Eine Handvoll Serienkritiken

Ich glaube die Kategorie hat sich durchgesetzt. Zumindest funktioniert sie aktuell sehr super 😉

The Witcher – Staffel 1

Die Handlung: Geralt von Riva ist ein Hexer. Im Laufe der Staffel stellt er sich verschiedenen Monstern, wobei wohl keine Spezies so niederträchtig ist, wie die Menschen. Parallel dazu werden die Geschichten der Magierin Yennefer von Vengerberg und der Prinzessin Ciri von Cintra erzählt.

Meine Meinung: Die erste Staffel hangelt sich an mehreren Kurzgeschichten entlang und wird auf drei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, die erst am Ende zusammenlaufen. Dies muss man aber wissen, sonst kann es in einigen Folgen zu ein wenig Verwirrung kommen, bzw. wird das erst in späteren Folgen aufgeklärt. So muss man zunächst gespannt sein, welche Gewichtung die verschiedenen Figuren einnehmen werden. Letztlich wird die gesamte Staffel genutzt, um die Charaktere vorzustellen und die Welt ein bisschen genauer vorzustellen. Das scheint zum einen auch notwendig, denn die Welt ist ziemlich komplex, zum anderen scheint es aber auch ein bisschen übertrieben, da man wohl einige Handlungsstärnge hätte weglassen können. Denn so wird der Zuschauer mit Namen und Orten überschüttet, die wohl im weiteren Verlauf keine weitere Bedeutung haben werden, aber die Namen und Orte, die man sich wohl merken sollte, gehen dabei leider mit unter. So hat die Serie für weitere Staffeln wohl großes Potential, konnte mich aber in der ersten Staffel nicht richtig überzeugen – ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich nie die Bücher gelesen habe und auch die Spiele nie gezockt habe.

Doctor Who – Staffel 10

Die Handlung: Der Doktor ist ein großes Versprechen eingegangen einen Tresor unter der Universität zu bewachen und sich nicht von dort wegzubewegen. Dabei lernt er Bill Potts kennen, die er schließlich als Art Privatlehrer unterrichtet. Nachdem Bill von einer Pfütze verfolgt wird, beschließt er sich zu offenbaren, um sie zu retten. Trotz der stetigen Belehrungen von Nardole (bekannt aus den vorangegangenen Weihnachtsspecials) kann der Doktor nicht wiederstehen und reist fortan mit Bill durch Zeit und Raum.

Meine Meinung: So richtig warm geworden mit Peter Capaldi als 12. Doktor bin ich bisher nicht. Nun musste ich feststellen, dass einfach nur die Kombination aus dem 12. Doktor und Clara (Jenna Coleman) aus den beiden vorherigen Staffeln nicht funktioniert hat. Nun schienen sich die Schöpfer wieder zurückzubesinnen und schaffen mit Bill Potts eine neue Figur, die wieder bei jeder Folge über die Wunder der Tardis staunen kann und auch den Doktor wieder auf den Boden der Tatsachen holt. Zusammen mit Nardole für die kleinen, aber feinen, Momente, schaffen sie so eine wirklich starke Staffel. Umso trauriger ist es, dass am Ende die Rekarnation zum 13. Doktor folgt. Ich kann zwar nicht beurteilen, wie Jodie Whittaker ihren Doktor anlegt, aber jetzt hätte ich gerne noch eine Staffel mit Peter Capaldi gehabt.

The Handmaids Tale – Staffel 1

Die Handlung: Der Staat Gilliad ist aus den USA hervorgegangen, nachdem die Geburtenrate immer weiter zurückging. Der totalitäre Staat hat die wenigen Frauen, die noch schwanger werden können, zusammengetrieben und halten sie als Mägde in wohlhabenden Familien. Dabei haben sie keine Rechte mehr, selbst ihre Namen wurden ihnen aberkannt. Die Serie verfolgt die Erlebnisse der Magd Desfred.

Meine Meinung: 2018 habe ich durch Empfehlung die Buchvorlage der Serie für mich entdeckt. Das Buch ist ruhig und unaufgeregt erzählt und begleitet Desfred durch ihren Alltag und zeigt dabei die Schattenseiten Gilliads. Das man daraus eine ganze Serie produzieren konnte, war mir unvorstellbar. Und so legte ich mir die Serie zu, nur um nach den ersten drei Folgen wieder abzubrechen. Denn in diesen drei Folgen war gefühlt das ganze buch vertreten. Was sollte nun in den noch folgenden sieben Episoden passieren? Nachdem nun zwischen Buch und den ersten drei Folgen einige Zeit vergangen ist, habe ich mich doch noch einmal an die Serie herangewagt. Letztlich ist die Serie eine Weitererzählung des Buches. Es werden die Hintergrundgeschichten anderer Charaktere erzählt, die Desfred gar nicht wissen konnte und uns deswegen im Buch auch nicht erzählen konnte. Wenn man sich also von den eigenen Vorstellungen lösen kann, sind die Erweiterungen durchaus sinnvoll und gebem dem Ganzen noch mehr Tiefe. Dennoch sind Längen nicht vermeidbar bei 10 Folgen. Nun bin ich hin und hergerissen, ob ich nun doch auch die anderen Staffeln mal versuche, oder ob ich nun mit endgültigem Ende des Buches auch die Serie für mich für beendet erkläre.

Pixar in real life – Staffel 1

Die Handlung: Die Helden aus den Pixarfilmen sind wohl einem breiten Publikum bekannt. Doch wie würden wir reagieren, wenn uns diese Helden in bekannten Filmszenen in der Realität begegnene würden? Dieses Experiment wurde in dieser Serie mit Kurzepisoden gewagt.

Meine Meinung: Disney+ ist nun endlich auch in Deutschland verfügbar. Neben den altbekannten Filmen und Serien, wurden auch Neuproduktionen aufgenommen – leider erscheinen bei den meisten nur pro Woche eine Folge. Diese Serie jedoch hatte schon eine Staffel. Dabei begegnen wir in Kurzepisoden (5-10 Minuten) die altbekannten Pixarhelden im realen Leben. So hilft Wall-E bei der Ringsuche im Müll, taucht Merida beim Bogenschießstand auf oder versuchen Dorie und Hank in einem Kinderwagen zu fliehen. Dabei sind es vor allem die Reaktionen der überraschten Passanten, die damit natürlich nicht gerechnet haben. Wer also eine kleine Serie zum schmunzeln braucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Brain Games – Staffel 1 & 2

Die Handlung: Können wir unseren Sinnen oder unserem Erinnerungsvermögen wirklich immer trauen? Die Serie befasst sich mit optischen Täuschungen und anderen Illusionen und erklärt dabei die Phänomene, die uns täuschen können, die aber für uns auch recht nützlich sein können.

Meine Meinung: Natürlich will die Serie, dass man darauf einfällt. Da ich das weiß, treffe ich natürlich ganz andere Entscheidungen, als die von mir erwarten! Oh, doch nicht… Brain Games schafft es einen immer wieder zu verblüffen und zu überraschen. Dabei lernt man einiges über sich und seine Sinne. Am schönsten ist es die Serie mit einer anderen Person zu gucken, um auch nur sicher zu gehen, dass auch die Person auf die Täuschungen reinfällt. Während in der ersten Staffel noch drei Folgen mit 45 Minuten Lauflänge enthalten sind, sind es ab der zweiten Staffel circa 10 Folgen mit 22 Minuten Lauflänge pro Staffel. Beide Varianten haben gut funktioniert.

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