Eine Handvoll Serien

Heute mit: Einem hochgeladenem Leben nach dem Tod, Gesprächen über Sex, Abenteuern mit Opa und Enkel, Strategien zum Aufräumen und kleinen Häusern.

Upload – Staffel 1

Die Handlung: In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Technik soweit, dass sterbende Menschen sich entscheiden können, ob sie normal sterben wollen, oder ob ihr Verstand in eine virtuelle Welt geuploadet werden soll. Als Nathan (Robbie Amell) einen Unfall mit seinem selbstfahrenden Auto hat, wird er vor genau diese Entscheidung gestellt. Seine Freundin Ingrid (Allegra Edwards) besteht darauf, dass er nach Lakeview geuploadet wird. Aufgebaut wie ein Ferienresort an einem See, ist Lakeview alles andere als ein Paradies für Nathan. Doch seine menschliche Beraterin Nora (Andy Allo) setzt alles daran, dass er sich eingewöhnt. Doch warum sind einzelne Erinnerungen von Nathan zerstört? Und war Nathans Tod wirklich ein Unfall?

Meine Meinung: Upload braucht einige Folgen um Fahrt aufzunehmen. Man erfährt einiges über Nathans neues Leben als Upload, über seine Beziehung zu Ingrid und auch über Nora und deren Leben. Dabei sind die zerstörten Erinnerungen Nathans das große Mysterium, das sich durch die gesamte erste Staffel zieht. Dazu kommt die Frage, ob Nathan wirklich einem Unfall zum Opfer fiel, oder ob mehr dahinter steckt. Da Nathan nicht mehr viel zur Klärung dieser Fragen beitragen kann, sind es vor allem Nora und ein paar Nebencharaktere, die Spuren verfolgen. Zunächst geht es aber vor allem darum mit Nathan seine neue Welt zu erkunden. Das ist durchaus interessant, auch wenn in den Folgen dann noch wenig passiert und das Spannungslevel nicht gerade hoch ist. Mit fortschreitender Folgenzahl wird das immer mehr gesteigert, bis wir am Ende erste Hinweise auf eine größere Verschwörung finden. Leider ist die Staffel auch genau dann bereits wieder zu Ende und der Zuschauer muss mit einem dezenten Cliffhanger ausharren. So richtig überzeugt hat mich die Serie noch nicht, da es schon relativ viel Füllmaterial gab.

Sex Education – Staffel 1

Die Handlung: Otis (Asa Butterfield) ist eigentlich ein ganz normaler Highschool Schüler, der gerne unscheinbar bleibt. Seine Mutter (Gillian Anderson) dagegen ist Paar- und Sextherapeutin, die sich nicht auf eine Beziehung einlassen will. Als er zusammen mit der Außenseiterin Maeve (Emma Mackey) feststellt, dass erstaunlich viele Schüler Fragen zu Beziehungen und Sex haben, und Otis feststellt, dass er erstaunlich viel darüber von seiner Mutter weiß, wollen sich beide durch Sexberatung etwas dazu verdienen.

Meine Meinung: Ich habe diese Serie auf Empfehlung des werten Herrn Donpozuelo angefangen, der sehr begeistert von der Serie schien. Da ich sowieso schon länger um die Serie herumschlich, da auch Netflix der Ansicht war, dass mir die Serie gefallen könnte, gab ich ihr eine Chance. So richtig reingefunden in die Serie habe ich aber nicht. Mir waren die Charaktere allesamt zu schräg, oder zu stereotypisch und auch wenn versucht wurde in alle ein paar Ecken und Kanten einzubauen, waren es gerade die, die mir zu viel waren. Dabei war die verschlossene Maeve mit ihren Problemen noch der zugänglichste Charakter. Die Handlung selbst lässt sich grundsätzlich wegbingen, es passiert immer wieder etwas Neues und bestehende Konflikte werden ausgebaut. Auch die Beziehung zwischen Otis und seiner Mutter und die daraus resultierenden Konflikte haben mir gut gefallen. Hingegen hat mich vieles, was an der Schule passiert ist eher bedrückt und teilweise auch betrübt. Denn auch wenn das Thema Mobbing und ausgegrenzt werden an vielen Schulen wohl leider noch immer alltäglich ist und ohne diese Themen das ganze wohl sehr unrealistisch sein dürfte, war die Intensität des hier gezeigten Ausmaßes doch für mich sehr schwer. Ob ich die zweite Staffel mir noch ansehe, weiß ich aktuell nicht.

Rick & Morty – Staffel 4

Die Handlung: Morty reist wieder mit seinem Opa Rick, einem vielleicht etwas verrücktem Wissenschaftler, durchs Universum und erlebt dabei viele Abenteuer. Seine Familie darf natürlich auch nicht fehlen.

