Wer von euch ist auch mit den Looney Tunes aufgewachsen? Die Kurzfilme gehörten für mich früher regelmäßig zum Sonntag Morgen Programm. Und natürlich neben Bugs Bunny und Tweety mochte ich sehr den Road Runner und Wile E. Coyote. Das Meep Meep des Road Runners nutze ich häufig, wenn ich Leute auf mich aufmerksam machen will und freu mich, wenn Leute drauf einsteigen. Dass es nun einen neuen Film mit genau diesen Charakteren geben sollte, ging aber komplett an mir vorbei. Umso überraschter und begeisterter war mein Kinobesuch. Ob der Film meinen Kindheitserinnerungen gerecht werden konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Nach jahrelangen Fehlversuchen endlich den Road Runner zu fangen, hat Wile E. Coyote wieder einen herben Rückschlag erlitten. Nachdem er eine Werbung für einen Anwalt für Cartoonschäden sieht, packt er alle Artikel von ACME, die er im Laufe der Jahre gesammelt hat, zusammen, um eine große Klage hervorzurufen. Nur, dass dieser eher auf minimale Vergleiche spezialisiert ist und nicht mit einem so großen Prozess gerechnet hat. Doch ACME hat noch mehr zu verbergen und versucht daher alles, dass nicht zu tief gegraben wird.
Meine Meinung
Wirklich viel Marketing hatte der Film im Voraus nicht, so dass er fast an mir vorbeigegangen wäre. Dabei wäre er fast steuerlich einfach abgeschrieben worden und konnte nur durch das kleine Studio Ketchup Entertainment gerettet werden. Also eigentlich eine spannende Entstehungsgeschichte, aber darum soll es hier gar nicht großartig gehen. Denn allein die Prämisse, dass die Geschichten von Coyote und Road Runner genutzt werden, um einen großen Rechtsstreit vom Zaun zu brechen, zog mich sofort ins Kino. Dabei bekommen wir direkt am Anfang gezeigt, dass es wohl um etwas deutlich größeres gehen wird. Denn wir treffen zunächst auf Dr. Lorre, der in einer ACME Fabrik eine schreckliche Entdeckung gemacht hat. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, riskiert er alles und verliert. Hier haben wir also bereits eine große Verschwörung, ehe wir zu Wile E. Coyote kommen und in der eigentlichen Geschichte landen. Wir begleiten seine Reise in die Stadt zu Kevin Avery, der eine nicht wirklich erfolgreiche Anwaltskanzlei führt, die sich auf Cartoonschäden spezialisiert hat. Allerdings eher auf Vergleiche mit kleinen Entschädigungssummen. Und hier entwickelt sich die Geschichte sehr dynamisch. Wir haben natürlich einige Klischees, die aber auch direkt so benannt werden. Der frustrierte Anwalt ohne Erfolg, die übereifrige Nichte, die noch an das Gute im Rechtssystem glaubt und natürlich der böse Konzern, der eine sehr gut organisierte Rechtsabteilung hat. Und mittendrin eine Menge Cartoon Charaktere. Und die Vermischung dieser Elemente macht auch den Witz aus, denn es ist ein reines „Was wäre, wenn die Cartoon Charaktere einfach in unserer Welt leben würden“. Wir bekommen das Loch in der Wand beim herausrennen, aufgemalte Türen, die zu echten werden und jede Menge weitere Kleinigkeiten, die beim entdecken unglaublich viel Spaß machen, ebenso wie die ganzen Cameos aus dem Looney Tunes Universum. Auch die Freundschaft, die sich zwischen Kevin und Avery Paige und Coyote aufbaut, ist gut geschrieben und durch ein Auf und Ab geprägt. Die Dynamik mit John Cena als Gegenspieler sorgt auch für einige witzige Momente, so dass der Film gut zu unterhalten weiß. Meine Erwartung an die Gagdichte war eine höhere, aber zu sagen, sie wäre zu niedrig, ist auch übertrieben. Lediglich das Ende hinterlässt leider einen Nachgeschmack. Hier wird die Anfangssequenz um Dr. Lorre und seine Entdeckungen wieder aufgegriffen und wir bekommen eine alternative Erzählung zu Tierversuchen. Und dass der böse Konzern nur auf Profit aus ist, überrascht natürlich keineswegs. Aber dass hier keine Gegenargumentation aufgemacht wird, sondern die Begründung einfach so stehen gelassen wird, da die Geschichte mit dem Road Runner auserzählt werden musste, ist durchaus problematisch. Gerade da auch Kinder zur Zielgruppe gehören, hätten diese Aussagen eingeordnet werden müssen. So bleibt irgendwo ein Nachgeschmack bei einem ansonsten sehr unterhaltsamen Film.
Das Fazit
Coyote vs. ACME schafft es Nostalgie in ein modernes Setting zu verfrachten und die Looney Tunes in eine witzige Geschichte rund um einen Rechtsstreit zu stecken. Mit tollen Witzen und einer ans Herz gehenden Geschichte weiß der Film Jung und Alt abzuholen. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
Coyote vs. ACME läuft seit dem 10.09.2026 in den deutschen Kinos
Ach das MCU existiert noch? Das war meine ehrliche Reaktion als ich zum ersten Mal den Trailer zum inzwischen vierten Spider-Man Film aus dem Hause Marvel (aber eben auch aus dem Hause Sony … es ist kompliziert). Denn nach zu vielen schlechten Filmen und Serien in den letzten Jahren ist meine Begeisterung sehr stark abgeflacht und ich habe aktuelle Entwicklungen nur noch am Rande verfolgt. Warum Spider-Man – Brand new Day ein Grund ist, dem MCU doch wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Vier Jahre, nachdem die Welt und damit auch seine besten Freunde und seine große Liebe Peter Parker vergessen mussten, schuftet er sich als Spider-Man jeden Tag kaputt. Bis jemand es schafft Besitz von Menschen zu nehmen und diese dazu zu bringen das Hochsicherheitsgefängnis anzugreifen. Dabei wird der Schwerverbrecher Scorpion befreit, der kurz darauf die Damage Control angreift. Doch Peter kämpft zeitgleich mit seinen Spinnenkräften, die außer Kontrolle geraten. Hat auch er ein Monster in sich, das kontrolliert werden muss?
Meine Meinung
Es gab Zeiten da war ich mit dem MCU so sehr vertraut, dass ich aus dem Kopf ganze Zusammenfassungen geschrieben habe, damit ich euch die in Beiträgen zu neuen Filmen verlinken konnte, damit ihr stets wusstet, welche vorherigen Filme relevant waren und was dort passiert ist. Denn im MCU ist alles irgendwie miteinander verknüpft und es gibt so viele Andeutungen, die für Fans stets ein Beweis war, wenn alle gefunden wurden, dass man sich wirklich gut auskannte. Doch nachdem mit Endgame meiner Meinung nach ein runder Abschluss gefunden wurde, ging die vierte Phase los und eröffnete nach der Infinity-Saga die Multiverse-Saga. Die war leider geprägt von unfassbar schlechten Filmen, wie Eternals, und selbst bekannte Helden bekamen grauenhafte Fortsetzungen, wie Dr. Strange. Hinzu kam eine regelrechte Flut an Serien und während am Anfang noch ganz interessante dabei waren, nahmen auch diese immer mehr an Qualität ab und spätestens bei dem Komplettreinfall She-Hulk hatte ich kein Interesse mehr. Aber irgendwo schlummerte meine Liebe zu dem Fandom noch. Ein The Avengers kann ich bis heute fast auswendig mitsprechen. Und während ich die Serien einfach anfing zu ignorieren, verfolgte ich die Filme noch halbherzig. Hier gab es zumindest immer weniger pro Jahr und die absolute Übersättigung nahm etwas ab. Und zumindest die Thunderbolts konnten mich wieder überzeugen, dass noch Ideen im MCU schlummerten, die langsam rausgelassen werden wollten. Und damit kommen wir nach unfassbar vielen Worten vorab endlich zu Spider-Man. Denn nach dem Trailer war ich mir nicht sicher, ob hier etwas draus werden könnte, oder ob er sich in die immer länger werdende Liste der Enttäuschungen einreihen würde. Aber erste Eindrücke im Freundeskreis erzählten vom Gegenteil also ging ich vergleichsweise optimistisch ins Kino. Und nach einem eher ruhigen Anfang kommen wir wahnsinnig schnell in die Action, die es aber schafft eine Menge Geheimnisse aufzumachen und daher auch noch eine Weile ein Rätselraten lässt, mit welchem Antagonisten wir denn konfrontiert werden. Und als die Auflösung kam, war ich sehr enttäuscht, denn es war keine Unbekannte im erweiterten MCU (aus Spoilergründen bleibe ich hier bewusst wage), und ich verband nichts Gutes mit dem Charakter. Aber Brand New Day bewies mir das endlich das Gegenteil. Nämlich, das mit einem starken Hintergrund, einer durchdachten Story und wenn die Antagonsten mal nicht austauschbare Statisten sind, wir durchaus mit ihnen mitfühlen können. Vor allem wird hier aber viel damit gespielt, wer ist wirklich Gut und Böse. Das wird auch durch Spider-Mans Problemen mit seinem Spinnen-Gen gezeigt, wodurch er überlegt, ob er sich kontrollieren muss, wie Hulk. Hier zeigt der Film, wie zuletzt auch Thunderbolts, das sie vom reinen Popcornkino auf eine andere Ebene zu klettern wissen. Aber keine Angst, die Action kommt hier nicht zu kurz. Auch treffen wir wieder alte Bekannte, wie Peters Freunde Ned und MJ, aber auch bekannte Gesichter aus dem MCU, wie Hulk und relativ frisch The Punisher. Dieser ist aus der gleichnamigen Netflix-Serie bekannt, die jetzt irgendwie seit Daredevil ins MCU aufgenommen wurde, auch Canon ist. Und er bringt hier definitiv frischen Schwung mit und bietet einen guten Kontrast zu Peter. Die Dialoge zwischen den beiden lockern den gesamten Film deutlich auf, ihre unterschiedlichen Herangehensweisen bieten Spielraum für Diskussionen und sorgen so für differenzierte Betrachtungsmöglichkeiten. So macht Brand New Day einiges richtig und konnte mich durchaus überzeugen dem MCU wieder mehr eine Chance zu geben, Ich bin sehr gespannt, ob dich Doomsday hier gleich wieder übernimmt, oder der gute Kurs beibehalten wird.
