Verpasst, aber nicht vergessen – Teil 9.1

Das letzte Mal, dass ich einen Beitrag dieser Reihe geschrieben habe, ist tatsächlich bereits über zwei Jahre her. Mir kam es tatsächlich gar nicht so lange vor, aber natürlich war ich in der Zwischenzeit nicht faul und habe einige Filme meiner – leider immer größer werdenden – Liste geschaut. Ich versuche in diesem Beitrag nun die Filme von meiner Verpasst-Liste 2014 und 2015 abzuarbeiten und versuche mich dabei auch möglichst kurz zu fassen – teilweise ist es auch schon wieder eine ganze Weile her, dass ich die Filme gesehen habe.

2014

1) The Equalizer

Robert McCall (Denzel Washington) ist ehemaliger CIA-Agent und muss mit dem Tod seiner Frau fertig werden. Dafür arbeitet er nachts, wenn er nicht schlafen kann, die Klassiker der Literatur ab. In einem Café lernt er die Prostituierte Alina (Chloe Grace Moretz) kennen. Nachdem diese übel zugerichtet wurde, rächt er sich für sie an den Zuhältern, nicht ahnend, dass er damit der russischen Mafia ans Bein pinkelt.
The Equalizer spielt mit dem Klischee des friedlichen alten Mannes, der es jedoch aufgrund seiner Vergangenheit faustdick hinter den Ohren hat. Eigentlich ist The Equalizer auch ein interessanter und spannender Film. Aber irgendwo verpasst er den Zuschauer richtig abzuholen, so dass man zwischendurch einfach den Anschluss verliert und nicht mehr bis zum Ende dran bleibt.

2) The Purge – Anarchy

Nachdem im ersten Teil die Purge noch versucht wurde auszuschließen und der Film größtenteils zwischen den vier Wänden einer gut gesicherten Familie spielt, geht es nun im zweiten Teil das erste Mal auf die Straße. Diesmal geht es um die ärmere Bevölkerung, die sich eben nicht die im ersten Teil präsentierte Purge Abwehr leisten kann. Wir verfolgenden einen Vater, der sich am Mörder seiner Tochter rächen will, einen Ladenbesitzer, der sich die Purgeversicherung nicht mehr leisten kann, ein Ehepaar, dass aufgrund einer Autopanne nicht rechtzeitig in Sicherheit ist und eine Mutter, die versucht ihre Tochter vor einem betrunkenen Nachbar zu schützen.
The Purge – Anarchy ist brutaler und überzeugt mit vielen Einfällen, wie eine straffreie Nacht aussehen könnte. Hinter jeder Ecke scheint man etwas Neues zu entdecken. Durch die unterschiedlichen Charakter wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und schafft es so durchgehend spannend zu sein. Eine sehr interessante Fortsetzung.

3) Der 100-jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Nachdem ich das Buch gelesen hatte, wagte ich mich auch an die Verfilmung des Stoffes von Jonas Jonasson. Wir lernen Allan (Robert Gustafsson) kennen, der gerade seinen 100. Geburtstag feiert. Allerdings hat er auf die Feier überhaupt keine Lust und klettert kurzerhand aus dem Fenster. Kurz darauf ist er mitten drin in einem absonderlichen Abenteuer. Nebenbei erfährt man noch seine Lebensgeschichte, die mit den Begegnungen der verschiedensten Persönlichkeiten einher geht.
Der 100-jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand ist nicht nur ein furchtbar langer Titel, sondern eben eine Geschichte, die nur auf dem Papier funktioniert. Schon bei der Buchvorlage musste man sich zunächst an den schwedischen Schreibstil gewöhnen, bekam dann aber eine abenteuerliche Geschichte geboten. Der Film jedoch kann das Besondere der Geschichte nicht einfangen. Wir bekommen eine ähnliche Präsentation des Stoffes, wie seinerzeit bei Forrest Gump, nur eben ohne dessen Charme. So begab es sich, dass mich der Film tatsächlich immer wieder an den Rand des Einschlafens gebracht hat.

2015

4) Aloha – die Chance auf Glück

Hier musste ich tatsächlich erst einmal wieder nachlesen, worum es in dem Film ging. Das finde ich schon sehr vielsagend. Ich kann mich aber noch erinnern, dass mich der Cast mit Bradley Cooper, Emma Stone, Bill Murray, Rachel McAdams und Alec Baldwin dazu brachte, den Film zu sehen.
Grob gesagt geht es um den Militärberater Brian Gilcrest (Cooper), der nach Hawaii gerufen wird, weil er mit den Einheimischen den Segen für ein Bauprojekt für einen Weltraumflughafen aushandeln soll.
Ich glaube, ich fand den Film totlangweilig und nichtssagend und daran konnten auch die vielen guten Darsteller nichts ändern. Aber genaueres fällt mir beim besten Willen nicht mehr ein.

5) Peanuts

Ein neuer Film mit den altbekannten Figuren sollte her, doch stattdessen wurde eher der altbekannte Stoff recycelt. Fand ich selbst aber gar nicht schlimm, denn mir war die Geschichte rund um das „kleine rothaarige Mädchen“, dass neu in die Klasse kommt, nicht bekannt. Dafür gibt es ein Wiedersehen mit den liebgewonnen Charakteren in einem wunderbar kurzweiligen Film, der mit Witz und Charme nur so um sich wirft. Nebenbei darf Snoopy auch wieder gegen den roten Baron antreten. Ein Film für alle, die in Nostalgie schwelgen wollen oder ihren Kindern ihre Kindheitshelden näher bringen wollen.

