Eine Handvoll Serienkritiken

Heute mit: Einer Bekanntschaft auf einer Trauergruppe, eine unsichere Teenagerin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, einem queeren Make-over, Pille macht Jagd auf Superman und mysteriösen Mordfällen in Australien.

Dead to me – Staffel 1

Die Handlung: Jen Harding ist eine toughe Immobilienmaklerin, die nach dem Unfalltod mit Fahrerflucht ihres Mannes zwischen Trauer und Rettung des Familienlebens hin- und herschwankt. Als sie in einer Selbsthilfegruppe auf Judy trifft, die das komplette Gegenteil von ihr ist, entsteht eine seltsame Freundschaft. Doch Judy hat ein großes Geheimnis.

Meine Meinung: Netflix bewirbt diese Serie als Komödie. Auch der kurze Einblick, der startet, wenn man beim scrollen zu lange auf einer Serie bleibt, macht den Eindruck zwar sehr schwarzhumorig zu sein, aber dennoch irgendwo Richtung Komödie geht. Doch Dead to me ist vieles, aber keine Komödie. Auch wenn Jen versucht vieles mit Sarkasmus zu lösen ist es doch ein Drama zum Thema Trauerbewältigung zusammen mit Geheimnissen, Intrigen und Verrat. Nicht gerade die Komponenten einer guten Komödie. So irregeleitet war ich dementsprechend enttäuscht von der Serie. Dennoch kann ich sagen, dass die Serie einiges richtig macht. Die Folgen sind intelligent geschrieben und das Drama bleibt immer im überschaubarem Rahmen. Die Handlungen der Charaktere sind größtenteils nachvollziehbar und die Charaktere selbst haben alle ihre Ecken und Kanten, so dass keiner wirklich sympathisch wirkt, aber nur die wenigsten direkt unsympathisch wirken. Aber auch wenn die Serie eigentlich durchgehend spannend war und versucht hat jeder Folge eine eigene Richtung zu geben, scheint es nur eine langgestreckte Erzählung des Unausweichlichen zu sein. Durch den Cliffhanger am Ende der ersten Staffel bin ich nun doch am Überlegen weiter zu gucken, obwohl ich eigentlich abgeschlossen hatte mit der Serie.

I’m not okay with this – Staffel 1

Die Handlung: Sydney Novak ist 17, trauert um ihren Vater, der sich ein Jahr zuvor das Leben nahm, hat seitdem ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter, die nicht über seine Beweggründe sprechen will, und empfindet für ihre beste Freundin mehr als sie sollte. Und weil das noch nicht genug ist, entwickelt sie telekinetische Kräfte, die immer dann unkontrolliert aus ihr Strömen, wenn sie ihre negativen Emotionen nicht mehr unter Kontrolle hat. Zusammen mit Stanley, der sie beobachtet hat und glaubt, dass es Superheldenkräfte seien, versucht sie diese fortan zu kontrollieren.

Meine Meinung: Mit Sophie Lillis und Wyatt Oleff hat die Serie bereits zwei Jungdarsteller aus der aktuellen Verfilmung von ES, hinzu kommen als Produzenten noch zwei Financiers von Stranger Things, womit dann auch vollkommen klar sein dürfte, woran sich die Serie orientiert. Allerdings liegt hier die Konzentration klar auf Sydney und ihren Problemen, die durch ihre unkontrollierten Fähigkeiten durchaus noch verstärkt werden. Dennoch ist Coming-of-Age ein Schwerpunkt der Serie. Die Fantasyelemente wirken teilweise willkürlich in das Teenagerdrama eingewoben. Das Hauptproblem der Serie dürfte aber wohl darin liegen, dass die gesamte erste Staffel, die mit 7 Folgen, die jeweils eine Länge zwischen 20-30 Minuten haben, wie ein einziger großer Prolog wirkt. Erst in der allerletzten Szene bekommt der Zuschauer eine Ahnung in welche Richtung sich diese Serie entwickeln könnte. Wahrscheinlich würde ich der zweiten Staffel noch eine Chance geben, weil ich wissen möchte, ob die Serie dann ihr Potential nutzt, aber ich verstehe auch, wenn viele bereits die erste Staffel nicht zu Ende gesehen haben. Denn es werden allerlei Fragen aufgemacht, aber keine wirklich beantwortet, bzw. scheint die Serie kein direktes Ziel zu haben, auf das es hinarbeitet. Und auch wenn die Serie schnell zum Durchschauen ist, fehlt ihr doch das entscheidende Elemente, um sie nicht nur wie ein Prolog wirken zu lassen.

Queer Eye – Staffel 5

Die Handlung: Die Fab 5 sind zurück. Diesmal zieht es Tan (Mode), Karamo (Kultur), Bobby (Design), Anthony (Essen) und Jonathan (Pflege) nach Philadelphia. Doch die Mission ist die gleiche. Sie antworten auf Hilferufe aus Familie und Freundeskreis, um sich in jeder Woche einem/einer  Ausgewählten in allen Belangen des Lebens unter die Arme zu greifen und mit ihrer üblichen quirligen Art Probleme anzugehen und Freude zu bringen.

Meine Meinung: Auch in der fünften Staffel ist der Aufbau jeder Folge gleich. Die Fab 5 kommen zu ihrem neuen Hilfegesuch, erfassen die Lage und arbeiten dann alle in ihren Resorts die Probleme ab, um am Ende ein Lebensumstyling gemacht zu haben. Kann dies auch in einer fünften Staffel noch funktionieren? Ja kann es! Denn im Vergleich zu anderen Umstylings wissen alle Fünf, dass viele Probleme tiefer liegen und versuchen Selbstbewusstsein zu stärken und  die Probleme in vielen Gesprächen zu ergreifen. Vor allem ist aber der ungetrübte Optimismus der Fab 5 der Grund, warum auch die fünfte Staffel mich noch uneingeschränkt zum Lächeln bringt, auch wenn einzelne Schicksale einem zu Tränen rühren können. Doch auch gesellschaftskritische Themen finden immer Platz und sei es nur weil Karamo Brown sich in jeder Folge mit einem anderen T-Shirt-Spruch für ein Thema einsetzt, z.B. #blacklivesmatter. Es bleibt amerikanisches Reality-TV, aber das auf einem ganz hohen Niveau und vor allem mit ganz großem Herz.

The Boys – Staffel 1

Die Handlung: Hugh Campbell ist ein Verkäufer, dessen größer Plan es ist, mit seiner Freundin Robin zusammenzuziehen. Bis der Superheld A-Train, seines Zeichens der schnellste Mann der Welt, direkt durch Robin hindurchrennt und sie dabei zerfetzt. Die Superheldenfirma Vought bietet ihn daraufhin Schadensersatz an, die er ablehnt. Kurz darauf lernt er Billy Butcher kennen, der einen privaten Rachefeldzug gegen die „Supes“ führt.

Meine Meinung: Stellen wir uns eine Welt vor, in der Superhelden ein großes Franchise bilden, mit Filmen, Merchandise und allem drum und dran. Klingt noch wie unsere? Gut, dann stellen wir uns die gleiche Welt vor, nur das die Superhelden auch tatsächlich existieren. Genau diese haben wir in The Boys. Und ebenso wie Superheldenfilme auch nach über 10 Jahren noch immer boomen, werden auch die Supes in der Serie wie Götter verehrt. Doch mit fortschreitender Serie blickt man tief hinter die Marketingkampagnen und die Abgründe die sich daraus ergeben. So ist The Boys mit einer Freigabe ab 16 Jahren, voller tiefschwarzem Humor und sehr direkten Dialogen. Und während einige in meiner Umgebung absolut begeistert sind von der Serie, konnte sie mich nicht wirklich abholen. Warum? Nun zum einen war die Staffel mit acht Folgen zwar nicht lang, aber für mich zogen sich diese wenigen Folgen ewig, weil sich das Team um Butcher immer wieder im Kreis zu drehen schien. Zum anderen waren mir einige Wendungen, wenn sie auch logisch waren, einfach nicht nach Nase. Das ist aber ein ganz persönliches Problem, dass ich mit der Serie habe. Ganz objektiv ist sie eine starke Parodie auf das gesamte Superheldengenre und der Marketingindustrie dahinter.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 2+3

Die Handlung: Auch in der zweiten und finalen dritten Staffel darf die vermögende und unabhängige Phryne Fisher wieder ihrer Leidenschaft, dem Aufklären von Morden frönen. Dabei vertieft sie auch ihre Beziehung zum Detective Inspector Jack Robinson. Ebenso vertieft sich die Beziehung zwischen Phrynes Assistentin Dot und Constable Hugh Collins.

Meine Meinung: Wir reisen wieder in die 1920er Jahre nach Australien. Hier wartet wieder Phryne Fisher auf uns und zeigt uns ihre Welt voller Mordfälle, Geheimnisse und absolut toller Nebencharaktere. Auch hier zeigt sich wieder, dass das sehr hohe Budget gekonnt eingesetzt wird, um die Serie vollkommen realistisch in der Vergangenheit spielen zu lassen. Das hohe Budget war dann aber auch der Grund, warum die dritte Staffel bereits verkürzt war und schließlich das Ende bildete. Glücklicherweise findet die Serie trotzdem die Zeit, um die übergreifende Handlung zu einem runden Ende zu bringen, auch wenn nicht alle Fragen final geklärt wurden. Damit ist es auch verzeihbar, dass die finale Episode jetzt nicht unbedingt der spannendste Fall war.

Eine Handvoll Serienkritiken

Heute mit dabei: Eine gehirnsüchtige Pathologin, ein Meisterdetektiv zwischen London und New York, die Erklärung der alltäglichsten Dinge durch einen Dinosaurier-Experten, ein außer Kontrolle geratener Freizeitpark und ein schauspielender (Ex-)Auftragskiller. 

IZombie – Staffel 1

Die Handlung: Liv Moore (Rose McIver) ist frisch verlobt, ehrgeizige Medizinstudentin und einfach rundum glücklich. Bis auf einer Bootsparty ein Virus ausbricht und sie gekratzt wird. Mit blassem Teint, weißblonden Haaren und einem Heißhunger auf Gehirn, muss sie entsetzt feststellen, dass sie ein Zombie ist. Sie bricht die Verlobung, schmeißt das Studium und sucht in der Pathologie eines Polizeireviers einen neuen Job. Dadurch hat sie Zugriff auf die Gehirne der verstorbenen. Zusammen mit ihrem Kollegen Ravi Chakrabarti (Rahul Kohli) sucht sie nach einem Gegenmittel. Gleichzeitig stellen sie fest, dass Liv nach einem Gehirnmahl Charaktereigenschaften und Erinnerungen der Verstorbenen annimmt, wodurch die Detektive Clive Babineaux (Malcolm Goodwin) tatkräftig unterstützt.

Meine Meinung: Ich bin ein großer Fan von (gut gemachten) Crimeserien. Wohingegen ich mit dem Zombiethema so gar nichts anfangen kann. Daher hatte ich bisher auch einen großen Bogen um die Serie gemacht, auch wenn mein Lebensgefährte bei der Serie durchaus ins Schwärmen geriet. Nachdem ich aber Miss Fishers Mysteriöse Mordfälle beendet hatte, musste doch irgendwo wieder eine Crimeserie bei mir einziehen. Und so gab ich der Serie doch eine Chance. Und ja, man muss sagen, dass sie es sehr schnell schafft durch die Charaktere und Ausgangssituation einen in den Bann zu ziehen, so dass ich die erste Staffel auch in wenigen Tagen durchgeschaut hatte. Bisher haben Crimethemen und Zombiethemen auch noch eine gute Balance, allerdings ist meine Befürchtung, dass weitere Staffeln eher in Richtung Zombiethema gehen, weswegen ich noch vor dem Weiterschauen zurückschrecke. Wobei ich der Serie wahrscheinlich zumindest für eine weitere Staffel noch die Chance gebe.

