Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 5. Türchen

Easy-Bake-Battle – Feiertage auf die leichte Art – Staffel 1 Folge 4

Darum geht’s – in der Serie

Moderator Antoni Porowski sucht die besten Hobbykochenden. Wichtigstes Kriterium: Die Kandidat*innen müssen die Rezepte möglichst einfach, mit vielen Tricks und doch sehr kreativ umsetzen. Denn die Zeit ist knapp.

Darum geht’s – in der Folge

Die Fesstage stehen bevor. Während die Deko rein weihnachtlich ist, ist das Thema Festtagsübergreifend. In der ersten Challenge muss ein Nachtisch erstellt werden, ohne dabei den Ofen zu nutzen. Der inspirierende Festtag ist dabei frei wählbar. In der Easy-Bake Challenge muss ein Thanksgivinggericht gekocht werden, aber kein Truthahn.

Der Weihnachtszauber

Nun die Dekoration sagt eindeutig Hohoho, die Themen für die Challenges lassen es eher offen. Bis auf ein Weihnachtsnachtisch in der ersten Runde, werden eher andere Festtage angesprochen. Dennoch erzeugt es die gleiche Atmosphäre und kann daher gut als Weihnachtsfolge angesehen werden.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 4. Türchen

Community – Weihnachten mit dem Glee-Club – Staffel 3 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Jeff Winger hat bereits jahrelang als Anwalt praktiziert, als herauskam, dass er gar nicht Jura studiert hat. Das soll er jetzt nachholen und geht dafür aufs Greendale Community College. Dort trifft er auf Britta Perry im Spanischkurs und überredet sie mit ihm eine Lerngruppe zu gründen, als Vorwand, um sie zu verführen. Doch Britta hat ihn durchschaut und hat auch andere Leute in die Lerngruppe eingeladen. Im Laufe der Serie wird aus der Lerngruppe eine eingeschworene Gemeinschaft von Freunden.

Darum geht’s – in der Folge

Abed ist unglücklich, weil die Lerngruppe nicht zusammen Weihnachten feiert. Also fällt er auf die Falle des Glee Club Leiters rein, der sie als Ersatz engagieren will, nachdem Jeff für die Auflösung des bisherigen gesorgt hat. Eine nach dem anderen verfallen dem Zauber der Musik.

Der Weihnachtszauber

Nach zwei absolut gelungenen Weihnachtsfolgen könnte man meinen, dass Community die Puste ausging, doch das ist (noch) nicht der Fall. Der Hass auf den Glee Club war bereits in einer vorherigen Folge Thema, doch hier wird die gleichzeitige Faszination und der Hass  gemischt und dann noch mit dem Weihnachtsthema versehen. Dabei gibt es diesmal zwar keine tiefergehende Botschaft, aber Weihnachtsstimmung und die typische gute Laune der Lerngruppe.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 3. Türchen

Dr. House – Nur die Braut Christi – Staffel 1 Folge 5

Darum geht’s – in der Serie

Dr. Gregory House ist ein brillianter Arzt und Spezialist für ausweglose Fälle. Seit eines akuten arteriellen Verschluss im rechten Oberschenkel benötigt er das Schmerzmittel Vicodin, das aber auch ein Opiath beinhaltet und zu einer Abhängigkeit führte. Durch seine ruppige Art stößt er eigentlich alle von sich, rettet aber immer wieder Leben.

Darum geht’s – in der Folge

Kurz vor Weihnachten will House eigentlich nur noch Feierabend machen, bekommt aber noch eine Patientin aufgedrückt. Die Nonne hat einen merkwürdigen Ausschlag. Doch nach der Behandlung hat sie einen Herzstillstand. Caddy vermutet einen Behandlungsfehler, doch House weiß, dass er alles richtig gemacht hat. Doch das zu beweisen, stellt sich als schwierig heraus.

Der Weihnachtszauber

Ein weihnachtliches Wunder oder eher Überstunden statt Familienzeit? Wobei letzteres bei House sowieso nicht vorkommt. Weihnachten im Krankenhaus ist wohl nie gemütlich und so wird sich hier auf den Fall konzentriert, der zumindest religiös angehaucht ist.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Rückblick auf den November 2022

Und schon sind wir wieder mittendrin in der Weihnachtszeit. Im finalen Endspurt habe ich meine 22 für 2022 Listen abgearbeitet, den alljährlichen Serien-Adventskalender gestartet und sehe den Jahresrückblicken und einem Weihnachts-Trashfilm-Marathon entgegen.Doch jetzt wollen wir noch ein letzten Mal auf meinen medialen November zurückblicken.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Wakanda Forever: Der König ist tot und Wakanda ist so verwundbar wie noch nie, da es keinen neuen Black Panther geben kann. Königin Ramonda (Angela Bassett) und Prinzessin Shuri (Letitia Wright) versuchen nicht nur das Land zusammenzuhalten, sie kämpfen auch mit ihrer Trauer. Die Welt giert nach ihren Vibranium-Vorräten. Da taucht ein neuer Mitspieler aus dem Meer auf. Doch ist er Freund oder Feind? – Funktioniert in den ruhigen Momenten besser als in den Actionszenen, reicht nicht an den ersten heran, hebt sich aber positiv von anderen Filmen der vierten Phase ab.

Einfach mal was Schönes: Carla ist Ende 30, Single, aber mit Kinderwunsch. Da ihre biologische Uhr tickt und sie keine Lust mehr auf Männer hat, die sie jahrelang hingehalten haben, beschließt sie, allein ein Kind zu bekommen. Dies stößt in ihrem Familien- und Freundeskreis eher auf gemischte Gefühle. Und dann ist da noch Ole, der deutlich jünger ist, aber ihr von Anfang an sympathisch. – Süßer Liebesfilm, der sich leider am großen Thema etwas verhebt, und den Fokus verliert.

