Rückblick auf den Juni 2022

Es ist heiß. Zumindest zum Zeitpunkt, wenn ich diesen Beitrag vorbereitete habe ich 31,5° im Büro (ich entschuldige mich also schon mal für Rechtschreibfehler, ich schmelze hier gerade). Also blieb mir nichts anderes übrig, als einige Kinobesuche einzuplanen, da ich eine große Freundin der dort funktionierenden Klimaanlage bin. Was der Juni medial für mich zu bieten hatte, erfahrt ihr in meinem heutigen Rückblick.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Dog: Jackson Briggs ist nach einer Kopfverletzung aus dem Dienst der Army ausgeschieden, versucht aber die Erlaubnis für einen weiteren Einsatz zu bekommen. Sein Vorgesetzter will ihm die benötigte Empfehlung ausstellen, wenn er die Hündin Lulu zur Beerdigung ihres Herrchens bringt. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Lulu ist nach ihrem Einsatz im Kriegsgebiet als gefährlich eingestuft und darf nicht fliegen. Ein etwas anderer Roadtrip beginnt. – Von der Grundhandlung sehr interessant, leider setzt die benötigte Entwicklung des Protagonisten ziemlich spät ein.

Anime Special: Belle: Suzu lebt zurückgezogen mit ihrem Vater, zu dem sie seit dem Tod der Mutter ein schwieriges Verhältnis hat. Durch ihre Trauer kann sie nicht mehr singen. Bis ihre Freundin Hiroka sie mit der digitalen Welt von U bekannt macht. Dort tritt sie als Belle auf und flieht in die Anonymität. Bis bei einem ihrer virtuellen Konzerte ein legendärer Kämpfer in Gestalt eines Biestes auftritt. Kurz darauf beginnt eine Hetzjagd auf ihn. – Interessante Idee, Umsetzung mit einigen Problemchen, aber sehr schöner Soundtrack.

Jurassic World 3 – Ein neues Zeitalter: Seit vier Jahre leben die Dinosaurier nun in freier Wildbahn. Das Unternehmen Biosyn hat die Aufgabe bekommen sie in ein geschütztes Reservat zu bringen. Dr. Ellie Sattler untersucht derweil eine besonders schlimme Heuschrecken-Plage. Owen und Claire verstecken Maisie auf einer einsamen Farm. Diese rebelliert jedoch gegen das „Gefängnis“. Bei einem Streifzug wird sie jedoch entführt. Sowohl Owens und Claires, als auch Ellies Weg führen sie ins Dinoreservat von Biosyn. – Enttäuschendes Finale des Franchises, aber mit schöner Nostalgie durch ein Wiedersehen mit dem Ursprungscast.

Die Geschichte der Menschheit – leicht gekürzt: 1977 schickt die NASA mit der Raumsonde Voyager die Golden Record ins All. Darauf ist ein Video mit episodenhaften Nacherzählungen der Geschichte der Menschheit. – Sehr witziger Episodenfilm, wobei manche Episoden mehr zünden als andere.

Massive Talent: Nic Cage scheint mit seiner Schauspielkarriere am Ende zu sein. Da bekommt er von einem reichen Fan das Angebot von einer Million Dollar, wenn er zu dessen Geburtstagsfeier auf Mallorca erscheint. Unterwegs schaltet sich die CIA ein, denn Javi soll der Kopf eines Kartells sein. Nic wird ungewollt zum Agent. – Sehr schönes Liebesgedicht an den Film und gut funktionierende Komödie.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Ready Player One (noch immer eine tolle Geschichte und vorallem optisch sehr gelungen)

Birnenkuchen mit Lavendel: Louise führt nach dem Tod ihres Mannes seine Birnenplantage weiter. Diese wirft jedoch kaum Profit ab und so ist die alleinerziehende Mutter ziemlich verschuldet. Als sie den Pierre anfährt, nimmt sie ihn kurzerhand mit. Durch das Asperger-Syndrom fällt Pierre der Kontakt mit Menschen schwer, weswegen er sich auf der Plantage um so wohler fühlt. – Ruhig erzählter französischer Film mit einer schönen Geschichte.

Vertigo: Nach einer missglückten Verfolgung scheidet der Polizist John „Scottie“ Ferguson aus dem Dienst aus. Als er seinen alten Schulfreund Gavin Elster trifft, bittet dieser ihn seine Frau zu beschatten, da diese von ihrer verstorbenen Urgroßmutter besessen zu sein scheint. Doch mit seinen Gefühlen für Madleine hat Scottie nicht gerechnet. – Etwas zu langer Thriller, mit einer spannenden Geschichte.

Stand by me: Gordie, Chris, Vern und Teddy ziehen an einem heißen Sommertag los, um eine Leiche zu sehen. Dabei erkennen sie einige Wahrheiten und wachsen über sich hinaus. – Ruhig erzählte Coming-of-Age Geschichte, die in der Buchvorlage deutlich besser funktioniert. 

Filme – leider in diesem Monat verpasst

The Outfit: The Imitation Game Regisseur Graham Moore zieht es diesmal ins Chicago des Jahres 1956, zu einem englischen Schneider, der für eine Gangster-Familie Maßanzüge anfertigt. Prämisse klingt spannend und Mark Rylance in der Hauptrolle könnte auch was werden. Lief leider kaum im Kino.

Elvis: Tom Hanks ist für mich immer ein Grund ins Kino zu gehen. Zusammen mit einer neuen Musiker-Biographie rund um den King des Rock’n’Roll reizt mich noch zu sehen.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Minions 2, Lightyear

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Adam Dalgliesh – Staffel 1 (Ruhig erzählte britische Krimiserie, etwas schwacher Protagonist, spannende Fälle)

Thirty-Nine – K-Drama (Traurig schönes K-Drama über eine Freundschaft und eine Krankheitsgeschichte)

Grace & Frankie – Staffel 7 (Schönes Ende, dennoch die schwächste Staffel)

Death Note – Teil 2 (sehr gehetztes Ende, aber im groben und ganzen eine gute Umsetzung der Mangareihe)

Rick & Morty – Staffel 5 (Mitunter noch gute Ideen, aber eher von allem zu viel. Vor allem die Dynamik zwischen beiden Protagonisten war ziemlich schwierig)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 10
Seiten gesamt: 3.397
Seiten pro Tag: 114 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 3

Knights 2: Nach den Geschnissen in Band 1 wollen Charlotte und Noel nicht einsehen, dass ihre Liebe potentiell die Welt zerstören könnte. Oscar erholt sich derweil von seinen Verletzungen. Doch Morgana ruht nicht und greift mit den Darks weitere Teams an. Charlotte muss sich ihrem Merlin-Erbe stellen. – Ich liebe den Schreibstil und die Idee, aber die Entwicklung und das Ende fand ich nicht gut. Allerdings sind die trotzdem gut und sinnvoll umgesetzt und Bücher sind ja kein Wunschkonzert.

Dein Flüstern im Meereswind: Caro hat mit ihrer besten Freundin ihren Traum wahr gemacht und einen Buchladen auf Hiddensee eröffnet. Nur ihre Mutter gönnt ihr das Glück nicht. Als sich diese zu einem Besuch ankündigt, kommt Caro in Erklärungsnot. Denn sie hat angegeben einen Verlobten zu haben und den will ihre Mutter nun sehen. Dabei läuft ihr der Meterologe Hannes über den Weg. – Schöne Geschichte, aber ein bisschen zu gewollt zum Happy-end gedrängt.

Café Meerblick: Ein Jahr nach dem Tod ihrer besten Freundin reist Mona nach Norderney. Dort sucht sie Zerstreuung und findet zunächst eine neue Freundin und dann ein Café, dass eine neue Besitzerin sucht. Doch ist sie bereit für die Veränderung? – Traurigschöne Sommerlektüre.

The gender of Mona Lisa 4: In Band 4 befassen sich Hinases Freund*innen Shiori und Ritsu mit ihrem eigenen Geschlecht und überlegen, ob sie Hinase noch lieben würden, wenn sier sich für das jeweils andere als von ihnen bevorzugte Geschlecht entscheiden würde. – Ich liebe die Reihe einfach. So wichtige Gedankenansätze in einer tollen Geschichte verbaut.

Das Lied der Krähen: Kaz Brekker, Kopf der Krähen-Bande in Ketterdam, bekommt das lukrative Angebot einen Shu-Wissenschaftler aus dem Eistribunal der Fjerdan zu entführen. Für diesen unmöglich wirkenden Auftrag, braucht er ein Team. Sechs Krähen brechen schließlich auf. – Leigh Bardugos mitreißender Schreibstil trifft auf tolle Charaktere und spannende Handlung.

Summer of hearts and soul: Beyah zieht über den Sommer nach dem Tod ihrer drogensüchtigen Mutter zu ihrem Vater, der neu verheiratet ist und zu dem sie kaum Kontakt hatte. Armut und Hunger gewöhnt fällt es ihr schwer sich in das neue Leben einzugewöhnen. Dabei hilft ihr der schweigsame Samson von gegenüber. Denn auch er scheint ein Geheimnis zu haben. – Colleen Hoover ist zurück! Herzerwärmende und doch traurige Geschichte im typisch mitreißenden Schreibstil von Hoover.

One Piece 1: Monty D. Ruffy möchte Pirat werden. Nachdem er immer wieder gehört hat, dass er zu jung sei, bricht er Jahre später allein auf. Dabei erlebt er allerlei Abenteuer und trifft auf erste Verbündete. – Lange habe ich mich gewehrt, jetzt hat mich mein Mann überredet. Der Auftakt war ganz witzig, aber so richtig rein gekommen bin ich noch nicht in die Geschichte.

SpyxFamily 1: Spion Twilight bekommt einen neuen Auftrag. Doch dafür benötigt er Zutritt zur Eden-Akademie. Kurzerhand adoptiert er die Telepathin Anya. Doch damit nicht genug, benötigt er auch noch eine Frau. Für den immer allein lebenden und ungebundenen Spion stellt das eine große Hürde dar. – Tolle Charaktere, witzige und spannende Handlung. Ich freu mich auf Band 2.

Oliver Twist: Der Waise Oliver Twist wächst unter ärmlichen Bedingungen auf, ehe er auf den kriminellen Fagin trifft. Doch um seine Herkunft rankt sich ein Geheimnis. – Ein weiterer Klassiker abgearbeitet und offiziell meine größte SuB-Leiche geschafft.

