Community

Ein Vorwort

Ich bin ja gerne mal für eine Sitcom zu haben. Gut geeignet für zwischendurch, möglichst lustig – aber dennoch mit ein bisschen Niveau – und einer Geschichte, der man auch gut nebenbei folgen kann. Warum ich bei meiner ständigen Suche nach neuen Sitcoms – um eben nicht die üblichen Verdächtigen immer und immer wieder zu gucken – nicht schon viel früher auf Community gestoßen bin, weiß ich nicht. Aber inzwischen bin ich sehr froh sie gefunden zu haben. Warum, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Jeff Winger (Joel McHale) war praktizierender Anwalt, bis herauskam, dass er nie Jura studiert hat, sondern ein gefälschtes Zeugnis aus Kolumbien hatte. Nun besucht er das Greendale Community College. Im Spanischkurs begegnet er Britta (Gillian Jacobs), auf die er sofort ein Auge wirft. Um sie rumzukriegen, bietet er ihr an an eine Lerngruppe zu gründen. Britta stimmt zu, taucht aber mit einer ganzen Gruppe von Studenten auf. Jeff ist am Anfang wenig begeistert, doch mit der Zeit entwickelt sich aus der Lerngruppe eine Gruppe von Freunden.

Meine Meinung

Community ist eine dieser Serien, die man nicht nach ihrer ersten Folge beurteilen sollte. Am besten auch nicht nach der zweiten oder der dritten oder der… Okay, sagen wir einfach Community braucht am Anfang ein bisschen Zeit um ihrer Charaktere vorzustellen und sie sich entfalten zu lassen. So circa nach der Hälfte der ersten Staffel ist der Einführungsprozess aber beendet und ab dann funktioniert die Serie auch richtig gut.
Denn wer vorher dachte, dass man an Community Colleges kein Spaß haben könnnte, wird hier eines besseren belehrt. Den Großteil übernimmt dabei der Cast, der durch seine Unterschiede perfekt harmoniert und immer genug Stoff bietet.
Da haben wir zum einen Jeff, der in Greendale seinen Abschluss nachholt, den er vorher gefälscht hatte, und bereits als Anwalt praktizierte. Er ist für seine großen Reden bekannt, die er hält, wenn die Gruppe nicht mehr richtig zusammenhält oder wenn er versucht seinen Willen zu bekommen. Er ist irgendwo der Knotenpunkt der Gruppe, aber auch oft auf seinen Vorteil bedacht, was er allerdings auch offen kommuniziert. Dann gibt es Britta. Sie ist eine Weltverbesserin, würde am liebsten gegen alles demonstrieren und hat immer wieder neue Ziele. Annie (Allison Brie) war an der Highschool das Mauerblümchen und versucht ein wenig aus sich herauszukommen. Dennoch ist sie einfach eine Streberin, schafft es dadurch aber auch, die anderen immer wieder mitzuziehen. Abed (Danny Pudi) wirkt auf die meisten wie ein Sonderling. Er lebt und redet in Film- und Serienandeutungen, was ihn aber auch zu einem wichtigen Punkt für die Witze der Serie macht. Sein bester Freund wird sehr schnell Troy (Donald Glover), der an der Highschool erfolgreich Football spielte, aber durch eine Verletzung kein Stipendium bekam. Shirley (Yvette Nicole Brown), eine frisch geschiedene zweifache Mutter, und Pierce (Chevy Chase) bilden den Abschluss und zeigen, dass das Community College auch für ältere ist. Shirley versucht ihren Abschluss nachzuholen, da sie diesen zugunsten ihres Ex-Mannes und ihrer Kinder nicht gemacht hatte. Pierce entstammt einer wohlhabenden Familie und studiert einfach immer weiter.
Nicht zum Lerngruppencast, aber dennoch wichtige Funktionen in der Serie übernehmen noch Studienleiter Pelton (Jim Rash), der eine Obsession für Jeff hat, und Ben Chang (Ken Jeong), der als Spanischlehrer startet, im Laufe der Serie aber viele verschiedene Rollen übernimmt.
Die ersten vier Staffeln haben neben den „normalen“ Folgen auch einige, wo gerne mal mit Formaten gespielt wird. Gerade die Paintball-Folgen haben es sehr schnell in mein Herz geschafft. Hier ist (fast) jede Folge eine Freude, man lernt ständig etwas neues über die Charaktere und hat einfach nur Spaß.
Schwieriger wird es ab der fünften Staffel und spätestens in der sechsten Staffel wird klar, dass die Serie irgendwo ihren Zenit überschritten hat. Das Hauptproblem dürfte sein, dass sich immer mehr Castmitglieder verabschiedet haben und eher halbherzig durch neue Charaktere ersetzt wurden. Das funktioniert in der fünften Staffel gerade noch so, aber ab der sechsten wird es beinahe zur Qual. Dennoch schafft die Serie es am Ende noch einmal ein solches Zusammenhaltsgefühl zu erzeugen, dass man fast enttäuscht ist, dass es keine siebte Staffel gibt. Aber hey, wie uns Friends und Co zeigen, müssen wir zwar ein paar Jahre warten, aber dann gibt es das Revival.

Das Fazit

Commuity ist eine Sitcom, die aus dem Alltagsbrei der Sitcoms positiv heraussticht mit ihrem ganz eigenen Humor, einem tollen Cast, sehr verschiedenen Charakteren und vor allem jeder Menge Witz und Spaß.

Community ist bei Netflix zum streamen verfügbar

Eine Handvoll Serien

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der ‚Eine Handvoll‘ Reihe in 2021. Die Serien haben das Jahr 2020 beendet und sie dürfen das neue Jahr eröffnen. Heute mit einem Arzt auf Abwegen, ein Kopfgeldjäger mit väterlichen Gefühlen, der Faszination für Schach, Mode in Paris und vor allem viel Essen.

The Chef Show – Staffel 1

Die Handlung: Regisseur Jon Favreau und Küchenchef Roy Choi reisen durch die USA. In Anlehnung an den Film Kiss the cook, kochen sie Rezepte nach, bekommen neue Rezepttipps und ab und an gibt es sogar ein paar Einblicke und Insiderinformationen zu Favreaus Filmen. 

Meine Meinung: Ein wirklich gut gemeinter Rat und glaubt mir, ihr werdet mir dafür danken: Schaut diese Serie auf keinen Fall mit leeren Magen! Selbst wenn man absolut satt ist, kann es noch passieren, dass es einfach so lecker aussieht, dass man unbedingt alles sofort nachkochen will. So ein richtiges Konzept scheint die Serie nicht zu haben, auch Favreau und Choi witzeln zwischenzeitlich darüber. Das macht aber gar nichts, denn gerade die Planlosigkeit führt dazu, dass einfach verschiedene Sachen ausprobiert werden. So gibt es Folgen, wo sie einfach nur mit verschiedenen Gästen kochen und dann wieder Folgen, wo sie kochen lassen und einfach nur mit ihren Gästen plaudern. Dabei bekommt man einige Hintergrundinfos zum Film Kiss the Cook, aber vor allem gibt es eine Menge Kochtipps. Für Vegetarier und Veganer dürfte es hier schwierig werden, weil es auch viel um die richtige Zubereitung von Fleisch geht. Aber gerade die hat es in sich, also Fleischfans aufgepasst. Zwischenzeitlich hat man einfach nur noch das Gefühl, dass es foodporn vom feinsten ist. Das schöne ist aber eben auch, dass es keine alltäglichen Rezepte sind, aber doch welche, die man durchaus nachkochen kann – auch wenn man allein für eine Marinade gefühlt 1000 Zutaten braucht.

Temple – Staffel 1

Die Handlung: Daniel Milton (Mark Strong) ist ein angesehener Chirurg. Als seine Frau Beth (Catherine McCormack) an einer tödlichen Krankheit erkrankt, schafft er es nicht sie gehen zu lassen. Stattdessen stimmt er dem Angebot von Lee (Daniel Mays) zu, eine illegale Klinik unter der Londoner Metrostation Temple zu eröffnen. Dort kann er weiter an einem Heilmittel für seine Frau forschen und diese am Leben erhalten und Lee kann seinen Survivalort ausbauen. Doch die Probleme lassen nicht lange auf sich warten.

Meine Meinung: Temple ist so eine Serie, bei der ich hinterher einfach nicht sagen kann, ob ich sie nun gut fand, oder nicht. Weil grundsätzlich hat sie ein gutes Setting, eine krasse Idee, die aber spannend umgesetzt wurde und vor allem gute Darsteller. Gerade Mark Strong als Daniel Milton schafft es seiner Figur alles zu geben: Die nötige Härte, um das Projekt durchzuziehen, die Liebe zu seiner Frau, Durchsetzungsvermögen. Trauer, Liebe, Angst, Verzweiflung. Und dennoch bleibt er als Charakter unnahbar. Man versteht seine Beweggründe, aber ab einem gewissen Punkt sind seine Taten einfach nicht mehr vertretbar. Schwieriger wird es dann bei Lee. Er ist eigentlich dieser eine nervige Charakter, ohne den es aber einfach nicht funktioniert. Und so sehr man ihn auch verstehen will, seine Handlungen sind einfach größtenteils nicht nachvollziehbar. Mit acht Folgen sollte die Serie eigentlich eine abgeschlossene Miniserie sein. Die Handlung wird für diese acht Folgen auch ziemlich gestreckt. Vielleicht hätten es sechs auch getan. Dennoch weigere ich mich diese Serie als eine abgeschlossene Miniserie anzusehen. Denn Miniserien sollten eigentlich nicht mit einem ziemlich großen Cliffhänger enden! Was mich letztlich aber wirklich störte, war das aufgebauschte Drama. Nie war es genug, immer musste noch einmal was drauf gesetzt werden.

The Mandalorian – Staffel 2

Die Handlung: Der Mandalorianer (Pedro Pascal) reist weiter mit dem Kind durch die Galaxie. Neue Freunde, aber auch neue Feinde säumen seinen Weg. Diesmal ist er auf der Suche nach einem Jedi, der sich dem Kind annehmen kann. Doch Moff Gideon (Giancarlo Esposito) ist weiterhin hinter dem Kind her.

Meine Meinung: Nach der starken ersten Staffel war nun die Frage, ob Jon Favreau und sein Team noch genügend Stoff für eine zweite Staffel hätten. Und sie haben gezeigt: Ja, der Stoff dafür ist da. Ob es nun wieder Episoden sind, die für die übergeordnete Handlung essentiell sind, oder ob es ‚Monster of the week‘ Folgen sind. Wie schon in der ersten Staffel ist es eben gerade die Abwechslung aus beidem, die den Reiz ausmacht.
Wir lernen hier noch einmal einiges Neues über Mando, das Kind und die Übrigbleibsel der Jedi. Die Folgen haben genau die richtige Balance zwischen Spannung und dem typischen Star Wars Gefühl. Es gibt überraschende Wendungen, Nostalgie für die eingefleischten Star Wars Fans und auch ein paar schöne Weltraumszenen. Wer die erste Staffel mocht, wird sich auch an der zweiten wieder erfreuen.

Das Damengambit – Miniserie

Die Handlung: Beth Harmon (Anya Taylor-Joy) ist eine Waise. Im Waisenhaus lernt sie vom stillen Hauswart Schach spielen. Sie entwickelt sich trotz aller Widrigkeiten zu einem Profi und schafft es bis in die obersten Ränge. Dabei stehen ihr Suchtprobleme im Weg. 

