Mortdecai – der Teilzeitgauner

Am 22.01.2015 startete die US-amerikanische Krimikomödie mit Johnny Depp in der Hauptrolle in die deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Lord Charlie Mortdecai ist ein verarmter englischer Adliger. Mit Kunsthandel und Betrügereien versucht er sein Geld zu verdienen. Dabei steckt sein Diener Jock immer mächtig ein. Durch das wachsen lassen eines Moustache bekommt er jedoch Probleme mit seiner Frau, die den Moustache nicht leiden kann. Gleichzeitig gab es einen Kunstdiebstahl. Mortdecai wird beauftragt zu helfen und stolpert von einem Schlamassel in den nächsten.

Der Film erhielt überwiegend negative Kritiken und die zu Recht. Der ganze Filme versucht sich mit plumpel Gags und versuchte manche zu running Gags zu formen, aber die Komik kommt beim Zuschauer nicht an. Ich hab noch nie ein so ruhiges Kino in einer Komödie erlebt. Nur vereinzelt wurde einmal kurz gelacht, aber es gab keine Heiterkeit im Publikum. Johnny Depp versucht sich wieder in einer Rolle als Exzentriker, die diesmal jedoch misslingt. Auch der übrige Starcast mit Gwyneth Paltrow, Paul Bettany und Ewan McGregor kann nicht überzeugen. Gleichzeitig verwirrt die Story durch unzählige verschiedene Intrigen und Handlungsstränge, die kreuz und quer verlaufen.

Alles in allem floppte der Film, obwohl ich mich nach dem Trailer auf ihn gefreut hatte und bekommt daher von mir 4 von 10 möglichen Punkten.

Baymax – Riesiges Robowabohu

Am 22. Januar erschien der Disney-Film, der kurz darauf auch den Oscar als bester Animationsfilm gewann.

Kurz zur Story: Hiro Hamada vertreibt sich seine Zeit mit illegalen Bot-Kämpfen und muss mehr als einmal von seinem Bruder Tadashi gerettet werden. Dieser überredet Hiro nach einem Besuch in seinem Labor an der Universität ebenfalls zu studieren. Doch bei Hiros Ausnahmepräsentation kommt es zu einem Feuer. Tadashi, der seinen Professor aus den Flammen retten will, stirbt. Nach Monaten voller Trauer, entdeckt Hiro Tadashis letztes Projekt – Baymax. Ein Gesundheitsroboter. Baymax erkennt Hiros Trauer und setzt von nun an alles daran Hiro wieder glücklich zu machen.

Wenn man erst einmal die seltsame Verschmelzung von San Francisco und Tokyo zu San Fransokyo verdaut hat, fängt der Film an Laune zu machen, während man Hiro beobachtet, wie er versucht seinen Platz zu finden. Im nächsten Moment ist man stolz, dass er es an die Uni geschafft hat, nur um im nächsten Moment den Tränen nahe zu sein, weil Tadashi stirbt. Disney schafft es wieder einmal mit den Emotionen der Zuschauer zu spielen und sie in alle Extreme zu drängen. Freude, Erheiterung, Trauer, Wut. Und doch schafft der Film es das schwierige Thema Trauerbewältigung anzusprechen und gekonnt zu verarbeiten, so dass es nicht wie die altbekannte Predigt eines Moralapostels wirkt.

Alles in allem ist es ein gelungener Disneyfilm für groß und klein und bekommt von mir 8 von 10 möglichen Punkten und eine eindeutige Filmempfehlung.

Unbroken

Am 15. Januar diesen Jahres erschien ein weiteres Kriegsdrama unter der Regie von Angelina Jolie, dass das Leben von Louis Zamperini wiederspiegelt.

Kurz zur Story: Louis Zamperini lief 1936 bei den Olympischen Spielen in Berlin mit und hat dadurch einiges an Ansehen in seinem Heimatland, den USA. Doch das stellt ihn nicht von seinem Kriegsdienst frei, als wenige Jahre später, der zweite Weltkrieg ausbricht. Eingesetzt in Japan wird sein Flugzeug abgeschossen und er gerät in Kriegsgefangenschaft.