Luna-Chroniken 3 – Wie Sterne so golden: Crescent Moon lebt seit Jahren allein in einem Satelliten. Als verstoßene Lunarierin soll sie für Königin Levana die geflohene Cinder finden. Doch stattdessen hilft sie dieser. Doch beim Kontaktversuch geraten sie in eine Falle. Cress und Kapitän Thorne drohen mit dem Satelliten auf die Erde zu stürzen. – Es geht spannend weiter, ein Aufatmen gibt es bei Marissa Meyer nicht. Die Weichen für das große Finale sind gestellt.

Wie war euer Juni?

 

Eine Handvoll (oder mehr) Serien – Pride Month Special

Es ist Juni und damit Pride Month! Und weil ich euch diesmal nicht nur Bücher passend zum Thema vorstellen wollte, gibt es jetzt kurz vor Ende des Monats noch einen zweiten Beitrag. Diesmal geht es um Serien, in denen LBTQIAP+ Charaktere auftauchen – jenseits von gängigen Klischees, wie dem schwulen besten Freund.

Heartstopper – Staffel 1

Die Handlung: Charlie Spring wird an seiner Schule dafür gemobbt, weil er offen schwul ist. Als er im neuen Schuljahr neben Nick Nelson, einen Rugby-Spieler, gesetzt wird, verliebt er sich in diesen. Doch wie kommt man gegen Vorurteile und Mobbing an?

Warum die Serie so wichtig ist: Outing ist wohl in den wenigsten Fällen leicht. Vor allem zu Schulzeiten mit dem allgegenwärtigen Mobbing, kam dann auch noch eine grundlegende Queerfeindlichkeit. Genau damit befasst sich Heartstopper. Vorurteile, Mobbing, Queerfeindlichkeit. Aber auch das Gefühl, den Herzensmenschen zu finden oder auch sich als trans zu outen. Und auch, wenn es hier um schwierige Themen geht und für mich Mobbing ein potentieller Trigger ist, weswegen ich wenig Serien mit Highschool-Setting sehen kann, bietet Heartstopper eine so liebevolle Geschichte mit tollen Charakteren, dass ich so oft einfach nur dahingeschmolzen bin. Denn sie schafft es diesen schmalen Grad zwischen Realität, ernstem Umgang mit dem Thema, aber trotzdem gute Laune verbreitet.

Stumptown – Staffel 1

Die Handlung: Dex Parios war beim Militär und hat in Afghanistan gekämpft. Als sie zurückkam waren ihre Eltern weg und ihr Bruder Ansel in einem Heim. Nun zieht sie ihren Bruder groß, der das Down Syndrom hat. Sie hängt häufig im Bad Alibi ab, der Bar ihres besten Freundes Grey. Nachdem sie von der Mutter ihres verstorbenen Ex-Freundes Sue Lynn Blackbird den Auftrag bekommt ein vermisstes Mädchen zu finden, erkennt Dex, dass sie durchaus Talent in dieser Art von Job hat. Sie beantragt eine Privatermittlerlizenz. Dabei hilft ihr Detective Miles Hoffmann.

Warum Sie Serie so wichtig ist: Ich versuche ja bei solchen Zusammenstellungen auch immer verschiedene Genres vorzustellen. Mit Stumptown haben wir nicht nur einen tolle Krimiserie mit diversem Cast (people of colour, indigene Bevölkerung, Menschen mit Behinderung), sondern eben auch eine bisexuelle Protagonistin. Dies wird an mehreren Stellen thematisiert, aber hat nur einmal eine negative Auswirkung. Nicht nur, dass hier indirekt mit einigen Vorurteilen aufgeräumt wird – sie werden halt nicht direkt genannt und es folgt kein Aufklärungsgespräch, aber durch den Umgang mit dem Thema wird einigen Vorurteilen der Wind aus den Segeln genommen – es ist auch eine der seltenen Darstellungen dieser Form der Sexualität.

Queer Eye – Staffel 1-5

Die Handlung: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie sind alle homosexuell bzw. non-binär und haben jede Woche die gleiche Aufgabe. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen in Georgia, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen.

Warum die Serie so wichtig ist: Jede*r, der*die diesen Blog kennt, weiß, dass ich diese Serie absolut liebe. Die Herzlichkeit, die gute Laune, die in jeder Folge verbreitet wird, öffnet mir jedes Mal das Herz und lässt mich Strahlen, auch wenn mir zuvor nicht danach zu Mute war. Aber ganz nebenbei geben die Fab 5 in ihren Gesprächen mit den Kandidat*innen auch Geschichten aus ihrer eigenen Vergangenheit preis. Womit sie zu hadern hatten, was für Probleme ihr Outing nach sich zog, aber auch, was ihnen geholfen hat, zu sich zu stehen. Mitunter haben sie auch queere Kandidat*innen, die ebenfalls von ihren Erfahrungen berichten. So ist es ein stetiger Austausch, der einfach nebenbei erfolgt

Getting curious with Jonathan van Ness – Staffel 1

Die Handlung: Jonathan van Ness (bekannt unter anderem durch Queer Eye) beleuchtet in jeder Folge andere Themen, wie Insekten oder Eiskunstlaufen. Dabei findet they immer wieder neue Aspekte.

Warum die Serie so wichtig ist: Jonathan van Ness ist non-binär. Das zeigt they nicht nur in their social media Auftritten, in Serien, wie Queer Eye, sondern inzwischen auch in their eigenen Netflix-Serie. Besonders hervorheben möchte ich hier auch direkt die Folge, in der they sich mit Non-Binarität beschäftigt. Hier berichtet they nicht nur von sich selbst, sondern zeigt auch andere non-binäre. Wie gehen sie damit um, was bedeuten Pronomen für sie. Besonders spannend fand ich auch die Sicht eines indigenen non-binären und wie er sich dies mit their Kultur/Religion erklärt. Die Serie ist natürlich neben den interessanten Themen auch auf Unterhaltung ausgelegt, was durch van Ness quirlige Art wunderbar funktioniert.

Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 1

Die Handlung: Luz Noceda war eigentlich auf dem Weg in ein Sommercamp für schwierige Teenager, in das sie ihre Mutter schicken wollte, nachdem sie in der Schule vermehrt auffällig wurde, da sie eher in einer eigenen Fantasy als der Realtät zu leben scheint. Doch unterwegs folgt sie einer Eule und stolpert prompt durch ein Portal in eine andere Welt. Dort trifft sie auf die Eulenlady und Hexe Eda und ist so fasziniert von der Welt, dass sie beschließt zu bleiben. Und obwohl Menschen keine Magie ausüben können, nimmt die bei Eda Unterricht. 

Warum die Serie so wichtig ist: Kennt ihr LGBTQIAP+ Charaktere aus Kinderserien? Mir fiel spontan auch nur diese Serie ein – auch wenn in Staffel 1 erst gegen Ende die mögliche Bisexualität der Protagonistin und der Homosexualität einer weiteren Hauptfigur angedeutet wird, was in Staffel 2 weiter ausgebaut werden soll. Dabei zeigt sich doch immer wieder, dass schon die Kleinsten sich für queere Themen interessieren und an die Themen wesentlich offener herangehen als so manche Erwachsene. Dabei geht es hier hauptsächlich um Luz, die die Fantasywelt erkundet, aber die nebenbei laufende Liebesgeschichte läuft auf eine queere Beziehung zu. Ich freu mich hiervon mehr in Staffel 2 zu sehen.

Grace & Frankie – Staffel 1-7

Die Handlung: Grace und Robert Hanson, sowie Frankie und Sol Bergstein sind beide seit vielen Jahren verheiratet und Robert und Sol haben eine gemeinsame Anwaltskanzlei. Nun steht der Ruhestand bevor, doch beide Männer möchten diesen lieber zusammen verbringen, da sie seit 20 Jahren eine heimliche Beziehung haben. Widerwillig ziehen die beiden Frauen nun in das gemeinsame Strandhaus der Paare. Doch während Grace eine starke Businessfrau ist, ist Frankie eine Esoterik liebende Hippiefrau. Dennoch entsteht eine ganz besondere Freundschaft zwischen den beiden.

Warum die Serie so wichtig ist: Für die wahre Liebe und das Erkennen der Sexualität gibt es kein Ablaufdatum. Das zeigt diese Serie noch einmal deutlich. Verpackt wird das in einer herrlich skurrile Komödie mit liebenswerten Charakteren. Neben den verschiedenen Themen, unter anderem das Älterwerden und was für Folgen das mit sich bringt, geht es halt auch um Robert und Sols neue Beziehung und später um ihre Ehe. Auch wenn sich die Serie mehr um die beiden namensgebenden Protagonistinnen dreht, nimmt die Geschichte der beiden Männer eine große Rolle ein. Durch ihren Freundeskreis bekommen wir auch eine größere Repräsentation.

Vicious – Staffel 1-3

Die Handlung: Freddie Thornhill und Stuart Bixby sind schwul und leben nun seit 50 Jahren zusammen. In der Zeit hat sich ihre Beziehung zu einer gewissen Hassliebe entwickelt. Dennoch halten sie zusammen. Zum Beispiel wenn ihre Freundin Violet wieder einmal von einer gescheiterten Beziehung erzählt. Frischen Wind in den Alltagstrott bringt der neue junge Nachbar Ash.

Warum die Serie so wichtig ist: Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen euch noch einmal mit meiner Lieblingssitcom vertraut zu machen. Und sie passt einfach perfekt zum Thema. Denn es geht einfach zu 100% um die Beziehung der beiden und das Leben, das sie sich aufgebaut haben. Durch Stuarts Mutter, vor der er sich nach all den Jahren nicht getraut hat zu outen, werden auch die Probleme und Vorurteile mit behandelt. Dennoch ist der Sitcom Charakter und die vielen Witze dominierend. Also wann wenn nicht jetzt mal einen Blick auf diese großartige Serie werfen!

Was sind eure Serien zum Thema Pride? Gerne her mit dem Empfehlungen!

Adam Dalgliesh

Ein Vorwort

In letzter Zeit habe ich immer mehr Gefallen an Krimiserien mit historischem Flair gefunden. So konnten mich nicht nur Miss Fishers (neue) mysteriöse Mordfälle begeistern, sondern auch beispielsweise Murdoch Mysteries. Mit Dalgliesh zog es mich diesmal nicht so weit in die Ferne, Großbritannien der 1970er Jahre war das Ziel. Wie mir die Serie gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Adam Dalgliesh (Bertie Carvel) ist Ermittler beim Scotland Yard. Schweigsam und in Trauer ist er nach dem Tod seiner Frau frisch in den Dienst zurückgekehrt. Ihm zugeteilt wird DS Charles Masterson (Jeremy Irvine), der die poetische Ader Dalglieshs kritisch begutachtet. Zusammen sitzen sie an besonders ausgewieften Fällen.

