Mein Jahresrückblick 2020 – #3 – Heimkino

Willkommen im zweiten Lockdown und zur dritten Ausgabe meines Jahresrückblicks. Heute soll es um all die Filme gehen, die ich zu Hause auf dem Fernseher gesehen habe, liebevoll Heimkino von mir genannt. Auch diese Kategorie hatte einen großen Bust in diesem Jahr, was zum einen an den geschlossenen Kinos lag und zum anderen haben die Streaminganbieter doch wieder gut nachgerüstet, auch was Eigenproduktionen angeht. Daher gibt es diesmal zwei neue Kategorien: Dokumentationen und Originals. Genaues erklär ich noch einmal vor jeder Kategorie.

Zur Statistik:

2020 habe ich zu Hause auf dem großen Fernseher 105+9 Filme (=doppelte Sichtung der gleichen Filme) gesehen (2019 waren es 67, ich habe also fast das Doppelte geschafft).

Davon
… 16 Wiederholungstäter
… 5 Stand-up Specials
… 8 von der Liste der Schande
… 17+1 Originals
… 5 Reportagen
… 54 +8 Neuentdeckungen

I. Wiederholungstäter

2020 habe ich 16 Filme erneut gesehen, die ich bereits einmal gesehen hatte. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen hier gar nicht erneut erörtert werden – ohne Ranking

Nightmare before Christmas | Shazam | The Great Wall | Meisterdetektiv Pikatchu | Dogma | Harry Potter und der Gefangene von Azkaban | Harry Potter und der Feuerkelch | Harry Potter und der Orden des Phönix | Illuminati | Der Marsianer | The Green Mile | Police Academy 1-7 | Kim Possible – der Film | High School Musical | Dracula Untold | I, Frankenstein | Dracula | Draculas Rückkehr | Das Blut von Dracula | The Grinch

II. Comedy Specials

2020 habe ich fünf Stand-up Comedy-Specials von vier verschiedenen Comedians gesehen – ohne Ranking

1)Chris Rock – Tamborine
2) Felix Lobrecht – Kenn ick
3) Taylor Tomlinson – Quarter-Life Crisis
4) Garfunkel & Oates – trying to be special
5) Felix Lobrecht – Hype

III. Reportagen

Die erste neue Kategorie ist Reportagen. Dabei geht es hier um Reportagen, die bewusst wie Filme ausgebaut sind bzw. nicht als Serie aufgebaut sind. 2020 sind es fünf Reportagen geworden – ohne Ranking

1)Titanic – Jubiläum einer Legende
2) Hamilton – History has it eyes on you
3) The undefeated presents: Hamilton in-depth
4) Decorating Disney – Holiday Magic

IV. Klassiker/Liste der Schande

2020 habe ich 8 Filme aus dem Bereich Klassiker gesehen. Dabei habe ich die Definition Klassiker bewusst weitläufig gehalten. Wer sich an dem Begriff stört, soll es einfach als Werke von meiner Liste der Schande ansehen – im Ranking:

Platz 8: Der blaue Engel

Professor Rath will eigentlich nur dafür sorgen, dass seine Schüler nichts unflätiges im Variete Der Blaue Engel tun. Dabei verfällt er selbst der Tingeltangelsängerin Lola Lola (Marlene Dietrich). – Der zweite deutsche Tonfilm brachte den Durchbruch für Marlene Dietrich, auch wenn die Geschichte aus heutiger Zeit vielleicht etwas chaotisch wirken mag.

Platz 7: Nosferatu

Der Häusermakler Knock erhält einen Auftrag vom Grafen Orlok aus den Karpaten. Dafür schickt er seinen Mitarbeiter Thomas Hutter zum Grafen. Dieser landet nach langer Reise in der Burg und steht dem Grafen gegenüber. Dieser ist sehr an Hutters Blut und seiner Frau Ellen interessiert und unterschreibt den Immobilienvertrag. Dann reist der Graf nach Wisborg und bringt Unheil über die Stadt. – Eine sehr freie Adaption des Stoffes von Bram Stoker. Funktioniert als Stummfilm relativ gut, hat aber erzählerische Lücken.

Platz 6: Metropolis

In Metropolis gibt es eine ausgeprägte Zweiklassengesellschaft. Freder, der Sohn des Stadtoberhaupts, schleicht sich in die Arbeiterschicht, um einem Mädchen nachzulaufen, die den Arbeiter das Warten auf einen Mittler zwischen oben und unten predigt. Doch von ihr wird ein Maschinenebenbild gefertigt, das die Arbeiter zur Revolte anstacheln soll. – Bildgewaltig, vor allem wenn man die damaligen Mittel bedenkt. Eine Geschichte voller Metaphern und Interpretationsspielräume, aber mit 145 Minuten (in der restaurierten Fassung der Murnau Stiftung) einfach zu lang.

Platz 5: Frankenstein

Der junge Wissenschaftler Henry Frankenstein experimentiert abgeschieden und nur mit seinem Gehilfen Fritz um aus menschlichen Leichen Leben zu erschaffen. Dafür besorgt Fritz ein Gehirn aus einem Vorlesungssaal. Das Experiment gelingt und das Monster wird eingesperrt, kann aber weniger später entkommen. – Es wurden minimale Stellen aus dem Buch herausgegriffen und neu zusammengesetzt, ausgeweitet und dadurch wurde der heute bekannte Frankensteinmythos geschaffen. Dadurch wurde ein zeitloser Horrorklassiker geschaffen, der bis heute an vielen Stellen inspiriert. 

Platz 4: Ist das Leben nicht schön

Ebenfalls pünktlich zu Weihnachten habe ich mich einmal einem absolutene Weihnachtsklassiker gewidmet. Der Film ist absolut stringent erzählt, was zu seiner Zeit wohl normal war, in der heutigen Zeit aber doch etwas befremdlich wirkt. Es geht um einen Engel, der auf die Erde geschickt wird, um einen Mann vom Selbstmord abzuhalten. Er zeigt ihm, was passiert wäre, wenn er nie geboren worden wäre. Bzw. tut er das in den letzten 20 Minuten des Films. Vorher geht es ausführlich um das Leben eben jenes Mannes.