Elementary – Staffel 7

Die Handlung: Sherlock (Johnny Lee Miller) und Joan (Lucy Liu) sind nach dem Ende der sechsten Staffel nach London gegangen, um so dem FBI zu entgehen. Doch gerade Joan schlägt sich mit Heimweh herum. Als dann auch noch eine Schreckensnachricht vom NYPD die beiden erreicht, reist Joan zurück. Gleichzeitig hat Odin Reichenbach (James Frain), der Kopf hinter einem großen Internetunternehmen, einen Algorithmus geschrieben, mit dem er Verbrechen vorhersagen will, um so die Verbrecher vorab auszuschalten. Er versucht Sherlock und Joan für sein Unterfangen anzuwerben, die jedoch kritisch bleiben.

Meine Meinung: Die finale Staffel Elementary kommt mit 13 Folgen verkürzt daher. Dennoch war es für mich als großer Fan der Serie, gut zu wissen, dass nach dem mehr oder weniger Cliffhanger am Ende der sechsten Staffel noch ein paar Folgen zur Aufklärung kommen. Die Staffel schafft es auch tatsächlich trotz der kurzen Zeit, das offene Ende der sechsten Staffel aufzugreifen, einen neuen Gegner einzuführen und die gesamte Serie zu einem Ende zu bringen. Ganz nebenbei gibt es auch weiterhin die Mordfälle der Woche, die zu lösen sind. Es gibt Wiedersehen mit alten Bekannten und auch den ein oder anderen endgültigen Abschied. Auch wenn die Sherlock Holmes Fans da draußen sich wohl vorstellen können, in welche Richtung die Handlung um den Charakter Reichenbach führen kann, bleibt die Staffel durchgehend spannend. Mit der finalen Episode haben sie mich dann durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt. Aber dennoch war es eine runde Sache, auch wenn man aus der finalen Episode vielleicht eine Doppelfolge hätte machen können, um für ein paar Sachen einfach ein wenig mehr Zeit zu haben – oder statt einer Doppelfolge auch gerne nur eine Folge mit Überlänge. Aber all das bleibt Jammern auf hohem Niveau, denn Elementary ist eine sehr gute Serie, geht respektvoll und doch Modern mit seinem literarischen Vorbild um und weiß immer wieder zu überraschen.

The World according to Jeff Goldblum – Staffel 1

Die Handlung: Jeff Goldblum, ja der Schauspieler, hat 12 verschiedene Themen vorgesetzt bekommen, auf die er einen Blick werfen soll. Dabei sind es ganz alltägliche Themen, wie Fahrräder, Pools oder Grillen. Dafür hat er sich möglichst wenig informiert, um durch Gespräche mit den verschiedensten Personen neue Einblicke zu erhalten und seine Gedanken dazu mitzuteilen.

Meine Meinung: Disney+ hat nach seinem Release gleich daran gesetzt Publikum mit eigenen Originals die wöchentlich ausgestrahlt werden, an die Plattform zu binden. Neben Erfolgsrezepten wie The Mandalorian, durfte Jeff Goldblum (Jurassic Park, Independence Day) uns in 12 Folgen seine Sicht auf die Welt mitteilen. Dabei ist das Interessanteste, dass er sich mit ganz alltäglichen Dingen auseinander setzt und dann immer zu einer Großveranstaltung oder einzelnen Personen geschickt wird, um dort neue Eindrücke zu gewinnen. Untermauert wird dies immer wieder mit diversen Bildermontagen, die Geschichte und Entwicklung des Themas zeigen. Dabei wird alles mit Goldblums Charme und einer gewissen Lockerheit behandelt, so dass neben reinen Fakten auch ein echter Mehrwert geboten wird. Und auch wenn ein Thema mal so gar nicht interessant klang, gibt es doch in jeder Folge einen Aspekt, den man so vielleicht gar nicht beachtet hätte und der das Thema dann irgendwo doch interessant macht. Und nun bleibt mir nichts anderes übrig, als sehnsüchtig auf die nächste Staffel zu warten.

Westworld – Staffel 2

Die Handlung: Am Ende der ersten Staffel brachen die Hosts aus ihren vorbestimmten Rollen aus und Chaos kam über den Park, in dem jeder Gast in ein vorgefertigtes Szenario in einer Wild-West-Welt schlüpfen kann, um seine Gewalt- und andere Fantasien ausleben zu können. Doch der Aufstand der Hosts ist blutig und die Angestellten des Parks haben alle Hände voll zu tun die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Und was ist das für ein großes Geheimnis, das unbedingt beschützt werden muss?

Meine Meinung: Die ganzen einzelnen Charaktere und ihre Handlungsstränge aufzuzählen, würde diese Kurzkritik definitiv sprengen. Sagen wir der Zuschauer verfolgt mehrere Gruppen, teilweise Mitarbeiter, teilweise Host, teilweise Gäste, um den Aufstand der Host aus mehreren Gesichtspunkten darzustellen. Dabei tauchen zwischendurch Charaktere auf und verschwinden wieder. Manche bekommen erst gegen Ende der Staffel eine Bedeutung. Selbst der Aufstand besteht nicht aus der einen Gruppe, sondern ist in mehrere Splitterparteien unterteilt. Hier nicht den Überblick zu verlieren ist schon schwer. Doch den Machern der Serie war dies noch nicht Verwirrung genug, stattdessen haben sie auch noch beschlossen die Staffel nicht linear zu erzählen. Mit Hilfe des Charakters Bernard werden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft immer wieder wild gemischt. Dies wird leider auch bis zum Ende nicht wirklich aufgeklärt. Der Kunstgriff sollte wohl genutzt werden, um immer wieder überraschende Wendungen einbauen zu können, führt aber lediglich dazu, dass der Zuschauer immer verwirrter wird. Tatsächlich hätte ich mir am Ende gewünscht, dass ich noch einmal an die Hand genommen werde und mir ganz genau erklärt wird, was wann und warum passiert ist. Dies ist leider nicht passiert, weswegen ich auch gar nicht so genau sagen kann, ob mir die Staffel wirklich gefallen hat. Qualitativ ist sie auf einem weiterhin sehr hohen Niveau und auch schauspielerisch kann man nichts negatives sagen. Vielleicht hätte ein Handlungsstrand, eine andere Zeitlinie weniger schon geholfen. Denn am besten gefiel mir tatsächlich eine Folge, in der es hauptsächlich um einen Nebencharakter ging, der auf einmal eine viel wichtigere Rolle spielte. Einfach weil er mir seine Geschichte einfach von vorne bis hinten chronologisch erzählte. Auch die Erweiterung der Settings – neben Westworld gibt es noch mindestens zwei weitere Parks – war zwar eine interessante Idee, führte aber letztlich einfach zu weit. Weniger ist eben manchmal doch mehr.

Barry – Staffel 2

Die Handlung: Barry Berkman (Bill Hader) muss mit den Konsequenzen seiner Tat aus der finalen Episode der ersten Staffel leben, die auch seinen Schauspiellehrer Gene Cousineau (Henry Winkler) aus der Bahn wirft. In der Schauspielschule soll jeder ein traumatisches Erlebnis in einem kurzen Stück verarbeiten, was Barrys Freundin Sally (Sarah Goldberg) ganz in den Bann zieht. Und ganz nebenbei wird Barry wieder von der tschetschenischen Mafia eingespannt, da Hank (Anthony Carrigan) seine Zusammenarbeit mit den Bolivianern in Gefahr sieht, als die Anführerin der burmesischen Mafia anfängt sich einzumischen.

Meine Meinung: Die Grundidee der ersten Staffel einen Auftragskiller zu schaffen, der viel lieber Schauspieler wäre, war so kurios, dass ich sie mir einfach ansehen musste. Und Bill Haders Barry war einfach so kurios, dass ich mich regelrecht auf die zweite Staffel freute. Doch musste ich leider feststellen, dass die zweite Staffel bei weitem nicht mehr so gut funktionierte wie die erste. Das liegt zum einen daran, dass der Schatten der finalen Episode der ersten Staffel (ich möchte hier ungern spoilern, für alle, die die Serie noch schauen wollen) noch über der Handlung liegt. Und auch, weil an gewissen Stellen einfach der Witz raus ist. Dies merkt man vor allem an Folge Fünf die einfach nur völlig over the top ist und einfach nicht wusste, wann man besser aufhören sollte. Auch NoHo Hank schafft es nur mit der immer gleichen Masche für ein wenig Witz zu sorgen, was irgendwann auch nicht mehr erheitern kann. So hat die zweite Staffel von Barry zwar durchaus noch einige gute Ideen, aber irgendwo zu wenig, um ein ganze Staffel zu füllen, weswegen einzelne Aspekte immer und immer wieder durchgekaut werden. Vielleicht war der Stoff grundsätzlich nur geeignet für eine Miniserie. Es kann natürlich auch sein, dass nun durchaus ganz neue Ansätze gefunden werden, und mich die dritte Staffel dann noch einmal ganz neu überrascht.

 

Eine Handvoll Bücher

Heute mal mit einem Thriller/Krimi, einer Geschichte über verblasste Erinnerungen, Liebe zwischen Mitbewohnern, dem Auftakt der Breathless-Erotik-Trilogie und dem Abschluss der Engel-Apokalypse. Klingt interessant? Dann unbedingt weiterlesen!

Erbarmen – Jussi Adler-Olsen

Die Handlung: Carl Mørck ist Ermittler bei der Kopenhagener Polizei. Nach einem Zwischenfall ist sein einer Partner tot und der andere querschnittsgelähmt. Da er bei den anderen Kollegen nicht unbedingt beliebt ist, kommt das von der Regierung geforderte Sonderdezenat Q, das sich mit unaufgeklärten Fällen befassen soll, gerade richtig. Carl soll die Abteilung alleine leiten. Er holt sich noch einen Angestellten. Hafez el-Assad ist Syrer und sollte eigentlich nur für die Reinigung zuständig sein, doch hängt er sich gerne in die Fälle rein. So auch in den der verschwundenen Merete Lynggaard, einer Politikerin. Während Carl am Anfang wenig Lust hat, wirklich zu arbeiten, stellt er doch bald fest, dass bei der damaligen Ermittlung Spuren nicht genauer verfolgt wurden.

Meine Meinung: Für meine 20 für 2020 wollte ich auch einen Thriller mit einbauen und die ersten vier Bände rund um Carl Mørck staubten eh schon lange auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) ein, da sie mir mehrfach wärmstens empfohlen wurden. Ich weiß allerdings auch wieder, warum ich Thriller/Krimis aktuell lieber in Serienform sehe, gerne mit einem abgeschlossenen Fall pro Folge. Denn diese langgezogenen Fälle schaffen es selten mich bis zum Schluss zu fesseln. Zu lange brauchen sie, um Fahrt aufzunehmen und selbst dann ziehen sie sich ewig. Hier kam noch hinzu, dass mir der Ermittler ziemlich unsympathisch war. Seine Rolle war wohl auch darauf ausgelegt, aber Ermittler mit Trübsalmiene, ständig schlechter Laune und tragischem Hintergrund hab ich wohl auch einfach einmal zu viel gelesen. Der Fall an sich war letztlich trotzdem spannend! Aber es war einfach ein Fall, den man auch auf halb so vielen Seiten hätte aufklären können.

Am dunklen Fluss – Anna Romer

Die Handlung: Ruby führt ein ganz normales Leben. Sie führt eine kleine Buchhandlung und ihr Freund Rob ist erfolgreicher Arzt. Doch auch nach vielen Jahren beschäftigt sie immer noch der Tod ihrer Schwester Jamie in ihrer Kindheit. Doch sie kann sich an das gesamte Jahr nicht mehr erinnern, obwohl sie bei Jamies Tod dabei gewesen sein müsste. Als sie eine alte Bekannte ihrer Mutter von früher trifft, die sie auf das alte Anwesen der Familie einlädt, zögert sie. Soll sie sich wirklich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen?