Dalgliesh_Ch5 press images. Photographer: Christopher Barr

Meine Meinung

Die erste Staffel Dalgliesh besteht aus drei Mordfällen verpackt in sechs Episoden, so dass jeder Fall eine Doppelfolge erhält. Dadurch sind es deutlich komplexere Fälle als bei vergleichbaren Serien, da ca. 90 Minuten Zeit sind, um den*die Mörder*in zu überführen. Die Zeit nimmt die Serie sich auch und so handelt es sich bei Dalgliesh wohl um eine der unaufgeregtesten Serien des Krimi-Genres. Das ist aber keinesfalls negativ zu verstehen, denn die Fälle haben es in sich und in keiner der drei Fälle konnte ich vorab sagen, wer letztendlich die Tat ausführte.
Der erste Fall zieht die Ermittler in eine Krankenpflegerinnenschule, bei der ein medizinischer Test tödlich endet. Im zweiten Fall finden wir uns in Dorset in einem Sanatorium wieder, wo Dalgliesh einen alten Freund besuchen wollte, der jedoch kurz zuvor verstarb. Doch die Umstände sind merkwürdig, weswegen er sich der Sache annimmt. Erst der dritte Fall zeigt uns London und damit auch Räumlichkeiten von Scotland Yard. Hier werden zwei Leichen in einer Kirche gefunden. Dalgliesh hegt jedoch seine Zweifel an der Selbstmordtheorie.
Eine Serie, die direkt um einen Ermittler aufgebaut wird, steht und fällt natürlich auch mit diesem. Hier hatte ich tatsächlich höhere Erwartungen an Adam Dalgliesh, denn seine Rolle ist sehr zurückhaltend. Zwar ist er auch hier der Ermittler, der vieles voraus plant und so seinen Kolleg*innen oft einen Schritt voraus ist, aber er hat weder besonders viel Screentime, noch kommt er besonders oft zu Wort. Tatsächlich sind es sogar eher die Verdächtigen, die viel Dialogzeit haben. Seine schweigsame Art ist eine willkommene Abwechslung, ist aber auch gewöhnungsbedürftig. Gleichzeitig war ich verwundert, dass es so wenig Screentime auf dem Revier gibt, da Scotland Yard es in Deutschland sogar in den Titel geschafft hat. Aber auch das ist mal ein anderer Ansatz. Statt der üblichen Polizeiarbeit wird hier der Fokus auf Dialoge und Atmosphäre gelegt. Und genau das schafft die Serie, denn trotz der Doppelfolgen und den damit längeren Folgen und der sehr ruhigen Erzählweise, ziehen sich die Folgen an keiner Stelle und die Fälle sind durchgehend spannend.
So lohnt sich ein Blick auf Dalgliesh auf jeden Fall. Wem Agatha Christies Poirot zu aufgeregt ist, dem wird P.D. James‘ Dalgliesh – auf deren Bücher die Serie basiert – genau gefallen.

Dalgliesh. Picture shows: Adam Dalgliesh (BERTIE CARVEL). Photographer: Christopher Barr

Das Fazit

Adam Dalgliesh ist eine wunderbar ruhig erzählte Krimiserie im Großbritannien der 1970er Jahre. Ruhig, viel über Dialoge und Atmosphäre erzählt, bildet sie einen guten Kontrast zu anderen Krimiserien. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Adam Dalgliesh – Staffel 1 wurde mir von Glücksstern-PR als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

Rückblick auf das halbe Jahr 2022

Die Periode Dezember-Mai ist vorbei und damit wird es Zeit für meinen Halbjahresrückblick. Wie jedes Jahr geht es hier eher um ein kurzes Zwischenfazit als um ausführliche Besprechungen, gespickt mit Top 10 Listen. Dann starten wir auch direkt ohne weiteres Vorgeplänkel.

I. Filme – auf großer Leinwand gesehen

26 Filme habe ich im ersten Halbjahr im Kino gesehen (+26 im Vergleich zum letzten Jahr, was da aber auch an den geschlossenen Kinos lag). Davon 3 aus der Cinemathek und ein Anime-Special. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 Wunderschön
2 Marry me
3 Belfast
4 The Batman
5 Schachnovelle
6 Eingeschlossene Gesellschaft
7 Lost City
8 Top Gun Maverick
9 Spider-Man – No way home
10 Der Rosengarten der Madame Vernet

II. Filme – auf großem Fernseher gesehen

43 Filme liefen im ersten Halbjahr bei mir im Heimkino (5 weniger als letztes Jahr). Davon 15 Wiederholungstäter, 12 Originals (aller Plattformen) und 1 Reportagen/Dokumentationen. Von meiner 22 für 2022 Liste sind 6 Filme gesehen. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 Jingle Jangle Journey
2 the holiday calendar
3 Everest
4 Kikis kleiner Lieferservice
5 Being the Ricardos
6 Avengers – Endgame
7 Good morning Vietnam
8 S.U.M. 1
9 Charade
10 Das Schloss im Himmel

III. Serien – ein kurzer Überblick

53 verschiedene Serien mit 55 Staffeln (+12 im Vergleich zum Vorjahr) sind gesehen. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 The Pembrokeshire Murders – Miniserie*
2 His dark material – Staffel 1-2
3 Zoeys Extraordinary Playlist – Staffel 2
4 Hawkeye – Staffel 1
5 Extraordinary You – K-Drama
6 Miracle Workers – Staffel 3
7 Attack on Titan – Staffel 1-3
8 Queer Eye – Staffel 5
9 Heartstopper – Staffel 1
10 Mystic Pop-up Bar – K-Drama

IV. Bücher – das beste aus den Lesemonaten

64 Bücher sind ausgelesen, 1 Hörspiel ist gehört (+19 Bücher und -4 Hörspiele im Vergleich zum letzten Jahr). Davon sind 13 von meiner 22 für 2022 Liste gelesen. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 Spiritus Daemonis – Band 1 und 2.1
2 The gender of Mona Lisa 1-3
3 Loderne Schwingen
4 Die Friedensformel
5 My genderless Boyfriend – 1-3
6 Assassins Wood
7 Cyberempathie
8 All the Broken Strings
9 Mona 2 – Verliebt, Verlobt, Beschworen
10 Blue S(e)oul Nights

Wie sah euer erstes Halbjahr aus?
Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste?

Rückblick auf den Mai 2022

Was war der Mai ein aufregender Monat. Zumindest für mich. Denn nach fast acht Jahren Beziehung habe ich Ja gesagt und bin jetzt verheiratet. Danach ging es gleich noch nach Mauritius in die Flitterwochen. Dennoch konnte ich meine Kinostatistik der letzten Monate halten, aktuell läuft allerdings auch gefühlt kaum etwas, was mich interessiert und was mich interessiert, läuft nicht im Kino meines Vertrauens. Nun aber auf direktem Weg zu meinem medialen Monatsrückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

The Lost City: Die Bestsellerautorin Loretta Sage kommt seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr wirklich aus dem Haus raus. Doch ihre Managerin hat eine Tour zu ihrem neuen Buch arrangiert. Beim ersten Termin wird Loretta jedoch vom exzentrischen Milliardär Abigail Fairfax entführt, da sie im Buch eine sehr exakte Übersetzung einer alten Sprache verwendet hat. Ihr Covermodel Alan will ihr zur Hilfe eilen, scheint aber nicht gerade der geeignetste Kandidat zu sein. – Auch wenn viele gute Szenen im Trailer schon vorweg genommen wurden, funktioniert der Film für das, was er aussagen will, sehr gut und sorgt für einige erheiternde Momente.

Doctor Strange in the Multiverse of Madness: Doctor Strange bekommt Besuch von America Chavez, die durch das Multiversum reisen kann. Sie wird von einem seltsamen Wesen gejagt, was ihr in diese Realität folgen konnte, wurde aber gerade erst von einem anderen Strange enttäuscht. Dennoch muss sie ihm trauen, auch wenn sich seine Anlaufstelle als Falle entpuppt. – Marvel verpasst einmal mehr den Wow Effekt und bleibt bei ganz gut hängen.

Top Gun Maverick: Maverick ist noch immer bei der Navy, fliegt Testflüge und wurde trotz vieler Auszeichnungen nie befördert. Der Fund eines geheimen Nuklearlagers führt dazu, dass er zurück zu Top Gun beordert wird. Dort soll er die Nachwuchselite innerhalb kürzester Zeit für eine beinahe unmögliche Mission ausbilden. Dabei ist auch der Sohn seines früheren Freundes Goose: Rooster. – Auch wenn die Handlung wenig Überraschungen bereit hält, sorgen doch der Fanservice, aber vor allem die Atmosphäre für ein gelungenes Filmerlebnis.

Stasikomödie: Ludger Fuchs lässt sich von seiner Familie überreden Einsicht in seine Stasiakte zu nehmen. Dabei erinnert er sich an die 1980er Jahre, wo er von der Stasi in die Künstlerszene des Prenzlauer Bergs eingeschleust wurde und dort zu einem gefragten Dichter aufsteigt. – Ruhig erzählter Film, der einerseits sehr wenig von einer Komödie hat und gleichzeitig einige faszinierende Over-the-top Momente.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich (durch zwei sehr lange Flüge über Nacht bewusst Filme, die locker im Hintergrund laufen konnten, während ich eher erfolglos versucht habe zu schlafen): Mamma Mia 2, Shrek 2, Cats, Rock of Ages, In the Heights, Kiss the Cook, Hairspray.

Sharknado: Ein Tornado zieht auf Los Angeles zu. Dabei trifft er ein Fischerboot mit hunderten lebenden Haien an Bord, die in den Tornado gezogen werden. Fin Shepard sieht sich kurz darauf einer überschwemmten und tödlichen Stadt gegenüber. Dennoch versucht er seine Familie zu erreichen und zu retten. – Einer meiner ersten Abstecher ins Trash-Genre. Dafür war er relativ gut.

