Am 13.08.2015 erschien ein neues lebensbejahendes Teenagerdrama in den deutschen Kinos.
Kurz zur Story: Mike Tyson hat nur einen Wunsch. Er möchte sterben. Doch leider ist er der eine Prozent, der überlebt, wenn er sich mit einem Gewehr in den Kopf schießt. Zu seinem Glück wird jedoch bei einer Nachuntersuchung ein Tumor in seinem Kopf gefunden und ihm werden nur noch ein paar Monate Leben vorhergesagt. In diesen muss er jedoch an Therapiesitzungen teilnehmen und auch einen Sportkurs mitmachen, bei dem er die hübsche und sympathische Miranda kennenlernt. Ändert sie seine Meinung?
Coconut hero scheint das Thema Selbstmord und Pubertät einfach bunt miteinander zu mischen. Man lernt Mike kennen, der ein nicht ganz leichtes Teengerleben führt. In der Schule wird er gehänselt, seinen Vater hat er nicht kennengelernt, weil dieser sich direkt nach seiner Geburt aus dem Staub gemacht hat, und seine Mutter ist mit dem Thema Erziehung viel zu überfordert und lässt Mike doch lieber den ganzen Tag alleine. Das ganze ist vielleicht kein Einzelfall, aber im realen Leben werden dann doch eher verbitterte Erwachsene aus den Teenagern oder manche ertragen auch nur ihr Kindheit und genießen dann ihr Erwachsenendasein. Doch nicht Mike. Mike hat einfach keine Lust mehr zu leben. Vor seinem Selbstmordversuch ruft er ganz trocken bei der Zeitungsredaktion an und lässt sich einen Nachruf erstellen. Dieses Ausgangsszenario finde ich schon sehr extrem dargestellt, denn so einen wirklichen Auslöser für den Selbstmord gibt es nicht und sollte sich jetzt jeder Teenager umbringen, nur weil seine Eltern sich nicht richtig kümmern und man in der Schule gehänselt wird?
Aber das ist natürlich nicht die Grundlegende Nachricht des Films, denn Mike schafft den Selbstmord nicht und hat nun noch ein paar Monate, um über seine Entscheidung nachzudenken, bis ihn der Tumor umbringen wird. Außer natürlich er macht die lebensrettende OP. Und um diese Zeit geht es eigentlich in dem Film und um die Frage, ob Mike doch noch Gefallen am Leben findet.
Mike ist ein sehr ruhiger Charakter, der nicht so viel spricht. Hinzu kommt eine sehr langsame Erzählweise, so dass sich der Film an einigen Stellen schon zieht. Aufgelockert wird die Grundstimmung durch einige humorvolle Einlagen, die dem Zuschauer dann doch eine gewisse Lockerheit in das schwierige Grundthema bringt. Die Charaktere schwanken von liebenswert bis unsympathisch, wie es auch im realen Leben so ist.
Das Ende des Films spaltete mal wieder mich und meine Mitkinogänger in zwei Lager. Mir gefiel es nicht, das andere Lager fand es doch sehr passend. Mir war es doch zu vorhersehbar und leider auch zu kitschig. Das einzige, was am Film wirklich sehr störend war, war die schlechte deutsche Synchronisation. In Deutschland wird sich damit ja eigentlich große Mühe gegeben, aber in diesem Film wollten die Lippenbewegungen einfach nicht zum Gehörten passten.
Alles in allem ist es doch irgendwie ein lebensbejahender Film geworden, über dessen Grundsituation man streiten kann, das sich vielleicht auch etwas zieht, aber im Endeffekt doch irgendwo sehenswert ist. Dafür bekommt der Film 05 von 10 möglichen Punkten.
Schlagwort-Archive: Kino
True Story (Kurzkritik)
Am 06.08.2015 erschien der neue Film, der Jonah Hill und James Franco zusammen vor der Kamera zeigt, in den deutschen Kinos.
Kurz zur Story: Michael Finkel arbeitet bei der New York Times, bis er dort in Ungnade fällt. Also räumt er seinen Schreibtisch, nur um kurz darauf zu erfahren, dass der vor Gericht stehende Christian Longo sich bei der Verhaftung als Finkel ausgab. Dieser versucht nun Longo, der seine Frau und Kinder umgebracht haben soll, näher kennenzulernen und findet bald Potenzial für ein Buch über ihn. Doch spielt Longo nur mit ihm?
