Eine Handvoll Serien – 2/21

Herzlich Willkommen zur zweiten Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: Einer eisernen Lady, Sirenengesang, einem unwiderstehlichem Duke, Musik im Kopf und albernem Bingen.

The Crown – Staffel 4

Die Handlung: Wir sind in den 1980er Jahren angekommen und es wird eisern in Großbritannien. Denn Margaret Thatcher wird Premierministerin. Gleichzeitig tritt Diana Spencer in Charles Leben. Auf jeden Fall wird es wieder dramatisch im Hause Windsor.

Meine Meinung: Man könnte meinen, dass der Serie nach drei starken Staffeln irgendwann die Luft ausgeht. Doch eher das Gegenteil ist hier der Fall. Denn gerade weil sich die Handlung der Gegenwart nähert. bzw ein Stadium erreicht hat, an dass sich manche vielleicht erinnern, und anderen durch noch immer vielen Berichten darüber, doch noch bekannt sind. Allein die Bilder der Hochzeit von Charles und Diana sind wohl für viele noch allgegenwärtig. Aber auch die Zeit als Margaret Thatcher Premierministerin war, ist vielen noch geläufig – zumindest geläufiger als Churchills Regierung zu Beginn der ersten Staffel. Aber natürlich stehen auch diesmal wieder die großen Dramen im Vordergrund. Hier wird wieder gut die Balance gehalten zwischen Folgen, wo das Drama überwiegt, Folgen wo das politische überwiegt und Folgen, die Einzelereignisse behandeln. Schauspielerisch ist Gillian Anderson als Margaret Thatcher zum Cast gestoßen, die die Frau gebührend in all ihren Facetten darstellt und dem gesamten Cast in nichts nachsteht. Einziger Wermutstropfen der Staffel ist, dass wir uns nicht nur von Anderson, sondern auch vom übrigen Cast verabschieden müssen, da nach zwei Staffeln nun wieder ein Castwechsel ansteht. Allerdings bin ich auch gespannt auf Imelda Stauntons Darstellung der Queen.

Mysterious Mermaids – Staffel 1

Die Handlung: In der Küstenstadt Bristol Cove gibt es schon lange Sagen um Meerjungfrauen. Doch als ein Fischerboot eine richtige findet, steht die halbe Stadt Kopf. Das Militär entführt sie und einen verletzten Zeugen und fängt an Experimente durchzuführen. Währenddessen trifft der Meeresbiologe Ben auf die mysteriöse Ryn, die sich als Schwester der entführten Meerjungfrau entpuppt. Zusammen mit seiner Freundin Maddie versucht er ihre Schwester zu finden und beide wieder ins Wasser zu entlassen.

Meine Meinung: Warum man den Originaltitel ‚Sirens‘ in ‚Mysterious Mermaids‘ unbennen musste, werde ich wohl nie verstehen, aber bevor ich einen langen Monolog darüber halte, warum ich das Wort ‚Meerjungfrau‘ für bedenklich halte, gehen wir gleich mal zur Serie über. Die Grundidee gefiel mir sehr gut und auch das Geheimnisvolle rund um die Sirenen mit den verschiedenen Mythen und Realitäten war gut verwoben. Die Spannung variierte von Folge zu Folge. Ein Kritikpunkt ist, dass die Serie im Prinzip zweigeteilt ist. In der Mitte gibt es ein Ereignis, das ein schönes Ende einer Miniserie hätte sein können. Aber stattdessen wird die Geschichte weiter erzählt und dreht sich ab einer gewissen Stelle auch immer weiter im Kreis. Dennoch gibt es noch spannungsreiche Handlungsstränge, so dass ein gutes Niveau gehalten wird. Ein bisschen weniger im Kreis drehen der Handlung hätte der Serie aber gut getan. Schauspielerisch war alles in Ordnung, aber hier ist auch keiner wirklich hervorgestochen. Im Endeffekt eine Serie, die man mal gucken kann, die aber auch einiges an Potential verschenkt.

Bridgerton – Staffel 1

Die Handlung: 1813 in London. Es ist Ballsaison und neben Daphne aus dem Hause Brigerton, stehen gleich drei Debütantinnen aus dem Haus Fetherington in den Startöchern. Neben dem Urteil der Königin ist aber seit neustem auch das Urteil der geheimnisvollen Kolumnenschreiberin Lady Whistledown von entscheidener Bedeutung. Ihre Klatschgeschichten bilden den Rahmen der Serie.

Meine Meinung: Im Dezember 2020 erschien die Serie auf Netflix und war danach nicht mehr wegzudenken. Als hätte die Bingegemeinschaft auf diesen Mix aus Stolz und Vorurteil und Gossip Girl gewartet, war die Serie auf einmal in aller Munde. Ein erfolgreicher Start und ausufernde Lobeshymnen ließen mich die Serie eher kritisch beäugen. Hatte sie zwar von Anfang an meine Aufmerksamkeit, sagte mir doch die Beschreibung und der Trailer sehr zu, zögerte ich jedoch, da ich merkte, dass sich meine Erwartungen immer weiter erhöhten. Doch schließlich gab ich nach und was soll ich sagen: Die Serie ist wirklich gut! Sie erfüllt genau das, was sie verspricht. Sie peppt praktisch die Eleganz von Stolz und Vorurteil mit allerlei Klatsch auf und verpackt das so spannend, dass man die Serie gut durchbingen kann. Gute Darsteller, gute Portion Drama, Spannung und viele Emotionen vereinen die Serie. Ich kann generell nichts schlechtes zur Serie sagen, allerdings ist es trotzdem fraglich, ob der Hype in der Form, wie es geschah, gerechtfertig ist.

Zoeys Extraordinary Playlist – Staffel 1

Die Handlung: Zoey wollte eigentlich nur ein MRT machen lassen. Doch als sie in der Röhre war, kommt es zu einem Erdbeben. Danach kann sie hören, wie alle Menschen ihre Gedanken und Gefühle heraussingen. Zusammen mit ihrer Nachbarin Mo versucht sie dies zu ergründen und zu verstehen. Schnell merkt sie, dass sie den Leuten helfen muss. Gleichzeitig ist sie hin und her gerissen zwischen zwei Männern, ihrem Job und ihrem Vater, der an einer tödlichen Nervenkrankheit leidet.

Meine Meinung: Über die Serie bin ich relativ zufällig gestolpert, aber schon nach der ersten Folge wollte ich sie nicht mehr missen in meinem Leben. Die Fröhlichkeit der Serie ist einfach ansteckend. Und dabei widmet sie sich mitunter auch sehr schweren Themen. So hat man eine gute Balance zwischen dem Drama, gerade Zoeys Hin- und Hergerissenheit zwischen zwei Männern und den Themen, die einen wirklich mitnehmen können. Dazu gehören zum einen die Selbstzweifel ihrer Nachbarin Mo, die als queerer Charakter mit den typischen Vorurteilen zu kämpfen hat. Diese werden jedoch nicht zu hoch aufgebauscht, sondern in einer Folge respektvoll behandelt. Viel mehr Platz nimmt da Zoeys Vater ein, der an einer tödlichen Nervenkrankheit leidet. Hier geht es um die Liebe der Familie, die den Vater auf seinem Weg begleiten und sich mit dem nahenden Tod abfinden müssen. Es geht um Trauerbewältigung, noch ehe der endgültige Tod eintritt. All das wird von einem wirklich tollen Soundtrack begleitet. Alle Darsteller sind gut ausgewählt und können ihre Lieder gut rüberbringen. Auf jeden Fall eine Sehempfehlung!

Binge Reloaded – Staffel 1

Die Handlung: Ob Serien, wie The Handmaids Tale, Vikings, oder auch diverse Fernsehformate, wie The Masked Singer oder das Traumschiff, vor dieser Serie ist nichts sicher. Eine Gruppe Comedians und Schauspieler*innen haben sich zusammengetan und parodieren wieder einmal querbeet.

Meine Meinung: Switch Reloaded dürfte vielen noch ein Begriff sein, wo diverse Fernsehformate parodiert wurden, mache mehr andere weniger witzig. Mit Binge Reloaded schien diese Idee nun auf das stärkere Streamingverhalten der Zuschauer angepasst zu werden. Und es werden auch einige Serien aufgegriffen. Allerdings wurde größtenteils auch wieder auf Show- und Fernsehformate zurückgegriffen, was allerdings bei Switch Reloaded schon komplett ausgereizt wurde. Dadurch wurde auf jeden Fall einiges an Potential verschenkt. Das nächste Problem ist, dass nur die wenigsten Parodien wirklich witzig sind. Gerade die Fernsehformate wirken in sich schon so überzogen, dass eine Parodie nichts mehr auf die Spitze treiben kann. Lediglich die Varianten von 4Blocks und Two and a half man haben mir wirklich Spaß gemacht. Dafür war aber einfach zu viel dazwischen, was mir gar nicht gefallen hat oder mich einfach nicht abgeholt hat. Wenn man sich hier einmal getraut hätte von platten Attitüden abzukommen, wäre wesentlich mehr möglich gewesen.

Habt ihr eine davon gesehen? Wie hat sie euch gefallen?