Sharktopus: Blue Water wird damit beauftragt für die Marine einen Hai und einen Oktopus zu kombinieren und diesen abzurichten. Doch bei der Vorführung gelingt es dem Sharktopus zu fliehen. Fortan tyrannisiert er die Küste mit einem unstillbaren Hunger. Andy Flynn bekommt die Aufgabe ihn lebend wieder einzufangen. – Trash vom trashigsten, aber er hatte seine Momente.

Senior Year: Stephanie hat es geschafft von der unscheinbaren Außenseiterin zur Cheerleader-Kapitänin und beliebtestem Mädchen der Schule aufzusteigen. Doch bei einem Unfall bei einer Choreo kommt sie so ungünstig auf, dass sie für 20 Jahre im Koma liegt. Als sie wieder aufwacht, ist sie Mitte 30, gefühlt aber immer noch 17. Sie beschließt ihre guten alten Zeiten zurückzuerobern und ihr Abschlussjahr nachzuholen. Mit dem Ziel als Cheerleader-Kapitänin zur Ballkönigin gekrönt zu werden. Doch die Zeiten haben sich geändert. – Hatte gute Ansätze, die sich leider hinter einer 0815-Rebel Wilson Komödie verstecken.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Dog: Jackson Briggs (Channing Tatum) bekommt die Aufgabe den Hund eines Freundes zu seiner Beerdigung zu bringen. Beide sind durch ihre Zeit beim Militär gezeichnet und haben keinen einfachen Start. – Ein Roadtrip, der noch interessant aussieht.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Firestarter und Meine schrecklich verwöhnte Familie

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich Gravity Falls – Staffel 1 (ich liebe die Serie und ihre quirrlige Art einfach) und The Big Bang Theory – Staffel 1 (im Urlaub was leichtes für Abends zum einschlafen)

Last One Laughing – Staffel 3 (Die Serie hat einen gewissen Sog entwickelt, auch wenn mir das neue Studio nicht so gefallen hat)

Heartstopper – Staffel 1 (Eine wunderbare herzliche Geschichte, tolle Charaktere und auch wenn es viel mit Queerfeindlichkeit arbeitet, trotzdem mit viel Wohlfühlfaktor.)

Moonknight – Staffel 1 (Marvels neuster Serienstreich fällt leider in ziemlich allen Aspekten durch)

Picard – Staffel 2 (Schafft mit dem Zeitreisenthema nochmal eine neue Richtung, hadert aber mit ein paar problematischen Stellen)

Mystic Pop-up Bar – K-Drama (Originell, witzig, spannend, mystisch, einfach die perfekte Mischung aus allem. Große Empfehlung)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten gesamt: 3.847
Seiten pro Tag: 124 im Durchschnitt
Taschenbuch: 7
E-Book: 1
Comic/Manga/Graphic Novel: 3

When we fall | When we hope: Ella und Jae-Yong sind nach dem Skandal in New York getrennt. Doch beide kommen damit nicht gut klar. Zaghaft bauen sie ihren Kontakt wieder auf, doch die Probleme bleiben die gleichen. Schaffen sie es diese zu überwinden? – Eine tolle Reihe, herzlich, ich habe in jeder Zeile mitgefühlt und gehofft und gebangt.

Death Note Short Stories: In einzelnen Kurzgeschichten gibt es neue Einblicke in die Welt von Death Note, teilweise vor und teilweise nach der eigentlichen Handlung der Reihe. – Nette Geschichten, ein bisschen Nostalgie, aber nichts außergewöhnliches oder bereicherndes.

The gender of Mona Lisa 2+3: Hinase ist noch immer hin- und hergerissen zwischen ihren widersprüchlichen Gefühlen ihren Freund*innen gegenüber. Sier hadert über früher einfache Gesten, wie Händchen halten und die nun angedeuteten Folgen. – So eine tolle liebevolle Geschichte, ich bin verzaubert.

Mona 2 – Verliebt, verlobt, beschworen: Nach den Ereignissen in Band 1 sieht sich Mona einem Hexenprozess gegenüber. Boris, der Vampir, hat eine neue Prüfung und auch weiterhin stehen den Freund*innen wieder einiges bevor. Vor allem müssen Mona und ihr Erzdämon Ba’al rausfinden, was es zwischen ihnen nun ist. – Ich liebe Mona, ich liebe ihre Geschichte, ich liebe I. B. Zimmermanns Schreibstil, ihre Art Charaktere aufzubauen und wie ihre Charaktere einfach zu 100% nachvollziehbar sind. Absolute Herzensreihe.

Blue S(e)oul Nights: Jade ergreift nach dem Tod ihres Vaters die Chance als Englischlehrerin in Korea zu arbeiten. Dabei lernt sie nicht nur neue Freund*innen, sondern auch Hyun-Joon. Doch Zeit füreinander zu finden ist das größte Problem der beiden, auch wenn von Anfang an diese Gefühle da sind. – Auch hiervon war ich nur begeistert, ich bin diesmal buchtechnisch viel nach Korea gereist. Toller Schreibstil, ich habe mich schnell in die Charaktere verliebt und brauche jetzt sehr dringend Band 2!

All the Broken Strings: Vor sechs Jahren wurde Vincent Kennedy zum Weltstar nach seinem Final Jam Sieg im Camp Melody. Mit dem Song, den er mit MacKenzie geschrieben hatte. Sechs Jahre später ist sie zur Rettung des Camps auf seine Hilfe angewiesen. Doch obwohl sich beide schworen den*die andere*n zu hassen, sind da wieder diese Gefühle. – Auch wenn ich bei Sevens Sins hinterherhänge, würde ich mal behaupten: Lana Rotarus bestes Buch bisher.

Your soul in Wonderland: Cat Ceshire ist eine royale Seelenfängerin in Wonderland. Doch bei einem Auftrag geht alles schief und sie muss nun nicht nur ihr eigenes, sondern auch die Leben ihrer Familie beschützen. Dabei scheint es mehr als nur eine Wahrheit zu geben. – Dieses Buch entwickelt einen unglaublichen Sog, habe es fast innerhalb eines Tages weggelesen. Nur das Ende war ein wenig wirr und scheint nicht zu passen. Da muss Band 2 jetzt nachlegen.

Apfelkuchen am Meer: Merle verbringt ihre Semesterferien auf Juist, wo sie in einem kleinen Café hilft, nachdem sie von einer Freundin hörte, dass dort eine Apfeltorte nach geheimen Familienrezept gebacken wurde. Dabei stößt die frisch getrennte gelernte Konditorin nicht nur auf ein altes Familiengeheimnis, sondern trifft auch auf Jannes und verliebt sich nicht nur in die Insel. – Locker leichte Sommerlektüre, wie gewohnt von Anne Barns, mit wenigen Überraschungen.

Befreit bis du mich liebst: Nachdem sich Jane und Dorian aus den Fängen von Louna befreien konnten, stehen schon die nächsten Probleme vor der Tür. Dabei sind sich beide langsam immer sicherer, dass es etwas dauerhaftes wird. – Leider eher enttäuschendes Ende, weil zu viele Probleme zu schnell gelöst werden mussten. Schade.

Wie war euer Mai?

 

Rückblick auf den April 2022

Und da ist auch der April mit Ostern wieder vorbei. Diesmal war er sehr leseintensiv, da ich zu Ostern einen Lesemarathon gemacht habe. Gleichzeitig war ich aber auch krank, weswegen ich nicht so oft ins Kino konnte, wie ich wollte.
Dies ist übrigens für Mai mein einziger Beitrag. Ich verabschiede mich in den Urlaub, der durch meine Hochzeit und Flitterwochen ein bisschen länger als üblich ausfällt. Wir lesen uns hoffentlich im Juni wieder!

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Morbius: Dr. Michael Morbius leidet an einer seltenen Blutkrankheit. Für ein Heilmittel reist der Medizin-Nobelpreisträger nach Costa Rica, um dort seltene Fledermäuse zu fangen und aus ihnen ein Serum zu entwickeln. Nachdem er es sich iniziert hat, verwandelt er sich jedoch und gerät in einen Blutrausch. Er entscheidet, dass die Auswirkungen zu heftig sind und versucht die Negativwirkungen unter Kontrolle zu bekommen. Doch sein Freund Milo, der unter der gleichen Krankheit leidet, findet es und injiziert es sich ebenfalls. Nun muss Morbius ihn aufhalten und sich selbst unter Kontrolle halten. – Leider ein kompletter Reinfall. Hier stimmt weder die Geschichte, noch das Schauspiel und erst Recht nicht die Optik.

Phantastische Tierwesen 3 – Dumbledores Geheimnisse: Gellert Grindelwald muss noch immer aus dem Untergrund agieren. Doch Dumbledore (Jude Law) befürchtet, dass der deutsche Zaubererminister Anton Vogel ihn frei sprechen könnte und schickt daher das Team rund um den Magizoologen Newt Scamander nach Deutschland. Da Grindelwald aber durch ein magisches Wesen stellenweise in die Zukunft sehen kann, müssen sie versuchen möglichst unplanmäßig vorzugehen. – Strukturierter als der Vorgänger, aber dennoch mit einigen Ecken und Kanten. Funktioniert nur größtenteils.

Eingeschlossene Gesellschaft: Freitag Nachmittag sind noch sechs Lehrer*innen im Lehrer*innenzimmer als ein verzweifelter Vater mit einer Schusswaffe eindringt. Seinem Sohn fehlt ein Punkt für die Zulassung zum Abitur. Die Konferenz soll nun vorgezogen werden. Dabei tun sich so einige Abgründe auf. – Solide Komödie, die leider manche Themen zu unreflektiert lässt.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich Little Women (nachdem ich das Buch gelesen habe) und Phantastische Tierwesen 2 – Grindelwalds Verbrechen (in Vorbereitung auf den dritten Teil).

Charade: Reggie Lampert will nach einem Skiurlaub eigentlich die Scheidung einreichen. Doch ihr Mann hat nicht nur das komplette Mobiliar verkauft, sondern wird auch ernordet. In der schweren Zeit suchen sie drei Männer heim, die auf der Suche nach etwas sind, dass Reggies Mann gehört hat. Sie findet unerwartet Hilfe in dem undurchsichtigen Peter Joshua. – Spannendes Katz und Maus Spiel mit Audrey Hepburn.

