Mein Jahresrückblick 2022 – #1 – Die Kinofilme

Herzlich Willkommen zum ersten Jahresrückblick in diesem Jahr. Hier präsentiere ich euch das Ranking der Kinofilme, die ich von Dezember-November gesehen habe. Uns wurde ein riesiger Kinofilmstau prophezeit, doch dafür war die Auswahl erstaunlich mau in diesem Jahr. Durchgängig geöffnete Kinos und doch war ich selten so unmotiviert ins Kino zu gehen. Dennoch kam der ein oder andere Film zusammen und so präsentiere ich euch heute meine Enttäuschungen, das Mittelfeld und die Highlights aus dem zurückliegendem Jahr.

Zur Statistik:

47 gesehene Kinofilme in 2022 (2021 waren es 29).

Davon
… 4 in der Cinemathek
… 3 als Anime Special
… 0 in der Sneak
… 40 regulär

I. Cinemathek

Nachdem die Kategorie zwei Jahre pendemiebedingt ausfallen musste, gibt es das Format wieder. Die Auswahl war wieder durchwachsen, doch 4x zog es mich in dieses Format. – im Ranking:

Platz 4: Everything, everywhere, all at once

Evelyn Wang ist komplett überfordert. Eine Steuerprüfung steht an, ihr Vater ist vor kurzem aus China zu ihnen in die USA gezogen, ihr Mann Waymond will sich scheiden lassen und ihre Tochter versucht ihre Freundin der Familie vorzustellen. Doch bei der Steuerprüfung übernimmt plötzlich ein Waymond aus einer anderen Realität den Körper ihres Mannes und erzählt ihr, dass sie in einer anderen Realität eine Technologie entwickelt hat, um die Realitäten zu verknüpfen. Doch dabei hat sie etwas geschaffen, was sie jetzt aufhalten müssen: Jobu Tupaki. – Lange Zeit ein etwas anderer Film über Multiversen, dann zieht er sich leider und driftet zu sehr ab. Hinten raus eher enttäuschend.

Platz 3: Respect

1952 singt Aretha Franklin noch auf den Samstagabendpartys ihres Vaters dem Baptistenprediger C. L. Franklin. 1960 erschien ihre erste Popschallplatte. Der Film verfolgt ihren Aufstieg und ihre Dämonen bis ins Jahr 1972.- Der Film verschenkt leider viel Potential und hat eine sehr große Distanz zum Publikum, obwohl die Geschichte eigentlich mitreißend ist.

Platz 2: Der Rosengarten der Madame Vernet

Der einst prestigeträchtige Rosengarten von Eva Vernet steht vor dem Bankrott. Ihre fleißige Assistentin Vera stellt drei Neue ein, die vom Sozialamt geschickt wurden. Diese haben zwar keine Ahnung von Rosen und vom Gärtnern, sind dafür aber sehr bemüht. – Ruhiger französischer Film, der mal mehr und mal weniger gut funtkioniert.

Platz 1: Die Schachnovelle

Dr. Josef Bartok ist ein angesehener Notar in Wien. Als die Nazis in Österreich die Macht übernehmen, wird es für ihn brenzlig, denn er verwaltet das Vermögen einiger adliger Österreicher. Bevor er flüchten kann, wird er von den Nazis in Gewahrsam genommen. Da er die Zugangsziffern zu den Konten verbrannt hat, wird er in die Sonderbehandlung geschickt, um ihn zu brachen und die Ziffern von ihm aus seinem Gedächtnis zu bekommen. – Stark gespielt, gute Umsetzung, im letzten Drittel etwas langatmig werdend.

II. Anime Special

Nachdem ich mich im Manga und Animeserienbereich immer mehr mit dem Genre anfreunden konnte, war auch mein Interesse an den Specials größer. Dennoch gab es noch viele, die mich nicht interessierten (da viele auch auf ungesehenen Serien basierten). 3x habe ich es dennoch dazu ins Kino geschafft – im Ranking:

Platz 3: Josie, der Tiger und die Fische

Der Meeresbiologie-Student Tsuneo hangelt sich von Nebenjob zu Nebenjob, um seinen Traum von einem Auslandssemester wahr zu machen. Durch einen Zufall trifft er auf die im Rollstuhl sitzende Kumiko, die sich selbst Josie nennt, und ihre Großmutter. Letztere ist es, die versucht Kumiko auf ein Leben als selbstständige Erwachsene vorzubereiten und daher kurzerhand Tsuneo einstellt. Josie ist davon allerdings nicht begeistert. – Für Fans von ruhigen und eher subtilen Animes auf jeden Fall empfehlenswert. Wer ein bisschen Tempo braucht, wird hier nicht glücklich.

Platz 2: Belle

Suzu lebt zurückgezogen mit ihrem Vater, zu dem sie seit dem Tod der Mutter ein schwieriges Verhältnis hat. Durch ihre Trauer kann sie nicht mehr singen. Bis ihre Freundin Hiroka sie mit der digitalen Welt von U bekannt macht. Dort tritt sie als Belle auf und flieht in die Anonymität. Bis bei einem ihrer virtuellen Konzerte ein legendärer Kämpfer in Gestalt eines Biestes auftritt. Kurz darauf beginnt eine Hetzjagd auf ihn. – Interessante Idee, Umsetzung mit einigen Problemchen, aber sehr schöner Soundtrack.

Platz 1: Sing a bit of harmony

Satomi lebt in einer Modellstadt, wo künstliche Intelligenz getestet wird. Roboter sind in ihrem Alltag fest integriert. Ihre Mutter steht kurz vor dem Abschluss eines wichtigen Projekts und hat daher wenig Zeit. Als mit Shion eine neue Mitschülerin auftaucht, die auf Satomis Glück aus ist, steht die Welt Kopf. Doch dann findet Satomi mit ihrem Freundeskreis heraus, dass Shion das neue Projekt der Mutter ist. – Thema künstliche Intelligenz mal ganz anders aufgezogen, sehr süßer und lebensfroher Film.

III. Neulich in der Sneak

Zwar wurde die Cinemathek wieder eingeführt, die Sneak leider noch nicht. So bleibt diese Kategorie leider weiter leer.

IV. Kinofilme

40 Filme habe ich 2022 regulär im Kino gesehen. Zur besseren Übersicht unterteile ich diese Kategorie noch einmal in Enttäuschungen (0-4 Punkte), das solide Mittelfeld (5-7 Punkte) und die Highlights (8-10 Punkte) – im Ranking:

Die Enttäuschungen:

Platz 40: Moonfall

Jahre nachdem Astronaut Brian Harper durch ein mysteriöses Erlebnis im All aus der NASA ausstieg, löst etwas den Mond aus seiner Umlaufbahn. Während der Verschwörungstheoretiker K.C. Houseman dies zuerst entdeckt und sich Harper anvertraut, bekommt auch die NASA rund um Harpers ehemaliger Kollegin Jocinda Fowler davon Wind. Nun versuchen sie in einer verzweifelten Mission den Grund herauszufinden, da der Mond so innerhalb von drei Wochen auf die Erde zu fallen droht. Diese scheitert und so sucht Fowler Hilfe bei Harper. Eine finale Mission beginnt. – Ein filmischer Reinfall. Hier funktioniert weder Drehbuch, noch Schauspiel, noch Effekte.