Meine Meinung: Ich glaube Schach war noch nie so spannend wie in dieser Serie. Selbst wenn verschiedene Eröffnungssequenzen diskutiert werden oder verschiedene Spiele gezeigt werden, bleibt die Serie spannend. Das liegt wohl vor allem an der Begeisterung der Charaktere für Schach, die sich auch gerne gegenseitig aufstacheln, aber auch an der sehr schönen bildlichen Darstellung. Das ist auch allgemein sehr beeindruckend für die Serie. Viele Szenen sind einfach nur künstlerisch abgestimmt. Anya Taylor-Joys Darstellung der Beth ist sehr authentisch und sie spielt ihren Charakter sehr souverän. Mein Problem war so ein bisschen, dass ich einfach nur mit ihrem Charakter, also Beth, nicht warm geworden bin. Natürlich ist ihr Charakter generell darauf angelegt, dass sie alle auf Distanz hält und das ist durch ihre Geschichte auch verständlich, aber irgendwo fehlte mir trotzdem die Nähe. Aber das ist im großen und ganzen nur ein kleiner Kritikpunkt. Einen Blick lohnt die Serie auf jeden Fall.

Emily in Paris – Staffel 1

Die Handlung: Emily Cooper ist engagiert und arbeitet leidenschaftlich gerne für die Marketingagentur, bei der sie angestellt ist. Als sie das Angebot bekommt für eine Weile in Paris bei der Tochterfirma zu arbeiten, nimmt sie sofort an. Doch die französischen Kollegen sind alles andere als begeistert von ihrem Engagement. Und dann kommt noch der Kulturschock hinzu. 

Meine Meinung: Emily in Paris ist so eine Serie, die ich eigentlich wirklich gerne mögen würde. Aber ich kann es nicht. Denn eigentlich fand ich es mal ganz schön eine Serie zu haben, die in Paris spielt. Nicht weil ich Paris so toll finde – meine persönlichen Erfahrungen mit der Stadt sind eher mäßig schön – aber ich finde es eben schön, wenn nicht immer alles nur in den USA spielt. Hinzu kommt, dass ich Lily Collins als Schauspielerin eigentlich auch sehr sympathisch finde. Mein Problem mit der Serie ist, dass sie den schmalen Grad zwischen Kulturschock und Abwertung einer Nation hier leider mehrfach überschritten wurde. Ja, der Lebensstil in Frankreich ist anders als den USA, aber hier wird grundsätzlich gesagt, dass es in den USA alles besser ist und der Weg in Frankreich grundsätzlich faul. Es geht weiter, dass ja alle Franzosen Sexisten sind und treu ist da natürlich auch niemand. Ähm, wie bitte? Aber selbst, wenn man darüber noch irgendwie hinwegsehen kann, gibt es immer noch das Problem, dass einfach viel zu viele Charaktere ziemlich unsympathisch sind. Die Modebranche kommt also nicht unbedingt gut bei weg. Denn laut der Serie arbeiten da nur Egoisten und jeder sucht nur nach seinem eigenen Vorteil. Und dann ist die Serie halt auch einfach nicht spannend. Gefühlt stolpert Emily von einem Fettnäpfchen ins nächste und heult sich dann wieder irgendwo aus – allerdings sind auch ziemlich viele gemein zu ihr. Aber wieso hat sie dann immer so gute Laune? Also ihr merkt, mich konnte die Serie absolut nicht überzeugen, oft hat sie mich abgestoßen, die meiste Zeit hat sie mich einfach genervt. Also dafür leider keine Empfehlung.

Habt ihr eine Serie davon gesehen? Wie fandet ihr sie?

Miracle Workers

Ein Vorwort

Manchmal passiert es, dass ich von einer Serie zuvor noch nie gehört habe, sie durch Zufall anklicke und auf einmal kann ich nicht mehr ohne sie. So passiert zuletzt bei Miracle Workers. Ich wollte eigentlich nur eine kleine Serie für zwischendurch, sie sollte möglichst ein bisschen witzig sein, aber sich doch irgendwie von anderen Serien unterscheiden. Beim durchscrollen bot mit Sky Miracle Workers an. Und schon nach dem Trailer wusste ich, ich würde diese Serie lieben. Es handelt sich übrigens um eine Anthologieserie und ich werde euch die beiden bereits erschienenen Staffeln vorstellen.

Miracle Workers – Staffel 1

Die Handlung

Der Himmel ist eine große Fabrik. Es gibt verschiedene Abteilungen, die alle für einen kleinen Teil der Abläufe auf der Erde zuständig sind. Es gibt eine Abteilung für Polöcher, eine für Schmutz, eine für Donner und so weiter und so fort. Eliza (Geraldine Viswanathan) hat bisher in der Schmutzabteilung gearbeitet, bittet nun aber nach einer Versetzung. Sie landet in der Abteilung für Wunder und trifft dort auf Craig (Daniel Radcliffe), der mit Müh und Not pro Tag eine Handvoll Wunderanfragen bearbeiten kann. Die meisten gelten jedoch als unerfüllbar und werden auf direktem Weg zu Gott geschickt. Eliza ist darüber so entrüstet, dass sie um eine Audienz bei Gott (Steve Buscemi) bittet. Gott ist jedoch ganz anders, als gedacht. Da er sowieso gerade eine neue Idee für die Erde hat – er will daraus ein großes Restaurant machen – beschließt er das Ende der Welt einzuleiten. Eliza schafft es gerade noch einen Deal auszuhandeln. Wenn es der Wunderabteilung innerhalb von zwei Wochen gelingt ein unerfüllbares Wunder zu vollbringen, bleibt die Erde so wie sie ist. Eliza und Craig geben alles und versuchen das unmögliche wahr zu machen. Doch dafür werden sie Hilfe brauchen.

Meine Meinung

Stellt euch vor, ihr sterbt und kommt in den Himmel. Und auf einmal seid ihr mitten in einem Vorstellungsgespräch, und werden kurz darauf einer Abteilung bei der Heaven Inc zugeteilt. Dort müsst ihr bis in alle Ewigkeit eurer Arbeit nachgehen. Willkommen bei Miracle Workers. Und ja, auch ich freute mich zunächst mit Eliza, als sie von der Schmutzabteilung in die Wunderabteilung versetzt wurde. Doch das ist so ziemlich die deprimierendste Abteilung und es gibt immerhin eine für Polöcher. Während Eliza lernt, was möglich ist und was nicht, löst sie auch evtl. eine verherrende Naturkatastrophe aus. Und genau, dass ist es, was die Serie so unfassbar witzig macht! Ein falscher Knopf und schon wird wieder der Nachrichtensprecher eingeblendet, der von neuen unfassbaren Dingen erzählt. Ich musste einfach die ganze Staffel über so richtig herzhaft lachen.
Natürlich kann die Serie nicht nur Fans haben. Gerade die Darstellung von Gott, dürfte vielen nicht gefallen. Denn hier ist er eher ein großes weinerliches Baby, dessen Spielzeug – die Erde – außer Kontrolle geraten ist. Aber Steve Buscemi gibt hier absolut alles, um seinen Gott dennoch irgendwie liebevoll zu machen.
Letztlich ist es das Zusammenspiel der Charaktere, die Idee der Heaven Inc, und vor allem einfach der absolut böse Humor, der aber so unglaublich gut passt, was diese Serie zu etwas unglaublich gutem macht. Man wartet eigentlich nur auf die nächste große Katastrophe und dann passiert trotzdem wieder etwas unvorhergesehenes.

Miracle Workers: Dark Ages – Staffel 2

Die Handlung

Alexandra „Al“ Shitshoveler (Geraldine Viswanathan) ist einfach zur falschen Zeit geboren. Ihr größter Traum ist es zur Uni zu gehen, zu studieren und als Frau ihren eigenen Weg zu gehen. Aber sie lebt im Mittelalter. Es wird von ihr verlangt, dass sie den Beruf ihres Vaters nachgeht, der – daher auch der Nachname – Scheißeschaufler ist. Gleichzeitig ist Prinz Chauncley der Ziemlich Coole (Daniel Radcliffe) mit seiner Rolle als Prinz und Sohn eines blutgierigen Königs ebenfalls sehr unglücklich.

Meine Meinung

Die Serie konnte nach der absolut genialen ersten Staffel nur verlieren. Zumal die Geschichte nach der ersten Staffel auch einfach fertig erzählt war. Also wurde einfach der Großteil der Besetzung genommen und in ein ganz neues Setting mit einer ganz frischen Idee gesteckt. Und es funktioniert. Man braucht vielleicht ein bis zwei Folgen, ehe man sich an das neue Setting gewöhnt hat, aber dann hat Miracle Workers wieder allerlei gute Ideen, witzige Charaktere und vor allem eine Menge schwarzen Humors. So spaßig war wohl noch keine Darstellung des Mittelalters.
Das fängt schon damit an, dass alle eigentlich die Berufe ihrer Vorfahren ausüben sollen und der Nachname praktisch aussagt, was man mal werden wird. Und wer mit dem Nachnamen ‚Shitshoveler‘ gezeichnet ist, hat dabei wohl nicht allzuviel zu lachen. Aber auch hier sind es vor allem wieder die kleinen Details, die die Serie so wunderbar machen. Das Spiel mit der Naivität der damaligen Zeit. Statt des Nachrichtensprechers gibt es diesmal den örtlichen Herold, der immer wieder in den passendsten Momenten irgendwo auftaucht und Nachrichten verkündet.
Doch auch, wenn sich die zweite Staffel wirklich Mühe gibt, sie kommt einfach nicht an die erste heran. Das ist aber auch völlig in Ordnung, denn die zweite bringt einen trotzdem zum lachen, hat tolle Charaktere und bitte ich brauche eine dritte Staffel!

Das Fazit

Falls es noch nicht klar wurde: Schaut diese Serie! Sie hat tolle Ideen, schwarzen Humor, wunderbare Charaktere, unvorhersehbare Wendungen, bringt einen dauerhaft zum lachen und ist einfach noch einmal etwas ganz anderes!

Eine Handvoll Serien – Weihnachtsspecial

In der heutigen Ausgabe der Handvoll Serien dreht sich alles rund um Weihnachtsserien. Dabei sind keine Weihnachtsfolgen gemeint, die habe ich euch ja im Adventskalender vorgestellt, sondern ganze Serien, die an Weihnachten spielen. Mit dabei ein rotes Buch, ein Musiker auf Heimatbesuch, Mr. Christmas himself, allerlei Leckereien und ein etwas anderes Familientreffen.

Dash & Lily – Staffel 1

Die Handlung: Lily liebt Weihnachten über alles und verbringt sie immer in heimliger Runde mit ihrer Familie. Doch dieses Jahr ist alles anders. Ihre Eltern reisen nach Fiji, ihr Grandpa nach Florida und sie bleibt allein mit ihrem Bruder Langston zurück. Dem kommt zusammen mit seinem Freund Benny die Idee, dass Lily jemanden kennenlernen sollte. Aber damit es auch der richtige ist, soll sie ein rotes Notizbuch in ihrer Lieblingsbuchhandlung verstecken und dort allerlei Hinweise reinschreiben. Und tatsächlich findet Dash das Buch. Dash hasst Weihnachten, und sagt beiden Elternteilen, dass er beim jeweils anderen feiern würde. Da kommen ihm die Herausforderungen aus dem Buch gerade recht.