6) Mr. Holmes

Ian McKellan als Sherlock Holmes. Dies reichte für mich schon als Grund dem Film eine Chance zu geben.
Sherlock Holmes ist inzwischen 93 Jahre alt und lebt zurückgezogen mit seiner Haushälterin und dessen Sohn, dem er die Imkerei näher bringt. Doch immer mehr merkt er, dass er mit Gedächtnisproblemen zu kämpfen hat. So versucht er verzweifelt sich zu erinnern, was vor 30 Jahren geschah, weswegen der seine Detektivtätigkeiten komplett aufgab.
Der Film wird zweigleisig erzählt. Der Part rund um den alten Holmes ist tiefsinnig, ein wenig schwermütig, aberstark erzählt und gespielt. Leider kann man dies über die Rückblenden zu Holmes letztem Fall nicht sagen. Hier bekommt man eine Geschichte, die bis zum Schluss nicht richtig aufgelöst wird, irgendwie auch belanglos wirkt und dem anderen Teil immer wieder die Fahrt nimmt. Dennoch kann ein in beiden „Altern“ brilliant spielender Ian McKellan einiges retten. Dennoch hätte Mr. Holmes ein noch besserer Film sein können.

7) Joy

Eine zeitlang schien Jennifer Lawrence erst einmal grundsätzlich eine Oscarnominierung bekommen zu haben. So auch hier in dem Film über die rebellische Joy Mangano, die etwas komplizierte familiäre Lebensumstände hat. Als sie einen Mopp entwickelt, der Hausfrauen das Leben erleichtern soll, versucht sie alles, um diesen erfolgreich zu vermarkten. Sie muss jedoch immer wieder Rückschläge einstecken, gibt jedoch nicht auf.
Lawrence spielt hier mit ihrem Talent eine Joy, die verzweifelt versucht aus ihrem Leben das beste zu machen. Trotz eines darüber hinaus eigentlich gut klingenden Castes, unter anderem mit Bradley Cooper und Robert de Niro, schafft der Film es nicht eine eigene Dynamik aufzubauen. Auch sind die Charaktere größtenteils so unsympathisch, dass man auch keine nähere Bindung aufbauen will. So plätschert der Film dahin, ohne das der Zuschauer wirklich Anteil nimmt.

8) Black Mass

Johnny Depp hatte zur Zeit als der Film erschien, bereits einige Flops in Kauf nehmen müssen, wie bspw. Mortdecai oder auch Lone Ranger. Zu sehr hatte man sich an seine Rolle als Captain Jack Sparrow gewöhnt. Umso überraschter wurde Black Mass, in dem er den Gangster James J. Bulger verkörperte. Dieser war im Boston der 1970er und 1980er Jahre bekannt für seine Bande, die sich an Drogenhandel, Erpressung, Glücksspiel, Mord und Kidnapping versuchte. Als das FBI auf ihn aufmerksam wird, schließen sie einen Pakt, um die italienische Mafia zu beseitigen.
Eins muss man dem Film lassen. Die Darsteller brillieren in ihrem Rollen, sei es nun Depp selbst oder auch Joel Edgerton oder Benedict Cumberbatch. Das Problem am Film ist eher, dass die Handlung so langatmig ist, dass man sehr schnell abschaltet. Versteht mich nicht falsch, es gibt einge sehr brutale Szenen, die einen eigentlich packen könnten. Aber das ganze drum herum ist dann doch eher unaufgeregt erzählt.

9) Highway to Hellas

Jörg Geissner (Christoph Maria Herbst) arbeitet für eine deutsche Bank. Die fiktive griechische Insel Paladiki hat bei dieser Bank einen hohen Kredit aufgenommen, um für Touristen interessanter zu werden. Vorm Hintergrund der Finanzkrise in Griechenland soll Geissner nun die Sicherheiten der Insel erkunden. Leider hat die Insel gelogen, was die Sicherheiten angeht und versucht nun Geissner an der Nase herum zu führen.
Wieder einmal ein deutscher Film, der an den richtigen Stellen ansetzt und mit einem motivierten Herbst auch durchaus eine gute Basis hat. Aber nachdem ein paar schöne Anekdoten erzählt wurden, fängt der Film leider an zu schwächeln und kann seine eigene Komik nicht über die Laufzeit halten. Dabei geht der Film gerade einmal 89 Minuten. Auch wird hier das griechische Lebensgefühl vielleicht ein wenig zu deutsch erzählt.

10) The perfect guy

Ich finde Michael Ealy klasse. Leider hat er nicht gerade ein gutes Händchen, was seine Filmauswahl angeht. In Underworld – Awakening war er bereits in einem der schwächeren Teile der Filmreihe und About last night war einfach nur langweilig. In the perfect guy durfte er noch einmal eine ganz neue Seite seiner schauspielerischen Fähigkeiten zeigen. Leider war auch dieser Film nicht sonderlich gut.
Leah Vaugn (Sanaa Lathan) hat sich frisch von ihrem langjährigen Freund getrennt, als sie Carter (Ealy) kennenlernt. Dieser scheint zunächst der perfekte Freund zu sein, bis seine Besitzansprüche auch gewalttätig werden. Als Leah sich von ihm trennt, stalkt er sie fortan.
Das Thema Stalking ist ein schwieriges Thema, weil man wenig gegen Stalker tun kann und sie einem aber das Leben buchstäblich zur Hölle machen können. Hier wird es in eine sehr krasse Geschichte verpackt, denn Carter scheint vor nichts zurückzuschrecken. So spannend die Geschichte auch eigentlich sein könnte, so wenig scheint der richtige Funke überzuspringen. So ist der Film leider auch einer, den man sehr schnell wieder vergessen hat.

