Die Bullyparade – der Film

Am 17.08.2017 erschien die Bullyparade in Spielfilmlänge in den deutschen Kinos.

In fünf kurzen Episodenfilmen erweckt Michael „Bully“ Herbig seine bekanntesten Figuren wieder zum Leben. Seien es Winnetou und Old Shatterhand aus „Der Schuh des Manitu“ oder die Besatzung aus „(T)Raumschiff Surprise“.

Michael Herbig dürfte den meisten ein Begriff sein, immerhin schuf er mit seinem Film „Der Schuh des Manitu“ einen der erfolgreichsten deutschen Filme. Nun besinnt er sich auf seine Anfänge mit der Episodenschow „Bullyparade“. So trommelte er sein Team mit Rick Kavanian und Christian Tramitz erneut zusammen, holte weitere alte Gesichter aus den bereits erschienenen Kinofilmen, wie Sky du Mont, dazu und lud einige bekannte deutschen Schauspieler dazu, wie Elyas M’Barek. Der Plan: fünf kurze Episodenfilme zu drehen und auf die große Leinwand zu bringen.
Diese könnten unterschiedlicher nicht sein. Und genau das ist gut so, denn selbst wenn man von einer Episode weniger überzeugt ist, so trifft eine andere wieder eher den eigenen Humor. Prämisse dafür ist allerdings, dass man grundsätzlich mit Herbigs Humor zu recht kommt. Wer noch nie etwas mit ihm, seinen Filmen oder seinen Shows anfangen konnte, wird auch hier wieder nicht auf seine Kosten kommen. Für alle anderen sind einige wirklich schöne Witze dabei, so dass der Boden gerne mal vor Lachen aufgesucht wird. Andere Gags hingegen scheinen einfach zu konstruiert und zu gewollt, dass sie einfach nicht zünden können. Aber das schöne am Episodenfilm bleibt, wenn einem die Handlung nicht gefällt, ist es ja schnell wieder vorbei. Leider sind die beiden stärksten Episoden auch die beiden kürzesten. Und gerade die bekanntesten Rollen des Trios scheinen irgendwie nach ihrem Solofilm fertig erzählt.
Trotzdem macht „Bullyparade – der Film“ einfach Spaß. Die bekannten Rollen wieder finden, die neuen Rollen entdecken und nebenbei nach bekannten Gastauftritten suchen. Für 100 Minuten einfach abschalten und sich auf die Witze einlassen.
Vor allem mit einem kann der Film überzeugen: Seiner Liebe fürs Detail. Gerade im Bühnenbild überzeugt Herbig wieder einmal, warum der Film auf der großen Leinwand gezeigt wird. Ob man sich wirklich in den Wilden Westen zurückversetzt fühlt, oder eine ganz neue Welt erkundet.

Alles in allem schafft Bully Herbig einen Film mit seinem typischen Humor, der abwechselnd Stärken und Schwächen zeigt. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

4 Gedanken zu „Die Bullyparade – der Film

  1. Pingback: Rückblick auf das 3. Quartal 2017 – Highlights und Enttäuschungen | ShalimasFilmweltenKritik

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