Ich habe den Film bereits vor über einem Monat in der OV-Sneak gesehen. Das heißt in englischer Sprache und mit original Genuschel. Dadurch fiel es mir sehr schwer der Handlung zu folgen und ich muss gestehen: ich habe den Film leider nicht verstanden… Nichtsdestotrotz soll es hier nun eine Kritik geben, allerdings in verkürzter Form, da ich die Handlung natürlich nicht bewerten kann.
Im Vordergrund des Films standen vor allem die Schauspielleistungen der beiden Hauptdarsteller Jonah Hill und James Franco. Beide sind eher für ihre Darstellungen in Komödien bekannt, als dafür tiefgründige Schauspieler zu sein. Doch mit diesem Film schaffen beide ihr Image etwas aufzupolieren. Gerade Jonah Hill schafft es einen tiefgründigen Michael Finkel zu kreieren, mit dem man von Anfang bis Ende mitfühlt. Zum einen schafft er sehr sympathisch ‚rüberzukommen, zum anderen fragt man sich aber auch, ob ethisch alles so richtig ist, was er macht. Wobei selbst die zweifelhafteren Aktionen ihn nie als schlechten Menschen darstellen lassen. Man nimmt Hill also seine Performance vollkommen ab.
Bei James Franco hingegen ist es etwas schwieriger. Zwar spielt auch er vollkommen ernst und verkörpert auch gut den Mann, der seine Familie umgebracht haben soll. Jedoch ist seine Mimik teilweise etwas eingefroren und zeigt ständig die selben Regungen. Dies wirkt auf Dauer nicht aufregend und spielt daher auch wenig mit dem Zuschauer. Bei diesem Film gilt es für den Zuschauer herauszufinden, ob er an Longos Schuld oder Unschuld glaubt. Doch hier wird der Zuschauer den Dialogen überlassen, denn Francos Mimik und Gestik lassen einem im Dunkeln tappen. Das ist Schade, denn hier ist ein großer Spielraum verloren gegangen.
Der Film ist teilweise als Kammerspiel inziniert, denn viele Szenen spielen im Gefängnis, während Finkel und Longo sich gegenüber sitzen und reden. Doch selbst in dieser „simplen“ Szene bleibt der Film spannend und die Zeit rennt eher und man wird immer weiter in den Strudel von Longos Geschichten hineingerissen.
Alles in allem bin ich mit einem sehr positivem Gefühl aus dem Film gegangen, kann ihn aber leider nicht entgültig bewerten, denn ich habe die Dialoge einfach nicht verstanden und damit auch nicht die Handlung. Daher gibt es erst einmal 05 von 10 möglichen Punkten, die ich nach einer neuen Sichtung des Films gerne nach oben oder unten korrigiere.
Horns
Am 06.08.2015 erschien der neue Film mit Daniel Radcliffe in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.
Kurz zur Story: Ignatius Perrish ist vollkommen glücklich mit der großen Liebe seines Lebens Merrin. Doch eines Tages wird diese vergewaltigt und ermordet und die ganze Welt glaubt, dass er es war. Doch egal, wie oft er auch seine Unschuld beteuert, die Leute lungern vor seinem Haus auf und protestieren, dass er noch nicht im Gefängnis sitzt. Doch eines Tages wachsen im Hörner und alle, die diese sehen, sagen auf einmal die Wahrheit. Und so fängt Ignatius an Selbstjustiz zu verüben.
Der Film weiß nicht so ganz, was er eigentlich möchte. Er springt wild durch die Genres Romantik, Drama, Horror, Thriller, Krimi, Komödie und Fantasy und ist doch keinem so richtig zuzuordnen. Die Handlung an sich braucht erst einmal ein bisschen um an Fahrt aufzunehmen, doch sobald die Hörner da sind, macht der Film definitiv Laune. Die Dialoge werden ausgefeilter und der Film nimmt an Geschwindigkeit zu. Zudem sorgt der Film ab da auch für einen guten Humoranteil, der den Film zusätzlichen Charme verleiht.
