Rückblick auf das 3. Quartal 2021

Auch das dritte Quartal des Jahres ist geschafft, daher gibt es hier mal wieder einen Rückblick. Hier also im Kurzüberblick meine Highlights von Juli bis September. Jeweils zu Kino, Film, Serien und Büchern werde ich euch meine Top 5 vorstellen, die sind aber nicht nochmal gerankt.

Meine fünf Kino Highlights

1. Cruella

Estella landet nach dem Tod ihrer Mutter in London, wo sie auf die beiden Gauner Jasper und Horace trifft. Nach vielen Jahren des lockeren Lebens findet sie eine Anstellung in einem Warenhaus und schafft es durch ihre Designkünste bei der Baroness Von Hellman angestellt zu werden. Doch dort erfährt sie Sachen über ihre Vergangenheit, den ihre dunkle Seite Cruella heraufbeschwört. – Stilsicher und doch einfach nur cool. Cruella haut einem als Gesamtkunstwerk einfach vom Hocker.

2. Dune

Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides, Sohn des Herzogs, hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr? – Ein optischer grandioser, spannender, gut besetzter, also einfach perfekter Film.

3. Promising Young Woman

Cassie Thomas hat ihr Medizinstudium nach dem Selbstmord ihrer besten Freundin abgebrochen. Jetzt arbeitet sie in einem Café und verbringt ihre Abende in Clubs, wo sie so tut, als wäre sie sturzbetrunken und dann mit Männern mitgeht, die sie als leichte Beute ansehen. Nach und nach sucht sie Leute aus der Vergangenheit auf, um die Geschehnisse auf unkonventionelle Art aufzuarbeiten. – Locker erzählt, dabei ein schwieriges, aber wichtiges Thema sehr gut aufgearbeitet.

4. The Father

Anthony ist 80 Jahre alt und dement. Dennoch will er seine Wohnung nicht verlassen und beteuert, dass er gut allein zurecht kommt. Seine Tochter Anne versucht so gut es geht für ihn da zu sein, doch stößt allmählich an ihre Grenzen. – Brilliant gespielt, die Handlung ergibt sich erst gegen Ende vollständig. Überzeugt vor allem durch den unkonventionellen Erzählstil.

5. Free Guy

Guy lebt in Free City. Was er nicht weiß ist, dass er ein Charakter in einem Videospiel ist. Als er auf Molotov Girl trifft, fällt er aus seiner Endlosschleife heraus und versucht sie zu beeindrucken. Diese wiederum ist eine Spielerin, die einen Feldzug gegen den Entwickler des Spiels führt. – Eine wunderbare Videospieladaptionparodie, die viel Spaß macht.

Meine fünf filmischen Highlights

1 Die Vögel

Mitch Brenner spielt Melanie Daniels einen Streich. Sie will sich rächen und fährt dafür zu seinem Haus in Bodega Bay. Dort bleibt sie unerwartet länger und kommt Mitch näher. Doch die Vögel in Bodega Bay fangen an sich sehr merkwürdig zu verhalten. – Klassiker von Hitchcock mit sehr unbefriedigendem Ende.

2. Schindlers Liste

Oskar Schindler ein Mitglied der NSDAP will eine Emaillefabrik bei Krakau zu neume Leben erwecken und benötigt dafür Arbeiter. Aus Kostengründen entscheidet er sich für Juden aus dem neugeschaffenem Ghetto. Über die Jahre setzt er sich immer wieder für seine Arbeiter*innen ein und rettet damit ca. 1200 Juden*Jüdinnen das Leben. – 195 Minuten bedrückende Geschichte und jede Szene ist notwendig und wichtig.

3. Das Phantom der Oper (Musical)

Als die neuen Operndirektoren Andre und Firmin die Oper übernehmen, wollen sie nichts von dem Phantom der Oper wissen. Doch die mysteriösen Vorfälle häufen sich, so dass die Primadonna Carlotta ausfällt. An ihre Stelle tritt Christine Daae, die dadurch ihre Jugendliebe Raoul wiedertrifft. Dies ruft das Phantom, ihren geheimnisvollen Lehrer, der sich in sie verliebt hat. – Atemraubende Verfilmung des Musicals von Andrew Lloys Webber.

4. The guy who didn’t like musicals

Paul mag keine Musicals. Doch nach einem Kometenabsturz fangen alle um ihn rum an zu singen und tanzen. Was hat es damit auf sich? – Leicht abgedrehte Musicalnummer, die total viel Spaß macht.

5. Das wandelnde Schloss

Eine junge Hutmacherin wird von einer Hexe verflucht und wacht als alte Frau auf. Auf ihrer Suche nach Erlösung, trifft sie auf einen Zauberer in einem wandelnden Schloss. Sie heuert als seine Putzfrau an und merkt, dass auch er errettet werden muss. – Bisher eines meiner liebsten Studio Ghibli-Filme.

Meine fünf serienlastigen Highlights

1 Loki – Staffel 1

Loki Laufeyson konnte durch die Zeitreise der Avengers in Endgame mit dem Tesseract fliehen. Doch seine Freude wehrt nur kurz, denn die TVA fässt ihn kurz darauf, weil er gegen den wahren Zeitstrahl verstoßen hat. Er landet vor Gericht und steht kurz vor der Stutzung – also der endgültigen Auslöschung. Doch Agent Mobius setzt sich für ihn ein, da er seine Hilfe braucht, um eine Variante zu finden, die einige Zeitagenten ausgelöscht hat. – in paar Logiklöchern im Zeitreisesegment, funktioniert aber gerade durch die Charaktere und die kleinen Feinheiten. 

2. We bare bears – Staffel 1

Die Bären Eisbär, Panda und Grizz leben in einer Höhle im Wald. In ihrem Alltag oder ihren Besuchen in der Stadt erleben sie allerhand Abenteuer. – Lustige und herzerwärmende Kinderserie

3. The Unicorn – Staffel 2

Wade hat vor einem Jahr seine Frau verloren. Nach der Trauerphase müssen er und seine beiden Töchter Natalie und Grace wieder nach vorne schauen. Immer mit dabei sind die befreundeten Pärchen Forrest und Delia und Ben und Michelle. Die sind es auch, die Wade ermutigen wieder zu daten. Denn als Witwer sei er ein „Unicorn“ und daher sehr begehrt bei den Frauen. – Auch die zweite Staffel war wieder sehr witzig, hat die Charaktere gut weitergeführt und sorgte für gute Laune.

4. Motel Makeover – Staffel 1

April und Sarah wollen in Kanada ein in die Jahre gekommenes Motel mit geringem Budget wieder aufpolieren und mit ihrem eigenen Stil versehen. Dabei kommt es zu allerhand unvorhergesehenem, wobei das gravierendste wohl die Corona-Pandemie sein dürfte. – Ich hatte erst Bedenken, dass eine Staffel für ein Motel zu lang wäre, aber die Folgen sind spannend und interessant gestaltet, das Duo sehr sympathisch und ihr Stil außergewöhnlich.

5. Traumhaus Makeover – Staffel 1-2

Shea McGee hat zusammen mit ihrem Mann eine Renovierungsfirma gegründet. Egal, ob das ganze Haus oder nur einzelne Zimmer, egal ob großes oder kleines Budget, die McGees kümmern sich um alle Wünsche. Mit ihrem unvergleichlichen Einrichtungsstil treffen sie dabei immer ins Schwarze. – Super sympathisches Paar und tolle Serie für Einrichtungsfans.

Meine fünf buchige Highlights

1 Ein Herz voll Leben – Violet Thomas

Isabella Kramer ist stolz auf ihren Cupcake-Laden an der Ostsee. Bis ihre beste Freundin stirbt und sie auf einmal das Sorgerecht für die kleine Leni bekommt. Sie versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und braucht jemanden, der ihr im Laden hilft. Da kommt Max wie gerufen. Doch seine Beweggründe sind nicht die, die Isabella erwartet. – Herzzerreißend und voller Mitgefühl. Zwischenzeitlich will man einzelne Charaktere einfach nur schütteln, aber letztlich siegt die Wohlfühlseite.

2. Das Meer der Legenden – Babsi Schwarz

Die Halbnixe Mavi landet durch Zufall auf dem Schiff des berüchtigen Piraten Tairon wieder. Da sie auf der Flucht vor einem anderen Mann ist, schließt sie sich der Gruppe an und segelt Abenteuern entgegen. – Spannende Abenteuergeschichte mit tollen Charakteren.

3. Vielleicht Jetzt – Carolin Wahl

Gabriella reist von Brasilien nach Deutschland, um dort ein Praktikum in der Firma ihres Vaters anzutreten, von dem sie zuvor nichts wusste. Im Flugzeug trifft sie auf Anton. Nach einem schlechten Start, funkt es zwischen ihnen. Kurz darauf stellt Gabriella fest, dass Anton ebenfalls in der Firma arbeitet. Nur sind Romanzen am Arbeitsplatz nicht gern gesehen. – Eine tolle Liebesgeschichte mit tollen Charakteren, auch wenn ich Anton das ein oder andere Mal einfach nur schütteln wollte.

4. Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte – T.J. Klune

Linus Baker ist Sachbearbeiter beim BBMM (Behörde für die Betreuung magischer Minderjähriger). Auch wenn ihn sein Job nicht gerade glücklich macht, glaubt er doch damit etwas Gutes zu tun. Dann bekommt er vom Allerhöchsten Management den Auftrag das Heim von Mr. Parnassus genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch was Linus dort erlebt, darauf konnte ihn kein Bericht vorbereiten. – Erfindet das Rad vielleicht nicht neu, aber bietet eine herzerwärmende Geschichte.

5. Love with Pride – Lea Kaib

Stella hat keine guten Erfahrungen an ihrer Highschool gemacht. Nun soll es am College ganz anders laufen. In Haydensburgh will sie einen Neustart wagen und mutig sein. Trotz ihrer sozialen Ängste bewirbt sie sich Zeta Kappa Sigmas. Dort trifft sie auf Ellie, die ihr ruhiges Leben ganz schön auf den Kopf stellt. – Lea Kaibs Debüt ist vielleicht sprachlich nicht zu 100% ausgefeilt und braucht ein bisschen, um in Schwung zu kommen, doch die Geschichte ist toll und nimmt schwierige Themen auf, die gut umgesetzt sind.

Murdoch Mysteries

Ein Vorwort

Hatte ich mich im Crimeherbst noch beschwert, dass es kaum neue Crimeserien gibt, flatterte kurz darauf eine Anfrage bei mir rein. Eine kanadische Crimeserie im Toronto der 1890er Jahre? Ich war sofort begeistert und konnte mir die Serie nicht entgehen lassen. Wie sie mir gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Detective William Murdoch (Yannik Bisson) arbeitet im 4. Polizeirevier von Toronto in den 1890er Jahren. Mit seinem unstillbaren Drang nach neuen Erkenntnissen ist er der Wissenschaft zeitweise voraus, was sein Vorgesetzter Inspector Thomas Brackenreid (Thomas Craig) eher kritisch beäugt. Unterstützt wird er von Pathologin Dr. Julia Ogden (Hélène Joy).