Die Geschichte von Louis Zamperini ist ein bewegendes Schicksal, doch leider wurde es filmtechnisch schlecht verpackt. Der Film ist sehr langatmig. Während die erste halbe Stunde noch mit interessanten Rückblenden gespickt ist, verliert sich der Film danach schnell in ewig langen Sequenzen, in denen wenig passiert. Dem Zuschauer fällt es teilweise sehr schwer die Augen offen zu halten. Der Film erzählt über einen langen Zeitraum, jedoch hätte der Film entzogen werden können, wenn die Rückblenden den ganzen Film über angedauert hätten.

Alles in allem ist der Film etwas für Fans von Geschichte oder Kriegserzählungen, aber nicht für die breite Masse. Der Film erhält von mir 6 von 10 möglichen Punkten.

Wild Tales – jeder dreht einmal durch

Ein argentinischer Film mit sechs unabhängigen Episoden erfreute uns ab dem 08.01.2015.

Kurz zur Handlung:

Episode 1: Auf einem Flug flirten ein Mann und eine Frau miteinander. Schnell stellt sich heraus, dass sie einen gemeinsamen Bekannten haben. Nach und nach stellt sich heraus, dass jeder im Flugzeug diesen Bekannten kennt. Und jeder hat ihn irgendwann in irgendeiner Weise verletzt.

Episode 2: Der einzige Gast eines Restaurants hat den Vater der Kellnerin in den Selbstmord getrieben. Als diese dies der Köchin erzählt, holt sie kurzerhand das Rattengift aus dem Vorratsschrank und versucht die Kellnerin zu überreden es einsetzen zu dürfen.

Episode 3: Eine einsame Landstraße in Argentinien. Doch der langsam fahrende Wagen lässt den Geschäftsmann einfach nicht überholen. Dieser beschimpft ihn, was er jedoch bei einem erneuten Zusammentreffen schnell bereut.

Episode 4: Durch verblasste Parkverbotmarkierungen wird der Wagen Simons immer wieder abgeschleppt. Doch irgendwann platz dem Sprengmeister der Kragen.

Episode 5: Der Junge eines Milliardärs überfährt eine schwangere Frau und begeht Fahrerflucht. Nun muss ein Sündenbock und einiges an Bestechungsgeldern her.

Episode 6: Bei der Hochzeit zu erfahren, dass der Bräutigam eine Affäre hatte und diese auch noch eingeladen hat, ist hart. Ebenso die Rache der Braut.

(So ich habe versucht möglichst alle Episoden ohne große Spoiler wiederzugeben ;))

Ich war von dem Film wirklich sehr positiv überrascht, da mich der Trailer nicht überzeugt hatte. Jede Episode ist absolut bösartig erzählt, aber enthält teilweise auch ein Körnchen Wahrheit. Durch die Bank weg gute Schauspielleistung, die einen absolut in den Bann gerissen haben. Teilweise waren die Episoden aber so abgedreht, dass sie für mich einfach zu viel waren. Nominiert für die Oscars, aber leider nicht gewonnen. Absolute Filmempfehlung für jeden, der auf schwarzen Humor steht!

Alles in allem erhält der Film 7 von 10 möglichen Punkten.

Fury – Herz aus Stahl

Hallo ihr Lieben 🙂
Ich hoffe ihr hattet alle schöne Ostern! Ich habe gleich noch einen kleinen Urlaub dran gehängt, daher gibt es erst heute wieder etwas von mir. Und los geht es mit einem Film, auf den ich mich schon lange gefreut habe.

Kurz zur Story: Spielend während des zweiten Weltkrieges hat die Besatzung der „Fury“ einem Sherman-Panzer gerade ihren Bugschützen verloren. Dies soll nun der unerfahrene Norman Ellison ersetzen. Dieser hat aber panische Angst vor dem Krieg und will auch niemanden töten. Die Besatzung zwingt ihn und lehrt ihn die Regeln des Krieges. Gemeinsam ziehen sie in die letzte Offensive gegen die Wehrmacht.