 

Verpasst, aber nicht vergessen – Teil 4

Hallo ihr Lieben,
meine Liste der Filme, die ich noch sehen möchte, wächst und wächst fast jeden Tag. Wann also die Zeit finden, die Filme nachzuholen? Schwierig, schwierig, aber ab und an schaff ich es dann doch die Liste wieder ein wenig zu verkürzen und daher nun hier die vierte Ausgabe der Filme, die ich zunächst verpasst habe zu sehen, nun das ganze aber nachholen konnte.

  1. The Interview: James Franco und Seth Rogen haben eine gemeinsame Fernsehsendung. Nun sollen sie Kim-Jong Un höchstpersönlich interviewen. Doch die CIA hat andere Pläne und bittet die beiden den Diktator während ihres Aufenthaltes in Nordkorea zu eliminieren. Wenn die Namen James Franco und Seth Rogen in einem Film auftauchen, dürfte ziemlich klar sein, was das für ein Film wird. Auch so bei The Interview. Die beiden beweisen wieder einmal ihren sehr „speziellen“ Humor, der mehr als nur unter der Gürtellinie ist. Daher ist der Film weder spannend, noch in irgendeiner Weise lustig oder amüsant. Daher bekommt der Film von mir 01 von 10 möglichen Punkten.

2. Whiplash: Miles Teller und J. K.  Simmons brillieren in diesem Film über einen Schlagzeuger, der an einer der besten Musikschulen des Landes studiert. Eines Tages wird er noch im ersten Semester vom Leiter der Studioband entdeckt und engagiert. Doch dieser glaubt, dass er durch Tyrannei seiner Schüler das beste aus ihnen herausholt. Whiplash ist ein Film, der zeigt, wie weit Menschen gehen, um ihren Traum zu verwirklichen und wie sehr sie dabei an ihre Grenzen stoßen. Der Film ist bitterernst, packend, voller Leidenschaft und absolut brutal. J. K. Simmons gewann hier absolut zurecht den Oscar für seine Rolle. Doch trotz all der Leidenschaft tritt die Musik im Film stark in den Hintergrund. Auch braucht der Film einige Zeit, um richtig in Fahrt zu kommen. Daher gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

3. Chappie: In der nahen Zukunft werden in Johannesburg „Scouts“ also Polizeiroboter getestet. Aber der Forscher und Programmierer Deon möchte nun dafür sorgen, dass die Scouts auch selbstständig denken und fühlen können. Doch der ehemalige Soldat Vincent hält nichts davon. Er glaubt, dass künstliche Intelligenz zu fehlerhaft ist. Trotzdem schafft es Deon einen Roboter zu konstruieren, der nun wie ein Kind lernen muss. Doch Chappie fällt einer Bande Kleinkrimineller in die Hände, die sich zwar liebevoll um ihn kümmer, ihn aber auch schnell ins falsche Milieu führen. Chappie ist ein liebevoller Film, der sich zum einen mit dem Thema künstliche Intelligenz befasst, aber auch mit dem Thema, wenn man im falschen Milieu aufwächst, wie man sich dann entwickelt. Dabei verheddert sich der Film in verschiedenen Handlungssträngen und versucht trotzdem noch die Spannun hochzuhalten. Heraus kommt ein Film, der zwar einen liebevollen Charakter geschaffen hat, aber ansonsten leider nicht überzeugen kann. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

4. St. Vincent: Als die alleinerziehende Maggie mit ihrem Sohn Oliver in das Nachbarhaus von Vincent MacKenna ziehen, lernen sie sofort sein griesgrämiges Gemüt kennen. Denn Vincent ist unhöflich, trinkt zu viel und scheint auch sonst keine positiven Eigenschaften zu haben. Doch Maggie braucht dringend jemanden, der auf Oliver aufpasst, während sie oft sehr lange arbeitet. Und so beginnt eine etwas seltsame Freundschaft voller Zynismus. Der Film beginnt etwas zäh, was sich jedoch schnell löst. Danach beginnt ein Film, der einem auf eine ungewöhnliche Art und Weise Lebensfreude vermittelt und die wahre Bedeutung eines Heiligen. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

5. Kiss the cook: Der Film hat seinen Untertitel „So schmeckt das Leben“ auf jeden Fall verdient, denn es ist kein Film, den man hungrig gucken sollte. Carl Casper ist Chefkoch in einnem angesehen Restaurant in L.A. Privat steckt er mitten in der Scheidung und hat daher nicht so viel Zeit, die er mit seinem Sohn verbringen kann, und auch beruflich läuft es nicht gut. Denn, obwohl er voller guter Ideen ist, wird er immer wieder gezwungen das vorgeschriebene Menü zu kochen. Nach einem Twitterkrieg mit einem angesehenen Kritiker, verliert er seinen Job. Doch zusammen mit seinem besten Freund und seinem Sohn kauft er einen Food-Truck und sie bereisen die USA und verkaufen dort Cuban Sandwiches. Der Film ist geteilt in zwei Handlungen. Der erste Teil zeigt Caspers Krise auf und den Twitterkrieg. Hier verfällt der Film in normale Verhaltensmuster und kann wenig begeistern. Doch in der zweiten Hälfte rund um den Food-Truck blüht der Film auf und mutiert zu einem genialen Feel-good-Film, der seinesgleichen sucht. Hier geht es nur um das Kochen, Essen und vor allem um das Genießen. Gepaart mit einer guten Portion Lebensfreude kann der Film so stark überzeugen, dass er 09 von 10 möglichen Punkten von mir bekommt.