Die Charaktere sind allesamt interessant gezeichnet und trotz Rückblenden in die Kindheit der Charaktere, errät man bis zum Schluss nicht, wer der wahre Mörder Merrins ist. Daniel Radcliffe zeigt hier wieder, dass er auch außerhalb Harry Potters ein guter Schauspieler ist. Doch trotz seines guten Spiels, mag er nicht so ganz in die Rolle passen. Vielleicht ist man einfach nur vorgeschädigt durch sein Spiel in Harry Potter oder es liegt an seiner Ausstrahlung, die für mich einfach nicht in diese Art von Film passt.
Die Effekte des Films sind gut gemacht und sorgen optisch für ein durchgehend schönes Bild im Film. Schon die erste Szene, in der die Kamera praktisch durch die Erdmitte zu fahren scheint, um so zu vermitteln, dass zwischen den beiden Szenen etwas passiert sein muss, lässt auf kleine, aber geschickt eingesetzte, Effekte schließen, die dem Film seinen eigenen Charme verleiht. Auch die Maske hat gute Arbeit geleistet, denn die Hörner scheinen wirklich aus Radcliffes Kopf zu sprießen und wirken nur am Anfang wie eine Ananomalie, danach hat man sich bereits an sie gewöhnt und nimmt sie nur noch wahr, wenn die Handlung auf sie bezogen wird.
Die Handlung selbst ist von Anfang bis Ende sehr spannend gehalten, leider wurde sie am Ende wieder zu weit gesponnen. Ich hätte mir eher ein schönes rundes Ende gewünscht, ehe am Ende wieder alles zu weit abgedreht werden musste. Hier musste Regisseur Alexandre Aja, der auch „The hills have eyes“ drehte, doch noch beweisen, dass er aus dem Horror-Milieu kommt und seine Charaktere minutenlang verstümmeln. Ab hier wurde die Handlung einfach zu abgedreht und nahm den Film den vorher aufgebauten Charme.
Alles in allem bietet der Film aber doch viel für den Zuschauer und lohnt einen Blick. Von mir erhält er 06 von 10 möglichen Punkten.
Pixels
Am 30.07.2015 erschien der Film, der die Herzen aller früheren Arcaderspieler höher schlägen lässt, in den deutschen Kinos.
Kurz zur Story: 1982 schickte die NASA eine Kapsel ins Weltall gefüllt mit allerlei Videos aus unserer Welt. Unter anderem von der Arcade-Weltmeisterschaft. Jahre später bedrohen Aliens die Welt, in dem sie zum Leben erweckte Videospiele auf die Erde schicken. Nun ruft die US-Regierung die Arcader von früher zusammen, damit sie mit ihrem Wissen die Welt retten können.
Mit Jahrgang ’93 bin ich wahrscheinlich nicht so ganz die Zielgruppe des Films, da mir die meisten Arcade Spiele nichts sagten. Dafür hatte ich aber meinen Freund dabei, der die meisten Spiele kannte und davon wiederum auch die meisten selbst gespielt hatte. Aber auch ohne das Vorwissen über die Spiele macht der Film Laune. Die Handlung an sich kann man bereits den Trailern entnehmen, die leider bereits wieder viel vorweg nehmen. Trotzdem bietet sie noch die ein oder anderes unvorhersehbaren Wendungen, die den Film trotzdem nicht an Spannung verlieren lässt.
Während der Anfang ein bisschen langsam dahin plätschert und schon die (anscheinend nicht vermeidbare) Liebesgeschichte einführt, nimmt der Film schnell Fahrt auf und lässt mit dem ein oder anderen lustigen Spruch das Publikum bereits lauthals loslachen. Die einzelnen Videospielschlachten im realen Leben sind sehr spannend und sorgen auch hier teilweise für Erheiterung. Der Kontrast zwischen der neuen 3D-Technik der Filme und den alten verpixelten Arcadespielen ist interessant anzusehen und gibt dem Film einen ganz eigenen Flair.
Über die Schauspielleistungen lässt sich bestimmt streiten, zumal Adam Sandler immer ein Streitpunkt ist. Meiner Meinung nach sind die Schauspielleistungen zwar nicht unbedingt gut, aber doch vollkommen ausreichend für den Film, der größtenteils auf die Arcadeanimation und die Schlachten baut. Auch hat man hier sehr namenhafte Schauspieler, die alle ihren ganz eigenen Charme einbringen. Nicht zuletzt Peter Dinklage sorgt für viele lustige Dialoge.
