Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 7. Türchen

Thirty-Nine – Samseong-dong, Hyochang-dong und Gocheok-dong – Staffel 1 Folge 12

Darum geht’s – in der Serie

Cha Mi-jo, Jeong Chan-young und Jang Joo-hee sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Zusammen haben sie die Krankheit von Joo-hees Mutter überstanden und Mi-jo auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter beigestanden. Jetzt sind sie 39 und überlegen, ob sie alles im Leben erreicht haben. Doch eine Nachricht reist ihnen den Boden unter den Füßen weg.

Darum geht’s – in der Folge

Zu Weihnachtszeit laden Mi-jo und Joo-hee alle Bekannten von Chan-young zu einem Überraschungsbrunch ein, damit sie nochmal alle sehen kann. Dabei hält sie eine zu Tränen rührende Rede.

Der Weihnachtszauber

Wird hier definitiv vom Tränenreichen Finale der Serie überschattet. Zwar kommt Weihnachten  hier vor, aber spielt lediglich eine begleitende Rolle. Nichtsdestotrotz ein traurig schöner Finale dieses K-Dramas.

Weihnachtsfaktor: 2* – Früher war mehr Lametta

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 6. Türchen

Golden Girls – Weihnachtsüberraschungen – Staffel 2 Folge 11

Darum geht’s – in der Serie

Um im Alter nicht allein zu sein und Geld zu sparen sind Blanche, Dorothea und Rose zusammengezogen. Dabei sind sie vom Charakter her total unterschiedlich, doch trotz einiger Konflikte finden sie immer wieder zusammen. Als dann noch Dorotheas Mutter Sophia aus dem Altenheim ausziehen muss, weil es da gebrannt hat, ist das Chaos perfekt.

Darum geht’s – in der Folge

Rose überredet die anderen an Weihnachten nicht auf Konsum, sondern auf selbstgebasteltes zu setzen. Außerdem wollen sie alle zu ihren Familien reisen. Doch als sie Rose, die als letzte noch arbeiten muss, aus der Beratungsstelle abholen wollen, werden sie als Geiseln genommen.

Der Weihnachtszauber

Kritik an der Konsumgesellschaft an Weihnachten, die Bedeutung von Familie und Freunden an Weihnachten und das Gefühl an Weihnachten einsam zu sein. Alles ist hier teils dezent, teils mit Vorschlaghammer verpackt, aber defintitiv mit dem typischen Golden Girls Charme.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 5. Türchen

Easy-Bake-Battle – Feiertage auf die leichte Art – Staffel 1 Folge 4

Darum geht’s – in der Serie

Moderator Antoni Porowski sucht die besten Hobbykochenden. Wichtigstes Kriterium: Die Kandidat*innen müssen die Rezepte möglichst einfach, mit vielen Tricks und doch sehr kreativ umsetzen. Denn die Zeit ist knapp.

Darum geht’s – in der Folge

Die Fesstage stehen bevor. Während die Deko rein weihnachtlich ist, ist das Thema Festtagsübergreifend. In der ersten Challenge muss ein Nachtisch erstellt werden, ohne dabei den Ofen zu nutzen. Der inspirierende Festtag ist dabei frei wählbar. In der Easy-Bake Challenge muss ein Thanksgivinggericht gekocht werden, aber kein Truthahn.

Der Weihnachtszauber

Nun die Dekoration sagt eindeutig Hohoho, die Themen für die Challenges lassen es eher offen. Bis auf ein Weihnachtsnachtisch in der ersten Runde, werden eher andere Festtage angesprochen. Dennoch erzeugt es die gleiche Atmosphäre und kann daher gut als Weihnachtsfolge angesehen werden.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 4. Türchen

Community – Weihnachten mit dem Glee-Club – Staffel 3 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Jeff Winger hat bereits jahrelang als Anwalt praktiziert, als herauskam, dass er gar nicht Jura studiert hat. Das soll er jetzt nachholen und geht dafür aufs Greendale Community College. Dort trifft er auf Britta Perry im Spanischkurs und überredet sie mit ihm eine Lerngruppe zu gründen, als Vorwand, um sie zu verführen. Doch Britta hat ihn durchschaut und hat auch andere Leute in die Lerngruppe eingeladen. Im Laufe der Serie wird aus der Lerngruppe eine eingeschworene Gemeinschaft von Freunden.