Lyle, mein Freund, das Krokodil: Familie Pimm zieht neu nach New York, da Mr. Pimm dort eine Stelle als Lehrer angeboten bekommen hat. In der ersten Nacht macht Sohn Josh auf dem Dachboden eine Entdeckung: Ein singendes Krokodil. Lyle wurde von seinem Vorbesitzer dem erfolglosen Magier Hector zurückgelassen. Durch Lampenfieber hat er den Mut verloren vor anderen zu singen. So freundet sich Josh mit ihm an. Doch ein Krokodil in der Großstadt ist gar nicht so einfach zu halten. – Süßer Kindermusicalfilm mit sympathischem singendem Tier, tolle Geschichte zum Thema Familie und Freundschaft.

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior: Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht. – Sehr schöner Film, etwas märchenhaft abgehoben, aber wenn man damit leben kann, versinkt man in einer tollen Geschichte.

The Menu: Das Restaurant Hawthorne von Julian Slowik ist absolut exklusiv, liegt auf einer Insel und ist berühmt berüchtigt. Eine Gruppe reicher Menschen bekommt die Chance dort zu dinieren. Doch das Programm ist ganz anders als erwartet. Und der Abend wird blutig. – Psychothriller für Einsteiger mit einer gesunden Portion Humor und vor allem sehr stilsicher. Empfehlung!

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Im Westen nichts Neues: Paul Bäumer meldet sich 1917 freiwillig für den Kriegsdienst und lügt dabei bei seinem Alter. Zusammen mit seinen Freunden und unterstützt durch patriotische Reden seines Lehrers ziehen sie voller Stolz los. Doch an der Westfront angekommen, werden sie sofort mit der harten Realität des Stellungskrieges konfrontiert. – Sehr unnahbarer Kriegsfilm, was wohl gewollt war, für mich aber nicht so ganz funktioniert hat.

Der Soldat James Ryan: Nach der Invasion der USA am D-Day wird Captain Miller mit einem Sonderauftrag ausgestattet. Der Brüder von Private James Ryan sind bereits alle gefallen. Damit die Mutter nicht noch mehr Verluste erleiden muss, soll Ryan zurückgeschickt werden. Leider wird er nach einem Fallschirmsprung vermisst. – Gut inszenierter, wenn auch hinten raus zu lang und zu heroischer Kriegsfilm.

Shutter Island: US-Marshall Edward Daniels wird 1954 auf die Insel Shutter Island gerufen, die eine psychologische Anstalt beherbergt. Eine Insassin ist geflohen und er soll zusammen mit seinem Partner Chuck ermitteln. Doch ein aufziehender Hurrikan erschwert die Ermittlungen. Außerdem wird Daniels den Verdacht nicht los, dass irgendetwas nicht stimmt. – Spannender Thriller mit einem etwas zu überengagierten Leonardo diCaprio.

Widows: Nach einem schiefgegangenen Überfall finden sich Veronica, Linda und Alice als Witwen wieder. Nur leider haben ihre toten Männer Schulden hinterlassen, die eingetrieben werden wollen. Obwohl  grundverschieden, schließen sich die drei Frauen zusammen und versuchen ebenfalls einen Überfall durchzuziehen. – Funktioniert weder als Drama noch als Heist Movie, weil er zu gewollt versucht beides zu verbinden.

Willkommen im Wunderpark: June liebt es zusammen mit ihrer Mutter einen Modellpark zu bauen, der in ihrer Fantasie absolut lebendig ist. Doch als ihre Mutter erkrankt und für eine Behandlung fort muss, verliert June das Interesse. Auf dem Weg ins Mathecamp landet sie jedoch im verfallenen Park und muss diesen retten. – Grundsätzlich süße Idee, aber er bedient zu sehr die typischen Klischees und verteilt so keine Nähe und Wärme.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Amsterdam: Allein die Besetzungliste liest sich wunderbar und macht Lust auf diesen historischen Kriminalfilm mit Sozialsatire.

Ganz knapp nicht auf die Kinoliste geschafft, weil der Streamingstart kurz bevor steht (und sie auch nicht in einem der umliegenden Kinos laufen): Pinocchio und Glass Onion

Ebenfalls ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: The Magic Flute, Emily

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Drink Masters – Staffel 1 (Wettbewerb um den besten Cocktail. Ich habe richtig mitgefiebert und war fasziniert von den ganzen Zubereitungsarten)

Komi can’t communicate – Staffel 1 (Süßer Anime über ein Mädchen mit sozialen Ängsten, der wirklich gut mit dem Thema umgeht und die typischen Klischees weglässt)

Vampire in the Garden – Miniserie (Vampiranime, konnte mich leider von den Charakteren und der Geschichte nicht überzeugen, obwohl die Ausgangssituation interessant klang)

Streetfood Asien – Staffel 1 (Sehr nüchterne Dokuserie über Streetfood in Asien. Konnte mich nicht packen, obwohl das Essen interessant aussah)

Tommorrow – K-Drama (Schwieriges Thema, gut aufgearbeitet, sympathische Charaktere)

Detective Grace – Staffel 1* (Sehr unnahbarer Protagonist, relativ interessante Fälle, konnte mich nicht ganz abholen)

Cinderella and the four knights – K-Drama (Zunächst sehr cringe,  danach immer besser und am Ende einfach nur noch eine süße Geschichte)

Umbrella Academy – Staffel 3 (Baut leider in der dritten Staffel immer weiter ab, auch wenn gute neue Ansätze vorhanden waren. War mit 10 Folgen einfach zu lang)

Blockbuster – Staffel 1 (Lustige kurzweilige Sitcom, die Lust auf mehr macht)

The Crown  – Staffel 5 (Auch in der fünften Staffel noch sehr stark inszeniert, auch wenn der Fokus ein wenig zu sehr auf Charles und Diana lag)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 13
Seiten insgesamt: 4.158*
Seiten pro Tag: 139 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 5
Hörbuch: 3
E-Book: 2

*bei den Hörbüchern habe ich mit der Seitenzahl der Printausgaben gerechnet

Erneut gehört habe ich: Weltgeschichte to go (Minigeschichtsüberblick zum schmunzeln)

Sie erschuf ein Monster: Die Entstehungsgeschichte von Frankenstein als süßes Kinderbilderbuch verpackt. – Schöne Illustrationen, die Geschichte süß aufbereitet.

