.

Die mit * gekennzeichneten Büchern sind Rezensionsexemplare, die mir unabhängig von diesem Beitrag von den Autor*innen bereit gestellt wurden. Ich bedanke mich noch einmal dafür und kennzeichne diesen Beitrag daher als Werbung.

Die im Beitrag genannten Bücher nebeneinander aufgereiht mit Cover nach vorne, vor einem Bücherregal. Darunter ist ein Herz in den Pridefarben.

Wo wir bleiben

Die Handlung: Ash bekommt eine tödliche Diagnose und glaubt nur noch ein halbes Jahr leben zu können. Doch dann stellt sich heraus, dass die Diagnosen vertauscht wurden. Nur hat Ash bereits ihren Freund verlassen, ihre Wohnung gekündigt und ein Ticket nach Portugal gebucht. Und wozu Pläne ändern? Vor Ort trifft sie auf die Surflehrerin Martha und die verunfallte Tony. Zu beiden fühlt sie sich hingezogen, doch zunächst sind da innere Wunden, die heilen müssen.

Warum das Buch so wichtig ist: Während im Pride Month oft die immer gleichen Bücher vorgestellt werden und es gerade dieses Jahr (zurecht) vermehrt angeprangert wird, sind es gerade diese kleinen Bücher, die sich auch an andere Aspekte der Repräsentation wagen. So haben wir hier ein Buch über Polyamorie, das eine Beziehung zeigt, wo nicht alle drei involvierten Frauen in einer Beziehung sind, sondern Ash sich ihren Gefühlen für sowohl Martha als auch Tony stellen muss. Das unterscheidet es noch einmal von den wenigen Büchern, die ich bisher mit dieser Repräsentation gelesen habe, die ohnehin rar gesäht sind.

Wie Farben im Regen

Die Handlung: Caro und Sam sind das Traumpaar schlechthin am Internat Schloss Mare. Doch Sam scheint sich immer mehr von Caro abzukapseln. Bis er schließlich ein Coming Out vor ihr hat. Sam ist ein trans Mann und möchte mit der Transition beginnen. Die lesbische Caro möchte ihre große Liebe natürlich bei allem unterstützen, aber fragt sich auch, was das für sie als Paar bedeutet.

Warum das Buch so wichtig ist: Sich selbst als Trans zu identifizieren und die Transition durchzuziehen ist ein unfassbar wichtiges Thema und leider noch immer unterrepräsentiert. Aber hier wurde sich bewusst noch einmal für eine andere Perspektive entschieden. Wir haben nicht die Transperson im Fokus oder die Eltern, sondern die Partnerin. Und zwar die lesbische Partnerin, die sich ihrer Sexualität absolut sicher ist und auf einmal mit einem Mann zusammen ist. Der struggle in diesem own voice Roman ist so nachvollziehbar, denn natürlich will man für die Partnerperson da sein und weiß, wie schwer das Coming Out und die Transition ist, aber irgendwo sind da auch die eigenen Probleme und Gedankenstrudel, die auch Aufmerksamkeit brauchen.

Magie & Milchschaum

Die Handlung: Die tapfere Ork-Kriegerin Viv hat nach vielen erfolgreichen Schlachten eine neue Leidenschaft: Kaffee. Daher setzt sie sich zur Ruhe und eröffnet ihr eigenen Café. Doch dabei muss sie zunächst noch einige Hindernisse überwinden.

Warum das Buch so wichtig ist: Wir haben hier ein süßes kleines cosy Fantasy Buch mit High Fantasy Elementen. Was wir in der Regel in diesem Genre nicht haben, ist queere Repräsentation. Aber hier haben wir die Ork-Kriegerin Viv, die ganz nebenbei die Sukkubus Tandri kennenlernt, die ihr mit ihrem Kaffeehaus hilft und ganz nebenbei kommen sich die beiden eben näher. Hier ist der Fokus definitiv nicht auf der Liebesgeschichte, sondern die kleinen und größeren Probleme des Kaffeehauses, aber umso schöner ist es, dass dann eben nicht Standardmäßig auf das Heteronormativ zurückgegriffen wurde, sondern einfach ganz selbstverständlich queere Repräsentation enthalten ist.

Doppeltreffer*

Die Handlung: Kate kann nach vielen Hürden endlich an der Uni Erfurt dem Florettfechten nachgehen. Schade nur, dass ihr großes Idol Amelie den Sport inzwischen aufgegeben hat. Bis sie bei einem Freundschaftsturnier aufeinander treffen. Doch dies verläuft nicht wie geplant und beide bekommen die jeweils andere nicht mehr aus dem Kopf.

Warum das Buch so wichtig ist: Sportromance, but make it queer. Und im Gegensatz zu den ganzen „Trendsportarten“ wie Eishockey, haben wir hier halt Fechten. Und das von einer Autor*in, die nicht einfach irgendeine Sportart nutzen wollte, sondern ihre große Leidenschaft. Aber bevor ich mich zu sehr auslassen, wie cool das ist, kommen wir wieder zum eigentlichen Thema. Denn wir haben hier eine woman loves woman Story, mit Fangirlvibes und hier steht gar nicht so sehr das große Coming Out im Fokus, sondern die ganze einfache Frage: Was passiert, wenn ich mich in mein großes Vorbild verliebe und sie mich auf einmal auch liebt? Und wie viel komplizierter die Frage wird, wenn man auf das gleiche Geschlecht steht.

Prinzessin der 1000 Diebe

Die Handlung: Hana will nichts mit ihrer Familie zu tun haben, wurden sie und ihre Mutter doch aus der Gilde ausgeschlossen. Doch die Nachfolge steht an und ihr Vater hegt auf einmal Familiengefühle und will sie statt ihrer Stiefschwester als Clanführerin sehen. Doch da steht noch eine Prüfung auf Leben und Tod dazwischen. Zum Glück kann sie sich mit einem machtlosen Gott zusammentun, der ebenfalls noch eine Rechnung mit der Familie offen hat.

Warum das Buch so wichtig ist: Hier habe ich mich wieder einmal für ein Buch entschieden, dass auf dem ersten Blick gar nicht queer wirkt, denn unser love-interest – Mr. Tigergott – ist männlich und unsere Prota weiblich. Also eindeutig hetero. Aber eben nicht. Denn Mr. Tigergott hatte in der Vergangenheit auch eine Beziehung zu einem Mann. zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich nicht mehr genau weiß, wie er gelabelt wurde (bi, pan, ungelabelt), aber es wird deutlich, dass ein Teil des Pärchens nicht hetero ist. Und dass Beziehungen auch dann queer sind, wenn ein Teil nicht dem heteronormativ entspricht und gleichgeschlechtliche Beziehungen einen nicht weniger queer machen. Und zum Glück wird die frühere Beziehung hier auch nicht nur in einem Nebensatz erwähnt, sondern spielt eine größere Rolle, aber mehr möchte ich aus spoilergründen nicht verraten.

Edens Secret*

Die Handlung: Haru ist aus dem Hiatus zurück, doch noch immer kann er nicht über den Grund seiner Abwesenheit reden. Denn seit dem Liebesgeständnis seines Bandkollegen Honey, hinterfragt er seine Sexualität. Honey ahnt jedoch nicht, dass er im Halbschlaf seine wahren Gefühle ausgeplaudert hat und versteht nicht, wieso Haru ihn immer weiter von sich stößt. Bis eine Dancekompetition ansteht und Haru mit seiner früheren Partnerin und seinem größten Feind zusammenarbeiten muss. Können sie die Vorurteile einer gleich-geschlechtlichen Beziehung in Korea überwinden und zusammenfinden?

Warum das Buch so wichtig ist: Das Buch habe ich euch erst im letzten Monat vorgestellt und mein Plädoyer darüber abgelegt, weswegen es so wichtig ist solche Geschichten, die im immer noch sehr konservativ geprägtem Korea spielen, zu schreiben. Während im K-Pop nicht über Beziehungen gesprochen wird – weder queer, noch straight – dichten Fans gern ihre eigenen Geschichten zusammen und shippen verschiedene Member von Gruppen. Doch was, wenn es diese Gefühle wirklich gibt? Wie schafft man es nicht unter dem Druck unterzugehen? Vor allem, wenn man negative Erfahrungen gemacht hat oder sich noch gar nicht über seine eigene Sexualität im Klaren ist. Ein tolles Buch, das alle Themen dazu beleuchtet.

Was sind eure Empfehlungen zum Pride Month?

Rückblick auf den Mai 2026

Der Mai hatte sich wohl vorgenommen, der neue April zu sein und schwankte zwischen eisigen Temperaturen zu den Eisheiligen und heißem Sommerfeeling zum Ende. Und so ganz nebenbei habe ich es tatsächlich mal wieder öfter ins Kino geschafft als in all den Monaten zuvor. Und auch der SuB konnte zumindest ein bisschen wieder abgearbeitet werden, nachdem sich dort doch wieder einiges angesammelt hatte. Daher starten wir nun direkt in meinen medialen Rückblick:

Der Schriftzug "Mein Monatsrückblick" vor blauem Himmel umspielt von Seifenblasen

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Der Teufel trägt Prada 2: Vor 20 Jahren ist Andy Sachs aus der Redaktion der Modezeitschrift Runway ausgeschieden. Nun kehrt sie auf Bestreben des Eigentümers zurück, um einen Skandal zu reduzieren, und legt sich erneut mit Miranda Priestly an, die über diese Einmischung keineswegs begeistert ist. – Während man am Anfang noch hoffen konnte, dass die lange Zeit die Charaktere weiterentwickel hat, wird praktisch die gleiche Geschichte nochmal erzählt. Für Fans daher durchaus sehenswert.

Glennkill: Ein Schafskrimi: George Hardy ist Schäfer und lebt sehr zurückgezogen mit seiner Schafsherde, der er jeden Abend aus einem Krimi vorliest. Bis er eines Nachts ermordet wird. Zumindest ist das seiner Herde, allen voran Schäfin Lily, direkt klar, während der ortsansässige Polizist überfordert ist und daher Herzinfarkt eintragen lässt. Doch Lily, zusammen mit dem Widder Moppel und dem Einzelgänger Sebastian, versucht Hinweise zu finden und dem Polizisten zuzuspielen, so dass dieser doch mit den Ermittlungen beginnt. – Ein absolut liebevoller Krimi, der sich viel mit den Schafen und was sie bewirken können auseinander setzt und dabei nie den Krimifokus verliert.

Michael: Mit gerade einmal acht Jahren steht der junge Michael Jackson zusammen mit seinen Brüdern als Jackson 5 auf der großen Bühne. Getrieben von seinem gewalttätigen und manipulierenden Vater muss er schon früh funktionieren und darf kein eigenes Leben, geschweige denn Freundschaften haben. Der Erfolg kommt und schnürt ihn immer weiter ein, doch er versucht sich zu lösen und seinen eigenen Weg zu finden. – Leidenschaftliches Werk, der sich nicht wie ein reiner Wikipediaartikel anfühlt, dennoch teilweise oberflächlich bleibt und zwischen den Zeilen erzählt.

Nürnberg: Der zweite Weltkrieg ist zu Ende und Herrmann Göhring wird festgenommen. In Nürnberg sollen er und weitere Führungsoffiziere angeklagt werden. Doch nicht nur die Rechtsprechung ist auf diesen Fall nicht vorbereitet, auch gilt es die Gefangenen bis zum Prozessende vom Suizid abzuhalten. Dafür wird Psychater Douglas Kelley engagiert, der sich fortan vornimmt gerade Göhring zu knacken. – Ein interessanter Fokus auf ein wegweisendes Kapitel der Rechtsprechung, der in seiner Gesamtheit gut funktioniert, die namensgebenden Prozesse aber etwas vernachlässigt.