Meine Meinung: Eine absolut süße Liebesgeschichte mit zwei Charakteren, die sich nur über ein rotes Notizbuch schreiben. Sowohl für Weihnachtsliebhaber, als auch für Weihnachtsmuffel. Schaut sie euch definitiv an! Okay, das war nun wirklich die ganz kurze Version. Ich versuche mal meine Begeisterung für diese Serie etwas weiter auszuführen, ohne in stundenlange Begeisterungsreden zu verfallen. Also Dash & Lily verbindet zwei grundsätzliche Elemente. Die Suche nach Liebe und die Adventszeit. Zweiteres wird von beiden Seiten beleuchtet. Die Weihnachten liebende Lily, die dieses Jahr einfach nur enttäuscht ist, weil ihre Familie nicht in gewohnter Form dabei ist. Und Dash, der so viele deprimierende Weihnachten hinter sich hat, dass er dieses Jahr einfach allen aus dem Weg gehen will. Auch in Sachen Liebe verkörpern beide das absolute Gegenteil. Dash, der von seiner Freundin verlassen wurde und Lily, die noch ungeküsst ist. Und doch verbindet beide absolut viel, die Liebe zum Lesen und die Abenteuerlust bei ihrem gemeinsamen Briefabenteuer. Natürlich legt das Leben allerhand Steine in den Weg, aber genau das erzeugt so viel Spannung. Auch lebt die Serie von allerlei liebenswürdigen Charakteren, und ein paar nicht so sympathischen Zeitgenossen, die die Serie bunt und vielfältig machen. Es sind die kleinen Dinge, die diese Serie absolut großartig machen. Denn es bleibt eine sehr positive Grundstimmung und natürlich darf das ein oder andere Weihnachtswunder nicht fehlen, aber die Serie bleibt dennoch realistisch und setzt sich auch damit auseinander, warum der ein oder andere eben nicht so viel von Weihnachten hält. Und zu guter Letzt muss ich euch noch vom Soundtrack vorschwärmen. Denn natürlich dominieren hier die Weihnachtslieder, aber anstatt die ewig gleichen und bekannten Lieder anzustimmen, dürfen unbekanntere Bands ihren Teil beisteuern. Und das erzeugt noch einmal eine ganz neue Atmosphäre.

Über Weihnachten – Miniserie

Die Handlung: Bastian ist nach Berlin gezogen, um dort als Singer-Songwriter durchzustarten. Das funktioniert allerdings nur so semioptimal, weswegen er nebenbei im Callcenter jobbt. Über Weihnachten reist er zurück in seine beschauliche Heimat in Rheinland-Pfalz. Dort muss er aber mit Entsetzen feststellen, dass seine Ex-Freundin Fine nun mit seinem Bruder Niklas zusammen ist. Und auch seine Eltern scheinen irgendetwas vor ihm zu verheimlichen. Der Versuch ein besinnliches Weihnachten, wie jedes Jahr hinzubekommen, scheint unmöglich, oder doch nicht?

Meine Meinung: Ein Grund, warum ich eher zu #TeamGrinch zähle, ist wohl, dass ich kein Fan der Verlogenheit an Weihnachten bin. Wenn etwas das ganze Jahr über schief läuft, dann wird es auch an Weihnachten nicht besser. Ein Thema, dass in Über Weihnachten vielleicht nicht ganz so extrem thematisiert wird, aber dennoch endlich mal angesprochen wird. Hier wird gezeigt, was passiert, wenn man allzuviel verschweigt, nur um ein besinnliches Weihnachten zu erzwingen. Auch wenn der Trailer einen die Serie als Komödie verkaufen will, gibt es gar nicht so viel zu lachen. Stattdessen stehen ernstere Themen an und einige Dialoge sind nahezu tiefgründig. Luke Mockridge wäre für eine Komödie wahrscheinlich sogar eine gute Besetzung, zumal er auch gesanglich begabt ist und seine Rolle als Singer-Songwriter auch mal die eine oder andere Vorstellung gibt. Leider liegen ihm die tiefgründigeren Abschnitte nicht so ganz. Mit lediglich drei Folgen á ca. 40 Minuten, ist die Serie auch schnell mal nebenbei geschaut. Wer sich also mal mit einer realistischen und nicht künstlich aufgeplusterten Weihnachtsgeschichte befassen möchte, dem sei diese ‚Dramedy‘ Serie ans Herz gelegt.

Weihnachten werden Wohn(t)räume wahr – Staffel 1

Die Handlung: Der Innenarchitekt Benjamin Bradley ist wohl besser bekannt als Mr. Christmas. Zusammen mit seinem Team besucht er verschiedene Familien und hilft ihnen beim weihnachtlichen Dekorieren.

Meine Meinung: Eine ganze Serie darüber, dass jemand die Wohnung anderer dekoriert? Ich war so geplättet allein von der Idee, dass ich da einfach mal reinschalten musste. Und ich bin tatsächlich so sehr am Charme und der Freude, die Mr. Christmas ausstrahlt, hängen geblieben, dass ich die Staffel in einem Rutsch durchgebinged habe. Man merkt, dass es eine amerikanische Serie ist, weil die Art des Schmückens schon sehr groß und ausschweifend ist. Für mich war es auch tatsächlich wenig nachvollziehbar, wie das reine Schmücken des Hauses gewisse Ungereimtheiten in den Familien beheben sollte, aber nun gut, lassen wir der Serie diese Illusion. Grundsätzlich hat sie einfach gute Laune verbreitet und vor allem ganz viel Weihnachtsvorfreude. Die ein oder andere Dekoidee kann man sich auch noch abgucken. Vor allem aber war das Team rund um Mr. Christmas auch wahnsinnig sympathisch, auch wenn er deutlich im Vordergrund steht.

Sugar Rush Christmas – Staffel 1-2

Die Handlung: Vier Teams treten in je drei Runden gegeneinander an und ihre Kreationen müssen die verschiedensten weihnachtlichen Themen treffen. Schonmal einen Oh Tannenbaum-Cupcake gebacken? Oder die ultimative Nordpoltorte?

Meine Meinung: Bei Sugar Rush treten in jeder Folge treten vier Teams gegeneinander an. Innerhalb von drei Stunden müssen sie zunächst einen Cupcake zaubern und ein Konfekt. Nach jeder dieser beiden ersten Runden scheidet ein Team aus. Alle Zeit, die gespart wurde, wird auf die dritte Runde drauf gerechnet, für die die übrigen Teams nochmal drei Stunden bekommen. In dieser Christmasausgabe sind alle Aufgaben immer mit einem weihnachtlichen Thema verbunden. Generell muss man für diese Serie auf Backwettbewerbe stehen. Schön fand ich, dass in jeder Folge andere Teams dabei waren und auch am Ende jeder Folge ein Gewinner feststand. Man musste also nur je eine Folge mit seinem jeweiligen Favoriten mitfiebern. Vor allem waren aber auch immer wieder tolle Kandidaten dabei, mit tollen Geschichten. Die Kreationen sind natürlich immer sehr ausgefeilt, der Großteil der Teilnehmer arbeiten auch professionell als Konditoren, was man definitiv merkt. Die wenigsten Leckereien würde man zu Hause nachbacken. Aber dennoch hat die Serie eine gute Geschwindigkeit, so dass die Zeit nur so dahinrast und man immer wieder neue Folgen guckt und schwupps beide Staffeln durchgebinged hat.

Merry Happy Whatever – Staffel 1

Die Handlung: Wie jedes Jahr kommt Familie Quinn zu Weihnachten zusammen. Emmy bringt zum ersten Mal ihren Freund Matt mit. Doch ihr Vater Don ist davon wenig begeistert. Für ihn ist eben einfach keiner gut genug für seine Kinder. So trifft Matt auf Schwager Todd und Schwägerin Joy, die ihm wichtige Überlebenstipps geben, da sie ebenfalls in die Quinnfamilie eingeheiratet haben. Als Matt Don um den Segen bittet, Emmy heiraten zu dürfen, lehnt dieser jedoch ab. Matt versucht fortan Dons Gunst zu gewinnen.

Meine Meinung: Wer dieses Jahr noch keine gute Komödie gesehen hat, hat hiermit noch die Chance dazu. Denn Merry Happy Whatever schafft es den Humor auf die Spitze zu treiben, ohne je zu übertreiben. Trotz der kurzen Laufzeit von 8 Folgen mit je ca. 26 Minuten schafft die Serie es die Quinn Familie vorzustellen, den einzelnen Charakteren Tiefe zu geben und doch stets im Sitcomcharakter zu bleiben. Die meisten kennen doch irgendwie die üblichen Probleme, wenn die Familie an Weihnachten zusammen kommt und dann auch noch jemand jemand neues mitbringt. Genau das wird hier alles angesprochen, die Themen haben mitunter auch einen ernsteren Ton, dennoch wird es stets mit ein paar guten Witzen erzählt – ohne jedoch je ein Thema damit herabzuwürdigen. Ich wurde sehr gut unterhalten und habe die Serie tatsächlich auch fast in einem Rutsch weggebinged. Wenn ich einen Kritikpunkt an der Serie äußern müsste, dann wäre es wohl die Synchronstimme von Ashley Tisdale, die so gar nicht zum Charakter und zur Schauspielerin gepasst hat.

Was sind eure liebsten Weihnachtsserien?

PS: Ich verabschiede mich hiermit in eine Weihnachts/Silvester/Neujahr-Blogpause. Wir lesen/schreiben uns hoffentlich alle im neuen Jahr wieder. Bleibt schön gesund!

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 24. Türchen

Vicious – Christmasspecial – Staffel 1 Folge 7

Darum geht’s – in der Serie

Freddie Thornhill und Stuart Bixby sind schwul und leben nun seit 50 Jahren zusammen. In der Zeit hat sich ihre Beziehung zu einer gewissen Hassliebe entwickelt. Dennoch halten sie zusammen. Zum Beispiel wenn ihre Freundin Violet wieder einmal von einer gescheiterten Beziehung erzählt. Frischen Wind in den Alltagstrott bringt der neue junge Nachbar Ash.

Darum geht’s – in der Folge

Ash will unbedingt ein Weihnachtsessen organisieren. Freddie und Stuart sind zwar nicht überzeugt, stimmen aber zu. Violet kündigt an jemanden mitzubringen. Mason glänzt durch Abwesenheit und Penelope lässt eine absolute Bombe platzen.

Der Weihnachtszauber

Hier ist meine diesjährige Lieblingsweihnachtsfolge. Sie ist Chaos, sie ist sarkastisch, sie ist so anders. Und doch einfach nur absolut witzig! Der Charme der Serie wird hier einfach beibehalten und doch ist es bewusst ein Weihnachtsspecial.

Weihnachtsfaktor: 5***** – Hohoho

Mein Jahresrückblick 2020 – #4 – Serien

Den Abschluss meiner Jahresrückblicke machen auch dieses Jahr die Serien. Auch in diesem Bereich konnte ich im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg verzeichnen. Die Gründe dürften inzwischen klar sein. Da ich mir bei Serien aber eigentlich kein direktes Ziel setze, bin ich einfach nur froh, so viele Serien auch neu entdeckt zu haben.

