Rückblick auf den April 2022

Und da ist auch der April mit Ostern wieder vorbei. Diesmal war er sehr leseintensiv, da ich zu Ostern einen Lesemarathon gemacht habe. Gleichzeitig war ich aber auch krank, weswegen ich nicht so oft ins Kino konnte, wie ich wollte.
Dies ist übrigens für Mai mein einziger Beitrag. Ich verabschiede mich in den Urlaub, der durch meine Hochzeit und Flitterwochen ein bisschen länger als üblich ausfällt. Wir lesen uns hoffentlich im Juni wieder!

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Morbius: Dr. Michael Morbius leidet an einer seltenen Blutkrankheit. Für ein Heilmittel reist der Medizin-Nobelpreisträger nach Costa Rica, um dort seltene Fledermäuse zu fangen und aus ihnen ein Serum zu entwickeln. Nachdem er es sich iniziert hat, verwandelt er sich jedoch und gerät in einen Blutrausch. Er entscheidet, dass die Auswirkungen zu heftig sind und versucht die Negativwirkungen unter Kontrolle zu bekommen. Doch sein Freund Milo, der unter der gleichen Krankheit leidet, findet es und injiziert es sich ebenfalls. Nun muss Morbius ihn aufhalten und sich selbst unter Kontrolle halten. – Leider ein kompletter Reinfall. Hier stimmt weder die Geschichte, noch das Schauspiel und erst Recht nicht die Optik.

Phantastische Tierwesen 3 – Dumbledores Geheimnisse: Gellert Grindelwald muss noch immer aus dem Untergrund agieren. Doch Dumbledore (Jude Law) befürchtet, dass der deutsche Zaubererminister Anton Vogel ihn frei sprechen könnte und schickt daher das Team rund um den Magizoologen Newt Scamander nach Deutschland. Da Grindelwald aber durch ein magisches Wesen stellenweise in die Zukunft sehen kann, müssen sie versuchen möglichst unplanmäßig vorzugehen. – Strukturierter als der Vorgänger, aber dennoch mit einigen Ecken und Kanten. Funktioniert nur größtenteils.

Eingeschlossene Gesellschaft: Freitag Nachmittag sind noch sechs Lehrer*innen im Lehrer*innenzimmer als ein verzweifelter Vater mit einer Schusswaffe eindringt. Seinem Sohn fehlt ein Punkt für die Zulassung zum Abitur. Die Konferenz soll nun vorgezogen werden. Dabei tun sich so einige Abgründe auf. – Solide Komödie, die leider manche Themen zu unreflektiert lässt.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich Little Women (nachdem ich das Buch gelesen habe) und Phantastische Tierwesen 2 – Grindelwalds Verbrechen (in Vorbereitung auf den dritten Teil).

Charade: Reggie Lampert will nach einem Skiurlaub eigentlich die Scheidung einreichen. Doch ihr Mann hat nicht nur das komplette Mobiliar verkauft, sondern wird auch ernordet. In der schweren Zeit suchen sie drei Männer heim, die auf der Suche nach etwas sind, dass Reggies Mann gehört hat. Sie findet unerwartet Hilfe in dem undurchsichtigen Peter Joshua. – Spannendes Katz und Maus Spiel mit Audrey Hepburn.

Rot: Meilin Lee ist 13 und während sie in der Schule ein klassischer Teenager ist und mit ihren Freundinnen für eine angesagte Boyband schwärmt, ist sie zu Hause die absolute Vorzeigetochter. Doch bei einem starken Emotionsausbruch verwandelt sie sich auf einmal in einen roten Panda. Laut ihrer Mutter ist das ein Familienfluch und sie kann das bei einer Zeremonie beim nächsten roten Mond beseitigen. Solange soll sie sich isolieren. Doch als Meilin merkt, dass ihre Freundinnen sie beruhigen können, versucht sie ihren Alltag zu normalisieren. Vor allem, weil ein Konzert der Boyband ansteht. – Gute Grundidee, okaye Umsetzung, hätte mehr gekonnt.

Death to 2021: Nach Death to 2020 gibt es auch für 2021 einen etwas anderen Jahresrückblick, der sich mit einem Augenzwinkern mit den Geschehnissen aus dem vergangenen Jahr auseinander setzt. – Ein paar witzige Ideen, gut für Zwischendurch.

Das Schloss im Himmel: Die Waisin Sheeta wird erst von dem undurchsichtigen Musca und dann von Piraten entführt. Dadurch landet sie in einem Bergarbeiterdorf und trifft auf Pazu, ebenfalls Waise. Er beschließt ihr zu helfen und zusammen wollen sie die geheimnisvolle Stadt im Himmel finden. Dabei kommen ihnen unverhofft die Piraten zur Hilfe. – Spannender Animeklassiker, mit tollen Bildern und tollen Charakteren.

S.U.M. 1: im Jahr 2070 lebt die Menschheit unter der Erde. Überirdisch gibt es Kontrollposten, die Soldaten für je 100 Tage bewachen. S.U.M.1 ist einer von ihnen. Doch die Isolation und Monotonie führen zu Paranoia, die den Einsatz sichtlich erschweren. – Trotz Kammerspielartigem Setting und fast Soloperformance von Iwan Rheon spannend, beklemmend und düster. Durchaus sehenswert.

The Disaster Artist: Der Film The Room hat inzwischen Kultstatus, vor allem, da Tommy Wiseau noch immer viele Rätsel aufgibt. Dies ist die Entstehungsgeschichte des absurden Films. – Ich hab The Room nicht gesehen, aber schon die Entstehung war mir zu abgedreht und der Film dadurch zu langatmig. Konnte mich nicht überzeugen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Lost City: Bestsellerautorin Loretta Sage schreibt Liebes- und Abenteuerromane. Auf einer Lesereise wird sie von dem Milliardär Fairfax entführt, der glaubt, dass es den antiken Schatz aus Lorettas Büchern wirklich gibt. Zur Hilfe eilt ihr das Covermodel Alan, der beweisen will, dass er ebenso ein Held sein kann, wie die Buchfigur, die er darstellt. – Der Trailer sah so drüber aus, dass er schon wieder lustig war. Mal schauen, was der ganze Film kann.

Downton Abbey 2: Nach Beendigung der Serie und einem ersten Kinofilm gibt es ein erneutes Wiedersehen mit Familie Crawley und Downton Abbey. Diesmal stören Filmarbeiten die Idylle und die Familie reist kurzerhand nach Frankreich. wo Violet Crawley ein Haus geerbt hat. Doch das wirft allerlei Fragen auf. – Downton Abbey ist stets ein nach Hause kommen. Ich freu mich auf das Wiedersehen mit den geliebten Charakteren.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich Friends – Staffel 3 (We were on a break!)

The Home Edit – Staffel 2 (Auch in der zweiten Staffel wieder voller guter Tipps, schönen Regenbögenhäusern und sehr viel Lebensfreude)

Bridgerton – Staffel 2 (Wesentlich langatmiger als Staffel 1 und steht sich bei den Charakteren ein wenig selbst im Weg, wodurch die Herzlichkeit ziemlich verloren geht. Schade)

Death Note – Teil 1 (Sehr manganahe Umsetzung. Da dieser sehr dialoglastig ist, funktioniert der Anime zwar, bietet aber kaum einen Mehrwert.)

LOL – Last One Laughing – Staffel 1-2 (Eigentlich nicht wirklich lustig, da auch viel Fäkalhumor vorkommt, aber dennoch zieht die Serie einen in den Bann.)

Do Do Sol Sol La La Sol – K-Drama (Schwieriger Einstieg, toller und starker Mittelteil voller Liebe zur Musik und toller Liebesgeschichte und tollen Charakteren, leider sehr schwaches Ende)

Truth Seekers – Staffel 1 (Hatte so seine Momente, aber kommt die meiste Zeit nicht zum Punkt. Bringt die Charaktere nicht richtig rüber und daher größtenteils uninteressant)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 16
Seiten gesamt: 5.092
Seiten pro Tag: 170 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 6
E-Book: 1
Comic/Manga/Graphic Novel: 6

Promised Neverland 1: Emma lebt in einem Waisenhaus, das von einer Schwester, die Mama genannt wird, beaufsichtigt wird. Jeden Tag haben sie Test und bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Doch nach der vermeintlichen Adoption eines Kindes erfährt sie und zwei Freunde, dass das Waisenhaus eine ganz andere Bestimmung erfüllt. – Langatmiger Einstieg, kommt dann etwas in Fahrt, bin aber noch nicht richtig überzeugt.

My genderless Boyfriend 3: Meguru arbeitet weiter fleißig an dem neuen Projekt „Unicorn Boys“. Seine Freundin Wako hingegen versucht eine neue Story von einem Manga-Autor zu ergattern, der sich ebenfalls für Genderless Boys interessiert und darüber eine Story erstellen will. Dabei versuchen beide weiterhin ihre Beziehung vor der Öffentlichkeit zu verbergen. – Ich liebe die unfassbare Herzlichkeit dieses Manga einfach!

Little Women: Jo March wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Familie March lässt sich jedoch nicht unterkriegen und räumt durch ein starkes Familienbündnis viele Hindernisse aus dem Weg. – Episodenartiger Klassiker über eine sympathische Familie.

Dunbridge Academy 1 – Anywhere: Emma geht für ein Auslandsjahr an die Dunbridge Academy in Edinburgh. Hier haben sich ihre Eltern damals kennengelernt und sie hofft Informationen über ihren Vater zu finden, der sie vor vielen Jahren verließ. Was sie nicht braucht ist Henry, der sympathische Schulsprecher, der ihr Herz zum klopfen bringt, schließlich bleibt sie nur ein Jahr. Und außerdem hat Henry eine Freundin. – Grundsätzliche schöne Young/New Adult Geschichte (die Grenze ist hier fließend), auch wenn ich mit ein paar Sachen nicht einverstanden war.

The gender of Mona Lisa 1: In einer Welt, in der Babys geschlechtlos geboren werden und meist im Alter von 12 sich selbst für ein Geschlecht entscheiden, ist Hinase mit 17 Jahren noch immer geschlechtslos. Als gleich zwei Freund*innen ihre Gefühle vortragen, ist Hinase noch verwirrter. – Ein schöner Manga mit vielen Fragen zum Thema Gender. Toll umgesetzt, freue mich auf die nächsten Bände.

Cyberempathie: Leon ist ein Erinnerungskonstrukteur in der Oberstadt von Skyscrape, wo alle durch das Cybernet gefühlsmäßig miteinander verbunden sind. Doch nach einem Vorfall wird er in die Unterstadt verbannt, wo raue Sitten herrschen. Nur mit Hilfe von Rade, einem Ex-Soldaten, überlebt er und findet sich in die neue Umgebung ein. Doch die Trennung vom Cybernet macht ihm schwer zu schaffen. Leon muss neu lernen Emotionen zu erkennen. – Absolut lesenswerter Sci-Fi Roman mit spannender und gleichzeitig tiefgründiger Handlung.

