Vicious

Ein Vorwort

Ich habe voller Entsetzen festgestellt, dass ich euch meine Lieblingssitcom noch nie richtig vorgestellt habe. Vielen sagt der Titel vielleicht etwas von meinen Bemerkungen zwischendurch oder erinnert sich, dass er es relativ weit nach oben in meinen Top 25 Serien der letzten 10 Jahre geschafft hat. Doch was verbirgt sich dahinter und warum sticht sie meiner Meinung nach alle anderen Sitcoms aus? Erfahrt es in meiner Kritik.

Die Handlung

Freddie Thornhill (Ian McKellan) und Stuart Bixby (Derek Jacobi) sind schwul und leben nun seit 50 Jahren zusammen. In der Zeit hat sich ihre Beziehung zu einer gewissen Hassliebe entwickelt. Dennoch halten sie zusammen. Zum Beispiel wenn ihre Freundin Violet (Frances de la Tour) wieder einmal von einer gescheiterten Beziehung erzählt. Frischen Wind in den Alltagstrott bringt der neue junge Nachbar Ash (Iwan Rheon).

Meine Meinung

Vicious ist an vielen Stellen eher ein Theaterstück als eine Fernsehserie. So spielen 90% der Serie im Wohnzimmer von Freddie und Stuart. Dort wurde die Serie auch vor Live-Publikum und am Stück gefilmt. Dadurch gibt es sehr wenig Schnitte. Ebenfalls ist die Besetzungsliste sehr klein. Dennoch weist sie die typischen Merkmale einer Sitcom auf. Was macht diese Serie also besser als die anderen Sitcoms?
Nun zum einen sei gesagt, ich mag generell Sitcoms. Wer mit dem Format absolut nichts anfangen kann, wird wohl auch hier nicht glücklich werden. Wer hingegen nur mit den all-time-favourites von Pro7, wie How I met your mother, The Big Bang Theory oder auch Two and a half man nichts anfangen kann, findet hier vielleicht sein Glück. Denn die Serie ist zum einen keine Hollywood-Produktion, sondern kommt aus Großbritannien. Und hier sticht vor allem der schwarze Humor der Briten gerne hervor. Wenn Freddie und Stuart sich mit der typischen englischen Eleganz ihrer Darsteller bewegen und sich auf höflichste Weise zutiefst beleidigen, dann ist das absolut sehenswert und einfach unfassbar lustig. 
Das funktioniert allerdings nur mit einer guten Charakterkonstellation, was hier gegeben ist. Auch einige running-gags konnten sich so etablieren. An vorderster Stelle stehen natürlich Freddie und Stuart, da sich auch 90% der Serie in ihrem Wohnzimmer abspielt. Freddie ist Schauspieler und wenn man ihm zuhört, möchte man meinen, dass er ein begnadeter Star ist. Allerdings hält er sich eher mit kleinen Nebenrollen über Wasser. Hier einmal der Bösewicht in Dr. Who, dort zweimal in Downton Abbey durchs Bild gelaufen. Stuart ist eher der Hausmann, der alles am Laufen hält. Ebenfalls in jeder Folge zu sehen sind Violet, die gute Freundin der beiden, und Ash, der junge Nachbar. 
Violet ist im gleichen Alter, wie Freddie und Stuart, hat es aber bisher nicht geschafft einen Mann zu finden. Dafür berichtet sie ständig von neuen Bekanntschaften. Sie ist ein Freigeist und hält sich für unwiderstehlich, was sie in kleinen Flirts mit Ash auslebt. Ash ist neu nach London gezogen. Er bezieht die Wohnung über Freddie und Stuart und holt sich gerne Tipps bei den beiden, da seine Eltern beide im Gefängnis sitzen. Zunächst wird er von Freddie und Violet des öfteren angeflirtet, entwickelt dann aber freundschaftliche Gefühle für beide. Die kontrastreichen Leben des älteren Paares und des jungen Ash werden gerne für ein paar Gags genutzt, z. B. wenn Ash die beiden mit auf eine Party nimmt.
Ebenfalls wiederkehrende Charaktere sind Penelope (Marcia Warren) und Mason (Philip Voss). Sie sind Freunde von Freddie und Stuart und tauchen immer zu kleinen Feiern auf. Dabei ist Mason immer pikiert über die geringe Gastfreundschaft der beiden, während Penelope immer ein wenig abwesend und durcheinander wirkt.  
Während Staffel 1 und 2 aus jeweils 6 Episoden – plus ein Weihnachtsspecial – bestehen, besteht Staffel 3 mit dem Namen „The Final“ aus einer 60 minütigen Episode, die in die vier Jahreszeiten unterteilt wurde und die Geschichte zu einem runden Ende bringt. Damit ist die Serie beendet. Sehr schade, denn ich hätte gerne noch viel mehr gesehen, doch das wichtigste war erzählt und man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist. 

Das Fazit

Vicious ist irgendwo zwischen Sitcom und Theaterstück angeordnet und kann mit einmaligen Charakteren, faszinierenden Schauspielern und dem unverwechselbarem schwarzen britischem Humor begeistern. Eine große Empfehlung, wer in den klassischen Sitcoms nicht fündig wird und auch für jeden anderen.

Alexa & Katie

Ein Vorwort

In meiner kurzen Blogpause hatte ich Besuch von meiner besten Freundin. Und wenn wir nicht gerade die Gegend unsicher gemacht haben, neue und alte Spiele entdeckt haben oder einen Film sahen, dann wurde Alexa & Katie geguckt. Eine Serie über zwei beste Freundinnen, gesehen von zwei besten Freundinnen. Warum mich aber die Serie auch noch so sehr überzeugen konnte, dass wir innerhalb einer Woche alle vier Staffeln gesehen haben, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Alexa Mendoza (Paris Berelc) hat Leukämie. Doch zusammen mit ihrer besten Freundin seit Kindheitstagen Katie Cooper (Isabel May) hat sie die Chemo überstanden. Nun steht der erste Tag der Highschool bevor, doch Alexa fallen nun doch die Haare aus. Doch zusammen meistern die beiden jedes Hindernis. Egal, ob durch den Krebs verursacht oder ein ganz alltägliches Teenagerproblem. Unterstützung bekommen beide durch ihre Familien, die ebenfalls gut befreundet sind.

Meine Meinung

Alexa und Katie ist in vier Staffeln fertig erzählt und abgeschlossen. Mit insgesamt 39 Folgen und einer durchschnittlichen Laufzeit von 25 Minuten gut zwischendurch ansehbar. Die Serie erzählt die Geschichte der beiden besten Freundinnen Alexa und Katie. Grundsätzlich ist die Serie im Stil einer Sitcom aufgebaut. Doch bleibt die Krebsthematik ein zentraler Bestandteil der Serie, so dass auch viele ernste Themen angesprochen werden. 
Dabei halten sich ernste Themen und heitere Themen die Waage. Dabei wird die Krankheit an keiner Stelle klein geredet oder ins Alberne gezogen. Stattdessen wird versucht mit humorvollen Dialogen die Stimmung zu heben, aber trotzdem werden immer wieder wichtige Abschnitte nach einer Krebsbehandlung angesprochen. Der Haarausfall ist lediglich der Anfang, weiter geht es um die Angst vor der Rückkehr, die ständigen Sorgen der Familie und dass Alexa den „Krebsbonus“ nicht haben möchte. Ansonsten geht es um die ganz alltäglichen Sorgen zweier Highschoolschüler und deren Familien. 
Dabei sind es neben den beiden Hauptcharakteren Alexa und Katie gerade die beiden Familien, die im Mittelpunkt stehen und die Serie so sehenswert machen. Da haben wir zum einen Alexas Familie. Mutter Lori (Tiffani Thiessen) ist eine echte Powerfrau. Sie koordiniert ihren Businessjob – später Eventmanagerin – die Erziehung der Kinder und den Haushalt. Sie mag manchmal etwas zu beschützend sein, lernt aber mit Alexa die Freiheiten zu akzeptieren. Vater Dave (Eddie Shin) ist Pilot, aber die Episoden sind so getimt, dass er die meiste Zeit zu Hause ist. Er ist ein liebevoller Vater, der seine Frau gerne mal bremsen muss. Dann gibt es im Haus Mendoza noch Lucas (Emery Kelly) den älteren Bruder Alexas. Er wird als typischer Schönling mit wenig Grips dargestellt, schließlich beginnt er aber trotzdem ein Medizinstudium. Er ist der perfekte Gegenpart zu Alexa, was für viele Witze sorgt, hat am Ende das Herz aber immer am rechten Fleck.
Gegenüber wohnt Katie mit ihrer Mutter Jennifer (Jolie Jenkins). Sie ist alleinerziehend und kämpft daher immer wieder mit den Finanzen. Neben ihrem Bürojob nimmt sie Abendkurse und erzieht noch zwei Kinder. Der Vater hat die Familie verlassen und reist um die Welt. Jennifer kennt Lori und Dave ebenfalls seit der Highschool, daher stehen sich die Familien sehr nah. Zu guter Letzt gibt es noch Jack (Finn Carr), Katies jüngerer Bruder. Er ist ein kleiner Wirbelwind und bringt noch den kindlichen Charme zu den öfter mal ernsten Themen. 
In den vier Staffeln, die jeweils ein Schuljahr repräsentieren, lachen, weinen, bangen, hoffen wir mit den Charakteren. Dabei wachsen sie einem sehr schnell ans Herz. Durch die kurze Dauer einer Episode lässt sich die Serie gut weggucken. Die Krebsthematik ist zwar sehr präsent, wird aber nicht zu sehr ausgeschlachtet, sondern findet die richtige Balance. 