Zur Statistik:

2020 habe ich 72 verschiedene Serien gesehen (2019=47), dabei 109+2 Staffeln (+2 für Doppelt gesehen; 2019=82)

Mit einer Lauflänge von
… 44.755 Minuten
… 745,92 Stunden
… 31,08 Tagen
… 4,44 Wochen

Davon
… 12 Staffeln Wiederholungstäter
…  3 Staffeln Comedy Special
…  16 Staffeln Reportagen
… 22 Staffeln fortgesetzter Serien
… 56+2 Staffeln neuer Serien

I. Wiederholungstäter

2020 habe ich 5 Serien mit 12 Staffeln erneut angesehen – ohne Ranking

1) IT Crowd – Staffel 1-2
2) Kim Possible – Staffel 1-3
3) Chip & Chap – Staffel 1-3
4) Vicious – Staffel 1-3
5) Gargoyles – Staffel 1

II. Comedy Special

Neue Kategorie: 2020 habe ich 2 Comedy Specials mit insgesamt 3 Staffeln gesehen – ohne Ranking:

1) Pussy Terror TV – Staffel 5
2) The Comedy Line-up – Staffel 1-2

III. Reportagen

Neue Kategorie: 2020 habe ich 12 Serien mit Reportagencharakter und insgesamt 16 Staffeln gesehen. Hier gab es tatsächlich auch keine richtige Enttäuschung, aber irgendwer muss halt den letzten Platz belegen – im Ranking:

Platz 12: Die außergewöhnlichsten Häuser der Welt – Staffel 2a-b

Der Innenarchitekt Pierce Taylor und die Schauspielerin Caroline Quentin reisen um die ganze Welt und besuchen außergewöhnliche Häuser. Diese stechen durch Lage, Architektur und Innenausstattung hervor. – Die Häuser sehen echt cool aus, auch wenn ich mir bei vielen nicht vorstellen könnte, darin zu leben. Caroline versucht auch ein wenig Schwung in die Sendung zu bringen, aber letztlich fehlt es den beiden an Moderationstalent.

Platz 11: Pixar in real life – Staffel 1

Die Helden aus den Pixarfilmen sind wohl einem breiten Publikum bekannt. Doch wie würden wir reagieren, wenn uns diese Helden in bekannten Filmszenen in der Realität begegnene würden? Dieses Experiment wurde in dieser Serie mit Kurzepisoden gewagt. – Einige witzige Einfälle sind dabei, aber nicht alle haben eine wirklich gute Idee und Umsetzung.

Platz 10: Tiny House Nation – Staffel 1-2

John Weisbarth und Tiny House Experte Zack Giffin reisen durch das Land und helfen bei bestehenden Aufträgen. Dabei versuchen sie zum einen die Kunden auf die Verkleinerung vorzubereiten und zum anderen die Tiny Häuser so intelligent wie möglich zu gestalten. – Die Häuser sind schon sehr cool und was die beiden an Verstaumöglichkeiten schaffen ist der Wahnsinn. Leider fehlte den beiden Moderatoren so das letzte Fünkchen für eine charmante Unterhaltung.

Platz 9: Küchenhelden – Staffel 1

Kurz gesagt ist es ein Familien-Koch/Back-Duell mit von Disney inspirierten Themen. Fünf Familien mit jeweils vier Familienmitgliedern treten in 10 Runden gegeneinander an. Thema ist jeweils ein Disneyfilm und es wird die Art vorgegeben (Hauptspeise/Dessert/Snack). Am Ende kostet jeweils ein Chefkoch aus Disney World die Gerichte und bestimmt dann den Gewinner. – Im Prinzip eine typische Kochshow, aber dennoch spannend und es kamen tolle Rezepte dabei raus.

Platz 8: Indian Matchmaking – Staffel 1

Sima Taparia ist eine Heiratsvermittlerin. Sie lebt in Mumbai, hat aber Klienten in Indien und den USA. Die Serie verfolgt sie bei ihrer Arbeit und erzählt die Hintergründe der indischen Tradition der Heiratsvermittlung und wie sich die moderne Variante von der früheren unterscheidet. – Ein toller Einblick in die indische Tradition, die mit allerlei Vorurteilen aufräumt, aber auch einige bestätigt.

Platz 7: Brain Games – Staffel 1-3

Können wir unseren Sinnen oder unserem Erinnerungsvermögen wirklich immer trauen? Die Serie befasst sich mit optischen Täuschungen und anderen Illusionen und erklärt dabei die Phänomene, die uns täuschen können, die aber für uns auch recht nützlich sein können. – Spannend, informativ und unterhaltsam gestaltet.

Platz 6: Disney Galerie – Star Wars: The Mandalorian – Staffel 1

Jon Favreau und Dave Filoni laden Darsteller, Regisseure und viele andere Beteiligte zum Plaudern über das Entstehen der Serie, über das Vermächtnis von Star Wars und Herausforderungen beim Dreh. – Ein Blick hinter die Kulissen der Serie, mit vielen spannenden Infos und interessanten Unterhaltungen.

Platz 5: Foodhacks mit Nadiya Kussain – Staffel 1

Die meisten dürften das Problem kennen. Man kommt gestresst von der Arbeit und dann soll man noch für die Familie kochen. Teilweise kommen dann noch Kinder dazu, die ja auch noch bespaßt werden wollen. Nadiya Hussain nimmt sich diesem Problem an und zeigt Rezept mit wenig Aufwand, die man wunderbar vorbereiten kann oder die einfach Zeit sparen. Außerdem begibt sie sich hinter die Kulissen einer Lebensmittel und deren Herstellung. – Nadiya Kussain schafft es durch ihre sympathische Art dieser Serie Leben einzuhauchen, einige Essen sind für mich zwar nicht das, was ich zeitsparend nenne, aber trotzdem ist die Serie auch informativ.

Platz 4: Down to Earth with Zac Efron – Staffel 1

Zac Efron hat sich mit Wellness-Experten Darren Olien zusammengetan. Zusammen reisen sie um die Welt, um verschiedene Konzepte zum den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu begutachten und der Erde einfach mal zuzuhören. – Wichtige Themen, die angesprochen werden und dabei zugleich informativ, aber auch unterhaltsam. Zac Efron mal von einer ganz anderen Seite als in Hollywood.

Platz 3: The Home Edit – Staffel 1

In The Home Edit reisen Clea Shearer und Joanna Teplin von der gleichnamigen Firma zu diversen Kunden prominenter und unbekannter Natur, um an bestimmten Stellen im Haus beim Aufräumen, Sortieren und Ordnen zu helfen. Mit dabei sind unter anderem Reese Witherspoon, Khloe Kardashian und Neil Patrick Harris. – Clea und Joanna sind einfach nur zutiefst sympathisch, auch wenn sie es mit ihrem Aufräumwahn etwas übertreiben – ich sag nur der aufgeräumte Kühlschrank. Allerlei nützliche Tipps sind aber trotzdem dabei.

Platz 2: Queer Eye – Staffel 5

Die Fab 5 sind zurück. Diesmal zieht es Tan (Mode), Karamo (Kultur), Bobby (Design), Anthony (Essen) und Jonathan (Pflege) nach Philadelphia. Doch die Mission ist die gleiche. Sie antworten auf Hilferufe aus Familie und Freundeskreis, um sich in jeder Woche einem/einer Ausgewählten in allen Belangen des Lebens unter die Arme zu greifen und mit ihrer üblichen quirligen Art Probleme anzugehen und Freude zu bringen. – Die Frage ist nicht, wie sehr ich diese Serie liebe, sondern warum sie es diesmal nicht auf Platz 1 geschafft hat. Die Antwort gibt es auf dem nächsten Platz.

Platz 1: The world according to Jeff Goldblum – Staffel 1

Jeff Goldblum, ja der Schauspieler, hat 12 verschiedene Themen vorgesetzt bekommen, auf die er einen Blick werfen soll. Dabei sind es ganz alltägliche Themen, wie Fahrräder, Pools oder Grillen. Dafür hat er sich möglichst wenig informiert, um durch Gespräche mit den verschiedensten Personen neue Einblicke zu erhalten und seine Gedanken dazu mitzuteilen. – Jeff Goldblum schafft es einfach mit seiner Art einen für die alltäglichsten Dinge zu begeistern, hinzu kommen allerlei witzige/nützliche Informationen und liebevolle Erkläranimationen.

IV. Fortgesetzte Serien

2020 habe ich 20 Serien fortgesetzt und dabei 22 neue Staffeln entdeckt – im Ranking:

Platz 20: Aggretsuko – Staffel 2

Retsuko ist eine rote Pandadame, die in der Buchhaltung eines großen Unternehmens arbeitet. Während sie tagsüber eher still und schüchtern ist, geht sie abends heimlich in eine Karaokeeinrichtung und singt sich ihren Frust von der Seele – und zwar in bester Death Metal Manier. – In der zweiten Staffel dominiert das Thema Liebe, dass auf serientypische Art gelöst wurde. Die Serie ist in ihrer Kürze schon gut, aber eben leider nicht mehr.

Platz 19: American Horror Story – Staffel 4

Elsa Mars führt 1952 eine Freak Show, die aktuell in Jupiter, Florida, auftritt. Von außen belächelt oder verspottet, sind die Darsteller zu einer eigenen Familie zusammen gewachsen. Doch diese Familie wird von mehreren Seiten bedroht. Der Gauner Stanley sieht in den Freaks eine Geldmaschine und will sie tot ausstellen. Dafür schleust er seine Komplizin Maggie Esmaeralda als Wahrsagerin in die Freak Show. Doch auch ein mordener Clown und ein verzogener Junge werden zu einer Gefahr. – Freak Show war wieder besser als Staffel 2 und 3, aber mir mit 13 Folgen zu lang für das, was erzählt werden sollte. Dafür gab es dann zu viel Füllhandlung, die nicht nötig gewesen wäre.

Platz 18: Barry – Staffel 2

Barry Berkman muss mit den Konsequenzen seiner Tat aus der finalen Episode der ersten Staffel leben, die auch seinen Schauspiellehrer Gene Cousineau aus der Bahn wirft. In der Schauspielschule soll jeder ein traumatisches Erlebnis in einem kurzen Stück verarbeiten, was Barrys Freundin Sally ganz in den Bann zieht. Und ganz nebenbei wird Barry wieder von der tschetschenischen Mafia eingespannt, da Hank seine Zusammenarbeit mit den Bolivianern in Gefahr sieht, als die Anführerin der burmesischen Mafia anfängt sich einzumischen. – Die erste Staffel habe ich gefeiert, in der zweiten konnten mich die gleichen Elemente nicht mehr so sehr begeistern. Einige Folgen fand ich absolut übertrieben und das hat mir die Freude an der Serie schon ziemlich genommen. Dafür war Hank noch immer toll.

Platz 17: Westworld – Staffel 2

Am Ende der ersten Staffel brachen die Hosts aus ihren vorbestimmten Rollen aus und Chaos kam über den Park, in dem jeder Gast in ein vorgefertigtes Szenario in einer Wild-West-Welt schlüpfen kann, um seine Gewalt- und andere Fantasien ausleben zu können. Doch der Aufstand der Hosts ist blutig und die Angestellten des Parks haben alle Hände voll zu tun die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Und was ist das für ein großes Geheimnis, das unbedingt beschützt werden muss? – Arbeitet mit verschiedenen Zeitebenen, „vergisst“ aber den Zuschauer darüber aufzuklären. Herausgekommen ist eine wenig verständliche Handlung, da sie ständig in den Zeitebenen springt.