Rot: Meilin Lee ist 13 und während sie in der Schule ein klassischer Teenager ist und mit ihren Freundinnen für eine angesagte Boyband schwärmt, ist sie zu Hause die absolute Vorzeigetochter. Doch bei einem starken Emotionsausbruch verwandelt sie sich auf einmal in einen roten Panda. Laut ihrer Mutter ist das ein Familienfluch und sie kann das bei einer Zeremonie beim nächsten roten Mond beseitigen. Solange soll sie sich isolieren. Doch als Meilin merkt, dass ihre Freundinnen sie beruhigen können, versucht sie ihren Alltag zu normalisieren. Vor allem, weil ein Konzert der Boyband ansteht. – Gute Grundidee, okaye Umsetzung, hätte mehr gekonnt.

Death to 2021: Nach Death to 2020 gibt es auch für 2021 einen etwas anderen Jahresrückblick, der sich mit einem Augenzwinkern mit den Geschehnissen aus dem vergangenen Jahr auseinander setzt. – Ein paar witzige Ideen, gut für Zwischendurch.

Das Schloss im Himmel: Die Waisin Sheeta wird erst von dem undurchsichtigen Musca und dann von Piraten entführt. Dadurch landet sie in einem Bergarbeiterdorf und trifft auf Pazu, ebenfalls Waise. Er beschließt ihr zu helfen und zusammen wollen sie die geheimnisvolle Stadt im Himmel finden. Dabei kommen ihnen unverhofft die Piraten zur Hilfe. – Spannender Animeklassiker, mit tollen Bildern und tollen Charakteren.

S.U.M. 1: im Jahr 2070 lebt die Menschheit unter der Erde. Überirdisch gibt es Kontrollposten, die Soldaten für je 100 Tage bewachen. S.U.M.1 ist einer von ihnen. Doch die Isolation und Monotonie führen zu Paranoia, die den Einsatz sichtlich erschweren. – Trotz Kammerspielartigem Setting und fast Soloperformance von Iwan Rheon spannend, beklemmend und düster. Durchaus sehenswert.

The Disaster Artist: Der Film The Room hat inzwischen Kultstatus, vor allem, da Tommy Wiseau noch immer viele Rätsel aufgibt. Dies ist die Entstehungsgeschichte des absurden Films. – Ich hab The Room nicht gesehen, aber schon die Entstehung war mir zu abgedreht und der Film dadurch zu langatmig. Konnte mich nicht überzeugen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Lost City: Bestsellerautorin Loretta Sage schreibt Liebes- und Abenteuerromane. Auf einer Lesereise wird sie von dem Milliardär Fairfax entführt, der glaubt, dass es den antiken Schatz aus Lorettas Büchern wirklich gibt. Zur Hilfe eilt ihr das Covermodel Alan, der beweisen will, dass er ebenso ein Held sein kann, wie die Buchfigur, die er darstellt. – Der Trailer sah so drüber aus, dass er schon wieder lustig war. Mal schauen, was der ganze Film kann.

Downton Abbey 2: Nach Beendigung der Serie und einem ersten Kinofilm gibt es ein erneutes Wiedersehen mit Familie Crawley und Downton Abbey. Diesmal stören Filmarbeiten die Idylle und die Familie reist kurzerhand nach Frankreich. wo Violet Crawley ein Haus geerbt hat. Doch das wirft allerlei Fragen auf. – Downton Abbey ist stets ein nach Hause kommen. Ich freu mich auf das Wiedersehen mit den geliebten Charakteren.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich Friends – Staffel 3 (We were on a break!)

The Home Edit – Staffel 2 (Auch in der zweiten Staffel wieder voller guter Tipps, schönen Regenbögenhäusern und sehr viel Lebensfreude)

Bridgerton – Staffel 2 (Wesentlich langatmiger als Staffel 1 und steht sich bei den Charakteren ein wenig selbst im Weg, wodurch die Herzlichkeit ziemlich verloren geht. Schade)

Death Note – Teil 1 (Sehr manganahe Umsetzung. Da dieser sehr dialoglastig ist, funktioniert der Anime zwar, bietet aber kaum einen Mehrwert.)

LOL – Last One Laughing – Staffel 1-2 (Eigentlich nicht wirklich lustig, da auch viel Fäkalhumor vorkommt, aber dennoch zieht die Serie einen in den Bann.)

Do Do Sol Sol La La Sol – K-Drama (Schwieriger Einstieg, toller und starker Mittelteil voller Liebe zur Musik und toller Liebesgeschichte und tollen Charakteren, leider sehr schwaches Ende)

Truth Seekers – Staffel 1 (Hatte so seine Momente, aber kommt die meiste Zeit nicht zum Punkt. Bringt die Charaktere nicht richtig rüber und daher größtenteils uninteressant)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 16
Seiten gesamt: 5.092
Seiten pro Tag: 170 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 6
E-Book: 1
Comic/Manga/Graphic Novel: 6

Promised Neverland 1: Emma lebt in einem Waisenhaus, das von einer Schwester, die Mama genannt wird, beaufsichtigt wird. Jeden Tag haben sie Test und bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Doch nach der vermeintlichen Adoption eines Kindes erfährt sie und zwei Freunde, dass das Waisenhaus eine ganz andere Bestimmung erfüllt. – Langatmiger Einstieg, kommt dann etwas in Fahrt, bin aber noch nicht richtig überzeugt.

My genderless Boyfriend 3: Meguru arbeitet weiter fleißig an dem neuen Projekt „Unicorn Boys“. Seine Freundin Wako hingegen versucht eine neue Story von einem Manga-Autor zu ergattern, der sich ebenfalls für Genderless Boys interessiert und darüber eine Story erstellen will. Dabei versuchen beide weiterhin ihre Beziehung vor der Öffentlichkeit zu verbergen. – Ich liebe die unfassbare Herzlichkeit dieses Manga einfach!

Little Women: Jo March wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Familie March lässt sich jedoch nicht unterkriegen und räumt durch ein starkes Familienbündnis viele Hindernisse aus dem Weg. – Episodenartiger Klassiker über eine sympathische Familie.

Dunbridge Academy 1 – Anywhere: Emma geht für ein Auslandsjahr an die Dunbridge Academy in Edinburgh. Hier haben sich ihre Eltern damals kennengelernt und sie hofft Informationen über ihren Vater zu finden, der sie vor vielen Jahren verließ. Was sie nicht braucht ist Henry, der sympathische Schulsprecher, der ihr Herz zum klopfen bringt, schließlich bleibt sie nur ein Jahr. Und außerdem hat Henry eine Freundin. – Grundsätzliche schöne Young/New Adult Geschichte (die Grenze ist hier fließend), auch wenn ich mit ein paar Sachen nicht einverstanden war.

The gender of Mona Lisa 1: In einer Welt, in der Babys geschlechtlos geboren werden und meist im Alter von 12 sich selbst für ein Geschlecht entscheiden, ist Hinase mit 17 Jahren noch immer geschlechtslos. Als gleich zwei Freund*innen ihre Gefühle vortragen, ist Hinase noch verwirrter. – Ein schöner Manga mit vielen Fragen zum Thema Gender. Toll umgesetzt, freue mich auf die nächsten Bände.

Cyberempathie: Leon ist ein Erinnerungskonstrukteur in der Oberstadt von Skyscrape, wo alle durch das Cybernet gefühlsmäßig miteinander verbunden sind. Doch nach einem Vorfall wird er in die Unterstadt verbannt, wo raue Sitten herrschen. Nur mit Hilfe von Rade, einem Ex-Soldaten, überlebt er und findet sich in die neue Umgebung ein. Doch die Trennung vom Cybernet macht ihm schwer zu schaffen. Leon muss neu lernen Emotionen zu erkennen. – Absolut lesenswerter Sci-Fi Roman mit spannender und gleichzeitig tiefgründiger Handlung.

Gefesselt, bis du mich liebst: Im dritten Band steht die Reise nach Dubai an. Doch vorher muss Dorian Jane wiederfinden. In Dubai lernt Jane dann Maron kennen, die die Brüder ebenfalls begleitet. Nach den schlechten Erfahrungen mit Loona, versucht sie dennoch aufgeschlossen zu sein. – Funktioniert trotz des Auftauchens Marons weiterhin. Die Geschichte von Dorian und Jane bleibt mein Highlights von der Autorin.

High Hopes: Laura ergattert ihren Traumjob. Eine Assistenzärztinstelle in Phoenix. Dort findet sie sich nicht nur schnell ins Team ein, sondern ist auch angetan von Nash Brooks. Leider ist dieser ihr direkter Vorgesetzter und hat strenge Prinzipien, was Beziehungen angeht. Zwischen Visiten, Rettungseinsätzen und Operationen, knistert es dennoch. – Ava Reed schafft es einmal mehr mich mit ihrer Geschichte zu verzaubern, auch wenn der Cliffhanger am Ende absolut unnötig war!

Dilaras Wegträumgeschichten: In dieser Anthologie gegen Mobbing gibt es 16 Kurzgeschichten, die alle dazu dienen, mal eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Mit Drachen, Zentauren, Abenteuern, Liebe, ist alles vertreten. – Tolle Geschichten, die mich immer wieder überraschen konnten und tolle Botschaft gegen Mobbing.

Stolen 1Verwoben in Liebe: Abby Woods kommt auf die Darkenhall, ein Internat für schwer erziehbare Kinder. Dort wird ihnen geholfen, vor allem durch Bastian Tremblay beim Antiagressionstraining. Zusammen mit seinem Bruder Tristan ziehen sie Abby in ihren Bann, doch die merkt schnell, dass mit den beiden etwas nicht stimmt. Nachdem sie Bastians Ring stiehlt, kommt sie hinter ihr Geheimnis und muss einsehen, dass sie einen schrecklichen Fehler gemacht hat. – Tolle Grundidee, etwas vorhersehbare Umsetzung. War gleichzeitig fasziniert und gelangweilt.

Between your words: Jim kommt als Hilfspfleger ins Blue Ridge. Dort trifft er auf Thea, mit der er sofort auf einer Wellenlänge ist. Doch Thea hat eine besonders schwere Form der Amnesie und kann sich immer nur für fünf Minuten erinnern, bevor ihr Gedächtnis wieder gelöscht wird. – Sehr starker Auftakt, okayer Mittelteil, interessante Umsetzung des Themas. Hatte an Emma Scott aber höhere Erwartungen.

Süße Katze Chi 1: Chi ist eine lebhafte kleine Katze, die von ihrer Familie geliebt wird. Sie frisst gern, ist danach müde, aber gleichzeitig auch Abenteuerlustig. In kurzen Comicstrips erzählt das Buch Geschichten aus ihrem Alltag. – Süße zwischendurch Comicstrips für alle Katzenliebhaber*innen.

