Gesehen im Dezember 2015

Hallo ihr Lieben,
nachdem ich in den letzten Monaten kaum zu Filmen neben denen im Kino und in meiner Verpasst Reihe kam – und natürlich Serien – gibt es nun dank der Weihnachtszeit wieder eine neue Ausgabe meiner Gesehen im – Reihe.

  1. The Wizard of Oz:
    Lange habe ich es mir vorgenommen, nun kam ich endlich dazu die Originalverfilmung mit der bezaubernden Judy Garland in der Hauptrolle zu sehen. Die Geschichte der Dorothee, die durch einen Sturm in das Land Oz gerät und dort Abenteuer erlebt. Natürlich ist der Film nicht zu messen mit den heutigen Effekten und sieht für unsere Augen vielleicht teilweise „schlecht“ aus, aber für damalige Verhältnisse durchaus ein sehr schöner Film.

2. Terminal:
Erst vor kurzem entdeckt in einer Top-Liste der Tom Hanks Filme und zugleich einmal angesehen. Der Film deckt alle Emotionen ab. Am Anfang fühlt man mit Hanks mit bzw. mit seiner Rolle Victor Navorski, der aus fiktiven Krakosien nach New York City möchte, um dort Sightseeing zu machen. Doch es gab in seinem Heimatland einen Putsch und sein Pass und sein Visum werden nicht mehr anerkannt. Nun darf er den internationalen Terminal des Flughafens nicht verlassen. Der Film ist lustig, traurig, dramatisch und verzaubernd und hat mich sehr berührt.

3. Million Dollar Baby:
Der Film hat vier Oscars gewonnen, nur warum? Der Film über die Frau, die unbedingt von Frankie Dunn trainiert werden will, aber eigentlich schon viel zu alt für eine Profikarriere ist. Ihr Weg und ihr Triumpf und ihr Fall wird in diesem Film thematisiert. Aber mir fehlt ein Stück Spannung, ein Stück Emotion und das gewisste Etwas, um vier Oscars inkls. bester Film zu rechtfertigen.

4. A Chrismas Carol:
Ich habe ja, wie in meinem Weihnachtsspecial geschrieben, es dieses Jahr wieder nicht geschafft das passende Buch zu lesen. Aber dafür habe ich mir die Neuverfilmung aus dem Hause Disney angesehen. Ich mag schon die neue Animationsart nicht und dann bietet der Film auch keinen weiteren Mehrwert zu anderen Verfilmungen. Daher hier Finger Weg!

5. The Cabin in the Woods:
Am Anfang des Films verdreht man die Augen und denkt sich: Boah voll der Klitscheehorrorfilm. Eine Gruppe Teenager machen Urlaub in einer abgeschiedenen, heruntergekommen Hütte. Aber durch eine Parallelhandlung wird das ganze bewusst zur Horrorkomödie gestaltet und die Klitschees werden ganz bewusst aufgegriffen und genutzt, so dass sie das erste Mal wirklich funktionieren. Daher funktioniert der ganze Film und hier daher eine Filmempfehlung!

6. The Transporter:
Nachdem ich in vielen Kritiken zu The Transporter – Refueled gelesen habe, dass Ed Skrein nicht an Jason Statham herankam, habe ich nun doch einmal den ersten Teil gesehen. Es mag vielleicht an der Reihenfolge liegen, in der ich die Filme gesehen habe, aber für mich hat Refueled mehr Eleganz, mehr Action, mehr Spannung und einfach mehr Charme. Möge meine Steinigung beginnen 😉

Und das waren dann auch schon wieder die Filme, die ich im Dezember 2015 gesehen habe. Was für Entdeckungen habt ihr gemacht?

Star Wars – Das Erwachen der Macht

Am 17.12.2015 erschien der langersehnte siebte Star Wars Film endlich in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Nachdem das Imperium vernichtet wurde, wurde eine neue Republik gegründet. Doch die Erste Ordnung hat andere Pläne. Zusammen mit einer neuen Armee versuchen sie ihre Interessen durchzusetzen. Fern ab davon führt Rey ein Leben als Schrottsammlerin. Bis sie auf den Droiden BB-8 trifft. Dieser hat geheime Informationen für die Rebellen, die die Erste Ordnung nur zu gerne in die Finger bekommen möchte. Zusammen mit dem flüchtigen Krieger der Ersten Ordnung Finn stürzt sie sich in ein Abenteuer.

