Eine Handvoll Bücher – 4/23

Herzlich Willkommen zur vierten Ausgabe der buchigen Handvoll. Heute mit: Bad Boy in Kleinstadt, überraschendem Star-Date, Emotionskontrolle, Mord mit Alibi und ein Cat Sheeran.

Mit dir oder ohne dich

Die Handlung: Cara hat in dem verträumten Städtchen Silver Heights, ein kleines Café, in dem sie Speisen für Leute mit Unverträglichkeiten anbietet. Eines Tages läuft ihr Adam über den Weg, der ihr sofort sympathisch ist. Doch es liegt eine Reihe von Missverständnissen vor ihnen. Doch vor allem muss Cara ihre Unsicherheit überwinden und Adam mit der Vergangenheit abschließen, was alles andere als einfach ist.

Meine Meinung: Eigentlich wollte ich auf der Buchpassion Erfurt nur den dritten Teil der Alice im Wunderland-Adaption von Autorin Kristin Ullmann kaufen. Doch dann konnte ich nicht an ihrem Romance-Titel vorbeigehen und als ich dann noch erfuhr, dass es einen Kater namens Cat Sheeran in dem Buch gibt, musste ich leider erneut den Geldbeutel zücken. Und es war eine sehr gute Entscheidung, denn ich habe das Buch geliebt! Die Geschichte von Cara und Adam war trotz einiger schwieriger Themen absolut cozy und ich wollte die Welt gar nicht mehr verlassen. Die Charaktere waren so toll und ich wollte alle Speisen in Caras Imbiss ausprobieren. Durch den sehr angenehmen Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen und trotz der überschaubaren Seitenanzahl war die Geschichte im genau richtigen Tempo rund auserzählt. Für mich definitiv ein Anwärter auf das Jahreshighlight und ich kann es nur jedem Romance-Fan empfehlen.

Dreizehn bei Tisch

Die Handlung: Ein neuer Fall für Poirot. Die Schauspielerin Jane Wilkinson nimmt an einem Dinner mit zwölf anderen Menschen teil. Doch zur gleichen Zeit soll sie ihren Ehemann ermordet haben. Poirot steht vor einem neuen Rätsel. 

Meine Meinung: Während gerade der dritte Film mit Kenneth Branagh in den Kinos läuft, konnte ich inzwischen das siebte Buch rund um den Detektiv Hercule Poirot beenden. Nach dem Klappentext war ich auch sehr gespannt auf das Buch. Und dann sehr überrascht, weil ich gefühlt im ersten Kapitel die Lösung präsentiert bekommen habe. Ich war skeptisch, weil so offensichtlich eine Täterin da war, dass ich nach Schlupflöchern suchte. Und dann hat Christie meine ganze Theorie wie ein Kartenschlösschen zusammen stürzen lassen. Ab hier war ich gepackt. Ich hatte wieder tausend Theorien und war doch nie wirklich zufrieden. Und auch wenn insgesamt gar nicht so viel zu passieren scheint, wurde wieder eine Spannung aufgebaut, die sich bis zur Auflösung am Ende hielt. Und die hat mich wieder völlig überrascht. Eigentlich war es die einzig logische Erklärung, und doch kam es nicht in meinen ganzen Theorien vor. Ich freu mich sehr auf den nächsten Fall.

A whisper around your name

Die Handlung: Jo wechselt durch den Umzug ihres Onkels die Schule. Dort trifft sie auf Evan, doch dieser ist der Außenseiter der Schule und ihr wird geraten sich von ihm fernzuhalten. Doch bei abendlichen Ausflügen ins Freibad kommen sich beide näher. Auch durch ihre traumatischen Erfahrungen.

Meine Meinung: Bisher habe ich sehr gute Erfahrungen mit Emma Scott gemacht. Begonnen mit der All In-Reihe, die ein absolutes Jahreshighlight war, mochte ich Never Doubt und Between your words auch sehr gern, the girl in the love song, war nicht so ganz mein Fall, aber trotzdem war es eine schöne Geschichte. So ging ich voller Energie an A whisper around your name und war einfach nur entsetzt. Die Triggerwarnung war sehr lasch, denn dieses Buch ist einfach nur heftig. Es werden so viele schwierige Themen behandelt, dass es einfach nur noch ein „wie sehr können meine Charaktere wohl noch leiden“ wurde. Immer, wenn man dachte, dass es nicht noch schlimmer werden könnte, braucht Scott noch etwas neues in die Geschichte ein. Auch die Handlung selbst war absolut wirr, hatte irgendwie eine übernatürliche Komponente, die total fehl am Platz wirkte. Es war sehr schwierig überhaupt weiterzulesen und das kenne ich von der Autorin eigentlich so nicht. Ja, ihre anderen Bücher hatten auch immer schwere Themen, aber so unglaubwürdig, wie hier, war es definitiv nie. Solltet ihr noch nichts von der Autorin gelesen habe, so fangt bitte nicht mit dieser Reihe an, denn sie ist einfach nicht gut.