Rückblick auf das 1. Quartal 2021

Ihr kennt meine großen Jahresrückblicke und meine kleineren Halbjahrsrückblicke. Und bis 2017 habe ich auch Quartalsrückblicke geschrieben. Und da noch immer Kinoflaute herrscht und daher die Beitragskapazität da ist, dachte ich mir, dass ich versuchen könnte, diese wieder zu beleben. Mein Filmjahr geht immer von Dezember-November, aber bei den Quartalen werde ich mich (voraussichtlich) an den richtigen Jahresquartalen orientieren. Bedeutet, dass es diesmal um das 1. Quartal, bei mir also Dezember bis März, geht. Im Prinzip stelle ich euch nur kurz meine Highlights vor und verkaufe es euch als neues Format 😉 Jeweils zu Film, Serien und Büchern werde ich euch meine Top 5 vorstellen, die sind aber nicht nochmal gerankt.

Meine fünf filmischen Highlights

  1. Der wunderbare Mr. Rogers

Der Journalist Lloyd Vogel soll für ein Magazin einen Artikel über den beliebten Kindershow Moderator Fred Rogers schreiben. Das Treffen für das Interview verläuft allerdings völlig anders, als Lloyd sich das vorgestellt hat. Statt wirklich etwas zu erfahren, bringt Rogers ihn dazu, sich wieder mit sich selbst und seinen familiären Problemen zu beschäftigen. – Ein Film, mit einer so herzensguten Hauptfigur, dass der Film einfach ganz tief ins Herz geht.

2. Clue

Der Film basieren auf dem Brettspiel Cluedo. In einer stürmischen Nacht wurden mehrere Personen in ein alten Herrenhaus eingeladen. Alle vereint etwas: Das Mordmotiv. Und tatsächlich gibt es kurz darauf die erste Leiche. – Man sollte den Film nicht zu ernst nehmen, dann macht er nämlich eine Menge Spaß. Ein bisschen cringe und trashig, aber dennoch gut für Fans von Murdermysteries geeignet.

3. Manche mögens heiß

Chicago 1929. Die beiden Musiker Joe und Jerry sind Zeugen eines Gaunermassakers. Um diesem zu entkommen, schließen sie sich einer Mädchenkapelle an. Dafür müssen sie sich allerdings als Frauen verkleiden. Auf dem Weg ins sonnige Florida passiert jedoch allerlei. Vor allem Sugar, die Ukulelespielerin, hat es den beiden angetan. – Spaßige Komödie mit immer wieder neuen Wendungen. Sollte man gesehen haben.

4. to all the boys I loved before

Lara-Jean lebt nach dem Tod ihrer Mutter zusammen mit ihrem Vater und ihren beiden Schwestern. In ihrem Leben war sie bisher fünfmal verliebt. Jedes Mal wenn sie in der schlimmen Verknalltphase war, hat sie dem Jungen einen Liebesbrief geschrieben, aber nie abgeschickt. Bis dies eines Tages jemand anderes für sie übernimmt und ihr sonst so geordnetes Leben ordentlich aus der Bahn wirft. – ein Film, der sehr typisch für sein Genre ist, aber alles mit seinem eigenen Charme überhäuft, was den Film sehr sympathisch macht. So erfindet er am Ende das Rad nicht neu, liefert aber 100 Minuten Sehvergnügen

5. Expedition Atlantis

Regisseur James Cameron und Archäologe Simcha Jacobovici begeben sich auf Spurensuche, um das Geheimnis von Platons Atlantis zu lösen. – Eine spannende Dokumentation über eine Spurensuche mit vielen tollen Ansätzen. Wer sich für das Thema interessiert, sollte hier auf jeden Fall mal reingucken.

Der Dauerbrenner, der aus der Wertung fällt: Hamilton!

Meine fünf serienlastigen Highlights

  1. The Mandalorian – Staffel 2

Der Mandalorianer reist weiter mit dem Kind durch die Galaxie. Neue Freunde, aber auch neue Feinde säumen seinen Weg. Diesmal ist er auf der Suche nach einem Jedi, der sich dem Kind annehmen kann. Doch Moff Gideon ist weiterhin hinter dem Kind her. – Der Stil und der Aufbau bleibt der gleiche und es funktioniert weiterhin einfach

2. The Crown – Staffel 4

Es ist wieder viel los im Hause Windsor, u. a. heiratet Charles Diana. Aber auch politisch wird es eisern, immerhin ist Margaret Thatcher Premierministerin. –  Die Serie bleibt sich treu und schafft es wieder Drama und Politik gut zu mischen und spannend zu bleiben

3. Bonding – Staffel 1-2

Pete verdient beim Kellnern nicht genug und seine Karriere als Comedian läuft nicht richtig an. Als seine Freundin aus Schulzeiten Tiff ihm einen Job anbietet, zögert er nicht lange, sondern stimmt zu. Allerdings war ihm nicht bewusst, dass Tiff als Mistress May in einem Dungeon arbeitet. Er soll ihr Bodyguard werden, damit jemand einschreiten kann, wenn einer ihrer Klienten übergriffig wird. Pete arrangiert sich mit dem neuen Job und nutzt ihn gleichzeitig in seinen Stand-up Programmen. – Grundsätzlich als Komödie verpackt, greift sie jedoch wichtige Themen auf und schafft es sehr Vorurteils- und Klischeebefreit an das Thema ranzugehen.

4. WandaVision – Staffel 1

Wanda und Vision ziehen ins beschauliche Westview, um sich dort häuslich niederzulassen. Dabei haben sie einige Anpassungsprobleme, passen eine Hausfrau mit magischen Kräften und ein Android doch nicht ins übliche Vorstadtleben. Eine Sitcom im Wandel der Zeiten. – Die erste Marvelserie, die direkt für Disney+ produziert wurde, überzeugt mit ihrer Prämisse einer Sitcom im Wandel der Zeiten, bleibt aber trotzdem der typischen Marvelformel treu.

5. Zoeys Extraordinary Playlist – Staffel 1

Zoeys Leben ändert sich, als sie bei einem Erdbeben in einer MRT-Röhre war. Seitdem kann sie hören, wie Menschen ihre Gedanken heraussingen. Nun muss sie versuchen zu helfen. – Tolle Geschichte, einfühlsam, richtige Portion Drama und vor allem ein super Soundtrack. Auf jeden Fall eine große Empfehlung!

Meine fünf buchige Highlights

  1. Ich bin Linus – Linus Giese

Linus Giese ist Trans. Seine Geschichte und viele Vorschläge zum Abbau von Vorurteilen präsentiert er in diesem Buch. – Lest dieses Buch. Respektiert andere Menschen. #TransMännersindMänner

2. Becoming Elektra – Christian Handel

In einer nicht allzufernen Zukunft gibt es die Möglichkeit Klone von sich anfertigen zu lassen. So ist Isabel ein Klon für Elektra Hamilton, die allerdings bei einem Unfall verstarb. Elektras Familie macht ihr ein folgenschweres Angebot: Sie soll zu Elektra werden und die arrangierte Ehe mit Phillip von Halmen eingehen. – Ein sehr spannendes und sehr fesselndes Buch mit einer spannenden Zukunftsaussicht. Absolute Leseempfehlung!

3. Eine Leiche zum Tee – Alexandra Fischer-Hunold

Ashford-on-Sea ist eigentlich ein verträumtes kleines Küstenstädtchen. Bis sich ein Mord ereignet. Amy und ihre Tante sind sich sicher, dass es kein Selbstmord war und fangen selbstständig an zu ermitteln. – Ein weiteres Highlight! Eine süße Geschichte, tolle Charaktere und das Setting hat absolutes Fernweh in mir ausgelöst!

4. Die Schönheit der Begegnung – Frank Erzbach

Autor Frank Berzbach erzählt wie er seine Freundin kennengelernt hat. Und zwar in 32 Variationen und am Ende weiß man nicht, welche die richtige ist. Doch eins eint sie alle: Sie feiern die Begegnung und den Prozess des Verliebens. – Wunderschöne Geschichten und doch alle sehr verschieden. Ein Buch perfekt für Frühlingsgefühle.

5. Goldene Flammen – Leigh Bardugo

Alina ist eine Kartografin in der ersten Armee des Zaren von Ravka. Bei der Durchquerung der Ödsee, kommt es zu einem Angriff. Als Alina ihren besten Freund beschützt, setzt sie ungeahnte Kräfte frei und findet sich kurz darauf in der Ausbildung zur Grisha wieder. – Ich habe so viel gutes über die Buchreihe gehört, dass ich sie auch mal ausprobieren musste. Da Netflix nun bereits an einer Serie dazu bastelt, wurde es höchste Zeit, um sie noch unvoreingenommen zu lesen. Und ich muss sagen, sie hat mir gut gefallen. Lediglich der etwas vorhersehbare Plotttwist war mir persönlich zu platt. Aber hey, es gibt ja noch zwei Bände.

Was waren eure Highlights?

Rückblick auf den März 2021

Und wieder ist ein Monat vorbei. Noch immer sind die Kinos geschlossen, aber den Filmfan hält so etwas ja nicht auf. Beziehungsweise waren es in diesem Monat wieder die Bücher, die mich in ihren Bann gezogen haben. Und so geht es nun ohne weitere Worte direkt in den Monatsrückblick.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Im März habe ich erneut gesehen: Knives Out (auch beim zweiten Mal noch ein unfassbar guter Film)

Dame König As Spion: Control, der Leiter des britischen Geheimdienst, wird nach einem Misserfolg in Budapest in den Ruhestand geschickt und stirbt kurz darauf. Daraufhin wird George Smiley reaktiviert, der den Spion unter den Spionen finden soll. Dabei entdeckt er einen ganzen Haufen an Ungereimtheiten. – Eine John le Carré Verfilmung, die stark gespielt ist, aber mich leider nicht abholen konnte.

