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In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden zum 69. Mal die Emmys verliehen, praktisch das Oscar-Pendant im Bereich Serie. Bereits bei der Veröffentlichung der Nominierungen wurde mir wieder einmal bewusst, dass ich zu wenig Serien sehe, denn die meisten habe ich bisher nicht gesehen – und bei manchen habe ich es auch gar nicht vor. Doch zwischendurch war immer wieder guter Serieninput dabei. So landet Big little lies definitiv auf meiner Liste und Genius und The Handmaid’s Tale vielleicht auf meiner Liste. Obwohl Game of Thrones dieses Jahr nicht nominiert war – da die Serie zu spät abgegeben wurde – gingen Westworld komplett und The Crown fast leer aus. Immerhin konnte John Lithgow als Churchill in The Crown überzeugen.

Der Abend begann mit einer schönen schmissigen Gesangseinlage von Moderator Stephen Colbert. Er sang darüber, dass alles besser im TV sei. Da dieses Jahr viele dystopische Serien bzw. kritische Serien nominiert waren, wurde so zu einem fröhlichen Takt gesungen, wie schwierig die Thematik der Serien teilweise sind, aber solange sie nur auf dem Fernseher laufen, sei alles gut.

Direkt im Anschluss kam es zu dem wohl kontroversesten Auftritt des Abends. Sean Spicer imitierte seine Aussage nach Präsident Trumps Wahlsieg und verkündete: „Niemals gab es eine Emmy-Verleihung mit einem größeren Publikum. Niemals!“ Ob er damit sein Image polieren wollte, wird noch gemunkelt. Im Saal kam der Auftritt von Trumps ehemaligem Pressesprecher zumindest sehr gespalten an.

Die größten Gewinner des Abends waren Saturday Night Life und The Handmaid’s Tale. Alle Kategorien, Nominierten und Gewinner könnt ihr hier nachlesen. Von der Moderation her, war die Verleihung in Ordnung, doch die wirklich großen Lacher blieben aus.