Rückblick auf den September 2020

Der September war schon ein seltsamer Monat. Zunächst schien es, als ob der Sommer nicht enden wollte, obwohl die Tage schon merklich kürzer werden, und schwupps waren wir mitten im Herbst. Auf einmal war es verregnet, kalt und grau. Und kaum hat man sich daran wieder gewöhnt, traut sich die Sonne doch wieder raus. Trotzdem ist mein aktueller Lieblingsplatz wieder die Couch, eingekuschelt in einer Decke, einen warmen Tee in der Hand und entweder mit einem guten Film/Serie oder einem gutem Buch. Was bei mir im September medial los war, erzähle ich euch in meinem Rückblick.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

X-Men – New Mutants: Der finale Film der Reihe weicht deutlich vom üblichen Schema ab. Wir treffen auf eine Gruppe junger Mutanten in einem Krankenhaus, aus dem sie nicht abhauen können. Dort sollen sie lernen ihre Kräfte unter Kontrolle zu halten. Doch als sich die Albträume der Insassen inkarnieren, müssen sie alle über sich hinauswachsen. – Erfrischend anders, kein üblicher Superheldenfilm, aber leider trotzdem nicht fertig durchdacht. Man merkt viel verschenktes Potential, sobald der Film vom Coming of Age Flair abweicht.

Hello Again: Täglich grüßt das Murmeltier als deutsche Komödie. Zazie versucht die Hochzeit ihres ehemals besten Freundes aufzuhalten, ruiniert sie stattdessen aber einfach nur. Und wacht einfach am gleichen Tag wieder auf. Doch was muss sie tun, um die Zeitschleife zu durchbrechen? – Deutsche Komödie, die die Gags leider zu lange ausspielt, weswegen sie weniger wirken, nette Handlung, konnte leider nicht wirklich überzeugen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

In Vorbereitung auf meine Monsterwochen (mehr dazu ab morgen) habe ich folgende Filme gesehen: Nosferatu, Frankenstein, Dracula Untold und I, Frankenstein. In den nächsten Wochen gibt es mehr Informationen zu den einzelnen Filmen.

Harry Potter und der Orden des Phönix: Mein Partner hat inzwischen den fünften Band durchgehört, weswegen wir nun den fünften Film sehen konnten. In seiner Kürze hat er es geschafft die langwierigen Passagen des Buches gekonnt zu umschiffen und sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Und Imelda Stauntons Umbridge muss man einfach hassen, so genial gespielt ist sie. 

Singin‘ in the rain: Ein Musical-Klassiker, der mir bisher entgangen ist. Der Wandel von Stumm- zu Tonfilm wird für das Studio Monumental Pictures zum Schlamassel. Ihre hauseigene Diva hat eine sehr anstrengende Stimme. Also soll sie aus dem Hintergrund synchronisiert werden. Das ganze geht mit einer Menge Drama einher. – Schöne Geschichte, tolle Lieder, teilweise ein paar Szenen zu lang ausgespielt, aber im Grunde ein Herzfilm.

Doctor Sleep: Ich weigere mich den deutschen Titel „Stephen Kings Doctor Sleeps Erwachen“ zu verwenden. Wer hat denn da beim deutschen Verleih wieder getrunken? Danny, bekannt als Junge aus Shining, ist inzwischen erwachsen. Als trockener Alkoholiker lebt er in einer Kleinstadt und arbeitet in einem Hospiz. Als die junge Ava ihm von einer Gruppe erzählt, die Kinder mit Shining quälen und töten, um sich vom Shining zu ernähren, verspricht er ihr zu helfen. – Buchverfilmung der Shiningfortsetzung. Schon das Buch hat die wenige Handlung eigentlich nur durch den guten Schreibstil Kings überspielen können. Daraus einen Film mit einer Lauflänge von 152 Minuten zu machen, war einfach zu viel des Guten.

Metropolis: Die ARD hat zurzeit einige Filme der 1920er Jahre in der Mediathek. Daher konnte ich endlich einen der ersten Monumentalfilme sehen. In Metropolis gibt es eine ausgeprägte Zweiklassengesellschaft. Freder, der Sohn des Stadtoberhaupts, schleicht sich in die Arbeiterschicht, um einem Mädchen nachzulaufen, die den Arbeiter das Warten auf einen Mittler zwischen oben und unten predigt. Doch von ihr wird ein Maschinenebenbild gefertigt, das die Arbeiter zur Revolte anstacheln soll. – Bildgewaltig, vor allem wenn man die damaligen Mittel bedenkt. Eine Geschichte voller Metaphern und Interpretationsspielräume, aber mit 145 Minuten (in der restaurierten Fassung der Murnau Stiftung) einfach zu lang. 

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Jean SebergAgainst all Enemies: Kristen Stewart verkörpert die Schauspielerin und Aktivistin Jean Seberg. Ein Film zwischen Drama und Thriller und bei mir noch auf der Liste. 

David Copperfield: Eine historische Komödie mit einem Cast, der sich liest, als ob man meine Wunschliste zusammengecastet hätte – ich bitte euch Hugh Laurie und Peter Capaldi in einem Film? Ich werde diesen Film auf jeden Fall nachholen!

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Community – Staffel 3+4 (Man könnte meinen, dass Dan Harmon irgendwann die Ideen ausgehen müssten, aber nein, die Serie bleibt einfach gut)

The Comedy Line-up – Staffel 2 (Einige gute Kurzauftritte gab es in der zweiten Staffel)

Down to Earth with Zac Efron (Inspirierende Reise um die Erde zu den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz)

Dark – Staffel 2 (Nach der Einführung der wichtigsten Charaktere in Staffel 1, ging es nun richtig zur Sache)

Indian Matchmaking – Staffel 1 (Interessante Heranführung an die indische Tradition der Heiratsvermittlung, hat bei mir einige Vorurteile ausgeräumt, andere hingegen bestätigt)

Julie and the Phantoms – Staffel 1 (Wunderbare Geschichte um eine tote Band, die nach 25 Jahren als Geister zurückkommen. Und sooo tolle Lieder!)

Disney Galerie – The Mandalorian – Staffel 1 (Zur Disney+ Serie gibt es nicht ein einfaches Making off, nein es gibt eine ganze Staffel dazu. Hier kommen Regisseure, Schauspieler, und viele andere Beteiligten zu Wort, was einen sehr tiefen Einblick hinter die Kulissen gibt. Und wenn dann Star Wars Fan/Regisseur/Showrunner Dave Filoni von den verschiedenen Verbindungen erzählt, will man gleich noch einmal die alten Filme gucken)

Stumptown – Staffel 1 (Coole Crimeserie mit tougher Protagonistin, diversen Charakteren, spannenden Fällen und tollen Dialogen)

Rick & Morty – Staffel 4 (Lange haben wir warten müssen, jetzt ist sie da. Leider stellenweise etwas enttäuschend, weil manche Episoden einfach zu überzogen sind, im großen und ganzen aber noch immer starke Erzählungen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 10
Seiten gesamt: 4.132
Seiten pro Tag: 137 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 5
Comic: 2

Harleen – Band 2 & 3: Der Joker sitzt im Arkum Asylum und Harleen Quinzel ist seine Psychiaterin. Doch sie gerät immer mehr in seinen Bann. – Spannende und bildgewaltige Comicreihe.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Das große Finale der Reihe war ein Wiederholungstäter und irgendwie hatte ich gerade den Anfang weniger zäh in Erinnerung. Und das Ende weniger abrupt. Aber trotzdem noch einige faszinierende Fakten, Ideen und Plottwists. – Hiermit distanziere ich mich von den Aussagen Rowlings. Transfrauen sind Frauen!  

Sturmhöhe: Der junge Lockwood pachtet Trushcross Grange. Bei seinem Antrittsbesuch auf Wuthering Heights trifft er den unsympathischen Heathcliff. Zurück in der Grange bittet er seine Haushälterin ihm die Geschichte der beiden Familien Earnshaw mit ihrem Findelkind Heathcliff und Familie Linton zu erzählen. – Wieder ein Klassiker auf meiner Liste der Schande abgearbeitet. Leider war in diesem Werk kein einziger Charakter wirklich sympathisch und so war es etwas schwer dem Buch bis zum Ende zu folgen.

Rowan & Ash: Rowan ist seit vielen Jahren mit der Prinzessin von Iriann verlobt. Die Hochzeit steht im nächsten Jahr bevor, als Rowan mit seiner Familie in die Hauptstadt reist. Denn das Schattenlabyrinth ist wieder erwacht, was die Wiedererweckung der schwarzen Königin voraussagt. Nun steht das Land vor der Frage, ob das Schattenlabyinth endgültig versiegelt werden soll, was aber auch die Magie in Iriann erlöschen lassen würde. Doch Rowan hat noch ein ganz anderes Problem. Denn er liebt den Königssohn Ash. – Eine spannende Geschichte im High Fantasy-Bereich. Und noch viel besser: Eine queere Liebesgeschichte. Nur das Ende kam mir dann etwas zu schnell und lässt zu viel offen. 

Never Doubt: Willow hat im letzten Sommer ein traumatisches Erlebnis gehabt. Nun zieht sie mit ihren Eltern von New York in das beschauliche Städtchen Harmony. Dort bekommt sie eine Rolle im städtischen Theater und schafft es endlich ihre Geschichte, aber mit den Worten Shakespeares zu erzählen. Dabei trifft sie auf den Stadt-Bad Boy Isaac. – Wieder eine schöne, aber auch traurige Geschichte von Emma Scott, die mit der All in-Reihe dieses Jahr bereits eines meiner Jahreshighlights schaffte.

OMG Diese Aisling – Aisling ist eigentlich sehr glücklich mit John, doch dieser kann sich einfach nicht dazu durchringen ihr einen Antrag zu machen. Also trennt sie sich kurzerhand und zieht endlich von zu Hause aus. Doch mit ihrer Kollegin und jetzt auch Mitbewohnerin Sadhbh gibt es immer etwas zu erleben. – Man muss Aisling mögen und ihre Taten nachvollziehen können, um das Buch zu mögen. Und gerade das klappt bei mir nur bedingt. Grundsätzlich ein tolles Buch mit viel Fernweh nach Irland, aber irgendwo ist die Gesamtgeschichte nicht ganz ausgereift.

Die Tribute von Panem X: Bei den 10. Hungerspielen soll es erstmals Mentoren geben und zwar Schüler aus dem Kapitol. Einer davon ist Coriolanus Snow, der spätere Präsident. Doch ausgerechnet er bekommt das Mädchen aus Distrikt 12 als Tribut. Wie soll er es schaffen ihr das Überleben und sich selbst den Sieg zu sichern? – Hätte es diese Vorgeschichte gebraucht? Vermutlich nicht. Dennoch ist sie größtenteils spannend, bringt interessante Einblicke in das Denken von Snow und den Alltag des Kapitols, sowie die Anfänge der Hungerspiele.

Percy Jackson – Diebe im Olymp: Percy Jackson dachte eigentlich, dass er ein ganz normaler Junge sei mit Legasthenie. Bis sein bester Freund Grover und seine Mutter verzweifelt versuchen ihn ins Camp Half-Blood zu schicken. Dort erfährt er, dass sein Vater der griechische Gott Poseidon ist und das ein Krieg zwischen den Göttern bevorsteht. Ein Krieg, den Percy verhindern soll. – Auch wenn mir die Reihe schon vielfach empfohlen wurde, hatte ich mich bisher nicht herangewagt. Nun war es soweit. Und ja, mein erstes Eintauchen in das Leben der Halbblüter war ganz interessant, aber irgendwie nicht das Wow, das ich erwartet hatte, vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch.

Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv: Madleine „Max“ Maxwell bekommt nach ihrem Studium der Archäologie einen Job im St. Marys Institut. Doch dort wird nicht einfach nur in der Geschichte geforscht, sondern sie wird erlebt. Mit Hilfe von Zeitreisen erleben die Historiker die Geschichte am eigenen Leib. Doch zuvor muss Max die Aufnahme überleben. – Spannende Geschichte, tolle Ideen, flüssiger Schreibstil, aber ein absolut grauenhafter Erzählstil. So ist die Geschichte viel zu vollgepackt mit hochdramatischen und spannenden Ereignissen, die aber wie kleine Nebensachen erzählt werden. So ist die Geschichte zu voll. Sehr schade, denn das Potential war hier sehr hoch.

Wie war euer September? Wie immer die Frage: Habt ihr Film/Serien/Buchempfehlungen für mich?