Platz 3: M – eine Stadt sucht einen Mörder

In Berlin verschwinden Kinder und werden ermordet wieder aufgefunden. Angst geht um in der Stadt. Als es eine Spur gibt, tut sich ein Mob zusammen. – Eine spannende Kriminal-geschichte über Selbstjustiz.

Platz 2: Singing in the rain

Ein Musical-Klassiker, der mir bisher entgangen ist. Der Wandel von Stumm- zu Tonfilm wird für das Studio Monumental Pictures zum Schlamassel. Ihre hauseigene Diva hat eine sehr anstrengende Stimme. Also soll sie aus dem Hintergrund synchronisiert werden. Das ganze geht mit einer Menge Drama einher. – Schöne Geschichte, tolle Lieder, teilweise ein paar Szenen zu lang ausgespielt, aber im Grunde ein Herzfilm.

Platz 1: Casablanca

Im zweiten Weltkrieg wehrt sich Marokko noch gegen die Deutschen, die Frankreich bereits eingenommen haben. Der Widerstandskämpfer Victor Lazlo reist mit seiner Frau Ilsa Lund nach Casablanca, um von dort in die Staaten zu fliehen. Doch die benötigen dafür Ausreisevisa. Da treffen sie auf den Barbesitzer Rick Blaine. Lazlo ahnt nicht, dass seine Frau und Rick eine gemeinsame Vergangenheit haben. Rick ist hin und hergerissen, ob er den beiden helfen soll. – Drama, Liebe, Krieg und alles in einem so gefühlvollen und doch spannenden Film gepackt. Ein wirklich toller Film und mit Recht ein Klassiker. As time goes by…

V. Originals

Die zweite neue Kategorie sammelt alle Eigenproduktionen der gängigen Streaminganbieter, wie Netflix, Amazon Prime und Disney+. Da hier auch immer mehr hochkarätige Filme und Preisanwerter drunter fallen, habe ich mich entschlossen, sie noch einmal gesondert zu sammeln. 2020 habe ich 17+1 Originals gesehen – im Ranking

Platz 17: Artemis Fowl

Der junge Artemis Fowl erfährt nach der Entführung seines Vaters, dass all die Legenden und Sagengestalten real sind. Prompt sieht er sich einen Angriff der Elfen ausgesetzt. – Eine Buchverfilmung, die so ziemlich alles falsch macht, was man falsch machen kann.

Platz 16: The Aeronauts

1862. Der Meterologe James Glashier (Eddie Redmayne) will eine Ballonfahrt in revolutionärer Höhe unternehmen. Dafür hat er die Ballonfahrerin Amelia Wren (Felicity Jones) engagiert. Die 101 Minuten des Films werden nachezu in Echtzeit erzählt und nur durch Rückblenden unterbrochen. Und trotz des interessanten Themas, kommt keine richtige Spannung auf. Während Redmayne gewohnt zurückhaltent spielt, verliert sich Jones im nervigen Overacting.

Platz 15: The Report

Nach den Anschlägen vom 11.09.2001 herrscht Angst in den USA vor weiteren Anschlägen. Daher genehmigt die CIA „erweiterte Verhörmethoden“. Diese stellen sich später als Folter heraus. Daniel Jones (Adam Driver) wird damit beauftragt alles darüber herauszufinden. Woher die Idee kam, wie sie umgesetzt wurde und welche Konsequenzen sie hatte. Leider zieht sich der Film ewig und auch Driver schafft es nicht den Film beinahe allein zu tragen. Da gab es schon bessere Aufdeckungsfilme.

Platz 14: Susi & Strolch (Remake)

Susi kommt aus gutem Haus und ist glücklich mit ihren Besitzern. Doch als das Baby dazu kommt, ändert sich einiges. Als die ein Maulkorb bekommen soll, flieht sie und trifft auf den Straßenköter Strolch. – Die altbekannte Handlung wird unnötig gestreckt, dreht sich im Kreis und auch wenn Strolch ein bisschen Hintergrundgeschichte bekommt, fehlt hier einfach das Herz des Originals

Platz 13: Der geheime Club der zweitgeborenen Royals

Sam ist eine Prinzessin, allerdings die zweitgeborene. Nach einigen Fehltritten wird sie von ihrer Mutter in die Sommerschule geschickt. Doch die stellt sich als ein geheimes Camp heraus, in dem zweitgeborene Royals entdecken, dass sie Superkräfte haben. Dies dürfen sie auch schnell unter Beweis stellen, denn ein gefährlicher Häftling ist ausgebrochen. – Gute Idee, maue Umsetzung, vorhersehbare Handlung und platte Charaktere. Hier hätte man mehr draus machen können.

Platz 12: Murder Mystery

Ein Adam Sandler Film mit ihm und Jennifer Aniston in der Hauptrolle zeigt uns ein bereits 15 Jahre verheiratetes Ehepaar, das sich endlich entschließt die Flitterwochen nachzuholen. Dabei landen sie durch Zufall auf einer Privatjacht mit allerlei hochkarätigen Gestalten. Bis sie Zeuge eines Mordes werden. Typischer Adam Sandler Klamauk, aber dafür noch auf einem guten Niveau. Guter Film, um mal die Gedanken schweifen zu lassen.