Platz 39: Morbius

Dr. Michael Morbius leidet an einer seltenen Blutkrankheit. Für ein Heilmittel reist der Medizin-Nobelpreisträger nach Costa Rica, um dort seltene Fledermäuse zu fangen und aus ihnen ein Serum zu entwickeln. Nachdem er es sich iniziert hat, verwandelt er sich jedoch und gerät in einen Blutrausch. Er entscheidet, dass die Auswirkungen zu heftig sind und versucht die Negativwirkungen unter Kontrolle zu bekommen. Doch sein Freund Milo, der unter der gleichen Krankheit leidet, findet es und injiziert es sich ebenfalls. Nun muss Morbius ihn aufhalten und sich selbst unter Kontrolle halten. – Leider ein kompletter Reinfall. Hier stimmt weder die Geschichte, noch das Schauspiel und erst Recht nicht die Optik.

Platz 38: Licorize Pizza

Gary Valentine trifft auf die zehn Jahre ältere Alana Kane und ist sich sicher, dass er sie einmal heiraten wird. Davor liegen einige teilweise auch geschäftliche Erfahrungen, die die beiden zusammen durchleben. Epsiodenartig erzählt der Film aus ihrer Freundschaft. – Verwirrender Episodenfilm, dessen roter Faden und Kernaussage sich mir einfach nicht erschlossen hat.

Platz 37: The King’s Man

Der Duke of Oxford beobachtet die Geschehnisse im ersten Weltkrieg, beschließt aber nicht einzugreifen und auch seinen Sohn nicht mitkämpfen zu lassen, da er selbst Pazifist ist und es seiner verstorbenen Frau versprochen hat. Doch im Hintergrund erstellt er ein Netz aus Dienstbot*innen und anderen unsichtbaren Mitarbeitenden, um so eingreifen zu können. – Voller Klischees, zu vieler Genres, weiß nicht, was erzählt werden soll, so dass die wenigen guten Szenen einfach untergehen.

Das Mittelfeld:

Platz 36: The 355

Bei einer Razzia in Kolumbien landet ein gefährliches Computermodul in den Händen eines Soldaten, der diese versucht bei einem Geheimdienst sicher unterzubringen. Den Auftrag bekommen Mace und Nick von der CIA. Doch sie scheitern und Nick wird getötet. Daraufhin tut sich Mace außerhalb der Regeln mit weiteren Agentinnen anderer Geheimdienste zusammen. – Ich wollte Frauenpower, ich bekam Frauenpower, leider in einer Geschichte, die nach fünf Minuten zu Ende hätte sein können.

Platz 35: Stasikomödie

Ludger Fuchs lässt sich von seiner Familie überreden Einsicht in seine Stasiakte zu nehmen. Dabei erinnert er sich an die 1980er Jahre, wo er von der Stasi in die Künstlerszene des Prenzlauer Bergs eingeschleust wurde und dort zu einem gefragten Dichter aufsteigt. – Ruhig erzählter Film, der einerseits sehr wenig von einer Komödie hat und gleichzeitig einige faszinierende Over-the-top Momente.

Platz 34: Gunpowder Milkshake

Sam ist Auftragskillerin beschäftigt bei „der Firma“. Doch bei einem Auftrag ging etwas schief. Zeitgleich trifft sie auf die achtjährige Emily, die als Geisel gehalten wird. Nun versucht sie zeitgleich Emily zu beschützen und den Rächern aus ihrem letzten Auftrag zu entkommen. – Schwankt zu sehr zwischen Tonalitäten hin und her und in keiner davon funktionierter richtig. Die versprochene Frauenpower kommt zu spät, um den Film noch spannend zu gestalten. 

Platz 33: Jurassic World 3 – Dominion

Seit vier Jahre leben die Dinosaurier nun in freier Wildbahn. Das Unternehmen Biosyn hat die Aufgabe bekommen sie in ein geschütztes Reservat zu bringen. Dr. Ellie Sattler untersucht derweil eine besonders schlimme Heuschrecken-Plage. Owen und Claire verstecken Maisie auf einer einsamen Farm. Diese rebelliert jedoch gegen das „Gefängnis“. Bei einem Streifzug wird sie jedoch entführt. Sowohl Owens und Claires, als auch Ellies Weg führen sie ins Dinoreservat von Biosyn. – Enttäuschendes Finale des Franchises, aber mit schöner Nostalgie durch ein Wiedersehen mit dem Ursprungscast.

Platz 32: Liebesdings

Marvin Bosch ist ein gefeierter Schauspieler. Doch nach einem desaströsen Interview findet er sich im kurz vor dem Bankrott stehenden Theater von Frieda und ihren Freund*innen wieder. Da er untertauchen muss und Frieda Geld braucht, schließen sie sich zusammen. – Wenig Liebe, wenig Komödie, schlecht für eine Liebeskomödie, aber grundsätzlich gute Themen angesprochen, nur zu viel und zu oberflächlich.

Platz 31: House of Gucci

Patrizia Reggiani lernt auf einer Party Maurizio Gucci kennen, mit dem sie eine Beziehung anstrebt. Entgegen dem Willen seines Vaters heiratet er sie. Durch Maurizios Onkel Aldo nähert sich Patrizia wieder der Familie an. Fortan folgt Intrige auf Intrige. – starken Start und starke Bilder scheitert aber an zu vielen Genres, die sich in einer oberflächlichen Handlung vermischen, die einen eher kalt lässt als mitreißt. Schauspielerisch eine bunte Mischung und ein eher nerviges, denn mitreißendes Ende. 

Platz 30: Thor 4 – Love and Thunder

Thor hat sich den Guardians of the Galaxy nach Endgame angeschlossen. Doch so richtig scheint es nicht seine Bestimmung zu sein. Er folgt einem Notruf von Lady Sif und erfährt, dass Gorr über das Nekro-Schwert verfügt und geschworen hat: Alle Götter müssen sterben. Als er versucht New Asgard zu retten, trifft er auf eine altet Bekannte. – Er hat seine (optischen) Momente, aber meist driftet er ins Oberflächliche ab. Thor hatte sich eigentlich wesentlich weiter entwickelt.

Platz 29:  Phantastische Tierwesen 3 – Dumbledores Geheimnisse

Gellert Grindelwald muss noch immer aus dem Untergrund agieren. Doch Dumbledore befürchtet, dass der deutsche Zaubererminister Anton Vogel ihn frei sprechen könnte und schickt daher das Team rund um den Magizoologen Newt Scamander nach Deutschland. Da Grindelwald aber durch ein magisches Wesen stellenweise in die Zukunft sehen kann, müssen sie versuchen möglichst unplanmäßig vorzugehen. – Strukturierter als der Vorgänger, aber dennoch mit einigen Ecken und Kanten. Funktioniert nur größtenteils.