Gefesselt, bis du mich liebst: Im dritten Band steht die Reise nach Dubai an. Doch vorher muss Dorian Jane wiederfinden. In Dubai lernt Jane dann Maron kennen, die die Brüder ebenfalls begleitet. Nach den schlechten Erfahrungen mit Loona, versucht sie dennoch aufgeschlossen zu sein. – Funktioniert trotz des Auftauchens Marons weiterhin. Die Geschichte von Dorian und Jane bleibt mein Highlights von der Autorin.

High Hopes: Laura ergattert ihren Traumjob. Eine Assistenzärztinstelle in Phoenix. Dort findet sie sich nicht nur schnell ins Team ein, sondern ist auch angetan von Nash Brooks. Leider ist dieser ihr direkter Vorgesetzter und hat strenge Prinzipien, was Beziehungen angeht. Zwischen Visiten, Rettungseinsätzen und Operationen, knistert es dennoch. – Ava Reed schafft es einmal mehr mich mit ihrer Geschichte zu verzaubern, auch wenn der Cliffhanger am Ende absolut unnötig war!

Dilaras Wegträumgeschichten: In dieser Anthologie gegen Mobbing gibt es 16 Kurzgeschichten, die alle dazu dienen, mal eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Mit Drachen, Zentauren, Abenteuern, Liebe, ist alles vertreten. – Tolle Geschichten, die mich immer wieder überraschen konnten und tolle Botschaft gegen Mobbing.

Stolen 1Verwoben in Liebe: Abby Woods kommt auf die Darkenhall, ein Internat für schwer erziehbare Kinder. Dort wird ihnen geholfen, vor allem durch Bastian Tremblay beim Antiagressionstraining. Zusammen mit seinem Bruder Tristan ziehen sie Abby in ihren Bann, doch die merkt schnell, dass mit den beiden etwas nicht stimmt. Nachdem sie Bastians Ring stiehlt, kommt sie hinter ihr Geheimnis und muss einsehen, dass sie einen schrecklichen Fehler gemacht hat. – Tolle Grundidee, etwas vorhersehbare Umsetzung. War gleichzeitig fasziniert und gelangweilt.

Between your words: Jim kommt als Hilfspfleger ins Blue Ridge. Dort trifft er auf Thea, mit der er sofort auf einer Wellenlänge ist. Doch Thea hat eine besonders schwere Form der Amnesie und kann sich immer nur für fünf Minuten erinnern, bevor ihr Gedächtnis wieder gelöscht wird. – Sehr starker Auftakt, okayer Mittelteil, interessante Umsetzung des Themas. Hatte an Emma Scott aber höhere Erwartungen.

Süße Katze Chi 1: Chi ist eine lebhafte kleine Katze, die von ihrer Familie geliebt wird. Sie frisst gern, ist danach müde, aber gleichzeitig auch Abenteuerlustig. In kurzen Comicstrips erzählt das Buch Geschichten aus ihrem Alltag. – Süße zwischendurch Comicstrips für alle Katzenliebhaber*innen.

The Secret Book Club 4: Vlad kennt seine Frau Elena schon seit Kindheitstagen. Vor sechs Jahren haben sie geheiratet, damit Elena Russland verlassen kann und in den USA, wo Vlad erfolgreich Eishockey spielt, studieren kann. Doch Vlad erhofft sich mehr von der Ehe und versucht zusammen mit dem Secret Book Club diese zu retten. Nur, dass Elena plant nach Russland zurückzukehren. – Es ist wie nach Hause zu kommen in den Secret Book Club. Noch einmal eine völlig andere Geschichte und mit Vlad und Elena tolle Protagonist*innen.

Fire & Frost 1 – Vom Eis berührt: In einer Welt, in der es Menschen gibt, die das Feuer oder Eis beherrschen, sind genau diese im Krieg miteinander. Ruby lebt im vom Eiskönig beherrschten Gebiet, ist aber eine Fireblood. Als das entdeckt wird, muss sie sich in einem Kloster verstecken. Dort trifft sie auf Arcus, einem Frostblood, der sie unterrichtet ihr Talent zu kontrollieren. – So richtig bin ich nicht in die Geschichte reingekommen, aber dennoch hat sie mich interessiert. Mal schauen, ob ich weiterlese.

Attack on Titan 1: Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten. – Nachdem ich die Serie durchgebinged habe, habe ich den ersten Mangaband mal versucht. Der Mehrwert fehlt mir ein bisschen, aber irgendwie bin ich doch gehyped genug, um weiterzulesen.

My roommate is a cat 7: Autor Subaru hat unter seiner Veranda eine Kiste mit Kittens gefunden. Nun versucht er diesen neue Zuhause zu vermitteln. Haru ist dezent überfordert mit den neuen Mitbewohnern. – Wieder ein neuer Band mit der gleichen Liebe wie die Bände zuvor.

Wie war euer April? Was waren eure Highlights?

 

Phantastische Tierwesen 3 – Dumbledores Geheimnisse

Ein Vorwort

Nach einer etwas längeren Pause hat nun auch der dritte von fünf Teilen der Phantastischen Tierwesen-Reihe die Kinoleinwand erobert. Nachdem der zweite Teil eher durchmischte Kritiken erhielt, wurde die Vorproduktion verlängert, damit Rowling* mehr Zeit für das Drehbuch bekäme. Johnny Depp wurde durch Mads Mikkelsen ersetzt (aber trotzdem voll bezahlt) und dann kam noch Corona, wodurch sich der Filmstart noch mehr verschob. So ist der zweite Teil bereits 2018 erschienen. Nun sind die Erwartungen Warner Brothers dementsprechend hoch, da die Produktion ordentlich Geld verschlang. Ob der dritte Teil nun an Tempo gewinnen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Der Tierliebhaber Newt Scamander reist mit einem Koffer voller magischer Tierwesen in die USA. Er sucht einen bestimmten Magier, um ein seltenes Geschöpf in Arizona freizulassen. Durch ein Missverständnis landet sein Koffer aber in den Händen des Nicht-Magiers (Muggle/No-Maj) Jacob Kowalski. Als dieser den Koffer öffnet, können ein paar Tierwesen entfliehen. Newt und Jacob wollen diese nun wieder einfangen. Dabei treffen sie auf die Schwestern Tina und Queenie Goldstein. Tina ist eine ehemalige Aurorin und versucht noch immer ihren Job auszuführen. Da Newt sowohl durch die Einführung der Wesen, als auch durch die Einweihung Jacobs, gegen das Gesetzt verstoßen hat, bringt sie beide vor den Magierkongress. Der Auror Peter Graves verdreht jedoch Tatsachen und verurteilt Tina und Newt zum Tode, während Jacob die Erinnerung an die Magierwelt entzogen werden sollte. Durch Queenies Hilfe können sie fliehen. Zeitgleich taucht ein sogenanntes Obscurus auf. Hierbei handelt es sich um Zaubererkinder, die ihre magischen Fähigkeiten unterdrücken. Es wird angenommen, dass sie nicht älter als 10 Jahre alt werden können. Graves hat sich für die Suche Unterstützung durch den schüchternen Credence geholt, der bei seiner herrischen Mutter lebt, die überall vor der Gefahr von Zauberern warnt. Am Ende stellt sich jedoch heraus, dass es sich bei dem Obscurus um Credence handelt. Graves, der sich kurz vorher noch von Credence abgewandt hat, versucht nun unbedingt sein Vertrauen zurückzugewinnen. Letztendlich ist es aber Newt, der die richtigen Worte findet, da er auf seinen Reisen bereits einem Oscurus begegnet ist und dieses retten konnte. Eintreffende Auroren greifen jedoch an. Credence flieht. Graves wird beschuldigt und versucht ebenfalls zu fliehen, wobei es Newt jedoch gelingt ihn zu fesseln und ihm seine wahre Identität zu entlocken: Gellert Grindelwald. Ein Zauberer, der schon zuvor versucht hatte die Magierwelt in Dunkelheit zu stürzen. Dieser wird nun gefangen genommen. Newt reist zurück nach England, obwohl er und Tina Gefühle füreinander entwickelt haben. Zuvor jedoch werden Jacob schlussendlich doch die Erinnerungen an die Zaubererwelt genommen, sehr zum Leidwesen von Tinas Schwester Queenie, da sie sich in Jacob verliebt hat.
In Grindelwalds Verbrechen gelingt es diesem zu fliehen und erneut Anhänger*innen um sich zu scharen. Drei Monate später erfährt Newt Scamander, dass Credence überlebt hat und sich in Paris aufhalten soll. Nachdem er Jacob und Queenie wiedergetroffen hat, die sich kurz darauf zerstreiten, reist er mit Jacob nach Paris, wo er auch Tina vermutet. Credence ist in einem Zirkus und befreit dort Nagini, eine Malediktus. Zusammen sind sie auf der Suche nach Credence Mutter. Sie finden seine alte Nanny, die wird aber getötet, bevor er mehr Informationen bekommt. Newt und Jacob spüren Tina auf, geraten aber ebenso wie diese in die Gefangenschaft von Yusuf Kama, der ebenfalls Credence sucht. Sie können sich befreien und treffen auf Nicolas Flamel, der ihnen Unterschlupf bietet. Tina und Newt suchen im Archiv des Zaubereiministerium von Frankreich eine Info und treffen dort auf Leta Lestrange, die nach der gleichen Info sucht. Zusammen gehen sie zum Familiengrab der Lestranges, wo sie Credence, Nagini und schließlich auch Yusuf treffen. Dort stellt sich heraus, dass Leta Credence als Baby gegen ihren Bruder ausgetauscht hatte, worauf dieser verstarb und Credence heimatlos aufwuchs. Erschüttert, weil er seine Herkunft immer noch nicht kennt, zieht es die Gruppe zu einer Ankündigung Grindelwalds, der sich Queenie zwischenzeitlich angeschlossen hat. Dort kommt es zum Kampf zwischen dessen Anhänger*innen und Auror*innen, die die Kundgebung unterbrechen wollen. Am Ende können Newt und seine Freund*innen die Zerstörung Paris verhindern, doch Grindelwald entkommt und nimmt Queenie und Credence mit. In der letzten Szene eröffnet Grindelwald Credence, dass er ein Dumbledore sei.

Die Handlung

Gellert Grindelwald (Mads Mikkelsen) muss noch immer aus dem Untergrund agieren. Doch Dumbledore (Jude Law) befürchtet, dass der deutsche Zaubererminister Anton Vogel (Oliver Masucci) ihn frei sprechen könnte und schickt daher das Team rund um den Magizoologen Newt Scamander (Eddie Redmayne) nach Deutschland. Da Grindelwald aber durch ein magisches Wesen stellenweise in die Zukunft sehen kann, müssen sie versuchen möglichst unplanmäßig vorzugehen.

