Horrorctober #11: Let me in

Während bei manchen Filmen die Besetzungsliste ausschlaggebend war, hätte ich mir bei diesem Film die Darsteller vielleicht vorher ansehen sollen, dann hätte ich um Let me in einen weiten Bogen machen können.

Owen wird in der Schule regelmäßig verprügelt und leidet unter der Scheidung seiner Eltern, während er bei seiner alkoholkranken Mutter wohnt. Sein Leben ändert sich, als nebenan ein Mädchen in seinem Alter einzieht. Doch irgendetwas an ihr ist merkwürdig, zumal Owen sie immer nur bei Nacht antrifft.

Let me in ist ein Remake des schwedischen Films „So finster die Nacht“. Während die Grundstimmung bekannt aus skandinavischen Filmen ist, so ist er hier einfach nur fehl am Platz. Denn der Film wird mit einer Ruhe erzählt, die den Zuschauer beinahe einschlafen lässt. Zudem sind Chloe Grace Moretz und Kodi Smith-McPhee die perfekte Mischung für einen schlechten Film, denn das Schauspielern haben beide nicht erfunden. Der Film versucht vielmehr das Schicksal Owens darzustellen, als wirklich ein Horrorfilm zu sein, so ist im Film weder Spannung vorhanden, noch eine gruselige Atmosphäre.

Gruselfaktor: 0/5
Handlung: 1/5
Umsetzung: 0/5
Gesamt: 0/5

Horrorctober #10: Cry_Wolf

Nach Jensen Ackles hat es auch sein Supernaturalkollege Jared Padalecki irgendwie in meine Liste geschafft. Vielleicht weil die DVD dazu durch Zufall auf meinem Schreibtisch lag.

Owen kommt neu an ein Elite-Internat, nachdem er von seiner letzten Schule geflogen ist. Er findet schnell Freunde in dem sogenannten „Lügenclub“, die er schnell in deren eigenem Spiel schlägt. Da gleichzeitig eine Schülerin vermisst und später ermordet aufgefunden wird, beschließt der Club die Sage vom „Wolf“ zu erfinden, einem Serienmörder. Letztendlich glaubt Owen sich aber selbst verfolgt und denkt, dass der Mörder des Mädchens dahinter steckt.

Cry_Wolf verfolgt ein ähnliches Prinzip, wie schon Smiley – das Grauen trägt ein Lächeln. Hier wird ein vermeintlicher Serienkiller erschaffen, der wenig später wirklich auftaucht. Nur leider mangelt es dem Film an guten Ideen, die zur Spannung beitragen könnten. So verläuft er sich in eine Aneinanderreihung von vorhersehbaren Ereignissen ohne Spannung zu erzeugen und schafft eine so große Distanz zwischen Charaktere und Publikum, dass einem selbst der Ausgang des Films komplett kalt lässt.

Gruselfaktor: 0/5
Handlung: 2/5
Umsetzung: 1/5
Gesamt: 1/5

Horrorctober #9: My bloody Valentine

Hey, da spielt ja Jensen Ackles mit! Gut der Film kommt auf die Horrorctober-Liste!

Ein Jahr nach einem schweren Minenunglück wacht der einzige überlebende der eingeschlossenen Kumpel wieder auf. Um zu Überleben hatte er alle Kumpel mit einer Spitzhacke getötet, um die Luft für sich zu haben. Er will nun den Schuldigen des Unglücks Tom Hanniger töten, hinterlässt aber schon im Krankenhaus einen Berg aus Leichen. Der Polizei gelingt es Tom zu retten und den Attackiere zu verletzen. 10 Jahre bleibt alles ruhig. Bis Tom in seine Heimatstadt zurückkehrt und das Morden gleichzeitig wieder von vorne losgeht.

My bloody Valentine ist der Film auf meiner Liste, der bisher die meisten Leichen zu bieten hatte. Zudem hat er, was ein guter Film braucht, um schaurig zu sein: ein düstere Atmosphäre durch die Mine und einen blutdürstigen Psychopathen. Und dazu hat der Film noch etwas, nämlich ein unvorhersehbares Ende. Bis zum Ende bleiben nämlich der Verdacht und die Vermutungen in einer ganz anderen Richtung. Trotzdem schafft die Handung es nicht einen durchgehend mitzureißen. Das liegt vor allem an der unausweichlichen Liebesgeschichte zwischendurch und dem Rivalenverhalten zweier Möchtegern-Erwachsener. Ansonsten ist der Film relativ gut gespielt, aber gerade Jensen Ackles konnte als Tom Hanniger überzeugen (und das war ja auch mein Grund den Film zu sehen 😉 )

Gruselfaktor: 3/5
Handlung: 4/5
Umsetzung: 4/5
Gesamt: 4/5

Horroroctober #8: Smiley – das Grauen trägt ein Lächeln

Manchmal muss man auch Filme in eine Liste aufnehmen, einfach nur weil das Vorschaubild einen so nett anlächelt. Auch wenn das Lächeln in diesem Film nicht aus Freundlichkeit ist.