Platz 28: King Richard

Richard Williams ist sich sicher: Er hat die nächsten beiden Tennisstars unter seinen Töchtern. Venus und Serena wachsen unter dem strengen Traningsplan auf und werden stetig voran getrieben. Dabei trifft ihr Vater einige unkonventionelle Entscheidungen. – Biopic über die Williams Schwestern, aber leider mit sehr starkem Fokus auf ihrem Vater. Funktioniert dennoch relativ gut.

Platz 27: Tausend Zeilen

Lars Bogenius ist ein aufstrebener Journalist bei Die Chronik und bekannt für seine mitreißenden Reportagen, für die er bereits mehrere Preise gewonnen hat. Doch als er bei einer Reportage über die Flüchtlinge Mexikos in die USA zusammen mit seinem Kollegen Juan Romero schreiben soll, fallen diesem Unstimmigkeiten auf. Die Chefetage möchte davon jedoch nichts hören, weswegen sich Romero allein auf Nachforschungen begibt. – Spannende Geschichte, die leider sehr oberflächlich und unnahbar abgehandelt wird.

Platz 26: Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Doctor Strange bekommt Besuch von America Chavez, die durch das Multiversum reisen kann. Sie wird von einem seltsamen Wesen gejagt, was ihr in diese Realität folgen konnte, wurde aber gerade erst von einem anderen Strange enttäuscht. Dennoch muss sie ihm trauen, auch wenn sich seine Anlaufstelle als Falle entpuppt. – Marvel verpasst einmal mehr den Wow Effekt und bleibt bei ganz gut hängen.

Platz 25: Eingeschlossene Gesellschaft

Freitag Nachmittag sind noch sechs Lehrer*innen im Lehrer*innenzimmer als ein verzweifelter Vater mit einer Schusswaffe eindringt. Seinem Sohn fehlt ein Punkt für die Zulassung zum Abitur. Die Konferenz soll nun vorgezogen werden. Dabei tun sich so einige Abgründe auf. – Solide Komödie, die leider manche Themen zu unreflektiert lässt.

Platz 24: Spider-Man 3 – No way home

Nachdem J. Jonah Jameson der Welt enthüllte, dass Peter Parker Spider-Man ist, bittet dieser Dr. Strange um Hilfe. Der Zauber geht jedoch schief und so gelangen Bösewichte aus alternativen Realitäten nach New York. Peter und seine Freunde haben nun alle Hände voll zu tun, diese einzusammeln. – Wohl der stärkste Spider-Man, auch wenn einige Handlungsstränge nur mit einigem Zurechtruckeln funktionieren.

Platz 23: Der Nachname

Die Geschwister Elisabeth und Thomas werden von ihrer Mutter und ihrem Adoptivbruder Rene, der inzwischen mit der Mutter liiert ist, auf das Familienanwesen in Lanzarote eingeladen. Mit dabei sind ihre jeweiligen Parter*innen Stephan und Anna. Vor Ort erwartet sie eine überraschende Nachricht und jede Menge Drama. – Belangloses Sequel, dass durch einige Witze dennoch solide funktioniert.

Platz 22: Einfach mal was Schönes

Carla ist Ende 30, Single, aber mit Kinderwunsch. Da ihre biologische Uhr tickt und sie keine Lust mehr auf Männer hat, die sie jahrelang hingehalten haben, beschließt sie, allein ein Kind zu bekommen. Dies stößt in ihrem Familien- und Freundeskreis eher auf gemischte Gefühle. Und dann ist da noch Ole, der deutlich jünger ist, aber ihr von Anfang an sympathisch. – Süßer Liebesfilm, der sich leider am großen Thema etwas verhebt, und den Fokus verliert.

Platz 21: West Side Story

Die Upper West Side ist eine einzige große Baustelle. Dennoch rivalisieren hier die Jets und die Sharks um die Vorherrschaft. Während einer Tanzveranstaltung trifft der zu den Jets gehörende Toni auf Maria, die Schwester des Sharksanführers Bernardo. Während sich die beiden ineinander verlieben, droht ein alles entscheidender Kampf zwischen den beiden Gruppen. – Viel Potential verschenkt, leider mit sehr schwachem Hauptdarsteller, kann der Film gerade durch Setdesign und Inszenierung punkten. 

Platz 20: Matrix 4 – Ressurections

Bugs findet ein altes Modul, in dem sie Hinweise auf den Verbleib von Neo und Trinity vermutet. Gleichzeitig ist Thomas Anderson in Therapie, um seine Realitätsentfernungen in Griff zu bekommen. Als gefeierter Game-Designer soll er nun eine Fortsetzung zu seiner erfolgreichen Spielreihe „Matrix“ gestalten. – Auch wenn die Matrix-Reihe keine Fortsetzung gebraucht hätte, ist dies wohl die einzig logische. Dabei sehr viel Nostalgie mit eingebracht.

Platz 19: Sing 2 – Die Show deines Lebens

Die Show „Alice im Wunderland“ im Moon-Theater ist fast jeden Abend ausgebucht. Nun erhofft sich Buster Moon von der Casterin Suki ausgesucht zu werden, um in Redshore City im Crystal Tower Theater aufzutreten. Doch diese erteilt dem Ensemble eine Absage. Als sich die Truppe dennoch in das Casting schleicht, sind es die abgedrehten Ideen von Gunther, die Musikmogul Jimmy Crystal überzeugen. Doch dafür muss Buster Moon die Rocklegende Clay Calloway auftreiben, der seit dem Tod seiner Frau komplett zurückgezogen lebt. Für das und für die komplett neue Show „Nicht von dieser Welt“ haben sie nur drei Wochen Zeit. Und einen Jimmy Crystal enttäuscht man besser nicht. – Ganz nette Fortsetzung, die aber nicht richtig überzeugen kann.

Platz 18: Dog

Jackson Briggs ist nach einer Kopfverletzung aus dem Dienst der Army ausgeschieden, versucht aber die Erlaubnis für einen weiteren Einsatz zu bekommen. Sein Vorgesetzter will ihm die benötigte Empfehlung ausstellen, wenn er die Hündin Lulu zur Beerdigung ihres Herrchens bringt. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Lulu ist nach ihrem Einsatz im Kriegsgebiet als gefährlich eingestuft und darf nicht fliegen. Ein etwas anderer Roadtrip beginnt. – Von der Grundhandlung sehr interessant, leider setzt die benötigte Entwicklung des Protagonisten ziemlich spät ein.

Platz 17: Die Geschichte der Menschheit – leicht gekürzt

1977 schickt die NASA mit der Raumsonde Voyager die Golden Record ins All. Darauf ist ein Video mit episodenhaften Nacherzählungen der Geschichte der Menschheit. – Sehr witziger Episodenfilm, wobei manche Episoden mehr zünden als andere.

Platz 16: Wakanda Forever

Der König ist tot und Wakanda ist so verwundbar wie noch nie, da es keinen neuen Black Panther geben kann. Königin Ramonda (Angela Bassett) und Prinzessin Shuri (Letitia Wright) versuchen nicht nur das Land zusammenzuhalten, sie kämpfen auch mit ihrer Trauer. Die Welt giert nach ihren Vibranium-Vorräten. Da taucht ein neuer Mitspieler aus dem Meer auf. Doch ist er Freund oder Feind? – Funktioniert in den ruhigen Momenten besser als in den Actionszenen, reicht nicht an den ersten heran, hebt sich aber positiv von anderen Filmen der vierten Phase ab.