Solo Mio: Matt Taylor erfüllt sich einen großen Traum und plant seine Hochzeit in Rom. Nur, dass seine Braut kalte Füße bekommt und ihn am Altar stehen lässt. Da er sein Flitterwochenpaket nicht mehr stornieren kann, nimmt er an den Paaraktivitäten als Single teil. Nebenbei lernt er in einem Café Gia kennen, die ebenfalls eine schwierige Trennung hinter sich hat. Die beiden kommen sich näher, doch Matt hat Angst ihr zu sagen, dass er vor ein paar Tagen noch heiraten wollte. – Eine überraschend stimmige Rom-Com mit viel Herzblut, die mehr auf die Romantik und weniger auf die Comedy setzt und gerade damit punkten kann.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Wake up dead man: Pater Jud Duplenticy wird in eine kleine Gemeinde versetzt, die von dem toxischen Monsignor Jefferson Wicks geführt wird. Dabei entdeckt er Strukturen, gegen die er anzukämpfen versucht. Bis Wicks während einer Messe ermordet wird. Dies ruft Detektiv Benoit Blanc auf den Plan, der herauszufinden versucht, ob Duplenticy wirklich der Mörder ist, wie alle behaupten. – Der dritte Knives Out kann erneut mit einem völlig neuem Setting punkten, war an ein paar Stellen vielleicht ein bisschen zu viel des Guten und für mich erstaunlich unlustig, kann daher nicht mit dem ersten mithalten, aber ist wieder um Welten besser, als noch der Zweite.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keine. Alle geplanten Filme konnte ich sehen.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Professor T – Staffel 4 (Die vierte Staffel kann mit abgewandeltem Cast weiterhin überzeugen, verliert aber etwas von ihrem Schwung)

MaiThinkX – Staffel 10 (Erneut eine interessante Themenauswahl, die gut aufgearbeitet und mit viel Witz verständlich erklärt wurden)

Pro Bono – K-Drama (Angefangen für den Hauptdarsteller Jung Kyung-ho, geblieben für die vielen tollen Charaktere und spannenden Fälle bis hin zu einem absolut pointierten Justizdrama. Große Empfehlung)

Dune: Prophecy – Staffel 1 (Netter Versuch spannende Elemente aus den Dune-Büchern zu vertiefen. Hat gut Kulissen und Darstellende, verliert sich aber in einer langweiligen Geschichte, die nicht so richtig auf den Punkt kommen will. Schade.)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 13
Seiten insgesamt: 4.522
Seiten pro Tag: 145 im Durchschnitt
Taschenbuch: 3
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 5
E-Book: 1

Inferno für Anfänger: Die Freundinnen Mia und Cay haben sich ausversehen in die Luft gesprengt. Nun stehen sie am Scheideweg, ob Himmel oder Hölle für sie angemessen sind. Doch mit der Verteilung stimmt etwas nicht. So landet Cay direkt in den Armen des CEO der Hölle, der sie direkt zu seiner Stellvertreterin ernennt und dann verschwindet. Zusammen mit Mia versuchen sie das Verteilungssystem wieder zum laufen zu bringen, sich gegen ein Putschversuch zu stemmen und nebenbei den CEO wieder zu finden. Gar keine so leichte Aufgabe, wenn man keine Ahnung von der Bürokratie in der Hölle hat. – Ich hab die Demon Diaries der Autorin sehr genossen und war gespannt im ersten Roman mehr über Mia und Cay zu erfahren. Zwar waren viele Elemente sehr lustig, aber irgendwie hat die Geschichte über die Länge des Buches nicht so richtig funktioniert. Schade.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 17: Alice Moriarty hat die letzten Vorbereitungen für ihren großen Schachzug gegen die World Detective Union getroffen. Da beruft diese trotz Proteste der Mitglieder Ron in die Leitung, der es nicht lassen kann, noch eine Zusatzwette mit Alice einzugehen. Das Spiel beginnt. – Der Showdown für ein weiteres großes Finale steht an, hier noch etwas uninteressanter, weil zunächst alle Weichen gestellt wurden. Aber ich kann den nächsten Band kaum erwarten.

Dawn of the Dragon 2: Taehyuk kommt dem Drachen Hyo-un immer näher und muss feststellen, dass er Gefühle entwickelt hat, weswegen er ihm nicht mehr vorschwindeln kann, dass er sein wiedergeborener Gefährte sei. Doch jede Trennung der beiden führt dazu, dass Hyo-uns Krankheitssymptome schlimmer werden. – Verliert ein bisschen den Fokus der Geschichte für den BL-Anteil, eröffnet der Geschichte aber neue Möglichkeiten. Ich bleibe gespannt, wie es weitergeht.

Edens Secret: Haru ist aus dem Hiatus zurück, doch noch immer kann er nicht über den Grund seiner Abwesenheit reden. Denn seit dem Liebesgeständnis seines Bandkollegen Honey, hinterfragt er seine Sexualität. Honey ahnt jedoch nicht, dass er im Halbschlaf seine wahren Gefühle ausgeplaudert hat und versteht nicht, wieso Haru ihn immer weiter von sich stößt. Bis eine Dancekompetition ansteht und Haru mit seiner früheren Partnerin und seinem größten Feind zusammenarbeiten muss. Können sie die Vorurteile einer gleich-geschlechtlichen Beziehung in Korea überwinden und zusammenfinden? – Auch im dritten Teil steckt so viel Liebe, aber auch berechtigte Kritik, an die K-Pop Szene in jeder Seite. Und gerade der queere Anteil macht es noch einmal wichtiger. – Werbung, Rezensionsexemplar

The Iced Caramel Coffee Agreement: Eleanore hat in Lower Wilby den Ruf absolut hilfsbereit zu sein und nie aus der Reihe zu tanzen. Doch insgeheim wünscht sie sich so ein bisschen mehr die Version ihrerselbst aus ihren Träumen zu sein. Als Dex Cartwright – gescheiterter Musiker und Bruder vom ortansässigen Barista – die Kleinstadt aufwirbelt, kann sie sich seiner Anziehung kaum erwehren. Und doch, weiß sie, dass er ihr nur das Herz brechen wird. – Nachdem der erste Band der Reihe für mich schwächer war als Kyra Grohs vorherige Bücher, bin ich hier wieder absolut schockverliebt! Die Geschichte ging mir unfassbar tief unter die Haut und ich habe jede Zeile geliebt und das Buch absolut verschlungen.

Feiern mit den Peanuts: Die Peanuts feiern 75-jähriges Bestehen und dieser Sammelband zeigt die wegweisensten Strips von den 1950er bis 1990er Jahren. Mit dabei natürlich Charlie Brown, sein treuer Hund Snoopy, und alle anderen bekannten Charaktere. – Eine schöne Repräsentation aus den Jahren mit den ikonischen Figuren und vielen tollen Ideen.

Spellbound 3 – Der Zwerg im Glassarg: Emmas Hexenfreundin Sophie wird verdächtig Schuld an dem Schlaf des Zwerges im Glassarg, der im Wald von Spellbound gefunden wurde, zu sein. Das kann die Anwältin so nicht stehen lassen und beginnt sich ins Datingleben zu stürzen, um die Wahrheit herauszufinden und Sophie zu entlasten. – Wieder ein toller Cosy Crime in der übernatürlichen Stadt Spellbound. War hier bereits deutlich mehr drin als in den vorherigen Bänden und habe mich mit den bekannten Charakteren sehr wohl gefühlt.

Novel Haven 1 – Levels of Love: Lara ist überglücklich. Ihr Spiel Novel Havel wurde für einen wichtigen Preis nominiert, der den Fortbestand der Entwicklung sichert. Dabei trifft sie auf Luca, der ausgerechnet ein direkter Konkurrent ist. Doch beide können die Anziehung zueinander nicht abschütteln. – Der beste Roman von Anabelle Stehl, den ich bisher gelesen habe. Das Setting war zwar für mich sehr ungewohnt, aber große Liebe an die Charaktere und Thematiken. Und jetzt entschuldigt mich, ich muss leider in Novel Haven reinspielen.

Fahr nicht fort, stirb am Ort: Herrmann Thaddäus König ist Bestatter, doch das Geschäft läuft schlecht. Als er seinen guten Freund Manfred am Sterbebett erlöst, punktet er direkt bei seiner großen Liebe Emma, der Tochter von Manfred. Doch das Ereignis tritt eine Lawine los und plötzlich hat Herrmann allerhand zu tun. Nur, dass die meisten Leichen ungewollterweise auf sein eigenes Konto gehen. – Was zunächst ganz witzig klang, war leider weniger Satire, als ein reines Uppsi mit viel Alkohol. Konnte mich überhaupt nicht überzeugen, geschweige denn allein zum schmunzeln bringen. Leider ein Fehlkauf.

Spy x Family 15: In Berlint steht das Stadtfest an und nicht nur Familie Forger tummelt sich dort. Es kommt zum direkt Kampf der guten Freunde Pläne und Loid bekommt die Chance mit einigen einflussreichen Leuten zu sprechen. – Nachdem der letzte Band etwas langatmig war, begann dieser leider genauso. Aber nach dem ersten Drittel wurde es dann wieder deutlich spannender.

A Monsoon Rising: Talasyn und Alaric haben geheiratet. Nun müssen sie sich jeweils in den verfeindeten Imperien beweisen, Attentaten aus dem Weg gehen und weiter ihre vereinte Magie untersuchen. Doch was, wenn sie in ihrer arrangierten Ehe auf einmal Gefühle entwickeln? – Ein typischer zweiter Band, der aber die Charaktere und ihre Beziehung zueinander gut weiterentwickelt. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Blutgabe 1 – Ungezähmt: Die Welt gehört den Vampiren. Menschen gibt es fast nur noch in großen Zuchtfarmen. Von eben dieser flieht Red September und landet bei einer Gruppe extremistischer Vampire, die ihn trainieren, damit er Bluter, also Vampire ohne „wahres Blut“ tötet. Dort lernt er auch Kris kennen, der eigene Ziele zu verfolgen scheint. Zeitgleich steht Dr. Edwards in der Forschungsstation White Chapel vor einer bahnbrechenden Erkenntnis, die alles ändern könnte. – Was für ein Buch! Keine einfache Geschichte für zwischendurch, sondern ein langsamer Aufbau einer komplexen Welt mit vielen wissenschaftlich spannenden Aspekten und Überlegungen. Einfach Wow!

Pharaonenauge: Penelope hat überlebt und in ihr ist der Sonnengott Ra erwacht. Doch sie kann nicht auf ihre Kräfte zurückgreifen, wie andere. Zeitgleich schlummert in ihr der Kampf Ramses nicht mehr als Feind, sondern als ihren Lebensretter anzusehen, auch wenn er weiterhin mit dem Syndikat zusammenarbeitet. Doch mit der Weltenschlange Apophis droht ein ganz anderes Problem zu erwachen. – Auch hier ein zweiter Band einer Trilogie, der die Charaktere gut weiterentwickelt und damit die Startschwierigkeiten des ersten Bandes ausradiert. Ich bin sehr bereit für Band Drei.

Was waren eure Highlights im Mai?

Edens Secret

Ein Vorwort

Anfang Dezember habe ich euch die ersten Bände aus der EdenS6 Reihe vorgestellt. Eine Reihe rund um eine fiktive K-Pop Band, die ich seit dem ersten Band absolut stanne und mich immer wieder auf die neuen Bände freue. Diesmal durften gleich zwei Mitglieder die Protagonisten werden, denn Autorin Ari N. Kang wagt sich an eine queere Story und das, wo Korea (leider) noch sehr hinterherhängt, was die Akzeptanz dieser angeht. Ich war also gerne wieder Leserin der ersten Stunde und freue mich euch den dritten Band der Reihe vorstellen zu dürfen.
Das E-Book wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür und kennzeichne diesen Beitrag als Werbung.