One Piece 5: Ruffy, Zorro und Nami sind noch im Kampf gegen Beauregard. Danach ziehen sie weiter und begegnen einem schwimmenden Restaurant, in dem sie für einiges an Chaos sorgen. – Die eher nervige Episode geht zu Ende und macht Platz für eine neue, die scheint interessant zu werden.

Achtsam morden: Björn Diemel ist ein stets gestresster Anwalt, der vor allem mit einem Klienten viel Ärger hat. Da dadurch auch seine Ehe kriselt, schickt ihn seine Frau zu einem Achtsamkeitsseminar. Kurz darauf nimmt er die Lektionen jedoch etwas zu wörtlich und tötet seinen Problemklienten. – Spannender Krimi mit einer humorvollen Herangehensweise.

Übertrieben tot – Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln: Frl. Krise und Frau Freitag sind mit ihren Schüler*innen auf Klassenfahrt. Dabei kämpfen sie jedoch mit den Alleingängen zweier Schüler, für die sich jedoch eine nicht ganz legale Lösung findet. Leider taucht dann auch noch eine Leiche im See auf und schon sind die beiden Lehrerinnen wieder mitten drin und landen ungewollt in den Ermittlungen. – Der zweite Fall ist leider ziemlich langatmig und wird erst gegen Ende spannend. Schade.

Lonely heart: Rosie Hart ist überglücklich, dass ihre absolute Lieblingsband Scarlet Luck in ihre Indie-Musikshow kommt. Doch dann geht alles schief und ein Shitstorm geht über sie los. Doch die Band steht hinter ihr. Dabei kommt sie dem Schlagzeuger Adam „Beast“ Sinclair näher. Dem Mann, der seit Jahren keine Berührungen und Nähe mehr zulässt. – Herzensbuch. Es hatte mich bei Rockstar und Autorin Mona Kasten. Super geschrieben, geht tief unter die Haut, kann die Fortsetzung gar nicht erwarten.

Stray love hearts 1-3: Hiyoki kommt neu an ein Internat. Kurz zuvor wurde ihr im Traum das Herz gestohlen und sie lebt nun mit einer Protese. Durch ihre Fähigkeit in die Träume ihrer Zimmernachbarn einzudringen, versucht sie den Dieb ausfindig zu machen. – Sehr cringe Geschichte, ein Kerl hübscher als der nächste und mittendrin die  Protagonistin. Nicht mein Fall, aber gleichzeitig will ich endlich wissen, wer nun das Herz geklaut hat.

Shining Snow Night/Silent Snow Night: Desideria ist entsetzt als sie ihren Freund in flagranti erwischt. Doch kurz darauf hat sie ein weitaus größeres Problem. Ihr Onkel, vor dem sie sich jahrelang verstecken konnte, hat sie ausfindig gemacht. Sie flieht in eine abgelegene Hütte. Mit dabei der gutaussehende Arzt Milton, mit dem sie eine schwierige Vergangenheit verbindet. Schon bald sind sie eingeschneit. – Schwächere Reihe von D. C. Odesza, es fehlte das bekannte Prickeln, auch das Finale war etwas zu schnell abgearbeitet.

Blue: Jane ist enttäuscht von ihrem Bruder und wohnt daher heimlich in Chase`s Dinner. Dabei kommt sie Mr. Poloshirt Alex näher, obwohl das das Letzte ist, was sie will. Denn er ist eingebildet, sarkastisch und einfach nicht ihr Typ. Doch nach und nach kommt sie hinter sein Geheimnis. Und er hinter ihrs. – Toller zweiter Band mit wieder schwerem Thema, aber liebevoll aufgearbeitet.

Der Talisman: Der 12-jährige Jack Sawyer bemerkt, dass er die Fähigkeit hat in eine Parallelwelt zu flippen. Er bricht zu einer abenteuerlichen Reise auf, um den geheimnisumwobenen Talisman zu finden, der seine totkranke Mutter heilen soll. Doch dabei muss er allerlei Abenteuer überstehen. – Schwächeres Stephen King Buch, hat sich sehr stark gezogen, auch wenn einzelne Passagen sehr spannend waren, so hat es sich immer wieder selbst verloren.

Wie war euer November? 

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 2. Türchen

Friends – Nur ein kleines Abenteuer – Staffel 4 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe.

Darum geht’s – in der Folge

Monica hat noch immer Probleme in ihrem neuen Job. Joey bietet ihr an zu helfen. Rachel möchte über die Feiertage nicht allein sein und bittet Chandler um Hilfe. Ross hat gleich zwei Frauen am Start, doch ist damit überfordert. Phoebe versucht ein Weihnachtslied zu schreiben, scheitert aber an den Reimen.