Platz 16: Supernatural – Staffel 9

Nachdem Castiel in Staffel 8 Metatron vertraute und in der Konsequenz daraus alle Engel aus dem Himmel fielen, liegt Sam am Anfang der Staffel im Koma. In seiner Verzweiflung betet Dean zu den Engeln und bekommt vermeintlich Hilfe von Ezekiel, der Sam von innen heraus heilen will. Dean stimmt zu, aber Sam darf davon nichts wissen. Währenddessen hat die dämonische Reiterin Abaddon Crowleys Abwesenheit, der von den Winchesters gefangen gehalten wird, genutzt, um Königin der Hölle zu werden. So versuchen nun die Brüder gegen zwei Katastrophen gleichzeitig zu kämpfen und dann sind da noch die kleineren und größeren Vorkommnisse auf ihrem Weg. – Supernatural ist schon seit einigen Staffeln nicht mehr wirklich gut. Die Serie funktioniert immer dann noch, wenn sie sich auf Einzelfolgen konzentriert und scheitert dann am Größenwahn, wenn sie die Rahmenhandlung vorantreibt. Aber dennoch kann ich nicht aufhören und sie final aufgeben.

Platz 15: Rick & Morty – Staffel 4

Morty reist wieder mit seinem Opa Rick, einem vielleicht etwas verrücktem Wissenschaftler, durchs Universum und erlebt dabei viele Abenteuer. Seine Familie darf natürlich auch nicht fehlen. – Die vierte Staffel hatte zwar auch einige Folgen, die gut durchdacht und spannend waren, aber leider auch welche, bei denen absolut übertrieben wurde. Grundsätzlich fehlt der Gesamtstaffel das richtige Maß und ist daher enttäuschender gegenüber den bisherigen drei Staffeln.

Platz 14: Bones – Staffel 12

Temperance „Bones“ Brennan ist forensische Antropologin am Jeffersonian Institute. Sie untersucht Knochen alter Zivilisationen und kann daraus eine Menge Ereignisse rekonstruieren. Dies will sich das FBI zu Nutze machen und schickt Seeley Booth, um mit Brennan zu verhandeln. Nach einer etwas schwierigen Eingewöhnung zwischem dem impulsiven Booth und der menschenscheue Brennan, die mit vielen gesellschaftlichen Gepflogenheiten nichts anfangen kann, entwickeln sie sich zu einem guten Team. – Die finale Staffel macht keine große Rahmenhandlung mehr auf, sondern konzentriert sich auf den Abschluss noch offener Stränge. Das funktioniert ganz gut, auch wenn das Finale etwas übereilt kam.

Platz 13: Brooklyn 99 – Staffel 5

Viel Betrieb im 99. Revier des NYPD. Auf humorvolle Weise begleitet die Serie den Alltag des Reviers und dessen sehr unterschiedliche Charaktere. – Das Team hat sich dynamisch etwas gewandelt, die Serie funktioniert aber dennoch mit  bekanntem Charme. Wenn man den Humor zuvor mochte, mag man ihn auch in dieser Staffel.

Platz 12: The Big Bang Theory – Staffel 12

In der finalen Staffel haben die Nerds und ihre Frauen wieder allerlei Drama zu bewältigen. Und vielleicht geht sogar Sheldons größter Traum in Erfüllung. – Das die Serie schon lange ihren Zenit überschritten hat, dürfte inzwischen klar sein. Immerhin gab es nun ein Ende und zwar ein rundes und sehr emotionales.

Platz 11: Peaky Blinders – Staffel 2

Zwei Jahre nach den Geschehnissen aus der ersten Staffel kehren wir zurück ins Jahr 1921 nach Birmingham. Die Peaky Blinders zieht es nach London, wo Thomas einen Deal mit dem Schwarzbrenner Alfie Solomon einfädeln kann. Doch auch sein Rivale Chester Campbell kehrt zurück und versucht Thomas zu einem Attentat im Sinne der Iren zu verführen. Folgenreiche Wochen für die Familie Shelby. – Die Handlung wird in sechs Folgen sehr pointiert wiedergegeben und nicht gestreckt, alte und neue Charaktere harmonieren gut. Lediglich Tante Polly entwickelt sich eher negativ und Antagonist Campbell wiederzubeleben, war wohl auch keine gute Idee.

Platz 10: The Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 2

Miriam „Midge“ Maisel arbeitet weiter an ihrer Karriere als Stand-up-Comedian. Seit ihr Ex-Mann Joel davon Wind bekommen hat, ist es auch um ihre Erneuerung der Ehe vorbei. Dennoch stehen große Abenteuer bevor. Midges Mutter Rose Weismann ist nach Paris abgehauen und Midge muss ihr mit ihrem Vater hinterherreisen, um sie zurückzuholen. Dann steht der Sommer bevor, den die Familie alljährlich in den Catskills verbringt. Und vielleicht gibt es auch für Midge einen neuen Verehrer. – Die zweite Staffel hat mir ein bisschen besser gefallen, als die erste, weil gerade die Folgen in den Catskills wunderbar pointiert waren.

Platz 9: Prinz von Bel Air – Staffel 5-6

Will Smith lebt mit seiner Mutter in Philadelphia. Nach einer Schlägerei beim Basketballspiel auf der Straße, schickt ihn seine Mutter besorgt zu ihrer Schwester Vivian. Diese lebt mit ihrem Mann Phil, einem erfolgreichen Anwalt, in Bel Air. Durch das bessere Umfeld soll Will behüteter aufwachsen. Doch der Kulturschock ist nicht zu verachten. – Die finalen Staffeln bleiben witzig, treiben die Charaktere voran, vergessen aber auf das Finale hinzuarbeiten, weswegen dies dann ganz plötzlich in wenigen Folgen abgearbeitet wird.

Platz 8: Star Trek: Discovery – Staffel 2

Der Krieg mit den Klingonen ist vorbei und die Discovery ist unterwegs nach Vulkan, um ihren neuen Captain zu begrüßen. Unterwegs treffen sie auf die Enterprise mit Captain Pike. Dieser kommt zusammen mit zwei Offizieren an Bord und nimmt das Kommando an sich. Es wurden sieben rätselhafte Signale abgefangen und Pike soll zusammen mit der Besatzung der Discovery diesen nachgehen. – Ich fand die zweite Staffel deutlich besser als die erste, vor allem Captain Pike hat der Crew gut getan. Die Rahmenhandlung ist spannend und auch die Charaktere haben sich zusammen eingespielt.

Platz 7: Doctor Who – Staffel 10

Der Doktor ist ein großes Versprechen eingegangen einen Tresor unter der Universität zu bewachen und sich nicht von dort wegzubewegen. Dabei lernt er Bill Potts kennen, die er schließlich als Art Privatlehrer unterrichtet. Nachdem Bill von einer Pfütze verfolgt wird, beschließt er sich zu offenbaren, um sie zu retten. Trotz der stetigen Belehrungen von Nardole kann der Doktor nicht wiederstehen und reist fortan mit Bill durch Zeit und Raum. – Nachdem ich Staffel 9 eigentlich gar nicht mehr mochte, war Staffel 10 wieder richtig gut. Die Serie hat sich wieder zurückbesonnen, auf starke Einzelfolgen und auch Bill passt zum 12. Doctor wesentlich besser als Clara.

Platz 6: Fleabag – Staffel 2

Seit über einem Jahr hat Fleabag nicht mehr mit ihrer Familie gesprochen. Nun steht die Ankündigung einer Hochzeit im Raum, zu der Fleabag eingeladen wurde. Ihr Vater heiratet ausgerechnet ihre Stiefmutter, die einst die beste Freundin ihrer Mutter war. Dort trifft sie auch wieder auf ihre Schwester Claire, die noch immer mit Martin verheiratet ist. Ebenfalls mit am Tisch sitzt ein Priester, der die Trauung vollziehen soll, sich aber so gar nicht priesterhaft gibt. Im Laufe der Staffel lernt Fleabag den Priester noch genauer kennen und versucht die Beziehung zu ihrer Schwester zu verbessern. – Die erste Staffel konnte mich nicht wirklich abholen, die zweite dafür umso mehr. Hier habe ich den Humor verstanden und Andrew Scott war eine hervorragende Ergänzung für den Cast.

Platz 5: The Umbrella Academy – Staffel 2

Die sieben Mitglieder der Umbrella Academy konnten dem Weltuntergang, hervorgerufen durch Nummer 7/Vanya  mit Hilfe von Nummer 5 entgehen. Sie landen alle in den 1960er Jahren, aber nicht im gleichen Jahr. Als schließlich auch Nummer 5 ankommt, herrscht erneut Weltuntergang. Nur mit Hilfe schafft es Nummer 5 noch einmal ein paar Tage vor die Apokalpyse zu springen und muss nun seine Geschwister zusammen suchen. Doch die haben sich teilweise schon ein ganz neues Leben aufgebaut. – Wer die erste Staffel mochte, wird auch die zweite toll finden. Die Charaktere bekommen Raum sich weiterzuentwickeln und doch wieder als Familie zusammenzufinden.

Platz 4: Grace & Frankie – Staffel 6

Grace hat am Ende der fünften Staffel endlich Nick geheiratet. Nun müssen sie und Frankie damit zurecht kommen, dass sie nicht mehr zusammen wohnen. Zum Glück haben sie eine neue Geschäftsidee, die sie oft zusammenführt. Saul und Robert planen ihre Flitterwochen nachzuholen. Brianna hat damit zu kämpfen, dass ihr Freund Samenspender für ein befreundetes lesbisches Pärchen sein will und Coyote hat eine Freundin, leider handelt es sich um die Ex-Freundin seines Bruders. – Das die Serie langsam zu einem Ende kommt, ist gut, aber noch ist ihr nicht die Puste ausgegangen. Die Konflikte sind immer noch nachvollziehbar und auch die Witze funktionieren noch.

Platz 3: Elementary – Staffel 7

Sherlock und Joan sind nach dem Ende der sechsten Staffel nach London gegangen, um so dem FBI zu entgehen. Doch gerade Joan schlägt sich mit Heimweh herum. Als dann auch noch eine Schreckensnachricht vom NYPD die beiden erreicht, reist Joan zurück. Gleichzeitig hat Odin Reichenbach, der Kopf hinter einem großen Internetunternehmen, einen Algorithmus geschrieben, mit dem er Verbrechen vorhersagen will, um so die Verbrecher vorab auszuschalten. Er versucht Sherlock und Joan für sein Unterfangen anzuwerben, die jedoch kritisch bleiben. – Eine starke finale Staffel, auch wenn das Ende etwas überstürzt wirkt.

