Rückblick auf den Juli 2024

Der Juli ist vorbei und trotz ständiger Gewitter war er heiß! Dafür habe ich es erstaunlich oft ins kühle Kino geschafft und auch lesetechnisch war ich wieder voll dabei. Nur die Serien haben diesmal etwas gelitten, aber irgendwas ist ja immer.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

A Quiet Place – Tag Eins: Sam ist an Krebs erkrankt und unternimmt einen Ausflug mit anderen Bewohnendes des Hospizes. Immer an ihrer Seite ihre Therapiekatze Frodo. Doch in Manhatten kommt es zu einer Alieninvasion. Sie kann mit anderen in ein Marionettentheater fliehen, von wo aus sie die Informationen bekommen, dass die Aliens auf Geräusche reagieren. Doch während alle sich zu Evakuierungspunkten begeben, will Sam eine letzte Pizza genießen und versucht nach Harlem zu gelangen. Dabei trifft sie auf Eric, der völlig unter Schock ihr folgt. – Kommt leider nicht an die Vorgänger ran, auch wenn er zwischendurch sehr schöne Szenen hat. Setzt insgesamt auch zu viel auf Jumpscares statt auf Atmosphäre.

A Killer Romance: Gary Johnson ist Philosophieprofessor und die Definition von Durchschnittsbürger. Nebenbei arbeitet er bei der Polizei als Techniker für Undercover-Einsätze, bei denen die Anheuerung eines Auftragskillers aufgedeckt werden soll. Durch einen unglücklichen Zufall wird Gary jedoch auf einmal selbst Undercover-Cop und findet zusehens Gefallen an den Rollen. Bis er auf Madison trifft, die ihren tyrannischen Ehemann loswerden möchte. Er hilft ihr ihn legal loszuwerden, beginnt aber kurz darauf mit seinem Alter Ego Ron eine Affäre mit ihr. – Kann sich nicht so ganz aufs Genre festlegen und funktioniert daher nur halb so gut, wie er sein könnte.

To the Moon: Im Zuge des Vietnamkriegs droht die NASA wertvolle Geldressourcen zu verlieren und so den Flug zum Mond nicht zu schaffen. Dafür wird Kelly Jones verpflichtet, die durch gut durchdachte Marketingtricksereien das Image ordentlich aufpolieren kann. Zeitgleich fühlt sie sich immer mehr zum ernsten Leiter des Projekts Cole Davis hingezogen. Doch die Regierung hält nichts von der Idee die Mondlandung live zu senden, falls es scheitert. Und so soll Kelly im Studio diese inszenieren. Nur, dass Cole davon absolut nichts erfahren darf. – Eine wunderbare Liebesgeschichte mit sehr neuem Hintergrund. Funktioniert sehr gut, auch wenn Johannsen Tatum absolut an die Wand spielt.

Blue Lock – Episode Nagi: Nagi hat eigentlich kein Interesse an Sport oder allgemein etwas anderem als seine Videospiele. Bis Rei auf ihn aufmerksam wird. Als Sohn einer wohlhabenden Familie ist er es gewohnt alles zu bekommen, was er will. Doch seine neue Leidenschaft Fußball stößt sowohl bei seinem Vater als auch bei seinen Freunden auf Unverständnis. So überredet er Nagi, der sich als erstaunlich talentiert erweist und kurz darauf bekommen sie eine Einladung zu Blue Lock, einem Auswahlverfahren für den besten Stürmer Japans. Doch bei Blue Lock kann nur einer gewinnen. – Sehr repititiv in der Handlung, das Meiste kannte man schon aus der Serie, auch die Freundschaft zwischen Nagi und Reo bleibt sehr schwammig. Hier wäre mehr drin gewesen.

Deadpool & Wolverine: Wade Wilson aka Deadpool hat sich in ein paralleles Universum zurückgezogen, wo Vanessa noch am Leben ist. Dennoch läuft sein Alltag eher schleppend. Bis die TVA an seine Tür klopft und ihm gesteht, dass sie seine Welt auslöschen wollen, da durch den Tod Wolverines in Logan der Ankerpunkt fehle. Doch Deadpool sieht gar nicht ein, sich damit zufrieden zu geben und begibt sich auf die Suche nach einem neuen Wolverine. Nur, dass die Lösung damit noch nicht gefunden ist. – Der erste Multiversumfilm, der funktioniert, aber auch nur, weil genug Filme diesen vorbereitet haben. Bringt zwischendurch gute Pointen, man muss sie aber zwischen den ganzen 08/15 Witzen finden.