Darum geht’s – in der Folge

Abed ist unglücklich, weil die Lerngruppe nicht zusammen Weihnachten feiert. Also fällt er auf die Falle des Glee Club Leiters rein, der sie als Ersatz engagieren will, nachdem Jeff für die Auflösung des bisherigen gesorgt hat. Eine nach dem anderen verfallen dem Zauber der Musik.

Der Weihnachtszauber

Nach zwei absolut gelungenen Weihnachtsfolgen könnte man meinen, dass Community die Puste ausging, doch das ist (noch) nicht der Fall. Der Hass auf den Glee Club war bereits in einer vorherigen Folge Thema, doch hier wird die gleichzeitige Faszination und der Hass  gemischt und dann noch mit dem Weihnachtsthema versehen. Dabei gibt es diesmal zwar keine tiefergehende Botschaft, aber Weihnachtsstimmung und die typische gute Laune der Lerngruppe.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 3. Türchen

Dr. House – Nur die Braut Christi – Staffel 1 Folge 5

Darum geht’s – in der Serie

Dr. Gregory House ist ein brillianter Arzt und Spezialist für ausweglose Fälle. Seit eines akuten arteriellen Verschluss im rechten Oberschenkel benötigt er das Schmerzmittel Vicodin, das aber auch ein Opiath beinhaltet und zu einer Abhängigkeit führte. Durch seine ruppige Art stößt er eigentlich alle von sich, rettet aber immer wieder Leben.

Darum geht’s – in der Folge

Kurz vor Weihnachten will House eigentlich nur noch Feierabend machen, bekommt aber noch eine Patientin aufgedrückt. Die Nonne hat einen merkwürdigen Ausschlag. Doch nach der Behandlung hat sie einen Herzstillstand. Caddy vermutet einen Behandlungsfehler, doch House weiß, dass er alles richtig gemacht hat. Doch das zu beweisen, stellt sich als schwierig heraus.

Der Weihnachtszauber

Ein weihnachtliches Wunder oder eher Überstunden statt Familienzeit? Wobei letzteres bei House sowieso nicht vorkommt. Weihnachten im Krankenhaus ist wohl nie gemütlich und so wird sich hier auf den Fall konzentriert, der zumindest religiös angehaucht ist.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 2. Türchen

Friends – Nur ein kleines Abenteuer – Staffel 4 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe.

Darum geht’s – in der Folge

Monica hat noch immer Probleme in ihrem neuen Job. Joey bietet ihr an zu helfen. Rachel möchte über die Feiertage nicht allein sein und bittet Chandler um Hilfe. Ross hat gleich zwei Frauen am Start, doch ist damit überfordert. Phoebe versucht ein Weihnachtslied zu schreiben, scheitert aber an den Reimen.

Der Weihnachtszauber

Ist diesmal eher klein, da hat Friends bessere Folgen zu bieten, aber in den einzelnen Geschichten kommt das Thema dennoch immer wieder vor. Sei es, weil Rachel nicht allein sein will oder Phoebe ihr Lied komponieren will. Also sehr alltägliche Probleme zu Weihnachten und das muss doch auch mal sein.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 1. Türchen

Marvelous Mrs. Maisel – Patriotische Pflichten – Staffel 3 Folge 1

Darum geht’s – in der Serie

Miriam „Midge“ Maisel lebt in den 1950er Jahren in New York City. Sie ist Jüdin, Hausfrau und Mutter. Ihr Mann Joel strebt eine Karriere als Comedian an. Leider ist er nicht besonders gut. Nach einer Affäre verlässt er Midge, die daraufhin betrunken das erste Mal selbst auftritt. Da die Menge begeistert ist, versucht sie es von nun an trotz aller Steine im Weg selbst auf der Karriereleiter.

Darum geht’s – in der Folge

Bevor es auf Tournee geht, bekommt Midge Maisel die Einladung bei der Weihnachtsfeier der US-Truppen aufzutreten. Dabei tritt das ein oder andere Problem auf. Aber das ist nichts, das Midge und ihre Managerin Susi nicht lösen können.