Platz 15: Lost City

Die Bestsellerautorin Loretta Sage kommt seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr wirklich aus dem Haus raus. Doch ihre Managerin hat eine Tour zu ihrem neuen Buch arrangiert. Beim ersten Termin wird Loretta jedoch vom exzentrischen Milliardär Abigail Fairfax entführt, da sie im Buch eine sehr exakte Übersetzung einer alten Sprache verwendet hat. Ihr Covermodel Alan will ihr zur Hilfe eilen, scheint aber nicht gerade der geeignetste Kandidat zu sein. – Auch wenn viele gute Szenen im Trailer schon vorweg genommen wurden, funktioniert der Film für das, was er aussagen will, sehr gut und sorgt für einige erheiternde Momente.

Platz 14: The Batman

Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.

Platz 13: Lyle, mein Freund, das Krokodil

Familie Pimm zieht neu nach New York, da Mr. Pimm dort eine Stelle als Lehrer angeboten bekommen hat. In der ersten Nacht macht Sohn Josh auf dem Dachboden eine Entdeckung: Ein singendes Krokodil. Lyle wurde von seinem Vorbesitzer dem erfolglosen Magier Hector zurückgelassen. Durch Lampenfieber hat er den Mut verloren vor anderen zu singen. So freundet sich Josh mit ihm an. Doch ein Krokodil in der Großstadt ist gar nicht so einfach zu halten. – Süßer Kindermusicalfilm mit sympathischem singendem Tier, tolle Geschichte zum Thema Familie und Freundschaft.

Platz 12: Mrs. Harris und ein Kleid von Dior

Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht. – Sehr schöner Film, etwas märchenhaft abgehoben, aber wenn man damit leben kann, versinkt man in einer tollen Geschichte.

Die Highlights:

Platz 11: Tod auf dem Nil

Frisch verheiratet verbringen Linnet Ridgeway-Doyle und Simon Doyle ihre Flitterwochen in Ägypten. Mit dabei sind Familie, Freunde und Bekannte, die das reiche Paar eingeladen hat. Durch Zufall ist auch Hercule Poirot mit dabei. Da die eifersüchtige Ex-Freundin Simons Jacqueline de Bellefort sie auf Schritt und Tritt verfolgt, flüchten sie schließlich an Bord eines Nilschiffes. Doch nach einigen merkwürdigen Begebenheiten kommt es zu einem Mord. Ein neuer Fall für Hercule Poirot. – Gelungene Agatha Christie Verfilmung, die bis zum Ende spannend bleibt.

Platz 10: Elvis

Colonel Tom Parker ist eigentlich ein Rummelplatz-Manager, doch als er den jungen Elvis Presley entdeckt, beginnt eine ganz andere Karriere. Zusammen erobern sie die Musikcharts. Doch im Laufe der Zusammenarbeit tauchen immer mehr Differenzen auf.- Tolles Biopic, etwas wenig Musik, aber interessanter Erzählstil.

Platz 9: Marry me

Die Popikone Kat Valdez und ihr Freund Bastian wollen bei einem Liveevent heiraten. Passend dafür haben sie das Duett Marry Me herausgebracht. Doch als sie kurz vor ihrem Auftritt erfährt, dass Bastian sie mir ihrer Assistentin betrogen hat, beschließt sie kurzerhand den Mathelehrer Charlie Gilbert aus dem Publikum zu heiraten. Dieser ist eigentlich gar kein Fan, sondern wollte seine Tochter beeindrucken, die sich seit der Scheidung immer weiter von ihm entfernte. Dennoch sagt er ja. Beide sind geschockt von ihrer spontanen Hochzeit und beschließen erst einmal herauszufinden, ob die Beziehung funktionieren kann. – Eine supersüße RomCom, die bewusst Klischees einsetzt, diese aber auf schöne und berührende Art umsetzt.

Platz 8: Belfast

Der zehnjährige Buddy lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben. – Schwerer und doch sehr leichter Film über die Situation in Belfast, wunderbar erzählt aus Kindersicht.

Platz 7: The Woman King

1823 verteidigt sich das Königreich Dahomey gegen das Oyo-Imperium und sieht sich gleichzeitig mit dem Sklavenhandel konfrontiert. Angeführt von der Generalin Nanisca haben es die Agojie, eine Gruppe speziell ausgebildeter Kriegerinnen, bisher geschafft ihre Unterzahl auszugleichen. Nawi wird von ihrem Vater verstoßen und durchläuft daher die Ausbildung zur Agojie. Doch die ist alles andere als einfach. – Spannendes Historiendrama mit starken Charakteren.

Platz 6: Top Gun Maverick

Maverick ist noch immer bei der Navy, fliegt Testflüge und wurde trotz vieler Auszeichnungen nie befördert. Der Fund eines geheimen Nuklearlagers führt dazu, dass er zurück zu Top Gun beordert wird. Dort soll er die Nachwuchselite innerhalb kürzester Zeit für eine beinahe unmögliche Mission ausbilden. Dabei ist auch der Sohn seines früheren Freundes Goose: Rooster. – Auch wenn die Handlung wenig Überraschungen bereit hält, sorgen doch der Fanservice, aber vor allem die Atmosphäre für ein gelungenes Filmerlebnis.

Platz 5: Der Gesang der Flusskrebse

Kya Clark lebt allein in der Marsh, einer Sumpflandschaft in North Carolina. Von der Familie zurückgelassen, muss sie irgendwie überleben. Dabei findet sie in wenigen helfenden Hände Freundschaften und vielleicht auch Liebe. Doch Ende der 1960er Jahre wird sie eines Mordes beschuldigt. – Ruhig erzählt, schöne Landschaftsaufnamen, tolle Geschichte.

Platz 4: The Menu

Das Restaurant Hawthorne von Julian Slowik ist absolut exklusiv, liegt auf einer Insel und ist berühmt berüchtigt. Eine Gruppe reicher Menschen bekommt die Chance dort zu dinieren. Doch das Programm ist ganz anders als erwartet. Und der Abend wird blutig. – Psychothriller für Einsteiger mit einer gesunden Portion Humor und vor allem sehr stilsicher. Empfehlung!

Platz 3: Massive Talent

Nic Cage scheint mit seiner Schauspielkarriere am Ende zu sein. Da bekommt er von einem reichen Fan das Angebot von einer Million Dollar, wenn er zu dessen Geburtstagsfeier auf Mallorca erscheint. Unterwegs schaltet sich die CIA ein, denn Javi soll der Kopf eines Kartells sein. Nic wird ungewollt zum Agent. – Sehr schönes Liebesgedicht an den Film und gut funktionierende Komödie.