Zwei zu eins: 1990 ist das Ende der DDR besiegelt. Die Arbeitslosigkeit steigt und die Frist zum Umtauschen des Geldes in Westmark steht bevor. Doch die Bewohner eines Hochhauses finden durch Zufall in einem bewachten Schacht die eingelagerten Millionen der bald wertlosen Ostmark. Sie entwickeln ein ausgeklügeltes System, um das Geld umzutauschen. – Starker deutscher Film, der seine Prämisse bis zum Ende halten kann und wunderbar als Komödie mit ernsteren Einschlägen funktioniert.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

She said: 2017 löst die New York Times Recherche zu Harvey-Weinstein und den Vorwürfen gegen ihn einen Skandal aus und die MeToo-Bewegung wird gegründet. Der Film zeigt den langen Weg der beiden Journalistinnen Jodi Kantor und Megan Twohey bis zur Veröffentlichung des Artikels. Dabei kämpfen sie nicht nur gegen Weinsteins Anwaltteam, sondern auch gegen die Angst der betroffenen Frauen. – Starker Film von der Aussage her, leider etwas zäh inszeniert.

Batman (1989): In Gotham geht die legende einer menschengroßen Fledermaus um. Die Journalist*innen Vicky Vale und Alexander Knox wollen dem auf die Schliche kommen. Bei einem ersten Aufeinandertreffen von Batman und dem Unterwelt-Handlanger Jack Napier stürzt dieser in Säure und überlebt nur knapp. Durch sein neues Aussehen nennt er sich Joker und terrorisiert fortan die Stadt. Batman muss sich entscheiden, ob er die Stadt oder Vicky Vale retten will. – Der Film hätte auch Joker heißen können, da Jack Nicholson eindeutig den Film trägt, aber für den Einstieg schon ganz gut.

Batman Forever: Während Batman damit beschäftigt ist Two-Face das Handwerk zu legen, der Rache auf Batman sinnt, kommt es bei Wayne Industries zu einer neuen Entwicklung des exzentrischen Edward Nygma. In seiner neuen Identität als Riddler schickt Nygma Batman Briefe, um an sein Gehirn zu kommen. Dafür tut er sich mit Two-Face zusammen. Batman hat unterdessen den Waisen Dick Grayson unter seine Fittiche genommen, da er den Tod seiner Familie durch Two-Face nicht verhindern konnte. Dieser will nun Batmans rechte Hand werden. – Ich liebe die Bromance von Two-Face und dem Riddler einfach. Der Rest ist etwas naja und gerade Nicole Kidman ist einfach nur überflüssig, aber die beiden Bösewichte haben einen großen Platz in meinem Herzen gewonnen.

Psycho: Marion Crane unterschlägt 40.000 Dollar ihres Arbeitsgebers und flieht aus der Stadt. Nachdem sie damit einen Polizisten und einen Autohändler misstrauisch gemacht hat, landet sie in einem abgelegenen Motel. Der Besitzer Norman Bates versucht etwas unbeholfen sich der Frau zu nähern, doch seine Mutter scheint von dem Besuch wenig zu halten. Später machen sich ein Privatdetektiv und Marions Schwester und Ex-Freund auf die Suche nach ihr und landen dabei ebenfalls in Bates Motel. Doch das geht nicht für alle glimpflich aus. – Bisher mein liebster Alfred Hitchcock Film. Der hat mich einfach bekommen, durch seine gute Atmosphäre.

Jenseits von Afrika: Karen Blixen reist 1914 nach Kenia, um dort mit ihrem Verlobten und später Ehemann ein neues Leben zu beginnen. Doch ihr Mann, der vorgereist ist, hat statt einer Molkerei eine Kaffeeplantage erworben. Blixen kämpft nun jahrelang mit Geldsorgen und den Seitensprüngen ihres Mannes, die ihr auch Syphilis einbringen. Dabei schlägt ihr Herz für den britischen Abenteurer Denys, der ihr aber ebenfalls keine dauerhafte Sicherheit bieten kann. – Wie langweilig will man eine Geschichte erzählen? Syndney Pollock so „Kein Ding, krieg ich hin“. Es passiert gefühlt nichts, obwohl die Geschichte eigentlich genug hergibt und die Anziehung zwischen den Figuren ist absolut nicht nachvollziehbar.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keine. Ich habe alle für mich relevanten Starts gesehen.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Criminal Minds – Staffel 7 (Hält das gewohnte Niveau weiterhin)