The Secret Book Club 4: Vlad kennt seine Frau Elena schon seit Kindheitstagen. Vor sechs Jahren haben sie geheiratet, damit Elena Russland verlassen kann und in den USA, wo Vlad erfolgreich Eishockey spielt, studieren kann. Doch Vlad erhofft sich mehr von der Ehe und versucht zusammen mit dem Secret Book Club diese zu retten. Nur, dass Elena plant nach Russland zurückzukehren. – Es ist wie nach Hause zu kommen in den Secret Book Club. Noch einmal eine völlig andere Geschichte und mit Vlad und Elena tolle Protagonist*innen.

Fire & Frost 1 – Vom Eis berührt: In einer Welt, in der es Menschen gibt, die das Feuer oder Eis beherrschen, sind genau diese im Krieg miteinander. Ruby lebt im vom Eiskönig beherrschten Gebiet, ist aber eine Fireblood. Als das entdeckt wird, muss sie sich in einem Kloster verstecken. Dort trifft sie auf Arcus, einem Frostblood, der sie unterrichtet ihr Talent zu kontrollieren. – So richtig bin ich nicht in die Geschichte reingekommen, aber dennoch hat sie mich interessiert. Mal schauen, ob ich weiterlese.

Attack on Titan 1: Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten. – Nachdem ich die Serie durchgebinged habe, habe ich den ersten Mangaband mal versucht. Der Mehrwert fehlt mir ein bisschen, aber irgendwie bin ich doch gehyped genug, um weiterzulesen.

My roommate is a cat 7: Autor Subaru hat unter seiner Veranda eine Kiste mit Kittens gefunden. Nun versucht er diesen neue Zuhause zu vermitteln. Haru ist dezent überfordert mit den neuen Mitbewohnern. – Wieder ein neuer Band mit der gleichen Liebe wie die Bände zuvor.

Wie war euer April? Was waren eure Highlights?

 

Queer Eye – Germany

Ein Vorwort

Seit inzwischen fünf Staffeln gibt es die Makeover-Serie mit den Fab Five in den USA. Für eine zusätzliche Staffel reisten sie nach Japan und arbeiteten dort mit Dolmetscher*innen, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Nun stand die Frage im Raum, ob es solche Specials auch noch mit anderen Ländern geben würden. Netflix beantwortete diese wohl vorerst mit Nein, doch die deutschen Fans bekamen schnell eine Alternative: Ein ganz neues Team. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Die Fab Five Germany sind Ayan, Aljosha, Leni, Jan-Henrik und David. Jede Folge reisen sie in eine andere Stadt und überraschen eine nominierte Person, deren Leben innerhalb einer Woche auf Vordermann gebracht wird. Dabei ist das oberste Ziel ein positives Lebensgefühl zu vermitteln.

Meine Meinung

Ein deutscher Ableger meiner absoluten Lieblingsserie? Das konnte entweder sehr cool oder eine absolute Vollkatastrophe werden. Dennoch versuchte ich völlig wertfrei an die Sache zu gehen und dem neuen Team eine Chance zu geben.
Umso gespannter war ich auf die Vorstellung des neuen Teams bestehnend aus Leni (Life), Ayan (Design), Aljosha (Health), David (Beauty) und Jan-Henrik (Fashion), womit die bisherigen Bereiche größtenteils übernommen wurden. Vom Design, dem Aufbau und dem Ablauf wurde sich stark ans Vorbild gehalten. Was vielleicht etwas kontraproduktiv war, denn gerade in der ersten Folge merkt man, wie die neuen Fab Five eher so wirken, als würden sie auswendiggelernte Phrasen aufsagen. Aktionen, die helfen sollen, um Kandidat 1 aufzulockern, wirken hölzern und wie zu sehr gewollt. So war ich nach der ersten Folge sehr ernüchtert, waren doch meine Befürchtungen irgendwo bestätigt.
Doch zum Glück hab ich der Serie weiterhin eine Chance gegeben, denn schon ab Folge 2 sind die Anfangsprobleme zwar nicht komplett weg, aber das Team geht weg von den vorgeschriebene Phrasen und findet ihre eigene Dynamik, wodurch sie wunderbar zusammen funktionieren. Natürlich muss man sich auch hier immer noch bewusst machen, dass die neuen Fab Five nicht die alten ersetzen oder widerspiegeln, sondern eigene Persönlichkeiten sind.  Und gerade das macht den Reiz auch die Serie weiter zu gucken aus.
Weil, was beide Serien eint, ist die wunderbare Herzlichkeit und das Verständnis, mit dem auf jede Lebenssituation reagiert wird. Und das ist auch hier ab Folge 2 in jeder Pore zu spüren. Ab da macht es einfach Spaß den Fabs zuzuschauen und ich konnte mich einfach von Folge zu Folge treiben lassen. Da war es am Ende schade, dass nach fünf Folgen schon wieder Schluss war.
Natürlich gibt es auch hier die Charaktere mit denen ich schneller warm geworden bin und welche, bei denen ich länger gebraucht habe. Gerade bei Jan-Henrik habe ich sehr lange gebraucht, um mit ihm warm zu werden. Aber irgendwann kriegen sie einen alle.

Das Fazit

Queer Eye – Germany braucht eine Folge, um sich zu finden und die eigenen Persönlichkeiten in den Vordergrund zu stellen, anstatt die Phrasen aus dem Original zu übernehmen. Danach überzeugt auch der Ableger mit Wärme, Herzlichkeit und einzigartigen Charakteren.

Rückblick auf den März 2022

Auf jeden Kinostarken Monat, folgt ein Schwacher. So scheint es zumindest in diesem Jahr bei mir zu sein. Dafür gab es die letzten Oscarvorbereitungen im Heimkino und ich hab meine Serienquartalsliste noch abgearbeitet bekommen. Das und mehr findet ihr in meinem medialen Rückblick auf den März.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

The Batman: Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.

Cinemathek: Die Schachnovelle: Dr. Josef Bartok ist ein angesehener Notar in Wien. Als die Nazis in Österreich die Macht übernehmen, wird es für ihn brenzlig, denn er verwaltet das Vermögen einiger adliger Österreicher. Bevor er flüchten kann, wird er von den Nazis in Gewahrsam genommen. Da er die Zugangsziffern zu den Konten verbrannt hat, wird er in die Sonderbehandlung geschickt, um ihn zu brachen und die Ziffern von ihm aus seinem Gedächtnis zu bekommen. – Stark gespielt, gute Umsetzung, im letzten Drittel etwas langatmig werdend.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Good morning, Vietnam: Adrian Cronauer wird während des Krieges nach Vietnam geschickt, um dort in der Radiostation zu moderieren. Während er sich bei seinen Vorgesetzten eher unbeliebt macht, schafft er es mit seiner witzigen und unterhaltenden Art die Truppen bei Laune zu halten. – Unter die Haut gehendes Drama über die kleinen Hoffnungsschimmer im Vietnamkrieg mit einem großartigen Robin Williams.

Mia und der weiße Löwe: Mia ist mit ihrer Familie nach Südafrika gezogen, weil ihr Vater dort eine Tierfarm eröffnet hat. Sie fühlt sich nicht richtig heimisch, bis ein weißes Löwenbaby geboren wird. Mia freundet sich zunehmend mit ihm an, doch ein Löwe ist eben kein Haustier. – Wenig Handlung, dafür fiel süßen Tiercontent. Ein Film für zwischendurch.

The Power of the Dog: Phil und George Burbank leben 1925 in Montana auf einer Farm. Während Phil eher menschenscheu ist und sein Männlichkeitsbild gerne lauthals verkündet, heiratet George die verwitwete Rose. Dies führt zu Spannungen mit Phil. Rose Sohn Peter kommt sie im Sommer besuchen und wird von Phil unter die Fittiche genommen, was seiner Mutter gar nicht gefällt. – Langatmig und zu lange ohne roten Faden erzählt, mit vielen blassen und einem hervorstechenden, aber sehr negativ in Erinnerung bleibendem Charakter. Konnte leider gar nicht überzeugen.

Tick, Tick … Boom!: Jonathan Larson steht kurz vor seinem 30. Geburtstag. Während er seinen Unterhalt in einem Diner verdient, versucht er mit seinem Musical den großen Durchbruch zu schaffen. Dafür gibt es Einblicke in seinen Alltag, aber auch in die Konflikte, die durch den Termindruck auf ihm lastet. – Tolle Lieder, aber etwas schwerfällige Handlung, dafür aber emotional umso mitreißender ist. 

Nightmare Alley: Stan Carlisle heuert bei einem Wanderjahrmarkt an und lernt dort auch den Illusionisten Pete kennen, von dem er einiges lernt. Übermütig brennt er mit der jungen Molly durch und sie bauen eine eigene Show auf. Als sich zwei Jahre später eine Chance auf einen großen Durchbruch bietet, wirft Stan alle Vorsicht und Regeln über Bord. – Brilliert im Schauspiel, Setting und Atmosphäre und hat ein gutes erstes Drittel, verliert sich darauf aber im Vorhersehbarem, wodurch er einiges an Qualität einbüßt. 

Being the Ricardos: Lucille Ball und ihr Mann Desi Arnaz drehen zusammen die beliebte Fernsehserie I love Lucy. Doch in einer schicksalshaften Woche passieren zwei Sachen gleichzeitig: Lucille wird als Kommunistin betitelt und Desi wird eine Affäre vorgeworfen. Nun versucht das Paar neben den Dreharbeiten damit zurecht zu kommen. – Ruhig erzählter Film mit starkem Schauspiel und starkem Drehbuch.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Cyrano: Cyrano de Bergerac kann ebenso gut mit Wörtern umgehen, wie auch mit dem Degen. Dennoch glaubt er bei seiner großen Liebe Roxanne keine Chance zu haben, da er kleinwüchsig ist. Als diese ihm dann auch gesteht, dass sie auf den Kadetten Christian steht, hilft er diesem beim Verfassen der Briefe. – Historisches Musical mit Peter Dinklage. Sah ganz interessant aus.