Platz 2: Modern Family – Staffel 9-10

Die moderne Familie ist Jay Pritchett mit seiner neuen – und deutlich jüngeren – Frau Gloria und deren Sohn Manny, sowie Jays erwachsene Kinder Claire und Mitchell. Claire ist verheiratet mit Phil und sie haben drei Kinder Hailey, Alex und Luke. Mitchell lebt in einer Partnerschaft mit Cameron, die in Asien ihre Tochter Lily adoptiert haben. – Die moderne Familie macht auch weiterhin Spaß in ihren Geschichten. Auch dieser Serie geht nach 10 Staffeln noch nicht die Puste aus. Klar, hat sich einiges geändert, aber doch schaffen sie es immer wieder gute Einzelepisoden zu kreieren.

Platz 1: The Crown – Staffel 3

Queen Elisabeth II. muss sich neuen Herausforderungen stellen. Ein Spitzle des KGB soll sich in ihren Reihen aufhalten, ein neuer Premierminister wurde gewählt, mit dem sie zunächst nicht richtig warm wird. Ihr Sohn Prinz Charles hat sich zum ersten Mal verliebt, in niemand geringeren als Camilla Parker Bowles, gleichzeitig steht Wales kurz vor einem Aufstand. Prinzessin Margaret steht vor den Scherben ihrer Ehe. – Der Cast wurde komplett ausgetauscht, da der bisherige Cast zu jung war für das inzwischen fortgeschrittene Alter der Königsfamilie, was in vielen Fällen auch gut funktionierte. Auch die neuen Themen und Abschnitte der Familie werden in alter Manier auf hohem Niveau fortgesetzt.

V. Neuentdeckungen

2020 habe ich 33 Serien neu entdeckt und davon 56 Staffeln gesehen – im Ranking:

Platz 33: Inhumans – Staffel 1

Inhumans sind eine eigene Spezies, die bei einer Prozedur einzigartige Fähigkeiten erhalten, und sich dadurch von den Menschen unterscheiden. Sie leben im Verborgenen auf dem Mond, in der Stadt Attilan. Durch ein strenges Kastensystem wird der Unmut in der Bevölkerung immer größer. Doch König Black Bolt und Königin Medusa halten an dem alten System fest. Black Bolts Bruder Maximus, der durch die Prozedur zu einem gewöhnlichen Mensch wurde, neidet seinem älteren Bruder und putscht schließlich mit Hilfe der königlichen Leibgarde. Die königliche Familie kann zur Erde fliehen, landet jedoch an unterschiedlichen Punkten in Hawaii. – Grundgedanke war gut, Umsetzung wahr sehr langatmig, die Motivationen der Charaktere nicht so richtig nachvollziehbar und der Superheldenaspekt auch eher mäßig.

Platz 32: Sex Education – Staffel 1

Otis ist eigentlich ein ganz normaler Highschool Schüler, der gerne unscheinbar bleibt. Seine Mutter dagegen ist Paar- und Sextherapeutin, die sich nicht auf eine Beziehung einlassen will. Als er zusammen mit der Außenseiterin Maeve feststellt, dass erstaunlich viele Schüler Fragen zu Beziehungen und Sex haben, und Otis feststellt, dass er erstaunlich viel darüber von seiner Mutter weiß, wollen sich beide durch Sexberatung etwas dazu verdienen. – Mir waren die Charaktere allesamt zu schräg, oder zu stereotypisch und auch wenn versucht wurde in alle ein paar Ecken und Kanten einzubauen, waren es gerade die, die mir zu viel waren. Auch wenn die Handlung grundsätzlich in Ordnung war, konnte mich die Serie im Ganzen nicht begeistern.

Platz 31: I’m not okay with this – Staffel 1

Sydney Novak ist 17, trauert um ihren Vater, der sich ein Jahr zuvor das Leben nahm, hat seitdem ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter, die nicht über seine Beweggründe sprechen will, und empfindet für ihre beste Freundin mehr als sie sollte. Und weil das noch nicht genug ist, entwickelt sie telekinetische Kräfte, die immer dann unkontrolliert aus ihr Strömen, wenn sie ihre negativen Emotionen nicht mehr unter Kontrolle hat. Zusammen mit Stanley, der sie beobachtet hat und glaubt, dass es Superheldenkräfte seien, versucht sie diese fortan zu kontrollieren. – Eine erste Staffel, die absolut nichts aussagt, sich ewig zieht und erst am Ende mit dem Cliffhanger Lust auf mehr macht. Hilft der Serie auch nicht weiter, denn sie wurde erstmal abgesetzt.

Platz 30: The Handmaids Tale – Staffel 1

Der Staat Gilliad ist aus den USA hervorgegangen, nachdem die Geburtenrate immer weiter zurückging. Der totalitäre Staat hat die wenigen Frauen, die noch schwanger werden können, zusammengetrieben und halten sie als Mägde in wohlhabenden Familien. Dabei haben sie keine Rechte mehr, selbst ihre Namen wurden ihnen aberkannt. Die Serie verfolgt die Erlebnisse der Magd Desfred. – Orientiert sich zwar am Buch, schafft es aber nicht die gleiche Intensität aufzubauen und versucht durch viele neue Handlungsstränge auf die Folgenanzahl zu kommen. Konnte mich nicht überzeugen.

Platz 29: Love, Death & Robots – Staffel 1

Eine Anthalogieserie, in der jede Folge eine neue Handlung mit neuen Charakteren hat. Dabei sind die zentralen Elemente – wie der Titel schon sagt – Liebe, Tod und Roboter. – Ein paar Episoden waren wirklich gut, aber die meisten waren mir zu sehr übertrieben und spielten zu sehr mit Extremen. Leider nicht mein Fall.

Platz 28: The Boys – Staffel 1

Hugh Campbell ist ein Verkäufer, dessen größer Plan es ist, mit seiner Freundin Robin zusammenzuziehen. Bis der Superheld A-Train, seines Zeichens der schnellste Mann der Welt, direkt durch Robin hindurchrennt und sie dabei zerfetzt. Die Superheldenfirma Vought bietet ihn daraufhin Schadensersatz an, die er ablehnt. Kurz darauf lernt er Billy Butcher kennen, der einen privaten Rachefeldzug gegen die „Supes“ führt. – Ich weiß, dass viele diese Serie lieben, aber mich hat sie absolut nicht ab geholt. Ich mochte die Idee, ich mochten den Humor, aber ich mochte weder die Charaktere, noch wie sich alles entwickelt hat. Und das Ende hat mir dann den Rest gegeben.

Platz 27: Upload – Staffel 1

In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Technik soweit, dass sterbende Menschen sich entscheiden können, ob sie normal sterben wollen, oder ob ihr Verstand in eine virtuelle Welt geuploadet werden soll. Als Nathan  einen Unfall mit seinem selbstfahrenden Auto hat, wird er vor genau diese Entscheidung gestellt. Seine Freundin Ingrid besteht darauf, dass er nach Lakeview geuploadet wird. – Auch eine Serie mit einer tollen Grundidee, die sich zu sehr an Nebenhandlungen aufhängt. Hätte vielleicht als abgeschlossene Miniserie funktioniert. Aber dadurch, dass sie weitere Staffeln aufgebaut hat, war sie zu langatmig.

Platz 26: Dead to me – Staffel 1

Jen Harding ist eine toughe Immobilienmaklerin, die nach dem Unfalltod mit Fahrerflucht ihres Mannes zwischen Trauer und Rettung des Familienlebens hin- und herschwankt. Als sie in einer Selbsthilfegruppe auf Judy trifft, die das komplette Gegenteil von ihr ist, entsteht eine seltsame Freundschaft. Doch Judy hat ein großes Geheimnis. – Der Trailer sah wirklich gut aus, es hätte total mein Humor sein können. Leider hat die Serie nach der ersten Folge ihren eigenen Humor schon wieder vergessen.

Platz 25: Emily in Paris – Staffel 1

Emily Cooper ist engagiert und arbeitet leidenschaftlich gerne für die Marketingagentur, bei der sie angestellt ist. Als sie das Angebot bekommt für eine Weile in Paris bei der Tochterfirma zu arbeiten, nimmt sie sofort an. Doch die französischen Kollegen sind alles andere als begeistert von ihrem Engagement. Und dann kommt noch der Kulturschock hinzu. – Ich weiß noch nicht, ob es ein Statement gegen die Werbebranche oder gegen Frankreich ist, auf jeden Fall sehr kritische Darstellung mit einer dafür viel zu gut gelaunten Protagonistin. Schwierige Serie.

Platz 24: The Witcher – Staffel 1

Geralt von Riva ist ein Hexer. Im Laufe der Staffel stellt er sich verschiedenen Monstern, wobei wohl keine Spezies so niederträchtig ist, wie die Menschen. Parallel dazu werden die Geschichten der Magierin Yennefer von Vengerberg und der Prinzessin Ciri von Cintra erzählt. – Die Auftaktstaffel hangelt sich in verschiedenen Zeitebenen an Kurzgeschichten entlang. Funktioniert nur teilweise, weil man so mit Namen und Orten überschüttet wird, aber die wichtigen durch die Flut eben auch vergisst und so wichtige Entwicklungen nicht mitbekommt. Ab der zweiten Staffel könnte es besser werden.

Platz 23: The Kominsky – Method – Staffel 1

Sandy Kominsky kann auf eine sehr kurze Schauspielkarriere zurückblicken, hält sie aber für eine sehr große und versucht sich seitdem als Schauspiellehrer. Inzwischen ist er in die Jahre gekommen. Sein Agent und bester Freund Norman Newlander muss am Anfang mit dem Tod seiner Frau zurecht kommen, wobei ihm Sandy gerne hilft, auch wenn das bedeutet, dass er sein Date Lisa mit zur Beerdigung bringt. Als dann auch noch Normans Tochter Phoebe, mit neuem Drogen- und Alkoholproblem, erscheint, ist das Chaos perfekt. – Die beiden Hauptcharaktere wachsen einem schnell ans Herz, aber so richtig weiß die Serie nicht, worauf sie hinauswill. Auch die lang aufgebauten Witze funktionieren nur bedingt. Es fehlt der Serie irgendwo an der Wärme.

Platz 22: This is us – Staffel 1

Familie Pearson ist nicht unbedingt alltäglich. 1980 erwarten die Eltern Jack und Rebecca  Drillinge. Kevin und Kate kommen zur Welt, doch das dritte Baby stirbt bei der Geburt. Wie es der Zufall so will, wurde am gleichen Tag ein Baby vor einer Feuerwache ausgesetzt und ins gleiche Krankenhaus gebracht. Die Pearsons adoptieren Randall. Die Serie wechselt zwischen der Geschichte der Eltern in den 1980er Jahren und denen der erwachsenen Kinder hin und her. – Grundsätzlich tolle Charaktere, spannende Handlung, aber für mich einfach zu viel Drama. Ja, es ist eine Dramaserie, aber es muss halt immer noch etwas drauf gesetzt werden.

Platz 21: Hollywood – Miniserie

In der goldenen Ära Hollywoods versuchen sechs junge Menschen in Hollywood Fuß zu fassen. Dabei kämpfen sie alle mit anderen Problemen und doch mit den gleichen. Dabei nutzen sie verschiedene Wege, um die etablierten Größen bei Ace Pictures, einem großen Filmstudio, zu beeindrucken. – Gute Idee, tolle Charaktere, leider waren mir einige Folgen einfach zu langatmig. Andere waren wirklich toll, aber die Serie war einfach nicht durchgehend spannend.