Rückblick auf den August 2020

War bei euch der August gefühlt auch der neue April? Schwitze man die eine Woche bei Temperaturen über 30°, ist nun gegen Ende gefühlt bereits der tiefste Herbst ausgebrochen. Regen, Temperaturen teilweise nur noch um die 15°… Wenden wir uns nach dem Wetter, aber nun meinem medialen Monatsrückblick zu. Der wohl mein lesestärkster Monat überhaupt war (zumindest gemessen an den beendeten Werken).

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Into the Beat: Ein Tanzfilm aus Deutschland, der wohl an alte Hollywood-Erfolge aus dem Genre anknüpfen wollte, auch einige schöne Tanzchoreographien abliefern konnte, sich aber letztlich zu sehr in Klischees verloren hat. 

Edison – ein Leben voller Licht: Ein Film über den Stromkrieg in den 1880er Jahren zwischen Edison im Team Gleichstrom und Westinghouse im Team Wechselstrom. Leider erklärt der Film sehr wenig und lässt den Zuschauer eher im Dunkeln.

Tesla: Die indirekte Fortsetzung zu Edison schafft es den ‚Vorgängerfilm‘ in einer groben Zusammenfassung aufzugreifen und die benötigten Erklärungen zu liefern. Mit wenig Budget versucht der Film einen verschlossenen Charakter greifbarer zu machen und setzt hier viele künstlerische Tricks ein. Letztlich driftet aber auch Tesla immer weiter vom Zuschauer weg.

Tenet: Christopher Nolan hat es endlich geschafft seinen lang ersehnten Film in die Kinos zu bringen. In seiner üblichen Manier wurde es wieder ein ‚Mindfuck-Zeitexperiment‘. Handwerklich wird hier so ziemlich alles richtig gemacht, lediglich erzählerisch gibt es kleine Abstriche, da Nolan sich hier zu viel vorgenommen hat und seinen Film ab einem gewissen Punkt selbst nicht mehr erklären konnte.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Body Cam: Ein Routineeinsatz wird für eine Polizistin zur tödlichen Verfolgungsjagd. Denn sie und ihre Body Cam haben zu viel gesehen. – Ob der Film mehr als die üblichen Stereotype kann, möchte ich noch herausfinden.

Irresistible: Ein Wahlkampf auf dem Land, bei dem hochgradige Wahlkampfhelfer der Demokraten und Republikaner mitmischen. – Steve Carrell und Rose Byrne im Kampf um Stimmen, steht auf jeden Fall noch auf meiner Liste.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft, haben es folgende Filme: The Secret, I still believe, die obskuren Geschichten eines Zugreisenden, Stage Mother 

Filme- auf großem Fernseher gesehen

Folgende Wiederholungstäter liefen bei mir im August: Hamilton (immer noch ein beeindruckendes Musical), High School Musical (versetzt mich jedes Mal in meine Teeniezeit zurück), The Final Girls (auch beim zweiten Mal sehen wieder herzlich gelacht)

Beetlejuice: Das frisch verstorbene Ehepaar Maitland kehrt in ihr Haus zurück, allerdings als Geister. Nicht nur haben sie Probleme sich an die Geisterregeln zu gewöhnen, auch bewohnt auf einmal eine neue Familie ihr Haus. Vielleicht kann Beetlejuice helfen. – Schwarze Komödie mit typischen Tim Burton Charme, aber etwas wenig Screentime für den Titelhelden.

Zombies – das Musical: Jahre nachdem das Zombievirus unter Kontrolle gebracht wurde, wird es den kontrollierbaren Zombies gestattet an die örtliche High School zu gehen. Dort kämpfen sie mit Vorurteilen. – Eine typische Disney Channel-Produktion mit leider sehr gleichen Liedern und einer sehr vorhersehbaren Handlung.

Booksmart: Die Freundinnen Molly und Amy haben ihre gesamte Highschoolzeit brav nur gelernt, um jetzt an ihren Traumunis angenommen zu sein. Bis sie herausfinden, dass auch ihre Mitschüler an den Elite-Unis angenommen wurden. Sie beschließen in der letzten Nacht der High School alle Partys nachzuholen. Eine turbulente Nacht beginnt. – Guter Ansatz, nette Ideen, funktioniert leider nicht über die gesamte Lauflänge. 

Heathers: Eine Mädchenclique an der High School mit drei Freundinnen, die alle Heather heißen. Die introvertierte Veronica hat sich ihnen angeschlossen, um beliebt zu sein, hält aber wenig von den Gemeinheiten der Clique. Zusammen mit dem neuen Mitschüler Jason will sie es den Heathers heimzahlen, und tötet aus versehen eine von ihnen. – Schwarze Komödie, die einen mehrfach verwirrt zurücklässt. 

Artemis Fowl: Der junge Artemis Fowl erfährt nach der Entführung seines Vaters, dass all die Legenden und Sagengestalten real sind. Prompt sieht er sich einen Angriff der Elfen ausgesetzt. – Eine Buchverfilmung, die so ziemlich alles falsch macht, was man falsch machen kann.

Winnie Puuh (2011): Christopher Robin und seine Freunde erleben neue Abenteuer im 100-Morgen-Wald. – Unglückliche Mischung aus neuartiger Computertechnik mit festhalten an dem ursprünglichen Aussehen. Zwei Geschichten, die auch eher merkwürdig waren.

Boys in the trees: Corey nutzt die Halloweennacht um mit seiner Skaterclique um die Häuser zu ziehen. Dabei trifft er auf seinen früheren Freund Jonah, der von den anderen Mitgliedern von Coreys Clique gemobbt wird. Aus Nostalgie beschließt er noch einen Abend mit Jonah abzuhängen. – Berührende Coming-of-age Geschichte mit kunstvollen Bildern und oberflächlichem Horrorelementen.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

This is us – Staffel 1 (Berührende Familiengeschichte auf zwei Zeitebenen)

Alexa & Katie – Staffel 1-4 (Wunderbare Teeniesitcom mit ernstem Hintergrundthema)

The Umbrella Academy – Staffel 2 (Noch mal eine tolle Steigerung zur ersten Staffel, mit vielen coolen Momenten und Wendungen, und erst der Soundtrack…)

Chip & Chap – Staffel 3 (Hintenraus sind den Ritter des Rechts langsam die Ideen ausgegangen, aber es bleibt eine DER Serien meiner Kindheit)

Gargoyles – Staffel 1 (Eine weitere Serie meiner Kindheit, die ich durch Disney+ nun endlich mal wieder sehen kann)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 12
Seiten gesamt: 4.528
Seiten pro Tag: 146 im Durchschnitt
Taschenbuch: 7
Comic: 1
Spielbuch: 1
Hörbuch: 1
E-Book: 2

Opal: Der dritte Teil der Fantasyreihe von Jennifer L. Armentrout lässt Katy endlich zu Damon finden. Gleichzeitig ist Damons Zwillingsbruder Dawson endlich wieder da. Doch dessen große Liebe Bethany wird immer noch festgehalten. Gleichzeitig taucht Blake wieder auf. – Erneut spannende Geschichte, auch wenn es einige Wiederholungen braucht, um einen vollständigen Band draus zu machen.

Breathless 3 – Verheißungsvolle Sehnsucht: Der Abschluss der Breathless-Reihe befasst sich diesmal mit dem dritten Geschäftspartner Ash McIntyre. Dieser trifft auf Josie und es ist Liebe auf dem ersten Blick. Doch kann sie sich seinem Lebensstil unterwerfen? – Eigentliche tolle Charakter, aber die Geschichte wirkt ein wenig wie der Abklatsch des zweiten Bands. 

Die Flüsse von London: Police Constable Peter Grant trifft bei einer Mordermittlung auf einen Geist. Kurz darauf wird er in eine andere Abteilung versetzt, die sich genau auf solche Fälle spezialisiert hat. – Ein spannender Krimi der ganz anderen Art, wunderbar gelesen von Dietmar Wunder.

Das Buch der gelöschten Wörter: Der erste Federstrich / Zwischen den Seiten / Die letzten Zeilen: Hope Turner dachte immer, dass sie ein ganz gewöhnliches Leben zu leben verdammt sei. Bis sie auf dem Weg zu ihrer alzheimer kranken Mutter in den Buchladen von Mrs. Gateway stolpert. Dort trifft sie auf Rufus Walker, der ihr wunderbares enthüllt. Sie ist eine Verwandlerin und kann mit ihm in die verschiedenen Buchwelten reisen. Doch aus eben diesen droht ihrer Welt Gefahr. – Ich habe diese Buchreihe absolut verschlungen und bin verliebt! So eine spannende Geschichte und gleichzeitig absolut tolle Hommage an die Buchwelten. Ich stell euch die Reihe ganz bald etwas genauer vor!

Verity: Lowen ist eine eher unbekannte Autorin. Trotzdem bekommt sie von ihrem Verlag den Auftrag die Bestsellerthriller der Starautorin Verity Crawford zu Ende zu schreiben. Denn Verity hatte einen Unfall und kann selbst nicht mehr schreiben. Dabei kommt Lowen nicht nur Veritys Mann Jeremy verdammt nah, sie entdeckt auch ein gewaltiges Geheimnis. – Colleen Hoover ist zurück, doch diesmal mit keiner ihrer typischen Liebesgeschichten, sondern mit einem Psychotriller, der es in sich hat.

Harleen – Band 1: Wer kennt nicht Harley Quinn, die an der Seite des Jokers oder später allein allerlei Schabernack in Gotham anstellt? Doch wie wurde die Psychologin Harleen Quinzel zu eben dieser Bösewichtin? Mit dieser Frage befasst sich die Harleen Reihe. – Spannender Comic mit wunderschönen Illustrationen.

Dream Again: Der fünfte Band der Again-Reihe von Mona Karsten nimmt sich diesmal der Geschichte von Blake an. Denn seine Ex-Freundin Jude ist wieder in der Stadt und sucht Unterschlupf bei ihrem Bruder Ezra, Blakes Mitbewohner. Judes Karriere in Hollywood ist gescheitert und nun versucht sie wieder auf die Beine zu kommen. Kann Blake ihr verzeihen? – Der fünfte und bisher letzte Band der Reihe kommt wieder mit einer schönen Geschichte daher, tollen Charakteren, aber nicht mehr dem gleichen Feuer, wie noch am Anfang.

Alice im Düsterland – Ein Spielbuch: Jahre nach Alice erstem Abenteuer im Wunderland kehrt sie zurück. Neue Abenteuer stehen bevor. Doch diesmal ist der Leser mittendrin statt nur dabei. Triff Entscheidungen, fechte Kämpfe, bestehe Proben und entwickle so deine eigene Geschichte. – Spielbuch heißt in diesem Fall, dass man sich von Abschnitt zu Abschnitt hangelt und sich die Geschichte je nach Entscheidung verändert. Zudem muss man Proben und Kämpfen auswürfeln. Es macht unglaublich Spaß. Einziges Manko: Wenn man mit seinen Entscheidungen eine gewisse Stelle nicht erreicht, hat man am Ende automatisch verloren. 

Kiss me never: Amanda ist sich sicher. Ihr Bruder Andrew ist nicht bei einem Unfall gestorben, sondern ermordet worden. Und seine beiden besten Freunde Van und Dante haben etwas damit zu tun. Um das zu beweisen, versucht sie hinter die Geheimnisse der Zetas zu kommen. Dabei kommt sie Dante ungewollt näher. – Auftakt einer vierteiligen Serie. Leider wenig eigene Handlung und viele Hinleitungen auf später. Funktioniert nicht als alleinstehendes Buch. – Ich bedanke mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar. [Werbung]

Seven Sins – Hochmütiges Herz: An ihrem 18. Geburtstag taucht in Averys Leben der Dämon Nox auf. Denn vor vielen Jahren hat ihr Vater ihre Seele an den Teufel verkauft. Doch ihr bester Freund Adam erzählt ihr von der Prüfung der sieben Todsünden, die sie bestehen kann, um ihre Seele zurückzuerhalten. Denn Adam ist eigentlich ein Engel. Zusammen versuchen nun Mensch, Engel und Teufel die Prüfungen zu überleben. – Der Auftakt einer Fantasyreihe. Die ersten beiden Bände hatte die Autorin bereits im Selfpublishing veröffentlicht, nun in überarbeiteter Form beim Impress-Verlag erschienen. Wirkt auch hier wie eine etwas zu lange Einleitung für das Kommende. Dennoch bin ich gespannt, weil ich die Reihe schon im Selfpublishing verfolgt hatte. 

Ein lesereicher Monat. Was waren eure Highlights im August? 

RIP Chadwick Boseman – Wakanda Forever

Rückblick auf den Juli 2020

Nachdem Tenet und Mulan immer weiter verschoben wurden (bzw. Mulan nun für Disney+ angekündigt wurde), hat mein Kino leider die Wiedereröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben. Dennoch ließ ich mir die Kinofreuden nicht nehmen und nahm dafür auch längere Anfahrtswege in Kauf. Umso mehr freue ich mich, dass es weiterhin die Kinospalte im Rückblick gibt! 