Meine Meinung

Während der erste Film durchaus noch als Einzelfilm funktioniert, wurde mit dem zweiten deutlich, dass die Geschichte wesentlich größere Wellen schlagen würde. Nur leider kam sie nicht wirklich vorwärts, weil immer mehr Einzelhandlungen aufgemacht wurden. Nun kämpfte der dritte merklich diese alle wieder irgendwo aufzunehmen. Beziehungsweise beschließt er, dass einige nur noch eine Nebenbemerkung wert sind. So sind Figuren entweder einfach verschwunden, tot oder tauchen nur ganz kurz auf. Denn der Fokus liegt nun deutlicher auf Grindelwald und Dumbledore, auch wenn durch die Teambildung Newt wieder ordentlich Screentime bekommt und damit auch die namensgebenden Tierwesen.
Zum einen funktioniert diese Fokussierung deutlich besser, weil man das Gefühl hat, dass sich der Film vorwärts bewegt. Es gibt eine klare Struktur, worauf der Film hinaus will. Zwischendurch gibt es zwar weiterhin Zwischenepisoden, wovon die ein oder andere schon stark gestellt wirkt, um das ein oder andere Tierwesen miteinzubringen – oder den bekannten mehr Screentime zu gewähren. Zum anderen hat man aber auch das Gefühl, dass einiges jetzt eher störend ist, was vorher aber lang und breit aufgebaut wurde und jetzt eher in einer Nebenhandlung weggewischt werden soll. Gerade die große Offenbarung am Ende des zweiten Teils wird jetzt in wenigen Sätzen gelöst und scheint einfach nicht mehr gut genug zu sein für die Handlung. Das wirkt alles ein wenig willkürlich. Zumal auch die vermeintlichen Geheimnisse eher die altbekannte Geschichte zu sein scheint, die bereits in den Harry Potter Büchern behandelt wurde.
So schleppt sich die Handlung vorwärts, funktioniert im Großen und Ganzen doch besser als der zweite Teil, da er weniger mit Fanservice arbeitet und sich mehr auf die vertrauten Charaktere konzentriert. Doch in der Einordnung der Reihe wirkt er ebenfalls sperrig und es bleibt fraglich ob die Reihe in den kommenden zwei Filmen den Sprung noch einmal schafft.
Immerhin ist das Universum wieder deutlich gewachsen, es gab neue Einblicke und allein optisch war der Film ein Schmaus. Neue Tierwesen und neue Orte luden zum Entdecken ein. Der Wechsel von Johnny Depp zu Mads Mikkelsen war leider deutlich zu merken. Nicht einmal, weil Mikkelsen seine Rolle nicht gut gespielt hätte, aber sein Grindelwald hatte nicht das gleiche Charisma wie Depps. Wäre er von Anfang an Grindelwald gewesen hätte es wahrscheinlich wesentlich besser funktioniert, weil der Vergleich einfach nicht da gewesen wäre.
So bleibt ein Film voller guter Schauspieler*innen in einem weiterhin faszinierenden Universum mit supersüßen Tierwesen, doch der Film hakt an zu vielen Stellen, um wirklich rund zu laufen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Reihe weiter entwickelt.

Das Fazit

Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse hat eine klarere und strukturiertere Handlung als Teil 2, aber hakt trotzdem an zu vielen Stellen, da Ereignisse erzwungen werden, Figuren gestrichen oder in den Hintergrund gedrängt werden, die vorher wichtig schienen. Der Fokus wurde zu gewollt verschoben. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Phantastische Tierwesen 3: Dumbledores Geheimnisse läuft seit dem 07.04.2022 in den deutschen Kinos

*ich distanziere mich von Rowlings transfeindlichen Aussagen. Trans Women are Women!

 

Morbius

Ein Vorwort

Obwohl die beiden Venom Filme nicht sonderlich erfolgreich waren und von Kritiker*innen eher zerrissen wurden, hält Sony am Spider-Man Universum fest, in dem sie Antagonisten der Spider-Man Comics nehmen und ihnen eigene Filme geben. Nun stand Morbius bevor, der wegen der Pandemie mehrfach verschoben wurde. Der Trailer sah nur milde vielversprechend aus, die ersten Rückmeldungen waren sehr negativ. Trotzdem bilde ich mir ja gerne eine eigene Meinung. Warum ich jede negative Kritik nur völlig unterstützen kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Für Morbius ist kein Vorwissen nötig. Um alle Andeutungen zu verstehen, sollte man zumindest Venom und Spider-Man Homecoming gesehen haben.
Dr. Michael Morbius (Jared Leto) leidet an einer seltenen Blutkrankheit. Für ein Heilmittel reist der Medizin-Nobelpreisträger nach Costa Rica, um dort seltene Fledermäuse zu fangen und aus ihnen ein Serum zu entwickeln. Nachdem er es sich iniziert hat, verwandelt er sich jedoch und gerät in einen Blutrausch. Er entscheidet, dass die Auswirkungen zu heftig sind und versucht die Negativwirkungen unter Kontrolle zu bekommen. Doch sein Freund Milo (Matt Smith), der unter der gleichen Krankheit leidet, findet es und injiziert es sich ebenfalls. Nun muss Morbius ihn aufhalten und sich selbst unter Kontrolle halten.

Meine Meinung

Einen Film, in dem es um eine von Fledermäusen ausgelöste Mutation geht in einer Pandemie, die möglicherweise durch eine Fledermaus ausgelöst wurde, zu verschieben, war auch abgesehen von geschlossenen Kinos eine gute Entscheidung. Inzwischen konnte man diesen Aspekt zumindest mit Humor nehmen. Das Morbius eine einzige Katastrophe ist, liegt also zumindest nicht daran.
Hat Regisseur Daniel Espinos 2017 mit Life noch bewiesen, dass er intelligente und optisch gute Science-Fiction kann, scheint er hier sein Können gänzlich vorab abgegeben zu haben. Bei Morbius stimmt einfach gar nichts. Schlechtes Drehbuch, wirre Kamerafahrt, billige Effekte, schlechtes Schauspiel und von allem eine Nummer Zuviel sind eine sehr schlechte Mischung.
So beginnt der Film bei der Suche nach den Fledermäusen auf Costa Rica. Mit hölzernen Dialogen wird Protagonist Dr. Michael Morbius „vorgestellt“, die Effekte sind hier noch okay. Wenige Minuten später folgt die Rückblende in die Kindheit. Während hier wohl die Freundschaft zwischen Morbius und Milo erklärt werden soll und eine Verbindung entstehen könnte, wird lieblos durch die Szenen geeilt, keine Tiefe, keine Zeit zur Entfaltung. Zeitsprung zurück, die nicht gerade nachvollziehbare Freundschaft wird genutzt, um die Handlung voran zu treiben. Jared Harris taucht aus irgendeinem Grund als Privatarzt bei Milo auf, eine Erklärung dafür gibt es nicht. Kurzer Abstecher auf hoher See, Test mit dem Serum geht schief. Protagonist: Oh, war ne blöde Idee, seh ich ein, belassen wir es dabei. Doch nein! Der Antagonist muss doch noch geschaffen werden!
Ich belasse es mal dabei. Wir haben zu diesem Zeitpunkt knapp ein Drittel des Films geschafft und das war noch der logische. Alles, was danach folgt, wird immer gestellter, abstruser und so schnell und hektisch erzählt, dass man an keiner Stelle mitfieber kann oder sich auch nur irgendwie für das Kommende interessiert. Denn es ist einfach absolut vorhersehbar. Wie eine Checkliste wird ein Punkt nach dem nächsten emotionlos abgehakt. Kein Innehalten, kein Hinterfragen.
Doch auch darüber hinaus, funktioniert einfach nichts an diesem Film. Die Kamera schwenkt wild hin und her, erfasst kaum eine Szene klar. Alles ist verschwommen und hektisch. Darüber werden billige Effekte gepackt, die aber nicht auffallen, weil wir nicht lange genug auf einer Stelle verharren, um wirklich etwas wahrzunehmen.
Das Schauspiel sollte bei Größen, wie Jared Leto, Matt Smith und Jared Harris wohl auch besser sein, doch bei den platten Charakteren, kann auch diese Riege an Chararakterdarstellern nichts mehr ausrichten. Im Fall von Matt Smith schien es auch nicht gewollt zu sein, so gelangweilt, wie er seinen Milo anlegt.
Was bleibt also zu Morbius zu sagen? Eigentlich nichts, denn im großen Dschungel der Comicverfilmungen so etwas abzuliefern und dann auch noch so groß zu vermarkten, ist schon irgendwie peinlich. So wird das nichts mit Sonys Spider-Man Universum, auch wenn sie vermeintlich den nächsten Film schon angekündigt haben.

Das Fazit

Morbius hakt emotionslos eine Liste ab mit Dingen, die in eine Antagonistenverfilmung gehören, bleibt aber durch die lieblos zusammengeschriebene Handlung, emotionslose Charaktere und schlechten Effekten, mit einer hektischen Kamera nicht nur hinter den Erwartungen zurück, sondern versagt auf ganzer Linie. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

Morbius läuft seit dem 31.03.2022 in den deutschen Kinos

Cinemathek: Schachnovelle

Ich erinnere mich, dass die Schachnovelle zu Schulzeiten mal in der Auswahl für die Lektüre im Deutschunterricht stand. Wir hatten uns dann aber mehrheitlich für Dürrenmatts Der Richter und sein Henker entschieden. Seitdem steht die Schachnovelle noch auf meiner Klassikerliste der Schande. Nachdem ich den Film im Kino leider verpasste, freute ich mich umso mehr, dass er ins Cinemathekprogramm aufgenommen wurde. Ob meine Freude darüber berechtigt war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Dr. Josef Bartok (Oliver Masucci) ist ein angesehener Notar in Wien. Als die Nazis in Österreich die Macht übernehmen, wird es für ihn brenzlig, denn er verwaltet das Vermögen einiger adliger Österreicher. Bevor er flüchten kann, wird er von den Nazis in Gewahrsam genommen. Da er die Zugangsziffern zu den Konten verbrannt hat, wird er in die Sonderbehandlung geschickt, um ihn zu brachen und die Ziffern von ihm aus seinem Gedächtnis zu bekommen.