Der Weihnachtszauber

Es gibt die Weihnachtsfeier bei den US-Truppen, ansonsten eher gering. Midge als Protagonistin ist auch Jüdin, daher ist bei ihr Weihnachten gar nicht so präsent. Allgemein aber ein guter Staffelauftakt, was hier allerdings nicht gesucht war.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Eine Handvoll (oder mehr) Filme – Weihnachtsspecial

Willkommen zur voraussichtlich letzten Ausgabe der filmischen Handvoll in diesem Jahr. Diesmal habe ich keine Mühen gescheut und für euch eine ganze Palette an Weihnachtsfilmen geschaut. Die habe ich tatsächlich an einem einzigen Wochenende hintereinander weggeschaut. Mein Ziel: Den trashigsten Weihnachts-Netflix-Film zu finden – manch einer hat vielleicht den etwas lang gewordenen Twitter-Thread dazu gesehen. Ob da auch ein paar versteckte Perlen dabei waren? Seht selbst!
Heute mit: einem Schloss, einem Ritter, einer Prinzessin, einer Karte, einem Adventskalender, Spielzeugerfindungen, im kalten Alaska kurz vor Weihnachten.

Platz 7: A Castle for Christmas

Die Handlung: Sophie ist Bestsellerautorin. Doch als sie in Anlehnung an ihren Ex einen Hauptcharakter umbringt, nehmen ihre Fans ihr das sehr übel. Bis der Trubel sich  gelegt hat, reist sie zu ihren Wurzeln nach Schottland. Dort findet sie heraus, dass Dun Dunbar zu verkaufen ist. Doch bevor der Kaufvertrag abgewickelt wurde, muss sie es mit dem griesgrämigen Herzog Myles aufnehmen.

Meine Meinung: Und der Preis für den trashigsten Netflix-Weihnachtsfilm – zumindest von den gesehenen – geht an: A Castle for Christmas. Der Film lässt aber auch kein Klischee aus. Beginnend mit der Vorstellung, dass man mit ein paar geschriebenen Büchern als Bestsellerautorin sofort genug Geld verdient, um ein ganzes Schloss in Schottland zu kaufen. Dann geht es weiter mit dem typischen from Enemies to Lovers Plot, schlechtem Schauspiel und absoluten Klischeecharakteren. Hier wird nichts ausgelassen, schon gar nicht die Erinnerungsmontage nach dem großen Streit mit melancholischem Popsong untermalt. Das Cringe-Herz schlägt hier sehr hoch. Wer ein Film-Bullshit-Bingo spielt, wird hier sehr schnell fündig. Dennoch schafft es der Film gerade durch die charmanten Dorfbewohner*innen irgendwo eine liebevolle Note einzubauen. Ich hätte zwar lieber einen Film über ihren Strickclub gesehen, statt dem Romanzen-Kitsch, aber man kann nicht alles haben. Und immerhin bietet Schottland als Kulisse viel Wegträumpotential.

Trashfaktor: 5/5
Weihnachtsfaktor: 1/5

Platz 6: The Knight before Christmas

Die Handlung: Cole ist ein Ritter und lebt im 14. Jahrhundert. Doch als er bei einem Ausritt auf eine alte Dame trifft, schickt diese ihn in die Gegenwart. Dort trifft er auf die Lehrerin Brooke, deren Herz gebrochen ist. Mit ihrer Hilfe versucht er seine wahre Bestimmung zu finden.

Meine Meinung: Auch The Knight before Christmas – nein, nicht a nightmare before christmas (und ja, ich musste das beim erzählen mehrfach richtig stellen) – stellt schon in den ersten Minuten die Qualität klar. Denn Coles Rüstung wird im billigen Aussehen nur durch die lachhafte Version der alten Dame mit dem wohl schlechtesten Make-up, das ich seit langem gesehen habe, übertroffen. Angekommen in der Gegenwart wird ganz schnell noch Brooke charaktersiert, dann geht es mit der Handlung weiter, die absolut jedes Klischee erfüllt. Einige Handlungsstränge erinnern an den ersten Thor-Film, nur eben noch etwas platter angelegt. Ich meine, wer nimmt nicht Fremde mit nach Hause, die sich für Ritter aus dem 14. Jahrhundert halten oder gibt denen dann auch noch ihre Autoschlüssel? Auch hier weiß der Film eher in den kleinen Szenen, wenn er sich nicht zu sehr auf die Haupthandlung konzentriert zu überzeugen.

