Godzilla x Kong – The new Empire

Ein Vorwort

Das Monsteruniversum rund um Godzilla und Kong geht in eine weitere Runde. Seit 2014 ist das nun der fünfte Film aus der Reihe. Waren die Filme davor schon umstritten, scheint das Franchise noch immer genug Geld einzuspielen, um weitere Filme zu produzieren. Und was soll ich sagen: Ich hatte mal wieder Lust auf ein bisschen Monsterkloppe, ohne groß nachzudenken. Ob ich das bekommen habe, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Während Kong sich in die Hohlerde zurückgezogen hat, bewacht Godzilla weiterhin die Erdoberfläche. Dadurch kommen sie sich auch nicht in die Quere und Godzilla bekämpft alle Bedrohungen auch alleine. Doch Monarch misst Schwankungen in der Hohlerde. Als Kong für eine medizinische Behandlung an die Oberfläche kommt, folgt ein Forschungsteam ihm bei seiner Rückkehr. Und sie finden nicht nur eine verschollene Zivilisation, sondern stellen fest, dass die Erdoberfläche in Gefahr ist. Doch Kong allein kann die Bedrohung nicht aufhalten. Er muss sich erneut mit Godzilla verbünden.

Meine Meinung

Normalerweise würde ich euch vorab ja die bisherigen Filme der Reihe zusammenfassen bzw. die wichtigsten Informationen rausschreiben. Aber ganz ehrlich? Dafür sind mir die Filme alle nicht mehr präsent genug und wer die Filme sieht, hat wahrscheinlich zumindest schon einmal von Godzilla oder King Kong gehört. Eigentlich sollte man vorab nur wissen, dass Godzilla auf der Erdoberfläche in diesem Universum der Gute ist und gegen Bedrohungen ankämpft, auch wenn dabei gerne einmal ganze Städte zerstört werden. Kong hat sich in die Hohlerde zurückgezogen – nein, das ist nicht die Geheimbasis der Echsenmenschen, sondern eine prähistorische Erde in der Erdmitte. Also mehr Reise zum Mittelpunkt der Erde, weniger Verschwörungserzählungen. Die beiden vertragen sich nicht sonderlich gut, haben aber schon einmal gegen bzw. miteinander gekämpft. Also immer wenn es eine noch größere Bedrohung gibt. Monarch ist eine Organisation, die je nach Film mal mehr oder weniger gut ist und grundsätzlich die Aktivitäten aller Monster überwacht, sowohl auf der Erde als auch in der Hohlerde. Okay, das waren doch mehr Informationen als beabsichtigt, aber damit seid ihr wirklich perfekt gerüstet, um The New Empire zu verstehen.
Wer hier eine tiefgründige Handlung sucht, sollte schnell wieder umdrehen. Wer einfach nur sehen will, wie sich große Monster kloppen und dabei die ein oder andere Stadt zerstören, der ist hier richtig. Tatsächlich schafft auch dieser Teil es wieder, gerade so viel Handlung einzubauen, dass irgendwie ein roter Faden im Film zu erkennen ist. So haben wir die actiongeladenen Szenen, die sich mit ruhigeren abwechseln, wo mehr die Geschichte an sich vorangetrieben wird. Dabei gibt es da zwar natürlich Logiklöcher und mehr als ein Klischee, das umgesetzt wird, aber dennoch funktioniert der Film erstaunlich gut. Etwas schade ist es, dass auch hier eindeutig wieder der Fokus auf kong liegt, der wesentlich mehr Screentime hatte als Godzilla, der gerade am Anfang eher halbherzig mit einbezogen wurde. Wobei es auch hier gute Einfälle gab, ich sag nur Colloseum.
Vielleicht liegt es daran, dass ich an den Film überhaupt keine Erwartungen mehr hatte, dass er mich doch irgendwie positiv überrascht hat. Aber letztlich habe ich das bekommen, weswegen ich reingegangen bin. Kurzweilige Unterhaltung und zwei große Monster, die sich kloppen. Auch wenn diesmal Tokyo verschont wurde, so hatten andere Städte nicht ganz so viel Glück.
Schauspielerisch war es insgesamt eine solide Leistung. Hier hat niemand rausgeragt, aber die Möglichkeiten des Drehbuchs wurden bestmöglich genutzt. Ein Punkt, weswegen der Film vielleicht doch im Kino lohnt, ist dann die Optik. Auch wenn hier logischerweise viel CGI genutzt wurde, so sah diese doch ziemlich gut aus. Gerade die Hohlerde wirkte auf der großen Leinwand ziemlich beeindruckend. Auch wenn das 3D eher störend war und es der Film nicht gebraucht hat.

Das Fazit

Godzilla x Kong – The New Empire funktioniert in seiner Einfachheit erstaunlich gut, wenn man nicht so viel Wert auf tiefgründige und logische Handlung legt, sondern lieber viel Action sehen will. Der Film handelt beide Ebenen gut und kommt mit vergleichsweise wenig Logiklöchern daher und überzeugt vor allem optisch. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Godzilla x Kong läuft seit dem 04.04.2024 in den deutschen Kinos

Kong – Skull Island

Am 09.03.2017 erschien ein neuer Film über King Kong in den deutschen Kinos.

