German Comic Con Berlin 2016 – meine Erlebnisse

Hallo ihr Lieben,
nach meinen schönen Erfahrungen im letzten Jahr auf der German Comic Con in Dortmund, zog es mich dieses Jahr nicht ganz so weit weg, denn dieses Jahr gab es eine zusätzliche Comic Con in Berlin. Extra für diesen Anlass legte ich mir ein neues Cosplay-Kostüm zu und ging dieses Jahr als Daenerys Targaryen. Meinen Freund hatte ich wieder dabei, er zog sich wieder sein Commander Ryker Kostüm an. Dieses Jahr hatten wir dazu gelernt und waren bereits eine Stunde vor Beginn da, ergatterten so einen guten Parkplatz und einen Platz relativ weit vorne in der Schlange. Allerdings hatte ich den Oktober ein wenig unterschätzt und ließ mich so nur von meinem Mantel wärmen (bei dem Wind fast unmöglich) und bibberte so eine Stunde vor mich hin.

Als sich endlich die Toren öffneten ging das erste Gedränge auch schon los. Glücklicherweise drängte sich die Massenbewegung nach rechts in die zweite Halle, während mein Freund und ich uns wieder von der Masse lösten und nach links in die erste Halle traten. Dort waren wir nun fast alleine (es lebe die Massenbewegung!) und konnten zunächst die Stände der verschiedenen Verlage und Zeichner bewundern. Leider war unser Budget aber wieder für Merchandise verplant, auch wenn einige Bücher echt interessant klangen.

Auch dieses Jahr gab es wieder Panels mit Star Gästen. Dieses Jahr sahen wir uns Famke Janssen, James Marsters, Billie Piper und Christopher Lloyd an. Leider steckt hier mein größter Kritikpunkt der diesjährigen Comic Con. Die Panels fanden diesmal nicht in einem abgetrennten Raum statt, sondern mitten in der zweiten Halle, nur mit ein paar Trennwänden abgeschirmt, weswegen die laute Grundakustik schon sehr störend war. Gleichzeitig wurden die Mikros so leise gedreht, dass sie anscheinend den Rest der Halle nicht stören sollte. Leider war dadurch so gut wie gar nichts von den Panels zu verstehen. Obendrein reichten die Sitzplätze nicht einmal ansatzweise aus, um alle Interessenten zu versorgen und da aus Sicherheitsgründen keine Stehplätze erlaubt waren, gab es mitunter lange Schlangen und man konnte seine Stars teilweise nicht einmal sehen. Wobei das Sehen auch relativ war. Denn bereits im dritten Panel des Tages, gab die Kamera oder die Beamer den Geist auf und so gab es keine große Übertragung auf den Leinwänden mehr und von weiter hinten gab es kein Überblicken der vielen Köpfe. So kann ich nun zwar behaupten bei den oben genannten Panels gewesen zu sein, aber ich kann weder sagen, was dort erzählt wurde, noch habe ich die Stars wirklich gesehen. Das ist sehr sehr schade!

Auch in diesem Jahr gab es wieder eine breite Palette an Cosplayern, auch wenn die Zahl im Gegensatz zu Dortmund stark gesunken ist. Hierzu folgende Beobachtungen:
– die Anzahl an stark aufwändigen Kostümen ist sehr stark gesunken, die meisten wurden eher einfacher gehalten
– nach der Feier von Zurück in die Zukunft im letzten Jahr gab es vermehrt Marty McFly Cosplayer
– der Hype um Suicide Squad hat wieder einmal viele Harley Quinns hervorgebracht, jedoch weniger als befürchtet, die Anzahl der Joker ist stark gesunken (auch wenn es immer noch mehr als genug waren)
– der Hype um Deadpool ist vorbei, es gab nur noch wenige im Deadpool Kostüm
– durch das Star Trek Jubiläum gab es in diesem Jahr viele Kostümierungen in diese Richtung, allerdings abgesehen von einem Spock, einem Klingonen und meinem Freund als Ryker waren die meisten keine spezifischen Charaktere, sondern trugen lediglich die Uniform

Dieses Jahr hab ich auch die Comic Con zum Networken genutzt und so unsere Königin der Blogparaden die singende Lehrerin trotz kleiner Treffpunktschwierigkeiten (wieso gibt es in diesen blöden Messehallen auch nie Handyempfang?) auch mal in natura kennengelernt.

Die Anzahl an Merchandise Ständen war auch diesmal wieder sehr groß und die Auswahl riesig. Wir haben wieder unser ganzes Budget verbraten, aber sind dafür sehr glücklich, wenn auch mit schmerzenden Gliedmaßen nach Hause gefahren. Vielleicht auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr…

German Comic Con – meine Erlebnisse

Hallo ihr Lieben,
vergangenes Wochenende war es endlich soweit! Die erste Comic Con in Deutschland öffnete ihre Tore in der Westfalenhalle in Dortmund. Als passionierter Comicleser und Fangirl konnte mich nichts davon abhalten dort aufzutauchen.
Also hab ich mein Cosplay-Kostüm entstaubt, meinen Freund gezwungen sich auch eins zuzulegen und mich von ihm nach Dortmund fahren lassen.