Das Fazit
Spider Man 4 – Brand New Day hat eine durchdachte Handlung, gute Charakterentwicklungen und kombiniert dies mit spannender Action. Die Kombination aus bekannten und neuen Charakteren geht gut auf und sorgt so für Hoffnung für das MCU. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
Spider-Man 4 – Brand New Day lief seit dem 30.07.2026 in den deutschen Kinos
Antike Heldensagen und Göttergeschichten sind gerade wieder voll im Trend. Zumindest lassen das die unzähligen Retelling, die aktuell den Büchermarkt überschwemmen vermuten. Und auch im Jugendbuchbereich lässt der noch immer bestehende Percy Jackson Hype, angespornt durch die aktuelle Serienadaption, den gleichen Schluss zu. Nicht auf meiner Bingokarte hatte ich, dass Regisseur Christopher Nolan da mit aufspringt. Eben jener Regisseur, der uns nicht nur The Dark Knight, sondern auch Inception oder zuletzt Oppenheimer brachte. Warum sein Ansatz sehr gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Acht Jahre nach dem Ende des trojanischen Krieges ist Odysseus noch immer nicht nach Hause zurückgekehrt. Seine Frau und Sohn haben alle Mühe die Freier unter Kontrolle zu halten, die den Thron mit einer Heirat besteigen wollen. Währenddessen ist Odysseus bei Kalypso und kann sich nicht erinnern. Doch nach und nach kommen die Erinnerungen an seine Irrfahrt zurück.
Meine Meinung
Ein zentrales Thema bei der Filmographie von Christopher Nolan ist die Zeit. Das begann schon bei seinen Anfängen mit Memento, der rückwärts erzählt wurde, und gipfelte vermutlich in Tenet. Und auch seine bisherigen historischen Werke Dunkirk und zuletzt Oppenheimer sind irgendwo voll mit der Thematik, wobei es bei Dunkirk auch auf gestalterischer Ebene großen Einfluss hatte. Als nun die Ankündigung kam, dass Nolan für seinen nächsten Film noch weiter zurückgehen würde und uns bis ans Ende des trojanischen Krieges bringt, war ich gleichzeitig gespannt und doch sicher: diesmal hat er sich übernommen. Die komplette Odyssee zu erzählen, dafür reicht kein Film. Aber wie sich herausstellte, war das auch gar nicht Nolans Bestrebung. Und so erzählt er in den 172 Minuten nicht die gesamte Irrfahrt von Odysseus, aber bringt die wichtigsten Stationen mit rein und schafft es noch auch Elemente seiner wartenden Familie und Rückblicke auf den Krieg einzubauen. Und bevor hier ein Historiker meckert: Nein, der Film ist weder historisch korrekt, noch erzählt er die Odyssee fehlerfrei nach. Aber, und das ist ein nicht ganz unwesentlicher Aspekt, er erzählt die Geschichte in einer Weise, die so faszinierend und mitreißend ist, das dies absolut irrelevant wird. Und bewusste Änderungen, die nicht auf schlechter Recherche, sondern dem Bewusstsein für das Element Film entstehen, verzeihe ich auch viel eher. Aber fangen wir am Anfang an. Wir landen direkt am Hofe von Ithaka, wo wir einen der zentralen Handlungsorte haben. Der Hof von Odysseus, der seit vielen Jahren unbesetzt ist. Seine Frau Penelope hat viele Jahre regiert, doch die Freier besetzen jede Nacht mit ausschweifenden Partys die Hallen und während sie und ihr Sohn das Gesetz des Zeus ehren, suchen die Freier bewusst nach Streit. Zu dieser Situation schalten wir auch immer wieder zurück und erleben die zunehmende Verzweiflung von Mutter und Sohn und dem immer dreisterem Auftreten der Freier. Und immer wieder steht die Frage im Raum: Wo ist Odysseus. Den treffen wir mit Kalypso auf einer Insel und mit dem Verzehr der Lotusblüte dürfte den Mythologiekundigen einiges klar sein. Ab hier rekonstruiert der Film nach und nach die Irrfahrten und wie es dazu überhaupt kommen konnte. Immer wieder unterbrochen von anderen Episoden und einem Rückblick auf die finale Schlacht selbst. Schon ab der ersten Sekunde zieht Nolan seine Zuschauenden in einen Bann und lässt sie erst mit dem Abspann wieder los. In meiner Kinovorstellung war am Anfang relativ viel Gewusel, was mich sonst stark gestört hätte, aber hier haben die ersten Töne des Soundtracks gereicht, um alles um mich herum zu vergessen und zu ignorieren. Gefühlt jeder kennt die Geschichte des trojanischen Pferds und wie der Krieg dadurch gewonnen werden konnte. Aber Nolan geht eben einen Schritt weiter und lässt die Geschichte aus dem Inneren erzählen und nie waren Männer in einem hölzernen Pferd so spannend. Hier ist einfach ein Meister der Erzählkunst am Werk gewesen. Die einzelnen Stationen der Odyssee waren wir mal mehr mal weniger bekannt und auch, wenn ich einige Wendungen dadurch vorher wusste, so hab ich doch mitgefiebert, gebangt und gehofft. Und auch, wenn einige Szenen spannender waren als die anderen, so war es doch die Mischung, die den Reiz ausgemacht hat. Dieser stete Wahnsinn, der in jeder Pore steckte. Dass Nolan schauspielerisch immer alles auffährt, was geht, ist auch kein Geheimnis. Und so tummeln sich hier einige hochkarätige Namen, die alle ihre Rollen gut spielen. Und optisch ist der Film eine Wucht. Selbst in der „abgeschnittenen“ Version – also kein IMAX Format – wirkt der Film in der Bedrücktheit der Bilder noch bis nach dem Kinobesuch nach. Hier wurde wirklich noch fürs Kino und nichts fürs Streaming produziert. Dass der komplette Film weltweit dennoch nur in wenigen Sälen voll gezeigt werden konnte, finde ich dennoch kritisch. Ebenso der umstrittene Drehort der Westsahara. Hierzu hätte es bestimmt ebenso gute Alternativen gegeben, auch wenn ich Nolans Hang zu praktischen Effekten sehr schätze.
Das Fazit
Die Odyssee ist ein ein Kinoerlebnis der ganz besonderen Art. Von Bildern über den Soundtrack bis zur Geschichte. Hier stimmt einfach alles. Nolans ganz eigene Handschrift verleiht dem antiken Stoff eine neue Prise Wahnsinn. Dafür gibt es 10 von 10 möglichen Punkten.
Die Odyssee läuft seit dem 16.07.2026 in den deutschen Kinos
Kennt ihr diesen einen magischen Moment, wenn ihr auf einer Party jemanden kennenlernt und auf einmal ist alles perfekt. Ihr redet und redet und lacht und glaubt direkt an Seelenverwandtschaft? Nur, um am nächsten Morgen festzustellen, dass die Handynummer nicht vollständig ist? Okay, zumindest das letzte Szenario ist wohl eher speziell, aber ich fand es einen tollen Aufhänger, um mal wieder eine Liebesgeschichte aus Großbritannien zu sehen, die nicht den typischen Hollywoodfilter hatte. Warum Finding Emily vieles richtig macht, aber ab und an auch den Fokus verliert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Owen jobbt nach dem Tod seiner Mutter in einer Studierendenbar, wo er eines Nachts auf Emily trifft. Die beiden verstehen sich sofort, doch sie muss weiter zu einer anderen Party. Unter Zeitdruck gibt sie Owen ihre Nummer. Doch als der sie am nächsten Tag erreichen will, stellt er fest, dass sie eine Nummer zu wenig hat. Bei der Suche auf dem Campus trifft er auf eine andere Emily, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzt und noch ein Fallbeispiel braucht. Sie sieht Owen als bestes Beispiel und bietet ihm Hilfe an. Nur leider schießen beide über das Ziel hinaus und bald steht der ganze Campus Kopf.