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Der Spion von Nebenan: Ein strafversetzter CIA-Agent soll eine Familie beschützen. Doch die geheime Operation wird schnell von der kleinen Sophie aufgedeckt, die mit ihrer taffen Art schnell alles auf den Kopf stellt. – Charmante Agentenkomödie, die leider nicht Neues wagt.

Marie Curie: Die Filmographie über die bekannte Physikerin und Chemikerin Marie Curie erzählt ihre Erfolge, aber auch die Fehlschläge. – Brilliant gespielt, viel Stoff, ohne zu überfüllt zu wirken.

Suicide Tourist: Max hat einen Gehirntumor und möchte in Würde abtreten. Dies führt ihn ins Hotel Aurora, wo aktive Sterbehilfe angeboten wird. – Tiefgehendes Drama mit unpassendem Ende.

Der Fall Richard Jewell: Bei den olympischen Spielen von 1996 kommt es zu einem Bombenattentat. Der Sicherheitsmann Richard Jewell findet diese und kann schlimmeres verhindern. Nachdem er kurz als Held gefeiert wird, gerät er ins Kreuzfeuer von FBI und den Medien. – Stark inszeniertes Drama über die Macht von FBI und Medien, bleibt aber an seinem Protagonisten und erzählt, wie es ihm damit erging.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Semper Fi: Ein regelkonformer Polizist, der durch seinen Halbbruder von seinem Pfad abweicht. Irgendwo zwischen Prison Break und Triple 9 wohl anzufinden. Was es genau mit dem Film auf sich hat, werde ich hoffentlich noch herausfinden.

Berlin Alexanderplatz: Frei nach dem Roman von Döblin geht es hier um Francis, der ein anständiger Mensch sein möchte, doch durch seine Lebensumstände in eine andere Richtung gedrängt wird. Ich glaube Döblin steht auch noch auf meiner Liste der Schande, mal sehen, ob ich es zuerst schaffe das Buch zu lesen oder den Film zu schauen.

Edison – ein Leben voller Licht: Nach Marie Curie und vor Tesla eine weitere Filmographie der nächsten Wochen. Allein der Cast um Benedict Cumberbatch und Michael Shannon interessiert mich bereits.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Otto – der Film: Durch meinen Lebensgefährten sind die Ottofilme bei mir eingezogen, die ich bisher noch nicht kannte. Der erste wurde mir sogleich präsentiert.

Hugo Cabret: Hugo Cabret ist Waise und lebt am Bahnhof Montparnasse, immer auf der Flucht vor dem Stationsvorsteher. – eine Liebeserklärung an die Anfänge des Films.

Mrs. Doubtfire: (Ihr merkt ich habe ein paar Klassiker nachgeholt) Nachdem ein Vater bei der Scheidung lediglich ein Besuchsrecht bei seinen Kindern erwirkt, schleicht er sich als Kindermädchen wieder in deren Leben. – Wunderbare Familienkomödie mit Robin Williams.

Hamilton: Das Broadway Musical im heimischen Wohnzimmer ist ein Genuss der ganz besonderen Art. Ich habe den Film gleich zweimal gesehen, da ich mich einmal auf die Handlung und einmal auf die Umsetzung konzentrieren wollte.

Hamilton – History has it’s eyes on you: Eine von Robin Roberts moderierte Diskussionsrunde mit den Hamiltondarstellern, – regisseur und einer Harvard Geschichtsprofessorin beleuchtet die Aktualität der Geschichte.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

I’m not okay with this – Staffel 1: (Langatmiger Auftakt, wirkt wie eine große Pilotfolge. Hoffentlich bringt Staffel 2 dann etwas Handlung)

Queer Eye – Staffel 5 (Die Fab 5 sind zurück und versprühen wieder gute Laune!)

The Comedy Line-up – Staffel 1 (Kurze Comedyhappen verschiedener Comedians. Für jeden Geschmack etwas dabei)

The Boys – Staffel 1 (Superheldengenre mal ganz anders. Gute Kritik an der Marketinggeilheit der Superhelden, allerdings trifft Handlung und Ton nicht so richtig meinen Geschmack)

Dark – Staffel 1 (Deutscher Netflixerfolg, eine Stadt voller Geheimnisse und Zeitsprüngen. Spannender Auftakt, der den Zuschauer voller Fragen zurücklässt.)

Community – Staffel 2 (Auch in der zweiten Staffel behält Community die intelligenten Folgen mit ihren tollen Charakteren bei)

Vicious – Das Finale (In einer einstündigen Episode werden anhand der vier Jahreszeiten noch einmal vier Kurzgeschichten erzählt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen, weil ich nun (mal wieder) durch bin mit der Serie.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 6
Seiten gesamt: 2.132
Seiten pro Tag: 67 im Durchschnitt
Taschenbuch: 4
Sammelband: 1
Hörbuch: 1

Mythos & Wahrheit: Eine vierteilige Analyse zu den Themen Dracula, Sherlock Holmes, Edgar Allen Poe und Frankenstein. Hier werden jeweils die Werke, Entstehungsgeschichte und die Mythen darum genauer beleuchtet. Grundsätzlich sehr interessant und schön vertont mit verschiedenen Lesern, aber irgendwo hätte ich mir weniger Nacherzählung und mehr Hintergründe gewünscht.

Der Duft von Sommerregen: Lena ist begeisterte Assistentin eines Kunsthändlers.  Mit 40 und single wird man jedoch stets mitleidig angesehen. Als sie den charmanten Jonas kennenlernt, überlegt sie ihren Vorsatz noch einmal. Doch wieso überkommt sie dann immer die Sehnsucht, wenn sie das Klavierspiel eines Nachbarn hört? Schöne Dreieckgsgeschichte, nicht ganz Sommerlektüre, aber  nah dran, ein wenig zu viel Tätigkeitsbeschreibung, aber dafür tolle Charaktere.

Sherlock Holmes – Das Zeichen der Vier: Sherlock Holmes kriegt seinen zweiten Fall. Ein Erbe scheint unterschlagen zu sein, ein Schatz wird gefunden und eine Jagd auf der Themse steht bevor. Der zweite Roman rund um den berühmten Detektiv stellt Detektiv und Leser wieder vor viele Rätsel, bleibt aber im Gegensatz zum ersten (Eine Studie in Scharlachrot) diesmal an den Charakteren.

Dreams of Gods and Monsters: Die finale Schlacht um Eretz steht bevor, Seraphim und Chimären müssen sich zusammen gegen das Heer der Dominion stellen. Denn diesmal geht es nicht nur um Eretz, sondern auch um unsere Welt. Der finale Band der Zwischen den Welten Reihe staubte jetzt lange bei mir ein, nachdem ich es nach gut 200 Seiten nicht mehr ertragen habe. Stückchenweise konnte ich es jetzt doch beenden. Letztlich nimmt es sich die Zeit wirklich alles zu einem Ende zu bringen.

Dracula: Es war Klassikerzeit/Liste der Schade-Zeit bei mir. Und so habe ich es endlich geschafft Bram Stokers berühmten Gruselroman zu lesen. Nachdem man sich durch den Anfang ein wenig durchgequält hat, konnte mich die Geschichte schnell in den Bann ziehen.

Frankenstein: Nach Sherlock Holmes und Dracula ein weiterer Klassiker. Diesmal ging es um Mary Shellys berühmten Wissenschaftler und sein Monster. Wesentlich unspektakulärer als die Verfilmungen doch ein interessantes Werk.

 

Rückblick auf den Juni 2020

Der Juni brachte zum Ende hin gleich zwei Änderungen für mich mit sich. Zum einen konnte ich seit Februar das erste Mal wieder ein Kino besuchen, weswegen die Kinokritiken jetzt ganz langsam wieder bei mir anrollen. Zum anderen habe ich seit März das erste Mal wieder gearbeitet. Wir sind nun für wenige Stunden in der Woche aus der Kurzarbeit raus. So schleicht sich nun auch bei mir so langsam wieder Alltag ein. Und nun soll es direkt zu meinem medialen Rückblick kommen, der diesmal stark serienlastig ist. 

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Es ist soweit. Es gibt wieder die Kinosparte im Rückblick!

Rettet den Zoo: Ein Assistent einer großen Anwaltskanzlei soll einen bankrotten Zoo ohne Tiere retten, damit er eine Festanstellung bekommt. Mit den verbliebenen Angestellten, schmiedet er den Plan in lebensechte Kostüme zu schlüpfen. Eine schöne Komödie aus Südkorea mit einer guten Portion Drama und einer guten Portion Komödie.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Guns Akimbo: Daniel Radcliffe wacht mit Pistolen an den Händen auf und muss sich Aufgaben stellen, um seine Ex-Freundin zu retten. Interessante Grundidee, konnte mich nicht 100% überzeugen, dafür aktuell ins Kino zu gehen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Drei Schritte zu dir: Stella ist an Mukoviszidose erkrankt und muss daher regelmäßig für Therapien ins Krankenhaus und kann nur auf eine Spenderlunge hoffen. Bei ihrem aktuellen Krankenhausaufenthalt lernt sie neben den bekannten Gesichtern auch Will kennen. Dieser nimmt seine Therapie weniger ernst und darf sich wegen einer Mutation der Krankheit Stella auf keinen Fall näher als drei Schritte entfernt nähern. Trotzdem kommen sich beide näher. Klassisches Teeniedrama mit ungewöhnlicher Kulisse und Hintergrund. Nimmt die Ängste und Sorgen der Kranken auf unterschiedliche Weise ernst und bleibt doch ein seichtes Drama.

Everybody’s Fine: Frank Goode will nach dem Tod seiner Frau seine vier Kinder, die im ganzen Land verstreut wohnen, zu einer Grillparty einladen. Doch nach und nach sagen alle ab. Also beschließt er sie unangekündigt zu besuchen. Auf seiner Reise muss er feststellen, dass seine Kinder ihm wohl nicht immer die Wahrheit über ihre Lebensumstände erzählt haben. Rührendes Familiendrama mit starker Besetzung, allen voran Robert deNiro.

Der verlorene Sohn: Nach einem Zwischenfall am College stimmt Jared Eamons seinem Vater, einem Baptistenprediger, zu, sich einer Konversionstherapie zu unterziehen. Dort sollen ihm seine homosexuellen Neigungen ausgetrieben werden. Stark gespieltes Drama über ein wichtiges Thema. Regisseur Joel Edgerton entscheidet hier richtig, dass das Thema bereits schlimm genug ist und erzählt hier ruhig und ohne aufgebauschtes Drama.

Casablanca: „Ich schau dir in die Augen, Kleines“. Ich habe meine Klassiker/Liste der Schande im Filmbereich weiter abgebaut und mich mit einem Klassiker von 1942 befasst.

One Cut of the Dead: Ich bekam den Film in die Hand gedrückt mit den Worten: „Du musst die erste halbe Stunde überstehen, dann wird es gut!“. Naserümpfend nahm ich den Zombiefilm entgegen. Ich hasse Zombiefilme, außerdem ist das Genre nicht langsam tot? Nun, mit dieser absoluten Überraschung aus Japan bestimmt nicht. Der Film im Film im Film sieht am Anfang etwas merkwürdig aus, schafft es aber da schon, coole running gags einzubauen. Und ja, nach dieser ersten halben Stunde, wird er nochmal deutlich besser. Mehr sollte man über diesen Film allerdings vorab auch gar nicht wissen.

Brokeback Mountain: Im Pride Month Juni ließ ich es mir nicht nehmen, einen Klassiker des Pride Genres anzusehen. Die beiden Cowboys Ennis und Jack lernen sich einen Sommer über bei der Schafhütung kennen. Doch aus Angst vor der Reaktion der Gesellschaft flüchten sie sich in heterosexuelle Ehen und besuchen sich nur zweimal im Jahr. Ruhig erzähltes Drama mit Fokus auf den beiden Protagonisten und ihren Gedanken.