Samstag war es dann soweit und wir zogen unsere Kostüme an.

  IMG-20151206-WA0017
(Für die Unwissenden: Mein Freund ging als Commander Ryker aus Star Trek – Next Generation und ich als Black Widow)

Bibbernd im dünnen Cosplay-Kostüm mussten wir dann jedoch uns erst einmal anstellen, denn die Comic Con war schon im Vorhinein ausverkauft.

IMG-20151206-WA0021

Letztendlich haben wir es aber doch hinein geschafft. Schnell noch meine Waffen beim Waffencheck überprüfen lassen und schon konnten wir uns ins Getümmel stürzen. Während sich die meisten am Anfang noch alle in der ersten Halle drängelten, suchten wir uns schnell einen Weg in die zweite Halle – zugegeben wir wollten erst einmal die Lage checken und schnell die Hauptbühne finden, ansonsten wären wir wohl auch in der ersten Halle hängen geblieben. Dort wurden dann erst einmal K.I.T.T. aus der Knight Ryder Serie, der DeLorean aus Zurück in die Zukunft und die TARDIS aus Doctor Who bewundert. Die Lasergame und Wrestling-Arena interessierten uns dann doch eher weniger – und mal ganz ehrlich, was hat sowas auf einer Comic Con zu suchen? Das hat nur Platz weg genommen.

Pünktlich um 11 Uhr fanden wir uns dann an der Hauptbühne ein, denn das erste Panel startete mit dem ersten Stargast: Manu Bennett. Bekannt aus den TV-Serien Arrow und Spartacus, sowie aus den Hobbit-Filmen. Es wurden allerhand Fragen aus dem Publikum beantwortet und viele lustige Geschichten zum besten gegeben.

20151205_111828

Direkt im Anschluss folgte das nächste interessante Panel für mich. James Marsters war angereist – bekannt aus den Serien Buffy, Angel, Torchwood und Smallville. Auch hier wurden Fragenbeantwortet, Geschichten erzählt und sogar gesungen!

20151205_115353

Auch danach sahen wir uns noch ein Panel an, denn Rory McCann und Nathalie Emmanuel betraten die Bühne – beide bekannt aus Game of Thrones.

IMG-20151206-WA0006

Danach hatten wir erst einmal genug gesessen und begutachteten die Stände, die Ausstellungen und vor allem die verschiedenen Cosplay-Kostüme. Dabei fielen folgende Beobachtungen auf:
– Star Wars hatte ein große Revival. Man sah viele Charaktere aus den bisherigen Filmen, aber auch bereits einige Kostüme aus dem kommenden Film.
– Deadpool wird durch den kommenden Film gerade sehr gehypt. Ich habe nach 20 Deadpools aufgehört zu zählen
– auch Harley Quinns und Jokers konnte man unzählige sehen. Sie bildeten die Top 3 der meistgetragenen Cosplay-Kostüme.
– an Kreativität versuchen sich praktisch alle zu übertreffen. Aber eine Gruppe nahm sich des Projektes Jurassic Park an. Zwei schlüpften in die Rolle der Wärter und einer sogar in einen Überlebensgroßen Dinosaurier, der durch Lautsprecher auch furchteinflößend brüllen konnte.
– es waren wirklich viele verschiedene „Universen“ vertreten, so dass so ziemlich für jeden etwas dabei war
– einige Kostüme waren ziemlich gewagt, wie zum Beispiel eine Mystique, die nur Slip und BH trug und ansonsten nur komplett blau angemalt war, oder eine Prinzessin Leia im Sklavenkostüm
– da es eine Manga-Convention seit Jahren separat gibt, war auch die Anzahl der Manga-Cosplays gering. Das habe ich sehr begrüßt, denn auf gemischten Conventions, beispielsweise auf der Leipziger Buchmesse wird man bekanntlich von Manga Cosplayern erschlagen und muss sich seinesgleichen suchen

IMG-20151206-WA0001 IMG-20151206-WA0005

Nach dem Ausgiebigen Erkunden beider Hallen, sowie einer kurzen Essenspause zog es uns zurück zu den Panels, wo wir noch Sylvester McCoy – bekannt aus den Hobbit-Filmen und Doctor Who – und Jason Isaacs – bekannt aus Harry Potter – uns angesehen haben.
Danach taten die Füße und Beine dann schon ziemlich weh, aber es mussten noch ein paar Souvenirs gekauft werden. Da wir alle Stände erkundet hatten, wussten wir dann auch schon ungefär, was wir wollten.
Ich konnte noch eine schöne Shield-Jacke und eine Reisetasche mit Marvel-Comics bedruckt (passend zu meiner Umhängetasche und zu meiner Geldbörse ^-^) ergattern. Damit war mein Budget leider ausgeschöpft und es ging schon mit schmerzenden Füßen zurück ins Hotel.

Ein wirklich schöner Tag ging zu Ende, aber eins ist gewiss. Ich kehre zurück. Vielleicht erst in zwei Jahren, aber ich kehre zurück!