Meine Meinung: Hinter der Serie liegen drei wirklich starke Staffeln mit mal mehr und mal weniger guten Folgen. Dan Harmon wollte dies nun also noch einmal steigern und ließ sich dabei auch gut Zeit. Knapp drei Jahre lagen zwischen Staffel drei und vier. Und gesteigert hat er die Geschichten noch einmal, aber leider ist das nicht unbedingt positiv. So gibt es einfach Folgen, wie z. B. mit dem Geschichtenzug, die eine gute Grundidee haben, aber dann schon in der Folge noch immer einen draufsetzen müssen. Wenn der Zuschauer denkt, jetzt ist die Folge aufgelöst, dann kommt noch etwas dazu und nein, so konnte das ganze natürlich nicht enden, wir machen da noch einmal eine neue Ebene auf. Das kann einen mitunter den Spaß an der Folge nehmen. Hingegen gibt es aber auch Folgen, die es auf genau das richtige Maß schaffen. Und gerade Anspielungen auf diverse Filme und/oder Franchises machen Spaß beim Entdecken. Der Gesamtstaffel fehlt also letztlich das richtige Maß für zu viel und genau auf die Spitze getrieben. Dennoch hatte ich insgesamt wieder viel Spaß und ignoriere einfach die Folgen, die mir zu viel waren.

The Home Edit – Staffel 1

Die Handlung: In The Home Edit reisen Clea Shearer und Joanna Teplin von der gleichnamigen Firma zu diversen Kunden prominenter und unbekannter Natur, um an bestimmten Stellen im Haus beim Aufräumen, Sortieren und Ordnen zu helfen. Mit dabei sind unter anderem Reese Witherspoon, Khloe Kardashian und Neil Patrick Harris.

Meine Meinung: Die Firma The Home Edit ist vielleicht einigen von ihrem Instagramerfolg ein Begriff. Die beiden Grüner Clia und Joanna helfen Leuten beim Aufräumen. Was für manche vielleicht jetzt schon absurd klingt, andere vielleicht an Marie Kondo erinnert, dem sei gesagt, dass es hier um einiges mehr geht. Denn im Gegensatz zu Marie Kondo sollen die Klienten von The Home Edit nicht unbedingt alles auf ein minimalistisches Maß reduzieren, sondern es geht eher darum Bereiche zu schaffen und auch viele Sachen so zu ordnen, dass es stets aufgeräumt wirkt. Einige gute Tipps sind dabei, auch wenn sich viel auf Organisationsbehälter verlassen wird. Auch wenn ein paar Sachen etwas überzogen wirken, wie zum Beispiel Eva Longorias aufgeräumter Kühlschrank – ganz ehrlich, wer hat denn immer die gleichen Sachen im Kühlschrank, so dass man dafür Bereiche schaffen muss und wieso müssen meine Einkäufe ausgepackt werden und in Aufbewahrungsboxen umgepackt werden. Der wichtigste Bestandteil der Serie sind aber Clia und Joanna, die durch ihren Enthusiasmus und ihr sympathisches Auftreten, die Serie erst zu dem machen, was sie ist. Dabei strahlt sie ganz viel Charme und Herzenswärme aus. Und leider spornt sie auch zum Aufräumen an…

Tiny House Nation – Staffel 1+2

Die Handlung: John Weisbarth und Tiny House Experte Zack Giffin reisen durch das Land und helfen bei bestehenden Aufträgen. Dabei versuchen sie zum einen die Kunden auf die Verkleinerung vorzubereiten und zum anderen die Tiny Häuser so intelligent wie möglich zu gestalten.

Meine Meinung: Ich wäre wohl nicht für ein Tiny House gemacht. Zu sehr hänge ich an meinen Bücherregalen oder meiner DVD/Bluray-Sammlung. Dennoch war es spannend zu sehen, aus welchen Gründen sich manche der Kunden ein Tiny House zulegen wollen. Und wie wenig durchdacht das manchmal wirkt. Also während man sich bei den Kunden und deren Aussagen manchmal nur mit der Hand gegen den Kopf schlagen möchte, sind es gerade die unterschiedlichen Aufbauten der Tiny Häuser und die vielen verschiedenen Kleinigkeiten, die viel Stauraum schaffen, absolut faszinierend. Dabei helfen auch John und Zack, die die Serie mit viel Enthusiasmus bereichern. Zwar fehlt im Vergleich zu The Home Edit vielleicht noch so das letzte zündende Fünkchen, um wirklich charmant zu sein, aber dennoch macht es viel Spaß der Serie zuzugucken.

