Fall of Legend

Ein Vorwort

Zur Zeit bin ich ganz gut dadrin Reihen abzuschließen, weswegen es hier relativ viele Reihenvorstellungen gibt. So nun auch die Legend-Reihe von Meghan March. Nachdem mich 2019 ihre Sinful-Reihen begeistern konnten und prompt Jahreshighlight wurden, habe ich mir bewusst Zeit gelassen mit der nächsten Reihe. Warum mich die Legend-Reihe nicht ganz überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die übergreifende Handlung

Scarlett Priest ist It-Girl, kommt aus gutem Haus und hat ihren Traum mit ihrem eigenen Store wahr gemacht. Damit hat sie alles, was sich Gabriel Legend nur wünschen kann. Nach etlichen illegalen Boxkämpfen hatte er genug Geld zusammen, um einen legalen Club zu eröffnen. Doch am Eröffnungswochenende kommt es zu einer Schießerei, die seinen Ruf zerstört. Können sie trotz der unterschiedlichen Welten, aus denen sie kommen, zusammenfinden?

Fall of Legend

Die Handlung: Scarlett Priest erwacht in einem Teppich. Sie wurde entführt und findet sich kurz darauf Gabriel Legend gegenüber. Das es sich bei der Entführung um ein Missverständnis handelt, ist für Legend zweitrangig, kann sie ihn doch aus seiner Notlage helfen. Durch ihre Bekanntheit als It-Girl kann sie allein durch ihre Anwesenheit seinen Club vielleicht retten. So schließen sie einen Deal, der jedoch durch ihre aufkommenden Gefühle bedroht wird.

Meine Meinung: Fall of Legend beginnt zunächst spannend und stellt wie Protagonisten kurz vor. Man könnte dann also so richtig in die Handlung starten, nur passiert erst einmal eine ganze Weile gar nichts. Scarlett trifft sich mit ihren Freundinnen, Legend versucht sie auf Abstand zu halten und sorgt sich um seinen Club. Scarlett taucht im Club auf und feiert mit ihren Freundinnen. Legend wird von seinem besten Freund ermahnt vorsichtig zu sein. Und so weiter. Das ganze Buch lang. Dank eines sehr flüssigen Schreibstils habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, weil ich verzweifelt darauf hoffte, dass irgendwann noch etwas passieren würde. Die erste richtige Annäherung gibt es kurz vor Ende und dann ist das Buch auch schon wieder vorbei. Die knisternden Szenen, die man von der Autorin gewohnt ist, fehlen beinahe vollständig, was die mangelnde Handlung ja noch irgendwie entschuldigt hätte. So weiß man am Ende eine Menge über die Protagonisten, aber hat keine Ahnung, in welche Richtung die Reihe gehen soll.

House of Scarlett

Die Handlung: Scarlett und Legend gehen getrennte Wege, weil Legend Angst hat, sie zu sehr an sich heranzulassen. Beide vermissen einander, schaffen es aber nicht über ihren Schatten zu springen. Erst als Scarlett ins Krankenhaus muss, nähern sie sich wieder an.

Meine Meinung: Zweite Bände haben meist das Problem, das sie reine Füllerbände sind, um das große Finale vorzubereiten. Das beste Beispiel dafür ist House of Scarlett. Im Prinzip ist der Band nur dafür da, um die beiden Protagonisten dazu zu bringen, wieder miteinander zu reden, sich ein bisschen näher zu kommen und die wichtigsten Nebencharaktere für Band 3 zu etablieren. So wirklich Handlung sucht man auch hier vergebens. Dabei sind es gerade die Charaktere, die man liebgewinnt und von denen man mehr erfahren will. Doch dann dreht sich die Handlung wieder und wieder im Kreis und kommt nicht vorwärts. Letztlich ist hier die Frage, ob es besser geworden wäre, wenn man alles kompakter und nicht auf Zwang auf eine Trilogie gestreckt hätte. Wenn man sich auf die Kernhandlung konzentriert hätte, anstatt überall nochmal ausschweifende Nebenhandlungen zu haben, die nichts voran bringen. Genug tolle Nebencharaktere, um die es in Folgebänden hätte gehen können, gibt es auf jeden Fall. Und dann kommt das Ende, mit einem riesigen Cliffhanger, so dass man doch wieder zum dritten Band greift.

Fight for forever

Die Handlung: Gabriel Legends größte Angst ist wahr geworden. Seine Vergangenheit hat ihn eingeholt und bedroht nun Scarlett und seine Liebsten. Nur ein Boxkampf kann sie nun retten. Doch schafft er es innerhalb von einem Monat in Form zu kommen?

Meine Meinung: Nach dem Cliffhanger am Ende von Band 2 erwartet man, dass es in Band 3 nun endlich spannend wird und endlich mal etwas passiert. Doch nach ein paar Seiten, die man atemlos verschlungen hat, wird man erstmal wieder vertröstet. Es gibt wieder genügend nebensächtliche Dinge, die ausschweifend erzählt werden müssen. Das Buch nähert sich irgendwann bereits dem Ende und man wartet immer noch auf den Boxkampf. Dieser ist dann irgendwann da, nur um dann alle noch offenen Probleme – und davon gibt es einige – innerhalb von ein paar kurzen spannenden Szenen abgearbeitet zu haben. Schwupps hier ist die Lösung, auf die der Leser drei Bände hingearbeitet hat. Ein bisschen verarscht fühlt man sich dann doch. Für alles war Zeit, außer für die Aufklärungen und Problemlösungen. Warum ich die Reihe trotz all meines Gemeckers nicht als wirklich schlechte Reihe ansehe, liegt vor allem an den tollen Charakteren und dem wunderbar flüssigen Schreibstil der Autorin. Ein bisschen enttäuscht über den Erotikanteil war ich dann doch, weil ich von der Autorin einfach anderes gewohnt bin.

Das Fazit

Die Fall of Legend Reihe von Meghan March ist wie üblich gut geschrieben und hat tolle Charaktere. Leider ist die Handlung für eine Trilogie viel zu dünn, so dass sich jeder Band überflüssig gestreckt anfühlt und einfach nicht in Fahrt kommt. Hier wäre beinahe ein Band ausreichend und man hätte genauso viel erzählen können.

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