Der Weihnachtszauber

Ist diesmal eher klein, da hat Friends bessere Folgen zu bieten, aber in den einzelnen Geschichten kommt das Thema dennoch immer wieder vor. Sei es, weil Rachel nicht allein sein will oder Phoebe ihr Lied komponieren will. Also sehr alltägliche Probleme zu Weihnachten und das muss doch auch mal sein.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 1. Türchen

Marvelous Mrs. Maisel – Patriotische Pflichten – Staffel 3 Folge 1

Darum geht’s – in der Serie

Miriam „Midge“ Maisel lebt in den 1950er Jahren in New York City. Sie ist Jüdin, Hausfrau und Mutter. Ihr Mann Joel strebt eine Karriere als Comedian an. Leider ist er nicht besonders gut. Nach einer Affäre verlässt er Midge, die daraufhin betrunken das erste Mal selbst auftritt. Da die Menge begeistert ist, versucht sie es von nun an trotz aller Steine im Weg selbst auf der Karriereleiter.

Darum geht’s – in der Folge

Bevor es auf Tournee geht, bekommt Midge Maisel die Einladung bei der Weihnachtsfeier der US-Truppen aufzutreten. Dabei tritt das ein oder andere Problem auf. Aber das ist nichts, das Midge und ihre Managerin Susi nicht lösen können.

Der Weihnachtszauber

Es gibt die Weihnachtsfeier bei den US-Truppen, ansonsten eher gering. Midge als Protagonistin ist auch Jüdin, daher ist bei ihr Weihnachten gar nicht so präsent. Allgemein aber ein guter Staffelauftakt, was hier allerdings nicht gesucht war.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Detective Grace

Ein Vorwort

Es war ein aufregendes Serienjahr, wodurch ich auch nicht wirklich Zeit hatte, um mich, wie sonst üblich im Herbst, ein paar Crimeserien zu widmen. Doch als  Detective Grace an meine Tür klopfte, konnte ich nicht anders, als ihr eine Chance zu geben. Warum die Serie mich nicht vollständig überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Roy Grace (John Simm) ist verzweifelt. Nachdem bei seinem letzten Fall bekannt wurde, dass er ein Medium um Hilfe bat, ist er zu Schreibtischarbeit verdonnert. Dabei juckt es ihm in den Fingern draußen aktiv zu sein. Zum Glück hat er seinen Partner Glenn Branson (Richie Campbell), der ihn bei den brisanten Fällen mit einbezieht. Denn auch wenn mit fragwürdigen Methoden, hat Grace doch stets den richtigen Riecher.

Meine Meinung

Nichts ermüdet mich mehr als die immer gleichen Krimiklischees erneut verarbeitet zu bekommen. Ein Ermittlungsteam aus Brighton (UK) klang daher eher erst einmal vielversprechend. Etwas exzentrischer Ermittler war auch vollkommen in Ordnung. Seine tragische Hintergrundgeschichte mit der verschwundenen Ehefrau war für mich dann wieder ein Grund mit den Augen zu rollen. Glücklicherweise wurde das Thema nicht zu stark angeschnitten. Lediglich, um einzelne Charakterzüge zu erklären, oder wenn Grace versucht eine Verbindung zu Zeug*innen aufzubauen, wird es thematisiert.
Die erste Staffel bringt uns lediglich zwei Folgen. Dafür hatte jede eine Lauflänge von ca. 90 Minuten. Ähnliches ist man bereits von anderen Serien, wie Sherlock, gewöhnt. Durch die Spielfilmlänge müssen aber auch die Fälle interessant genug sein, dass sie genug Material für die gesamte Dauer bieten. Und genau daran scheitert Grace. Wir lernen relativ wenig vom Team kennen, auch Grace überzeugt eher durch seine zurückhaltende Art. Dadurch müssten die Fälle besonders spannend sein. Sie schaffen es auch immer noch eine Wendung reinzubringen, mit der zu Anfang keiner rechnen konnte und ich kann nun wirklich nicht behaupten mich gelangweilt zu haben. Doch sie reihen sich lediglich ein in die Flut der Crimeserien. Wer von den ganzen exzentrischen Ermittelnden genug hat, wird hier vielleicht eine Neuentdeckung machen. Für wen der Ermittelnde aber herausstechen muss, der wird mit Grace nicht glücklich.
Schauspielerisch zeigt John Simm, dass er den ruhigen und besonnenen Ermittler Roy Grace gut verkörpert. Immer an seiner Seite Richie Campbell, der das Pendant zu Simm bietet. Beide Leistungen sind absolut solide. Gut funktioniert auch das Setting in Brighton, ein guter Gegenpol zu sonst hektischen Großstädten, wie New York, wo viele Crimeserien angesiedelt sind. So zieht sich die ruhige Art der Serie auch hier weiter fort. Für meinen Geschmack war die Serie nur insgesamt etwas zu ruhig erzählt. Aber wer genau das sucht, sollte auf Grace auf jeden Fall mal einen Blick wagen.

Das Fazit

Detective Grace schafft es trotz ruhiger Erzählweise spannende Fälle zu erzählen, die dennoch über die Lauflänge nur bedingt funktionieren. Wer sich mit ruhigem Ermittler im windigen Brighton wiederfinden will, dem sei die Serie empfohlen.

Detective Grace – Staffel 1 wurde mir von Glücksstern-PR als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

She-Hulk

Ein Vorwort

Marvel setzt seine Serienreihe auf Disney+ fort und das Internet schreit auf. Nach noch nicht mal einer erschienen Folge soll die Serie gecancelt werden. Die Gründe soweit nicht nachvollziehbar. So wollte ich mir meine eigene Meinung bilden und muss leider sagen: Wirklich gut ist die Serie nicht. Warum ich eher enttäuscht war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: –
Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Doctor Strange, Doctor Strange in the Multiverse of Madness, Der unglaubliche Hulk, Thor: Ragnarök, Avengers: Endgame, Daredevil (die Netflix Serie) und Shang-Chi and the legend of the ten rings – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (sofern bereits vorhanden, für die Links einfach die Titel anklicken).