Platz 11: Familie Willoughby

Mutter und Vater Willoughby sind unglaublich verliebt ineinander. Logischerweise sind dabei insgesamt vier Kinder entstanden. Allerdings sind diese ihren Eltern eher lästig und werden komplett vernachlässigt. Wieso sollte man seinen Kindern auch etwas zu essen geben? Also beschließen die Geschwister, dass sie unbedingt Waisen werden wollen und schicken ihre Eltern auf eine mörderische Reise. Ein Animationsfilm an dessen Stil man sich zunächst gewöhnen muss. Er kommt mit einigen erfrischenden Ideen daher, die aber alle nicht für einen Film reichen und daher werden episodenhafte Geschichten zu einem großen Verwoben, was dem Film eindeutig nicht gut tat.

Platz 10: The Babysitter

Cole ist 12, seine Eltern besorgen aber immer noch einen Babysitter für ihn. Das findet er aber in Ordnung, denn Bee ist cool und sexy. Doch eines Abends trinkt er nicht seinen Schlummertrunk und bekommt mit, dass Bee Freunde einlädt und sie eine schwarze Messe feiern. Leider bekommen sie mit, dass Cole wach ist und machen Jagd auf ihn. – Eine weitere Horrorkomödie, allerdings mit viel Klischee und Slapstick. Ich bin an den Ton des Films nicht rangekommen.

Platz 9: Marriage Story

Charlie und Nicole wollen sich scheiden lassen. Eigentlich hatten sie sich auch geeinigt, wie das ganze ablaufen soll. Doch Nicole berät sich mit ihrer Anwältin, die zusammen mit Charlies Anwalt eine wilde Schlacht um alle Besitztümer und vor allem um den gemeinsamen Sohn anzettelt. Dieser Oscarkandidat zeigt nicht nur die schlimmsten Seiten einer Scheidung, sondern auch wie verkehrt das Rechtssystem sein kann. Sehr gut gespielt und mit starken Dialogen, sprang bei mir der letzte Funke nicht über, weswegen er sich für mich ziemlich gezogen hat.

Platz 8: Die bunte Seite des Mondes

Nach dem Tod ihrer Mutter kommt die 14-jährige Fei Fei nicht damit klar, dass ihr Vater sich eine neue Frau sucht. Also beschließt sie zusammen mit ihrem Kaninchen zum Mond zu reisen, wo der Legende nach die Mondgöttin Chang’e leben soll, die sich nach ihrer ersten großen Liebe verzehrt. – Der Film wandelt sich von gut und tiefgehend, zu platten bunten Popsongs, zu schönem Abschluss. Kann in der Gesamtheit nur bedingt überzeugen.

Platz 7: The Irishman

Netflix entfesselt Martin Scorsese und heraus kam ein 3,5 Stunden langer Film. Wobei dies schon die Kurzversion sei. Handwerklich ein echt schönes Stück und vor allem schauspielerisch kann es brillieren. Auch wenn keine Szene überflüssig erscheint sind 3,5 Stunden einfach zu lang und wer ohnehin nicht auf Mafiafilme steht, wird auch mit diesem nicht glücklich werden.

Platz 6: Disney Family Sing Along (2x)

Gleich zweimal habe ich dieses Disney Corona-Special gesehen, denn es gefiel mir so gut, dass ich es meiner besten Freundin auch noch zeigen musste. Hier wurden Disneystars der verschiedensten Art aufgefordert zu Hause eine musikalische Umsetzung zu filmen. So wurden bekannte Klassiker aus Disneys Filmgeschichte umgesetzt. Qualität variiert zwar stark, doch die Untertitel zum mitsingen, machen es wett.

Platz 5: Um ein Schnurrhaar

Miyo Sasaki muss nicht nur mit der Scheidung ihrer Eltern und der neuen Stiefmutter klar kommen, sondern hat auch Gefühle für ihren Mitschüler Kento Hinode. Diesen kommt sie näher, da sie sich mithilfe einer Katzenmaske in die Katze selbst verwandeln kann. Doch während Hinode Miyo in Katzenform als Taro alles erzählen kann, bleibt er bei der menschlichen Miyo auf Abstand. Miyo fühlt sich missverstanden und dann taucht auch noch der Maskenverkäufer wieder auf, der sie zu überreden versucht ihr menschliches Gesicht endgültig abzulegen und für immer eine Katze zu bleiben. Ein liebevoll animierter Film, der mit einer schönen Metapher als Grundidee daher kommt. Während der Film die Fantasykomponente gut beherrscht, schwächelt er jedoch am Tiefgang. Zu wenig wird wirklich erzählt, so dass der Film lediglich an der Oberfläche kratzt.

Platz 4: Isn’t it romantic

Natalie kann mit Romantik und dem ganzen Kram nichts anfangen. Romantische Komödien sind ihr zutiefst zuwider. Bis sie sich selbst in einer wiederfindet. Der Film, der alle Klischees romantischer Komödien aufgreift und sie verdreht bzw. überspitzt und so sowohl für Fans des Genres als auch für alle anderen einen absolut lustigen Film ergibt.

Platz 3: Klaus

Pünktlich zur Weihnachtszeit präsentierte uns Netflix einen spanischen Film, der in einer liebevollen Geschichte die Ursprünge des Weihnachtsmannglaubens auseinander nimmt. Mit einem taugenichts Postmann in einem zutiefst zerstrittenen kleinen Dorf, gibt es allerhand erinnerungswürdige Figuren.

Platz 2: Enola Holmes

Die jüngere Schwester des Meisterdetektivs stolpert nach dem Verschwinden ihrer Mutter in eigene Ermittlungen. – Spannende Geschichte, tolle Protagonistin, schöne Optik und interessante Rätsel.

Platz 1: Die zwei Päpste

Der amtierende Papst Benedikt XVI. und der zukünftige Papst Franziskus treffen sich und führen Gespräche, die zum finalen Rücktritt Benedikts führten. Ein Film, der den Drehbuchoscar durchaus verdient gehabt hätte, denn er schafft es allein durch Dialoge den Zuschauer an den Fernseher zu fesseln.