Während teilweise die Dialoge sehr ausgefeilt scheinen und zu großer Erheiterung führen, scheinen andere Passagen sehr gestellt und wirken nicht echt. Da wurde zu sehr auf die Humordrüse gedrückt, was leider nach hinten los ging. Ich finde, dass hat der Film nicht nötig, weil er es doch schafft den Zuschauer auf einer gewissen Humorebene zu packen.
Alles in allem macht der Film durchaus Laune und man kann leicht über seine paar Schwachstellen hinwegsehen. Dafür erhält der Film von mir 05 von 10 möglichen Punkten.
Mission Impossible: Rogue Nation
Am 06.08.2015 erschien der fünfte Teil der Mission Impossible-Reihe, die lose auf der Serie aus den 60er Jahren basieren, in den deutschen Kinos.
Kurz zur Story: Nach den letzten Aktionen von Ethan Hunts Team wird das IMF durch den CIA Vorsitzenden Alan Hunley aufgelöst. Gerade hatte jedoch Hunt die Existenz des Syndikats entdeckt, einer Organisation, die das genaue Gegenteil des IMF darstellt, und taucht daher unter. Nun wird er verfolgt vom CIA und jagt selbst das Syndikat.
Ich bin ja ein großer Fan, der ursprünglichen Serie und war daher bei den ersten drei Filmen eher enttäuscht. Erst als das Team im vierten Teil neu besetzt wurde und durch Simon Pegg und Jeremy Renner eine humorvolle Seite bekam, wurden mir die Filme sympathisch.
Rogue Nation übernimmt größtenteils das Team aus dem vierten Teil, tauscht aber die Quotenfrau gegen Luther, eine der beliebtesten Figuren aus den ersten drei Teilen, aus. Dies ist für die Handlung des Films ein sehr geschickter Schachzug und funktioniert sehr gut. Doch trotzdem bietet der Film deutlichen Frauenpower. Denn es wird Ilsa Faust vorgestellt, bei der man bis zum Schluss nicht so genau weiß, auf welcher Seite sie eigentlich steht. Zwar wird sie auch in kurzem Kleid und teilweise aufreizender Poisition dargestellt, dafür ist sie aber auch die erste Frau im Film, die bei einer Flucht ihre High-heels auszieht!
Die Schauspielleistungen sind allesamt gekonnt im Film, vorallem von Antagonist Solomon Lane gespielt von Sean Harris. Auch die Actionszenen wurden sehr schön inzeniert und da lohnt der Gang ins Kino, um es auf großer Leinwand bewundern zu können. Die Stunts übertreffen natürlich wieder einmal den vorherigen Film, wobei man langsam echt an der Glaubwürdigkeit zweifelt (und ich lass Filmen da immer viel durchgehen).
Die Handlung überzeugt auf jeden Fall durchgehend, auch wenn sich das Ende eine Spur zu lange hinzieht. Hier hat mir eine Prise Schnelligkeit gefehlt, da das Ende diesmal ohne eine Verfolgungsjagd auskommt. Auch diesmal ist wieder eine gute Portion Humor im Film, kann jedoch nicht mit dem Vorgänger mithalten, da diesmal die Dialoge etwas enthumorisiert wurde.
Alles in allem macht der Film Laune und lohnt den Gang ins Kino, sofern man etwas mit der Reihe bzw. mit dem vierten Teil anfangen kann. Dafür erhält der Film 7 von 10 möglichen Punkten.
Verpasst im Juli 2015
Hallo ihr Lieben,
es ist passiert, der Juli ist zu Ende gegangen und ich hab es nicht einmal gemerkt! Also hier nun schnell meine Liste der Filme, die ich leider nicht geschafft habe zu sehen.
1) Big Business – Außer Spesen nichts gewesen: Der Trailer sieht sehr spannend aus! „Ich hatte nur zwei Angestellte. Einer war zu alt, der andere zu jung“. Ich hoffe, dass der Humor nicht allzu abgedreht ist, sondern auf einem gesunden Level bleibt.