Die Handlung

Jennifer Walters (Tatiana Maslany) ist Anwältin und ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch bei einem Unfall kommt sie mit dem Blut ihres Cousins Bruce Banner (Mark Ruffalo) in Berührung. Problem dabei ist, dass sie dadurch auch seine Hulk-Kräfte abbekommt. Schnell lernt sie diese zwar zu kontrollieren, dennoch ändert sich alles in ihrem Leben. Sie bekommt den Titel She-Hulk und muss nun versuchen sich selbst neu zu erfinden.

Meine Meinung

Da ich sowieso die ganzen Marvelserien sehe, schon allein, weil man sie alle braucht, um die kommenden Filme wahrscheinlich zu verstehen, habe ich mich gar nicht groß mit dem Trailer beschäftigt. Dabei war dieser eine erste Warnung. Dass es nach dem schrecklichen Der unglaubliche Hulk keinen weiteren Hulk Solofilm gab, hatte wohl auch seine Gründe. Dennoch war die Figur Bruce Banner gut ausgearbeitet, hatte eine Entwicklung im Laufe des MCU und vor allem eine gute CGI Optik.
Vor allem letztes fehlt bei She-Hulk vollständig. Ich verstehe durchaus, dass die kompletten CGI Studios überlastet sind, überarbeitet und von den großen Konzernen so unter Druck gesetzt, dass sie gerade bei Marvel nicht ablehnen können. Der Zeitdruck, unter den sie She-Hulk animieren sollten, war laut Insideraussagen enorm. Dennoch lässt sich eins nicht abstreiten: Das CGI sah ziemlich billig aus. Während eine Tatiana Maslany sich seit Orphan Black einen Namen für ihre einzigartigen Schauspielkünste gemacht hat und sehr viel von ihrem Charme und ihrem Witz über Mimik transportiert, geht dies, sobald sie groß und grün wird, einfach komplett unter. Das CGI lässt keinerlei Mimik zu, alles ist weichgespült wirkt dabei so künstlich, dass es keinerlei Nähe zum Charakter zulässt.
Das ist sehr schade, denn die Grundidee von She-Hulk ist gar nicht mal so schlecht. Eine Superheldin, die keine sein möchte, sondern einfach nur ihr Leben als Anwältin weiterführen möchte, weiter daten möchte und mit ihrer Freundin abhängen. Stattdessen kommen ganz neue Probleme hinzu, sie muss ihr Alter Ego lernen zu akzeptieren. Das Ganze verpackt als Komödie, mit durchbrechen der vierten Wand und teilweise auch dem Aufbrechen typischer Genreklischees. Gerade im Finale wird hier einiges ausprobiert, was dort zwar gut funktioniert, aber nicht in der Gesamtheit der Serie.
Die Serie versucht sich ein bisschen über mehr oder weniger Einzelfolgen aufzubauen, die allerdings vor allem durch die Cameos wirken. Ein Abomination (Tim Roth) oder ein Wong (Benedict Wong) lockern die Stimmung immer wieder auf und bringen auch Witz rein. Solange Jennifer Walters auch einfach sie selbst ist, versprüht Tatiana Maslany unglaublich viel  Witz und Charme. Das funktioniert solange, bis sie She-Hulk wird. Ab da ist nicht nur die Mimik durch das CGI weichgespült, sondern auch der Charakter an sich. Sobald die Verwandlung erfolgt, wollte ich jedes Mal wegschalten. Das ist sehr schade, denn wenn sie einfach Anwältin im MCU gewesen wäre, hätte die Serie echt Spaß machen können. Aber durch die Einschübe als She-Hulk hat für mich die Serie einfach nicht funktioniert.
Auch die Nebencharaktere funktionieren teilweise sehr gut, gerade die, die Bezug zum MCU haben. Andere leider eher weniger, wie Titania und Todd Phelps. Allgemein hatte die Serie zu viele nervige Charaktere, so dass das Gleichgewicht leider ins Negative ging. So konnte man sich zwar ab und an einen guten Moment herauspicken, aber über die Dauer der Staffel gab es zu viele Rückschläge, dass ich mehr als einmal überlegte sie einfach abzubrechen.

Das Fazit

She-Hulk hat zwar ein erfrischendes Konzept, kann dies aber nur bedingt einsetzen, da schlechtes CGI, die dadurch zu stereotypisch geratetene Protagonistin, und zu viele nervige Nebencharaktere jeden guten Moment negativ überschatten. Leider wieder eher eine Enttäuschung aus dem Hause Marvel.

She-Hulk ist seit dem 13.10.2022 vollständig auf Disney+ zum Streamen verfügbar

Eine Handvoll Serien – 5/22

Herzlich Willkommen zur fünften serientastischen Handvoll in diesem Jahr! Heute mit einer Trennung, feenbesetzen Soldat*innen, Tricks beim Backen, einem True Crime Podcast und einer Vampir-WG.

Uncoupled – Staffel 1

Die Handlung: Michael und Colin sind das Traumpaar schlechthin. Doch nach jahrelanger glücklicher Beziehung trennt sich Colin unerwartet auf seiner Überraschungs-Geburtstags-party. Vom Singleleben in New York völlig überfordert versucht Michael mit seiner Trauer und Enttäuschung zurecht zu kommen.