Trashfaktor: 4/5
Weihnachtsfaktor: 2/5

Platz 5: Prinzessinentausch

Die Handlung: Bäckerin Stacy reist mit ihrem besten Freund und dessen Tochter nach Belgravia, um an einem Backwettbewerb teilzunehmen. Das Land bereitet sich zusätzlich auf die Hochzeit des Prinzen vor. Durch einen Zufall lernt Stacy die zukünftige Braut die Herzogin Margaret kennen. Da beide aussehen wie Zwillinge beschließen sie die Rollen zu tauschen, damit Margaret einen Einblick in das normale Leben bekommen kann.

Meine Meinung: Die Geschichte vom König und Bettelknabe dürfte so ziemlich jedem bekannt sein. Hier wird sie modern interpretiert und in Prinzessin und Bäckerin umgewandelt. Allein die Ausgangssituation ist sehr abstrus, aber die Tatsache, dass Stacys bester Freund nicht mitbekommt, dass sie nicht sie selbst ist, wirkt einfach nur unglaubwürdig. Doch trotz der komplett vorhersehbaren Handlung, die in ihrem Happy end jedem Disney-Film Konkurrenz macht, schafft Vanessa Hudgens in ihrer Doppelrolle es so viel Liebenswürdigkeit reinzulegen, dass man trotz der Vorhersehbarkeit mitfiebert und sich das Happy end auch wünscht. Warum hier wieder eine Schauspielerin in eine Doppelrolle gezwängt wird, statt es vielleicht mit sehr ähnlich aussehenden Schauspielerinnen oder gar Zwillingen zu konzipieren, ist fraglich. Denn das führt wieder dazu, dass zumindest die Rolle der Herzogin sehr überzogen gespielt wird, um den Unterschied eben noch einmal klar zu machen. Hier gibt es keine Nuancen, sondern nur die Holzhammermethode.

Trashfaktor: 4/5
Weihnachtsfaktor: 2/5

Platz 4: Christmas under Wraps

Die Handlung: Dr. Lauren Brunell hat ihre ganze Karriere auf eine Stelle in Boston ausgelegt. Als sie diese nicht erhält, nimmt sie kurzerhand die Stelle im Krankenhaus einer Kleinstadt in Alaska an. Dort muss sie nicht nur mit den kalten Temperaturen klar kommen.

Meine Meinung: Der Film beginnt ganz typisch mit dem Platzen eines Traumes. Für Lauren ist dies ein Tiefpunkt in ihrem Leben, da sie immer sehr penibel alles geplant hat. Die Entscheidung nach Alaska zu gehen ist für sie ein Ausbrechen aus ihrer Komfortzone. Der Film beginnt mit allen typischen Klischees, die dazugehören. Die überfürsorgliche Mutter, der Vater, der sie in ihren Bestrebungen für die Chirurgenkarriere unterstützt. Der hübsche, aber schroffe Mann, der sie vom Flughafen abholt und dann ständig ihren Weg kreuzt, bis sie sich näher kommen. Zumindest kann man dem Film lassen, dass er einen Plotpunkt, den ich erwartet hätte – die böse, kapitalistische große Firma – auslässt. Stattdessen wird ein sehr kitschiges Ende konstruiert. Denn die ganze Stadt scheint nahezu von Weihnachten und allem drum und dran besessen zu sein. War der Film am Anfang noch der Beginn einer klassischen romantischen Komödie, so entwickelt sie sich schrittweise immer weiter zum kitschigen Weihnachtsfilm. Dabei ist die Handlung bis auf wenige Punkte sehr vorhersehbar. Der Film funktioniert dennoch erstaunlich gut, da die Charaktere sehr sympathisch sind und durch liebevolle Nebencharaktere auch Handlung abseits der großen Romanze stattfindet.