Platz 20: IZombie – Staffel 1

Liv Moore ist frisch verlobt, ehrgeizige Medizinstudentin und einfach rundum glücklich. Bis auf einer Bootsparty ein Virus ausbricht und sie gekratzt wird. Mit blassem Teint, weißblonden Haaren und einem Heißhunger auf Gehirn, muss sie entsetzt feststellen, dass sie ein Zombie ist. Sie bricht die Verlobung, schmeißt das Studium und sucht in der Pathologie eines Polizeireviers einen neuen Job. Dadurch hat sie Zugriff auf die Gehirne der verstorbenen. Zusammen mit ihrem Kollegen Ravi sucht sie nach einem Gegenmittel. – Ich liebe Krimiserien, ich hasse Zombies. Dennoch habe ich der Serie eine Chance gegeben und mochte den Krimianteil wirklich sehr, aber der Zombie-Drama-Anteil war mir doch zu groß.

Platz 19: Unorthodox – Miniserie

Esther „Esty“ Shapiro lebt in Williamsburg, New York City, in einer Ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde. Aufgewachsen bei ihrer Großmutter, geht sie eine arrangierte Ehe mit Yanky Shapiro ein. Durch anhaltende Schmerzen beim Geschlechtsverkehr wird Esty immer unglücklicher und beschließt schließlich zu fliehen. Ihr einziger Anhaltspunkt außerhalb der Gemeinde ist ihre leibliche Mutter in Berlin. Mit Hilfe ihrer Klavierlehrerin reist sie nach Deutschland und lernt dort einige Musikstudenten kennen mit denen sie schnell Freundschaft schließt. Währenddessen reisen ihr Mann Yanky und dessen Cousin Moische ihr nach, um sie zur Rückkehr zu bewegen. – Grundsätzlich ist Unorthodox eine spannende Serie, die interessante Einblicke in eine ultraorthodoxe Gemeinde bietet und gleichzeitig die Emanzipation von Esty zeigt. Ein paar mehr Erklärungen bei einzelnen Aspekten wären schon gewesen, um die Serie noch besser zu verstehen.

Platz 18: Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 1-3

Phryne Fisher ist Aristokratin und kehrt in den 1920er Jahren nach vielen Jahren in Europa in ihre Heimat Melbourne, Australien zurück. Dort hilft sie bei der Aufklärung eines Mordes mit. Fortan mischt sie sich gerne in die laufenden Ermittlungen bei Mordfällen ein. Detective Inspector Jack Robinson ist davon wenig begeistert, kann Miss Fishers Enthusiasmus aber auch nicht stoppen. – Mal eine Krimiserie in den 1920er Jahren zu sehen, ist spannend, denn die Ermittlungen liefen da noch völlig anders ab. Leider mochte ich so ziemlich alle Nebencharaktere lieber als Miss Fisher. Aber auch sie weiß durchaus mit ihrem Charme umzugehen.

Platz 17: Austin & Ally – Staffel 1

Austin kann zwar allerlei Instrumente spielen und singen, versteht aber nichts vom Songs schreiben. Als er auf Ally trifft, die zwar sehr gute Songs schreibt, ebenfalls mehrere Instrumente spielt und singt, durch ihr Lampenfieber aber nie auftritt, sieht er seine Chance und stiehlt einen Song von ihr. Als er dadurch zur Internetberühmtheit wird, wird der Schrei nach einem weiteren Song groß. Doch dafür muss er sich bei Ally entschuldigen und ihr eine Partnerschaft anbieten. – Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Serie doch so gerne mochte, aber die quirrligen Charaktere schaffen es den einzelnen Folgen viel Leben und Spaß einzuhauchen.

Platz 16: Weihnachten zu Hause – Staffel 1

Johanne ist Anfang Dezember mit ihrer Familie im Elternhaus zum Essen. Kurz zuvor hat sie erfahren, dass sie, weil sie keinen Mann und keine Kinder hat, mal wieder die Weihnachtsschichten im Krankenhaus, wo sie als Pflegerin arbeitet, übernehmen darf. Als das Thema dann auch noch von ihrer Mutter immer wieder thematisiert wird, rutscht ihr heraus, dass sie ja durchaus inzwischen einen Mann hat. Diesen muss sie nun in kürzester Zeit finden. – Sympathische norwegische Serie, arbeitet neben den ganzen Dates auch genug Weihnachsthemen ab, befasst sich mit Freundschaft und Familie und den wirklichen Werten zum Fest.

Platz 15: Batwoman – Staffel 1

Kate Kane kehrt nach Gotham zurück. Ihr Vater Jacob Kane hat, da Batman seit drei Jahren verschwunden ist, die private Einheit „The Crow“ gegründet, die fortan Gotham beschützen sollen. Doch bei der Zeremonie zur Abstellung des Batscheinwerfers wird seine Mitarbeitein und Kates Ex-Freundin Sophie als Geisel genommen. Kate rettet sie und nimmt fortan Batmans Identität an, merkt aber, dass sie sich von ihm differenzieren muss und wird zu Batwoman. In Alice, der neuen Untergrundchefin, entdeckt sie ihre für tot gehaltene Zwillingsschwester Beth. Der Kampf um Gotham hat begonnen. – Ich bin kein Fal von Batman, dafür aber umso mehr von Ruby Rose! Also gab ich der Serie eine Chance und sie hat es durch eine gute Grundhandlung und vor allem eine sehr coole Antagonistin geschafft mich in den Bann zu ziehen.

Platz 14: Dark – Staffel 1-2

Winden könnte eine beschauliche Kleinstadt in Deutschland sein. Würden hier nicht immer mal wieder Kinder verschwinden. Was lauert in den Windener Höhlen? Hat das AKW etwas damit zu tun? Die Serie begleitet vier Familien auf ihrer Suche nach Antworten. – Gerade am Anfang habe ich mehr als einmal einen Hilferuf an meinen besten Freund abgesetzt, wenn ich durch die vielen Namen und Zeitebenen nicht ganz durchgestiegen bin. Wenn man dran bleibt, bessert sich aber auch das. Vor allem schafft es Dark ein faszinierendes Konstrukt aufzubauen, wobei ich noch gespannt bin, wie sie das am Ende auflösen wollen.

Platz 13: The Mentalist – Staffel 1-3

Patrick Jane war jahrelang als Medium unterwegs und zockte ahnungslose Kunden ab. Als er sich bei einem Fernsehinterview mit dem Serienkiller „Red John“ anlegt, tötet dieser seine Frau und seine Tochter. Daraufhin hängt er den Mentalistenjob an den Nagel und arbeitet jetzt als Berater beim CBI. Dort stößt er mit seiner selbstherrlichen Art und bewusst anderen Art zu denken an, hat aber eine hohe Verbrechensaufklärungsrate. – Ich mag Krimiserien und ich mag Jane, auch wenn ich nicht mit ihm arbeiten wollen würde. Auch das restliche Team ist sehr sympathisch.

Platz 12: Star Trek: Picard – Staffel 1

2399. Jean-Luc Picard hat 14 Jahre zuvor die Sternenflotte verlassen, nachdem es durch den Zerfall des romulanischen Imperiums und einem Androiden-Angriff auf dem Mars zum Zerwürfnis kam. Als jedoch die junge Dahj ihn um Hilfe ersucht, stellt er eine neue kleine Mannschaft zusammen, um ihre Zwillingsschwester Soji zu retten. Auf seiner Reise trifft er auf alte Freunde und neue Feinde. – Picard bietet zugleich Auftakt für viele neue Abenteuer, als auch eine in sich geschlossene Geschichte. Es werden neue Charaktere, Welten und Szenarien geboten, ebenso wie ein Wiedersehen mit Altbekanntem. Die geschickte Verflechtung von beidem macht Picard zu einem spannenden Weltraumabenteuer.

Platz 11: Das Damengambit – Miniserie

Beth Harmon ist eine Waise. Im Waisenhaus lernt sie vom stillen Hauswart Schach spielen. Sie entwickelt sich zu einem Profi und schafft es bis in die obersten Ränge. Dabei stehen ihr Suchtprobleme im Weg. – Ich glaube noch nie war Schach so spannend, wie in dieser Serie. Dazu kommt eine unfassbare Kulisse, tolle Bilder und eine tolle Hauptdarstellerin. Mit Beth als Charakter bin ich nie so ganz warm geworden, aber das ist für die Serie auch absolut nicht notwendig.

Platz 10: Balthazar – Staffel 1

Raphael Balthazar ist Gerichtsmediziner. Er assistiert Captain Helene Bach und ihrem Team am Tatort und führt mit seinem Team dann die Obduktionen durch. Doch sein scharfer Verstand und seine stummen Dialoge mit den Opfern führen dazu, dass er auch bei den Ermittlungen mithilft und meist die zündende Idee hat. – Französische Krimiserie mit tollen Charakteren, spannenden Fällen und typisch französischem Charme. – [Werbung |Rezensionsexemplar]

Platz 9: Dash & Lily – Staffel 1

Lily liebt Weihnachten über alles und verbringt sie immer in heimliger Runde mit ihrer Familie. Doch dieses Jahr ist alles anders. Ihre Eltern reisen nach Fiji, ihr Grandpa nach Florida und sie bleibt allein mit ihrem Bruder Langston zurück. Dem kommt zusammen mit seinem Freund Benny die Idee, dass Lily jemanden kennenlernen sollte. Aber damit es auch der richtige ist, soll sie ein rotes Notizbuch in ihrer Lieblingsbuchhandlung verstecken und dort allerlei Hinweise reinschreiben. Und tatsächlich findet Dash das Buch. Dash hasst Weihnachten, und sagt beiden Elternteilen, dass er beim jeweils anderen feiern würde. Da kommen ihm die Herausforderungen aus dem Buch gerade recht. – Eine süße Geschichte, passend zur Jahreszeit und behandelt doch genug Themen, um alle Folgen gut zu füllen.

Platz 8: Community – Staffel 1-6

Jeff Winger hat bereits jahrelang als Anwalt praktiziert, als herauskam, dass er gar nicht Jura studiert hat. Das soll er jetzt nachholen und geht dafür aufs Greendale Community College. Dort trifft er auf Britta Perry im Spanischkurs und überredet sie mit ihm eine Lerngruppe zu gründen, als Vorwand, um sie zu verführen. Doch Britta hat ihn durchschaut und hat auch andere Leute in die Lerngruppe eingeladen. Im Laufe der Serie wird aus der Lerngruppe eine eingeschworene Gemeinschaft von Freunden. – Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit am Anfang habe ich alle Charaktere sehr lieb gewonnen und konnte mich mit dem Humor absolut identifizieren. Schade ist, dass die Qualität ab Staffel 5 deutlich nachgelassen hat, aber letztlich hat die Serie trotzdem noch irgendwie funktioniert.

Platz 7: Friends – Staffel 1-10

Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe. – Ich bin lange nicht an die Serie rangekommen, aber nachdem ich ihr immer wieder eine Chance gab, hat sie mich nun absolut gefangen genommen.