Meine Meinung

Der Einstieg in Murdoch Mysteries war etwas schwerfällig. Ich habe die ersten drei Folgen gebraucht, um reinzukommen, weil es keine direkte Einführungsfolge gibt. Ab Folge 1 an agieren die Charaktere, wie in den anderen Folgen auch. Wer sie alle sind, was ihre Aufgaben sind und wie sie zueinander stehen, muss man sich selbst ableiten. Doch sobald man das Grundkonstrukt verstanden hat – bei mir war es Folge 3 – macht die Serie gleich noch mehr Spaß.
Im Historienkrimi-Bereich habe ich bisher eher Miss Fishers mysteriöse Mordfälle gesehen, wo es nicht direkt um eine Polizeistation ging. Auch sind wir hier nicht in Australien, sondern in Kanada, was aber trotzdem eine schöne Abwechslung zu den bekannten Setting in den USA ist. Spannend ist hier vor allem, dass die Ermittlungen ohne die moderne Technik auskommen muss. Keine Verdächtigenkartei im PC, keine Überwachungskameras, selbst das Nehmen von Fingerabdrücken ist hier sehr fortschrittlich. Wie historisch korrekt das alles ist, überlasse ich lieber Historikern in der Bewertung, da gerade die Pathologin viele Sachen bestimmen kann, die für die damalige Zeit sehr fortschrittlich sein dürfte.
Protagonist William Murdoch besticht mit seiner distanzierten charmanten Art. Er ist eher zurückhaltend und muss nicht dauernd im Mittelpunkt stehen, ist aber im richtigen Moment präsent. Damit bildet er den perfekten Kontrast zu seinem eher hitzköpfigen Vorgesetzten. Ergänzt wird er von der ebenfalls eher ruhigen Pathologin und dem hibbeligen und eher nervösen Constable George Crabtree (Jonny Harris).
Die Folgen sind alle in sich geschlossen, die Serie arbeitet also nach dem „Mordfall der Woche“-Prinzip, was mir sehr gefällt. Dabei werden immer wieder historische Figuren oder Ereignisse aufgegriffen, wie beispielsweise der Kampf zwischen Wechsel- und Gleichstrom und Prominente, wie Nikola Tesla oder Arthur Conan Doyle. Die Fälle sind abwechslungsreich und spannend. Die persönlichen Dramen im Polizeirevier sind auf ein Minimum reduziert, so dass der Fokus überwiegend auf den Fällen liegt.
Das Ende ist irgendwo abgeschlossen, es gibt also keinen großen Cliffhanger, dennoch hoffe ich, dass die Handlung der finalen Folge noch einmal aufgegriffen wird, da sie etwas unbefriedigend endete. Aber dies stört den sehr positiven Gesamteindruck der Serie nicht.

Das Fazit

Murdoch Mysteries ist eine spannende historische Crimeserie, mit einem sympathischem Protagonisten, spannenden Fällen und Toronto in den 1890er Jahren. Für Historien- und Crimefans die perfekte Mischung.

Murdoch Mysteries Staffel 1 wurde mir von Glücksstern-PR als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

Rückblick auf den September 2021

Der Herbst hat Einzug erhalten in Deutschland. Vorallem Wettertechnisch ist es immer verregneter geworden, auch wenn gerade Anfang des Monats noch so einige Sommerstunde lachte. Medientechnisch stand der Monat zum einem im Sinne von Dune, dem Kinoereignis des Jahres und zum anderen stand die Vorbereitung für die Monsterwochen im Oktober an. Was es darüber hinaus spannendes zu entdecken gab, erfahrt ihr meinem medialen Rückblick.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Shang-Chi and the legend of the ten rings: Shang-Chi lebt zusammen mit seiner besten Freundin Katy in den USA. Sie arbeiten zusammen für einen Parkservice. Doch Shang-Chi hat ein düsteres Familiengeheimnis, das ihn nun einholt. Denn sein Vater ist der Anführer der zehn Ringe. – Solides Marvelabenteuer mit hohem Fantasyanteil, das nicht ganz überzeugen konnte.

Beckenrand Sheriff: Für Bade… pardon Schwimmeister Karl Kruse gibt es nichts anderes außer seinem Freibad. Mit seiner grantigen und überkorrekten Art hat er sich im Ort leider eher Feinde als Freunde gemacht. Als das Freibad wegen Mängeln am Bau und in der Kasse geschlossen werden soll, muss er sich mit dem örtlichen Wasserballteam zusammentun. – Für eine deutsche Komödie erstaunlich gut, auch wenn es am Ende wieder over the top ist.

Dune: Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides, Sohn des Herzogs, hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr? – Ein optischer grandioser, spannender, gut besetzter, also einfach perfekter Film.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

In Vorbereitung auf die Monsterwochen habe ich folgende Filme gesehen: Das Phantom der Oper (Stummfilm 1925), Das Phantom der Oper (Horror 1983), Das Phantom der Oper (Musical 2004) und Love never dies (Musical 2011).

Wenn die Gondeln Trauer tragen: Laura und John Baxter reisen nach Venedig, um dort eine Kirche zu restaurieren. Beide trauern noch um den Verlust ihrer Tochter. In einem Restaurant begegnet Laura zwei älteren Schwestern. Eine von beiden ist blind, erzählt Laura aber, dass sie ihre Tochter bei ihnen gesehen hat. Während John das abtut, ist Laura angefixt. Doch dann prophezeit die Schwester den baldigen Tod Johns. – Wieder ein Klassiker, den ich von meiner Liste streichen konnte, auch wenn es nicht mein Film war.

Die Taschendiebin: In den 1930er Jahren ist Korea von Japan besetzt. Taschendiebin Sookee wird als Hausmädchen bei einer Japanerin eingeschleust. Sie soll die Erbin manipulieren, damit sie den Hochstapler Fujiwara heiratet. Dabei ist mehr als nur eine Intrige aktiv. – War mir zu vollgepackt mit Klischees und Übersexualisierung. Ich mochte ihn nicht.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Der Rosengarten von Madame Vernet: Französische Komödie und Kapitalismuskritik rund um einen Rosengarten. Sah wenig spannend aus, aber ein paar positive Stimmen haben mich doch neugierig gemacht.

Helden der Wahrscheinlichkeit: Dänischer Thriller über einen Unfall, der wohl keiner war und einer Gruppe, die Rache nehmen wollen. Der neue Film von Anders Thomas Jensen. Sieht ganz interessant aus.

Die Schachnovelle: Verfilmung des Klassikers von Stefan Zweig mit Oliver Masucci. Sieht spannend aus.

James Bond 007: Keine Zeit zum sterben: Das neuste Abenteuer von Doppelnullagenten darf nach vielen Verschiebungen endlich auf die Kinoleinwand. Kinokarten sind schon gekauft.

Serien – ein etwas ausführlicherer Rückblick

Traumhaus Makeover – Staffel 1-2 (Eine sehr herzliche Renovierungssendung mit tollen Impulsen)

Love Victor – Staffel 1 (Die Serienfortsetzung zu Love Simon. Konnte mich nicht richtig mitreißen, aber die Aufbereitung der Thematik ist sehr stark und ein guter zweiter Blickpunkt zu Simon)

Glück und Freude mit Marie Kondo – Staffel 1 (Nach ihrer Aufräumsendung bekommt Marie Kondo ein zweites Format auf Netflix. Auch hier geht es vordergründig ums aufräumen, doch gleichzeitig hilft es den Kandidat*innen auch andere Bereiche in ihrem Leben zu überdenken)

True Detective – Staffel 3 (Die dritte Staffel hat sich leider viel zu lange gezogen und die Aufklärung am Ende war irgendwie nicht überzeugend)

Instant Hotel – Staffel 2 (Warum Staffel 2 und nicht 1? Weil Netflix der Ansicht war mir erst 2 zeigen zu wollen. Grundsätzlich interessantes Format, die Kandidat*innen waren jedoch durchwachsen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 8
Seiten gesamt: 3.250
Seiten pro Tag: 108 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 4
E-Book: 2
Manga: 1

Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte: Linus Baker ist Sachbearbeiter beim BBMM (Behörde für die Betreuung magischer Minderjähriger). Auch wenn ihn sein Job nicht gerade glücklich macht, glaubt er doch damit etwas Gutes zu tun. Dann bekommt er vom Allerhöchsten Management den Auftrag das Heim von Mr. Parnassus genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch was Linus dort erlebt, darauf konnte ihn kein Bericht vorbereiten. – Erfindet das Rad vielleicht nicht neu, aber bietet  eine herzerwärmende Geschichte.

Dune: Herzog Leto Atreides bekommt vom Imperator den Auftrag den Wüstenplaneten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen. Arrakis ist ein Planet, der nur spärlich besiedelt ist, da ein Überleben auf ihm sehr schwer ist, vor allem durch die ständig präsente Wasserknappheit. Doch er besitzt etwas, was das ganze Universum will: Das Gewürz. Mit dabei ist auch sein Sohn Paul, der sich einer ganz besonderen Ausbildung ausgesetzt sah und noch eine große Rolle im Kampf um das Schicksal des Planeten spielen soll. – Der Auftaktband zur großen Saga kommt mit einem beeindruckenden Weltenbau daher, auch wenn man sich ein wenig an den Erzählstil gewöhnen muss.

Vielleicht Jetzt: Gabrielle reist von Brasilien nach Deutschland, um dort ein Praktikum in der Firma ihres Vaters anzutreten, von dem sie zuvor nichts wusste. Im Flugzeug trifft sie auf Anton. Nach einem schlechten Start, funkt es zwischen ihnen. Kurz darauf stellt Gabriella fest, dass Anton ebenfalls in der Firma arbeitet. Nur sind Romanzen am Arbeitsplatz nicht gern gesehen. – Eine tolle Liebesgeschichte mit tollen Charakteren, auch wenn ich Anton das ein oder andere Mal einfach nur schütteln wollte.

Love with Pride: Stella hat keine guten Erfahrungen an ihrer Highschool gemacht. Nun soll es am College ganz anders laufen. In Haydensburgh will sie einen Neustart wagen und mutig sein. Trotz ihrer sozialen Ängste bewirbt sie sich Zeta Kappa Sigmas. Dort trifft sie auf Ellie, die ihr ruhiges Leben ganz schön auf den Kopf stellt. – Lea Kaibs Debüt ist vielleicht sprachlich nicht zu 100% ausgefeilt und braucht ein bisschen, um in Schwung zu kommen, doch die Geschichte ist toll und nimmt schwierige Themen auf, die gut umgesetzt sind.

Malady Deeply Moved: Der Schatten ist weiter hinter Malady her, um an die Liste der Almeidas zu kommen. Diese hält dich und genießt ihren Geburtstag. Doch die Bedrohnung kommt näher, ebenso wie sie Jupiter näher kommt. Doch da sind noch die Gefühle für Narcisco. – Dritter Band der Malady-Reihe, der sich am Niveau der Vorbände orientiert.