Meine Meinung: Als es hieß die Macher von Sex and the City und Modern Family tun sich zusammen und produzieren eine neue Serie mit Neil Patrick Harris in der Hauptrolle, wusste ich, ich musste die Serie sehen. Als die ersten Resonanzen durchweg positiv waren, wusste ich, ich musste die Serie sehr dringend sehen. Als ich die Hälfte der Serie durchgeschaut hatte, wusste ich: Die Serie ist einfach nichts für mich. Und damit möchte ich ihr bewusst nicht die Qualität absprechen und schon gar nicht die Relevanz einer Sitcom mit einem homosexuellen Hauptcharakter, der sich durch das Datingleben in New York kämpft. Ich bin nur einfach nicht mit der Serie warm geworden. Die Witze haben bei mir nicht gezündet, es war mir zu viel aufgebauschtes Drama, sei es nun beim Protagonisten oder bei den Nebencharakteren. Die Handlung hat sich ab einem gewissen Punkt im Kreis gedreht und trotz einem vergleichbar starken Finale – auch wenn das Ende ziemlich vorhersehbar wurde – hatte mich die Serie irgendwo auf der Strecke verloren.

Uncoupled ist bei Netflix im Abo enthalten

Fairygone – Staffel 1

Die Handlung: Nach einem langen Krieg gibt es nur noch wenige Feensoldaten, denen Feenorgane eingepflanzt wurden, um diese als Waffen beschwören zu können. Die Organisation Dorothea hat die Aufsicht über diesen. Nachdem Maria Noel von einer Fee besessen wird, wird sie in das Team aufgenommen. Nach und nach entdeckt sie Geheimnisse der Regierung, die bis in ihre Kindheit zurückreichen.

Meine Meinung: Nachdem ich mich langsam immer mehr den Anime Serien geöffnet habe und mit Attack on Titan wohl eine meiner all-time favourites entdeckt habe, ergab ich mich den endlosen Weiten des Streaminganbieters Crunchyroll. Auf der Suche nach einer neuen Serie stellte ich aber eins wieder einmal fest: Es gibt im Anime Bereich sehr viel Auswahl und nur die wenigste spricht mich an. Dennoch blieb ich bei Fairygone hängen, sagte mir doch die Beschreibung am meisten zu. An das Japanische mit Untertitel musste ich mich erst gewöhnen (obwohl es bei den K-Dramen kein Problem für mich ist) und auch der Zeichenstil war für mich Gewöhnungssache. Die Handlung wurde zwar etwas wirr erzählt und überfordert einen zunächst mit vielen Ortsnamen, die vielleicht oder vielleicht auch nicht nochmal relevant werden. Die Geschichte des Reiches wird nach und nach enthüllt, dennoch war sie mir bis zum Ende zu undurchsichtig. Die Spannung hat sich aber trotzdem durch die ganzen Folgen gehalten, da es immer wieder neue Hinweise und Rätsel gab, die es zu entschlüsseln galt. Gleichzeitig verrennt sich die Serie immer wieder in vermeintlichen Höhepunkten, sodass ganz am Ende noch einmal alles getoppt werden musste, was einfach zu viel war. Ein paar Gänge runter oder einfach ein paar Folgen weniger, wären hier ratsam gewesen.

Fairygone ist bei Crunchyroll im Abo enthalten

Easy-Bake-Battle – Staffel 1

Die Handlung: Moderator Antoni Porowski sucht die besten Hobbykochenden. Wichtigstes Kriterium: Die Kandidat*innen müssen die Rezepte möglichst einfach, mit vielen Tricks und doch sehr kreativ umsetzen. Denn die Zeit ist knapp.

Meine Meinung: Wenn das Konzept stimmt, bin ich ja durchaus mal für eine gute Koch-/Backshow zu haben. Auch wenn das Ganze Wettkampfcharakter hat, mit dem richtigen Konzept schau ich mir sowas gern mal an. Das Schöne an Easy-bake-Battle ist, dass es hier mal nicht um Vollprofis geht, deren Kreationen immer höher, größer, weiter gehen müssen. Sondern es sind die ganz normalen Leute von nebenan, die sich darum batteln möglichst einfache, aber doch ausgefallene Gerichte zu machen. Das Ganze immer mit begrenzter Zeit und meist mit begrenzten Mitteln lässt die Kandidat*innen ganz schön ins Schwitzen kommen. Dabei gibt es zwischendurch immer wieder Tipps und Tricks, wie man Vorgänge vereinfachen kann, wo so mancher guter Hinweis dabei war. Die Kirsche auf der Torte ist dann aber Host Antoni Porowski, bekannt unter anderem aus Queer Eye (jop, einer meiner absoluten Lieblingsserien, ihr wisst also, warum ich unbedingt in diese Serie reinschauen musste). Zusammen mit den Gastjuroren bringt er Stimmung in die Serie und schafft es alle mit viel Respekt zu behandeln. Also auch wenn es ein Wettbewerb ist, gibt es viele Feel-Good-Vibes. 

Easy-Bake-Battle ist bei Netflix im Abo enthalten

Only murders in the building – Staffel 2

Die Handlung: Bunny Folger wurde ermordet und das True Crime Trio Mabel, Charles und Oliver sind die Hauptverdächtigen. Um ihre Unschuld zu beweisen, beschließen die selbst zu ermitteln. Doch diesmal haben sie einen konkurrierenden Podcast. Und die Betreiberin ist von ihrer Schuld überzeugt.