Das Cover auf einem E-Reader geklebt, der auf den vorherigen Bänden steht. Umrahmt von den Fotokarten der Member des Bandes, an der Seite ein Lightstick und vorne ein Bienenplüshie

Die Handlung

Haru ist aus dem Hiatus zurück, doch noch immer kann er nicht über den Grund seiner Abwesenheit reden. Denn seit dem Liebesgeständnis seines Bandkollegen Honey, hinterfragt er seine Sexualität. Honey ahnt jedoch nicht, dass er im Halbschlaf seine wahren Gefühle ausgeplaudert hat und versteht nicht, wieso Haru ihn immer weiter von sich stößt. Bis eine Dancekompetition ansteht und Haru mit seiner früheren Partnerin und seinem größten Feind zusammenarbeiten muss. Können sie die Vorurteile einer gleich-geschlechtlichen Beziehung in Korea überwinden und zusammenfinden?

Meine Meinung

Kurz vorm Pride Month wird das Thema queere Geschichten im K-Pop leider wieder brandaktuell. Denn Korea selbst ist, was die Akzeptanz angeht, leider auch noch ziemlich rückständig. Besorgniserregend und traurig wird es aber leider, da frisch die Nachricht aus Russland kam, dass eine junge Frau ins Gefängnis muss. Ihr Verbrechen: Sie hat auf einer Fanfictionseite eine Geschichte über zwei Stray Kids Member geschrieben und damit eine schwule Liebesgeschichte.
Mit der Frage, wie schwer es für Idols grundsätzlich mit dem Dating ist, hat Autorin Ari N. Kang bereits in zwei Bänden der EdenS Reihe behandelt. Doch diesmal ist sie noch einen Schritt weitergegangen und hat sich damit befasst, was wäre, wenn zwei Member der gleichen Gruppe sich ineinander verlieben. Oder sich nur einer von beiden verliebt und dies in einem unbedachten Moment unbewusst preisgibt.
So ist die Ausgangsituation in EdenS Secret. Haru wusste sich nicht zu helfen und ist mit dieser Information erst einmal in Hiatus (eine Auszeit von allen Aktivitäten im K-Pop). Doch Honey und sein Geständnis geht ihm nicht aus dem Kopf. Es folgt eine Reise, in der er sich mit seiner Sexualität auseinander setzen muss. Auf der anderen Seite haben wir Honey, der nicht weiß, was er da preisgegeben hat und der in der Vergangenheit bei einem unfreiwilligem Outing auch bereits sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Für ihn ist vom einen auf den anderen Tag ein guter Freund einfach verschwunden, der ihn fortan meidet. Er kämpft mit sich und seinen Gefühlen und will doch nur wieder den Ausgangspunkt zurück.
Denn das Idol-Dasein hat so schon genügend Stolpersteine, die hier mit dem Auftauchen von neuen Charakteren aus anderen Gruppen gezeigt werden. Denn mit Bone taucht Harus größter Konkurrent und erklärter Erzfeind auf. Mit seiner unfreundlichen Art bringt er den sonst eher ruhigen Member ziemlich auf die Palme. Doch dahinter steckt ein ziemliches Problem mit geplatzten Träumen, strengem Management und wenn das Konzept einer Band nicht aufgeht. Ich möchte hier nicht zu viel vorweg nehmen, aber die Autorin macht hier einige Ebenen auf, die sie aber auch gut umsetzt, ohne, dass das Hauptthema zu kurz kommt – und vielleicht wurden weitere Geschichten angeteasert, vielleicht interpretiere ich auch nur zu viel hinein. Ich werde auf jeden Fall berichten, sobald ein neues Abenteuer der Band EdenS6 in meinen Händen landet.

Das Fazit

Edens Secret nimmt sich einer gleichgeschlechtlichen Liebe an und kann die Thematik respektvoll und doch nah genug an einer möglichen Wirklichkeit im K-Pop behandeln. Mit vielen Insides aus dem Business schafft Autorin Ari N. Kang erneut eine mitreißende Geschichte rund um ihre Band EdenS6.

The Whitestone Hospital

Ein Vorwort

Ava Reed gehört auch zu den Autorinnen, die ich inzwischen blind kaufe. Obwohl mich der Vergleich ihrer Reihe mit Greys Anatomie eher abgeschreckt hat, da ich der Serie wenig abgewinnen kann, so haben mich ihre Posts zu ihrer Recherchearbeit und der bewusst realistischen Darstellung des Krankenhaus-Alltags doch komplett überzeugt, die Serie definitiv zu lesen. Warum das eine sehr gute Entscheidung war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die fünf Bücher nebeneinander aufgereiht mit Cover zur Kamera.

High Hopes

Alle Bände übereinander gestapelt, nur Band 1 steht aufrecht oben drauf

Die Handlung: Laura ergattert ihren Traumjob. Eine Assistenzärztinstelle in Phoenix. Dort findet sie sich nicht nur schnell ins Team ein, sondern ist auch angetan von Nash Brooks. Leider ist dieser ihr direkter Vorgesetzter und hat strenge Prinzipien, was Beziehungen angeht. Zwischen Visiten, Rettungseinsätzen und Operationen, knistert es dennoch.

Meine Meinung: Willkommen im Whitestone Hospital. Mit Laura und Nash haben wir die erste Geschichte der Reihe und lernen auch erst einmal das Team kennen. Dabei merkt man schnell, dass Autorin Ava Reed sehr ausführlich recherchiert hat und sich immer wieder bei medizinischem Fachpersonal rückversichert hat, um ihr Krankenhaus möglichst authentisch darzustellen. Laura eignet sich für den Auftakt auch perfekt als Protagonistin, da wir ihre Probleme gut mitverfolgen können, ohne hierdrin schon das größte Drama zu haben – was keineswegs heißt, dass die anderen Protagonist*innen nicht gute Geschichten bieten, aber so kommen wir gut in die Geschichte rein und erfahren eben auch schon mehr über die anderen Charaktere. Auch mit Nash haben wir einen guten ersten Love interest. Hier haben wir verbotene Liebe durch das Machtgefälle, womit aber umsichtig umgegangen wird und an keiner Stelle wird Laura irgendwie kleingeredet oder nicht ernst genommen. Feingefühl bei der Themenwahl beweist die Autorin auch hier, wenn es darum geht Einzelfälle zu beschreiben. Sei es in der Notaufnahme oder bei Einsätzen außerhalb. Einziges Manko ist der wirklich fiese Cliffhanger am Ende des Buches, denn ich musste für die Auflösung tatsächlich auf Band 2 warten.

Drowning Souls

Alle Bände übereinander gestapelt, nur Band 2 steht aufrecht oben drauf

Die Handlung: Sierra ist nach dem Unglück im Krankenhaus mit die erste am Unfallort. Dabei muss sie auch Mitch bergen, der voller Brandwunden ist. Zusammen versuchen sie die Geschehnisse zu verarbeiten und kommen sich dabei immer näher. Dabei versucht gerade Sierra ihr Privatleben zu verbergen. 

Meine Meinung: Rückblende Cliffhanger Band Eins. Jeder, der den ersten Band gelesen hat und danach ewig gefiebert hat, wie es wohl ausgehen wird, konnte es nun endlich lesen. Und es war heftig. Aber damit gab es zumindest keine lange Einleitung oder einen langsamen Auftakt. Wir waren sofort wieder mittendrin im Geschehen und auch wieder mittendrin bei den Charakteren. Hier hatte ich am Anfang zwar ein paar Probleme mit dem Wechsel zu neuen Protagonist*innen, gerade bei Sierra war ich oft in Gedanken noch bei Laura, aber das war vermutlich nur mein Problem, denn charakterlich und gedanklich sind die beiden Protagonistinnen schon sehr unterschiedlich. Denn Sierra ist vom Charakter her nicht ganz einfach, was durchaus seine Gründe hat und wir im Laufe des Buches auch erkunden, aber im ersten Band hätte sie nicht funktioniert. Dafür ist ihre Geschichte mit Mitch bereits gut angeteasert worden und doch blieb es durchaus spannend, wie es mit den beiden weitergehen wird. Und kaum ist man wieder vollends in der Geschichte versunken, kommt das nächste Unglück. Im Buch in Form eines Sandsturm. Im realen Leben durch einen weiteren äußerst fiesen Cliffhanger – wobei ich diesen tatsächlich besser verdaut habe als den ersten.

Tough Choices

Alle Bände übereinander gestapelt, nur Band 3 steht aufrecht oben drauf

Die Handlung: Nach dem Sandsturm ist allerlei los im Whitestone Hospital. Der Pfleger Grant ist einfach nur froh, dass es der Assistenzärztin Masie vergleichsweise gut geht. Als sich die beiden näher kommen, steht jedoch nicht nur Masies Unsicherheit im Raum. Auch Grant hat ein Geheimnis, das er zeitnah lüften sollte, wenn er sie nicht verlieren will. 

Meine Meinung: Willkommen zurück zur dritten Runde im Whitestone Hospital. Und ich sage es gleich vorweg: Es ist mein Lieblingsband. Das war aber auch gar nicht schwer, denn ich mochte Maisie schon vorher unheimlich gern und habe nur auf ihre Geschichte gewartet. Und Grant ist einfach einer meiner liebsten book boyfriends. Ihre Geschichte ist so wholesome und cozy, wie eine Krankenhausgeschichte nur sein kann. Die beiden sind unfassbar süß und gerade dieses entschleunigte passte so gut zu allem. Damit haben wir trotz der gleichen Reihe und bekannter Figuren noch einmal eine ziemliche Wendung in der Erzählweise und gleichzeitig fügt sie sich nahtlos in die Reihe ein. Natürlich haben wir auch hier einen spannenden Auftakt, immerhin wurde der nächste Cliffhanger gelöst. Aber danach entschleunigt das Buch regelrecht und holt einem aus einem stressigen Alltag ab und lässt einen durchatmen. Es zählt nicht nur in der Reihe, sondern auch allgemein zu meinen liebsten Büchern. Das einzige Manko – ihr werdet es bereits erahnen – ist der nächste gemeine Cliffhanger am Ende des Buches. Vielleicht hätte ich draus lernen sollen und das letzte Kapitel einfach nicht lesen sollen. Aber nun heißt es wieder warten auf Band 4.

Saved Dreams

Alle Bände übereinander gestapelt, nur Band 4 steht aufrecht oben drauf

Die Handlung: Auch wenn Assistenzärztin Jane alles versucht hat, sie kommt um die Gynäkologie nicht herum. Und auch, wenn Oberärztin Abby ihr Herz zum schnellerschlagen bringt, so muss sie sich doch einem Trauma stellen, das sie trotz Therapie nie überwunden hat.

Meine Meinung: Wir sind zurück am Whitestone Hospital. Und nachdem in Band 3 schon sehr deutlich wurde, dass es diesmal um Jane gehen wird, die zuvor schon immer versucht hat, nicht in die Gynäkologie zu müssen, haben wir nun auch ihre Geschichte. Am Anfang wird wieder der Cliffhanger aus dem vorherigen Band aufgelöst und damit sind wir dann auch schon direkt bei Jane und Abby. Und damit haben wir auch ein queeres Pärchen im Vordergrund! Und das Setting in der Gynäkologie wird auch gleich genutzt, um einige Themen anzusprechen, die für Frauen* noch immer ein Tabuthema sind bzw. einfach viel zu wenig drüber gesprochen wird. Das Setting im Krankenhaus bringt auch weiterhin Schicksale zum Vorschein. Vordergründig geht es aber um Jane, die in der Vergangenheit etwas erlebt hat, was sie bis heute bricht. Ihr Weg, um damit umzugehen, und die gleichzeitige Annäherung zu Abby, ist zeitgleich sehr süß und auch sehr tragisch. Hier beweist Autorin Ava Reed wieder ihr einzigartiges Fingerspitzengefühl, um beide Themen gekonnt zu verbinden. Und so ist die Geschichte von Jane und Abby für mich der zweitbeste Roman der Reihe – an Masie und Grant sind sie einfach nicht rangekommen.

