Jahresrückblick – #5 – Serien

Wir nähern uns dem Ende. Heute kommt noch mein Serienrückblick und dann geht es endlich an die Kinofilme. Bei den Serien unterscheide ich zwischen Wiederholungstäter, fortgesetzte Serien und neue Serien. Vorab noch ein bisschen zur Statistik: Ich habe 2018 insgesamt 26 verschiedene Serien und insgesamt 46,5 Staffeln gesehen. Das ganze mit einer Lauflänge von 418,22 Stunden. Auf das Jahr gerechnet sind das pro Tag ca. 1,15 Stunden. Ausbaufähig, aber bedenkt man den Vollzeitjob und das soziale Leben doch vollkommen ausreichend.

I. Wiederholungstäter

2019 habe ich 4 Serien mit 12 Staffeln von altbekannten Serien gesehen. Das sind 116,03 Stunden – ohne Ranking:

  1. My little Pony – Staffel 1-3
  2. Leverage – Staffel 4-5
  3. Augsburger Puppenkiste – „Staffel“ 1-3 (Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer, Jim Knopf & die Wilde 13, Urmel aus dem Eis)
  4. The A-Team Staffel 2-5

II. Fortgesetzte Serien

2019 habe ich 9 Serien mit 11 Staffeln fortgesetzt. Das sind 109,07 Stunden – im Ranking:

Platz 9 – The big bang Theory – Staffel 10

Eigentlich brachte mich die Serie um die Nerds immer zum lachen, aber diesmal musste ich fast nach den Gags suchen. Man merkt, dass sich die Serie einfach selbst überlebt hat.

Platz 8 – Supernatural – Staffel 7 & 8

Wo wir gleich bei der zweiten Serie sind, die einfach kein Ende mehr findet. Nach der sehr schwierigen sechsten Staffel ließ sich Staffel 7 dann schon wieder leichter gucken und bei Staffel 8 war es dann nochmal ein Stück besser, aber so sehr bannen, wie am Anfang wird mich Supernatural wohl nie wieder.

Platz 7 – Brooklyn Nine-Nine – Staffel 3 & 4

Es wurde wieder fleißig ermittelt auf dem 99. Revier in New York. Dabei sind die Charaktere so herrlich überzogen. Doch nach einer Staffel hab ich meist erst einmal genug von Jake und seinen Freunden.

Platz 6 – Eine Reihe betrüblicher Ereignisse – Staffel 2

Die Geschehnisse um die Baudelaire Geschwister gingen in die zweite Runde und konnten das Niveau der ersten Staffel gut halten. Gegen Ende fingen jedoch die ersten Ermüdungserscheinungen an, da sich das Erzählte praktisch immer wieder im Kreis dreht. Dafür konnte Neil Patrick Harris weiterhin als Graf Olaf begeistern.

Platz 5 – Suits – Staffel 5

Harte Zeiten stehen der Anwaltskanzlei Pearson Specter Litt bevor. Während sich am Anfang persönliche Dramen immer mehr in den Vordergrund drängen, dominiert ein Prozess die komplette zweite Hälfte. Leider ist genau das eine Entwicklung, die mich auch an vielen anderen Serien stört. So langsam büßt Suits seinen Rhythmus ein. Dennoch bleibt es am Ende weiter spannend, so dass die sechste Staffel weiterhin auf meiner Liste steht.

Platz 4 – Chef’s Table – Staffel 4

Chef’s Table ist eine sehr gute Alternative zu all den langweiligen Kochsendungen im Fernsehen. Und sie inspiriert einen gleich wieder in die Küche zu verschwinden, um selbst etwas neues zu zaubern. Und gerade in der vierten Staffel ging es um die Patisserie, was mir mehr als einmal das Wasser im Mund zusammen laufen ließ.

Platz 3 – The Crown – Staffel 2

Die nächsten Jahre von Queen Elisabeth II. Regentschaft standen an und Clare Foy präsentierte sich einmal mehr als gute Charakterdarstellerin. Glücklicherweise konnte die Serie das hohe Niveau halten und schafft es sich als Drama mit dokumentarischem Einschlag zu festigen. Hier dürfen wir auf die dritte Staffel gespannt sein, auch wenn hier der Hauptcast sich ändert (Foy altert halt nicht jedes Jahr um 10 Jahre).

Platz 2 – Grace und Frankie – Staffel 4

Ich liebe Jane Fonda und Lily Tomlin als korrekte Grace und quirlige Frankie. Die Serie hat es wieder geschafft die Hauptthematik anzupassen und doch den üblichen Schwung mitzubringen. Diesmal macht das Alter unsere Protagonisten immer mehr Probleme.

Platz 1 – Lucifer – Staffel 2

Lucifer vereint Krimi, Drama und Komödie in einem und holt aus allem das Beste heraus. Tom Ellis trägt hierzu einen großen Teil bei, denn sein Lucifer ist einfach nur genial. Diesmal muss Lucifer neben den immer neuen Kriminalfällen sich um seine Mutter kümmern, die einen Racheplan gegen seinen Vater eingefädelt hat.

III. Neue Serien

2019 habe ich 13 neue Serien mit 23,5 Staffeln entdeckt – 0,5 für das Sense 8 Special, das 2,5 Stunden ging, aber doch irgendwie keine ganze Staffel ist. Das sind 193,12 Stunden. Dabei ist zu sagen, dass mich eigentlich keine Serie wirklich enttäuscht hat. Es geht also vom soliden Mittelfeld bis zu meinen Highlights – im Ranking:

Platz 13 – Aggretsuko- Staffel 1

Hier geht es um einen roten Panda, der im Leben völlig verschüchtert ist und in einer großen Firma in Tokyo in der Buchhaltung arbeitet, doch abends gerne in eine Karaokebar geht und sich dort bei Death Metal die Lunge aus dem Körper screamt und growlt. Es ist eine sehr witzige und doch sehr merkwürdige Serie. Man muss sich drauf einlassen.