A Most wanted man: Günther Bachmann ist Strippenzieher einer halboffiziellen Spionageeinheit in Hamburg. Als dort der Flüchtling Issa Karpov, halb Russe, halb Tschetschene, auftaucht, schlägt die Einheit Alarm. Vorsichtig versuchen sie sich ihm zu nähern, doch auch andere Einheiten sind an Karpov interessiert. – Die zweite John le Carré Verfilmung in diesem Monat mit der letzten Rolle Philip Seymour Hoffmans. Leider konnte mich diese noch weniger überzeugen als die erste.

Neues aus der Welt: Der ehemalige Captain der Südstaatenarmee Jefferson Kyle Kidd zieht durch Texas, um in den Orten die Nachrichten zu lesen. Auf seinem Weg trifft er auf Johanna, die nach der Ermordung ihrer deutschen Eltern von Indigenen aufgezogen wurden. Nun soll sie zu ihrer Tante und ihrem Onkel gebracht werden. Da der zuständige Beamte aber erst in drei Monaten zurückkehrt, nimmt er sich kurzerhand selbst der Aufgabe an. Doch der Weg ist voller Gefahren. – Auch wenn ich überhaupt kein Westerfan bin und gerade am Anfang damit ziemliche Probleme hat, schafft der Film es doch einen in seinen Bann zu ziehen. Vor allem Tom Hanks mit seiner ruhigen Spielweise schafft es den Film zu bereichern.

Manche mögens heiß: Chicago 1929. Die beiden Musiker Joe und Jerry sind Zeugen eines Gaunermassakers. Um diesem zu entkommen, schließen sie sich einer Mädchenkapelle an. Dafür müssen sie sich allerdings als Frauen verkleiden. Auf dem Weg ins sonnige Florida passiert jedoch allerlei. Vor allem Sugar, die Ukulelespielerin, hat es den beiden angetan. – Spaßige Komödie mit immer wieder neuen Wendungen. Sollte man gesehen haben.

Serien – ein etwas ausführlicherer Rückblick

Nadiyas Backwelt – Staffel 1 (Nach ihren nützlichen Tipps in der Küche, verzaubert uns Nadiya Hussain diesmal mit ihren Backkünsten)

Brooklyn 99 – Staffel 6 (Auch die sechste Staffel kann noch mit den anderen mithalten und macht wieder gut Spaß. Auch wenn manche Scherze schon zu oft genutzt wurden)

Bridgerton – Staffel 1 (Die Mischung aus Stolz und Vorurteil und Gossip Girl kann mit ihrer hohen Qualität durchaus überzeugen. Den Hype um die Serie kann ich aber nicht ganz nachvollziehen. Versteht mich nicht falsch, ich fand die Serie wirklich gut. Aber eben auch nicht absolut herausragend)

WandaVision – Staffel 1 (Die erste Marvelserie, die direkt für Disney+ produziert wurde, überzeugt mit ihrer Prämisse einer Sitcom im Wandel der Zeiten, bleibt aber trotzdem der typischen Marvelformel treu.

Zoeys Extraordinary Playlist – Staffel 1 (Tolle Geschichte, einfühlsam, richtige Portion Drama und vor allem ein super Soundtrack. Auf jeden Fall eine große Empfehlung!)

The American Barbecue Showdown – Staffel 1 (Grillfans aufgepasst! Eine tolle Grillchallengeserie nach dem Prinzip der typischen Kochwettbewerbe. Nichts für Vegetarier und wahrscheinlich auch mit wenig Nachkockpotenzial, aber spannend und mit tollen Kandidaten)

Binge Reloaded – Staffel 1 (Für mich war das Prinzip der Serie, dass sie wie Switch Reloaded sind, nur eben diesmal die Serien aufs Korn nehmen, statt der Fernsehformate. Leider sind es trotzdem ca. 2/3 Fernsehformate. Dadurch auch nur wenig lustig. Nur vereinzelte Ideen zünden wirklich. Daher eher ein Flop)

The Chef Show – Staffel 1 Ausgabe 3 (Die Serie bleibt sich auch in der dritten Ausgabe treu, wird dabei aber langsam aber sicher ein bisschen monoton. Ob ich die zweite Staffel auch noch schaue, kann ich noch nicht sagen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 10
Seiten gesamt: 3.690
Seiten pro Tag: 119 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 5
E-Book: 1
Manga: 1

Der Tod ist ein Tänzer*: Berlin 1926. Tristan Nowak erhält den Auftrag die Sängerin Josephine Baker bei ihren Auftritten in Berlin zu schützen, da es aufgrund ihrer Hautfarbe viele Anfeindungen gibt. Zeitgleich wird eine neue Gruppierung in Berlin laut, die mit einem Anschlag auf Josephine und ihre Revue das Land auf neuen Kurs bringen will. – Zu viele Handlungswiederholungen, die Charaktere drehen sich im Kreis und auch hinten heraus, wird das Buch einfach viel zu lang gezogen. Auch wenn es gut recherchierrt ist, kann es im gesamten doch nicht überzeugen. – [Werbung|Leseexemplar]

Klima**: Fünf Anschläge wurden in den USA verübt. Alle Ziele haben eins gemeinsam: Sie schaden im großen Stil der Umwelt. „Green Man“, wie er genannt wird, will anscheinend auf Umweltverschmutzung und den Klimawandel aufmerksam machen, aber seine Anschläge haben auch zivile Opfer. Tom Smith ist neu beim FBI und in der Green Man-Taskforce eingeteilt. Während er Hinweise findet, die andere übersehen haben, kämpft er aber auch mit seinem Gewissen. Will er den Mann aufhalten, der vielleicht die Welt retten könnte? – Ein spannender und packender Thriller, der die großen Themen anfasst und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Ledigliche kleine Kritikpunkte sind zu finden. [Werbung|Rezensensionsexemplar]

The Secret Book Club 2 – Die Liebesroman-Mission: Braden Mack ist der typische Charmeur und nutzt sein Wissen aus Liebesromanen, um bei Frauen zu landen. Nur bei Liz beißt er sich die Zähne aus. Doch als sie gefeuert wird, weil sie etwas gesehen hat, was sie nicht sehen sollte, muss sie sich ausgerechnet an Braden wenden. – Der zweite Band kann mit einer ganz neuen Erzählweise punkten und ist zugleich spannend und dramatisch. Vor allem die Charaktere machen das Buch wieder außergewöhnlich. Dennoch mochte ich die Prämisse des ersten Bandes ein bisschen mehr.

Von Flusshexen und Meerjungfrauen: Eine Märchenanthologie rund um das Thema Wasser. Von Adaptionen der kleinen Meerjungfrau, über japanische Kappas, bis zu gewaltigen Wasserdrachen. Hier ist einfach alles vertreten. – Eine tolle Sammlung von Kurzgeschichten, wo für jeden die passende dabei ist. Jede*r Autor*in schafft es hier seiner*ihrer Geschichte einen ganz eigenen und besonderen Stempel aufzudrücken.

Seven Sins 2 – Stolze Seele: Avery ist Nox ins Feensreich gefolgt. Hier soll die erste Prüfung stattfinden. Doch zunächst steht für Avery etwas viel wichtigeres auf den Plan: Nicht sterben. Denn für Menschen lauern im Feenreich hinter jeder Ecken Gefahren. – Der zweite Band bietet nach dem sehr ausführlichen Einleitungsband endlich ein bisschen Spannung. Doch auch hier wird die Handlung über weite Teile gestreckt. Dennoch bekommt man gerade gegen Ende Lust auf die Folgebände.

My roommate is a cat 2: Thrillerautor Subaru hat sich langsam an seine fellige Mitbewohnerin gewöhnt. Doch seine Sozialphobie macht es ihm immer noch schwer ganz normale Tätigkeiten auszuführen. Doch zusammen mit Haru meistert er auch das. – Der zweite Teil führt die angesprochenen Probleme weiter und erzählt abwechselns aus Autoren- und aus Katzensicht. Es ist einfach nur supersüß.

Die Schönheit der Begegnung: Autor Frank Berzbach erzählt wie er seine Freundin kennengelernt hat. Und zwar in 32 Variationen und am Ende weiß man nicht, welche die richtige ist. Doch eins eint sie alle: Sie feiern die Begegnung und den Prozess des Verliebens. – Wunderschöne Geschichten und doch alle sehr verschieden. Ein Buch perfekt für Frühlingsgefühle.