Colliding Hearts

Alle Bände übereinander gestapelt, nur Band 5 steht aufrecht oben drauf

Die Handlung: Ian gilt als der ewige Junggeselle am Whitestone Hospital. Doch Jess hat ihn soweit, dass er sich auf etwas Festes einlassen würde. Doch dafür muss sie ihm noch eine Chance geben, denn die Erste hat er verkackt. Neben dem Stalkerproblem ihrer Schwester und einer heftigen Diagnose, kommen sich beide näher, doch reicht es für ein für immer?

Meine Meinung: Seit Band 1 liebe ich Ian. Ich gehörte zu den Menschen, die die Autorin immer wieder gefragt haben, ob es nicht noch einen Band mit ihm geben würde. Und schließlich kam die Erlösung. Die Autorin hatte die Freigabe vom Verlag noch einen ungeplanten fünften Band zu schreiben und Ian wurde der Love Interest. Seine Geschichte mit Jess hatte sich in den vorherigen Bänden immer wieder angedeutet, weswegen das Paaring auch keine Überraschung war. Und dann verschob sich der Termin immer wieder – aus absolut nachvollziehbaren Gründen der Autorin, was ich ihr auf keinen Fall zum Vorwurf machen werde! Aber dadurch wurde die Vorfreude immer größer und als ich das Buch schließlich in den Händen hielt, konnte es mich eigentlich nur noch enttäuschen. Deswegen habe ich bewusst etwas Zeit verstreichen lassen, ehe ich mich der Geschichte widmete. Und am Anfang war ich voll drin. Wir bekommen die Geschichte der Zwei, die aber einfach vorher schon viel Zeit hatte, weswegen wir sie an einem Punkt treffen, wo die Beziehung absehbar wurde. Und versteht mich nicht falsch, das ist alles wirklich toll und ich habe es sehr geliebt, die Geschichte endlich zu lesen. Aber es hat sich auch irgendwie angefühlt, als würde ich im letzten Drittel der Geschichte ansetzen, anstatt von vorne. Und so ist das Buch nach dem ersten Drittel auch irgendwie erzählt. Selbst die Geschichte rund um das Stalkerthema wird irgendwie sehr undramatisch abgehakt und dann bekommen wir noch ein sehr großes Thema, was aber allein Jess betrifft und kaum die Beziehung der beiden betrifft. Auch hier, ich finde die Thematik wahnsinnig wichtig und Ava Reed setzt sie auch sehr empathisch um. Aber es fühlte sich mehr wie ein spin-off an als wirklich ein Teil der Reihe. Als ob wir doch alles mit Band Vier beendet haben und das hier unser Bonus ist. Und ich sag es wie es ist: Ich liebe es, dass wir diesen Bonus bekommen habe. Aber bin halt doch enttäuscht, dass der Bonus mit meinem Lieblingscharakter ist und er dadurch vergleichweise wenig „Screentime“ bzw. Entwicklungszeit hat.

Das Fazit

Die Whitestone Hospital Reihe ist einfach pure Liebe. Zwar war es gerade mit den Cliffhangern immer wieder ein Auf und Ab der Gefühle, aber die starke Recherche und die oftmals auch sehr schwierigen Themen harmonieren wunderbar mit der gesamten Clique, die wir hier über fünf Bände ins Herz schließen konnten. Ich freue mich schon auf Ava Reeds nächste Reihe.

Habt ihr die Reihe gelesen? Was war euer Lieblingsband?

Rückblick auf den April 2026

Miss me?
Im letzten Rückblick habe ich es ja bereits angekündigt, ich habe mich bewusst etwas zurückgenommen, um meine Akkus – physischer und kreativerweise – wieder aufzuladen. Und ich bin immer noch im Prozess, weswegen dies erst einmal nur ein kurzes Wiedersehen ist. Den Mai werde ich mir noch größtenteils frei nehmen, außer ich habe Lust auf einen Beitrag. Aber hier jetzt erstmal der Rückblick auf meinen medialen Konsum im April.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Leider keinen. Ich hatte nicht die Kraft das Haus für einen Kinobesuch zu verlassen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich Barbie & Bohemian Rhapsody

Käpt’n Blaubär: Während die drei Enkel von Käpt’n Blaubär noch dachten, dass seine Geschichten rund um seinen Erzfeind Prof. Dr. Feinfinger komplett überzogen seien, werden sie schon von eben diesem entführt. Ihr Opa und Hein Blöd müssen zur Rettung eilen. – Ganz netter Animationsfilm, kommt aber nicht an die kurzen Abenteuer-Sequenzen ran.

Raus aus dem Teich: Die Enten-Familie Mallarch lebt glücklich in einem kleinen Teich im Nord-Osten der USA. Doch nach der Begegnung mit einer Zugentenfamilie, beschließt der Großteil der Familie, dass sie auch mal etwas Neues sehen wollen. Vater Mack ist überhaupt nicht begeistert, hat er doch Angst vor allem außerhalb des Teiches, will aber auch seine Familie nicht verlieren. So beginnen sie ein Abenteuer. – Liebevoller Animationsfilm mit tollen Ideen, wird am Ende etwas zu repititiv.

Eternity: Nach ihrem Tod landet Anna in der Zwischenwelt-Auffang-Station, wo sie sich für ihre Ewigkeit entscheiden muss. Das Problem ist nur, dass sowohl ihr aktueller Ehemann Larry, mit dem sie 65 Jahre verheiratet war und kurz vor ihr starb, dort ist und sie drängt, mit ihm zu kommen, als auch ihr früh verstorbener erster Ehemann John, der sich keine Ewigkeit ohne sie vorstellen konnte. Eine unmögliche Entscheidung warten auf sie. – Sehr starker Anfang, tolle Geschichte, super gespielt, verliert am Ende ein wenig die Aussage.

Bruce Springsteen – Deliver me from Nowhere: Nach einer erfolgreichen Tour zieht sich Bruce Springsteen zurück, um an neuer Musik zu arbeiten. Doch seine Depression und Angstzustände bringen ihn immer wieder an den Rand seiner Möglichkeiten. Zum Glück ist sein Manager immer an seiner Seite und unterstützt ihn in seinen ungewöhnlichen Bedingungen. – Mal ein anderes Musikerbiopic, das sich mit der Entstehung eines Albums und nicht der ganzen Geschichte befasst. Zwischendurch ein bisschen zu ruhig.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Super Mario Galaxy: Der erste Film konnte mich völlig überzeugen und ich bin gespannt, ob die Fortsetzung, da mithalten kann.

Knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Michael, Das Drama, Ready or Not 2

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Spy x Family – Staffel 3 (Gewohnte starke Verfilmung der Mangavorlage. Wechselt gut zwischen Witz und Action)

Professor T – Staffel 1-3 (Spannende britische Krimiserie, die vergleichsweise ruhig erzählt wird und dennoch immer wieder gute Wendungen bietet. Nimmt leider in der dritten Staffel ab und verrennt sich etwas in Neubesetzungen, aber hat dennoch eine unfassbare Sogwirkung)

Jurassic World – Camp Kreidezeit – Staffel 1-2 (Beginnt etwas schwach mit vielen Steoreotypen, entwickelt sich aber schnell zu einer spannenden Katastrophenserie mit guten Charakterentwicklungen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 12
Seiten insgesamt: 2.850
Seiten pro Tag: 95 im Durchschnitt
Hardcover: 1
Taschenbuch: 3
Comic/Manga/Graphic Novel: 6
Hörbuch: 2

Spellbound 2 – Höllenritt auf dem Besen: Emma hat sich noch nicht ganz in ihrem Leben als Anwältin und Hexe zurecht gefunden und soll jetzt auch noch lernen auf einem Besen zu fliegen. Blöd nur, dass sie unter Höhenangst leidet. Dann wird auch noch eine junge Werwölfin tot aufgefunden und der Engel Daniel gilt als Hauptverdächtiger. Emma setzt alles daran, um seine Unschuld zu beweisen, auch wenn sie sich dafür mit den Gepflogenheiten des Rudels auseinander setzen muss. – Der Krimianteil ist vergleichweise gering, aber die Gesamtgeschichte rund um Emmas Leben in Spellbound ist gut ausgebaut und witzig erzählt.

Max und Moritz: Die beiden Lausbuben treiben die Nachbarn an die Grenze des Wahnsinns. Ob die Hühner der Witwe Bolte, die Brücke von Schneider Böck oder die Pfeife des Lehrers Lämpel, niemand bleibt verschont. Aber wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe. – Einfach ein Klassiker des moralischen Zeigefingers.

Ich liebe eine Tigerente: Der Frosch liebt die Tigerente, die aber dem Tiger gehört. Kurzerhand klaut er sie und zeigt ihr fortan, was für ein gutes Leben sie mit ihm haben kann. – Auch Janosch gilt als Klassiker, aber irgendwie hat die Geschichte inzwischen einen Beigeschmack, der nicht ganz zum lockeren Ton passt.

Momo – the blood taker 6: Obwohl Momo ihre Kräfte fast vollständig auf Keigo übertragen hat, kommt er ihrem Schutz nicht nach, weswegen sie entführt wird. Nun setzt er alles daran, sie zurückzuholen und muss sich mit früheren Gegnern verbünden. – Nach einer größeren Pause bei der Reihe, brauchte ich etwas, um wieder reinzukommen, aber dann ist sie gewohnt spannend und bildgewaltig.

Whitestone Hospital 5 – Colliding Hopes: Ian gilt als der ewige Junggeselle am Whitestone Hospital. Doch Jess hat ihn soweit, dass er sich auf etwas Festes einlassen würde. Doch dafür muss sie ihm noch eine Chance geben, denn die Erste hat er verkackt. Neben dem Stalkerproblem ihrer Schwester und einer heftigen Diagnose, kommen sich beide näher, doch reicht es für ein für immer? – Was habe ich auf diesen Band mit meinem Lieblingscharakter hingefiebert. Fühlt sich leider eher wie ein Spin-Off als das Ende der Reihe an. Widmet sich wieder starken Themen, die zu oft totgeschwiegen werden, verliert aber dadurch den Romancefokus. Letzlich aber auch nur Jammern auf hohem Niveau, denn Ava Reed weiß einfach auf jeder Seite zu überzeugen.

A Man and his cat 6: Kandas Freundeskreis hat sich zusehens erweitert. Und so kann er nicht wegsehen, wenn Herr Morimiya von seinen Bandkollegen verlassen allein auf der Bühne steht. Doch damit tritt er eine Kette von Ereignissen los. – Verliert etwas den Katzenfokus, aber auch so funktioniert die Geschichte rund um Kandas Entwicklung sehr gut. Habe den Band praktisch inhaliert.

Snoopy für alle Lebenslagen: In fünf Unterthemen sind die Kurzcomics rund um den Beagle Snoopy und seinen Besitzer Charlie Brown gesammelt. Ob als Anwalt, Schriftsteller oder Flieger-Ass, Snoopy brilliert einfach in allen Lebenslagen. – Sehr süße Sammlung der Comics, die mich auf so ziemlich jeder Seite zum lachen gebracht haben.

Piper House 2 – Chasing Harmony: Die erfolgreiche Sängerin Willow Rose flieht vor ihrem toxischen Manager und nimmt das Angebot ihrer neuen Freundin Beth an, um sich in Piper House auf der Insel Nantucket zurückzuziehen. Allerdings kommt auch Beth Schwager auf die Idee. Nate steht schon eine ganze Weile unter dem Druck seines Vaters, weil er als Musiker noch immer nicht erfolgreich ist. – Nochmal stärker als der erste Band mit einer tollen Geschichte, starker Themen und einem tollen Paar. Nur die Auflösung am Ende ging mir ein bisschen zu schnell. Da hätte es ein paar mehr Seiten sein dürfen.

Phantom Tales of the Night 5: Tokihito findet sich bei einem Schulausflug im Wald wieder, der mehr Geheimnisse birgt, als zunächst angenommen. Und sein knöcherner Körper zieht diese besonders an. – Ich liebe diese Reihe und warte auf jeden neuen Band sehnsüchtig. Und auch hier waren wieder so viele Wendungen drin, das es bis zum Ende spannend blieb.