Murder Mystery: Ein Adam Sandler Film mit ihm und Jennifer Aniston in der Hauptrolle zeigt uns ein bereits 15 Jahre verheiratetes Ehepaar, das sich endlich entschließt die Flitterwochen nachzuholen. Dabei landen sie durch Zufall auf einer Privatjacht mit allerlei hochkarätigen Gestalten. Bis sie Zeuge eines Mordes werden. Typischer Adam Sandler Klamauk, aber dafür noch auf einem guten Niveau. Guter Film, um mal die Gedanken schweifen zu lassen. – Netflix Original

Um ein Schnurrhaar (OmU): Miyo Sasaki muss nicht nur mit der Scheidung ihrer Eltern und der neuen Stiefmutter klar kommen, sondern hat auch Gefühle für ihren Mitschüler Kento Hinode. Diesen kommt sie näher, da sie sich mithilfe einer Katzenmaske in die Katze selbst verwandeln kann. Doch während Hinode Miyo in Katzenform als Taro alles erzählen kann, bleibt er bei der menschlichen Miyo auf Abstand. Miyo fühlt sich missverstanden und dann taucht auch noch der Maskenverkäufer wieder auf, der sie zu überreden versucht ihr menschliches Gesicht endgültig abzulegen und für immer eine Katze zu bleiben. Ein liebevoll animierter Film, der mit einer schönen Metapher als Grundidee daher kommt. Während der Film die Fantasykomponente gut beherrscht, schwächelt er jedoch am Tiefgang. Zu wenig wird wirklich erzählt, so dass der Film lediglich an der Oberfläche kratzt. – Netflix Anime Original

Kim Possible – der Film: Mit beenden der dritten Staffel stand nun der Film an. Invasion der Roboter ist im Gegensatz zu Mission zwischen den Zeiten nicht in die Serie direkt integriert, besteht also nicht einfach aus mehreren Folgen, sondern wurde direkt als Disney Channel Original konzipiert, mit angepasstem Intro und natürlich extra großer Handlung. Im Anschluss wurde dann noch eine vierte Staffel konzipiert, die direkt an das Ende des Films anschließt.

Serien – ein etwas ausführlicher Überblick

Irgendwie war diesen Monat Zeit für Serien mit nur einem Wort im Titel. Zumindest bei 10 von 15 gesehenen Serien.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 2+3 (Spannende Mordfälle im Australien der 1920er. Während Staffel 2 sich stiltechnisch an Staffel 1 anschließt, bringt Staffel 3 dann die persönlichen Belange der Charaktere etwas voran)

Friends – Staffel 10 (Der Abschluss der Kultserie war wohl langsam nötig, denn die Handlung basiert wohl nur noch auf Beziehungsdramen. Dennoch ein gutes Ende, mit den notwendigen Wendungen.)

Unorthodox – Miniserie (spannende und interessante Serie über das Loslösen einer jungen Frau aus den ihr bekannten Konventionen. Kleinere Schwächen können verziehen werden, so dass sich ein Blick durchaus lohnt)

IZombie – Staffel 1 (Ich mag keine Zombies und habe daher um diese Serie immer einen Bogen gemacht. Durch die sehr wohlwollende Kritik von Going to the Movies musste ich dann doch einen Blick wagen. Ich wurde auch teilweise befriedigt, bis am Ende das Zombiethema immer größer wurde.)

Kim Possible – Staffel 3 (Kurze Staffel mit einigen neuen Ideen, teilweise aber auch Aufwärmen des immergleichen. Immerhin nimmt sich die Serie dann auch gerne selbst aufs Korn)

Küchenhelden – Staffel 1 (Disneyinspirierte Koch-/Backshow in der Familien gegen-einander antreten.  Mit einer Lauflänge von 30 Minuten pro Folge gut zum zwischendurch gucken)

Elementary – Staffel 7 (Die finale Staffel ist mit 13 Folgen verkürzt, verspricht die Handlung nach London zu setzen, kehrt aber schnell zu altbewährtem zurück. Mit einem letzten großen Gegner, bei dem man als Sherlock Holmes Fan durchaus weiß, worauf es hinauslaufen sollte, bleibt es auch diesmal wieder spannend. Gutes Ende einer großartige Serie)

The World according to Jeff Goldblum – Staffel 1 (Ein weiteres Disney+ Original, das mich Woche für Woche begeistern konnte. Jeff Goldblum sucht sich ganz alltägliche Themen aus und schafft es diese mit ganz neuen Blickwinkeln zu durchleuchten)

Vicious – Staffel 1+2 (Meine Lieblingssitcom hat endlich den Weg in mein DVD Regal gefunden, wenn auch ohne deutsche Synchronisation. Aber die Sticheleien zwischen dem von Ian McKellan und Derek Jacobi gespieltem alten Paar sind einfach unbezahlbar)

Willkommen in Gravity Falls – Staffel 1+2 (Ja, ich musste diese Serie einfach direkt noch einmal schauen. Außerdem musste mein Lebensgefährte sie sehen, damit er endlich meine ganzen Anspielungen versteht)

Dead to me – Staffel 1 (Eine Zynikerin und eine Opportunistin treffen nach Schicksalsschlägen aufeinander. Leider kann die Serie die versprochene Komödie nicht wirklich halten, schwankt zwischem starken Drama und vorhersehbarer Handlung)

Community – Staffel 1 (Schwerfälliger Einstieg, danach habe ich die Charaktere und ihre Dynamik schnell lieben gelernt)

Westworld – Staffel 2 (Noch mehr Handlungsstränge, Charaktere und Zeitebene als in der ersten Staffel. Verwirrend erzählt und am Ende nur teilweise aufklärend. Dennoch irgendwo weiterhin spannend)

Barry – Staffel 2 (Charakterdynamik passt nicht mehr so gut wie in der ersten Staffel und nach der Hälfte ist einfach die Luft raus. Schade!)

Hollywood – Miniserie (Interessante Handlung, starke Charaktere, mitunter langatmig erzählt, trotz heftiger Szenen im Endeffekt zu weich gespült)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 7
Seiten gesamt: 2.519
Seiten pro Tag: 84 im Durchschnitt
Taschenbuch: 5
Manga: 2

Breathless 2 – Geheime Lust: Der zweite Teil der Breathless Reihe schließt an den ersten an, erzählt die Geschichte aber aus Sicht eines Nebencharakters des ersten Bands weiter. Sinnliches Lesevergnügen bleibt hier garantiert, allerdings merkt man hier vermerkt, dass die Handlung sehr oberflächlich und die Charaktere sehr platt bleiben.

Angelfall 3 – Tage der Dunkelheit: Der finale Kampf Menschen gegen Engel steht bevor. Doch um dafür gerüstet zu sein müssen Penryn und Raffe bis in die Hölle hinabsteigen. Gelungener Abschluss einer größtenteils spannenden Reihe, man sollte den dritten Teil jedoch zeitnah zum zweiten lesen, da man sonst am Anfang nicht mehr mitkommt.

Die kleine Traumküche in Cornwall: Clemmie reist in ihren Heimatort St. Aiden in Cornwall zurück. Sie hat dort eine kleine Wohnung geerbt. Doch Renovierungen stehen bevor, die sie sich nicht leisten kann. Also verkaufen und sprunghaft weiterleben wie bisher, oder für die Wohnung kämpfen? Schöne Sommerlektüre, leider sehr verkrampfter Schreibstil, der die Magie der Geschichte stark stört und teilweise ganze Dialogszenen unverständlich macht.

Death Note – Band 6+7: Es ging bei mir endlich weiter mit der Geschichte rund um das Death Note, Light, L. und den Todesgöttern. Während sich Band 6 ganz schrecklich zog, konnte Band 7 das Tempo stark erhöhen.

Schmetterlinge aus Marzipan: Nina ist über 40, seit neustem geschieden, alleinerziehend und nicht so richtig glücklich mit der Arbeitssituation. Als sie bei einer kleinen Konditorei das Schild „Praktikantin gesucht“ sieht, scheint es ihr Schicksal zu sein. Nebenbei bringt ihre beste Freundin sie noch zum Online-Dating. Ein Monat voller kleiner Abenteuer stehen bevor. Eine schöne, kurzweilige Sommerlektüre mit kleineren Baustellen und einem leider unpassendem Ende. Aber davor hat es gut gepasst.

Jane Austen bleibt zum Frühstück: Penny Lane hat Liebeskummer, seit sie sich von Trevor getrennt hat. Als sie eines Abends sich Rat von ihrer Lieblingsautorin Jane Austen wünscht, wacht diese prompt am nächsten Tag in Pennys Bett auf. Vor beiden liegen spannende Tage, schließlich kommt Jane direkt aus dem Jahr 1802. Nette Geschichte, tolle Charaktere, schöner Schreibstil, leider unglaubwürdige Jane Austen.

Rückblick auf den Mai 2020

Der Mai ist vorbei, die Kinos sind noch immer geschlossen, daher wird dies nun wieder ein verkürzter Rückblick. Auch im Mai war es größtenteils ruhig bei mir, weswegen ich den Einleitungsteil dann jetzt auch wieder überspringe und einfach gleich zur Sache komme.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Disney Family Sing Along: Gleich zweimal habe ich dieses Disney Corona-Special gesehen, denn es gefiel mir so gut, dass ich es meiner besten Freundin auch noch zeigen musste. Hier wurden Disneystars der verschiedensten Art aufgefordert zu Hause eine musikalische Umsetzung zu filmen. So wurden bekannte Klassiker aus Disneys Filmgeschichte umgesetzt. Qualität variiert zwar stark, doch die Untertitel zum mitsingen, machen es wett.

Titanic – 20 Jahre nach dem Film: Zum Jubiläum seines Welterfolgs hat sich James Cameron an eine Dokumentation gewagt, in der er verschiedene Theorien und Fakten überprüft, die ihn am Mythos Titanic befassten. Zunächst verfolgen wir ihn auf mehreren Tauchfahrten zur Titanic, in der er überprüfen möchte, wie akkurat seine Umsetzungen war. Ein spannender neuer Einblick in mehrere Mysterien, nicht nur für Fans des Films.

Taylor Thomlinson – Quarter-Life Crisis: Im Mai war mal wieder ein Netflix Comedy-Special fällig. Taylor Thomlinson erzählt davon, wie es ist Mitte 20 zu sein. Durchaus eine Comedian, die ich auf dem Schirm behalten werde.

Familie Willoughby: Mutter und Vater Willoughby sind unglaublich verliebt ineinander. Logischerweise sind dabei insgesamt vier Kinder entstanden. Allerdings sind diese ihren Eltern eher lästig und werden komplett vernachlässigt. Wieso sollte man seinen Kindern auch etwas zu essen geben? Also beschließen die Geschwister, dass sie unbedingt Waisen werden wollen und schicken ihre Eltern auf eine mörderische Reise. Ein Animationsfilm an dessen Stil man sich zunächst gewöhnen muss. Er kommt mit einigen erfrischenden Ideen daher, die aber alle nicht für einen Film reichen und daher werden episodenhafte Geschichten zu einem großen Verwoben, was dem Film eindeutig nicht gut tat.

Emo – the Musical: Ethan ist ein Emo und wird nach einem gescheiterten Selbstmordversuch von der Privatschule geschmissen. An seiner neuen Schule wird er zunächst begeistert von den streng Gläubigen aufgenommen, doch als er merkt, dass es eine Emo-Band an der Schule gibt, wird er schnell zum Feindbild der Gläubigen. Als auch noch ein Bandwettbewerb bevorsteht, kochen die Emotionen über. Noch ein Film, den ich im Mai gleich zweimal gesehen habe. Nachdem meine beste Freundin ihn mir voller Begeisterung zeigte, musste mein bester Freund auch gleich dran glauben. Und ja, der Film ist noch viel skurriler als er sich anhört, aber auf gute Weise. Kleine Perle für Musicalfans.

Teen Beach Movie: Brady und McKenzie sind ein Paar und lieben das Surfen. Doch McKenzie will beides aufgeben, um zu ihrer Tante zu ziehen, die eine große schulische Karriere für McKenzie plant. Als diese ein letztes Mal surfen geht, geraten sie und Brady durch einen Sturm in Bradys Lieblingsfilm Wet Side Story. Nun müssen sie einen Ausweg finden. Ja, der Film klingt sehr skuril. Ja, es war ein Disney Channel Original und ist demnach mit sehr wenig Geld produziert worden. Ja, man sieht es dem Film an. Ja, er hat trotzdem Spaß gemacht, aber man darf halt echt nichts erwarten.

Garfunkel & Oates: Trying to be special: Die beiden Comedians Riki Lindhome und Kate Micucci versuchen als Garfunkel & Oates ihr eigenes Netflix-Special zu bekommen. Dafür führen sie in Seattle eine Show auf, bei der sie mit ihren gewagten Liedtexten zu begeistern wissen.

