Rückblick auf den August 2020

War bei euch der August gefühlt auch der neue April? Schwitze man die eine Woche bei Temperaturen über 30°, ist nun gegen Ende gefühlt bereits der tiefste Herbst ausgebrochen. Regen, Temperaturen teilweise nur noch um die 15°… Wenden wir uns nach dem Wetter, aber nun meinem medialen Monatsrückblick zu. Der wohl mein lesestärkster Monat überhaupt war (zumindest gemessen an den beendeten Werken).

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Into the Beat: Ein Tanzfilm aus Deutschland, der wohl an alte Hollywood-Erfolge aus dem Genre anknüpfen wollte, auch einige schöne Tanzchoreographien abliefern konnte, sich aber letztlich zu sehr in Klischees verloren hat. 

Edison – ein Leben voller Licht: Ein Film über den Stromkrieg in den 1880er Jahren zwischen Edison im Team Gleichstrom und Westinghouse im Team Wechselstrom. Leider erklärt der Film sehr wenig und lässt den Zuschauer eher im Dunkeln.

Tesla: Die indirekte Fortsetzung zu Edison schafft es den ‚Vorgängerfilm‘ in einer groben Zusammenfassung aufzugreifen und die benötigten Erklärungen zu liefern. Mit wenig Budget versucht der Film einen verschlossenen Charakter greifbarer zu machen und setzt hier viele künstlerische Tricks ein. Letztlich driftet aber auch Tesla immer weiter vom Zuschauer weg.

Tenet: Christopher Nolan hat es endlich geschafft seinen lang ersehnten Film in die Kinos zu bringen. In seiner üblichen Manier wurde es wieder ein ‚Mindfuck-Zeitexperiment‘. Handwerklich wird hier so ziemlich alles richtig gemacht, lediglich erzählerisch gibt es kleine Abstriche, da Nolan sich hier zu viel vorgenommen hat und seinen Film ab einem gewissen Punkt selbst nicht mehr erklären konnte.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Body Cam: Ein Routineeinsatz wird für eine Polizistin zur tödlichen Verfolgungsjagd. Denn sie und ihre Body Cam haben zu viel gesehen. – Ob der Film mehr als die üblichen Stereotype kann, möchte ich noch herausfinden.

Irresistible: Ein Wahlkampf auf dem Land, bei dem hochgradige Wahlkampfhelfer der Demokraten und Republikaner mitmischen. – Steve Carrell und Rose Byrne im Kampf um Stimmen, steht auf jeden Fall noch auf meiner Liste.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft, haben es folgende Filme: The Secret, I still believe, die obskuren Geschichten eines Zugreisenden, Stage Mother 

Filme- auf großem Fernseher gesehen

Folgende Wiederholungstäter liefen bei mir im August: Hamilton (immer noch ein beeindruckendes Musical), High School Musical (versetzt mich jedes Mal in meine Teeniezeit zurück), The Final Girls (auch beim zweiten Mal sehen wieder herzlich gelacht)

Beetlejuice: Das frisch verstorbene Ehepaar Maitland kehrt in ihr Haus zurück, allerdings als Geister. Nicht nur haben sie Probleme sich an die Geisterregeln zu gewöhnen, auch bewohnt auf einmal eine neue Familie ihr Haus. Vielleicht kann Beetlejuice helfen. – Schwarze Komödie mit typischen Tim Burton Charme, aber etwas wenig Screentime für den Titelhelden.

Zombies – das Musical: Jahre nachdem das Zombievirus unter Kontrolle gebracht wurde, wird es den kontrollierbaren Zombies gestattet an die örtliche High School zu gehen. Dort kämpfen sie mit Vorurteilen. – Eine typische Disney Channel-Produktion mit leider sehr gleichen Liedern und einer sehr vorhersehbaren Handlung.

Booksmart: Die Freundinnen Molly und Amy haben ihre gesamte Highschoolzeit brav nur gelernt, um jetzt an ihren Traumunis angenommen zu sein. Bis sie herausfinden, dass auch ihre Mitschüler an den Elite-Unis angenommen wurden. Sie beschließen in der letzten Nacht der High School alle Partys nachzuholen. Eine turbulente Nacht beginnt. – Guter Ansatz, nette Ideen, funktioniert leider nicht über die gesamte Lauflänge. 

Heathers: Eine Mädchenclique an der High School mit drei Freundinnen, die alle Heather heißen. Die introvertierte Veronica hat sich ihnen angeschlossen, um beliebt zu sein, hält aber wenig von den Gemeinheiten der Clique. Zusammen mit dem neuen Mitschüler Jason will sie es den Heathers heimzahlen, und tötet aus versehen eine von ihnen. – Schwarze Komödie, die einen mehrfach verwirrt zurücklässt. 

Artemis Fowl: Der junge Artemis Fowl erfährt nach der Entführung seines Vaters, dass all die Legenden und Sagengestalten real sind. Prompt sieht er sich einen Angriff der Elfen ausgesetzt. – Eine Buchverfilmung, die so ziemlich alles falsch macht, was man falsch machen kann.

Winnie Puuh (2011): Christopher Robin und seine Freunde erleben neue Abenteuer im 100-Morgen-Wald. – Unglückliche Mischung aus neuartiger Computertechnik mit festhalten an dem ursprünglichen Aussehen. Zwei Geschichten, die auch eher merkwürdig waren.

Boys in the trees: Corey nutzt die Halloweennacht um mit seiner Skaterclique um die Häuser zu ziehen. Dabei trifft er auf seinen früheren Freund Jonah, der von den anderen Mitgliedern von Coreys Clique gemobbt wird. Aus Nostalgie beschließt er noch einen Abend mit Jonah abzuhängen. – Berührende Coming-of-age Geschichte mit kunstvollen Bildern und oberflächlichem Horrorelementen.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

This is us – Staffel 1 (Berührende Familiengeschichte auf zwei Zeitebenen)

Alexa & Katie – Staffel 1-4 (Wunderbare Teeniesitcom mit ernstem Hintergrundthema)

The Umbrella Academy – Staffel 2 (Noch mal eine tolle Steigerung zur ersten Staffel, mit vielen coolen Momenten und Wendungen, und erst der Soundtrack…)

Chip & Chap – Staffel 3 (Hintenraus sind den Ritter des Rechts langsam die Ideen ausgegangen, aber es bleibt eine DER Serien meiner Kindheit)

Gargoyles – Staffel 1 (Eine weitere Serie meiner Kindheit, die ich durch Disney+ nun endlich mal wieder sehen kann)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 12
Seiten gesamt: 4.528
Seiten pro Tag: 146 im Durchschnitt
Taschenbuch: 7
Comic: 1
Spielbuch: 1
Hörbuch: 1
E-Book: 2

Opal: Der dritte Teil der Fantasyreihe von Jennifer L. Armentrout lässt Katy endlich zu Damon finden. Gleichzeitig ist Damons Zwillingsbruder Dawson endlich wieder da. Doch dessen große Liebe Bethany wird immer noch festgehalten. Gleichzeitig taucht Blake wieder auf. – Erneut spannende Geschichte, auch wenn es einige Wiederholungen braucht, um einen vollständigen Band draus zu machen.

Breathless 3 – Verheißungsvolle Sehnsucht: Der Abschluss der Breathless-Reihe befasst sich diesmal mit dem dritten Geschäftspartner Ash McIntyre. Dieser trifft auf Josie und es ist Liebe auf dem ersten Blick. Doch kann sie sich seinem Lebensstil unterwerfen? – Eigentliche tolle Charakter, aber die Geschichte wirkt ein wenig wie der Abklatsch des zweiten Bands. 

Die Flüsse von London: Police Constable Peter Grant trifft bei einer Mordermittlung auf einen Geist. Kurz darauf wird er in eine andere Abteilung versetzt, die sich genau auf solche Fälle spezialisiert hat. – Ein spannender Krimi der ganz anderen Art, wunderbar gelesen von Dietmar Wunder.

Das Buch der gelöschten Wörter: Der erste Federstrich / Zwischen den Seiten / Die letzten Zeilen: Hope Turner dachte immer, dass sie ein ganz gewöhnliches Leben zu leben verdammt sei. Bis sie auf dem Weg zu ihrer alzheimer kranken Mutter in den Buchladen von Mrs. Gateway stolpert. Dort trifft sie auf Rufus Walker, der ihr wunderbares enthüllt. Sie ist eine Verwandlerin und kann mit ihm in die verschiedenen Buchwelten reisen. Doch aus eben diesen droht ihrer Welt Gefahr. – Ich habe diese Buchreihe absolut verschlungen und bin verliebt! So eine spannende Geschichte und gleichzeitig absolut tolle Hommage an die Buchwelten. Ich stell euch die Reihe ganz bald etwas genauer vor!

Verity: Lowen ist eine eher unbekannte Autorin. Trotzdem bekommt sie von ihrem Verlag den Auftrag die Bestsellerthriller der Starautorin Verity Crawford zu Ende zu schreiben. Denn Verity hatte einen Unfall und kann selbst nicht mehr schreiben. Dabei kommt Lowen nicht nur Veritys Mann Jeremy verdammt nah, sie entdeckt auch ein gewaltiges Geheimnis. – Colleen Hoover ist zurück, doch diesmal mit keiner ihrer typischen Liebesgeschichten, sondern mit einem Psychotriller, der es in sich hat.

Harleen – Band 1: Wer kennt nicht Harley Quinn, die an der Seite des Jokers oder später allein allerlei Schabernack in Gotham anstellt? Doch wie wurde die Psychologin Harleen Quinzel zu eben dieser Bösewichtin? Mit dieser Frage befasst sich die Harleen Reihe. – Spannender Comic mit wunderschönen Illustrationen.

Dream Again: Der fünfte Band der Again-Reihe von Mona Karsten nimmt sich diesmal der Geschichte von Blake an. Denn seine Ex-Freundin Jude ist wieder in der Stadt und sucht Unterschlupf bei ihrem Bruder Ezra, Blakes Mitbewohner. Judes Karriere in Hollywood ist gescheitert und nun versucht sie wieder auf die Beine zu kommen. Kann Blake ihr verzeihen? – Der fünfte und bisher letzte Band der Reihe kommt wieder mit einer schönen Geschichte daher, tollen Charakteren, aber nicht mehr dem gleichen Feuer, wie noch am Anfang.

Alice im Düsterland – Ein Spielbuch: Jahre nach Alice erstem Abenteuer im Wunderland kehrt sie zurück. Neue Abenteuer stehen bevor. Doch diesmal ist der Leser mittendrin statt nur dabei. Triff Entscheidungen, fechte Kämpfe, bestehe Proben und entwickle so deine eigene Geschichte. – Spielbuch heißt in diesem Fall, dass man sich von Abschnitt zu Abschnitt hangelt und sich die Geschichte je nach Entscheidung verändert. Zudem muss man Proben und Kämpfen auswürfeln. Es macht unglaublich Spaß. Einziges Manko: Wenn man mit seinen Entscheidungen eine gewisse Stelle nicht erreicht, hat man am Ende automatisch verloren. 

Kiss me never: Amanda ist sich sicher. Ihr Bruder Andrew ist nicht bei einem Unfall gestorben, sondern ermordet worden. Und seine beiden besten Freunde Van und Dante haben etwas damit zu tun. Um das zu beweisen, versucht sie hinter die Geheimnisse der Zetas zu kommen. Dabei kommt sie Dante ungewollt näher. – Auftakt einer vierteiligen Serie. Leider wenig eigene Handlung und viele Hinleitungen auf später. Funktioniert nicht als alleinstehendes Buch. – Ich bedanke mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar. [Werbung]

Seven Sins – Hochmütiges Herz: An ihrem 18. Geburtstag taucht in Averys Leben der Dämon Nox auf. Denn vor vielen Jahren hat ihr Vater ihre Seele an den Teufel verkauft. Doch ihr bester Freund Adam erzählt ihr von der Prüfung der sieben Todsünden, die sie bestehen kann, um ihre Seele zurückzuerhalten. Denn Adam ist eigentlich ein Engel. Zusammen versuchen nun Mensch, Engel und Teufel die Prüfungen zu überleben. – Der Auftakt einer Fantasyreihe. Die ersten beiden Bände hatte die Autorin bereits im Selfpublishing veröffentlicht, nun in überarbeiteter Form beim Impress-Verlag erschienen. Wirkt auch hier wie eine etwas zu lange Einleitung für das Kommende. Dennoch bin ich gespannt, weil ich die Reihe schon im Selfpublishing verfolgt hatte. 

Ein lesereicher Monat. Was waren eure Highlights im August? 

RIP Chadwick Boseman – Wakanda Forever

Rückblick auf den Juli 2020

Nachdem Tenet und Mulan immer weiter verschoben wurden (bzw. Mulan nun für Disney+ angekündigt wurde), hat mein Kino leider die Wiedereröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben. Dennoch ließ ich mir die Kinofreuden nicht nehmen und nahm dafür auch längere Anfahrtswege in Kauf. Umso mehr freue ich mich, dass es weiterhin die Kinospalte im Rückblick gibt! 

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Der Spion von Nebenan: Ein strafversetzter CIA-Agent soll eine Familie beschützen. Doch die geheime Operation wird schnell von der kleinen Sophie aufgedeckt, die mit ihrer taffen Art schnell alles auf den Kopf stellt. – Charmante Agentenkomödie, die leider nicht Neues wagt.