The American BBQ Showdown – Staffel 3 (Wieder eine spannende Staffel und diesmal wirklich tolle Kandidat*innen)

Kaulitz & Kaulitz – Staffel 1 (Die Serie ist irgendwie wie ein Unfall, man kann einfach nicht wegschauen. Irgendwo verbergen sich auch gute Ansätze, gerade, wenn es um Bills Vergangenheit geht, wo er sich immer verstecken musste, aber darauf wird gewollt nur oberflächlich eingegangen)

Hellbound – Staffel 1 (Definitiv nicht mein Genre, aber dennoch hat gerade gegen Ende die Serie mich bekommen und jetzt brauche ich die zweite Staffel für die offenen Fragen)

A Discovery of Witches – Staffel 2 (Nach der Reise in die Vergangenheit erzählt die Serie gefühlt alles und nichts. Bleibt leider weit hinter der ersten Staffel zurück)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 14
Seiten insgesamt: 4.322
Seiten pro Tag: 139 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 6
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 2
E-Book: 1

Where Winter Falls: Ellas Herz schlägt für die Musik und so veranstaltet sie als DJ verbotene Untergrund-Partys. Doch das darf nicht rauskommen, sonst könnte sie ihren Job als Erzieherin verlieren. Bei einer Razzia ist es ausgerechnet Otis, der sie findet. Seit dem Festivalsommer kann sie ihn nicht ausstehen, doch aus irgendeinem Grund hilft Otis ihr. Daraufhin treffen die beiden immer wieder aufeinander und wollen sich die gegenseitige Anziehung doch nicht eingestehen. – Nach dem schwachen ersten Band hatte ich hier ebenfalls nicht viel erwartet, wurde aber sehr positiv überrascht.

Mord im Orient-Express: Der Orient-Express von Istanbul bis Paris ist gut gefüllt, als der Detektiv Hercule Poirot einsteigt. Die Wagen der ersten Klasse sind komplett gefüllt, weswegen er sich ein Abteil mit dem Sekretär MacQueen teilt. Doch mitten in der Nacht kommt es zu einem Mord. Nun ist die Liste der Verdächtigen zwar überschaubar, immerhin müsste es einer der Passagiere sein, doch steht Poirot vor seiner größten Aufgabe, obwohl er doch eigentlich nur seinen Dickens lesen wollte. – Auch, wenn ich die Lösung schon kannte, habe ich hier wieder sehr auf die Rätsel geschaut und wäre nicht drauf gekommen. Die Lösung war hier allerdings sehr nüchtern, wenn man die Filme kennt.

Tee? Kaffee? Mord! 5 – Der Club der Giftmischer: Volles Haus im Black Feather. Nathalie und ihre Köchin Louise haben alle Hände voll zu tun, zumal regelmäßig jemand vergiftet wird und vom Stuhl fällt. Eine Gruppe Apotheker*innen hat sich in Earlsraven versammelt und bereiten eine Bühnenshow vor. Nur, dass es dabei zu einem realen Mord kommt. Und wieder sind die beiden mittendrin bei den Ermittlungen. – Fand die Prämisse absolut wundervoll und habe mich wieder sehr amüsiert beim Hören. Die Auflösung war dann leider etwas platt, aber trotzdem ein toller Band.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Band 9-11: Der M-Clan hat Ron und Toto zu einer Kreuzfahrt eingeladen. Mit dabei sind auch einige Leute der Blue Academy. Es kommt zum finalen Showdown, um das Rätsel um Rons Vergangenheit und dem Praktikanten-Blutbad zu lösen. – Das Finale des ersten großen Plottpunkts stand bevor und ich habe die drei Bände am Stück gelesen, weil die Cliffhanger echt gemein waren!

Dangerously Close: Liv ist Journalismusstudentin und steht kurz vor ihrer Masterarbeit. Diese würde sie nur zu gern über den Fall der ermordeten Sarah Mills schreiben, zumal sie an dem Abend auf der gleichen Party war. Doch dafür braucht sie ein Interview mit Weston Vermont, dem Mörder Sarahs. Doch der hat seit seiner Verurteilung nichts mehr dazu gesagt. Durch ihre Hartnäckigkeit bekommt sie ihr Interview, doch beide konnten die Folgen ihres Treffens nicht vorhersehen. – Fand die Prämisse eigentlich sehr fragwürdig, aber die Autorin hat eine wirklich runde und gute Geschichte draus gezaubert.