Trashfaktor: 3/5
Weihnachtsfaktor: 3/5

Platz 3: Die Weihnachtskarte

Die Handlung: Ellen kommt aus gutem Hause und gehört zu New Yorks High Society. Sie steht kurz davor die Firma ihres Vaters zu übernehmen. Als sie jedoch wieder für Negativschlagzeilen sorgt, schließt sie einen Deal mit ihrem Vater. Sie muss mit 100 Dollar auskommen und in ihre Heimatstadt reisen, um dort dem früheren Geschäftspartner ihres Vaters eine Weihnachtskarte zu bringen. Dieser ist jedoch nicht da und ihr geht schon bald das Geld aus. Zum Glück hilft ihr der Gastwirt Jake.

Meine Meinung: Auch hier beginnt der Film voller Klischees. Das Party-Girl aus gutem Haus, die natürlich mit der Realität überhaupt nicht klar kommt und auf einmal mit den „normalen“ Bürgern auskommen muss. Dazu natürlich der Verlobte, bei dem jedes Wort und jede Geste nur ausdrückt, dass er ebenfalls verzogen und reich ist und deswegen natürlich auch eingebildet und unsympathisch. Dann gibt es natürlich den „Normalo“, der zu allen nett und freundlich ist und sich ihrer annimmt. Auch der Teil danach ist absolut vorhersehbar. Aber das alles passiert mit einer Herzlichkeit, dass man sich fast in die Kleinstadt wünscht, die ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt, von dem man einfach nur ein Teil sein will. Auch die Hauptcharaktere entwickeln eine Herzlichkeit und wachsen einem ans Herz, so dass man das unausweichliche Zerwürfnis kurz vor Ende nur schwer erträgt. Letztlich transportiert der Film gute Botschaften zu Weihnachten, auch wenn vielleicht das ein oder andere Klischee ausgespart werden könnte.

Trashfaktor: 3/5
Weihnachtsfaktor: 3/5

Platz 2: The Holiday calendar

Die Handlung: Abby ist Fotografin. Doch von ihrem Traum eines eigenen Studios ist sie weit entfernt. Dann bekommt sie von ihrem Großvater einen antiken Adventskalender geschenkt. Zunächst misst sie den kleinen Figuren keine größere Bedeutung bei, doch dann häufen sich die Zufälle, so als ob der Kalender ihr die Zukunft voraussagt.

Meine Meinung: Es war der erste Film, den ich in meinem Marathon sah und ich war fast enttäuscht. Denn ich hatte mir vorgenommen möglichst viele Trash-Weihnachtsfilme auf Netflix zu sehen. Nur war the Holiday calendar gar nicht so trashig. Stattdessen musste ich mir eingestehen, dass ich ihn tatsächlich mochte. Das liegt vor allem daran, dass mir die Protagonistin mit ihren Wünschen und Träumen sofort aus der Seele sprach. Die Geschichte baut sich langsam auf und nimmt Fahrt auf. Es macht Spaß jeden Tag die Türchen und die darauffolgenden Ereignisse miteinander zu verknüpfen. Natürlich wird es auch hier vorhersehbar, sobald man die Grundstruktur des Films entschlüsselt hat. Aber das ist egal, denn genau das will man auch irgendwo haben und ein anderes Ende als dieses wäre einfach nicht haltbar. Zeitgleich versprüht der Film diese ganz besonderen Weihnachtsvibes, ohne direkt in den Kitsch zu verfallen. Gestützt wird alles von einer supersympathischen Protagonistin und ihrer Familie.

Trashfaktor: 2/5
Weihnachtsfaktor: 4/5

Platz 1: Jingle Jangle Journey

Die Handlung: Der legendäre Spielzeugerfinder Jeronicus Jangle wird von seinem Gesellen Gustafson betrogen und verliert daraufhin alles. Jahre später ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Bis seine Enkelin Journey ihn besucht und ihm bei seiner letzten großen Erfindung hilft.