Marie Curie: Die Filmographie über die bekannte Physikerin und Chemikerin Marie Curie erzählt ihre Erfolge, aber auch die Fehlschläge. – Brilliant gespielt, viel Stoff, ohne zu überfüllt zu wirken.

Suicide Tourist: Max hat einen Gehirntumor und möchte in Würde abtreten. Dies führt ihn ins Hotel Aurora, wo aktive Sterbehilfe angeboten wird. – Tiefgehendes Drama mit unpassendem Ende.

Der Fall Richard Jewell: Bei den olympischen Spielen von 1996 kommt es zu einem Bombenattentat. Der Sicherheitsmann Richard Jewell findet diese und kann schlimmeres verhindern. Nachdem er kurz als Held gefeiert wird, gerät er ins Kreuzfeuer von FBI und den Medien. – Stark inszeniertes Drama über die Macht von FBI und Medien, bleibt aber an seinem Protagonisten und erzählt, wie es ihm damit erging.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Semper Fi: Ein regelkonformer Polizist, der durch seinen Halbbruder von seinem Pfad abweicht. Irgendwo zwischen Prison Break und Triple 9 wohl anzufinden. Was es genau mit dem Film auf sich hat, werde ich hoffentlich noch herausfinden.

Berlin Alexanderplatz: Frei nach dem Roman von Döblin geht es hier um Francis, der ein anständiger Mensch sein möchte, doch durch seine Lebensumstände in eine andere Richtung gedrängt wird. Ich glaube Döblin steht auch noch auf meiner Liste der Schande, mal sehen, ob ich es zuerst schaffe das Buch zu lesen oder den Film zu schauen.

Edison – ein Leben voller Licht: Nach Marie Curie und vor Tesla eine weitere Filmographie der nächsten Wochen. Allein der Cast um Benedict Cumberbatch und Michael Shannon interessiert mich bereits.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Otto – der Film: Durch meinen Lebensgefährten sind die Ottofilme bei mir eingezogen, die ich bisher noch nicht kannte. Der erste wurde mir sogleich präsentiert.

Hugo Cabret: Hugo Cabret ist Waise und lebt am Bahnhof Montparnasse, immer auf der Flucht vor dem Stationsvorsteher. – eine Liebeserklärung an die Anfänge des Films.

Mrs. Doubtfire: (Ihr merkt ich habe ein paar Klassiker nachgeholt) Nachdem ein Vater bei der Scheidung lediglich ein Besuchsrecht bei seinen Kindern erwirkt, schleicht er sich als Kindermädchen wieder in deren Leben. – Wunderbare Familienkomödie mit Robin Williams.

Hamilton: Das Broadway Musical im heimischen Wohnzimmer ist ein Genuss der ganz besonderen Art. Ich habe den Film gleich zweimal gesehen, da ich mich einmal auf die Handlung und einmal auf die Umsetzung konzentrieren wollte.

Hamilton – History has it’s eyes on you: Eine von Robin Roberts moderierte Diskussionsrunde mit den Hamiltondarstellern, – regisseur und einer Harvard Geschichtsprofessorin beleuchtet die Aktualität der Geschichte.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

I’m not okay with this – Staffel 1: (Langatmiger Auftakt, wirkt wie eine große Pilotfolge. Hoffentlich bringt Staffel 2 dann etwas Handlung)

Queer Eye – Staffel 5 (Die Fab 5 sind zurück und versprühen wieder gute Laune!)

The Comedy Line-up – Staffel 1 (Kurze Comedyhappen verschiedener Comedians. Für jeden Geschmack etwas dabei)

The Boys – Staffel 1 (Superheldengenre mal ganz anders. Gute Kritik an der Marketinggeilheit der Superhelden, allerdings trifft Handlung und Ton nicht so richtig meinen Geschmack)

Dark – Staffel 1 (Deutscher Netflixerfolg, eine Stadt voller Geheimnisse und Zeitsprüngen. Spannender Auftakt, der den Zuschauer voller Fragen zurücklässt.)

Community – Staffel 2 (Auch in der zweiten Staffel behält Community die intelligenten Folgen mit ihren tollen Charakteren bei)

Vicious – Das Finale (In einer einstündigen Episode werden anhand der vier Jahreszeiten noch einmal vier Kurzgeschichten erzählt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen, weil ich nun (mal wieder) durch bin mit der Serie.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 6
Seiten gesamt: 2.132
Seiten pro Tag: 67 im Durchschnitt
Taschenbuch: 4
Sammelband: 1
Hörbuch: 1

Mythos & Wahrheit: Eine vierteilige Analyse zu den Themen Dracula, Sherlock Holmes, Edgar Allen Poe und Frankenstein. Hier werden jeweils die Werke, Entstehungsgeschichte und die Mythen darum genauer beleuchtet. Grundsätzlich sehr interessant und schön vertont mit verschiedenen Lesern, aber irgendwo hätte ich mir weniger Nacherzählung und mehr Hintergründe gewünscht.

Der Duft von Sommerregen: Lena ist begeisterte Assistentin eines Kunsthändlers.  Mit 40 und single wird man jedoch stets mitleidig angesehen. Als sie den charmanten Jonas kennenlernt, überlegt sie ihren Vorsatz noch einmal. Doch wieso überkommt sie dann immer die Sehnsucht, wenn sie das Klavierspiel eines Nachbarn hört? Schöne Dreieckgsgeschichte, nicht ganz Sommerlektüre, aber  nah dran, ein wenig zu viel Tätigkeitsbeschreibung, aber dafür tolle Charaktere.

Sherlock Holmes – Das Zeichen der Vier: Sherlock Holmes kriegt seinen zweiten Fall. Ein Erbe scheint unterschlagen zu sein, ein Schatz wird gefunden und eine Jagd auf der Themse steht bevor. Der zweite Roman rund um den berühmten Detektiv stellt Detektiv und Leser wieder vor viele Rätsel, bleibt aber im Gegensatz zum ersten (Eine Studie in Scharlachrot) diesmal an den Charakteren.

Dreams of Gods and Monsters: Die finale Schlacht um Eretz steht bevor, Seraphim und Chimären müssen sich zusammen gegen das Heer der Dominion stellen. Denn diesmal geht es nicht nur um Eretz, sondern auch um unsere Welt. Der finale Band der Zwischen den Welten Reihe staubte jetzt lange bei mir ein, nachdem ich es nach gut 200 Seiten nicht mehr ertragen habe. Stückchenweise konnte ich es jetzt doch beenden. Letztlich nimmt es sich die Zeit wirklich alles zu einem Ende zu bringen.

Dracula: Es war Klassikerzeit/Liste der Schade-Zeit bei mir. Und so habe ich es endlich geschafft Bram Stokers berühmten Gruselroman zu lesen. Nachdem man sich durch den Anfang ein wenig durchgequält hat, konnte mich die Geschichte schnell in den Bann ziehen.

Frankenstein: Nach Sherlock Holmes und Dracula ein weiterer Klassiker. Diesmal ging es um Mary Shellys berühmten Wissenschaftler und sein Monster. Wesentlich unspektakulärer als die Verfilmungen doch ein interessantes Werk.

 

Rückblick auf den Juni 2020

Der Juni brachte zum Ende hin gleich zwei Änderungen für mich mit sich. Zum einen konnte ich seit Februar das erste Mal wieder ein Kino besuchen, weswegen die Kinokritiken jetzt ganz langsam wieder bei mir anrollen. Zum anderen habe ich seit März das erste Mal wieder gearbeitet. Wir sind nun für wenige Stunden in der Woche aus der Kurzarbeit raus. So schleicht sich nun auch bei mir so langsam wieder Alltag ein. Und nun soll es direkt zu meinem medialen Rückblick kommen, der diesmal stark serienlastig ist. 

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Es ist soweit. Es gibt wieder die Kinosparte im Rückblick!

Rettet den Zoo: Ein Assistent einer großen Anwaltskanzlei soll einen bankrotten Zoo ohne Tiere retten, damit er eine Festanstellung bekommt. Mit den verbliebenen Angestellten, schmiedet er den Plan in lebensechte Kostüme zu schlüpfen. Eine schöne Komödie aus Südkorea mit einer guten Portion Drama und einer guten Portion Komödie.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Guns Akimbo: Daniel Radcliffe wacht mit Pistolen an den Händen auf und muss sich Aufgaben stellen, um seine Ex-Freundin zu retten. Interessante Grundidee, konnte mich nicht 100% überzeugen, dafür aktuell ins Kino zu gehen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Drei Schritte zu dir: Stella ist an Mukoviszidose erkrankt und muss daher regelmäßig für Therapien ins Krankenhaus und kann nur auf eine Spenderlunge hoffen. Bei ihrem aktuellen Krankenhausaufenthalt lernt sie neben den bekannten Gesichtern auch Will kennen. Dieser nimmt seine Therapie weniger ernst und darf sich wegen einer Mutation der Krankheit Stella auf keinen Fall näher als drei Schritte entfernt nähern. Trotzdem kommen sich beide näher. Klassisches Teeniedrama mit ungewöhnlicher Kulisse und Hintergrund. Nimmt die Ängste und Sorgen der Kranken auf unterschiedliche Weise ernst und bleibt doch ein seichtes Drama.

Everybody’s Fine: Frank Goode will nach dem Tod seiner Frau seine vier Kinder, die im ganzen Land verstreut wohnen, zu einer Grillparty einladen. Doch nach und nach sagen alle ab. Also beschließt er sie unangekündigt zu besuchen. Auf seiner Reise muss er feststellen, dass seine Kinder ihm wohl nicht immer die Wahrheit über ihre Lebensumstände erzählt haben. Rührendes Familiendrama mit starker Besetzung, allen voran Robert deNiro.

Der verlorene Sohn: Nach einem Zwischenfall am College stimmt Jared Eamons seinem Vater, einem Baptistenprediger, zu, sich einer Konversionstherapie zu unterziehen. Dort sollen ihm seine homosexuellen Neigungen ausgetrieben werden. Stark gespieltes Drama über ein wichtiges Thema. Regisseur Joel Edgerton entscheidet hier richtig, dass das Thema bereits schlimm genug ist und erzählt hier ruhig und ohne aufgebauschtes Drama.

Casablanca: „Ich schau dir in die Augen, Kleines“. Ich habe meine Klassiker/Liste der Schande im Filmbereich weiter abgebaut und mich mit einem Klassiker von 1942 befasst.

One Cut of the Dead: Ich bekam den Film in die Hand gedrückt mit den Worten: „Du musst die erste halbe Stunde überstehen, dann wird es gut!“. Naserümpfend nahm ich den Zombiefilm entgegen. Ich hasse Zombiefilme, außerdem ist das Genre nicht langsam tot? Nun, mit dieser absoluten Überraschung aus Japan bestimmt nicht. Der Film im Film im Film sieht am Anfang etwas merkwürdig aus, schafft es aber da schon, coole running gags einzubauen. Und ja, nach dieser ersten halben Stunde, wird er nochmal deutlich besser. Mehr sollte man über diesen Film allerdings vorab auch gar nicht wissen.

Brokeback Mountain: Im Pride Month Juni ließ ich es mir nicht nehmen, einen Klassiker des Pride Genres anzusehen. Die beiden Cowboys Ennis und Jack lernen sich einen Sommer über bei der Schafhütung kennen. Doch aus Angst vor der Reaktion der Gesellschaft flüchten sie sich in heterosexuelle Ehen und besuchen sich nur zweimal im Jahr. Ruhig erzähltes Drama mit Fokus auf den beiden Protagonisten und ihren Gedanken.

Murder Mystery: Ein Adam Sandler Film mit ihm und Jennifer Aniston in der Hauptrolle zeigt uns ein bereits 15 Jahre verheiratetes Ehepaar, das sich endlich entschließt die Flitterwochen nachzuholen. Dabei landen sie durch Zufall auf einer Privatjacht mit allerlei hochkarätigen Gestalten. Bis sie Zeuge eines Mordes werden. Typischer Adam Sandler Klamauk, aber dafür noch auf einem guten Niveau. Guter Film, um mal die Gedanken schweifen zu lassen. – Netflix Original

Um ein Schnurrhaar (OmU): Miyo Sasaki muss nicht nur mit der Scheidung ihrer Eltern und der neuen Stiefmutter klar kommen, sondern hat auch Gefühle für ihren Mitschüler Kento Hinode. Diesen kommt sie näher, da sie sich mithilfe einer Katzenmaske in die Katze selbst verwandeln kann. Doch während Hinode Miyo in Katzenform als Taro alles erzählen kann, bleibt er bei der menschlichen Miyo auf Abstand. Miyo fühlt sich missverstanden und dann taucht auch noch der Maskenverkäufer wieder auf, der sie zu überreden versucht ihr menschliches Gesicht endgültig abzulegen und für immer eine Katze zu bleiben. Ein liebevoll animierter Film, der mit einer schönen Metapher als Grundidee daher kommt. Während der Film die Fantasykomponente gut beherrscht, schwächelt er jedoch am Tiefgang. Zu wenig wird wirklich erzählt, so dass der Film lediglich an der Oberfläche kratzt. – Netflix Anime Original

Kim Possible – der Film: Mit beenden der dritten Staffel stand nun der Film an. Invasion der Roboter ist im Gegensatz zu Mission zwischen den Zeiten nicht in die Serie direkt integriert, besteht also nicht einfach aus mehreren Folgen, sondern wurde direkt als Disney Channel Original konzipiert, mit angepasstem Intro und natürlich extra großer Handlung. Im Anschluss wurde dann noch eine vierte Staffel konzipiert, die direkt an das Ende des Films anschließt.