Die Göttinen von Otera 1 – Golden wie Blut: In Otera werden Frauen unterdrückt. Doch sollten sie golden bluten, so werden sie als Dämonen verdammt und zum Tode verurteilt. So ereilt es auch Deka, doch ein Dekret vom Kaiser rettet sie. Statt hingerichtet zu werden, soll sie nun einer Armee aus ihresgleichen beitreten. Dabei erfährt sie jedoch einiges und muss langsam aber sicher ihre Stellung als Frau in Frage stellen. – Ich mochte die Geschichte, ich mochte die angesprochenen Themen, ich mochte die Welt bzw. die Konflikte. Dennoch fiel es mir schwer das Buch zu lesen. Vor allem die vielen Zeitsprünge und dass in einzelne Szenen nur kurz reingesprungen wird und man danach wieder viel weiter in der Handlung ist, war einfach nicht mein Erzählstil. Aber ich möchte wissen, wie es weitergeht und werde daher wohl auch die Folgebände noch lesen.

Beatsoul 1 – Sternenlicht: Finya erfährt, dass sie eine Beasttamerin ist und daher fortan in Nebula Asteri auf die Schule gehen wird. Zusammen mit Leonel ihrem Partner soll sie ihre elementaren Fähigkeiten kontrollieren lernen. Doch Leonel denkt gar nicht daran, mit ihr zusammen zu arbeiten. Doch mit ihren Freunden versucht sie trotzdem irgendwie das Schuljahr zu meistern. – Auch hier mochte ich die Idee, die Geschichte und eigentlich auch den Schreibstil. Nur mit dem Erzählstil hatte ich wieder Probleme. Finya war mir einfach zu naiv dargestellt und kam mir wie eine zwölfjährige vor, soll im Buch aber bereits 17 sein. Also eine tolle Geschichte mit leider sichtbaren Schwächen.

Hinter der blauen Tür: Lukasz wird nach einem Unfall zu seiner Tante geschickt. Diese besitzt an der polnischen Küste eine etwas heruntergekommende Pension. Lukasz ist alles andere als begeistert, aber nachdem er hinter seiner blauen Zimmertür eine fremde Welt entdeckt, scheint sein neues Leben doch noch spannend zu werden. – Ein polnischer Kinderbuchklassiker, der einzig an der Auflösung am Ende und vereinzelter ungeklärter Handlungsstränge scheitert. Ansonsten funktioniert das Buch wunderbar.

Was waren eue Highlights im März?

 

Bonding

Ein Vorwort

Hier stehen ja gerne mal ein paar Worte, wie ich zur Serie kam, welche Geschichte ich damit verbinde oder gerne auch unnützes Wissen. Aber diesmal… ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, wie ich auf diese Serie gestoßen bin. Ich glaube der Netflixalgorythmus hat es mir immer wieder vorgeschlagen und irgendwann blieb ich zufällig beim durchscrollen drauf stehen, weswegen Netflix die Serie einfach mal angemacht hat. Allerdings habe ich sie dann auch nur noch sehr selten ausgemacht und beide Staffeln fast in einem Rutsch durchgebinged. Warum mich diese Serie so fasziniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Pete (Brendan Scannell) verdient beim Kellnern nicht genug und seine Karriere als Comedian läuft nicht richtig an. Als seine Freundin aus Schulzeiten Tiff (Zoe Levin) ihm einen Job anbietet, zögert er nicht lange, sondern stimmt zu. Allerdings war ihm nicht bewusst, dass Tiff als Mistress May in einem Dungeon arbeitet. Er soll ihr Bodyguard werden, damit jemand einschreiten kann, wenn einer ihrer Klienten übergriffig wird. Pete arrangiert sich mit dem neuen Job und nutzt ihn gleichzeitig in seinen Stand-up Programmen.

Meine Meinung

Bonding umfasst aktuell zwei Staffeln mit je 7-8 Folgen, die ca. 15-20 Minuten lang sind und schafft es dem Wort Miniserie eine ganz neue Bedeutung zu geben. Denn diesmal schafft man es wirklich innerhalb kürzester Zeit die Serie durchzubingen. Dabei ist es wirklich faszinierend, wie viel in dieser kurzen Zeit trotzdem geschafft wird zu erzählen. Denn die Folgen sind stets auf den Punkt und kommen ohne jegliche Schnörkel oder nichtssagende Handlungsstränge aus. Hier gibt es keine Füllerdialoge, sondern jede Szene hat ihre Daseinsberechtigung.
Dabei ist Bonding gar nicht das, was man unter dem Titel erwartet. Ja es geht um eine Domina und ja es geht um ihre Kunden mit ihren verschiedenen Vorlieben. Aber das ist nur ein Krümel in der Keksdose der angesprochenen Themen. Allen voran Feminismus, Selbstbestimmung der Frau, Abbau von Vorurteilen, Homosexualität und das Ansprechen von Tabuthemen. Und auch wenn Bonding irgendwo auch als Comedyserie aufgebaut ist, überwiegt doch der Dramaanteil. Vor allem wird aber mit allen angesprochenen Themen absolut respektvoll umgegangen.
Das ist auch das große Steckenpferd der Serie. Man kann über alles reden, andere Ansichten haben, aber es wird von allen Blickwinkeln Argumente genannt. Man kann über einzelne Szenen lachen, aber das bedeutet nicht, dass sich darüber aktiv lustig gemacht wird. Gerade dieser Drahtseilakt wird in jeder Szene gekonnt ausgespielt.
Die Serie lebt halt vor allem von ihren Charakteren. Und mit Tiff und Pete als sehr ungleichem Paar, wird die Serie gut getragen. Hier passt einfach alles: Ihre Dialoge, ihre Freundschaft, ihre Konflikte. Oder wenn sie Konflikte mit anderen Charakteren haben und diese dann gemeinsam ausdiskutieren.
Grundsätzlich fand ich die erste Staffel ein wenig stärker noch als die zweite, aber da in beiden wichtige Dinge angesprochen werden, möchte ich beide nicht missen. Ich kann die Serie nur jedem ans Herz legen, weil sie eben auch sehr gut geeignet ist, um Vorurteile abzubauen.

Das Fazit

Bonding ist eine Serie, die zwischen Drama und Comedy schwankt, dabei aber stets den Balanceakt hält, um die angesprochenen Themen respektvoll und ernsthaft umzusetzen. Gerade für den Abbau von Vorurteilen ist die Serie perfekt geeignet. Von mir gibt es eine große Empfehlung!

Bonding ist bei Netflix auf Abruf verfügbar

Disney+ Original: WandaVision

Ein Vorwort

Das Marvel Cinematic Universe ist nach Endgame erst einmal in eine coronabedingte Starre verfallen (ja, es gab noch Far from home, aber für mich bleibt Endgame das Finale aus drei Phasen). Dafür durfte nun nach langem Warten endlich die erste Serie aus dem Hause Marvel auf Disney+ einziehen. Wir erinnern uns kurz, dass es bereits mehrere Serienanläufe gab, von dem sehr nah am MCU stehenden Agents of SHIELD, dem Desaströsen Inhumans oder auch den sehr durchmischten Netflix Produktionen rund um die Defenders. Doch nun sind die Serien wieder direkt mit dem MCU verbunden, so darf Wandavision nun den Anfang bilden und ist zeitgleich das „Intro“ für den zweiten Doctor Strange Film. Aber was kann die Serie nun? Das erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.
Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Avengers – Age of Ultron, Captain America 3 – Civil War, Avengers – Infinity War, Avengers – Endgame – diese werde ich hier kurz vorstellen.
Welche Filme aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Thor, Thor – the Dark Kingdom, Ant-Man & the WASP, sowie Captain Marvel – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).
In Avengers – Age of Ultron treffen wir zum ersten Mal auf die Maximoff Zwillinge Wanda und Piedro, die von Hydra mit Superkräften ausgestattet wurden. Als die Avengers die Festung von Baron von Strucker angreifen, werden sie mit Piedros Schnelligkeit und mit Wandas magischen Kräften konfrontiert. Dennoch schaffen die Avengers es, Lokis Zepter zu bergen. Tony Stark (Iron Man) und Bruce Banner (Hulk), versuchen mithilfe des Zepters eine künstliche Intelligenz zu entwickeln, die in ihrer Abwesenheit jedoch zum Leben erwacht und JARVIS – Tonys Butler und Assistent, der ebenfalls eine künstliche Intelligenz ist – in sich aufnimmt. Der somit erschaffene Ultron denkt aber gar nicht daran, sich Befehle erteilen zu lassen und reist nach Sokovia, wo ihn die Maximoffs finden und sich ihm anschließen, da sie aufgrund ihrer Vergangenheit gegen die Avengers sind. Ultron entführt eine Wissenschaftlerin, die einen hochmodernen künstlichen Körper erschaffen soll. Dabei entdeckt Wanda, dass Ultron die Menschheit vernichten will und die Maximoffs stellen sich gegen ihn. Die Intelligenz aus Lokis Zepter wird dennoch in den neuen Körper übertragen, wodurch Vision entsteht. Dieser schließt sich den Avengers an, was misstrauische Stimmen beruhigt. Im finalen Kampf gegen Ultron stellen sich die Maximoffs auf die Avengers Seite und auch Vision kämpft mit. Piedro stirbt jedoch im Kampf, als er sich schützend vor Hawkeye stellt.
In Captain America 3 – Civil War sind Wanda und Vision inzwischen feste Mitglieder der Avengers und leben zusammen im Hauptquartier. Bei einem Einsatz in Lagos schafft es Wanda noch den Supersöldner Crossbone mit einer Bombe aus der Gefahrenzone am Boden zu ziehen, dabei kommt er aber zu nah an ein nahestehendes Gebäude, was einen Einsturz auslöst. Daraufhin entflammt eine Debatte, ob Superhelden, wie die Avengers, strengeren Richtlinien des Militärs unterliegen sollten. Dies entzweit die Avengers. Während sich Vision der Seite von Iron Man anschließt und für die strengeren Richtlinien ist, stellt sich Wanda, nachdem sie von Hawkeye aus ihrem Hausarrest befreit wurde, auf die Seite von Captain America, der gegen die Richtlinien ist. Beim Kampf kommt es zu einem Unfall, als Vision den im eigenen Team kämpfenden War Machine schwer verletzt, so dass dieser eine Querschnittslähmung davon trägt.
In Avengers – Infinity War treffen wir Wanda und Vision zum ersten Mal als Paar. Sie sind gerade in Edinburgh und haben sich ein paar Stunden Zweisamkeit erschlichen, als Thanos Helfer auftauchen. Sie wollen den Gedankenstein, der sich in Vision befindet. Mit Hilfe von Catpain America, Falcon und Black Widow, die im richtigen Moment auftauchen, können sie sich retten. Im Hauptquartiert beratschlagen sie, was sie tun sollen und reisen kurz darauf nach Wakanda. Dort soll Shuri, die Schwester von Black Panther, versuchen den Gedankenstein aus Vision zu extrahieren, ohne, dass dieser dadurch stirbt. Die einzige Alternative wäre es, dass Wanda den Stein zerstören müsste, was Vision Tod bedeuten würde. Das wäre die letzte Möglichkeit, damit Thanos nicht an den Stein kommt und so alle sechs Infinity Steine zusammenhätte. Doch im Kampf kommt alles anders und schließlich bleibt Wanda nichts anderes übrig. Unter Aufwendung all ihrer körperlichen und geistigen Kräfte, schafft sie es den Stein und damit Vision zu zerstören. Allerdings ist Thanos bereits im Besitz des Zeitsteins und kann daher alles rückgängig machen. Als er den Gedankenstein von Vision an sich nimmt, zerstört er ihn damit. Nach Thanos Schnippser, der die halbe Weltbevölkerung auslöscht, ist auch Wanda dabei und löst sich auf.
In Endgame sind fünf Jahre vergangen seit den Ereignissen in Infinity War. Die übrig gebliebenen Avengers versuchen noch immer Thanos Auslöschung rückgängig zu machen. Schließlich gelingt es und so kehrt auch Wanda zurück. Allerdings kann Vision nicht dadurch zurückkehren, weil der Gedankenstein im finalen Kampf gegen Thanos zerstört wird.