Netflix Original: Enola Holmes

Ein Vorwort

Bevor ich überhaupt irgendetwas von dem Inhalt des Films wusste, sprangen mir bereits die Schlagzeilen über die Klage der Doyle-Erbengemeinschaft entgegen. Was war passiert? Nun vereinfacht gesagt, wird der Sherlock im Film Enola Holmes wohl relativ menschlich dargestellt, er zeige Gefühle und respektiere Frauen, was die literarische Figur wohl nur in den letzten zehn Geschichten von Doyle tat, die der Autor erst nach dem 1. Weltkrieg schrieb. Und genau an diesen hat die Erbengemeinschaft noch Rechte dran. Während andere Adaptionen, wie die BBC Serie Sherlock oder auch Elementary auch ohne es zu müssen, an die Erbengemeinschaft zahle, weigere sich Netflix hier. Wie die Geschichte ausgeht? Ich habe keine Ahnung. Ob mir der Film trotzdem gefallen hat? Oh ja, warum verrate ich euch in meiner Kritik.

Die Handlung

Enola Holmes (Millie Bobby Brown) wächst weitgehend allein bei ihrer Mutter (Helena Bonham Carter) auf, da ihre beiden älteren Brüder Sherlock (Henry Cavill) und Mycroft (Sam Claflin) bereits ausgezogen sind und der Vater früh verstarb. Dadurch wächst sie sehr untypisch für Mädchen ihrer Zeit auf. Sie kann kämpfen, spielt Tennis im Haus und lernt das Entschlüsseln von Anagrammen. Als ihre Mutter an ihrem 16. Geburtstag spurlos verschwindet, will sich Mycroft ihrer Erziehung annehmen und sie in ein Mädcheninternat stecken. Sherlock soll sich unterdessen der Suche nach der Mutter widmen. Doch Enola hat keine Lust auf das Internat und flüchtet. Mit ein wenig Geld, dass ihre Mutter für sie versteckt hatte, schafft sie es nach London und trifft unterwegs auf den ebenfalls flüchtigen Lord Viscount Tewksbury (Louis Partridge).

Meine Meinung

Ich mag Sherlock Holmes und viele seiner Adaptionen. Daher fiel mir die Entscheidung diesen Film zu sehen nicht schwer. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Denn Enola Holmes mag zwar „nur“ die kleine Schwester des berühmten Detektiv zu sein, aber ihre Geschichte hat den typischen Charme der Geschichten, eine schöne Geschichte, eine tolle Protagonistin und spannende Rätsel zum entschlüsseln. Aber fangen wir vorne an.
Wir lernen zunächst Enola und ihre Mutter kennen. Dabei erzählt Enola ihre Geschichte selbst und durchbricht dadurch gerne einmal die vierte Wand, was den Zuschauer von Anfang an mitten in die Geschichte eintauchen lässt. Man erfährt in kürzester Zeit alle wichtigen Informationen und schon geht die Geschichte los mit dem Verschwinden der Mutter. 
Enola ist dabei ein sympathischer kleiner Wildfang, die sich nicht an bestehende Konventionen halten will, und auch ihre Kindheit war alles andere als normal. Millie Bobby Brown schafft es die verschiedenen Stimmungen und Emotionen unserer Protagonistin sehr gut einzufangen und umzusetzen. Egal, ob sie sich als Junge verkleidet, kämpfen muss oder eine Lady spielt. Dabei muss sie sich keinesfalls hinter ihren Schauspielkollegen Cavill, Claflin oder Bonham-Carter verstecken. 
Henry Cavills Sherlock ist dann schon ein wenig seltsamer. Denn er passt nicht in das bekannte Bild des Meisterdetektivs. Das ist an dieser Stelle aber durchaus nichts schlechtes, spielt er ihn doch als eleganten Mann, der sich hinter einer eisernen Fassade versteckt und nur ganz selten Emotionen zeigt. Er ist ein sehr nachdenklicher und grüblerischer Sherlock, was zur Stimmung des Films passt und einen guten Kontrast zu Claflins Mycroft bildet. Dieser ist nämlich eine ebenfalls gewagte Darstellung. Während man vielleicht zu sehr an Mark Gatiss Darstellung aus der BBC Variante gewöhnt ist, haben wir hier zwar noch immer einen eleganten Mycroft, aber eben auch einen sehr eitlen und eingebildeten. Claflin schafft es seine Rolle an die Grenze zum Übertriebenen zu treiben, ohne diese zu überschreiten. 
Kommen wir also zur Handlung. Diese ist in mehrere Rätsel unterteilt, die gelöst werden wollen, laufen aber schließlich zu einer großen Handlung zusammen. Dabei ist sie durchgehend spannend, Enola hat einige gute Ideen zur Entschlüsselung, die auch optisch sehr gut umgesetzt wurden. Vor allem die Optik des Films sticht hervor. Man merkt, dass für den einst als Kinofilm geplanten Film ausreichend Budget zur Verfügung stand, so dass man sich an den Bildern und auch einem realistisch verdrecktem London kaum satt sehen kann. Die Rätsel reichen aus, um einen kompletten Film zu füllen, ohne das man von Schauplatz zu Schauplatz hetzen muss. 
Und zu guter Letzt möchte ich noch erwähnen, dass Burn Gorman mitspielen durfte, den ich immer wieder sehr gerne sehe. Und ja, das mag vielleicht lediglich für mich ein Pluspunkt sein, aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen.

