Central Intelligence

Am 16.06.2016 erschien ein neuer Film mit Kevin Hard und Dwayne Johnson in den deutschen Kinos.

Calvin Joyner war der beliebteste Schüler an der High-School. Bob Stone dagegen ein dicker Junge, der gemobbt wurde. Doch Jahre später scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Stone ist inzwischen muskelbepackt und bei der CIA. Und versucht Joyner zu rekrutieren.

Central Intelligence spielt mit dem Thema der Erwartungen an die Zukunft, wenn man in der Schule ist. Joyner haben sie in der Schule immer gesagt, dass er einmal richtig erfolgreich wird. Der beliebteste Schüler des Abschlussjahrgangs, der mit der hübschesten Schülerin zusammen ist. Stone dagegen war ein großer pummeliger Junge, der in der Schule immer gehänselt wurde. Gerade nach einem Vorfall in der letzten Woche traut er sich nicht noch einmal hin. Viele Jahre später treffen wir wieder auf Hard. Er ist noch immer mit seiner damaligen Freundin zusammen, die aber beruflich wesentlich erfolgreicher ist als er. Lustlos gammelt er in seinem Job als Buchhalter und verpasst immer wieder wichtige Beförderungen. Auch seine Ehe ist nicht so erfolgreich, wie vorausgesagt wurde, denn seine Frau pocht immer wieder auf eine gemeinsame Paartherapie. Doch auf einmal will sich ein alter Freund – Stone- wieder mit ihm treffen. Ohne groß nachzudenken stimmt Joyner zu. Doch anstatt des erwarteten Pummels trifft er auf einen wahren Muskelberg. Stone hat sich stark verändert, aber sieht in Joyner noch immer den Held seiner Schulzeit an, den einzigen, der ihn damals verteidigt hat. Das Chaos ist perfekt, als am nächsten Morgen die CIA vor Joyners Tür steht und sich nach Stone erkundigt, der zwar inzwischen eigentlich für die CIA arbeitet, aber suspendiert ist, da er im Verdacht steht seinen früheren Partner umgebracht zu haben. Ein Katz und Mausspiel beginnt, bei dem sich Joyner entscheiden muss, auf welcher Seite er steht.
Central Intelligence hätte eine lustige Buddy-Komödie werden können. Leider schafft der Film dies nicht, weil einfach kein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Hard und Johnson aufkommt. Hard bleibt während des ganzen Films ein Feigling, der eigentlich nur einen Ausweg sucht, um wieder in sein altes Leben zurückkehren zu können. Seine fehlende Loyalität und sein Mangel an Ausdruck nehmen ihm viele Sympathien. Johnson hingegen wird zwar als der knallharte Muskelberg von der CIA dargestellt, jedoch merkt man schnell, dass er nicht sonderlich viel denkt, sehr naiv ist und auch nicht richtig zuhören kann. Die daraus entstehenden Situationen sind zwar mitunter witzig anzusehen, schaffen es aber nicht einen richtigen Komödienfaktor herzustellen. Stattdessen plätschert der Film von einer Actionszene zur nächsten und vermittelt zwischendurch nur wenig Inhalt. Auch kann kein Spannungsbogen entstehen. Lediglich die Actionszenen sind mitunter gut choreographiert, was aber den langen Zeitraum dazwischen nicht rechtfertigt. Weder Hard noch Johnson überzeugen durch eine großartige schauspielerische Leistung. Die Charaktere sind alle sehr stumpf gezeichnet und lieblos nach bestehenden Klitsches kreiert.

Alles in allem schrammt der Film am Thema vorbei und ist dabei nicht wirklich witzig und nicht wirklich spannend. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Ride Along 2 – Next level Miami (Kurzkritik)

Am 21.01.2016 erschien die Fortsetzung um die Cops gespielt von Ice Cube und Kevin Hard in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Die „Schwäger“ sind zurück. Nach seinem Erfolg im ersten Teil wird Ben Barber von seinen Kollegen immer noch nicht ernst genommen. Für seinen nächsten Fall muss der knallharte James Payton nach Miami. Er wittert seine Chance Ben als Polizist für immer loszuwerden, wenn dieser den Fall ruiniert und nimmt ihn daher nach anfänglichem Zögern mit. Und das Chaos beginnt.

Wer Kevin Hard kennt, kennt auch seinen Humor, den er in jeden seiner Filme mit einbringt. Er ist gewöhnungsbedürftig und passt nicht in jeden Film. Während er Anfang 2015 in Die Trauzeugen AG funktionierte, passt er hier nur teilweise rein. Er spielt die Rolle des ungeschickten und leicht die Nerven verlierenden Ben Barbers. Er möchte sich unbedingt als Cop beweisen, sabotiert aber immer wieder Ermittlungen durch seinen Übermut. Immer wieder auch mit einem Spruch auf den Lippen könnte er witzig sein, leider gibt es sehr viele Szenen, in denen er es einfach übertreibt. Seinen Gegenpart übernimmt Ice Cube, der den kalten und abgebrühten Cop spielt. Wortkarg und meistens hinter einer großen Sonnenbrille versteckt, versucht er den Fall zu lösen und gleichzeitig Ben unter Kontrolle zu halten. Abgerundet wird der Cast mit einem lässigen und eleganten Bösewicht, und dem ein oder anderen interessanten Nebencharakter. Leider trift der Film vor Klitschees, die Witze sind meistens zu überdreht. Trotzdem ist irgendwo noch ein Spannungsbogen vorhanden und er ist nichts komplett vorhersagbar. Im Prinzip zielt der Film auf „Reflexlachen“ ab. Das heißt, dass die Zuschauer im ersten Moment über die Witze lachen, die Stimmung aber nicht erhalten bleibt und von den Witzen nichts hängen bleibt.

Alles in allem dient der Film zur kurzen Unterhaltung, ist aber kein Film, der nachhaltig im Gedächtnis bleibt oder besonders heraussticht. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.