Rückblick auf den Dezember 2023

Willkommen im neuen Jahr! Ob mit Vorsätzen oder nicht, ich hoffe ihr seid gut reingerutscht. Und weil es so schön ist, sind die Rückblicke noch lange nicht vorbei und wir starten daher direkt mit dem Rückblick auf den Dezember.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Wish: In Rosas geben alle 18-jährigen ihren Herzenswunsch an den König, einem Zauberer, der bei Zeremonien ausgewählte Wünsche erfüllt. Asha bewirbt sich auf eine Stelle als seine Assistentin und erfährt dabei, dass viele Wünsche niemals erfüllt werden. Sie möchte ihrem Großvater seinen Wunsch zurückgeben, doch der König reagiert nicht gut auf Kritik. Als Asha sich abends etwas von den Sternen wünscht, kommt einer nach Rosas, um ihr zu helfen. Doch der König will keine Konkurrenz neben sich. – Nach dem Trailer mit dem schlimmsten gerechnet. Doch wir bekommen eine anständige Handlung, die Lieder werden im Laufe immer besser und vor allem kriegen wir unzähliche Anspielungen auf die 100-jährige Geschichte Disneys.

Wonka: Willy Wonka kommt nach vielen Reisen zurück nach London, um seine Schokoladenkreationen zu verkaufen. Doch das Schokoladenkartell versucht das zu verhindern. So landet er in einer Herberge, die ihn abzockt und statt Schokolade zu verkaufen, muss er nun in einer Wäscherei schuften. Doch seinen Traum gibt er dabei nicht so schnell auf. – Wenn man sich darauf einlässt, dass es sich um ein Musical handelt, bekommt man einen ganz zauberhaften Film über Träume, allerlei witzige Einfälle und das mit einem ganz wunderbarem Cast.

Girl you know it’s true: Rob und Fab haben den Traum in der Musikbranche durchzustarten. Als Produzent Frank Farian auf sie aufmerksam wird, scheint dieser Traum zum greifen nah. Als MilliVanilli starten sie durch und haben schnell Erfolg. Doch das Problem ist, dass sie davon nicht eine Note selbst gesungen haben. – Ich bin wahrscheinlich die Einzige, die die Geschichte und den Skandal um MilliVanilli nicht mitbekommen hatte. Daher hatte der Film mir einiges Neues zu bieten. Auch darüber hinaus funktioniert er in seiner Erzählstruktur erstaunlich gut und kann bis zum Ende begeistern. Da können sich einige Hollywood-Produktionen eine Scheibe von Abschneiden.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Leo: Leo ist eine Echse und lebt zusammen mit Squirtle, einer Schildkröte, in einem Terrarium in einer fünften Klasse. Als beim alljährlichen Elternabend über das Alter von Echsen diskutiert wird, findet Leo heraus, dass er wahrscheinlich nur noch ein Jahr zu Leben hat. Gleichzeitig beschließt die Vertretungslehrerin, dass die Kinder abwechselnd eines der Tiere übers Wochenende mit nach Hause nehmen müssen. Leo sieht darin seine Chance zu fliehen und noch ein Abenteuer in seinem letzten Jahr zu erleben. Doch es soll anders kommen. – Ich habe den Film geliebt. Zunächst wusste ich nicht genau, worauf er hinauswollte und wurde einfach nur gut unterhalten, aber er entwickelt sich zu einem wunderbaren coming-of-age Film, den ich so nicht vorhergesehen hatte.

The Whale: Charlie hat nach einem Verlust sich vollständig zurückgezogen. Durch seine morbide Adipositas traut er sich nicht einmal bei seinem Online-Kurs, den er gibt, die Webcam einzuschalten. Seine Freundin Liz, die Krankenpflegerin ist, drängt ihn ins Krankenhaus zu fahren, da sie befürchtet, dass sein Herz aufgibt. Doch Charlie versucht sich mit seiner entfremdeten Tochter zu versöhnen, die jedoch wenig Verständnis zeigt. – Absolut berechtigter Oscar-Gewinn von Brendan Fraser hier. Ein Film, der einen in eine Schockstarre zwingt und man kann nur hilflos dem Kammerspiel zusehen. Der berührt und schockiert auf mehreren Ebenen.