Ein Mord wird angekündigt: Die Kleinstadt Chipping Cleghorn ist verwirrt, nachdem in der örtlichen Zeitung ein Mord angekündigt wird. Einige Schaulustige finden sich zu dem vermeintlichen Spiel ein, doch am Ende ist der potentielle Mörder selbst tot. Die Polizei tritt auf der Stelle, bis sich Miss Marple einschaltet. – Immer, wenn ich denke, dass ich Agatha Christie endlich durchschaut habe, kommt sie wieder mit einer neuen Wendung, die ich nicht habe kommen sehen.

Kikis kleiner Lieferservice 4: Kiki hat sich auf den Sommer gefreut, wollte sie ihn doch mit ihrem Schwarm Tombo verbringen, der jedoch kurzfristig ankündigt, seine Ferien allein auf einem Berg zu verbringen. Die verstimmte Hexe hat fortan Probleme sich auf ihren Job zu konzentrieren. – Wieder eine süße Geschichte rund um die kleine Hexe, die auf dem Höhepunkt der Pubertät ist.

Mrs. Potts Mordclub und der tote Bürgermeister: Susie, ein Teil des Ermittlungstrios rund um Judith Potts, wird Zeugin, wie der Bürgermeister bei einer Ausschusssitzung vergiftet wird. Zusammen mit Judith und Becks ermitteln sie und stehen vor immer mehr Rätseln. Denn so ziemlich jeder hat ein Motiv, aber keine die Möglichkeit. Doch wie kam das Gift in die Teetasse? – Wie ich einfach bis zum Ende überhaupt keine Ahnung hatte, wer es gewesen sein könnte. Wieder ein sehr spannender Band mit dem witzigen Trio.

Was waren eure Highlights im April?

Rückblick auf den März 2026

Der März und damit auch schon wieder das erste Quartal des Jahres sind vorbei und ich sag wie es ist: Meine Energie ist bei Null. Krankheitstechnisch gab es einen ziemlichen Rückschlag und ich kämpfe mich gerade schrittweise wieder hoch. Nach Leipziger Buchmesse und diversen kurzfristigen Anfragen und Deadlines, sind jetzt auch die Reserven runter, weswegen ich mich erst einmal wieder in eine Pause verabschieden werde. Aber zuvor wollen wir noch auf meinen medialen Konsum im März zurücblicken.

Der Schriftzug Mein Monatsrückblick vor blauem Himmel mit Seifenblasen im Hintergrund

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Hoppers: Mabel Tanaka hat in der Natur ihren Ausgleich zu den Ungerechtigkeiten, die Menschen Natur und Tiere antun, gefunden. Doch ihr Safe Space soll nun einer Autobahn weichen, da laut Bürgermeister dort keine Tiere mehr wohnen. Durch Zufall findet Mabel heraus, dass ihre Professorin an der Uni ein Verfahren entwickelt hat, mit dem sie sich in den nachgebildeten Körper eines Biebers transferieren kann. Sie flieht in diesem, um herauszufinden, wohin die Tiere verschwunden sind. – Enttäuschender Animationsfilm, der lieber einen platten Gag den nächsten jagen lässt, als sich mit dem Thema wirklich auseinander zu setzen.

The Bride!: Nach Jahren des Umherwanderns sucht Frank aka Frankensteins Monster Dr. Euphronious auf, deren Buch über Wiedergeburt ihm Hoffnung auf eine Gefährtin machten. Die passende Leiche ist in Form der jungen Frau Ida, die kürzlich einem Mafiaboss zum Opfer fiel und von der Autorin Mary Shelley besessen ist, schnell gefunden. Da diese durch die Wiederbelebung das Gedächtnis verlor, ist es für Frank einfach, ihr eine Verlobung vorzutäuschen. Doch die beiden machen schnell die Polizei auf sich aufmerksam, die sie fortan durch das ganze Land verfolgt. – Maggie Gyllenhaal bringt die Kunst zurück ins Kino, verzettelt sich dabei aber zu sehr bei bestimmten Punkten, das er nicht in seiner Gesamtheit wirken kann.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

September 5: 1972 bricht die Terrororganisation Schwarzer September in die Unterkünfte der Athleten aus Israel ein, die sich auf die Tag bei den olympischen Sommerspielen vorbereiteten. Durch Zufall ist das Team des amerikanischen Senders noch vor Ort und kann so Live berichten. Die Sportjournalisten haben aber keine Erfahrung mit der brisans der gezeigten Bilder und stehen immer wieder vor ethischen Grundsatzfragen. – Ruhiges Kammerspiel, das sich auf das Fernsehteam fokussiert und dabei wichtige Fragen stellt.

Wyvern: Die beschauliche Kleinstadt Beavern Mills sieht sich einem Schrecken ausgesetzt, denn durch die Erderwärmung wurde ein Drache aus dem ewigen Eis befreit und es ist sehr hungrig. Während die ersten Sichtungen noch als Fehlalarm abgetan werden, muss sich eine Gruppe Überlebender schon bald der Tatsache stellen. – Für einen Trashfilm sehr hochwertig produziert, birgt viel Lachpotential und übertriebene Heldenmomente.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keiner. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: The Astronaut & Reminders of him

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Bridgerton – Staffel 4 (Wieder eine sehr starke Staffel, die es weiß Themen in einfache Unterhaltung einzubinden)

Miss Kobayashis Dragon Maid – Staffel 2 (Etwas schwächer als die erste Staffel. Die Charaktere entwickeln sich zwar gut weiter, aber es ist nicht mehr der Überraschungseffekt der vorherigen Staffel dabei)

Sakamoto Days – Staffel 1 (Starker Start mit interessanten Charakteren. Leider verrennt sich die Geschichte immer mehr und auch der Animationsstil lässt qualitativ zu wünschen übrig)

MaiThinkX – Staffel 9 (Auch nach neun Staffeln findet Mai-Thi immer noch spannende Themen und schafft sie spannend und mit einem gewissen Augenzwinkern zu inszenieren und sich doch dabei penibel an die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu halten)

How I attended an all guys mixer – Staffel 1 (Sehr gelungene Verfilmung des Mangas, die den Charakteren nochmal zusätzlich Leben einhaucht und einfach rundum gelunden ist)

Death in Paradise – Staffel 14 (Neue Staffel und nach langer Zeit auch wieder ein neuer Inspektor, mit dem ich bis zum Ende nicht so richtig warm geworden bin. Mal schauen, wie es mit ihm weitergeht)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 13
Seiten insgesamt: 3.419
Seiten pro Tag: 110 im Durchschnitt
Hardcover: 3
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 6
Hörbuch: 2

Skyfire Academy 1 – Der Herzschlag eines Dämons: Hanae lebt in einem Tokyo, das von Dämonen heimgesucht wird. Mit ihrem mechanischen Herzen hat sie einen Vorsprung im Überlebenskampf und hat es an die Skyfire Academy geschafft, die Kämpfer und Mediziner ausbildet. Doch eines Nachts findet sie ein Portal in eine Welt, die von Dämonen und Menschen gleichberechtigt bewohnt wird. Dabei trifft sie auf den Fürsten der Dämonen, der sie direkt anzieht, da sie gleiche Ziele zu haben scheinen. Doch kann sie einem Dämon trauen? – Am Anfang hab ich etwas gehadert, wirkte es doch, wie eine Geschichte, die ich schon zu oft gelesen habe, aber ab dem Teil mit dem Portal hatte es mich und ich wollte unbedingt mehr wissen.

Shinigami x Doctor 3: Die Gokurakuen ist verloren. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, um alle Besatzungsmitglieder zu retten, ehe die Shinigami komplett um sich greift. Und doch bleibt die Frage, wer wirklich hinter diesem Anschlag steckt und wer der Maulwurf im Team war? – Runder Abschluss einer insgesamt leider eher schwächeren Reihe. Auch hier viel Verwirrung und wenig nachvollziehbare Geschichte. Schade.

The worst kind of perfect: Gabriella und Lio sind das perfekte Paar. Sie ist als Curvy-Model selbstständig und arbeitet an einer eigenen Dessous-Linie, während er sie vollauf unterstützt. Doch sein großer Lebenstraum ist das Freerunning. Und als er die Chance bekommt, einem Team beizutretren, greift er zu. Doch dafür müssen sie immer wieder Zeit getrennt voneinander verbringen, was ihre Ehe durch eune ungeahnte Prüfung schickt. – Ich sehe, was die Autorin erzählen wollte und finde vieles daran gut, aber die Umsetzung ist leider nicht gelungen. Viel Drama, selbst wo es nicht zu den Charakteren passt. Ich kaufe ihnen einfach diese große Liebe nicht ab. Daher eine Enttäuschung.

Feenfluch: Sieben Jahre sind vergangen, seit Kaelith als Einzige den Feenfluch überstand, der den gesamten Königshof in einen tiefen Schlaf sinken ließ. Doch jetzt scheint es einen Hoffnungsschimmer zu geben, diesen Fluch zu brechen. Dafür braucht sie die Hilfe des Magiers Thorn, der sie tief in den Feenwald begleiten muss, um die Herrin der Rosen und Dornen herauszufordern. – Lieblingsautor trifft Lieblingsmärchen und am Anfang war ich mir nicht sicher, ob das funktionieren würde, doch diese Beschreibungen, die mich in ein absolutes Kopfkino ziehen und dieses Verständnis von Märchen war wieder rundum gelungen.

Marriage Toxin 3: Auftragskiller und Meister der Gifte Gero ist immer noch auf der Suche nach einer Braut. Doch zunächst muss er die Hochzeit eines seiner engsten Freunde über stehen. Doch diese ist in Gefahr, weil sich ein alter Feind des Bräutigams angekündigt hat. Gero gibt alles, damit es zu keiner Katastrophe kommt. – So langsam werd ich mit dem Manga warm und werde ihn weiterverfolgen.

Kiki und die andere Hexe: Kiki ist inzwischen 16 und in ihrem vierten Jahr als Hexe in Koriko. Doch da kommt die zwölfjährige Keke in ihr Leben gehüpft und behauptet ebenfalls eine Hexe zu sein und verlangt die gleiche Behandlung, wie Kiki sie einst erfahren hat. Das schmeckt der Junghexe gar nicht und sie zieht sich immer mehr zurück. – Zwischendurch etwas anstrengend mit Keke, aber wieder eine tolle Geschichte mit vielen fantastischen Ideen.

Mein Gemahl, sein Geisterschloss und ich 1: Mira wurde zum Tode verurteilt, doch statt zu sterben, landet sie im Anwesen von Lord Richard Rostbrunn, den sie heiraten soll. Der letzte Überlebende der Familie, die die Geister bewacht, braucht dringend einen Nachkommen. Doch zunächst muss sich Mira an ihr neues Leben gewöhnen. – Sehr schneller Einstieg, aber dann nimmt es sich die Zeit und wir lernen viele Geister kennen und erkunden das Anwesen.

Dawn of the Dragon 1: Die Yooshin-Corporation hat ihren Erfolg dem Einfluss eines uralten Drachen zu verdanken. Doch dieser fordert eine neue Gefährtin. Um seine Schwester davor zu bewahren, bietet sich Taehyuk an. Doch der Drache ist anders als angenommen und verhält sich widersprüchlich. Kann Taehyuk so die Gunst des Drachen für die Familie bewahren? – Interessantes Grundsetting, mit eienm noch zu lösendem Mysterium. Bin auf die nächsten Bände gespannt.

Die Känguru-Rebellion: Wichtige Frage vorab: Wir rebellieren, rebellierst du auch? Das Känguru ist zurück und zusammen mit Kleinstkünstler Marc-Uwe fangen sie an zu rebellieren. Natürlich gegen die Zustände. Dabei erleben sie wieder allerlei Geschichten, die erneut den Finger auf den Zahn der Zeit legen. – Der fünfte Band und brandaktuell wie eh und je. Gelungene übergreifende Geschichte und witzige Einzelepisoden, einfach ein fulminantes Comeback.

