Pan

Am 08.10.2015 erschien die Vorgeschichte zu den Peter Pan Filmen in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Peter lebt in einem Waisenhaus, immer in der Hoffnung, dass seine Mutter eines Tages zurück kommt und ihn holt. Als kleiner Rebel legt er sich regelmäßig mit den Schwestern des Waisenhauses an. Bis er mitbekommt, dass diese Waisen an Piraten auf einem fliegenden Schiff verkaufen. Auch er gerät in die Hände der Piraten und wird im Nimmerland in eine Miene gesteckt, die dem Piraten Blackbeard gehört. Doch als er herausfindet, dass er Fliegen kann, ändert sich die Lage. Denn nun scheint Peter der Verheißene zu sein.

Es hat doch jeder schon einmal davon geträumt, etwas besonderes zu sein. Doch Peter hat nur einen anderen Wunsch. Aufgewachsen in einem heruntergekommenen Waisenhaus und unter der harten Hand und dem Rohrstock der Schwestern, träumt er jeden Tag davon, dass seine Mutter wiederkommt und ihn aus dem Leben befreit. Egal, wie viele Jahre ins Land ziehen, er glaubt daran, dass sie irgendwann wiederkommt. Mitten in den Geschnissen des zweiten Weltkrieges, findet er jedoch heraus, dass die oberste Schwester des Waisenhauses ein Geheimnis hat. In ihrem Zimmer versteckte sie unmengen an Gold und anderen Schätzen. Durch die Enthüllung des Geheimnisses muss die oberste Schwester handeln. Anstatt immer nur zwei, verkauft sie also gleich alle Jungen an ein fliegendes Piratenschiff. Mitten in einem Luftangriff manövrieren die Piraten das Schiff durch Bomben in die abenteuerliche Welt von Neverland. Dort wird der kleine Peter in die große Miene von dem Piraten Blackbeard gesperrt. Dort muss er den ganzen Tag über arbeiten. Der einzige, der sich für ihn interessiert ist der undurchsichtige Hook, der sich eigentlich für niemanden interessiert. Aber Peter schafft es in einer Notsituation zu fliegen. Und es gibt eine alte Prophezeiung, die einen fliegenden Jungen als den Retter der Eingeborenen und der Feen vorhersagt. Auf einmal ist Blackbeard doch mehr an ihm interessiert, gleichzeitig sieht Hook seine Chance auf Flucht in Peter. Letztendlich gelingt den beiden auch die Flucht und sie finden die Eingeborenen, die auf Peter als Retter hoffen. Doch die Piraten sind ihnen dicht auf den Fersen.
Levi Miller übernimmt in seiner ersten großen Leinwandrolle, die Rolle des Peter Pan. Konsequent spielt er den kleinen Traufgänger, der nie um einen Spruch verlegen ist. Man merkt jedoch, dass es sein Leinwanddebut ist, da ihm eine Auswahl an Gesichtsausdrücken fehlt. Diese fehlen jedoch auch den anderen Darstellern. Während es bei Hook noch passt, wirkt das übertriebene, aber aussagelose Schauspiel Hugh Jackmans als Blackbeard relativ ermüdend. Er spielt zwar einen Exzentriker und nimmt auch die Eigenschaften an, spielt aber entweder übertrieben oder zu leicht. Die Figur des Blackbeard hat absolut keinen Tiefgang und wird nur als gierigen Bösewicht dargestellt.
Garett Hedlund übernimmt die Rolle des ewig gelangweilten Hooks. Während alle anderen in ein klares gut und böse Schema eingeteilt werden, ist er der einzige Charakter, der nicht eindeutig zuzuordnen ist. An sich interessiert er sich nur für sich selbst, aber irgendwie scheint er doch an dem Schicksal Neverlands interessiert zu sein. Damit ist er der einzige Charakter, der für Wendungen Sorgen kann.
Pan ist ein Film, der wunderschön und sehr farbenfroh anzusehen ist und von der Verrücktheit der Welt lebt. Allerdings weiß er nicht diese auszunutzen. Die Figuren sind teilweise naiv und nervig dargestellt und keiner beweist Tiefgang. Zudem ist der Film sehr langsam erzählt und scheint nicht auf den Punkt zu kommen. Es gibt miteinander verwobene Handlungsstränge und jedem wird nur die halbe Aufmerksamkeit zu Teil, so dass eine Verwirrung innerhalb der Handlung erfolgt und der Film dauerhaft nicht auf den Punkt kommt. Man geht aus dem Kino und weiß immer noch nicht, was der Film einem mitteilen möchte. Das einzig positive war, als Blackbeard alle Mienenmitarbeiter dazu brachte zur Ankunft des Schiffes mit den Waisenkindern Smells like teen spirit zu singen.
Der Film vermag es nicht den Zuschauer abzuholen. Der Film zieht sich und sagt doch nichts aus. Man merkt, dass Spielraum für einen zweiten Teil gelassen wurde.

