Ein neues Buch muss her

Hallo ihr Lieben,
über E-Books kann viel diskutiert werden, ich habe einen Reader für unterwegs. Ein gutes Buch ist oftmals dick und schwer und findet in meiner Tasche keinen Platz. Daher habe ich meinen Reader immer dabei. Nun habe aber mein vorheriges E-Book durchgelesen und kann mich einfach nicht entscheiden, welches ich als nächstes lesen möchte. Daher werde ich euch einfach die in Frage kommenden Bücher kurz vorstellen und euch nach eurer Meinung fragen. Vielleicht hat der ein oder andere ja auch schon eins der Bücher gelesen und kann daher aus eigener Erfahrung berichten. Zu jedem Buch habe ich bereits die Leseprobe gelesen (was die Entscheidung nicht einfacher macht…)

20160501_185245

1) Rubinrot (Liebe geht durch alle Zeiten):

Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!
(Quelle)

Das Buch wurde mir bereits mehrmals empfohlen, so richtig in den Bann reißen konnte mich die Leseprobe aber noch nicht. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Kindle-Preis 12.99Euro

2) Das erste Buch der Träume (Silber-Trilogie):

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen…
(Quelle)

Gleiche Autorin, aber die Leseprobe hat mich neugieriger gemacht auf mehr. Abschreckend ist auf mich lediglich der Preis. Kindle-Preis 16,99Euro

3) Ein Hologramm für den König:

Alan Clay ist ein Mann der Old Economy, der nicht ganz ohne eigenes Zutun so gut wie ausrangiert ist und nun darum kämpft, die Studiengebühren seiner Tochter bezahlen und einen Rest seiner Würde bewahren zu können. Er hat noch eine Chance, um seiner Finanzlage und damit seinem Leben die entscheidende Wendung zu geben: Für eine amerikanische IT-Firma fliegt er mit einem Team von jungen Leuten nach Saudi-Arabien. Dort, wo mitten in der Wüste eine funkelnde Wirtschaftsmetropole entstehen soll, wollen sie dem saudischen König ihre hochentwickelte IT-Technik vorführen, mit der sie die Stadt versorgen möchten. In einem Zelt am Rande der riesigen Baustelle, aus der eines Tages die Stadt erwachsen soll, kämpfen sie nicht nur mit drückender Hitze und wackligem WiFi, sondern warten auf einen König, der einfach nicht kommt.
(Quelle)

Ja das ist der Film, der diese Woche in den Kinos anlief. Und weil ich ihn und seinen ganz eigenen Charme mochte, möchte ich ihn mir noch etwas bewahren und daher vielleicht das Buch dazu lesen. Zudem ist es das einzige Buch, dass keiner Reihe angehört. Kindle-Preis 9,99Euro

4) Das Flüstern der Zeit (Zeitlos-Trilogie):

Platzregen und Sturmwinde gehören für die englische Kleinstadt Lansbury und damit für die 17-jährige Meredith zum Alltag. Doch diese Gewitternacht ist anders. Unheimliche Kornkreise tauchen am Ortsrand auf, unerwartete Gestalten suchen Lansburys Steinkreis heim und dann ist da noch Merediths bester Freund Colin, der sie genau in dieser Nacht küsst, und mit dem nun nichts mehr so ist, wie es war. Irgendetwas ist in jener Nacht passiert, irgendetwas, das Zeit und Raum kurzfristig aufgehoben hat. Und ausgerechnet Meredith ist der Schlüssel zum Ganzen…
(Quelle)

Nach der Pan-Trilogie weiß ich, dass ich mit Sandra Regnier nicht viel falsch machen kann. Andererseits hatte die Leseprobe nicht den gleichen Effekt wie bei der Pan-Trilogie seinerzeits. Kindle-Preis 11,99Euro

Nachspezial – Halloween

Hallo ihr Lieben,
der „gruseligste“ Tag des Jahres (und ja, ich weiß, dass Halloween eigentlich nur Komerz ist und wir eigentlich Luthers Thesenanschlag am Reformationstag feiern) ist vorbei und ich hab zumindest einen Horrorfilm gesehen. Als „Spezial“ möchte ich euch einen Film, eine Serie und ein Buch zum Thema vorstellen.

20151101_142000

A nightmare on Elm Street

Ich habe gestern die Version von 2010 gesehen (endlich ein Film von meinem SuF abgearbeitet).