Das Fazit

Alexa & Katie ist eine Teenagersitcom voller Herz. Durch die ernste Thematik rund um Alexas Krebserkrankung unterscheidet sie sich stark von den typischen Disneyvarianten, kommt aber trotzdem mit einer typischen Heiterkeit daher. Vor allem die Charaktere machen die Serie absolut liebenswert. 

Alexa & Katie ist auf Netflix verfügbar

Eine Handvoll Serienkritiken

Heute mit: Einer Bekanntschaft auf einer Trauergruppe, eine unsichere Teenagerin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, einem queeren Make-over, Pille macht Jagd auf Superman und mysteriösen Mordfällen in Australien.

Dead to me – Staffel 1

Die Handlung: Jen Harding ist eine toughe Immobilienmaklerin, die nach dem Unfalltod mit Fahrerflucht ihres Mannes zwischen Trauer und Rettung des Familienlebens hin- und herschwankt. Als sie in einer Selbsthilfegruppe auf Judy trifft, die das komplette Gegenteil von ihr ist, entsteht eine seltsame Freundschaft. Doch Judy hat ein großes Geheimnis.

Meine Meinung: Netflix bewirbt diese Serie als Komödie. Auch der kurze Einblick, der startet, wenn man beim scrollen zu lange auf einer Serie bleibt, macht den Eindruck zwar sehr schwarzhumorig zu sein, aber dennoch irgendwo Richtung Komödie geht. Doch Dead to me ist vieles, aber keine Komödie. Auch wenn Jen versucht vieles mit Sarkasmus zu lösen ist es doch ein Drama zum Thema Trauerbewältigung zusammen mit Geheimnissen, Intrigen und Verrat. Nicht gerade die Komponenten einer guten Komödie. So irregeleitet war ich dementsprechend enttäuscht von der Serie. Dennoch kann ich sagen, dass die Serie einiges richtig macht. Die Folgen sind intelligent geschrieben und das Drama bleibt immer im überschaubarem Rahmen. Die Handlungen der Charaktere sind größtenteils nachvollziehbar und die Charaktere selbst haben alle ihre Ecken und Kanten, so dass keiner wirklich sympathisch wirkt, aber nur die wenigsten direkt unsympathisch wirken. Aber auch wenn die Serie eigentlich durchgehend spannend war und versucht hat jeder Folge eine eigene Richtung zu geben, scheint es nur eine langgestreckte Erzählung des Unausweichlichen zu sein. Durch den Cliffhanger am Ende der ersten Staffel bin ich nun doch am Überlegen weiter zu gucken, obwohl ich eigentlich abgeschlossen hatte mit der Serie.

I’m not okay with this – Staffel 1

Die Handlung: Sydney Novak ist 17, trauert um ihren Vater, der sich ein Jahr zuvor das Leben nahm, hat seitdem ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter, die nicht über seine Beweggründe sprechen will, und empfindet für ihre beste Freundin mehr als sie sollte. Und weil das noch nicht genug ist, entwickelt sie telekinetische Kräfte, die immer dann unkontrolliert aus ihr Strömen, wenn sie ihre negativen Emotionen nicht mehr unter Kontrolle hat. Zusammen mit Stanley, der sie beobachtet hat und glaubt, dass es Superheldenkräfte seien, versucht sie diese fortan zu kontrollieren.

Meine Meinung: Mit Sophie Lillis und Wyatt Oleff hat die Serie bereits zwei Jungdarsteller aus der aktuellen Verfilmung von ES, hinzu kommen als Produzenten noch zwei Financiers von Stranger Things, womit dann auch vollkommen klar sein dürfte, woran sich die Serie orientiert. Allerdings liegt hier die Konzentration klar auf Sydney und ihren Problemen, die durch ihre unkontrollierten Fähigkeiten durchaus noch verstärkt werden. Dennoch ist Coming-of-Age ein Schwerpunkt der Serie. Die Fantasyelemente wirken teilweise willkürlich in das Teenagerdrama eingewoben. Das Hauptproblem der Serie dürfte aber wohl darin liegen, dass die gesamte erste Staffel, die mit 7 Folgen, die jeweils eine Länge zwischen 20-30 Minuten haben, wie ein einziger großer Prolog wirkt. Erst in der allerletzten Szene bekommt der Zuschauer eine Ahnung in welche Richtung sich diese Serie entwickeln könnte. Wahrscheinlich würde ich der zweiten Staffel noch eine Chance geben, weil ich wissen möchte, ob die Serie dann ihr Potential nutzt, aber ich verstehe auch, wenn viele bereits die erste Staffel nicht zu Ende gesehen haben. Denn es werden allerlei Fragen aufgemacht, aber keine wirklich beantwortet, bzw. scheint die Serie kein direktes Ziel zu haben, auf das es hinarbeitet. Und auch wenn die Serie schnell zum Durchschauen ist, fehlt ihr doch das entscheidende Elemente, um sie nicht nur wie ein Prolog wirken zu lassen.

Queer Eye – Staffel 5

Die Handlung: Die Fab 5 sind zurück. Diesmal zieht es Tan (Mode), Karamo (Kultur), Bobby (Design), Anthony (Essen) und Jonathan (Pflege) nach Philadelphia. Doch die Mission ist die gleiche. Sie antworten auf Hilferufe aus Familie und Freundeskreis, um sich in jeder Woche einem/einer  Ausgewählten in allen Belangen des Lebens unter die Arme zu greifen und mit ihrer üblichen quirligen Art Probleme anzugehen und Freude zu bringen.

Meine Meinung: Auch in der fünften Staffel ist der Aufbau jeder Folge gleich. Die Fab 5 kommen zu ihrem neuen Hilfegesuch, erfassen die Lage und arbeiten dann alle in ihren Resorts die Probleme ab, um am Ende ein Lebensumstyling gemacht zu haben. Kann dies auch in einer fünften Staffel noch funktionieren? Ja kann es! Denn im Vergleich zu anderen Umstylings wissen alle Fünf, dass viele Probleme tiefer liegen und versuchen Selbstbewusstsein zu stärken und  die Probleme in vielen Gesprächen zu ergreifen. Vor allem ist aber der ungetrübte Optimismus der Fab 5 der Grund, warum auch die fünfte Staffel mich noch uneingeschränkt zum Lächeln bringt, auch wenn einzelne Schicksale einem zu Tränen rühren können. Doch auch gesellschaftskritische Themen finden immer Platz und sei es nur weil Karamo Brown sich in jeder Folge mit einem anderen T-Shirt-Spruch für ein Thema einsetzt, z.B. #blacklivesmatter. Es bleibt amerikanisches Reality-TV, aber das auf einem ganz hohen Niveau und vor allem mit ganz großem Herz.

The Boys – Staffel 1

Die Handlung: Hugh Campbell ist ein Verkäufer, dessen größer Plan es ist, mit seiner Freundin Robin zusammenzuziehen. Bis der Superheld A-Train, seines Zeichens der schnellste Mann der Welt, direkt durch Robin hindurchrennt und sie dabei zerfetzt. Die Superheldenfirma Vought bietet ihn daraufhin Schadensersatz an, die er ablehnt. Kurz darauf lernt er Billy Butcher kennen, der einen privaten Rachefeldzug gegen die „Supes“ führt.

Meine Meinung: Stellen wir uns eine Welt vor, in der Superhelden ein großes Franchise bilden, mit Filmen, Merchandise und allem drum und dran. Klingt noch wie unsere? Gut, dann stellen wir uns die gleiche Welt vor, nur das die Superhelden auch tatsächlich existieren. Genau diese haben wir in The Boys. Und ebenso wie Superheldenfilme auch nach über 10 Jahren noch immer boomen, werden auch die Supes in der Serie wie Götter verehrt. Doch mit fortschreitender Serie blickt man tief hinter die Marketingkampagnen und die Abgründe die sich daraus ergeben. So ist The Boys mit einer Freigabe ab 16 Jahren, voller tiefschwarzem Humor und sehr direkten Dialogen. Und während einige in meiner Umgebung absolut begeistert sind von der Serie, konnte sie mich nicht wirklich abholen. Warum? Nun zum einen war die Staffel mit acht Folgen zwar nicht lang, aber für mich zogen sich diese wenigen Folgen ewig, weil sich das Team um Butcher immer wieder im Kreis zu drehen schien. Zum anderen waren mir einige Wendungen, wenn sie auch logisch waren, einfach nicht nach Nase. Das ist aber ein ganz persönliches Problem, dass ich mit der Serie habe. Ganz objektiv ist sie eine starke Parodie auf das gesamte Superheldengenre und der Marketingindustrie dahinter.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 2+3

Die Handlung: Auch in der zweiten und finalen dritten Staffel darf die vermögende und unabhängige Phryne Fisher wieder ihrer Leidenschaft, dem Aufklären von Morden frönen. Dabei vertieft sie auch ihre Beziehung zum Detective Inspector Jack Robinson. Ebenso vertieft sich die Beziehung zwischen Phrynes Assistentin Dot und Constable Hugh Collins.