Meine Meinung
Wie viele Leute mit gleichen Namen an einer großen Uni studieren ist so gar keine Frage, die ich mir je gestellt habe. Aber es gibt in jeder Generation einzelne Namen, die so beliebt sind, dass sie ständig vergeben wurden. Und anscheinend gibt es unter den aktuellen Studierenden in Großbritannien sehr viele Emilys. Sofern sich der Film hier auf reale Fakten stützt. Und selbst wenn nicht, ist es doch ein realistisches Szenario. Und jetzt stellt euch vor, ihr sucht genau eine dieser unzähligen Emilys. Wie würdet ihr vorgehen? Genau mit dieser Prämisse spielt der Film und fängt damit auch sehr süß an. Wir haben Owen, der sich einfach nicht anders zu helfen weiß und deswegen einen Aushang macht. Und eben im Sekretariat nachfragt und dort einen Tipp bekommt, welche Emily er meinen könnte. Dabei trifft er auf eine ganz andere Emily, die ihm aber bei der Suche helfen will. Und genau hier beginnt der Film unterschwellig noch eine andere Geschichte zu erzählen. Denn wir haben hier eine Protagonistin, die aus vielen Gründen einfach nicht an die Liebe glaubt und dies auch wissenschaftlich beweisen will. Owen ist also der perfekte Kandidat für ihr Fallbeispiel, dass Liebe wahnsinnig macht. Nur leider ist Owen gar nicht so wahnsinnig und hätte auch ziemlich früh wieder aufgegeben. Also beginnt Emily damit ihn zu manipulieren und immer weiter in eine Richtung zu drängen. Das ist bis zu einem gewissen Zeitpunkt auch noch irgendwo vertretbar als romantische Komödie und es gibt mehr als genug schöne Szenen, die den Film zu einem Vergnügen machen und die 111 Minuten wie im Flug verstreichen ließen. Leider driftet er irgendwann in eine Richtung, die sehr manipulierend und regelrecht toxisch ist. Auch das wäre vollkommen okay gewesen, wenn der Film nicht vergessen würde, es auch als eben dieses zu benennen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Stattdessen geht Owen durch die Hölle und wird an der ganzen Uni als Freak abgestempelt, es folgen sogar berufliche Konsequenzen, aber am Ende reicht eine Entschuldigung und „große Geste“, um all dies unwichtig werden zu lassen. Dabei hatte der Film an einigen Stellen durchaus Potenzial. Auf eine Massenmail an alle Emilys der Uni gibt es verständlichermaßen Proteste. Leider wird hier die Anführerin als hysterische Feministin dargestellt, die wegen einer absoluten Kleinigkeit vollkommen ausrastet. Aber es ist eben keine Kleinigkeit, wenn jemand von außerhalb sensible Daten von einer Uni abgreifen kann. Aber anstatt sich darauf zu beziehen und eine sinnvolle Debatte zu eröffnen, wird um des Komödienfaktors hier bewusst alles ins Lächerliche gezogen. Auch noch an einigen weiteren Stellen im Film werden die Stimmen für mehr Schutz von Frauen so stark überzeichnet, dass die eigentlich sinnvolle Botschaft dahinter komplett verschwimmt. Wieso das problematisch ist, zeigt die aktuelle Debatte um Jane Doe an der Cornell in den USA, wo es eben nicht hysterische, zickige und eingebildete Frauen sind, die Männer bloßstellen, sondern sich die Frauen zusammentun, um ein Opfer einer Massenvergewaltigung zu schützen, während die Vergewalter absolut keine Konsequenzen für ihr handeln hatten, geschweige denn die 50 Männer, die geschwiegen haben. Natürlich ist dort die Situation eine ganz andere als hier in unserer harmlosen Romcom. Aber den Fokus so zu verschieben und alles problematische und toxische nicht einzuordnen und jeder, der es versucht einzuordnen, auf so eklige Weise darzustellen, damit wir auch ja Mitleid mit unseren Protagonist*innen haben, ist halt schwierig. Nichtsdestotrotz bin ich erstmal mit einem guten Gefühl aus dem Kino gegangen und fand ihn gut. Ich war gut unterhalten, fand gerade das Ende sehr schwach, aber die Darstellenden haben die Rollen gut verkörpert und ich war erleichtert endlich mal wieder keine Hollywood Schönheiten auf der Leinwand zu haben, sondern Durchschnittsgesichter, die viel realistischer sind. Aber je mehr ich im Nachgang über verschiedene Aspekte des Films gesprochen oder nachgedacht habe, lande ich doch immer wieder bei den negativen Aspekten. Und im Nachhinein stören sie mich leider immer mehr, wodurch ich meine ursprüngliche Bewertung, die ich beim Verlassen des Kinos im Kopf hatte, doch nach unten korrigieren muss.
Das Fazit
Finding Emily ist oberflächlich gesehen eine solide Romcom, die an einigen Stellen ein bisschen über das Ziel hinausschießt, doch verbergen sich so viele problematische Stellen, die bis zum Ende nicht eingeordnet werden. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.
Finding Emily läuft seit dem 10.09.2026 in den deutschen Kinos
Der erste Herbstmonat ist auch schon wieder vorüber und damit auch das Kinofest. Ich habe die Chance genutzt und direkt drei Filme hintereinander gesehen, womit meine Statistik deutlich gestiegen ist. Dafür waren es diesmal weniger Bücher als sonst, was aber völlig in Ordnung ist. So hat alles ein Auf und Ab. Und damit geht es ohne weitere Worte direkt in meinen medialen Rückblick auf den September:
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Coyote vs. ACME: Nach jahrelangen Fehlversuchen endlich den Road Runner zu fangen, hat Wile E. Coyote wieder einen herben Rückschlag erlitten. Nachdem er eine Werbung für einen Anwalt für Cartoonschäden sieht, packt er alle Artikel von ACME, die er im Laufe der Jahre gesammelt hat, zusammen, um eine große Klage hervorzurufen. Nur, dass dieser eher auf minimale Vergleiche spezialisiert ist und nicht mit einem so großen Prozess gerechnet hat. Doch ACME hat noch mehr zu verbergen und versucht daher alles, dass nicht zu tief gegraben wird. – Wer mit den Looney Toons aufgewachsen ist, wird hier seine Freude dran haben, auch wenn ich die Gagdichte etwas größer erwartet hätte. Das schmälert jedoch nicht den Spaß am Film, auch wenn sie am Ende ein bisschen übers Ziel herausschießen.
Finding Emily: Owen jobbt nach dem Tod seiner Mutter in einer Studierendenbar, wo er eines Nachts auf Emily trifft. Die beiden verstehen sich sofort, doch sie muss weiter zu einer anderen Party. Unter Zeitdruck gibt sie Owen ihre Nummer. Doch als der sie am nächsten Tag erreichen will, stellt er fest, dass sie eine Nummer zu wenig hat. Bei der Suche auf dem Campus trifft er auf eine andere Emily, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzt und noch ein Fallbeispiel braucht. Sie sieht Owen als bestes Beispiel und bietet ihm Hilfe an. Nur leider schießen beide über das Ziel hinaus und bald steht der ganze Campus Kopf. – Eine süße Romanze aus Großbritannien, die mal nicht so weichgewaschen ist, wie die Konkurrenz aus Hollywood, was herrlich erfrischend ist. Leider verrennt sich der Film zwischenzeitlich, so dass er die falschen Botschaften vermittelt.
Die Odyssee: Acht Jahre nach dem Ende des trojanischen Krieges ist Odysseus noch immer nicht nach Hause zurückgekehrt. Seine Frau und Sohn haben alle Mühe die Freier unter Kontrolle zu halten, die den Thron mit einer Heirat besteigen wollen. Währenddessen ist Odysseus bei Kalypso und kann sich nicht erinnern. Doch nach und nach kommen die Erinnerungen an seine Irrfahrt zurück. – Christopher Nolan ist zurück und bringt eine der ältesten Geschichten auf die große Leinwand und schafft es dem antiken Stoff seinen ganz eigenen Stempel zu geben.
Spider-man 4 – Brand new Day: Vier Jahre, nachdem die Welt und damit auch seine besten Freunde und seine große Liebe Peter Parker vergessen mussten, schuftet er sich als Spider-Man jeden Tag kaputt. Bis jemand es schafft Besitz von Menschen zu nehmen und diese dazu zu bringen das Hochsicherheitsgefängnis anzugreifen. Dabei wird der Schwerverbrecher Scorpion befreit, der kurz darauf die Damage Control angreift. Doch Peter kämpft zeitgleich mit seinen Spinnenkräften, die außer Kontrolle geraten. Hat auch er ein Monster in sich, das kontrolliert werden muss? – Das MCU ist endlich zurück. Nach den vielen Enttäuschungen der letzten Phasen haben sie es wieder geschafft einen soliden Film zu erzählen und doch das Multiverse weiter auszubauen.
Pressure: 1944 planen die Allierten den D-Day und versuchen alle Eventualitäten auszuloten. Für die Wettervorhersage wird der Meteorologe James Stagg einberufen. Dieser, wohl wissend, dass Wetter immer nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden kann, macht sich durch seine Art nicht sonderlich beliebt. Vor allem mit seinem amerikanischen Kollegen Krick gerät er regelmäßig aneinander. Und General Eisenhower übt permanent weiter Druck aus, um eine verlässliche Vorhersage zu bekommen. – Bekannte historische Begebenheiten mal aus einem ganz anderen Blickwinkel und hochkarätig besetzt. Ich war von der ersten bis zur letzten Minute vollkommen gebannt.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Practical Magic: Die Owens sind Hexen, das weiß jeder im Ort. Nur, dass die gesamte Familie verflucht ist und jeder Mann, den sie lieben, sterben wird, weiß niemand. So gelangen die Owens Schwestern Sally und Gillian schon früh in die Obhut ihrer Tanten und wachsen zwischen Magie und Ausgrenzung der anderen Kleinstadtbewohner auf. Während Sally irgendwann ihren Gefühlen nachgibt und eine Familie gründet, versucht es Gillian mit losen One-Night-Stands. Das funktioniert für beide nicht sonderlich gut und sie müssen als Familie zusammenhalten, um alle Widrigkeiten auszuhalten. – Süße kleine Perle mit einer tollen Schwesterndynamik und ein perfekter Film für cosy Herbsttage.
Ponyo: Ponyo ist ein Goldfisch, die im Meer lebt und von ihrem Vater, einem Magier, behütet wird. Doch eines Tages entkommt sie und wird an Japans Strand gespült, wo sie auf den Jungen Sōsuke trifft. Vom Wunsch erfüllt nun ebenfalls ein Mädchen zu werden und mit ihrem neuen Freund mehr Zeit zu verbringen, lehnt sie sich gegen ihren Vater auf. Doch der Ozean versucht alles, um Ponyo zurück zu bekommen. – Eine weitere kleine Perle aus dem Hause Ghibli. Tolle Meeresbilder und eine schöne Geschichte über Freundschaft.
Cloud Atlas: In einer Zeitspanne von mehreren hundert Jahren werden sechs verschiedene Geschichten erzählt. Von einem defekten Nuklearreaktor und dessen journalistische Enthüllung, über die Rache eines Bruders, einen alternden Komponisten, der mit der jungen Konkurrenz nicht zurecht kommt, bis weit in die Zukunft. – Was war das? Ich kann nicht so richtig sagen, was ich da für ein Wirrwarr aus Geschichten gesehen habe und alles passte irgendwie schon zusammen, aber hat mir überhaupt nichts gegeben. Leider eher enttäuschend.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Practical Magic 2: Nachdem ich in diesem Monat endlich den ersten Teil gesehen habe, bin ich schon gespannt, was sie all die Jahre später draus gemacht haben. Auch, wenn die ersten Stimmen eher enttäuscht klingen.