Das Fazit

Enola Holmes ist ein intelligent geschriebener Film mit tollen Schauspieler, schöner Optik, spannender Handlung, interessanten Rätseln und vor allem toller Protagonistin. Eine absolut Sehempfehlung! 

Alexa & Katie

Ein Vorwort

In meiner kurzen Blogpause hatte ich Besuch von meiner besten Freundin. Und wenn wir nicht gerade die Gegend unsicher gemacht haben, neue und alte Spiele entdeckt haben oder einen Film sahen, dann wurde Alexa & Katie geguckt. Eine Serie über zwei beste Freundinnen, gesehen von zwei besten Freundinnen. Warum mich aber die Serie auch noch so sehr überzeugen konnte, dass wir innerhalb einer Woche alle vier Staffeln gesehen haben, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Alexa Mendoza (Paris Berelc) hat Leukämie. Doch zusammen mit ihrer besten Freundin seit Kindheitstagen Katie Cooper (Isabel May) hat sie die Chemo überstanden. Nun steht der erste Tag der Highschool bevor, doch Alexa fallen nun doch die Haare aus. Doch zusammen meistern die beiden jedes Hindernis. Egal, ob durch den Krebs verursacht oder ein ganz alltägliches Teenagerproblem. Unterstützung bekommen beide durch ihre Familien, die ebenfalls gut befreundet sind.

Meine Meinung

Alexa und Katie ist in vier Staffeln fertig erzählt und abgeschlossen. Mit insgesamt 39 Folgen und einer durchschnittlichen Laufzeit von 25 Minuten gut zwischendurch ansehbar. Die Serie erzählt die Geschichte der beiden besten Freundinnen Alexa und Katie. Grundsätzlich ist die Serie im Stil einer Sitcom aufgebaut. Doch bleibt die Krebsthematik ein zentraler Bestandteil der Serie, so dass auch viele ernste Themen angesprochen werden. 
Dabei halten sich ernste Themen und heitere Themen die Waage. Dabei wird die Krankheit an keiner Stelle klein geredet oder ins Alberne gezogen. Stattdessen wird versucht mit humorvollen Dialogen die Stimmung zu heben, aber trotzdem werden immer wieder wichtige Abschnitte nach einer Krebsbehandlung angesprochen. Der Haarausfall ist lediglich der Anfang, weiter geht es um die Angst vor der Rückkehr, die ständigen Sorgen der Familie und dass Alexa den „Krebsbonus“ nicht haben möchte. Ansonsten geht es um die ganz alltäglichen Sorgen zweier Highschoolschüler und deren Familien. 
Dabei sind es neben den beiden Hauptcharakteren Alexa und Katie gerade die beiden Familien, die im Mittelpunkt stehen und die Serie so sehenswert machen. Da haben wir zum einen Alexas Familie. Mutter Lori (Tiffani Thiessen) ist eine echte Powerfrau. Sie koordiniert ihren Businessjob – später Eventmanagerin – die Erziehung der Kinder und den Haushalt. Sie mag manchmal etwas zu beschützend sein, lernt aber mit Alexa die Freiheiten zu akzeptieren. Vater Dave (Eddie Shin) ist Pilot, aber die Episoden sind so getimt, dass er die meiste Zeit zu Hause ist. Er ist ein liebevoller Vater, der seine Frau gerne mal bremsen muss. Dann gibt es im Haus Mendoza noch Lucas (Emery Kelly) den älteren Bruder Alexas. Er wird als typischer Schönling mit wenig Grips dargestellt, schließlich beginnt er aber trotzdem ein Medizinstudium. Er ist der perfekte Gegenpart zu Alexa, was für viele Witze sorgt, hat am Ende das Herz aber immer am rechten Fleck.
Gegenüber wohnt Katie mit ihrer Mutter Jennifer (Jolie Jenkins). Sie ist alleinerziehend und kämpft daher immer wieder mit den Finanzen. Neben ihrem Bürojob nimmt sie Abendkurse und erzieht noch zwei Kinder. Der Vater hat die Familie verlassen und reist um die Welt. Jennifer kennt Lori und Dave ebenfalls seit der Highschool, daher stehen sich die Familien sehr nah. Zu guter Letzt gibt es noch Jack (Finn Carr), Katies jüngerer Bruder. Er ist ein kleiner Wirbelwind und bringt noch den kindlichen Charme zu den öfter mal ernsten Themen. 
In den vier Staffeln, die jeweils ein Schuljahr repräsentieren, lachen, weinen, bangen, hoffen wir mit den Charakteren. Dabei wachsen sie einem sehr schnell ans Herz. Durch die kurze Dauer einer Episode lässt sich die Serie gut weggucken. Die Krebsthematik ist zwar sehr präsent, wird aber nicht zu sehr ausgeschlachtet, sondern findet die richtige Balance. 