Meine Meinung: Wir reisen wieder in die 1920er Jahre nach Australien. Hier wartet wieder Phryne Fisher auf uns und zeigt uns ihre Welt voller Mordfälle, Geheimnisse und absolut toller Nebencharaktere. Auch hier zeigt sich wieder, dass das sehr hohe Budget gekonnt eingesetzt wird, um die Serie vollkommen realistisch in der Vergangenheit spielen zu lassen. Das hohe Budget war dann aber auch der Grund, warum die dritte Staffel bereits verkürzt war und schließlich das Ende bildete. Glücklicherweise findet die Serie trotzdem die Zeit, um die übergreifende Handlung zu einem runden Ende zu bringen, auch wenn nicht alle Fragen final geklärt wurden. Damit ist es auch verzeihbar, dass die finale Episode jetzt nicht unbedingt der spannendste Fall war.

Hollywood

Ein Vorwort

Mitten in der Coronakrise mit geschlossen Kinos, bot Netflix eine Flucht in die Traumfabrik Hollywood. Mit der Serie sollte eine Hommage ans klassische Hollywood gesetzt werden, die nach Ende des zweiten Weltkrieges mit den Träumen einer Handvoll junger Menschen spielt. Während am Anfang bedingt durch Corona noch keine Synchronisation vorhanden war, wurde dies sehr zeitnah nachgereicht.

Die Handlung

In der goldenen Ära Hollywoods versuchen sechs junge Menschen in Hollywood Fuß zu fassen. Dabei kämpfen sie alle mit anderen Problemen und doch mit den gleichen. Dabei nutzen sie verschiedene Wege, um die etablierten Größen bei Ace Pictures, einem großen Filmstudio, zu beeindrucken.

Meine Meinung

Hollywood ist eine abgeschlossene Miniserie mit sieben Folgen und einer durch-schnittlichen Lauflänge von 50 Minuten. Gedacht als Hommage räumt sie aber auch ein wenig mit den damals herrschenden Bedingungen auf. Die Themen Sexismus, Rassismus und Homophobie werden zunächst ungeschönt angeschnitten, aber gerade gegen Ende immer mehr verklährt. Dazu aber später mehr.
Die Zuschauer lernen zunächst die einzelnen Charaktere kennen, von denen es eine ganze Menge gibt – man sollte also aktiv zuschauen, um die Aufgaben und Träume der Charaktere zuordnen zu können. Auch treffen praktisch die jungen Nachwuchsstars auf die etablierten Richtungsgeber bei Ace Pictures, so dass jeder einen anderen Einstieg bei Hollywood findet. Doch durch die ruhige Erzählweise der Serie und einer regelmäßigen Wiederholung der wichtigsten Figuren gerade am Anfang kommt man dennoch immer mit. Hierbei treffen viele fiktive Charaktere auch immer wieder auf reale Persönlichkeiten.
Nach und nach kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es vordergründig um die Produktion des Films „Peg“ (später „Meg“) geht. Bis zu diesem Punkt muss man aber auch erst einmal durchhalten, denn Hollywood lässt sich viel Zeit. Allerdings sind auch viele Nebenhandlungen durch die vielen Charaktere abzuhandeln. Dennoch fühlen sich einige Folgen regelrecht zäh an. Wirklich Spannung kommt nur an ganz wenigen Stellen auf.
Um das zu erklären muss ich auch noch einmal auf die grundlegenden Thematiken der Serie zurückkommen: Hollywoods Sexismus, Rassismus und Homophobie. Die Serie konfrontiert den Zuschauer sehr bewusst mit Charakteren, die unter genau solchen Vorurteilen und Beschränkungen zu leiden haben/hatten. Dabei werden unsere fiktiven Charaktere bewusst mit realen Persönlichkeiten, die davon betroffen waren, vermischt, um es zum einen nah am Zuschauer zu lassen und doch den realen Bezug zu haben. Soweit so gut. Doch bleibt die Serie dabei nicht konsequent, sondern zeigt immer wieder Seiten und Initiativen, die das aufgeklärte Hollywood von heute wohl gerne repräsentiert hätte, aber eben nicht hat. Aber durch die Wendungen, die sich doch relativ schnell wieder relativierten, konnte die Spannung eben nicht wirklich aufgebaut werden. Man fiebert nicht mit den Charakteren mit, weil die Serie sehr schnell klar macht, welche Richtung sie verfolgt und diese dann auch nicht mehr verlässt. Dies zeigt sich vor allem in der finalen Episode. Hier konnte man als aufmerksamer Zuschauer die Ergebnisse des Großereignisses sehr deutlich vorhersagen.
Grundsätzlich möchte ich hier noch einmal erwähnen, dass ich die Serie schon irgendwo mochte. Sie hat eine gute Portion Nostalgie, die mitschwinkt, und wenn man sich auf diese verschönte Welt einlässt, findet man auch seinen Frieden darin. Mich konnte sie aber durch die langsame Erzählweise und die wenigen Überraschungen nicht final abholen.

Das Fazit

Hollywood reist mit dem Zuschauer in die goldene Ära und stellt sich zwar schwierigen Themen der Zeit, verklährt diese jedoch und stellt wohl ein Wunsch der heutigen Zeit dar. Mit langsamer Erzählweise und wenigen Überraschungen schafft sie es nicht den Zuschauer final abzuholen, auch wenn durch den großen Nostalgiefaktor wohl einige Filmliebhaber angesprochen werden.

Hollywood läuft seit dem 01.05.2020 auf Netflix

Back to the 90’s – Ein Serienkritik Duo

Ein Vorwort

Sitcoms sind aus der Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. In den letzten Monaten habe ich aus einer Laune heraus mit zwei Sitcoms aus den 1990er Jahren begonnen und musste feststellen, dass sie auch heute noch sehr gut funktionieren – auch wenn es manchmal schon sehr witzig war, wenn die Handys frisch erfunden waren und neu eingeführt wurden. Hier nun meine abschließende Meinung zum jungen Will Smith, der von Philadelphia nach Bel Air zieht und einer Freundesclique in New York.

Friends

Die Handlung

Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe.

Meine Meinung

Ich bin lange Zeit nicht an die Serie rangekommen. Ich habe die Pilotfolge bestimmt dreimal gesehen, ehe ich mich nun doch einmal an die zweite Folge gewagt habe. Und ja, die Serie braucht ein wenig um ihren Rhythmus zu finden. Aber schon nach kürzester Zeit konnte ich es mir gar nicht mehr ohne die Serie vorstellen. Umso trauriger war es nach zehn Staffeln dann auch wieder Abschied nehmen zu müssen.
Die Serie lebt zweifellos vom Zusammenspiel der Charaktere. Da haben wir zu einem Monica, Köchin und Überordentlich. Alles in ihrer Wohnung, die auch der Hauptschauplatz der Serie ist, muss immer am gleichen Platz stehen. Alle Freunde haben Schlüssel zur Wohnung und kommen und gehen auch, wann sie wollen. Rachel stößt neu zur Clique. Sie kommt aus gutem Haus und hat bisher lieber Daddys Geld ausgegeben und sich einen ebenfalls gut verdienenden Mann gesucht, als sich um eine Ausbildung zu kümmern. Mit Hilfe der Freunde löst sie sich aus der Spirale und fängt an im Stammcafé zu jobben. Sie macht im Laufe der Serie wohl die größte Entwicklung durch, vom verwöhnten Naivchen zu einer starken unabhängigen Frau. Phoebe ist die dritte Frau im Bunde. Sie lebt einen ausgeprägten Hippiestil, arbeitet als Masseurin und hat ihre Jugend auf der Straße verbracht. Durch ihre quirlige Art bringt sie stets frischen Schwung in die Runde. Chandler ist derjenige mit dem langweiligen Bürojob und den unangebrachten Witzen. Doch gerade dieser Humor kontrastiert sehr gut zu dem der anderen und lässt einen ziemlich oft schmunzeln. Joey ist Schauspieler, leider aber eher erfolgslos. Seine wechselnden Jobs sorgen oft für einen Lacher. Und – um es liebevoll auszudrücken – er ist nicht unbedingt die hellste Kerze auf dem Kuchen. Zu guter Letzt haben wir noch Ross, Monicas Bruder. Er ist Paläontologe und wird damit gerne als der Nerd der Gruppe bezeichnet.
Die Themen wechseln mit den Staffeln. Während es am Anfang noch vermehrt um das Leben in New York geht und sich mit beruflichen Entscheidungen befasst wurde, geht es in den letzten Staffeln beinahe ausschließlich um die Beziehungen, die zuvor zwar auch immer eine große Rolle spielten, aber sich mit anderen Themen die Waage hielten. Dennoch haben sie es geschafft zum richtigen Zeitpunkt die Bremse zu ziehen und konnten so nach 10 Staffeln in Würde enden.
Friends verfolgt den typischen Aufbau einer Sitcom, schafft es aber trotzdem seinen ganz eigenen Charme einfließen zu lassen. Nicht umsonst ist es auch heute noch eine der beliebtesten. Umso gespannter können die Fans sein, wenn es nach Corona doch noch zur lang ersehnten Reunion kommt.

Fresh Prince of Bel Air

Die Handlung

Will Smith lebt mit seiner Mutter in Philadelphia. Nach einer Schlägerei beim Basketballspiel auf der Straße, schickt ihn seine Mutter besorgt zu ihrer Schwester Vivian. Diese lebt mit ihrem Mann Phil, einem erfolgreichen Anwalt, in Bel Air. Durch das bessere Umfeld soll Will behüteter aufwachsen. Doch der Kulturschock ist nicht zu verachten.