Primetime: Klang von der Prämisse her echt gut und Robert Pattinson hat sich als Charakterdarsteller echt gemacht. Bin gespannt, was draus geworden ist.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Agatha Christies Seven Dials – Staffel 1 (Spannende Miniserie mit tollen Darsteller*innen. Hab sie an einem Abend durchgebinged, weil ich immer wissen wollte, wie es weitergeht und was die finale Auflösung war)
Virgin River – Staffel 3 (Keine Angst, der Serie ist ihr übertriebenes Drama nicht ausgegangen. Leider wird der Love Interest auch immer mehr zu einer Red Flag, wird aber weiter romantisiert und mal schauen, wie lange ich mit der Serie noch auskomme)
Boyfriend on Demand – K-Drama (Etwas zäher Einstieg. Schauspieler, auf die ich mich gefreut habe, tauchen nur kurz auf, aber gerade in der zweiten Hälfte sehr stark und da konnte ich kaum noch abschalten)
A man on the Inside – Staffel 1 (Lange keine Serie mehr gehabt, die mich emotional so mitgenommen hat. Eigentlich eine nette kleine Serie zwischen Krimi und Komödie, aber mit dem Setting im Altersheim werden so viele Ebenen zum Thema Älter werden, Einsamkeit und Verlust aufgemacht, dass es mich emotional absolut mitgerissen hat)
Miracolous – Die Abenteuer von Ladybug und Cat Noir – Staffel 4 (Marinette bekommt mehr Verantwortung und fühlt sich dem nicht gewachsen. Macht neue Ebenen auf und entwickelt so die Geschichte gekonnt weiter.)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 12 Seiten insgesamt: 3.358 Seiten pro Tag: 111 im Durchschnitt Taschenbuch: 1 Comic/Manga/Graphic Novel: 4 Hörbuch: 7
Der Sommer, in dem Hikaru starb 6: Die Anomalien werden immer deutlicher und Yoshiki und Hikaru versuchen mehr darüber hinauszufinden. Da bringt sie ausgerechnet ein Klassenkamerad auf eine neue Spur. – Langsam bekommen wir mehr Infos, aber es ist immer noch sehr langsam erzählt.
The Tainted Cup: Am Rande des Imperiums wird eine Leiche gefunden, aus der ein Baum gewachsen ist. Das klingt skuril genug für die Ermittlerin Ana Dolabra und sie schickt ihren Assistenten, den Gravierer Dinios, vor, um Erkundigungen einzuholen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass sie in eine wesentlich größere Verschwörung reingezogen wurden und das Schicksal des Imperiums in ihren Händen liegt. – Interessanter Weltenbau, bei den Namen bin ich aber schnell ausgestiegen und so gut durchdacht auch die Charaktere und der Fall waren, war es mir alles eine Spur zu viel. Handwerklich aber echt gut geschrieben.
Miss Merkel 2 – Mord auf dem Friedhof: Angela Merkel sucht in Ermangelung von neuen Mordfällen nach einer neuen Beschäftigung in ihrer Rente. Da trifft sie den charmanten Bestatter Kurt Kunkel, den sie insgeheim nur Aramis nennt, und ist begeistert, wie schön sie mit ihm über Shakespeare philosophieren kann. Doch kurz darauf ist der Friedhofsgärtner tot und Aramis im Kreis der Verdächtigen. Aber immerhin kann Angela endlich wieder ermitteln. – Ein weiterer Fall und wieder ein nettes Buch für Zwischendurch. Hatte durchaus seine Momente.
Momo – the blood taker 7: Momo ist weiterhin in Brunhildas Gefangenschaft, die einen großen Plan verfolgt. Doch Keigo ist auf dem Weg, um sie zu befreien, muss aber zunächst gegen Brunhildas Schergen und Fallen ankommen. Schafft er es rechtzeitig? – Es bleibt spannend und gerade die Kämpfe sind bildgewaltig abgebildet.
Träumertänzer: Oliver Masucci ist einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler und vorallem für seine charakterstarken Rollen bekannt. Doch als Kind einer Deutschen und eines italienischen Gastarbeiters hatte er es nicht immer leicht. In dieser Autobiographie blickt er zurück auf seine Familie und Karriere und wie sich am Ende alles gefügt hat. – Ein Schauspieler, den ich sehr schätze und ein wirklich reflektierter Blick auf seine Kindheit. Nur ein einzelnen Ansichten (Zusammenarbeit mit Roman Polanski und Johnny Depp) etwas kritisch.
Spellbound 5 – Lieber verhext als verstorben: Emma Hart gewöhnt sich so langsam an ihr Leben als Hexe, aber nicht an den Liebeskummer. Denn der gefallene Engel Daniel ist noch immer verlobt. Zur Ablenkung freundet sie sich mit dem Minotaurus Markos an. Und als bei dem Bauherrn eine Leiche auf der Baustelle gefunden wird, bietet sie gleich an wieder zu ermitteln. – Ein weiterer Fall und die ganze kleine Welt in Spellbound gefällt mir sehr gut. Freu mich schon auf das nächste Abenteuer.
Insomniacs 6: Ganta und Isaki sind noch immer auf dem Fotoausflug, um in den Mawaki-Ruinen das perfekte Foto zu schießen. Dabei kommen sie sich näher und sind gleichzeitig absolut überwältig von ihren Gefühlen. Bis sich Isakis Eltern einschalten. – Die Geschichte hat sich wunderbar weiter entwickelt und ich liebe die Dynamik der Charaktere einfach. Immer ein schöner kleiner Ausflug.
Cage of the Moon: Der Werwolf Gabhan versucht eine Werwölfin vor einem gefährlichen Rudel zu schützen, die Vampirin Honora verfolgt eine Spur zum Tod ihres Geliebten und der Polizist Dan, ein Mensch spezialisiert auf übernatürliche Ermittlungen, will nur schauen, dass auf dem Fairy Glow Festival alles geordnet verläuft. Doch alle drei finden sich in einem Ritual wieder, das sie aneinander bindet. Und so unterschiedlich sie auch sind, zieht es sie doch immer wieder zueinander. Aber liegt es wirklich nur an dem Ritual? – Nach dem Klappentext hatte ich mir die Geschichte etwas anders vorgestellt, wofür Noah Stoffers aber nichts kann. Die Dynamik zwischen den drei Protagonist*innen habe ich sehr gefeiert und hätte davon gern mehr gehabt. Die Story rund um das gefährliche Rudel war mir zu blutig und gewalttätig, das schmälert nicht die grundlegende Qualität des Buches, es war einfach nur nicht so ganz meins und ist mir an den Stellen auch schwer gefallen weiter zu lesen.
Was die Nacht verschweigt: Alex Easton hat die Ereignisse in Haus Usher gerade so verarbeitet, und will eigentlich nur seiner Freundin Miss Potter einen Gefallen tun und reist mit ihr in seine Heimat nach Gallazien. Doch dort wird er mit einem alten Volksglauben konfrontiert und muss sich erneut einem Wesen aus seinen Albträumen stellen. – Bleibt hinter dem Vorgängerband zurück. Zwar grundsätzlich wieder eine faszinierende Geschichte, aber es fehlt Poes brilliante Vorlage.
Drei Magier und eine Margarita: Tori will eigentlich nur einen neuen Job, denn durch ihre aufbrausende Art verliert sie ihre Kellnerjobs regelmäßig. Also nimmt sie kurzerhand einen Job als Barkeeperin an. Doch schon am ersten Abend reist ihr der Geduldsfaden und einer der Gäste bekommt eine Magerita ins Gesicht. Doch statt sie zu feuern, bekommt sie einen Arbeitsvertrag. Nur, dass es sich bei allen Anwesenden um Magier handelt und sie ein Mensch ist. Ob das gut gehen kann? – Ich bin schockverliebt in diese Reihe. So lange gezögert sie zu lesen und derzeit inhaliere ich die Bücher regelrecht. Tori ist ein wahnsinnig toller Charakter und die drei Magier sind einfach nur zum anschmachten.
Dunkle Künste und ein Daiquiri: Tori hat nach ihrem ersten Abenteuer eigentlich nur auf eine ruhige Schicht als Barkeeperin gehofft, doch ein abtrünniger Magier soll Jugendliche entführen. Da bietet sie ihre Hilfe als Lockvogel an und findet sich kurz darauf auf der Farm des dunklen Magiers wieder. Und keiner ihrer neuen Freunde kann zu ihr gelangen. – Auch der zweite Teil konnte mich voll und ganz abholen und ich hab ihn praktisch an einem Tag verschlungen. Die Qualität kann gehalten werden und ich bin so gespannt, wie es sich mit ihren drei Magiern weiter entwickelt.
Don’t kiss the Dragon 5: Der Drache Koga glaubt immer noch, dass Sakura eine Reinkarnation ist und versucht mehr Informationen zu finden. Das wird durch die Heimkehr von Sakuras Schwester Anzu jedoch erschwert. Was verbirgt die Familie und kann die Tragödie von damals verhindert werden? – Solider Abschluss der Reihe. War vollkommen in Ordnung, aber hat mich jetzt auch nicht vom Hocker gehauen.
Ich möchte wirklich nur einmal mit dem Verantwortlichen der deutschen Filmtitel sprechen. Denn wie aus „Pour le Plaisir“, was so viel heißt wie „Zum Vergnügen“, wurde kurzum einfach der sperrige und plakative Titel „Chérie, ich komme“. Noch mit dem wunderbaren Untertitel „Die Erfindung der Lust“, damit auch noch der letzte potenzielle Kinobesuchende abgeschreckt wird. Warum der Film mehr ist als sein schrecklicher Titel, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Fanny und Thomas sind seit vielen Jahren glücklich verheiratet. Nur, dass Fanny noch nie einen Orgasmus hatte und das Thomas all die Jahre verschwiegen hat. Unter Anleitung einer Sexualtherapeutin beichtet sie dies, was Thomas zunächst in eine Krise stürzt. Doch er ist auch Erfinder und Ingenieur und verspricht ihr ein Gerät zu entwickeln, mit dem sie mühelos kommen kann. Eine chaotische Reise beginnt.