Meine Meinung

Bei dem Titel Schachnovelle denkt man natürlich zuerst an das Spiel, was hier auch eine große Rolle einnimmt. Aber es gibt noch ein wesentlich zentraleres Thema: Zeit. Und die vergeht in dem Film ganz unterschiedlich schnell. Denn die Sonderbehandlung ist nichts anderes als vollständige Isolation. Kein Zeitgefühl, ständiges Alleinsein, nichts, um sich abzulenken. Und so sind auch die Zuschauenden komplett allein mit Masucci und seinem Schauspiel des langsamen Verrücktwerdens.
Zunächst ist davon jedoch nichts zu spüren. Wir lernen Dr. Josef Bartok als gutgelaunten und gutbetuchten Mann kennen, seine Frau und seinen Umgang. Die Bedrohung durch Nazideutschland ist zwar da, wirkt aber völlig weit weg. Doch dann wendet sich das Blatt von einem auf den anderen Moment. Und nicht nur Bartok sitzt in seiner Sonderbehandlung, sondern eben auch wir Zusehenden mit ihm. Ab hier ist es ein ständiger Wechsel zwischen zwei Erzählsträngen, wobei die zeitliche Einordnung hier immer wieder durcheinander kommt, was aber beabsichtigt ist. Während dies am Anfang noch ganz gut funktioniert, dehnt sich die Zeit danach gefühlt immer weiter aus und gerade das letzte Drittel zieht sich dann immer mehr.
Das liegt vor allem daran, dass der Geisteszustand von Bartok immer weiter leidet und wir damit unsere Bezugsperson immer weiter verlieren, da die Erzählungen aus seiner Sicht immer unzuverlässiger werden. Gerettet wird der Film dennoch von Martuccis einmaligem Spiel, wo er wieder einmal beweist, dass er völlig in seiner Rolle aufgehen kann und auch das ansonsten schwierige Beinahe-Ein-Personen-Kammerspiel wunderbar meistern kann. Das Ganze wird zwar versucht durch die zweite Zeitebene aufzubrechen, doch auch da beginnt sich die Zeit zunehmend zu ziehen.
So ist die Schachnovelle schon eine gelungene Umsetzung des Stoffes, schafft es aber nicht völlig die sehr gleichbleibende Handlung darzustellen, ohne im letzten Drittel ein paar Längen auszulösen. Dennoch auch kein Film für schwache Nerven. 

Das Fazit

Schachnovelle bietet eine gute Umsetzung des Stoffes trotz kleiner Längen am Ende. Vor allem Oliver Masucci überzeugt hier einmal mehr durch sein wandelbares Spiel. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Rückblick auf den März 2022

Auf jeden Kinostarken Monat, folgt ein Schwacher. So scheint es zumindest in diesem Jahr bei mir zu sein. Dafür gab es die letzten Oscarvorbereitungen im Heimkino und ich hab meine Serienquartalsliste noch abgearbeitet bekommen. Das und mehr findet ihr in meinem medialen Rückblick auf den März.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

The Batman: Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.

Cinemathek: Die Schachnovelle: Dr. Josef Bartok ist ein angesehener Notar in Wien. Als die Nazis in Österreich die Macht übernehmen, wird es für ihn brenzlig, denn er verwaltet das Vermögen einiger adliger Österreicher. Bevor er flüchten kann, wird er von den Nazis in Gewahrsam genommen. Da er die Zugangsziffern zu den Konten verbrannt hat, wird er in die Sonderbehandlung geschickt, um ihn zu brachen und die Ziffern von ihm aus seinem Gedächtnis zu bekommen. – Stark gespielt, gute Umsetzung, im letzten Drittel etwas langatmig werdend.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Good morning, Vietnam: Adrian Cronauer wird während des Krieges nach Vietnam geschickt, um dort in der Radiostation zu moderieren. Während er sich bei seinen Vorgesetzten eher unbeliebt macht, schafft er es mit seiner witzigen und unterhaltenden Art die Truppen bei Laune zu halten. – Unter die Haut gehendes Drama über die kleinen Hoffnungsschimmer im Vietnamkrieg mit einem großartigen Robin Williams.

Mia und der weiße Löwe: Mia ist mit ihrer Familie nach Südafrika gezogen, weil ihr Vater dort eine Tierfarm eröffnet hat. Sie fühlt sich nicht richtig heimisch, bis ein weißes Löwenbaby geboren wird. Mia freundet sich zunehmend mit ihm an, doch ein Löwe ist eben kein Haustier. – Wenig Handlung, dafür fiel süßen Tiercontent. Ein Film für zwischendurch.

The Power of the Dog: Phil und George Burbank leben 1925 in Montana auf einer Farm. Während Phil eher menschenscheu ist und sein Männlichkeitsbild gerne lauthals verkündet, heiratet George die verwitwete Rose. Dies führt zu Spannungen mit Phil. Rose Sohn Peter kommt sie im Sommer besuchen und wird von Phil unter die Fittiche genommen, was seiner Mutter gar nicht gefällt. – Langatmig und zu lange ohne roten Faden erzählt, mit vielen blassen und einem hervorstechenden, aber sehr negativ in Erinnerung bleibendem Charakter. Konnte leider gar nicht überzeugen.

Tick, Tick … Boom!: Jonathan Larson steht kurz vor seinem 30. Geburtstag. Während er seinen Unterhalt in einem Diner verdient, versucht er mit seinem Musical den großen Durchbruch zu schaffen. Dafür gibt es Einblicke in seinen Alltag, aber auch in die Konflikte, die durch den Termindruck auf ihm lastet. – Tolle Lieder, aber etwas schwerfällige Handlung, dafür aber emotional umso mitreißender ist. 

Nightmare Alley: Stan Carlisle heuert bei einem Wanderjahrmarkt an und lernt dort auch den Illusionisten Pete kennen, von dem er einiges lernt. Übermütig brennt er mit der jungen Molly durch und sie bauen eine eigene Show auf. Als sich zwei Jahre später eine Chance auf einen großen Durchbruch bietet, wirft Stan alle Vorsicht und Regeln über Bord. – Brilliert im Schauspiel, Setting und Atmosphäre und hat ein gutes erstes Drittel, verliert sich darauf aber im Vorhersehbarem, wodurch er einiges an Qualität einbüßt. 

Being the Ricardos: Lucille Ball und ihr Mann Desi Arnaz drehen zusammen die beliebte Fernsehserie I love Lucy. Doch in einer schicksalshaften Woche passieren zwei Sachen gleichzeitig: Lucille wird als Kommunistin betitelt und Desi wird eine Affäre vorgeworfen. Nun versucht das Paar neben den Dreharbeiten damit zurecht zu kommen. – Ruhig erzählter Film mit starkem Schauspiel und starkem Drehbuch.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Cyrano: Cyrano de Bergerac kann ebenso gut mit Wörtern umgehen, wie auch mit dem Degen. Dennoch glaubt er bei seiner großen Liebe Roxanne keine Chance zu haben, da er kleinwüchsig ist. Als diese ihm dann auch gesteht, dass sie auf den Kadetten Christian steht, hilft er diesem beim Verfassen der Briefe. – Historisches Musical mit Peter Dinklage. Sah ganz interessant aus.

Morbius: Michael Morbius ist ein brillanter Arzt und leidet unter einer seltenen Blutkrankheit. Auf seiner verzweifelten Suche nach einer Heilung therapiert er sich selbst mit einem aus Fledermäusen gewonnenem Serum. Doch dabei geht etwas gewaltig schief. – Durchwachsene Kritiken und die Venom-Filme waren auch eher naja, aber dennoch bin ich neugierig.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Attack on Titan – Staffel 3 (Spannend, atemraubend und eine Achterbahnfahrt für mein Nervenkostüm. Das Finale hat mich zerstört)

Gilbert & Sadie – Staffel 1 (Süße Grundidee, leider sehr gleiche Folgen und zu naive Protagonistin. Hatte ich mir mehr von erhofft)

The world according to Jeff Goldblum – Staffel 2.2 (Kommt nicht mehr an Staffel 1 heran, aber je nach Folge durchaus noch gute Geschichten dabei)

Brooklyn 99 – Staffel 7 (Im großen und ganzen funktioniert die Serie noch, doch man merkt, dass die Luft eher raus ist.)

Mit Schirm, Charme & Melone – Staffel 4 (Warum Staffel 4 und wann wurde Staffel 1 gesehen? Sagen wir Amazon hat mich verarscht… Aber die Staffel funktioniert auch eigenständig sehr gut, spannende Folgen, voller britischer Eleganz)

The Big Show Show – Staffel 1 (Ganz witzig für Zwischendurch, man darf halt keinerlei Tiefgang erwarten und die schauspielerischen Leistungen sind auch sehr flach)

Romance is a bonus book – K-Drama (Sehr süß, tolle Geschichte und voller Liebe zu Büchern.)

Queer Eye Germany – Staffel 1 (Nach einer katastrophalen ersten Folge, voller gestelzter und auswenig gelernter Sätze, funktioniert der Ableger ab Folge 2 erstaunlich gut, auch wenn es nicht ans Original herankommt)

Requisiten – Staffel 1 (Auf der Suche nach ikonischen Requisiten aus der Disney-Geschichte. Zwischendurch ganz tolle Geschichten dabei, aber sehr ruhig und damit auch etwas langatmig aufgezogen)

Golden Girls – Staffel 2 (Auch hier noch einige witzige Einfälle dabei, aber vieles doppelt sich. Die erste Staffel war deutlich stärker)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 12
Seiten gesamt: 3.215
Seiten pro Tag: 104 im Durchschnitt
Taschenbuch: 5
E-Book: 1
Comic/Manga/Graphic Novel: 6

Death Note – Band 9-12: Während Mello größtenteils aus dem Spiel zu sein scheint, kommt Near Light immer weiter auf die Schliche. Es folgt der große Showdown. Wer gewinnt? Near oder Kira. – Gegen Ende noch einmal richtig spannend, auch wenn das Finale eher enttäuschend war.

Und du fliegst durch die Nächte: Julius kehrt nach einer langen Reise im Wohnmobil nach Berlin zurück, um mit seiner besten Freundin ein Café zu eröffnen. Bei einer Partynacht lernt er Romeo kennen, nicht wissend, dass es sich um den Star-DJ Ro handelt. Zwischen den beiden funkt es, doch Romeo hat mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen, die ihn immer wieder runterreißen wollen. – Zweiter Teil der Love is Love Reihe, bleibt ein bisschen hinter Band 1 zurück, erzählt aber trotzdem wieder eine starke Geschichte. Sophie Bichon schafft es mit Worten zu malen und einen so in Berlins Untergrundszene komplett eintauchen zu lassen.

Verführt bis du mich liebst: Jane und Dorian verbringen viel Zeit miteinander, doch die Probleme lassen Jane nicht los. Gleichzeitig treffen die Brüder zum ersten Mal auf Maron. – Toller zweiter Band, böser Cliffhanger, aber es war noch angenehm wenig Szenen mit Maron (ich bin mit ihr in der ersten Reihe einfach nicht warm geworden).

Quiet Girl: Debby ist introvertiert. In kurzen Comicstrips erzählt sie ihren Alltag und wieso manche Situationen sie vor Herausforderungen stellen. – Als Introvertierte in einer von Extrovertierten dominierten Welt habe ich mich auf jeder Seite dieser Graphic Novel so verstanden gefühlt! Absolutes Wohlfühlbuch.