Meine Meinung: Dass Jingle Jangle Journey vielleicht nicht unbedingt der trashigste Film auf meiner Liste sein würde, war mir eigentlich klar. Dafür sah das Vorschaubild und der Cast rund um Forrest Whittaker schon zu gut aus. Und tatsächlich bekam ich hier einen richtig tollen Weihnachtsfilm und zeitgleich: ein Musical! Dass ich Musicals liebe, ist, denke ich, bekannt. So gab es hier zunächst die traurige Hintergrundgeschichte rund um geplatzte Träume, die an die traurigen Disneyfilm-Auftakte erinnert. Dann steigen wir direkt in die eigentliche Geschichte ein. Zwischendurch vielleicht ein bisschen wirr, findet sie doch immer wieder ihren roten Faden. Unterstrichen wird das ganze von tollen Liedern, die sich gut in die jeweilige Szene fügen und einem zum mitwippen animieren. Besonders herausragend sind jedoch die super schönen Bilder und das herausragende Setdesign. Hier merkt man die Liebe zum Detail in jeder Einstellung. Dabei harmoniert jede Farbe und das Design trägt eine ganz eigene Handschrift. So birgt die Geschichte die Hoffnung und Träume rund um Weihnachten, bietet herausragende Bilder und einen Soundtrack, der im Ohr bleibt. Kurzum: der perfekte Film zu Weihnachten – sofern man Musicals mag.

Trashfaktor: 0/5
Weihnachtsfaktor: 5/5

Mein Serien-Adventskalender 2021: 24x Weihnachten in Serie(n) – 24. Türchen

Mit Schirm Charme und Melone – ? – Staffel ? Folge ?

Darum geht’s – in der Serie

Die Agenten John Steed und Emma Peel werden in verschiedene Teile Großbritanniens geschickt mit verschiedenen Missionen. Dabei ergänzen sie sich mit Steeds Lässigkeit und Peels Karate-Künsten wunderbar, um jede Situation zu meistern.

Darum geht’s – in der Folge

John Steed hat merkwürdige Träume. Bei der darauffolgenden Weihnachtsfeier, zu der Emma Peel ihn eingeladen hat, entdeckt er nach und nach Elemente aus seinen Träumen. Gibt es eine Verschwörung ihm gegenüber? Und was hat es mit der Hellseherin auf sich?

Der Weihnachtszauber

Auch wenn der Anfang sehr mysteriös ist und der Weihnachtsmann aus einem Albtraum entstiegen zu sein scheint, so ist doch allein die Idee einer Weihnachtsfeier, in der alle als Figuren aus den Charles Dickens Romane verkleidet sind, doch sehr weihnachtslich. Denn zumindest die Weihnachtsgeschichte gehört auf jeden Fall zu Weihnachten. Ansonsten wird es natürlich wieder spannend und aufregend.

Weihnachtsfaktor: 5***** – Hohoho

Mein Serien-Adventskalender 2021: 24x Weihnachten in Serie(n): 23 Türchen

Community – Weihnachten auf Planet Abed – Staffel 2 Folge 11

Darum geht’s in der Serie

Jeff Winger hat bereits jahrelang als Anwalt praktiziert, als herauskam, dass er gar nicht Jura studiert hat. Das soll er jetzt nachholen und geht dafür aufs Greendale Community College. Dort trifft er auf Britta Perry im Spanischkurs und überredet sie mit ihm eine Lerngruppe zu gründen, als Vorwand, um sie zu verführen. Doch Britta hat ihn durchschaut und hat auch andere Leute in die Lerngruppe eingeladen. Im Laufe der Serie wird aus der Lerngruppe eine eingeschworene Gemeinschaft von Freunden.

Darum geht’s in der Folge

Abed stürzt sich nach einer schwer zu verdauenden Nachricht in eine Knetfigurenvariante von ihm und seiner Umgebung. Seine Freund*innen versuchen dahinter zu kommen, was ihn beschäftigt und so begeben sie sich auf eine weihnachtliche Reise.

Der Weihnachtszauber

Egal, was ihr sagt, die Folge hat einen Weihnachts-Pterodactylus. Ich liebe sie einfach. Gleichzeitig hat die Folge viele Metaphern auf Weihnachten und gleichzeitig ein schwieriges Thema, was auf humorvolle Art versucht wird zu übermitteln.

Weihnachtsfaktor: 5***** – Hohoho