Die Handlung

Wanda (Elizabeth Olsen) und Vision (Paul Bethany) ziehen ins beschauliche Westview, um sich dort häuslich niederzulassen. Dabei haben sie einige Anpassungsprobleme, passen eine Hausfrau mit magischen Kräften und ein Android doch nicht ins übliche Vorstadtleben. Eine Sitcom im Wandel der Zeiten.

Meine Meinung

Wanda und Vision waren bisher nicht meine liebsten Charaktere im MCU und als ihre Serie angekündigt wurde, wollte ich erst passen. Doch Marvel weiß doch immer, wie sie mich kriegen. Und so wurde Wandavision als Sitcom angekündigt. Eine Superheldenserie in Form einer Sitcom? Das musste ich mir dann doch mal angucken.
Und tatsächlich landet man als Zuschauer in der ersten Folge mitten in einer Sitcomwelt der 1950er Jahre. Auch wenn ich keine Ahnung hatte, worauf die Serie hinaus will, hatte ich einfach Spaß bei den Alberheiten und dem Setting. Die zweite Folge setzt dann den Sitcomcharakter fort und orientiert sich eher an die 1960er Jahre. Erst ab der dritten Folge bekommt man einen Einblick dazu, dass etwas nicht zu stimmen scheint. Und ab der vierten fangen dann langsam die Erklärungen an.
Auch wenn mir die ersten beiden Folgen immer noch am besten gefallen, war es danach noch immer eine gute Mischung aus dem Sitcomcharakter und einer guten Portion Mystery. Neue und altbekannte Charaktere wechseln sich ab und es gab ordentlich Fanservice. Wenn möglich sollte man aber zuvor wenig über die Serie wissen, damit die Überraschungen, die den Reiz der Serie ausmachen, noch überraschend bleiben. Deswegen ist auch der Handlungsteil in diesem Beitrag sehr kurz gehalten.
Was man allerdings wissen sollte, ist, dass die Serie eben nicht nur für Marvelfans ist. Denn sie funktioniert, auch wenn sie die typische Marveldynamik erst sehr spät einführt. Tatsächlich fehlt der Serie gegen Ende ein bisschen der zuvor herrschende Charme, aber dafür ist es wieder bildgewaltig und kann qualitativ definitiv mit den Kinoproduktionen mithalten.
Mit 9 Folgen, die zwischen 30 und 40 Minuten lang sind, ist die Serie auch relativ zügig zu schauen. Inzwischen sind auch alle Folgen bei Disney+ enthalten. Nun haben wir genügend Zeit über diverse Handlungsstränge zu diskutieren, Vermutungen über weitere Geschehnisse anzustellen, bis wir hoffentlich mehr in Doctor Strange 2 erfahren. Die Serie ist in sich aber erst einmal geschlossen. Eine zweite staffel ist aktuell wohl auch nicht geplant.

Das Fazit

WandaVision ist in erster Linie eine gelungene Sitcom, kommt aber schnell mit einem Mysterytourch daher, der der Serie nur bis zu einem gewissen Grad guttut. Die Einordnung ins große MCU ist definitiv gelungen. Ob Marvel Fan oder nicht, hier sollte man mal vorbei schauen.

WandaVision ist bei Disney+ auf Abrruf verfügbar

Hello Spring

Ein Vorwort

Frühling ist meine liebste Jahreszeit. Wenn die Tage endlich wieder länger werden, die Sonne öfter scheint, die ersten Blumen aus der Erde kriechen und einfach alles langsam wieder besser wird. Doch während ich im Sommer meine Sommerlektüren brauche, im Winter eher mal zu einem Krimi oder Thriller greife und im Herbst für den Oktober meine Monsterwochen vorbereite, habe ich für den Frühling keine festen Vorlieben. Doch manchmal kommt es vor, dass ich einen Film/eine Serie schaue oder zu einem Buch greife und mir denke: Das passt wunderbar zu meiner Frühlingsfreude. Und genau darum soll es heute gehen! Tatsächlich ist der gemeinsame Nenner dieses Jahr wohl der Tee, aber lasst euch überraschen!

Filmfabelhafte Frühlingsgefühle: Tea with the Dames

Quelle

Die Handlung: Eileen Atkins, Judi Dench, Joan Plowright und Maggie Smith sind alle Schauspielerinnen, die schon ein paar Jährchen in der Branche sind. Doch sie eint noch eine weitere Sache: Sie alle haben den Ritterschlag der Queen erhalten und haben nun den Titel ‚Dame‘. Einmal im Jahr treffen sich die Dames zum Tee, um über alles Mögliche zu quatschen. Diesmal ist ein Kamerateam dabei.

Meine Meinung: Wer so viele Jahre in der Filmbranche dabei ist, wie diese Damen, hat durchaus Geschichten zu erzählen. Dabei kommt so einiges informatives, aber auch unterhaltsames bei raus. Die Gespräche werden ein bisschen gelenkt, in dem immer mal wieder Fragen vom Kamerateam eingeworfen werden. Größtenteils reden die Damen aber sehr frei. Es gibt Geschichten über ihre Anfänge, Höhepunkte, Tiefpunkte, Arbeiten mit dem eigenen Mann und bei Maggie Smith und Judi Dench durften natürlich auch die Fragen zu den „Filmgroßprojekten“ Harry Potter und James Bond nicht fehlen. Das alles geschieht bei einer (oder vielleicht doch ein paar mehr) entspannter Tasse Tee. Dabei sind die Damen einfach grundsympathisch. Man muss sich allerdings auf die Atmosphäre und die Geschichten einlassen, sonst kann der Film schnell langweilig werden. Aber so fühlt es sich einfach nach einer netten Teestunde an. Daran kann auch der zwischendurch einsetzende Platzregen nichts ändern.

Serientastische Frühlingsgefühle: Nadiyas Backwelt

Die Handlung: Nadiya Hussain verzaubert wieder. Diesmal backt sie in jeder Größenordnung und hat dabei auch wieder allerlei nützliche Tipps. In jeder Folge wird zudem ein*e Bäcker*in aus Großbritannien vorgestellt, der/die herausragende Dinge kreiert.

Meine Meinung: Aufmerksam geworden bin ich auf Nadiya durch ihre erste Netflixserie „Foodhacks mit Nadiya Hussain“, in der es darum ging, mit möglichst wenig Aufwand tolle Gerichte zu zaubern. Dabei war vor allem ihr sonniges Gemüt und ihre ehrliche Art unglaublich erfrischend. In Nadiyas Backwelt gehen wir nun weg vom Kochen und hin zum Backen. Aber auch hier verzaubert sie wieder mit ihrer sympathischen Art. Im Vergleich zu anderen Koch- und Backsendungen geht es hier nicht darum, dass geübte Bäcker auch die schwierigsten Sachen ganz leicht aussehen lassen, sondern wirklich Tipps zu geben, damit auch dem Laien die gezeigten Sachen gelingen. Mir zaubern beide Serien immer ein Lächeln ins Gesicht und die angedeuteten Gartenpartys oder Picknicke, bei denen man dann die Kreationen präsentieren kann, macht mir viel Vorfreude auf den Frühling, wenn endlich alles blüht, oder direkt auf den Sommer.