Meine Meinung: Eigentlich ist so ein Familiengeheimnis, das es zu entschlüsseln gilt, total mein Genre. Auch die Tatsache, dass der gesamte Roman in Australien spielt und es eben kein altes Anwesen in Großbritannien ist, hat mich magisch angezogen. Ich bin auch sehr leicht in die Geschichte reingekommen, der Schreibstil war angenehm, aber auch nichts besonderes. Neben der Geschichte um Ruby gibt es auch noch eine weitere Anfang des 20. Jahrhunderts. Am Ende wird zwar versucht beide Geschichten zu beginnen, dennoch ist die zweite Geschichte eigentlich vollkommen überflüssig – und dazu ist die Protagonistin aus der zweiten Geschichte auch ziemlich nervig. Doch selbst, wenn man den Teil ausblendet, wird die Hauptgeschichte an einigen Stellen künstlich in die Länge gezogen. Kaum kommt Ruby am alten Anwesen an, scheint die ganze Geschichte für eine mögliche Liebesgeschichte still zu stehen. Auf den letzten Seiten nimmt die Geschichte noch einmal deutlich an Fahrt zu, doch da hatte mich das Buch bereits verloren. Während davor viele Sachen vorhersehbar waren, hat mich das Ende noch einmal überraschen können.

Someone Else – Laura Kneidl

Die Handlung: Nachdem sich Micah und Julian im ersten Teil am Ende gefunden haben, ist Julian gänzlich bei Micah eingezogen. Dadurch leben seine Mitbewohner Auri und Cassie nun alleine zusammen. Und die Anziehung zwischen den beiden, die sie eher beim LARP rauslassen, ist weiterhin da. Doch auch, wenn sie sich beide zueinander hingezogen fühlen, wollen sie nicht ihre Freundschaft gefährden.

Meine Meinung: Zweite Bände sind tückisch. Und während ich schon dankbar war, dass der Schwerpunkt im zweiten Band nicht mehr auf den Protagonisten aus dem ersten lag und sich damit die Geschichte nicht ewig hinziehen konnte, war der Einstieg dennoch schwerer als beim ersten Band. Das lag wohl auch daran, dass man Cassie und Auri irgendwie schon kannte und auch die Probleme der beiden im ersten Band schon ein wenig angesprochen wurden. Da gibt es zum einen eben die Tatsache, dass sie beide nicht ihre Freundschaft gefährden wollen, dann ist Auri für die Außenwelt auch der Sportler und hält daher seinen inneren Geek gerne geheim, außer wenn er mit Cassie zusammen ist und ganz nebenbei wird eben auch noch das Rassismusproblem mit angesprochen. Eigentlich genug Themen für ein Buch, doch selbst eine wirklich gute Autorin, wie Laura Kneidl, schafft es dann doch nicht Längen zu vermeiden. Denn die Geschichte dreht sich eigentlich immer wieder im Kreis. Dann wird ein Vorstoß gewagt und ein paar Seiten weiter, ist dieser wieder vergessen. Hier hätten es ein paar Seiten weniger dann doch besser gemacht, zumal hier auch einfach die Einleitung und Einführung der Charaktere nicht mehr nötig war und sich damit die Geschichte noch mehr streckte, um auf die gleiche Seitenanzahl wie bei den anderen Werken zu kommen. Nichtsdestotrotz ist es eine schöne Geschichte! Ich möchte diesen Band nicht missen, aber kürzer wäre eben besser gewesen.

Breathless 1 – Gefährliches Verlangen – Maya Banks

Die Handlung: Gabe Hamilton ist erfolgreicher Geschäftsmann und hat sein Liebesleben gut im Griff. Doch schon länger hat er ein Auge auf Mia, die kleine Schwester seines Geschäftspartners und besten Freundes Jace geworfen. Als er auf einer Feier Mia ohne Jace antrifft, nutzt er die Chance ihr ein Angebot zu machen. Ein Vertrag, in dem festgelegt wird, dass Mia fortan seine Geliebte sei. Damit dies besser funktioniert, bietet er ihr gleichzeitig einen Job in seinem Unternehmen. Mia ist hin- und hergerissen, doch begehrt sie Gabe ebenfalls schon lange. Und da sie ihn nur nach seinen Regeln bekommen kann, lässt sie sich darauf ein.

Meine Meinung: Ein erfolgreicher Geschäftsmann und ein Vertrag, in dem die sexuellen Belange geregelt werden. Wem kommt es noch bekannt vor? Aber bevor ihr alle genervt die Augen verdreht, lässt mich dazu noch sagen, dass sich dieser Roman schnell weiter entwickelt und die schlimmsten Fehler des Vorbilds auslässt. Zum einen ist Mia nicht das kleine Mauerblümchen, sondern kennt durch ihren Bruder die Welt der erfolgreichen Geschäftsmänner, zum anderen wird nicht eine dazu gezwungen die Wünsche des anderen zu erfüllen, sondern es ist von vornherein ein beidseitiges Verlangen, das mit dem Vertrag eher festhält, dass es in beidseitigem Einverständnis ist. Auch gibt es keine Safewörter, sondern Mia kann zu allem einfach Nein sagen, wenn sie es nicht möchte. Also keine Vergewaltigung und keine häusliche Gewalt. Dennoch sind Handlung und Charaktere ziemlich platt angelegt. Aber für das sinnliche Lesevergnügen zwischendurch durchaus eine Empfehlung.

Angelfall 3 – Am Ende der Welt – Susan Ee

Die Handlung: Penryn und Raffe sind ein weiteres Mal Uriels Engeln entkommen. Raffe hat zwar seine Flügel wieder, doch muss er noch jemanden finden, der die Dämonenschwingen gegen seine Flügel austauscht. So suchen beide erneut das Widerstandscamp auf und bereiten sich auf den finalen Kampf vor. Doch dafür könnte es nötig werden hinabzusteigen in die Hölle. Werden die Menschen doch noch über die Engel siegen?

Meine Meinung: Eigentlich habe ich sehr lange auf den finalen Band gewartet, nur damit er dann doch auf meinem SuB einstaubt. Irgendetwas hat mich immer wieder davon abgehalten das Buch in die Hand zu nehmen. Und so ist der zweite Band bereits im Mai 2017 von mir gelesen worden. Dementsprechen schwer fiel es mir nun wieder in die Geschichte reinzukommen. Denn während mich bei vielen Autoren die ewig langen Wiederholungen aus den vorherigen Bänden stören, verzichtet Susan Ee fast vollständig darauf. Dadurch geriet ich nicht nur einmal ins schwimmen, wenn ich versuchte mich zu erinnern, was denn nun genau passiert war. Zumal gerade der Anfang ein reines Aneinanderreihen von spannenden Szenen war, was zwar den Spannungsbogen hoch halten soll, mich aber eher zweifelnd zurück ließ. Dies ändert sich zwar nicht wirklich, aber zumindest gab es dann doch wieder ein gutes Maß an Handlung. Ab der Hälfte konnte ich das Buch dann auch wieder gut lesen und war bereit für das große Finale. Letztlich ist es ein würdiger Abschluss einer größtenteils spannenden Reihe.

Eine Handvoll Filme

Wie beim letzten Mal geht es hier wieder um fünf Filme, die ich in keiner anderen Kategorie bespreche, euch aber trotzdem meine Meinung nicht vorenthalten möchte. Vielleicht sind für euch ja auch ein paar Anregungen dabei, auch wenn die Kinos aktuell wieder schrittweise öffnen 😉

Whale Rider

Die Handlung: Paikea (Keisha Castle-Hughes) wächst bei ihren Großeltern auf, nachdem ihre Mutter und ihr Zwillingsbruder bei der Geburt starben und ihr Vater sich danach komplett von der Familie zurückzog. Da ihr Großvater der Häuptlings ihres Maori Stammes in Neuseeland ist, wächst sie zwischen Liebe und Abneigung auf, da sie als Mädchen niemals die Nachfolge antreten kann. Obwohl sie die Traditionen und Anforderungen am besten erfüllt, will ihr Großvater in einem Ausbildungscamp die anderen Jungs aus dem Dorf trainieren.

Meine Meinung: Whale Rider ist einer der ersten Filme, an die ich mich noch aktiv erinnere dafür im Kino gewesen zu sein. Es ist ein Film, der einem zum einen die Situation der Maori in Neuseeland gefangen zwischen Moderne und Tradition näher bringt, sich aber vor allem auf die zwischenmenschlichen Töne konzentriert. Mit Paikeas Kampf um Anerkennung ist es auch ein Film über Emanzipation. Man fiebert mit ihr, leidet mit ihn und versteht, was in ihr vorgeht. Dafür hilft es, dass Castle-Hughes schon in jungen Jahren versteht, die Emotionen ihrer Rolle durch ihre Mimik wiederzugeben. Die innere Zerissenheit zwischen ihrer bedingungslosen Liebe ihres Großvaters gegenüber und dem Schmerz, den sie durch seine ständige Zurückweisung erfährt, schwingt in jeder Emotion mit. Nicht umsonst wurde sie 2004 als damals jüngste Darstellerin für einen Oscar als beste Darstellerin nominiert. Als Zuschauer ist man ebenfalls hin und hergerissen zwischen der traurigen, aber doch hoffnungsvollen Geschichte, die sich wunderbar in Einklang mit der Umgebung bringen lässt. Neuseelands Landschaft ist rau und doch wunderschön.

Whale Rider ist bei keinem gängigen Anbieter in der Flatrate enthalten. Er kann bei iTunes geliehen werden.

Familie Willoughby

Die Handlung: Familie Willoughby, dass sind Vater und Mutter Willoughby, die einer einflussreichen Familie entstammen, und sich unsterblich lieben. Dadurch sind die Kinder Tim, Jane und die Zwillinge, beide mit Namen Barnaby, entstanden. Doch Vater und Mutter sind genervt von allem, was sie von ihrer Liebe zueinander ablenkt. Und so hungern die Kinder und verwahrlosen. Bis sie eines Tages keine Lust mehr haben und beschließen ihre Eltern auf eine Abenteuerreise zu schicken, von der sie hoffentlich nie wiederkommen, damit sie zu Waisen werden. Das sich daraus noch ganz andere Abenteuer entwickeln könnten, ahnen die Kinder nicht.

Meine Meinung: Familie Willoughby ist ein Film, an dessen Animationsstil man sich erst einmal gewöhnen muss. Dies gelingt jedoch schnell und man kann sich auf die Geschichte einlassen. Diese kommt auch mit einigen guten Ideen daher und nimmt – trotz kurzzeitiger Befürchtung einer etwas brutaleren Version – einen kinderfreundlichen Verlauf. Die Themen Kindervernachlässigung und Adoption werden hier im spielerischen Kontext behandelt und bekommen keine Tiefe, was aber auch der Grundstimmung entgegen wirken würde. Das Problem an der Handlung ist eher, dass die Macher zu viele gute Ideen hatten, aber keine für einen runden ganzen Film ausgereicht hätten. So fühlt sich die zusammengesetzte Handlung, die an sich zwar immer noch rund wirkt, aber doch stark episodenartig erzählt wurde. So gibt es eine Episode mit einem Baby, dann geht es um die Reise der Eltern, dann muss ein Hausverkauf verhindert werden, die Willoughbys bekommen eine Nanny und so weiter. Irgendwo ergibt das alles zwar eine Geschichte, aber eigentlich ist es eher eine Kurzgeschichtensammlung, die versucht wurde zu einer Gesamthandlung zu drehen. Hier hätte ich es schöner gefunden, sich auf einen Aspekt zu konzentrieren.

Familie Willoughby ist ein Netflix Original und bei diesem Streaming-Dienst zu sehen.

