Verpasst im Juni 2015

Hallo ihr Lieben,
da ich jetzt (endlich) im aktuellen Monat bin, wird dies das letzte Mal sein, dass die ich meine verpassten Filme vorab aufzähle. Ab nächstem Monat zähle ich euch die verpassten Filme am Ende eines Monats auf. Der Monat Juni ist zwar noch nicht vorbei, aber so wie meine nächste Woche geplant ist, wird es wohl bei den Filmen als verpasst bleiben.

1) Jurassic World: Da ich die frühere Trilogie nicht kenne, hatte ich nicht so den großen Drang den Film zu sehen. Aber trotzdem würde ich ihn gerne einmal sehen. (Demnächst gibt es aber Gastkritiken zu dem Film, damit ihr trotzdem wisst, ob ihr ihn sehen solltet oder nicht)

2) Big Game: Der Trailer sah ganz interessant aus, Samuel L. Jackson als Präsident der USA, der entführt werden soll. Ins Kino hab ich es leider nicht geschafft, aber sehen möchte ich den Film trotzdem noch.

3) Ted 2: Steht sehr weit oben auf meine Liste, aber in diesem Monat schaff ich es nicht mehr den Film zu sehen. Der erste Teil war schon gut und ich bin gespannt, ob der zweite Teil da mithalten kann.

Tracers

Am 28.05.2015 erschien ein Film, der sich mit der Sportart „Parkour“ auseinandersetzt in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Cam arbeitet als Fahrradkurier, und hat ziemliche Geldprobleme. Eines Tages trifft er auf die Parkourkünstlerin Nikki, wobei sein Fahrrad zerstört wird. Als er ein neues als ein anonymes Geschenk bekommt, sucht er Nikki und lässt sich von ihr in die Kunst des Parkours entführen.

Die Kunst des Parkours ist durchaus faszinierend, wenn sie auf die richtige Art dargestellt wird. Dies gelingt dem Film leider nicht. Die Handlung ist vorhersehbar und voller plumper Dialoge. Das Klitschee des Jungen in Geldschwierigkeiten, der auf eine hübsche Frau trifft und sich natürlich sofort unsterblich in sie verliebt. Seine eigenen Probleme treten in den Hintergrund, weil er sich um ihre Kümmern will. Selbst das Ende erstickt in Klitschees und bietet nichts neues.
Die Parkourszenen sind gut choreographiert und zeigen wieder einmal, dass Taylor Lautner es zwar schauspielerisch wenig drauf hat, aber sportlich dafür umso mehr, denn einige Szenen hat er wohl ohne Stuntdouble gedreht. Leider kann man sie durch die schlechte Kameraführung wenig genießen. Der Film ist der erste durch den mir übel geworden ist und von dem ich Kopfschmerzen bekommen habe. In jeder Parkourszene werden die Darsteller von einem Kameramann verfolgt, der anscheinen das erste Mal eine Kamera in der Hand hält. Denn die Kamera wackelt sehr stark, so dass einige Einstellungen sogar verschwommen sind. Hier hätte man eindeutig bessere Kameraeinstellungen nutzen können.

Alles in allem empfehle ich diesem Film keinem mit einem anfälligen Magen, wie meinem. Dadurch erhält der Film auch nur 02 von 10 möglichen Punkten.

Abschussfahrt – Vier ist einer zu voll

Am 21.05.2015 erschien die deutsche Teenagerantwort auf Hangover in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Die Abschlussfahrt steht bevor und die „Looser“ der Klasse Paul, Max und Bernie schließen einen Pakt, dass sie „so richtig abgehen“ wollen. Doch Paul lässt sich von der schönen Juli überreden auf ihren leicht autistischen Bruder Magnus aufzupassen. Doch das hindert die vier nicht trotzallem in eine Partynacht zu ziehen.