Serien – ein etwas ausführlicher Überblick

Irgendwie war diesen Monat Zeit für Serien mit nur einem Wort im Titel. Zumindest bei 10 von 15 gesehenen Serien.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 2+3 (Spannende Mordfälle im Australien der 1920er. Während Staffel 2 sich stiltechnisch an Staffel 1 anschließt, bringt Staffel 3 dann die persönlichen Belange der Charaktere etwas voran)

Friends – Staffel 10 (Der Abschluss der Kultserie war wohl langsam nötig, denn die Handlung basiert wohl nur noch auf Beziehungsdramen. Dennoch ein gutes Ende, mit den notwendigen Wendungen.)

Unorthodox – Miniserie (spannende und interessante Serie über das Loslösen einer jungen Frau aus den ihr bekannten Konventionen. Kleinere Schwächen können verziehen werden, so dass sich ein Blick durchaus lohnt)

IZombie – Staffel 1 (Ich mag keine Zombies und habe daher um diese Serie immer einen Bogen gemacht. Durch die sehr wohlwollende Kritik von Going to the Movies musste ich dann doch einen Blick wagen. Ich wurde auch teilweise befriedigt, bis am Ende das Zombiethema immer größer wurde.)

Kim Possible – Staffel 3 (Kurze Staffel mit einigen neuen Ideen, teilweise aber auch Aufwärmen des immergleichen. Immerhin nimmt sich die Serie dann auch gerne selbst aufs Korn)

Küchenhelden – Staffel 1 (Disneyinspirierte Koch-/Backshow in der Familien gegen-einander antreten.  Mit einer Lauflänge von 30 Minuten pro Folge gut zum zwischendurch gucken)

Elementary – Staffel 7 (Die finale Staffel ist mit 13 Folgen verkürzt, verspricht die Handlung nach London zu setzen, kehrt aber schnell zu altbewährtem zurück. Mit einem letzten großen Gegner, bei dem man als Sherlock Holmes Fan durchaus weiß, worauf es hinauslaufen sollte, bleibt es auch diesmal wieder spannend. Gutes Ende einer großartige Serie)

The World according to Jeff Goldblum – Staffel 1 (Ein weiteres Disney+ Original, das mich Woche für Woche begeistern konnte. Jeff Goldblum sucht sich ganz alltägliche Themen aus und schafft es diese mit ganz neuen Blickwinkeln zu durchleuchten)

Vicious – Staffel 1+2 (Meine Lieblingssitcom hat endlich den Weg in mein DVD Regal gefunden, wenn auch ohne deutsche Synchronisation. Aber die Sticheleien zwischen dem von Ian McKellan und Derek Jacobi gespieltem alten Paar sind einfach unbezahlbar)

Willkommen in Gravity Falls – Staffel 1+2 (Ja, ich musste diese Serie einfach direkt noch einmal schauen. Außerdem musste mein Lebensgefährte sie sehen, damit er endlich meine ganzen Anspielungen versteht)

Dead to me – Staffel 1 (Eine Zynikerin und eine Opportunistin treffen nach Schicksalsschlägen aufeinander. Leider kann die Serie die versprochene Komödie nicht wirklich halten, schwankt zwischem starken Drama und vorhersehbarer Handlung)

Community – Staffel 1 (Schwerfälliger Einstieg, danach habe ich die Charaktere und ihre Dynamik schnell lieben gelernt)

Westworld – Staffel 2 (Noch mehr Handlungsstränge, Charaktere und Zeitebene als in der ersten Staffel. Verwirrend erzählt und am Ende nur teilweise aufklärend. Dennoch irgendwo weiterhin spannend)

Barry – Staffel 2 (Charakterdynamik passt nicht mehr so gut wie in der ersten Staffel und nach der Hälfte ist einfach die Luft raus. Schade!)

Hollywood – Miniserie (Interessante Handlung, starke Charaktere, mitunter langatmig erzählt, trotz heftiger Szenen im Endeffekt zu weich gespült)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 7
Seiten gesamt: 2.519
Seiten pro Tag: 84 im Durchschnitt
Taschenbuch: 5
Manga: 2

Breathless 2 – Geheime Lust: Der zweite Teil der Breathless Reihe schließt an den ersten an, erzählt die Geschichte aber aus Sicht eines Nebencharakters des ersten Bands weiter. Sinnliches Lesevergnügen bleibt hier garantiert, allerdings merkt man hier vermerkt, dass die Handlung sehr oberflächlich und die Charaktere sehr platt bleiben.

Angelfall 3 – Tage der Dunkelheit: Der finale Kampf Menschen gegen Engel steht bevor. Doch um dafür gerüstet zu sein müssen Penryn und Raffe bis in die Hölle hinabsteigen. Gelungener Abschluss einer größtenteils spannenden Reihe, man sollte den dritten Teil jedoch zeitnah zum zweiten lesen, da man sonst am Anfang nicht mehr mitkommt.

Die kleine Traumküche in Cornwall: Clemmie reist in ihren Heimatort St. Aiden in Cornwall zurück. Sie hat dort eine kleine Wohnung geerbt. Doch Renovierungen stehen bevor, die sie sich nicht leisten kann. Also verkaufen und sprunghaft weiterleben wie bisher, oder für die Wohnung kämpfen? Schöne Sommerlektüre, leider sehr verkrampfter Schreibstil, der die Magie der Geschichte stark stört und teilweise ganze Dialogszenen unverständlich macht.

Death Note – Band 6+7: Es ging bei mir endlich weiter mit der Geschichte rund um das Death Note, Light, L. und den Todesgöttern. Während sich Band 6 ganz schrecklich zog, konnte Band 7 das Tempo stark erhöhen.

Schmetterlinge aus Marzipan: Nina ist über 40, seit neustem geschieden, alleinerziehend und nicht so richtig glücklich mit der Arbeitssituation. Als sie bei einer kleinen Konditorei das Schild „Praktikantin gesucht“ sieht, scheint es ihr Schicksal zu sein. Nebenbei bringt ihre beste Freundin sie noch zum Online-Dating. Ein Monat voller kleiner Abenteuer stehen bevor. Eine schöne, kurzweilige Sommerlektüre mit kleineren Baustellen und einem leider unpassendem Ende. Aber davor hat es gut gepasst.

Jane Austen bleibt zum Frühstück: Penny Lane hat Liebeskummer, seit sie sich von Trevor getrennt hat. Als sie eines Abends sich Rat von ihrer Lieblingsautorin Jane Austen wünscht, wacht diese prompt am nächsten Tag in Pennys Bett auf. Vor beiden liegen spannende Tage, schließlich kommt Jane direkt aus dem Jahr 1802. Nette Geschichte, tolle Charaktere, schöner Schreibstil, leider unglaubwürdige Jane Austen.

Rückblick auf das halbe Jahr 2020

Uuuund Saison Dezember-Mai sind vorbei und es wird Zeit für meine Halbjahresbilanz. Da die Kinos seit drei Monaten geschlossen sind, fällt die Kinosektion dementsprechend enttäuschend aus. Da ich meine großen Rückblicke immer am Ende des Jahres schreibe, soll es hier nur eine kurze Zwischenbilanz werden, in der ich euch ein paar Zahlen und Namen um die Ohren haue. Also los geht’s!

I. Cinemathek

Coronabedingt war diesmal nur ein Film dabei, der hat mich dafür aber auch richtig umgehauen. Ich spreche von Porträt einer jungen Frau in Flammen. Unbedingte Empfehlung!

II. Anime Special

Im ersten Quartal (wir erinnern uns, Kinos waren nur drei von sechs Monaten offen) gab es zumindest ein Anime Special. Mit Weatherin with you gab es den Nachfolger von Your Name. Leider kam der Nachfolger nicht an seinen Vorgänger heran, bleibt aber eine solide Geschichte.

III. Neulich in der Sneak

Sieben Sneakvorstellungen konnte ich besuchen. Ich hab sie euch gefühlsmäßig mal in eine Reihenfolge gebracht. Wichtig ist, dass selbst Platz 7 im soliden Mittelfeld landen würde. Demnach hatte das Jahr eigentlich einen guten Sneaklauf.

Platz 7: 21 Bridges
Platz 6: 7500
Platz 5: Peanut Butter Falcon
Platz 4: Bombshell
Platz 3: 1917
Platz 2: Drei Engel für Charlie
Platz 1: The Gentleman

IV. Filme – auf großer Leinwand gesehen

Im ersten Quartal konnte ich 15 reguläre Kinofilme sehen, außerhalb der Spezialreihen (Cinemathek, Sneak, Anime). Normalerweise hätte es hier fünf Enttäuschungen und fünf Highlights gegeben, aber da die Liste ungewöhnlich kurz ist, hier meine aktuelle Reihenfolge:

Platz 15: Nightlife
Platz 14: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle
Platz 13: Cats
Platz 12: Lindenberg – Mach dein Ding!
Platz 11: Jumanji 2
Platz 10: Sonic – the Hedgehog
Platz 9: Ruf der Wildnis
Platz 8: Birds of Prey
Platz 7: Parasite
Platz 6: Enkel für Anfänger
Platz 5: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
Platz 4: Jojo Rabbit
Platz 3: Star Wars – Der Aufstieg Skywalkers
Platz 2: Knives Out
Platz 1: Little Woman

V. Filme – auf großem Fernseher gesehen

64 Filme liefen im ersten Halbjahr bei mir im Heimkino. Davon waren 14 Wiederholungstäter und drei Comedy Specials. Meine Highlights gibt es hier:

Platz 10: Aladdin (2019)
Platz 9: I, Tonya
Platz 8: Juliet, Naked
Platz 7: Elliot, das Schmunzelmonster
Platz 6: Wind River
Platz 5: Klaus
Platz 4: Isn’t it romantic
Platz 3: Emo – The Musical
Platz 2: The Final Girls
Platz 1: Die zwei Päpste

VI. Serien – ein kurzer Überblick

34 verschiedene Serien mit 49 Staffeln sind gesehen. Eine kurze Übersicht über meine Highlights (ohne Reihenfolge) gibt’s hier:

Weihnachten zu Hause (Staffel 1)
Grace & Frankie (Staffel 6)
Star Trek: Picard (Staffel 1)
Fleabag (Staffel 2)
The Mandalorian (Staffel 1)
Willkommen in Gravity Falls (Staffel 1+2)
Batwoman (Staffel 1)
The Crown (Staffel 3)
Friends (Staffel 1-9)
Miss Fishers mysteriöse Mordfälle (Staffel 1)

Bücher – meine Highlights

35 Bücher sind ausgelesen, davon sind 17 von meiner 20 für 2020 Liste. Hier noch schnell meine aktuelle Top 10:

Platz 10: Momo – Michael Ende
Platz 9: Wer die Nachtigall stört – Harper Lee
Platz 8: Kirschkuchen am Meer – Anne Barns
Platz 7: The Green Mile – Stephen King
Platz 6: Mara und der Feuerbringer – Tommy Krappweis
Platz 5: Was perfekt war – Colleen Hoover
Platz 4: Dive Bar 1 – Crazy, Sexy, Love – Kylie Scott
Platz 3: Die Bücherdiebin – Markus Zusak
Platz 2: Someone New – Laura Kneidl
Platz 1: All in: 1000 Augenblicke & Zwei Versprechen – Emma Scott

Wie sah euer erstes Halbjahr aus? Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste? Ich bin immer offen für Empfehlungen!

 

Rückblick auf den Mai 2020

Der Mai ist vorbei, die Kinos sind noch immer geschlossen, daher wird dies nun wieder ein verkürzter Rückblick. Auch im Mai war es größtenteils ruhig bei mir, weswegen ich den Einleitungsteil dann jetzt auch wieder überspringe und einfach gleich zur Sache komme.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Disney Family Sing Along: Gleich zweimal habe ich dieses Disney Corona-Special gesehen, denn es gefiel mir so gut, dass ich es meiner besten Freundin auch noch zeigen musste. Hier wurden Disneystars der verschiedensten Art aufgefordert zu Hause eine musikalische Umsetzung zu filmen. So wurden bekannte Klassiker aus Disneys Filmgeschichte umgesetzt. Qualität variiert zwar stark, doch die Untertitel zum mitsingen, machen es wett.

Titanic – 20 Jahre nach dem Film: Zum Jubiläum seines Welterfolgs hat sich James Cameron an eine Dokumentation gewagt, in der er verschiedene Theorien und Fakten überprüft, die ihn am Mythos Titanic befassten. Zunächst verfolgen wir ihn auf mehreren Tauchfahrten zur Titanic, in der er überprüfen möchte, wie akkurat seine Umsetzungen war. Ein spannender neuer Einblick in mehrere Mysterien, nicht nur für Fans des Films.

Taylor Thomlinson – Quarter-Life Crisis: Im Mai war mal wieder ein Netflix Comedy-Special fällig. Taylor Thomlinson erzählt davon, wie es ist Mitte 20 zu sein. Durchaus eine Comedian, die ich auf dem Schirm behalten werde.