Emo – The Musical

Die Handlung: Ethan ist ein Emo. Doch an seiner Privatschule in Australien ist er damit alleine. Durch ständiges Mobbing beschließt er sich zu erhängen. Dies scheitert und er fliegt von der Schule. An seiner neuen staatlichen Schule wird er sofort von den Christen aufgenommen, doch als er entdeckt, dass es eine Emo-Rock-Band gibt, ist er Feuer und Flamme in dieser zu spielen. Doch er fühlt sich zu Trinity hingezogen, die jedoch sehr gläubig ist, weswegen sie nicht nur austesten müssen, wie sie zusammenpassen, sondern sich auch vor ihren jeweiligen Freunden verstecken müssen. Als dann auch noch beide Gruppen beim Rock-Bandcontest teilnehmen, herrscht erst richtig Chaos.

Meine Meinung: Ein Musical über Emos, die in einem Bandcontest gegen eine christliche Schulgruppe antritt? Klingt herrlisch schräg und genau nach einem Film für meine beste Freundin. Die war dann so begeistert, dass sie mich dazu zwang diesen Film mit ihr zu sehen. Ich war sehr skeptisch, zumal der Film keine deutsche Synchronisation hat. Es hat keine Woche gedauert, da musste ich den Film unbedingt meinem besten Freund zeigen, weil ich ihn absolut herrlich fand. Auch dieser war zunächst wenig begeistert von den Wörtern Emo, Musical und keine Synchronisation in einem Satz. Doch auch ihn konnte der Film absolut begeistern. Das liegt wohl vor allem daran, dass sich der Film an vielen Stellen selbst nicht so ganz ernst nimmt, an anderen dafür umso mehr. Es wird mit Vorurteilen und Klischees gespielt und diese durcheinander geworfen. Über viele Sachen kann man lachen, wenn jedoch ein Mitglied der Christengruppe aus einem Umerziehungscamp wiederkommt und sich noch immer bei jedem Gedanken an einen Jungen Elektroshocks verabreicht, dann ist das im ersten Moment zwar witzig, aber sobald der Gedanke gesackt ist, überlegt man, warum man eigentlich darüber lachen konnte. Und genau mit solchen Tabus spielt dieses Musical. Versteht mich nicht falsch, es ist an erster Stelle ein Feel-Good-Film mit vielen humorvollen Einlagen und einprägsamen Liedern. Doch im Hintergrund brodelt auch noch die richtige Botschaft.
Wer noch immer nicht überzeugt ist, den möchte ich darauf hinweisen, dass es ein Lied gibt, in dem überlegt wird, ob Jesus nicht vielleicht ein Emo gewesen wäre. Also gebt diesem Film durchaus eine Chance.

Emo – The Musical ist bei Netflix enthalten

Underwater

Die Handlung: Eine Forschungs- und Bohrstation auf dem Grund des Marianengrabens wird durch mehrere Erdbeben erschüttert und größtenteils zerstört. Nur eine kleine Gruppe Wissenschaftler überlebt und versucht über den Meeresboden zu einer anderen Sektion zu kommen, wo noch Rettungskapseln verfügbar sein sollen. Doch etwas ist durch die Erdbeben erwacht und macht nun Jagd auf die Crew.

Meine Meinung: Underwater trägt den Beititel „Es ist erwacht“ und das sagt so ziemlich alles über den Film. Mit nur einer kurzen Exposition wird der Zuschauer gleich in die Katastrophe geworfen. Charaktere werden mit wenigen kurzen Sätzen charakterisiert. Der dunkle Meeresboden und die Beengung durch das umgebende Wasser geben dem Film ohne großes Zutun eine bedrückende Atmosphäre, die allein schon für eine Menge Gruselfaktor sorgt, spielt sie doch mit unseren Urängsten. Hinzu kommen dann jedoch die Unterwasserwesen, die ebenfalls durch die Erdbeben aufgerüttelt wurden. Hier spielt Regisseur William Eubank mit dem sehr wenig Sehen und doch wissen, dass da etwas sein muss. Allein diese Voraussetzung hätte aus dem Film viel machen können. Leider bedient Eubank im darauffolgenden die üblichen Klischees, so dass man mögliche Tode der Charaktere in der exakten Reihenfolge voraussagen kann. So fehlt dem Film Tiefe bei den Charakteren, die so absolut austauschbar sind und es kein Trauern um sie gibt, und ein Alleinstellungsmerkmal, abgesehen vom Setting, das sich von anderen Filmen des Genres abhebt. So ist ein grundsolider Film herausgekommen, der aber relativ schnell wieder aus dem Gedächtnis gespült wird, was schade ist, da hier deutlich mehr möglich wäre.

Underwater ist bei Prime zum Kauf oder Leihen verfügbar. Nicht in der Flatrate enthalten

Everybody’s Fine

Die Handlung: Frank Goode (Robert deNiro) will nach dem Tod seiner Frau seine vier Kinder, die im ganzen Land verstreut wohnen, zu einer Grillparty einladen. Doch nach und nach sagen alle ab. Da Frank durch eine Lungenkrankheit nicht fliegen darf, beschließt er sie alle mit dem Zug zu besuchen, kündigt dies aber nicht an. Auf seiner Reise muss er feststellen, dass seine Kinder ihm wohl nicht immer die Wahrheit über ihre Lebensumstände erzählt haben.

Meine Meinung: Everybody’s Fine ist ein Film, wo man einige Zeit darauf warten muss, bis er klar macht, worauf er hinauswill. Doch sobald er den Punkt erreicht hat, wird es ein Familiendrama, das mit wenig Worten auskommt, und doch tief unter die Haut geht. Wir haben einen sympathischen Familienvater, der noch um seine frisch verstorbene Frau trauert und sich auf einmal ganz alleine in einem großen Haus wiederfindet. Seine Kinder lieben ihn, es fiel ihnen aber immer leichter mit ihrer Mutter über die Probleme zu sprechen und erzählten dem Vater lieber nur die guten Sachen. Im Laufe des Films fallen einem viele kleine Dinge auf, die daraufhin deuten, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Am Ende werden diese Dinge natürlich noch einmal für den abgelenkten Zuschauer aufgezählt, falls man sie übersehen hat. Einige waren sehr deutlich, andere jedoch auch sehr subtil, so dass die Zusammenfassung gar nicht schlecht war. So harmonisiert sich ein schönes Familiendrama zusammen, ruhig erzählt und geht doch sehr tief.

Everybody’s Fine ist bei Prime zum Kauf und Leihen verfügbar. Nicht in der Flatrate enthalten.

Eine Handvoll Serienkritiken

Ich bin aus meiner Auszeit zurück und hoffe euch nun wieder regelmäßig ein paar Artikel präsentieren zu können. Ob und wann die Kinos wieder öffnen, ist weiterhin nicht final entschieden und daher kommen wir nun wieder zu meinen obligatorischen Überbrückungsbeiträgen. Die Serienkritiken machen hier den Anfang.

The Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 2

Die Handlung: Miriam „Midge“ Maisel arbeitet weiter an ihrer Karriere als Stand-up-Comedian. Seit ihr Ex-Mann Joel davon Wind bekommen hat, ist es auch um ihre Erneuerung der Ehe vorbei. Dennoch stehen große Abenteuer bevor. Midges Mutter Rose Weismann ist nach Paris abgehauen und Midge muss ihr mit ihrem Vater hinterherreisen, um sie zurückzuholen. Dann steht der Sommer bevor, den die Familie alljährlich in den Catskills verbringt. Und vielleicht gibt es auch für Midge einen neuen Verehrer.

Meine Meinung: Während die erste Staffel ein Warmwerden mit den Charakteren war und vor allem durch die Scheidung von Midge und Joel dominiert wurde, gibt es nun viele kleinere Geschichten, die erzählt werden. Allein die Catskills nehmen drei Folgen ein, was der Serie aber gut tut. Durch den regelmäßigen Tapetenwechsel geht der Serie nicht die Puste aus und gleichzeitig arbeiten alle Folgen weiterhin an Midges Traum. Wir bekommen alte liebgewonnende Charaktere zurück und neue hinzu, die wir genauer betrachten dürfen. Der Witz, aber auch die Spannung, kommen nicht zu kurz. So gesehen eine gelungene Fortführung der Serie. Wobei mir die zweite Staffel noch besser gefiel als die erste.

Star Trek: Discovery – Staffel 2

Die Handlung: Der Krieg mit den Klingonen ist vorbei und die Discovery ist unterwegs nach Vulkan, um ihren neuen Captain zu begrüßen. Unterwegs treffen sie auf die Enterprise mit Captain Pike. Dieser kommt zusammen mit zwei Offizieren an Bord und nimmt das Kommando an sich. Es wurden sieben rätselhafte Signale abgefangen und Pike soll zusammen mit der Besatzung der Discovery diesen nachgehen.

Meine Meinung: Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich die zweite Staffel überhaupt noch sehen mag. Denn die erste hat mir nicht so richtig zugesagt. Die viel zu langgezogene Staffel rund um den Klingonenkrieg hatte zu viele Wendungen und Zwischengeschichten (ich sag nur Spiegeluniversum) um spannend zu bleiben. Dies ändert sich in der zweiten Staffel jedoch vollkommen und mit Captain Pike wird ein cooler neuer/alter Charaktere hinzugefügt, mit dem die Star Trek Formel nun wieder aufgeht. Wir haben durch die Signale zwar eine zusammenhängende Geschichte, aber irgendwo auch Einzelepisoden. Das harmoniert sehr gut zusammen und wird nur mit minimalen kleineren Geschichten gestreckt. Auch die Charaktere harmonieren nun viel mehr miteinander und haben sich zu einer kleinen Familie zusammengerauft. So kommt der typische Charakter der früheren Star Trek Serien wieder durch. Lediglich das Ende stimmt mich wieder nachdenklich, ob die dritte Staffel dann auch wieder so gut funktionieren kann.
PS: Zwischen den beiden Staffeln gibt es vier Kurzfilme. Die sollten vor dem Staffelfinale gesehen werden, sonst versteht man nicht, wo der eine Charakter auf einmal herkommt 😉

Foodhacks mit Nadiya Hussain – Staffel 1

Die Handlung: Die meisten dürften das Problem kennen. Man kommt gestresst von der Arbeit und dann soll man noch für die Familie kochen. Teilweise kommen dann noch Kinder dazu, die ja auch noch bespaßt werden wollen. Nadiya Hussain nimmt sich diesem Problem an und zeigt Rezept mit wenig Aufwand, die man wunderbar vorbereiten kann oder die einfach Zeit sparen. Außerdem begibt sie sich hinter die Kulissen einer Lebensmittel und deren Herstellung.

Meine Meinung: Wunderbar kurzweilige Serie für zwischendurch. Einige interessante Fakten zu Lebensmitteln sind dabei und auch einige Rezepte, die ich vielleicht doch einmal ausprobieren werde. Im großen und ganzen bin ich mir jedoch unsicher, ob die Rezepte wirklich den gewünschten Effekt haben. Denn selbst, wenn ein Essen nur 10 Minuten für die Vorbereitung braucht, finde ich durchschnittlich 40 Minuten im Ofen doch sehr lang. Wenn ich im Schichtsystem von der Spätschicht nach Hause komme, halte ich keine 40 Minuten mehr durch, um auf das Essen zu warten. Auch sind manche Tipps für mich keine Alternative. Zum Beispiel werde ich nicht mit vorgeschälten Kartoffeln aus dem Glas arbeiten. Da plane ich lieber die Schälzeit mit ein. Aber einiges dient dann doch auch einfach zur schönen Inspiration. Freue mich trotz allem auf eine zweite Staffel.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 1

Die Handlung: Phryne Fisher ist Aristokratin und kehrt in den 1920er Jahren nach vielen Jahren in Europa in ihre Heimat Melbourne, Australien zurück. Dort hilft sie bei der Aufklärung eines Mordes mit. Fortan mischt sie sich gerne in die laufenden Ermittlungen bei Mordfällen ein. Detective Inspector Jack Robinson ist davon wenig begeistert, kann Miss Fishers Enthusiasmus aber auch nicht stoppen.

