The End of Oak Street

Ein Vorwort

Wenn es um Dinosaurier im Film geht, bin ich doch gern am Start. Und wenn es dann nicht das unzähligste Jurassic World Sequel ist, sondern ein ganz neuer Ansatz, kann ich erst recht nicht widerstehen. Und auch, wenn The End of Oak Street nach dem Trailer in eine atmosphärischere düstere Richtung gehen sollte, gab mir die FSK 12 Freigabe doch Hoffnung, dass ich als kleiner Angsthase nichts zu befürchten habe. Wie viel Dino in diesem Film steckt, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Fanart des Filmtitels mit Kinoticket auf einer Filmklappe. Von oben rechts schaut ein Dinoplüschtier herein.

Die Handlung

amilie Platt lebt 1982 in einer Kleinstadt in den USA. Kleinere Unstimmigkeiten zwischen den Eltern und die ganz normalen Teenagerprobleme der beiden Kinder bestimmen den Alltag. Bis ihr Viertel eines Nachts ca. 200 Millionen Jahre in die Vergangenheit katapultiert wird. Und plötzlich stehen sie auf dem Speiseplan.

Meine Meinung

Einer der häufigsten Kritikpunkte an den Jurassic Park/World Filmen – und ja auch an Steven Spielbergs Meisterwerk von 1993 – ist, dass Dinos aus verschiedenen Zeitaltern und von verschiedenen Lebensräumen zusammengewürfelt wurden. Denn der legendäre Kampf zwischen T-Rex und Stegosaurus, der so oft in Filmen und Serien herangezogen wurde, hat niemals stattgefunden. Und wenn sich auf etwas konzentriert wurde, dann meist auf die Kreidezeit, um eben jenen beliebten Scharfzahn zeigen zu können.
Nicht so The End of Oak Street, die bewusst den Zeitraum von 200 Millionen Jahren nennen und damit rein Dinos aus der Jurazeit eingebracht haben. Mit dabei meine persönlichen Favoriten, wie Allosaurus, aber auch meinen absoluten Lieblingsdino Brachiosaurus. Und von den Dinos, die ich direkt erkannt habe, gab es zumindest auch Funde in Nordamerika, was den Bezug zum Film noch besser recherchiert macht. Zeitgleich wurden auch neue Erkenntnisse aus der Forschung eingebaut, die den Dinos weniger die typische Repitilienhaut und mehr Fell attestiert.
Aber okay, genug von den Dinofakten und kommen wir zum Film. Hier haben wir einen soliden Einstieg, der uns die Familie Platt vorstellt und uns einerseits die typische achtziger Jahre Vorstadtfamilie zeigt, aber auch individuelle Charaktere, um die wir im Folgenden fiebern werden. Denn auch wenn die Anzeichen zunächst subtil sind, werden wir schnell in die Albtraumversion der Vorstadt katapultiert. Hier wurde der Nostalgietrend von Serien, wie Stranger Things, genommen und mit einer wesentlich realistischeren Variante eines Dinofilms kombiniert.
Und hier sollte die FSK Freigabe mit 12 definitiv überdacht werden, denn der Film hatte es stellenweise schon in sich – zumal eben auch jüngere Kinder unter elterlicher Aufsicht rein dürfen und zumindest die Eltern neben mir im Kino bei der Beschreibung „Film mit Dinos“ nicht weiter nachgedacht hatten. Denn die beklemmende Atmosphäre des Film funktioniert gut, da immer wieder zwischen Plänen und Verzweiflung geschwenkt wird. Hier hatte ich oft das Gefühl, dass es gar keine Lösung für das Problem geben könnte. Doch der Film schafft es nicht nur eine runde Lösung zu finden, sondern diese auch in einem Finale voller Nervenkitzel zu inszenieren. So sehr habe ich mich schon lange nicht mehr im Kinosessel gewunden, weil ich die Spannung kaum ertragen konnte.
Zu der gelungenen Inszenierung tragen auch die Hauptdarstellenden Ewan McGregor und Anne Hathaway bei, die zusammen mit den Jungdarstellenden Maisy Stella und Christian Convery die sich stetig steigernde Verzweiflung gelungen rüberbringen. Und auch, wenn sich der Film viel Mühe mit den Dinos gegeben hat, hätte ich doch gern ein bisschen mehr von ihnen gesehen. Aber das ist wirklich nur mein ganz persönliches Bedürfnis nach mehr Dinos.

Das Fazit

The End of Oak Street inszeniert die zunehmende Verzweiflung einer Familie sehr spannend und garniert dies mit einer der besten Darstellung der aktuellen Dinosaurierforschung seit langem. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

The End of Oak Street läuft seit dem 13.08.2026 in den deutschen Kinos

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