2) Escorbar – Paradise Lost: Die Geschichte des Mafiosi Pablo Escorbar bzw. eines Jungen, der sich in die Tochter Escobars verliebt und daher davor steht in dessen Machenschaften gezogen zu werden. Trailer und Handlung sehen sehr interessant aus und ich habe mehrere positive Kritiken gelesen, daher interessiert mich der Film durchaus noch.
3) Heil: Kritiken sind zwar bisher eher negativ, aber der Trailer sieht für mich doch sehr interessant aus, da er mit vielen Klitschees aufräumt. Daher möchte ich ihn mir doch ansehen.
4) Margos Spuren: Ich mochte das Schicksal ist ein mieser Verräter und war daher doch interessiert in den neuen Film auf der Buchvorlage von John Green. Leider war mir dann die Hauptdarstellerin doch unsympathisch und der Trailer sah auch nicht so spannend aus. Aber trotzdem werde ich mir den Film noch ansehen.
Nervige Kinobesucher
Hallo ihr Lieben,
da will man sich nach einem langen Arbeitstag im Kino bei einem schönen Film entspannen und dann sind sie da… einfach überall… Menschen! An sich ja weder etwas ungewöhnliches, noch etwas schlimmes. Außer wenn ganz bestimmte Arten von Menschen mit einem im Kino sind, oder ganz schlimm… neben einem sitzen!
Ich denke ihr kennt sie alle!
1) Der Zuspätkommer
Endlich hat man die Werbung, den Eismann und die Trailer überstanden und genießt die ersten Sekunden des Films, da kommen sie angestürmt!
„‚Tschuldigung, ‚tschuldigung, darf ich ‚mal, ‚tschuldigung“ -.-
Da drängeln sie sich in einer Lautstärke noch an dir vorbei, die den Ton des Films übertönt. Gleichzeitig stellen sie sich dabei so ungeschickt an und stolpern über so ziemlich jede Tasche, warten aber auch nicht, bis man sie angehoben hat. Anstatt einfach Pünktlich zu kommen! (Oder zumindest während der halben Stunde Werbung…)
2) Der Treter
Ich weiß nicht, was ich verbrochen habe, aber ich habe immer die Treter hinter mir sitzen. Das ganze Kino schafft es die Füße still zu halten, außer die Person hinter mir. Vielleicht erwische ich auch immer den Sitz, auf deren Lehne „Bitte hier gegen Treten“ steht. Auf jeden Fall verlasse ich das Kino viel zu oft mit Rückenschmerzen.
3) Das Päärchen
„Oh Schatz ich liebe dich so“ „Nein ich liebe dich viel mehr“ „Ich liebe dich mehr als mein Leben“ *schmatz schmatz schmatz*
Kennt ihr diese Pärchen, die sich während eines Films durchgängig aufessen? Anstatt sich zusammen den Film anzusehen, knutschen sie in einer Tour und meistens nicht gerade leise. Ich bin ja auch ein Fan von Kuschelsitzen, ich geh auch mit meinem Freund ins Kino… aber ich gucke mir auch immer den Film an!
4) Die Kichererbse
„Hihi hast du das gesehen hihi war witzig oder? hi hi hi hi hi hi“ Und das in der emotionalsten Szene des ganzen Films! Ich verstehe ja, dass man gerne einmal lacht, wenn man etwas lustig findet. Ich bin auch jemand, der einen Film eher mit Humor nimmt, als zu ernst. Aber wie schaffen es manche Menschen 120 Minuten am Stück zu kichern? Ich meine allein das verdient zwar Respekt, stört aber irgendwann doch. Vor allem wenn die Tonhöhe sehr hoch ist oder man sich gerade sehr emotional auf eine Szene einstellt.
5) Der dumme Fragensteller
„Wieso tut sie das?“ „Wo kommt er jetzt her?“ „Was ist jetzt die Verbindung zwischen den beiden?“ Herrgott nochmal, wenn man ins Kino geht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass JEDER den Film zum ersten Mal sieht. Solche Menschen würd ich ja am liebsten mit dem Popcorn meines Sitznachbarn bewerfen! Manchmal versteh ich ja etwas auch nicht. Aber entweder frage ich wirklich leise und auch nur einmal oder ich warte bis zum Ende des Films.