Mythnoir: Shary versucht auf dem Pferdehof ihrer Großeltern die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Da taucht der geheimnisvolle Nevan auf. Durch einen Unfall landet sie in seiner Welt, in Mythnoir. An einer Akademie muss sie sich ihrem neuen Leben stellen, voller Magie und Insignien. Dabei soll sie eine große Rolle in der Rettung der Welt spielen. Shary ist das alles sehr egal, sie will nur zurück. – Ein magisches Debüt mit einer spannenden Welt, tollen Charakteren, nur ein bisschen wenig Erklärungen.

My roomate is a cat 5: Harus Vergangenheit wird genauer betrachtet und Subaru resümiert, wie sich sein Leben seit der Begegnung mit Haru verändert hat. – Es wird traurig, aber auch hoffnungsvoll. Weiterhin eine Geschichte zum Dahinschmelzen, aber auch mit Fokus auf Soziale Ängste.

Love me forever: Der Abschluss der Reihe um die Zetas. Dante und Amanda haben endlich zusammengefunden und eine heiße Spur zu den Menschenhändlern. Können sie Jenny finden und Andrews Tod rächen? – Schwacher Finalband. Viel zu langes Beziehungshin und her, um dann das Finale in wenige Seiten zu quetschen. Sehr schade!

Herbstzeit = Crimezeit – Ausgabe 2021

Ähnlich wie für mich zum Sommer meine Sommerlektüren gehören, gehören für mich zum Herbst Crimeserien. Wie jedes Jahr stelle ich euch also hier meine Neuentdeckungen seit vergangenem Herbst vor.
Für mich macht eine gute Crimeserie aus, dass sie erinnerungswürdige Charaktere und  intelligente Fälle hat, sehr gerne nach dem „Mord der Woche“-Prinzip. Wenn ihr Empfehlungen für mich habt, sehr gerne her damit! Ich habe nämlich das Gefühl, dass das Genre langsam ausstirbt und nur noch die angefangenen Serien beendet werden, aber wenige neue erscheinen. 

Balthazar – Staffel 1*

Die Handlung: Raphael Balthazar (Tomer Sisley) ist Gerichtsmediziner. Er assistiert Captain Helene Bach (Helene de Fougerolles) und ihrem Team am Tatort und führt mit seinem Team dann die Obduktionen durch. Doch sein scharfer Verstand und seine stummen Dialoge mit den Opfern führen dazu, dass er auch bei den Ermittlungen mithilft und meist die zündende Idee hat.

Meine Meinung: Einen ausführlichen Beitrag habe ich euch bereits geschrieben, ihr findet ihn hier. Kurzzusammengefasst ist die Serie durch den französischen Charme sehr erfrischend, hat spannende Fälle und ein großes Geheimnis im Hintergrund. Schade, dass die Nebencharaktere sehr blass bleiben.

The Mentalist – Staffel 1-4

Die Handlung: Patrick Jane (Simon Baker) war jahrelang als Medium unterwegs und zockte ahnungslose Kunden ab. Als er sich bei einem Fernsehinterview mit dem Serienkiller „Red John“ anlegt, tötet dieser seine Frau und seine Tochter. Daraufhin hängt er den Mentalistenjob an den Nagel und arbeitet jetzt als Berater beim CBI. Dort stößt er mit seiner selbstherrlichen Art und bewusst anderen Art zu denken an, hat aber eine hohe Verbrechensaufklärungsrate.

Meine Meinung: Eine Crimeserie, die bisher komplett an mir vorbeiging, obwohl sie schon ein paar Jahre auf den Buckel hat und sich auch einiger Beliebtheit erfreute. Doch irgendwie fand ich keinen Zugang zur Serie, bis ich letztes Jahr dasaß und unbedingt meine Herbstcrimeserie brauchte. Also wagte ich doch mal einen Blick und wurde positiv überrascht. Wir haben hier das klassische Team mit Teresa Lisbon (Robin Tunney) als Leiterin der Einheit. Unterschied ist hier schon, dass die Ermittlungen nicht von einem direkten Polizeidepartement durchgeführt werden, sondern vom CBI, also einer übergeordneten Einheit für Kalifornien. An Janes Art muss man sich gewöhnen, für den Zuschauer ist sie wahrscheinlich wesenlich amüsanter als für seine Kolleg*innen. Die Fälle sind durchwachsen, manche spannender als andere, aber durch das Mörder of the Week Prinzip, ist für jeden etwas dabei.
Lediglich die übergeordnete Geschichte rund um Red John, auch wenn sie am Anfang noch spannend war, wird irgendwann nur noch nervig. Klar brauchte Jane mit seinem brillianten Verstand einen würdigen Gegner, aber nicht in jeder Staffel wieder. Ab Staffel 5 wurde es mir dann auch etwas zuviel, weswegen ich eine Pause von der Serie genommen habe, die noch andauert. Vielleicht sehe ich irgendwann mal weiter.

Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle – Staffel 1

Die Handlung: Peregrine Fisher bekommt überraschend das Erbe ihrer Tante Phryne, die sie nie kennengelernt hat. Dabei lernt sie die Damen aus dem Club der Abenteurerinnen kennen. Kurzentschlossen will sie in die Fußstapfen ihrer Tante treten und versucht sich als Privatdetektivin. Hilfe bekommt sie von Detective James Steed.

Meine Meinung: Spin-off der beinahe gleichnamigen Serie. Statt in den 1920er Jahren, befinden wir uns inzwischen in den bunten 1970er Jahren. Hier wird zugleich der Club der Abenteurerinnen vorgestellt, der in der Originalserie keine Erwähnung fand, aber anscheinend eine große Rolle in Phrynes Leben spielte. Daran und auch an die neue Protagonistin Peregrine musste ich mich eine Doppelfolge lang gewöhnen. Danach hatte mich die Serie für sich gewonnen. Mit 8 Episoden á 4 Doppelfolgen ist die Staffel modern kurz gehalten. An die Doppelfolgen musste ich mich zwar auch gewöhnen, da eine Folge so Spielfilmlänge hat, was sich natürlich auf die Dynamik auswirkt.
Ansonsten weichen die Fälle gerne mal ein bisschen von der Norm ab und natürlich ist es hier gerade das Zusammenspiel aus Peregrine, James Steed und den anderen Abenteurerinnen, die eine ganz besondere Mischung bilden und der Serie unglaublich viel Charakter verleihen. Das ganze eingebetet in das Australien der 1970er Jahre gefällt mir fast noch besser als die Oriignalserie.

True Detective – Staffel 3

Die Handlung: 1980 werden die Detectives Wayne Hays (Mahershala Ali) und Roland West (Stephen Dorff) zu einem Entführungsfall gerufen. Die Kinder von Tom Purcell (Scoot McNairy) sind abends nicht heimgekehrt. 10 Jahre später wird der Fall mit neuen Beweisen neu aufgerollt. Weitere 25 Jahre später befasst sich Wayne Hays durch ein Fernsehinterview erneut mit dem Fall.

Meine Meinung: Nach einer starken ersten Staffel, gab es die zweite, die vom Stil her sehr anders war und eher durch den namenhaften Cast überzeugen konnte. Lange Zeit habe ich die Serie ruhen lassen, doch jetzt wollte ich der dritten Staffel nochmal eine Chance geben. Da es sich um eine Anthologie handelt, haben wir hier einen neuen Fall, neue Charaktere und auch neue Darsteller. Besonders gefreut habe ich mich über Mahershala Ali, da ich ihn als Schauspieler sehr gerne sehe. Wie schon in der ersten Staffel wird die Serie über drei Zeitebenen erzählt. Hier wird mit Alterungstechniken gearbeitet, da die Darsteller*innen über die Zeitebenen nicht gewechselt werden. Im Gegensatz zu meinen sonstigen Crimeserien handelt es sich hierbei um einen Fall über die ganzen acht Folgen. Ich merke wieder, warum ich das Prinzip nicht mag. Zwar wird hier noch versucht zusätzliche Handlung und Spannung durch die verschiedenen Zeitebenen einzubringen, dennoch zieht sich die Serie. Das war in Staffel 1 irgendwie noch besser gelöst. Zeitgleich ist es fast auch gut, dass sich die Serie Zeit lässt, so können verschiedene Thematiken mit beleuchtet werden, wie Rassismus und Vorurteile.

Habt ihr eine Serie davon gesehen? Wie fandet ihr sie?

*Balthazar Staffel 1 wurde mir von Glücksstern-PR als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

Eine Handvoll Serien – 05/21

Herzlich Willkommen zur fünften Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit dabei: ein peinlicher Vater, ein Höllenfürst, frittierte Leckereien, erste Highschoolerfahrungen und ein neu inszeniertes Musical.

Dad stop embarrassing me – Staffel 1

Die Handlung: Unternehmer Brian Dixon (Jamie Foxx) lebt zusammen mit seinem Vater und seiner Schwester. Große Aufregung herrscht, als auch seine Tochter Sasha (Kyla-Drew) ebenfalls zu ihm zieht. Doch der Balanceakt zwischen cooler Dad und strenger Vater gelingen ihm nicht immer.

Meine Meinung: Dad stop embarassing me wollte vieles sein. Jung, hip, erfrischend, eben ein Gegenpol zu den gängigen Sitcoms. Leider ist sie vorangig eins: Nervig. Denn gerade Jamie Foxx in der Rolle des Brian Dixon ist eine schlechte Parodie auf so ziemlich alles. Das seine Firma bei seinen Führungsqualitäten überhaupt Erfolg hat, kauft man der Serie an keiner Stelle ab, seine sozialen Kompetenzen sind auch eher mangelhaft, was die Frage auffwirft, wieso überhaupt noch jemand mit ihm befreundet ist. Und das locker-strenge Vater-Tochter-Verhältnis ist auch eher ein sprunghafter Wechsel. Zumal die strenge Seite selten irgendwo begründet ist und wenn doch sehr schnell ins Lächerliche gezogen wird. Die Serie weist nicht einen guten Gag auf, die Charaktere bleiben bis zum Ende flach. Lediglich eine halbwegs gute Folge – ich sag nur Grillwettbewerb – macht die Serie erträglich. Das Prinzip ist ansonsten auch bei allen gleich: Brian hat irgendeine abstruse Idee, seine Tochter macht, was sie will, er schimpft, sie heult rum, was er für ein gemeiner Vater ist und letztlich macht sie doch wieder, was sie will. Letztlich dürfte es hier wohl keine zweite Staffel geben und selbst wenn, dann ohne mich.

Dad stop embarassing me ist auf Netflix verfügbar

Lucifer – Staffel 5

Die Handlung: Lucifer (Tom Ellis) ist wieder in der Hölle, um dort nach dem rechten zu sehen. Unterdess taucht sein Bruder Michael (Tom Ellis) auf und gibt sich als den Höllenfürsten aus. Doch Chloe (Lauren German) kommt dahinter. Fortan geht es um Geschwisterrivalität und ob Lucifer und Chloe endlich zueinander finden.