Morbius: Michael Morbius ist ein brillanter Arzt und leidet unter einer seltenen Blutkrankheit. Auf seiner verzweifelten Suche nach einer Heilung therapiert er sich selbst mit einem aus Fledermäusen gewonnenem Serum. Doch dabei geht etwas gewaltig schief. – Durchwachsene Kritiken und die Venom-Filme waren auch eher naja, aber dennoch bin ich neugierig.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Attack on Titan – Staffel 3 (Spannend, atemraubend und eine Achterbahnfahrt für mein Nervenkostüm. Das Finale hat mich zerstört)

Gilbert & Sadie – Staffel 1 (Süße Grundidee, leider sehr gleiche Folgen und zu naive Protagonistin. Hatte ich mir mehr von erhofft)

The world according to Jeff Goldblum – Staffel 2.2 (Kommt nicht mehr an Staffel 1 heran, aber je nach Folge durchaus noch gute Geschichten dabei)

Brooklyn 99 – Staffel 7 (Im großen und ganzen funktioniert die Serie noch, doch man merkt, dass die Luft eher raus ist.)

Mit Schirm, Charme & Melone – Staffel 4 (Warum Staffel 4 und wann wurde Staffel 1 gesehen? Sagen wir Amazon hat mich verarscht… Aber die Staffel funktioniert auch eigenständig sehr gut, spannende Folgen, voller britischer Eleganz)

The Big Show Show – Staffel 1 (Ganz witzig für Zwischendurch, man darf halt keinerlei Tiefgang erwarten und die schauspielerischen Leistungen sind auch sehr flach)

Romance is a bonus book – K-Drama (Sehr süß, tolle Geschichte und voller Liebe zu Büchern.)

Queer Eye Germany – Staffel 1 (Nach einer katastrophalen ersten Folge, voller gestelzter und auswenig gelernter Sätze, funktioniert der Ableger ab Folge 2 erstaunlich gut, auch wenn es nicht ans Original herankommt)

Requisiten – Staffel 1 (Auf der Suche nach ikonischen Requisiten aus der Disney-Geschichte. Zwischendurch ganz tolle Geschichten dabei, aber sehr ruhig und damit auch etwas langatmig aufgezogen)

Golden Girls – Staffel 2 (Auch hier noch einige witzige Einfälle dabei, aber vieles doppelt sich. Die erste Staffel war deutlich stärker)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 12
Seiten gesamt: 3.215
Seiten pro Tag: 104 im Durchschnitt
Taschenbuch: 5
E-Book: 1
Comic/Manga/Graphic Novel: 6

Death Note – Band 9-12: Während Mello größtenteils aus dem Spiel zu sein scheint, kommt Near Light immer weiter auf die Schliche. Es folgt der große Showdown. Wer gewinnt? Near oder Kira. – Gegen Ende noch einmal richtig spannend, auch wenn das Finale eher enttäuschend war.

Und du fliegst durch die Nächte: Julius kehrt nach einer langen Reise im Wohnmobil nach Berlin zurück, um mit seiner besten Freundin ein Café zu eröffnen. Bei einer Partynacht lernt er Romeo kennen, nicht wissend, dass es sich um den Star-DJ Ro handelt. Zwischen den beiden funkt es, doch Romeo hat mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen, die ihn immer wieder runterreißen wollen. – Zweiter Teil der Love is Love Reihe, bleibt ein bisschen hinter Band 1 zurück, erzählt aber trotzdem wieder eine starke Geschichte. Sophie Bichon schafft es mit Worten zu malen und einen so in Berlins Untergrundszene komplett eintauchen zu lassen.

Verführt bis du mich liebst: Jane und Dorian verbringen viel Zeit miteinander, doch die Probleme lassen Jane nicht los. Gleichzeitig treffen die Brüder zum ersten Mal auf Maron. – Toller zweiter Band, böser Cliffhanger, aber es war noch angenehm wenig Szenen mit Maron (ich bin mit ihr in der ersten Reihe einfach nicht warm geworden).

Quiet Girl: Debby ist introvertiert. In kurzen Comicstrips erzählt sie ihren Alltag und wieso manche Situationen sie vor Herausforderungen stellen. – Als Introvertierte in einer von Extrovertierten dominierten Welt habe ich mich auf jeder Seite dieser Graphic Novel so verstanden gefühlt! Absolutes Wohlfühlbuch.

Yelena Gans und die Weltausstellung: Im Jahr 2115 ist die pensionierte Privatdetektivin Yelena Gans mit ihrem Enkel auf der Weltausstellung unterwegs. Dieser freut sich darauf seinen Lieblingsstreamer Katerstrophisch zu sehen. Doch dieser schwebt in Gefahr und Yelena versucht dies zu verhindern. Doch eine mysteriöse Maschine durchkreuzt mehr als nur einen Plan. – Spannende Novelle, leichte Verwirrungen durch viele Charaktere, aber dafür auch einige humorvolle Szenen.

Free like the wind: Rae scheint im Leben still zu stehen. Kein Studium, abends arbeitet sie als Aushilfe in einem Kino. Um aus ihren Schulgefühlen, die sie seit einiger Zeit begleiten, auszubrechen, schlägt ihre Freundin Haven vor, dass Rae eine Wanderung machen könnte. Dabei wird sie ausgerechnet von Cayden begleiten. – Die Handlung war zwar relativ vorhersehbar, aber deswegen nicht weniger schön. Funktioniert nochmal besser als Band 1, da die Charaktere greifbarer sind. Eine tolle Auszeit in Kanada.

My genderless boyfriend 2: Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten? – Tolle Geschichten, absolut lebensbejaend und herzlich. Freue mich sehr auf Band 3.

Das Flüstern des Zwielichts: Die Gruppe rund um den Wanderer und die Bardin ziehen los, um das Licht auf den drei großen Türmen wieder zu entfachen. Dabei haben sie nicht nur Lurins Armee hinter sich, sondern auch einen fahlen Reiter. – Wunderschön poetisch geschrieben. Konnte mich aber leider nicht richtig packen. Wirkte wie ein typischer Zwischenband. Freue mich dennoch auf Band 3.

Spiritus Daemonis 2.1: Ein neuer Fall für die Spukbuster Theresa und Vince. Mit dabei ist der Dämon Male, der in den Smartphones der beiden festsitzt. Diesmal geht es in ein Krankenhaus. Ein Komapatient ist zwischendurch über den Gang spaziert. Wagemutig treten die Spukbusters den Fall an. Doch auf das, was ihnen bevorsteht, waren sie nicht vorbereitet. – Spannende Chatstory. Deutlich komplexer als Band 1 und mit echt fiesem Cliffhanger.

 

Attack on Titan

Ein Vorwort

Ihr kennt mich eher als Animemuffel, weswegen ich auch selten Serien aus dem Bereich schaue. Doch manchmal braucht man nur die eine Serie, die alles ändert. Und so habe ich nach Violet Evergarden die zweite Animeserie gefunden, die mir gefiel. Wieso „gefallen“ ein sehr schwacher Ausdruck für mein durchbingen dieser Serie ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten.

Aus Spoilergründen verzichte ich darauf die Handlungen der einzelnen Staffeln zu beschreiben

Staffel 1

Nach einer ganz kurzen Einführungsphase der Welt und der ersten Charaktere geht es gleich spannend los. Die Welt wird auf den Kopf gestellt und es geht los mit der militärischen Ausbildung. Dabei geht es fast durchgehend rasant zu und wir lernen immer wieder neue Charaktere kennen. Dabei ist gerade die erste Hälfte noch im Bereich „okay“, aber spätestens ab der zweiten Hälfte, wenn es um den Aufklärungstrupp geht (und mein absoluter Lieblingscharakter auftaucht) wird es so spannend und fesselnd, wie ich es lange bei keiner Serie mehr hatte.
Dabei ist vor allem der Weltenbau absolut faszinierend. Durch die Mauern ist die Welt natürlich begrenzt, aber die ganze Geschichte, die erst nach und nach entschlüsselt wird, ist unglaublich spannend und faszinierend. Die Charaktere sind sehr durchwachsen und man sollte sich überlegen, an wen man sein Herz hängt. Durch die durchschnittliche Episodenlänge von 25 Minuten lässt sich die Serie gut durchbingen. Bzw. lassen die Cliffhanger und spannenden Folgen es auch gar nicht anders zu.

Staffel 2

Nach dem Ende der ersten Staffel – was tatsächlich auch einen Sinnabschnitt beendete – konnte ich gar nicht anders, als mir sofort Staffel 2 zuzulegen. Ohne große Umschweife geht es hier direkt spannend weiter und wieder hält uns die Staffel komplett in Atem. Es werden neue Fragen aufgemacht, während andere beantwortet werden.
Vor allem war es hier aber auch an vielen Stellen einfach wieder ein Bangen, was mit den liebgewordenen Charakteren passiert. Da die Handlung an mehreren Schauplätzen spielt, wird das Bangen auch gern in die Länge gezogen. Auch hier gibt es keine andere Chance außer die Staffel durchzubingen. Da sie im Vergleich sehr kurz ist (12 Folgen), geht das hier noch einmal schneller.
Dabei sei hier auch noch einmal auf die tollen Zeichnungen und Animationen hingewiesen, die an einigen Stellen einem Gemälde ähneln – vor allem, wenn es um die Wolken und den Himmel geht. Einfach wunderschön.

Staffel 3

Staffel 3 war dann diejenige, die mich völlig fertig gemacht hat. Am Ende habe ich nur noch geweint (ich sagte doch, man soll drauf achten, an welche Charaktere man sein Herz hängt… sagen wir, das ist aus Erfahrung). Doch von vorne. Nach der kurzen zweiten Staffel ist Staffel 3 wieder mit einer normalen Länge (22 Episoden) am Start. Während gerade am Anfang viel politisches beigemischt ist, geht es auch um die Vergangenheit einiger Charaktere und wie sie zu dem geworden sind, was sie jetzt sind. Nebenbei wird auch die Handlung deutlich vorangetrieben. Während es einige spannende Höhepunkte über die Staffel verteilt gab, ist es gerade das Finale der dritten Staffel, die noch einmal alles rausreißt. Unter anderem mein Herz. Schaut euch die Serie trotzdem an! Sie ist einfach nur gut!
Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig als auf die vollständige Ausstrahlung der finalen vierten Staffel zu warten.

Rückblick auf das 1. Quartal 2022

Können wir kurz darüber reden, dass das erste Quartal 2022 schon wieder vorbei ist? Da ich gefühlt im Dauerstress war (irgendwie ist schon fast Mai), ging die Zeit für mich noch einmal besonders schnell rum. Dennoch konnte ich einige Highlights im medialen Bereich verzeichnen und um genau die soll es heute gehen: Meine jeweiligen Top 5 aus Kino, Film, Serie und Buch aus der Zeit Januar-März 2022.