Underwater: Die auf dem Grund des Marianengrabens befindliche Forschungsstation Kepler 822 wird von mehreren Erdbeben erschüttert und stark beschädigt. Eine Gruppe Wissenschaftler versucht nun zu den verbliebenden Rettungskapseln zu kommen. Doch etwas ist erwacht. Ein Thriller tief unten im Meer hat wohl das Potential atmosphärisch gut Ängste zu erzeugen. Dies schafft der Film auch. Auch die Handlung ist rund. Leider hat der Film so gar kein Alleinstellungsmerkmal.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Kim Possible – Staffel 2 (Teenieheldin in weiterhin spannenden Missionen unterwegs, diesmal mit wechselnden Outfits)

The Mandalorian – Staffel 1 (Spannender Star Wars Ableger, der es schafft in wenigen Folgen die Charaktere vorzustellen und zu einem runden Abschluss zu bringen)

The Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 2 (Witzige Fortsetzung rund um die charmante aufkommende Stand-up Comedians Midge Maisel. Durch episodenhaftigere Erzählweise nochmal deutlich spannender als die erste Staffel)

Friends – Staffel 9 (Die New Yorker Clique versprüht auch in der neunten Staffel noch Spaß und man bangt mit ihnen mit)

Star Trek: Discovery – Staffel 2 (Fühlt sich endlich nach einer richtigen Star Trek Serie an. Das Auftauchen von Captain Pike und das Zusammenschmelzen der Crew zu einer Familie tut der Serie sehr gut)

Foodhacks mit Nadiya Hussain – Staffel 1 (Kurzweilige Kochshow um allerhand Kniffe für das Kochen trotz Vollzeitarbeit und Familie)

Chip und Chap – Staffel 2 (Die Rettungstruppe hat auch in der zweiten Staffel wieder allerhand zu tun)

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 1 (Crimeserie im Australien der 1920er Jahre mit einer etwas ungewöhnlichen Ermittlerin überzeugt durch viel Charme)

Willkommen in Gravity Falls – Staffel 1&2 (Wunderbare Familienserie mit Mysteryanteil und wundertollen Charakteren)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 7
Seiten gesamt: 3.014
Seiten pro Tag: 97 im Durchschnitt
Taschenbuch: 7

Obsidian & Onyx: Die beiden Auftaktbände der fünfteiligen Reihe ließ mich am Anfang eher zweifelnd zurück, entwickelte sich dann jedoch in eine gute Richtung. Zeitweise war es schwer, die Bücher überhaupt aus der Hand zu legen.

Erbarmen: Nach langer Zeit mal wieder ein Krimi. Leider war mir der Ermittler nicht wirklich sympathisch und der Fall wirkte stark gestreckt. Ist wohl einfach wirklich nicht mehr mein Genre.

Am dunklen Fluss: Ruby kann sich nicht mehr an den Tod ihrer Schwester in ihrer Kindheit erinnern. Als sie in das frühere Anwesen reist, findet sie nicht nur ein altes Familiengeheimnis, sondern fängt auch an sich zu erinnern. Leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln, zu vorhersehbar waren weite Teile. Das Ende konnte mich dann doch noch überraschen, half dem Buch aber nicht mehr.

Someone Else: Die Fortsetzung von Laura Kneidls Someone New. Diesmal geht es um die Nachbarn Auri und Cassie, die schon lange Mitbewohner sind und sich zueinander hingezogen fühlen. Doch das können sie nicht zugeben, das könnte ihre Freundschaft gefährden. Oder? Schöne Fortsetzung mit anderem Schwerpunkt, wenn auch schwächer als der erste Teil. Geschichte wurde an einigen Stellen deutlich gestreckt, was leider zu kleineren Längen führt. Dennoch ein schönes Buch, vor allem durch Kneidls Schreibstil.

Kirschkuchen am Meer: Marie hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Doch als auf der Seebestattung ihres Vaters eine geheimnisvolle Frau auftaucht, muss sie mehr erfahren. Der Weg führt nach Norderney, wo sie nicht nur die Frau sucht, sondern auch einige Lebensentscheidungen hinterfragt. Ein neuer sommerlicher Roman von Anne Barns, irgendwo zwischen Trauer, Sommer und Kirschkuchen.

Breathless 1 – Gefährliches Verlangen: Habe ich die Augen verdreht, als dieser Erotikroman mit einem Vertrag anfing? Definitv! Dennoch entwickelt sich die Geschichte weiter und ist definitiv besser als das offensichtliche Vorbild. Ende ist zwar sehr vorhersehbar und die Charaktere bleiben platt, aber für ein sinnliches Lesevergnügen zwischendurch vollkommen ausreichend.

Rückblick auf den April 2020

Ein ganzer Monat in respektvoller Social Distance und ohne Kinobesuche liegt erneut hinter uns und gerade meinem Heimkinokonsum ist dies anzumerken. Dementsprechend wenig ist auch passiert, weswegen es nun direkt zu meinem medialen Rückblick auf den April 2020 geht.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Wiederholungstäter sind: Der Marsianer (Matt Damon als Biologe auf dem Mars ist spannend, kurios und witzig) & Police Academy Teil 1-7 (Besprechung der Filme findet ihr hier) & The Green Mile (gute Buchverfilmung mit Tom Hanks, ein paar mehr Worte hier)

Fighting with my family: Saraya Knights größter Traum ist die WWE. Sie bekommt die Chance zu einem Casting, bei dem sie zwar genommen wird, aber nicht ihr Bruder. Beim Training eckt sie überall an und fühlt sich fehl am Platz, trotzdem versucht sie sich durchzukämpfen. Auch als nicht Wrestling-Fan kann man dem Film durchaus etwas abgewinnen, schafft er es doch nicht nur die Trainingseinheiten von Saraya zu zeigen, sondern auch ihre Familie mit all den Eigenheiten. Guter Balanceakt zwischen Drama, Durchkämpfen und leichter Komik.

Die Reise ins Labyrinth: Eine junge Jennifer Connelly in einem kuriosen Labyrinth des Koboldkönigs Jareth (David Bowie) hat 13 Stunden Zeit, um ihren kleinen Bruder Toby zu finden. Von Regisseur Jim Henson (Sesamstraße, Muppets) mit Animatronics gefilmt wechselt zwischen seltsam, kurios und komplett verrückt. Wer  mit Animatronics gut zurecht kommt, findet hier einen ganz interessanten kurzweiligen Film.

Aladdin (2019): Das Live-Action-Remake des Disneyklassikers kann mit leicht erweiterter Handlung und stärkeren Charakteren, vorallem Jasmin und der Sultan, überzeugen und avanciert fast zur besseren Variante. Will Smith gibt dem Dschinni das gewisse Etwas .

Susi und Strolch (2020): Eine weitere Live-Action-Variante, allerdings diesmal in enttäuschender Form. Die altbekannte Handlung wird unnötig gestreckt, dreht sich im Kreis und auch wenn Strolch ein bisschen Hintergrundgeschichte bekommt, fehlt hier einfach das Herz des Originals. – Ein Disney+ Original

Elliot, das Schmunzelmonster: Der Waise Pete flieht mit Hilfe seines Drachen Elliots vor seinen grausamen Adoptiveltern in das beschauliche Dorf Passamaquoddy. Dort eckt er durch Elliot gerne mal an, findet aber im Leuchtturmwärter Lampie und dessen Tochter Nora gute Freunde. Die Geschichte einer schwierigen Kindheit, die mit Hilfe eines supersüßen Schmunzelmonsters verbessert wird. Typische Disneywendungen aber mit ganz viel Herz.

Escape Room: Eine Gruppe Menschen bekommen eine rätselhafte Einladung zu einem Escape Room. Neugierig folgen sie der Einladung und finden sich kurz darauf in einem etwas untypischen Escape Room, versucht er doch, sie zu töten. Spannender Horrorfilm, der meiner Liebe zu Escape Rooms nciht gut tat.

Wind River: Wind River ist ein Indianerreservat im verschneiten Wyoming. Als dort die Leiche eines vergewaltigtenn Mädchens gefunden wurde, wird die schlecht ausgestattete Jane Banner vom FBI geschickt. Sie bittet den Wildhüter Cory Lambert um Hilfe. Ein spannender westernmäßiger Thriller, mitten im Schnee. Die verstörende Aufklärung der Geschichte ist leider doch real gehalten.

The Final Girls: Eine Gruppe Jugendlicher wird in den Horrorfilm Camp Blutbad gezogen und versucht nun mit dem Vorwissen über den Film zu überleben. Ein klischeeüberzogener Slasher wird zu einer Komödie, in dem Filmcharaktere und unsere reingezogenen Jugendlichen zusammen agieren. Eine gute Kombination ohne in albernen Klamauk zu verfallen.

Ihre beste Stunde: Mittem im zweiten Weltkrieg wird Catrin Cole im Informationsministerium eingestellt. Sie soll den Propagandafilmen eine weiblichere Note geben, damit auch Mütter und Ehefrauen sich angesprochen fühlen. Dort hat sie mit Vorurteilen zu kämpfen. Ein einfühlsamer Film, der noch einmal eine ganz andere Seite des Krieges zeigt.

Die Ritter der Kokosnuss: Muss ich zu dieser kuriosen Suche nach dem Heiligen Gral noch irgendetwas sagen?

Little Monsters: Der erfolglose Musiker Dave hat sich in die Grundschullehrerin Miss Caroline seines Neffen verknallt. Um sie zu beeindrucken stimmt er zu die Klasse auf einem Ausflug zu einem Erlebnisbauernhof zu begleiten. Leider kam es in der nahe gelegenen Militärbasis zu einem Zombieausbruch, die schnell den Bauernhof entdecken. Dave und Miss Caroline müssen nun alle Kräfte einsetzen, um alle Kinder in Sicherheit zu bringen, ohne diese zu ängstigen. Ich bin immer noch kein Fan von Zombiefilmen, aber dieser schafft es eher den komödischen Part hervorzuarbeiten und macht dabei unglaublich viel Spaß. Eine Lehrerin mit ihrer Ukulele gegen eine Zombiearmee. Unbedingt angucken!

The sun is also a star: Natasha Kingsley liebt die Stadt New York. Leider soll sie einen Tag später mit ihrer Familie die USA für immer verlassen, da die Eltern illegal eingewandert sind. Als sie die letzten Chancen durchgeht und einen Anwalt aufsucht, trifft sie auf Daniel Bae, der glaubt, dass sie sich innerhalb eines Tages verlieben könnten. Sie gibt ihm die Zeit dies zu beweisen. Ein Film, der das Zusammentreffen der beiden Protagonisten, sowie deren Wiedersehen relativ plump inszeniert. Man merkt die starke Liebe des Regisseurs zur Stadt, aber nicht zu seinen Charakteren. Schade.

Moolaadé: Ein neuer Film für die Filmreise-Challenge. Ein senegalesischer Film, der in Burkina Faso spielt und sich mit einer Mutter befasst, die ein ganzes Dorf gegen sich aufbringt, weil sie ein paar Mädchen unter häuslichem Schutz (Moolaadé) stellt, damit diese nicht beschnitten werden. Ein Film, der ganz stark unter die Haut geht und einen fassungslos zurücklässt. Genaueres gibt es in meinem nächsten Reisebericht.

Felix Lobrecht – Kenn ick: Ein Comedy Special, diesmal mit Felix Lobrecht auf seiner Kenn ick Tour. Mit berliner Charme, Goldkettchen und relativ ruhigem Humor schafft es Herr Lobrecht immer wieder durch kleine Witze das Publikum zum Lachen zu bringen.

Whale Rider: Die deutsch-neuseeländische Produktion erzählt die Geschichte von Paikea, die innerhalb ihrer Maori-Familie versucht sich zu emanzipieren. Ein kleiner, aber feiner Film zwischen Tradition und Familie.

Erica: Erica ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Spielfilm. Konzipiert für die PlayStation kann der Zuschauer nämlich den Verlauf des Films selbst beeinflussen. Daraus entsteht ein spannender Psychothriller, der leider am Ende mehr Fragen offen lässt, als beantwortet.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Star Trek: Picard – Staffel 1 (Gelungener Spin-off mit alten und neuen Charakteren und eienr gut konzipierten Handlung)

Friends – Staffel 4-8 (Nach einem holprigen Start bin ich nun mitten im Friends-Fieber und sehne und fürchte mich vor den finalen zwei Staffeln)

Der Prinz von Bel-Air – Staffel 6 (Die finale Staffel verliert sich am Anfang im ganz normalemn Alltagswahnsinn im Hause Banks und muss am Ende in kürzester Zeit ein emotionales Finale schaffen)

Inhumans – Staffel 1 (Diese Marvel-Serie über die Inhumans auf der dunklen Seite des Mondes erzählt zu viel und erklärt zu wenig. Aus gutem  Grund nach einer Staffel abgesetzt)

Supernatural – Staffel 9 (Die übergeordnete Handlung kann nur noch ermüden. Die Einzelfolgen schaffen es dann aber doch, dass man am Ball bleibt)

Fleabag – Staffel 2 (Völlig verrückt geht es in die nächste Runde, die durch das Zusammenspiel von Waller-Bridge und Andrew Scott deutlich besser ist als die erste Staffel)

Peaky Blinders – Staffel 2 (Auch in der zweiten Staffel ein spannender Gangsterfilm im Serienformat)

PussyTerrorTV – Staffel 5 (Carolin Kebekus und ihre Gäste bringen Spaß und aktuelle Themen wieder auf den Punkt)

Chip & Chap – Staffel 1 (Erwähnte ich, dass Disney+ meine Kindheitsserien bietet und ich diese nun am bingen bin?)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 9
Seiten gesamt: 3.441
Seiten pro Tag: 115 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 8

Das Manifest der anonymen Schauspieler: Der nicht ganz so anonyme Schauspieler James Franco hangelt sich an den 12 Schritten und Traditionen der anonymen Alkoholker entlang und spinnt dazu absurde Geschichten, wirre Schreibexperimente und teilweise auch abstoßende Anekdoten. Spart euch das Geld.