Ashley zieht von zu Hause aus, da sie jetzt aufs College geht. Eigentlich ist sie eher unscheinbarer und möchte sich aufs Lernen konzentrieren. Trotzdem lässt sie sich von ihrer coolen Mitbewohnerin Proxy überreden auf eine Party mitzukommen. Dort erfährt sie von dem neuen „Spiel“. Es wird mit einer Zufallsbekanntschaft gechattet und irgendwann dreimal „I did it for the lulz“ eingetippt. Dann erscheint Smiley, ein Gestalt mit genähten Augen und Lächeln hinter der Person und schneidet ihr die Kehle durch. Keiner weiß, ob das echt oder fake ist und die Polizei scheint sich auch nicht zu kümmern. Also probiert Ashley es einfach einmal selbst aus und findet sich schließlich in einem Strudel wieder, den sie nicht aufzuhalten vermag.

Stell dich vor den Spiegel und sag dreimal „Bloody Mary“ oder sag einfach so dreimal Beetlejuice und schon kommen übernatürliche Wesen. Dem gleichen Prinzip folgt auch Smiley – das Grauen trägt ein Lächeln, nur das dieser Film im modernen Zeitalter angekommen ist und die Nachricht „I did it for the lulz“ (zu deutsch: ich tat es für das Lachen) in einen Chatroom eingetippt wird. Auch besucht das übernatürliche Wesen dann nicht einen selbst, sondern eben das zufällig augewählte Opfer. Doch ist das ganze wirklich echt? Wieso gibt es dann keine Leichen und wieso unternimmt die Polizei nichts? So spannend wie sich das ganze anhört, ist der Film leider nicht. Denn auch wenn Protagonistin Ashley glaubt, von Smiley verfolgt zu werden, ist doch die spürbare Bedrohung sehr klein. Gerade das Ende bestätigt die Theorie, die man während des Films aufbaut, anstatt einen zu überraschen, und so verliert sich der Film sehr schnell in einen langweiligen Thriller, der keine Spannung, keine Überraschung und auch keine Horrorelemente zu bieten hat. Stattdessen wird Ashley lediglich immer paranoider und hysterischer, so dass der Zuschauer das Interesse an ihr verliert und fast betet, dass ihr endlich etwas passiert, damit im Film überhaupt etwas passiert. Und somit ist Smiley wieder ein Film, den man zwar auf den Streamingdiensten unter Horror findet, der aber auch kein richtiger Vertreter des Horrorgenres ist.

Gruselfaktor: 0/5
Handlung: 1/5
Umsetzung: 2/5
Gesamt: 1/5

Horrorctober #1: 22 ways to die

Der Horroroctober ist angelaufen und passend dazu hat sich das Wetter verschlechtert. An so einem grauen verregneten Tag macht es auch viel mehr Spaß sich unter die Decke zu kuscheln und einen Horrorfilm zu gucken, als wenn draußen noch immer die Sonne locken würde.

26 Regisseure bekommen einen Buchstaben des Alphabets und sollten daraus eine kurze Horrorepisode drehen. Die Themen waren frei wählbar und es gibt keinen roten Faden, der die Episoden verbindet. Aber jedes Thema steht für eine andere Art zu sterben.

Ich sehe praktisch die Fragezeichen in euren Gesichtern. Wieso heißt der Film „22 ways to die“, wenn doch das Alphabet 26 Buchstaben hat? Das liegt daran, dass 4 Episoden aus der deutschen Fassung komplett gestrichen wurden, die im Original „The ABCs of Death“ noch aufgeführt waren.
Nach der Beschreibung dachte ich, dass man mit einem Episodenfilm eigentlich nichts falsch machen kann und vielleicht noch ein bisschen Abwechslung in meine Liste bringt. Leider enttäucht der Film auf ganzer Linie, denn jede Episode ist abstruser als die andere. Dabei kamen so viele Trashsequenzen zusammen, die auch noch in keiner Sekunde gruselig oder horrormäßig sind, dass man den Film spätestens ab dem Buchstaben F ausschalten möchte. Die Episodenideen sind zwar mitunter sehr kreativ, aber auch so abgedreht, dass „22 ways to die“ ein Film ist, den ich gerne für immer aus meinem Gedächtnis löschen möchte.

Gruselfaktor: 0/5
Handlung: 1/5
Umsetzung: 0/5
Gesamt: 0/5