Abschussfahrt ist schwierig richtig einzuordnen, denn er springt entlang der Grenze zwischen Trash und Humorvoll hin und her. Der Film beginnt stark und bringt eine interessante Note an Humor ein. Jeder, dem seine eigene Schulzeit noch bekannt ist und der selbst einmal mit auf einer Klassenfahrt war,  kennt die meisten Szenen wahrscheinlich sogar selbst. Ein Lehrer, der von seinem Fach völlig eingenommen ist und daher einen langweiligen Stadtvortrag nach dem nächsten hält. Hinzu die typischen Schülerklitschees, die Machos, die Looser, die hübschen Mädchen und sogar einen leichten Autisten. Doch leider kann der Film das Niveau nicht halten. Die zweite Hälfte des Films bedient sich trashiger Komik, die einem höchstens das Lachen ins Gesicht treibt, wegen der Absurdität. Ob ein Hardcore-Sexclub oder Schlammcatchen, der Film lässt kein Trashklitschee aus. Erst gegen Ende bekommt der Film wieder die Kurve und bietet doch noch ein humorvolles Ende.
Die Schauspielleistungen variieren ebenfalls stark im Film. Während Hauptfigur Paul teilweise gut, teilweise schlecht dargestellt wird, brilliert Neuschauspieler Florian Kroop als autistischer Magnus. Max von der Groeben spielt die Rolle, die er am besten zu beherrschen scheint und auch schon in Doktorspiele und Fack ju Göhte zum Besten gab. Hier hätte man sich doch einmal ein bisschen mehr Tiefgang in der Rolle gewünscht, denn so wirkt der Charakter einfach blass.
Ein wirklich positivier Aspekt des Films ist der respektvolle Umgang mit Autismus. Zwar sorgt die Art von Magnus immer wieder für einen Lacher und er wird als Sonderling gesehen, aber es wird sich in keiner Weise darüber geäußert, dass Autismus eine Krankheit sei oder grundsätzlich etwas schlechtes. Auch wird offen mit Homosexualität umgegangen.

Alles in allem ist der Film für nen lustigen DVD-Abend durchaus zu empfehlen, aber kein Film für die große Leinwand. Der Film erhält von mir 4 von 10 möglichen Punkten.

Pitch Perfect 2

Ebenfalls am 14.05.2015 zogen die Barden Bellas wieder alle Register, um die A-Cappella-Welt in den deutschen Kinos zu rocken.

Kurz zur Story: Nach einem misslungenen Auftritt vor dem Präsidenten der USA, sind die Barden Bellas suspendiert. Jetzt geht es darum ihren Ruf wieder herzustellen, aber auch ihre Freundschaft wird noch einmal auf eine harte Probe gestellt. Ihre Chance ist die A-Cappella-Weltmeisterschaft in Kopenhagen. Doch die Konkurrenz aus Deutschland ist stark.

Eine Fortsetzung ist nicht immer leicht. Da der erste Film richtig gut war, waren auch die Erwartungen dementsprechend hoch. So ganz überzeugen konnte mich der zweite Teil trotz allem nicht.
Die Story ähnelt in ihrem Aufbau sehr dem ersten Teil. Dramatischer Auftritt am Anfang, zusammenraffen danach, ein Riff-off, Zuspitzung der Lage und großer Auftritt am Ende. Trotzdem überzeugt der Film durch Witz und Charme und ist trotz allem nur geringfügig vorhersehbar. Die altbekannten Belas spinnen ihre Rollen weiter und müssen sich neuen Aufgaben stellen. Hinzu kommen neue Belas, die sich mehr oder weniger geschickt in die Handlung einfügen.
Was mich wirklich enttäuscht hat waren die Lieder. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Stattdessen werden zu viele Lieder übereinander geungen, sodass man keins mehr von den anderen unterscheiden kann. Dazu kommen zu aufwendige Choreographien, die einfach zu „over the top“ wirken. Da diese aber den Hauptbestandteil des Films ausmachen, wirkt es doch am Thema vorbei.
Trotz allem schaffen es die Charaktere durch ihre einzigartige Art und durch viel Humor einen lustigen Film zu erschaffen, der gute Laune verströmt. Wer den ersten Teil liebte, wird den zweiten zumindest mögen, auch wenn er viel Potential durch die verpatzten Songs verschossen hat.