Buchzauberhafte Frühlingsgefühle: Eine Leiche zum Tee

Die Handlung: Ashford-on-Sea ist ein beschauliches Küstenstädtchen in England. Doch beim alljährlichen Dorffest wird eine Leiche gefunden. Es ist ausgerechnet Amys verhasste Klavierlehrerin. Die Polizei geht von einem Unfall aus, doch Amys Tante Clarissa ist sich sicher, dass es Mord ist. So beruft sie ihren Buchclub ein, die stets für einen guten Krimi zu haben sind. Amy behagt das jedoch nicht, hat doch ihr heimlicher Schwarm Finn ein Motiv.

Meine Meinung: Krimis sind bei mir ähnlich heikel wie Thriller. Ich mag einfach keine Krimis mehr über einen gescheiterten Ermittler lesen. Keinen mehr mit Alkoholproblemen, der in irgendeiner Abwärtsspirale gefangen ist. Dafür doch lieber eine schöne Agatha Christie Geschichte mit einem etwas schrulligen Poirot. Alexandra Fischer-Hunold schafft es hier genau diesen Tonfall zu treffen. Und die Protagonistin Amy oder auch ihre Tante Clarissa sind zum Glück alles andere, als typische Krimiermittler. So hat die Geschichte einen wunderbar locker leichten Erzählstil, sympathische Charaktere und durch das Setting und dem Café von Tante Clarissa bei mir instant Fernweh ausgelöst. Es war irgendwo ein Buch zum dahinträumen, aber eben auch ein spannender Krimi. Grundsätzlich sollte man mit Amy als sehr junge Protagonistin warm werden, denn sie hat eben einen sehr anderen Blickwinkel auf vieles und so kommt halt auch immer wieder ihre Schwärmerei für Finn durch. Ich mochte diesen Aspekt sehr, aber wer junge Protagonisten nicht mag, findet hier wahrscheinlich nicht die gesuchte Erfüllung. Vielleicht schaffe ich es ja die Fortsetzung in einem Großbritannienurlaub zu lesen – je nach Situation da draußen. Oder ich nutze sie, um mich weiter in die Ferne zu träumen.

Was sind eure Frühlingshighlights? Machen euch bestimmte Dinge im Frühling glücklich?

Dark

Ein Vorwort

Bei manchen Sachen bin ich einfach „Late to the Party“. So lief die erste Staffel von Dark bereits 2017 an. Als eine der deutschen Netflixproduktionen habe ich aber zunächst eher einen großen Bogen um sie gemacht, zu groß waren meine Vorurteile. Tatsächlich musste erst mein bester Freund ein großer Darkfan werden und mir immer und immer wieder von der Serie vorschwärmen. Als er mich nach Ende der finalen dritten Staffel aber auch noch im Hinsicht auf das Ende beruhigen konnte, dass die Serie nämlich durchaus von Anfang an einen Plan hat und das Ende logisch und vor allem ein richtiges Ende ist, habe ich dann endlich nachgegeben. Und nun drei Staffeln später, möchte ich euch von der Serie berichten.

Die Handlung

In der fiktiven Kleinstadt Winden verschwinden Kinder. Die Polizei, aber auch die ortansässigen Familien sind in Alarmbereitschaft. Als mit Mikkel Nielsen ein weiterer Junge verschwindet, fangen die Beschuldigungen an. Was keiner ahnt: Mikkel ist durch eine Passage in den Windener Höhlen im Jahr 1986 gelandet. Doch damit haben die mytseriösen Ereignisse gerade erst begonnen.

Meine Meinung

Dark ist eine dieser Serien, die man nicht in wenigen Sätzen zusammenfassen kann, und bei der man andererseits aber auch nicht mehr verraten darf, weil jedes Wort zu viel ein ziemlicher Spoiler ist. Grob sollte man wissen, dass man in den ersten Folgen die vier zentralen Familien Kahnwald, Nielsen, Doppler und Tiedemann sich genau angucken sollte und vor allem: Möglichst schnell die Namen lernen. Sonst ist man bei der Serie schon bald raus. Denn zu den vier Familien kommen bald noch sehr viel mehr Charaktere und noch einige Zeitstränge.
Das ist in der ersten Staffel fast noch übersichtlich, hier gibt es tatsächlich primär noch ziemlich viel Drama zwischen den Familien und der Mysteryaspekt wird nach und nach aufgebaut. In der zweiten Staffel muss man dann schon deutlicher aufpassen, in welcher Zeit man sich gerade befindet, zumal da noch einmal neue Zeitstränge hinzukommen. Die Königsdisziplin ist es dann aber auch in der dritten noch alles nachvollziehen zu können. Denn hier kommt noch eine weitere Ebene hinzu, die ich hier aber noch nicht näher besprechen will. 
Grundsätzlich ist es gut, dass die Serie noch mit relativ wenigen Zeitsträngen anfängt. Denn die Vielzahl an Charakteren war für mich so schon sehr schwer zu merken. Auch ist es nicht ratsam zwischen den einzelnen Staffeln größere Pausen zu machen, weil man dann wieder irgendetwas vergisst, was irgendwann doch wieder wichtig werden kann. So ist Dark auch keine Serie, die man mal eben nebenbei sehen kann. Man muss hier schon aufmerksam bleiben, um einzelne Hinweise aufzuschnappen und zu entschlüsseln. Hier werden wohl vor allem die Serienfans Freude dran haben, die gerne Mysterien entschlüsseln, kein Problem mit komplexer Handlung auf vielen Zeitebenen haben, generell Zeitreisen und ihre physikalischen Überlegungen und Paradoxe mag.
Gleichzeitig muss man aber auch Kleinstadtdrama händeln können, denn das ist durchgehend dabei, auch wenn es ab einem bestimmten Punkt weniger wird. Und hier können alle Charaktere ganz schön eklig werden, auch wenn manche negativer hervorstechen als andere. Aber auch das macht irgendwo den Charme der Serie aus.
Eingangs sprach ich über meine Vorurteile bezüglich deutscher Serien. Tatsächlich haben sich diese gar nicht bestätigt. Lediglich in den ersten ca. vier Folgen ist der Ton etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem weil die Sprecher da ein bisschen nuschelig reden. Aber auch das legt sich sehr schnell.
Kommen wir zu guter Letzt noch auf den Schluss zu sprechen, wie immer versuche ich es spoilerfrei zu halten. Mir persönlich war in der dritten Staffel noch zu viel hin und her und es wurden noch einige neue Ebenen aufgemacht, so dass ich dachte, dass es einfach nicht mehr logisch aufgeklärt werden kann. Doch genau das haben sie hinbekommen. Ob einem das Ende nun gefällt, ist eine ganz andere Frage, aber bei allem, was davor schon geschehen ist, war es wohl die letzte Möglichkeit noch alles irgendwie logisch aufzulösen. Da merkt man eben, dass die drei Staffeln von Anfang an durchgeplant waren. Lediglich eine Kleinigkeit war mir am Ende noch immer nicht logisch, aber da ich das Finale mit einem Dark-Fan geguckt habe, konnte mir auch da alles erklärt werden.
Bleibt die finale Frage: Hat mir die Serie gefallen? Tja und genau das ist die schwierigste Frage. Ich mochte sehr viele Aspekte der Serie. Aber mir war es irgendwann einfach zu viel. Gerade die dritte Staffel mit der noch einmal zusätzlichen Ebene war für mich einfach zu viel, um noch Spaß an der Serie zu haben. Da ist das Zuschauen eher in Arbeit ausgeartet, wenn man noch alles verstehen wollte. Deswegen gibt es hier wirklich nur eine Empfehlung, wenn man die oben genannten Aspekte mag und sich wirklich mit der Serie befassen will. Sonst bringt sie leider nichts.  Hier vielleicht noch kurz eine Warnung: Wenn ihr in den ersten Staffeln mit den Namen Probleme habt und einen Stammbaum im Internet sucht, dann passt auf, dass es einer für die jeweilige Staffel ist. Denn sonst kann es massive Spoiler geben.

Das Fazit

Dark ist eine spannende Mysteryserie und für alle gut geeignet, die Zeitreisen mögen und da endlich mal eine wirklich gut durchdachte und logische Serie sehen wollen. Wer mit vielen Namen und Zeitebene Probleme hat, sollte es sich überlegen, auch wenn ein sanfter Einstieg in die Serie möglich ist.

Dark ist bei Netflix verfügbar

Ashley Garcia

Ein Vorwort

Ich: Oh ich habe eine tolle neue Serie für mich entdeckt.
Netflix: Alles klar, Serie wird nach der ersten Staffel eingestellt
Warum ich euch trotzdem von Ashley Garcia berichten möchte? Weil ich die Serie wirklich mochte und vielleicht hilft es ja doch, ein bisschen mehr Aufmerksamkeit auf sie zu lenken, um Netflix noch umzustimmen.

