Rückblick auf den September 2026

Der erste Herbstmonat ist auch schon wieder vorüber und damit auch das Kinofest. Ich habe die Chance genutzt und direkt drei Filme hintereinander gesehen, womit meine Statistik deutlich gestiegen ist. Dafür waren es diesmal weniger Bücher als sonst, was aber völlig in Ordnung ist. So hat alles ein Auf und Ab. Und damit geht es ohne weitere Worte direkt in meinen medialen Rückblick auf den September:

Der Schriftzug Mein Monatsrückblick vor blauem Himmel mit Seifenblasen

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Coyote vs. ACME: Nach jahrelangen Fehlversuchen endlich den Road Runner zu fangen, hat Wile E. Coyote wieder einen herben Rückschlag erlitten. Nachdem er eine Werbung für einen Anwalt für Cartoonschäden sieht, packt er alle Artikel von ACME, die er im Laufe der Jahre gesammelt hat, zusammen, um eine große Klage hervorzurufen. Nur, dass dieser eher auf minimale Vergleiche spezialisiert ist und nicht mit einem so großen Prozess gerechnet hat. Doch ACME hat noch mehr zu verbergen und versucht daher alles, dass nicht zu tief gegraben wird. – Wer mit den Looney Toons aufgewachsen ist, wird hier seine Freude dran haben, auch wenn ich die Gagdichte etwas größer erwartet hätte. Das schmälert jedoch nicht den Spaß am Film, auch wenn sie am Ende ein bisschen übers Ziel herausschießen.

Finding Emily: Owen jobbt nach dem Tod seiner Mutter in einer Studierendenbar, wo er eines Nachts auf Emily trifft. Die beiden verstehen sich sofort, doch sie muss weiter zu einer anderen Party. Unter Zeitdruck gibt sie Owen ihre Nummer. Doch als der sie am nächsten Tag erreichen will, stellt er fest, dass sie eine Nummer zu wenig hat. Bei der Suche auf dem Campus trifft er auf eine andere Emily, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzt und noch ein Fallbeispiel braucht. Sie sieht Owen als bestes Beispiel und bietet ihm Hilfe an. Nur leider schießen beide über das Ziel hinaus und bald steht der ganze Campus Kopf. – Eine süße Romanze aus Großbritannien, die mal nicht so weichgewaschen ist, wie die Konkurrenz aus Hollywood, was herrlich erfrischend ist. Leider verrennt sich der Film zwischenzeitlich, so dass er die falschen Botschaften vermittelt.

Die Odyssee: Acht Jahre nach dem Ende des trojanischen Krieges ist Odysseus noch immer nicht nach Hause zurückgekehrt. Seine Frau und Sohn haben alle Mühe die Freier unter Kontrolle zu halten, die den Thron mit einer Heirat besteigen wollen. Währenddessen ist Odysseus bei Kalypso und kann sich nicht erinnern. Doch nach und nach kommen die Erinnerungen an seine Irrfahrt zurück. – Christopher Nolan ist zurück und bringt eine der ältesten Geschichten auf die große Leinwand und schafft es dem antiken Stoff seinen ganz eigenen Stempel zu geben.

Spider-man 4 – Brand new Day: Vier Jahre, nachdem die Welt und damit auch seine besten Freunde und seine große Liebe Peter Parker vergessen mussten, schuftet er sich als Spider-Man jeden Tag kaputt. Bis jemand es schafft Besitz von Menschen zu nehmen und diese dazu zu bringen das Hochsicherheitsgefängnis anzugreifen. Dabei wird der Schwerverbrecher Scorpion befreit, der kurz darauf die Damage Control angreift. Doch Peter kämpft zeitgleich mit seinen Spinnenkräften, die außer Kontrolle geraten. Hat auch er ein Monster in sich, das kontrolliert werden muss? – Das MCU ist endlich zurück. Nach den vielen Enttäuschungen der letzten Phasen haben sie es wieder geschafft einen soliden Film zu erzählen und doch das Multiverse weiter auszubauen.