Alles in allem ist der zweite Teil auf jeden Fall einen Blick wert, um sich eine eigene Meinung zu bilden, aber man sollte die Erwartungen nicht anhand des ersten Filmes messen. Ich gebe dem Film trotz allem 07 von 10 möglichen Punkten.

Mad Max: Fury Road

Am 14.05.2015 erschien der Endzeit-Film des Regisseurs George Miller als vierter Teil in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Die Welt ist am Ende, die Landschaft nur noch Ödland und der wertvollste Rohstoff ist das Wasser. Die letzte Quelle wird vom Tyrann Immortan Joe und seinen Warboys beherrscht. Doch eines Tages bricht seine Imperatorin Furiosa mit den fünf schwangeren Frauen Joes aus und versucht in ihre ursprüngliche Heimat zu gelangen. Eher unfreiwillig begleitet sie Mad Max, der zuvor von Joes Warboys gefangen genommen wurde. Es beginnt eine spannende Jagd.

Ich habe die ursprüglichen Filme der Mad Max Reihe nicht gesehen und bin auch in diesen eher zufällig hineingestolpert, muss aber sagen, dass ich positiv überrascht bin! Der Film zeigt im Prinzip eine einzige große Hetzjagd mit den abgefahrensten Autos. Das heißt Spannung ab der ersten Sekunde des Films. Nachdem ich den Trailer gesehen hatte, hätte ich nicht gedacht, dass der Film wirklich spannend bleibt, aber George Miller hat es geschafft. In keinem Moment des Filmes dachte man auch nur daran, dass sich der Film wohl gerade etwas zieht oder die Spannung abnimmt.
Unter den ganzen bildgewaltigen Actionszenen bleibt allerdings die Handlung an sich etwas links liegen. Natürlich wurde ein grobes Konzept entwickelt, das als Handlung dient, aber es ist nur ein Nebenbestandteil des Films. Dies wurde aber beabsichtigt und auch von Anfang an so angekündigt. Doch gerade dies finde ich positiv, denn meistens hält sich ein Film eher mit der Handlung auf und vernachlässigt dabei die Actionszenen.
Heftig kritisiert wurde inzwischen vorallem von Männerrechtlern, dass der eigentliche Held Max durch die starke Frauenfigur der Furiosa komplett in den Hintergrund gerät. Da gibt es wirklich einmal eine starke Frau in einem Film und schon wird dies kritisiert. Natürlich heißt der Film Mad Max, aber ich bin begeistert, dass man es einmal schafft eine starke Frauenfigur in so einen Actionstreifen einzubauen.

Alles in allem ein Muss für alle Actionfans, denn der Film tritt den Filmen der letzten Jahre einmal ordentlich in den Arsch und zeigt, wie es geht. Dafür erhält er von mir 08 von 10 möglichen Punkten.

Der Babadook

Am 07.05.2015 erschien der australische Horrorfilm in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Amelia Vanek verlor ihren Mann am Tag der Geburt ihres Sohnes Samuel. Sieben Jahre später ist das Verhältniss zwischen Mutter und Sohn noch immer angespannt. Samuel hat Alpträume von Monstern und baut deswegen eigene Waffen. Amelia verzweifelt in ihrer Rolle als alleinerziehender Mutter und Pflegerin. Eines Abends liest sie Samuel ein Buch über den Babadook vor. Seitdem passieren immer seltsamere Sachen im Hause Vanek.