Kurz zur Story:Freddy Krüger ist zurück. Er schleicht sich in die Träume von einer Gruppe Jugendlicher. Wieso sind es genau diese? Nachdem einer nach dem anderen in seinen Träumen heimgesucht und letztendlich getötet wird, suchen die Überlebenden nach Antworten und nach ihrer Verbindung zueinander. Dabei arbeitet die Zeit gegen sie, denn sie dürfen nicht einschlafen, oder sie sterben.

Ich kenne das Original nicht, bin aber von diesem Remake nicht wirklich überzeugt. Natürlich ist die Handlung gruselig und jagt einem einen Schauer über den Rücken, aber der Film versteift sich auf Geschreie und Gerenne und vor allem viel Blut. Dabei verpasst der Film sich auf die Hintergründe zu fixieren, die alleine schon schaurig genug sind und somit auch den nötigen Spannungsbogen. Die Schauspieler sind mir (durch andere Rollen) sehr sympathisch, können in diesem Film aber leider nicht überzeugen. Lediglich Jackie Earle Haley schafft es die Rolle des Freddy Krügers gekonnt umzusetzen und ein bisschen Grusel in den Film zu bringen.

American Horror Story – Asylum

Die erste Staffel Murder House habe ich euch bereits vorgestellt. Die Erfolgsserie geht weiter, mit den gleichen Schauspielern, aber einer neuen Handlung und neuen Charakteren.

Kurz zur Story: 1964, Briarcliff. Der junge Kit Walker wird in die psychiatrische Klinik eingeliefert, weil er als der Serienmörder „Bloody Face“ gehandhabt wird. Unter der strengen Hand von Schwester Jude wird die Klinik geführt, deren Zustände einfach nur erschrecken. Die Journalistin Lana Winters will das Ganze entlarven, landet bei einem Einbruch, aber selbst in der Anstalt und wird wegen ihrer Homosexualität festgehalten. Dabei treffen sie auf schaurige und verrückte Gestalten.

Während die erste Staffel begeisterte und an einem einzigen Wochenende durchzuschauen war, habe ich mich wochenlang durch die zweiten Staffel gequält. Das Erscheinungsbild ist wie gewohn gruselig und die Charaktere verrückt bis schaurig, aber die Handlung zieht sich und kommt nicht richtig in Schwung. Angelegt auf vielleicht die Hälfte der Folgen wäre die Serie wie gewohnt spannend geworden, aber so zieht sie sich wie Kaugummi, ohne das die einzelnen Folgen irgendetwas aussagen. Ich hoffe, dass die dritte Staffel wieder mehr Spannung bringt.

Dr. Jeckyll und Mr. Hyde

Es ist schon einige Zeit her, seit ich das Buch das letzte Mal gelesen habe. Aber noch immer gehört es zu meinen Favoriten in meinem Bücherregal.

Kurz zur Story: Mr. Utterston ist der Anwalt des angesehenen Arztes Dr. Jeckyll. Eines Abends erzählt ihm sein Cousin Mr. Enfield von einem Vorfall in dem ein mysteriöser Mr. Hyde ein Kind umgerannt hat. Dabei wurde er gefasst und zu einem Bußgeld von 100 Pfund verurteilt. Der Check lief auf den Namen Dr. Jeckyll. Auch ein geändertes Testament des Arztes führt bei Utterston zur Beunruhigung. Er stellt Nachforschungen an und findet schreckliches heraus.

Das Buch von Robert Louis Stevenson ist vielleicht vom Schreibstil her nicht nach Jedermanns-Geschmack – es wurde auch 1886 geschrieben – aber die Handlung ist nur allzu bekannt. Dr. Jeckyll, der den „bösen“ Teil seines Körpers loswerden wollte und so seine zweite Persönlichkeit Mr. Hyde erschuff. Doch wie kontrolliert man diesen Teil und was passiert, wenn man sich nicht mehr zurückverwandeln kann? Das Buch ist nicht nur spannend und verpasst einem einen Schauer, sondern wirft auch tiefgründige Fragen auf.

Buch vs. Film – eine Blogparade

Hallo ihr Lieben,
in letzter Minute habe ich von der aktuellen Blogparade bei Miss Booleana erfahren zu dem grandiosen Thema Buch vs. Film. Es gibt so viele Buchverfilmungen und hinterher immer starke Diskussionen, ob nun das Buch besser war oder der Film. Der allgemeine Tenor, den ich mitbekam, ist, dass die Bücher immer besser sind. Genau die soll in der aktuellen Blogparade untersucht werden. Somit bin ich mein Bücherregal durchgegangen und möchte nun 10 Bücher mit den dazugehörigen Filmen vergleichen.

blogparade-booleana-buch-vs-film-battle

Für immer vielleicht vs. Love Rosie, für immer vielleicht?

