Neulich in der Sneak: 3 Engel für Charlie

Ein Vorwort

Auch 2020 geht es weiter mit den Remakes/Reboots, aber auch mit der Frauenpower. Im Gegensatz zu Ghostbusters oder Oceans Eight waren Charlies Engel aber schon immer Frauen, wurden hier aber neu besetzt. Diesmal jedoch mit Elizabeth Banks auch mit einer Regisseurin. Sie bekam die Aufgabe die Engel international zu machen. Das dies zuletzte bei Men in Black nicht funktionierte, schieb niemanden zu stören. Wie das den Engeln bekommt, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Die Informatikerin Elena Houglin (Naomi Scott) arbeitet in der Forschungsabteilung einer großen Firma in Hamburg. Als sie entdeckt, dass ihr neuestes Projekt als Waffe einsetzbar ist, meldet sie dies ihrem Vorgesetzten. Als sie dort auf taube Ohren stößt, wendet sie sich an die Agency. Bosley (Djimon Hounsou) und sein Team aus Sabina (Kristen Stewart) und Jane (Ella Balinska) versucht ihr zu helfen.

Meine Meinung

Ich habe bisher noch nie etwas Nettes über Kristen Stewart geschrieben. Bisher konnte sie mich auch noch mit keinem Film wirklich vom Gegenteil überzeugen. Ihre aussagelose Miene zeigte sie einfach in einem Film zu viel und gerade Snow White & the Huntsman hat sie mir damit auch ganz schön zerstört. Aber da sage mal einer, dass sich eine Schauspielerin nicht doch ändern kann. 2016 sah ich sie zum letzten Mal in Café Society und in diesen drei Jahren scheint sie eine Wandlung durchgemacht zu haben, die ihresgleichen sucht. Oder sie hat in der Rolle der Sabina einfach nur ihre Lebensrolle gefunden. Denn was sie hier abliefert, ist zwar noch immer keine tiefgründige Schauspielleistung, aber eine ganze Reihe an Gesichtsausdrücken, man merkt ihr deutlich den Spaß am Spielen an und darf ich anmerken, dass sie in einigen Szenen einfach nur heiß ist? So das musste gesagt werden.
Ihr zur Seite stehen Naomi Scott – zuletzt zu sehen in der Aladdin Realverfilmung – und Ella Balinska. Außerdem spielt Elizabeth Banks natürlich auch in ihrem Film mit. Als eine der Bosleys, das inzwischen kein Name mehr, sondern eine Rangbezeichnung ist, weswegen es auch mehrere gibt. Ebenfalls mit von der Partie sind Sam Clafin, Patrick Stewart, Djimon Hounsou und Jonathan Tucker.
Gerade am Anfang krankt der Film ein wenig an der üblichen „Origin“-Story. Das Team wird neu gebildet und muss erst einmal mit den unterschiedlichen Charakteren in Harmonie geraten. Gerade die erste halbe Stunde bestand aus meinem ständigen Kopfschütteln. Aber nach und nach wird man mit dem Film und seinen Charakteren immer wärmer. Und gerade das große Finale ist dann eben auch genau das: Ein Finale, das sich absolut sehen lässt. Hier hat sich der Film final eingegroovt und zeigt noch einmal ausschweifend, was es mit dem Charakteraufbau jeweils auf sich hatte.
So ist der Film durchaus größtenteils spannend, stellenweise wirklich witzig, stellenweise wirkt aber auch alles etwas erzwungen. Dennoch ist die Aussicht auf  einen zweiten Teil mit den gleichen Charakteren durchaus aussichtsreich.

Das Fazit

3 Engel für Charlie braucht seine Zeit, um sich einzugrooven, aber das starke Finale macht so viel wett, dass man sich auf die Fortsetzung ohne die Kinderkrankheiten einer „Team muss sich finden“-Story freut. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

3 Engel für Charlie läuft seit dem 02.01.2020 in den deutschen Kinos.

4 Gedanken zu „Neulich in der Sneak: 3 Engel für Charlie

  1. „Cafe Society“ habe ich bisher nicht gesehen. Aber Kristen Stewart hat auch davor längst bewiesen, dass sie mehr als nur einen Gesichtsausdruck (den aus „Twilight“, ich weiß, weil das kommt immer als Referenz) drauf hat. Für mich ist sie schon seit langem eine der besten Schauspielerinnen der neueren Garde. „Charlies Angels“ hab ich noch nicht gesehen, steht aber auf meiner Watchlist. 🙂

    Liken

    • In welchen Filmen hast du das denn festgestellt? Fand sie eben neben Twilight auch in Snow White & the Huntsman ganz schlimm. Nicht schlimm, aber auch nicht gut, fand ich sie in Café Society oder Still Alice. Also gerne her mit den Filmtipps 🙂

      Gefällt 1 Person

      • Ms. Stewart spielt gern mal in kleinen Independent-Produktionen mit (weshalb sie ihr Brot wahrscheinlich mit Filmen wie „Twilight“ verdienen muss), in denen sie gern die etwas abseitigen Figuren darstellt. Und da zeigt sich dann ihr ganzes Können!
        Empfehlungen:
        „Welcome to the Rileys“, wo sie neben Gandolfini glänzt (was man auch erstmal schaffen muss)
        „The yellow handkerchief“
        „Clouds of Sils Maria“ (in einer kleinen, aber feinen Nebenrolle)
        „Personal Shopper“ (der einzig durch ihre Präsenz ungemein gewinnt) und
        „Cake Eaters“, der zwar an anderen Dingen krankt, aber sicher nicht an ihrer Performance. Dazu bei Interesse gern hier meine damalige Kritik:
        https://stepnwolf.wordpress.com/2017/05/03/52filmsbywomen-the-cake-eaters-von-mary-stuart-masterson/

        Das sollte als Input reichen. 😉 Es gäbe aber noch ein, zwei andere Filme, die durch Kristen Stewart ungemein bereichert werden… 🙂

        Gefällt 1 Person

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