Familie Willoughby: Mutter und Vater Willoughby sind unglaublich verliebt ineinander. Logischerweise sind dabei insgesamt vier Kinder entstanden. Allerdings sind diese ihren Eltern eher lästig und werden komplett vernachlässigt. Wieso sollte man seinen Kindern auch etwas zu essen geben? Also beschließen die Geschwister, dass sie unbedingt Waisen werden wollen und schicken ihre Eltern auf eine mörderische Reise. Ein Animationsfilm an dessen Stil man sich zunächst gewöhnen muss. Er kommt mit einigen erfrischenden Ideen daher, die aber alle nicht für einen Film reichen und daher werden episodenhafte Geschichten zu einem großen Verwoben, was dem Film eindeutig nicht gut tat.

Emo – the Musical: Ethan ist ein Emo und wird nach einem gescheiterten Selbstmordversuch von der Privatschule geschmissen. An seiner neuen Schule wird er zunächst begeistert von den streng Gläubigen aufgenommen, doch als er merkt, dass es eine Emo-Band an der Schule gibt, wird er schnell zum Feindbild der Gläubigen. Als auch noch ein Bandwettbewerb bevorsteht, kochen die Emotionen über. Noch ein Film, den ich im Mai gleich zweimal gesehen habe. Nachdem meine beste Freundin ihn mir voller Begeisterung zeigte, musste mein bester Freund auch gleich dran glauben. Und ja, der Film ist noch viel skurriler als er sich anhört, aber auf gute Weise. Kleine Perle für Musicalfans.

Teen Beach Movie: Brady und McKenzie sind ein Paar und lieben das Surfen. Doch McKenzie will beides aufgeben, um zu ihrer Tante zu ziehen, die eine große schulische Karriere für McKenzie plant. Als diese ein letztes Mal surfen geht, geraten sie und Brady durch einen Sturm in Bradys Lieblingsfilm Wet Side Story. Nun müssen sie einen Ausweg finden. Ja, der Film klingt sehr skuril. Ja, es war ein Disney Channel Original und ist demnach mit sehr wenig Geld produziert worden. Ja, man sieht es dem Film an. Ja, er hat trotzdem Spaß gemacht, aber man darf halt echt nichts erwarten.

Garfunkel & Oates: Trying to be special: Die beiden Comedians Riki Lindhome und Kate Micucci versuchen als Garfunkel & Oates ihr eigenes Netflix-Special zu bekommen. Dafür führen sie in Seattle eine Show auf, bei der sie mit ihren gewagten Liedtexten zu begeistern wissen.

Underwater: Die auf dem Grund des Marianengrabens befindliche Forschungsstation Kepler 822 wird von mehreren Erdbeben erschüttert und stark beschädigt. Eine Gruppe Wissenschaftler versucht nun zu den verbliebenden Rettungskapseln zu kommen. Doch etwas ist erwacht. Ein Thriller tief unten im Meer hat wohl das Potential atmosphärisch gut Ängste zu erzeugen. Dies schafft der Film auch. Auch die Handlung ist rund. Leider hat der Film so gar kein Alleinstellungsmerkmal.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Kim Possible – Staffel 2 (Teenieheldin in weiterhin spannenden Missionen unterwegs, diesmal mit wechselnden Outfits)

The Mandalorian – Staffel 1 (Spannender Star Wars Ableger, der es schafft in wenigen Folgen die Charaktere vorzustellen und zu einem runden Abschluss zu bringen)

The Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 2 (Witzige Fortsetzung rund um die charmante aufkommende Stand-up Comedians Midge Maisel. Durch episodenhaftigere Erzählweise nochmal deutlich spannender als die erste Staffel)

Friends – Staffel 9 (Die New Yorker Clique versprüht auch in der neunten Staffel noch Spaß und man bangt mit ihnen mit)

Star Trek: Discovery – Staffel 2 (Fühlt sich endlich nach einer richtigen Star Trek Serie an. Das Auftauchen von Captain Pike und das Zusammenschmelzen der Crew zu einer Familie tut der Serie sehr gut)

Foodhacks mit Nadiya Hussain – Staffel 1 (Kurzweilige Kochshow um allerhand Kniffe für das Kochen trotz Vollzeitarbeit und Familie)

Chip und Chap – Staffel 2 (Die Rettungstruppe hat auch in der zweiten Staffel wieder allerhand zu tun)

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 1 (Crimeserie im Australien der 1920er Jahre mit einer etwas ungewöhnlichen Ermittlerin überzeugt durch viel Charme)

Willkommen in Gravity Falls – Staffel 1&2 (Wunderbare Familienserie mit Mysteryanteil und wundertollen Charakteren)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 7
Seiten gesamt: 3.014
Seiten pro Tag: 97 im Durchschnitt
Taschenbuch: 7

Obsidian & Onyx: Die beiden Auftaktbände der fünfteiligen Reihe ließ mich am Anfang eher zweifelnd zurück, entwickelte sich dann jedoch in eine gute Richtung. Zeitweise war es schwer, die Bücher überhaupt aus der Hand zu legen.

Erbarmen: Nach langer Zeit mal wieder ein Krimi. Leider war mir der Ermittler nicht wirklich sympathisch und der Fall wirkte stark gestreckt. Ist wohl einfach wirklich nicht mehr mein Genre.

Am dunklen Fluss: Ruby kann sich nicht mehr an den Tod ihrer Schwester in ihrer Kindheit erinnern. Als sie in das frühere Anwesen reist, findet sie nicht nur ein altes Familiengeheimnis, sondern fängt auch an sich zu erinnern. Leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln, zu vorhersehbar waren weite Teile. Das Ende konnte mich dann doch noch überraschen, half dem Buch aber nicht mehr.

Someone Else: Die Fortsetzung von Laura Kneidls Someone New. Diesmal geht es um die Nachbarn Auri und Cassie, die schon lange Mitbewohner sind und sich zueinander hingezogen fühlen. Doch das können sie nicht zugeben, das könnte ihre Freundschaft gefährden. Oder? Schöne Fortsetzung mit anderem Schwerpunkt, wenn auch schwächer als der erste Teil. Geschichte wurde an einigen Stellen deutlich gestreckt, was leider zu kleineren Längen führt. Dennoch ein schönes Buch, vor allem durch Kneidls Schreibstil.

Kirschkuchen am Meer: Marie hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Doch als auf der Seebestattung ihres Vaters eine geheimnisvolle Frau auftaucht, muss sie mehr erfahren. Der Weg führt nach Norderney, wo sie nicht nur die Frau sucht, sondern auch einige Lebensentscheidungen hinterfragt. Ein neuer sommerlicher Roman von Anne Barns, irgendwo zwischen Trauer, Sommer und Kirschkuchen.

Breathless 1 – Gefährliches Verlangen: Habe ich die Augen verdreht, als dieser Erotikroman mit einem Vertrag anfing? Definitv! Dennoch entwickelt sich die Geschichte weiter und ist definitiv besser als das offensichtliche Vorbild. Ende ist zwar sehr vorhersehbar und die Charaktere bleiben platt, aber für ein sinnliches Lesevergnügen zwischendurch vollkommen ausreichend.

Eine Dekade Serien – Meine Top 25 der letzten 10 Jahre

Nachdem ich meinen filmischen Dekadenüberblick nun durch habe, habe ich überlegt, ob man ein Dekadenende auch noch aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann. Und natürlich gibt es neben den vielen guten Filmen, die wir in der letzten Dekade betrachten durften, auch viele Serien. Gerade in der Zeit von Netflix, Prime und Co. werden immer mehr Serien, aber auch qualitativ immer hochwertigere Serien produziert. Doch während der Filmliebhaber es natürlich nicht schaffen kann, alle neuen Filme zu sehen, so schafft es der Serienjunkie erst recht nicht, alle neu anlaufenden Serien zu schauen, geschweige denn alle neuen Staffeln sofort zu sichten. Dennoch habe ich mir mal die Mühe gemacht und habe mich mit meinen gesehenen Serien beschäftigt.

Meine Liste erschien auf Basis von der Wikipedia-Übersicht der Serien der letzten 10 Jahre (2010-2019). Basis hierfür ist, dass von der Serie mindestens eine Staffel in diesem Zeitraum erschienen ist. Am Ende merkte ich, dass die Liste leider nicht ganz vollständig ist, gerade eher kleinere Netflix Originals tauchten nicht auf. Dennoch hoffe ich, dass ich so eine recht vollständige Liste meiner gesehenen Serien zusammentragen konnte. Für die Erstellung meiner Top 25 kamen zwei weitere Regeln dazu:
1. Ich musste mindestens eine vollständige Staffel gesehen haben, abgebrochene Serien unter einer Staffel fielen raus, ebenso Serien, die ich gerade neu angefangen habe und daher noch keine vollständige Staffel sehen konnte. (Aktuell fallen dadurch 17 Serien aus der Statistik)
2. Wenn Serien in den 2000er Jahren angefangen haben und spätere Staffeln in die 2010er hineinreichen, dann zählen die nur, wenn ich mindestens eine Staffel, die ab 2010 erschien gesehen haben. Beispiel: Dr. House habe ich bis Staffel 6 verfolgt. Diese sind aber alle bis 2009 erschienen. Erst die beiden finalen Staffeln sind ab 2010 erschienen. Daher ist die Serie nicht auf meiner Liste. (Aktuell fallen dadurch 9 Serien aus der Statistik)

Ich komme damit für diesen Zeitraum auf 101 gesehener Serien mit mindestens einer Staffel. Insgesamt habe ich 294+2 (1 Specialfolge in Spielfilmlänge und eine kurze Sonderstaffel) Staffeln dieser Serien gesehen.

So nachdem es nun doch eine ziemlich lange Einleitung wurde, kommt hier nun endlich meine Top 25 der Serien, die bei mir von 2010-2019 liefen.

Platz 25: The Marvelous Mrs. Maisel & Peaky Blinders

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 2 (Mrs. Maisel) / 5 (Peaky Blinders)
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 1

Den 25. Platz teilen sich zwei Serien, weil ich mich nicht für eine von beiden entscheiden konnte.

Mrs. Maisel: Miriam „Midge“ Maisel lebt in den 1950er Jahren in New York City. Sie ist Jüdin, Hausfrau und Mutter. Ihr Mann Joel strebt eine Karriere als Comedian an. Leider ist er nicht besonders gut. Nach einer Affäre verlässt er Midge, die daraufhin betrunken das erste Mal selbst auftritt. Da die Menge begeistert ist, versucht sie es von nun an trotz aller Steine im Weg selbst auf der Karriereleiter. – Witzige, spannende, dramatische und einfühlsame Serie über eine unvergleichliche Frau.

Peaky Blinders: 1919 kommt die kriminelle Gang der Peaky Blinders unter der Leitung von Tommy Shelby in Birmingham zu einer großen Waffenlieferung. Mit diesem Druckmittel erkämpfen sie sich stetig einen Weg in das legale Wettgeschäft und gehen Notfalls über Leichen. – Packende Gangsterserie mit einem Hauch Traumaverarbeitung nach dem ersten Weltkrieg.

Platz 24: Doctor Who

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 7
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 6

Der Doktor ist ein Timelord, der mit seiner TARDIS, in Form einer Polizeizelle, durch Zeit und Raum reisen kann. Dabei wird er (ab Staffel 11: sie) von ganz normalen Menschen begleitet. Zusammen erleben sie eine Menge Abenteuer. – Die seit längstem existierende Serie (Erste Staffel mit dem ersten Doktor lief 1963) kann durch Witz, Spannung und einer Menge Abenteuerlust überzeugen. An verschiedene Darsteller und Eigenheiten muss man sich immer wieder neu gewöhnen.

Platz 23: Sense 8

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 2+1
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 2+1

Acht Menschen, in acht verschiedenen Ländern, auf vier verschiedenen Kontinenten werden zeitgleich miteinander verbunden. Sie können nun mit den anderen gedanklich kommunizieren oder deren Körper übernehmen. Durch ihre unterschiedlichen Eigenschaften ergänzen sie sich. Doch die BPO, eine geheime Einrichtung, versuchen sie zu jagen und zu vernichten. Ein Überlebenskampf beginnt. – Sense 8 überzeugt neben Handlung, Dramaturgie, Spannungsaufbau und Darstellern vor allem noch durch eine weitere Sache. Ihre Weltoffenheit.

Platz 22: Lucifer

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 4
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 4

Der Höllenfürst Lucifer ist gelangweilt und gibt seinen Thron in der Hölle auf, um auf der Erde einen Nachtclub zu eröffnen. Als er auf Detective Chloe Decker trifft, faszniniert sie ihn so sehr, dass er ihr fortan bei de Ermittlungen auf seine ganz eigene Art hilft. Doch nicht alle in Himmel und Hölle sind begeistert von seinem Weggang. – Mischung aus Fantasy, Drama und Crime vereint in einer sympathischen Serie mit tollen Charakteren, die man nicht so leicht vergisst. Fällt ab Staffel 3 leider stark ab, weswegen es keine höhere Platzierung gab.

Platz 21: Sherlock

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 4
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 4

Der Militärarzt John Watson kehrt aus dem Afghanistan-Krieg am Stock gehend zurück. In London ist er auf der Suche nach einer WG und trifft auf den exzentrischen Sherlock Holmes, der sich als beratender Detektiv beim New Scotland Yard einen Namen macht. – Faszinierende Neuinterpretation der Werke Sir Arthur Conan Doyles im London der heutigen Zeit. Markenzeichen sind kurze Staffeln mit Folgen in Spielfilmlänge, die leider ab Staffel drei immer weiter ausschweifen und nicht mehr an den Charme der ersten Staffeln rankommen.