Meine Meinung
Hätte mich nicht eine Freundin gedrängt in den Film zu gehen, ich hätte es gelassen. Denn allein der – wohlgemerkt nur der deutsche – Titel hatte mich absolut abgeschreckt. Zumal in letzter Zeit aus Frankreich auch eher die Komödien mit absolutem Cringealarm bzw hochgradig problematischem Humor rübergeschwappt sind. Aber ich lass mich immer gern eines besseren belehren und „Pour le Plaisir“, um bei dem wesentlich besserem Originaltitel zu bleiben, konnte mich wirklich begeistern. Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen Fanny kennen, die mit ihrer Sexualtherapeutin darüber spricht, dass sie noch nie einen Orgasmus hatte. Ein bisschen zurückhaltend in der Ausdrucksweise, aber doch mit einem klaren Ziel. Das wird Fanny über die Dauer des Films auch beibehalten. Denn zunächst soll sie die Thematik mit ihrem Mann klären, doch der glaubt seit vielen Jahren glücklicher Ehe, dass es ihr an nichts gemangelt hat. Denn was tun wir Frauen, um das arme Ego des Mannes nicht zu zerstören: Wir lügen und täuschen vor. Dieser steckt aber schon in einer halben Lebenskrise, da er seit Ewigkeiten keinen Job mehr hatte, seine Erfindungen einfach nichts einbringen und sie vermutlich das Haus verkaufen müssen. Aber hier kommen wir schon zu dem Part, den der Film wirklich gut aufgreift. Er zeigt beide Perspektiven, ohne eine davon klein zu reden und stellt dennoch Fannys Wunsch nach einem Orgasmus in den Mittelpunkt und nicht das Ego eines Mannes. Natürlich darf Thomas enttäuscht sein, dass er all die Jahre angelogen wurde, aber er setzt sich darüber hinaus auch mit dem eigentlichen Problem auseinander und versucht sich in seine Frau hineinzuversetzen. Zwar auf seine ganz eigene Art und mit verschiedenen Rückschlägen, aber obwohl es hier um Sex und Orgasmen geht, steht dennoch die Liebe im Vordergrund. Denn hier ist eben nicht die Lösung, dass sie die Ehe dann wohl beenden müssen, weil sie nicht zusammen passen, sondern sie arbeiten zusammen an Lösungsansätzen, die mal mehr und mal weniger gut harmonieren. Durch das Umfeld kommen auch noch verschiedene Meinungen mit dazu, die auch gehört werden, wodurch der gesamte Diskurs eingebracht wird. Und so gut der Film in seiner Gesamtheit funktioniert, gibt es dennoch einzelne Szenen, wo einfach ein Schritt zu weit gegangen wurde. Wo aus lustig nur noch ein Augenrollen wurde – Stichwort Fisch im Klo. Aber das ist hier tatsächlich jammern auf hohem Niveau. Denn die Darstellenden Alexandra Lamy und François Cluzet harmonieren nicht nur gut, sondern spielen die Rollen auch so sympathisch, das ich regelrecht mitgefiebert habe, ob sie das „Problem“ lösen können. Wer also mal wieder Lust auf eine kleine Perle aus Frankreich hat, dem sei der Film ans Herz gelegt.
Das Fazit
Pour le Plaisir schafft es aus einem Thema mit hoher Cringegefahr einen absolut sympathischen und liebevollen Film zu machen, der wichtige Themen anspricht und sich dabei doch auf die Liebe besinnt. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
Chérie, ich komme – Die Erfindung der Lust läuft seit dem 23.07.2026 in den deutschen Kinos
Wenn es um Dinosaurier im Film geht, bin ich doch gern am Start. Und wenn es dann nicht das unzähligste Jurassic World Sequel ist, sondern ein ganz neuer Ansatz, kann ich erst recht nicht widerstehen. Und auch, wenn The End of Oak Street nach dem Trailer in eine atmosphärischere düstere Richtung gehen sollte, gab mir die FSK 12 Freigabe doch Hoffnung, dass ich als kleiner Angsthase nichts zu befürchten habe. Wie viel Dino in diesem Film steckt, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
amilie Platt lebt 1982 in einer Kleinstadt in den USA. Kleinere Unstimmigkeiten zwischen den Eltern und die ganz normalen Teenagerprobleme der beiden Kinder bestimmen den Alltag. Bis ihr Viertel eines Nachts ca. 200 Millionen Jahre in die Vergangenheit katapultiert wird. Und plötzlich stehen sie auf dem Speiseplan.
Meine Meinung
Einer der häufigsten Kritikpunkte an den Jurassic Park/World Filmen – und ja auch an Steven Spielbergs Meisterwerk von 1993 – ist, dass Dinos aus verschiedenen Zeitaltern und von verschiedenen Lebensräumen zusammengewürfelt wurden. Denn der legendäre Kampf zwischen T-Rex und Stegosaurus, der so oft in Filmen und Serien herangezogen wurde, hat niemals stattgefunden. Und wenn sich auf etwas konzentriert wurde, dann meist auf die Kreidezeit, um eben jenen beliebten Scharfzahn zeigen zu können. Nicht so The End of Oak Street, die bewusst den Zeitraum von 200 Millionen Jahren nennen und damit rein Dinos aus der Jurazeit eingebracht haben. Mit dabei meine persönlichen Favoriten, wie Allosaurus, aber auch meinen absoluten Lieblingsdino Brachiosaurus. Und von den Dinos, die ich direkt erkannt habe, gab es zumindest auch Funde in Nordamerika, was den Bezug zum Film noch besser recherchiert macht. Zeitgleich wurden auch neue Erkenntnisse aus der Forschung eingebaut, die den Dinos weniger die typische Repitilienhaut und mehr Fell attestiert. Aber okay, genug von den Dinofakten und kommen wir zum Film. Hier haben wir einen soliden Einstieg, der uns die Familie Platt vorstellt und uns einerseits die typische achtziger Jahre Vorstadtfamilie zeigt, aber auch individuelle Charaktere, um die wir im Folgenden fiebern werden. Denn auch wenn die Anzeichen zunächst subtil sind, werden wir schnell in die Albtraumversion der Vorstadt katapultiert. Hier wurde der Nostalgietrend von Serien, wie Stranger Things, genommen und mit einer wesentlich realistischeren Variante eines Dinofilms kombiniert. Und hier sollte die FSK Freigabe mit 12 definitiv überdacht werden, denn der Film hatte es stellenweise schon in sich – zumal eben auch jüngere Kinder unter elterlicher Aufsicht rein dürfen und zumindest die Eltern neben mir im Kino bei der Beschreibung „Film mit Dinos“ nicht weiter nachgedacht hatten. Denn die beklemmende Atmosphäre des Film funktioniert gut, da immer wieder zwischen Plänen und Verzweiflung geschwenkt wird. Hier hatte ich oft das Gefühl, dass es gar keine Lösung für das Problem geben könnte. Doch der Film schafft es nicht nur eine runde Lösung zu finden, sondern diese auch in einem Finale voller Nervenkitzel zu inszenieren. So sehr habe ich mich schon lange nicht mehr im Kinosessel gewunden, weil ich die Spannung kaum ertragen konnte. Zu der gelungenen Inszenierung tragen auch die Hauptdarstellenden Ewan McGregor und Anne Hathaway bei, die zusammen mit den Jungdarstellenden Maisy Stella und Christian Convery die sich stetig steigernde Verzweiflung gelungen rüberbringen. Und auch, wenn sich der Film viel Mühe mit den Dinos gegeben hat, hätte ich doch gern ein bisschen mehr von ihnen gesehen. Aber das ist wirklich nur mein ganz persönliches Bedürfnis nach mehr Dinos.
Das Fazit
The End of Oak Street inszeniert die zunehmende Verzweiflung einer Familie sehr spannend und garniert dies mit einer der besten Darstellung der aktuellen Dinosaurierforschung seit langem. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
The End of Oak Street läuft seit dem 13.08.2026 in den deutschen Kinos
Die Rückblicke sind diesmal ziemlich dicht beieinander, aber damit bin ich erstmal wieder im richtigen Rhythmus. Und ab nächster Woche sollten auch wieder regelmäßige Beiträge kommen. Ich habe diesmal schon im August die ersten herbstlichen Serien und Bücher drin, aber nachdem ich den Sommer mit den Rekordtemperaturen und dem Umzugsstress verbinde, brauchte ich ein wenig Vorfreude auf neblige Herbsttage, mit Flauschesocken und einer guten Tasse Tee. Aber vorher hier noch mein medialer Rückblick auf den August.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
One Night Only: Vor drei Jahren wurde der außereheliche Geschlechtsverkehr in den USA verboten. Bis auf eine Nacht. Während Allie sich mit ihrer besten Freundin ganz entspannt zwei Partner für die Nacht suchen wollte, hat Owen größere Pläne und will seiner Freundin einen Antrag machen. Bei Beiden kommt es anders und sie treffen sich immer wieder, während sie nur auf der Suche sind, nach einer guten Nummer für die eine Nacht. – Netter Ideentransfer von der Purge, kommt aber leider nicht über den platten Romcom-Ansatz hinweg und verpasst eine richtige Geschichte zu erzählen.
The End of Oak Street: Familie Platt lebt 1982 in einer Kleinstadt in den USA. Kleinere Unstimmigkeiten zwischen den Eltern und die ganz normalen Teenagerprobleme der beiden Kinder bestimmen den Alltag. Bis ihr Viertel eines Nachts ca. 200 Millionen Jahre in die Vergangenheit katapultiert wird. Und plötzlich stehen sie auf dem Speiseplan. – Endlich wieder Dinos im Kino! Da war ich doch dabei und habe sehr mitgefiebert. Sehr sehenswert, aber Achtung: die FSK ist meiner Meinung nach zu niedrig angesetzt.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Taylor Tomlinson – Prodigy Daughter: Nach ihrer Quarter-Life-Crisis und ihrem Coming Out steht Taylor Tomlinson nun mitten in einer Kirche und spricht über Sex. In ihrem aktuellen Programm bleibt sie sich treu und geht aufs Ganze.- Kurzweilige Comedy, die durchaus ihre Momente hatte.