Meine Meinung

Fresh Prince of Bel Air ist eine Serie, mit der ich lange Zeit gar nichts anfangen konnte, so ignorierte ich sie einfach. Während mir viele auch nach Jahren noch das Rapintro vorsingen konnten, zuckte ich nur die Schulter. Doch Netflix ließ nicht locker. Immer aggressiver wurde mir die Serie vorgeschlagen, weil sie angeblich perfekt zu meinem Sehverhalten passe. Schließlich gab ich nach – immerhin hatte mir Netflix auch schon so manche Perle vorgeschlagen. Und nach einem ziemlich holprigen Start, begleitete ich die Serie dann auch bis zum Ende.
Denn gerade am Anfang wird der Witz allein durch das Zusammentreffen zwischen Will und der Familie Banks, die unterschiedlicher nicht sein konnten, herausgearbeitet. Nach einigen Folgen sind dann aber die Charaktere herausgearbeitet, so dass die Serie gesetzter und weniger gezwungen wirkt. Ab dann funktioniert das Konzept auch deutlich besser.
Denn zum einen haben wir hier einen jungen Will Smith, der auch in der Serie Will Smith heißt, da sie wohl lose auf seinen eigenen Erfahrungen basiert, der in Philadelphia und da in ärmlicheren Verhältnissen aufwuchs, also auch ein sehr lockeres Leben führt. Dazu wird der Kontrast der gut situierten Familie Banks in Bel Air gebildet. Aber auch die einzelnen Figuren der Familie bilden noch einmal große Unterschiede, wodurch auch die Witze in den weiteren Staffeln gut funktionieren. Da gibt es zum einen Onkel Phil, das Oberhaupt der Familie. Er ist erfolgreicher Anwalt, verdient dadurch gut und versucht seiner Familie alles zu bieten, was er niemals hatte. Seine Frau, Tante Vivian, ist die gute Seele im Haus, die ihre Kinder, aber auch ihren Mann, gerne wieder auf den Boden der Tatsache holt. Oft vermittelt sie zwischen Will und anderen Familienmitgliedern. Hilary, die älteste Tochter, ist die typisch verwöhnte Frau aus reichem Haus. Nicht mit sonderlich viel Intelligenz gesegnet, liebt sie es zu shoppen und Daddys Geld auszugeben. Carlton, das mittlere Kind, ist in Wills Alter und repräsentiert in jeglicher Hinsicht das komplette Gegenteil Wills. Er ist snobistisch, sehr ehrgeizig und will unbedingt in die Fußstapfen seines Vaters treten. Ashley ist das jüngste Kind und nimmt Will am Anfang am ehesten auf. Im Laufe der Serie kommt sie in die Pubertät. Ihr erwachsen werden inklusive einer Rebellenphase wird immer wieder aufgegriffen. Ab der vierten Staffel kommt noch Baby Nick dazu. Auch wurde mit der vierten Staffel die Schauspielerin der Mutter ausgetauscht, was leider auch mit einem ziemlichen Charakterwechsel daher kommt. War Vivian vorher die gute Seele, wird sie nun zum vernachlässigbarem Nebencharakter.
Ebenfalls in jeder Folge dabei ist der Buttler Geoffrey. Er hat das Jammern über sein Leben perfektioniert, ist aber auch nie um einen spitzen Kommentar verlegen. Auch das Auftauchen von Wills Freund Jazz wird zu einem running gag, da Onkel Phil ihn nicht im Haus haben mag, da er einen schlechten Einfluss hätte und ihn daher desöfteren wortwörtlich aus dem Haus wirft.
Die Serie hat den grundsätzlichen fröhlich-heiteren Ton einer Sitcom drauf, schafft es aber auch an den richtigen Stellen ernst zu werden. Rassismus, Armut und Vaterlosigkeit sind Themen, die regelmäßig aufgegriffen werden. Auch Coming-of-Age wird viel thematisiert.

Das Fazit

Sowohl Friends als auch Fresh Prince of Bel Air sind Sitcoms, die in der heutigen Zeit noch genauso gut funktionieren, wie früher. Auch wenn viele technische Entwicklungen fehlen, funktionieren die Witze immer noch und das ist doch ein gutes Zeichen. Und jetzt alle: So, this is the story, all about how, my life…

Unorthodox

Ein Vorwort

Das Schöne an Netflix Originalen ist, dass es weltweit produzierte gibt, so dass man als Zuschauer ganz leicht auch einmal eine Produktion eines Landes bestaunen kann, die man sonst eher nicht zu Gesicht bekommen würde. Nach Dark schickt Deutschland nun die vierteilige Miniserie Unorthodox ins Rennen. Ob die Serie gelungen ist und ob einiger der kursierenden Kritikpunkte berechtigt sind, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Esther „Esty“ Shapiro lebt in Williamsburg, New York City, in einer Ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde. Aufgewachsen bei ihrer Großmutter, geht sie eine arrangierte Ehe mit Yanky Shapiro ein. Durch anhaltende Schmerzen beim Geschlechtsverkehr wird Esty immer unglücklicher und beschließt schließlich zu fliehen. Ihr einziger Anhaltspunkt außerhalb der Gemeinde ist ihre leibliche Mutter in Berlin. Mit Hilfe ihrer Klavierlehrerin reist sie nach Deutschland und lernt dort einige Musikstudenten kennen mit denen sie schnell Freundschaft schließt. Währenddessen reisen ihr Mann Yanky und dessen Cousin Moische ihr nach, um sie zur Rückkehr zu bewegen.

Meine Meinung

Unorthodox ist eine abgeschlossene Miniserie mit vier Folgen und einer durchschnittlichen Lauflänge von 55 Minuten pro Folge. An sich ist es ein etwas längerer Spielfilm mit unter vier Stunden in gut sehbare Portionen unterteilt.
Die Serie beginnt mit Estys Flucht und erzählt dann abwechselnd ihr Abenteuer in Berlin, in Rückblicken ihr Leben in Williamsburg und parallel in Berlin die Suche von Yanky und Moische. Nach und nach klären sich dadurch viele Dinge, die man am Anfang einfach als gegeben akzeptieren muss. Denn zunächst werden viele Begrifflichkeiten und Traditionen eingeworfen, wobei manche bis zum Ende für den Laien nicht aufgeklärt werden.
Dennoch wird durch den Aufbau der Spannungsbogen von Anfang an hochgehalten und bleibt dort auch bis zum Ende. Mit Shira Haas wurde eine Schauspielerin gefunden, die die Zwiegespaltenheit von Esty perfekt wiedergeben kann. Denn einerseits liebt sie ihre Familie und ist stolz auf ihre Herkunft, hält es aber andererseits nicht mehr in ihrem alten Leben aus. Allein in Berlin sind es dann die einfachsten Sachen, die sie in Begeisterung versetzen können, ihr Angst einjagen oder sie einschüchtern können. Durch die Hilfe der Musikstudenten, die sie sofort in ihre Gruppe aufnehmen, wenn auch mit unterschiedlichen Gefühlen. Durch die Studenten wird auch bewusst ein Kontrast zu der Gemeinde in Williamsburg gesetzt. Denn während diese in ihren Traditionen festhängt und versucht sich nicht an die moderne Welt zu gewöhnen, stellen die Studenten eine offene Gemeinschaft dar, mit verschiedenen Nationalitäten und sexueller Orientierung.
Mit der Darstellung der Gemeinde in Williamsburg wurde sich an Deborah Feldmanns Autobiographie, die ebenfalls den Titel Unorthodox trägt, orientiert, bzw. ist Estys Leben in Williamsburg den Feldmanns nachempfunden. Der Handlungsstrang in Berlin ist hingegen fiktiv. Der Serie wird von einigen Kritikern antisemitische Töne vorgeworfen. Das wird vor allem mit der Darstellung von Estys Vater als „Miethai“ festgemacht. Diese Vorwürfe kann ich nur bedingt nachvollziehen, da es nur eine kleine Szene gibt, in der Esty ihren Vater begleitet, um bei einer Frau, die mit der Miete im Verzug ist, diese einzufordern. Dies wird aber eher als Mittel genutzt, um Esty mit ihrer späteren Klavierlehrerin bekannt zu machen, die ihr bei der Reise nach Berlin hilft. Auch wird das Leben in der Gemeinde nicht grundsätzlich verteufelt, nur einzelne Aspekte etwas kritischer angefasst.
Grundsätzlich ist Unorthodox eine spannende Serie, die interessante Einblicke in eine ultraorthodoxe Gemeinde bietet und gleichzeitig die Emanzipation von Esty zeigt. Ein paar mehr Erklärungen bei einzelnen Aspekten wären schon gewesen, um die Serie noch besser zu verstehen.
Ein Großteil der Serie wird Jiddisch gesprochen. Untertitel sind daher notwendig – außer natürlich man spricht fließend Jiddisch. Dies mag am Anfang gewöhnungsbedürftig wirken, macht die Serie aber auch authentischer.

Das Fazit

Unorthodox ist eine spannende und interessante Serie über das Loslösen einer jungen Frau aus den ihr bekannten Konventionen. Kleinere Schwächen können verziehen werden, so dass sich ein Blick durchaus lohnt.