Appletree Murders: Fudge-Königin Granny Smith wurde ermordet und findet sich selbst kurz daraus als Geist neben ihrer Leiche. Zum Glück glaubt zumindest die junge Journalistin Jona nicht an einen Unfall und fängt an zu ermitteln, denn die Polizei hat das sehr schnell abgehakt. Und zum Glück kann sie noch mit ihrem Kater komunizieren, der Jonas Hund auf die richtigen fährten stoßen kann. – Ein etwas anderes Konzept des whodunnit, der durchaus spaßige Komponenten hatte, aber nicht wirklich rund war. Dennoch mutiger Vorstoß aus dem altbekannten auszubrechen, weswegen ich das Buch durchaus interessant finde.

Der Sommer, in dem Hikaru starb 5: Yoshiki hat endlich verstanden, dass es so mit dem Wesen, das Hikaru besetzt hat, nicht weitergehen kann. Zusammen graben sie sich tiefer in die Geschichte des Dorfes und des Schreins und landen dabei bei Hikarus Vorfahren. – Der ruhige Tonfall bleibt, und doch ist die Zuspitzung im Unterton zu spüren.

Menners: Meik Gudermann lädt ein zum Gespräch mit deinem schwulen besten Freund. Getreu nach seinem Onlineauftritt fasst er das toxische Verhalten von Menners zusammen und erzählt, wie problematisch das sein kann. Erfahrungsberichte aus seinem Unfeld runden die Geschichten ab. – Wie gewohnt trifft er genau die richtigen Stellen und ich musste mich teilweise zusammen reißen, nicht in der Öffentlichkeit zu antworten.

More than a doll 12: Weihnachten steht vor der Tür und Marin hat sich getraut Gojo zu fragen, ob sie den Tag zusammen verbringen wollen. Der ist jedoch ganz gefangen von ihrem nächsten Cosplay und der Suche nach dem perfekten Stoff. Getrieben von seinem eigenen Perfektionismus kommt er an seine Grenzen. – Nicht den Band, den ich erwartet hatte, aber definitiv rund und zu den Charakteren passend.

Was waren eure Highlights aus dem März?

Eine Handvoll Bücher – 1/26

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: Rockstar trifft Popstar, Mord im Zug, koreanischen Mythen, der Weihnachtsmann wird verklagt und Hexen in Irland.

Die im Beitrag genannten Bücher voreinander arrangiert. Im Hintergrund steht ein Bücherregal

Bewitching Rosie

Die Handlung: Ihr Auslandssemester in Irland hat sich Rosie ganz anders vorgestellt. Eigentlich wollte sie mit ihrem Freund dorthin, der sie jedoch kurz vorher sitzen lässt. Zum Glück hat sie die besten Freundinnen überhaupt, die sie vorher für sechs Wochen begleiten. Doch zu ihrem 21. Geburtstag erwachen Hexenkräfte in Rosie, die sie zum lokalen Zirkel führen. Doch die sind nicht begeistert von der Amerikanerin.

Meine Meinung: Die Idee klang gut und aus irgendeinem Grund hatte mich die Leseprobe auch nicht abgeschreckt und so durfte dieses Buch auf der Buch Berlin mit. Im Nachhinein habe ich die Leseprobe wohl nicht intensiv genug gelesen, denn sie ist eigentlich ein ziemlich gutes Frühwarnsystem für die Geschichte, die leider so gar nicht funktioniert hat. Abgesehen davon, dass hier nicht einmal eine Klimatabelle oder auch nur eine Karte von Florida aufgemacht wurde, denn sonst wären nicht so viele Fehler dazu passiert, auch Irland wird allein durch Klischees aufgebaut. Worüber man zunächst vielleicht noch hinwegsehen kann, wird es doch stetig schlimmer. Natürlich besteht ein Hexenzirkel aus Irland aus Nachfahren der Salem-Hexen, weil wieso hier mit dem Klischee aufhören, Hinzu kommen absolute Logiklöcher, die Charaktere verhalten sich immer so, wie es gerade zur Handlung passen muss und nicht so, wie es logisch wäre. Der gutaussehende Love Interest darf sie übrigens komplett verarschen, aber keine Angst seine rasiermesserscharfen Wangenknochen (ja, wurde wirklich so beschrieben) retten alles. Das einzig positive war hier das Seelentier, ein sarkastisches Schaf, was zwar wieder mit einem Klischee spielt, aber immerhin einmal auf den ganzen Seiten mich unterhalten konnte. Die Erklärungen am Anfang sind nett gestaltet und machten eigentlich Hoffnung auf mehr und auch das Trans-Thema hätte gut umgesetzt werden können, war hier aber auch nur Mittel zum Zweck. Schade.

Fake Wifey

Die Handlung: Amerie ist Anwältin, die in einem kleinen Büro versauert, aber immerhin scheint ein Werbespot eine neue Klientin angezogen zu haben. Maddy ist zwar noch in der Grundschule, aber braucht dringend eine Anwältin, um den Weihnachtsmann zu verklagen. Denn sie hat sich gewünscht, dass ihr Daddy endlich eine neue Frau findet und jetzt ist er immer noch Single. Besagter Daddy ist ein ehemaliger Eishockey-Spieler und bittet Amerie kurzerhand seine Fake-Freundin zu spielen. Doch weiß sie wirklich worauf sie sich da einlässt?

Meine Meinung: Meine Reise mit Anya Omah ist ein auf und ab. Mal will ich nie wieder etwas von ihr lesen, dann verliebe ich mich in ihre Bücher und diesmal war es leider wieder ein Reinfall. Denn mochte ich ihr Fake Roomie echt gern, weil die Chemie zwischen den Charakteren unglaublich gut funktioniert hat, so enttäuscht war ich jetzt von der Fake Wifey. Dabei klang die Geschichte wirklich zuckersüß und hatte unglaublich viel Potential. Und zunächst scheint auch genau das einzutreten, was ich mir nach dem Klappentext erhofft hatte. Das Aufeinandertreffen mit Maddy, die den Weihnachtsmann verklagen will, und damit das zusammentreffen mit dem Eishockey-Spieler, der sie bittet seine Fake-Freundin zu spielen. So weit, so süß und charmant. Leider verkommt die Geschichte daraufhin zu einem Reingepresse in eine Handlung, die einfach nicht natürlich funktioniert, sondern nur funktioniert, weil die Autorin will, dass sie so funktioniert. Alles an Entwicklung ist so gezwungen und gepresst, dass es nur noch nervig ist. Als Eishockey-Spieler ist der Love Interest natürlich auch noch ein super Geschäftsmann, der ihr beruflich aus der Patsche hilft. Vom Grundsatz konnte dies noch halbwegs logisch eingeflochten werden, aber in der Umsetzung stimmt gar nicht mehr. Ich war am Ende nur genervt vom Buch und muss leider wieder sagen, dass ich von der Autorin erstmal wieder eine Pause brauche.

Nächster Halt Mord

Die Handlung: Millies Schwester Rachel soll als Journalistin die Jungfernfahrt eines Luxuszugs begleiten, der an dem berühmten Orient-Express angelehnt wurde. Da ist Millie direkt dabei und freundet sich mit dem Stewart James an.

Meine Meinung: Ich liebe die cosy Crimes von Alexandra Fischer-Hunold. Hier konnte mich bisher jedes Buch abholen und als dann noch die Ankündigung kam, dass es eine Hommage an Mord im Orient-Express werden soll, konnte ich es kaum erwarten, bis das Buch endlich bei mir einziehen durfte. Und gerade das Setting, das Ambiente und die Reise an sich, schafft die Autorin wieder wunderbar zu erzählen, so dass auch alles logisch wirkt. Was leider nicht logisch wirkt, ist der Mordfall und die Auflösung dieses. Bzw. ist das falsch formuliert. Der Tathergang und die Auflösung weisen keine Logiklöcher an sich auf. Aber es wurden zu gewollt falsche Fährten gelegt, die Charaktere haben zu sehr so agiert, wie sie mussten, damit die Lösung am Ende aufging und es gab noch zu viele Nebenbeiverwicklungen, die im Gegensatz zum Vorbild am Ende eben nichts mit dem eigentlichen Mord zu tun hatten. Damit ist es dennoch ein besseres Buch als viele andere des Genres, doch im Vergleich zu den anderen Werken der Autorin eben doch mit Abstand das Schwächste.

Prinzessin der tausend Diebe

Die Handlung: Hana will nichts mit ihrer Familie zu tun haben, wurden sie und ihre Mutter doch aus der Gilde ausgeschlossen. Doch die Nachfolge steht an und ihr Vater hegt auf einmal Familiengefühle und will sie statt ihrer Stiefschwester als Clanführerin sehen. Doch da steht noch eine Prüfung auf Leben und Tod dazwischen. Zum Glück kann sie sich mit einem machtlosen Gott zusammentun, der ebenfalls noch eine Rechnung mit der Familie offen hat.

Meine Meinung: Thea Hong konnte mich im letzten Jahr mit ihrem Seoulicious absolut abholen. Aber wie ihr vielleicht schon im Laufe dieses Beitrags gemerkt habt, kamen hier eher die Enttäuschungen zusammen. Und leider reiht sich die Prinzessin der tausend Diebe bei den Totalreinfällen mit ein. Dabei klang es vom Ansatz her recht spannend, gerade weil auch viele koreanische Legenden mit einfließen sollten. In ihrem Debüt hatte sie sich viel mit der Frage der eigenen Identität zwischen Korea und Deutschland befasst, was unglaublich tiefgründig war und regelrecht über mich weggerollt ist. Hier hatten wir jetzt zunächst den Genrewechsel ins Fantastische, was mich aber auch sehr ansprach. Leider treffen hier viele Klischees aufeinander und die gesamte Clanstruktur ist schon merkwürdig, aber gut, habe ich noch akzeptiert. Als dann jedoch ein gewisser Tiger-Gott auftauchte und seine einzige Eigenschaft wieder sein gutes Aussehen ist, wollte ich schon aufgeben. Aber mit dem Buchclub im Rücken, habe ich bis zum Ende durchgehalten. Die Prüfungen sind stark von den koreanischen Mythen, Legenden, aber auch der Geschichte geprägt, was ich gern gut gefunden hätte, aber sie kommen viel zu kurz. Für die Länge des Buches sind es einfach zu viele Prüfungen, es wird gehetzt, gekürzt, teilweise ist mir der Ausgang auch einfach nicht logisch. Zwischensequenzen sind nur dazu da, um wieder Luft zu holen, bieten aber keinen Mehrwert, die ganze Auflösung ist absolut abstrus. Mir fehlten die Emotionen, die Tiefe, einfach alles. Ich wollte das Buch mögen, aber ich kann es einfach nicht.

Gentle Heart

Die Handlung: Popstar Ashley Cruz will nie wieder eine Beziehung. Denn ihr Ex-Freund, der Rapper Menace, nutzt noch immer jede Chance, ihr das Leben schwer zu machen. Als sie auf den Gitarristen Logan Buckley von Scarlet Luck trifft, verbindet sie sofort eine unglaubliche Anziehung. Aber mehr als Freundschaft+ kann Ashley nicht bieten. Doch reicht es für sie?

Meine Meinung: Zum Abschluss habe ich aber noch einmal ein richtiges Highlight für euch. Nachdem ich bisher eher enttäuscht war, bin ich an dieses Buch sehr vorsichtig rangegangen, weil ich die Ursprungsdilogie sehr geliebt habe. Es war Rockstar-Romance vom Feinsten und doch irgendwie mit einem neuen Einschlag. Da war die Befürchtung groß, dass auch eine Mona Kasten diese Magie nicht noch einmal wirken kann. Und wie sie kann! War ich mit der Protagonistin ebenfalls skeptisch, hat sie mich hier absolut umgehauen. Und Logan ist einfach eine wandelnde Green Flag! Dabei müssen beide mehr über sich lernen und miteinander wachsen, Vertrauen lernen und gleichzeitig noch irgendwie das Prominentenleben meistern. Hier wurden wieder eine Menge Aspekte sehr sorgfältig aufgearbeitet und es gibt auch ein Wiedersehen mit Charakteren aus ihrer Again-Reihe. Und ich sag euch, die Tension in diesem Buch ist der absolute Hammer. Es war Liebe von der ersten bis zur letzten Seite und seit langer Zeit kann ich mal wieder voller Überzeugung sagen: Fünf von Fünf Sternen sind hier absolut angebracht. Anwärter auf Jahreshighlight.