Meine Meinung: Ich präsentiere eine Crimeserie, die in Australien spielt, in den 1920er Jahren und dann noch eine sehr unkonventionelle Ermittlerin hat. Wie bei den meisten Crimeserien, die sich mit dem Fall der Woche befassen, ist es hier vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere, die den Charme der Serie ausmachen. Tatsächlich ist mir Phryne Fisher fast noch am unsympathischsten, was allerdings nicht viel heißt. Spannend ist es jedoch zu beobachten, wie Miss Fisher die Täter überführt, denn die technischen Mittel  waren damals doch eher mau. Neben dem Crimefaktor hat man also auch noch den Historienfaktor, der sich vor allem in faszinierenden Kleidern niederschlägt. Ein Blick lohnt hier auf jeden Fall.

Küchenhelden – Staffel 1

Die Handlung: Kurz gesagt ist es ein Familien-Koch/Back-Duell mit von Disney inspirierten Themen. Fünf Familien mit jeweils vier Familienmitgliedern treten in 10 Runden gegeneinander an. Thema ist jeweils ein Disneyfilm und es wird die Art vorgegeben (Hauptspeise/Dessert/Snack). Am Ende kostet jeweils ein Chefkoch aus Disney World die Gerichte und bestimmt dann den Gewinner.

Meine Meinung: Eigentlich bin ich für Koch- und Backwettbewerbe wenig zu haben. Das große Backen konnte mich für ein oder zwei Staffeln nochmal fesseln, verloren dann aber auch einfach wegen der Länge den Reiz. Bei den Küchenhelden funktioniert das ganz gut, weil jede Folge nur knapp 30 Minuten geht und der Kochprozess daher nicht in die Länge gezogen wird. Die Folgen beginnen mit der Vorstellung des Disneyfilms, um den es geht und die beiden Familien, die in der Runde antreten, dürfen in Disney World die jeweils passende Abteilung besuchen und Inspiration sammeln. Dann geht es ans Kochen/Backen. Dafür gibt es eine Stunde Zeit. Zwischendurch gibt es noch ein Gartenduell, bei dem jeweils zwei Familienmitglieder gegeneinander antreten, während die anderen weiterkochen dürfen. Der Gewinner des Duells bekommt den goldenen Löffel, der der Siegerfamilie einen Vorteil, wie z.B. Extra-Zeit, einbringt. Am Ende wird verkostet. So gesehen eine schöne Serie für Zwischendurch. Die Folgen sind immer Freitags auf Disney+ erschienen und am kommenden Freitag steht das große Finale bevor.

Eine Handvoll Filme zum Muttertag

Nicht ganz pünktlich und etwas unvorbereitet erscheint von mir dann noch ein Beitrag zum gestrigen Muttertag. Zu meiner Verteidigung: Ich habe an den Muttertag gedacht und mit meiner Schwester ein kleines Geschenk organisiert! Besuche fallen zur Zeit ja leider aus, zumal meine Mutter im Gesundheitswesen an vorderster Front kämpft (hier dürft ihr gerne alle einmal für sie applaudieren). Nun habe ich mich doch relativ spontan entschlossen doch noch einen Beitrag zum Thema Muttertagsfilme zu schreiben und bin einmal im Internet verschiedene Listen zu dem Thema durchgegangen. Was soll ich sagen, ich habe die allerwenigsten davon gesehen (Asche auf mein Haupt). Vielleicht wäre das mal ein Projekt fürs nächste Jahr. Aber so geht es heute um vier Filme, die als Muttertagsfilme empfohlen werden und die ich tatsächlich gesehen habe, plus meinen ganz persönlichen Muttertagsfilm, der mich immer wieder in verschiedene Stadien von Kindheit und Jugend mit meiner Mama zurückversetzen wird. Und schon wieder eine lange Einleitung, na vielleicht wird das demnächst wieder besser 😉

Mamma Mia

Die Handlung: Zu den Klängen von ABBAs Welthits wird hier die Geschichte von Sophie (Amanda Seyfried) erzählt, die mit ihrer Mutter Donna (Meryl Streep) auf einer kleinen griechischen Insel ein Hotel betreibt. Sie steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Sky (Dominic Cooper). Da sie nicht weiß, wer ihr Vater ist, und laut Tagebuch ihrer Mutter drei Kandidaten in Frage kommen, hat sie kurzum alle drei eingeladen. Chaos ist hier vorprogrammiert.

Meine Meinung: So richtig konnte ich mich für diese Verfilmung nie begeistern. Ich habe inzwischen das Bühnenmusical gesehen und finde es mit ausgebildeten Darstellern einfach viel besser. Denn wer auch immer die Idee hatte, dass Pierce Brosnan singen könnte, lag leider falsch – das sagte er in Interviews sogar selbst, er sagte nur zu, um mit Meryl Streep einen Film drehen zu können. Dennoch ist die Grundhandlung eine schöne Hommage an eine Mutter, die ihrer Tochter beide Elternteile geboten hat. Dennoch blieb natürlich immer die Frage nach der Vaterschaft offen, die auch Sophie gerade zu ihrer Hochzeit beschäftigt hat.

Muttertagsfaktor = 3/5

Merida – Legende der Highlands

Die Handlung: Merida ist die Tochter eines Königs in den Highlands, hält aber nicht viel vom Prinzessinensein. Doch ihre Mutter pocht auf ihren Manieren und auf der Wahl eines Ehemannes. Dies soll ein Sohn der drei verbündeten Clans sein. In einem Bogenschützwettkampf soll herausgefunden werden, wer um Meridas Hand anhalten darf. Bestürzt über diese Wendung schießt sie selbst das beste Ergebnis. Dies führt zu einem großen Streit mit ihrer Mutter, die mit Hilfe einer Hexe ausversehen von Merida in einen Bären verwandelt wird. Nun müssen Mutter und Tochter zusammenarbeiten, um die Mutter zurückzuverwandeln.

Meine Meinung: Grundsätzlich mag ich den Ansatz von Merida, dass sie sich nicht einfach zwangsverheiraten lässt, sondern versucht ihren eigenen Weg zu gehen. Auch das Setting in den Highlands gefällt mir gut. Nur die Geschichte selbst und auch die Protagonistin konnte mich nicht richtig abholen und fesseln. Ich könnte nicht einmal sagen, was mich gestört hat. Für den Muttertag ist es aber ein guter Film, schließlich müssen hier die zerstrittene Mutter und Tochter sich zusammenraufen, um den Zauber zu brechen, der die Mutter in einen Bären verwandelt hat.

Muttertagsfaktor = 4/5

Bad Moms

Die Handlung: Amy (Mila Kunis) hat Ehemann, zwei Kinder, Haus, Hund und Karriere. Doch dies alles unter einen Hut zu bringen, bringt sie beinahe täglich zur Verzweiflung. Eines Tages hat sie die Nase voll und gründet mit zwei weiteren überforderten Müttern die Bad Moms und hören auf zu versuchen perfekt zu sein. Das passt den perfekten Müttern jedoch gar nicht in den Kram.

Meine Meinung: Hier haben wir doch einmal den perfekten Film für alle Mütter. Bestimmt kennt jede berufstätige Mutter das Gefühl der völligen Überforderung zwischen Karriere und Fürsorge für die Kinder. Man will es allen recht machen und bleibt dabei am Ende selbst auf der Strecke. Hier wird der Spieß irgendwann umgedreht und die Bad Moms lassen die Sau raus – bzw. kaufen einfach Gebäck für den Schulbasar, statt vegane, gluten-, laktose- und zuckerfreie Kekse zu backen. Hier steht die Frage nach den Qualitäten einer guten Mutter im Vordergrund. Das ganze wird als rasante Komödie verpackt, wodurch der Spaßfaktor sehr hoch ist. Ein Film für alle Mütter, nur die Beziehung zu den Kindern wird ein wenig halbherzig behandelt.

Muttertagsfaktor = 3/5

Lady Bird

Die Handlung: Christine McPherson (Saoirse Ronan) möchte lieber Lady Bird genannt werden. Sie wächst in einer armen Familie auf, träumt aber von größerem. Dadurch gerät sie oft mit ihrer Mutter (Laurie Metcalf) aneinander, die denkt, dass sich Lady Bird für sie schämt.

Meine Meinung: Greta Gerwigs Regiedebüt bringt uns eine liebevolle Coming-of-Age Geschichte einer rebellischen Tochter, die sich zu größerem bestimmt sieht und indirekt ihrer Mutter Vorwürfe für die ärmlichen Verhältnisse macht. Das diese sich in vielen Doppelschichten abschuftet, wird ignoriert. Dabei sind es gerade die Dialoge zwischen Mutter und Tochter, die selten liebevoll sind, die das Dilemma von beiden gut durchleuchten. Wir haben hier nicht unbedingt einen gute Laune Film, aber dafür einen herzlichen und realitätsnahen.

Muttertagsfaktor = 4/5

Bernhard und Bianca – die Mäusepolizei

Die Handlung: Die Rettungshilfsverinigung der Mäuse findet die Flaschenpost der Waisin Penny, die von der verrückten Medusa in die Teufelssümpfe entführt wurde, um dort in einer alten Piratenhöhle nach einem wertvollen Diamanten zu suchen. Die ungarische Abgeordnete Bianca meldet sich freiwillig, um Penny zu helfen und wird auf eigenen Wunsch vom Hausmeister Bernhard begleitet, der eigentlich wenig Sinn für Abenteuer hat.

Meine Meinung: Wie oben erwähnt, handelt es sich hierbei nicht um einen klassischen Muttertagsfilm, sondern um meinen ganz persönlichen. Es handelt sich um den Disneyklassiker, den meine Mama und ich lieben und auch gerne jetzt noch zusammen sehen. Mit etwas Mühe könnte man noch das Muttertagsthema reininterpretieren. Immerhin ist Penny Waisin und wünscht sich nichts mehr als eine Familie, die sie adoptiert. Als dann Medusa ihr ein Zuhause anbietet, stimmt sie schließlich ein, findet hier aber nicht die fürsorgliche Mutterfigur, sondern eine böse Frau, die sie nur benutzt. So sind in diesem Film Tränen vorprogrammiert. Entweder aus Trauer über Pennys Schicksal oder aber vor Lachen, wenn die Stadtmäuse auf die Bewohner der Sümpfe treffen.

Muttertagsfaktor = (zumindest für mich) 5/5

 

Eine Handvoll Bücherkritiken

Ich habe gelesen und kann euch somit hier wieder eine Handvoll Bücher vorstellen, die mich in den letzten Wochen begleiteten. Diesmal mit dabei ist ein ganz besonderes Café, ein nicht ganz so anonymer Schauspieler, ein Roadtrip durch Frankreich, eine Hüterin von Büchern und eine Zeitreise in die Südstaaten der 1930er Jahre.

Das Café der guten Wünsche – Marie Adams

Die Handlung: Die Freundinnen Julia, Bernadette und Laura führen ein kleines Café im Herzen einer großen Stadt. Gerade Julia ist eine große Träumerin und alle drei glauben an die Macht der gedachten Wünsche. Und so wünschen sie jedem Gast stets etwas Gutes. Julia trifft auf den Pessimisten Robert, der ihr Leben ganz schön durcheinander wirbelt.