Platz 6: The Mandalorian – Staffel 1

Der Mandalorianer ist ein Einzelkämpfer und gehört der Kopfgeldjäger-Gilde an. Bei einem großen Auftrag soll er einen Fünfzigjährigen aufspüren, der sich jedoch als ein Kind herausstellt. Nachdem der Mandalorianer das Paket abgeliefert hat, überkommen ihn Zweifel und er entführt das Kind zurück. Dies führt zu einem Zerwürfnis mit der Kopfgelderjäger und einem großen Kampf. Sie können fliehen, doch haben auch andere Kopfgeldjäger Peilsender und können sie so verfolgen. Wird es gelingen das Kind zu beschützen? – Ein Star Wars Ableger, der sich wieder auf die alten Werte besinnt und eine gut durchdachte Handlung abliefert und vor allem unfassbar gute Bilder.

Platz 5: Julie and the Phantoms – Staffel 1

1995 steht die Band Sunset Curve kurz vor dem musikalischem Durchbruch. Doch abgelaufene Hotdogs führten zum verfrühten Ableben drei der vier Bandmitglieder. 25 Jahre später, landen sie als Geister in der Garage von Julie. Sie kann als einzige die Jungs sehen und findet dadurch zurück zur Musik. Und sobald sie auf einer Bühne auftritt, können auch die anderen die Jungs sehen. So gründen sie die Band Julie and the Phantoms, wobei alle denken, dass es sich bei den Jungs um Hologramme handelt. – Die Serie hat coole Songs, tolle Performances, Witz, Drama, Humor und vor allem ganz viel Herz!

Platz 4: Miracle Workers – Staffel 1

Eliza arbeitet im Himmel. Dieser ist aufgebaut wie eine große Firma mit allerlei Abteilungen, die den Betrieb auf der Erde ermöglichen. Da Eliza ihre Arbeit in der Schmutzabteilung nicht mehr machen möchte, bittet sie um eine Versetzung. Sie kommt in die Abteilung für Wunder, stellt aber fest, dass sie auch dort nicht viel ausrichten können. Denn die wahren Wunder kann nur Gott verrichten, der allerdings alles andere als kompetent ist. Nach einem Wutausbruch Elizas will Gott die Welt vernichten, außer die Wunderabteilung schafft ein wahres Wunder. – Das dürfte wohl die Serie sein, die mich mit ihrem schwarzen Humor dieses Jahr am meisten zum lachen gebracht hat. Die Idee ist so ulkig und dabei doch so liebevoll umgesetzt, dass ich sie eigentlich nur jedem empfehlen möchte.

Platz 3: Stumptown – Staffel 1

Dex Parios war beim Militär und hat in Afghanistan gekämpft. Seit sie zurück ist, hängt sie häufig im Bad Alibi, der Bar ihres besten Freundes Grey, ab. Nachdem sie von der Mutter ihres verstorbenen Ex-Freundes Sue Lynn Blackbird den Auftrag bekommt ein vermisstes Mädchen zu finden, erkennt Dex, dass sie durchaus Talent in dieser Art von Job hat. Sie beantragt eine Privatermittlerlizenz. Dabei hilft ihr Detective Miles Hoffmann. – Ich mochte die Ehrlichkeit der Serie, da Dex noch immer ihr Kriegstrauma verarbeitet. Gleichzeitig ist die Serie wunderbar divers, ohne das je groß zu thematisieren. Der Crimeanteil ist spannend, der Rest sehr witzig und jetzt schaut endlich alle diese Serie, damit ich meine zweite Staffel bekomme!

Platz 2: Willkommen in Gravity Falls – Staffel 1-2 (2x)

Dipper und Mabel, beide 12 Jahre alt, werden während der Sommerferien zu ihrem Großonkel Stan Pines geschickt. Dieser wohnt in Gravity Falls und betreibt dort die Mystery Shack. Während Mabel zunächst nur daran denken kann, dass sie eine große Sommerromanze braucht, findet Dipper ein Tagebuch des mysteriösen Autors, in dem allerlei Wesen beschrieben werden, die sich in und um Gravity Falls tummeln sollen. Und schon bald finden beide Geschwister raus, dass an den Mythen so einiges Wahres dran ist. Ein Sommer voller Spaß und Abenteuer steht bevor. – Ich hätte nie gedacht, dass ich diese Serie mögen würde. Glücklicherweise wurde ich zu meinem Glück gezwungen und hab die Serie gleich zweimal gesehen! Die Charaktere sind toll, sie ist witzig, sie ist spannend und das Gesamtpaket passt einfach.

Platz 1: Alexa & Katie – Staffel 1-4

Alexa Mendoza hat Leukämie. Doch zusammen mit ihrer besten Freundin seit Kindheitstagen Katie Cooper hat sie die Chemo überstanden. Nun steht der erste Tag der Highschool bevor, doch Alexa fallen nun doch die Haare aus. Doch zusammen meistern die beiden jedes Hindernis. Egal, ob durch den Krebs verursacht oder ein ganz alltägliches Teenagerproblem. Unterstützung bekommen beide durch ihre Familien, die ebenfalls gut befreundet sind. – Eine Serie voller Herz, Drama, Witz, Familienliebe und einfach einzigartigen Charakteren. Dennoch wird das Grundthema – Krebs – stets ernst genommen.

Was waren eure Serienhighlights? Welche Serien wollt ihr unbedingt noch sehen? Welche Serien sollte ich unbedingt noch sehen?

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 23. Türchen

Community – Die Weihnachtsschlacht – Staffel 1 Folge 12

Darum geht’s – in der Serie

Jeff Winger hat bereits jahrelang als Anwalt praktiziert, als herauskam, dass er gar nicht Jura studiert hat. Das soll er jetzt nachholen und geht dafür aufs Greendale Community College. Dort trifft er auf Britta Perry im Spanischkurs und überredet sie mit ihm eine Lerngruppe zu gründen, als Vorwand, um sie zu verführen. Doch Britta hat ihn durchschaut und hat auch andere Leute in die Lerngruppe eingeladen. Im Laufe der Serie wird aus der Lerngruppe eine eingeschworene Gemeinschaft von Freunden.

Darum geht’s – in der Folge

Shirley wird nach der Scheidung von ihrem Mann kein richtiges Weihnachtsfest haben. Daher will sie für die Lerngruppe eine Weihnachtsfeier organisieren. Als überzeugte Christin muss sie jedoch mit erschrecken feststellen, dass jeder eine andere Religion oder eben auch keine Religion hat. Doch dann will Jeff sich an ihrem ‚Weihnachtstag‘ auch noch mit einem Rowdy prügeln, der Abed schikaniert hat, was für Shirley gar nicht in Frage kommt.

Der Weihnachtszauber

In einigen Serien wird neben Weihnachten eventuell noch einmal über Chanukka gesprochen, aber dass es auch andere Religionen und Kulturen gibt, die nichts mit Weihnachten am Hut haben, wird gerne verschwiegen. Nicht so Community. Hier wird zwar nicht gerade ausführlich über die wichtigen Feste der anderen Religionen gesprochen, aber immerhin werden sie auch nicht mehr komplett ignoriert. Und Shirley versucht sehr stark weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 22. Türchen

American Horror Story – Asylum – Unheilige Nacht – Staffel 2 Folge 8

Darum geht’s – in der Serie

American Horror Story greift die gängigen Horrorelemente auf und wandelt sie staffelweise um. In der zweiten Staffel ‚Asylum‘ dreht sich alles um die Irrenanstalt Briarcliff in den 1960er Jahren. Von Nonnen geführt. haben sie es doch mit eher gottlosen Insassen zu tun. Aber nicht nur durch die Insassen droht der Horror in Briarcliff.

Darum geht’s – in der Folge

Vor einem Jahr tötete Leigh Emerson als Weihnachtsmann verkleidet 18 Menschen. Danach kam er nach Briarcliff. Nun hat die Leitung gewechselt und Emerson wird aus der Einzelhaft entlassen, um wieder als Weihnachtsmann bei der Weihnachtsfeier fungieren zu dürfen.

Der Weihnachtszauber

In einer Horrorserie sollten wir vielleicht nicht über den Weihnachtszauber, sondern über den Weihnachtshorror sprechen. Und der ist definitiv gegeben. Die zweite Staffel von American Horror Story war bestimmt nicht meine liebste Staffel, und auch in der Weihnachtsfolge sind viele Kleinigkeiten, die die eigentliche Handlung vorantreiben soll. Dennoch gibt es viele Elemente, die rein für die Weihnachtsfolge sind und die sind echt horrormäßig.

Weihnachtsfaktor: 1* – Der Grinch lässt grüßen

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 21. Türchen

Doctor Who – Die Weihnachtsinvasion – Staffel 27 bzw. 1 Folge 167 bzw. 14/Weihnachtsspecial

Darum geht’s – in der Serie

Der Doctor ist ein Timelord – genauer gesagt der letzte der Timelords, die im Zeitkrieg komplett ausgelöscht wurden. Mit seiner TARDIS, die seit einem Defekt immer aussieht wie eine alte Polizeizelle, reist er durch Zeit und Raum. Wenn er stirbt, regeneriert er sich, verändert dadurch jedoch sein Aussehen und mitunter auch seinen Charakter. Begleitet wird er auf seinen Abenteuern von wechselnden Begleitern und Begleiterinnen.

Darum geht’s – in der Folge

Der Doctor ist reinkarniert. Dies hat ihm jedoch eine Menge Kraft gekostet und er fällt in einen Schlaf. Rose schafft es gerade noch die TARDIS zurück in ihre Zeit zu schicken. Dort ist gerade Weihnachtszeit und ihre Mutter freut sich, dass sie vorbeischaut. Rose ist jedoch in großer Sorge um den Doctor. Und dann tauchen auch noch Alien auf, die die Kontrolle über die Weihnachtsdeko der Stadt übernehmen.

Der Weihnachtszauber

Nun die Folge spielt an Weihnachten. Die Invasion der Erde und die Sorge um den Doctor lassen aber weder Rose noch dem Zuschauer wirklich viel Zeit für Weihnachtsvorfreude. Spätestens wenn der Weihnachtsmann und andere Deko die Last-Minute-Einkäufer angreifen ist es dann endgültig vorbei mit der Weihnachtsstimmung. Doch natürlich gibt es bei der Serie immer auch einen hoffnungsvollen Aspekt.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 20. Türchen

Der Prinz von Bel-Air – Weihnachtsvorstellung – Staffel 2 Folge 13

Darum geht’s – in der Serie

Will Smith – gespielt von Will Smith – wird von seiner Mutter aus dem „Ghetto“ Philadelphias zu seinem reichen Onkel und dessen Familie nach Bel-Air geschickt. Dort treffen zwei Welten aufeinander.

Darum geht’s – in der Folge

Will vermisst das Weihnachten in Philadelphia und ist entsetzt über das sehr distanzierte Weihnachten in Bel Air. Auch scheint Ashley gar nicht in Weihnachtsstimmung zu kommen. Kein Wunder bei der hässlichen Deko, findet Will und geht mit Ashley Weihnachtsdeko shoppen. Das bringt jedoch die Nachbarn gegen die Banks auf.

Der Weihnachtszauber

Über Weihnachtsdeko lässt sich bekanntlich streiten. Ich bin Fan von eher schlichten und klassischen Motiven. Meine Lieblingskollegin hingegen liebt es ihre Wohnung in ein blinkendes Winterwunderland zu verwandeln. Aber die Deko in Bel Air, die ja teuer und exklusiv sein muss, ist echt das Grauen. Okay, eventuell übertreibt es Will etwas, aber letztlich macht er das auch für Ashley und die Diskussion am Ende beinhaltet viel richtiges.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an