Platz 20: The Umbrella Academy

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 1
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 1

43 Kinder werden am gleichen Tag unter merkwürdigen Umständen geboren. Der exzentrische Milliardär Reginald Hargreeves „erwirbt“ sieben von ihnen. Sie bekommen alle nur eine Nummer als Namen und werden von Kindesbeinen an darauf trainiert Verbrechen zu bekämpfen. Dabei helfen Ihnen verschiedene spezielle Fähigkeiten. Nach jahrelangem getrennt sein, bringt sie erst der Tod ihres Ziehvaters wieder zusammen. – The Umbrella Academy ist eine gute Serie für alle, die entweder bereits auf Superheldenserien stehen oder die mit dem bisherigen Material noch nichts anfangen konnten. Der gute Misch aus Spannung und Witz mit den verschiedensten Charakteren bietet Platz für viele Geschmäcker.

Platz 19: Castle

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 7
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 7

Richard Castle ist Krimiautor. Als ein Mörder Fälle aus seinen Büchern kopiert, assistiert er Detective Kate Beckett bei der Aufklärung. Einmal Blut geleckt, nutzt er seine Kontakte zum Bürgermeister, um dauerhaft bei den Ermittlungen dabei zu sein und so neue Inspiration für seine Fälle bekommt. – Eine Crimeserie mit etwas anderer Prämisse, wodurch Spannung und Humor gut harmonieren. Einzig das persönliche Drama in den letzten Staffeln stört etwas.

Platz 18: Barry

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 2
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 1

Barry war Soldat und ist nun Profikiller. Bei einem Auftrag in Los Angeles trifft er auf die Schauspielschule von Gene Cousineau. Fortan ist es sein großer Traum Schauspieler zu werden, mit dem Hindernis, dass er nicht besonders gut ist. Nebenbei versucht er seinen Auftrag der tschetschenischen Mafia auszuführen. – Skurile Geschichte, aber mit viel Herz und einem guten Sinn für Humor.

Platz 17: Batwoman

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 1
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 1

Kate Kane, die Cousine von Bruce Wayne alias Batman, kehrt nach Gotham zurück. Das Batsignal soll ausgeschaltet werden, nachdem es drei Jahre ohne Reaktion von Batman lief. Kates Vater hat eine Sicherheitsfirma, die für das Event verantwortlich ist. Während Dabei gibt es einen Überfall von Alice und ihren Wunderländern. Kate versucht als Batwoman Alice zu Fall zu bringen und muss dabei feststellen, dass sie sich erstaunlich gut kennen. – Neue Hoffnung am DC-Superheldenhimmel. Toughe Frau, subtiler Humor, starke Action.

Platz 16: Leverage

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 5
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 5

Eine Diebin, ein Hacker, ein „Mann fürs Grobe“, eine Trickbetrügerin und ein „Mastermind/Thinker“ bilden das Team von Leverage. Nachdem ein erster Fall sie aus Zufall zusammenführte, setzen sie sich fortan für Unterdrückte ein und sind so eine Art moderne Robin Hoods. – Pläne schmieden, scheitern, neuen Plan schmieden. So lautet das Grundkonzept jeder Folge. Gerade die unvergleichlichen Charaktere und das etwas andere Crimesetting macht Leverage zu einem dauerhaften Sehvergnügen.

Platz 15: Almost Human

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 1
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 1

In einer nicht all zu weiten Zukunft steht die Polizei vor weiter entwickelter Technologie, die die Verbrechensaufklärung behindern. Dadurch wurden Androiden geschaffen, die die menschlichen Cops unterstützen sollen. John Kennex ist von der Entwicklung wenig begeistert und bekommt daher ein ausgemustertes Modell zugewiesen. Dorian kann Emotionen empfinden, ist dafür aber empfindlicher für mentale Zusammenbrüche. Nun müssen sich beide zusammenraffen, um die Fälle zu lösen. – Science fiction Crime mit einem sehr ungleichen Paar.

Platz 14: The Night Manager

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 1
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 1

Jonathan Pine arbeitet als Nachtmanager in einem Nobelhotel in Kairo zur Zeit des arabischen Frühlings 2011. Dort wird seine Geliebte getötet, die in Verbindung zu einer mächtigen Familie stand. Jahre später trifft er auf den Mann, der die Ermordung vielleicht angeordnet hat: Richard Roper. Er wendet sich an Angela Burr, die eine kleine Konkurrenzabteilung des MI6 führt, und lässt sich in Ropers Organisation einschleusen, um Informationen zu bekommen. – Spannende Agentenminiserie und Buchverfilmung mit großartigem Cast um Tom Hiddlestone und Hugh Laurie.

Platz 13: Violet Evergarden

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 1
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 1

Die ausgebildete Soldatin Violet sucht nach Kriegsende eine neue Aufgabe. Als Autonome Korrespondenz-Assistentin, kurz Akora, ist es ihre Aufgabe Briefe und Dokumente zu schreiben für Personen, die nicht schreiben können oder wollen. Dabei lernt sie einiges über Liebe und Freundschaft, muss sich aber auch mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinander setzen. – Emotionale Animeserie, die auch nicht Animefans begeistern kann.

Platz 12: The Crown

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 3
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 3

Die Serie befasst sich mit dem Leben und Wirken von Queen Elisabeth II. Von ihrer Hochzeit mit Philip, über ihre Krönung wird episodenartig die Geschehnísse an Hof erzählt. Darüber hinaus werden auch andere politische Wirrungen erzählt. Jede Staffel befasst sich mit ca. 10 Jahren Regentschaft. – Irgendwo zwischen Historiendrama und Historienseifenoper bewegt sich The Crown in hochwertigen Settings, mit hochwertigen Kostümen, grandiosen Schauspielern und auf den Punkt gebrachtem Drehbuch und hat so für viele Geschmäcker etwas zu bieten. Alles mit nötigem Respekt vor der Krone.

Platz 11: Game of Thrones

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 8
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 8

Der Kontinent Westeros ist in sieben Königslande unterteilt, die nach der Rebellion von König Robert regiert wird. Dieser bittet seinen alten Freund Ned Stark aus dem Norden ihn als Hand zu dienen. Neben Intrigen am Hofe, Unruhe im Land und den Aufstieg der ehemaligen Prinzessin auf dem Nachbarkontinent Essos, wird es zu einem Krieg kommen. Denn wer das Spiel der Throne spielt, siegt oder stirbt. – Die unbarmherzige Serienverfilmung des Fantasyklassikers von George Martin ist wohl kaum so kurz zusammenzufassen, man muss sie gesehen haben. Auch wenn die letzte Staffel den Hass aller Fans auf sich zog, darf diese Serie wohl in keinem Serienranking der letzten Jahre fehlen.

Platz 10: Downton Abbey

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 6
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 6

Downton Abbey ist ein Herrschaftssitz in Yorkshire. Dort lebt die Familie Crawley mit ihren Angestellten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es werden historische Ereignisse, wie der Untergang der Titanic und der erste Weltkrieg, politische Umbrüche, wie Frauenwahlrecht und die erste Labour-Partei, sowie persönliche Schicksale behandelt. – Eine Serie, dessen Charaktere sich tief in den Herzen der Zuschauer ansiedeln, Hass hervorrufen können und durch detailgetreue Darstellung und gut pointiertem Drehbuch hervorsticht.

Platz 9: Forever

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 1
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 1

Dr. Henry Morgan ist ein exellenter Pathologe, weswegen er sich dem Team von Detectiv Jo Martinez anschließt. Doch Henry hat ein Geheimnis. Er kann nicht sterben. Also er kann schon umgebracht werden, aber statt zu sterben, taucht er im nächsten größeren Gewässer auf und ist dabei splitternackt. Da das Ganze bereits seit 200 Jahren so geht, hat er eine Menge Erfahrungen bei seiner Arbeit gesammelt und erlebt. – Spannende Kriminalfälle treffen auf Unsterblichen und das (fast) ohne die typischen Klischees. Die Verwebung von beiden Handlungsteilen ergeben eine einzigartige Mischung.

Platz 8: Rick und Morty

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 3
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 3

Morty lebt mit seinen Eltern und seiner älteren Schwester zusammen. Mit im Haus lebt sein Grandpa Rick, der ihn immer wieder mitnimmt zu den seltsamesten Abenteuer in verschiedenste Galaxien. Dabei überrascht Rick immer wieder durch neue Erfindungen. – Die wohl abgefahrenste Animationsserie überhaupt mit schrägen Charakteren und Dialogen und genug popkulturellen Anspielungen für jeden.

Platz 7: Vicious

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 1
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 1

Freddie und Stuart (gespielt von Ian McKellan und Derec Jacobi!) sind seit 50 Jahren ein Paar. In einer Hassliebe leben sie ihren Alltag, bis der junge Ash nebenan einzieht und das Leben der beiden etwas aus den Fugen gerät. – Britischer schwarzer Humor wird hier absolut auf den Punkt gebracht und mit zwei genialen Charakteren von zwei genialen Schauspielern sehr schön umgesetzt. Leider in Deutschland wenig beachtet, kaum ausgestrahlt und nicht vollständig synchronisiert.

Platz 6: Modern Family

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 10
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 9

Die moderne Familie ist Jay Pritchett mit seiner neuen – und deutlich jüngeren – Frau Gloria und deren Sohn Manny, sowie Jays erwachsene Kinder aus erster Ehe Claire und Mitchell. Claire ist verheiratet mit Phil und sie haben drei Kinder Hailey, Alex und Luke. Mitchell lebt in einer Partnerschaft mit Cameron, die in Asien ihre Tochter Lily adoptiert haben. – Eine der besten Sitcoms der letzten Jahre ist wohl Modern Family. Allein aus der Grundkonstellation ergeben sich genug Reibungspunkte. Im Mockumentary gedrehtem Stil kommt noch ein schönes Stilelement dazu. Einfach nur ansehen!

Platz 5: Elementary

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 7
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 6

Sherlock Holmes ist von London nach New York gezogen. Nach einem Entzug und im weiteren Kampf mit seiner Drogensucht, bekommt er die Suchttherapeutin Joan Watson an die Seite gestellt. Da Sherlock sich durch unglaubliche kombinatorische Fähigkeiten auszeichnet, steht er dem NYPD als unbezahlter Berater zur Verfügung und nimmt auch privat ermittlerische Fälle an.- Eine sehr lose Adaption der Sherlock Holmes Geschichten, in denen sich eher lose an den Charakteren orientiert wird, dadurch aber viel mehr Spielraum für Neues bietet. Geniales Zusammenspiel der Charaktere, gespickt mit dem Mordfall der Woche und dennoch ist auch Platz für das Zwischenmenschliche ohne in altbekannte Klischees zu verfallen.

Platz 4: Chernobyl

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 1
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 1

Im April 1986 gibt es eine Explosion im Block 4 des Kernkraftwerkes Tschernobyl. Die Diensthabenden Mitarbeiter sind völlig überfordert und der Leitende Mitarbeiter Djatlow spielt das Geschehene herunter. Der Reaktor liegt tagelang frei, bis Gorbatschow  den Politiker Schtscherbina und den Wissenschaftler Legassow zum Geschehensort schickt, die von nun an versuchen das Schlimmste zu verhindern. – Chernobyl ist eine qualitativ hochwertige Serie, die in nur fünf Folgen eine komplexe Katastrophe aus verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet und bis zum Ende spannend bleibt.

Platz 3: Grace und Frankie

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 6
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 6

Grace und Robert Hanson, sowie Frankie und Sol Bergstein sind beide seit vielen Jahren verheiratet und Robert und Sol haben eine gemeinsame Anwaltskanzlei. Nun steht der Ruhestand bevor, doch beide Männer möchten diesen lieber zusammen verbringen, da sie seit 20 Jahren eine heimliche Beziehung haben. Widerwillig ziehen die beiden Frauen nun in das gemeinsame Strandhaus der Paare. Doch während Grace eine starke Businessfrau ist, ist Frankie eine Esoterik liebende Hippiefrau. Dennoch entsteht eine ganz besondere Freundschaft zwischen den beiden. – Charmante und durchgedrehte Charaktere treffen auf Beziehungsdrama und auf die üblichen Altersprobleme. Eine absolut liebevolle Serie, die aus dem Alltagsbrei heraussticht.

Platz 2: Good Omens

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 1
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 1

Der Engel Erziraphael und der Dämon Crowley leben beide auf der Erde und begegnen sich ab Garten Eden immer wieder in der Menschheitsgeschichte. Seit Crowley damit betraut wurde den Antichristen auf die Erde zu bringen, arbeiten enger zusammen, um die Apokylpse zu verhindern. 5 Tage vor eben dieser, müssen sie jedoch feststellen, dass sie all die Jahre den falschen Jungen bewacht haben. – Good Omes ist eine unglaubliche Serie mit guten Cast, lockerer Handlung mit dem gewissen Zwinkern, Fantasy- und Komödieneinflüssen und bringt einen einfach regelmäßig zum Schmunzeln.

