Ein Vorwort
Langjährige Lesende dieses Blogs wissen, dass ich immer wieder nach einer guten Krimiserie suche, die sich gut wegschauen lässt. Als ich das Angebot bekam Ellis zu sehen, sagte ich sofort zu. Warum mir die Serie ziemlich gut gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Ellis – Staffel 1 wurde mir von Glücksstern-PR als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

Die Handlung
DCI Ellis wird dorthin geschickt, wo die örtliche Polizei nicht weiterkommt. Doch die Einmischung gefällt den wenigsten Dienststellen und so wird versucht ihre Autorität zu untergraben. Doch Ellis weiß sich durchzustzen und hat einen ganz eigenen und sehr durchdachten Blickwinkel auf die Fälle, wodurch sie neue Entwicklungen bringt.

Meine Meinung
Krimiserien sind in Großbritannien immer noch sehr beliebt. Dabei wird hier gern auf kürzere Staffeln, aber dabei mehr Tiefe bei den einzelnen Fällen gesetzt. So hat Ellis in der ersten Staffel gerade einmal drei Folgen, allerdings haben sie eine durchschnittliche Lauflänge von 90 Minuten. Dadurch gibt es vielmehr Raum, um die Fälle genauer zu durchleuchten, aber auch die Charaktere dürfen sich mehr entwickeln.
Aber fangen wir von vorne an. Zunächst lernen wir DCI Ellis kennen, die wieder zu ihrem Job zurückkehrt, wieso sie ausgefallen ist, erfahren wir nicht. Hierzu gibt es nur Andeutungen, was über weitere Staffeln hoffentlich mehr thematisiert wird. Sie wird zum ersten Fall geschickt und landet in einer Polizeistation, die alles an ihr ablehnen. Ihr Geschlecht, ihr Aussehen, aber vor allem, dass sie sich nichts sagen lässt. Sie bekommt DS Chet Harper an die Seite gestellt, der ebenfalls von seinen Kollegen nicht sonderlich gut behandelt wird und vor allem unter seinem Vorgesetzten leidet. Die beiden entwickeln eine gute Partnerschaft, weswegen sich Harper auch danach Ellis anschließt.
Die einzelnen Fälle sind gut ausgearbeitet und haben ganz neue Ansätze. Hier gab es mal einen guten Schwung Ideen, die das Rad natürlich nicht komplett neu erfinden, aber eben auch nicht schon tausendmal wiederholt wurden. Es gab oft ein whodunnit, aber selten nach dem typischen Schema, so dass das Miträtseln gut möglich war, sich der Verdächtigtenkreis aber auch immer wieder verändert hat und wir neue Schauplätze erkunden.
Und die Schauplätze haben es in sich. Gedreht in Nordirland (auch wenn es im Peak District spielen soll) bietet atemberaubende Kulissen, eine Menge Grün und verlockt geradezu zu einem Roadtrip, auch wenn hier immer noch Morde passieren.
DCI Ellis selbst ist auch eine Wucht für sich. Stark gespielt von Sharon D. Clarke setzt sie sich mit ihrer ruhigen aber bestimmten Art in einer männerdominierten Welt durch. Dabei hat sie an den richtigen Stellen Empathie und Verständnis, während sie an anderen hart durchgreift. Sie lässt sich nicht von vorschnellen Verurteilungen ablenken und fokussiert sich auf gesicherte Tatsachen. Damit ist sie nicht die größte Sympathieperson und die Serie ist generell auch eher ernst und düster erzählt, als locker und aufgehübscht. Somit werden hier alle glücklich, die typisch britische Krimis mit einer etwas anderen Prämisse bevorzugen und die Nase voll von Massenproduktionen aus Hollywood haben.

Das Fazit
Ellis ist eine gut geschriebene britische Krimiserie, die den Finger auf unangenehme Themen legt und den Fokus doch auf dem eigentlichen Fall hat, wodurch eine mehrschichtige Geschichte entsteht, die in jeder Folge stark erzählt und stark gespielt ist und mit einer tollen Atmosphäre und Landschaft daher kommt.