Yelena Gans und die Weltausstellung: Im Jahr 2115 ist die pensionierte Privatdetektivin Yelena Gans mit ihrem Enkel auf der Weltausstellung unterwegs. Dieser freut sich darauf seinen Lieblingsstreamer Katerstrophisch zu sehen. Doch dieser schwebt in Gefahr und Yelena versucht dies zu verhindern. Doch eine mysteriöse Maschine durchkreuzt mehr als nur einen Plan. – Spannende Novelle, leichte Verwirrungen durch viele Charaktere, aber dafür auch einige humorvolle Szenen.

Free like the wind: Rae scheint im Leben still zu stehen. Kein Studium, abends arbeitet sie als Aushilfe in einem Kino. Um aus ihren Schulgefühlen, die sie seit einiger Zeit begleiten, auszubrechen, schlägt ihre Freundin Haven vor, dass Rae eine Wanderung machen könnte. Dabei wird sie ausgerechnet von Cayden begleiten. – Die Handlung war zwar relativ vorhersehbar, aber deswegen nicht weniger schön. Funktioniert nochmal besser als Band 1, da die Charaktere greifbarer sind. Eine tolle Auszeit in Kanada.

My genderless boyfriend 2: Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten? – Tolle Geschichten, absolut lebensbejaend und herzlich. Freue mich sehr auf Band 3.

Das Flüstern des Zwielichts: Die Gruppe rund um den Wanderer und die Bardin ziehen los, um das Licht auf den drei großen Türmen wieder zu entfachen. Dabei haben sie nicht nur Lurins Armee hinter sich, sondern auch einen fahlen Reiter. – Wunderschön poetisch geschrieben. Konnte mich aber leider nicht richtig packen. Wirkte wie ein typischer Zwischenband. Freue mich dennoch auf Band 3.

Spiritus Daemonis 2.1: Ein neuer Fall für die Spukbuster Theresa und Vince. Mit dabei ist der Dämon Male, der in den Smartphones der beiden festsitzt. Diesmal geht es in ein Krankenhaus. Ein Komapatient ist zwischendurch über den Gang spaziert. Wagemutig treten die Spukbusters den Fall an. Doch auf das, was ihnen bevorsteht, waren sie nicht vorbereitet. – Spannende Chatstory. Deutlich komplexer als Band 1 und mit echt fiesem Cliffhanger.

 

Rückblick auf das 1. Quartal 2022

Können wir kurz darüber reden, dass das erste Quartal 2022 schon wieder vorbei ist? Da ich gefühlt im Dauerstress war (irgendwie ist schon fast Mai), ging die Zeit für mich noch einmal besonders schnell rum. Dennoch konnte ich einige Highlights im medialen Bereich verzeichnen und um genau die soll es heute gehen: Meine jeweiligen Top 5 aus Kino, Film, Serie und Buch aus der Zeit Januar-März 2022.

Meine fünf Kino Highlights

Wunderschön: Sonja ist nach der Geburt ihres zweiten Kindes unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Körper. Ihr Mann Milan versucht sie zu unterstützen, hat aber selbst gerade eine Beförderung angenommen und ist damit im Stress. Ihre beste Freundin Vicky hingegen glaubt nicht die große Liebe und Beziehungen, doch der neue Sportlehrer hat es ihr angetan. Julie will unbedingt an den Laufsteg, doch ihre Agentin ist der Ansicht, dass sie dafür zu dick und zu konventionell sei. Frauke hat sich auf die Rente ihres Mannes gefreut. Doch eigentlich ist sie nur gefrustet, weil er sie und ihre Wünsche zu ignorieren scheint. Ein Tangokurs soll Abhilfe schaffen. Dann ist da noch Leyla, die durch ihr Gewicht in der Schule gemobbt wird. Ausgleich findet sie im Baseball. – Ein Film, bei dem der Name Programm ist. Rührende Geschichten, Frauenpower von allen Seiten und doch die Erlaubnis auch mal schwach sein zu dürfen.

Marry Me: Die Popikone Kat Valdez und ihr Freund Bastian wollen bei einem Liveevent heiraten. Passend dafür haben sie das Duett Marry Me herausgebracht. Doch als sie kurz vor ihrem Auftritt erfährt, dass Bastian sie mir ihrer Assistentin betrogen hat, beschließt sie kurzerhand den Mathelehrer Charlie Gilbert aus dem Publikum zu heiraten. Dieser ist eigentlich gar kein Fan, sondern wollte seine Tochter beeindrucken, die sich seit der Scheidung immer weiter von ihm entfernte. Dennoch sagt er ja. Beide sind geschockt von ihrer spontanen Hochzeit und beschließen erst einmal herauszufinden, ob die Beziehung funktionieren kann. – Eine supersüße RomCom, die bewusst Klischees einsetzt, diese aber auf schöne und berührende Art umsetzt.

The Batman: Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.

Belfast: Der zehnjährige Buddy lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben. – Schwerer und doch sehr leichter Film über die Situation in Belfast, wunderbar erzählt aus Kindersicht.

Matrix 4: Bugs findet ein altes Modul, in dem sie Hinweise auf den Verbleib von Neo und Trinity vermutet. Gleichzeitig ist Thomas Anderson in Therapie, um seine Realitätsentfernungen in Griff zu bekommen. Als gefeierter Game-Designer soll er nun eine Fortsetzung zu seiner erfolgreichen Spielreihe „Matrix“ gestalten. – Auch wenn die Matrix-Reihe keine Fortsetzung gebraucht hätte, ist dies wohl die einzig logische. Dabei sehr viel Nostalgie mit eingebracht.

Meine fünf filmischen Highlights

Kikis kleiner Lieferservice: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Ein süßer unaufgeregter Anime.

Good Morning Vietnam: Adrian Cronauer wird während des Krieges nach Vietnam geschickt, um dort in der Radiostation zu moderieren. Während er sich bei seinen Vorgesetzten eher unbeliebt macht, schafft er es mit seiner witzigen und unterhaltenden Art die Truppen bei Laune zu halten. – Unter die Haut gehendes Drama über die kleinen Hoffnungsschimmer im Vietnamkrieg mit einem großartigen Robin Williams.

Being the Ricardos: Lucille Ball und ihr Mann Desi Arnaz drehen zusammen die beliebte Fernsehserie I love Lucy. Doch in einer schicksalshaften Woche passieren zwei Sachen gleichzeitig: Lucille wird als Kommunistin betitelt und Desi wird eine Affäre vorgeworfen. Nun versucht das Paar neben den Dreharbeiten damit zurecht zu kommen. – Ruhig erzählter Film mit starkem Schauspiel und starkem Drehbuch.

Avengers: Endgame: Avengers Endgame schließt nahtlos an Infinity War an. Die überlebenden Helden raufen sich zusammen. Die Idee ist es Thanos aufzuspüren und mithilfe des Zeitsteins die Zeit zurückzudrehen. Dies funktioniert jedoch nicht. Nun müssen sich die Helden dem Unausweichlichen stellen und versuchen weiterzumachen. Das gelingt jedoch nicht allen. Bis ein verschollen geglaubter Held auftaucht und eine neue Idee bringt. Und so wappnen sich die Avengers für den letzten großen Kampf. – Avengers – Endgame ist der Film, den die Fans nach 11 Jahren Franchise und 21 Vorgängerfilmen einfach verdient haben. Er ist emotional, spannend, witzig, nostalgisch und einfach die logische Konsequenz aus allem davor gewesenem. Danke Marvel für diesen Film!

Everest: Ein Forschungsteam hat einen Yeti aus dem Himalaya entführt und in ein Labor gesperrt. Dieser kann jedoch flüchten und versteckt sich auf dem Dach eines Wohnhauses in Shanghai. In diesem Haus lebt Yi, die sich nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Mutter und Großmutter entfernt hat. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden sich beide schnell an und Yi beschließt Everest nach Hause zu bringen. Doch das Forscherteam ist ihnen dicht auf den Fersen. – Ein berührender Film über Freunschaft, Familie und Trauerverarbeitung, der es perfekt schafft sowohl Witze für die Kleinen, aber auch gute Dialoge für die Großen einzubauen und dabei kein Auge trocken lässt, sowohl durch Lachen, als auch durch traurige Szenen. Große Empfehlung!

Meine fünf serienlastigen Highlights

Extraordinary You – K-Drama: Dan-o stellt fest, dass ihr Leben Teil eines Comics ist. Doch statt wie vermutet ist sie nicht die Protagonistin, sondern nur die Nebendarstellerin. Sie ist verlobt mit Geyong/Kyung, der sie aber nicht leiden kann, und hat ein schwaches Herz. Hoffnung schöpft sie als die Nummer 13 in ihrer Klasse kennenlernt, der vom Autor nicht mal einen Namen bekam, daher nennt sie ihn Haru. Zusammen versuchen sie ihr Schicksal und den Willen des Autors zu brechen. – Eine zuckersüße Liebesgeschichte mit allerlei Witz und Spannung durch die Comichintergrundgeschichte. Einfach herzerwärmend.

Attack on Titan – Staffel 1-3: Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten. – Spannende Animeserie, immer wieder überraschende Wendungen, faszinierender Weltenbau, tolle Charaktere und einfach eine Herzensserie.

Queer Eye – Staffel 5: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. – Auch die fünfte Staffel ist einfach nur wieder herzerwärmend, witzig, rührt zu Tränen und erzählt so viele tolle Geschichten.

Miracle Workers – Staffel 3: Nach einigen sehr harten Jahren beschließt ein Dorf sich auf den Weg nach Oregon zu machen. Reverend Ezekiel Brown ist zwiegespalten, ob sie die Reise wirklich schaffen können, doch der Revolverheld Benny the Teen verspricht ihnen den Weg zu weisen – allerdings versucht er damit eher der Hand des Gesetzes zu entgehen. So ist es an Prudence Aberdeen und dem Reverend halbwegs für Ordnung zu suchen. Denn der Weg ist lang und beschwerlich. – Die dritte Staffel der Anthologieserie befasst sich mit dem Oregon Trail und schafft es wieder durch eine hohe Gagdichte und tolle – wenn auch sehr überzeichnete – Charaktere zu überzeugen.

W – K-Drama: Oh Yeon-joo ist Assistenzärztin und Tochter des berühmten Comicautors Oh Sung-moo. Als sie ihren Vater besucht landet sie aus Versehen in seinem Comic W und trifft auf den Protagonisten Kang Cheol. Während sie zunächst nur versucht in ihre Welt zurückzukehren, verstrickt sie sich immer mehr in Kang Cheols Suche nach dem Mörder seiner Familie. – Spannendes K-Drama zwischen realer und Comicwelt, gut durchdacht, witzig, tolle Charaktere.