Meine Meinung: Nach der viel zu langatmigen dritten Staffel, wurde sich in der vierten – also nach der Rettung durch Netflix – auf eine kurze und knackige Handlung geeinigt, die man wieder gut sehen konnte. Nun brachte die fünfte wieder die am Anfang übliche Länge von 16 Folgen. Und das funktionierte leider gar nicht. Denn zwischendurch hat die Serie echt gute Einfälle und gerade die Folgen, in denen Gott auftaucht und aktiv an der Handlung teilnimmt, waren spaßig, spannend und hatten die guten alten Lucifer Vibes. Alles darüber hinaus leider gar nicht. Hier dreht sich die Handlung immer wieder im Kreis, die Charaktere machen die gleichen Fehler immer wieder und gerade die Beziehung zwischen Lucifer und Chloe war nicht die lang ersehnte, sondern eins der nervigsten hin und hers der Serienlandschaft. Bei jedem „aber diesmal wirklich“ hatte ich nur noch ein müdes Augenrollen übrig, denn es folgte das unvermeidbare „aber da ist noch dieses eine letzte Problem“. Auch die ganze Sache mit Michael und Tom Ellis nerviger Doppelrolle wird nach zwei Folgen einfach zu viel. Kurzum: Weniger Beziehungsdrama und vielleicht zwei Staffeln draus machen (einmal mit der Gott-Thematilk einmal mit der Michael-Thematik) und alles wäre wesentlich runder geworden.

Lucifer ist auf Prime Video im Abo enthalten

Fresh Fried & Crispy – Staffel 1

Die Handlung: Essenskritiker und Fast Food Fan Daym Drops reist durch die USA auf der Suche nach außergewöhnlichen Kreationen. Die einzige Voraussetzung: Die Essen müssen an irgendeiner Stelle frittiert sein. Je mehr desto besser.

Meine Meinung: Ganz wichtiger Tipp vorab: Schaut diese Serie nicht, wenn ihr hungrig seid und erst recht nicht, wenn ihr gerade abnehmen wollt. Denn die Massen an Essen und vor allem das viele Frittierfett setzt allein beim Zuschauen schon an den Hüften an. Pro Folge gibt es in einer Stadt durchschnittlich drei Restaurants, die besucht werden, wobei eins meist etwas größer aufgezogen wird. Wenn man Fan von frittiertem Essen ist, so findet man hier noch viele Ideen, da die Köstlichkeiten auch fernab des bekanntem sind und die volle Bandbreite des Möglichen abdecken. Zwischenzeitlich kann man über einige Kreationen zwar nur noch den Kopf schütteln, denn die Antwort auf die Frage, wie viel willst du frittieren, hier „ja“ zu lauten scheint. Oder frittierte Einzelbestandteile noch einmal als ganzes frittiert werden. Doch in den USA ist alles möglich. Mit Daym Drops hat man den idealen Moderator gefunden. Bekannt geworden ist er durch das Testen von Fast Food und ist hier ganz in seinem Element. Besonders sympathisch wurde er mir durch seine Abneigung gegen Tomaten, aber das ist dann wohl eine sehr subjektive Beurteilung. Grundsätzlich schafft er es, die Folgen spannend zu moderieren, auch wenn der Ablauf gleichbleibend ist. So und nun entschuldigt mich, ich muss mein Essen frittieren.

Fresh Fried and Crispy ist auf Netflix verfügbar

Noch nie in meinem Leben – Staffel 1

Die Handlung: Devi Vishwakumar (Maitreyi Ramakrishnan) hatte im letzten Schuljahr den Tod ihres Vaters und einer vorübergehende Lähmung zu verarbeiten. Nun will sie an der Highschool voll durchstarten und beliebter werden. Immer an ihrer Seite sind ihre besten Freundinnen Eleonor Wong (Ramona Young) und Fabiola Torres (Lee Rodriguez).

Meine Meinung: Die Beurteilung dieser Serie auf einer halbwegs objektiven Schiene, fällt mir bei dieser Serie besonders schwer. Denn viele Folgen haben mich durch die Themen Mobbing und Außenseiter stark getriggert – und ja, ich meine wirklich triggern im Sinne von psychischen und physischen Negativwirkungen. Dadurch brauchte ich beim Schauen einige Pausen und Ablenkung und habe immer wieder überlegt sie abzubrechen. Gleichzeitig hat sie mir durch ihre lockere Erzählweise und tollen Charaktere vor allem im Nebencharakterbereich gut gefallen, so dass ich doch der kompletten ersten Staffel eine Chance gegeben habe. Denn auch wenn es eigentlich normal sein sollte, so ist hier doch auffällig, wie wunderbar divers die Serie ist. Sie bietet Einblick in andere Kulturen, vor allem, da die Protagonistin indische Wurzeln hat, und inkludiert gleichzeitig noch LGBTQIAP+ Themen. Leider ist die Serie durch die Aufgewecktheit der Protagonistin für mich sehr anstrengend zu gucken. Dafür liebe ich den Großteil der Nebencharaktere. Ich bin also gleichzeitig begeistert von der Serie und konnte doch nicht richtig mit ihr warm werden. Ob ich die zweite Staffel sehen werde, weiß ich noch nicht.

Noch nie in meinem Leben ist auf Netflix verfügbar

High School Musical – das Musical – die Serie – Staffel 1

Die Handlung: Die neue Theaterlehrerin Miss Jenn (Kate Reinders) will den Film High School Musical neu inszenieren, da er an dieser Schule gedreht wurde. Doch schon beim Casting treten Probleme auf, da Nini (Olivia Rodrigo) als Gabriella gecastet wurde und ihr Ex-Freund Ricky (Joshua Bassett) als Troy. Dies stößt gerade ihrem neuen Freund EJ (Matt Cornett) bitter auf. Bei den Proben tauchen immer wieder neue Hindernisse auf, die es zu beheben gilt.

Meine Meinung: High School Musical gehört für mich einfach zu meiner Jugend dazu. Zu dem Zeitpunkt war ich im richtigen Teeniealter und in der Musical-AG meiner Schule, wo wir alle begeistert anfingen die Tänze zu lernen und die Lieder mitzusingen, wann immer sich die Gelegenheit bot. Für mich spielt also ein hoher Nostalgiefaktor mit rein. So hatte ich bereits vorab gehört, dass die neue Serie auf Disney+ nicht so richtig funktionieren soll, wollte ihr aber unbedingt eine Chance geben. Und ich bin sehr hin- und hergerissen. Denn zum einen mochte ich den sehr lockeren Erzählstil der Serie und auch hier gab es gerade bei den Nebencharakteren viele, die mir sofort sympathisch waren und mit denen ich mitgefiebert habe. Das Drama und die Hauptdarsteller*innen und auch das gesamte Drama um die Musicalproben, waren mir dagegen ziemlich egal. Da dies aber den Großteil der Serie einnahm, hatte ich zwischen den einzelnen Folgen teilweise große Pausen, da es mich nicht gerade in den Finger juckte, weiterzuschauen, was selten ein gutes Zeichen ist. Es war kein direktes Durchquälen, denn wenn ich eine Folge sah, gefiel es mir auch, aber es war auch kein Drama zwischendurch aufzuhören. Auch für die zweite Staffel bezweifel ich, dass das Prinzip noch einmal funktioniert. Dennoch könnte es sein, dass ich ihr irgendwann nochmal eine Chance gebe.

HSMDMDS ist auf Disney + verfügbar

Habt ihr eine davon gesehen? Wie hat sie euch gefallen?

Rückblick auf den August 2021

Die Kinos sind weiterhin geöffnet – außer mein Stammkino, das hatte mit einer defekten Klimaanlage zu kämpfen. Dennoch habe ich keine Mühen und Kosten gescheut und bin für euch mehrfach in andere Städte gereist. Dann hatte ich Urlaub und konnte tatsächlich mal ein bisschen abschalten. Und (um mal etwas persönlicher zu werden): Ich habe von meinem langjährigen Partner einen Antrag bekommen. Ich bin jetzt also verlobt (und noch immer ein wenig hyped deswegen 😀 ). So nun aber ganz schnell zum medialen Rückblick auf den vergangenen Monat.

Neulich in der Sneak

Killer’s Bodyguard 2: Griechenland ist nach einer Ankündigung der EU im Ausnahmezustand. Dies nutzt Aristotle Papadopoulos aus, um Hackerangriffe an zentralen Knotenpunkten auszuführen. Der eigentlich in einer Auszeit befindliche Bodyguard Michael Bryce  wird von Sonia abgeholt, um ihren Mann Darius Kincaid zu befreien. Kurz darauf wird den dreien der Auftrag gegeben, Papadopoulos aufzuhalten. – Ein zweiter Teil, den niemand brauchte und der auf mehreren Ebenen problematisch ist.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Jungle Cruise: Die Forscherin Lily Houghton begibt sich 1916 in den Amazonas, um dort einen geheimnisvollen Baum zu finden, dessen Blüten angeblich alle Wunden heilen können. Zusammen mit ihrem etwas ängstlichen Bruder McGregor heuern sie Frank Wolff an. Doch sie sind nicht die einzigen, die den Baum suchen. – Nette Grundidee, mangelhafte Umsetzung.

In the Heights (OV): Usnavi ist Besitzer eines kleinen Ladens in Washington Heights einem Stadtteil von New York City. Dort trifft sich die Gemeinschaft, die alle unterschiedliche Sorgen haben. Als dann auch noch das Gerücht umgeht, dass jemand 96.000 Dollar im Lotto gewonnen hat, gibt es kein Halten mehr. – Ohrwurmgefahr bei diesem mitreißenden Musical.

Cash Truck: „H“ stößt neu zu einer Geldtransportfirma. Trotz seiner schweigsamen Art findet er sich gut ein. Als der Transporter überfallen wird, beweist er erstaunliches Geschick mit der Waffe. Doch er hat ein Geheimnis. Denn sein Sohn starb bei einem ähnlichen Überfall und er setzt alles daran die Mörder zu finden. – Guter Erzählstil, braucht am Anfang ein bisschen um den richtigen Ton zu finden.

Free Guy: Guy lebt in Free City. Was er nicht weiß ist, dass er ein Charakter in einem Videospiel ist. Als er auf Molotov Girl trifft, fällt er aus seiner Endlosschleife heraus und versucht sie zu beeindrucken. Diese wiederum ist eine Spielerin, die einen Feldzug gegen den Entwickler des Spiels führt. – Eine wunderbare Videospieladaptionparodie, die viel Spaß macht.

The Suicide Squad: Eine neu zusammengestellte Task Force X unter dem Kommando von Rick Flag wird auf die Insel Corto Maltese geschickt, die gerade einen Militärputsch hinter sich hat. Sie sollen den Thinker finden und in der Geheimbasis Jotunheim ein Projekt sicherstellen. Dabei geht, wie der Name verrät, einiges schief. – Nicht der erhoffte Neuanfang, aber auch kein kompletter Reinfall.

