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Ein Vorwort

Das Netflix mit seinen Eigenproduktionen immer wieder ein gutes Händchen zeigt, beweist die Fülle an guten Serien. Bereits seit 2015 läuft nun schon Netflix erste eigene Kochshow: Chef’s Table. Allerdings hat sich Netflix dagegen entschieden, einen Starkoch immer wieder neue Gerichte zeigen zu lassen, sondern präsentiert dagegen in jeder Episode einen anderen internationalen Starkoch. Chef’s Table ist soeben in die vierte Staffel gestartet und hat aktuell 22 Folgen insgesamt.

Die Handlung

Von Järpes in Schweden bis Melbourne in Australien, von Lima in Peru bis zum Baekyangsa Tempel in Südkorea. Überall auf der Welt sind die Restaurants der ganz unterschiedlichen Starköche zu finden, die die Serie Chef’s Table näher unter die Lupe nimmt. Der Fokus liegt auf der Inspirationsquelle und der Lebensgeschichte der Köche.

Meine Meinung

Chef’s Table ist anders als die Kochsendungen, die man sonst so im Fernsehen sieht. Während man im Fernsehen einen Jamie Oliver sehen kann, wie er seine Rezepte kocht und dann auch immer noch liebevoll dekorierend serviert, sieht man bei Chef’s Table selten den direkten Verarbeitungsprozess. Stattdessen konzentriert sich die Serie auf die Hintergründe des Essens. Wie ist es Entstanden? Dabei werden hauptsächlich zwei Geschichten erzählt. Zum einen die Lebensgeschichte der vorgestellten Köche, zum anderen die Inspirationsquelle. Dabei ist das schönste an der Serie, dass selbst die vorgestellten Köche, obwohl sie alle als Starköche gelten, sehr unterschiedliche Geschichten zu erzählen haben. Es gibt die Geschichten von Familientraditionen, aber auch die von Köchen, die eigentlich nur zufällig diesen Weg eingeschlagen haben.
Jede Folge geht ca. 50 Minuten. Dabei werden die Themen immer wieder gewechselt und es wird zwischendurch auch immer wieder ein kreiertes Gericht vorgestellt, das entweder gerade in der Lebensgeschichte oder in der Geschichte über die Inspiration vorkam. Dadurch hat die Serie eine Eigendynamik, die verhindert, dass die Folgen eintönig werden. Und obwohl jede Folge ähnlich aufgebaut ist und das gleiche Theme die Serie musikalisch untermauert, ist jede Folge einzigartig und kann von neuem begeistern.

Ich habe Staffel 1 und 2 tatsächlich immer dann geschaut, wenn ich gekocht und gebacken habe. Mich direkt abends hinzusetzen und zu sagen, ich schaue jetzt Chef’s Table, konnte ich nie. Aber gerade für die Zeit in der Küche ist die Serie optimal. Staffel 3 habe ich (aufgrund einer technischen Auseinandersetzung mit meinem Fire TV-Stick in der Küche) noch nicht gesehen und bin jetzt mitten in der vierten Staffel. Hier wurde das Konzept leicht geändert, da es nun nicht mehr um Restaurants allgemein geht, sondern um Patisserie, also um Menschen, die sich mit Nachtischen beschäftigen. Die erste Folge der vierten Staffel ist auch gleich meine Lieblingsfolge der Serie geworden. Ich hätte mir noch viel länger Christina Tosis Ideen aus ihrer Milk Bar in New York anhören können – z. B. kam sie auf die Idee Panna Cotta nicht mit normaler Milch zu machen, sondern mit Milch, in der vorher Cornflakes waren, um somit eine Kindheitserinnerung in Panna Cotta Form herzustellen.

Das Fazit

Eine sehr gute Alternative zu all den langweiligen Kochsendungen im Fernsehen. Und sie inspiriert einen gleich wieder in die Küche zu verschwinden, um selbst etwas neues zu zaubern. Eine Serie für alle Hobbyköche da draußen!