Meine Meinung: Das Buch war dieses Jahr mein erster Versuch einer leichten Sommerlektüre, auch wenn noch kein Sommer ist. Das war dann wohl auch das sichere Zeichen dafür, dass es ein Buch ist, dass nicht in die Kategorie passt. Denn Das Café der guten Wünsche ist einfach nur nervig. Zunächst muss man sich schon an die fehlenden Kapitel gewöhnen. Stattdessen wird mit Absätzen gearbeitet. Dadurch hat man aber irgendwie keinen Anhaltspunkt, wo gedanklich etwas neues beginnt. Die Autorin wollte dies wohl auch gar nicht ordnen, denn sie hat nicht den einen Erzähler und sei es ein allwissender, sondern sie lässt einfach alle Charaktere mal gedanklich zu Wort kommen. Dadurch kann man zwar die Handlungen dieser nachvollziehen, aber man muss auch damit klar kommen, dass auf einer Doppelseite gerne dreimal die Erzählperspektive gewechselt wird. Mir hat das nicht gefallen. Aber selbst, wenn man damit gut klar kommt, ist da dann noch die Geschichte an sich und ihre schrecklichen Charaktere. Alle handeln mit einer Naivität, die absolut unsympathisch wirkt. Es gab keinen Charaktere, den ich auch nur ansatzweise mochte, stattdessen wollte ich permanent alle schütteln und ins Gesicht schreien, dass sie bitte nicht so bescheuert sein sollen. Zusätzlich dreht sich die Geschichte auch immer wieder im Kreis und will einfach nicht vorkommen, nur um dann mit dem absolut offensichtlichen Ende aufzuwarten, dass dann komplett überstützt und hastend auf einen zugerast kommt. Keine Empfehlung für dieses Buch.

Das Manifest der anonymen Schauspieler – James Franco

Die Handlung: Schauspieler James Franco nimmt sich die 12 Schritte und Traditionen der anonymen Alkoholiker als Vorbild und verfasst daraus die 12 Schritte und Traditionen der anonymen Schauspieler. Untermalt mit Geschichten, Anekdoten, Gedankenfragmenten und experimentellem Geschreibsel.

Meine Meinung: Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt über dieses Werk schreiben sollte, weil es mich so abgeschreckt hat, dass ich eigentlich keine zusätzliche Aufmerksamkeit für das Buch erregen wollte. Aber vielleicht halte ich ja den ein oder anderen vom Kauf ab. Man kann von James Franco als Schauspielen halten, was man möchte. Die Grundidee des Buches sich an den 12 Schritten und Traditionen der anonymen Alkoholiker entlang zu hangeln, ist gut. Die Geschichten, die nicht wirklich etwas damit zu tun zu haben scheinen, sind bestenfalls langweilig, schlimmstenfalls abstoßend. Allein dafür lohnt es sich schon, sein Geld zu sparen, auch wenn man hier noch argumentieren kann, dass Franco hier bewusst provoziert. Aber wenn er dann ein paar Anekdoten aus den Anfängen seiner Schauspielkarriere erzählt und dabei in einem Abschnitt erzählt, wie er ein betrunkenes Mädchen vergewaltigt und das dann auch noch als okay bzw. unwichtig hinstellt, dann hört es bei mir auf. Es ist mir egal, ob es wirklich so war oder ob es nur irgendeine schlechte Metapher sein soll. Mit einem Mädchen, das betrunken und bewusstlos ist, Sex zu haben, ist Vergewaltigung.

Die grüne Ente – Manu Causse

Die Handlung: Der Vater tut sich schwer mit seinem Sohn, einem Autisten. Dennoch ist er zu den wöchentlichen Treffen außerhalb der Klinik da. Bis ihm diese untersagt werden. Als er kurz darauf eine grüne Ente erbt, beginnt ein wilder Trip durch Frankreich. Mit dabei sind der verstorbene Onkel und die tote Katze, die vom Rücksitz aus Kommentare fallen lassen.

Meine Meinung: Definitiv keine alltägliche Geschichte, ich kann nicht einmal sagen, ob es eine vergleichbare gibt. Interessant am Erzählstil ist schon, dass nur ganz wenige Charaktere überhaupt einen Namen bekommen. Der Vater ist immer der Vater, der Gendarm ist der Gendarm, die Mutter auch gerne mal die Frau mit den Krokodilhänden. Sobald man sich an diesen Umstand gewöhnt hat, folgt man gespannt dem agieren der verschiedenen Charaktere. Dabei werden viele Fragen aufgeworfen, die nie beantwortet werden, was im Laufe des Buches immer unbefriedigender wird. Auch der Roadtrip durch Frankreich ist viel nüchterner, als man ihn sich nach dem Klappentext wohl vorstellte. Zumal die Kommentare von der Rückbank auch eher sehr spärlich sind. Man muss sich hier wirklich auf die Geschichte einlassen und sie am besten auch in einem Rutsch lesen, wenn man einmal drin ist, ansonsten kann sie ziemlich mühselig werden. Es ist eine Geschichte, bei der ich hinterher beim besten Willen nicht sagen kann, ob ich sie mochte, oder nicht. Auf jeden Fall ein Tipp, für alle, die etwas abseits vom Alltagsbrei suchen.

Bookless 2 – Gesponnen aus Gefühlen – Marah Woolf

Die Handlung: Lucy wurde von Nathan aus dem Feuer der Bibliothek gerettet. Nur um sich kurz darauf in den Fängen von Nathans Onkel Batiste de Tremaine zu befinden. Der oberste Perfecti des Ordens, die Bücher auslesen, um sie „zu beschützen“, hat Pläne mit der Hüterin Lucy. Nathan will diese jedoch nicht zulassen und befreit Lucy aus den Fängen seines Onkels. Ein Katz und Maus Spiel beginnt.

Meine Meinung: Ein schlechtes Zeichen für eine Trilogie ist es wohl, wenn man einen Band braucht, um alle vorzustellen, in dem also nicht wirklich etwas passiert und dann den ganz typischen Mittelteil zu schreiben. Denn auch hier im zweiten Teil scheint nichts wirklich zu passieren. Stattdessen dreht sich das Buch immer und immer wieder im Kreis und pendelt von Schauort zu Schauort, wo gefühlt immer genau das gleiche passiert. Die Charaktere entwickeln sich nur bedingt weiter, lediglich Nathan bekommt eine etwas neue Richtung. Aber gerade Protagonistin Lucy bleibt absolut naiv und scheint keine einzige vernünftige Entscheidung treffen zu können. In Teil 3 muss nun der große Knall kommen, ansonsten wird die Reihe wohl schnell aus meinem Gedächtnis gelöscht. Auch der sehr einfache Schreibstil der Autorin konnte mich nicht wirklich abholen.
P.S.: Kann mir jemand sagen, ob sich die andere Reihe der Autorin „Götterfunke“ vielleicht eher lohnt?

Wer die Nachtigall stört – Harper Lee

Die Handlung: Der Anwalt Atticus Finch ist alleinerziehend. Seine beiden Kinder Jem und Scout wachsen wie ganz normale Kinder in den Südstaaten der USA der 1930er Jahre auf. Bis sich Atticus entschließt einen Schwarzen zu verteidigen, der ein Mädchen vergewaltigt haben soll. Und so werden die Geschwister in jungen Jahren mit den Thema Rassismus konfrontiert.

Meine Meinung: Ein weiterer Haken auf meiner Liste der Schande. Und ein Buch, das es schafft einen erst in die heißen Sommer Alabamas zu führen und sich mit der Leichtigkeit der Kinder in die Herzen zu spielen und dann ganz langsam immer weiter das Thema Rassismus einzubauen. Es brauchte für diese Geschichte zwei typische Kinder und den wohl nettesten Vater der Welt. Harper Lee versteht es die Geschichte ganz langsam dahin plätschern zu lassen und dabei doch so viel zu sagen. Sie baut Geheimnisse und Überraschungen so geschickt in die Handlung ein, dass man immer wieder etwas neues entdeckt. Handlungstechnisch liest es sich beinahe wie eine mögliche Vorgeschichte zu The Green Mile, weswegen es auch sehr passend war, beide Bücher zeitnah zu lesen – auch wenn ich das vorher natürlich nicht wusste. Letztlich ist es ein Stück amerikanische Geschichte durch den Augen eines Kindes und aus gutem Grund ein zeitloser Klassiker.

Eine Handvoll Serienkritiken

Die letzten beiden Serienkritiken bekamen ein Duo, da ich wohl doch mehr zu ihnen zu sagen hatte, als gedacht, bzw. hätte es den Rahmen der eine Handvoll Kategorie gesprengt. Daher hier nun fünf weitere Serientipps, bzw. Staffeln von denen ich eher abraten würde. Diesmal mit dabei: Zwei übernatürliche Brüder, der Flohsack und der Priester, eine Reise nach Birmingham im Jahr 1921, ein in die Jahre gekommener Schauspiellehrer und eine horrormäßige Freak Show.

Supernatural – Staffel 9

Die Handlung: Nachdem Castiel in Staffel 8 Metatron vertraute und in der Konsequenz daraus alle Engel aus dem Himmel fielen, liegt Sam am Anfang der Staffel im Koma. In seiner Verzweiflung betet Dean zu den Engeln und bekommt vermeintlich Hilfe von Ezekiel, der Sam von innen heraus heilen will. Dean stimmt zu, aber Sam darf davon nichts wissen. Währenddessen hat die dämonische Reiterin Abaddon Crowleys Abwesenheit, der von den Winchesters gefangen gehalten wird, genutzt, um Königin der Hölle zu werden. So versuchen nun die Brüder gegen zwei Katastrophen gleichzeitig zu kämpfen und dann sind da noch die kleineren und größeren Vorkommnisse auf ihrem Weg.

Meine Meinung: Auch wenn ich nach der sechsten Staffel und einem nervigen siebten Staffelauftakt nicht gedacht hätte, dass ich es noch so weit mit der Serie schaffen würde, bin ich noch immer von vielen Sachen genervt. Gerade die Staffelübergreifenden Handlungen und die dazugehörigen Folgen sind mir einfach ein bisschen zu viel geworden. Dean und Sam sind gefühlt dauerzerstritten, immer ein Schritt zu nah am Tod, aber irgendwie doch nie in richtiger Gefahr, weiß man doch einfach, dass noch genug Staffeln auf einen warten. Doch dann gibt es wieder die Einzelfolgen mit dem „Monster of the Week“, die einen irgendwie doch bei der Stange halten, gibt es doch immer wieder neue Monster, oder Wendungen in bekannten Monstern, die einen überraschen können. Sich hier von einer zur nächsten zu hangeln, ist zwar nicht mehr das gleiche Gefühl wie früher, aber reicht aus, um der Serie weiterhin eine Chance zu geben. Und gerade die Dialoge zwischen Dean und Crowley bringen einen dann doch immer wieder zum Schmunzeln.

Fleabag – Staffel 2

Die Handlung: Seit über einem Jahr hat Fleabag nicht mehr mit ihrer Familie gesprochen. Nun steht die Ankündigung einer Hochzeit im Raum, zu der Fleabag eingeladen wurde. Ihr Vater heiratet ausgerechnet ihre Stiefmutter, die einst die beste Freundin ihrer Mutter war. Dort trifft sie auch wieder auf ihre Schwester Claire, die noch immer mit Martin verheiratet ist. Ebenfalls mit am Tisch sitzt ein Priester, der die Trauung vollziehen soll, sich aber so gar nicht priesterhaft gibt. Im Laufe der Staffel lernt Fleabag den Priester noch genauer kennen und versucht die Beziehung zu ihrer Schwester zu verbessern.

Meine Meinung: Die erste Staffel Fleabag hatte mich etwas ratlos zurückgelassen. Ich wollte die Serie rund um die quirlige Protagonistin, die gerne die vierte Wand durchbricht, so gerne mögen, war aber von der etwas konfusen Geschichte überfordert. Bereits bei den Golden Globes wurde ich dann auf die zweite Staffel aufmerksam, würde doch Andrew Scott sich hier die Ehre als Priester geben. Dennoch schob ich sie weiter vor mir her, beschäftigte mich zunächst mit anderen Serien. Bis nun der werte donpozuelo von seiner Begeisterung berichten konnte. Nun war es also an der Zeit und was soll ich sagen: Er hatte mit der Ansicht, dass ich die zweite Staffel nun unbedingt sehen sollte, auf jeden Fall recht. Alles, was mich am ersten Teil noch störte, wurde hier ausgebessert und so ergibt sich eine Runde Geschichte voller Sträge, liebens- und hassenswerter Charaktere und einfach eine unfassbare Chemie zwischen Phoebe Waller-Bridge und Andrew Scott. Allein für das Zusammenspiel lohnt sich die Serie ungemein. Nur das Ende lässt mich dann doch sehr unbefriedigt zurück, zumal derzeit wohl keine dritte Staffel geplant ist.