The Father: Anthony ist 80 Jahre alt und dement. Dennoch will er seine Wohnung nicht verlassen und beteuert, dass er gut allein zurecht kommt. Seine Tochter Anne versucht so gut es geht für ihn da zu sein, doch stößt allmählich an ihre Grenzen. – Brilliant gespielt, die Handlung ergibt sich erst gegen Ende vollständig. Überzeugt vor allem durch den unkonventionellen Erzählstil.

Promising Young Woman: Cassie Thomas hat ihr Medizinstudium nach dem Selbstmord ihrer besten Freundin abgebrochen. Jetzt arbeitet sie in einem Café und verbringt ihre Abende in Clubs, wo sie so tut, als wäre sie sturzbetrunken und dann mit Männern mitgeht, die sie als leichte Beute ansehen. Nach und nach sucht sie Leute aus der Vergangenheit auf, um die Geschehnisse auf unkonventionelle Art aufzuarbeiten. – Locker erzählt, dabei ein schwieriges, aber wichtiges Thema sehr gut aufgearbeitet.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Snake Eyes: G.I. Joe Origins: Film 1 fand ich relativ gut, Film 2 habe ich nie gesehen aber dieses Spin-off sieht ganz interessant aus.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Tom & Jerry, Reminiscence – Die Erinnerung stirbt nie

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Das wandelnde Schloss: Eine junge Hutmacherin wird von einer Hexe verflucht und wacht als alte Frau auf. Auf ihrer Suche nach Erlösung, trifft sie auf einen Zauberer in einem wandelnden Schloss. Sie heuert als seine Putzfrau an und merkt, dass auch er errettet werden muss. – Bisher eines meiner liebsten Studio Ghibli-Filme.

The guy who didn’t like musical: Paul mag keine Musicals. Doch nach einem Kometenabsturz fangen alle um ihn rum an zu singen und tanzen. Was hat es damit auf sich? – Leicht abgedrehte Musicalnummer, die total viel Spaß macht.

Twisted – the untold story of a Royal Visier: Was wäre, wenn nicht Aladdin der Held der Geschichte wäre, sondern Dschafar total missverstanden? – Ein Musical, eine Disney Parodie und dann auch noch tolle Charakterentwicklung.

Denn sie wissen nicht, was sie tun: Jim Stark kommt neu an die Schule und muss sich mit einer Gruppe Rowdys auseinander setzen. Bei einer Mutprobe stirbt der Anführer. Es folgt eine Nacht voller Erkenntnisse, Flucht, Jagd und vor allem Konflikte zwischen den Jugendlichen und den Erwachsenen. – Braucht ein wenig, um in Fahrt zu kommen, dann umso wichtiger.

Schindlers Liste: Oskar Schindler ein Mitglied der NSDAP will eine Emaillefabrik bei Krakau zu neume Leben erwecken und benötigt dafür Arbeiter. Aus Kostengründen entscheidet er sich für Juden aus dem neugeschaffenem Ghetto. Über die Jahre setzt er sich immer wieder für seine Arbeiter*innen ein und rettet damit ca. 1200 Juden*Jüdinnen das Leben. – 195 Minuten bedrückende Geschichte und jede Szene ist notwendig und wichtig.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

High School Musical – das Musical – die Serie – Staffel 1 (Nette Idee, funktioniert stellenweise auch ganz gut, aber tendenziell zu wenig oder zu einfallslose Lieder)

The Unicorn – Staffel 2 (Auch die zweite Staffel hat wieder großen Spaß gemacht und die Charaktere sind einfach nur zum liebhaben)

Cooking with Paris – Staffel 1 (Fragt mich nicht, warum ich die Serie geguckt habe, aber sie ist eher aufgesetzt als cringe, also durchaus mal einen Blick wert)

We bare bears – Staffel 1 (Charmante Animationsserie über drei Bären und ihre Suche nach Freunden)

Motel Makeover – Staffel 1 (Haltet den Rosé bereit, denn diese Serie schafft es Stil, Freundschaft und ein großes Renovierungsprojekt zu vereinen. Haltet mich aber bitte davon ab meine Wohnung jetzt auch apricot pink streichen zu wollen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 7
Seiten gesamt: 2.529
Seiten pro Tag: 82 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 5
E-Book: 1

Malady Savage Love: Maladys Aufenthalt auf Madeira bei den Almeida Brüdern wird gefährlicher. Ein Anschlag auf Jupiter sorgt für strengere Sicherheitsbestimmungen, was Narciso ins Spiel bringt. Der Strudel aus Gewalt, Gefühl und Begehren wird stärker. – Solider zweiter Teil, bei dem man das bekommt, was man nach Band 1 erwarten kann.

Der Orden des geheimen Baumes 1 – Die Magierin: Ein gespaltener Kontinent. Während im Osten Drachen verehrt werden und die junge Anwärterin Tané darauf hofft eine Drachenreiterin zu werden, lebt der Westen in ständiger Angst, dass die großen Erhabenen wieder erwachen und die Welt in Dunkelheit stürzen. – Schwieriger Erzählstil, lange Aufwärmphase, aber letztlich tolle Geschichte.

Bluescreen: Lizzie Benett ist eine Auszubildende bei einem Regionalsender. Dort trifft sie auf den Moderator Will Darcy, da der Sender seine Sendung übernommen hat. Auf den ersten Blick sind beide wenig begeistert von einander. Können Sie ihren Stolz und ihre Vorurteile überwinden? – Tolle Jane Austen Adaption, hinten raus ein wenig langatmig.

Unter gläsernen Fassaden: Moritz ist eigentlich hochbegabt und verliert sich gerne in seiner Welt aus Zahlen. Nur, dass seine Eltern ihn gerne als Anwalt sehen würden. Während er bei seinem Vater und seiner Stiefmutter für Hausarbeiten ausgenutzt wird, reagiert seine Mutter regelmäßig ihre Wutanfälle an ihm an. Dann verliert er auch noch sein Notizbuch. Dies findet Josie, die ein Faible für Codes hat und daher versucht Moritz‘ zu knacken. – Schwieriges Thema, aber tolle Umsetzung und so voller Hoffnung geschrieben.

Das Lied der Nacht: Dunkle Schatten reisen durch das Land und schlachten alles ab, was auf ihrem Weg liegt. Nur der Wanderer Weys und die Bardin Caer finden einen Weg ihnen zu entkommen. Dabei lauert die Gefahr überall. – Poetischer Schreibstil und blutige Handlung vereinen sich zu einer tollen Geschichte.

Das Meer der Legenden: Die Halbnixe Mavi landet durch Zufall auf dem Schiff des berüchtigen Piraten Tairon wieder. Da sie auf der Flucht vor einem anderen Mann ist, schließt sie sich der Gruppe an und segelt Abenteuern entgegen. – Spannende Abenteuergeschichte mit tollen Charakteren.

Das Phantom der Oper: Die neuen Operndirektoren Moncharmin und Richard sind wenig begeistert über die Gerüchte eines Phantoms, das auch noch Geldforderungen stellt. Doch die kommenden Ereignisse rund um die Sängerin Christine Daaé sind kaum zu erklären. – Ein weiterer Klassiker von meiner Liste. Im Oktober folgt ein Projekt dazu 😉

Eine Handvoll Serien – 4/21

Herzlich Willkommen zu vierten Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit einem frischen Witwer, einer alkoholisierten Flugbegleiterin, Außerirdischen auf der Erde, einem tapferen Mädchen im Abenteuer Großstadt und ausgebrochenen Androiden.

The Unicorn – Staffel 1

Die Handlung: Wade hat vor einem Jahr seine Frau verloren. Nach der Trauerphase müssen er und seine beiden Töchter Natalie und Grace wieder nach vorne schauen. Immer mit dabei sind die befreundeten Pärchen Forrest und Delia und Ben und Michelle. Die sind es auch, die Wade ermutigen wieder zu daten. Denn als Witwer sei er ein „Unicorn“ und daher sehr begehrt bei den Frauen.

Meine Meinung: The Unicorn ist eine Comedy-Serie, die im Gegensatz zu Sitcoms nicht auf Massengags setzt, sondern die Charaktere aufbaut und durch die Interaktion dann für eine Menge guter Stimmung sorgt. Dabei hat jede Familie so ihre Eigenheiten, die aber einfach nur liebenswert sind. Die Freundschaft nimmt man ihnen ab, auch wenn bzw. gerade weil sie so verschieden sind. Der Fokus liegt grundsätzlich auf Wade und seine Geschichte, doch man erfährt auch eine Menge über die anderen. Die Folgen sind in sich abgeschlossen, auch wenn Wades Dates und die Überwindung der Trauerphase in allen Folgen eine Rolle spielt. Darüber hinaus geht es um Freundschaft, Familie und Beziehungen. Selten wird von diesen Themen abgewichen. Dadurch hat die Serie aber auch die Möglichkeit alle Aspekte zu durchleuchten. So schafft sie die richtige Balance aus Handlung, Charaktere und Witz.

The Unicorn ist bei Sky Ticket enthalten

The Flight Attendant – Staffel 1

Die Handlung: Cassie Bowden ist Flugbegleiterin für die Business und First Class. Auf einem Flug nach Bangkok trifft sie auf den charmanten Geschäftsmann Alex Sokolov, mit dem sie die Nacht verbringt. Nach einer alkoholreichen Nacht wacht sie neben Alex auf, dem die Kehle durchschnittnen wurde. Nach einem Anruf bei ihrer Anwaltsfreundin Ani, beschließt Cassie einfach zu fliehen, doch schon bald ist das FBI auf sie aufmerksam geworden – und nicht nur die.

Meine Meinung: Nachdem ich ein paar lobenswerte Kritiken über die Serie las, in denen vor allem Kaley Cuocos Schauspiel gelobt wurde, war ich neugierig. Da HBO Max noch nicht in Deutschland angekommen ist, landete die Serie auf Prime. Leider hatte ich die Kritiken wohl nicht genau genug gelesen, so war mir entgangen, dass es sich bei The Flight Attendant um einen Psychothriller handelt. Leider so gar nicht mein Genre. So kam es auch, dass ich mich mit der Serie sehr schwer getan habe. Denn womit ich grundsätzlich in Serien und Filmen nicht klar komme ist, wenn einem nicht geglaubt wird. Wenn alles danach aussieht, als ob die Person lügen würde und sich Familie und Freunde immer mehr abwenden, obwohl man als Zuschauer weiß, dass Cassie nicht verrückt ist oder sich das alles nur einbildet. Wenn ich von meiner subjektiven Abneigung mal absehe, ist die Serie dennoch spannend aufgebaut, auch wenn 1-2 Folgen weniger ihr durchaus gut getan hätten. Denn so rennt Cassie einmal zu oft von a nach b um das gleiche zu tun. Dabei sind es gerade die ersten und die letzten Folgen, die einen von der Qualität überzeugen und ordentlich in Atem halten. Über Kaley Cuocos Leistung kann man sagen, dass sie einfach nur dauerbetrunken spielt und dabei ihren üblichen Gesichtsausdruck aufsetzt. Man kann aber auch anerkennen, dass er gut zur Rolle passt.