Niko – ein Rentier hebt ab: Niko ist sich sicher, sein Vater ist ein Rentier der fliegenden Garde, die den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen. Dafür wird er gern von Gleichaltrigen verspottet. Als er durch einen Fehler zwei Wölfe ins sichere Tal lockt, beschließt er, zu gehen und endlich nach seinem Vater zu suchen. Mit dabei ist das unsichere Flughörnchen Julius, der ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Doch auch die Wolfsherde macht sich aus Hunger auf die Suche. – Relativ billig animiert, Handlung sehr generisch und vorhersehbar und manchmal auch von fraglicher Moral. Das ausgerechnet der schwarze Wolf der Oberbösewicht ist, ist nur eine von fraglichen Entscheidungen in diesem Kinderfilm.

Ostwind 2: Mika verbringt ihre Ferien wieder auf dem Reiterhof ihrer Großmutter, das jedoch kurz davor steht bankrott zu gehen, da ein anderer Hof viel moderner ist und viele Schüler*innen abwirbt. Ein Turnier soll das retten, doch Mika hat Ostwind versprochen keine Turniere mehr zu reiten. Dann trifft sie im Wald auch noch eine wilde Stute und Milan, der diese einfangen soll. – Lief eher durch Zufall bei mir, aber für die generische Geschichte, hatte sie erstaunlich viel Gefühl und gut gefilmte Bilder. Konnte berühren, ohne aufdringlich zu sein. Hätte ich bei dem Film nicht erwartet.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Raus aus dem Teich: Der Animationsfilm über eine Entenfamilie aus Neuengland, die überlegen auch in den Süden zu ziehen und dabei ein Abenteuer erleben, sah nach dem Trailer ganz süß aus, sofern es nicht zu sehr in den Klamauk abtrifftet. Ich bin gespannt.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich Modern Family – Staffel 1-3 (Für Zwischendurch immer noch voll in Ordnung), The A-Team – Staffel 1 (Er liebt es, wenn ein Plan funktioniert).

Mayor of Kingstown – Staffel 1 (Wegen Jeremy Renner mit der Serie begonnen, aber ich sag wie es ist: Sie mag gut geschrieben sein, aber das Thema ist einfach nicht meins. Konnte mit der ganzen Gewalt nicht viel anfangen)

Hell’s Paradies – Staffel 1 (Ebenfalls eine sehr blutige Serie. Durch die hohe Sterblichkeit der Charaktere, fehlte mir aber die Bindung und daher verlor mich die Serie leider schnell)

Goblin – K-Drama (Highlight K-Drama! Zählt nicht ohne Grund als Klassiker. So viele Gefühle, aber auch sehr lustig und die Hassliebe zwischen Goblin und Gevatter Tod hat alles immer wieder aufgelockert. Ich habe jede Folge genossen)

Behind the attraction – Staffel 2 (Auch in der zweiten Staffel wieder spannende Geschichten rund um die Attraktionen in den Disneyparks)

Barbeque Showdown – Staffel 2 (Wieder ein starker Wettkampf mit vielen verschiedenen Grillmethoden und spannenden Kandidat*innen)

Buddy Daddies – Staffel 1 (Ein sehr unterhaltsamer Anime mit vielen Lachmomenten, aber ab und an auch ernsteren Einschlägen. Habe ich sehr geliebt, leider deutet das Ende der Staffel daraufhin, dass die Serie bereits abgeschlossen ist)

The Mentalist – Staffel 6 (Nach längerer Pause habe ich mich mal wieder Patrick Jane gewidmet und seiner Jagd nach Red John, die erstaunlicherweise in den ersten Folgen einen unerwarteten Abschluss findet. Danach geht es zunächst etwas holprig beim FBI weiter, aber gerade dieser Wechsel hat der Serie sehr gut getan, wodurch ich sie wieder echt gern gesehen habe)

Rick & Morty – Staffel 6 (Wieder stärker als Staffel 5, aber immer noch viel zu übertrieben. Hier wurde eindeutig der Ausstieg verpasst)

The Crown – Staffel 6 (Wieder starker Fokus auf der Diana-Geschichte und wenig auf anderen geschichtlichen Ereignissen, und fühlte sich wenig nach Abschluss einer Serie an, lässt einiges offen, aber dennoch wieder hochwertig inszeniert und mit tollen Schauspieler*innen)