Die Handlung

Ashley Garcia (Paulina Chávez) ist zwar erst 15, hat aber bereits einen Doktortitel und hat ein Jobangebot von der NASA. Dafür zieht sie zu ihrem Onkel Victor (Jencarlos Canela) und entkommt so zeitgleich ihrer sehr strengen Mutter. Nun kann sie zusammen mit ihrer besten Freundin Brooke (Bella Podaras) endlich typische Teenagerdinge tun. Vielleicht sich sogar verlieben?

Meine Meinung

The Expanding Universe of Ashley Garcia, oder Ashley Garcia – Genius in Love (was der offizielle deutsche Titel der Serie ist), besteht aus 16 Folgen, die in zwei Teilen hochgeladen wurden. Beide Teile enden jeweils mit einem Höhepunkt, weswegen man sie auch als zwei kurze Staffeln deuten kann – ich habe sowieso keine Ahnung, was dieser neue Trend mit den „Ausgaben“ oder „Teilen“ soll.
Das ganze ist eine Sitcom, mit Jugendseriencharakter, da die meisten Charaktere sehr jung sind und es eben primär um Themen, wie den ersten Kuss oder den ersten Freund geht. Dennoch eignet sich die Serie grundsätzlich für alle Altersgruppen. Die Witze sind eine gute Mischung aus den üblichen kurz rausgehauenen Sprüchen, die typisch sind für Sitcoms, und etwas länger aufgebauten Witzen. So ist für Fans beider Arten etwas dabei.
Die Charaktere sind sehr verschieden, entsprechen zwar größtenteils den Stereotypen, aber haben dafür alle eine sehr liebevolle Art. Wir haben mit Ashley den typischen Nerd, Brooke ist das typische It-Girl, Ted ist der Vorzeigefootballspieler, der aber nicht gerade die hellste Leuchte ist und Sting, der schüchterne Goodboy. Kompletiert wird das von Ashleys Onkel Victor. Er ist Footballcoach und Womanizer und muss, indem er Ashley bei sich aufnimmt, das erste Mal wirklich Verantwortung übernehmen.
Besonders schön finde ich auch, dass hier ein paar mexikanische Bräuche und Gewohnheiten ganz selbstverständlich eingewoben werden. Mit Ashley, Victor und Ted haben wir gleich drei Protagonisten, die diese hochhalten. So werden diese nicht nur im Nebensatz von Nebencharakteren erwähnt, sondern tauchen einfach immer wieder auf. Es ist sehr erfrischend.
Wirklich gestört hat mich an der Serie nur, dass sie mit einem typischen Cliffhanger geendet hat und diesen anscheinend nie auflöst. Allerdings ist es jetzt auch keiner, über dessen Auflösung ich ewig grübeln würde. Im Prinzip muss man einfach nur eine Minute vor Staffelende aufhören zu sehen und hat einen wirklich sehr schönen und runden Abschluss. Danach gibt es zwar noch eine Weihnachtsfolge, aber die ist sehr aus dem Zusammenhang gerissen und scheint irgendwo mittendrin zu spielen.

Das Fazit

Abgesetzt oder nicht, the expanding Universe of Ashley Garcia ist eine schöne Serie für zwischendurch, witzig, mit tollen Charakteren und hätte durchaus noch Potential gehabt. Wenn ihr ihr eine Chance geben wollt, schaut sie euch ruhig an, stoppt einfach nur ca. 1 Minute vor Ende, dann bleibt euch der Cliffhanger erspart.

The expanding universe of Ashley Garcia ist bei Netflix verfügbar

Community

Ein Vorwort

Ich bin ja gerne mal für eine Sitcom zu haben. Gut geeignet für zwischendurch, möglichst lustig – aber dennoch mit ein bisschen Niveau – und einer Geschichte, der man auch gut nebenbei folgen kann. Warum ich bei meiner ständigen Suche nach neuen Sitcoms – um eben nicht die üblichen Verdächtigen immer und immer wieder zu gucken – nicht schon viel früher auf Community gestoßen bin, weiß ich nicht. Aber inzwischen bin ich sehr froh sie gefunden zu haben. Warum, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Jeff Winger (Joel McHale) war praktizierender Anwalt, bis herauskam, dass er nie Jura studiert hat, sondern ein gefälschtes Zeugnis aus Kolumbien hatte. Nun besucht er das Greendale Community College. Im Spanischkurs begegnet er Britta (Gillian Jacobs), auf die er sofort ein Auge wirft. Um sie rumzukriegen, bietet er ihr an an eine Lerngruppe zu gründen. Britta stimmt zu, taucht aber mit einer ganzen Gruppe von Studenten auf. Jeff ist am Anfang wenig begeistert, doch mit der Zeit entwickelt sich aus der Lerngruppe eine Gruppe von Freunden.

Meine Meinung

Community ist eine dieser Serien, die man nicht nach ihrer ersten Folge beurteilen sollte. Am besten auch nicht nach der zweiten oder der dritten oder der… Okay, sagen wir einfach Community braucht am Anfang ein bisschen Zeit um ihrer Charaktere vorzustellen und sie sich entfalten zu lassen. So circa nach der Hälfte der ersten Staffel ist der Einführungsprozess aber beendet und ab dann funktioniert die Serie auch richtig gut.
Denn wer vorher dachte, dass man an Community Colleges kein Spaß haben könnnte, wird hier eines besseren belehrt. Den Großteil übernimmt dabei der Cast, der durch seine Unterschiede perfekt harmoniert und immer genug Stoff bietet.
Da haben wir zum einen Jeff, der in Greendale seinen Abschluss nachholt, den er vorher gefälscht hatte, und bereits als Anwalt praktizierte. Er ist für seine großen Reden bekannt, die er hält, wenn die Gruppe nicht mehr richtig zusammenhält oder wenn er versucht seinen Willen zu bekommen. Er ist irgendwo der Knotenpunkt der Gruppe, aber auch oft auf seinen Vorteil bedacht, was er allerdings auch offen kommuniziert. Dann gibt es Britta. Sie ist eine Weltverbesserin, würde am liebsten gegen alles demonstrieren und hat immer wieder neue Ziele. Annie (Allison Brie) war an der Highschool das Mauerblümchen und versucht ein wenig aus sich herauszukommen. Dennoch ist sie einfach eine Streberin, schafft es dadurch aber auch, die anderen immer wieder mitzuziehen. Abed (Danny Pudi) wirkt auf die meisten wie ein Sonderling. Er lebt und redet in Film- und Serienandeutungen, was ihn aber auch zu einem wichtigen Punkt für die Witze der Serie macht. Sein bester Freund wird sehr schnell Troy (Donald Glover), der an der Highschool erfolgreich Football spielte, aber durch eine Verletzung kein Stipendium bekam. Shirley (Yvette Nicole Brown), eine frisch geschiedene zweifache Mutter, und Pierce (Chevy Chase) bilden den Abschluss und zeigen, dass das Community College auch für ältere ist. Shirley versucht ihren Abschluss nachzuholen, da sie diesen zugunsten ihres Ex-Mannes und ihrer Kinder nicht gemacht hatte. Pierce entstammt einer wohlhabenden Familie und studiert einfach immer weiter.
Nicht zum Lerngruppencast, aber dennoch wichtige Funktionen in der Serie übernehmen noch Studienleiter Pelton (Jim Rash), der eine Obsession für Jeff hat, und Ben Chang (Ken Jeong), der als Spanischlehrer startet, im Laufe der Serie aber viele verschiedene Rollen übernimmt.
Die ersten vier Staffeln haben neben den „normalen“ Folgen auch einige, wo gerne mal mit Formaten gespielt wird. Gerade die Paintball-Folgen haben es sehr schnell in mein Herz geschafft. Hier ist (fast) jede Folge eine Freude, man lernt ständig etwas neues über die Charaktere und hat einfach nur Spaß.
Schwieriger wird es ab der fünften Staffel und spätestens in der sechsten Staffel wird klar, dass die Serie irgendwo ihren Zenit überschritten hat. Das Hauptproblem dürfte sein, dass sich immer mehr Castmitglieder verabschiedet haben und eher halbherzig durch neue Charaktere ersetzt wurden. Das funktioniert in der fünften Staffel gerade noch so, aber ab der sechsten wird es beinahe zur Qual. Dennoch schafft die Serie es am Ende noch einmal ein solches Zusammenhaltsgefühl zu erzeugen, dass man fast enttäuscht ist, dass es keine siebte Staffel gibt. Aber hey, wie uns Friends und Co zeigen, müssen wir zwar ein paar Jahre warten, aber dann gibt es das Revival.

Das Fazit

Commuity ist eine Sitcom, die aus dem Alltagsbrei der Sitcoms positiv heraussticht mit ihrem ganz eigenen Humor, einem tollen Cast, sehr verschiedenen Charakteren und vor allem jeder Menge Witz und Spaß.

Community ist bei Netflix zum streamen verfügbar

Eine Handvoll Serien

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der ‚Eine Handvoll‘ Reihe in 2021. Die Serien haben das Jahr 2020 beendet und sie dürfen das neue Jahr eröffnen. Heute mit einem Arzt auf Abwegen, ein Kopfgeldjäger mit väterlichen Gefühlen, der Faszination für Schach, Mode in Paris und vor allem viel Essen.