Platz 1: Queer Eye

In Deutschland in der letzten Dekade erschienene Staffeln: 4+1 (+1=We’re in Japan)
In der letzten Dekade von mir gesehene Staffeln: 4+1

Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie sind alle schwul und haben jede Woche die gleiche Aufgabe. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen in Georgia, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. – Queer Eye ist eine Serie, der man durchaus eine Chance geben kann, auch wenn man überhaupt kein Fan von Reality-TV ist. Durch die quirlige Art der Fab 5, baut sich eine Menge guter Laune auf, die auch an schweren Tagen einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Rückblick auf den April 2020

Ein ganzer Monat in respektvoller Social Distance und ohne Kinobesuche liegt erneut hinter uns und gerade meinem Heimkinokonsum ist dies anzumerken. Dementsprechend wenig ist auch passiert, weswegen es nun direkt zu meinem medialen Rückblick auf den April 2020 geht.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Wiederholungstäter sind: Der Marsianer (Matt Damon als Biologe auf dem Mars ist spannend, kurios und witzig) & Police Academy Teil 1-7 (Besprechung der Filme findet ihr hier) & The Green Mile (gute Buchverfilmung mit Tom Hanks, ein paar mehr Worte hier)

Fighting with my family: Saraya Knights größter Traum ist die WWE. Sie bekommt die Chance zu einem Casting, bei dem sie zwar genommen wird, aber nicht ihr Bruder. Beim Training eckt sie überall an und fühlt sich fehl am Platz, trotzdem versucht sie sich durchzukämpfen. Auch als nicht Wrestling-Fan kann man dem Film durchaus etwas abgewinnen, schafft er es doch nicht nur die Trainingseinheiten von Saraya zu zeigen, sondern auch ihre Familie mit all den Eigenheiten. Guter Balanceakt zwischen Drama, Durchkämpfen und leichter Komik.

Die Reise ins Labyrinth: Eine junge Jennifer Connelly in einem kuriosen Labyrinth des Koboldkönigs Jareth (David Bowie) hat 13 Stunden Zeit, um ihren kleinen Bruder Toby zu finden. Von Regisseur Jim Henson (Sesamstraße, Muppets) mit Animatronics gefilmt wechselt zwischen seltsam, kurios und komplett verrückt. Wer  mit Animatronics gut zurecht kommt, findet hier einen ganz interessanten kurzweiligen Film.

Aladdin (2019): Das Live-Action-Remake des Disneyklassikers kann mit leicht erweiterter Handlung und stärkeren Charakteren, vorallem Jasmin und der Sultan, überzeugen und avanciert fast zur besseren Variante. Will Smith gibt dem Dschinni das gewisse Etwas .

Susi und Strolch (2020): Eine weitere Live-Action-Variante, allerdings diesmal in enttäuschender Form. Die altbekannte Handlung wird unnötig gestreckt, dreht sich im Kreis und auch wenn Strolch ein bisschen Hintergrundgeschichte bekommt, fehlt hier einfach das Herz des Originals. – Ein Disney+ Original

Elliot, das Schmunzelmonster: Der Waise Pete flieht mit Hilfe seines Drachen Elliots vor seinen grausamen Adoptiveltern in das beschauliche Dorf Passamaquoddy. Dort eckt er durch Elliot gerne mal an, findet aber im Leuchtturmwärter Lampie und dessen Tochter Nora gute Freunde. Die Geschichte einer schwierigen Kindheit, die mit Hilfe eines supersüßen Schmunzelmonsters verbessert wird. Typische Disneywendungen aber mit ganz viel Herz.

Escape Room: Eine Gruppe Menschen bekommen eine rätselhafte Einladung zu einem Escape Room. Neugierig folgen sie der Einladung und finden sich kurz darauf in einem etwas untypischen Escape Room, versucht er doch, sie zu töten. Spannender Horrorfilm, der meiner Liebe zu Escape Rooms nciht gut tat.

Wind River: Wind River ist ein Indianerreservat im verschneiten Wyoming. Als dort die Leiche eines vergewaltigtenn Mädchens gefunden wurde, wird die schlecht ausgestattete Jane Banner vom FBI geschickt. Sie bittet den Wildhüter Cory Lambert um Hilfe. Ein spannender westernmäßiger Thriller, mitten im Schnee. Die verstörende Aufklärung der Geschichte ist leider doch real gehalten.

The Final Girls: Eine Gruppe Jugendlicher wird in den Horrorfilm Camp Blutbad gezogen und versucht nun mit dem Vorwissen über den Film zu überleben. Ein klischeeüberzogener Slasher wird zu einer Komödie, in dem Filmcharaktere und unsere reingezogenen Jugendlichen zusammen agieren. Eine gute Kombination ohne in albernen Klamauk zu verfallen.

Ihre beste Stunde: Mittem im zweiten Weltkrieg wird Catrin Cole im Informationsministerium eingestellt. Sie soll den Propagandafilmen eine weiblichere Note geben, damit auch Mütter und Ehefrauen sich angesprochen fühlen. Dort hat sie mit Vorurteilen zu kämpfen. Ein einfühlsamer Film, der noch einmal eine ganz andere Seite des Krieges zeigt.

Die Ritter der Kokosnuss: Muss ich zu dieser kuriosen Suche nach dem Heiligen Gral noch irgendetwas sagen?

Little Monsters: Der erfolglose Musiker Dave hat sich in die Grundschullehrerin Miss Caroline seines Neffen verknallt. Um sie zu beeindrucken stimmt er zu die Klasse auf einem Ausflug zu einem Erlebnisbauernhof zu begleiten. Leider kam es in der nahe gelegenen Militärbasis zu einem Zombieausbruch, die schnell den Bauernhof entdecken. Dave und Miss Caroline müssen nun alle Kräfte einsetzen, um alle Kinder in Sicherheit zu bringen, ohne diese zu ängstigen. Ich bin immer noch kein Fan von Zombiefilmen, aber dieser schafft es eher den komödischen Part hervorzuarbeiten und macht dabei unglaublich viel Spaß. Eine Lehrerin mit ihrer Ukulele gegen eine Zombiearmee. Unbedingt angucken!

The sun is also a star: Natasha Kingsley liebt die Stadt New York. Leider soll sie einen Tag später mit ihrer Familie die USA für immer verlassen, da die Eltern illegal eingewandert sind. Als sie die letzten Chancen durchgeht und einen Anwalt aufsucht, trifft sie auf Daniel Bae, der glaubt, dass sie sich innerhalb eines Tages verlieben könnten. Sie gibt ihm die Zeit dies zu beweisen. Ein Film, der das Zusammentreffen der beiden Protagonisten, sowie deren Wiedersehen relativ plump inszeniert. Man merkt die starke Liebe des Regisseurs zur Stadt, aber nicht zu seinen Charakteren. Schade.

Moolaadé: Ein neuer Film für die Filmreise-Challenge. Ein senegalesischer Film, der in Burkina Faso spielt und sich mit einer Mutter befasst, die ein ganzes Dorf gegen sich aufbringt, weil sie ein paar Mädchen unter häuslichem Schutz (Moolaadé) stellt, damit diese nicht beschnitten werden. Ein Film, der ganz stark unter die Haut geht und einen fassungslos zurücklässt. Genaueres gibt es in meinem nächsten Reisebericht.

Felix Lobrecht – Kenn ick: Ein Comedy Special, diesmal mit Felix Lobrecht auf seiner Kenn ick Tour. Mit berliner Charme, Goldkettchen und relativ ruhigem Humor schafft es Herr Lobrecht immer wieder durch kleine Witze das Publikum zum Lachen zu bringen.

Whale Rider: Die deutsch-neuseeländische Produktion erzählt die Geschichte von Paikea, die innerhalb ihrer Maori-Familie versucht sich zu emanzipieren. Ein kleiner, aber feiner Film zwischen Tradition und Familie.

Erica: Erica ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Spielfilm. Konzipiert für die PlayStation kann der Zuschauer nämlich den Verlauf des Films selbst beeinflussen. Daraus entsteht ein spannender Psychothriller, der leider am Ende mehr Fragen offen lässt, als beantwortet.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Star Trek: Picard – Staffel 1 (Gelungener Spin-off mit alten und neuen Charakteren und eienr gut konzipierten Handlung)

Friends – Staffel 4-8 (Nach einem holprigen Start bin ich nun mitten im Friends-Fieber und sehne und fürchte mich vor den finalen zwei Staffeln)

Der Prinz von Bel-Air – Staffel 6 (Die finale Staffel verliert sich am Anfang im ganz normalemn Alltagswahnsinn im Hause Banks und muss am Ende in kürzester Zeit ein emotionales Finale schaffen)

Inhumans – Staffel 1 (Diese Marvel-Serie über die Inhumans auf der dunklen Seite des Mondes erzählt zu viel und erklärt zu wenig. Aus gutem  Grund nach einer Staffel abgesetzt)

Supernatural – Staffel 9 (Die übergeordnete Handlung kann nur noch ermüden. Die Einzelfolgen schaffen es dann aber doch, dass man am Ball bleibt)

Fleabag – Staffel 2 (Völlig verrückt geht es in die nächste Runde, die durch das Zusammenspiel von Waller-Bridge und Andrew Scott deutlich besser ist als die erste Staffel)

Peaky Blinders – Staffel 2 (Auch in der zweiten Staffel ein spannender Gangsterfilm im Serienformat)

PussyTerrorTV – Staffel 5 (Carolin Kebekus und ihre Gäste bringen Spaß und aktuelle Themen wieder auf den Punkt)

Chip & Chap – Staffel 1 (Erwähnte ich, dass Disney+ meine Kindheitsserien bietet und ich diese nun am bingen bin?)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 9
Seiten gesamt: 3.441
Seiten pro Tag: 115 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 8

Das Manifest der anonymen Schauspieler: Der nicht ganz so anonyme Schauspieler James Franco hangelt sich an den 12 Schritten und Traditionen der anonymen Alkoholker entlang und spinnt dazu absurde Geschichten, wirre Schreibexperimente und teilweise auch abstoßende Anekdoten. Spart euch das Geld.

The Green Mile: Stephen King versuchte sich an einem Episodenroman und brillierte mit der Geschichte über den Todestrakt und dessen grüne Meile. Spannende Geschichten, die zusammenhängen.

Ghostsitter 3 – Zombie Party: Auch im dritten Band hat Tom wieder alle Hände voll zu tun, um die Geisterbahn mit den echten Monstern unter Kontrolle zu halten. Tommy Krappweis schafft es auch hier wieder den lockeren, witzigen Schreibstil beizubehalten und schafft so ein weiteres Werk für Groß und Klein.

Mara und der Feuerbringer: Der Auftakt einer Fantasy-Trilogie ebenfalls von Tommy Krappweis stellt uns die 14-jährige Mara vor, die eigentlich gerne völlig normal wäre, aber herausfindet, dass sie die Götterdämmerung aufhalten muss. Spannender Ausflug in die germanische Mythologie.

All in – 1000 Augenblicke & All in – Zwei Versprechen: Nach einem hoch emotionalen Auftakt war mein erster Schritt nach Wiedereröffnung der Buchläden, eben diesen zu stürmen, um auch den zweiten Teil des Duetts zu verschlingen.

Die grüne Ente: Ein etwas kurioser Roadtrip durch Frankreich mit einem etwas spezielleren Schreibstil, rund um einen Vater und seinem authistischen Sohn.

Bookless 2 – Gesponnen aus Gefühlen: Langatmiger Mittelband, dessen Handlung sich immer wieder im Kreis dreht und am Anfang und Ende am gleichen Punkt ist. Hier muss mit Bank 3 nun noch ein Knaller kommen.

Die Bücherdiebin: Der Tod erzählt von seinen Erlebnissen mit dem jungen Mädchen Liesel zu Zeiten des zweiten Weltkriegs. Ein ganz besonderes Werk der Literatur, das mich am Ende tränenreich verlassen hat.

 

 

Rückblick auf den März 2020

Was für ein Monat. Eine Pandemie hält die ganze Welt in Atem. Kontaktverbote führten zur Schließung der Kinos, weswegen dies tatsächlich der erste Rückblick ohne Kinoanteil wird. Zwar wurde die Kinos erst Mitte des Monats geschlossen, aber durch meine Schichten und einen kurzen Urlaub im beinahe menschenleeren Rom – ich war leider genau zu der Zeit da, als dort nach und nach alles geschlossen wurde – kam ich tatsächlich auch vor den Kinoschließungen nicht dazu. Ebenfalls entfällt diesmal die Kategorie der im Kino verpassten Filme. Das liegt daran, dass so viele Filme verschoben wurden, dass ich keinen Überblick mehr habe, welche Filme ich wirklich verpasst habe, oder ich zu einem späteren Zeitpunkt im Kino begutachten kann. Hier nun also die abgespeckte Variante meines Monatrückblicks.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

The Report: Nach den Anschlägen vom 11.09.2001 herrscht Angst in den USA vor weiteren Anschlägen. Daher genehmigt die CIA „erweiterte Verhörmethoden“. Diese stellen sich später als Folter heraus. Daniel Jones (Adam Driver) wird damit beauftragt alles darüber herauszufinden. Woher die Idee kam, wie sie umgesetzt wurde und welche Konsequenzen sie hatte. Leider zieht sich der Film ewig und auch Driver schafft es nicht den Film beinahe allein zu tragen. Da gab es schon bessere Aufdeckungsfilme. – Prime Original

Illuminati: Nachdem ich aufgrund der ganzen Schließungen in Rom an einer Illuminati-Führung teilnahm, hab ich mir zu Hause den Film noch einmal angesehen und somit noch einmal Robert Langdons Wettlauf gegen die Zeit auf der Suche nach den entführten Päpsten kreuz und quer durch Rom verfolgt.

