Ein Vorwort
Sportromance ist weiterhin sehr beliebt. Aber eine ganze Sportacademy und das auch noch in Monaco? Das klang neu und spannend, auch wenn ich durch das „elitär“ in der Beschreibung etwas abgeschreckt war. Was die Reihe kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Liars
Die Handlung: Nika wurde an der elitären Belladaire Academy in Monaco angenommen. Dafür musste sie viel sparen, da sie nicht wie viele der anderen aus reichem Hause kommt. Nachdem sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, verstrickt sie sich jedoch schnell in einem Lügengeflecht, um dazuzugehören. Ambrose stand immer im Schatten seines erfolgreicheren Bruders. Als er hinter Nikas Geheimnis kommt, schlägt er ihr einen Deal vor.
Meine Meinung: So richtig Lust auf die elitäre Sportakademie hatte ich eigentlich nicht. Ich bin kein Fan von Geschichten über reiche Kinder, aber der Teil über den Sport hat mein Interesse doch irgendwie geweckt. Zumal Ambrose ein Schwimmer ist und das war der finale Entschluss, es zu kaufen, war ich doch acht Jahre lang ebenfalls Schwimmerin. An Nika als Protagonistin bin ich schnell rangekommen, mochte ihre Art und habe mich mit ihr auf ihren Neuanfang gefreut. Ebenfalls mit Erfahrungen im Mobbingbereich konnte ich ihre Unsicherheit nachvollziehen, auch wenn ich ihre Lügen dann nicht gut fand. Allgemein fand ich den Teil mit dem Pakt mit Ambrose etwas schwierig. Aber Maren Vivien Haase schafft es, dies mit einer guten Geschichte auszugleichen, wo die Handlungen der Charaktere am Ende auch immer nachvollziehbarer werden. Zwar ist es immer noch etwas, was mit Ehrlichkeit von Anfang an, gut vermieden hätte werden können, aber ich wurde dennoch mit der Geschichte ausgesöhnt. Zumal die Geschichte es auch geschafft hat einen unglaublichen Sog zu entwickeln, so dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen weggeatmet hatte.
Rivals
Die Handlung: Lova und Luis waren eins das Traumpaar schlechthin. Doch vor drei Jahren änderte sich alles. Seitdem halten sie es kaum in einem Raum auf, ohne aufeinander loszugehen. Als sie beide in die engere Auswahl für das Elite-Team im Tennis kommen und sie zwangsläufig viel Zeit miteinander verbringen müssen, kommt das einem Pulverfass gleich. Ihre Freund*innen warten nur auf die große Explosion.
Meine Meinung: Nachdem die angespannte Situation zwischen Lova und Luis bereits im ersten Band sehr präsent war, stand es ziemlich außer Zweifel, dass es in einem der Folgebände um dieses Pärchen gehen wird. Enemies-to-lovers ist als Trope ja sowieso sehr beliebt, bei mir allerdings eher ungern gesehen. Dafür mag ich second chance, war aber gespannt, wie es hier in der Kombination funktionieren wird. Leider war das Buch gerade am Anfang sehr anstrengend, da die ständigen Zickereien zwischen den Protagonist*innen schon sehr übertrieben und nervig sind. Dadurch kommt die Geschichte auch nur sehr zäh voran, da sich die immer gleichen Szenen einfach nur abwechselnd wiederholen. Erst nach über der Hälfte kommt es so langsam zu einer Annäherung, die dann aber auch ziemlich schnell vonstatten geht und dann haben wir gleich noch zweimal das große Drama inklusive Trennung. Da fehlte einfach das notwendige Gefühl, was im ersten Band irgendwo noch da war, weswegen ich auch die Reihe weiter verfolgen wollte. Ich hoffe jetzt einfach, dass Band Drei besser läuft, zumal mich dort die Thematik auch wieder mehr interessiert.
Misfits
Die Handlung: Delphine ist Turnerin durch und durch. Getrieben von ihrer Mutter steckt sie in einem Kreislauf aus Trainieren und Kalorien zählen, um immer weiter abzunehmen. Covey steht als Schauspieler kurz vor seinem finalen Durchbruch. Doch nach einem kleinen Skandal soll er seinen Ruf aufpolieren. Und die Produktion hat Delphine dafür auserkoren. Doch die ist alles andere als begeistert.
Meine Meinung: Maren Vivien Haase wagt sich im finalen Band der Belladaire Academy an ihren unnahbarsten Charakter Delphine heran und holt mit Covey auch einen Nicht-Sportler an die Academy. Ein gewagter Schachzug, der allerdings aufgeht. Denn tatsächlich ist Misfits der Stärkste Teil der Reihe. Denn Delphines Hintergrundgeschichte gibt bereits genug Stoff, um ihren Charakter über die Handlung wachsen zu lassen. Coveys Zwiespalt ist nachvollziehbar, auch wenn es einige Handlungen nicht rechtfertigt, aber das Drama im letzten Drittel verzeihe ich diesmal, weil es nachvollziehbar bleibt. Weil Covey zwar hinter Delphines Mauer blickt und Themen anspricht, sie aber für sich selbst erkennt, dass sie ein Problem hat und aus eigener Motivation dagegen ankämpft. Gleichzeitig haben wir hier eine schöne Liebesgeschichte, die berührt. Natürlich kommt auch unsere Lieblingsgang aus den ersten Band wieder mit vor.
Und damit heißt es auch wieder Abschied nehmen von der Belladaire Academy. Es war mir ein Fest und ich kann die Reihe trotz kleinerer Mängel generell empfehlen.
Habt ihr die Reihe gelesen? Was ist euer liebster Band?