Stray Kids – DominATE Live aus Seoul: Stray Kids, vermutlich die erfolgreichste K-Pop Band der vierten Generation, war 2025 auf großer Welttournee. Nach ihrem Kinofilm Live aus LA, haben sie nun ihr Konzert in Seoul auf DVD rausgebracht. – Stray Kids schaffen es einfach auf jeder Stage zu begeistern.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Keine, die beiden Filme, die ich auf der Liste hatte, habe ich auch gesehen
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Assassination Classroom – Staffel 1 (Gute Grundidee, leider zu langatmig umgesetzt und ich war kein Fan vom Zeichenstil. Werde ich eher nicht weiterverfolgen)
Miraculous – Die Abenteuer von Ladybug und Cat Noir – Staffel 3 (Bietet wieder coole Einzelepisoden und das Staffelfinale hält einige Überraschungen bereit. Bin sehr gespannt auf die nächste Staffel)
Dr. Stone – Staffel 4 (Der Abschluss der Serie konnte über die Länge von 36 Episoden durchaus überzeugen und gerade das Mid-Season-Finale hatte es in sich. Konnte kaum abschalten. Das große Finale hingegen war ziemlich schnell abgearbeitet und daher leider eher enttäuschend)
Ghosts – Staffel 5 (Auch hier wieder gute Einzelepisoden, aber die übergreifenden waren mir etwas zu langatmig. Aber mit dem Staffelfinale wussten sie erneut mich zu bannen und mit dem Cliffhanger absolut zur Verzweiflung zu bringen)
Kaoru & Rin – Staffel 1 (Süße Romance, die auch über Vorurteile und eine Menge über Freundschaft vermittelt. Tolle Charaktere abseits der Stange und einfach herzerwärmend)
The Pokemon Concierge – Staffel 1.2 (Nach Jahren wurde die erste Staffel fortgesetzt und kann den sehr süßen Grundton mit vielen Pokemon, aber auch tollen kleinen Lektionen, halten)
Virgin River – Staffel 1-2 (Wie viel Drama darf es sein? Hier wird jegliches Drama genommen und reingeworfen. Die Charaktere müssten eigentlich aufgrund dessen alle schon lange in Therapie sein, aber es wird als cosy Herbstserie verkauft. Irgendwie funktioniert es dennoch, immerhin inhaliere ich die Folgen, auch wenn eigentlich alles dagegen sprechen müsste)
Witch Hat Atelier – Staffel 1 (Ein neuer Highlight Anime! Spannender Weltenbau, vielschichtige Charaktere und ein großes Geheimnis, das es zu lüften gilt. Ich bin gerade nach dem Cliffhanger sehr gespannt auf die nächste Staffel)
Mein Buchcafé in einer anderen Welt 5: Die Hochzeit der Erlöserin Tsukina steht bevor, aber ein Komplott vom verfeindeten Reich scheint noch alles zu zerstören. Doch sie hat eine neue Freundschaft geschlossen, die alles retten könnte. – Ein schöner Abschlussband der Reihe, der die cosy Geschichte zu einem soliden Ende führt.
Percy Jackson 7 – Der Zorn der dreifachen Göttin: Percy bekommt ein Angebot für seinen zweiten Göttergefallen, damit er die Empfehlung für die Schule in Neu-Rom bekommt. Leider ausgerechnet von Hekate. Wobei auf ihr Haus und ihre Haustiere aufzupassen erstmal nicht so schwierig klingt. Doch natürlich kommt es wieder zu einer mittelschweren Katastrophe. – Irgendwie gefallen mir diese Nachfolgebände viel besser als die eigentliche Pentalogie. Auch die Geschichte rund um Hekate fand ich ganz solide.
A Man and his Cat 7: Der geniale Pianist Geoffroy Lambert hasst Herrn Kanda, da er von seinem Vater nicht genügend Anerkennung bekommen hat, dieser aber Herrn Kanda vergötterte. Und genau das will er ihm sagen, doch dann findet er ausgesetzte Babykätzchen und Herr Kanda hilft ihm bei der Aufzucht. – Die Freundschaften rund um Herrn Kanda werden immer größer und doch schafft die Reihe es den Fokus weiter gut zu legen und so neue Geschichte mit neuen Charakteren, aber auch die unfassbare Liebe zu Katzen zu zeigen.
Magnus Knut Hansen: Magnus will eigentlich nur seine Ruhe als Deichgraf und mit seinem Schaf Dörte. Nur leider wird eben dies in eine phantastische Parallelwelt entführt. Nun hat er einen sprechenden Aal als Waffe und muss sich mit Möwen abgeben. Zusammen stolpern sie in ein Abenteuer nach dem Nächsten. – Das Buch hat viele gute Ansätze und ich verstehe bis zu einem gewissen Punkt und gerade die Lesung durch den Autor hat noch viel Atmosphäre dazu gegeben. Aber die Prinzessin ist leider sehr übergriffig und auch, wenn ich den Versuch dahinter verstehe, die Verlagswelt aufs Korn zu nehmen, so ist hier leider eine Linie überschritten worden, über die ich nicht hinwegsehen konnte. Schade, ansonsten wäre es bestimmt ein gutes Buch gewesen.
Die Wahrsagerin kleiner Schicksale: Tao sagt kleine Schicksale voraus, da sie weiß, was die Großen anrichten können. Auf ihrer Reise durchs Land trifft sie einen Ex-Söldner und einen Ex-Dieb, die auf der Suche nach der Tochter des Ex-Söldner sind. Kurz darauf schließt sich ihnen auch noch eine Bäckerin an und sie gehen zusammen auf ihr größtes Abenteuer. – Eine interessante Welt, tolle Charaktere und irgendwie auch ein cosy Buch. Leider war es aber auch relativ zäh und macht eine große Rassismus-Thematik auf, ohne diese wirklich aufzulösen. Schade.
Schön war’s aber nicht nochmal: Autor André Herrmann wollte seinen Eltern etwas Gutes tun und bietet ihnen an, sie in den Urlaub zu begleiten und alles zu organisieren. Dafür wollen seine Eltern alles bezahlen. Doch nachdem diese über eine Stunde vor dem ersten Zug am Bahnhof stehen, sein Vater fast die Reisepässe im Aufgabegepäck vergessen hätte und seine Mutter die Tickets in A3 ausgedruckt hatte, fängt er langsam an seine Entscheidung zu bereuen. – Was als Thread auf Twitter begann, schlug bald größere Wellen und daraus entstand dieser Reisebericht, der seinen starken Anfang nicht komplett halten konnte, aber definitiv unterhaltsam ist.
Der Buchspazierer: Carl Kollhoff spaziert für eine kleine Buchhandlung jeden Tag durch die Stadt und liefert Buchbestellungen aus. Die Stammkundschaft hat von ihm inzwischen Namen aus Büchern bekommen, so schaut er regelmäßig bei Mr. Darcy oder Frau Langstrumpf vorbei. Dabei wahrt er stets eine höfliche Distanz. Bis er auf die neunjährige Schascha trifft, die ihn gern begleiten möchte und durch ihre quirlige Art seinen Alltag ordentlich auf den Kopf stellt. – Ich mochte den Film schon sehr und war auf die Buchvorlage gespannt. Sie war schön geschrieben und die Geschichte war immer noch toll, aber mir hat der Film wesentlich mehr Emotionen gegeben.
Mein Gemahl, sein Geisterschloss & Ich 2: Richard und Mira reisen in die Stadt, wo die Nacht den Toten und den Lebenden gehört. Doch bei dem Fest scheint niemand Richard zu erkennen, was seine Braut irritiert. Zusammen mit dem Geist eines Hundes versucht sie dies zu ändern. – Solider zweiter Teil. Konnte mich nicht ganz so überzeugen, wie der erste Band, bin aber dennoch gespannt, wie es weitergeht.
Marriage Toxin 4: Der Bestienmeister zieht gegen die anderen großen Clans in den Krieg. Dafür entführt er die Hamstermeisterin Arashiyama, um so Gero anzulocken. Dieser kommt jedoch nicht unvorbereitet, wie es sich für das Oberhaupt des Giftclans gehört. – Der große Kampf war mir etwas zu langatmig, zumal er noch immer nicht zu Ende ist. Mal schauen, wie es sich entwickelt.
Nuss & Schluss – Hansel & Pretzel 1: Linn ist gerade frisch in die Kleinstadt Kitchener in Kanada gezogen, als sie an ihrem ersten Arbeitstag in der Bäckerei Hansel & Pretzel eine Leiche bei den Mülltonnen findet. Die unbeliebte Stadträtin Sydney Stark liegt dort tot, mit einer Nussecke direkt neben ihr, auf die sie hochgradig allergisch ist. Dann wird auch noch Linns neuer Chef der Hauptverdächtige. Aber wer hätte sonst noch ein Motiv? – Schöner cosy Crime, mit netten Charakteren. Gut für zwischendurch, aber bleibt hinter vergleichbaren Reihen zurück bisher.
Schattenlicht: Billie ist sich sicher die große Liebe ihres Lebens gefunden zu haben und zieht extra für ihn von Deutschland nach Kanada. Doch Jamie verhält sich auf einmal ganz anders und wertet alles an ihr ab, inklusive der Farm, auf der sie jetzt bei ihrer Tante wohnt. Und dann ist da noch Tristan, der nach einem Unfall mit Hirntrauma und künstlichem Koma von allen nur Zombie Boy genannt wird, und der sie besser zu verstehen scheint als alle andere. Und Macy, die seit Monaten verschwunden ist. – Yasmin Shakarami entführt uns diesmal nach Kanada und in die romantic suspense. War stellenweise sehr schwer zu lesen, im Sinne, dass die Thematik einen gut runterziehen konnte. Leider war sie aber auch sehr realistisch, wodurch es noch schwerer wurde. Dennoch wieder ein sehr gutes Buch von ihr.
Was die Toten bewegt: Alex Easton reist nach Haus Usher, da er die Nachricht erhielt, dass seine Jugendfreundin Madeline im Sterben liegt. Doch auch ihr Bruder Roderick scheint von einer seltsamen Krankheit geplagt. Was hat es mit dem See auf sich, der eine düstere Anziehung ausübt und von allerlei Pilzen umgeben ist? – Eine gelungene Untergang des Hauses Usher Adaption, die nochmal mehr in die Tiefe geht und eine ganz eigene Ästethik hervorruft und mich vielleicht zu einer Gothic Fiction Lesechallenge angestachelt hat.
Good Morning Leon 1: Leon lebt in England und ist ein Gentleman durch und durch. Zumindest so lange sein Kater Jack darauf achtet, dass er sich richtig kleidet und seine Termine einhält. Aber wehe Jack gönnt sich einen Snack beim Metzger. Dann gibt es direkt Ärger. – Ihr wisst, ich lese gerne Mangas, wo es um das Zusammenleben mit Katzen geht. Auch hier haben wir eine vollkommen solide Geschichte, sympathische Charaktere, aber irgendwo fehlt mir hier noch der Mehrwert bzw. das Alleinstellunsmerkmal. Bin aber trotzdem auf die nächsten Bände gespannt.