6. Der kleine Prinz: Das weltberühmte Kinderbuch gerecht zu verfilmen, schien unmöglich. Daher wurde für diesen Film eine neue Geschichte um die bekannte Geschichte geschrieben – und es funktioniert. Karriere zu machen scheint das wichtigste im Leben des kleinen Mädchens, das mit ihrer ebenso ehrgeizigen Mutter neben die Bruchbude eines alten Piloten zieht. Ehrgeizig hat sie einen straffen Zeitplan, um bis zum Ende des Sommers perfekt vorbereitet zu sein für die Privatschule. Doch der Pilot von Nebenan möchte unbedingt, bevor er stirbt, noch seine Geschichte erzählen – seine Geschichte, wie er in der Wüste den kleinen Prinzen traf. Und schließlich gibt das Mädchen nach und möchte immer mehr erfahren. Dabei vergisst sie ihren Plan und lernt endlich, was es bedeutet ein Kind zu sein. Diese Verfilmung des kleinen Prinzen schockt, berührt und belehrt auf eine so herzerwärmende Weise, dass wohl kein Auge trocken bleiben dürfte. Durch zwei verschiedene Animationsarten fällt es dem Zuschauer leicht zu unterscheiden, was zur urspünglichen Fassung gehört und was neu dazugeschrieben wurde. Das einzige Nachteil des Films ist, dass die neue Geschichte spannender und liebenswerter ist als die Original Geschichte. Daher gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst aber nicht vergessen – Teil 3

Hallo ihr Lieben,
es ist ‚mal wieder soweit. Ich habe einige Filme meiner Reihe „Verpasst im …“ nachgeholt zu sehen. Viel Spaß also bei den folgenden Kurzkritiken 🙂

  1. Die Entdeckung der Unendlichkeit: Eddie Redmayne gewann für seine Darstellung des Stephen Hawking seinen ersten Oscar. Und das völlig zurecht. Seine Darstellung ist so überzeugend, dass man hinterher glaubt, dass Redmayne selbst während des Drehs an ALS erkrankt ist. Gleichzeitig wird die Geschichte sehr rührend erzählt, man fühlt mit allen Charakteren mit, vor allem auch mit Hawkings Frau, die immer hinter ihm stand, obwohl sie selbst irgendwann am Rande ihrer Kräfte war. Für diesen außergewöhnlichen Film gebe ich 08 von 10 möglichen Punkten.

2. Nightcrawler: Jake Gyllenhaal verkörpert Louis Bloom, einem Kleinkriminellen. In einer Nacht entdeckt er einen sogenannten Nightcrawler. Ein Kameramann, der den Polizeifunk abhört, um an einem Unfall- bzw. Tatort als erstes zu sein und das gesammelte Filmmaterial dann an die Fernsehsender zu verkaufen. Völlig begeistert von dieser Idee kauft sich Bloom eine Kamera und fängt an den Polizeifunk abzuhören. Schnell wird er als Nightcrawler erfolgreich, doch auch immer größtenwahnsinniger. Der Film braucht ein bisschen, um in Fahrt zu kommen und erzählt die eigentlich spannende Geschichte in einem sehr gemächlichen Tempo. Dem gegenüber steht jedoch ein brilliant spielender Jake Gyllenhaal, so dass es am Ende schwierig ist zu sagen, ob er Film nun gut oder eher schlecht ist. Von mir gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

3. Im August in Osage County: Wenn in einem Cast gleichzeitig Meryl Streep, Julia Roberts, Ewan McGregor und Benedict Cumberbatch auftauchen, dann verspricht es ein sehr guter Film zu werden. Umso ernüchtender war dieses Familiendrama. Drama war zwar sehr viel vorhanden, aber undurchsichtiges und ausgetragen wurde es fast pausenlos in einem Haus zu immer dem selben Thema. Ab einem gewissen Punkt wollte man dem Film einfach nicht mehr folgen. Daher gibt es trotz guter Schauspielleistungen enttäuschte 03 von 10 möglichen Punkten.

4. Der Chor – Stimmen des Herzens: Stet hat es nicht leicht im Leben. Sein Vater interessiert sich nicht für ihn, weil er das Resultat einer Affäre ist, seine Mutter ist alkoholkrank. Nur seine Direktorin interessiert sich für sein Schicksal. Da sie von seiner gut ausgeprägten Gesangsstimme weiß, lädt sie den National Boychoir ein und organisiert ein Vorsingen. Von dem Stet jedoch ausreißt. Durch traurige Umstände landet er aber letztendlich doch an der Chorschule und kämpft dort gegen die Vorurteile seiner Lehrer und seiner Mitschüler. Eine absolut rührende Geschichte mit dem richtigen Hang für Dramatik und unfassbar schönen Stimmen. Vielleicht nicht für jeden etwas, aber wem die Handlung zusagt, der sollte unbedingt ins Kino gehen. Ich gebe 08 von 10 möglichen Punkten.

5. Man lernt nie aus: Anne Hathaway als überforderte Geschäftsführerin und Robert de Niro als ihr 70-jähriger Praktikant. Die Geschichte einer ungleichen Freundschaft, die berührt. Leider in einem etwas schleppenden Tempo erzählt, dafür mit einer gesunden Portion Witz und einer Extra-Portion Lebensbejaendes Gefühl, dass den Film so mitfühlend macht. Der Film verbindet die Angst seine Familie zu verlieren mit der Tatsache, dass wir alle irgendwann einmal sterben, schafft es aber dieses Thema anzuschneiden, ohne das der Zuschauer es bewusst wahr nimmt. Ab einem gewissen Punkt hätte mir eine andere Entwicklung besser gefallen, aber trotzdem ist der Film sehr rund und bekommt daher 06 von 10 möglichen Punkten.