Platz 2: Wunderschön

Sonja ist nach der Geburt ihres zweiten Kindes unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Körper. Ihr Mann Milan versucht sie zu unterstützen, hat aber selbst gerade eine Beförderung angenommen und ist damit im Stress. Ihre beste Freundin Vicky hingegen glaubt nicht die große Liebe und Beziehungen, doch der neue Sportlehrer hat es ihr angetan. Julie will unbedingt an den Laufsteg, doch ihre Agentin ist der Ansicht, dass sie dafür zu dick und zu konventionell sei. Frauke hat sich auf die Rente ihres Mannes gefreut. Doch eigentlich ist sie nur gefrustet, weil er sie und ihre Wünsche zu ignorieren scheint. Ein Tangokurs soll Abhilfe schaffen. Dann ist da noch Leyla, die durch ihr Gewicht in der Schule gemobbt wird. Ausgleich findet sie im Baseball. – Ein Film, bei dem der Name Programm ist. Rührende Geschichten, Frauenpower von allen Seiten und doch die Erlaubnis auch mal schwach sein zu dürfen.

Platz 1: Bullet Train

Ladybug bekommt den Auftrag in einem Shinkansen einen Aktenkoffer voll Geld zu stehlen. Doch in diesem Zug sind noch einige andere Personen aus verschiedenen Motiven, die alle unterschiedliche Ziele haben. Doch eins ist gewiss: Der weiße Tod wartet in Kyoto. – Rasante Action, tolle Dialoge, einfach völlig meinen Humor getroffen. Highlight.

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 7. Türchen

Thirty-Nine – Samseong-dong, Hyochang-dong und Gocheok-dong – Staffel 1 Folge 12

Darum geht’s – in der Serie

Cha Mi-jo, Jeong Chan-young und Jang Joo-hee sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Zusammen haben sie die Krankheit von Joo-hees Mutter überstanden und Mi-jo auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter beigestanden. Jetzt sind sie 39 und überlegen, ob sie alles im Leben erreicht haben. Doch eine Nachricht reist ihnen den Boden unter den Füßen weg.

Darum geht’s – in der Folge

Zu Weihnachtszeit laden Mi-jo und Joo-hee alle Bekannten von Chan-young zu einem Überraschungsbrunch ein, damit sie nochmal alle sehen kann. Dabei hält sie eine zu Tränen rührende Rede.

Der Weihnachtszauber

Wird hier definitiv vom Tränenreichen Finale der Serie überschattet. Zwar kommt Weihnachten  hier vor, aber spielt lediglich eine begleitende Rolle. Nichtsdestotrotz ein traurig schöner Finale dieses K-Dramas.

Weihnachtsfaktor: 2* – Früher war mehr Lametta

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 6. Türchen

Golden Girls – Weihnachtsüberraschungen – Staffel 2 Folge 11

Darum geht’s – in der Serie

Um im Alter nicht allein zu sein und Geld zu sparen sind Blanche, Dorothea und Rose zusammengezogen. Dabei sind sie vom Charakter her total unterschiedlich, doch trotz einiger Konflikte finden sie immer wieder zusammen. Als dann noch Dorotheas Mutter Sophia aus dem Altenheim ausziehen muss, weil es da gebrannt hat, ist das Chaos perfekt.

Darum geht’s – in der Folge

Rose überredet die anderen an Weihnachten nicht auf Konsum, sondern auf selbstgebasteltes zu setzen. Außerdem wollen sie alle zu ihren Familien reisen. Doch als sie Rose, die als letzte noch arbeiten muss, aus der Beratungsstelle abholen wollen, werden sie als Geiseln genommen.

Der Weihnachtszauber

Kritik an der Konsumgesellschaft an Weihnachten, die Bedeutung von Familie und Freunden an Weihnachten und das Gefühl an Weihnachten einsam zu sein. Alles ist hier teils dezent, teils mit Vorschlaghammer verpackt, aber defintitiv mit dem typischen Golden Girls Charme.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior

Ein Vorwort

Kaum etwas stört mich so sehr, wie wenn vor beinahe jedem Film in meinem ortansässigen Kino ein Trailer läuft, der mich total anspricht und auf den Film ich mich richtig freue und dann läuft dieser Film aber nicht in diesem Kino. So musste ich für Mrs. Harris mal wieder ein ganz schönes Stück weiter fahren. Ob sich der Aufwand gelohnt hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht.

Meine Meinung

Es gibt diese Filme, die sich direkt in unser Herz spielen. Die gar nicht so groß viel Drama haben und doch einfach eine schöne Geschichte erzählen. So erging es mir mit Mrs. Harris bereits nach ihrem Trailer. Auch wenn ich ihren Wunsch nach einem Kleid von Dior nicht unbedingt teilen konnte, war es doch schön zu sehen, wie ihre Augen zu leuchten begannen, sobald sie das erste Kleid sah. Und so freute ich mich auf die Reise nach Paris, auch wenn ich der Stadt so relativ wenig abgewinnen kann.
Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen unsere Protagonistin in ihrem Alltag kennen. Als Reinigungskraft im Nachkriegs-London hat sie es als Witwe nicht einfach. Doch ihr großes Herz und ihre Güte legen bereits hier den Grundstein für eine märchenhafte Geschichte. Denn genau darauf baut der Film auf. Es ist die altbekannte Geschichte, wenn man nur freundlich und gütig ist, wird die Welt einem etwas zurückgeben. Davon kann man halten, was man mag, in diesem Film funktioniert es als Aufhänger wunderbar. Auch in ihrem Umfeld gibt es tolle Charaktere, die dennoch so ihre eigenen Probleme haben.
Hier fangen die ersten wunderlichen Begebenheiten an. Denn ab einem gewissen Punkt, hat sie einfach zu viel Glück. Zwar versucht der Film es durch kleinere Rückschläge glaubhaft zu halten, dennoch ist es etwas zu viel Glück, um realistisch zu sein. Darüber muss man hinweggucken können, um dem Zauber des Films zu erliegen. Auch in Paris hat sie mehr Glück als Verstand, was sich aber zu süßen kleinen Nebengeschichten spinnt, die sich wunderbar in die Haupthandlung einfügen.
Gerade hinten raus, wird es dann noch einmal stark übertrieben mit ihrem Charakter, so dass Mrs. Harris kurz vor der Schwelle war, nervig zu werden. Doch Leslie Manville spielt die Rolle mit einer Hingabe, dass auch die Entwicklung zu verzeihen ist. Bis zu diesem Moment hat ein dieses moderne Märchen bereits so um den Finger gewickelt, dass auch das völlig vorhersehbare Ende nichts daran ändern kann.
Schauspielerisch und Konstümtechnisch wird hier einiges geboten und dennoch bleibt alles subtil. Wer hier ein Märchen erwartet, wird genau das bekommen. Dafür ist es eben nötig über die Vorhersehbarkeit, die mangelnden Überraschungen und dem ein oder anderen „Deus ex machina“ (=Gott aus der Maschine) hinwegzusehen. 
So ist Mrs. Harris und ein Kleid von Dior ein Film zum Träumen und um sich in eine einfach schöne Geschichte fallen zu lassen.

