Teresa Sporrers Chaos-Reihe

Ein Vorwort

Bei ägyptischer Mythologie in einem Urban Fantasy Roman bin ich immer gleich dabei. Leider kommt es viel zu selten vor und dann oft auch schlecht recherchiert. Daher wurde ich bei Teresa Sporrers Reihe direkt hellhörig. Warum mir die Reihe auch sehr gut gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Chaoskuss

Die Handlung: May ist eine ägyptische Hexe in Ausbildung, die sich zusätzlich mit einer normalen amerikanischen Highschool rumschlagen muss. Dabei will sie nur ein bisschen Normalität und mit dem Menschen Noah auf einer Party knutschen. Doch dann geraten nicht nur ihre Kräfte außer Kontrolle, es gibt auch einen Toten. May verspricht das Verbrechen aufzuklären, was gar nicht so einfach ist. 

Meine Meinung: Eigentlich versuche ich inzwischen Schulsetting und Teenagedramen zu vermeiden, da sie in der Regel sehr anstrengend sind. Und so waren meine Befürchtungen am Anfang der Reihe auch groß, zumal es natürlich auch die klassische Zicke, den coolen Sportler und natürlich die „Looser“-Gruppe rund um unsere Protagonistin gab. Doch, was mich normalerweise abschrecken würde, war hier durch eine gute Portion Witz gut dargestellt und konnte locker genossen werden. Das Drama wechselt sich mit dem interessanten Teil um Mays Hexenkräfte und ihre Abstammung ab und die Autorin weiß stets eine gute Anspielung auf so ziemlich alles, was Filme, Serien oder Spiele angeht, einzubauen. Manchmal hatte die Geschichte fast zu viel Tempo, aber so konnte ich sie gut wegsuchten und war dann sehr gespannt auf den nächsten Teil.

Chaosherz

Die Handlung: Noah ist wieder ein Mensch, doch damit immer distanzierter gegenüber May. Das stachelt das Chaos in ihr weiter an, das immer schwieriger zu kontrollieren wird. Doch damit nicht genug. Ihr Cousin Horus scheint sich in seinem Schlaf zu regen und hat es wohl auf May abgesehen. Weil ein Teenager mit Liebeskummer ja nicht schon genug Probleme hat. 

Meine Meinung: Auch in den zweiten Band bin ich aufgrund des guten Schreibstil, der leicht und flüssig zu lesen ist, gut reingekommen und habe auch diesen Band einfach nur inhaliert. Auch hier ist der Dramaanteil gut ausgewogen und wir bekommen zwar die typischen Teenagerprobleme mit, aber sie sind auch immer so aufgearbeitet, dass sie nicht übertrieben nervig wirken. Und sollte das Chaos doch mal überhand nehmen, dann wird es mit dem lockeren Humor der Reihe gut ausbalanciert. Wir lernen zusammen mit May viel Neues über ihre Abstammung und ihre Fähigkeiten und wachsen zusammen mit ihren Fehlern. Und auch, wenn mit dem Gott Horus bereits der Endgegner angeteasert wird und er teilweise bereits auftritt, bleibt die Handlung doch auf einem Niveau, wie es Teenager gut wegstecken können. Und hier durfte auch der romantische Aspekt endlich ein bisschen mehr Platz bekommen.

Chaosseele

Die Handlung: Nach Horus Anschlag auf Mays Leben versucht sie sich auf die Götterdämmerung vorzubereiten. Dabei positionieren sich die Gottheiten aller Religionen auf den beiden Seiten. Und ganz nebenbei versucht May noch ihr Liebesleben am Laufen zu halten. Alles ein bisschen viel, zumal auch noch eine Reise nach Ägypten ins Land ihrer Vorfahren.

Meine Meinung: Was habe ich mich auf den Abschlussband der Reihe gefreut. Ein Wiedersehen mit all den tollen Charakteren – okay abgesehen von einer gewissen Banshee – und endlich der finale Kampf gegen Horus. Doch vorher hatte das Buch noch einiges zu erzählen. Und leider so viel, dass die Handlung sehr episodenartig wirkt. Es geht um May und Noah, um Viv und Shane, um einen ersten Götterkampf, dann werden immer wieder Gottheiten gesammelt, damit die eigene Armee größer ist, als die von Horus. Da merkt man zwar, dass die Autorin stark recherchiert hat und versuchte alle großen Religionen unterzubringen, aber dafür ging eben auch eine Menge Platz drauf. Dann wird die große Ägyptenreise angekündigt, die nach drei Kapiteln schon wieder vorbei ist, nur damit dann der Finalkampf angeteasert wird, der aber letztlich auf den letzten 30 Seiten stattfand, dort aber auch noch ein Epilog stattfinden musste. Gefühlt war hier genug Material für noch zwei Bände oder zumindest für deutlich mehr Seiten. Schade, dass es partout auf die 300 Seiten gekürzt wurde, denn so fühlt sich der Abschluss sehr unfertig an. Ein eher enttäuschender Abschied von einer tollen Reihe.