6. Coming In: Tom ist ein schwuler Starfriseur. Glücklich in seiner Beziehung und mit seinem Job hat er ein neues Shampoo für Männer entwickelt, dass sich gut verkauft. Nun soll er auch den Gegenpart für Frauen entwickeln. Nur das er absolut keine Ahnung von Frauen hat. Also versteckt er sich als heterosexuellen Horst im „Bel Hair“ und schneidet dort auch Frauen die Haare. Dabei lernt er Heidi kennen und mag sie irgendwie doch mehr als beabsichtigt. Und stellt auf einmal seine Sexualität wieder in Frage. Eine deutsche Komödie mit Kostja Uhlmann in der Hauptrolle hat immer einen gewissen Reiz, schafft es aber auch diesmal nicht über die klassischen Klitschees und Witze heraus und verfängt sich in vorhersehbaren Dialogen und Handlungen. Trotz allem trifft der Film genau meinen Humor und ich habe ihn unglaublich genossen zu sehen. Stark kritisiert wurde er, da er Homosexualität nicht genug ernst zu nehmen weiß und ein „Coming In“ die falsche Botschaft sei. Jedoch sollte man den Film in dieser Hinsicht einfach nicht allzu ernst nehmen und sich eher über ein paar Klitschees kaputt lachen, als sie als homophob darzustellen. Von mir gibt es trotzdem nur 03 von 10 möglichen Punkten, da der Film objektiv betrachtet nun doch nicht als gut bewertet werden kann.

Verpasst aber nicht vergessen – Teil 2

Hallo ihr Lieben,
heute soll es einmal wieder um die Filme gehen, die immer in meiner Verpasst-Übersicht auftauchten, die ich aber inzwischen geschafft habe zu sehen. Also folgen hier nun wieder ein paar Kurzkritiken:

1) Love Rosie, für immer vielleicht?: Eine Verfilmung eines Cecilia Ahern Buches. Schon allein durch diese Tatsache wappnet man sich gegen etwas Kitsch, sucht aber gleichzeitig die Taschentücher heraus. Für immer vielleicht handelt von Rosie und Sam, die sich seit ihrer Kindheit kennen und sich eigentlich auch lieben. Nur schaffen sie es nicht richtig sich das zu gestehen und sind doch immer in einer Beziehung mit jemand anderem oder etwas anderes im Leben kommt ihrer Liebe dazwischen. Doch schaffen sie es doch irgendwann zusammen zu kommen? Das bleibt die spannende Frage in einem liebevoll inzinierten Film, der nicht nur die Romanze, sondern auch einen hohen Humor Anteil zu bieten hat. Hinzu kommen die für den Film perfekt scheinenden Darsteller Lilly Collins und Sam Claflin. Alles in allem 09 von 10 möglichen Punkten.

2) Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück: Simon Pegg einmal nicht in seiner typischen Rolle, sondern viel ernster und trotzdem sympathisch wie immer. Der Psychiater Hector ist in seiner Arbeit und seiner Beziehung sehr eingefahren. Jeder Tag scheint nach dem gleichen Prinzip abzulaufen. Doch er schafft es einfach nicht deine Patienten zum glücklichsein zu bewegen. Eine Weltreise soll dies ändern. Über China, Kolumbien und den USA reist er und fragt jeden den er trifft nach seiner Definition für Glück. Dabei trifft er sympathische und weniger sympathische Menschen. Nur seine Freundin zu Hause findet die Reise nicht lustig und es kriselt ernsthaft. Der Film ist zwar etwas langsam erzählt, lässt sich aber auch Zeit einzelne Charaktere vorzustellen. Dadurch zieht der Film sich zwar zwischenzeitlich etwas, aber die lebensbejaende Botschaft behält er den ganzen Film über. Dafür erhält er 05 von 10 möglichen Punkten.

3) Monsieur Claude und seine Töchter: Französische Filme haben ja den Ruf etwas seltsam zu sein. Nicht jedoch dieser. Monsieur Claude ist streng katholisch und hat vier wunderbare Töchter. Doch nachdem die ersten drei sich einen Muslimen, einen Juden und einen Asiaten geangelt haben, scheint das Chaos schon vorprogrammiert. Die vierte Tochter ist nun die große Hoffnung. Und sie findet tatsächlich einen Katholiken, nur halt einen Schwarzen. Das ist zu viel für die Familie, die nun auch noch die Hochzeit organisiert. Der Film ist voller Vorurteile, verpackt diese aber mit so viel Humor, dass es nicht rassistisch ‚rüberkommt. Man kommt aus dem Lachen beinahe gar nicht mehr heraus. Trotzdem hat der Film auch Spannung und eine gute Portion Gesellschaftskritik. Dafür erhält er 08 von 10 möglichen Punkten.

4) Grand Budapest Hotel: Einer der Abräumer bei den diesjährigen Oscars. Mit einer vielleicht etwas ungewohnten Optik erzählt er die Geschichte des Pagen Zero, der im Grand Budapest Hotel unter Monsieur Gustave lernte und dabei eine Menge Abenteuer erlebte. Wenn man sich einmal auf die Stimmung und die Optik des Films eingelassen hat, kann er gut unterhalten, ist aber definitiv nicht für Jedermann. Belebt wird er vor allem von den Darstellern, die dem brillianten Ralph Fiennes in nichts nachstehen. Dafür erhält er 06 von 10 möglichen Punkten.