The Green Mile: Stephen King versuchte sich an einem Episodenroman und brillierte mit der Geschichte über den Todestrakt und dessen grüne Meile. Spannende Geschichten, die zusammenhängen.

Ghostsitter 3 – Zombie Party: Auch im dritten Band hat Tom wieder alle Hände voll zu tun, um die Geisterbahn mit den echten Monstern unter Kontrolle zu halten. Tommy Krappweis schafft es auch hier wieder den lockeren, witzigen Schreibstil beizubehalten und schafft so ein weiteres Werk für Groß und Klein.

Mara und der Feuerbringer: Der Auftakt einer Fantasy-Trilogie ebenfalls von Tommy Krappweis stellt uns die 14-jährige Mara vor, die eigentlich gerne völlig normal wäre, aber herausfindet, dass sie die Götterdämmerung aufhalten muss. Spannender Ausflug in die germanische Mythologie.

All in – 1000 Augenblicke & All in – Zwei Versprechen: Nach einem hoch emotionalen Auftakt war mein erster Schritt nach Wiedereröffnung der Buchläden, eben diesen zu stürmen, um auch den zweiten Teil des Duetts zu verschlingen.

Die grüne Ente: Ein etwas kurioser Roadtrip durch Frankreich mit einem etwas spezielleren Schreibstil, rund um einen Vater und seinem authistischen Sohn.

Bookless 2 – Gesponnen aus Gefühlen: Langatmiger Mittelband, dessen Handlung sich immer wieder im Kreis dreht und am Anfang und Ende am gleichen Punkt ist. Hier muss mit Bank 3 nun noch ein Knaller kommen.

Die Bücherdiebin: Der Tod erzählt von seinen Erlebnissen mit dem jungen Mädchen Liesel zu Zeiten des zweiten Weltkriegs. Ein ganz besonderes Werk der Literatur, das mich am Ende tränenreich verlassen hat.

 

 

Rückblick auf den Januar 2020

Und da ist der erste Monat 2020 auch schon wieder vorbei. Abgesehen davon, dass ich Geburtstag hatte und schon wieder näher an die 30 gerückt bin, fing das Jahr auch gleich schon mit einem Highlight an: Ich habe es nach fünf Jahren endlich wieder geschafft, ein Sabaton-Konzert zu besuchen. Mit ihrer Tour zum Album Great War haben sie sich musikalisch einmal mehr mit dem ersten Weltkrieg auseinander gesetzt.

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Ansonsten geht es hier wieder einmal kurz um meinen medialen Januar. Die ersten Anfänge für die bevorstehenden Academy Awards merkt man bereits, der Großteil wird jedoch wieder auf den Februar entfallen.

Sneak Preview

1917: Mitten im ersten Weltkrieg werden zwei Soldaten losgeschickt, um den Befehl eines abgesagten Angriffes zu überbringen. Dafür riskieren sie ihr eigenes Leben. Der Film brilliert vor allem durch die Kameraeinstellungen, die den Zuschauer immer mitten im Geschehen vermuten lässt. Darüber hinaus ist er sehr realitätsnah und undramatisch gehalten.

21 Bridges: Manhatten verbindet 21 Brücken mit dem Festland. Nach einem gescheiterten Drogendeal und mehreren toten Polizisten, wird die Insel abgeriegelt. Leider nutzt der Film seine Möglichkeiten nicht und erzählt einen Thriller nach Schema F. Damit kommt er aber aus der Mittelmäßigkeit nicht hinaus.

Anime Special

Weathering with You: Der Nachfolger des wunderbaren Your Name. befasst sich mit einer nicht enden wollenden Regenzeit in Tokyo und einem Mädchen, das durch Gebet die Sonne für kurze Zeit hervorlocken kann. Ein schöner Coming-of-age Film mit fantastischen Elementen. Kommt nicht an den Vorgänger heran, erzählt aber trotzdem seine Geschichte.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Knives Out: Der erfolgreiche Krimiautor Harlan Thrombey wird tot aufgefunden. Die Familie findet sich zur Testamentseröffnung ein. Detektiv Benoit Blanc nutzt die Chance, um den vermeintlichen Selbstmord näher zu untersuchen. Ein Film nach feinster Agatha Christie Manie mit interessanten Charaktern, allen voran Daniel Craigs Blanc, und einer spannenden Handlung, der den Balanceakt zwischen alteingessesenem Genre und neuartiger Erzählweise geschickt meistert.

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle: Robert Downey Jr. beerbt Eddie Murphy als Arzt, der mit den Tieren sprechen kann. Als Grundidee sehr schön, leider mutiert der Film schnell zu einem 08/15 Abenteuerfilm, der somit von Anfang bis Ende vorhersehbar ist. Aufgebaute Vorlagen und running gags werden nicht genutzt und so bleibt der Film leider weit hinter seinen Möglichkeiten.

Lindenberg. Mach dein Ding: Udo Lindenberg ist inzwischen erfolgreicher deutschsprachiger Künstler, aber wie fing das eigentlich alles an? Biopic mit sehr sprunghafter Erzählweise. Wer aber gerne mehr über den Herrn erfahren möchte und kein Problem mit massenweise Zeitsprüngen hat, sollte hier einmal einen Blick wagen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich Shazam (musste ihn unbedingt meiner besten Freundin mal zeigen), The Great Wall (musste mein neues Soundsystem ausprobieren) und Meisterdetektiv Pikachu (musste den neuen Fernseher testen)

Der Sternenwanderer: Fantasiefilm über einen gefallenen Stern und einen jungen Mann, der mit dem Stern das Herz einer Frau gewinnen will. Allerdings ist er nicht der einzige, der hinter dem Stern her ist. Die erste Hälfte war tatsächlich sehr nichtssagend und hat zu viele Rollen eingeführt. Doch nach dem Auftauchen von Robert de Niro bin ich mit dem Film immer wärmer geworden.

Isn’t it romantic?: Natalie kann mit Romantik und dem ganzen Kram nichts anfangen. Romantische Komödien sind ihr zutiefst zuwider. Bis sie sich selbst in einer wiederfindet. Der Film, der alle Klischees romantischer Komödien aufgreift und sie verdreht bzw. überspitzt und so sowohl für Fans des Genres als auch für alle anderen einen absolut lustigen Film ergibt. – Netflix Original

Marriage Story: Charlie und Nicole wollen sich scheiden lassen. Eigentlich hatten sie sich auch geeinigt, wie das ganze ablaufen soll. Doch Nicole berät sich mit ihrer Anwältin, die zusammen mit Charlies Anwalt eine wilde Schlacht um alle Besitztümer und vor allem um den gemeinsamen Sohn anzettelt. Dieser Oscarkandidat zeigt nicht nur die schlimmsten Seiten einer Scheidung, sondern auch wie verkehrt das Rechtssystem sein kann. Sehr gut gespielt und mit starken Dialogen, sprang bei mir der letzte Funke nicht über, weswegen er sich für mich ziemlich gezogen hat. – Netflix Original

Crawl: Haley sucht während eines Hurrikans in Florida ihren Vater. Sie findet ihn im Keller ihres alten Hauses, verletzt. Beim Versuch ihn zu retten, wird sie selbst von Alligatoren angegriffen. Eingesperrt im eigenen Haus, versuchen Vater und Tochter nun zu entkommen. Man sollte bei diesem Film nicht allzusehr auf Logik hoffen, wenn man aber sich darauf einlässt, dass Alligatoren hier blutrünstige Bestien sind und trotzdem eher kleinere Wunden verursachen, dann hat man mit diesem Film durchaus einen nervenzerrenden spannenden Katastrophenfilm.

Hereditary: Nach dem Tod der Mutter scheint ihr Geist noch immer im Haus der Familie Graham zu wohnen. Und während vor allem Mutter Annie immer hysterischer wird, wird es noch dramatischer im Hause Graham. Ein Film, der wohl für Horrorliebhaber funktioniert, mich aber nicht abholen konnte. Gerade Toni Collette in beinahe Dauerhysterie wird auf Dauer anstrengend.

Juliet, Naked: Tucker Crowe ist der absolute Lieblingskünstler von Duncan. Seiner Frau Annie hat er jedoch nicht mehr viel zu sagen. Nach der Trennung der beiden, trifft Annie aber ausgerechnet auf Tucker Crowe. Beide verstehen sich gut und helfen sich aus ihren festgefahrenen Leben. Ein schöner ruhiger Film über einen abgestürzten Rockstar, der sich im normalen Leben wiederfindet.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Bad boys for life: Das Wiedersehen der Bad Boys Will Smith und Martin Lawrence habe ich leider nicht mehr geschafft zu sehen.

Violet Evergarden und das Band der Freundschaft: Das zweite Animespecial diesen Monat hat sich leider mit meiner Schicht überschnitten. Die Serie Violet Evergarden habe ich aber sehr gerne gesehen und hätte mich daher über dieses Special wohl gefreut.

Serien – ein kurzer Überblick

Der Januar wurde bei mir durch Serienfinale geprägt. So lief zum einen die finale 12. Staffel von The Big Bang Theory und veranlasste mich kurzerhand zu einer Hommage. Ebenfalls lief die 12. Staffel von Bones, die noch einmal mit einem großen Knall beendet wurde. Ebenfalls traurig hat mich das Ende mit der 6. Staffel von Grace & Frankie gestimmt. Hier war es wohl besser auszuhören, ehe sie schlecht wird, aber das Ende kam mir dann doch zu plötzlich. Fortgesetzt habe ich Brooklyn 99 mit der 5. Staffel, die mich kurzweilig wieder zu unterhalten vermochte. Neu getestet habe ich Batwoman mit einer sehr attraktiven Ruby Rose in der Hauptrolle. Die erste Staffel birgt eine interessante Bösewichtin und schafft es durchweg spannend zu bleiben.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 1.278
Seiten pro Tag: 41 im Durchschnitt
Gebundene Bücher: 1
Taschenbuch: 2
E-Book: 1

Naughty, Sexy, Love – Dive Bar Teil 3: Eric Collins ist der geborene Badboy. Doch nach einem Schicksalsschlag versucht er sich zu ändern. Dabei trifft er die attraktive Jean. Diese ist jedoch schwanger und allein. Eric will sich eigentlich fernhalten, schafft es jedoch nicht. Der Abschluss der Dive Bar Trilogie kommt mit dem unsympathisten Charakter der Vorgängerbände daher, der sich für den Leser jedoch schnell wendet. Handlung etwas konstruiert und somit schwächer als die Vorgänger, aber dennoch ein schönes Buch für zwischendurch.

James Bond 2 – Leben und sterben lassen: 007 wird in die USA gerufen. Mr. Big, ein Drogenbaron, soll endlich gestellt werden. Die Jagd führt Bond bis Jamaika. Der zweite Band der 007 Reihe ist weitaus spannender als Casino Royal, zieht sich streckenweise dennoch.

Momo: Obwohl Michael Ende einer der Autoren ist, die ich am häufigsten gelesen habe und seine unendliche Geschichte bis heute mein Lieblingsbuch ist, habe ich es bisher immer verpasst Momo zu lesen. Die Geschichte um ein junges Mädchen, das den grauen Herren, von Beruf Zeitdieben, entgegentritt, konnte mich aber auch jetzt noch in den Bann ziehen.

Puh der Bär: Die Gesamtausgabe enthält Puh der Bär und Puh baut ein Haus. Winnie Puh ist auch so eine Figur aus meiner Kindheit, die mich noch immer begleitet. Die Originalvorlage fand ich dann aber doch etwas anstrengend geschrieben und A.A. Milne misst sich wohl mit Tolkien um die Anzahl der meisten Lieder. Dennoch sind es irgendwo die Geschichten, die ich seit meiner Kindheit kannte.