Ein Forschungsteam bricht zusammen mit einer Militäreskorte zu einer bisher unentdeckten Insel auf. Doch dort finden sie nicht nur einen rießigen Affen vor, der ihre Hubschrauber vom Himmel holt, sondern noch ganz andere Geschöpfe. Werden sie es von der Insel lebend wieder herunterschaffen?

Über King Kong wurden bereits unzählige Filme gedreht. Immer wieder drehte es sich um seine Vorliebe für die eine Frau, die er auf das Empire State Buildung entführte. Doch mit Kong wurde nicht die gleiche Geschichte wieder erzählt, sie wurde aber auch nicht komplett neu eingefangen. Aber immerhin blieb diesmal das Empire State Building verschont. Bereits 2014 wurde mit Godzilla ein altes Monster neu belebt. In diesem neu geschaffenem „Universum“, soll nun auch Kong spielen, damit es in ein paar Jahren dann den Zweikampf der Giganten geben kann: King Kong vs. Godzilla.
Aber zunächst zu Skull Island. Im Jahr 1972 ist der Vietnam-Krieg so gut wie beendet und die Erfahrung ist noch schmerzlich im Kopf der amerikanischen Bevölkerung. Diesen Moment nutzen Bill Randa und sein Assistent Houston Brooks von der Regierungsorganisation Monarch, um finanzielle Hilfen und eine Militäreskorte zu einer erst durch Zufall entdeckten Insel zu erhalten, die sie erforschen wollen. Lieutenant Colonel Packard und seine Truppe werden aus dem Vietnam direkt zu diesem Einsatz abberufen. Gleichzeitig verpflichten Randa und Brooks den Pfärtenleser und Söldner Captain James Conrad für eine großzügige Summe für ihre Mission. Um den Trupp zu vervollständigen schließt sich selbstständig noch die Kriegsfotografin Mason Weaver an. Alle zusammen durchfliegen den Sturm, der dauerhaft um die Insel kreist, nur um zu merken, dass sie dir Insel besser nicht betreten hätten. Denn der rießige Affe Kong, der sie begrüßt und alle Hubschrauber vom Himmel holt, ist nur der Anfang der Schrecken der Insel.
Zu viele Namen in der Filmbeschreibung? Das könnte daran liegen, dass Kong – Skull Island mit viel zu vielen Haupt/Nebencharakteren auffährt. Dabei wird keiner richtig charakterisiert, aber bei jedem wird es versucht. Das für diese halbherzigen Charaktere aber viele durchaus bekannte und erfolgreiche Schauspieler gecastet wurden, beweist eher das Geschick der Marketingabteilung als der Castingabteilung. Denn Namen wie Tom Hiddleston, Brie Larson, Samuel L. Jackson, John Goodman und John C. Reilly lassen eigentlich auf ein sehr gute schauspielerische Qualität im Film schließen. Ihre Rollen hat auch keiner schlecht gespielt, allerdings waren die Aufgaben sehr eingeschränkt und klar verteilt. Larson war lediglich dafür da, um eine Frau im Team zu haben und ständig die Kamera vor das Gesicht zu halten, Hiddleston war als sympathischer Schönling engagiert, der regelmäßig ein paar Personen rettet und den Gegenpol zu Samuel L. Jackson gab, der wiederum nur dafür da war böse zu gucken und die Dynamik des Teams zu brechen. Hier wurden gute Schauspielnamen eindeutig verschleudert, da die Charaktere auch einfach von unbekannteren Darstellern hätte übernommen werden können.
Auch die Handlung ist sehr einfach gestrickt. Lasst uns die Insel erforschen, wir hätten nie herkommen sollen, wie kommen wir jetzt wieder runter von der Insel. Damit ist alles zusammengefasst. Was allerdings nicht heißen soll, dass es sich bei Kong – Skull Island um einen schlechten Film handelt. Denn bildgewaltige Action, Kämpfe mir riesigen „Monstern“ und einer Menge netter Oneliner, die einen zum schmunzeln brachten, waren in Hülle und Fülle vorhanden. Und genau dies war nach Beschreibung und Trailer zu erwarten. So erfüllt er letztendlich die Erwartungen, durch einige „Schönheitsfehler“, wie beispielsweise die Schnittweise wechselnde Tageszeit, und teilweise sehr klitscheehafte Entwicklungen, schafft er aber nicht den Sprung zu einem wirklich herausragenden Film. Trotz einiger schöner Klitscheebrecher und unvorhersehbaren Wendungen, hält sich Kong ein bisschen zu sehr an dem bereits Bekannten.

Alles in allem erfüllt Kong – Skull Island die Erwartungen, schafft aber nicht den Sprung darüber hinaus. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.