5) I, Frankenstein: Der Film ist von den Machern, der Underworld-Reihe, von der ich ein großer Fan bin. Dementsprechend waren auch meine Erwartungen. Auch die Grundidee des Frankensteins, der die Zeit überlebt hat und inzwischen in der modernen Welt angekommen ist. Optisch betrachtet kommt man als Zuschauer auch auf jeden Fall auf seine Kosten. Leider schafft der Film es durch eine Handlung, die zu viel in zu wenig Zeit wollte, auch durch brilliante Darsteller, allen voran Bill Nighy, nicht zu überzeugen. Man merkt, was der Film erreichen wollte, hat es aber leider versucht in 92 Minuten Film zu pressen und hat sich daher weder für Handlung noch für die Charaktere wirklich Zeit genommen. Daher gibt es nur 03 von 10 möglichen Punkten.

6) Ted 2: Der besoffenste Teddybär der Filmgeschichte ist zurück. Und er hat geheiratet. Doch auch ein Teddybär kann Eheprobleme bekommen. Diese soll nun ein Baby lösen. Doch der Adoptionsantrag löst eine Welle aus, die Ted nun stoppen muss. Denn nicht nur wird ihm das Recht verwährt, auch seine Ehe wird angezweifelt, da er nicht als Mensch gilt. Doch genau das möchte er nun beweisen. Wer den ersten Ted-Film mochte, wird auch den zweiten mögen. Der Humor ist genauso deftig, allerdings doch etwas weniger unter der Gürtellinie als noch der erste. Nur Amada Seyfried mag einfach nicht in den Film passen, da man ihr die Rolle einfach nicht abkauft. Man weiß auch nicht, was sie jetzt genau darstellen möchte, weil man kann nicht gleichzeitig die kiffende Anwältin und die brilliante Anwältin sein. Abgesehen von diesem Handlungsschwachpunkt, zeigt der Film viele bekannte Gesicher und die Lachmuskeln haben auf jeden Fall ordentlich zu tun. Dafür erhält der Film 06 von 10 möglichen Punkten.

7) a world beyond: Der Disneyfilm über eine Welt, die die Zukunft verändert sollte und ein Mädchen, dass den scheinbar vorhergesagten Untergang der Welt verändern könnte. Leider blieb der Film weit hinter meinen Erwartungen zurück, da ich mich wirklich auf den Film gefreut hatte. Doch die Handlung ist abgestumpft, hält sich viel zu lange an Kleinigkeiten auf und nimmt das angeschnittene Thema nicht ernst. Es hätte ein spannendes Abenteuer in einer Parallelwelt sein können, wurde aber Hugh Laurie, der der Welt abgeschworen hat, gegen George Clooney, der zwar keine Hoffnung mehr hat, aber trotzdem hilft. Es wurden gesellschaftskritische Themen angesprochen, aber dann nicht ausgeführt oder so schnell abgehandelt, dass sich keiner damit näher auseinandersetzt. Grundidee gut, Umsetzung schlecht. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

8) San Andreas: Der San Andreas Graben löst eine Kette von sehr schweren Erdbeben aus und reist sogar teilweise auf. Dieses Phänomen könnte Wirklichkeit sein, daher hinterlässt der Film einen bitteren Nachgeschmack. Des weiteren geht es um Dwayne Johnson, der seine Familie während der Katastrophe zu retten versucht, da er Rettungspilot ist. Vorab befürchtete ich, dass es so ein typisches Liebesdrama mit viel Zerstörung wird, doch hier geht es um Familienliebe und auch die steht nicht zu sehr im Vordergrund und lässt sich so gut ertragen. Stattdessen ist der Film ein gespanntes Drahtseil für die Nerven, denn der Film bleibt spannend und man versucht mit den Charakteren einen Ausweg zu finden. Ich musste mich mehr als einmal in den Arm meines Freundes krallen, weil ich so sehr mitfieberte. Alles in allem erhält der Film 06 von 10 möglichen Punkten.

So das war es dann auch schon wieder für dieses Mal. Ich bleibe dran die Filme nachzuholen 😉

Verpasst aber nicht vergessen 2014 – Teil 1

Hallo ihr Lieben,
bisher gab es bei mir immer das Format „Verpasst im …“, wo ich Filme aufzähle, die ich im jeweiligen Monat verpasst habe. Doch inzwischen gibt es eine gewisse Anzahl an Filmen aus diesem Format, die ich jetzt gesehen habe. Daher gibt es nun mein neues Format „Verpasst aber nicht vergessen“, in dem ich jetzt die ehemals verpassten Filme in Kurzform kritisiere.

1) Paddington: Der in der Weihnachtszeit erschienene Film mit dem sprechenden Bär hatte mich von Anfang an gelockt, weil ich Paddington-Bär noch aus meiner Kindheit kenne. Der Film ist voller Liebe, Humor, aber auch traurigen Momenten. Ein gelungener Film für groß und klein. Ich hatte vorab aber an die Figur höhere Erwartungen und war daher etwas enttäuscht. Daher gibt es von mir 7 von 10 möglichen Punkten.