Der Babadook ist ein als Horrorfilm getarntes Familiendrama. Das gestörte Verhältnis zwischen Mutter und Sohn durch den Tod des Vaters zieht sich durch den ganzen Film. Daher ist den klassischen Horrorfilmgängern eher davon abzuraten. Der Babadook kommt aber auch ohne große Klitschee aus und bedient sich eher der Technik, dass Effekte langsam aufgebaut werden und es daher keine großen Schockmomente gibt,  man aber doch laufend erschaudert. Der eigentliche Horror ist auf der zwischenmenschlichen Ebene zu finden. Wer grundsätzlich eine Abneigung gegen Kinder und besonders gegenüber nervigen Kindern hat, der sollte diesen Film definitiv meiden. Denn Samuel kann nerven! Ich persönlich war schon nach ein paar Minuten so genervt, dass ich am liebsten die Leinwand angeschrien hätte oder in den Film springen wollte, um Samuel eine links und eine rechts zu geben, damit er endlich ruhig ist. Aber auch Amelia, die Mutter, schafft es einen zu nerven mit ihrer Art. Pausenlos trauert sie um ihren verstorbenen Mann und fühlt sich von jedem im Stich gelassen.
Die eigentliche Figur des Babadook, ein aus einem Kinderbuch entsprungenem Alptraum, wird in diesem Film leider etwas stiefmütterlich behandelt. Eigentlich das Horrorelement im Film, dass den Film unterscheidet von einem Familiendrama, erzeugt zwar die Gruselelemente, wird aber nur wenig gezeigt und auch kaum erklärt. Das ist doch ziemlich schade, denn mit dem, was der Zuschauer über den Babadook erfährt, wäre er eine tolle Horrorfigur geworden.
Auch habe ich von Zuschauern, die in meiner Umgebung saßen gehört, dass kaum einer das Ende wirklich verstanden hat. Das liegt wohl vorallem daran, dass man in das Ende viel hinein interpretieren musste, um zu einem sinnvollen Schluss zu kommen und das ist nicht das, was ich von einem guten Horrorfilm erwarte.

Alles in allem hätte der Film ziemlich gut werden können, da er sich eigentlich einer guter Gruselatmosphäre und langsam aufbauenden Gruselmomenten bedient, aber im Zuge des Familiendramas wird die eigentliche Horrorhandlung leider zu sehr vernachlässigt. Daher erhält der Film nur 04 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Mai 2015

Hallo ihr Lieben,
ja ich habe es endlich in den Mai geschafft, hänge also nur noch einen Monat hinterher. Ich hoffe, dass ich das nun möglich schnell noch aufholen kann und deswegen kommen wir gleich zu den Filmen, die ich im Mai leider verpasst habe zu sehen.

1) A World beyond: Der neuste Disneyfilm in dem ein Mädchen an der Seite von George Clooney und Hugh Laurie die Zukunft retten soll in Tomorrowland. So ganz hinter die Story bin ich nach dem Trailer noch nicht, aber mich interessiert es trotzdem. Bisher hab ich es nicht geschafft ihn zu sehen, aber die Karten sind für nächste Woche reserviert. Also taucht dann die Kurzkritik in meiner „Verpasst aber nicht vergessen“-Rubrik auf.

2) Kiss the cook: Angekündigt als ein absoluter Gute-Laune-Film in dem es um einen Mann mit einer Leidenschaft zum Kochen geht. Mehr brauch ich eigentlich nicht, um ins Kino zu wollen.

3) Das Versprechen eines Lebens: Russel Crowe, der seine Söhne verlor bei der Schlacht von Gallipolli. Doch Crowes Charakter glaubt das nicht und fängt an sie zu suchen. Ein Historiendrama über einen liebenden Vater. Der Trailer spricht mich als ehemalige Geschichtsstudentin durchaus an und daher ein Film, den ich definitiv noch sehen möchte.