Pressure: 1944 planen die Allierten den D-Day und versuchen alle Eventualitäten auszuloten. Für die Wettervorhersage wird der Meteorologe James Stagg einberufen. Dieser, wohl wissend, dass Wetter immer nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden kann, macht sich durch seine Art nicht sonderlich beliebt. Vor allem mit seinem amerikanischen Kollegen Krick gerät er regelmäßig aneinander. Und General Eisenhower übt permanent weiter Druck aus, um eine verlässliche Vorhersage zu bekommen. – Bekannte historische Begebenheiten mal aus einem ganz anderen Blickwinkel und hochkarätig besetzt. Ich war von der ersten bis zur letzten Minute vollkommen gebannt.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Practical Magic: Die Owens sind Hexen, das weiß jeder im Ort. Nur, dass die gesamte Familie verflucht ist und jeder Mann, den sie lieben, sterben wird, weiß niemand. So gelangen die Owens Schwestern Sally und Gillian schon früh in die Obhut ihrer Tanten und wachsen zwischen Magie und Ausgrenzung der anderen Kleinstadtbewohner auf. Während Sally irgendwann ihren Gefühlen nachgibt und eine Familie gründet, versucht es Gillian mit losen One-Night-Stands. Das funktioniert für beide nicht sonderlich gut und sie müssen als Familie zusammenhalten, um alle Widrigkeiten auszuhalten. – Süße kleine Perle mit einer tollen Schwesterndynamik und ein perfekter Film für cosy Herbsttage.

Ponyo: Ponyo ist ein Goldfisch, die im Meer lebt und von ihrem Vater, einem Magier, behütet wird. Doch eines Tages entkommt sie und wird an Japans Strand gespült, wo sie auf den Jungen Sōsuke trifft. Vom Wunsch erfüllt nun ebenfalls ein Mädchen zu werden und mit ihrem neuen Freund mehr Zeit zu verbringen, lehnt sie sich gegen ihren Vater auf. Doch der Ozean versucht alles, um Ponyo zurück zu bekommen. – Eine weitere kleine Perle aus dem Hause Ghibli. Tolle Meeresbilder und eine schöne Geschichte über Freundschaft.

Cloud Atlas: In einer Zeitspanne von mehreren hundert Jahren werden sechs verschiedene Geschichten erzählt. Von einem defekten Nuklearreaktor und dessen journalistische Enthüllung, über die Rache eines Bruders, einen alternden Komponisten, der mit der jungen Konkurrenz nicht zurecht kommt, bis weit in die Zukunft. – Was war das? Ich kann nicht so richtig sagen, was ich da für ein Wirrwarr aus Geschichten gesehen habe und alles passte irgendwie schon zusammen, aber hat mir überhaupt nichts gegeben. Leider eher enttäuschend.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Practical Magic 2: Nachdem ich in diesem Monat endlich den ersten Teil gesehen habe, bin ich schon gespannt, was sie all die Jahre später draus gemacht haben. Auch, wenn die ersten Stimmen eher enttäuscht klingen.

Primetime: Klang von der Prämisse her echt gut und Robert Pattinson hat sich als Charakterdarsteller echt gemacht. Bin gespannt, was draus geworden ist.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Agatha Christies Seven Dials – Staffel 1 (Spannende Miniserie mit tollen Darsteller*innen. Hab sie an einem Abend durchgebinged, weil ich immer wissen wollte, wie es weitergeht und was die finale Auflösung war)

Virgin River – Staffel 3 (Keine Angst, der Serie ist ihr übertriebenes Drama nicht ausgegangen. Leider wird der Love Interest auch immer mehr zu einer Red Flag, wird aber weiter romantisiert und mal schauen, wie lange ich mit der Serie noch auskomme)

Boyfriend on Demand – K-Drama (Etwas zäher Einstieg. Schauspieler, auf die ich mich gefreut habe, tauchen nur kurz auf, aber gerade in der zweiten Hälfte sehr stark und da konnte ich kaum noch abschalten)