Das schönste Mädchen der Welt: Roxy ist vom Internat in England geflogen und muss nun ganz kurzfristig mit auf Klassenfahrt. Sie freundet sich mit Außenseiter Cyril an, der wegen seiner großen Nase gemobbt wird. Für einige ist dies der beste deutsche Film der letzten Jahre. Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen. Platte Witze, platte Figuren, die nur darauf ausgelegt sind Klischees zu erfüllen und eine Geschichte, dessen Handlung absolut vorhersehbar war. Man kann es aber auch als Hilfeschrei der Lehrergemeinschaft sehen, denn die Klasse ist der absolute Horror.

Die Frau des Nobelpreisträgers: Joe Castleman bekommt die erlösende Nachricht, dass er den Nobelpreis in Literatur gewonnen hat. So reist er mit seiner Frau Joan und ihrem Sohn nach Stockholm. Doch Joan ist zusehens genervt von ihrer Rolle als Frau an der Seite des Nobelpreisträgers. Ein wichtiger Film über die Entwicklungen im Literaturbereich der letzten Jahrzehnte.

The Aeronauts: 1862. Der Meterologe James Glashier (Eddie Redmayne) will eine Ballonfahrt in revolutionärer Höhe unternehmen. Dafür hat er die Ballonfahrerin Amelia Wren (Felicity Jones) engagiert. Die 101 Minuten des Films werden nachezu in Echtzeit erzählt und nur durch Rückblenden unterbrochen. Und trotz des interessanten Themas, kommt keine richtige Spannung auf. Während Redmayne gewohnt zurückhaltent spielt, verliert sich Jones im nervigen Overacting. – Prime Original

Mein Nachbar Totoro: Nach dem Verlust der meisten Disneyfilme durch Disney+, scheint Netflix die Lücke durch die Produktionen von Studio Ghibli ausfüllen zu wollen. So hatte ich aber die Chance endlich einmal nachzuvollziehen, was hinter der Figur Totoro steckt. Und so verbrachte ich gefühlt einen Sommer lang im ländlichen Japan und begleitete die Schwestern Satsuki und Mei.

Unsere Erde 2: Ein Tag auf der Erde ist ein faszinierender Anblick. Von der Jagd im Morgengrauen bis in die tiefe Nacht hinein, kämpfen die verschiedensten Lebewesen ums Überleben. Faszinierende Bilder erzählt von der ruhigen Stimme Günther Jauchs.

Chris Rock – Tamborine: In diesem Netflix Comedy Special widmet sich Rock dem Themaa Männer und Frauen und wer im Haus wirklich die Hosen an hat. Dabei trifft er nicht unbedingt meinen Humor.

Serien – ein etwas ausführlicher Überblick

Der Prinz von Bel Air – Staffel 5 (Will Smith findet diesmal scheinbar die große Liebe, ausgerechnet in einer Studentin, die sich für eine Verbindung bewirbt)

Friends – Staffel 1-3 (In meinem dritten Versuch mit der Serie habe ich es endlich über die erste Folge hinaus geschafft. Sobald man sich einmal an die etwas kuriosen Charaktere gewöhnt hat, kommt man schnell in die Bingewatch-Falle)

Kim Possible – Staffel 1 (Disney+ bietet zahlreiche Serien meiner Kindheit. Eine davon war Kim Possible. Eine Staffel habe ich bereits durchgebinged)

The Witcher – Staffel 1 (Die Einführungsstaffel konnte mich noch nicht richtig überzeugen. Zu viele Nebenhandlungen und Charaktere.)

Doctor Who – Staffel 10 (Kaum habe ich mich mit Peter Capaldi als Doktor angefreundet, musste ich mich auch schon wieder verabschieden)

The Handmaids Tale – Staffel 1 (Wenn man sich damit abfindet, dass die Buchvorlage praktisch nur Stichwortgeber ist und die Serie viel mehr Details und Hintergründe beleuchtet, ist die Serie zwar noch immer nicht wirklich spannend, aber doch irgendwo sehenswert)

Pixar in real life – Staffel 1 (Kurzweilige Unterhaltung mit den altbekannten Pixarhelden)

Brain Games – Staffel 1-2 (Spannende Einblicke in unser Gehirn und wie es immer wieder überlistet wird)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 7
Seiten gesamt: 3.063
Seiten pro Tag: 99 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 4
E-Book: 1
Hörbuch: 1

Poirot – die großen Vier: Agatha Christie erschuf für Hercule Poirot einen unschlagbaren, großen und einflussreichen Gegner. Herausgekommen ist ein Wirrwarr aus Einzelteilen, die irgendwann zu einer Geschichte verschmelzen, aber so gar nicht zu den bisherigen Werken der Autorin passen wollen.

Harry Potter und der Halbblutprinz: Der sechste Band um den Zauberlehrling lässt sie Welt in Angst erstarren. Denn der böse Zauberer Lord Voldemort ist zurück. Nun liegt es an Harry zusammen mit dem Schulleiter Dumbledore möglichst viel über Voldemorts Vergangenheit herauszufinden.

The Ivy Years 5 – Bis wir uns finden: Der inzwischen fünfte Teil der Ivy-Years-Reihe befasst sich mit Schauspielerin Lianne, die sich in DJ Trevi verliebt hat. Doch dieser hat aktuell ein ganz anderes Problem und kann sich nicht auf eine Beziehung einlassen. In den vorherigen Bänden hat es sich schon angekündigt, aber Autorin Sarina Bowen ist nun endgültig die Puste ausgegangen. So zieht sich die Geschichte ewig und Spannung kommt keine mehr auf.

Origin: Symbologe Robert Langdon ist mit seinem inzwischen fünften Abenteuer zurück. Und während die Geschichte wieder deutlich spannender als die Vorgänger ist, hat Langdon in seiner Rolle als Symbologe diesmal erstaunlich wenig zu tun.

Heute hat die Welt Geburtstag: Keyborder Flake erzählt aus dem Touralltag der Band Rammstein und deren Gründungsgeschichte. Humorvolle Erkenntnisse runden das Buch ab.

Das Café der guten Wünsche: Dies führen die drei Freundinnen Julia, Laura und Bernadette. Drei absolut naive Protagonistinnen, die sich mit dem Misanthropen Robert auseinander setzen müssen. Herausgekommen ist eine furchtbare Handlung, die sich erst ewig zieht und am Ende dann ganz übereilt endet.

Wer die Nachtigall stört: Dieser Klassiker führt den Leser in die 1930er Jahre in den Südstaaten. Die Kinder Jem und Scout des Rechtsanwalts Atticus Finch werden mit dem Rassismus ihrer Stadt konfrontiert.

Rückblick auf den Februar

Der kürzeste Monat des Jahres war dieses Jahr gar nicht so kurz und brachte uns relativ zeitig die Oscarverleihung. Bei mir wurde der Februar ein sehr filmlastiger Monat, zum einen, was die Kinogänge anging, aber auch was das Heimkino so zeigte. Aber auch von meiner 20 für 2020 Liste konnte ich ein bisschen was abhaken.

Cinemathek

Porträt einer jungen Frau in Flammen: Malerin Marianne reist auf eine einsame Insel, um Eloise zu malen, die davon aber nichts mitkriegen darf. Dabei knüpfen die beiden Frauen ein ganz besonderes Band. Ein Film voller schöner Bilder, interessanter Charaktere, ruhiger Erzählart und eine versprühende Erotik, die gerade durch die Subtilität funktioniert.

Sneak Preview

Bombshell: Die wahre Geschichte über den Missbrauchsskandal bei FOX News gegen den früheren Senderleiter Roger Ailes. Stark gespielt, versinkt aber in Zeitsprüngen und zu vielen Nebencharakteren, das man der eigentlich wichtigen Handlung nicht richtig folgen kann.

The Gentleman: Drogenbaron Mickey Pearson will sein Imperium verkaufen. Das sorgt für allerlei Trubel. Heraussticht die besondere Erzählart, die dem Film einen ganz eigenen Rhythmus gibt. Sobald man sich an den gewöhnt hat, entfaltet der Film einen Sog, den er bis zum Ende durchhält.

Filme – auf der großen Leinwand gesehen

Jojo Rabbit: Jojo ist in der Hitlerjugend zur Zeit des zweiten Weltkriegs und hat Adolf Hitler als imaginären besten Freund. Doch als er feststellt, dass seine Mutter eine Jüdin versteckt, stellt das sein Weltbild auf den Kopf. Ein Film, der einen auf zwei Weisen zum Weinen bringt. Durch die Komik und Satire und durch die dramatische Geschichte.

Little Woman: Jo March wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Dennoch versucht Jo gegen die strengen Konventionen zu rebellieren. Little Woman ist trotz reduzierter Inszenierung ein Film, der tief ins Herz geht. Durch liebevolle Charaktere und ein Schwesterband, das unerschütterlich scheint, braucht es kaum Drama, um einen einfach nur schönen Film zu inszenieren.

Parasite: Eine arme Familie erschleicht sich nach und nach Jobs bei einer reichen Familie.  Parasite ist ein Film, der verschiedene Genres vermischt und doch eine deutliche Systemkritik spüren lässt. Stellenweise sehr extrem inszeniert, kommt er mit einer starken ersten Hälfte und einer überraschenden zweiten Hälfte daher.

Birds of Prey: Harley Quinn hat sich vom Joker getrennt. Dadurch wird sie zu Freiwild. Sie stimmt zu einen Auftrag des Mafiabosses Sionis anzunehmen. Dabei trifft sie auf noch mehr Frauen, die nach Emanzipation suchen. Der Film hat zwei Schwerpunkte, die beide zu kurz kommen. Dies macht er aber mit einer großen Portion Spaß und Frauenpower wett und schafft es trotz Stolpersteine zu funktionieren. Garniert wird das mit dem besten Finale seit Endgame.

Enkel für Anfänger: Drei Renter stehen an einem Punkt, an dem sie etwas im Leben ändern wollen. So legen sie sich – teilweise nicht ganz freiwillig – Patenenkel zu. Da ist das Chaos vorprogrammiert. Eine gutes Drama, das sich hinter einer nicht funktionierenden Komödie verbirgt. Aber genau dann, wenn der Film ruhiger wird und hinter die Masken schaut, zeigt er seine große Stärke.

Nightlife: Milo und Renzo wollen ihre eigene Bar eröffnen. Doch während Renzo sich in Schwierigkeiten bringt, um an Geld zu kommen, versucht Milo ein Date unter außergewöhnlichen Umständen hinzubekommen. Leider eine Komödie, die eher durch plumpe Witze und Klischees versucht vorwärts zu kommen. Bis auf wenige Momente funktioniert das Konzept nicht.

Sonic – the Hedgehog: Die Videospielreihe bekommt ihre Verfilmung. Dabei wird eine einfache Origin Story erzählt, die für Fans der Spiele durchaus funktionieren kann, für alle andere aber wenig Neues bietet.

Ruf der Wildnis: Der Weg eines Hundes nach Alaska. Dort hat er mit immer neuen Herausforderungen zu kämpfen. Auch wenn viele den CGI Hund kritisieren, findet man gerade durch die übertriebene Mimik des Hundes eine Verbindung und verliert sich schnell in den eisigen Kälten Alaskas.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich Dogma und Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Die zwei Päpste: Der amtierende Papst Benedikt XVI. und der zukünftige Papst Franziskus treffen sich und führen Gespräche, die zum finalen Rücktritt Benedikts führten. Ein Film, der den Drehbuchoscar durchaus verdient gehabt hätte, denn er schafft es allein durch Dialoge den Zuschauer an den Fernseher zu fesseln. – Netflix Original

Late Night: Katherine Newbury hat eine Late Night Show, die nicht mehr so richtig läuft. Also will sie in ihrem rein männlichen Autorenteam eine Frau engagieren. Die verträumte Molly kommt da gerade richtig. Eim Film über zwei Frauen, die es auf unterschiedliche Art in einer Männerdomäne versuchen. Dabei schafft er es nicht durchgehend eine starke Performance hinzulegen und versinkt in Nebenhandlungen.

Long Shot: Die amerikanische Außenministerin will für das Präsidentenamt kandidieren, doch dafür sollen ihre Reden besser werden. Da passt es ihr sehr gut einen alten Bekannten aus Kindertagen wieder zu treffen. Sein Auftreten passt zwar nicht ins Schema, dafür treffen seine Texte ins Schwarze. Wer auch immer auf die Idee kam  Charlize Theron und Seth Rogen in eine romantische Komödie zu stecken, hatte zwar eine gute Grundidee, doch leider funktioniert der Film eher schlecht als recht. Vor allem, wenn man einen Funken Realismus erwartet.

I,Tonya: Die Geschichte Tonya Hardings, die eine vielversprechende Eiskunstlaufkarriere vor sich hatte, bis der Vorfall mit einer zertrümmerten Kniescheibe ihrer Konkurrentin auf sie zurückfällt. Der Film stützt sich dabei auf Interviews, die einen am Ende immer noch zweifeln lassen, was damals wirklich passiert ist. Dafür bietet er eine starke Geschichte mit engagierten Darstellern.