LOL – Weihnachtsspecial (Alles etwas kürzer, alle in Teams aufgeteilt. Hat in der Kürze für Weihnachten gut funktioniert und die verzweifelten Blödeleien fehlten glücklicherweise)

Die Pokemon Congierce – Staffel 1 (Warum nur vier Folgen? Habe es sofort geliebt, sehr liebevolle Geschichten, auch wenn die Zielgruppe wohl doch eher die ganz Kleinen waren)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.499
Seiten pro Tag: 145 im Durchschnitt
Taschenbuch: 6
Comic/Manga/Graphic Novel: 7
Hörbücher: 2

Vergissmeinnicht – Was bisher verloren war: Quin versucht Matilda nach den Geschehnissen in Band 1 vor der Parallelwelt zu schützen. Doch diese denkt gar nicht daran sich zurückzunehmen und stürzt sich selbst ins Abenteuer. Wieder zusammen kommen sie einer Geheimgesellschaft auf die Schliche und müssen sich vor Sphinxen in Acht nehmen. – Hatte einige witzige Einfälle, man merkt die jüngere Zielgruppe, funktioniert trotzdem gut als all-ager.

Seelenverrat: Felicity betreibt nicht nur ein ganz besonderes Café, sie transportiert auch die Seelen der magischen Gemeinde ins Jenseits. Doch bei ihrem letzten Transport traten einige Seltsamkeiten auf. Bis der Enkel des Verstorbenen ihr Büro stürmt und ihr vorwirft, seinen Großvater getötet zu haben. Zusammen versuchen sie das Rätsel zu lösen, was jedoch einem Wettlauf gegen die Zeit gleicht. – Ich bin einfach nicht mit dem Erzählstil zurecht gekommen. Die Handlung war super spannend, aber so sehr ich mich auf das Buch gefreut habe, bin ich einfach nicht reingekommen und das finde ich sehr schade.

Kleine Probleme: Am letzten Tag des Jahres hat Lars noch allerlei Dinge auf seiner to do-Liste, die er schon viel zu lange vor sich hingeschoben hat. Nun versucht er endlich diese abzuarbeiten, doch als notorischer Vieldenker gestaltet sich das viel schwerer als gedacht. – Begann ganz interessant mit den vielen Gedanken und wie man von einem ins Extremste kommen kann, wurde mir aber irgendwann zu viel, zu philosophisch und vor allem zu melancholisch.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 6: Die Geschichte rund um die Morde in der Herberge auf dem Hochplateau wird fortgesetzt und Ron kommt seiner Vergangenheit ungewöhnlich nah. Auch der M-Clan scheint wieder seine Finger mit im Spiel zu haben. – Ich mag die kürzeren Fälle meist lieber als die zu langen, verstehe aber, wieso diese die Hintergrundgeschichte weiter vorantreiben können.

Die Buchhandlung in der Baker Street: Valentina ist seit ihrer Kindheit entfremdet von ihrer Mutter, die sie früh verlassen hat. Umso überraschter ist sie, als sie die Buchhandlung in London von ihrer Mutter erbt. So verlässt sie Seattle und will eigentlich das Erbe so schnell wie möglich verkaufen. Doch in London lernt sie Menschen kennen, die ihr schnell ans Herz wachsen und sie lernt Dinge über sich und ihre Mutter, die ihre Entscheidung stark ins Wanken bringen. – Nach Titel und Cover eine ganz andere Geschichte erwartet, wurde aber positiv überrascht, wie sehr ich mich in dem Buch verlieren konnte.

Angels of Death 4: Rachel und Zack sind noch immer im Stockwerk der Bestraferin Cathy und versuchen ihren Weg weiter zu finden. Doch dabei muss Zack über die Schatten seiner Vergangeheit, was sich als schwer erweist. – Die Geschichte stockt ein bisschen, dafür gibt es mehr Hintergrundwissen zu Zack, was auch interessant war.

More than a doll 4: Das gemeinsame Cosplay von Marin und Juju schreitet voran. Doch Gojo bekommt noch eine weitere Anfrage und versucht ein drittes Cosplay für wenig Geld zu schneidern. Dabei muss er ganz schön kreativ werden. – Hier bin ich mit den Charakteren immer wieder durcheinander gekommen, was etwas anstrengend war.