Willkommen in Gravity Falls

Ein Vorwort

Was passiert, wenn man seine ebenfalls Film- und Serienverrückte beste Freundin besuchen fährt? Man wird vor den Fernseher gezwungen, weil einem muss ja so viel Neuentdecktes gezeigt werden. So zum Beispiel die Serie Willkommen in Gravity Falls. Und während ich nie gedacht hätte, dass mir die Serie gefallen könnte, aber auf die Frage „Und was machen wir jetzt?“, immer nur ein „Noch ne Folge Gravity Falls!“ kam, sind nun beide Staffeln gesehen und hier gibt es nun meine Meinung dazu.

Die Handlung

Dipper und Mabel, beide 12 Jahre alt, werden während der Sommerferien zu ihrem Großonkel Stan Pines geschickt. Dieser wohnt in Gravity Falls und betreibt dort die Mystery Shack, ein Kuriositätenmuseum, mit mehr oder weniger echten Kuriositäten. Während Mabel zunächst nur daran denken kann, dass sie eine große Sommerromanze braucht, findet Dipper ein Tagebuch des mysteriösen Autors, in dem allerlei Wesen beschrieben werden, die sich in und um Gravity Falls tummeln sollen. Und schon bald finden beide Geschwister raus, dass an den Mythen so einiges Wahres dran ist. Ein Sommer voller Spaß und Abenteuer steht bevor.

Meine Meinung

Willkommen in Gravity Falls ist wohl keine Serie, die man von Anfang an liebt. Denn gerade am Anfang müssen sich die Charaktere erst noch entwickeln und man weiß noch nicht so recht, in welche Richtung sich die Serie entwickeln wird.
Dipper ist der ruhigere Zwilling und setzt sich gerne mit dem Tagebuch des Autors auseinander. Außerdem schwärmt er total für die 15-jährige Wendy, die als Aushilfe in der Mystery Shack arbeitet. Seine Bemühungen cool und älter zu wirken, machen einen Großteil seines Charmes aus und seine Feindschaft zu Robbie, einem weiteren Verehrer Wendys, wird zum running gag. Seine Schwester Mabel hingegen ist ständig aufgedreht und einfach ein absoluter Sonnenschein. An ihren Charakter musste ich mich am längsten gewöhnen, aber danach habe ich sie auch am meisten ins Herz geschlossen. Ihr running gag ist die Bessenheit eine Sommerromanze heraufzubeschwören, was einfach nicht so richtig gelingen will.
Ebenfalls stets präsente Figuren sind Großonkel „Gronkel“ Stan, der verzweifelt versucht leichtgläubigen Touristen  auch noch den letzten Dollar für Merchandise aus dem Leib zu leiern, und seine Angestellten Soos, ein übergewichtiger 22-jähriger von leichtem Gemüt und Wendy, die oben bereits erwähnte Angebetete von Dipper, die einer Holzfällerfamilie entstammt und eben typisch Teenager ist.
Aber auch darüber hinaus hat Gravity Falls viele wiederkehrende Charaktere zu bieten, die alle ihre Eigenheiten haben und damit das Gesamtbild einer verträumten Kleinstadt unterstreichen. Viel spannender sind jedoch die „Monster“ und anderen Gestalten, die in den einzelnen Folgen auftauchen. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei und manches scheint ganz anders zu sein als es hinterher wirklich ist.
Willkommen in Gravity Falls hat zwei Staffeln mit insgesamt 41 Folgen. Da die Serie von Anfang an auf die zwei Staffeln ausgelegt war, ist die Serie abgeschlossen und das mit einem runden Ende, in dem fast alles aufgelöst wird. Doch trotz dieser vergleichsweise kurzen Zeit ist der Abschied am Ende traurig. Aber auch wenn man sich mehr Abenteuer wünscht, ist es schön, dass die Serie nicht auf Gedeih und Verderb gestreckt wurde oder irgendwann eine ganz neue Richtung eingeschlagen werden musste (looking at you Supernatural). So hat man seinen Zwischendurchdauerantagonisten und den Endgegner und gipfelt das ganze in ein vier Episoden Serienfinale. Die Serie ist ab 6 Jahren freigegeben, was in manchen Episoden schon sehr fraglich ist. Meine Kinder dürften die Serie wohl mit 6 Jahren noch nicht sehen, gerade das Serienfinale ist streckenweise brutal – andererseits sind die Kinder heutzutage wahrscheinlich ganz andere Sachen gewöhnt. Trotzdem ist der Grundton durchaus an ein jüngeres Publikum gerichtet, auch wenn es auch gut für die Erwachsenen funktioniert.
Grundsätzlich hat mir die erste Staffel besser gefallen, weil hier die Konzentration auf die Einzelabenteuer größer war. In der zweiten Staffel wurde mit Dippers Suche nach dem Autor und einigen weiteren Verstrickungen stark auf das große Finale hingearbeitet. Dennoch wäre die erste Staffel sehr sinnfrei ohne die logische Fortführung der zweiten.

Das Fazit

Willkommen in Gravity Falls ist ein Spaß für die ganze Familie voller Mysterien und Abenteuer mit unglaublich lebensfrohen und realistischen Charakteren.

Willkommen in Gravity Falls ist auf Disney+ im Stream abrufbar

Mein Jahresrückblick 2019 – #4 – Serien

Und  damit komme ich schon zum Ende meines Jahresrückblicks 2019. Anfang nächsten Jahres werden wir dann wohl mal ausführlich auf die vergangene Dekade zurückblicken, zumindest, was die Filme angeht.

Zur Statistik:

2019 habe ich 47 verschiedene Serien gesehen, dabei 82+2 Staffeln (+2 für zwei Specialfolgen).

Mit einer Lauflänge von
… 33.280 Minuten
… 554,6 Stunden
… 23,11 Tagen
… 3,3 Wochen

Davon
… 8+1 Staffeln Wiederholungstäter
… 17+1 Staffeln fortgesetzter Serien
… 57 Staffeln neuer Serien

I. Wiederholungstäter

2019 habe ich sieben verschiedene Serien in 8+1 Staffeln erneut gesehen – ohne Ranking

1. Queer Eye – Staffel 1&2
2. Ein Herz und eine Seele – Silvesterpunch – Special
3. Mission Impossible – In geheimer Mission – Staffel 1&2
4. The Big Bang Theory – Staffel 9
5. Die 2 – Vollständige Serie in einer Staffel
6. Ducktales – Staffel 1
7. Doctor Who – Staffel 1 (9. Doktor)

II. Fortgesetzte Serien

2019 habe ich 14 Serien mit 17+1 Staffeln fortgesetzt – im Ranking

Platz 14: Unbreakable Kimmy Schmidt – Staffel 3&4

Während die Grundidee noch über die ersten beiden Staffeln funktioniert hat, haben die Stimmung und auch die Charaktere in der dritten und finalen vierten Staffel immer mehr abgebaut. Die Witze zündeten nicht mehr, die Charaktere verloren immer mehr von ihrem Charme. Hier war es gut nach der vierten Staffel auch den endgültigen Schlussstrich zu ziehen.

Platz 13: Adventure Time – Staffel 3

Die dritte Staffel konnte mich nicht mehr richtig begeistern. Vielleicht hatte ich sie an einem gewissen Punkt auch einfach überguckt.

Platz 12: Aggretsuko – a very metal christmas – Weihnachtsspecial

Das Weihnachtsspecial habe ich euch bereits in meinem Adventskalender vorgestellt. Letztendlich funktioniert die Folge gut als einzelne Episode und spielt eben an Weihnachten. Mit 22 Minuten Lauflänge ist die Folge länger als eine normale, aber immer noch kurz zum anschauen.

Platz 11: The Big Bang Theory – Staffel 11

Auch die Nerds können sich in der vorletzten Staffel nicht mehr wirklich bewähren. Eigentlich ist schon längst alles erzählt und so verliert sich die Serie in einzelnen Beziehungsdramen. Den Zenit hat die Serie schon seit längerem überschritten.

Platz 10: Pussy Terror TV – Staffel 4

Carolin Kebekus geht auch in der vierten Staffel nicht die Ironie aus. Mit ihren wechselnden Gästen und Sketchen schafft sie es neue Ideen umzusetzen und den ein oder anderen Ohrwurm zu fabrizieren.

Platz 9: Lucifer – Staffel 3&4

Wie gut war diese Serie? Und wie stark war der Fall in der dritten Staffel. Nach dem Motto immer mehr, immer schlimmer, immer dramatischer, immer länger, zog sich die Staffel einfach nur noch in die Länge, der Charme ging verloren und Prime zog schlussendlich den Stecker. Genau nach einem riesigen Cliffhanger. Netflix rette die Serie und brachte mit der vierten Staffel eine sehr reduzierte Fassung, die verzweifelt versuchte die Scherben der dritten Staffel aufzusammeln. Die fünfte Staffel dürfte nun also wieder Potential haben.

Platz 8: Bones – Staffel 10&11

Nachdem ich am Ende der 9. Staffel eigentlich dachte, dass ich der Serie nichts mehr abgewinnen könnte, da gerade das Staffelfinale so hochdramatisch wurde, dass ich nur noch genervt mit den Augen rollen konnte, war es dann nach dem Staffelauftakt in Staffel 10 auch wieder vergessen. Die Serie funktioniert weiterhin solange sie sich in erster Linie um die einzelnen Fälle kümmert und die Charaktere nur im Hintergrund sich weiterentwickeln lässt. Es gibt zwischendurch immer noch Episoden, wo man merkt, dass den Autoren langsam die „normalen“ Ideen ausgehen und immer noch ein weiterer Hammer oben drauf gesetzt werden muss.