Und hier wieder die Filme, die ich nicht unerwähnt lassen möchte:

San Andreas

The Voices

Ebenfalls am 30.04.2015 erschien ein etwas andersartiger Horrorfilm mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Jerry Hickfang führt auf den ersten Blick ein ganz normales Leben. Er arbeitet in einer Badewannenfabrik, wohnt zusammen mit seinem Hund und seiner Katze über einer Bowlingbahn und schwärmt für Fiona aus der Buchhaltung. Aber Jerry ist schizophren und hört Stimmen, wie die von Hund und Katze. Während eines Dates mit Fiona kommt es zu einem Unfall und am Ende bringt Jerry Fiona ausversehen um. Sein Hund rät ihm zur Polizei zu gehen, doch seine Katze bringt ihn dazu, die Leiche verschwinden zu lassen. Fortan steht Fionas Kopf in seinem Kühlschrank und spricht auch mit ihm.

The Voices ist eindeutig ein andersartiger Film, der zwischen den Genres Horror und Komödie hin und her springt. Man braucht bitterbösen schwarzen Humor, um ihn zu mögen und darf nicht zimperlich sein, was Blut angeht. Die Handlung ist zwar skurril, aber trotzdem auch interessant und bietet auch einen guten Spannungsbogen. Während man am Anfang des Films schon in Jerrys „heile Welt“ hineingeworfen wird, entdeckt man erst nach und nach, wie die eigentliche reale Welt aussieht. Doch selbst als Zuschauer will man diese nicht sehen und wartet nur darauf wieder mit Jerry in seine Welt abzutauchen.
Ryan Reynolds zeigt in diesem Film sein ganzes Können als Schauspieler und bringt die Rolle des Jerry so liebevoll rüber, dass man eher Mitleid als Ekel empfindet. Auch die anderen Charaktere, gespielt von Gemma Arterton und Anna Kendrick, werden gut verkörpert und haben genau den richtigen Tiefgang, den der Film braucht.
Jerrys Hund und Katze agieren in dem Film als die Verkörperung von Engelchen und Teufelchen. Während der gute treue Hund meist Smalltalk mit ihm treibt, oder ihm gut zuredet, dass er zur Polizei gehen soll, weil er ja nichts für seine Taten könne, wird die Katze als bitterböse und manipulativ dargestellt, die Jerry ständig dazu drängt noch mehr zu morden. Die Idee nicht ein Engelchen und ein Teufelchen auf Jerrys Schulter zu setzen, sondern ihn mit seinen Tieren sprechen zu lassen finde ich gut, aber wieso ist die Katze eigentlich immer die Böse?

Alles in allem gibt es eine Filmempfehlung für alle, die schon den Trailer mochten. Ich war mit zwei Freunden im Film und während ich rausging mit einem „Es war einfach kein Film für mich“ waren meine Freunde absolut begeistert. Der Film erhält von mir 8 von 10 möglichen Punkten.

The Gunman

Am 30.04.2015 erschien der neue Actionthriller mit Sean Penn in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Jim Terrier arbeitet als Söldner im Kongo, muss aber nach einer folgenschweren Aktion aus dem Land fliehen und seine Freundin bei seinem Freund Felix im Kongo zurücklassen. Jahre später wird ein Anschlag auf Terrier, der schon länger aus dem Söldnergeschäft ausgestiegen ist, verübt. Er vermutet, dass es mit jenem Auftrag im Kongo zu tun hat und sucht seinen ehemaligen Freund Felix auf, der inzwischen mit seiner damaligen Freundin liiert ist. Alte Gefühle schwemmen in Terrier hoch und er versucht nun nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner ehemaligen Freundin zu retten.