Meine Meinung: Staffel 1 von Only murders in the building war bereits ein absolutes auf und ab. Ein toller Einstieg, ein langatmiger Mittelteil, um dann mit einem spannenden Finale und leider einem ziemlich miesen Cliffhanger zu enden. Diesen greift Staffel 2 nun wieder auf. Dabei hat die Serie ein großes Problem. Bei gleicher Folgenanzahl fällt diesmal aber die Charaktervorstellung komplett weg. Die Akteur*innen sind bekannt, nur ab und taucht ein neues Gesicht auf. Damit kommen wir wesentlich schneller an den Punkt, wo die Langatmigkeit beginnt. Durch einige schöne Einfälle wird es ein bisschen entzerrt und so kommt man gut durch die Serie. Dennoch kommt hier immer mal wieder die Langatmigkeit auf, vor allem wenn sich die Handlung immer wieder im Kreis dreht, weil es einfach keine neuen Erkenntnisse gibt. Neu von der Partie ist unter anderem Cara Delavigne. Ist sie auch noch immer eine miserable Schauspielerin, so scheint sie im Vergleich zu Selena Gomez regelrecht aufzublühen. Diese ist auch noch immer das große Manko an der Serie. Statt eine Schauspielerin zu nehmen, die die ganzen inneren Konflikte der Rolle auch irgendwie rüberbringen kann, wurde erneut Gomez gewählt, die über ihren einen nichtssagenden Ausdruck nicht hinauskommt. Die Auflösung am Ende ist überraschend und nicht vorhersehbar, dennoch auch irgendwie enttäuschend, bei den ganzen aufgebauten Hinweisen. Den Cliffhanger auf Staffel 3 hätte man sich dann auch schenken können, wirkt er doch zu sehr inszeniert und schreckt eher ab, als dass er Lust auf die Fortsetzung macht.

Only murders in the building ist bei Disney+ im Abo enthalten

What we do in the shadows – Staffel 1

Die Handlung: In einer Villa in Staten Island leben vier Vampire seit über 100 Jahren zusammen. Geholfen wird ihnen von einem Vertrauten, der die Brücke zu den Menschen bildet. Ein Dokumentarfilmteam sucht diese auf und begleitet sie in ihrem Alltag.

Meine Meinung: Die Grundidee von fünf Zimmer, Küche, Sarg mochte ich sehr. Der Film war absolut in Ordnung, wenn auch etwas zu ruhig erzählt für meinen Geschmack. Bei einer Serienadaption des Films war ich skeptisch. Konnte die Idee auch über mehrere Folgen funktionieren? Die Antwort ist leider: Nicht wirklich. Zwischendurch gab es die ein oder andere Folge oder manchmal auch nur die ein oder andere Szene, die ich wirklich mochte. Doch für eine Komödie war die Serie ziemlich unlustig, die Folgen haben sich gezogen und die Charaktere haben mich einfach nicht überzeugt. Das liegt daran, dass sie irgendwie schon zu ähnlich angelegt waren. Bis auf einen waren sie so ziemlich auf den gleichen Humor ausgelegt, mal schlüpfriger, mal ernster, aber irgendwie doch gleich. Viele Dialoge haben sich wiederholt, die Handlung dreht sich im Kreis und doch gab es dann immer wieder die eine Szene, die mich weiterschauen ließ. Ob ich mich an Staffel 2 wage, ist dann aber doch noch fraglich.

What we do in the shadows ist bei Disney+ im Abo enthalten

Rückblick auf den Oktober 2022

Der Oktober und damit auch die Frankfurter Buchmesse sind vorbei. Es war eine aufregende Zeit mit vielen tollen Menschen und jeder Menge Flausch. Außerdem war ich im Oktober endlich in der deutschen Version von „Hamilton“! Traditionell endete der Oktober mit meiner Kürbissuppe und einer Mini-Halloween-„Party“. Nun steht der November aufgrund privater neuer Schritte leider nicht im Zeichen des NaNoWriMo, aber dennoch blicke ich nach vorne. Beziehungsweise jetzt noch einmal zurück im monatlichen medialen Rückblick.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Tausend Zeilen: Lars Bogenius ist ein aufstrebener Journalist bei Die Chronik und bekannt für seine mitreißenden Reportagen, für die er bereits mehrere Preise gewonnen hat. Doch als er bei einer Reportage über die Flüchtlinge Mexikos in die USA zusammen mit seinem Kollegen Juan Romero schreiben soll, fallen diesem Unstimmigkeiten auf. Die Chefetage möchte davon jedoch nichts hören, weswegen sich Romero allein auf Nachforschungen begibt. – Spannende Geschichte, die leider sehr oberflächlich und unnahbar abgehandelt wird.

The Woman King: 1823 verteidigt sich das Königreich Dahomey gegen das Oyo-Imperium und sieht sich gleichzeitig mit dem Sklavenhandel konfrontiert. Angeführt von der Generalin Nanisca haben es die Agojie, eine Gruppe speziell ausgebildeter Kriegerinnen, bisher geschafft ihre Unterzahl auszugleichen. Nawi wird von ihrem Vater verstoßen und durchläuft daher die Ausbildung zur Agojie. Doch die ist alles andere als einfach. – Spannendes Historiendrama mit starken Charakteren.

Der Nachname: Die Geschwister Elisabeth und Thomas  werden von ihrer Mutter und ihrem Adoptivbruder Rene, der inzwischen mit der Mutter liiert ist, auf das Familienanwesen in Lanzarote eingeladen. Mit dabei sind ihre jeweiligen Parter*innen Stephan und Anna. Vor Ort erwartet sie eine überraschende Nachricht und jede Menge Drama. – Belangloses Sequel, dass durch einige Witze dennoch solide funktioniert.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

The Bubble: Mitten in der Pandemie begibt sich eine Filmcrew in eine sogenannte Bubble. Zwei Wochen Isolation, um dann zusammen trotz Covid-19 drehen zu können. Doch die Abgeschiedenheit, die regelmäßigen Tests und die angespannte Stimmung droht jederzeit zu eskalieren. – Absoluter Reinfall. Anstatt sich langsam zu steigern, gleich die vollkommene Eskalation, flache Witze, nervige Charaktere, ein weiterer Netflix Film, der trotz namenhaftem Cast nicht funktioniert.