Das Fazit

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior erzählt eine schöne Geschichte, die etwas märchenhaftes hat, wobei man mit einer vorhersehbaren Handlung zurecht kommen muss, was hier aber nicht unbedingt negativ zu sehen ist. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior läuft seit dem 10.11.2022 in den deutschen Kinos

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 5. Türchen

Easy-Bake-Battle – Feiertage auf die leichte Art – Staffel 1 Folge 4

Darum geht’s – in der Serie

Moderator Antoni Porowski sucht die besten Hobbykochenden. Wichtigstes Kriterium: Die Kandidat*innen müssen die Rezepte möglichst einfach, mit vielen Tricks und doch sehr kreativ umsetzen. Denn die Zeit ist knapp.

Darum geht’s – in der Folge

Die Fesstage stehen bevor. Während die Deko rein weihnachtlich ist, ist das Thema Festtagsübergreifend. In der ersten Challenge muss ein Nachtisch erstellt werden, ohne dabei den Ofen zu nutzen. Der inspirierende Festtag ist dabei frei wählbar. In der Easy-Bake Challenge muss ein Thanksgivinggericht gekocht werden, aber kein Truthahn.

Der Weihnachtszauber

Nun die Dekoration sagt eindeutig Hohoho, die Themen für die Challenges lassen es eher offen. Bis auf ein Weihnachtsnachtisch in der ersten Runde, werden eher andere Festtage angesprochen. Dennoch erzeugt es die gleiche Atmosphäre und kann daher gut als Weihnachtsfolge angesehen werden.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 4. Türchen

Community – Weihnachten mit dem Glee-Club – Staffel 3 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Jeff Winger hat bereits jahrelang als Anwalt praktiziert, als herauskam, dass er gar nicht Jura studiert hat. Das soll er jetzt nachholen und geht dafür aufs Greendale Community College. Dort trifft er auf Britta Perry im Spanischkurs und überredet sie mit ihm eine Lerngruppe zu gründen, als Vorwand, um sie zu verführen. Doch Britta hat ihn durchschaut und hat auch andere Leute in die Lerngruppe eingeladen. Im Laufe der Serie wird aus der Lerngruppe eine eingeschworene Gemeinschaft von Freunden.

Darum geht’s – in der Folge

Abed ist unglücklich, weil die Lerngruppe nicht zusammen Weihnachten feiert. Also fällt er auf die Falle des Glee Club Leiters rein, der sie als Ersatz engagieren will, nachdem Jeff für die Auflösung des bisherigen gesorgt hat. Eine nach dem anderen verfallen dem Zauber der Musik.

Der Weihnachtszauber

Nach zwei absolut gelungenen Weihnachtsfolgen könnte man meinen, dass Community die Puste ausging, doch das ist (noch) nicht der Fall. Der Hass auf den Glee Club war bereits in einer vorherigen Folge Thema, doch hier wird die gleichzeitige Faszination und der Hass  gemischt und dann noch mit dem Weihnachtsthema versehen. Dabei gibt es diesmal zwar keine tiefergehende Botschaft, aber Weihnachtsstimmung und die typische gute Laune der Lerngruppe.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 3. Türchen

Dr. House – Nur die Braut Christi – Staffel 1 Folge 5

Darum geht’s – in der Serie

Dr. Gregory House ist ein brillianter Arzt und Spezialist für ausweglose Fälle. Seit eines akuten arteriellen Verschluss im rechten Oberschenkel benötigt er das Schmerzmittel Vicodin, das aber auch ein Opiath beinhaltet und zu einer Abhängigkeit führte. Durch seine ruppige Art stößt er eigentlich alle von sich, rettet aber immer wieder Leben.

Darum geht’s – in der Folge

Kurz vor Weihnachten will House eigentlich nur noch Feierabend machen, bekommt aber noch eine Patientin aufgedrückt. Die Nonne hat einen merkwürdigen Ausschlag. Doch nach der Behandlung hat sie einen Herzstillstand. Caddy vermutet einen Behandlungsfehler, doch House weiß, dass er alles richtig gemacht hat. Doch das zu beweisen, stellt sich als schwierig heraus.

Der Weihnachtszauber

Ein weihnachtliches Wunder oder eher Überstunden statt Familienzeit? Wobei letzteres bei House sowieso nicht vorkommt. Weihnachten im Krankenhaus ist wohl nie gemütlich und so wird sich hier auf den Fall konzentriert, der zumindest religiös angehaucht ist.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Rückblick auf den November 2022

Und schon sind wir wieder mittendrin in der Weihnachtszeit. Im finalen Endspurt habe ich meine 22 für 2022 Listen abgearbeitet, den alljährlichen Serien-Adventskalender gestartet und sehe den Jahresrückblicken und einem Weihnachts-Trashfilm-Marathon entgegen.Doch jetzt wollen wir noch ein letzten Mal auf meinen medialen November zurückblicken.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Wakanda Forever: Der König ist tot und Wakanda ist so verwundbar wie noch nie, da es keinen neuen Black Panther geben kann. Königin Ramonda (Angela Bassett) und Prinzessin Shuri (Letitia Wright) versuchen nicht nur das Land zusammenzuhalten, sie kämpfen auch mit ihrer Trauer. Die Welt giert nach ihren Vibranium-Vorräten. Da taucht ein neuer Mitspieler aus dem Meer auf. Doch ist er Freund oder Feind? – Funktioniert in den ruhigen Momenten besser als in den Actionszenen, reicht nicht an den ersten heran, hebt sich aber positiv von anderen Filmen der vierten Phase ab.

Einfach mal was Schönes: Carla ist Ende 30, Single, aber mit Kinderwunsch. Da ihre biologische Uhr tickt und sie keine Lust mehr auf Männer hat, die sie jahrelang hingehalten haben, beschließt sie, allein ein Kind zu bekommen. Dies stößt in ihrem Familien- und Freundeskreis eher auf gemischte Gefühle. Und dann ist da noch Ole, der deutlich jünger ist, aber ihr von Anfang an sympathisch. – Süßer Liebesfilm, der sich leider am großen Thema etwas verhebt, und den Fokus verliert.

Lyle, mein Freund, das Krokodil: Familie Pimm zieht neu nach New York, da Mr. Pimm dort eine Stelle als Lehrer angeboten bekommen hat. In der ersten Nacht macht Sohn Josh auf dem Dachboden eine Entdeckung: Ein singendes Krokodil. Lyle wurde von seinem Vorbesitzer dem erfolglosen Magier Hector zurückgelassen. Durch Lampenfieber hat er den Mut verloren vor anderen zu singen. So freundet sich Josh mit ihm an. Doch ein Krokodil in der Großstadt ist gar nicht so einfach zu halten. – Süßer Kindermusicalfilm mit sympathischem singendem Tier, tolle Geschichte zum Thema Familie und Freundschaft.

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior: Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht. – Sehr schöner Film, etwas märchenhaft abgehoben, aber wenn man damit leben kann, versinkt man in einer tollen Geschichte.