2) Lucy: Scarlett Johannson als Lucy, die in einen schiefgelaufenen Drogendeal verwickelt wird und auf einmal immer mehr Kapazitäten ihres Gehirns nutzen kann. Ich war von der Grundidee begeistert, bin aber überhaupt kein Fan von Scarlett Joahnnson, weswegen ich mir den Film nicht im Kino angesehen habe. Bei der ersten Hälfte des Films bereue ich es etwas, weil die Handlung und das Ideenkonstrukt dahinter absolut faszinieren sind und die Bilder auf einer großen Leinwand noch etwas besser gewirkt hätten. Die zweite Hälfte des Film bestärkt mich jedoch in meiner Entscheidung. Was als gut durchdachtes Ideenkonstrukt begann wird mit jeder Sekunde abgedrehter und entfernt sich immer mehr von dem Vorstellbaren. Über Johannsons Darstellung lässt sich bestimmt streiten, mir hat sie aber absolut nicht gefallen. Hier hätte ich mir eine Schauspielerin mit einer stärkeren Ausdrucksweise gewünscht. Alles in allem erhält der Film leider nur 4 von 10 möglichen Punkten, obwohl das Potenzial definitiv da war.

3) Wir sind die Neuen: Ein deutscher Film über eine Senioren-WG, die im Disput liegt mit einer Studenten-WG. Auch an diesem Film hatte ich nach dem Trailer absolut hohe Erwartungen und bin leider enttäuscht worden. Zwar birgt der Film viele Thematiken, die kaum in anderen Filmen angesprochen werden, wie Altersarmut und die Überforderung der Studenten durch das Bachelor-System, jedoch stellt er die Konflikte lediglich da und geht nicht mit einer nötigen Tiefe an sie heran. Der Film hatte definitv mehr potenzial, aber trotzdem ist es ein Film, den ich mir definitiv noch öfter ansehen werde, einfach weil er unermüdlich an den Lebenswillen appeliert und mich genau an der richtigen Stelle berührt. Alles in allem aber leider nicht mehr als 3 von 10 möglichen Punkten.

4) About last night: Was als Komödie über zwei junge Männer, die zufällig zwei junge Frauen daten, die in einer WG leben und daher auch gut befreundet sind, angekündigt wurde, ist bisher für mich eine der größten Enttäuschungen des letzten Jahres. Der Film ist wenig lustig und erzählt eigentlich nur von einer Liebesgeschichte, die perfekt anfängt und dann ganz langsam und gemächlich auf das Ende hinsteuert, während die zweite Liebesgeschichte nur immer mal wieder angeschnitten wird und auch nichts Halbes und nichts Ganzes ist. Ich bin ein Fan von Michael Ealy, daher war der Film für mich noch ertragbar, aber daher reicht es auch nur für 2 von 10 möglichen Punkten.

5) Die Schadenfreundinnen: Der neue Film mit Cameron Diaz über einen gutaussehenden Mann, der seine Frau gleich mit zwei anderen Frauen betrügt und wie daraus sehr kurriose Freundschaften entstehen. Ich war absolut skeptisch dem Film gegenüber bin hier aber sehr positiv überrascht worden! Die Handlung ist teilweise so skurril, aber trotzdem so witzig, dass man bei dem Film nichts anders kann als gute Laune zu bekommen. Die Charaktere sind allesamt gut durchdacht und harmonieren in ihrer Disharmonie so gut zusammen, dass man sie alle ins Herz schließt. Defintive Filmempfehlung und verdiente 8 von 10 möglichen Punkten.

6) Her: Ein Joaquin Phoenix, der eine Beziehung zu seinem neuen Operativ System führt, hat mich von Anfang an interessiert und der Film ist auch wirklich gut umgesetzt, aber im Endeffekt leider doch einfach nicht mein Fall. Die Handlung baut sich ganz langsam auf und schöpft die Idee in allen Einzelheiten aus. Dies spricht zwar eindeutig für den Film in seinem Genre, aber leider nicht für mich als Zuschauer. Gerade gegen Ende verliert sich der Film auch ein wenig mit seiner Konzentration auf den Hauptcharakter Theodore Twombly und seiner gestörten Beziehung zu seinem OS und nimmt Kurs auf die verstörenden Gefühle des OS, was ich im Film als nicht angemessen empfinde. Alles in allem erhält der Film 5 von 10 möglichen Punkten von mir.

7) Philomena: Der Film über eine Frau, die ein uneheliches Kind bekam und dieses ihr daher weggenommen wurde, und welche sich Jahre später auf die Suche nach ihrem Sohn macht. Eine grandiose Darbietung von Judy Dench, die ich als Schauspielerin sehr schätze. Der Film bietet, was der Trailer verspricht (was selten geworden ist) und bietet ein Drama, das einen von der ersten bis zur letzten Sekunde mitfiebern lässt und einen mit immer neuen Richtungsänderungen bei der Handlung in Atem hält. Mal ist man erschüttert, dann wieder erheitert und dann zu Tränen gerührt. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und erhält daher von mir 8 von 10 möglichen Punkten.

Soweit erst einmal, sobald ich wieder ein paar Filme von meiner Liste streichen konnte, folgt Teil 2 dieses Formats!

The Loft

Ein Tag später am 11.12. kam ein Thriller der anderen Art in die deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Fünf Freunde. Fünf verheiratete Freunde. Fünf verheiratete Freunde, die einfach nicht die Finger von anderen Frauen lassen können. Natürlich will keiner seine Ehe gefährden. Daher mieten sie sich ein Loft, wohin sie ihre Affären entführen können. Bis eines Tages eine tote Frau in ihrem Loft liegt. Nun ist guter Rat teuer, oder war es gar einer von ihnen?