Peaky Blinders – Staffel 2

Die Handlung: Zwei Jahre nach den Geschehnissen aus der ersten Staffel kehren wir zurück ins Jahr 1921 nach Birmingham. Die Peaky Blinders zieht es nach London, wo Thomas einen Deal mit dem Schwarzbrenner Alfie Solomon einfädeln kann. Doch auch sein Rivale Chester Campbell kehrt zurück und versucht Thomas zu einem Attentat im Sinne der Iren zu verführen. Folgenreiche Wochen für die Familie Shelby.

Meine Meinung: Die Peaky Blinders schaffen es auch in der zweiten Staffel innerhalb von sechs Folgen eine spannende Geschichte rund um verschiedene Intrigen zu spinnen, die mal gut, mal weniger gut für die Shelbys ausgehen. Dabei bleibt sich die Serie vom Tonfall treu, entwickelt die Charaktere aber weiter. Lediglich Tante Polly wird zwischendurch zu einer ewig meckernden und weinerlichen Frau, was nicht ihrem starken Charakter aus der ersten Staffel entspricht. Auch Campbell als Gegenspieler zu reaktivieren war kein sehr kluger Schritt, glaubt er nun doch durch seine Erfahrung den Blinders überlegen zu sein und entwickelt sich dadurch immer wieder zu einem jämmerlichen Schwein, den man nicht ernst nehmen mag. Dennoch liegen die Stärken der Serie weiterhin in ihren starken Charakteren, auch neu eingeführte, in starken Darstellern und einem gut durchdachten Drehbuch, das die Handlung nicht künstlich zieht, sondern sehr pointiert wiedergibt, so dass sie auch durchgehend spannend bleibt.

The Kominsky Method – Staffel 1

Die Handlung: Sandy Kominsky kann auf eine sehr kurze Schauspielkarriere zurückblicken, hält sie aber für eine sehr große und versucht sich seitdem als Schauspiellehrer. Inzwischen ist er in die Jahre gekommen. Sein Agent und bester Freund Norman Newlander muss am Anfang mit dem Tod seiner Frau zurecht kommen, wobei ihm Sandy gerne hilft, auch wenn das bedeutet, dass er sein Date Lisa mit zur Beerdigung bringt. Als dann auch noch Normans Tochter Phoebe, mit neuem Drogen- und Alkoholproblem, erscheint, ist das Chaos perfekt.

Meine Meinung: Den Namen Chuck Lorre verbindet man wohl mit seinen bekannteren Serienschöpfungen Two and a half man oder The Big Bang Theory. Das liegt wohl daran, dass The Kominsky Method keine typische Sitcom ist, sondern eine Staffel übergreifende Handlung hat und weniger auf Situationskomik baut, als vielmehr auf länger aufgebaute Witze. Dadurch ist es allerdings auch schwieriger richtig mit der Serie warm zu werden, was mir während der ganzen ersten Staffel nicht richtig gelungen ist, auch wenn einem die Charaktere schnell ans Herz wachsen. Dafür sorgen wohl für allem die Hauptdarsteller Michael Douglas und Alan Arkin. Hier werden Themen behandelt, die mit dem Alter einhergehen, aber noch einmal deutlich ernster als beispielsweise bei Grace & Frankie. Die Handlung plätschert teilweise ein wenig vor sich hin, als ob die Drehbuchautoren wussten, wo sie hinwollen, aber nicht wie sie dahin kommen. Umso gespannter bin ich nun auf die zweite Staffel, da die Charaktere nun gesetzt wurden.

American Horror Story – Staffel 4 – Freak Show

Die Handlung: Elsa Mars führt 1952 eine Freak Show, die aktuell in Jupiter, Florida, auftritt. Von außen belächelt oder verspottet, sind die Darsteller zu einer eigenen Familie zusammen gewachsen. Doch diese Familie wird von mehreren Seiten bedroht. Der Gauner Stanley sieht in den Freaks eine Geldmaschine und will sie tot ausstellen. Dafür schleust er seine Komplizin Maggie Esmaeralda als Wahrsagerin in die Freak Show. Doch auch ein mordener Clown und ein verzogener Junge werden zu einer Gefahr.

Meine Meinung: Der Vorteil von American Horror Story ist, dass eine komplette Geschichte in einer Staffel erzählt wird. Der Nachteil ist, dass die Geschichten kaum für 13 Folgen reichen und so die Handlungsstränge komplett ausgedehnt werden. Dadurch wirkt die Serie aber mitunter zu zäh und langatmig und kann die Zuschauer nicht bei der Stange halten. Dies geschah nun auch wieder in Staffel 4. Zwar unterscheidet sich die Freak Show von den vorherigen Staffel dadurch, dass weniger übernatürliche Elemente eingearbeitet wurden und allein die Diskriminierung, der die Charaktere immer wieder ausgesetzt werden, ist schon ein starkes Horrorelement. Dennoch waren es wieder zu viele Geschichten, die irgendwo erzählt werden sollten. Dadurch zog sich die Staffel so sehr, dass ich zwischendurch wieder eine sehr lange Pause brauchte. Mit genug Abstand konnte man das Staffelfinale dann doch sehen, aber es gab keine Nähe zu den Charakteren, war einem doch jegliches Schicksal total egal.

Eine Handvoll Filmkritiken

Natürlich gibt es in diesen Zeiten größere Probleme als geschlossene Kinos und natürlich sind die Maßnahmen auch sinnvoll, aber dennoch vermisse ich die regelmäßigen Kinogänge. Und umso größer wird die Liste meiner im „Heimkino“ gesehenen Filme. Und daher wird die Kategorie „eine Handvoll“ nun auch um den Bereich Filme erweitert. Hier soll es nun um Filme gehen, die ich zu Hause gesehen habe und die nicht in der Kategorie Verpasst, aber nicht vergessen auftauchen. Vielleicht ist ja die ein oder andere Filmempfehlung dabei und ich versuche auch dazuzuschreiben, über welche Streamingdienste die Filme abrufbar sind (vorausgesetzt das sie es sind und nicht aus meinem DVD-Stapel sind). So das nächste Mal sollte die Einleitung wieder kürzer werden.

The Final Girls (2015)

Die Handlung: Max Carthwright betrauert noch immer den Tod ihrer Mutter, die eine Schauspielerin war und deren größte Rolle die naive Nancy aus dem Slasher „Camp Blutbad“ war. Nun soll es zum dritten Todestag ihrer Mutter ein großes Screening der beiden Camp Blutbad-Teile geben, für die Max eingeladen wurde. Doch durch ein paar unglückliche Zufälle landen sie und ihre Freunde unerwartet im Film. Sie wissen genau, dass es ein Final Girl geben muss, doch wer von ihnen wird es sein?

Meine Meinung: The Final Girls verbindet spielerisch die klassischen Elemente eines Slasher-Films und die einer Komödie. So ist Camp Blutbad wohl eines der klischeebelasteten Slashers – was wohl auch gewollt war – inklusive des Dummchens, der naiven Gitarrenspielerin und des Aufreißers. Das ganze beginnt natürlich mit einer gruseligen Lagerfeuergeschichte, die leider Realität wird. In dieses Szenario stolpern die Freunde rund um Max, die den gesamten Film und daher auch das Ende kennen. Und dann wird gekonnt mit genau den Klischees gespielt, etwa, wenn die Freunde beschließen sich einfach an das Final Girl ranzuhängen, damit sie alle überleben. Dass das Ganze dann doch nicht so einfach ist, wird schnell klar. Dabei wird das Horrorgenre und gerade die Slasher zwar ziemlich aufs Korn genommen, aber alles noch mit Niveau. Es gibt keine billigen Scary Movie Witze, sondern ausgereifte, auf die hingearbeitet wurde. Dazu gehören natürlich auch die verschiedenen Charaktere, die für eine gute Mischung sorgen.

The Final Girls ist bei Amazon Prime zum Lauf oder zum Leihen verfügbar. Nicht in der Flatrate enthalten.

Elliot, das Schmunzelmonster (1977)

Die Handlung: Pete ist Waise und wurde von den Gogans aus dem Waisenhaus frei gekauft. Diese leben auf einer Farm und nutzen Pete für die schweren Arbeiten und schlagen ihn dabei oft. Als Pete den Drachen Elliot kennen lernt, schafft er es zu fliehen und landet in dem Ort Passamaquoddy. Elliot kann sich unsichtbar machen und erscheint meistens nur für Pete, was diesem viel Ärger einbringt. Nur der Leuchtturmwärter Lampie und dessen Tochter Nora schließen Pete sofort ins Herz und nehmen ihn zu sich. Da kommt der Quacksalber Dr. Terminus in die Stadt und auch die Gogans tauchen auf der Suche nach Pete auf. Chaos ist hier vorprogrammiert.

Meine Meinung: Und jetzt alle: „Ich schau dich nur an und das macht mich fröhlich..“. Elliot, das Schmunzelmonster ist ein fröhlicher Familienfilm, der sich eigentlich mit einer harten Kindheit beschäftigt. Während Pete Waise ist und bei seinen Adoptiveltern nur ausgenutzt und misshandelt wurde, sind Lampie und Nora die ersten netten Menschen. Denn auch die anderen Bewohner in Passamaquoddy stehen ihm sehr skeptisch gegenüber, da Elliots Tollpatschigkeit für seine gehalten wird. So schwankt der Film immer wieder zwischen lustigen und fröhlichen Szenen und traurigen. Das ganze wird jedoch mit einem zuckersüßen Schmunzelmonster überspielt, um so den üblichen Disneyton zu treffen. Ein Film für alle, die sich schon einmal einsam gefühlt haben und sich dann einen Freund wünschten. Ein Film, der die Hoffnung hoch hält, dass es für alle ein liebevolles Zuhause gibt.

Elliot, das Schmunzelmonster ist bei Disney+ in der Flatrate enthalten.

Susi und Strolch (2019)

Die Handlung: Cockerspaniel Susi wächst bei Darling und Jim Dear behütet auf. Als sie eines Tages den Streuner Strolch trifft, ist sie zunächst von ihm und seiner Sichtweise abgeschreckt. Doch dann bekommt Darling ein Baby und Susi ist auf einmal nicht mehr die Nummer Eins. Wirklich schlimm wird es doch erst, wenn Tante Clara mit ihren Katzen zu Besuch kommt. Denn die Katzen sind ziemlich durchtrieben und Susi wird am Ende beschuldigt und soll ein Maulkorb bekommen. Als sie flieht, begegnet sie wieder Strolch, der ihr helfen will nach Hause zu kommen.

Meine Meinung: Während der Originalfilm von 1955 78 Minuten ging, wird hier versucht exakt die gleiche Handlung in 104 Minuten zu stecken. Dementsprechend wirkt es einfach nur wie ein Film, der mit sinnlosen Füllszenen gestreckt wurde. So eine Fahrt mit einem Schaufelraddampfer, die weder die Handlung voranbringt, noch zur Charakterisierung beiträgt. Wobei sich diesmal gerade um  eine tiefergehende Charaktersierung Strolchs bemüht wurde. So erfährt man, warum er Streuner ist. Gleichzeitig wird er aber auch verbitterter und unloyaler gezeigt, was vor allem in dem umgetexteten Lied von „Strolch ist toll“ zu „So ein Strolch“ zu sehen ist. Während 1955 noch gesungen wurde „und ich wünschte nur, dass er mit mir geht“, heißt es nun „und eins ist klar, er ändert sich nie“. Desweiteren hadert der Film wieder mit seiner realistischen Animation der Tiere. Wie schon bei König der Löwen sind die Hunde nun äußerlich sehr unemotional, was mit der Synchronisation versucht wurde zu überdecken. Und während man im Original noch dahinschmolz, wenn die berühmte Spaghettiszene kommt, wirkt sie nun vollkommen fehl am Platz. So schafft es die Neuverfilmung nicht, richtige Neuaspekte einzubringen, zeigt sich zwar leicht kritischer über Strolchs Charakter, entschuldigt das aber sofort wieder mit seiner Vorgeschichte. Stattdessen wird die Handlung unnötig gestreckt und ist erneut eine vollkommen sinnlose Neuverfilmung aus dem Hause Disney.