VI. Neuentdeckungen

2020 habe ich 54+8 neue Filme entdeckt – im Ranking

Platz 54: Das schönste Mädchen der Welt

Roxy ist vom Internat in England geflogen und muss nun ganz kurzfristig mit auf Klassenfahrt. Sie freundet sich mit Außenseiter Cyril an, der wegen seiner großen Nase gemobbt wird. Für einige ist dies der beste deutsche Film der letzten Jahre. Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen. Platte Witze, platte Figuren, die nur darauf ausgelegt sind Klischees zu erfüllen und eine Geschichte, dessen Handlung absolut vorhersehbar war. Man kann es aber auch als Hilfeschrei der Lehrergemeinschaft sehen, denn die Klasse ist der absolute Horror.

Platz 53: Stuber – 5 Sterne Undercover

Ein Cop wird an den Augen operiert und kann daher nur verschwommen sehen. Genau an dem Tag bekommt er den Hinweis, dass ein Drogenboss einen großen Coup plant. Da er mit dem Drogenboss noch etwas persönliches zu klären hat, holt er sich ein Uber, das ihn zur Übergabe fahren soll. – Eine Buddykomödie mit etwas schräger Prämisse. So richtig wollen die Witze auch nicht zünden, aber zumindest wurde nicht an Actionmaterial gespart.

Platz 52: Onward

Die Brüder Ian und Barley könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch als sie durch einen Zauberspruch die Möglichkeit bekommen ihren verstorbenen Vater für 24 Stunden noch einmal zum Leben zu erwecken, müssen sie zusammen arbeiten und auf ein Abenteuer gehen. – Ein Pixarfilm, der noch einmal eine ganz neue Richtung einschlägt und sich irgendwo zwischen Dungeons and Dragons und Videospielen befindet. Dabei bleibt der Film aber glanzlos, mit normalen Charakteren, vorhersehbarer Handlung und eben kein Pixarzauber.

Platz 51: Zombies – das Musical

Jahre nachdem das Zombievirus unter Kontrolle gebracht wurde, wird es den kontrollierbaren Zombies gestattet an die örtliche High School zu gehen. Dort kämpfen sie mit Vorurteilen. – Eine typische Disney Channel-Produktion mit leider sehr gleichen Liedern und einer sehr vorhersehbaren Handlung.

Platz 50: Teen Beach Movie

Brady und McKenzie sind ein Paar und lieben das Surfen. Doch McKenzie will beides aufgeben, um zu ihrer Tante zu ziehen, die eine große schulische Karriere für McKenzie plant. Als diese ein letztes Mal surfen geht, geraten sie und Brady durch einen Sturm in Bradys Lieblingsfilm Wet Side Story. Nun müssen sie einen Ausweg finden. Ja, der Film klingt sehr skuril. Ja, es war ein Disney Channel Original und ist demnach mit sehr wenig Geld produziert worden. Ja, man sieht es dem Film an. Ja, er hat trotzdem Spaß gemacht, aber man darf halt echt nichts erwarten.

Platz 49: Heathers

Eine Mädchenclique an der High School mit drei Freundinnen, die alle Heather heißen. Die introvertierte Veronica hat sich ihnen angeschlossen, um beliebt zu sein, hält aber wenig von den Gemeinheiten der Clique. Zusammen mit dem neuen Mitschüler Jason will sie es den Heathers heimzahlen, und tötet aus versehen eine von ihnen. – Schwarze Komödie, die einen mehrfach verwirrt zurücklässt.

Platz 48: Otto – der Film

Otto wächst im beschaulichen Ostfriesland auf. Doch irgendwann zieht es ihn nach Hamburg, um dort sein Glück zu versuchen. Dabei gerät er aber an einen Kredithai und muss ganz schnell viel Geld auftreiben. Da er kurz darauf die Tochter einer Adligen durch Zufall rettet, hofft er dort die Lösung seiner Probleme zu finden. – Klamauk ganz nach Otto Manier. Wenn man seinen Humor vorher nicht mochte, mag man ihn hinterher auch nicht.

Platz 47: Mary Shelleys Frankenstein

Victor Frankenstein kommt über den Verlust der geliebten Mutter nicht hinweg. Als er auszieht, um zu studieren, sucht er noch immer nach Antworten. Er stößt auf ein Experiment eines seiner Professoren, der jedoch verstirbt. Also versucht Frankenstein das Experiment nachzumachen, wobei er aus Totem Leben erschaffen will. Doch seine Kreatur ängstigt ihn und er bereut seine Tat. Doch seine Taten holen ihn ständig wieder ein. – Buchnah und doch so opulent inszeniert, dass man sich nur die Haare raufen kann. Der Film erfasst irgendwo die Grundstimmung und Tiefe des Buches und kann doch die essenziellen Botschaften nur bedingt rüberbringen.

Platz 46: Bram Stokers Dracula

Nach dem Selbstmord seiner Frau wird der transsilvanische Fürst Dracul zu einem Vampir. Viele Jahre später reist der junge Anwalt Jonathan Harker auf das Anwesen des Grafen, um dort Verträge abzuschließen. Dabei sieht der Graf ein Bild von Harkers Verlobten Mina Murray, in der er seine verstorbene Frau entdeckt. Er überlässt Harker drei Vampirfrauen und reist nach London, wo er Mina umgarnt. Gleichzeitig stillt er seine Gier an Minas Freundin Lucy. Zur Hilfe eilt Professor Van Helsing. – Zu viel und zu wenig. Zu viel Blut, Overacting und deutlich zu viel Pornocharakter. Zu wenig Schauspiel, zu wenig Charme, zu wenig Tiefe. Ein schwieriges Werk.

Platz 45: Hugo Cabret

Hugo Cabret ist Waise und lebt am Bahnhof Montparnasse, immer auf der Flucht vor dem Stationsvorsteher. – eine Liebeserklärung an die Anfänge des Films, braucht aber zu lange um sich zu entfalten.