The Menu: Das Restaurant Hawthorne von Julian Slowik ist absolut exklusiv, liegt auf einer Insel und ist berühmt berüchtigt. Eine Gruppe reicher Menschen bekommt die Chance dort zu dinieren. Doch das Programm ist ganz anders als erwartet. Und der Abend wird blutig. – Psychothriller für Einsteiger mit einer gesunden Portion Humor und vor allem sehr stilsicher. Empfehlung!

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Im Westen nichts Neues: Paul Bäumer meldet sich 1917 freiwillig für den Kriegsdienst und lügt dabei bei seinem Alter. Zusammen mit seinen Freunden und unterstützt durch patriotische Reden seines Lehrers ziehen sie voller Stolz los. Doch an der Westfront angekommen, werden sie sofort mit der harten Realität des Stellungskrieges konfrontiert. – Sehr unnahbarer Kriegsfilm, was wohl gewollt war, für mich aber nicht so ganz funktioniert hat.

Der Soldat James Ryan: Nach der Invasion der USA am D-Day wird Captain Miller mit einem Sonderauftrag ausgestattet. Der Brüder von Private James Ryan sind bereits alle gefallen. Damit die Mutter nicht noch mehr Verluste erleiden muss, soll Ryan zurückgeschickt werden. Leider wird er nach einem Fallschirmsprung vermisst. – Gut inszenierter, wenn auch hinten raus zu lang und zu heroischer Kriegsfilm.

Shutter Island: US-Marshall Edward Daniels wird 1954 auf die Insel Shutter Island gerufen, die eine psychologische Anstalt beherbergt. Eine Insassin ist geflohen und er soll zusammen mit seinem Partner Chuck ermitteln. Doch ein aufziehender Hurrikan erschwert die Ermittlungen. Außerdem wird Daniels den Verdacht nicht los, dass irgendetwas nicht stimmt. – Spannender Thriller mit einem etwas zu überengagierten Leonardo diCaprio.

Widows: Nach einem schiefgegangenen Überfall finden sich Veronica, Linda und Alice als Witwen wieder. Nur leider haben ihre toten Männer Schulden hinterlassen, die eingetrieben werden wollen. Obwohl  grundverschieden, schließen sich die drei Frauen zusammen und versuchen ebenfalls einen Überfall durchzuziehen. – Funktioniert weder als Drama noch als Heist Movie, weil er zu gewollt versucht beides zu verbinden.

Willkommen im Wunderpark: June liebt es zusammen mit ihrer Mutter einen Modellpark zu bauen, der in ihrer Fantasie absolut lebendig ist. Doch als ihre Mutter erkrankt und für eine Behandlung fort muss, verliert June das Interesse. Auf dem Weg ins Mathecamp landet sie jedoch im verfallenen Park und muss diesen retten. – Grundsätzlich süße Idee, aber er bedient zu sehr die typischen Klischees und verteilt so keine Nähe und Wärme.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Amsterdam: Allein die Besetzungliste liest sich wunderbar und macht Lust auf diesen historischen Kriminalfilm mit Sozialsatire.

Ganz knapp nicht auf die Kinoliste geschafft, weil der Streamingstart kurz bevor steht (und sie auch nicht in einem der umliegenden Kinos laufen): Pinocchio und Glass Onion

Ebenfalls ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: The Magic Flute, Emily

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Drink Masters – Staffel 1 (Wettbewerb um den besten Cocktail. Ich habe richtig mitgefiebert und war fasziniert von den ganzen Zubereitungsarten)

Komi can’t communicate – Staffel 1 (Süßer Anime über ein Mädchen mit sozialen Ängsten, der wirklich gut mit dem Thema umgeht und die typischen Klischees weglässt)

Vampire in the Garden – Miniserie (Vampiranime, konnte mich leider von den Charakteren und der Geschichte nicht überzeugen, obwohl die Ausgangssituation interessant klang)

Streetfood Asien – Staffel 1 (Sehr nüchterne Dokuserie über Streetfood in Asien. Konnte mich nicht packen, obwohl das Essen interessant aussah)

Tommorrow – K-Drama (Schwieriges Thema, gut aufgearbeitet, sympathische Charaktere)

Detective Grace – Staffel 1* (Sehr unnahbarer Protagonist, relativ interessante Fälle, konnte mich nicht ganz abholen)

Cinderella and the four knights – K-Drama (Zunächst sehr cringe,  danach immer besser und am Ende einfach nur noch eine süße Geschichte)

Umbrella Academy – Staffel 3 (Baut leider in der dritten Staffel immer weiter ab, auch wenn gute neue Ansätze vorhanden waren. War mit 10 Folgen einfach zu lang)

Blockbuster – Staffel 1 (Lustige kurzweilige Sitcom, die Lust auf mehr macht)

The Crown  – Staffel 5 (Auch in der fünften Staffel noch sehr stark inszeniert, auch wenn der Fokus ein wenig zu sehr auf Charles und Diana lag)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 13
Seiten insgesamt: 4.158*
Seiten pro Tag: 139 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 5
Hörbuch: 3
E-Book: 2

*bei den Hörbüchern habe ich mit der Seitenzahl der Printausgaben gerechnet

Erneut gehört habe ich: Weltgeschichte to go (Minigeschichtsüberblick zum schmunzeln)

Sie erschuf ein Monster: Die Entstehungsgeschichte von Frankenstein als süßes Kinderbilderbuch verpackt. – Schöne Illustrationen, die Geschichte süß aufbereitet.

One Piece 5: Ruffy, Zorro und Nami sind noch im Kampf gegen Beauregard. Danach ziehen sie weiter und begegnen einem schwimmenden Restaurant, in dem sie für einiges an Chaos sorgen. – Die eher nervige Episode geht zu Ende und macht Platz für eine neue, die scheint interessant zu werden.

Achtsam morden: Björn Diemel ist ein stets gestresster Anwalt, der vor allem mit einem Klienten viel Ärger hat. Da dadurch auch seine Ehe kriselt, schickt ihn seine Frau zu einem Achtsamkeitsseminar. Kurz darauf nimmt er die Lektionen jedoch etwas zu wörtlich und tötet seinen Problemklienten. – Spannender Krimi mit einer humorvollen Herangehensweise.

Übertrieben tot – Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln: Frl. Krise und Frau Freitag sind mit ihren Schüler*innen auf Klassenfahrt. Dabei kämpfen sie jedoch mit den Alleingängen zweier Schüler, für die sich jedoch eine nicht ganz legale Lösung findet. Leider taucht dann auch noch eine Leiche im See auf und schon sind die beiden Lehrerinnen wieder mitten drin und landen ungewollt in den Ermittlungen. – Der zweite Fall ist leider ziemlich langatmig und wird erst gegen Ende spannend. Schade.

Lonely heart: Rosie Hart ist überglücklich, dass ihre absolute Lieblingsband Scarlet Luck in ihre Indie-Musikshow kommt. Doch dann geht alles schief und ein Shitstorm geht über sie los. Doch die Band steht hinter ihr. Dabei kommt sie dem Schlagzeuger Adam „Beast“ Sinclair näher. Dem Mann, der seit Jahren keine Berührungen und Nähe mehr zulässt. – Herzensbuch. Es hatte mich bei Rockstar und Autorin Mona Kasten. Super geschrieben, geht tief unter die Haut, kann die Fortsetzung gar nicht erwarten.