A man on the Inside – Staffel 1 (Lange keine Serie mehr gehabt, die mich emotional so mitgenommen hat. Eigentlich eine nette kleine Serie zwischen Krimi und Komödie, aber mit dem Setting im Altersheim werden so viele Ebenen zum Thema Älter werden, Einsamkeit und Verlust aufgemacht, dass es mich emotional absolut mitgerissen hat)

Miracolous – Die Abenteuer von Ladybug und Cat Noir – Staffel 4 (Marinette bekommt mehr Verantwortung und fühlt sich dem nicht gewachsen. Macht neue Ebenen auf und entwickelt so die Geschichte gekonnt weiter.)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 12
Seiten insgesamt: 3.358
Seiten pro Tag: 111 im Durchschnitt
Taschenbuch: 1
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 7

Der Sommer, in dem Hikaru starb 6: Die Anomalien werden immer deutlicher und Yoshiki und Hikaru versuchen mehr darüber hinauszufinden. Da bringt sie ausgerechnet ein Klassenkamerad auf eine neue Spur. – Langsam bekommen wir mehr Infos, aber es ist immer noch sehr langsam erzählt.

The Tainted Cup: Am Rande des Imperiums wird eine Leiche gefunden, aus der ein Baum gewachsen ist. Das klingt skuril genug für die Ermittlerin Ana Dolabra und sie schickt ihren Assistenten, den Gravierer Dinios, vor, um Erkundigungen einzuholen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass sie in eine wesentlich größere Verschwörung reingezogen wurden und das Schicksal des Imperiums in ihren Händen liegt. – Interessanter Weltenbau, bei den Namen bin ich aber schnell ausgestiegen und so gut durchdacht auch die Charaktere und der Fall waren, war es mir alles eine Spur zu viel. Handwerklich aber echt gut geschrieben.

Miss Merkel 2 – Mord auf dem Friedhof: Angela Merkel sucht in Ermangelung von neuen Mordfällen nach einer neuen Beschäftigung in ihrer Rente. Da trifft sie den charmanten Bestatter Kurt Kunkel, den sie insgeheim nur Aramis nennt, und ist begeistert, wie schön sie mit ihm über Shakespeare philosophieren kann. Doch kurz darauf ist der Friedhofsgärtner tot und Aramis im Kreis der Verdächtigen. Aber immerhin kann Angela endlich wieder ermitteln. – Ein weiterer Fall und wieder ein nettes Buch für Zwischendurch. Hatte durchaus seine Momente.

Momo – the blood taker 7: Momo ist weiterhin in Brunhildas Gefangenschaft, die einen großen Plan verfolgt. Doch Keigo ist auf dem Weg, um sie zu befreien, muss aber zunächst gegen Brunhildas Schergen und Fallen ankommen. Schafft er es rechtzeitig? – Es bleibt spannend und gerade die Kämpfe sind bildgewaltig abgebildet.

Träumertänzer: Oliver Masucci ist einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler und vorallem für seine charakterstarken Rollen bekannt. Doch als Kind einer Deutschen und eines italienischen Gastarbeiters hatte er es nicht immer leicht. In dieser Autobiographie blickt er zurück auf seine Familie und Karriere und wie sich am Ende alles gefügt hat. – Ein Schauspieler, den ich sehr schätze und ein wirklich reflektierter Blick auf seine Kindheit. Nur ein einzelnen Ansichten (Zusammenarbeit mit Roman Polanski und Johnny Depp) etwas kritisch.

Spellbound 5 – Lieber verhext als verstorben: Emma Hart gewöhnt sich so langsam an ihr Leben als Hexe, aber nicht an den Liebeskummer. Denn der gefallene Engel Daniel ist noch immer verlobt. Zur Ablenkung freundet sie sich mit dem Minotaurus Markos an. Und als bei dem Bauherrn eine Leiche auf der Baustelle gefunden wird, bietet sie gleich an wieder zu ermitteln. – Ein weiterer Fall und die ganze kleine Welt in Spellbound gefällt mir sehr gut. Freu mich schon auf das nächste Abenteuer.