Das Fazit

Alexa & Katie ist eine Teenagersitcom voller Herz. Durch die ernste Thematik rund um Alexas Krebserkrankung unterscheidet sie sich stark von den typischen Disneyvarianten, kommt aber trotzdem mit einer typischen Heiterkeit daher. Vor allem die Charaktere machen die Serie absolut liebenswert. 

Alexa & Katie ist auf Netflix verfügbar

Unorthodox

Ein Vorwort

Das Schöne an Netflix Originalen ist, dass es weltweit produzierte gibt, so dass man als Zuschauer ganz leicht auch einmal eine Produktion eines Landes bestaunen kann, die man sonst eher nicht zu Gesicht bekommen würde. Nach Dark schickt Deutschland nun die vierteilige Miniserie Unorthodox ins Rennen. Ob die Serie gelungen ist und ob einiger der kursierenden Kritikpunkte berechtigt sind, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Esther „Esty“ Shapiro lebt in Williamsburg, New York City, in einer Ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde. Aufgewachsen bei ihrer Großmutter, geht sie eine arrangierte Ehe mit Yanky Shapiro ein. Durch anhaltende Schmerzen beim Geschlechtsverkehr wird Esty immer unglücklicher und beschließt schließlich zu fliehen. Ihr einziger Anhaltspunkt außerhalb der Gemeinde ist ihre leibliche Mutter in Berlin. Mit Hilfe ihrer Klavierlehrerin reist sie nach Deutschland und lernt dort einige Musikstudenten kennen mit denen sie schnell Freundschaft schließt. Währenddessen reisen ihr Mann Yanky und dessen Cousin Moische ihr nach, um sie zur Rückkehr zu bewegen.

Meine Meinung

Unorthodox ist eine abgeschlossene Miniserie mit vier Folgen und einer durchschnittlichen Lauflänge von 55 Minuten pro Folge. An sich ist es ein etwas längerer Spielfilm mit unter vier Stunden in gut sehbare Portionen unterteilt.
Die Serie beginnt mit Estys Flucht und erzählt dann abwechselnd ihr Abenteuer in Berlin, in Rückblicken ihr Leben in Williamsburg und parallel in Berlin die Suche von Yanky und Moische. Nach und nach klären sich dadurch viele Dinge, die man am Anfang einfach als gegeben akzeptieren muss. Denn zunächst werden viele Begrifflichkeiten und Traditionen eingeworfen, wobei manche bis zum Ende für den Laien nicht aufgeklärt werden.
Dennoch wird durch den Aufbau der Spannungsbogen von Anfang an hochgehalten und bleibt dort auch bis zum Ende. Mit Shira Haas wurde eine Schauspielerin gefunden, die die Zwiegespaltenheit von Esty perfekt wiedergeben kann. Denn einerseits liebt sie ihre Familie und ist stolz auf ihre Herkunft, hält es aber andererseits nicht mehr in ihrem alten Leben aus. Allein in Berlin sind es dann die einfachsten Sachen, die sie in Begeisterung versetzen können, ihr Angst einjagen oder sie einschüchtern können. Durch die Hilfe der Musikstudenten, die sie sofort in ihre Gruppe aufnehmen, wenn auch mit unterschiedlichen Gefühlen. Durch die Studenten wird auch bewusst ein Kontrast zu der Gemeinde in Williamsburg gesetzt. Denn während diese in ihren Traditionen festhängt und versucht sich nicht an die moderne Welt zu gewöhnen, stellen die Studenten eine offene Gemeinschaft dar, mit verschiedenen Nationalitäten und sexueller Orientierung.
Mit der Darstellung der Gemeinde in Williamsburg wurde sich an Deborah Feldmanns Autobiographie, die ebenfalls den Titel Unorthodox trägt, orientiert, bzw. ist Estys Leben in Williamsburg den Feldmanns nachempfunden. Der Handlungsstrang in Berlin ist hingegen fiktiv. Der Serie wird von einigen Kritikern antisemitische Töne vorgeworfen. Das wird vor allem mit der Darstellung von Estys Vater als „Miethai“ festgemacht. Diese Vorwürfe kann ich nur bedingt nachvollziehen, da es nur eine kleine Szene gibt, in der Esty ihren Vater begleitet, um bei einer Frau, die mit der Miete im Verzug ist, diese einzufordern. Dies wird aber eher als Mittel genutzt, um Esty mit ihrer späteren Klavierlehrerin bekannt zu machen, die ihr bei der Reise nach Berlin hilft. Auch wird das Leben in der Gemeinde nicht grundsätzlich verteufelt, nur einzelne Aspekte etwas kritischer angefasst.
Grundsätzlich ist Unorthodox eine spannende Serie, die interessante Einblicke in eine ultraorthodoxe Gemeinde bietet und gleichzeitig die Emanzipation von Esty zeigt. Ein paar mehr Erklärungen bei einzelnen Aspekten wären schon gewesen, um die Serie noch besser zu verstehen.
Ein Großteil der Serie wird Jiddisch gesprochen. Untertitel sind daher notwendig – außer natürlich man spricht fließend Jiddisch. Dies mag am Anfang gewöhnungsbedürftig wirken, macht die Serie aber auch authentischer.

