Ashley Garcia

Ein Vorwort

Ich: Oh ich habe eine tolle neue Serie für mich entdeckt.
Netflix: Alles klar, Serie wird nach der ersten Staffel eingestellt
Warum ich euch trotzdem von Ashley Garcia berichten möchte? Weil ich die Serie wirklich mochte und vielleicht hilft es ja doch, ein bisschen mehr Aufmerksamkeit auf sie zu lenken, um Netflix noch umzustimmen.

Die Handlung

Ashley Garcia (Paulina Chávez) ist zwar erst 15, hat aber bereits einen Doktortitel und hat ein Jobangebot von der NASA. Dafür zieht sie zu ihrem Onkel Victor (Jencarlos Canela) und entkommt so zeitgleich ihrer sehr strengen Mutter. Nun kann sie zusammen mit ihrer besten Freundin Brooke (Bella Podaras) endlich typische Teenagerdinge tun. Vielleicht sich sogar verlieben?

Meine Meinung

The Expanding Universe of Ashley Garcia, oder Ashley Garcia – Genius in Love (was der offizielle deutsche Titel der Serie ist), besteht aus 16 Folgen, die in zwei Teilen hochgeladen wurden. Beide Teile enden jeweils mit einem Höhepunkt, weswegen man sie auch als zwei kurze Staffeln deuten kann – ich habe sowieso keine Ahnung, was dieser neue Trend mit den „Ausgaben“ oder „Teilen“ soll.
Das ganze ist eine Sitcom, mit Jugendseriencharakter, da die meisten Charaktere sehr jung sind und es eben primär um Themen, wie den ersten Kuss oder den ersten Freund geht. Dennoch eignet sich die Serie grundsätzlich für alle Altersgruppen. Die Witze sind eine gute Mischung aus den üblichen kurz rausgehauenen Sprüchen, die typisch sind für Sitcoms, und etwas länger aufgebauten Witzen. So ist für Fans beider Arten etwas dabei.
Die Charaktere sind sehr verschieden, entsprechen zwar größtenteils den Stereotypen, aber haben dafür alle eine sehr liebevolle Art. Wir haben mit Ashley den typischen Nerd, Brooke ist das typische It-Girl, Ted ist der Vorzeigefootballspieler, der aber nicht gerade die hellste Leuchte ist und Sting, der schüchterne Goodboy. Kompletiert wird das von Ashleys Onkel Victor. Er ist Footballcoach und Womanizer und muss, indem er Ashley bei sich aufnimmt, das erste Mal wirklich Verantwortung übernehmen.
Besonders schön finde ich auch, dass hier ein paar mexikanische Bräuche und Gewohnheiten ganz selbstverständlich eingewoben werden. Mit Ashley, Victor und Ted haben wir gleich drei Protagonisten, die diese hochhalten. So werden diese nicht nur im Nebensatz von Nebencharakteren erwähnt, sondern tauchen einfach immer wieder auf. Es ist sehr erfrischend.
Wirklich gestört hat mich an der Serie nur, dass sie mit einem typischen Cliffhanger geendet hat und diesen anscheinend nie auflöst. Allerdings ist es jetzt auch keiner, über dessen Auflösung ich ewig grübeln würde. Im Prinzip muss man einfach nur eine Minute vor Staffelende aufhören zu sehen und hat einen wirklich sehr schönen und runden Abschluss. Danach gibt es zwar noch eine Weihnachtsfolge, aber die ist sehr aus dem Zusammenhang gerissen und scheint irgendwo mittendrin zu spielen.

Das Fazit

Abgesetzt oder nicht, the expanding Universe of Ashley Garcia ist eine schöne Serie für zwischendurch, witzig, mit tollen Charakteren und hätte durchaus noch Potential gehabt. Wenn ihr ihr eine Chance geben wollt, schaut sie euch ruhig an, stoppt einfach nur ca. 1 Minute vor Ende, dann bleibt euch der Cliffhanger erspart.

The expanding universe of Ashley Garcia ist bei Netflix verfügbar

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