Platz 44: Winnie Puuh (2011)

Christopher Robin und seine Freunde erleben neue Abenteuer im 100-Morgen-Wald. – Unglückliche Mischung aus neuartiger Computertechnik mit festhalten an dem ursprünglichen Aussehen. Zwei Geschichten, die auch eher merkwürdig waren.

Platz 43: Doctor Sleep

Danny, bekannt als Junge aus Shining, ist inzwischen erwachsen. Als trockener Alkoholiker lebt er in einer Kleinstadt und arbeitet in einem Hospiz. Als die junge Ava ihm von einer Gruppe erzählt, die Kinder mit Shining quälen und töten, um sich vom Shining zu ernähren, verspricht er ihr zu helfen. – Buchverfilmung der Shiningfortsetzung. Schon das Buch hat die wenige Handlung eigentlich nur durch den guten Schreibstil Kings überspielen können. Daraus einen Film mit einer Lauflänge von 152 Minuten zu machen, war einfach zu viel des Guten.

Platz 42: Long Shot

Die amerikanische Außenministerin will für das Präsidentenamt kandidieren, doch dafür sollen ihre Reden besser werden. Da passt es ihr sehr gut einen alten Bekannten aus Kindertagen wieder zu treffen. Sein Auftreten passt zwar nicht ins Schema, dafür treffen seine Texte ins Schwarze. Wer auch immer auf die Idee kam Charlize Theron und Seth Rogen in eine romantische Komödie zu stecken, hatte zwar eine gute Grundidee, doch leider funktioniert der Film eher schlecht als recht. Vor allem, wenn man einen Funken Realismus erwartet.

Platz 41: Hereditary

Nach dem Tod der Mutter scheint ihr Geist noch immer im Haus der Familie Graham zu wohnen. Und während vor allem Mutter Annie immer hysterischer wird, wird es noch dramatischer im Hause Graham. Ein Film, der wohl für Horrorliebhaber funktioniert, mich aber nicht abholen konnte. Gerade Toni Collette in beinahe Dauerhysterie wird auf Dauer anstrengend.

Platz 40: Erica (Spielfilm)

Erica ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Spielfilm. Konzipiert für die PlayStation kann der Zuschauer nämlich den Verlauf des Films selbst beeinflussen. Daraus entsteht ein spannender Psychothriller, der leider am Ende mehr Fragen offen lässt, als beantwortet.

Platz 39: Escape Room

Eine Gruppe Menschen bekommen eine rätselhafte Einladung zu einem Escape Room. Neugierig folgen sie der Einladung und finden sich kurz darauf in einem etwas untypischen Escape Room, versucht er doch, sie zu töten. Spannender Horrorfilm, der meiner Liebe zu Escape Rooms nciht gut tat.

Platz 38: The Descendants 3

Auradon, das Land der Disney Helden und deren Nachkommen, begrüßen vier neue Kinder von der Schurkeninsel. Doch beim Abholen versucht auch Hardes durch die Barriere zu kommen. Nach dem Vorfall gibt es erneut Diskussionen, ob Kindern von Schurken eine Chance in Auradon bekommen sollten. – Konsequenter dritter Teil, der sich an Erzählung und Aufbau der Vorgängerfilme hält. Musikalisch kann er noch einmal etwas mehr auftrumpfen.

Platz 37: Bad Samaritan

Sean hält sich zusammen mit seinem Kumpel Derek mit Einbrüchen über Wasser. Bei Cale sieht alles absolut verlockend aus. Auch wird Sean im Haus mit einer neuen Kreditkarte fündig. Doch leider findet er auch eine gefesselte Frau vor, die ihn verzweifelt um Hilfe anfleht. Was soll er jetzt tun, immerhin begeht er gerade selbst eine Straftat. – Guter Cast, spannende Handlung, erschreckender Antagonist. Nur am Ende dreht der Film von gut durchdacht, zu plattem Slapstick.

Platz 36: Die Reise ins Labyrinth

Eine junge Jennifer Connelly in einem kuriosen Labyrinth des Koboldkönigs Jareth (David Bowie) hat 13 Stunden Zeit, um ihren kleinen Bruder Toby zu finden. Von Regisseur Jim Henson (Sesamstraße, Muppets) mit Animatronics gefilmt wechselt zwischen seltsam, kurios und komplett verrückt. Wer mit Animatronics gut zurecht kommt, findet hier einen ganz interessanten kurzweiligen Film.

Platz 35: Booksmart

Die Freundinnen Molly und Amy haben ihre gesamte Highschoolzeit brav nur gelernt, um jetzt an ihren Traumunis angenommen zu sein. Bis sie herausfinden, dass auch ihre Mitschüler an den Elite-Unis angenommen wurden. Sie beschließen in der letzten Nacht der High School alle Partys nachzuholen. Eine turbulente Nacht beginnt. – Guter Ansatz, nette Ideen, funktioniert leider nicht über die gesamte Lauflänge.

Platz 34: Brokeback Mountain

Die beiden Cowboys Ennis und Jack lernen sich einen Sommer über bei der Schafhütung kennen. Doch aus Angst vor der Reaktion der Gesellschaft flüchten sie sich in heterosexuelle Ehen und besuchen sich nur zweimal im Jahr. Ruhig erzähltes Drama mit Fokus auf den beiden Protagonisten und ihren Gedanken.

Platz 33: Beetlejuice

Das frisch verstorbene Ehepaar Maitland kehrt in ihr Haus zurück, allerdings als Geister. Nicht nur haben sie Probleme sich an die Geisterregeln zu gewöhnen, auch bewohnt auf einmal eine neue Familie ihr Haus. Vielleicht kann Beetlejuice helfen. – Schwarze Komödie mit typischen Tim Burton Charme, aber etwas wenig Screentime für den Titelhelden.