Platz 7: Eine Reihe betrüblicher Ereignisse – Staffel 3

Die finale dritte Staffel hatte noch einmal die übliche Portion Drama der Serie zu bieten. Während mir die einzelnen Episoden während der zweiten Staffel zu viel wurden, wurde sich hier mit drei Doppelfolgen und einer Einzelfolge wieder etwas reduziert. Leider war mir die Auflösung am Ende zu schwach, zu schnell abgehandelt und irgendwie wurde mir nicht genug erklärt. So war es zwar eine starke Serie, mit spannenden Charakteren und witzigen Einfällen und einem absolut genialen Neil Patrick Harris als Graf Olaf, aber eben doch kein rundes Ende.

Platz 6: American Gods – Staffel 2

Eine Serie, die noch ein wenig unter den Stolpersteinen der ersten Staffel zu leiden hat. Während die erste Staffel durch langsam inszenierte künstlerische Kompositionen an Bildern glänzt, aber auch einschläfert, sollte nun alles etwas flotter gehen. Aber es konnte nicht einfach die gesamte Grundstimmung gekippt werden. So schlängelt sich die zweite Staffle eher schlecht als recht durch die Handlung.

Platz 5: Game of Thrones – Staffel 8

Die große Enttäuschung des Jahres. Dennoch nicht auf dem letzten Platz gelandet. Denn das große Problem der Serie ist nur, dass sie zu viele offene Handlungsstränge für zu wenig Zeit haben. Das die nicht alle aufgelöst werden konnten, war einem wohl im Vorhinein klar. Weswegen die Showrunner das Angebot von HBO mit einer verlängerten Staffel nicht angenommen haben, bleibt wohl ein Rätsel. Charaktere mussten sich von jetzt auf gleich in eine völlig andere Richtung entwickeln, Entscheidungen blieben ungeklärt. Aber letztlich konnte mich das Finale doch noch überraschen.

Platz 4: Grace und Frankie – Staffel 5

Auch unseren beiden Damen scheint merklich die Luft auszugehen. Dennoch schaffen sie es mit ihrem einzigartigen Charme und Zusammengehörigkeitsgefühl noch einmal auf den Putz zu hauen. 2020 kehren sie wohl noch für eine letzte Staffel zurück, danach dürfte aber auch alles erzählt worden sein.

Platz 3: Downton Abbey – Staffel 6

Die finale Staffel glänzt dadurch keine großen Dramen mehr anzufangen, sondern langsam aber sicher alle Handlungsstränge zum Ende zu bringen. Natürlich gibt es immer noch genug kleine oder größere Dramen. Und letztlich ist für jeden Fan das eigene Happy-end dabei.

Platz 2: Elementary – Staffel 6

Auch in der sechsten Staffel bestechen die Mordfälle durch Scharfsinn und auch die privaten Verstrickungen des Teams rund um Holmes und Watson sind weiterhin interessant. Letztlich wurde es gerade dort dramatischer und gerade Sherlock hat stark mit sich zu kämpfen, aber die Serie schafft es immer noch einen in den Bann zu ziehen und so schnell nicht mehr loszulassen.

Platz 1: Queer Eye – Staffel 3&4

Die Fab 5 verzaubern auch in der dritten und vierten Staffel wieder. Die „Fälle“ wurden gerade in der dritten Staffel noch einmal sehr verschieden, so dass es nie langweilig wurde, auch wenn der Ablauf doch immer sehr ähnlich ist. Und das Team um Jonathan, Tan, Bobby, Karamo und Anthony weiß es einfach einen zu verzaubern.

III. Neue Serien

2019 habe ich 27 neue Serien mit 57 Staffeln entdeckt – im Ranking

Platz 27: The Magicians – Staffel 1

Was habe ich Lobeshymnen auf diese Serie gehört. Leider konnte mich absolut nichts an ihr begeistern. Weder die plumpen und sprunghaften Charaktere, noch das Setting, noch die mal total rasende, mal beinahe stillstehende Handlung – übrigens immer genau verkehrt herum. Letztlich habe ich nach einer ganzen Staffel immer noch keinen Schimmer, was mir die Serie sagen will.

Platz 26: American Crime Story – The People vs. OJ Simpson – Staffel 1

Emmy Gewinner ist leider auch kein Garant mehr für wirkliche Qualität. Mag der Fall rund um O.J. auch konsequent aufgearbeitet worden sein, wobei beide Seiten nicht gut wegkommen, übernimmt sich die Serie mit der Anzahl an Folgen. In kurzen und knackigen 6-8 Folgen wäre die Serie gerade mit ihren Darstellern vielleicht spannend geworden. Aber so ist es eine Ausschlachtung in 13 Folgen, die sich alle ewig ziehen und gefühlt erst in den letzten zwei Folgen überhaupt irgendetwas aussagen.

Platz 25: Catherine – The Great – Miniserie

Helen Mirren als Katherina die Große? Ich dachte mir, was soll da schon schiefgehen. Leider doch eine Menge. Die Geschichte ist durch die vier Episoden auseinander gerissen, unzusammenhängend erzählt, überschüttet den Zuschauer mit Namen, mit denen er nichts anfangen kann. Und Jason Clarke als Potemkin ist einfach nur lachhaft inszeniert. Zumal zwischen Clarke und Mirren absolut Null Chemie entsteht.

Platz 24: Bodyguard – Miniserie

Hier hatte ich wohl einfach zu hohe Erwartungen. Denn schauspielerisch kann man hier vor allem Richard Madden nichts vorwerfen. Doch auch hier verläuft sich die Geschichte zwischenzeitlich und weiß anscheinend nicht mehr so genau, was sie erzählen will.

Platz 23: Die außergewöhnlichsten Häuser der Welt – Staffel 1

Eins muss man der Serie lassen. Sie schafft es wirklich außergewöhnliche Häuser zu finden. Die Folgen befassen sich mit den Themen Berge, Wald, Küste und Untergrund und präsentieren damit auch die verschiedensten Arten von Häuser. Architekt Piers und Schauspielerin Caroline versuchen ihren Enthusiasmus auch wirklich auf den Zuschauer zu übertragen, so richtig funktioniert das bei mir leider nicht.

Platz 22: Seinfeld – Staffel 1-3

Die Aussage es sei die Serie über „Nichts“ beschreibt es leider sehr treffend. Letztlich geht es nur den Comedian Jerry Seinfeld, seine zwei besten Freunde und seinen schrulligen Nachbarn. Die Folgen gucken sich zwar nebenbei irgendwie so weg, dass ich tatsächlich drei Staffeln geschaut habe, aber so wirklich fesselnd oder sonderlich witzig sind sie leider nicht.

Platz 21: Stranger Things – Staffel 1

Für den Hype bin ich wohl zu spät dran, zumal er sich bei mir auch nie wirklich einstellen wollte. Stattdessen finde ich die Geschichte zwar ganz nett und werde wahrscheinlich auch irgendwann die anderen Staffeln ansehen, aber alles ganz gemächlich.

Platz 20: True Blood – Staffel 1&2

True Blood verkörpert zwar an vielen Stellen genau die Sachen, die ich z. B. immer an Vampire Diaries kritisiert habe, aber schafft es eben auch etwas neues in die Vampirthematik zu stecken. Gerade in der ersten Staffel ist die Diskussion über die Akzeptanz der Vampire sehr dicht an der Realität. Darüber hinaus schafft sie aber nicht viel mehr.

Platz 19: The Fresh Prince of Bel Air – Staffel 1-4

Will Smith in einer seiner ikonischsten Rollen zu sehen, war interessant und nach kurzen Anfangsschwierigkeiten bin ich auch schnell mit der Serie warm geworden. Sogar der Sprung von der Highschool aufs College hat die Serie gut gemeistert. Lediglich die Umbesetzung von Tante Vivian finde ich noch ungelungen, da sich leider auch Vis Charakter zu sehr geändert hat.

Platz 18: Die letzten Zaren – Miniserie

Die Dokumentation über Zar Nikolaus II von seiner Machtergreifung bis zur Ermordung schafft den Spagat zwischen interessanter Dokumentation und gut gespieltem Drama. Interessant für jeden, der sich mit dem Untergang der russischen Zarenfamilie auseinander setzen möchte.

Platz 17: Fleabag – Staffel 1

Auf die Serie bin ich durch die diesjährigen Emmys aufmerksam geworden. Zwar hat mich der schwarze Humor schnell in den Bann gezogen, so richtig warm bin ich mit der Protagonistin und ihren Problemen aber noch nicht geworden. Ich bin gespannt, ob sich das in der zweiten Staffel ändert.

Platz 16: Tiffany Haddish: They’re ready – Staffel 1

Tiffany Haddish zeigt hier ein gutes Händchen für Comedians, auf die ich ohne diese Serie wohl nicht aufmerksam geworden wäre. Dabei sind es vor allem die interessanten Charaktere, die wirklich Geschichten zu erzählen haben, die mich so faszinieren konnten.

Platz 15: Aufräumen mit Marie Kondo – Staffel 1

Was wurde über die Serie diskutiert. Und Marie Kondos Methoden mögen zwar merkwürdig sein, aber letztlich helfen sie wirklich beim Aussortieren. Gleichzeitig hat sie wirklich gute Tipps zum Sortieren von Dingen. Fragt meinen Kleiderschrank.

Platz 14: Patrick Melrose – Miniserie

Benedict Cumerbatch hat es in dieser Serie wirklich nicht leicht und darf gleichzeitig zeigen, was für ein genialer Schauspieler in ihm steckt. Die einzelnen Episoden schwanken dann auch stark, da sie mehr oder weniger unabhängig voneinander spielen.