Dieser Film verdeutlicht von Anfang bis Ende unbeschönigt die Brutalität eines Krieges. Keine Verschönerungen, keine Schnörkel und auch keine große Liebesgeschichte, die einen tragischen Helden begleitet. Auf all das verzichtet der Film und wirkt daher teilweise eher wie eine Nachstellung des Krieges als ein Hollywoodstreifen. Hier spielt auch eine große Detailverliebtheit eine Rolle, die sehr postitiv ist. Durch die Reihe weg gute Schauspielleistungen beleben den Film zusätzlich. Man fühlt mit den Charakteren, auch wenn sie manchmal unausstehlich sind.
Am Ende kommt es leider doch zur Standartendschlacht (Panzer gegen Übermacht). Ich hab einige Zeit mit mir gehadert, ob ich mir nicht ein anderes Ende gewünscht hätte, aber kam zu dem Schluss, dass das alternative angedeutete Ende der Moral des Filmes nicht gerecht geworden wäre.

Alles in allem hat mich der Film absolut begeistert, Abzüge gibt es jedoch für das nicht ganz zufriedenstellende Ende und eine gewisse Langatmigkeit an vereinzelten Stellen. Daher gibt es 8 von 10 möglichen Punkten von mir.

Verpasst Januar 2015

So ihr Lieben, ich habe es jetzt doch mal geschafft meine Kritiken ins aktuelle Jahr zu bringen! Auch in diesem Jahr bleibt mein Format das gleiche. Solange ich noch hinterher hänge, gibt es zum Anfang jeden Monats einen Rückblick, welche Filme ich leider nicht geschafft habe zu sehen. Dann kritisieren ich, die Filme, die ich geschafft habe zu sehen. Sobald ich das aktuelle Jahr dann eingeholt habe, ändert sich die Reihenfolge. Sobald ich dann einen neuen Film gesehen habe, kritisieren ich ihn direkt und am Ende des Monats gibt es die Übersicht, welche Filme ich in dem Monat verpasst habe.

So jetzt, aber genug erzählt. Los geht es mit den Filmen im Januar, die ich leider verpasst habe. Obwohl ich im Januar ganze 8 Mal im Kino war, hab ich trotzdem nicht alle interessanten Filme gesehen. Im Januar ging es auch noch straff auf die Oscarverleihung zu, so dass einige Oscarstreifen im Januar anliefen.

1) St. Vincent: Bill Murray als verbitterter alter Mann, der auf seinen Nachbarssohn aufpassen soll und welche ungeahnten Folgen das haben wird, hab ich leider im Kino verpasst zu sehen. Steht aber auf meiner to-watch-Liste 😉

2) Annie: Ich habe mich so sehr auf diesen Film gefreut, aber einfach niemanden gefunden, der ihn mit mir sehen wollte! Ich hab halt nicht so viele Musicalfans im Freundeskreis. Aber irgendwann finde ich bestimmt noch einmal eine Gelegenheit!

Und hier noch die Filme, die es nicht in mein Ranking geschafft haben, aber nicht unerwähnt bleiben sollten:

Boyhood, Frau Müller muss weg, 3 Türken und ein Baby

The Loft

Ein Tag später am 11.12. kam ein Thriller der anderen Art in die deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Fünf Freunde. Fünf verheiratete Freunde. Fünf verheiratete Freunde, die einfach nicht die Finger von anderen Frauen lassen können. Natürlich will keiner seine Ehe gefährden. Daher mieten sie sich ein Loft, wohin sie ihre Affären entführen können. Bis eines Tages eine tote Frau in ihrem Loft liegt. Nun ist guter Rat teuer, oder war es gar einer von ihnen?

Der Film wechselt spannend zwischen der Szenerie, wenn die Tote aufgefunden wird und sich alle gegenseitig beschulden und der Vorgeschichte hin und her, so dass nach und nach immer mehr ans Licht kommt, was ständig Freiraum für neue Spekulationen und Vermutungen lässt. Doch nachdem nach und nach jede über den Haufen gewurfen wurde, frustriert der Film irgendwann mit seinen ständigen Handlungswechseln. Durchgehend gute schauspielerische Leistungen retten dann doch nicht die lieblos aneinander gereihten Beschuldigungen der Akteure. Die Story überzeugt mich vorne und hinten nicht und lässt einen echt an das gute in den Männern zweifeln.