I’m back! Etwas überstürzt und ohne große Ankündigung bin ich in eine Auszeit gegangen, da ich umgezogen bin und alles etwas sehr stressig wurde. Daher kommt auch der Monatsrückblick verspätet, aber besser spät als nie, oder? Und auch, wenn durch den Umzugsstress viel liegen geblieben ist, und mir gerade die großen Kinostarts des vergangenen Monats noch fehlen, konnte ich doch viele Hörbücher verschlingen, weswegen zumindest der Lesemonat sehr ansehlich ist. Und damit blicken wir mal auf meinen medialen Monat zurück.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Chéri, ich komme – die Erfindung der Lust: Fanny und Thomas sind seit vielen Jahren glücklich verheiratet. Nur, dass Fanny noch nie einen Orgasmus hatte und das Thomas all die Jahre verschwiegen hat. Unter Anleitung einer Sexualtherapeutin beichtet sie dies, was Thomas zunächst in eine Krise stürzt. Doch er ist auch Erfinder und Ingenieur und verspricht ihr ein Gerät zu entwickeln, mit dem sie mühelos kommen kann. Eine chaotische Reise beginnt. – Wer auch immer diesen peinlichen Titel im deutschen sich ausgedacht hat, schürt leider absoluten cringe Charakter, was der Film jedoch nicht ist. Sondern ein liebevolles Drama, an der ein oder anderen Stelle etwas zu drüber, aber es geht klar um die weibliche Lust, aber eben auch um eine Liebe, die alles überwindet. Erstaunlich gut.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Claw: Julia und ihr bester Freund Kyle sind auf einem Roadtrip nach LA, wo Julia einen Stand-up Auftritt hat. Doch ein Platten lässt sie in einer Geisterstadt stranden. Der einzige Bewohner Ray ist ihnen nicht geheuer und sie befürchten mitten in einem Horrorfilm gelandet zu sein. Was auch stimmt, allerdings, weil auf der Nachbarfarm ein Velociraptor ausbricht und dringend etwas zu essen braucht. – Hatte seine Momente, die Freundschaft der beiden Protas war ganz nett, aber darüber hinaus bietet er leider nicht so viel. Und das Ende war dann irgendwie nur noch verwirrend.
Methgator: Dante ist zurück in seiner Heimatstadt, nachdem sein Vater, der Sheriff, ihn um Hilfe gebeten hat. Denn bei einer Razzia wurde ein Meth-Labor hochgenommen. Allerdings hat ein Alligator eine Ladung gefressen und ist nun süchtig. Und es steht ein großes Fest an. – Instant Liebe an diesen Film. Er war mit dem Alligator so gut gemacht, dass er einen festen Platz auf meiner Favoritenliste bekommen hat.
Jurassic Expedition: Eine Raumschiffcrew wird auf einen neuen Planeten geschickt, um diesen zu erkunden. Dabei stoßen sie auf einheimische Wesen, die bedrohlich aussehen und deswegen von einigen zum Spaß geärgert werden. Bis sie sich rächen. – Absolute Rotze. Also, ich schau ja gerne Trashhorrorfilme, aber hier ist einfach alles schlecht. Habe wirklich nur mitgefiebert, ob auch wirklich alle Arschlöcher (aka alle Charaktere) sterben.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Die Odysee: An einen Christopher Nolan Film komm ich irgendwie nicht vorbei, zumal er die Filme auch immer stark fürs Kino inszeniert (und es hier vielleicht mit dem IMAX Format etwas übertrieben hat)
Spider-man 4 – Brand new day: Das MCU geht nach einer Erfrischungsphase weiter und die ersten positiven Stimmen lassen mich wieder hoffen.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Miracolous – Die Geschichten von Ladybug und Cat Noir – Staffel 1-2 (Nach unzählichen Empfehlungen der Serie aus dem Freundeskreis habe ich doch mal nachgegeben und mir gefällt die Charaktergestaltung schon sehr, auch wenn die Folgen an sich sehr repititiv sind)
True Detective – Staffel 4 (Nach einer langen Pause ist die Krimiserie unter neuer Regie zurück und kann mit dem female Lead absolut überzeugen. Auch das Setting im Norden Alaskas rund um Weihnachten brachte so viel Atmosphäre, das ich einfach nur wieder begeistert war)
Rollmopskommando: Längere Zeit war es ruhig in Fredenbüll. Doch dann wird die Bank überfallen und am Ende gibt es eine Tote. Doch scheinen sich die Aussagen zu widersprechen und Polizeiobermeister Thies Detlefsen steht vor einem großen Rätsel. Zum Glück bekommt er wieder Unterstützung von der Kieler Kollegin Nicole Stappenbek. – Durch den Sprecherwechsel beim Hörbuch hat der Band leider viel Charme eingebüßt. Auch die Geschichte konnte leider wenig überzeugen. Mal schauen, ob ich die Reihe weiter verfolge.
The Darlington 3 – Logan & Rose: Der Prozess rund um die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Richard Darlington geht in die finale Phase. Und weil es immer mehr nach einer Niederlage aussieht, mischt sich nun auch Logan ein. Der mittlere Sohn hat eigentlich vor vielen Jahren mit seiner Familie gebrochen, will aber nun eine Zeugin finden und für die Recherchen heuert er im Familienhotel als Küchenchef an. Dabei trifft er auf Rose, mit der er vor vielen Jahren einen One-Night-Stand hatte, den beide nicht vergessen können. Doch Rose hat Gründe, warum sie sich auf keinen Darlington einlassen will. Nur dass es ihr bei Logan immer schwerer fällt. – Auch der Abschlussband ist wieder stark geschrieben und bietet einen runden Abschluss der Reihe.
More than a doll 14-15: Marin und Gojo gestehen sich endlich ihre Gefühle. Doch auch danach wird es nicht einfacher, müssen sie doch erstmal austesten, wie sich ihre Beziehung anfühlt. Und dann müssen noch ihre Zukunftspläne zusammen passen. – Ein schöner Abschluss der Reihe, auch wenn mir das Ende etwas zu schnell ging. Da wären ein paar Seiten mehr schön gewesen.
Two can play: Viola bekommt die Chance ihre liebste Buchreihe in ein Videospiel zu wandeln. Doch dafür muss ihr Studio mit dem größten Konkurrenten zusammenarbeiten. Und dem gehört ausgerechnet Jesse an. Seit einem misslungenem Vorstellungsgespräch ist sich Viola sicher, dass Jesse sie hasst. Nur leider findet sie ihn sehr anziehend. Eine Teambuilding-Maßnahme auf einer Ski-Hütte soll für beide alles verändern. – Typischer solider Ali Hazelwood, der durch die Kürze sich aufs einfachste beschränkt und doch von den kleinen Details lebt.
FeuerFeder – Briefe an den König: Randalin findet sich von König Laurent ungerecht behandelt und erklärt ihm das in einem Brief. Der fühlt sich dadurch jedoch in seiner Macht angegriffen, was letztlich dazu führt, dass er Randalin zu seinem Berater machen will. Nur gibt es da ein Problem. Wegen der Kleidung hält der König Randalin für einen Mann. – Mein Monatshighlight. Das Spin-off zu Spielmannsbraut konnte mich absolut begeistern. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert, mochte ihre verschiedenen Ansichten und wie mit ihren Dickschädeln aneinander geraten sind, um dann wieder alles auszudiskutieren.
Süße Bisse 1-2: Hina ist keine klassische Vampirin, außerdem steht sie total auf Anime. Also zieht sie kurzentschlossen nach Japan und ihr Nachbar sieht auch noch genauso aus wie ihr Lieblingscharakter. Doch der hat ganz andere Probleme, ist doch ein Vampir bei ihm eingezogen und hat ihn unterworfen. Aber da kann Hina vielleicht helfen. – Die Grundprämisse klang gut, bei der Umsetzung war ich zunächst etwas skeptisch, aber die Geschichte konnte mich doch schnell überzeugen.
July found by Chance 2: Dan-o hat herausgefunden, dass sie nur eine Nebenfigur in einem Manhwa ist und den Launen des Autors folgen muss. Doch nach einem Unfall versucht sie herauszufinden, wem der rettende Rücken gehört. Doch das ist gar nicht so leicht, wenn sie immer wieder Ortswechseln und Zeitsprüngen unterlegen ist. – Der Manhwa zu meinem liebsten (und ersten) K-Drama funktioniert leider nur bedingt in dem Format, aber die Geschichte ist weiterhin schön.
Fangirl 4: Cather und Levi sind endlich ein Paar. Doch dann wird Cathers Zwillingsschwester Wren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert und die Schwester nehmen sich im Haus ihres Vaters eine Auszeit. Und Cather hadert noch immer mit ihrem Studium und zeitgleich mit der Deadline für ihre Fanfiction. Schafft sie es sich ihren eigenen Dämonen zu stellen? – Eine sehr gehypte Reihe von mir kommt zum Ende und kann das Niveau der Vorbände leider nur bedingt halten. Habe viel übersprungen, aber die wesentlichen Punkte sind zum Ende gebracht worden.
Colliding Hopes – Driven Dreams 2: Prinzessin Aurora von Morena will nichts mehr mit der Formel 1 zu tun haben, seit ihr bester Freund bei einem Unfall verstarb. Doch Adrian Brunetti, der die gleiche Trauer teilt, zieht sie immer wieder an. Bis sie sich in einer schicksalshaften Nacht betrunken das Ja-Wort geben. Natürlich werden sie direkt die Scheidung einreichen. Oder doch nicht? – Leider eher enttäuschend, zumindest im Vergleich zu anderen Werken der Autorin, die ich eigentlich sehr schätze. Nehme dem Pärchen die Gefühle einfach nicht ab und so stark der Formel 1 Anteil auch ausgearbeitet ist, so konstruiert wirkt der Rest. Schade.
Mate: Serena ist der erste Mensch-Werwolf-Hybride und bei allen Spezies heiß begehrt. Daher nimmt Alpha Koen sie unter seine Fittiche, doch es gibt eine klare Regel: Er darf keine Beziehung und keine körperliche Nähe zu ihr haben. Doch das ist gar nicht so leicht. – Hatte mich Bride noch positiv überrascht, dreht sich Mate auf knapp 600 Seiten immer wieder im Kreis. Die beiden sind rollig aufeinander, aber das geht ja nicht, jammer jammer, kurzer Einschub irgendwas plottrelevantes und dann fangen wir wieder von vorne an.