Viele Jahre war es still im Star Wars Universum. Doch nun ging es endlich weiter. Von den Fans zwiespaltig erwartet, ging der Vorhang auf, um die Zuschauer ein siebtes Mal in eine Galaxie weit weit weg zu entführen. Vorab wurde viel gemunkelt. Kann J. J. Abrahms an die Werke von George Lucas anknüpfen? Wie viele der alten Charaktere tauchen wieder auf? Können die neuen überzeugen? Nach den ersten Trailern war zumindest eins klar: Technisch orientiert sich das Erwachen der Macht an der Originaltrilogie, also wenig CGI und viel an aufwendig gestalteten Sets gedreht. Auch sieht man ab dem ersten Trailer, dass Han Solo, Chewbacca und Leia Organa wieder mit dabei sind. Nicht wenigen ging das Herz auf, als Han sagte: „Chewie? Wir sind zu Hause!“. Doch wie groß wüden die Rollen werden? Die Erwartungen waren sehr hoch gesetzt, Karten für das Startwochenende schon lange im Voraus ausverkauft und eifrig wurde der 17.12. im Kalender rot angestrichen. Sobald der Vorhang sich öffnet, ist das Publikum still, keiner wagt etwas zu sagen. Und schon ertönt die altbekannte Titelmelodie und der Vorspann erscheint. Ein wohliger Schauer geht durch das Publikum und Gänsehaut bildet sich. Sogleich wird man mitten ins Geschehen geworden. Der Spannungsgrad klettert zugleich hoch und lässt sich bis zum Ende nicht nehmen. Trotzdem nimmt der Film sich Zeit die beiden neuen Hauptcharaktere vorzustellen. Doch trotz vieler Kampfszenen merkt man schnell, dass der Auftakt zur neuen Trilogie auch wirklich das ist: ein Auftakt. Die Handlung an sich ist etwas schwach geraten, sie litt unter dem Bedürfnis durch viel Action den Spannungsbogen zu halten. Es tauchen viele neue Charaktere und Begriffe auf, die jedoch teilweise mehr Fragen aufwerfen als beantwortet wird. Abrahms scheint so bemüht allen Erwartungen gerecht zu werden, dass er scheinbar vergisst Erklärungen einzubauen. Es bleibt zu hoffen, dass diese in den folgenden Teilen nachgereicht werden. Die Schauplätze und Charaktere hingegen wurden mit großer Sorgfalt und Hingabe kreiert und sind eines Star Wars Films würdig. Und dem Zuschauer wird einiges geboten. Von altbekannten Schlachten im All bis zu nervenzerreißenden Laserschwert-Kämpfen, hier wird das Fan-Herz glücklich. Das Ganze gespickt mit humorvollen Dialogen, gerade wieder zwischen Han und Chewie, und vielen schönen Anspielungen auf die alten Filme machen den Film sehr unterhaltsam und sorgen für einen guten Ausgleich zu den vielen Actionszenen. Trotzdem scheinen diese Anspielungen eher der Versöhnung mit den Fans zu dienen. In den folgenden Filmen kreiert der Film hoffentlich seinen eigenen Kultstatus und lässt auch den neuen Charakteren etwas mehr Freiraum.
Daisy Risley übernimmt die Rolle der Rey. 2015 war ein gutes Jahr für die Frauenwelt. Endlich mehr Platz auf der Kinoleinwand. Vorreiter dazu war Mad Max-Fury Road, aber auch Sicario und jetzt Star Wars können da mithalten. Rey ist keine Nebenrolle und exisitiert auch nicht nur für die Quote, oder um eine Liebesgeschichte aufbauen zu können. Rey ist die Hauptfigur des Films. Eine toughe junge Frau, die auf einem Wüstenplanet alleine für ihren Lebensunterhalt sorgt und sehr widerwillig sich in das Abenteuer hineinziehen lässt. Abrahms überrascht mit unbekannten Gesichtern auf der Leinwand. So ist die Wahrnehmung der neuen Darsteller nicht durch vorherige Charaktere getrübt. Dies funktioniert ebenso bei John Boyega als Finn. Seine Motive bleiben noch etwas Unklar, aber im wesentlichen ist er als zweiter Hauptcharakter erkennbar.
Lediglich Adam Driver, der die Rolle des Hauptbösewichts Kylo Ren übernimmt, hat schon in einer Handvoll bekannter Filme mitgespielt. Während er eine solide Darstellung abliefert, solange sein Gesicht unter der Maske Rens verborgen liegt, wird die Glaubwürdigkeit seiner Rolle nach Abnehmen der Maske ziemlich untergraben, was nicht in seinen Schauspielkünsten, sondern vielmehr in seinem Aussehen liegt. Vielleicht hätte man ihm wenigstens seinen Bart lassen sollen, denn so wirkt Driver leider eher wie ein verängstigter Schuljunge. Zwar mag dies teilweise zum Charakter passen, entlockt dem Zuschauer aber doch eher ein Glucksen.
Desweiteren ist der Cast bunt gemischt zwischen Hollywood Größen, wie Oscar Isaak, Simon Pegg, Domnhall Gleeson und Andy Serkis in mehr oder weniger großen Rollen, was einen schönen Wiedererkennungswert hat, aber auch sehr gute Schauspielleistungen nach sich zieht.

Alles in allem ist der neue Star Wars Teil technisch brilliant, bietet Witz und gute Schauspieler, kann aber letztendlich nicht in der Handlung überzeugen. Daher gibt es „nur“ 07 von 10 Punkten für eine solide Leistung, die aber Spielraum nach oben setzt. Es bleibt abzuwarten, wie der nächste Teil wird.