Platz 32: The sun is also a star

Natasha Kingsley liebt die Stadt New York. Leider soll sie einen Tag später mit ihrer Familie die USA für immer verlassen, da die Eltern illegal eingewandert sind. Als sie die letzten Chancen durchgeht und einen Anwalt aufsucht, trifft sie auf Daniel Bae, der glaubt, dass sie sich innerhalb eines Tages verlieben könnten. Sie gibt ihm die Zeit dies zu beweisen. Ein Film, der das Zusammentreffen der beiden Protagonisten, sowie deren Wiedersehen relativ plump inszeniert. Man merkt die starke Liebe des Regisseurs zur Stadt, aber nicht zu seinen Charakteren. Schade.

Platz 31: Die Ritter der Kokosnuss

König Artus zieht durchs Land und findet seine Ritter der Tafelrunde. Dann bekommen sie von Gott den Auftrag nach dem heiligen Gral zu suchen. – An den Humor von Monty Python komme ich besser heran, als an Ottos, aber auch diesen muss man mögen, um mit diesem Film etwas anfangen zu können.

Platz 30: Mein Nachbar Totoro

Professor Tatsuo Kusakabe zieht mit seinen Töchtern Satsuki und Mei aufs Land. Die Mutter erholt sich aktuell im Krankenhaus von einer schweren Krankheit. In diesem Sommer erleben die Schwestern allerhand Dinge. Unter anderem treffen sie auf Totoros, Waldgeister, die nur Kinder sehen können. – Liebevoller Anime, der sich aber nicht so ganz entscheiden mag, welche Geschichte er denn nun erzählen mag.

Platz 29: Isle of Dogs

Ein etwas gewöhnungsbedürftig erzählter Animationsfilm über eine Welt, in der Hunde auf eine Müllinsel zum sterben gebracht werden, weil sie angeblich für Seuchen verantwortlich seien. Und die Geschichte eines Jungen, der auf der Suche nach seinem Hund ist. Der Film punktet durch viele kleine Spitzen und viele kleine Momente und fühlt sich eher wie ein Episodenfilm an. Einen Blick riskieren lohnt sich.

Platz 28: Der Sterenwanderer

Fantasiefilm über einen gefallenen Stern und einen jungen Mann, der mit dem Stern das Herz einer Frau gewinnen will. Allerdings ist er nicht der einzige, der hinter dem Stern her ist. Die erste Hälfte war tatsächlich sehr nichtssagend und hat zu viele Rollen eingeführt. Doch nach dem Auftauchen von Robert de Niro bin ich mit dem Film immer wärmer geworden.

Platz 27: Fighting with my family

Saraya Knights größter Traum ist die WWE. Sie bekommt die Chance zu einem Casting, bei dem sie zwar genommen wird, aber nicht ihr Bruder. Beim Training eckt sie überall an und fühlt sich fehl am Platz, trotzdem versucht sie sich durchzukämpfen. Auch als nicht Wrestling-Fan kann man dem Film durchaus etwas abgewinnen, schafft er es doch nicht nur die Trainingseinheiten von Saraya zu zeigen, sondern auch ihre Familie mit all den Eigenheiten. Guter Balanceakt zwischen Drama, Durchkämpfen und leichter Komik.

Platz 26: Little Monsters

Der erfolglose Musiker Dave hat sich in die Grundschullehrerin Miss Caroline seines Neffen verknallt. Um sie zu beeindrucken stimmt er zu die Klasse auf einem Ausflug zu einem Erlebnisbauernhof zu begleiten. Leider kam es in der nahe gelegenen Militärbasis zu einem Zombieausbruch, die schnell den Bauernhof entdecken. Dave und Miss Caroline müssen nun alle Kräfte einsetzen, um alle Kinder in Sicherheit zu bringen, ohne diese zu ängstigen. Ich bin immer noch kein Fan von Zombiefilmen, aber dieser schafft es eher den komödischen Part hervorzuarbeiten und macht dabei unglaublich viel Spaß. Eine Lehrerin mit ihrer Ukulele gegen eine Zombiearmee.

Platz 25: Ihre beste Stunde

Mittem im zweiten Weltkrieg wird Catrin Cole im Informationsministerium eingestellt. Sie soll den Propagandafilmen eine weiblichere Note geben, damit auch Mütter und Ehefrauen sich angesprochen fühlen. Dort hat sie mit Vorurteilen zu kämpfen. Ein einfühlsamer Film, der noch einmal eine ganz andere Seite des Krieges zeigt.

Platz 24: Ready or not

In der Familie Le Dumas ist es Tradition am Abend einer Hochzeit eines Familienmitglieds sich zu treffen und das neue Familienmitglied mit einem Spiel zu begrüßen. Doch diesmal wurde die Karte ‚Verstecken‘ gezogen, was keine gute Karte ist, wie die Braut rausfindet. – Eine Horrorkomödie mit neuem Ansatz. Spannend, witzig und mit einigen neuen Ideen.

Platz 23: Mara und der Feuerbringer

Buchverfilmung von Tommy Krappweis. Mara ist eine Spakona, also eine Seherin. Als sie Visionen vom nordischen Gott Loki bekommt, sucht sie sich an der Uni Hilfe. – Sehr akkurate Buchverfilmung, auch wenn das Buch grundsätzlich ein bisschen besser funktioniert hat. Aber ein paar gute Castingentscheidungen bringen einen guten Charme in den Film und vor allem die Landschaftsaufnahmen sind sehr schön. 

Platz 22: Das Haus der geheimnisvollen Bücher

Jack Black und Cate Blanchett als Magier, die einen Jungen bei sich aufnehmen. Doch irgendwo in den Wänden ist eine geheimnisvolle Uhr versteckt, die das Ende der Welt bedeuten könnte. Dieser Fantasy-Film hat eine interessante Geschichte, einen guten Cast und das große Finale, was einfach dazugehört. Dennoch schafft er es nicht sich über „Ganz nett“ zu erheben.