Insomniacs 6: Ganta und Isaki sind noch immer auf dem Fotoausflug, um in den Mawaki-Ruinen das perfekte Foto zu schießen. Dabei kommen sie sich näher und sind gleichzeitig absolut überwältig von ihren Gefühlen. Bis sich Isakis Eltern einschalten. – Die Geschichte hat sich wunderbar weiter entwickelt und ich liebe die Dynamik der Charaktere einfach. Immer ein schöner kleiner Ausflug.

Cage of the Moon: Der Werwolf Gabhan versucht eine Werwölfin vor einem gefährlichen Rudel zu schützen, die Vampirin Honora verfolgt eine Spur zum Tod ihres Geliebten und der Polizist Dan, ein Mensch spezialisiert auf übernatürliche Ermittlungen, will nur schauen, dass auf dem Fairy Glow Festival alles geordnet verläuft. Doch alle drei finden sich in einem Ritual wieder, das sie aneinander bindet. Und so unterschiedlich sie auch sind, zieht es sie doch immer wieder zueinander. Aber liegt es wirklich nur an dem Ritual? – Nach dem Klappentext hatte ich mir die Geschichte etwas anders vorgestellt, wofür Noah Stoffers aber nichts kann. Die Dynamik zwischen den drei Protagonist*innen habe ich sehr gefeiert und hätte davon gern mehr gehabt. Die Story rund um das gefährliche Rudel war mir zu blutig und gewalttätig, das schmälert nicht die grundlegende Qualität des Buches, es war einfach nur nicht so ganz meins und ist mir an den Stellen auch schwer gefallen weiter zu lesen.

Was die Nacht verschweigt: Alex Easton hat die Ereignisse in Haus Usher gerade so verarbeitet, und will eigentlich nur seiner Freundin Miss Potter einen Gefallen tun und reist mit ihr in seine Heimat nach Gallazien. Doch dort wird er mit einem alten Volksglauben konfrontiert und muss sich erneut einem Wesen aus seinen Albträumen stellen. – Bleibt hinter dem Vorgängerband zurück. Zwar grundsätzlich wieder eine faszinierende Geschichte, aber es fehlt Poes brilliante Vorlage.

Drei Magier und eine Margarita: Tori will eigentlich nur einen neuen Job, denn durch ihre aufbrausende Art verliert sie ihre Kellnerjobs regelmäßig. Also nimmt sie kurzerhand einen Job als Barkeeperin an. Doch schon am ersten Abend reist ihr der Geduldsfaden und einer der Gäste bekommt eine Magerita ins Gesicht. Doch statt sie zu feuern, bekommt sie einen Arbeitsvertrag. Nur, dass es sich bei allen Anwesenden um Magier handelt und sie ein Mensch ist. Ob das gut gehen kann? – Ich bin schockverliebt in diese Reihe. So lange gezögert sie zu lesen und derzeit inhaliere ich die Bücher regelrecht. Tori ist ein wahnsinnig toller Charakter und die drei Magier sind einfach nur zum anschmachten.

Dunkle Künste und ein Daiquiri: Tori hat nach ihrem ersten Abenteuer eigentlich nur auf eine ruhige Schicht als Barkeeperin gehofft, doch ein abtrünniger Magier soll Jugendliche entführen. Da bietet sie ihre Hilfe als Lockvogel an und findet sich kurz darauf auf der Farm des dunklen Magiers wieder. Und keiner ihrer neuen Freunde kann zu ihr gelangen. – Auch der zweite Teil konnte mich voll und ganz abholen und ich hab ihn praktisch an einem Tag verschlungen. Die Qualität kann gehalten werden und ich bin so gespannt, wie es sich mit ihren drei Magiern weiter entwickelt.

Don’t kiss the Dragon 5: Der Drache Koga glaubt immer noch, dass Sakura eine Reinkarnation ist und versucht mehr Informationen zu finden. Das wird durch die Heimkehr von Sakuras Schwester Anzu jedoch erschwert. Was verbirgt die Familie und kann die Tragödie von damals verhindert werden? – Solider Abschluss der Reihe. War vollkommen in Ordnung, aber hat mich jetzt auch nicht vom Hocker gehauen.

Was waren eure Highlights im September?

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