Chasing Melodies: June lebt mit ihrer Mutter in New York und versucht durch Jobs diese finanziell zu unterstützen. Doch als sie ein Praktikum bei Blossom Entertainment, einem Musikmanagement in Seoul, bekommt, ergreift sie die Chance ihren Vater wiederzusehen. Gleichzeitig kommt sie ihren liebsten Idols ganz nah. Über eine Dating-App lernt sie Alexander kennen, mit dem sie sich sofort verbunden fühlt, nichtsahnend, um wen es sich dabei wirklich handelt. – So eine tolle Geschichte, die auch in sich schlüssig war (also warum sie sich kennenlernen, warum sie sich auch sprachlich verstehen), habe  die Geschichte sehr geliebt. Hier merkt man, die Liebe der Autorin zum Genre.

Der Sommer, in dem Hikaru starb 2-3: Inzwischen weiß Yoshiki, dass ein übernatürliches Wesen von seinem besten Freund Hikaru Besitz ergriffen hat. Doch wie er damit umgehen soll, stellt ihn vor viele Fragen. Denn er braucht seinen Freund. – Beide Bände eher langsam und nichtssagend, erst gegen Ende des dritten Bandes nimmt sie ein bisschen Fahrt auf, aber so richtig überzeugt war ich nicht.

Check & Mate: Mallory hat Schach einst geliebt, doch inzwischen scheint es ihr ein Fluch zu sein. Doch als sie in einem Wohltätigkeitsturnier ausversehen den amtierenden Weltmeister Nolan Sawyer schlägt, wird sie wieder in die Welt des Profischachs gerissen. Denn Nolan will unbedingt erneut gegen sie antreten und Mallory braucht Geld für ihre Familie. – Etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte, aber das Setting rund um Schach war gut umgesetzt und die Handlung habe ich nur so aufgesogen und bin durch die Seiten geflogen.

Silver & Poison – Die Essenz der Erinnerung: Avery befindet sich nach Islas Mord auf der Flucht, da die ganze magische Gemeinde glaubt, dass sie die Mörderin sei. Nur der undurchsichtige Ryker glaubt ihr und hilft ihr bei der Flucht. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was ist mit Detective Hayes, dem sie gerade erst näher gekommen ist? – Deutlich stärker und spannender als Band 1, konnte es gegen Ende kaum aus der Hand legen.

The case study of Vanitas: Eine Welt, in der Vampire nur Blut trinken müssen, wenn sie der Fluch des blauen Mondes befällt. Der Vampir Noé reist nach Paris und wird Zeuge eines Amoklaufes. Dabei trifft er auf Vanitas, der den Amoklauf mit Hilfe eines Buches stoppen konnte. Sie verlassen das Luftschiff zusammen, doch viele sind hinter dem Buch her und so werden sie verfolgt. – War nicht meins, bin mit den Charakteren und der Geschichte immer wieder durcheinander gekommen.

Tough Choices: Nach dem Sandsturm ist allerlei los im Whitestone Hospital. Der Pfleger Grant ist einfach nur froh, dass es der Assistenzärztin Masie vergleichsweise gut geht. Als sich die beiden näher kommen, steht jedoch nicht nur Masies Unsicherheit im Raum. Auch Grant hat ein Geheimnis, das er zeitnah lüften sollte, wenn er sie nicht verlieren will. – Bisher stärkster Band der Reihe (und das obwohl bisher alle stark waren). Habe jede Seite geliebt, die Charaktere waren einfach nur hach und der Schreibstil Ava Reeds war wie immer super flüssig.

Haikyu 3: Noch immer trainiert das Team der Karasuno ohne richtigen Trainer, auch wenn ihr Lehrer da einen geigneten Kandidaten im Auge hat. Doch zunächst wird die Rückkehr ihres Liberos gefeiert, auch wenn ihr Ass noch immer Angst hat zurückzukehren. Und dann steht auch noch ein Trainingsspiel mit der Nekoma Oberschule an. – Die Geschichte schreitet gut voran und bereitet sich auf ein großes Spiel vor.

Wie war euer Dezember? Was waren eure Highlights?

3 Gedanken zu „Rückblick auf den Dezember 2023

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