Rückblick auf den Dezember 2019

Nach den ganzen Rückblicken wollen wir nun doch nicht vergessen, auch auf den vergangenen Monat zurückzublicken. Für mich hat bereits mit dem Dezember das neue Filmjahr begonnen und meine Zählung fängt neu an. Im Dezember selbst ist bei mir nicht viel passiert. Ich war mit einer Freundin in Berlin im Musical „Mamma Mia“, was mir weit besser gefallen hat, als der Film damals. Ansonsten hoffe ich, dass euch mein Adventskalender-Serienspecial gefallen hat. Nun sind die Festtage auch alle wieder überstanden und wir können uns 2020 widmen. Also nun ohne groß weitere Worte zu verlieren:

Sneak Preview:

The Peanut Butter Falcon: Ein Junge mit Downsyndrom möchte unbedingt Wrestler werden und flieht deswegen aus dem Heim. Unterwegs trifft er auf einen Mann, der ebenfalls auf der Flucht ist. Zusammen tretten sie eine ungewöhnliche Reise an. Ein unscheinbarer Film mit viel Herz und ohne große Moralkeule.

7500: Wer Flugangst hat, sollte diesen Film wohl besser meiden. Denn er zeigt ein zu realistisches Szenario einer Flugzeugentführung. Über den Realitätsfaktor hinaus schafft er es aber nicht, den Zuschauer an die Leinwand zu fesseln und scheitert an seinem beengten Raum.

Drei Engel für Charlie: Willkommen im nächsten Filmjahr, das gleich mit einem neuen Remake beginnt. Dabei sind die Grundideen wirklich gut, leider scheitert der Film daran, dass er wieder mit einer Origin-Story beginnt und die Charaktere einige Zeit brauchen, um sich aneinander zu gewöhnen. Sobald der Film jedoch seinen Rhythmus gefunden hat, schafft er es ein geniales Finale hinzulegen.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Jumanji 2 – The next level: Erneut geht es für die vier Freunde in das Videospiel Jumanji. Nur das durch einen technischen Defekt auch Spencers Großvater und dessen Freund in das Spiel gezogen werden. Leider schafft es die Fortsetzung nicht, an das Neuentdecken und die guten Einfälle des ersten Teils anzuknüpfen. Stattdessen bringen sie einfach die gleichen Gags immer und immer wieder, was schnell ermüdend wirkt. Schade, denn ein paar Einfälle gab es durchaus noch.

Star Wars – Episode 9 – Der Aufstieg Skywalkers: J.J. Abrahms bekam das Ruder zurück und durfte nun seinerseits alle Änderungen von Rian Johnson zunichte machen, nachdem dieser sich mit Episode 8 an die Grundfesten von Episode 7 zu schaffen gemacht hat. Letztendlich ist ein Film herausgekommen, den ich mochte, allerdings auch nur, weil er mit dem Vormaterial nicht mehr viele Möglichkeiten hatte, um noch zu einem runden Ende zu kommen.

Cats: Während viele nach dem Trailer bereits ausgestiegen sind, konnte mich Cats dort durchaus noch begeistern. Das es keine wirklich existente Handlung gibt, wusste ich vorher und die Optik störte mich wenig beim Sehen, auch wenn man beim vorhanden Budget darüber nur den Kopf schütteln kann. Leider konnten mich die Arrangements von einigen Liedern nicht wirklich überzeugen und so gab es nur noch wenig Highlights im Film, auch wenn ich ihn eher im Bereich Mittelmaß als Superflop einordnen würde.

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl: Caroline Link inszeniert hier das autobriografisch angehauchte Buch von Judith Kerr. Sie erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie, die nach der Wahl 1933 aus Deutschland fliehen muss, jedoch aus der Sicht der 10-jährigen Tochter Anna. Dabei kommt ein sehr ruhiger und unaufgeregter Film heraus, der dennoch in einigen Szenen ergreifend ist und hoffentlich zum Nachdenken anregt.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Klaus: Pünktlich zur Weihnachtszeit präsentierte uns Netflix einen spanischen Film, der in einer liebevollen Geschichte die Ursprünge des Weihnachtsmannglaubens auseinander nimmt. Mit einem taugenichts Postmann in einem zutiefst zerstrittenen kleinen Dorf, gibt es allerhand erinnerungswürdige Figuren.

Ist das Leben nicht schön?: Ebenfalls pünktlich zu Weihnachten habe ich mich einmal einem absolutene Weihnachtsklassiker gewidmet. Der Film ist absolut stringent erzählt, was zu seiner Zeit wohl normal war, in der heutigen Zeit aber doch etwas befremdlich wirkt. Es geht um einen Engel, der auf die Erde geschickt wird, um einen Mann vom Selbstmord abzuhalten. Er zeigt ihm, was passiert wäre, wenn er nie geboren worden wäre. Bzw. tut er das in den letzten 20 Minuten des Films. Vorher geht es ausführlich um das Leben eben jenes Mannes.

The Irishman: Netflix entfesselt Martin Scorsese und heraus kam ein 3,5 Stunden langer Film. Wobei dies schon die Kurzversion sei. Handwerklich ein echt schönes Stück und vor allem schauspielerisch kann es brillieren. Auch wenn keine Szene überflüssig erscheint sind 3,5 Stunden einfach zu lang und wer ohnehin nicht auf Mafiafilme steht, wird auch mit diesem nicht glücklich werden.

Das Haus der geheimnisvollen Uhren: Jack Black und Cate Blanchett als Magier, die einen Jungen bei sich aufnehmen. Doch irgendwo in den Wänden ist eine geheimnisvolle Uhr versteckt, die das Ende der Welt bedeuten könnte. Dieser Fantasy-Film hat eine interessante Geschichte, einen guten Cast und das große Finale, was einfach dazugehört. Dennoch schafft er es nicht sich über „Ganz nett“ zu erheben.

A Nightmare before Christmas: Dieser Klassiker lief bei mir diesmal nicht an Halloween, also wenigstens in der Weihnachtszeit. Er bleibt einer meiner liebsten Filme.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Motherless Brooklyn: Edward Norton inszeniert hier einen etwas anderes Kriminalfilm, mit Film Noir Einflüssen und sich selbst als Protagonisten mit Tourette-Syndrom. Hier wird bei Gelegenheit durchaus einmal ein Blick gewagt.

Knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Alles außer gewöhnlich & The Farewell

Serien – ein kurzer Überblick

Im November habe ich für die Adventszeit die norwegische Serie Weihnachten zu Hause gesehen. Sie hat mir in ihrer Kürze gut gefallen. Ob ich wirklich eine zweite Staffel brauche, weiß ich nicht, auch wenn die erste mit einem fiesen Cliffhanger endet. Außerdem lief endlich die 9. Staffel von Modern Family, die mir noch immer sehr gut gefällt und trotz ihrer langen Laufzeit noch nichts von ihrer Qualität eingebüßt hat. Ebenfalls lang erwartet lief endlich die dritte Staffel von The Crown. Neuer Cast, da der vorherige für die erzählte Zeit nun doch zu jung ist. Während Olivia Coleman als Queen Elisabeth II. sofort ein stimmiges Bild abgibt – und dafür verdient den Golden Globe erhalten hat – ist es gerade Helena Bonham-Carter als Prinzessin Margarete mit der ich mich sehr schwer getan habe. Dennoch konnte mich auch diese Staffel wieder überzeugen.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 2.100
Seiten pro Tag: 68 im Durchschnitt
Taschenbuch: 1
E-Book: 3

Das gestohlene Herz der Anderwelt: Nach langer Wartezeit und mehrmaligem Verschieben des Veröffentlichungstermins, gab es nun endlich Nachschub für den Pan-Spin Off. Leider wurde hier eher verzweifelt versucht zu einem Ende zu kommen und so kann das Buch nicht mehr an den ersten Teil und schon gar nicht an der Ausgangstrilogie heranreichen.

Der Anschlag: Mein inzwischen 7. Buch vom Altmeister Stephen King lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Zum einen gefällt mir die Idee, dass er seinen Protagonisten in der Zeit zurückreisen lässt, um das Attentat auf JFK zu vereiteln. Auch ist er in seiner Recherche sehr gründlich und schafft es auch wieder sehr ausschweifend diverse Zwischengeschichten zu erzählen. Doch gerade zum Ende hin gibt es mehrere Entwicklungen, mit denen ich nicht einverstanden bin. Aber das ändert nichts daran, dass es an sich ein gutes Buch ist.

Crazy, Sexy, Love – Dive-Bar Teil 1: Im letzten Jahr hat es Kylie Scott mit Ihrer Stage-Dive Reihe instant in mein Herz geschafft und auch auf Platz 2 der multiplen Bände. Umso erfreuter war ich über einen Spin-Off in dem uns die Autorin nun nach Coeur d’Alene führt und in die Dive Bar. Im ersten Band geht es um Vaughan, der eigentlich niemals in seiner Heimat zurückkehren wollte. Doch mit seiner Band hat es nicht geklappt und nun findet er in seinem Elternhaus auch noch Lydia vor, die gerade vor ihrer eigenen Hochzeit geflohen ist und im Brautkleid in seiner Badewanne hockt. Was soll ich sagen? Dieses Buch hatte mich nach den ersten paar Seiten bereits absolut gefesselt.

Dirty, Sexy, Love – Dive-Bar Teil 2: Kylie Scott inszeniert in ihrer Romanreihe rund um die Dive-Bar wieder Einzelteile, die jeweils auf Nebencharaktere der vorhergehenden Bände basieren. So geht es diesmal um Joe, der mit Alex aus Seattle gemailt hat. Als diese plötzlich in der Dive-Bar auftaucht ist der Schrecken groß, denn er hat sich als sein Bruder Eric ausgegeben. Nun versucht er alles, um Alex zum Bleiben zu bewegen. Leicht schwächer als der erste Band, aber dennoch auch wieder gut geschrieben.

Rückblick auf den November

Willkommen in der Adventszeit. Der November ist vorbei, der Dezember hat sich jedoch ebenso regnerisch vorgestellt. Die ersten Türchen sind bereits geöffnet und noch etwas steht bevor: die Jahresrückblicke. Denn mit dem abgelaufenem November ist auch mein mediales Jahr wieder vorbei. Doch zunächst geht es erst einmal wieder ganz klassisch um den November und meinen Medienkonsum in diesem.

Sneak Preview

Zombieland 2 – Doppelt hält besser: 10 Jahre nach dem spontanen Erfolg der Zombiekomödie, sind die beliebten Charaktere zurück. Alle sind älter geworden und auch die Zombies sind neue Herausforderungen. Dabei schafft er es wieder einfach nur gute Laune zu versprühen, wobei diesmal auch die Nebencharaktere einen wichtigen Teil zu beitragen.

Official Secrets: Whisteblower-Drama mit Keira Knightley über Katharine Gun. Spoilert sich leider selbst am Anfang und kommt nicht über eine durchschnittliche Leistung hinaus, auch wenn gerade durch den hervorragenden Cast deutlich mehr Potential da war.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Scary Stories to tell in the dark: versucht sich an einer Mischung aus Gänsehaut und Es, kann mit beiden, was die Szenenartigen Monstererscheinungen angeht auch mithalten, hält dieses Niveau aber nicht über die Rahmenhandlung und verpasst gerade am Ende die Rundung.

Last Christmas: Auch dieses Jahr gibt es wohl kein Herumkommen um den Song. Doch in diesem charmanten, aber doch ehrlichen Film, der weit mehr ist als nur eine Liebesgeschichte, bekommt er eine ganz neue Bedeutung.

Die Eiskönigin II: Sechs Jahre sind seit dem ersten Film vergangen. Der Merchandiseansturm hat nie abgenommen. Und nun bringt uns Disney den zweiten Teil, der irgendwo erwachsener ist, aber immer genau dann krankt, wenn er sich zu sehr am ersten Teil orientiert. Sobald er sein eigenes Ding macht, funktioniert er sehr gut.

Le Mans 66: Der Film, der die Geschichte hinter dem Duell zwischen Ford und Ferrari erzählt, die im 24 Stunden Rennen von Le Mans gipfelt. Trotz Überlänge schafft er es durch umheimlich gelungene Kameraarbeit und faszinierende Charaktere auch den letzten Automuffel abzuholen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche: Fast pünktlich zu Halloween lief dieser Klassiker bei mir. Mit der gelungenen Mischung aus Drama, „Grusel“ und Humor konnte er mich auch beim x-ten Mal sehen wieder begeistern.

Mit dem Herz durch die Wand: Diese süße Liebesgeschichte aus Frankreich hatte ich eigentlich schon lange auf dem Schirm, konnte sie aber nun endlich mal Sehen. Und habe mich sofort in den Film verliebt. Die Geschichte selbst ist eher unscheinbar, hat aber ein ganz großes Herz. Zwei Sonderlinge ziehen nebeneinander ein, getrennt nur durch eine ganz dünne Wand, so dass sie alles vom Nachbarn hören können.