Meine fünf buchigen Highlights

Die Friedensformel: Der Wissenschaftler Alfred Simons wurde nach der Entdeckung einer Formel, die den Klimawandel stoppen konnte, nun beauftragt, die Formel für den Weltfrieden zu finden. Tatsächlich wird er fündig und präsentiert diese. Doch dafür ist der Suizid einer bestimmten Person notwendig. Und die Frage kommt auf: Würde man sich selbst für den Weltfrieden opfern? – Interessante Idee, spannende und zum nachdenken anregende Umsetzung.

Assassins Wood: Penta ist ein Todesreiter, als der Bürokrat in der Verwaltung der Assassinen-Gilde. Durch einen Unfall ist er jedoch gezwungen ein paar Regeln zu dehnen. Dadurch kreuzt sein Weg den der Feuerlackfabrik-Erbin Tonia Fill, die sich sicher ist, dass Assassinen existieren. Aus der Not heraus schließen sie eine Allianz. Immer mit dabei ist Pentas Dunkelnetzschnüffler Wurzel, der Bonsai. – Funtasy vom Feinsten! Tolle Charaktere, tolles Setting, witzige Ideen, tolle Handlung. Lest dieses Buch!

Und du fliegst durch die Nächte: Julius kehrt nach einer langen Reise im Wohnmobil nach Berlin zurück, um mit seiner besten Freundin ein Café zu eröffnen. Bei einer Partynacht lernt er Romeo kennen, nicht wissend, dass es sich um den Star-DJ Ro handelt. Zwischen den beiden funkt es, doch Romeo hat mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen, die ihn immer wieder runterreißen wollen. – Zweiter Teil der Love is Love Reihe, bleibt ein bisschen hinter Band 1 zurück, erzählt aber trotzdem wieder eine starke Geschichte. Sophie Bichon schafft es mit Worten zu malen und einen so in Berlins Untergrundszene komplett eintauchen zu lassen.

Quiet Girl: Debby ist introvertiert. In kurzen Comicstrips erzählt sie ihren Alltag und wieso manche Situationen sie vor Herausforderungen stellen. – Als Introvertierte in einer von Extrovertierten dominierten Welt habe ich mich auf jeder Seite dieser Graphic Novel so verstanden gefühlt! Absolutes Wohlfühlbuch.

My genderless boyfriend – 1+2: Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten? – Tolle Geschichten, absolut lebensbejaend und herzlich. Freue mich sehr auf Band 3.

Was waren eure Highlights?

Die 94. Academy Awards – Meine Prognose

In der Nacht von Sonntag zu Montag ist es wieder soweit und die 94. Academy Awards werden verliehen. Im Vorfeld habe ich euch bereits eine Übersicht der Nominierten bereitgestellt. Nun soll es um meine alljährliche Prognose gehen. Dabei unterscheide ich wieder in offizieller Tipp und persönlicher Favorit. Aus arbeitstechnischen Gründen kann ich die Verleihung dieses Jahr nicht live verfolgen, weswegen ich am Montag im Laufe des Tages die Gewinner*innen nachtragen werde.

Bester Film 

Offizieller Tipp:               Belfast
Persönlicher Favorit:     Dune

And the Oscar goes to: Coda

Beste Regie

Offizieller Tipp:               Jane Campion
Persönlicher Favorit:     Kenneth Branagh

And the Oscar goes to: Jane Campion

Bester Hauptdarsteller

Offizieller Tipp:                Benedict Cumberbatch
Persönlicher Favorit:      Andrew Garfield

And the Oscar goes to: Will Smith

Beste Hauptdarstellerin

Offizieller Tipp:                Kristen Stewart
Persönlicher Favorit:      Olivia Coleman

And the Oscar goes to: The Eyes of Tammy Faye

Bester Nebendarsteller

Offizieller Tipp:               Ciaran Hinds
Persönlicher Favorit:     Ciaran Hinds

And the Oscar goes to: Troy Kotsur

Beste Nebendarstellerin

Offizieller Tipp:              Aunjanue Ellis
Persönlicher Favorit:     Judi Dench

And the Oscar goes to: Ariana deBose

Bestes adaptiertes Drehbuch

Offizieller Tipp:               Drive my car
Persönlicher Favorit:     Dune

And the Oscar goes to: Coda

Bestes Originaldrehbuch

Offizieller Tipp:              Belfast
Persönlicher Favorit:     Belfast

And the Oscar goes to: Belfast

Beste Kamera

Offizieller Tipp:              West Side Story
Persönlicher Favorit:    West Side Story

And the Oscar goes to: Dune

Bestes Szenenbild

Offizieller Tipp:              Dune
Persönlicher Favorit:    Dune

And the Oscar goes to: Dune

Bestes Kostümdesign

Offizieller Tipp:               Dune
Persönlicher Favorit:     Cruella

And the Oscar goes to: Cruella

Beste Filmmusik

Offizieller Tipp:               Encanto
Persönlicher Favorit:     Dune

And the Oscar goes to: Dune

Bester Filmsong

Offizieller Tipp:             No time to die – Keine Zeit zu sterben
Persönlicher Favorit:   Somehow You Do – Four Good Days

And the Oscar goes to: No time to die

Bestes Make-up und beste Frisuren

Offizieller Tipp:                Dune
Persönlicher Favorit:     Cruella

And the Oscar goes to: The Eyes of Tammy Faye

Bester Schnitt

Offizieller Tipp:            Dune
Persönlicher Favorit:   Dune

And the Oscar goes to: Dune

Bester Ton

Offizieller Tipp:               Dune
Persönlicher Favorit:     Dune

And the Oscar goes to: Dune

Beste visuellen Effekte

Offizieller Tipp:               Dune
Persönlicher Favorit:     Dune

And the Oscar goes to: Dune

Bester Animationsfilm

Offizieller Tipp:              Encanto
Persönlicher Favorit:    Encanto

And the Oscar goes to: Encanto

Bester Animationskurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:  The Windshield Wiper

Bester Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to: The long Goodbye

Bester Dokumentarfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to: Summer of Soul

Bester Dokumentations-Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to: The Queen of Basketball

Bester internationaler Film

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to: Drive my car

Auswertung (folgt nach der Verleihung)

Richtig offizieller Tipp:                   8
zusätzlich persönlicher Favorit:    2
Enthaltungen:                                5
Falsch gelegen:                            8                     

Die 94. Academy Awards – Die Nominierten

Etwas später als gewöhnlich, aber dennoch früher als im letzten Jahr, ist es wieder soweit: Die Academy Awards – besser bekannt als die Oscars – werden verliehen. Diesmal geht es um die Filme, die 2021, also im zweiten Pandemiejahr, in den amerikanischen Kinos anliefen. Einige davon habe ich gesehen, wie jedes Jahr aber auch wieder einige verpasst. Heute möchte ich euch die Kandidaten mit mehreren Nominierungen vorstellen und verlinke entweder zu meiner bestehenden Kritik, gebe meine Kurzmeinung oder verweise auf den noch ausstehenden Starttermin oder andere Gründe, warum ich nicht gesehen habe. Sollte ich nach Erscheinen des Beitrags, aber vor der Verleihung, noch einen nachholen, würde ich diesen hier nachträglich einfügen.

The Power of the Dog

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptierte Drehbuch, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller (2x), Beste Nebendarstellerin, Bester Schnitt, Beste Kamera, Beste Filmmusik, Bester Ton, Bestes Szenenbild

Die Handlung: Phil (Benedict Cumberbatch) und George Burbank (Jesse Plemons) leben 1925 in Montana auf einer Farm. Während Phil eher menschenscheu ist und sein Männlichkeitsbild gerne lauthals verkündet, heiratet George die verwitwete Rose (Kirsten Dunst). Dies führt zu Spannungen mit Phil. Rose Sohn Peter (Kodi Smit-McPhee) kommt sie im Sommer besuchen und wird von Phil unter die Fittiche genommen, was seiner Mutter gar nicht gefällt.

Meine Meinung: Ich mag keine Western. Dementsprechend lange habe ich mich gegen The Power of the Dog gewährt. Durch die Oscarnominierung habe ich ihn mir jetzt doch angesehen und muss sagen: Ich habe mich einfach nur durchgequält. Die Charaktere sind sehr intensiv gezeichnet, so dass gerade der Anfang durch Protagonist Phil Burbank schwer zu ertragen war. Dies bessert sich im Laufe des Films und nach circa der Hälfte erzeugt der Film zumindest kein Unbehagen mehr. Aufgeteilt in mehrere Akte sucht man einige Zeit den roten Faden vergebens. Erst gegen Ende setzen sich einzelne Handlungen zu einer logischen zusammen. Schauspielerisch  wurden viele Darsteller*innen ebenfalls nominiert. Leider hat mich keine einzige Darstellung überzeugt, so dass ich nicht weiß, woher die vielen Nominierungen kamen. Jesse Plemonts hat keinerlei Tiefgang vom Charakter und Kirsten Dunst spielt gleichzeitig zu dick aufgetragen und doch blass bleibend. Lediglich Benedict Cumberbatch sieht man die darstellerische Leistung an, auch wenn der Charakter eher negativ im Gedächtnis bleibt.

Das Fazit: The Power of the Dog ist langatmig und zu lange ohne roten Faden erzählt, mit vielen blassen und einem hervorstechenden, aber sehr negativ in Erinnerung bleibendem Charakter. Konnte leider gar nicht überzeugen.

Dune

Nominiert für: Bester Film, Bestes adaptierte Drehbuch, Beste Filmmusik, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Ton, Beste visuelle Effekte, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up und Frisuren

Die Handlung: Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen (Stellan Skarsgard) zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides (Timothee Chalamet), Sohn des Herzogs (Oscar Isaac), hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr?

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: Dune beeindruckt auf allen Ebenen. Die Handlung nimmt sich Zeit ist aber gleichzeitig an jeder Stelle spannend, Score und Besetzung ist einfach nur herausragend. Aber gerade optisch ist es wohl einer der besten Filme der letzten Jahre, wenn nicht sogar aller Zeiten.

Belfast

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Nebendarstellerin, Bester Nebendarsteller, Bester Song, Bester Ton

Die Handlung: Der neunjährige Buddy (Jude Hill) lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: Belfast ist ein sehr ruhig erzähler Film über tragische Ereignisse, wunderbar duchleuchtet durch die Augen eines Kindes.

West Side Story

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin, Beste Kamera, Bester Ton, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign,

Die Handlung: Die Upper West Side ist eine einzige große Baustelle. Dennoch rivalisieren hier die Jets und die Sharks um die Vorherrschaft. Während einer Tanzveranstaltung trifft der zu den Jets gehörende Toni (Ansel Elgort) auf Maria (Rachel Zegler), die Schwester des Sharksanführers Bernardo (David Alvarez). Während sich die beiden ineinander verlieben, droht ein alles entscheidender Kampf zwischen den beiden Gruppen.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: West Side Story ist Spielbergs Variante des Klassikers. Viel Potential verschenkt, leider mit sehr schwachem Hauptdarsteller, kann der Film gerade durch Setdesign und Inszenierung punkten.