Stray love hearts 1-3: Hiyoki kommt neu an ein Internat. Kurz zuvor wurde ihr im Traum das Herz gestohlen und sie lebt nun mit einer Protese. Durch ihre Fähigkeit in die Träume ihrer Zimmernachbarn einzudringen, versucht sie den Dieb ausfindig zu machen. – Sehr cringe Geschichte, ein Kerl hübscher als der nächste und mittendrin die  Protagonistin. Nicht mein Fall, aber gleichzeitig will ich endlich wissen, wer nun das Herz geklaut hat.

Shining Snow Night/Silent Snow Night: Desideria ist entsetzt als sie ihren Freund in flagranti erwischt. Doch kurz darauf hat sie ein weitaus größeres Problem. Ihr Onkel, vor dem sie sich jahrelang verstecken konnte, hat sie ausfindig gemacht. Sie flieht in eine abgelegene Hütte. Mit dabei der gutaussehende Arzt Milton, mit dem sie eine schwierige Vergangenheit verbindet. Schon bald sind sie eingeschneit. – Schwächere Reihe von D. C. Odesza, es fehlte das bekannte Prickeln, auch das Finale war etwas zu schnell abgearbeitet.

Blue: Jane ist enttäuscht von ihrem Bruder und wohnt daher heimlich in Chase`s Dinner. Dabei kommt sie Mr. Poloshirt Alex näher, obwohl das das Letzte ist, was sie will. Denn er ist eingebildet, sarkastisch und einfach nicht ihr Typ. Doch nach und nach kommt sie hinter sein Geheimnis. Und er hinter ihrs. – Toller zweiter Band mit wieder schwerem Thema, aber liebevoll aufgearbeitet.

Der Talisman: Der 12-jährige Jack Sawyer bemerkt, dass er die Fähigkeit hat in eine Parallelwelt zu flippen. Er bricht zu einer abenteuerlichen Reise auf, um den geheimnisumwobenen Talisman zu finden, der seine totkranke Mutter heilen soll. Doch dabei muss er allerlei Abenteuer überstehen. – Schwächeres Stephen King Buch, hat sich sehr stark gezogen, auch wenn einzelne Passagen sehr spannend waren, so hat es sich immer wieder selbst verloren.

Wie war euer November? 

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 2. Türchen

Friends – Nur ein kleines Abenteuer – Staffel 4 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe.

Darum geht’s – in der Folge

Monica hat noch immer Probleme in ihrem neuen Job. Joey bietet ihr an zu helfen. Rachel möchte über die Feiertage nicht allein sein und bittet Chandler um Hilfe. Ross hat gleich zwei Frauen am Start, doch ist damit überfordert. Phoebe versucht ein Weihnachtslied zu schreiben, scheitert aber an den Reimen.

Der Weihnachtszauber

Ist diesmal eher klein, da hat Friends bessere Folgen zu bieten, aber in den einzelnen Geschichten kommt das Thema dennoch immer wieder vor. Sei es, weil Rachel nicht allein sein will oder Phoebe ihr Lied komponieren will. Also sehr alltägliche Probleme zu Weihnachten und das muss doch auch mal sein.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Lyle, mein Freund, das Krokodil

Ein Vorwort

Mit Musicals kriegt man mich bekanntlich meistens. Und Krokodile finde ich auch zutiefst faszinierend. Ein Kindermusical mit singendem Krokodil? Ich war dabei und konnte mir den Film nicht nehmen lassen. Wie das funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Familie Pimm zieht neu nach New York, da Mr. Pimm dort eine Stelle als Lehrer angeboten bekommen hat. In der ersten Nacht macht Sohn Josh auf dem Dachboden eine Entdeckung: Ein singendes Krokodil. Lyle wurde von seinem Vorbesitzer dem erfolglosen Magier Hector zurückgelassen. Durch Lampenfieber hat er den Mut verloren vor anderen zu singen. So freundet sich Josh mit ihm an. Doch ein Krokodil in der Großstadt ist gar nicht so einfach zu halten.

Meine Meinung

Kinderfilme mit sprechenden Tieren sind keine Seltenheit. Ein Krokodil bzw. auch nur ein Tier ohne flauschiges Fell, suchte man meines Wissens nach bisher vergebens. Mit Lyle bekomme ich nun nicht nur endlich ein Krokodil, das nicht als blutrünstig ist, sondern auch zeitgleich noch ein Musical.
Das funktioniert in der Kombi ganz wunderbar, denn Lyle singt sich von Anfang an in die Herzen der Zuschauenden. Vom kleinen Baby wächst er in der Eröffnungssequenz sehr schnell und bleibt doch super putzig. Nach seinem durch Lampenfieber verhinderten Debüt, gibt es einen Zeitsprung und schon lernen wir Familie Pimm kennen. Sie haben alle so ihre Probleme, halten aber als Familie zusammen. Mr. Pimm ist in seinem Job als Lehrer unglücklich, weil er sich in der Klasse nicht durchsetzen kann. Mrs. Pimm hat nach einem erfolgreich veröffentlichten Kochbuch zwar viele Kochideen, aber steckt in einer Sinnkrise. Josh findet an der neuen Schule keinen Anschluss und kann sich allgemein mit der neuen Umgebung wenig anfreunden. Lyle kämpft mit dem Verlust von Hector und der Einsamkeit. Irgendwie haben sie sich alle gefunden. Ihre Lebensrealitäten sind so alltäglich und doch so liebevoll aufbereitet, dass man sich wunderbar in ihnen wiederfindet.
Daneben gibt es als deutlichen Antagonisten den etwas schrulligen und ordnungsliebenden Nachbarn, der ebenfalls völlig aus dem Leben gegriffen scheint. Und Javier Bardem gibt uns dann noch einen erfolglosen Magier, der wankelmütig wohl die größte Entwicklung durchmacht.
So sing sich Lyle in unser Herz und kommt mit einer süßen kleinen Geschichte über Freundschaft und Familie daher, bei dem einen das Herz aufgeht. Natürlich gibt es auch hier die Tragikmomente, doch die werden gut aufgearbeitet und alles in allem ist es eher ein Feel Good Film.
Dabei wird das ganze mit eingänglichen Melodien untermalt, die für einen Kinderfilm typisch ins Deutsche übersetzt wurden. Dadurch bekommt man zwar keinen Shawn Mendes, aber auch im Deutschen klingen die Lieder wunderbar – abgesehen von dem ein oder anderen Holperer, der durch die Übersetzung wohl nicht zu vermeiden war.

Das Fazit

Lyle, mein Freund, das Krokodil ist ein schöner kleiner Familienfilm, der Freundschaft und Familie als Hauptthema hat und das mit einem singenden Krokodil sehr süß aufbereitet. Das funktioniert in seiner Gesamtheit gut, so dass auch kleine Schwächen mit gutem Auslassen mancher Klischees ausradiert werden. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Lyle, mein Freund, das Krokodil läuft seit dem 13.10.2022 in den deutschen Kinos