Weihnachtsspecial – Dreierlei Weihnachten in Film und Serie

Während ihr den ganzen Monat über fleißig Türchen öffnen durftet, ist nun der Tag des letzten Türchens gekommen. Bevor es aber ans Weihnachtsessen geht und die Geschenke verteilt werden, möchte ich mich noch einmal mit einen kleinen Weihnachtsspecial melden. Und zwar möchte ich euch zwei Filme und eine Serie, teilweise neu, teilweise Klassiker, vorstellen, die passend zu den bevorstehenden Feiertagen gesehen werden können. Damit wünsche ich schon einmal allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest.

Klaus – Film

Die Handlung: Der Postbotenlehrling Jesper hat kein sonderliches Interesse an seiner Ausbildung. Zu bequem ist sein Leben, das sein Vater, der Oberpostbote, finanziert. Doch dieser hat darauf keine Lust mehr. Stattdessen versetzt er Jesper in die nördlichsten Gefilde mit der Aufgabe eine bestimmte Anzahl an Briefen zuzustellen, damit er wieder nach Hause darf. Doch in Niedertraching denkt niemand daran Briefe zu verschicken. Zu stark ist der Hass zwischen den zwei Clans, die den ganzen Tag damit beschäftigt sind, sich die Köpfe einzuschlagen und sich gegenseitig mit Streichen zu bekriegen. Jesper ist schon kurz vorm Aufgeben, als er den angsteinflößenden Holzfäller Klaus trifft. Doch dieser ist absolut harmlos und hat zugleich eine große Menge Spielzeug in seinem Schuppen. So kommt Jesper auf die Idee die Kinder Briefe mit Spielzeugwünschen an Klaus verschicken zu lassen. So kommt er an seine Briefanzahl und die Kinder werden glücklicher. Doch das gefällt nicht allen Bewohnern.

Meine Meinung: Wer zu Weihnachten einmal einen richtig schönen Weihnachtsfilm sehen will, der findet in diesem Netflix Original einen würdigen Kandidaten. Nicht nur greift er die Geschichten rund um den Weihnachtsmann auf, er verdreht sie auch noch herrlich und modernisiert sie so gleich auch noch ein Stück weit. Da die Geschichte im hohen Norden spielt, kommt natürlich irgendwann ein Schlitten und Rentiere ins Spiel. Aber im Vordergrund steht eigentlich das zerstrittene Dorf, das durch eine gute Tat schnell mehr folgen lässt. Hinzu kommt eine gute Portion verschiedener Charaktere, die das Zusammenspiel erst so interessant macht. Allein der running gag mit dem Kapitän funktioniert immer wieder. So hat Klaus gleichzeitig eine schöne Geschichte, mit lustigen Aspekten, mit dramatischen Wendungen und vor allem ganz viel Herz.

Ist das Leben nicht schön? – Film

Die Handlung: George Bailey hat immer von einem Leben voller Reisen und Abenteuer geträumt. Stattdessen hat er es nie aus seinem Heimatort Bedford Falls herausgeschafft. Immer wieder stehen ihm Geschehnisse im Weg, die sein Gewissen nicht hinnehmen kann. Unbewusst verändert er so die Schicksale vieler Menschen. Als am Weihnachtsabend ein Missgeschick ihn um 8000 Dollar bringt und eine Steuerprüfung ansteht, die ihm alles kosten kann, ist er dabei seinen Lebenswillen zu verlieren. Auf einer Brücke stehend, denkt er über Selbstmord nach. Dann taucht der Engel Clarence auf. Er wurde geschickt, um George vom Springen abzuhalten. Als dieser sagt, dass die Welt besser wäre, wenn er nie geboren worden wäre, zeigt Clarence ihm, wie die Welt wirklich wäre, wenn er nie geboren worden wäre.

Meine Meinung: Mit den Jahren hat sich der Film zum absoluten Weihnachtsklassiker gemausert. 1946 kam er in die Kinos, ist demnach noch in Schwarz-Weiß und für heutige Verhältnisse wohl zu stringent erzählt. Denn, wenn man den Film kurz zusammenfassen will, erzählt man immer von dem Mann, der sich an Weihnachten umbringen wollte und von einem Engel gezeigt bekommt, wie die Welt wäre, wenn er nie geboren worden wäre. Dieser Teil umfasst aber gerade einmal 30 Minuten am Ende. Vorher hat man sich 90 Minuten lang angesehen, was alles so in George Baileys Leben passierte. Im heutigen Erzählstil würde dies wohl eher durch Rückblenden passieren. Dennoch ist gerade die Botschaft am Ende des Films zuckersüß und für seine Zeit ist der Film durchaus angemessen.

Weihnachten zu Hause – Serie

Die Handlung: Johanne ist Anfang Dezember mit ihrer Familie im Elternhaus zum Essen. Kurz zuvor hat sie erfahren, dass sie, weil sie keinen Mann und keine Kinder hat, mal wieder die Weihnachtsschichten im Krankenhaus, wo sie als Pflegerin arbeitet, übernehmen darf. Als das Thema dann auch noch von ihrer Mutter immer wieder thematisiert wird, rutscht ihr heraus, dass sie ja durchaus inzwischen einen Mann hat. Diesen muss sie nun in kürzester Zeit finden.

Meine Meinung: Wer nicht jedes Jahr die immer gleichen Weihnachtsfilme sehen möchte, hätte mit dieser norwegischen Serie einmal Abwechslung. Mit sechs Folgen mit je ca. 30 Minuten Lauflänge, ist an den Weihnachtstagen auch noch genug Zeit, um sich so richtig vollzuessen. Die erste Staffel ist auch fast in sich geschlossen – außer ein kleiner Cliffhanger am Ende, was dem Sehvergnügen keinen Abbruch tut. An sich arbeitet der Film neben den ganzen Dates auch genug Weihnachsthemen ab, befasst sich mit Freundschaft und Familie und den wirklichen Werten zum Fest.

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