King Richard

Nominiert für: Bester Film, Bestes Originaldrehbuch, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Bester Schnitt, Bester Song

Die Handlung: Richard Williams (Will Smith) ist sich sicher: Er hat die nächsten beiden Tennisstars unter seinen Töchtern. Venus (Saniyya Sidney) und Serena (Demi Singleton) wachsen unter dem strengen Traningsplan auf und werden stetig voran getrieben. Dabei trifft ihr Vater einige unkonventionelle Entscheidungen.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: King Richard funktioniert an vielen Stellen sehr gut und scheitert an der Fokussierung auf Richard Williams statt seiner Töchter oder der Familie als Ganzes. Dennoch spannend und gut inszeniert.

Don’t look up

Nominiert für: Bester Film, Bester Schnitt, Beste Filmmusik, Bestes Originaldrehbuch

Die Handlung: Eine Gruppe Wissenschaftler*innen erkennt einen riesigen Meteoriten, der direkt auf die Erde zusteuert und das Leben auf dieser auszulöschen droht. Doch statt Vorkehrungen zu treffen, werden sie von der Präsidentin ausgelacht und von der Öffentlichkeit denunziert. 

Meine Meinung: Das Problem mit Don’t look up ist, dass er zu nah an der Realität ist. Und dabei leider an der, die man im Kino/beim Filmabend eher ausblenden möchte. Vor ein paar Jahren hätte man den Film noch als Satire nehmen können und hätte herzlich darüber gelacht. Doch inzwischen blieb einem eher das Lachen im Hals stecken, weil es zeitgleich genauso passierte. Die Wissenschaftler*innen, die warnen, und sich dafür rechtfertigen müssen. Der Präsident, der das Volk bewusst mit Fake News füttert. Dadurch hinterlässt der Film eher eine Schweregefühl, anstatt einen nebenbei noch zu unterhalten, wie andere Adam McKay Filme. Dabei funktioniert der Aufbau und das Schauspiel sehr gut, auch wenn einiges sehr überzeichnet gespielt wird.

Das Fazit: Don’t look up ist in sich rund erzählt, schießt aber über das Ziel die Realität satirisch darzustellen über das Ziel hinaus, und ist in der aktuellen schweren Zeit einfach zu beklemmend realistisch.

Drive my car

Nominiert für: Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Internationaler Film

Die Handlung: Zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau will Regisseur Yusuke Kafuku (Hidetoshi Nishijima) wieder für ein Filmfestival arbeiten. Dabei wird ihm die junge Fahrerin Misaki Watari (Toko Miura) zugeteilt, zu der er nach einer Eingewöhnungsphase eine tiefe Verbindung aufbaut.

Drive my Car habe ich im Vorfeld nicht geschafft zu sehen.

Nightmare Alley

Nominiert für: Bester Film, Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: Stan Carlisle (Bradley Cooper) heuert bei einem Wanderjahrmarkt an und lernt dort auch den Illusionisten Pete (David Strathairn) kennen, von dem er einiges lernt. Übermütig brennt er mit der jungen Molly (Rooney Mara) durch und sie bauen eine eigene Show auf. Als sich zwei Jahre später eine Chance auf einen großen Durchbruch bietet, wirft Stan alle Vorsicht und Regeln über Bord.

Meine Meinung: Nightmare Alley schafft es innerhalb weniger Szenen eine wahnsinnig tiefgehende Atmosphäre zu erzeugen. Protagonist Sam hat zu dem Zeitpunkt noch kein einziges Wort gesagt und doch ist man bereits mitten im Film dabei. Gerade zu Anfang scheint sich eine typische Jahrmarktgeschichte aufzubauen, die nach dem ersten Dritten jedoch aufgebrochen wird. Im Folgenden ist die Handlung deutlich vorhersehbar, vor allem auch weil Cate Blanchett zwar für ihre Rolle perfekt gecastet ist, durch den Cast die Absichten aber sehr durchschaubar werden. Während der Film gerade in Atmosphäre, Setting und Schauspiel sehr stark bleibt, nimmt zu zunehmend in der Handlung ab. Die Überraschungsmomente bleiben aus, es wird sich sturr an Klischees abgearbeitet. Schade, denn gerade nach dem ersten Drittel hatte ich mir mehr erhofft. Wie schon in Pans Labyrinth schafft es Guillermo del Toro den Film irgendwo Richtung Horror und Psychothriller tänzeln zu lassen, ohne zu abschreckend für die durchschnittlichen Zuschauenden zu sein.

Das Fazit: Nightmare Alley brilliert im Schauspiel, Setting und Atmosphäre und hat ein gutes erstes Drittel, verliert sich darauf aber im Vorhersehbarem, wodurch er einiges an Qualität einbüßt.

Being the Ricardos

Nominiert für: Beste Hauptdarstellerin, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller

Die Handlung: Das Ehepaar Lucille Ball (Nicole Kidman) und Desi Arnaz (Javier Bardem) sind in Los Angeles im Jahr 1952 mitten in den Dreharbeiten zu I love Lucy. Doch der Verdacht, dass Lucille eine Kommunistin sei, und Desis Beziehung zu einer anderen Frau belasten die beiden, ihre Ehe und damit den Dreh.

Being the Ricardos habe ich im Vorfeld nicht geschafft zu sehen.

Coda

Nominiert für: Bester Film, Bestes adaptierte Drehbuch, Bester Nebendarsteller

Die Handlung: Ruby Rossi (Emilia Jones) ist die einzige Hörende in einer gehörlosen Familie. Ihre größte Leidenschaft ist die Musik und das Singen, was ihre Familie nicht nachvollziehen kann. Während ihr Musiklehrer (Eugenio Derbez) ihr Talent fördern will, braucht ihre Familie sie als Dolmetscherin an Bord ihres Fischkutters.

Coda habe ich im Vorfeld nicht geschafft zu sehen.

Encanto

Nominiert für: Beste Filmmusik, Bester Filmsong, BesterAnimationsfilm

Die Handlung: Familie Madrigal hat nachdem Abuela viele Verluste hinnehmen musste, ein Encanto bekommen. Dadurch leben sie in einem geschützten Dorf und bekommen alle zu einer gewissen Zeit magische Kräfte. Nur Mirabel ist ohne geblieben. Das macht ihr zu schaffen. Als die Magie schwindet, setzt sie daher alles daran sich zu beweisen, und das Wunder zu retten.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: Encanto ist ein zugleich herzerwärmender, wie auch herzzerreisender Film über den Platz in der Familie finden. Typische Disneymuster sorgen dafür, dass er an vielen Stellen vorhersehbar ist, wodurch die Qualität dennoch nicht geschmälert wird. 

Frau im Dunkeln

Nominiert für: Beste Hauptdarstellerin, Beste Nebendarstellerin, Bestes adaptierte Drehbuch

Die Handlung: Leda (Olivia Coleman) ist für eine Auszeit ans Meer gereist. Dort wird sie jedoch von einer Mutter (Dakota Johnson) und deren Tochter in ihrer Ruhe gestört. Dabei kommen verdrängte Erinnerungen an die Zeit mit ihrer Tochter zurück, die sie aus der Bahn werfen

Frau im Dunkeln habe ich im Vorfeld nicht geschafft zu sehen.

Keine Zeit zu sterben

Nominiert für: Beste visuelle Effekte, Bester Ton, Bester Filmsong

Die Handlung: Fünf Jahre nach Spectre wird die Biowaffe „Herakles“ aus einem Labor in London gestohlen. Da der MI6 und M ihre Finger mit im Spiel haben, wird eine Agentin (Lashana Lynch) auf den flüchtigen Forscher Obruchev (David Dencik) angesetzt. Gleichzeitig bittet Felix Leiter (Jeffrey Wright) von der CIA James Bond (Daniel Craig) ebenfalls um Hilfe bezüglich Herakles. Obwohl eigentlich im Ruhestand, muss Bond von Kuba zurück nach London und sich einigen Personen aus der Vergangenheit stellen.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: No time to die vereint die gelungenen Elemente aus den bisherigen Craig-Bonds zu einem fulminanten Finale. Kleinere Stolpersteine in der Handlung und eine große Emotionalität dürften die Fans spalten, aber gerade das lockerere Drehbuch belohnt in vielen Kleinigkeiten. 

Licorice Pizza

Nominiert für: Bester Film Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch

Die Handlung: Gary Valentine (Cooper Hoffman) trifft auf die zehn Jahre ältere Alana Kane (Alana Haim) und ist sich sicher, dass er sie einmal heiraten wird. Davor liegen einige teilweise auch geschäftliche Erfahrungen, die die beiden zusammen durchleben. Epsiodenartig erzählt der Film aus ihrer Freundschaft.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: Licorice Pizza ist ein Film, der einen entweder durch die Schlichtheit der einzelnen Episoden überzeugt, oder einen eher abschreckt. So leider bei mir, da mir nie klar wurde, was der Regisseur mir damit sagen wollte. Wirre Handlung, nicht überzeugendes Schauspiel und wenig Atmosphäre.

Cruella

Nominiert für: Bestes Make-up und Frisuren, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: Estella (Emma Stone) landet nach dem Tod ihrer Mutter in London, wo sie auf die beiden Gauner Jasper (Joel Fry) und Horace (Paul Walter Hauser) trifft. Nach vielen Jahren des lockeren Lebens findet sie eine Anstellung in einem Warenhaus und schafft es durch ihre Designkünste bei der Baroness Von Hellman (Emma Thompson) angestellt zu werden. Doch dort erfährt sie Sachen über ihre Vergangenheit, den ihre dunkle Seite Cruella heraufbeschwört.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: Cruella ist der Realfilm, den wir nach Maleficent verdienen haben. Cool, dramatisch, spaßig mit einer guten Dosis Wahnsinn haut er einen einfach nur vom Hocker. Cast, Handlung und Soundtrack bilden eine einmalige Symbiose. 

Tick, Tick … Boom!

Nominiert für: Bester Hauptdarsteller, Bester Schnitt

Die Handlung: Jonathan Larson (Andrew Garfield) steht kurz vor seinem 30. Geburtstag. Während er seinen Unterhalt in einem Diner verdient, versucht er mit seinem Musical den großen Durchbruch zu schaffen. Dafür gibt es Einblicke in seinen Alltag, aber auch in die Konflikte, die durch den Termindruck auf ihm lastet.