Meine fünf Kino Highlights

Wunderschön: Sonja ist nach der Geburt ihres zweiten Kindes unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Körper. Ihr Mann Milan versucht sie zu unterstützen, hat aber selbst gerade eine Beförderung angenommen und ist damit im Stress. Ihre beste Freundin Vicky hingegen glaubt nicht die große Liebe und Beziehungen, doch der neue Sportlehrer hat es ihr angetan. Julie will unbedingt an den Laufsteg, doch ihre Agentin ist der Ansicht, dass sie dafür zu dick und zu konventionell sei. Frauke hat sich auf die Rente ihres Mannes gefreut. Doch eigentlich ist sie nur gefrustet, weil er sie und ihre Wünsche zu ignorieren scheint. Ein Tangokurs soll Abhilfe schaffen. Dann ist da noch Leyla, die durch ihr Gewicht in der Schule gemobbt wird. Ausgleich findet sie im Baseball. – Ein Film, bei dem der Name Programm ist. Rührende Geschichten, Frauenpower von allen Seiten und doch die Erlaubnis auch mal schwach sein zu dürfen.

Marry Me: Die Popikone Kat Valdez und ihr Freund Bastian wollen bei einem Liveevent heiraten. Passend dafür haben sie das Duett Marry Me herausgebracht. Doch als sie kurz vor ihrem Auftritt erfährt, dass Bastian sie mir ihrer Assistentin betrogen hat, beschließt sie kurzerhand den Mathelehrer Charlie Gilbert aus dem Publikum zu heiraten. Dieser ist eigentlich gar kein Fan, sondern wollte seine Tochter beeindrucken, die sich seit der Scheidung immer weiter von ihm entfernte. Dennoch sagt er ja. Beide sind geschockt von ihrer spontanen Hochzeit und beschließen erst einmal herauszufinden, ob die Beziehung funktionieren kann. – Eine supersüße RomCom, die bewusst Klischees einsetzt, diese aber auf schöne und berührende Art umsetzt.

The Batman: Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.

Belfast: Der zehnjährige Buddy lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben. – Schwerer und doch sehr leichter Film über die Situation in Belfast, wunderbar erzählt aus Kindersicht.

Matrix 4: Bugs findet ein altes Modul, in dem sie Hinweise auf den Verbleib von Neo und Trinity vermutet. Gleichzeitig ist Thomas Anderson in Therapie, um seine Realitätsentfernungen in Griff zu bekommen. Als gefeierter Game-Designer soll er nun eine Fortsetzung zu seiner erfolgreichen Spielreihe „Matrix“ gestalten. – Auch wenn die Matrix-Reihe keine Fortsetzung gebraucht hätte, ist dies wohl die einzig logische. Dabei sehr viel Nostalgie mit eingebracht.

Meine fünf filmischen Highlights

Kikis kleiner Lieferservice: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Ein süßer unaufgeregter Anime.

Good Morning Vietnam: Adrian Cronauer wird während des Krieges nach Vietnam geschickt, um dort in der Radiostation zu moderieren. Während er sich bei seinen Vorgesetzten eher unbeliebt macht, schafft er es mit seiner witzigen und unterhaltenden Art die Truppen bei Laune zu halten. – Unter die Haut gehendes Drama über die kleinen Hoffnungsschimmer im Vietnamkrieg mit einem großartigen Robin Williams.

Being the Ricardos: Lucille Ball und ihr Mann Desi Arnaz drehen zusammen die beliebte Fernsehserie I love Lucy. Doch in einer schicksalshaften Woche passieren zwei Sachen gleichzeitig: Lucille wird als Kommunistin betitelt und Desi wird eine Affäre vorgeworfen. Nun versucht das Paar neben den Dreharbeiten damit zurecht zu kommen. – Ruhig erzählter Film mit starkem Schauspiel und starkem Drehbuch.

Avengers: Endgame: Avengers Endgame schließt nahtlos an Infinity War an. Die überlebenden Helden raufen sich zusammen. Die Idee ist es Thanos aufzuspüren und mithilfe des Zeitsteins die Zeit zurückzudrehen. Dies funktioniert jedoch nicht. Nun müssen sich die Helden dem Unausweichlichen stellen und versuchen weiterzumachen. Das gelingt jedoch nicht allen. Bis ein verschollen geglaubter Held auftaucht und eine neue Idee bringt. Und so wappnen sich die Avengers für den letzten großen Kampf. – Avengers – Endgame ist der Film, den die Fans nach 11 Jahren Franchise und 21 Vorgängerfilmen einfach verdient haben. Er ist emotional, spannend, witzig, nostalgisch und einfach die logische Konsequenz aus allem davor gewesenem. Danke Marvel für diesen Film!

Everest: Ein Forschungsteam hat einen Yeti aus dem Himalaya entführt und in ein Labor gesperrt. Dieser kann jedoch flüchten und versteckt sich auf dem Dach eines Wohnhauses in Shanghai. In diesem Haus lebt Yi, die sich nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Mutter und Großmutter entfernt hat. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden sich beide schnell an und Yi beschließt Everest nach Hause zu bringen. Doch das Forscherteam ist ihnen dicht auf den Fersen. – Ein berührender Film über Freunschaft, Familie und Trauerverarbeitung, der es perfekt schafft sowohl Witze für die Kleinen, aber auch gute Dialoge für die Großen einzubauen und dabei kein Auge trocken lässt, sowohl durch Lachen, als auch durch traurige Szenen. Große Empfehlung!

Meine fünf serienlastigen Highlights

Extraordinary You – K-Drama: Dan-o stellt fest, dass ihr Leben Teil eines Comics ist. Doch statt wie vermutet ist sie nicht die Protagonistin, sondern nur die Nebendarstellerin. Sie ist verlobt mit Geyong/Kyung, der sie aber nicht leiden kann, und hat ein schwaches Herz. Hoffnung schöpft sie als die Nummer 13 in ihrer Klasse kennenlernt, der vom Autor nicht mal einen Namen bekam, daher nennt sie ihn Haru. Zusammen versuchen sie ihr Schicksal und den Willen des Autors zu brechen. – Eine zuckersüße Liebesgeschichte mit allerlei Witz und Spannung durch die Comichintergrundgeschichte. Einfach herzerwärmend.

Attack on Titan – Staffel 1-3: Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten. – Spannende Animeserie, immer wieder überraschende Wendungen, faszinierender Weltenbau, tolle Charaktere und einfach eine Herzensserie.

Queer Eye – Staffel 5: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. – Auch die fünfte Staffel ist einfach nur wieder herzerwärmend, witzig, rührt zu Tränen und erzählt so viele tolle Geschichten.

Miracle Workers – Staffel 3: Nach einigen sehr harten Jahren beschließt ein Dorf sich auf den Weg nach Oregon zu machen. Reverend Ezekiel Brown ist zwiegespalten, ob sie die Reise wirklich schaffen können, doch der Revolverheld Benny the Teen verspricht ihnen den Weg zu weisen – allerdings versucht er damit eher der Hand des Gesetzes zu entgehen. So ist es an Prudence Aberdeen und dem Reverend halbwegs für Ordnung zu suchen. Denn der Weg ist lang und beschwerlich. – Die dritte Staffel der Anthologieserie befasst sich mit dem Oregon Trail und schafft es wieder durch eine hohe Gagdichte und tolle – wenn auch sehr überzeichnete – Charaktere zu überzeugen.

W – K-Drama: Oh Yeon-joo ist Assistenzärztin und Tochter des berühmten Comicautors Oh Sung-moo. Als sie ihren Vater besucht landet sie aus Versehen in seinem Comic W und trifft auf den Protagonisten Kang Cheol. Während sie zunächst nur versucht in ihre Welt zurückzukehren, verstrickt sie sich immer mehr in Kang Cheols Suche nach dem Mörder seiner Familie. – Spannendes K-Drama zwischen realer und Comicwelt, gut durchdacht, witzig, tolle Charaktere.

Meine fünf buchigen Highlights

Die Friedensformel: Der Wissenschaftler Alfred Simons wurde nach der Entdeckung einer Formel, die den Klimawandel stoppen konnte, nun beauftragt, die Formel für den Weltfrieden zu finden. Tatsächlich wird er fündig und präsentiert diese. Doch dafür ist der Suizid einer bestimmten Person notwendig. Und die Frage kommt auf: Würde man sich selbst für den Weltfrieden opfern? – Interessante Idee, spannende und zum nachdenken anregende Umsetzung.

Assassins Wood: Penta ist ein Todesreiter, als der Bürokrat in der Verwaltung der Assassinen-Gilde. Durch einen Unfall ist er jedoch gezwungen ein paar Regeln zu dehnen. Dadurch kreuzt sein Weg den der Feuerlackfabrik-Erbin Tonia Fill, die sich sicher ist, dass Assassinen existieren. Aus der Not heraus schließen sie eine Allianz. Immer mit dabei ist Pentas Dunkelnetzschnüffler Wurzel, der Bonsai. – Funtasy vom Feinsten! Tolle Charaktere, tolles Setting, witzige Ideen, tolle Handlung. Lest dieses Buch!

Und du fliegst durch die Nächte: Julius kehrt nach einer langen Reise im Wohnmobil nach Berlin zurück, um mit seiner besten Freundin ein Café zu eröffnen. Bei einer Partynacht lernt er Romeo kennen, nicht wissend, dass es sich um den Star-DJ Ro handelt. Zwischen den beiden funkt es, doch Romeo hat mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen, die ihn immer wieder runterreißen wollen. – Zweiter Teil der Love is Love Reihe, bleibt ein bisschen hinter Band 1 zurück, erzählt aber trotzdem wieder eine starke Geschichte. Sophie Bichon schafft es mit Worten zu malen und einen so in Berlins Untergrundszene komplett eintauchen zu lassen.

Quiet Girl: Debby ist introvertiert. In kurzen Comicstrips erzählt sie ihren Alltag und wieso manche Situationen sie vor Herausforderungen stellen. – Als Introvertierte in einer von Extrovertierten dominierten Welt habe ich mich auf jeder Seite dieser Graphic Novel so verstanden gefühlt! Absolutes Wohlfühlbuch.

My genderless boyfriend – 1+2: Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten? – Tolle Geschichten, absolut lebensbejaend und herzlich. Freue mich sehr auf Band 3.

Was waren eure Highlights?