The Flight Attendant ist bei Prime Video enthalten

Solar Opposites – Staffel 1

Die Handlung: Die Aliens Korvo, Jesse, Terry und Yumyulack mussten von ihrem Heimatplanten fliehen und landeten auf der Erde. Nun versuchen sie sich anzupassen und gleichzeitig einen Weg zu finden, um zurückzukehren.

Meine Meinung: Justin Roiland hat zusammen mit Dan Harmon an Rick & Morty als Showrunner gearbeitet. Nun landete seine neue Serie auf Star (Disney+). Der Vergleich mit Rick & Morty liegt allein durch den Zeichenstil nahe. Doch auch Erzählstil und vor allem der Humor ähneln sich. Dennoch ist Solar Opposites noch einmal von allem eine Schippe mehr. Derber, ruppiger, blutiger und vor allem gewalttätiger. Wer schon mit Rick & Morty seine Probleme hatte, wird hier ebenfalls nicht glücklich. Wer damit kein Problem hatte, dürfte hier fündig werden. Die ersten Folgen braucht die Serie auch noch, um sich zu finden. Dann sind Charaktere soweit gefestigt, dass man sich auf die einzelnen Folgen konzentrieren kann. Dabei sind es eher die Nebenhandlungen, die überzeugen können, wie z.B. die Badlandadaption mit geschrumpften Menschen. Leider bin ich bis zum Ende nur mit der Hälfte der Familie warm geworden, so dass es mir stellenweise schwer fiel, weiter zu schauen. Dennoch ist mein Interesse geweckt, so dass ich der zweiten Staffel wohl auch noch eine Chance geben werde.

Solar Opposites ist bei Disney+ enthalten

Hilda – Staffel 1

Die Handlung: Hilda lebt mit ihrer Mutter und ihrem Hirschfuchs Hörnchen mitten in der Wildnis. Bis sie dort ein Problem mit den Elflingen und ein paar Riesen hat. Ihre Mutter beschließt daher nach Trolberg zu ziehen, damit Hilda in einer sichereren Umgebung aufwächst. Diese ist davon nicht begeistert, zumal es ihr schwer fällt sich einzuleben. Doch in David und Frida findet sie Freunde.

Meine Meinung: Hilda mag vom Zeichenstil und auch von der Coloration eher einfach gehalten sein, aber dafür ist es wunderbar niedlich. Die Fantasiewesen entsprechen zwar auch den gängigen Klischees, dennoch passen sie wunderbar in die Welt und bekommen dort eine ganz eigene Richtung und werden mit so viel Liebe ausgebaut, dass sie schnell zu etwas besonderem werden. Wirklich besonders sind aber die Charaktere und die um sie gebaute Handlung. Irgendwo scheint es eine Serie über die Findungsphase eines Mädchens zu sein, die lange allein in der Wildnis lebte und sich jetzt in der Stadt einfinden muss, aber die Serie bietet so viel mehr. Die ganzen kleinen magischen Einfälle und Hildas sehr besondere Art an die Dinge heranzugehen, sind so liebenswürdig, dass ich mich in jeder Folge neu in die Serie verliebt habe. Ich freu mich schon auf die zweite Staffel.

Hilda ist bei Netflix enthalten

Westworld – Staffel 3

Die Handlung: Dolores hat es aus dem Park geschafft. Im Jahr 2058 in Neo-Los Angeles trifft sie auf Caleb, der ihr hilft und auf einmal mitten in den Ereignissen ist. Denn Dolores will die K.I., die das Leben der Menschen bestimmt vernichten. Dessen Erfinder Engerraund Serac versucht dies zu verhindern. Dafür holt er Maeve ins Boot.

Meine Meinung: Nachdem sich Staffel 2 ziemlich gezogen hat und durch gefühlt 100 verschiedene Zeitlinien kaum noch zu durchblicken war, bessert Staffel 3 hier deutlich nach. Wir haben es aus dem Park geschafft und erfahren, wie es den Menschen dort geht. Gerade mit Caleb haben wir auch die Bezugsperson zur unteren Schicht, die sich keinesfalls den Parkeintritt hätten leisten können. Auch hier ist es wieder schwierig den vielen Charakteren zu folgen, man muss bei jeder Folge am Ball bleiben. Doch im großen und ganzen ist alles ein bisschen leichter aufgebaut und die Entdeckung durch die reale Welt macht großen Spaß. Vielleicht gab es hier und da eine Intrige zu viel oder auch einen Charakter, der zu übermächtig erscheint, aber das sind alles verzeihbare Dinge, da das Gesamtkonzept der Staffel gut passt. Man hätte hier guten Gewissens Schluss machen können. Leider ist eine vierte Staffel geplant, die sich auf ziemlichen Trümmern aufbauen muss, was mich skeptisch auf die blicken lässt. Vielleicht wäre hier einfach gut gewesen. Eine Chance bekommt Staffel 4 dennoch.

Westworld ist aktuell bei Sky Ticket enthalten

Habt ihr eine davon gesehen? Wie hat sie euch gefallen?

Rückblick auf den Juli 2021

War das ein durchwachsender Monat. Mal warm, mal kalt, mal drückend heiß, mal komplett verregnet. Aber viel wichtiger: Die Kinos sind wieder geöffnet! Hoffen wir mal, dass es noch eine Weile so bleibt, aber die Chance habe ich mir nicht entgehen lassen!
Was ansonsten so los war im Juli erfahrt ihr jetzt in meinem medialen Rückblick.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

A Quiet Place II: Nach den Ereignissen in Teil 2 gibt Familie Abbott die Farm auf und sucht abseits der bekannten Pfade nach Hilfe. In einem alten Stahlwerk treffen sie auf Emmett, der ihnen hilft, aber als gebrochener Mann sie am liebsten sofort wieder loswerden will. Regan Abbott empfängt schließlich ein Signal und glaubt, dass es einen sicheren Hafen gibt. – Gelungene und spannende Fortsetzung des stillen Horros.

Cruella: Estella landet nach dem Tod ihrer Mutter in London, wo sie auf die beiden Gauner Jasper und Horace trifft. Nach vielen Jahren des lockeren Lebens findet sie eine Anstellung in einem Warenhaus und schafft es durch ihre Designkünste bei der Baroness Von Hellman angestellt zu werden. Doch dort erfährt sie Sachen über ihre Vergangenheit, den ihre dunkle Seite Cruella heraufbeschwört. – Stilsicher und doch einfach nur cool. Cruella haut einem als Gesamtkunstwerk einfach vom Hocker.

Black Widow: Natasha Romanoff alias Black Widow ist nach den Geschehnissen in Civil War auf der Flucht. In einer sicheren Unterkunft bringt ein Freund ihr ihre Post aus einem Haus in Budapest. Dort ist auch ein Koffer, den ihre Schwester Yelena geschickt hat. Als sie von einem maskierten Kämpfer angegriffen wird, schafft sie es nach Budapest zu fliehen, wo sie auf Yelena trifft. Diese ist frisch auf der Flucht vorm roten Raum – dem Programm, das beide in der Kindheit zu Profikillerinnen ausgebildet hat. Um diesen endgültig zu besiegen, müssen sie sich mit alten Bekannten zusammentun. – Gelungener Auftakt von Phase 4 und würdevoller Abschied der schwarzen Witwe.

Godzilla vs. Kong: Nachdem Godzilla in Florida eine Stadt angegreift, wird er nicht mehr von allen Seiten als Beschützer der Erde gesehen. Gleichzeitig wird der Forscher Dr. Nathan Lind  vom Milliardär Walter Simmons angeworben, um die Hohlerden-Theorie zu untersuchen. Dafür benötigen sie Kong, der inzwischen in einem künstlich geschaffenen Habitat lebt. – Viel Wumms, wenig Handlung, dafür viele Logiklöcher. Optisch auf jeden Fall sehenswert.

Nomadland: Die Nomadin Fern reist durch die USA, nachdem in ihrer Heimat kein Job mehr zu finden war. Dabei nimmt sie überall Gelegenheitsjobs an und wohnt in ihrem Van. Dabei lernt sie allerhand Leute kennen. – Beinahe mediativer Film über eine Frau, die alles verloren hat und sich nun irgendwie durchschlägt.

Der Rausch: Vier Lehrer fühlen sich ein wenig ausgebrannt und gefangen. An einem Geburtstag diskutieren sie die Theorie von Finn Skaderud, dass der Mensch 5 Promille zu wenig Alkohol im Blut hat. Sie beschließen ein Experiment zu starten. – Interessantes Experiment, eine Ode ans Leben.

Nobody: Hutch Mansell ist ein Vorstadtvater, der kein Problem damit hat, gedemütigt zu werrden. Doch nach einem Einbruch in sein Haus kommt seine dunkle Seite zum Vorschein und er startet einen brutalen Rachefeldzug. – Durchchoreographiert wie ein John Wick, aber streckenweise sehr platt, da nur die bekannten Klischees abgearbeitet werden. Stellenweise aber auch sehr unterhaltsam.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Der Spion: Mitten im kalten Krieg wird ein Geschäftsmann aus Großbritannien nach Russland geschickt, da er wenig Aufmerksamkeit auf sich zieht und so den Kontaktmann im Auge behalten kann. – Interessanter Cast und für eine gut erzählte Geschichtsstunde bin ich auch zu haben.

Minari – Wo wir Wurzeln schlagen: Jacob und seine Familie ziehen nach Arkansas, um dort eine kleine Farm aufzubauen. Dabei geht einiges schief. Dann reist die Großmutter aus Korea nach und Sohn David muss mit ihrer Art umgehen lernen. – Diesjähriger Oscarkandidat und es verspricht eine schöne Familiengeschichte zu werden.

In the Heights: In den Washington Heights treffen wir auf eine Gemeinschaft voller Träume rund um den Bodega-Besitzer Usnavi. – Ein Film über ein Musical von Lin-Manuel Miranda. Ja, derjenige, der Hamilton geschrieben hat. Muss ich mehr sagen?

Cash Truck: H nimmt einen Job bei einer Geldtransporter-Firma an, die kurz darauf überfallen wird. Dabei setzt er die Gangster außer Gefecht. Woher kommt seine Treffsicherheit und was sind seine Motive? – Actionfilm mit Jason Statham, wobei die Action gut dosiert aussieht.

Jungle Cruise: Lily Houghton sucht nach einem Baum mit Heilkräften. Dafür braucht sie die Hilfe von Bootsbesitzer Frank, der sie über den Amazonas bringen soll. Eine halsbrecherische Reise steht bevor. – Dem nächsten Film über eine Disneylandattraktion, der erstmal nach viel CGI aussieht.