Platz 13: Comedians auf Kaffeefahrt – Staffel 1-5

Jerry Seinfeld begleitete mich im vergangenen Jahr nicht nur mit der nach ihm benannten Serie, sondern auch mit vielen verschiedenen Autos, in denen er viele Comedians abholte, von denen ich zwar einige kannte, mir aber sehr viele neu waren, trank mit ihnen Kaffee und unterhielt sich über Gott und die Welt.

Platz 12: Comedians of the World – Staffel 1-13

Noch spannender war es in diesem Jahr jedoch die verschiedensten Comedians auf 13 unterschiedlichen Ländern mit vielen unterschiedlichen Sprachen zu sehen. Mit Hilfe von Untertiteln funktionierte dann auch die Verständigung. Dabei ist es witzig zu sehen, wie viele gemeinsame Lachpunkte es weltweit gibt, auch wenn die Kulturen eigentlich sehr unterschiedlich sind.

Platz 11: Almost Human – Staffel 1

Diese Sci-Fi-Crime-Serie zog mich pünktlich zur Herbstzeit in den Bann. Dabei sticht neben den Fällen, die vor allem durch die Sci-Fi Technologie für viel Neues sorgt, auch das Zusammenspiel von Michael Ealy und Karl Urban heraus.

Platz 10: Peaky Blinders – Staffel 1

Normalerweise kann ich mit den ganzen Gang-Geschichten wenig anfangen. Aber diese Gang auch Birmingham wird in ganz anderem Stil inszeniert und kann mich so dem Genre viel näher bringen. Ich bin auf Staffel Zwei gespannt.

Platz 9: Barry – Staffel 1

Auf diese Serie bin ich ebenfalls bei der Emmy-Verleihung aufmerksam geworden. Und die Geschichte des Auftragskillers, der viel lieber Schauspieler wäre ist so verdreht und doch so gelungen inszeniert, dass ich nun verzweifelt auf die zweite Staffel warte.

Platz 8: True Detective – Staffel 1&2

Eine grundsätzlich hochkarätig besetzte Serie, die anthologisch Handlungen auf eine Staffel beschränkt. Dabei gefiel mir die düstere Atmosphäre der ersten Staffel noch ein wenig besser als die zweite. Auch hier freue ich mich auf die dritte Staffel dann mit Mahershala Ali.

Platz 7: The Umbrella Academy – Staffel 1

Superhelden mal anders, nämlich ein bisschen weniger super und viel mehr mit ihren eigenen Problemen behaftet. Dennoch müssen die Sieben irgendwie ihre Streitigkeiten unter Kontrolle kriegen und den bevorstehenden Weltuntergang verhindern.

Platz 6: The Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 1

Rachel Brosnahan schafft es die absolut warmherzige Mrs. Maisel zu verkörpern, die in einer Männerdomäne versucht Comedian zu werden. Ganz nebenbei versucht sie noch mit ihren Eheproblemen fertig zu werden.

Platz 5: Queer Eye – We’re in Japan – Staffel 1

Die Fab 5 haben die USA verlassen und zeigten in dieser – leider sehr kurzen – Staffel ihr Können nun in Japan. Dafür mussten sie sich zunächst mit dem japanischen Lebenstil vertraut machen. Hier war es also schön zu sehen, dass die positive Energie der Jungs auch in einer ganz anderen Kultur funktioniert.

Platz 4: Modern Family – Staffel 1-8

Warum habe ich diese Serie erst jetzt gefunden? Die ziemlich ungewöhnliche Zusammenstellung der Serie mit ihren Charakteren und dem Mockumentary-Stil konnte mich bisher über acht Staffeln begeistern. Und die Serie hat übrigens noch lange nicht ihren Zenit erreicht.

Platz 3: Forever – Staffel 1

Meine Top 3 bestehen leider alle nur aus einer einzigen Staffel. Bei Forever liegt dies jedoch daran, dass sie bereits nach einer Staffel abgesetzt wurde. Das kann ich leider gar nicht verstehen, denn die Handlung über den unsterblichen Gerichtsmediziner, der sich zu gerne in die Fälle einmischt, war spannend, witzig, hatte Charme, gute Charaktere und vor allem eine gue Dynamik.

Platz 2: Chernobyl – Miniserie

Den Namen des explodierten Atomkraftwerks kennt wohl jeder, aber auch die Hintergründe? Genau darum geht es in dieser Serie. Dabei ist sie spannend, düster, mit großartigen Schauspielern und schonungslos ehrlich, ohne dabei ständig auf die Tränendrüse zu drücken. Wer die Serie noch nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen!

Platz 1: Good Omens – Miniserie

Auch über Good Omens könnte ich eine ganze Lobeshymne verfassen. Ich versuche mich aber kurz zu halten. Die Serie hatte mich von Anfang an durch eine unfassbare altmodsiche Erzählweise durch ein Voic over, das aber so modern umgesetzt wird, dass es wie eine Neuerfindung wirkt. Hinzu kommt, dass David Tennant als Crowley und Michael Sheen als Aziraphael eine unfassbare Dynamik entwickeln, die instant zu meinem liebsten Serienduo wurde. Dann ist es die Handlung, die mit einem gewissen Augenzwinkern erzäht wird und sich nebenbei noch die Zeit nimmt, einen großen Teil Menschheitsgeschichte zu erzählen.

 

 

Weihnachtsspecial – Dreierlei Weihnachten in Film und Serie

Während ihr den ganzen Monat über fleißig Türchen öffnen durftet, ist nun der Tag des letzten Türchens gekommen. Bevor es aber ans Weihnachtsessen geht und die Geschenke verteilt werden, möchte ich mich noch einmal mit einen kleinen Weihnachtsspecial melden. Und zwar möchte ich euch zwei Filme und eine Serie, teilweise neu, teilweise Klassiker, vorstellen, die passend zu den bevorstehenden Feiertagen gesehen werden können. Damit wünsche ich schon einmal allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest.

Klaus – Film

Die Handlung: Der Postbotenlehrling Jesper hat kein sonderliches Interesse an seiner Ausbildung. Zu bequem ist sein Leben, das sein Vater, der Oberpostbote, finanziert. Doch dieser hat darauf keine Lust mehr. Stattdessen versetzt er Jesper in die nördlichsten Gefilde mit der Aufgabe eine bestimmte Anzahl an Briefen zuzustellen, damit er wieder nach Hause darf. Doch in Niedertraching denkt niemand daran Briefe zu verschicken. Zu stark ist der Hass zwischen den zwei Clans, die den ganzen Tag damit beschäftigt sind, sich die Köpfe einzuschlagen und sich gegenseitig mit Streichen zu bekriegen. Jesper ist schon kurz vorm Aufgeben, als er den angsteinflößenden Holzfäller Klaus trifft. Doch dieser ist absolut harmlos und hat zugleich eine große Menge Spielzeug in seinem Schuppen. So kommt Jesper auf die Idee die Kinder Briefe mit Spielzeugwünschen an Klaus verschicken zu lassen. So kommt er an seine Briefanzahl und die Kinder werden glücklicher. Doch das gefällt nicht allen Bewohnern.

Meine Meinung: Wer zu Weihnachten einmal einen richtig schönen Weihnachtsfilm sehen will, der findet in diesem Netflix Original einen würdigen Kandidaten. Nicht nur greift er die Geschichten rund um den Weihnachtsmann auf, er verdreht sie auch noch herrlich und modernisiert sie so gleich auch noch ein Stück weit. Da die Geschichte im hohen Norden spielt, kommt natürlich irgendwann ein Schlitten und Rentiere ins Spiel. Aber im Vordergrund steht eigentlich das zerstrittene Dorf, das durch eine gute Tat schnell mehr folgen lässt. Hinzu kommt eine gute Portion verschiedener Charaktere, die das Zusammenspiel erst so interessant macht. Allein der running gag mit dem Kapitän funktioniert immer wieder. So hat Klaus gleichzeitig eine schöne Geschichte, mit lustigen Aspekten, mit dramatischen Wendungen und vor allem ganz viel Herz.

Ist das Leben nicht schön? – Film

Die Handlung: George Bailey hat immer von einem Leben voller Reisen und Abenteuer geträumt. Stattdessen hat er es nie aus seinem Heimatort Bedford Falls herausgeschafft. Immer wieder stehen ihm Geschehnisse im Weg, die sein Gewissen nicht hinnehmen kann. Unbewusst verändert er so die Schicksale vieler Menschen. Als am Weihnachtsabend ein Missgeschick ihn um 8000 Dollar bringt und eine Steuerprüfung ansteht, die ihm alles kosten kann, ist er dabei seinen Lebenswillen zu verlieren. Auf einer Brücke stehend, denkt er über Selbstmord nach. Dann taucht der Engel Clarence auf. Er wurde geschickt, um George vom Springen abzuhalten. Als dieser sagt, dass die Welt besser wäre, wenn er nie geboren worden wäre, zeigt Clarence ihm, wie die Welt wirklich wäre, wenn er nie geboren worden wäre.