The Chef Show – Staffel 1

Die Handlung: Regisseur Jon Favreau und Küchenchef Roy Choi reisen durch die USA. In Anlehnung an den Film Kiss the cook, kochen sie Rezepte nach, bekommen neue Rezepttipps und ab und an gibt es sogar ein paar Einblicke und Insiderinformationen zu Favreaus Filmen. 

Meine Meinung: Ein wirklich gut gemeinter Rat und glaubt mir, ihr werdet mir dafür danken: Schaut diese Serie auf keinen Fall mit leeren Magen! Selbst wenn man absolut satt ist, kann es noch passieren, dass es einfach so lecker aussieht, dass man unbedingt alles sofort nachkochen will. So ein richtiges Konzept scheint die Serie nicht zu haben, auch Favreau und Choi witzeln zwischenzeitlich darüber. Das macht aber gar nichts, denn gerade die Planlosigkeit führt dazu, dass einfach verschiedene Sachen ausprobiert werden. So gibt es Folgen, wo sie einfach nur mit verschiedenen Gästen kochen und dann wieder Folgen, wo sie kochen lassen und einfach nur mit ihren Gästen plaudern. Dabei bekommt man einige Hintergrundinfos zum Film Kiss the Cook, aber vor allem gibt es eine Menge Kochtipps. Für Vegetarier und Veganer dürfte es hier schwierig werden, weil es auch viel um die richtige Zubereitung von Fleisch geht. Aber gerade die hat es in sich, also Fleischfans aufgepasst. Zwischenzeitlich hat man einfach nur noch das Gefühl, dass es foodporn vom feinsten ist. Das schöne ist aber eben auch, dass es keine alltäglichen Rezepte sind, aber doch welche, die man durchaus nachkochen kann – auch wenn man allein für eine Marinade gefühlt 1000 Zutaten braucht.

Temple – Staffel 1

Die Handlung: Daniel Milton (Mark Strong) ist ein angesehener Chirurg. Als seine Frau Beth (Catherine McCormack) an einer tödlichen Krankheit erkrankt, schafft er es nicht sie gehen zu lassen. Stattdessen stimmt er dem Angebot von Lee (Daniel Mays) zu, eine illegale Klinik unter der Londoner Metrostation Temple zu eröffnen. Dort kann er weiter an einem Heilmittel für seine Frau forschen und diese am Leben erhalten und Lee kann seinen Survivalort ausbauen. Doch die Probleme lassen nicht lange auf sich warten.

Meine Meinung: Temple ist so eine Serie, bei der ich hinterher einfach nicht sagen kann, ob ich sie nun gut fand, oder nicht. Weil grundsätzlich hat sie ein gutes Setting, eine krasse Idee, die aber spannend umgesetzt wurde und vor allem gute Darsteller. Gerade Mark Strong als Daniel Milton schafft es seiner Figur alles zu geben: Die nötige Härte, um das Projekt durchzuziehen, die Liebe zu seiner Frau, Durchsetzungsvermögen. Trauer, Liebe, Angst, Verzweiflung. Und dennoch bleibt er als Charakter unnahbar. Man versteht seine Beweggründe, aber ab einem gewissen Punkt sind seine Taten einfach nicht mehr vertretbar. Schwieriger wird es dann bei Lee. Er ist eigentlich dieser eine nervige Charakter, ohne den es aber einfach nicht funktioniert. Und so sehr man ihn auch verstehen will, seine Handlungen sind einfach größtenteils nicht nachvollziehbar. Mit acht Folgen sollte die Serie eigentlich eine abgeschlossene Miniserie sein. Die Handlung wird für diese acht Folgen auch ziemlich gestreckt. Vielleicht hätten es sechs auch getan. Dennoch weigere ich mich diese Serie als eine abgeschlossene Miniserie anzusehen. Denn Miniserien sollten eigentlich nicht mit einem ziemlich großen Cliffhänger enden! Was mich letztlich aber wirklich störte, war das aufgebauschte Drama. Nie war es genug, immer musste noch einmal was drauf gesetzt werden.

The Mandalorian – Staffel 2

Die Handlung: Der Mandalorianer (Pedro Pascal) reist weiter mit dem Kind durch die Galaxie. Neue Freunde, aber auch neue Feinde säumen seinen Weg. Diesmal ist er auf der Suche nach einem Jedi, der sich dem Kind annehmen kann. Doch Moff Gideon (Giancarlo Esposito) ist weiterhin hinter dem Kind her.

Meine Meinung: Nach der starken ersten Staffel war nun die Frage, ob Jon Favreau und sein Team noch genügend Stoff für eine zweite Staffel hätten. Und sie haben gezeigt: Ja, der Stoff dafür ist da. Ob es nun wieder Episoden sind, die für die übergeordnete Handlung essentiell sind, oder ob es ‚Monster of the week‘ Folgen sind. Wie schon in der ersten Staffel ist es eben gerade die Abwechslung aus beidem, die den Reiz ausmacht.
Wir lernen hier noch einmal einiges Neues über Mando, das Kind und die Übrigbleibsel der Jedi. Die Folgen haben genau die richtige Balance zwischen Spannung und dem typischen Star Wars Gefühl. Es gibt überraschende Wendungen, Nostalgie für die eingefleischten Star Wars Fans und auch ein paar schöne Weltraumszenen. Wer die erste Staffel mocht, wird sich auch an der zweiten wieder erfreuen.

Das Damengambit – Miniserie

Die Handlung: Beth Harmon (Anya Taylor-Joy) ist eine Waise. Im Waisenhaus lernt sie vom stillen Hauswart Schach spielen. Sie entwickelt sich trotz aller Widrigkeiten zu einem Profi und schafft es bis in die obersten Ränge. Dabei stehen ihr Suchtprobleme im Weg. 

Meine Meinung: Ich glaube Schach war noch nie so spannend wie in dieser Serie. Selbst wenn verschiedene Eröffnungssequenzen diskutiert werden oder verschiedene Spiele gezeigt werden, bleibt die Serie spannend. Das liegt wohl vor allem an der Begeisterung der Charaktere für Schach, die sich auch gerne gegenseitig aufstacheln, aber auch an der sehr schönen bildlichen Darstellung. Das ist auch allgemein sehr beeindruckend für die Serie. Viele Szenen sind einfach nur künstlerisch abgestimmt. Anya Taylor-Joys Darstellung der Beth ist sehr authentisch und sie spielt ihren Charakter sehr souverän. Mein Problem war so ein bisschen, dass ich einfach nur mit ihrem Charakter, also Beth, nicht warm geworden bin. Natürlich ist ihr Charakter generell darauf angelegt, dass sie alle auf Distanz hält und das ist durch ihre Geschichte auch verständlich, aber irgendwo fehlte mir trotzdem die Nähe. Aber das ist im großen und ganzen nur ein kleiner Kritikpunkt. Einen Blick lohnt die Serie auf jeden Fall.

Emily in Paris – Staffel 1

Die Handlung: Emily Cooper ist engagiert und arbeitet leidenschaftlich gerne für die Marketingagentur, bei der sie angestellt ist. Als sie das Angebot bekommt für eine Weile in Paris bei der Tochterfirma zu arbeiten, nimmt sie sofort an. Doch die französischen Kollegen sind alles andere als begeistert von ihrem Engagement. Und dann kommt noch der Kulturschock hinzu. 

Meine Meinung: Emily in Paris ist so eine Serie, die ich eigentlich wirklich gerne mögen würde. Aber ich kann es nicht. Denn eigentlich fand ich es mal ganz schön eine Serie zu haben, die in Paris spielt. Nicht weil ich Paris so toll finde – meine persönlichen Erfahrungen mit der Stadt sind eher mäßig schön – aber ich finde es eben schön, wenn nicht immer alles nur in den USA spielt. Hinzu kommt, dass ich Lily Collins als Schauspielerin eigentlich auch sehr sympathisch finde. Mein Problem mit der Serie ist, dass sie den schmalen Grad zwischen Kulturschock und Abwertung einer Nation hier leider mehrfach überschritten wurde. Ja, der Lebensstil in Frankreich ist anders als den USA, aber hier wird grundsätzlich gesagt, dass es in den USA alles besser ist und der Weg in Frankreich grundsätzlich faul. Es geht weiter, dass ja alle Franzosen Sexisten sind und treu ist da natürlich auch niemand. Ähm, wie bitte? Aber selbst, wenn man darüber noch irgendwie hinwegsehen kann, gibt es immer noch das Problem, dass einfach viel zu viele Charaktere ziemlich unsympathisch sind. Die Modebranche kommt also nicht unbedingt gut bei weg. Denn laut der Serie arbeiten da nur Egoisten und jeder sucht nur nach seinem eigenen Vorteil. Und dann ist die Serie halt auch einfach nicht spannend. Gefühlt stolpert Emily von einem Fettnäpfchen ins nächste und heult sich dann wieder irgendwo aus – allerdings sind auch ziemlich viele gemein zu ihr. Aber wieso hat sie dann immer so gute Laune? Also ihr merkt, mich konnte die Serie absolut nicht überzeugen, oft hat sie mich abgestoßen, die meiste Zeit hat sie mich einfach genervt. Also dafür leider keine Empfehlung.

Habt ihr eine Serie davon gesehen? Wie fandet ihr sie?