In der Eile der Zeit hab ich es leider nicht geschafft das Buch noch ganz zu Ende zu lesen, bin mir aber auch nicht sicher, ob ich das denn möchte. Die Handlung an sich ist bestimmt gut, aber der Schreibstil gefällt mir gar nicht. Das ganze Buch besteht aus Briefen, E-Mails und Chatverläufen. Dadurch versteht man leider nur wenig vom eigentlichen Konsens. Der Film hingegen baut zwar die Schreibelemente mit ein, erzählt aber ansonsten die Geschichte sehr frei.
Klarer Punkt für den Film.

Die Tribute von Panem vs. The Hunger Games

Ich hab die Bücher erst nach dem ersten Film gelesen,  dann aber auch absolut verschlungen! Auch die Verfilmungen konnte ich kaum abwarten. Die Verfilmungen finde ich auch sehr gelungen, sie schaffen es die doch teilweise sehr komplexe Handlung widerzuspiegeln. Teilweise geben die Bücher noch einen etwas tieferen Einblick in die Charaktere, dafür können die Filme die Actionszenen besser darstellen.
Sehr ausgewogen und daher ein Unentschieden.

Die Bestimmung vs. Divergent

Hier war es genau andersherum als bei Die Tribute von Panem. Ich habe zuerst die Bücher verschlungen und konnte kurz darauf die Verfilmung auf der Leinwand genießen. Auch hier bieten die Bücher einen viel besseren Einblick in die Charakterzüge und in die Gedanken der Figuren, können aber bei den Kampfzenen nicht mit der Verfilmung mithalten.
Daher auch hier ein Unentschieden.

Sakrileg & Illuminati vs. The DaVinci Code & Illuminati

Ich hab die beiden Verfilmungen der Dan Brown-Bücher einmal zusammengefasst, weil sie ja auch ein Teil einer Reihe sind. Auch hier sind die Bücher sehr respektiert worden bei den Verfilmungen und es wurde sich stark an die Vorlage gehalten. Heraus kamen zwei gute Filme basierend auf zwei guten Büchern.
Also auch hier wieder ein Unentschieden.

Der Hobbit & der Herr der Ringe vs. Der Hobbit & der Herr der Ringe

Beim Hobbit fand ich es etwas suspekt, dass drei Filme gedreht wurden. Aber trotz allem mag ich die Filme und es wurde sich die nötige Zeit genommen auch etwas abweichend von der eigentlichen Handlung zu erzählen. Bei der Herr der Ringe waren die Bücher sehr langatmig und teilweise auch sehr trocken zu lesen. Die Filme dagegen sind packend und gut inzeniert. Während ich die Bücher nur einmal lesen konnte, kann ich die Filme immer und immer wieder ansehen.
Diese Runde geht also ganz klar an die Filme.

Harry Potter vs. Harry Potter

Wenn man aus einem der Harry Potter herauskam, gab es eigentlich immer zwei Meinungen. Die Bücherleser fanden die Filme total schlecht, die Zuschauer, die die Bücher nicht kannten, fanden die Filme richtig gut. Natürlich wurde einiges nur kurz angeschnitten im Film, aber niemand kann ein 1000 Seiten Buch in einen 2 Stunden Film pressen ohne etwas herauszuschneiden. Ich finde die Filmemacher konnten die Handlungen nicht weniger kürzen.
Daher gibt es hier wieder ein Unentschieden.

Les Miserables vs. Die Elenden

Voller Begeisterung nach dem Film von 2012 legte ich mir auch Victor Hugos Meisterwerk zu und erweiterte damit meine Klassikersammlung. Für die Zeit in der das Buch entstanden ist, war es wirklich schön und flüssig zu lesen. Aber leider ist es auch zu einer Zeit entstanden, in der es Modern war die gesamte Lebensgeschichte eines Charakters Kapitellang zu erzählen. Dadurch zieht sich das Buch unnötig und es fällt einem beim Lesen schwer die eigentliche Handlung zu erkennen. Diese ist im Film gut gebündelt und ich bin auch ein großer Fan der Lieder.
Also diesmal wieder ein eindeutiger Sieg für den Film.

