Murdoch Mysteries

Ein Vorwort

Hatte ich mich im Crimeherbst noch beschwert, dass es kaum neue Crimeserien gibt, flatterte kurz darauf eine Anfrage bei mir rein. Eine kanadische Crimeserie im Toronto der 1890er Jahre? Ich war sofort begeistert und konnte mir die Serie nicht entgehen lassen. Wie sie mir gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Detective William Murdoch (Yannik Bisson) arbeitet im 4. Polizeirevier von Toronto in den 1890er Jahren. Mit seinem unstillbaren Drang nach neuen Erkenntnissen ist er der Wissenschaft zeitweise voraus, was sein Vorgesetzter Inspector Thomas Brackenreid (Thomas Craig) eher kritisch beäugt. Unterstützt wird er von Pathologin Dr. Julia Ogden (Hélène Joy).

Meine Meinung

Der Einstieg in Murdoch Mysteries war etwas schwerfällig. Ich habe die ersten drei Folgen gebraucht, um reinzukommen, weil es keine direkte Einführungsfolge gibt. Ab Folge 1 an agieren die Charaktere, wie in den anderen Folgen auch. Wer sie alle sind, was ihre Aufgaben sind und wie sie zueinander stehen, muss man sich selbst ableiten. Doch sobald man das Grundkonstrukt verstanden hat – bei mir war es Folge 3 – macht die Serie gleich noch mehr Spaß.
Im Historienkrimi-Bereich habe ich bisher eher Miss Fishers mysteriöse Mordfälle gesehen, wo es nicht direkt um eine Polizeistation ging. Auch sind wir hier nicht in Australien, sondern in Kanada, was aber trotzdem eine schöne Abwechslung zu den bekannten Setting in den USA ist. Spannend ist hier vor allem, dass die Ermittlungen ohne die moderne Technik auskommen muss. Keine Verdächtigenkartei im PC, keine Überwachungskameras, selbst das Nehmen von Fingerabdrücken ist hier sehr fortschrittlich. Wie historisch korrekt das alles ist, überlasse ich lieber Historikern in der Bewertung, da gerade die Pathologin viele Sachen bestimmen kann, die für die damalige Zeit sehr fortschrittlich sein dürfte.
Protagonist William Murdoch besticht mit seiner distanzierten charmanten Art. Er ist eher zurückhaltend und muss nicht dauernd im Mittelpunkt stehen, ist aber im richtigen Moment präsent. Damit bildet er den perfekten Kontrast zu seinem eher hitzköpfigen Vorgesetzten. Ergänzt wird er von der ebenfalls eher ruhigen Pathologin und dem hibbeligen und eher nervösen Constable George Crabtree (Jonny Harris).
Die Folgen sind alle in sich geschlossen, die Serie arbeitet also nach dem „Mordfall der Woche“-Prinzip, was mir sehr gefällt. Dabei werden immer wieder historische Figuren oder Ereignisse aufgegriffen, wie beispielsweise der Kampf zwischen Wechsel- und Gleichstrom und Prominente, wie Nikola Tesla oder Arthur Conan Doyle. Die Fälle sind abwechslungsreich und spannend. Die persönlichen Dramen im Polizeirevier sind auf ein Minimum reduziert, so dass der Fokus überwiegend auf den Fällen liegt.
Das Ende ist irgendwo abgeschlossen, es gibt also keinen großen Cliffhanger, dennoch hoffe ich, dass die Handlung der finalen Folge noch einmal aufgegriffen wird, da sie etwas unbefriedigend endete. Aber dies stört den sehr positiven Gesamteindruck der Serie nicht.

Das Fazit

Murdoch Mysteries ist eine spannende historische Crimeserie, mit einem sympathischem Protagonisten, spannenden Fällen und Toronto in den 1890er Jahren. Für Historien- und Crimefans die perfekte Mischung.

Murdoch Mysteries Staffel 1 wurde mir von Glücksstern-PR als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

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