Truly Madly Deeply

Ein Vorwort

Bücher aus dem Lyx-Verlag sind in den meisten Fällen noch immer ein Garant für tolle New Adult Romane. Und nachdem der Auftakt „Truly“ durch alle Social Media Bereiche gezeigt wurde und alle von schwärmten, musste ich doch mal einen Blick wagen. Und habe mich in den ersten Band schockverliebt – auch wenn viele den zweiten für den besseren halten. Nun ist der dritte und letzte Band „Deeply“ ganz frisch erschienen und so wird es Zeit euch die ganze Reihe einmal vorzustellen.

Die übergreifende Handlung

Studieren in Seattle war immer Junes und Andys Traum. Und endlich sind sie beide da, doch Andy hat keinen Platz im Studentenwohnheim bekommen. Nach einem Abend im Masons hat sie zumindest einen Job und kurz darauf kommt sie in der WG von Mason, Cooper und Dylan unter. Abenteuer, aber auch viel Gefühl, stehen bevor.

Truly

Die Handlung: Andy fängt mit ihrem Studium ein Semester später an als ihre beste Freundin June, da der Tod ihrer Mutter das Leben zu Hause zu sehr durcheinandergewürfelt hat. Auf der Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft und einem Job treffen die beiden im Masons auf den Besitzer Mason Greene. Dieser bietet Andy einen Job hinter der Bar an, wo sie auf den schweigsamen Cooper trifft, der sie stets von sich zu weisen scheint. Als Mason ihr kurz darauf auch noch anbietet in der gemeinsamen WG von ihm, Cooper und Dylan zu wohnen, ist das Chaos vorprogrammiert.

Meine Meinung: Ich habe zuvor noch nichts von Ava Reed gelesen, hatte sie aber bereits auf dem Schirm, um das irgendwann nachzuholen. Als ich dann gerade auf Instagram eigentlich gar nicht mehr an der Reihe vorbeikam, gab ich nach und legte mir Truly zu. Bereits auf den ersten Seiten verliebte ich mich nicht nur in Reeds Schreibstil, sondern auch in die Charaktere. Andys zurückhaltende Art, Junes sprunghafte und mitreißende und Mason war instant so ein Bookcrush. Und dann war da noch Cooper, irgendwo so ein bisschen Bad Boy mäßig angehaucht, mit seiner stillen Art, dem Motorrad und seiner abweisenden Haltung. Doch durch die regelmäßigen Perspektivwechsel versteht man schnell, dass in ihm etwas arbeitet, auch wenn es sehr lange braucht, bis man erfährt, warum er sich so verhält. Mir hat es vor allem gefallen, weil es sich langsam aufgebaut hat und doch immer wieder diese gewissen Momente hatte – für die, die es gelesen haben: ich sag nur Ananas und Nachos – die einen zum schmunzeln gebracht haben. Auch bleibt es größtenteils sehr unaufgeregt, was aber auch mal angenehm war. Statt alles überzudramatisieren gab es zwar auch Dramamomente, aber nachvollziehbare und welche, über die gesprochen wurde. Kurzum es war einfach ein Buch voller toller Charaktere und eine schöne unaufgeregte Geschichte.

Madly

Die Handlung: Mason Green weiß, was er will: June, die beste Freundin seiner Mitbewohnerin Andy. Doch diese hält ihn immer weiter auf Abstand, auch wenn sie offensichtlich ebenfalls Gefühle für ihn hat. Denn June hat ein Geheimnis, das sie so angreifbar macht, dass sie Angst hat jemanden zu nah an sich heranzulassen.

Meine Meinung: Der zweite Teil der Reihe hatte nicht nur das Problem, dass zweite Teil es immer ein bisschen schwer haben, vor allem, wenn der erste so gut ankam, sondern auch, dass die beiden Protagonisten June und Mason bereits im ersten Band einen gewissen Raum bekommen haben. Demnach weiß man als Leser bereits sehr viel über die beiden und ihre Beziehung. Dementsprechend langsam beginnt der zweite Band. Auch wenn man schnell herausfindet, was Junes Problem ist und das Buch genutzt wird, damit man mit ihr zusammen daran wachsen kann, hat es doch mitunter ein paar Längen. Auch wenn Junes fröhliche Art darüberhinwegzutäuschen versucht, so drehen sich die beiden doch einmal zu oft im Kreis. Dabei ist es gerade Mason und seine Hintergrundgeschichte mit seinem Vater, die ordentlich Spannung aufbaut und das Buch vorantreibt. Trotz all der Kritik möchte ich betonen, dass auch der zweite Band wieder toll zu lesen war, eine tolle Geschichte hatte, wichtige Themen ansprach und man zusammen mit den Charakteren gebangt und vor allem gewachsen ist. Aber mit ca. 410 Seiten ist das Buch insgesamt ein bisschen zu lang. Und auch wenn viele diesen Band für den bessere halten, weil sie mit June und Mason wärmer geworden sind als mit Andy und Cooper, so ist es bei mir genau andersherum, einfach weil ich Andys und Coopers stille Art mochte. Aber so ist zumindest für jeden Geschmack ein Band dabei!

Deeply

Die Handlung: Zoey zieht nach Seattle in die WG ihres großen Bruders Cooper, bereit sich nicht mehr von einem Erlebnis ihrer Vergangenheit vom Leben abhalten zu lassen. Dort trifft sie auf ihren neuen Mitbewohner Dylan. Zwischen beiden besteht sofort eine Anziehung, doch Zoey ist zögerlich und auch Dylan hat ein Geheimnis.

Meine Meinung: Der Abschluss der Reihe kommt ebenfalls mit bekannten Gesichtern daher, tauchte Zoey doch bereits kurz in einem der Vorgangerbände auf (ich weiß leider nicht mehr in welchem) und auch Dylan war als Mitbewohner irgendwie immer da und doch weiß man über die beiden bisher am wenigstens. Dafür hat man nun den ganzen dritten Band Zeit beide richtig kennenzulernen. Dabei haben beide traumatische Erlebnisse hinter sich, wenn auch auf gänzlich unterschiedliche Art und haben beide zum Zeitpunkt der Geschichte damit leben gelernt. Doch werden beide noch gehemmt, weswegen die Geschichte sehr zögerlich startet. Am dritten Band hat mir besonders gut gefallen, dass auf das ganze Drama verzichtet wurde. Beide fühlen sich von Anfang an vom anderen angezogen und zeigen dies auch, wenn auch sehr unterschwellig. Diesmal ist nicht die Frage, ob sie sich kriegen, sondern wie der*die andere mit den Geschehnissen in der Vergangenheit umgeht. Das funktioniert als ganzes Buch relativ gut, da Ava Reed einfach einen unglaublichen Schreibstil hat, der einen sofort in den Bann zieht, aber dennoch kommt es einfach zu Längen zwischendurch. Einfach weil im ganzen Buch relativ wenig passiert. Das schmälert jedoch das Leseerlebnis nur bedingt. Es ist immer noch ein guter Genrevertreter, nur kommt es halt nicht mehr an den ersten Band heran, der die Messlatte aber auch sehr hoch gelegt hat. Alles in allem handelt es sich um einen schönen Abschluss einer tollen Reihe.

Das Fazit

Truly Madly Deeply ist eine New Adult Reihe vom Feinsten. In allen drei Bänden geht es um die großen Gefühle, aber auch um wichtige Themen, die angesprochen werden wollen. Ava Reeds Schreibstil ist zum niederknien und ich freue mich schon darauf mehr von ihr zu lesen.