Für diesen Film wurde Pierre Morel als Regisseur engagiert, weil er mit 96 hours einen riesen Erfolg feierte, da Liam Neeson eben nicht den jungen, fehlerfreien Helden verkörperte. Auch dies versucht Morel in the Gunman einzubringen, gerät hier aber genau in das entgegengesetzte Klitschee. Sean Penn ist älter, nicht fehlerfrei, aber natürlich trotzdem noch durchtrainiert und kann trotz Krankheit in jeder Situation die Oberhand gewinnen. Dies ermüdet den fleißigen Kinogänger jedoch zunehmen, da diese Rolle in letzter Zeit immer häufiger über die Kinoleinwand huscht. Der Charakter Jim Terrier hebt sich hier kaum von seinen Vorgängern ab. Am Anfang lässt sich durch die Hintergrundstory ein tiefer durchdachter Actionthriller erhoffen, bei dem es nicht nur darum geht, dass der Held seine Familie retten möchte. Doch spätestens nach einem Drittel enttäuscht der Film auch hier, da es sich nur noch um die dramatische Liebesgeschichte zwischen Terrier und Ex-Freundin dreht und wieso sie ausgerechnet mit Felix zusammen ist.
Die Actionszenen sind an sich gut gestaltet und gut durchchoreografiert, aber dadurch das die Handlung absolut vorhersehbar ist, fehlt es dem ganzen Film an Spannung. Nur Javier Bardem als Felix und Idris Elba schaffen es dem Film ein wenig an starken Charakteren und Tiefe zu geben, aber durch die viel zu kleinen Parts der Rollen schaffen auch sie es nicht, dem Film mehr Spannung zu geben. Aber grad Bardem bringt zumindest noch etwas Charme mit ins Spiel.

Alles in allem wirkt der Film viel länger als er ist und bietet wenig neues. Filmempfehlung nur für absolute Genrefans. Alles in allem daher nur 4 von 10 möglichen Punkten.

Ex_Machina

Ebenfalls am 23.04.2015 erschien das Regiedebut von Alex Garland in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Der Programmierer Caleb gewinnt in einer internen Firmenverlosung ein Wochenende mit dem Konzernchef Nathan in dessen abgelegener High-Tech-Villa. Dort wird er auch sogleich in Nathans neustes Projekt einbezogen. Nathan hat eine neue KI namens Ava entwickelt und Caleb soll untersuchen, ob sie wie ein richtiger Mensch interagiert. Ein mehrfaches Intrigenspiel beginnt.

Die Handlung ist von Anfang an spannend inzeniert und durch die Intrigenspiele ist das Ende absolut unvorhersehbar. Ich war sehr überrascht, weil ich mit vielem gerechnet habe, aber nicht mit diesem Ende. Das sich die Spannung so gut aufbaut und auch hält ist besonders faszinierend, da es sich im größeren Sinne um ein Kammerspiel handelt. Abgesehen von der Anfangsszene spielt sich der ganze Film in und in näherer Umgebung von Nathans Villa ab.
Auch tragen die Schauspieler einen wesentlichen Teil bei. Gerade Alicia Vikander überzeugt als KI Ava. Sie spielt als ein Mensch einen Roboter, der als Mensch ‚rüberkommen soll. Doch diese Herausforderung meistert sie hervorragend. Auch Domhnall Gleeson (Caleb) und Oscar Isaac (Nathan) tauchen komplett in ihre Rollen ein. Der Film ist sehr dialoglastig. Auch handeln viele Dialoge von der wissenschaftlichen Seite der KIs. Für den Laien wird zwar viel erklärt, aber erst durch die gute Interaktion zwischen den Schauspielern bleibt der Film spannend.
Das Thema künstliche Intelligenz wurde bereits in vielen Filmen behandelt. Doch dieser Film beleuchtet noch einmal eine neue Seite und wirkt daher nicht wie ein Abklatsch des bereits gesehenem.

Alles in allem ist der Film für all jene ein Muss, die sich gerne mit dem Thema künstliche Intelligenz befassen, für alle andere trotzdem eine Filmempfehlung. Ex_Machina bekommt von mir 8 von 10 möglichen Punkten.