Alles in allem hat mich der Film nicht überzeugt und erhält von mir daher nur 6 von 10 möglichen Punkten.

Der Hobbit 3 – Die Schlacht der fünf Heere

Am 10.12. kam der krönende Abschluss der Hobbit-Trilogie in die deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Smaug hat den einsamen Berg verlassen und attackiert die Seestadt, doch wird von Bard erschossen. Zuvor hatte er jedoch die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Hilfesuchend wandten sie sich an die Zwerge im einsamen Berg. Auch die Elben reiten zum Berg, um einen Tribut von den Zwergen zu fordern. Doch dort ist Thorin inzwischen von der Drachenkrankheit, also der unbändigen Gier nach Gold, betroffen und lehnt jegliche Hilfstellung ab. Gleichzeitig marschieren die Orkheere auf den Berg zu.

Viele enttäuschte der Film, da sie auf die gleiche Storydichte, wie in den ersten beiden Teilen gehofft hatten. Doch der dritte Teil bietet nur die bildgewaltige Endschlacht. Doch genau das war es, was ich von dem Film erwartet hatte. Die Story wurde in den ersten zwei Teilen ausführlich behandelt und der Dritte Teil war nur ausgelegt, damit die Endschlacht nicht zu kurz kam. Jeder der dies begreift, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Die Schlacht ist von Anfang bis Ende spannend und bietet ständig neue Wendungen.

Alles in allem eindeutig ein würdiges Ende der Filmtrilogie und damit verdiente 8 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Dezember 2014

Es benötigt keiner Vorankündigung mehr, ihr kennt das Format 😉

1) Paddington: Dreimal hatte ich Karten für den Film reserviert und dreimal kam mir etwas dazwischen! Einer meiner Kindheitshelden hat seinen eigenen Kinofilm bekommen und irgendwann schaff ich es ihn zu sehen!

2) #Zeitgeist: Ein Film über die sozialen Netzwerke und ihre Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft. Der Trailer verrät irgendwie alles und nichts und das reizt mich. Auf jeden Fall ein Film, den ich noch sehen will.

3) Die Entdeckung der Unendlichkeit: Eddie Redmayne verkörpert den Stephen Hawking. Ich wollte es unbedingt sehen, leider hat mir Weihnachten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber es wird nachgeholt!

Und hier die nennenswerten Filme, die es nicht auf meine Liste geschafft haben:

Die Wolken von Sils Maria, Exodus – Götter und Könige

Die Pinguine aus Madagascar

Am 27.11. erschien der auf der gleichnamigen Fernsehserie basierende Film der allseits beliebten Pinguine, die bekannt sind aus der Reihe „Madagascar“.

Kurz zur Story: Skipper, Rico, Kowalski und Private treffen auf den Kraken Dave, der einen Groll gegen Pinguine führt, weil sie immer als süßer und knuffiger angesehen wurden und er daher von Zoo zu Zoo geschickt wurde. Sein Plan ist nun mit einem Serum alle Pinguine in hässliche Mutanten verwandeln, um ihren Ruf zu gestalten. Dies wollen die Pinguine verhindern.

Ich liebte die vier Pinguine in den Madagascar-Filmen, war aber von der Fernsehserie nicht überzeugt. Daher stand ich dem Film skeptisch gegenüber. Letztendlich bin ich doch in den Film geschleppt worden und habe es nicht bereut. Die Pinguine trumpfen mit ihrem Humor wieder auf und liefern dazu eine zuckersüße Story, in der es auch darum geht seinen Platz in der Welt oder sogar im eigenen Team zu finden. Die Spannung bleibt vom Anfang bis Ende erhalten und ist durchzogen von gut platziertem Humor.
Eine Empfehlung für jeden Fan von den Pinguinen oder jemand, der einfach mal wieder nach herzenslust lachen möchte.

Alles in allem bekommt der Film 7 von 10 möglichen Punkten von mir.