Das Fazit

Unorthodox ist eine spannende und interessante Serie über das Loslösen einer jungen Frau aus den ihr bekannten Konventionen. Kleinere Schwächen können verziehen werden, so dass sich ein Blick durchaus lohnt.

Netflix Anime Original: Um ein Schnurrhaar (OmU)

Ein Vorwort

Eigentlich war es einer meiner inoffiziellen Vorsätze für 2020, dass ich mich mehr dem Animebereich öffne und meinen Lebensgefährten öfter in die Anime Specials ins Kino begleite. Da die Kinos hier noch immer geschlossen sind, wurde daraus wohl nichts. Nachdem mich im letzten Jahr Penguin Highway nicht richtig überzeugen konnte, bringt Netflix nun einen Originalfilm aus dem gleichen Studio (Studio Colorido) heraus. Da mir Katzen nach Pinguinen wohl die liebsten Tiere sind, und mich die supersüßen Katzen aus dem Trailer bereits überzeugen konnten, stimmte ich der Wahl für einen Filmabend zu. Der Film ist aktuell nur im Original mit Untertitel verfügbar, da die Synchronisation durch Corona verzögert stattfindet.

Die Handlung

Miyo Sasaki muss nicht nur mit der Scheidung ihrer Eltern und der neuen Stiefmutter klar kommen, sondern hat auch Gefühle für ihren Mitschüler Kento Hinode. Diesen kommt sie näher, da sie sich mithilfe einer Katzenmaske in die Katze selbst verwandeln kann. Doch während Hinode Miyo in Katzenform als Taro alles erzählen kann, bleibt er bei der menschlichen Miyo auf Abstand. Miyo fühlt sich missverstanden und dann taucht auch noch der Maskenverkäufer wieder auf, der sie zu überreden versucht ihr menschliches Gesicht endgültig abzulegen und für immer eine Katze zu bleiben.

Meine Meinung

Mein größtes Problem bei Animes ist es, der Handlung folgen zu können. Da sich die Erzählweise stark von den herkömmlichen (Hollywood-)Filmen unterscheidet, ist es eine Umgewöhnung zu der japanischen zu wechseln. Dies gelingt bei Um ein Schnurrhaar jedoch deutlich besser als bei Penguin Highway.
Die Ausgangssituation ist schnell klar. Wir lernen Miyo kennen, die von vielen einfach nur Muge genannt wird, was übersetzt eine Abkürzung für mysteriöses Mädchen ist. Wir finden heraus, dass sie Scheidungskind ist und bei dem Vater und ihrer Stiefmutter lebt. Diese entspricht jedoch keineswegs dem Märchen der bösen Stiefmutter, sondern gibt sich große Mühe allen alles recht zu machen, wird jedoch trotzdem in einem fort von der leiblichen Mutter kritisiert. Dennoch muss sich Miyo dazu zwingen ständig zu lächeln und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. In der Schule greift der Film schnell das Thema Mobbing auf, denn bis auf ihre beste Freundin scheinen alle Mitschüler, sie für sehr merkwürdig zu halten. Zumal sie dann auch noch ständig Hinode anflirtet, der doch augenscheinlich nichts von ihr möchte. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit findet der Film dann schnell seine Fantasykomponente. Der Wandel von Mensch zu Katze ist dann die perfekte Metapher für die Leichtigkeit des Katzenseins. Dies versucht ihr die wiederkehrende Figur des Maskenverkäufers auch schmackhaft zu machen. So versucht der Film auf fantastische Weise den Bogen zu bekommen, zwischen dem anstrengenden Menschenleben und dem einfachen Katzenleben.
Grundsätzlich ist dies auch eine schöne Idee, passende Metapher und mal ganz ehrlich die Katzen sind wirklich supersüß. Die Zeichner und Animatoren haben hier großes Herz bewiesen, so dass jeder Katzenliebhaber sofort schmelzen wird. Das Problem ist, dass der Film irgendwo unfertig wirkt. Es wird nicht erzählt, warum Miyo die Situation zu Hause wirklich als so schwierig empfindet. Es wird nicht gesagt, was sie an Hinode so anziehend findet. Es wird behauptet, dass sie ihm nicht richtig sagen kann, was sie empfindet, wobei das Anflirten wohl für alle sehr deutlich sichtbar ist. Es wird vieles angedeutet, aber wenig wirklich gesagt. So kratzt der Film bei vielen Sachen an der Oberfläche, aber schafft es nicht wirkliche Tiefe aufzubauen. Dies ändert sich auch im Laufe des Films nicht, wenn die Fantasykomponente zunimmt.
Hinzu kommt, dass die Protagonistin Miyo ständig überdreht irgendwo rumspringt und dabei nicht unbedingt Sympathiepunkte sammelt, was es umso schwerer macht sie richtig greifen zu können. So bleibt sie unnahbar und man leidet nicht wirklich mit ihr mit. Das nimmt jedoch dem großen Finale die Spannung, da einen der Ausgang relativ egal ist.
Die fehlende Synchronisation ist gerade am Anfang gewöhnungsbedürftig, zumal im japanischen noch einmal ganz andere Betonungen stattfinden. Dennoch war der Film mit den Untertiteln gut verständlich. Die beschriebene Welt ist nachvollziehbar und nimmt am Ende ordentlich Fahrt auf, wenn es auf das große Finale zu geht und setzt die Fantasyelemente in einer guten Dosis ein.