Die unendliche Geschichte vs. Die unendliche Geschichte

Das Buch meiner Kindheit! Unzählige Male habe ich dieses Buch verschlungen und tue es bis heute noch! Vielleicht hatte sich in meinem Kopf schon zu viele Vorstellungen von Phantasien manifestiert, aber ich konnte den Film mir nicht wirklich ansehen. Ich habe mich einmal durch gequält war aber an jeder Stelle entsetzt, weil ich nicht konform ging mit der Gestaltung.
Diesmal ein eindeutiger Sieg für das Buch.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter vs. Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Auch hier sah ich den Film zuerst. Die Geschichte von Hazel und Gus hat mich absolut zu Tränen gerührt und erhielt bei mir sogar die Höchstpunktzahl in der Bewertung. Das Buch hab ich hinterher auf Empfehlung eines Freundes gelesen. Auch hier ist die Geschichte unfassbar berührend auch das Buch ist auch sehr gut geschrieben, aber Shailene Woodley und Ansel Elgort geben dem Film eine Extranote, weswegen ich mich für den Film entscheide.

City of Bones vs. City of Bones – Chroniken der Unterwelt

Hier bin ich durch Empfehlungen auf die Bücher gestoßen und habe erst im Nachhinein von dem Film erfahren. Ein wenig muss ich den eher weniger gelungenen Film in Schutz nehmen, da die Büchervorlage nun auch nicht die gelungenste von der Handlung her ist. Und so sehr ich Lily Collins in der Hauptrolle mochte, haben die Bücher aber doch eindeutig mehr ausgesagt und mir auch mehr Spaß gemacht.
Daher zum Schluss noch einmal ein Sieg für das Buch.

Kommen wir nun zur Auswertung:

Inklusive der Unentschiedens komme ich auf ein Ergebnis von
Buch 7:9 Film
Damit liegen bei mir die Filme ganz knapp vor den Büchern.

Girl on the train

Durch die nicht zu übersehenden Reklametafeln in den Buchläden, wurde ich neugierig und stieß so auf „Girl on the train“ von Paula Hawkins und machte es sogleich zu meiner Urlaubslektüre.

Kurz zur Story: Rachel pendelt jeden Tag mit dem Zug nach London. Dort fährt sie auch immer vorbei an dem Ort Witney vorbei, in dem ihr Ex-Mann Tom mit seiner Affäre, inzwischen Frau, und deren gemeinsamer Tochter lebt. Um ihrem armseligen und vor allem betrunkenen Leben zu entkommen, träumt sie sich immer in das Leben eines Pärchens, die nur ein paar Häuser von ihrem alten Haus entfernt wohnen. Doch eines Tages ist Megan, die Frau des Traumpärchens, verschwunden. Und Rachel sieht ihre große Stunde als gekommen und ermittelt selbst und gerät dadurch immer tiefer in den Strudel der Geschehnisse.

Girl on the Train ist glaube ich das erste Buch, das ich gelesen habe, in dem mir absolut JEDER Charakter unsympathisch ist. Sei es nun Rachel, die nicht nur betrunken, sondern auch sehr naiv durchs Leben taumelt oder ihre arrogante Gegenspielerin Anna, die ihr den (auch unsympathischen) Mann Tom ausspannte und nun ihr Leben als Mutter zwar nicht auf die Reihe kriegt, aber immer große Monologe schwingt, wie toll sie doch ist. Sei es nun Megan, die man durch Rachel erst als sehr sympathische Frau kennenlernt, aber sobald man mehr über sie erfährt, verdreht man auch nur die Augen und möchte ihr am liebsten in den Hintern treten, damit sie aufhört über ihr „schlechtes“ Leben zu heulen oder sei es Megans Mann Scott, der auch nur heulen oder zum Choleriker werden kann. Man kann natürlich sagen, dass einfach extreme Figuren aus dem Leben gegriffen wurden, aber in diesem Fall ist es einfach absolut zu viel. Denn beim Lesen hat man eigentlich keine Lust irgendeinem Charakter „zuzuhören“. Die Emotionen schwanken zwischen dem Drang jemanden anzuschreien oder einfach nur aus dem Buch zu kicken. Das erschwert natürlich das Lesevergnügen um ein Vielfaches.
Die Handlung selbst ist eigentlich spannend konzipiert und so wirklich möchte man das Buch dann doch nicht aus der Hand legen. Durch einen sehr einfach Sprachstil und keinen ausführlichen, sondern kurzen und präzisen, Situationsbeschreibungen, wird der Lesefluss sehr begünstigt, so dass man Girl on the train sehr schnell durchliest. Jedoch reicht einem das eine Mal und ab da wird es wohl eher im Bücherregal verstauben.
Die Aufbau des Buches ist sehr spannend, denn am Anfang wird nur aus der Sicht Rachels berichtet. Da diese immer morgens und abends mit dem Zug fährt, wird auch ein Kapitel in morgens und abends eingeteilt und dann immer von Rachel im Zug sitzend erzählt. Dies wird im Verlaufe des Buches ausgeweitet und auch aus der Sicht weiterer Charaktere wird berichtet, jedoch bleibt das Schema mit morgens und abends größtenteils erhalten. Das ist mal eine erfrischende Abwechslung zu einem chronologisch geschriebenem Buch, bei dem man immer zeitgleich mit den Charakteren etwas erfährt.