No Man’s Land: Gesehen für meine filmische Weltreise, erzählt der Film von einem Konflikt mitten im Balkan-Krieg, der große Kritik am Krieg selbst, am Einsatz der UN und den Journalisten übt.

Brittany runs a marathon: Ein Amazon Original, das glücklicherweise kurz nach Kinostart bereits zum Streamen bereit stand, war für mich ebenfalls ein großes Highlight. Die Geschichte von Brittany, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt und deren Arzt ihr sagt, dass sie dringend abnehmen müsse, berührt auf so vielen Ebenen und schafft es mehr als nur die Geschichte einer Dicken zu erzählen, die versucht abzunehmen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

The Report: Ein Senatsmitarbeiter deckt die Folterungen der USA nach den Anschlägen vom 11. September auf. Nun versuchen er und andere Abgeordnete diese zu veröffentlichen, während CIA und weißes Haus alles versuchen diese zu vertuschen.

Doctor Sleep: Da habe ich extra die Buchvorlage im Sommer gelesen, um auf den Filmstart von der Shining-Fortsetzung vorbereitet zu sein und dann zeigt mein Kino lieber die Eiskönigin sechs Mal am Tag…

Nicht auf die Liste geschafft, aber dennoch relativ interessant klangen folgende Filme: Lara, Midway, Booksmart, My Zoe, The Irishman, der Leuchtturm, Hustlers, The Good Liar

Serien – ein kurzer Überblick

Im November kam die Zwischenstaffel von Queer Eye, die diesmal ausschließlich in Japan gedreht wurde. Leider war sie noch einmal kürzer, als die eigentlichen Staffeln, aber brachte neben den Glücksgefühlen durch die Vibes der Fab 5 auch noch einen schönen Einblick in die Denkweise der Japaner. Beim Fresh Prince of Bel Air ging es mit der vierten Staffel weiter. Leider führte die Neubesetzung von Tante Vivian auch zu einem kompletten Charakteraustausch. Ich bin von dieser Änderung wenig überzeugt. Bones ging in die inzwischen 11. Staffel. Während die einzelnen Fälle weiterhin interessant sind, merkt man, dass in der Charakterentwicklung eigentlich bereits alles Geschehen ist, weswegen sie zu immer drastischeren Mitteln greifen müssen. Neu lief die Miniserie Catherine The Great, die mich nicht abholen konnte. Helen Mirren ist eine begnadete Schauspielerin, nur leider nicht in dieser Serie. Hier ist sie merkwürdigerweise total fehl besetzt. Auch Jason Clarke mag so gar nicht in die Rolle eines russischen Offiziers passen und bei beiden zusammen fehlt jegliche Chemie. Leider ist die Serie dadurch eher enttäuschend. Dann gab es noch etwas Neues aus dem Comedy Bereich. Tiffany Haddish präsentiert ihre ganz eigene Auswahl an Comedians in They’re ready. Und tatsächlich tauchen hier Künstler auf, die man sonst wohl nur in den USA erleben dürfte.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 3
Seiten gesamt: 1.219
Seiten pro Tag: 41 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
E-Book: 2

Sinful Royalty: Der letzte Band der Reihe von Meghan March konnte mich ebenso noch einmal komplett anfixen. Die Reihe zählt definitv zu meinem Jahreshighlight.

Quarterback Crush: Wohingegen mich dieser Versuch einer Liebes-Erotik-Geschichte einfach nur enttäuscht hat. Die Geschichte ist absolut vorhersehbar, hat fürchterliche klischeehafte Charaktere, eine absolut nervige Protagonistin und leider hilft auch der Schreibstil nicht sonderlich weiter. Ich habe dann von den weiteren Teilen erst einmal Abstand genommen.

20.000 Meilen unter dem Meer: Ein neuer Haken auf meiner Klassiker-Liste der Schande. Von Jules Verne kannte ich bereits Die Reise zum Mittelpunkt der Erde, die ich wesentlich besser fand. Denn irgendwo wartet man bei der Fahrt mit Kapitän Nemo immer auf das eigentliche Highlight, das sich aber nicht einstellen mag. So wird man auf über 600 Seiten kreuz und quer durch die Weltmeere gejagt, erfährt aber abgesehen von der Klassifizierungen von Fischarten nichts.

Rückblick auf den Oktober

Und da ist der „Gruselmonat“ auch schon wieder vorbei. Stattdessen strahlt der Herbst in seiner regnerischen Tristheit. Tatsächlich gibt es diesmal wenig zu erzählen, daher starten wir gleich in den medialen Rückblick.

Sneak Preview

Ronny und Claid: Die Geschichte zweier Spätibesitzer, die einem Mafiosi Geld schulden und dafür Menschen entführen, denn einer wird schon Millionär sein, ist zunächst etwas hoprig, entwickelt dann aber seine ganz eigene Dynamik und kann durchaus begeistern.

Halloween Haunt: Der Versuch Geisterbahn und Escape Room zu kombinieren scheitert leider an zu vielen Klischees, Vorhersebarem und Logiklöchern.

Cinemathek:

Tolkien: Die Geschichte um J. R. R. Tolkien und seiner großen Liebe. Zwischen Krieg und schwieriger Kindheit wächst Tolkien auf und entwickelt seine eigene Sprache, die er gegen Ende in seinem ersten Roman „Der Hobbit“ verarbeitet. Nicht das große Biopic, was man erwarten könnte, dafür eine interessante Geschichte über Liebe, Freundschaft und das Erwachsen werden.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Everest – Ein Yeti will hoch hinaus: Ein berührender Film über Freunschaft, Familie und Trauerverarbeitung, der es perfekt schafft sowohl Witze für die Kleinen, aber auch gute Dialoge für die Großen einzubauen und dabei kein Auge trocken lässt, sowohl durch Lachen, als auch durch traurige Szenen. Große Empfehlung!

Dem Horizont so nah: Eine Liebesgeschichte rund um ein Pärchen mit HIV. Wie lebt man sein Leben, wenn einer weiß, dass er nicht alt werden wird? Er erzählt seine Geschichte mit einer gewissen jugendlichen Naivität, die den Ton sehr auflockert, ihm aber auch die Tiefe nimmt. Das Augenmerk liegt hier deutlich auf der Liebesgeschichte

Joker: Joaquin Phoenix gibt sich die Ehre und verkörpert DCs wohl bekanntesten Bösewicht. Diesmal geht Regisseur Todd Philipps der Hintergrundgeschichte auf den Grund und präsentiert einen kaputten Mann in einer kaputten Welt. Oscarreif gespielt von Phoenix mit einer Geschichte, über die man viel diskutieren kann.

Gemini Man: Will Smith versucht sich diesmal gleich in zwei Rollen und repräsentiert sein Altes und sein Junges Ich. Die Handlung ist spannend gestaltet mit ein paar Schönheitsfehlern.

Ich war noch niemals in New York: Die stark gekürzte und umgeschriebene Fassung des Bühnenmusicals scheut sich nicht seine Schönheitsfehler mit einem engagierten Cast und einer großen Portion Gute Laune zu kaschieren.

Die Addams Family: Die Neuinterpretation der bekannten Gruselfamilie mag an einigen Stellen gewöhnungsbedürftig sein, an einigen kann sie dafür umso mehr überzeugen und hält sich mit einem stabilen Mittelmaß.

Penguin Highway: Im Animespecial lief diesmal Penguin Highway. Mein Lebensgefährte mag Animes, ich mag Pinguine, wir konnten also tatsächlich einmal zusammen in das Special gehen. Allerdings konnte mich die Handlung nicht überzeugen und die Charaktere waren mir sehr unsympathisch.

Das perfekte Geheimnis: Wie viel verbirgt man wirklich vor Partnern und Freunden. Ein seltsames Experiment, das gehörig schief geht. Ein Film, der beim erstmaligen Sehen großen Spaß macht, trotz einer sehr konstruierten Handlung. Gerade der gut harmonierende Cast schafft es den Film trotzdem rund zu gestalten.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Harry Potter und die Kammer des Schreckens: Mein Lebensgefährte hört weiter fleißig die Bücher und so konnten wir nun den zweiten Teil zusammen sehen, damit er Buch und Film noch einmal vergleichen konnte.

The Death of Stalin: 1953 stirbt Stalin überraschend und ein großer Kampf über seine Nachfolge entbrannte. Dieser wird hier in einer schwarzen Komödie verarbeitet. Leider nicht unbedingt verständlich durch zu viele Namen und Charaktere und Intrigen.

The Addams Family (1991): Nachdem ich die Neuinterpretation im Fernsehen sah, war ich neugierig, zumal mir Prime zur Halloweenzeit diesen Film vorschlug. Hier gefielen mir die Dinge, die mich an der 2019er Version störten, schon eher, dafür der Rest nicht mehr so.

Die Hexe und der Zauberer: lief durch Zufall im Fernsehen und mein zweitliebster Disney-Meisterwerkfilm brauchte sowieso mal wieder eine Sichtung.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Brittany runs a marathon: Brittany schläft zu wenig, macht zu viel Party und kriegt ihr Leben nicht auf die Reihe. Als ihr Arzt meint, sie solle mehr auf sich achten und vorallem 25 Kilo abnehmen, denkt sie, dass dies unmöglich sei. Bis sie anfängt für den New York Marathon zu trainieren.

Serien – ein kurzer Überblick

So kurz wird der Überblick in diesem Monat wohl nicht, denn ich habe einige Staffeln geschafft. Zum einen die dritte Staffel des Fresh Prince of Bel Air, der mich aktuell monatsweise begleitet. Dann habe ich mich endlich der dritten Staffel von Adventure Time gewidmet und diese nun beendet. Im Crimebereich ging es mit der inzwischen 10. Staffel von Bones – Die Knochenjägerin weiter. Eigentlich hatte ich am Ende der 9. aufgegeben, da mich die immer größer werdenden Staffelfinale abgeschreckt hatten. Und prompt musste einer meiner liebsten Charaktere am Anfang dran glauben. Doch sobald sich die Serie wieder mit den eigentlichen Fällen befasste, kam ich wieder in den alten Rhythmus zurück, auch wenn nicht mehr die gleiche Dynamik, wie in den ersten Staffeln herrscht. Dann gab es diesen Monat gleich drei Neuentdeckungen. Zum einen die erste Staffel von Barry. Bill Hader spielt hier einen Auftragsmörder, der viel lieber Schauspieler werden will und verzweifelt versucht beides unter einen Hut zu bekommen. Dann habe ich mich nach vielen Nominierungen und Gewinnen auf der diesjährigen Emmy-Verleihung an die erste Staffel von Fleabag herangewagt, die mich aber bisher nicht wirklich überzeugen konnte. Dann lief bei mir noch die erste Staffel der Peaky Blinders, die mich nach Birmingham 1919 zog und damit in eine ganz andere historische Sichtweise. Bisher gefällt mir die Serie sehr gut.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 8
Seiten gesamt: 2.573
Seiten pro Tag: 83 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 2
E-Book: 5

40 Festivals in 40 Wochen: Das Selbstexperiment der Autorin hatte ich mir eigentlich pünktlich zur Festival-Saison besorgt, kam aber nicht gerade viel zum Lesen auf dem Festival. Die kurzen und knackigen Beschreibungen der verschiedensten Festivals waren zunächst sehr interessant, wurden jedoch schnell monoton, da sich die Autorin gefühlt ständig nur über ihren Gesundheitszustand beschwerte.

Mr. Barnacals Schildkröte: Meine Ausbeute von der GCC Berlin dieses Jahr stammt vom Wölfchen Verlag und wurde mir wärmstens empfohlen, da die Geschichte herrlich verrückt sei. Dies war keinesfalls untertrieben und konnte mich auch zunächst in Bann  ziehen, bis mich die Geschichte leider irgendwann verlor.

Wie Monde so silbern: Eine Empfehlung von Inkunabel, für die ich die Mädels nur loben kann. Denn die Cinderella Geschichte als Cyberpunk zu erzählen, ist ein absoluter Volltreffer und traf genau meinen Geschmack.

Sinful King / Sinful Queen / Sinful Empire: Eigentlich auf der Suche nach kurzer Zwischendurchlektüre fand ich die erotische Reihe von Meghan March, die mich durch starke Charaktere und einem gelungenen Schreibstil sofort überzeugte und von da an nicht mehr losließ.

Sinful Prince / Sinful Princess: Auch die Fortsetzungsreihe um zwei Nebencharaktere aus der Ursprungstrilogie traf mich sofort und ich konnte auch die Reihe nicht weglegen.