Susi und Strolch (beide Versionen) sind bei Disney+ in der Flatrate enthalten

The Aeronauts (2019)

Die Handlung: 1862 will Meterologe James Glashier mit einem Heißluftballon einen neuen Rekord aufstellen, um seine Forschungen zur Wettervorhersage zu verbessern. Dafür wirbt er die Witwe Amelia Wren an, die Pilotin ist. Doch in eisiger Höhe kommt es zu einigen Problemen.

Meine Meinung: The Aeronauts basiert auf wahren Ereignissen rund um den Meterologen James Glashier. Seine Begleitung Henry Coxwell wurde im Film durch die fiktive Amelia Wren ersetzt, die sich an realen Pilotinen und Abenteuerinnen orientiert. Grundsätzlich bin ich ja ein Fan, wenn in einem Film Frauenpower demonstriert wird, jedoch schafft es Felicity Jones nicht diese auch umzusetzen. Zwar ist sie es, die in brenzligen Situationen den Überblick behält, ist dabei aber absolut unsympathisch und wirkt in der Mimik und Gestik regelrecht fehl am Platz. Ihr Gegenüber steht ein Eddie Redmayne, der seine Figur gewohnt minimalistisch auslegt und durch Schüchternheit glänzt. Hinzu kommt, dass der Film mit 101 Minuten Lauflänge gefühlt in Echtzeit gezeigt wird und nur durch einzelne Rückblenden unterbrochen wird. Da allerdings auch auf genauere Details von Glashiers Forschungen komplett verzichtet wird, lieber darf Redmayne mit einigen seltsamen Instrumenten rumfuchteln, hat der Film nicht genug Material für die Lauflänge, was dazu führt, dass er größtenteils vollkommen uninteressant ist. Und die wenigen spannenden Szenen schaffen es dann auch nicht mehr einen Spannungsgrad zu erzeugen.

The Aeronauts ist bei Amazon Prime in der Flatrate enthalten

Isn’t it romantic (2019)

Die Handlung: Natalie ist Architektin, wird aber nicht richtig ernst genommen und gerne ausgenutzt. Während ihr Kollege Josh immer an ihrer Seite steht, trifft Natalie den ungehobelten reichen Josh. Da Natalie nichts mit romantischen Komödien anfängt und darüber bei ihrer Assistentin herzieht, ist es für sie ein wahr gewordener Albtraum als sie nach einem Unfall in eben so einer aufwacht. Nun muss sie versuchen einen Weg zurückzufinden.

Meine Meinung: Zum Abschluss hier erneut ein Film, der sich einem Genre annimmt, in diesem Fall romantische Komödien, und diese so verdreht, dass alle Klischees aufgedeckt werden. Dabei ist es gerade die Liebe zum Detail, die einen immer wieder zum schmunzeln bringt. Wenn Natalie auf einmal in New York ein großes Appartement hat, wenn sie im Off mit sich spricht und immer wenn sie ihn braucht, der beste Freund auftaucht. Und wer glaubt, dass man den Ausgang komplett vorhersehen kann, dann mag das zwar über weite Strecken der Fall sein, aber eben doch nicht komplett. Rebel Wilson gibt sich hier weniger derbe als in anderen Filmen, bringt aber gleichzeitig neuen Wind mit. Liam Hemsworth variiert im Original je nachdem ob Realität oder alternative Welt seinen Akzent von britischem zu australischem. Dies wurde in der deutschen Synchronisation mit deutschem und österreichischem Akzent übernommen, was für einige etwas befremdlich wirken kann. Letztlich ist es eine schöne Komödie für zwischendurch, in der sich die romantischen Klischees verstecken und doch komplett anders ist.

Isn’t it romantic ist bei Netflix in der Flatrate enthalten

Eine Handvoll Serienkritiken

Ich glaube die Kategorie hat sich durchgesetzt. Zumindest funktioniert sie aktuell sehr super 😉

The Witcher – Staffel 1

Die Handlung: Geralt von Riva ist ein Hexer. Im Laufe der Staffel stellt er sich verschiedenen Monstern, wobei wohl keine Spezies so niederträchtig ist, wie die Menschen. Parallel dazu werden die Geschichten der Magierin Yennefer von Vengerberg und der Prinzessin Ciri von Cintra erzählt.

Meine Meinung: Die erste Staffel hangelt sich an mehreren Kurzgeschichten entlang und wird auf drei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, die erst am Ende zusammenlaufen. Dies muss man aber wissen, sonst kann es in einigen Folgen zu ein wenig Verwirrung kommen, bzw. wird das erst in späteren Folgen aufgeklärt. So muss man zunächst gespannt sein, welche Gewichtung die verschiedenen Figuren einnehmen werden. Letztlich wird die gesamte Staffel genutzt, um die Charaktere vorzustellen und die Welt ein bisschen genauer vorzustellen. Das scheint zum einen auch notwendig, denn die Welt ist ziemlich komplex, zum anderen scheint es aber auch ein bisschen übertrieben, da man wohl einige Handlungsstärnge hätte weglassen können. Denn so wird der Zuschauer mit Namen und Orten überschüttet, die wohl im weiteren Verlauf keine weitere Bedeutung haben werden, aber die Namen und Orte, die man sich wohl merken sollte, gehen dabei leider mit unter. So hat die Serie für weitere Staffeln wohl großes Potential, konnte mich aber in der ersten Staffel nicht richtig überzeugen – ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich nie die Bücher gelesen habe und auch die Spiele nie gezockt habe.

Doctor Who – Staffel 10

Die Handlung: Der Doktor ist ein großes Versprechen eingegangen einen Tresor unter der Universität zu bewachen und sich nicht von dort wegzubewegen. Dabei lernt er Bill Potts kennen, die er schließlich als Art Privatlehrer unterrichtet. Nachdem Bill von einer Pfütze verfolgt wird, beschließt er sich zu offenbaren, um sie zu retten. Trotz der stetigen Belehrungen von Nardole (bekannt aus den vorangegangenen Weihnachtsspecials) kann der Doktor nicht wiederstehen und reist fortan mit Bill durch Zeit und Raum.

Meine Meinung: So richtig warm geworden mit Peter Capaldi als 12. Doktor bin ich bisher nicht. Nun musste ich feststellen, dass einfach nur die Kombination aus dem 12. Doktor und Clara (Jenna Coleman) aus den beiden vorherigen Staffeln nicht funktioniert hat. Nun schienen sich die Schöpfer wieder zurückzubesinnen und schaffen mit Bill Potts eine neue Figur, die wieder bei jeder Folge über die Wunder der Tardis staunen kann und auch den Doktor wieder auf den Boden der Tatsachen holt. Zusammen mit Nardole für die kleinen, aber feinen, Momente, schaffen sie so eine wirklich starke Staffel. Umso trauriger ist es, dass am Ende die Rekarnation zum 13. Doktor folgt. Ich kann zwar nicht beurteilen, wie Jodie Whittaker ihren Doktor anlegt, aber jetzt hätte ich gerne noch eine Staffel mit Peter Capaldi gehabt.

The Handmaids Tale – Staffel 1

Die Handlung: Der Staat Gilliad ist aus den USA hervorgegangen, nachdem die Geburtenrate immer weiter zurückging. Der totalitäre Staat hat die wenigen Frauen, die noch schwanger werden können, zusammengetrieben und halten sie als Mägde in wohlhabenden Familien. Dabei haben sie keine Rechte mehr, selbst ihre Namen wurden ihnen aberkannt. Die Serie verfolgt die Erlebnisse der Magd Desfred.

Meine Meinung: 2018 habe ich durch Empfehlung die Buchvorlage der Serie für mich entdeckt. Das Buch ist ruhig und unaufgeregt erzählt und begleitet Desfred durch ihren Alltag und zeigt dabei die Schattenseiten Gilliads. Das man daraus eine ganze Serie produzieren konnte, war mir unvorstellbar. Und so legte ich mir die Serie zu, nur um nach den ersten drei Folgen wieder abzubrechen. Denn in diesen drei Folgen war gefühlt das ganze buch vertreten. Was sollte nun in den noch folgenden sieben Episoden passieren? Nachdem nun zwischen Buch und den ersten drei Folgen einige Zeit vergangen ist, habe ich mich doch noch einmal an die Serie herangewagt. Letztlich ist die Serie eine Weitererzählung des Buches. Es werden die Hintergrundgeschichten anderer Charaktere erzählt, die Desfred gar nicht wissen konnte und uns deswegen im Buch auch nicht erzählen konnte. Wenn man sich also von den eigenen Vorstellungen lösen kann, sind die Erweiterungen durchaus sinnvoll und gebem dem Ganzen noch mehr Tiefe. Dennoch sind Längen nicht vermeidbar bei 10 Folgen. Nun bin ich hin und hergerissen, ob ich nun doch auch die anderen Staffeln mal versuche, oder ob ich nun mit endgültigem Ende des Buches auch die Serie für mich für beendet erkläre.

Pixar in real life – Staffel 1

Die Handlung: Die Helden aus den Pixarfilmen sind wohl einem breiten Publikum bekannt. Doch wie würden wir reagieren, wenn uns diese Helden in bekannten Filmszenen in der Realität begegnene würden? Dieses Experiment wurde in dieser Serie mit Kurzepisoden gewagt.

Meine Meinung: Disney+ ist nun endlich auch in Deutschland verfügbar. Neben den altbekannten Filmen und Serien, wurden auch Neuproduktionen aufgenommen – leider erscheinen bei den meisten nur pro Woche eine Folge. Diese Serie jedoch hatte schon eine Staffel. Dabei begegnen wir in Kurzepisoden (5-10 Minuten) die altbekannten Pixarhelden im realen Leben. So hilft Wall-E bei der Ringsuche im Müll, taucht Merida beim Bogenschießstand auf oder versuchen Dorie und Hank in einem Kinderwagen zu fliehen. Dabei sind es vor allem die Reaktionen der überraschten Passanten, die damit natürlich nicht gerechnet haben. Wer also eine kleine Serie zum schmunzeln braucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Brain Games – Staffel 1 & 2

Die Handlung: Können wir unseren Sinnen oder unserem Erinnerungsvermögen wirklich immer trauen? Die Serie befasst sich mit optischen Täuschungen und anderen Illusionen und erklärt dabei die Phänomene, die uns täuschen können, die aber für uns auch recht nützlich sein können.

Meine Meinung: Natürlich will die Serie, dass man darauf einfällt. Da ich das weiß, treffe ich natürlich ganz andere Entscheidungen, als die von mir erwarten! Oh, doch nicht… Brain Games schafft es einen immer wieder zu verblüffen und zu überraschen. Dabei lernt man einiges über sich und seine Sinne. Am schönsten ist es die Serie mit einer anderen Person zu gucken, um auch nur sicher zu gehen, dass auch die Person auf die Täuschungen reinfällt. Während in der ersten Staffel noch drei Folgen mit 45 Minuten Lauflänge enthalten sind, sind es ab der zweiten Staffel circa 10 Folgen mit 22 Minuten Lauflänge pro Staffel. Beide Varianten haben gut funktioniert.