Das Bildnis des Dorian Gray (1945): Lord Henry Wotton besucht den Künstler Basil Hallward, der ein neues Porträt fertig gestellt hat, was Lord Henry sehr gelungen findet. Es zeigt den jungen Dorian Gray. Obwohl sich Basil zunächst weigert, stellt er die beiden Herren doch einander vor. Lord Henry überzeugt Gray immer mehr von seiner Weltansicht. Nach einer Weile stellt Dorian Gray fest, dass die Veränderungen, wie Altern, aber auch die Veränderungen seines Charakters auf dem Porträt sichtbar sind, anstatt an ihm. – Langatmig erzählte Buchverfilmung, die die Schwächen des Buches nicht auszugleichen weich.

Das Bildnis des Dorian Gray (2009): Inhalt entspricht der Version von 1945 – Optisch schöne und einem Schauerfilm angemessene Umsetzung. Handlung hat wenig Tiefe, aber die Grundaussage des Buches bleibt.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Wirklich verpasst habe ich keinen Film. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Black Adam und Lyle – Mein Freund, das Krokodil

Serien – ein etwas ausführlicher Überblick

Fairygone – Staffel 1 (Gute Grundidee, Umsetzung etwas langatmig und wirr.)

She-Hulk – Staffel 1 (Auch hier gute Grundidee, aber die Umsetzung funktioniert nicht durch die Charaktere und vor allem das schlechte CGI)

First Kill – Staffel 1 (Es war wohl der Monat der guten Grundideen. Funktioniert aber nicht über die Dauer der Staffel, starker Anfang, schwaches Ende)

Easy Bake Battle – Staffel 1 (Wenig Zeit, möglichst einfache Rezepte, leckere Kreationen. Ließ sich wunderbar wegbingen)

Uncoupled – Staffel 1 (Modern Family trifft auf Sex and the City, dennoch will die Geschichte nicht richtig funktionieren.)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 9
Seiten insgesamt: 3.120
Seiten pro Tag: 101 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 3
Comic/Manga/Graphic Novel: 3

My genderless boyfriend 4: Das musikalische Debüt der Genderless Boys steht bevor und Wako ist schon völlig aus dem Häuschen. Zumal ihr Mangaka ebenfalls Fan ist und sich von Meguru zu seinem neuen Manga hat inspirieren lassen. – Erzählt die Geschichte liebevoll weiter.

Im Zweifel für das Monster*: Daniel Becker ist ein frisch geschiedener Anwalt, der in seiner Kanzlei sehr erfolgreich ist und darauf hin arbeitet Partner zu werden. Doch eines Nachts besucht ihn das Monster aus seiner Kindheit. Ihm wird ein Mord vorgeworfen. Bei einem übernatürlichen Gericht schafft es Daniel die Unschuld des Monsters zu beweisen. Leider bekommt er daraufhin immer mehr Anfragen von anderen Monstern und wird auch noch mit der Aufgabe betraut, den wahren Mörder zu finden. – Spannender neuer Krimiansatz, witzige Umsetzung.

Einsame Nacht*: Kate Linvilles zweiter Fall als festes Teammitglieder der North Yorkshire Police bringt sie zu einem Mordfall auf einsamer Straße. Eine Frau wurde mit mehreren Messerstichen in ihrem Auto ermordet. Die einzige Zeugin schweigt. Fingerabdrücke führen die Polizei zu einem Verbrechen von vor neun Jahren. Einem Cold Case, an dem Kates früherer Vorgesetzter Caleb Hale gescheitert ist. Schafft Linville es die Hinweise neu zu deuten? – Erneut spannender und mitreißender Kriminalfall aus der Feder von Charlotte Link.

One Piece 3-4: Die Piratenbande rund um Ruffy stellt fest, dass sie vergessen haben Proviant einzupacken. Also halten sie bei der nächsten Landsichtung und treffen auf das bezaubernde Fräulein Kara, dessen Butler Beauregard ein gefährliches Geheimnis hat. – Eine ziemlich nervige Episode, mal schauen, ob es noch spannender wird.

Die Clans von Tokito: Sechs Clans gehören zu Tokito, wer zu keinem gehört, ist Freiwild. Erin hat ihren Job und damit ihren Clan verloren. In der Gewalt von Organhändlern lässt sie sich auf einen Deal mit einem Dämon ein. Doch die Macht, die sie dadurch erlangt, hat einen Preis. – Spannende Fantasygeschichte mit einer guten Portion Witz und doch voller Tod und Verderben.

Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall: Colin soll den Sommer bei seiner Mutter verbringen, die die Familie verlassen hat, als er noch ein Kind war. Dort lernt er den verschlossenen Theodore kennen. Kurze Zeit später stirbt Colin unerwartet und findet sich in einer Geisterwelt wieder. Ihm bleiben drei Tage, um das verborgene Zimmer von Thornhill Hall zu finden, um ins Leben zurückzufinden. – Herzerwärmend, spannend, einfach eine tolle Geschichte.

Hinter den Spiegeln so kalt: Finja trauert um ihre Tochter, die plötzlich verschwand. Zurück blieben nur Eiskristalle am Spiegel. Finja macht sich auf die Suche und muss dabei erkennen, dass ihre Angst vor Spiegeln eine reale Ursache hat. – Liza Grimms Neuinterpretation der Eiskönigin kommt mit einem denkbar schweren Thema daher, doch kann durch ihre leichte Schreibweise gut durch das Buch tragen.

Das Herz des Todes: Durch ein Missverständnis ist der Tod bei Arus Geburt anwesend und segnet sie. Doch alle in Jui fürchten den Tod und meiden dadurch Aru, die auf seltsame Weise mit dem Tod verbunden ist. Doch nach und nach kommt sie hinter seine Geheimnisse und ist gewillt sie gegen ihn einzusetzen. – Etwas untypische Fantasygeschichte, aber dafür sehr spannend und sehr erfrischend.

Wie war euer Oktober?

*Werbung, Rezensionsexemplare von Blanvalet