Filme – auf großem Ferseher gesehen

The Tommorow War: 2022 bekommt die Menschheit Besuch aus der Zukunft. Denn 2051 steckt die Menschheit im Krieg mit Aliens und es sieht schlecht aus. Deswegen werde. Soldaten aus der Vergangenheit benötigt um für 7 Tage in der Zukunft zu kämpfen. Einer davon ist Dan Forester. – Nicht wirklich logisch, nicht wirklich gut, aber ein bisschen Action für Zwischendurch.

Die Vögel: Mitch Brenner spielt Melanie Daniels einen Streich. Sie will sich rächen und fährt dafür zu seinem Haus in Bodega Bay. Dort bleibt sie unerwartet länger und kommt Mitch näher. Doch die Vögel in Bodega Bay fangen an sich sehr merkwürdig zu verhalten. – Klassiker von Hitchcock mit sehr unbefriedigendem Ende.

Kill your friends: In den 1990er Jahren versucht der Musikproduzen Stelfox als A&R-Manager den Durchbruch zu schaffen. Doch die Musikszene ist ein Haifischbecken. Es wird blutig. – Irgendwie nicht spannend, eindimensionale Charaktere und alles viel zu übertrieben.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Dad stop embarassing me – Staffel 1 (Nicht witzig, platte Charaktere, konnte mich nicht überzeugen)

Lucifer – Staffel 5 (Zwischendurch gab es wirklich gute Folgen, aber im großen und ganzen nur noch Beziehungsdrama. Die Luft ist leider seit längerem raus)

Loki – Staffel 1 (Diese Mischung aus Bürokratie, Loki und Zeitreise macht einfach nur Spaß. Spannend, tolle Charaktere und erwähnte ich diese Bürokratie?)

Fresh Fried & Crispy – Staffel 1 (Daym Drops präsentiert allerlei Leckereien aus den USA. Manchmal vielleicht ein wenig zu fettig, aber oftmals Leckereien dabei)

Never have I ever – Staffel 1 (Stellenweise gute Einfälle, im großen und ganzen eher typische Teenagerprobleme, dafür aber ein toller Erzählstil)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 8+3 (=nicht in der Wortwertung)
Seiten gesamt: 2.615
Seiten pro Tag:  84 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 4
E-Book: 2
Manga: 1
Hörspiel: 3

Palast aus Gold und Tränen: Die Dämonenjägerinnen Schneeweißchen und Rosenrot sind auf der Spur der Hexe aus Band 1. Dafür müssen sie ins Zarenreich und damit ins Reich der Baba Yaga. Doch ihre Liebe könnte ihnen dort den Kopf kosten. – Spannende und märchenhaftige Fortsetzung. Jetzt heißt es Warten auf Band 3.

Wild like a river: Jackson ist mit einem Freund im Jasper Nationalpark unterwegs. Als dieser sich verletzt lernt er Haven kennen, die mit ihrem Vater, einem Ranger, im Park lebt. Beide kommen sich näher. Wenn Jackson zurück zum Studium reist, folgt Haven ihm. Jetzt muss sie versuchen in der Stadt zurecht zu kommen. – Typische New Adult Geschichte, aber mit der Natur Kanadas. Habe den Charakteren die Liebesgeschichte nicht ganz abgenommen, aber die Coming-of-age Geschichte war toll.

Die Chroniken von Alice 2 – Die schwarze Königin: Alice und Hatcher sind den Fängen der alten Stadt entkommen. Doch statt in Freiheit finden sie sich in einer verbrannten Ebene wieder. Auf der Suche nach Hatchers Tochter Jenny müssen sie neue Abenteuer bestreiten. – Am Anfang brauchte ich ein bisschen um reinzukommen, aber ab einem gewissen Punkt, ist der Sog des Buches unaufhaltbar.

Fight for forever: Im dritten Band der Reihe muss Gabriel Legend sich seiner Vergangenheit stellen, um sich und alle, die er liebt zu schützen. Er muss wortwörtlich für sein Happy-end kämpfen. – Nach dem Cliffhanger am Ende von Band 2 waren meine Erwartungen hoch, doch das Buch zieht sich wieder, um die Auflösung ans Ende innerhalb weniger Seiten zu quetschen.

Eisige Wellen: Alina und Mal sind dem Dunklen entkommen, doch ihr Glück wärt nicht lange. Auf der Flucht landen sie ausgerechnet dort, wo sie nie wieder hin wollten. Jetzt muss Alina zeigen, was sie kann. Dabei trifft sie auf neue Verbündete und muss um alte Freunde kämpfen. – Zweiter Teil, der die Figuren für Band drei vorbereitet, aber dennoch einiges zu erzählen hat. Es wird nicht langweilig! PS: Ich wäre dann jetzt bereit für Staffel 2 von Shadow & Bone.

My roomate is a cat 4: Subaru hat sich seiner Angst gestellt und eine Signierstunde für seine Bücher abgehalten. Außerdem kommt Leben in seine Wohnung. Haku ist derweil damit beschäftigt, mit den Veränderungen ebenfalls zurechtzukommen. – Auch der vierte Band ist einfach wieder zuckersüß. Vor allem die Veränderungen bei Subaru sind toll zu sehen.

Ein Herz voll Leben: Isabella Kramer ist stolz auf ihren Cupcake-Laden an der Ostsee. Bis ihre beste Freundin stirbt und sie auf einmal das Sorgerecht für die kleine Leni bekommt. Sie versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und braucht jemanden, der ihr im Laden hilft. Da kommt Max wie gerufen. Doch seine Beweggründe sind nicht die, die Isabella erwartet. – Herzzerreißend und voller Mitgefühl. Zwischenzeitlich will man einzelne Charaktere einfach nur schütteln, aber letztlich siegt die Wohlfühlseite.

Malady Wayward: Malady reist aus Nashville nach Madeira, um einen Au-Pair Job anzunehmen. Doch das Anwesen ist wesentlich heruntergekommen als auf den Fotos und über den beiden dort lebenden Brüdern hängt ein Schatten. Was ist passiert? Schneller als ihr lieb ist wird Malady in einen Strudel aus Gewalt, Dominanz und Geheimnissen. – D. C. Odesza steht für Erotik mit Thrillelementen und vor allem Darkanteil. Man sollte hier nicht alles hinterfragen, kann die Geschichte aber so durchaus genießen.

Rufus T. Feuerflieg – Folge 6-8: Anwalt Rufus T. Feuerflieg hat auch in den nächsten Folgen allerhand zu tun. Zeitreisen, ein Poltergeist und eine etwas andere Dungeons and Dragons Version wartet auf seinen brillianten Verstand. – Tommy Krappweis versteht es wieder einmal in kurzen Episoden das größtmögliche Lachpotential zu entfalten. Einfach nur empfehlenswert. 

Loki

Ein Vorwort

Der Marvel-Serienmarathon auf Disney+ geht weiter. Nachdem wir uns filmisch wahrscheinlich von Loki verabschieden können, bleibt er uns zumindest vorerst in der Serienlandschaft erhalten. Nachdem nun auch eine zweite Staffel kurzfristig bestätigt wurde, wollen wir doch mal einen Blick auf die erste Staffel werfen.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Thor, Thor 2 – The Dark Kingdom, The Avengers
Welche Filme aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Thor 3 – Ragnarök, Avengers – Infinity War, Avengers – Endgame – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).

In Thor (2011) lernen wir Loki kennen, der als Baby von Odin als Kriegsbeute von den Eisriesen mitgenommen wurde und als Bruder Thors aufwuchs. Als dieser den Thron Asgards besteigen soll, tauchen Eisriesen auf und stören die Zeremonie. Getrieben von Loki reist Thor mit seinen Freunden nach Jotunheim, um dort Vergeltung zu verüben. Odin kann dies noch verhindern, verbannt Thor aber auf die Erde. Während dieser versucht auf der Erde klarzukommen, fällt Odin in einen tiefen Schlaf. Loki nutzt die Chance und besteigt den Thron. Zusätzlich schickt er den Destroyer auf die Erde, um seinen Bruder endgültig auszuschalten. Dies misslingt jedoch. Auf dem Bifröst kommt es zum Kampf zwischen den beiden Brüdern. Thor wird von Odin gerettet, Loki stürzt sich freiwillig hinab.
In The Avengers (2012) taucht Loki wieder auf und schnappt sich den Thesserakt, einen der Infinity-Steine. Dabei kontrolliert er den Wissenschaftler Erik Selvig und Clint Barton alias Hawkeye. Daraufhin werden die Avengers zum ersten Mal zusammengerufen. Loki kann nach einem Auftritt in Stuttgart zunächst festgenommen werden, entfesselt aber kurz darauf den Hulk und kann so entkommen. Das Team muss sich wieder zusammenraufen, da Loki ein Portal in New York eröffnet hat und die Streitmacht der Chitauri die Erde angreift. Am Ende können die Avengers siegen und Loki wird gefangen genommen.
In Thor – The Dark Kingdom wird Loki verurteilt und sitzt in Asgard im Gefängnis. Beim Angriff der Dunkelelfen stirbt Frigga, seine Mutter, Odin will daraufhin Thors große Liebe Jane Foster, die den Äther durch einen Unfall in sich trägt und daher Angriffziel der Dunkelelfen war, als Köder einsetzen. Thor will das aber unter seinen Bedinungen klären, wofür er Lokis Hilfe braucht. Loki stirbt beim Kampf vermeintlich. Thor und Jane schaffen es mit Hilfe von Freunden die Dunkelelfen zu besiegen. In der After-Credit-Scene sieht man, wie sich Loki als Odin ausgibt, um Thor auf die Erde zu locken, damit er dort mit Jane glücklich wird.
Weitere wichtige Fakten: In Thor 3 – Ragnarök stellt sich Loki schlussendlich auf Thors Seite und hilft dabei die Asen vor der Zerstörung Asgards zu retten. In Infinity War wird Loki von Thanos in der Anfangsszene getötet. In Endgame reisen die Avengers in der Zeit zurück. Unter anderem ins Jahr 2012 und zur Handlung von The Avengers, wo der gefangen genommene Loki mit dem Tesseract antkommen kann.

Die Handlung

Loki Laufeyson (Tom Hiddleston) konnte durch die Zeitreise der Avengers in Endgame mit dem Tesseract fliehen. Doch seine Freude wehrt nur kurz, denn die TVA fässt ihn kurz darauf, weil er gegen den wahren Zeitstrahl verstoßen hat. Er landet vor Gericht und steht kurz vor der Stutzung – also der endgültigen Auslöschung. Doch Agent Mobius (Owen Wilson) setzt sich für ihn ein, da er seine Hilfe braucht, um eine Variante zu finden, die einige Zeitagenten ausgelöscht hat.