6) Der Handy Checker
Ein Film geht im Durchschnitt 90-120 Minuten. Ist es so schwer in dieser Zeit das Handy in der Tasche zu lassen? Nein stattdessen wird munter drauf losgetippt, teilweise noch mit Tastenton und voller Bildschirmhelligkeit. Und dann verstehen sie nicht, dass man genervt ist, wenn es ständig von der Seite blendet.
7) Der Meckerer
„Oh könnt ihr jetzt nicht mal aufhören zu lachen?“ Nö, denn die Szene war sehr komisch! Der Meckerer ist jemand, der jeden im Kino nicht leiden kann und dem das auch ins Gesicht sagt. Leider immer unfreundlich und so gut wie immer unangemessen. Wenn ich eine Szene lustig finde, dann möchte ich gerne auch darüber lachen dürfen.
Wie sehr ihr das? Und was stört euch im Kino am meisten? Habe ich eine Kategorie vergessen?
Unknown User
Am 16.07.2015 erschien ein etwas andersartiger Horrorthriller in den deutschen Kinos.
Kurz zur Story: Vor genau einem Jahr brachte sich Laura Barns um, nachdem ein peinliches Video von ihr auf Youtube gestellt wurde und sie starkem Cybermobbing ausgesetzt war. Heute an ihrem Todestag skypen fünf Freunde, die alle Laura kannten. Doch irgendetwas ist seltsam. Ein 6. unbekannter User ist mit dabei und lässt sich nicht wegklicken. Es ist Laura Barns Account, die von nun an die fünf Freunde terrorisiert.
Wirklich neuartig ist die Story nicht, aber dafür die Inszenierung. Gedreht wurde der Film an einem Stück und zeigt die ganze Zeit nur den Bildschirm des Hauptcharakters. Die einzelnen Charaktere sieht man durch die Skype-Videochats und alle anderen Informationen erhält man, wenn Blaire (auf deren Bildschirm der Zuschauer sieht) etwas recherchiert. Dabei ist es sehr löblich, dass der komplette Bildschirm ins Deutsche übersetzt wurde und nicht nur alles mit einem Untertitel versehen wurde. Andererseits muss sich der Zuschauer auch seine Informationen selbst zusammen suchen. Wer nicht schnell genug liest, verliert teilweise Informationen. Zwar werden alle Chatfenster immer lange genug gezeigt, aber gerade, wenn Blaire etwas recherchiert, schafft man es eher nicht alle relevanten Informationen zu erlesen.
Der Film wurde dem Horrorgenre zugeordnet, ist hier aber ziemlich fehl am Platz. Denn gruselig ist der Film eher weniger. Klar zählt das „Abschlachten“ von Leuten auch mit in das Horrorgenre, aber trotzdem erzeugt der Film eher die durchgängige Spannung eines Thrillers. Wer sich also gruseln muss, um einen Film zu mögen, ist hier falsch. Trotz allem ist der Film nicht gleich schlecht.
Die Schauspielleistungen sind teilweise etwas Laienhaft, gerade wenn der Fokus nicht auf der Kamera liegt. Allerdings ist das Spielfeld auch relativ kein, wenn man nur vor einer kleinen Laptopkamera sitzt. Dafür war die Freundesgruppe sehr heterogen. Zicke, Computernerd, Schönling, Macho, etc. Und alle hatten irgendwie mit dem Tod Laura Barns zu tun. Während bei der Hälfte deutlich gezeigt wird, warum Laura deren Tod will, weiß ich es bei den anderen noch immer nicht (Wer die Lösung hat, darf mich gerne aufklären).
Was mich aber den ganzen Film über stört ist die durchgehend schlechte Internetverbindung. Die Videochats sind verruckelt, Videos und Bilder brauchen ewig zum laden, die den Film Längen verschafft, die zu vermeiden wären. Klar kann man jetzt mit dem Argument kommen „das wirkt halt authentischer“. Aber das Argument kommt nur von jemandem, der ebenfalls eine schlechte Internetverbindung hat (oder einen leistungsschwachen PC).
Alles in allem ist der Film kein Meisterwerk aber schön neuartig und daher für Thrillerfans zu empfehlen. Von mir bekommt er dafür 5 von 10 möglichen Punkten.