Platz 21: Crawl

Haley sucht während eines Hurrikans in Florida ihren Vater. Sie findet ihn im Keller ihres alten Hauses, verletzt. Beim Versuch ihn zu retten, wird sie selbst von Alligatoren angegriffen. Eingesperrt im eigenen Haus, versuchen Vater und Tochter nun zu entkommen. Man sollte bei diesem Film nicht allzusehr auf Logik hoffen, wenn man aber sich darauf einlässt, dass Alligatoren hier blutrünstige Bestien sind und trotzdem eher kleinere Wunden verursachen, dann hat man mit diesem Film durchaus einen nervenzerrenden spannenden Katastrophenfilm.

Platz 20: Hinter der blauen Tür

Lukasz kommt nach einem Unfall zu seiner Tante in eine baufällige Pension. Doch hinter seiner Zimmertür findet er eine ganz andere Welt. Dort trifft er auf den Schneider. Das dieser nicht nur gutes im Schilde führt, muss Lukasz schon bald am eigenen Leib erfahren. – Verfilmung eines polnisches Kinderbuchklassikers. Gerade die Parallelwelt ist auch wunderschön gestaltet. Aber irgendwie erzählt der Film zu wenig. Man erfährt fast nichts über den Schneider und dessen Welt. Auch die Auflösung am Ende enttäuscht irgendwie.

Platz 19: Die Frau des Nobelpreisträgers

Joe Castleman bekommt die erlösende Nachricht, dass er den Nobelpreis in Literatur gewonnen hat. So reist er mit seiner Frau Joan und ihrem Sohn nach Stockholm. Doch Joan ist zusehens genervt von ihrer Rolle als Frau an der Seite des Nobelpreisträgers. Ein wichtiger Film über die Entwicklungen im Literaturbereich der letzten Jahrzehnte.

Platz 18: Mrs. Doubtfire

Nachdem ein Vater bei der Scheidung lediglich ein Besuchsrecht bei seinen Kindern erwirkt, schleicht er sich als Kindermädchen wieder in deren Leben. – Wunderbare Familienkomödie mit Robin Williams.

Platz 17: Moolaadé

Ein senegalesischer Film, der in Burkina Faso spielt und sich mit einer Mutter befasst, die ein ganzes Dorf gegen sich aufbringt, weil sie ein paar Mädchen unter häuslichem Schutz (Moolaadé) stellt, damit diese nicht beschnitten werden. Ein Film, der ganz stark unter die Haut geht und einen fassungslos zurücklässt.

Platz 16: Drei Schritte zu dir

Stella ist an Mukoviszidose erkrankt und muss daher regelmäßig für Therapien ins Krankenhaus und kann nur auf eine Spenderlunge hoffen. Bei ihrem aktuellen Krankenhausaufenthalt lernt sie neben den bekannten Gesichtern auch Will kennen. Dieser nimmt seine Therapie weniger ernst und darf sich wegen einer Mutation der Krankheit Stella auf keinen Fall näher als drei Schritte entfernt nähern. Trotzdem kommen sich beide näher. Klassisches Teeniedrama mit ungewöhnlicher Kulisse und Hintergrund. Nimmt die Ängste und Sorgen der Kranken auf unterschiedliche Weise ernst und bleibt doch ein seichtes Drama.

Platz 15: Aladdin (Remake)

Das Live-Action-Remake des Disneyklassikers kann mit leicht erweiterter Handlung und stärkeren Charakteren, vorallem Jasmin und der Sultan, überzeugen und avanciert fast zur besseren Variante. Will Smith gibt dem Dschinni das gewisse Etwas .

Platz 14: Juliet, Naked

Tucker Crowe ist der absolute Lieblingskünstler von Duncan. Seiner Frau Annie hat er jedoch nicht mehr viel zu sagen. Nach der Trennung der beiden, trifft Annie aber ausgerechnet auf Tucker Crowe. Beide verstehen sich gut und helfen sich aus ihren festgefahrenen Leben. Ein schöner ruhiger Film über einen abgestürzten Rockstar, der sich im normalen Leben wiederfindet.

Platz 13: One cut of the dead (2x)

Ich bekam den Film in die Hand gedrückt mit den Worten: „Du musst die erste halbe Stunde überstehen, dann wird es gut!“. Naserümpfend nahm ich den Zombiefilm entgegen. Ich hasse Zombiefilme, außerdem ist das Genre nicht langsam tot? Nun, mit dieser absoluten Überraschung aus Japan bestimmt nicht. Der Film im Film im Film sieht am Anfang etwas merkwürdig aus, schafft es aber da schon, coole running gags einzubauen. Und ja, nach dieser ersten halben Stunde, wird er nochmal deutlich besser. Mehr sollte man über diesen Film allerdings vorab auch gar nicht wissen.

Platz 12: Underwater

Die auf dem Grund des Marianengrabens befindliche Forschungsstation Kepler 822 wird von mehreren Erdbeben erschüttert und stark beschädigt. Eine Gruppe Wissenschaftler versucht nun zu den verbliebenden Rettungskapseln zu kommen. Doch etwas ist erwacht. Ein Thriller tief unten im Meer hat wohl das Potential atmosphärisch gut Ängste zu erzeugen. Dies schafft der Film auch. Auch die Handlung ist rund. Leider hat der Film so gar kein Alleinstellungsmerkmal.

Platz 11: Whale Rider

Die deutsch-neuseeländische Produktion erzählt die Geschichte von Paikea, die innerhalb ihrer Maori-Familie versucht sich zu emanzipieren. Ein kleiner, aber feiner Film zwischen Tradition und Familie.