Habt ihr eins der Bücher gelesen? Verratet mir gern eure Meinung!

Rückblick auf den Februar 2026

Während mir so schon jeder Monat so vorkommt, als würde die Zeit rasen, so war es im Februar noch schlimmer. Zudem hatte ich noch einen Krankheitsrückfall, weswegen Energie wieder nur aus Sparflamme verfügbar war. Aber dennoch soll es hier jetzt direkt um meinen medialen Rückblick auf den Februar gehen.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Stray Kids – DominATE: Stray Kids, das sind Bangchan, Lee Know, Changbin, Hyunjin, Han, Felix, Seungmin und I.N. 2025 waren sie auf einer weltweit ausverkauften Stadiontour und konnten Millionen von Fans begeistern. Ihr Konzert in Los Angeles wurde mitgefilmt und kam nun als Special in die Kinos. – Stray Kids wissen einfach mit ihrer Show zu begeistern und selbst, wenn ich diesmal „nur“ im Kino saß, war ich bei jedem Song dabei und konnte Details erkennen, die ich beim live Konzert durch die Entfernung nicht sehen konnte.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Die letzten Glühwürmchen: Gegen Ende des zweiten Weltkriegs geraten die ausgebombten und frisch verwaisten Kinder Seita und Setsuko zu ihrer Tante, mit der sie sich jedoch überwerfen und versuchen allein den Kampf gegen Bomben und Hunger anzutreten. – Mitreißend und beängstigend. Lässt sich erst nach einer Weile des Sacken lassens vollständig erfassen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keinen. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es Crime 101 und Marty Supreme.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

MaiThinkX – Staffel 7-8 (Mai schafft es wieder mit ihrem Team die verschiedensten Themen lustig, aber doch informativ, aufzuarbeiten und mit gängigen Klischees aufzuräumen)

Die Dinos – Staffel 2 (Noch Gesellschaftskritischer und nach all den Jahren noch am Zahn der Zeit und gerade mit den Nuts for War Folgen erschreckend aktuell)

Hazbin Hotel – Staffel 2 (Hängt leider hinter Staffel 1 hinterher, aber beweist wieder, gut die Themen auszubauen und die Charaktere zu vertiefen. Nur Charlie war in dieser Staffel sehr naiv und anstrengend)

Criminal Minds – Staffel 14 (Eine deutlich kürzere Staffel, hier ging es spürbar aufs Ende zu, auch wenn sich die neuen Charaktere endlich gut eingefunden haben)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 12
Seiten insgesamt: 3.447
Seiten pro Tag: 123 im Durchschnitt
Hardcover: 1
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 3
Hörbuch: 3

Tee? Kaffee? Mord! Folge 27 – Waidmanns Tod: Eine Gruppe Jäger hat sich im Blackfeather einquartiert, was Natalie Ames gar nicht passt. Zumal die Umstände sehr mysteriös sind. Was hat es mit der geheimnisvollen Reservierung auf sich? Natalie und ihre Freund*innen folgen den Jägern und finden sich in höchster Gefahr wieder. – Eine etwas ungewöhnliche Folge, von der ich mir bis jetzt nicht sicher bin, ob sie mir gefallen hat.

Tee? Kaffee? Mord! Folge 28 – Des Henkers letzte Mahlzeit: Helle Aufregung im Black Feather. Ein Auftragskiller wird in der Pension ermordet aufgefunden. Und sein Opfer sollte ausgerechnet die befreundete Buchhändlerin Paige Rittinghouse sein. Warum wollte jemand Paige tot sehen und wer gab den Auftrag den Killer aus dem Weg zu räumen? – Auch hier etwas wirr erzählt, aber die Charaktere kamen hier nochmal besser wieder zusammen. Ich bleib dran bei der Reihe.

Prinzessin der 1000 Diebe: Hana will nichts mit ihrer Familie zu tun haben, wurden sie und ihre Mutter doch aus der Gilde ausgeschlossen. Doch die Nachfolge steht an und ihr Vater hegt auf einmal Familiengefühle und will sie statt ihrer Stiefschwester als Clanführerin sehen. Doch da steht noch eine Prüfung auf Leben und Tod dazwischen. Zum Glück kann sie sich mit einem machtlosen Gott zusammentun, der ebenfalls noch eine Rechnung mit der Familie offen hat. – Die Grundidee war echt gut, aber das Buch konnte mich so gar nicht überzeugen. Zu wirr, zu viel gewollt, zu schnell alles abgehandelt. Der Tiger-Gott das absolute Romantasy Klischee, die Figuren sehr sprunghaft. Schade.

Winterträume in der kleinen Pension am Meer: Clara führt nach dem Tod ihres Vaters eine Pension auf Sylt zusammen mit ihrer Mutter. Doch die Zahlen sind nicht gut und sie kämpfen ums Überleben. Da ist der sympathische Gast Severin eine willkommende Ablenkung, bis er sich als CEO des größten Konkurrenten herausstellt. – Leider der nächste Reinfall. Zu viele Logiklöcher, die Protagonistin widerspricht sich selbst regelmäßig, das Drama am Ende war noch ganz interessant, aber da hatte mich das Buch schon verloren.

Tod in den Wolken: Hercule Poirot wollte nur von Frankreich zurück nach England fliegen, doch an Bord der Maschine gibt es ein Mord. Selbst einer der Verdächtigen versucht er nun die wenigen Spuren zu entschlüsseln. – Mein Bauchgefühl hatte mich zumindest in die richtige Richtung gelockt, aber Agatha Christie bleibt einfach die Meisterin des whodunnits und konnte mich auch hier wieder vollkommen abholen.

Haikyu! 9: Es geht für die Karasuno nach Tokyo zu einem Trainingslager. Doch gleich vier Teammitgliedern könnte es passieren, dass sie wegen zu schlechter Noten nicht mitdürfen. Es steht nun also Nachhilfe auf dem Programm. – Wirkt ein wenig wie ein Füllerband, aber legt viele wichtige Steine, auf die die nächsten Bände aufbauen. Ich freu mich drauf.

Miss Swans zauberhafte Pension für magische Gäste: Sera hat vor Jahren einen verbotenen Zauberspruch genutzt und damit ihre komplette Karriere aufs Spiel gesetzt. Nun leitet sie eine Pension mit eher außergewöhnlichen Gästen. Bis der Historiker Luke bei ihr auf der Matte steht und ihr von einer Möglichkeit erzählt ihre Kräfte zurückzubekommen. – Wieder ein schöner cosy Fantasyroman, hatte aber leider ein paar Stolpersteinchen.

Lore Olympus 6: Persephone ist verschwunden und nur Hades glaubt zu wissen, wo er sie finden kann. Noch immer will er ihr helfen und stellt sich damit gegen einen direkten Befehl seines Bruders Zeus. Inzwischen ist auch Hera auf Persephones Seite. – Ich liebe diese Graphic Novel ja, aber irgendwie könnte sie auch langsam mal zum Punkt kommen.

Bewitching Rosie: Ihr Auslandssemester in Irland hat sich Rosie ganz anders vorgestellt. Eigentlich wollte sie mit ihrem Freund dorthin, der sie jedoch kurz vorher sitzen lässt. Zum Glück hat sie die besten Freundinnen überhaupt, die sie vorher für sechs Wochen begleiten. Doch zu ihrem 21. Geburtstag erwachen Hexenkräfte in Rosie, die sie zum lokalen Zirkel führen. Doch die sind nicht begeistert von der Amerikanerin. – Noch eine Enttäuschung in diesem Monat. Gefühlt alle zwei Seite ein Logikloch oder eben mangelhafte Recherche, zu viel gewolltes Drama, konnte mich nicht überzeugen.

Spuren der Magie – Herbst: Eine große Fledermaus-Katze wurde in Hamburg gesichtet und droht die magische Welt auffliegen zu lassen. Aurora, eine Katzenwandlerin, bekommt den Auftrag dies zu verhindern. Dabei trifft sie auf Louis, der alles verkörpert, was sie bisher vermisste. – Ein süßes kleines Buch für zwischendurch mit einer zwar tendenziell einfacheren Geschichte, aber die war dafür sehr sympathisch.

Gentle Heart: Popstar Ashley Cruz will nie wieder eine Beziehung. Denn ihr Ex-Freund, der Rapper Menace, nutzt noch immer jede Chance, ihr das Leben schwer zu machen. Als sie auf den Gitarristen Logan Buckley von Scarlet Luck trifft, verbindet sie sofort eine unglaubliche Anziehung. Aber mehr als Freundschaft+ kann Ashley nicht bieten. Doch reicht es für sie? – Kurz vor Ende des Monats hatte ich noch ein Buch mit Potential auf Jahreshighlight! Ich liebe alles an dieser Geschichte, die Charaktere, die besprochenen Themen, DIE TENSION!

Don’t kiss the Dragon 4: Sakura hat es eigentlich nur gut gemeint, als sie den tollpatschigen Drachen aus dem Teich gezogen hat. Wer konnte auch ahnen, dass er sich als liebestoll entpuppt und ihr sofort einen Antrag macht. Zum Glück kann Koga einschreiten und sie vor weiterem Chaos bewahren. – Die Handlung plätschert ein bisschen vor sich hin, kann aber auch mit witzigen Einfällen dienen. Mal schauen, wie lang ich der Reihe noch eine Chance gebe.

Was war euer Highlight im Februar?

Rückblick auf den Januar 2026

Der erste Monat des Jahres ist schon wieder vorbei und gefühlt hänge ich schon wieder in allem hinterher. Aber statt mich darüber aufzuregen und zu hetzen, habe ich beschlossen, einfach meine Erwartungen herunterzuschrauben. Ich hoffe, dass der Februar in der zweiten Hälfte zumindest dann langsam etwas ruhiger wird. Aber werfen wir vorher noch einen Blick auf meinen medialen Konsum im Januar.

Der Schriftzug Mein Monatsrückblick vor blauem Himmel mit Seifenblasen

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Wicked 2 – For Good: Elphaba wird vom Zauberer und ihrer früheren Lehrerin immer noch überall verunglimpft und ihre Aufklärungsversuche werden manipuliert. Glinda und Fiyero stützen das Bild, auch wenn es ihnen schwer fällt. Doch zur geplanten Hochzeit der beiden taucht auch Elphaba auf und bringt Chaos. Die Freundschaft der beiden Hexen steht auf dem Spiel. Und dann taucht auch noch ein Mädchen aus Kansas auf. – Fulminates Finale der Musicalverfilmung, die lediglich im Schatten des sehr guten ersten Teils steht.

