Monsterwochen #3 – Horror oder so

Herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe der Monsterwochen in diesem Jahr. Nach Dracula und Frankenstein im letzten Jahr, wollen wir uns in diesem Jahr mit dem Phantom der Oper auseinander setzen. Heute geht es um eine Horrorfilmvariante oder so.

Monsterwochen? Was?

Kurz gesagt, geht es hier in vier Beiträgen um Das Phantom der Oper in verschiedenen Interpretationen.

Okay… Und Warum?

Hey, es ist Oktober, der Horrormonat, und das Phantom der Oper ist ein prominenter Vertreter des Genres! 

Die Handlung

Budapest, frühes 20. Jahrhundert. Nach einem Fiasko bei ihrem Debut an der Oper von Solistin Elena Korvin, die zuvor einen Annäherungsversuch des Direktors zurückweist, der sich mit einer negativen Kritik rächt, nimmt sie sich das Leben. Ihr trauender Mann Sandor stellt den Kritiker zur Rede, der ihm von der Bestechung des Direktors erzählt. Dabei kommt es zu einem Unfall mit Schwefelsäure, die Sandors Gesicht vollständig entstellt. Vier Jahre lang zieht sich Sandor in das Untergewölbe der Oper zurück. Dann taucht die Zweitbesetzung Maria Gianelli auf, die Elena zum Verwechseln ähnlich sieht.

Meine Meinung

Das Phantom der Oper, oder auch das Phantom von Budapest, ist eine Fernsehadaption des Stoffes von Gaston Leroux. Ausgeschrieben als Horrorfilm und im Gegensatz zu vielen anderen Verfilmungen mit einer FSK 16, war ich neugierig, ob diese Version dem Stoff noch einmal eine völlig neue Richtung geben kann.
Nun zumindest interpretiert sie die Geschichte sehr frei und hält sich wenig an die Romanvorlage. Lediglich das Grundkonzept des Phantoms, das unter einer Oper lebt und sich zum Mentor einer jungen Sängerin aufschwingt, doch durchdreht, nachdem sie sich in einen anderen verliebt. Die Vorgeschichte ist komplett neu und bringt eine neue Ebene ein. Auch im folgenden wird vieles neu hinzuinterpretiert, anderes völlig außen vor gelassen.
Den Film als Horrorfilm zu betiteln, ist dann vielleicht doch etwas hoch gegriffen. Für mich als bekennende Schisserin war das an sich nicht weiter tragisch, dennoch fehlte dadurch das besondere. Man merkt in welchen Szenen versucht wurde Horrorelemente einzubringen, die jedoch an der Atmosphäre komplett scheitern. Hier spielt wahrscheinlich mit rein, dass es sich um eine Fernsehproduktion mit geringem Budget handelt. Denn die Produktion sieht an vielen Stellen einfach billig aus. Die Oper ist gerade im Bühnenbereich sehr klein, es gibt kaum Requisiten und auch andere Räume sind sehr spärlich eingerichtet. Die Räume des Phantoms entsprechen zwar schon eher den Vorstellungen einer Kulisse aus einem Horrorfilm, könnte aber auch in jedem anderen auftauchen. Es fehlt das Spezielle.
Charakterlich ist es vor allem Maria, die hier im Gegensatz zu Lerouxs Christine deutlich stärker ist und heraussticht. Statt ständig herumzuheulen, beweist sie Charakter und kann durchaus das Phantom als etwas Böses und gleichzeitig Hilfreiches erkennen.

Das Fazit

Das Phantom der Oper/von Budapest ist für eine Fernsehproduktion vollkommen okay, hält aber gerade im Horrorbereich nicht, was es verspricht.

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