Platz 10: Elliot, das Schmunzelmonster

Der Waise Pete flieht mit Hilfe seines Drachen Elliots vor seinen grausamen Adoptiveltern in das beschauliche Dorf Passamaquoddy. Dort eckt er durch Elliot gerne mal an, findet aber im Leuchtturmwärter Lampie und dessen Tochter Nora gute Freunde. Die Geschichte einer schwierigen Kindheit, die mit Hilfe eines supersüßen Schmunzelmonsters verbessert wird. Typische Disneywendungen aber mit ganz viel Herz.

Platz 9: Late Night

Katherine Newbury hat eine Late Night Show, die nicht mehr so richtig läuft. Also will sie in ihrem rein männlichen Autorenteam eine Frau engagieren. Die verträumte Molly kommt da gerade richtig. Eim Film über zwei Frauen, die es auf unterschiedliche Art in einer Männerdomäne versuchen. Dabei schafft er es nicht durchgehend eine starke Performance hinzulegen und versinkt in Nebenhandlungen.

Platz 8: Boys in the trees

Corey nutzt die Halloweennacht um mit seiner Skaterclique um die Häuser zu ziehen. Dabei trifft er auf seinen früheren Freund Jonah, der von den anderen Mitgliedern von Coreys Clique gemobbt wird. Aus Nostalgie beschließt er noch einen Abend mit Jonah abzuhängen. – Berührende Coming-of-age Geschichte mit kunstvollen Bildern und oberflächlichem Horrorelementen.

Platz 7: Everybody’s Fine

Frank Goode will nach dem Tod seiner Frau seine vier Kinder, die im ganzen Land verstreut wohnen, zu einer Grillparty einladen. Doch nach und nach sagen alle ab. Also beschließt er sie unangekündigt zu besuchen. Auf seiner Reise muss er feststellen, dass seine Kinder ihm wohl nicht immer die Wahrheit über ihre Lebensumstände erzählt haben. Rührendes Familiendrama mit starker Besetzung, allen voran Robert deNiro.

Platz 6: Der verlorene Sohn

Nach einem Zwischenfall am College stimmt Jared Eamons seinem Vater, einem Baptistenprediger, zu, sich einer Konversionstherapie zu unterziehen. Dort sollen ihm seine homosexuellen Neigungen ausgetrieben werden. Stark gespieltes Drama über ein wichtiges Thema. Regisseur Joel Edgerton entscheidet hier richtig, dass das Thema bereits schlimm genug ist und erzählt hier ruhig und ohne aufgebauschtes Drama.

Platz 5: I, Tonya

Die Geschichte Tonya Hardings, die eine vielversprechende Eiskunstlaufkarriere vor sich hatte, bis der Vorfall mit einer zertrümmerten Kniescheibe ihrer Konkurrentin auf sie zurückfällt. Der Film stützt sich dabei auf Interviews, die einen am Ende immer noch zweifeln lassen, was damals wirklich passiert ist. Dafür bietet er eine starke Geschichte mit engagierten Darstellern.

Platz 4: Emo – the Musical (2x)

Ethan ist ein Emo und wird nach einem gescheiterten Selbstmordversuch von der Privatschule geschmissen. An seiner neuen Schule wird er zunächst begeistert von den streng Gläubigen aufgenommen, doch als er merkt, dass es eine Emo-Band an der Schule gibt, wird er schnell zum Feindbild der Gläubigen. Als auch noch ein Bandwettbewerb bevorsteht, kochen die Emotionen über. Noch ein Film, den ich im Mai gleich zweimal gesehen habe. Nachdem meine beste Freundin ihn mir voller Begeisterung zeigte, musste mein bester Freund auch gleich dran glauben. Und ja, der Film ist noch viel skurriler als er sich anhört, aber auf gute Weise. Kleine Perle für Musicalfans.

Platz 3: Wind River

Wind River ist ein Indianerreservat im verschneiten Wyoming. Als dort die Leiche eines vergewaltigtenn Mädchens gefunden wurde, wird die schlecht ausgestattete Jane Banner vom FBI geschickt. Sie bittet den Wildhüter Cory Lambert um Hilfe. Ein spannender westernmäßiger Thriller, mitten im Schnee. Die verstörende Aufklärung der Geschichte ist leider doch real gehalten.

Platz 2: The Final Girls (2x)

Eine Gruppe Jugendlicher wird in den Horrorfilm Camp Blutbad gezogen und versucht nun mit dem Vorwissen über den Film zu überleben. Ein klischeeüberzogener Slasher wird zu einer Komödie, in dem Filmcharaktere und unsere reingezogenen Jugendlichen zusammen agieren. Eine gute Kombination ohne in albernen Klamauk zu verfallen.

Platz 1: Hamilton (5x)

Alexander Hamilton ist einer der erstaunlichsten Gründungsväter der USA, aber auch einer der unbekanntesten. Dies ist seine Geschichte – Das Broadway Musical im heimischen Wohnzimmer ist ein Genuss der ganz besonderen Art. Ich habe den Film fünfmal inzwischen gesehen und werde ihn wahrscheinlich noch einige Male ansehen.

2 Gedanken zu „Mein Jahresrückblick 2020 – #3 – Heimkino

  1. Wind River und Late Night mochte ich auch beide sehr gut – andere Filme aus deinen Top 10 kenne ich allerdings nicht 😉 Etwas schade find ich, dass Hereditary nicht besser abschneidet, aber der ist ja auch schon bei Horror-Fans sehr polarisierend.

    Toll, dass du das mit den Klassikern so durchgezogen hast, da fehlt mir manchmal der Nerv dafür. Wobei M und Frankenstein ja beide noch ganz gut funktionieren – auch hier kenne ich die anderen Filme nicht, was bei den großen Namen ja echt etwas schade ist.

    Gefällt 1 Person

    • Dann wird es wohl Zeit, die nachzuholen 😉
      Hereditary war einfach nicht meins. Ich verstehe, warum man den mag, aber ich mochte ihn nicht.

      Ja bei den Klassikern muss ich auch echt in der richtigen Stimmung sein, sonst wird das nichts 🙂

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