Meine Meinung: Mit den Jahren hat sich der Film zum absoluten Weihnachtsklassiker gemausert. 1946 kam er in die Kinos, ist demnach noch in Schwarz-Weiß und für heutige Verhältnisse wohl zu stringent erzählt. Denn, wenn man den Film kurz zusammenfassen will, erzählt man immer von dem Mann, der sich an Weihnachten umbringen wollte und von einem Engel gezeigt bekommt, wie die Welt wäre, wenn er nie geboren worden wäre. Dieser Teil umfasst aber gerade einmal 30 Minuten am Ende. Vorher hat man sich 90 Minuten lang angesehen, was alles so in George Baileys Leben passierte. Im heutigen Erzählstil würde dies wohl eher durch Rückblenden passieren. Dennoch ist gerade die Botschaft am Ende des Films zuckersüß und für seine Zeit ist der Film durchaus angemessen.

Weihnachten zu Hause – Serie

Die Handlung: Johanne ist Anfang Dezember mit ihrer Familie im Elternhaus zum Essen. Kurz zuvor hat sie erfahren, dass sie, weil sie keinen Mann und keine Kinder hat, mal wieder die Weihnachtsschichten im Krankenhaus, wo sie als Pflegerin arbeitet, übernehmen darf. Als das Thema dann auch noch von ihrer Mutter immer wieder thematisiert wird, rutscht ihr heraus, dass sie ja durchaus inzwischen einen Mann hat. Diesen muss sie nun in kürzester Zeit finden.

Meine Meinung: Wer nicht jedes Jahr die immer gleichen Weihnachtsfilme sehen möchte, hätte mit dieser norwegischen Serie einmal Abwechslung. Mit sechs Folgen mit je ca. 30 Minuten Lauflänge, ist an den Weihnachtstagen auch noch genug Zeit, um sich so richtig vollzuessen. Die erste Staffel ist auch fast in sich geschlossen – außer ein kleiner Cliffhanger am Ende, was dem Sehvergnügen keinen Abbruch tut. An sich arbeitet der Film neben den ganzen Dates auch genug Weihnachsthemen ab, befasst sich mit Freundschaft und Familie und den wirklichen Werten zum Fest.

Chernobyl & Good Omens

Das Internet ist in letzter Zeit voll von zwei Serien. Der HBO Miniserie Chernobyl, die exclusiv auf Sky läuft und gerüchteweise Game of Thrones beerben soll, und von der Buchverfilmung Neil Gaimans und Terry Pratchetts, die als Prime Original auf Prime Video läuft. Während ich auf Good Omens seit der Ankündigung der Serie und der Bekanntmachung des Castes von David Tennant (er wird für immer mein Doctor Who bleiben) und Michael Sheen (der für mich immer Lucien aus der Underworld-Reihe sein wird) sehnsüchtig warte, war Chernobyl eigentlich tatsächlich nur die Neugier, nachdem es gefühlt 100 Memes gab, wie die Serie Game of Thrones beerben soll, ob sie qualitativ dort wirklich heranreicht. Warum mich beide Serien begeistern konnten, erfahr ihr in meinen Kritiken.

Chernobyl

Die Handlung: Im April 1986 gibt es eine Explosion im Block 4 des Kernkraftwerkes Tschernobyl. Die Diensthabenden Mitarbeiter sind völlig überfordert und der Leitende Mitarbeiter Djatlow (Paul Ritter) spielt das Geschehene herunter. Der Reaktor liegt tagelang frei, bis Gorbatschow (David Dencik) den Politiker Schtscherbina (Stellan Skarsgard) und den Wissenschaftler Legassow (Jared Harris) zum Geschehensort schickt, die von nun an versuchen das Schlimmste zu verhindern.

Meine Meinung: Ich bin erst ein paar Jahre nach der Katastrophe geboren, trotzdem ist Tschnernobyl für mich ein Begriff. Was genau sich jedoch damals abspielte, damit hatte ich mich nie beschäftigt. Natürlich muss man sich auch hier wieder vor Augen führen, dass auch wenn die Serie sicher gut recherchiert wurde, eben doch vieles aus dramaturgischen Gründen angepasst wurde. Dennoch bleibt der Konsens, was die Ursachen für das Unglück waren.
Die Serie ist als Miniserie mit 5 Episoden mit Längen zwischen 60-72 Minuten konzipiert. Die Serie beginnt mit dem Selbstmord Legassows und springt dann exakt 2 Jahre und 1 Minute in der Zeit zurück. Die Frau des Feuerwehrmanns Wassili Ignatenko beobachtet aus ihrem Fenster die Explosion im naheliegenden Kernkraftwerk Tschernobyl. Erst dann wird das erste Mal in das Kernkraftwerk selbst gestaltet, wo völlig überforderte Mitarbeiter verzweifelt versuchen herauszufinden, was gerade passiert ist. Es werden minimale Vorkehrungen getroffen und das Geschehene schnell heruntergespielt. Erst nach und nach wird bekannt, was tatsächlich geschehen sein muss, jedoch wird jeglicher Versuch dagegen etwas zu unternehmen abgeblockt, damit alles schnell unter den Teppich gekehrt werden kann. Die Serie befasst sich nun mit den Themen der Aufklärung, der Eindämmung der Katastrophe, mit den politischen Verstrickungen und mit den Schicksalen der in der Nähe lebenden Menschen und Tiere. Dabei folgt die Serie einem roten Faden und erzählt in zeitlicher Abfolge. So kommt es, dass die tatächlichen Ursachen und der tatsächliche Hergang kurz vor der Explosion erst in der finalen Episode beim abschließenden Prozess geklärt werden. Dies hat mir gerade am Anfang nicht gefallen, weil ich eigentlich sofort wissen wollte, was passiert ist, andererseits konnte mich die Serie aber auch so sehr schnell fesseln, dass ich sie weggebinged habe.
Chernobyl wurde größtenteils in Litauen gedreht, da dort passende Wohnsiedlungen und ein stillgelegtes Kernkraftwerk den ursprünglichen Begebenheiten am besten widerspiegelten. Beim Cast ist es wieder sehr auffällig, dass keine Russen mitspielten, sondern er größtenteils aus Irland, Schweden und Großbritannien stammt. Während die meisten Darsteller jedoch ihre Rolle als Russen gut machten, sticht gerade Stellan Skarsgard wieder heraus. Denn wie zuletzt in „Verräter wie wir“ nimmt man ihm den Russen nicht ab. Darüber hinaus ist an den schauspielerischen Leistungen nichts auszusetzen.

Das Fazit: Chernobyl ist eine qualitativ hochwertige Serie, die in nur fünf Folgen eine komplexe Katastrophe aus verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet und bis zum Ende spannend bleibt.

Good Omens

Die Handlung: Der Engel Erziraphael (im Original Aziraphale; Michael Sheen) und der Dämon Crowley (David Tennant) leben beide auf der Erde und begegnen sich ab Garten Eden immer wieder in der Menschheitsgeschichte. Seit Crowley damit betraut wurde den Antichristen auf die Erde zu bringen, arbeiten enger zusammen, um die Apokylpse zu verhindern. 5 Tage vor eben dieser, müssen sie jedoch feststellen, dass sie all die Jahre den falschen Jungen bewacht haben.

Meine Meinung: Gibt es eigentlich Preise für das Castingteam bei Serien? Wenn ja, dann möge ihn diesmal doch das Castingteam von Good Omens gewinnen. Wer auch immer die Idee hatte Michael Sheen als Engel und David Tennant als Dämon zu casten und in diese Fantasykomödie zu stecken, verdient jeden Preis dafür. Denn die beide leben nicht einfach nur ihr Rollen, sondern haben auch eine unglaubliche Chemie, dass die beiden eigentlich sehr ungleichen Rollen, noch einmal enger zusammenschweißt.
Zeitgleich spürt man, dass Neil Gaiman, der zusammen mit Terry Pratchett die Buchvorlage schrieb, den Hut bei der Produktion aufhatte (im Gegensatz zu American Gods, die ebenfalls auf eines seiner Bücher basiert) und neben dem Drehbuch auch für das große Ganze zuständig war. Denn hier passt einfach alles zusammen. Sei es Frances McDormand Stimme als Gott (im Deutschen ist es Heide Bartholomäus, die Frances McDormand bereits oft synchronisiert hat), die wie ein Erzähler durch die Geschichte führt, oder der komplette Cast. Hier tauchen allerhand bekannte Namen auf, die teilweise nur Kurzauftritte haben, wie Jon Hamm, Derek Jacobi oder auch Benedict Cumberbatch.
Das bemerkenswerteste an Good Omens ist jedoch die Handlung an sich. Hier handelt es sich ebenfalls um eine Miniserie bestehend aus 6 Folgen mit einer Länge zwischen 50-60 Minuten. Dabei geht es vordergründig um die bevorstehende Apokalypse und die Verhinderung dieser. Dabei tauchen die üblichen Verdächtigen auf. Ein Höllenhund, die vier apokalyptischen Reiter und natürlich der Antichrist. Jedoch wird alles mit einem gewissen Zwinkern erzählt. Die Handlung behält immer eine gewisse Lockerheit, die durch die pointierten Dialoge Crowleys und Erziraphaels unterstützt wird. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Rückblenden auf die Menschheitsgeschichte und wie der Engel und der Dämon immer wieder auf diese Einfluss genommen haben.

Das Fazit: Good Omes ist eine unglaubliche Serie mit guten Cast, lockerer Handlung mit dem gewissen Zwinkern, Fantasy- und Komödieneinflüssen und bringt einen einfach regelmäßig zum Schmunzeln. Wen der Trailer nur ein bisschen angesprochen hat, sollte sich unbedingt an die Serie wagen!