Meine Meinung

Loki ist wohl einer der coolsten Bösewichte, die das MCU (Marvel Cinematic Universe) zu bieten hat. Doch nach den drei Thorfilmen und seinem Auftritt in The Avengers, merkte man schon, dass der Figur langsam die Luft ausging. Gerade in Thor 3 – Ragnarök war er kaum mehr als eine Parodie auf sich selbst. Als die Serie zu Loki angekündigt wurde, war ich dementsprechend skeptisch. Bewusst habe ich mir keinen Trailer angesehen, sondern mich ganz unvoreingenommen auf die Serie eingelassen.
Mit der Idee der Zeitreise und das es sich beim gezeigten Loki nicht um den toten aus dem Filmbereich, sondern eine Variante handelt, funktioniert die Serie erstaunlich gut. Die Serie braucht ca. zwei Folgen um in Fahrt zu kommen. Man lernt die TVA kennen, die so wunderbar voller Bürokratie ist. Man möchte sagen, wie aus den 1970er Jahren – oder eben aus den deutschen Behörden in der heutigen Zeit. Dann hat die Serie ihren Rhythmus gefunden und funktioniert gerade wegen der guten Chemie zwischen Loki und Mobius. Loki darf sich hier noch einmal ganz neu entwickeln und wir kriegen auch ganz neue Facetten von ihm zu sehen. 
Der Zeitreisenaspekt funktioniert bis zu einem gewissen Grad, dann treten die üblichen Logiklöcher auf. Wenn man diese einfach akzeptiert, statt zu hinterfragen, hat man mit der Serie eine Menge Spaß. Gerade das Ende lässt einen dann aber wieder hinterfragen, inwiefern die Serie doch noch Auswirkungen auf die Filme – gerade Doctor Strange 2 – haben könnte. Material für die zweite Staffel ist auf jeden Fall noch da. Dennoch wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, die Serie einfach mit ein paar mehr Folgen zu konzipieren, statt gleich eine weitere Staffel draus zu machen.
Grundsätzlich funktioniert die Staffel aber wirklich gut. Es gibt immer wieder neue Handlung, nichts wirkt erzwungen oder gestreckt, es gibt genügend kleine (oder größere) Anspielungen für die Comicfans, tolle Charaktere und genügend zu entdecken. Auch Loki und sein Humor funktioniert wieder deutlich besser, auch wenn er mit der Zeit immer ernster wird. So ist die Vorfreude auf Staffel 2 auf jeden Fall da.

Das Fazit

Loki funktioniert als Serie erstaunlich gut, hadert mit ein paar Logiklöchern im Zeitreisesegment, funktioniert aber gerade durch die Charaktere und die kleinen Feinheiten. Für Loki-Fans auf jeden Fall einen Blick wert.

Rückblick auf das 2. Quartal 2021

Auch das zweite Quartal des Jahres ist bereits geschafft, daher gibt es hier mal wieder einen Rückblick. Hier also im Kurzüberblick meine Highlights von April bis Juni. Jeweils zu Film, Serien und Büchern werde ich euch meine Top 5 vorstellen, die sind aber nicht nochmal gerankt.

Meine fünf filmischen Highlights

  1. Kings of Hollywood

Das Produktionsstudio von Max Barber und seinem Neffen Walter Creason läuft nicht sonderlich gut. Zumal Max Schulden bei Kredithai Reggie Fontaine hat. Doch nach einem Unfall an einem anderen Filmset kommt ihm eine Idee. Er will einen Film drehen, bei dem der Hauptdarsteller am ersten Drehtag bei einem Stunt stirbt und dann die Versicherungssumme abzukassieren. Doch Duke Montana ist widerstandsfähiger als gedacht. – Grundsolide Krimikomödie mit gutem Cast.

2. Mank

1940 soll Herman J „Mank“ Mankiewicz das Drehbuch zu Citizen Kane schreiben. Damit er sich nach einem Beinbruch gleichzeitig auskurieren und schreiben kann, wird er in eine abgelegte Ranch einquartiert. In Rückblenden werden Stationen seines Lebens gezeicht, viele verarbeitet er im Drehbuch. – Mank ist ein spannend geschriebener Film, der sich wunderbar auf die alten Zeiten besinnt und eines der bedeutendsten Filme aller Zeiten neu beleuchtet.

3. The Farewell

Billi Wang lebt in New York nachdem sie mit ihrer Familie aus China ausgewandert ist. Als sie erfährt, dass ihr Großmutter Lungenkrebs hat, ist sie am Boden zerstört. Doch die Familie beschließt der Oma nichts zu sagen, sondern eine Hochzeit zu arrangieren, damit alle sie nochmal sehen. Billi ist hin- und hergerissen zwischen Loyalität zur Familie und dem Wunsch sich richtig von ihrer Großmutter zu verabschieden. – Ein Film zwischen einer anderen Kultur, Trauer, aber auch irgendwo eine lebensbejaende Botschaft.

4. Flora & Ulysses

Flora, 10 Jahre alt, ist Tochter einer Autorin und eines Comiczeichners leidet unter der Trennung dieser. Bis Ulysses bei ihr auftaucht, ein aufgewecktes Eichhörnchen, von dem Flora glaubt, dass es Superkräfte hat. Allerdings ist vor allem Chaos angesagt. – Ein süßer Kinderfilm, der besser ist, als der Trailer glauben lässt.

5. Raya und der letzte Drache

Das Land Kumadra – einst Heimat der Drachen – ist in fünf Clans zerbrochen, die alle nach der Macht des Drachenkristalls streben. Durch einen Unfall zerbricht dieser jedoch und die Druun – Wesen, die alle Lebewesen, die sie berühren, in Stein verwandeln – werden freigelassen. Jahre später ist Raya auf der Suche nach Sisu, der letzten Drachin, um mit ihrer Hilfe die Druun zu besiegen. – Bildschöner Animationsfilm aus dem Hause Disney. Vielleicht ein bisschen zu vorhersehbar, aber mit tollen Themen und Charakteren. 

Meine fünf serienlastigen Highlights

  1. Shadow & Bone – Staffel 1

Ravka ist ein Land, das durch die Schattenflur in zwei Teile geteilt wird. Bei einer Durchquerung ist auch die junge Kartografin Alina Starkov dabei. Als ihr bester Freund Mal dabei fast stirbt, entfesselt sie eine Kraft, von der sie nichts ahnte. Und findet sich kurz darauf bei den Grisha wieder, die alle unterschiedliche Fähigkeiten aufweisen. Gleichzeitig versuchen die Dregs, eine Gruppierung um den Anführer Kaz Brekker, die Flur in die andere Richtung zu durchqueren, um das Kopfgeld zu kassieren, das auf Alina ausgesetzt wurde. – Spannende und bildgewaltige Fantasybuchverfilmung

2. Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 1

Luz Noceda war eigentlich auf dem Weg in ein Sommercamp für schwierige Teenager, in das sie ihre Mutter schicken wollte, nachdem sie in der Schule vermehrt auffällig wurde, da sie eher in einer eigenen Fantasy als der Realtät zu leben scheint. Doch unterwegs folgt sie einer Eule und stolpert prompt durch ein Portal in eine andere Welt. Dort trifft sie auf die Eulenlady und Hexe Eda und ist so fasziniert von der Welt, dass sie beschließt zu bleiben. Und obwohl Menschen keine Magie ausüben können, nimmt die bei Eda Unterricht. – Tolle Kinderanimationsserie, in einer faszinierenden Parallelwelt mit liebenswerten Charakteren.

3. Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle – Staffel 1

Peregrine Fisher bekommt überraschend das Erbe ihrer Tante Phryne, die sie nie kennengelernt hat. Dabei lernt sie die Damen aus dem Club der Abenteurerinnen kennen. Kurzentschlossen will sie in die Fußstapfen ihrer Tante treten und versucht sich als Privatdetektivin. Hilfe bekommt sie von Detective James Steed. – Toller Spin-off in den bunten 1970er Jahren, habe eine Doppelfolge gebraucht, um mich an die neuen Charaktere zu gewöhnen, jetzt liebe ich sie.

4. The Unicorn – Staffel 1

Witwer Wade will ein Jahr nach dem Tod seiner Frau wieder nach vorne blicken. Zwischen Treffen mit seinen Freunden und der Erziehung seiner beiden Töchter versucht er sich auch wieder an Dates. Dabei muss er feststellen, dass er ein sogenanntes Unicorn ist und daher äußerst beliebt. – Witzige Komödie mit guter Themenaufarbeitung und gut eingespielten Charakteren.

5. Westworld – Staffel 3

Dolores hat zusammen mit anderen Host Westworld verlassen und mischt sich nun 2058 in Neo-Los-Angeles unter die Leute. Ihr Ziel scheint eine Maschine zu sein, die die Leben der Menschen beeinflusst. Dabei lernt sie Caleb kennen. Auch andere Host haben es aus dem Park geschafft. – Bisher die wohl spannendste Staffel, zumal sie auch wieder gut strukturiert wirkt, nach dem Wirrwarr in Staffel 2.

Meine fünf buchige Highlights

  1. Und ich leuchte mit den Wolken – Sophie Bichon

Lilou reist nach Paris, um ihre französischen Wurzeln zu erforschen. Dabei trifft sie auf Mignon. Zwischen beiden ist sofort eine Anziehung, doch gerade Mignon möchte sich das nicht eingestehen. – Ich mochte Paris und diese ganzen französischen Attitüten bisher nicht, aber in diesem Buch habe ich alle meine Vorurteile gleichzeitig bestätigt und widerlegt gesehen. Und in die Geschichte von Lilou und Mignon habe ich mich schockverliebt! Schon jetzt ein Jahreshighlight!

2. I am Elektra – Christian Handel

Elektra Hamiltons Körper ist tot, doch ihr Vater konnte ihre Bewusstsein retten. Im Sommerhaus der Hamiltons hat er es in den Körper des vermeintlich toten Klons Kelsie eingesetzt. Nun muss Elektra damit zurecht kommen, ihren Körper verloren zu haben, aber auch ihr Leben an den anderen Klon Isabell. – Zweiter Teil, der zunächst eine eigene Geschichte kreiert und dann den Bogen zum ersten Band schafft. Tolle Geschichte!

3.-5. Ophelia Scale – Die Welt wird brennen | Der Himmel wird beben | Die Sterne werden fallen – Lena Kiefer

100 Jahre in der Zukunft hat König Leopold de Marais von Europa die Abkehr ausgerufen. Dadurch wird der Großteil der Technik verboten. Ophelia Scale sieht dadurch ihre Zukunft bedrohnt und schließt sich der Widerstandsgruppe von ReVerse an. Als der König neue Leute für seine Garde anwirbt, sieht Ophelia eine Chance auf ein Attentat. Nicht gerechnet hat sie mit Lucien, der ihren Plan ordentlich durcheinander wirbelt. Immerhin ist er der Bruder des Königs. – Eine der besten Fantasytrilogien, die ich seit langem gelesen habe! Alle Teile sind rumdum rund und gelungen. So spannend, dass ich sie nicht aus der Hand legen konnte, so mitreißend, dass mich jede Entscheidung der Charaktere mitfiebern ließ. Große Leseempfehlung!

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