Alles in allem sagt der Film nichts aus und wird dadurch zu einem optisch schönen, aber langweiligem Filmereignis. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

Die Pan-Trilogie – Band 1 – Das geheime Vermächtnis des Pan

Vor ein paar Wochen fand ich durch einen längst vergessenen Zufall die Pan-Trilogie von Sandra Regnier.Und ich habe sie verschlungen! Ich habe alle drei Teile in nur ca. 2 Wochen gelesen und das obwohl ich sehr selten Zeit zum Lesen finde. Daher hier nun meine erste Buchkritik.

Band 1: Das geheime Vermächtnis des Pan

Kurz zur Story: Der Elf Leander FitzMor, kurz Lee, besucht eine Schule in London. Denn hier soll er die Prophezeite finden. Durch einen Kuss, möchte er sie an sich binden, denn sie ist ihm durch die Prophezeiung als Frau versprochen und der Kuss eines Elfen lässt eine Frau nie wieder jemand anderen lieben. Schnell findet er Felicity und durch seinen Charme kommt es zum Kuss. Doch kurz darauf muss er feststellen, dass es zwei Felicitys an der Schule gibt und er die falsche an sich gebunden hat.

Seit Stephanie Meyers Erfolg mit Twilight sind die Vergleiche mit diesen Romanen nicht mehr Weit, sobald es in den realitätsbezogenen Fantasy geht. Doch auch wenn der Schauplatz wieder an einer Schule beginnt, tritt „Das geheime Vermächtnis des Pan“ Twilight sehr schnell in den Hintern. Zwar ist Lee als unglaublich hübsch beschrieben, aber sein Charakter hat viel mehr Tiefgang als ein Edward Cullen. Denn zunächst ist er überglücklich, dass seine prophezeite Frau ebenfalls wunderhübsch ist, bis er herausfindet, dass es sich um eine Verwechslung handelt. Die richtige Felicity ist das absolute Gegenteil. Dicklich, ungepflegt und durch das Arbeiten im Pub ihrer Mutter auch immer mit dem Duft nach Whiskey. Lee ist natürlich alles anderes als begeistert und versucht trotzdem sie kennenzulernen. Aber nein auch hier zieht nicht das typische Aschenputtel-Klitschee, sondern Felicity versucht mit Hilfe ihrer Freunde selbst etwas zu ändern. Sie geht regelmäßig joggen und versucht nicht mehr so spät im Pub zu arbeiten. Lee hält sie erst einmal auf Abstand. Doch er versucht sie trotzdem näher kennenzulernen.
Der Freundeskreis von Felicity ist begrenzt, aber voller verschiedenster Charaktere. Man fühlt sich schnell als Mitglied des Freundeskreises und wird nach und nach mit Hintergrundinformationen der einzelnen Charaktere gefüttert.
Die ersten zwei Drittel scheinen aus dem Leben eines normalen Teenagers gegriffen zu sein, nur leicht gespickt, mit rätselhaftem Verhalten Lees oder leichten rätselhaften Vorfällen in Felicitys Leben. Erst danach kommt man langsam dahinter, was Lee ist und was Felicity mit allem zu tun hat. Aber ich für meine Fälle mag es, wenn sich die Story langsamer aufbaut und nicht alles Knall auf Fall über den Protagonisten hereinbricht.
Der Schreibstil von Regnier ist leicht und locker, aber doch mit der gewissen Portion Anspruch. Also ein guter Lesefluss ist gewährleistet.
Also für jeden, der endlich einmal etwas lesen möchte, der realitätsbezogenen Fantasy gerecht wird, eine absolute Leseempfehlung!