Duff – hast du keine, bist du eine
Ebenfalls am 09.07.2015 erschien die Teenagerkomödie, die das Schubladendenken reformiert, in den deutschen Kinos.
Kurz zur Story: Bianca stand unbewusst schon immer im Schatten ihrer gutaussehenden Freundinnen Jess und Casey. Doch erst die gutaussehende Sportkanone Wesley macht sie darauf aufmerksam, was alle anderen wirklich in ihr sehen. Eine DUFF – eine designated, ugly, fat friend. Bianca will das jedoch nicht auf sich sitzen lassen und bietet Wesley einem Deal an. Sie hilft ihm in Chemie zu bestehen, wenn er ihr hilft bei ihrem Schwarm zu landen.
Ja die Story des hässlichen Entleins hat man schon zuhauf gesehen. Und auch dieser Film bietet von der Handlung her wenig neues und ist vom Anfang bis zum Ende vorhersehbar. Aber während viele dieser Filme nur langweilig und Klitschee beladen sind, bringt DUFF einen frischen Wind in das Genre. Denn dieser Film vermittelt nicht die Nachricht, dass man sich mit neuen Klamotten und etwas Schminke sofort in einen wunderschönen Schwan verwandelt. Sie vermittelt eher, dass man sich vielleicht neu finden muss, aber trotzdem immer sich selbst bleiben sollte.
Vor allem basiert Duff nicht nur auf Teenagerrumgeheule und Zickenkrieg (auch wenn die Elemente trotzdem verwendet werden), sondern beschäftigt sich auch mit dem Teenagerwahn der Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken und befasst sich mit dem Thema des Cybermobbings. Doch trotzdem erzählt der Film alles auf eine sehr humorvolle Art, die den Film sich einfach sehen lässt und nicht anstengend wird.
Die Schauspielleistungen sind ebenfalls zwar gut, heben sich aber trotzdem nicht ab. Lediglich Ken Jeong als Lehrer hebt sich durch seine quirlige Art etwas ab.
Alles in allem macht DUFF Spaß zu gucken und vermittelt unterschwellig auch noch die richtige Botschaft und ist daher nicht nur ein Film für Genrefans. Alles in allem erhält er von mir 06 von 10 möglichen Punkten.
Mama gegen Papa
Am 09.07.2015 erschien eine neue französische Komödie unter dem Motto „Wer hier verliert, gewinnt“ in den deutschen Kinos.
Kurz zur Story: Florence und Vincent Leroy führen eine vorbildliche und glückliche Ehe mit ihrem drei Kindern. Nur lieben sie sich nicht mehr. Also beschließen sie ganz einvernehmlich sich scheiden zu lassen. Sie sind sich in allem einig und wollen sich das Sorgerecht teilen. Doch dann bekommen beide beruflich das Angebot ihres Lebens. Beide nehmen an und hoffen, dass der jeweils andere das Sorgerecht übernimmt. Doch da keiner Nachgeben will, fangen beide an die Kinder immer mehr zu manipulieren, dass sie das andere Elternteil bei einer Abstimmung vorziehen würden.
Mama gegen Papa balanciert durchgängig auf einer Linie zwischen Humor, schwarzem Humor und holt das Jugendamt. Während der Film sehr humorvoll anfängt, steigert er sich immer mehr ins absolut übertriebene. Ja, die Kinder sind nicht einfach, da sich auch einige in der Pubertät befinden. Während die meisten Aktionen einen vor Lachen fast auf dem Boden liegen lassen, gehen ein paar jedoch eindeutig zu weit und einem bleibt das Lachen im Halse stecken.
Wenn man diese Tatsache jedoch außer Acht setzt, schafft der Film es nach einer etwas zu lang geratenen Aufwärmphase, die Spannung durchgängig zu halten. Kaum glaubt man, dass die Tat des einen nicht mehr übertroffen werden kann, schafft es der andere trotzdem. Nur das Ende mag so gar nicht gelingen. Auf dem absoluten Höhepunkt des Chaos schien dem Drehbuchautor die Puste auszugehen, weswegen ein liebloses und vorallem liebeloses Ende hingeklatscht wurde.
Alles in allem schafft der Film durchaus das Publikum gut zu unterhalten, wenn man über ein paar Schwachstellen hinwegsieht. Daher gibt es 6 von 10 möglichen Punkten.