Zoomania 2: Judy und Nick haben sich nach der Überführung der Bürgermeisterin einen gewissen Ruf erarbeitet. Doch den beiden Rookies scheint der Erfolg zu Kopf gestiegen zu sein, weswegen sie erstmal kürzer treten sollen. Ausgerechnet da taucht eine Schlange in Zootopia auf. Doch Reptilien sind in der Stadt verboten. – Gut durchdachte Fortsetzung, die viele Stolpersteine überspringt und eine toll erzählte Geschichte präsentiert.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Atlantis, Die wunderbaren Abenteuer des Winnie Pooh, Aristocats, Ralph reicht’s & Ein Königreich für ein Lama

The wrong Paris: Dawn ist ein typisches Texas-Mädchen, träumt aber von einer Kunstakademie in Paris. Sie bekommt die Chance zu einem Casting für eine Dating-Show. Mit dem Geld der Teilnahme und dem Veranstaltungsort in Paris, glaubt sie ihre Probleme gelöst zu haben. Doch die Dreharbeiten sind in Paris, Texas und der Junggeselle ist sympathischer als gedacht. – Eine schöne Rom-Com, die gekonnt mit Klischees spielt, sich aber auch ein wenig darin verhedert.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Rental Family: Brendan Fraser als Mietfamilienmitglied? Nach The Whale bin ich gespannt, wie er sich erneut in einem Drama zeigt und die Prämisse klingt auch spannend.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Song Sung Blue

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Die Dinos – Staffel 1

Mr. Villains Day off – Staffel 1 (Kurzweilige Serie mit vielen süßen Momenten und vielen Pandas)

Die Tagebücher der Apothekerin – Staffel 2 (Geleungene Mangaadaption, die den Charakteren nochmal Tiefe und Lebendigkeit verleiht. Leider zieht sich die Handlung gegen Ende etwas)

Let’s Play – Staffel 1 (Süße Serie über Videospielnerds, die viel über Unsicherheit und Depression vermittelt. Eindeutig eine Empfehlung)

Only murders in the building – Staffel 5 (Back to the roots mit Mordfall im Arconia. Funktioniert wieder besser als die vorherigen Staffeln, muss aber noch immer einen drauf setzen, was nur semi funktioniert)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 14
Seiten insgesamt: 3.778
Seiten pro Tag: 121 im Durchschnitt
Taschenbuch: 2
E-Book: 1
Comic/Manga/Graphic Novel: 8
Hörbuch: 3

Erneut gelesen habe ich Kein Rockstar für eine Nacht

Die Tagebücher der Apothekerin 15: Jinshi sucht nach Maomao, die weiterhin wie vom Erdboden verschluckt scheint. Diese ist im Fuchsdorf zu einem seltsamen Fest eingeladen und merkt langsam, dass dort der Ursprung der Intrigen am Kaiserhof liegt. – Die ganze Geschichte rund um das Fuchsdorf zieht sich leider sehr, auch wenn es irgendwo die logische Aufklärung der Intrigen vorbereitet.

July found by Chance 1: Die 16-jährige Dan-o stellt fest, dass ihr Leben immer wieder merkwürdige Zeitsprünge macht. Mit einem schwachen Herzen und in einer Verlobung mit einem Jungen, der sie nicht leiden kann, versucht sie dem ganzen auf den Grund zu gehen. – Manwa zum K-Drama Extraordinary You, kommt leider überhaupt nicht an dessen Herzlichkeit ran, werde auch mit dem Zeichenstil nicht ganz warm.

Even if you slit my mouth 5: Eine Legende droht zu erlöschen und Koichi und Miroki versuchen den letzten Wunsch zu erfüllen und kommen dabei zu neuen Erkenntnissen. –

More than a doll 11: Das Sargcosplay steht an und sorgt für eine Menge Spaß, tolle Bilder, aber auch Erkenntnisse über die neugewonnenen Freundschaften. – Ein tolles Cosplayevent, bei dem die Charaktere toll harmonieren und sich Freundschaften vertiefen.

Whispers of Destiny: Blue lebt im Jahr 2096, in dem die Welt von Überbevölkerung und Naturkatastrophen geplagt ist. Der Tod hat sich zu Erkennen gegeben und ein Callcenter gegründet. Um zu überleben, schließt sich Blue diesem an und lernt dabei einiges über die Welt, die ihr vorher verschlossen waren. Doch was macht es mit ihr, jeden Tag über Leben und Tod zu entscheiden. – Wow, seit langem nicht mehr eine so gute Dystopie gelesen. Mit tollem Weltenbau, tollen Charakteren und einer wichtigen Message. Nur die Liebesgeschichte wirkt etwas zu erzwungen.

My roommate is a cat 11: Subaru ist voll auf mit der neuen Chatgruppe für Fotos der Kätzchen beschäftigt und muss sich dann auch noch mit der Frage nach einem neuen Halsband für Haru befassen. Zum Glück hat diese wieder alle Situationen unter Kontrolle. – Erneut einfach ein super süßer Manga, ein Muss für alle Katzenfans.

Tee? Kaffee? Mord! 25 – Tod im Morgenrot: Eine Weltuntergangssekte hat sich in Earls Raven eingenistet. Nathalie und Freunde sind wenig begeistert. Als dann auch noch eine Journalistin tot aufgefunden wird, beginnen die Ermittlungen, die von allen Seiten erschwert werden. – Ich habe mich nach einer Pause wieder an diese Reihe gewagt und bin wieder gut reingekommen, auch wenn der Fall nicht so ganz mein Fall war.

Tee? Kaffee? Mord! 26 – Der Queen-Killer: Ein Killer, der selbst großer Fan der Band Queen ist, tötet erneut Anhänger der Band. Andrew Davies erhält einen Drohbrief und bittet bei der örtlichen Polizei um Hilfe. Doch da Constable Strutner anderweitig eingesetzt wurde, müssen Nathalie und Freunde dem neuen Police Seargant erstmal zeigen, wie Ermittlungen auf dem Dorf so laufen. – Hier war wieder eine richtig spannende Idee dabei und auch die Erweiterung des Teams hat gut funktioniert.

Copenhagen Cinnamon: Jonna hat den Beruf für ihr Leben noch nicht gefunden. Leider ist ihr Vater nicht mehr bereit zu warten und setzt ihr ein Ultimatum. Kurzerhand bekommt sie einen Job in einem Café und kann auch auf dem Hausboot des Besitzers Mads unterkommen. Nach und nach erkennt sie, mit was für Dämonen aus der Vergangenheit er kämpfen muss, und beschließt ihm zu helfen. – Beginnt eher schwach und mit einer Menge zu oft gelesener Klischees, kann sich hinten raus aber fangen und Kopenhagen toll einfangen, ohne es nur auf Hygge zu beschränken.

Kings & Thieves 2 – Der Schrei der Schwarzkraniche: Linas Rachefeldzug gegen die Schwarzkranische hat begonnen. Doch die Erlebnisse im Reich der Dokkaebi hat Spuren hinterlassen, zumal eine Stimme in ihrem Inneren sie immer weiter zu manipulieren versucht. – Das war leider gar nichts. Die Geschichte zieht sich auf 600 Seiten und dreht sich permanent im Kreis und hat Null Aussage. Sehr schade nach dem starken ersten Band.

Die Pommes-Elfe 1: Tomoatsu arbeitet in einer Physiotherapiepraxis. Eines Abends taucht eine Frau mit spitzen Ohren bei ihm auf und will Tipps zum abspecken. Es handelt sich dabei um die Elfe Elfuda, die aufgrund ihres durch hohen Pommes-Konsum Übergewichts nicht mehr in die Feenwelt zurück kann. Tomoatsu hilft ihr, doch seitdem trifft er immer wieder auf magische Wesen, die seine Hilfe brauchen. – Ich fand die Idee super, aber leider funtioniert die Umsetzung nur mäßig.

Dark Moon – the blood altar 1: Sooha wird neu an die Decelis-Akademie versetzt, wo sie auf sieben attraktive Oberschüler trifft, die sie direkt ins Herz schließen. Doch es kommt im Umfeld der Akademie zu einem Vampirmord, der Fragen offen lässt. Ist Sooha wirklich sicher? – Für Fans von Enhypen, ansonsten passiert gefühlt viel, aber es wird wenig erklärt, weswegen ich unsicher zurückbleibe, ob ich die Reihe weiter verfolgen will.

Insomniacs 5: Ganta und Isaki wollen sich mit der Astrofotografie mehr auseinander setzen und beschließen dafür in den Sommerferien zu verreisen. Dabei verbringen sie mehr Zeit zusammen als geplant, was ihre Gefühle nur noch wachsen lässt. – Die ruhige Erzählweise bleibt, dennoch kommt ordentlich Fahrt in die Geschichte. Einfach nur super süß.

Was war euer Highlight im Januar?

Remain

Ein Vorwort

Ich lese eigentlich keine Nicholas Sparks Romane. Ich schaue ab und an mal einen M. Night Shyamalan Film, aber auch nur, wenn mich die Geschichte anspricht. Aber die beiden in Kombination? Ich war fasziniert, denn es wirkte so abstrus, weil sich ihre bevorzugten Genres so stark unterscheiden. Warum das Buch dann doch nicht mit den Erwartungen mithalten konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Das Buch wurde mir vom Bloggerportal  als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür und kennzeichne diesen Beitrag als Werbung.

Das Buchcover arrangiert vor einem Bücherregal. Daneben steht eine Blumenvase in Geisterform

Die Handlung

Der Architekt Tate wird nach einem Verlust völlig auf der Bahn geworfen. Um sich wieder zu fangen, sagt er seinem besten Freund zu, dessen neues Haus zu entwerfen. Dafür nistet er sich in einer Ferienwohnung ein, die eigentlich leer sein sollte. Doch wer ist die sympathische Frau, die er immer wieder trifft?

Meine Meinung

Wenn ich den Namen M. Night Shyamalan höre, denke ich zuerst an seine großen Filmerfolge, wie The Sixth Sense. Der Meister des Plottwists konnte in seiner Filmographie immer wieder überraschen, allerdings wird genau dies inzwischen auch erwartet. Von Nicholas Sparks erwarte ich genau das nicht. Also er hatte bestimmt auch überraschende Wendungen in seinen Geschichten, aber eben nicht diese großen Mindblowing Twists. Wie dies nun zusammen kommen sollte, war die Frage, die mich zu diesem Buch greifen ließ. 
Die Erwartungen habe ich jedoch gleich zurückgeschraubt, als ich gelesen habe, dass Shyamalan lediglich Mitideengeber war und Sparks das Buch allein geschrieben hat. Inzwischen ist zwar raus, dass das Buch verfilmt wird und Shyamalan neben der Regie auch das Drehbuch übernommen hat, dennoch war hier wohl der größte Part bei Sparks. Und so liest es sich leider auch. 
Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen zunächst unseren Protagonisten Tate kennen und werden mit seinem Schicksalsschlag konfrontiert. Hier hat das Buch auch erstaunlich gut funktioniert, denn die Emotionen sind gut ausgearbeitet und nachvollziehbar geschrieben. Doch bereits im dritten Kapitel wird der übernatürliche Faktor eingebracht, der alles kommende sehr vorhersehbar macht. Eine übertragene Gabe seiner verstorbenen Schwester macht ihn empfänglich für die Geisterebene. Kurz darauf trifft er eine Frau, die nur er sieht und die immer wieder plötzlich verschwindet. Da braucht es kein Genie um zu verstehen, worauf es hinausläuft. 
Und so liest sich leider die komplette Geschichte. Es wirkt wirklich so, als ob ein Romance Autor die Grundlagen eines Mysteryromans gelesen hätte und diese dann schlecht umgesetzt hätte. Keine Finesse, nur absolut offensichtliche und vorhersehbare Wendungen. Nichts hat mich überrascht. Und damit bin ich leider relativ schnell emotional aus der Geschichte ausgestiegen. 
Dennoch ist es kein schlechtes Buch. Der Schreibstil ist flüssig, ich bin schnell durch die Geschichte gekommen und mochte auch die meisten Charaktere. Gerade diese Verbindungen zwischen diesen waren gut ausgearbeitet und hatten viel Potential. Es wäre hier einiges möglich gewesen, um eine gute Geschichte draus zu machen, wenn entweder die übernatürliche Komponente komplett weggelassen worden wäre, oder wenn diese weniger offensichtlich eingearbeitet worden wäre. So bleibt das Buch irgendwo im Durchschnitt hängen, was schade ist. Auf die Filmadaption bin ich dennoch gespannt.

Das Fazit

Remain hat gut ausgearbeitete Charaktere und ein interessantes Grundszenario, verrennt sich aber in seiner Offensichtlichkeit, da jegliche Wendungen vorhersehbar waren. Schade, denn hier ist viel Potential liegen geblieben.