Das Fazit

Um ein Schnurrhaar ist ein liebevoll animierter Film, der mit einer schönen Metapher als Grundidee daher kommt. Während der Film die Fantasykomponente gut beherrscht, schwächelt er jedoch am Tiefgang. Zu wenig wird wirklich erzählt, so dass der Film lediglich an der Oberfläche kratzt. Schade!

Um ein Schnurrhaar (OmU) ist ab sofort auf Netflix abrufbar

Netflix Original: The Irishman

Ein Vorwort

Das Netflix aus der Award-Season nicht mehr wegzudenken ist, hat der Erfolg von Roma im letzten Jahr bewiesen. Während Netflix lange den Ruf hatte bei den Filmen weniger auf Qualität als eher auf Quantität zu achten bei den Eigenproduktionen, ist nun nur noch teilweise richtig. Denn auch dieses Jahr ist neben Marriage Story auch ein The Irishman bei den Golden Globes stark vertreten. Über den grundsätzlichen Wandel zum Streaming und warum große Filmemacher, wie Martin Scorsese oder letztes Jahr Alfonso Cuaron, ihre Filme nicht mehr über die klassischen Studios finanziert kriegen und welche Vor- und Nachteile dies mit sich bringt, ist Thema für eine ganz eigene Diskussion. Ob The Irishman über eine Spiellänge von 3,5 Stunden funktioniert, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Der Ire Frank Sheeran (Robert de Niro) gelangt in den 1950er Jahren auf den Radar der Bufalino-Familie, einer Mafia Familie in Pennsylvania. Dort lernt er den Oberhaupt Russell (Joe Pesci) kennen. Über ihn wird er zum Leibwächter des Gewerkschaftsführers Jimmy Hoffa (Al Pacino).