In love with a star

Die Handlung: Georgia will nach einem langen Flug nur noch unter die Dusche und dann ins Bett fallen. Doch ein gestrichener Anschlussflug und ein ausgebuchtes Hotel machen ihr einen Stich durch die Rechnung. Dabei trifft sie auf Alexander Kim, dem älteren Bruder ihrer früheren besten Freundin. Er bietet ihr an, sich das Zimmer zu teilen und sie kommen sich näher. Doch am nächsten Tag muss sie feststellen, dass sie mit einem berühmten Schauspieler geschlafen hat. 

Meine Meinung: „Für Fans von Ali Hazelwood“ ist so ein Zusatz, der mich zeitgleich wahnsinnig anzieht, weil ich ihre Bücher absolut verschlungen habe, und mich zeitgleich abschreckt, weil ich Angst habe, dass nach ihrem Erfolg einfach wahllos auf alle Bücher aus dem Bereich Romance dieser Zusatz aufgedruckt wird. Da mich bei In Love with a star noch die Geschichte angesprochen hat, habe ich dem Buch dennoch eine Chance gegeben. Und zunächst bekam ich genau das, was ich wollte. Die Chemie zwischen den beiden Protas war von Anfang an da und ich war absolut fasziniert und habe sehr mitgefiebert. Auch wenn der Klappentext ein wenig wie der Beginn einer Fanfiction wirkt, ist es doch so viel mehr (ohne (gute) Fanfictions herunterwerten zu wollen). Dass es sich bei Alexander Kim um einen Schauspieler mit koreanischen Wurzeln handelte, war dann das Sahnehäubchen auf der Geschichte. Ein wenig gewundert hat mich dann doch der hohe Spice-Anteil. Gestört hat er mich nicht, da die beiden Protas ganz wunderbar harmoniert haben und es irgendwie gepasst hat, ich hätte es nur nicht erwartet, wie viel Spice vorkommt. Die Hintergrundgeschichte wirkt ein wenig sehr heftig für die ansonsten lockerleichte Liebesgeschichte und scheint nicht so ganz rein zu passen. Aber Autorin Ivy Owens schreibt so leicht, dass selbst dieser Teil sich gut in die Geschichte einfügt. Zusammenfassend habe ich das Buch einfach nur verschlungen und es hat mir sehr gut gefallen.

Emotiondancer

Die Handlung: In der Zukunft sind alle Menschen durch das Cybernet verbunden und fühlen, was der Gegenüber fühlt, wodurch die Kriminalitätsrate auf Null gesunken ist. Doch Kaja hat regelmäßige Gefühlsausbrüche, die eine Gefahr für ihre Mitmenschen sind und sie wertvolle Erinnerungen kosten. In Skyscrape sucht sie nach Antworten, doch diese sind gar nicht so leicht zu beschaffen. 

Meine Meinung: Nachdem ich auf der Buch Berlin 2021 Cyberempathie auf Empfehlung kaufte und es mir gut gefallen hat, durfte auf der Buch Berlin 2022 die unabhängige Fortsetzung mit. Und jetzt kurz vor der Buch Berlin 2023 habe ich es auch geschafft Emotiondancer zu lesen. Es war schön erneut in die Welt einzutauchen und ein wenig mehr Zeit in der großen Stadt Skyscrape zu verbringen. Zunächst war es für mich ein wenig schwierig die Geschichte zeitlich einzuordnen, da mir das Ende von Cyberempathie noch gut in Erinnerung geblieben ist. Doch ich war neugierig, was es mit Kaja und ihren Anfällen auf sich hat. Und die Suche hat sich ganz schön hingezogen. Dabei war das Buch an keiner Stelle langweilig oder langatmig, denn wir haben immer wieder neue Aspekte zu erforschen. Leider kam die Antwort und die Konsequenz daraus sehr spät und plötzlich, so dass ich kaum Zeit fand alles richtig zu verarbeiten. Das war aber auch mein einziger Kritikpunkt.

Habt ihr eins der Bücher gelesen? Wie fandet ihr sie?