Alles in allem ist „Girl on the train“ ein gutes und spannendes Buch, es leidet nur unter den durchweg unsympathischen Charakteren. Hier hätte man dies etwas abschwächen können, um es lesbarer zu gestalten.

Die Pan-Trilogie – Band 1 – Das geheime Vermächtnis des Pan

Vor ein paar Wochen fand ich durch einen längst vergessenen Zufall die Pan-Trilogie von Sandra Regnier.Und ich habe sie verschlungen! Ich habe alle drei Teile in nur ca. 2 Wochen gelesen und das obwohl ich sehr selten Zeit zum Lesen finde. Daher hier nun meine erste Buchkritik.

Band 1: Das geheime Vermächtnis des Pan

Kurz zur Story: Der Elf Leander FitzMor, kurz Lee, besucht eine Schule in London. Denn hier soll er die Prophezeite finden. Durch einen Kuss, möchte er sie an sich binden, denn sie ist ihm durch die Prophezeiung als Frau versprochen und der Kuss eines Elfen lässt eine Frau nie wieder jemand anderen lieben. Schnell findet er Felicity und durch seinen Charme kommt es zum Kuss. Doch kurz darauf muss er feststellen, dass es zwei Felicitys an der Schule gibt und er die falsche an sich gebunden hat.

Seit Stephanie Meyers Erfolg mit Twilight sind die Vergleiche mit diesen Romanen nicht mehr Weit, sobald es in den realitätsbezogenen Fantasy geht. Doch auch wenn der Schauplatz wieder an einer Schule beginnt, tritt „Das geheime Vermächtnis des Pan“ Twilight sehr schnell in den Hintern. Zwar ist Lee als unglaublich hübsch beschrieben, aber sein Charakter hat viel mehr Tiefgang als ein Edward Cullen. Denn zunächst ist er überglücklich, dass seine prophezeite Frau ebenfalls wunderhübsch ist, bis er herausfindet, dass es sich um eine Verwechslung handelt. Die richtige Felicity ist das absolute Gegenteil. Dicklich, ungepflegt und durch das Arbeiten im Pub ihrer Mutter auch immer mit dem Duft nach Whiskey. Lee ist natürlich alles anderes als begeistert und versucht trotzdem sie kennenzulernen. Aber nein auch hier zieht nicht das typische Aschenputtel-Klitschee, sondern Felicity versucht mit Hilfe ihrer Freunde selbst etwas zu ändern. Sie geht regelmäßig joggen und versucht nicht mehr so spät im Pub zu arbeiten. Lee hält sie erst einmal auf Abstand. Doch er versucht sie trotzdem näher kennenzulernen.
Der Freundeskreis von Felicity ist begrenzt, aber voller verschiedenster Charaktere. Man fühlt sich schnell als Mitglied des Freundeskreises und wird nach und nach mit Hintergrundinformationen der einzelnen Charaktere gefüttert.
Die ersten zwei Drittel scheinen aus dem Leben eines normalen Teenagers gegriffen zu sein, nur leicht gespickt, mit rätselhaftem Verhalten Lees oder leichten rätselhaften Vorfällen in Felicitys Leben. Erst danach kommt man langsam dahinter, was Lee ist und was Felicity mit allem zu tun hat. Aber ich für meine Fälle mag es, wenn sich die Story langsamer aufbaut und nicht alles Knall auf Fall über den Protagonisten hereinbricht.
Der Schreibstil von Regnier ist leicht und locker, aber doch mit der gewissen Portion Anspruch. Also ein guter Lesefluss ist gewährleistet.
Also für jeden, der endlich einmal etwas lesen möchte, der realitätsbezogenen Fantasy gerecht wird, eine absolute Leseempfehlung!