Isle of Dogs: Ein etwas gewöhnungsbedürftig erzählter Animationsfilm über eine Welt, in der Hunde auf eine Müllinsel zum sterben gebracht werden, weil sie angeblich für Seuchen verantwortlich seien. Und die Geschichte eines Jungen, der auf der Suche nach seinem Hund ist. Der Film punktet durch viele kleine Spitzen und viele kleine Momente und fühlt sich eher wie ein Episodenfilm an. Einen Blick riskieren lohnt sich.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Just Mercy: Ein junge Anwalt setzt sich für Todestraktinsassen ein. Starker Trailer mit starker Botschaft. Hier wäre ich gespannt, was der Film noch alles kann.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es Chaos auf der Feuerwache

Serien – ein kurzer Rückblick

Im Februar habe ich – mal wieder – die ersten beiden Staffeln von IT Crowd geschaut. Außerdem habe ich die außergewöhnlichsten Häuser der Welt mit Staffel 2b fortgesetzt. Auch diesmal waren wirklich interessante Gebäude in den unterschiedlichsten Ländern dabei. Einen Blick gewagt habe ich auf The Kominsky Method mit der ersten Staffel. Die Serie konnte mich zwar irgendwo kriegen, aber ich kann nicht genau sagen, ob ich die mochte. Und zum Schluss konnte ich endlich bei American Horror Story die vierte Staffel beenden. Die Freak Show hatte mich wie die Staffeln zuvor irgendwann durch ihre hundert Nebenstränge verloren, konnte mich jetzt am Ende aber noch einmal kriegen. Vielleicht ist es einfach eine Serie, die ich nicht am Stück gucken sollte.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 2.256
Seiten pro Tag: 78 im Durchschnitt
Taschenbuch: 3
E-Book: 1

Was perfekt war: Colleen Hoover ist zurück und präsentiert mit Was perfekt war eine gewohnt gute Liebesgeschichte, doch diesmal geht es auch um die gleiche Geschichte acht Jahre später, wo ein Problem eine funktionierende Ehe zu zerstören droht. Wieder widmet sich Hoover einem wichtigen Thema, schafft es aber eher durch die Rückblenden den Leser bei der Stange zu halten, da sie sich an einem gewissen Punkt in Wiederholungen verliert.

Harry Potter und der Orden des Phönix: Da mein Lebensgefährte sich aktuell zum ersten Mal der Bücher in Form der Hörbücher annimmt, lese ich parallel wieder mit. Der fünfte Band ist bekanntlich der zähste der Reihe, allerdings hatte ich ihn schlimmer in Erinnerung.

Wo das Glück zu Hause ist: Nina liebt Bücher. Als nicht nur sie ihren Job als Bibliothekarin verliert, sondern auch die Bücher ihr Zuhause, eröffnet sie einen mobilen Buchladen in Schottland. Weit ab größerer Städte könnte jedoch mehr auf sie zukommen als nur ein beruflicher Neustart. Ich mochte die Grundidee und wollte das Buch wirklich mögen. Leider verliert sich die Autorin in ihren Ideen, hält sich an bestimmten Teilen zu lange auf und hastet dann an anderer Stelle, so dass ihre Charaktere sehr sprunghaft wirken. Und ihre Protagonistin ist leider ein kleines Naivchen, das natürlich trotzdem alles problemlos meistert. Es konnte mich nicht überzeugen.

Someone New: Laura Kneidl nimmt sich einem neuen Thema an, das viel zu lange Tabuthema war. In über 500 Seiten erzählt sie die Geschichte von Micah, die aus gutem Hause kommt, und ihren verschwundenen Bruder sucht, der nach seinem Outing von ihren Eltern verstoßen wurde. Dabei lernt sie Julian kennen, der ebenfalls ein Geheimnis zu haben scheint. Eine starke Geschichte, die am Ende etwas sprunghaft aufgelöst wurde – was jedoch meckern auf hohem Niveau ist. Am liebsten würde ich das Buch jedem in die Hand drücken.

 

 

Rückblick auf den Januar 2020

Und da ist der erste Monat 2020 auch schon wieder vorbei. Abgesehen davon, dass ich Geburtstag hatte und schon wieder näher an die 30 gerückt bin, fing das Jahr auch gleich schon mit einem Highlight an: Ich habe es nach fünf Jahren endlich wieder geschafft, ein Sabaton-Konzert zu besuchen. Mit ihrer Tour zum Album Great War haben sie sich musikalisch einmal mehr mit dem ersten Weltkrieg auseinander gesetzt.

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Ansonsten geht es hier wieder einmal kurz um meinen medialen Januar. Die ersten Anfänge für die bevorstehenden Academy Awards merkt man bereits, der Großteil wird jedoch wieder auf den Februar entfallen.

Sneak Preview

1917: Mitten im ersten Weltkrieg werden zwei Soldaten losgeschickt, um den Befehl eines abgesagten Angriffes zu überbringen. Dafür riskieren sie ihr eigenes Leben. Der Film brilliert vor allem durch die Kameraeinstellungen, die den Zuschauer immer mitten im Geschehen vermuten lässt. Darüber hinaus ist er sehr realitätsnah und undramatisch gehalten.

21 Bridges: Manhatten verbindet 21 Brücken mit dem Festland. Nach einem gescheiterten Drogendeal und mehreren toten Polizisten, wird die Insel abgeriegelt. Leider nutzt der Film seine Möglichkeiten nicht und erzählt einen Thriller nach Schema F. Damit kommt er aber aus der Mittelmäßigkeit nicht hinaus.

Anime Special

Weathering with You: Der Nachfolger des wunderbaren Your Name. befasst sich mit einer nicht enden wollenden Regenzeit in Tokyo und einem Mädchen, das durch Gebet die Sonne für kurze Zeit hervorlocken kann. Ein schöner Coming-of-age Film mit fantastischen Elementen. Kommt nicht an den Vorgänger heran, erzählt aber trotzdem seine Geschichte.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Knives Out: Der erfolgreiche Krimiautor Harlan Thrombey wird tot aufgefunden. Die Familie findet sich zur Testamentseröffnung ein. Detektiv Benoit Blanc nutzt die Chance, um den vermeintlichen Selbstmord näher zu untersuchen. Ein Film nach feinster Agatha Christie Manie mit interessanten Charaktern, allen voran Daniel Craigs Blanc, und einer spannenden Handlung, der den Balanceakt zwischen alteingessesenem Genre und neuartiger Erzählweise geschickt meistert.

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle: Robert Downey Jr. beerbt Eddie Murphy als Arzt, der mit den Tieren sprechen kann. Als Grundidee sehr schön, leider mutiert der Film schnell zu einem 08/15 Abenteuerfilm, der somit von Anfang bis Ende vorhersehbar ist. Aufgebaute Vorlagen und running gags werden nicht genutzt und so bleibt der Film leider weit hinter seinen Möglichkeiten.

Lindenberg. Mach dein Ding: Udo Lindenberg ist inzwischen erfolgreicher deutschsprachiger Künstler, aber wie fing das eigentlich alles an? Biopic mit sehr sprunghafter Erzählweise. Wer aber gerne mehr über den Herrn erfahren möchte und kein Problem mit massenweise Zeitsprüngen hat, sollte hier einmal einen Blick wagen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich Shazam (musste ihn unbedingt meiner besten Freundin mal zeigen), The Great Wall (musste mein neues Soundsystem ausprobieren) und Meisterdetektiv Pikachu (musste den neuen Fernseher testen)

Der Sternenwanderer: Fantasiefilm über einen gefallenen Stern und einen jungen Mann, der mit dem Stern das Herz einer Frau gewinnen will. Allerdings ist er nicht der einzige, der hinter dem Stern her ist. Die erste Hälfte war tatsächlich sehr nichtssagend und hat zu viele Rollen eingeführt. Doch nach dem Auftauchen von Robert de Niro bin ich mit dem Film immer wärmer geworden.

Isn’t it romantic?: Natalie kann mit Romantik und dem ganzen Kram nichts anfangen. Romantische Komödien sind ihr zutiefst zuwider. Bis sie sich selbst in einer wiederfindet. Der Film, der alle Klischees romantischer Komödien aufgreift und sie verdreht bzw. überspitzt und so sowohl für Fans des Genres als auch für alle anderen einen absolut lustigen Film ergibt. – Netflix Original

Marriage Story: Charlie und Nicole wollen sich scheiden lassen. Eigentlich hatten sie sich auch geeinigt, wie das ganze ablaufen soll. Doch Nicole berät sich mit ihrer Anwältin, die zusammen mit Charlies Anwalt eine wilde Schlacht um alle Besitztümer und vor allem um den gemeinsamen Sohn anzettelt. Dieser Oscarkandidat zeigt nicht nur die schlimmsten Seiten einer Scheidung, sondern auch wie verkehrt das Rechtssystem sein kann. Sehr gut gespielt und mit starken Dialogen, sprang bei mir der letzte Funke nicht über, weswegen er sich für mich ziemlich gezogen hat. – Netflix Original

Crawl: Haley sucht während eines Hurrikans in Florida ihren Vater. Sie findet ihn im Keller ihres alten Hauses, verletzt. Beim Versuch ihn zu retten, wird sie selbst von Alligatoren angegriffen. Eingesperrt im eigenen Haus, versuchen Vater und Tochter nun zu entkommen. Man sollte bei diesem Film nicht allzusehr auf Logik hoffen, wenn man aber sich darauf einlässt, dass Alligatoren hier blutrünstige Bestien sind und trotzdem eher kleinere Wunden verursachen, dann hat man mit diesem Film durchaus einen nervenzerrenden spannenden Katastrophenfilm.

Hereditary: Nach dem Tod der Mutter scheint ihr Geist noch immer im Haus der Familie Graham zu wohnen. Und während vor allem Mutter Annie immer hysterischer wird, wird es noch dramatischer im Hause Graham. Ein Film, der wohl für Horrorliebhaber funktioniert, mich aber nicht abholen konnte. Gerade Toni Collette in beinahe Dauerhysterie wird auf Dauer anstrengend.

Juliet, Naked: Tucker Crowe ist der absolute Lieblingskünstler von Duncan. Seiner Frau Annie hat er jedoch nicht mehr viel zu sagen. Nach der Trennung der beiden, trifft Annie aber ausgerechnet auf Tucker Crowe. Beide verstehen sich gut und helfen sich aus ihren festgefahrenen Leben. Ein schöner ruhiger Film über einen abgestürzten Rockstar, der sich im normalen Leben wiederfindet.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Bad boys for life: Das Wiedersehen der Bad Boys Will Smith und Martin Lawrence habe ich leider nicht mehr geschafft zu sehen.

Violet Evergarden und das Band der Freundschaft: Das zweite Animespecial diesen Monat hat sich leider mit meiner Schicht überschnitten. Die Serie Violet Evergarden habe ich aber sehr gerne gesehen und hätte mich daher über dieses Special wohl gefreut.

Serien – ein kurzer Überblick

Der Januar wurde bei mir durch Serienfinale geprägt. So lief zum einen die finale 12. Staffel von The Big Bang Theory und veranlasste mich kurzerhand zu einer Hommage. Ebenfalls lief die 12. Staffel von Bones, die noch einmal mit einem großen Knall beendet wurde. Ebenfalls traurig hat mich das Ende mit der 6. Staffel von Grace & Frankie gestimmt. Hier war es wohl besser auszuhören, ehe sie schlecht wird, aber das Ende kam mir dann doch zu plötzlich. Fortgesetzt habe ich Brooklyn 99 mit der 5. Staffel, die mich kurzweilig wieder zu unterhalten vermochte. Neu getestet habe ich Batwoman mit einer sehr attraktiven Ruby Rose in der Hauptrolle. Die erste Staffel birgt eine interessante Bösewichtin und schafft es durchweg spannend zu bleiben.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 1.278
Seiten pro Tag: 41 im Durchschnitt
Gebundene Bücher: 1
Taschenbuch: 2
E-Book: 1

Naughty, Sexy, Love – Dive Bar Teil 3: Eric Collins ist der geborene Badboy. Doch nach einem Schicksalsschlag versucht er sich zu ändern. Dabei trifft er die attraktive Jean. Diese ist jedoch schwanger und allein. Eric will sich eigentlich fernhalten, schafft es jedoch nicht. Der Abschluss der Dive Bar Trilogie kommt mit dem unsympathisten Charakter der Vorgängerbände daher, der sich für den Leser jedoch schnell wendet. Handlung etwas konstruiert und somit schwächer als die Vorgänger, aber dennoch ein schönes Buch für zwischendurch.

James Bond 2 – Leben und sterben lassen: 007 wird in die USA gerufen. Mr. Big, ein Drogenbaron, soll endlich gestellt werden. Die Jagd führt Bond bis Jamaika. Der zweite Band der 007 Reihe ist weitaus spannender als Casino Royal, zieht sich streckenweise dennoch.

Momo: Obwohl Michael Ende einer der Autoren ist, die ich am häufigsten gelesen habe und seine unendliche Geschichte bis heute mein Lieblingsbuch ist, habe ich es bisher immer verpasst Momo zu lesen. Die Geschichte um ein junges Mädchen, das den grauen Herren, von Beruf Zeitdieben, entgegentritt, konnte mich aber auch jetzt noch in den Bann ziehen.

Puh der Bär: Die Gesamtausgabe enthält Puh der Bär und Puh baut ein Haus. Winnie Puh ist auch so eine Figur aus meiner Kindheit, die mich noch immer begleitet. Die Originalvorlage fand ich dann aber doch etwas anstrengend geschrieben und A.A. Milne misst sich wohl mit Tolkien um die Anzahl der meisten Lieder. Dennoch sind es irgendwo die Geschichten, die ich seit meiner Kindheit kannte.