Voll kein Typ 4-5: Die Sommerferien stehen bevor und damit auch das Sommerfest. Hagi nimmt all seinen Mut zusammen und fragt Kohaku um ein Date, was ihn jedoch nur noch mehr verwirrt. Suo schafft es noch immer nicht mit ihren Andeutungen Tokiwa auf die richtige Fährte zu bekommen. Währenddessen verbringen Asagi und Fuji immer mehr Zeit zusammen. – Einfach eine sehr süße Reihe und ich fühle jedes Pärchen sehr und will einfach nur wissen, wie es mit ihnen weitergeht.
Das Dschungelbuch: Das Gesetz des Dschungels steht seit jeher fest. Daran muss sich auch Tiger Shir Khan halten, auch wenn er die Wölfe bittet, ihm das Menschenjunge Mowgli auszuhändigen. Doch dies ist nur der Beginn von verschiedenen Abenteuern. – Ein Klassiker, der durchaus seine Stärken hat. Die nehmen aber stark ab, wenn es nicht mehr um Mowgli geht.
Mein Buchcafé in einer anderen Welt 4: Der neue Erlöser Yota ist am Boden zerstört. Er ist einfach nicht mächtig genug, um die Einwohner zu beeindrucken. Und dann ist da noch Tsukina, die seinen Avancen ausweicht. Nicht ahnen, dass Tsukina eine Erlöserin im Verborgenen und mit dem Hauptmann der königlichen Garde verlobt ist, nimmt er das dubiose Angebot nach mehr Macht an, das jedoch allen zum Verhängnis werden kann. – Ein weiterer cosy Fantasy Manga, den ich sehr gern mag. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
Der Sternenstaubdieb: Loulie al-Nazari ist gemeinhin als Mitternachtshändlerin bekannt, hat sie sich doch auf Dschinnfundstücke aus der Wüste spezialisiert. Doch genau das wird ihr zum Verhängnis, als der Sultan sie verhaften lässt. Er hat es auf die berüchtigte Lampe mit einem gefangenen Dschinn abgesehen und schickt Loulie zusammen mit seinem Sohn auf eine Reise, die sie vielleicht nicht überleben werden. – Ein sehr starker Auftakt, der mich immer wieder kalt erwischt hat. Liebe die Welt, die auf den Mythen und Sagen aus 1001 Nacht basiert und die Wüste damit absolut lebendig macht.
Novel Haven 3 – Sound of Dreams: Aria ist zuständig für das Sounddesign bei Novel Haven und soll mit dem Synchronsprecher Felix zusammenarbeiten. Nur, dass der davon gar nicht begeistert ist und sie nicht versteht, was sie ihm getan hat. Zeitgleich hadert sie auch mit ihren Musiksstreams auf Twitch. Felix hingegen hat eigentlich gar nichts gegen Aria, hat aber Angst, dass sie von seinem Geheimnis erfährt und versucht ihr deswegen aus dem Weg zu gehen. Doch die beiden kommen sich immer wieder ungewollt näher und können die Anziehung irgendwann nicht mehr leugnen. – Der schwächste Band der Reihe. War leider stellenweise zu konstruiert und auch unlogisch, auch wenn ich die Themen mitunter mochte. Schade.
Spellbound 4: Eigentlich wollte Emma Hard nur eine Klientin beim Stadtrat verteidigen, trifft diesen jedoch verzaubert an. Alle verhalten sich wie kleine Kinder und das wird mit Zauberstäben schnell gefährlich für alle beteiligten. Also muss Emma nicht nur babysitten, sondern auch aufklären, wer dafür verantwortlich ist. Zeitgleich erfährt sie auch mehr über ihre eigene Herkunft. – Eine weitere süße Geschichte aus der Stadt Spellbound. So langsam ist Protagonistin Emma auch angekommen, was sie auch besser agieren lässt.
Miss Merkel 1 – Mord in der Uckermark: Ex-Kanzlerin Angela Merkel will eigentlich nur ihren Ruhestand in dem beschaulichen Ort Kleinfreudenstadt genießen. Bei einer privaten Besichtigung des Schlosses trifft sie den Schlossherrn jedoch in äußerst totem Zustand an. Und weil die örtliche Polizei nichts von ihrer Theorie des Mordes wissen möchte, fängt sie kurzerhand an, selbst zu ermitteln. – Ganz witzige Idee, deren Umsetzung ein wenig zu langatmig ist. Aber ich werd die Reihe vermutlich weiterverfolgen.
Die kleine Bäckerei in Brooklyn: Sophie hat gerade erfahren, dass ihr Freund, der immer so perfekt schien, bereits verheiratet ist und Kinder hat. Kurzerhand nimmt sie das Angebot ihrer Chefin an als Food-Bloggerin nach New York City zu ziehen. Dort bekommt sie eine Wohnung über einer süßen kleinen Bäckerei, deren Besitzerin Bella sie sofort ins Herz schließt. Dabei trifft sie auch auf deren Cousin und ihren neuen Kollegen Todd. Schnell unterliegt Sophie seinem Charme, nur leider hat Todd jeden Tag ein neues Date und Bella warnt sie direkt vor seiner Bindungsangst. – Funktioniert leider an ganz vielen Stellen nicht und romantisiert ein wenig problematisches Verhalten. Aber keine Angst, die Prota kann ihn bestimmt ändern (Ironie).
Kevin James ist in seiner Karriere bisher eher für seine komödiantischen Rollen bekannt. Vor allem die vielen Filme mit Adam Sandler haben gezeigt, dass mein Verständnis von Humor und seine Werke nicht wirklich kompatibel sind. Umso abgeneigter war ich von ihm in der Hauptrolle dieser Rom-Com. Aber das Setting in Rom hat mich überzeugt und ich muss sagen, zum Glück, denn so schlecht war der Film dann doch nicht. Mehr dazu in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Matt Taylor erfüllt sich einen großen Traum und plant seine Hochzeit in Rom. Nur, dass seine Braut kalte Füße bekommt und ihn am Altar stehen lässt. Da er sein Flitterwochenpaket nicht mehr stornieren kann, nimmt er an den Paaraktivitäten als Single teil. Nebenbei lernt er in einem Café Gia kennen, die ebenfalls eine schwierige Trennung hinter sich hat. Die beiden kommen sich näher, doch Matt hat Angst ihr zu sagen, dass er vor ein paar Tagen noch heiraten wollte.
Meine Meinung
Wenn ich an außergewöhnliche Hochzeitslocations denke, ist Rom nicht unbedingt die erste Idee, die mir kommt. Aber die Stadt ist ein Setting, das irgendwie aus der Mode gekommen ist, und ein bisschen italienisches Lebensgefühl schadet ja auch nicht. So zog mich das ganze Drumherum viel mehr an, als der Trailer an sich. Und zunächst scheint es auch einfach der typische „am Altar verlassen“ Plot zu werden, aber irgendwie hatte der Film auch direkt einen gewissen Charme. Aber beginnen wir am Anfang. Wir lernen Matt Taylor und seine Verlobte nur kurz kennen. Eine schöne Szene der beiden Lehrenden bei seinem Antrag umringt von ihren Schüler*innen. Schon sind wir in Rom und die Hochzeit soll in wenigen Minuten starten. Nur, dass die Braut verschwunden ist. Die verzweifelte Suche, das Finden des Briefs, der Versuch sie zurückzuholen. All das ist nicht neu, bildete aber auch nur die Grundlage. Denn der eigentliche Film beginnt erst, wenn Matt erfährt, dass er sein Flitterwochenpaket nicht stornieren kann. Ab hier treffen wir auf zwei weitere Paare, die das gleiche Paket gebucht haben und jede auf ihre Art völlig überzeichnet und teilweise toxisch ist. Aber das ist hier tatsächlich verzeihbar, denn der Punkt ist klar: Matt war mit seiner Verlobten vermeintlich viel glücklicher, aber die anderen haben die Hochzeit zusammen durchgezogen. Die Frage des Warums steht hier immer wieder im Raum, aber machen wir uns nichts vor: Tiefgründige Antworten finden wir hier nicht. Doch durch das Auftauchen von Gia bekommt der Film eine neue Richtung. Wir bekommen Hoffnung und vorallem trotz eigener Probleme ein gewisses Gefühl für die Leichtigkeit in der Mentalität der Italiener*innen. Vielleicht geht es mit den beiden ein bisschen schnell. Plötzlich befinden wir uns im Anwesen von Gias Familie, Andrea Boticelli taucht auf und neben Fanboy Momenten Matts und seiner Freunde, gibt es auch mal ein Liedchen. Was sich deplatziert anhört, harmoniert erstaunlich gut mit der Geschichte und so fühlt es sich trotz allem irgendwie rund an. Auch der Humor ist entgegen meiner Befürchtungen größtenteils gut gewählt und ergibt sich eher aus den Situationen, als dass plumpe Oneliner fließen. So haben wir zwar ausgewählte Klischees, aber auch irgendwie erfrischende Charaktere, die so sehr nicht passen, das sie schon wieder wunderbar in diesen Film gehören. Es werden genügend Emotionen erzeugt, dass ich mit Matt mitgefühlt und Gia und seine neuen Bekanntschaften schnell ins Herz geschlossen habe. Denn Solo Mio will eben nicht viel. Keine große Geschichte, keine großen Gesten, keine großen Gefühle. Nur eine warmherzige süße kleine Geschichte, die in Italien wunderbar ansässig ist und irgendwie ein gutes Gefühl hinterlässt. Ein Film, der aber auch weiß, dass er nicht mehr ist und auch gar nichts größeres anstrebt. Und damit ist er einer der besten Rom-Coms, die ich in den letzten Jahren gesehen habe.
Das Fazit
Solo Mio ist eine süße Rom-Com, die Fernweh nach Italien auslöst, die Geschichte rund, wenn auch mit einigen Ecken und Kanten erzählt und dabei lediglich gut unterhalten will, statt große Thematiken aufzuwühlen. Und das macht er auf gute Weise, wird jedoch nicht lange im Gedächtnis bleiben. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
Solo Mio läuft seit dem 28.05.2026 in den deutschen Kinos