Der Film wechselt spannend zwischen der Szenerie, wenn die Tote aufgefunden wird und sich alle gegenseitig beschulden und der Vorgeschichte hin und her, so dass nach und nach immer mehr ans Licht kommt, was ständig Freiraum für neue Spekulationen und Vermutungen lässt. Doch nachdem nach und nach jede über den Haufen gewurfen wurde, frustriert der Film irgendwann mit seinen ständigen Handlungswechseln. Durchgehend gute schauspielerische Leistungen retten dann doch nicht die lieblos aneinander gereihten Beschuldigungen der Akteure. Die Story überzeugt mich vorne und hinten nicht und lässt einen echt an das gute in den Männern zweifeln.

Alles in allem hat mich der Film nicht überzeugt und erhält von mir daher nur 6 von 10 möglichen Punkten.

Der Hobbit 3 – Die Schlacht der fünf Heere

Am 10.12. kam der krönende Abschluss der Hobbit-Trilogie in die deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Smaug hat den einsamen Berg verlassen und attackiert die Seestadt, doch wird von Bard erschossen. Zuvor hatte er jedoch die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Hilfesuchend wandten sie sich an die Zwerge im einsamen Berg. Auch die Elben reiten zum Berg, um einen Tribut von den Zwergen zu fordern. Doch dort ist Thorin inzwischen von der Drachenkrankheit, also der unbändigen Gier nach Gold, betroffen und lehnt jegliche Hilfstellung ab. Gleichzeitig marschieren die Orkheere auf den Berg zu.

Viele enttäuschte der Film, da sie auf die gleiche Storydichte, wie in den ersten beiden Teilen gehofft hatten. Doch der dritte Teil bietet nur die bildgewaltige Endschlacht. Doch genau das war es, was ich von dem Film erwartet hatte. Die Story wurde in den ersten zwei Teilen ausführlich behandelt und der Dritte Teil war nur ausgelegt, damit die Endschlacht nicht zu kurz kam. Jeder der dies begreift, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Die Schlacht ist von Anfang bis Ende spannend und bietet ständig neue Wendungen.

Alles in allem eindeutig ein würdiges Ende der Filmtrilogie und damit verdiente 8 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Dezember 2014

Es benötigt keiner Vorankündigung mehr, ihr kennt das Format 😉

1) Paddington: Dreimal hatte ich Karten für den Film reserviert und dreimal kam mir etwas dazwischen! Einer meiner Kindheitshelden hat seinen eigenen Kinofilm bekommen und irgendwann schaff ich es ihn zu sehen!

2) #Zeitgeist: Ein Film über die sozialen Netzwerke und ihre Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft. Der Trailer verrät irgendwie alles und nichts und das reizt mich. Auf jeden Fall ein Film, den ich noch sehen will.

3) Die Entdeckung der Unendlichkeit: Eddie Redmayne verkörpert den Stephen Hawking. Ich wollte es unbedingt sehen, leider hat mir Weihnachten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber es wird nachgeholt!

Und hier die nennenswerten Filme, die es nicht auf meine Liste geschafft haben:

Die Wolken von Sils Maria, Exodus – Götter und Könige

Die Pinguine aus Madagascar

Am 27.11. erschien der auf der gleichnamigen Fernsehserie basierende Film der allseits beliebten Pinguine, die bekannt sind aus der Reihe „Madagascar“.

Kurz zur Story: Skipper, Rico, Kowalski und Private treffen auf den Kraken Dave, der einen Groll gegen Pinguine führt, weil sie immer als süßer und knuffiger angesehen wurden und er daher von Zoo zu Zoo geschickt wurde. Sein Plan ist nun mit einem Serum alle Pinguine in hässliche Mutanten verwandeln, um ihren Ruf zu gestalten. Dies wollen die Pinguine verhindern.

Ich liebte die vier Pinguine in den Madagascar-Filmen, war aber von der Fernsehserie nicht überzeugt. Daher stand ich dem Film skeptisch gegenüber. Letztendlich bin ich doch in den Film geschleppt worden und habe es nicht bereut. Die Pinguine trumpfen mit ihrem Humor wieder auf und liefern dazu eine zuckersüße Story, in der es auch darum geht seinen Platz in der Welt oder sogar im eigenen Team zu finden. Die Spannung bleibt vom Anfang bis Ende erhalten und ist durchzogen von gut platziertem Humor.
Eine Empfehlung für jeden Fan von den Pinguinen oder jemand, der einfach mal wieder nach herzenslust lachen möchte.

Alles in allem bekommt der Film 7 von 10 möglichen Punkten von mir.

Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1

Am 20.11. erschien endlich die von mir heiß ersehnte Fortsetzung der Tribute von Panem-Reihe.

Kurz zur Story: Katniss Everdeen und noch einige andere Tribute von den 75. Hungerspielen wurden von den Rebellen aus der Arena gerettet. Nicht jedoch Peeta. Sie werden in den als zerstört geglaubten Distrikt 13 gebracht, der sich im Untergrund wieder aufgebaut hatte. Nun planen die dort versammelten Rebellen einen Gegenschlag gegen das Kapitol. Katniss soll als das Gesicht der Rebellion helfen, doch diese kann nur daran denken, dass Peeta gerettet wird. Dieser wurde inzwischen im Kapitol zur Marionette gemacht.

Ich war am Anfang etwas skeptische, wieso man eine Trilogie wieder in vier Filme stecken musste. Doch als Bücherfan kann ich sagen, dass es bei der filmischen Umsetzung auf jeden Fall Sinn ergibt. Es wird sehr buchnah und sehr detailiert erzählt, trotzdem schafft der Film es durchgehend spannend zu bleiben. Der inzwischen dritte Film der Reihe dient perfekt als Überleitung zum Finale im vierten Film und klärt so einiges wichtige auf. Ein Muss für jeden Fan!

Alles in allem erhält der Film von mir 9 von 10 möglichen Punkten.