Meine Meinung: Lin-Manuel Miranda als Regisseur für ein Musical? Da konnte ich nicht widerstehen, konnte mich In the Heights doch begeistern, während ich Hamilton als Meisterwerk ansehe. So richtig ist der Funke bei Tick, Tick … Boom! jedoch nicht übergesprungen. Das liegt wohl vor allem an dem sehr zähen Einstieg, bei dem man nicht so richtig versteht, worauf der Film hinausläuft. Nach und nach kristallisiert sich jedoch die Handlung heraus und vor allem die Lieder ziehen einen gut in den Bann. Und auch, wenn ich bis zum Ende mit dem Protagonisten nicht richtig warm geworden bin, schafft es der Film einen in eine emotionale Achterbahn zu ziehen und erst wieder loszulassen, wenn man alle Tränen verweint hat. Am herausragendsten bleiben allerdings die Lieder, die denen des ursprünglichen Musicals des Protagonisten Jonathan Larson entsprechen. Sie sind mitreißend, emotional und gehen leicht ins Ohr.

Das Fazit: Tick, Tick … Boom! ist ein Musical mit tollen Liedern, aber etwas schwerfälliger Handlung, die zwischen Geschichte und einer Aufführung, die die Geschichte erzählt hin und her springt, was nur teilweise funktioniert, dafür aber emotional umso mitreißender ist.

The Batman

Ein Vorwort

Einer der meistverfilmten Superhelden dürfte wohl Batman sein. Im Laufe der Zeit gab es immer wieder verschiedene Einschläge und Genremischungen. Während Christopher Nolans Dark Knight Reihe bis heute als die ikonischste Verfilmung angesehen wird, ist sie wohl auch die mit der guten düsteren Grundstimmung und gleichzeitig einem hohen Actionanteil. Nun stand wieder eine Neuverfilmung an. Nach dem ersten Aufschrei beim Casting von Robert Pattinson als dunklen Rächer, vor allem aus der Reihe derjenigen, die ihn noch immer mit seiner Rolle in Twilight verbinden, gab es immer wieder Gerüchte über die neue Richtung, die der Film einschlagen sollte. Wie er letztendlich funktioniert und ob der neue Stil etwas taugt, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Bruce Wayne (Robert Pattinson) zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister (Rupert Penry-Jones) ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon (Jeffrey Wright) Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt.

Meine Meinung

Wenn der Name Batman fällt, tauchen meist gleich Bilder im Kopf auf von Kämpfen in dunklen Gassen, turbulenten Autofahrten und vor allem ikonischen Sätzen („Ich bin Batman“). Dabei findet sich Batman regelmäßig klassisch im Action- und Superheldenbereich. Nach Ben Afflecks Interpretation in den Flops Dawn of Justice und Justice League, waren viele wohl fertig mit DC und ihrem DCEU. Was keiner wollte, war noch ein Batman-Film. Was wir bekamen ist jedoch ein Batman-Film, der anders ist, der sich mehr auf die Comics besinnt und sich weniger an immer größer werdender Action orientiert, als vielmehr an Charakteren und an einer spannenden Kriminalgeschichte.
So fällt der Einstieg in The Batman durchaus schwer, da zwar dankenswerterweise auf eine Entstehungsgeschichte verzichtet wurde und lieber immer mal wieder ein paar Informationen eingestreut wurde, für die wenigen Zuschauenden, die Batmans Origingeschichte noch nicht kennen, sich gleichzeitig aber am Anfang eher auf eine düstere Grundstimmung konzentriert wurde, statt gleich in die Handlung einzusteigen. Sobald man sich jedoch an die Dynamik des Films gewöhnt hat, kommt die Handlung langsam ins Rollen. Der erste Mord passiert und wir erleben gleichzeitig die Ermittlungen rund um Comissioner Gordon und die parallelen Ermittlungen seitens Batman. Von hier aus entspinnt sich nach und nach der Kriminalfall immer mit bekannten Charakteren aus dem Batmanuniversum. So treffen wir auf den Pinguin, Catwoman und auch auf den Riddler. Dabei sind diese Charaktere auch eher unauffällig in die Gesamthandlung eingewebt und es wird nicht immer wieder groß mit ihren Namen herumjongliert. Selbst Batman wirkt hier eher kleiner.
So ist der Film wesentlich handlungsorientierter als Charakterbezogen. Natürlich darf zumindest eine action- und bildgewaltige Verfolgungsjagd nicht fehlen, aber ansonsten geht es eher darum Brotkrumen zu sammeln und das Puzzle zusammenzusetzen. Genau das ist auch der Grund warum der Film selbst nach den vielen Batmanvarianten, die es bereits gab, immer noch gut funktioniert. Er bringt eine ganz neue Dynamik hervor und birgt sowohl Potential für die Superhelden- als auch für die Krimifans. Die 177 Minuten Lauflänge fliegen nur so dahin, da es immer wieder eine neue Wendung gibt oder ein neues Rätsel auftaucht. Lediglich der Anfang ist wie oben erwähnt ein bisschen zäher.
Dennoch ist der Film nicht ganz rund. Zum einen gibt es gerade im großen Finale das ein oder andere Logikloch bzw. sind einzelne Handlungen da nicht mehr so richtig nachvollziehbar. Hier wurde lieber noch einmal auf den großen Wumms gesetzt, als darauf, dass die gut durchdachte Handlung bis zum Ende durchgesetzt wird. Dies ist aber in der Gänze des Films durchaus verzeihbar. Zum anderen wirkt die Rolle der Catwoman etwas lieblos eingebunden. Zwar taucht sie immer wieder auf, meist aber nur als kurze Stichwortgeberin, um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden, bis sie wieder gebraucht wird. Hier ist es fraglich, ob es dafür einen bekannten Charakter, wie Catwoman wirklich gebraucht hätte, da man sich für sie mehr Spielraum gewünscht hätte. Gleichzeitig spielt Zoe Kravitz die Catwoman sehr minimalistisch, so dass auch der Zugang zum Charakter komplett fehlt. Abgesehen davon funktioniert der Film als Ganzes sehr gut.
Auch Robert Pattinson beweist hier einmal mehr, dass er sich von seinem Vampirdasein schon lange verabschiedet hat, auch wenn er nur selten ohne Maske zu sehen war. An das graue und verregnete Gotham muss man sich auch erst gewöhnen, funktioniert aber für die Atmosphäre wunderbar. So sind die Bilder trotz der vielen Nachtszenen gut erkennbar, auch wenn vieles über die Schatten erzählt wird.
The Batman ist anders als die Vorgängerfilme, setzt sich aber auch weit genug von der Dark Knight Reihe ab, um nicht im Schatten dieser Verfilmungen zu stehen. Hier dürfen wir durchaus gespannt sein, was eine Fortsetzung bringen könnte.

Das Fazit

The Batman trifft vom Genre her bestimmt nicht den Geschmack von jedem Batman-Fan, aber wenn man sich damit anfreunden kann, funktioniert der Film größtenteils gut. Vor allem die Atmosphäre lässt einen über die kleinen Mankos hinwegblicken. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

The Batman läuft seit dem 03.03.2022 in den deutschen Kinos

Licorice Pizza

Ein Vorwort

Regisseur Paul Thomas Anderson hat seit 2017 (Der seidene Faden) wohl eine Schaffenspause eingelegt. Nun meldet er sich mit Licorice Pizza zurück und konnte gleich drei Oscarnominierungen einheimsen, unter anderem als bester Film. Ob der Film Chancen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Gary Valentine (Cooper Hoffman) trifft auf die zehn Jahre ältere Alana Kane (Alana Haim) und ist sich sicher, dass er sie einmal heiraten wird. Davor liegen einige teilweise auch geschäftliche Erfahrungen, die die beiden zusammen durchleben. Epsiodenartig erzählt der Film aus ihrer Freundschaft.

Meine Meinung

Schon mit Der seidene Faden bin ich nicht richtig warm geworden. Der Stil von Regisseur Paul Thomas Anderson war einfach nichts meins und mir fehlte einfach eine Handlung, die über die Laufzeit überzeugen konnte. Mit einem ähnlichen Problem schlägt sich jetzt auch Licorice Pizza rum.
Denn die Handlung des Films ist selbst am Ende nicht wirklich benennbar. Man kann es jetzt herausreden durch den episodenartigen Aufbau des Films, aber selbst die einzelnen Episoden wirken eher wirr erzählt und kommen einfach nicht auf den Punkt. Auch ist der Übergang sehr willkürlich gewählt und einen wirklichen zeitlichen Kontext gibt es auch nicht. Letztlich saß ich gefühlt nur mit einer Frage im Kopf im ganzen Film: Was will uns der Regisseur damit sagen?
Und selbst, wenn man sich damit abfindet, dass es irgendwo nur kleine Ausschnitte aus dem Leben der beiden Protagonist*innen sind, die irgendwie immer wieder umeinander schleichen und sich dann wieder entfernen, wirken die Episoden irgendwie befremdlich. Vor allem aber, wenn man sich vor Augen führt, dass Gary Valentine zu Beginn des Films 15 Jahre ist und in die Schule geht, aber gleichzeitig Schauspieler ist, in der Firma seiner Mutter arbeitet und ein neues Projekt nach dem nächsten beginnt, was die meisten Erwachsenen überfordern würde. Mir fehlte dadurch immer mehr der Bezug und ich bin immer weiter vom Film weggedriftet. Dadurch, dass nie genau gesagt wird ob und wenn ja, wie viel Zeit immer vergangen ist, bleibt auch die Endauflösung des Films fraglich, durch den großen Altersunterschied der beiden Protagonist*innen. 
Auch schauspielerisch konnte der Film wenig überzeugen. Es wirkt zwar wie zwei Charaktere aus dem Leben mit der größtenteils unbeholfenen Art, es wurde nichts weichgespült oder durch große Dialoge überzeichnet. Aber dadurch fehlt auch der Filmcharakter. Stellenweise wirkt es so, als wäre die Kamera irgendwie aufgestellt worden und hätte zufällig ein paar Gespräche eingefangen. Dazu stehen im großen Kontrast dann wieder die Szenen, die so überdreht und großspurig geschrieben sind, dass der Unterschied so extrem ist, dass beides völlig fehl am Platz wirkt.
Letztlich ist Licorice Pizza ein Film, der irgendwo vor sich hin plätschert und zwischenzeitlich ein bisschen unterhält. Wer sich vom Trailer angesprochen fühlt, bekommt hier genau das geboten und ist dann wahrscheinlich im richtigen Film. Ich konnte leider mit ihm überhaupt nichts anfangen und war eher gelangweilt oder abgestoßen. Im Gegensatz zu anderen Filmen schaffte er es auch überhaupt nicht mich von der Atmosphäre her einzunehmen, so dass die anderen Schwierigkeiten mit dem Film leider präsent bleiben.

Das Fazit

Licorice Pizza ist ein Film, der einen entweder durch die Schlichtheit der einzelnen Episoden überzeugt, oder einen eher abschreckt. So leider bei mir, da mir nie klar wurde, was der Regisseur mir damit sagen wollte. Wirre Handlung, nicht überzeugendes Schauspiel und wenig Atmosphäre. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

Licorice Pizza läuft seit dem 27.01.2022 in den deutschen Kinos