Neon Gods 1 – Hades & Persephone: Persephone wird von ihrer Mutter dem obersten Olympier Zeus versprochen. Doch dieser ist berühmt dafür, dass seine Ehefrauen sterben. So flieht Persephone und schafft es unter Qualen den Styx zu überqueren und sucht Schutz bei Hades. Jenem Olympier, den sie vorher nur für einen Mythos gehalten hat. Und die Anziehung zwischen den beiden kann nicht geleugnet werden. – Auch wenn die Geschichte eher Porn mit Plot ist, funktioniert die erschaffene Welt dennoch und auch die Charaktere sind gut geschrieben.

One Operation Joker 1: Bei einem Kampf zwischen Batman und dem Joker landet ersterer in einem Bottich mit einer neu entwickelten Creme, die ihn kurzerhand wieder in ein Baby verwandelt. Doch der Joker will nicht ohne seinen Erzfeind existieren und nimmt Baby-Batman kurzerhand auf und kümmert sich um ihn. Doch ein psychopathischer Killer ist nicht unbedingt der beste Vater. – Spannende Grundidee, funktioniert über den ersten Band auch ganz gut, aber die Geschichte könnte schnell abgegriffen sein.

16:50 ab Paddington: Elspeth McGillicuddy wollte nur eine ruhige Zugfahrt zu ihrer Freundin Jane Marple unternehmen und wird Zeugin eines Mordes in einem Zug nebenan. Doch niemand will ihr glauben, außer Miss Marple, die die Ermittlungen kurzerhand übernimmt. Diese führt sie ins Anwesen Rutherford Hall. – Mein erster Miss Marple Fall und die alte Dame kam erstaunlich wenig vor. Dennoch war es ein spannender Kriminalfall und ich kam definitiv nicht auf den Mörder.

Ruthless Vows: Iris ist seit zwei Wochen von der Front zurück und versucht trotz des Verlustes ihres Mannes irgendwie weiter zu machen. Doch Roman ist nicht tot, sondern wurde von Dacre, dem Gott der Gegenseite, geheilt. Doch damit ist er an den Gott gebunden und dieser hat ebenfalls sein Gedächtnis genommen. Können die beiden wieder zueinander finden? Und wie wird der Krieg ausgehen? – Etwas schwächer als der erste Band, zumal ich halt immer Angst hatte weiterzulesen, weil ich nicht wollte, dass den Charakteren etwas passiert. Und auch, wenn die Geschichte rund abgeschlossen ist, hat sich die Autorin doch letztlich nur wenig getraut.

Belladaire Academy of Athletes – Misfits: Delphine ist Turnerin durch und durch. Getrieben von ihrer Mutter steckt sie in einem Kreislauf aus Trainieren und Kalorien zählen, um immer weiter abzunehmen. Covey steht als Schauspieler kurz vor seinem finalen Durchbruch. Doch nach einem kleinen Skandal soll er seinen Ruf aufpolieren. Und die Produktion hat Delphine dafür auserkoren. Doch die ist alles andere als begeistert. – Runder Abschluss der Reihe und mit der Stärkste.

Das Buch der gefährlichen Wünsche: Izzy Amazing führt eine erfolgreiche Wünscheagentur. Zumindest in der Buchwelt ihres Romans. Doch als in der realen Welt auf einmal Wünsche in Erfüllung gehen, die sich jedoch gegen den Wünschenden richten, muss der Bund der Buchfiguren eingreifen und dafür brauchen sie Izzy. – Langersehntes Wiedersehen mit den Figuren, leider funktioniert die Protagonistin nicht so gut, wie in der Ursprungsreihe, blieb daher hinter den Erwartungen zurück.

Die Pfanne brät nicht: Alice Diestel arbeitet seit vielen Jahren im Theo – also in einem der vielen Discounter, die sie nicht näher benennt. Sie berichtet von ihren vielen Erfahrungen mit der Kundschaft. Von angenehm über desaströs ist alles mit dabei. Wenn die Pfanne nicht brät oder der Ehegatte auf einmal nicht mehr auffindbar ist. – Ab und an ganz unterhaltsam, meist ganz nett zu hören, stellenweise leider auch sehr unangenehm.

Was waren eure Highlights im Juli?

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