Kennt ihr die Reihe? Wer ist euer Lieblingsgott aus der Reihe und warum ist es Anubis?

Lonely Fragile Heart

Ein Vorwort

Mona Kasten dürfte den meisten New Adult Lesern ein Begriff sein, sind ihre beiden bisher erschienenen Reihen doch sehr erfolgreich. Während ich die „Again“-Reihe geliebt habe und mich auf jeden neuen Band freute, konnte ich der „Save“-Reihe leider nichts abgewinnen und habe den dritten Band sogar nie gelesen, weil ich so genervt von den vorherigen Bänden war. Ich bin aber auch generell kein Fan von dem gleichen Pärchen über mehrere Bände, da dies meist zu zu viel Drama führt, da immer noch etwas krasseres passieren muss. Daher war ich zunächst bei der „Heart“-Reihe zögerlich. Zudem fürchtete ich mich vor einem fiesen Cliffhanger. Als die Veröffentlichung von Band 2 kurz bevorstand, bin ich dann doch schwach geworden. Warum ich die „Heart“-Reihe geliebt und in kürzester Zeit verschlungen habe, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Lonely Heart

Die Handlung: Rosie Hart ist überglücklich, dass ihre absolute Lieblingsband Scarlet Luck in ihre Indie-Musikshow kommt. Doch dann geht alles schief und ein Shitstorm geht über sie los. Doch die Band steht hinter ihr. Dabei kommt sie dem Schlagzeuger Adam „Beast“ Sinclair näher. Dem Mann, der seit Jahren keine Berührungen und Nähe mehr zulässt.

Meine Meinung: Bei Rockstar-Romance werde ich ja relativ schnell schwach. Mir hat der Ansatz mit Rosies eigener Musikshow gut gefallen, da es allein dem Kennenlernen einen neuen Ansatz bot. So bin ich gut ins Buch reingekommen und hatte von da an große Probleme es noch aus der Hand zu legen. Denn Rosie ist so ein herzensguter Charakter, dass ich sie nur lieben konnte und fortan ganz schön mit ihr mitgelitten habe. Ihr Gegenüber haben wir Adam, dessen Probleme lange Zeit ein Geheimnis bleiben, auch wenn es in eine gewisse Richtung zu tendieren scheint. Auch wenn er zunächst sehr unnahbar wirkt, schaffen es die geteilten Perspektiven, dass wir auch ihm näher kommen und seine Beweggründe verstehen. Natürlich bleiben auch hier einige gängige Rockstar-Klischees nicht unberührt, aber die verrückte Fanmenge und einzelne übergriffige Fans gehören auch irgendwie zu dem Genre. So vermischt sich der neue Ansatz mit dem altbekannten Trope und es entsteht eine faszinierende, spannende und berührende Geschichte, bei der wohl kein Auge trocken bleiben dürfte. Der befürchtete Cliffhanger ließ mich fassungslos zurück, auch wenn es handlungstechnisch ein logischer Schritt war. Umso gespannter war ich auf Band 2.

Fragile Heart

Achtung! Band 2 enthält Spoiler zu Band 1!

Die Handlung: Adam ist zurück. Gerade als Rosie glaubte ihr Herz wieder zusammengesetzt zu haben, taucht der Schlagzeuger wieder in ihrem Leben auf. Und bringt die alten Gefühle gleich mit. Gleichzeitig verarbeitet sie noch den Verrat ihrer ehemals besten Freundin. Wird es ein Happy-end geben?

Meine Meinung: Kaum erschienen, gleich gekauft. Dennoch zögerte ich leicht mit dem Lesen. Würde er mich nach dem so gelungenen ersten Band enttäuschen? Doch die Sorge war völlig unbegründet. Fragile Heart beginnt nach einem kleinen Zeitsprung. Wir erfahren zunächst, wo Rosie und Adam nach der Zeit stehen. Beide stehen an einem entscheidenden Punkt in ihrem Leben und müssen wichtige Entscheidungen treffen. Dabei geht der zweite Band noch einmal deutlich tiefer unter die Haut und die Taschentuchpackung durfte nie zu weit weg liegen. Insgesamt schafft Mona Kasten es durch ihren flüssigen und mitreißenden Schreibstil die Handlung zu tragen, so dass das Drama auf einem normalen Level gehalten wurde, ohne das überflüssig viele Missverständnisse eingewoben werden mussten, um zwei Bände zu füllen. Damit scheint sie aus der „Save“-Reihe gelernt zu haben. War die „Again“-Reihe schon voller toller Charaktere und Geschichten, hat sie sich hier noch einmal selbst übertroffen. Einziger Wermutstropfen ist hier wohl, dass wir uns mit Band 2 endgültig von Scarlett Luck verabschieden mussten und es keine Folgebände zu den anderen Bandmitglieder geben wird.

Das Fazit

Die „Heart“-Reihe ist eine absolute Highlight-Reihe. Hier stimmt einfach alles. Die Thematik ist gut aufgearbeitet, der Schreibstil flüssig, die Charaktere zum verlieben, kurzum: Rockstar-Romance vom Feinsten.