Meine Meinung

Als ich mir vorgenommen habe The Irishman zu sehen, war meine größte Hemmschwelle tatsächlich die Lauflänge. Bereits The Wolf of Wall Street war mit 180 Minuten Lauflänge ein ganz schöner Brocken und schon den konnte ich bisher nie in einem Stück gucken. Nun hat sich Scorsese noch einmal selbst getoppt. Mit 209 Minuten Lauflänge beinhaltet er die Länge von zwei durchschnittlichen Filmen. Kann ein Film es schaffen die Aufmerksamkeit eines Zuschauers so lange zu halten?
Nun hier kommt es gewiss auch ein wenig darauf an, in welcher Umgebung man den Film sieht. Vor Veröffentlichung auf Netflix war The Irishman kurzzeitig in ausgewählten Kinos zu sehen. Unerreichbar also für alle, die nicht in einer großen Metropolregion mit vielen kleinen unabhängigen Kinos wohnen. Hier sind jedoch die Ablenkungsfaktoren durch die Umwelteinflüsse relativ gering. Allerdings kann man hier auch nicht mal eben den Film anhalten, um die Toilette aufzusuchen. Das reguläre Publikum wird den Film also auf Netflix schauen. Allein die Tatsache, dass Scorsese einen Appell an die Zuschauer starten musste, seinen Film doch bitte nicht auf dem Handy zu schauen, sagt viel über das Sehverhalten von Netflix-Zuschauern. Aber selbst ich, die den Film auf einem relativ großen Fernseher zu Hause sehen konnte, konnte mich nicht vollständig vor Unterbrechungen wappnen.
Dennoch sollte man möglichst versuchen den Film als Ganzes zu sehen und nicht in kleine Häppchen zu unterteilen. Dies ist mitunter auch gar nicht möglich, weil es tatsächlich keine Stelle im Film gibt, der man einen Cut anmerkt, also eine Stelle, wo man meinte „Okay, jetzt hab ich diesen Abschnitt gesehen, bevor es weitergeht, kann ich noch schnell etwas anderes erledigen“. Stattdessen ist die ganze Handlung geprägt von Zeitsprüngen und die Schauspieler werden mal jünger, mal älter, mal spiegeln sie ihr tatsächliches Alter wieder. Aber alles in einer laufenden Erzählung. Es gab auch die Überlegung, warum Scorsese, wenn er die Geschichte komplett auserzählen wollte, das Ganze nicht als Serie angelegt hat. Auch dies beantwortet der Film. Denn in einer Serie braucht man Szenen, die jede Folge eröffnen und Szenen die eine Folge in sich schließen. Sei es durch eine schöne Abschiedsmodellage an Bildern oder meinetwegen auch durch einen Cliffhanger. Doch als dies hätte die Erzählstruktur des Films massiv angegriffen, weswegen es die Folgerichtige Entscheidung war, den Film als Film zu belassen. Dennoch schafft der Film es nicht, einen für die gesamte Dauer zu fesseln. Er schafft es stellenweise, aber zwischendurch schweiften dann doch immer wieder die Gedanken ab. Dann kam wieder ein Stichwort und man wusste, wenn man jetzt nicht aufpasst, dann verpasst man etwas Wichtiges. Dann passte man wieder für 20 Minuten auf, bis man für 10 Minuten wieder komplett raus war und immer so weiter. In der Gänze schafft es The Irishman also durchaus den Zuschauer abzuholen.
Aber wieso wurde der Film dann nicht kürzer erzählt? Bei 209 Minuten gibt es doch bestimmt die eine oder andere Szene, die man hätte weglassen können? Grundsätzlich bin ich ein großer Verfechter von kürzeren Filmen. Alles, was über zwei Stunden dauert, braucht für mich eine gute Begründung, warum der Film so lang ist. Auch ist The Irishman einfach zu lang, angenehmer Filmgenuss geht anders. Doch hat Scorsese es geschafft einen Film zu drehen, bei dem wirklich jede Szene wichtig ist. Es gibt keine Szene, bei der man denkt, dass sie nur Füllmaterial ist, um den Film zu strecken. Denn alle Szenen führen zu unserem Protagonisten im Altersheim, der uns seine Geschichte erzählt. Ganz im Gegenteil muss man sogar sagen, dass der Film vielleicht sogar die eine oder andere Szene zu wenig hat. Denn gegen Ende gibt es einen kurzen Dialog zwischen DeNiro und eine seiner Töchter, die ihm erklärt, warum es nie wirklich ein Familiengefühl gab. Und genau dieser Aspekt kommt eigentlich viel zu kurz. In einer kurzen Szene sieht man, warum die Kinder Angst hatten ihrem Daddy etwas zu erzählen. Aber dabei wurde es dann belassen.
Kommen wir zu einem weiteren heiß diskutierten Punkt. Wie Scorsese im The Irishman Gespräch – ebenfalls einsehbar auf Netflix – sagte, war sein Hauptproblem vor der Umsetzung des Films, dass er zwar eine Ahnung hatte, wer der passende Cast sein könnte, jedoch die Handlung so viel Zeit umfasste, dass er eigentlich für viele Szenen weitaus jüngere Darsteller hätte casten müssen. Aber weil er wusste, dass jeder seiner Schauspieler absolut einzigartige Bewegungen und Mimik leisten würde, wollte er den gesamten Film mit den gleichen Darstellern drehen. Also musste eine Verjüngungstechnik her. Er wollte aber auch nicht die gleiche, die in Star Wars benutzt wurde. Schließlich wurde er fündig und konnte nun seine Darsteller anständig digital verjüngen lassen. Das Ergebnis kann sich auch durchaus sehen lassen. Das Problem an der Sache ist, dass seine Darsteller eben nicht jünger werden, sondern nur so aussehen. Auch wenn in vielen Szenen darauf geachtet wurde, dass sie sich eben nicht wie alte Männer bewegen, sieht man es den Herren eben doch an. Wenn de Niro zutritt, dann tritt er wie ein alter Mann. Das lässt sich nicht digital verbergen.
Dennoch leisten die Darsteller einen guten Job. Optisch, schauspielerisch und erzählerisch kann man The Irishman absolut nichts vorwerfen. Das Problem, das ich mit dem Film habe, ist rein persönlich. Ich mag keine Mafiafilme. Ich kann nichts damit anfangen. Mich überfordern die verstrickten Strukturen, die tausend Personen, die irgendwo irgendwann noch einmal wichtig werden können. Aber wer Mafiafilme mag oder gar liebt, der wird hier einen neuen Kandidaten fürs Herz haben.

Das Fazit

The Irishman ist mit 209 Minuten sehr lang. Dennoch besticht er über die gesamte Länge mit spannenden Elementen, guten Darstellern und einer einmaligen Optik. Für das optimale Sehvergnügen sollte man jedoch ein Liebhaber von Mafiageschichten sein. Denn wer vorher damit nichts anfangen konnte, kann es auch nach The Irishman nicht.

The Irishman lief ab dem 14.11.2019 in ausgewählten Kinos und ist seit dem 27.11.2019 auf Netflix abrufbar.