Platz 12 – Die Mockridges – Staffel 1 & 2

Luke Mockridge ist gefühlt bei jeder zweiten Sat1 Show dabei, sein Vater Bill spielte jahrelang bei der Lindenstraße mit und seine Mutter Margie Kinsky ist ebenfalls Schauspielerin und Kabarettistin. Dann gibt es noch fünf andere Kinder. Um diese völlig verrückte Familie geht es in dieser Serie. Und verrückt trifft es bei der Serienbeschreibung auf jeden Fall.

Platz 11 – Glow – Staffel 1

Eine Serie über die Anfänge des Frauenwrestlings. Hier spielen viele Faktoren mit hinein, inklusive Zickenkrieg, Produktionsprobleme und die üblichen Dramaaspekte. So richtig hat mich die Serie noch nicht überzeugen können, was vielleicht daran liegt, dass sie erst einmal alle Charaktere ordentlich platziert hat und noch nicht richtig durchgestartet ist.

Platz 10 – Stay here – Staffel 1

Stay here schafft es sich durch kleine aber feine Details von der Konkurrenz abzusetzen und Netfix zeigt wieder einmal, dass sie – wie bereits bei Chef’s Table – bekannte Konzepte aufgreifen, dieser aber interessanter und neuartig in eigene Serien verwandeln. Stay here ist eine Serie für alle, die sich für Reisen und Ferienwohnungen interessieren.

Platz 9 – Adventure Time – Staffel 1 & 2

Anscheinend war 2018 mein Jahr der verrückten Serien. Denn anders kann man die Serie auch nicht beschreiben. Wir begleiten den Jungen Finn und den Hund Jake durch verschiedene Abenteuer durch das Land Ooo. Dabei sind einige Witze wirklich gut auf den Punkt gebracht, bei anderen schüttelt man einfach nur den Kopf.

Platz 8 – All about the Washingtons – Staffel 1

Der Hip-Hop Star Joey Washington hat genug von dem ständigen Touren und beendet seine Karriere. Zu Hause warten aber seine Frau, die nun endlich ihre Karriere vorwärts treiben will und vier Kinder, die von nun an umsorgt werden müssen. Netflix brachte uns eine neue Comedyserie, die mit interessanten Ideen auftaucht, auch wenn nicht immer alle Witze zünden.

Platz 7 – Star Trek – Discovery – Staffel 1

Alles neu bei Star Trek Discovery, aber auf eine gute Art und Weise. Ein würdiger Erbe im großen Franchise, auch wenn nicht jede Folge zu 100% überzeugen kann und die Handlung gegen Ende doch etwas abdriftet. Aber Fans des Franchises können sich die Serie gut und gerne einmal ansehen.

Platz 6 – Rick & Morty – Staffel 1-3

Die letzte der komplett verrückten Serien, die ich mir 2018 ansah. Auf Empfehlung meines Lebensgefährten, gab ich der Serie eine Chance und wurde doch sehr begeistert. Denn sie ist zwar komplett verrückt, aber auch spannend, witzig und kommt mit einer Menge cooler Charaktere und Ideen her. Meine Favoriten: Mr. Meeseeks und der Anatomie-Park!

Platz 5 – Sense 8 – Staffel 1 & 2 & Special

Trotz schwerem Einstieg ist mir Sense 8 ans Herz gewachsen und ich kann die Serie nur weiterempfehlen. Die Weltoffenheit, die hier gezeigt wird, wünscht man sich auch für viele andere Serien. Sie vereint so viele verschiedene Kulturen und Arten der Liebe.

Platz 4 – Younger – Staffel 1

Liza ist Anfang 40 und steht vor den Trümmern ihres Lebens. Geschieden und ihre erwachsene Tochter reist für ein Auslandsjahr nach Indien. Nach 20 Jahren Berufspause bekommt sie auch keinen neuen Job. Bis sie beschließt sich als 26 auszugeben, da sie für ihr Alter sehr jung aussieht. Doch das birgt allerlei Probleme. Younger kommt mit einer coolen Idee daher und bietet eine Menge Witz und gute Darsteller.

Platz 3 – Violet Evergarden – Staffel 1

Ich präsentiere: Die erste Animeserie, die ich wirklich gut fand. Ausgebildet als Soldatin, versucht Violet nach Kriegsende den Sinn des Lebens und der Liebe zu finden. Dabei muss sie ihre eigene Vergangenheit verarbeiten. Hier wird eine interessante Geschichte entwickelt mit vielen guten Ideen und lehrreicher Einflüsse. Da man in fast jeder Folge einem neuen Schicksal folgt, bleibt es auch spannend und ist doch gleichzeitig hochemotional.

Platz 2 – Elementary – Staffel 1-5

Eine weitere Neuinterpretation des Stoffes von Sir Arthur Conan Doyle. Sherlock Holmes ist als Ex-Junkie nun Berater vom NYPD. Zusammen mit seiner Drogenberaterin Joan Watson löst er so manche knifflige Fälle. Hier ist vor allem die Charakterzeichnung sehr gelungen, die Episoden sind spannend und meist steht der aktuelle Fall im Vordergrund, dennoch gibt es auch regelmäßig eine übergeordnete Handlung. Eine große Empfehlung für Holmes und Krimifans.

Platz 1 – Queer Eye – Staffel 1 & 2

Queer Eye ist eine Serie, der man durchaus eine Chance geben kann, auch wenn man überhaupt kein Fan von Reality-TV ist. Durch die quirlige Art der Fab 5, baut sich eine Menge guter Laune auf, die auch an schweren Tagen einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

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