Im Zweifel für das Monster

Ein Vorwort

Als ich noch dabei war, meine Monsterwochen für den Oktober zu planen, fiel mir dieses Buch mehr oder weniger in die Arme. Es sprach mich vom Titel und Cover sofort an und dann klang es auch noch nach einem perfekten Herbstbuch. Kurz darauf zog es als Rezensionsexemplar bei mir ein. Warum es sich bei ans Fenster prasselnden Regen und umgeben von verfärbtem Laub, echt gut gelesen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Daniel Becker ist ein frisch geschiedener Anwalt, der in seiner Kanzlei sehr erfolgreich ist und darauf hin arbeitet Partner zu werden. Doch eines Nachts besucht ihn das Monster aus seiner Kindheit. Ihm wird ein Mord vorgeworfen. Bei einem übernatürlichen Gericht schafft es Daniel die Unschuld des Monsters zu beweisen. Leider bekommt er daraufhin immer mehr Anfragen von anderen Monstern und wird auch noch mit der Aufgabe betraut, den wahren Mörder zu finden.

Meine Meinung

Meistens Richtung Herbst oder Winter gehend überkommt mich das Bedürfnis doch mal nach einem Krimi zu greifen. Dabei interessieren mich die ewig gleichen Ermittler*innen mit Alkohol (oder anderem) Problem ziemlich wenig. Dafür mag ich die Geschichten, die sich irgendwie unterscheiden. Die nochmal eine ganz neue Komponente ins Genre einbringen.
Im Zweifel für das Monster hat genau das, was mich sofort angesprochen hat. Wir haben statt eines Ermittlers einen Anwalt, der versucht Hinweise zu finden, um den Mord aufzuklären. Und wir haben die Monster und anderen übernatürlichen Aspekte, die die Geschichte in eine ganz ungewöhnliche Richtung drängt. Dabei bleibt es eine Kriminalgeschichte. Wir bewegen uns nur rudimentär im Fantasybereich durch den übernatürlichen Einfluss, aber es wird nicht eine komplett neue Welt aufgemacht.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, so dass ich schnell in die Geschichte reingefunden habe. Zunächst lernen wir Daniel als Protagonisten kennen, der uns fortan durch die Geschichte führt. Relativ schnell wird der Monsteraspekt beleuchtet. Danach wird sich schnell auf den Mordfall fokussiert und die ersten Ermittlungen starten. Dabei wechselt die Geschichte immer zwischen neuen Aspekten und den Füllern in der Kanzlei hin und her, wobei das erste natürlich durchaus spannender ist, das zweite der Geschichte aber die nötige Rundung gibt.
Der Mordfall und die Ermittlungen gehen dann auch immer wieder in verschiedene Richtungen, wodurch ich bis zum Ende absolut im Dunkeln tappte, wer es denn nun war. Es werden Brotkrumen gestreut, aber da die Ermittlungen sehr weitläufig sind, was wieder auf den übernatürlichen Aspekt zurückzuführen ist, hätte ich die Zusammenhänge so nie gezogen.
Das Finale ist spannend und rund und führt einige Handlungsaspekte zusammen. Die Geschichte kann vermutlich Jahreszeitenunabhängig gelesen werden, aber es passte jetzt wunderbar in den Herbst, regnete es doch in letzter Zeit immer öfter. Dadurch kam die passende Atmosphäre hoch, wenn es abends schon dunkel war, dann gegen das Fenster regnete und in einem wieder die Kindheitsängste vom Monster unter dem Bett hochkommen, die in diesem Buch durchaus real sind.

Das Fazit

Im Zweifel für das Monster vereint Krimi  mit übernatürlichem Aspekt und schafft damit eine spannende und runde Geschichte, die sich perfekt für die bevorstehenden dunklen Monate eignet. Wer also Krimis mag, aber genug von der klassischen Ermittlerhandlung hat, ist hier bestens aufgehoben.

Im Zweifel für das Monster wurde mir von Blanvalet als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

2 Gedanken zu „Im Zweifel für das Monster

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