Liebster Award – Runde 2

Hallo ihr Lieben,
ich wurde zum zweiten Mal für den Liebsten Award nominiert, diesmal von Popcornfilme. Die Auszeichnung nehme ich natürlich gerne an und bedanke mich bei den beiden sehr herzlich!
Dann will ich mal ihre Fragen beantworten.

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  1. Warum bloggst du? Führst du eine Art Online-Tagebuch oder schreibst du um anderen Menschen einen Mehrwert zu verschaffen? Also schreibst du für dich oder für die anderen?

Ich habe mit dem Bloggen angefangen, weil ich grundsätzlich immer in meinem Bekanntenkreis nach Filmempfehlungen gefragt wurde bzw. nach einer Rückmeldung, wie ich einen bestimmten Film fand. Um nicht zehnmal das gleiche zu erzählen, habe ich diesen Blog angefangen (auch wenn ich immer noch regelmäßig gefragt werde^^). Zudem führt das Blogen zu einem schönen Austausch über Filme, man lernt andere Sichtweisen kennen und das möchte ich nicht mehr missen.

2. Was ist deine liebste Filmmusik?

Oh ich mag viele Filmthemes – ich hab eine ganze Playlist dafür. Wenn es danach geht, welche ich am meisten höre, wäre es wohl die Filmmusik von The Avengers. Aber meine liebste Filmmusik ist das doch von Requiem for a dream. Sie harmoniert perfekt mit dem Film.

3. Und was ist dein Lieblingsfilm, den du bestimmt schon mitsprechen kannst?

Meine Lieblingsfilme, sind die der Underworld-Reihe (außer den vierten), aber wirklich von vorne bis hinten mitsprechen kann ich nur The Avengers.

4. Was war dein Lieblingsfilm, als du noch ein Kind warst?

Bernhard und Bianca. Und ich liebe noch immer die beiden Mäuse, der Rettungshilfsvereinigung, die losziehen, um das arme Mädchen Penny zu retten.

5. Wie viele Filme hast du 2015 ungefär gesehen?

Bei meiner Zählung für meine Rankings zum Jahresabschluss kam ich auf 89 + 4 in Special Screenings + 4, die ich nach der Rankingerstellung noch gesehen habe = 97 Filme. Ganz knapp die 100 nicht geschafft.

6. Was machen Filme für dich aus? Was ist das besondere daran?

Das ist eine gute Frage. Darüber habe ich eigentlich nie groß nachgedacht. Vielleicht ist es die Flucht in eine alternative Realität, genau wie bei Büchern. Die Identifikation mit den Figuren, etc.

7. Wie lange bloggst du schon?

Im November hat mein Blog Geburtstag gefeiert, also etwas über ein Jahr.

8. Wenn dir ein Kinofilm nicht gefällt: Rausgehen, weil es sonst verschwendete Lebenszeit wäre, oder aushalten, weil man schließlich dafür bezahlt hat?

Ich bin, was das angeht, unglaublich geizig. Daher bleibe ich immer sitzen, auch wenn mir ein Film nicht gefällt. Dabei gucke ich zwar ständig auf die Uhr, bin genervt und maule die Leinwand an, aber ich bleibe sitzen. Und nerve meine Mitmenschen noch eine Woche später damit, wie schlecht der Film war.

9. Steht bei dir die große DVD-Sammlung im Regal oder tut’s auch das Netflix-Abo?

Beides. Was Serien angeht ist Netflix gut ausgestattet, aber was Filme angeht haben sowohl Maxdome als auch Netflix nicht immer das richtige für mich, daher ist mein Regal auch mit DVDs überfüllt.

10. Stell dir vor es ist Sonntag, es regnet und du hast viel Zeit! Schaust du lieber Filme oder unzählige Folgen einer Serie?

Das kommt auf meine Stimmung an. Es gibt verregnete Sonntage, da schau ich ganz viele Filme an, es gibt aber auch verregnete Sonntage, da schau ich mir unzählige Folgen einer Serie an. Je nachdem, was mich an dem Tag mehr packen kann oder worauf ich gerade Lust habe.

11. Was ist denn eine Lieblings-Serie?

Mutant X. Leider nach der dritten Staffel abgesetzt worden, aber ich liebe die Serie.

Nun ist es an mir, wieder neue Blogs zu nominieren und Fragen zu stellen. Aus Zeitgründen übernehme ich einmal die Fragen, die ich zuletzt gestellt habe und nominiere (in der Hoffnung, dass die Blogs noch unter 300 Follower haben):

Mellis Bücher Blog

Eye Level Reviews

und

Filmkompass

Ihr dürft nun meine folgenden Fragen beantworten und dann weitere Blogs nominieren, die unter 300 Follower haben und denen ebenfalls 11 Fragen stellen. Viel Spaß dabei 😉

  1. Das Jahr 2015 ist fast vorbei. Was war euer Kinohighlight des Jahres bisher?
  2. Zeigt uns eure Kindheit! Was war euer Lieblingsbuch als Kind?
  3. Welches Buch/welcher Film haben euch im Leben wohl am meisten inspiriert?
  4. Aktuell werden Trilogien gerne in 4 Filmen verfilmt. Wie ist eure Meinung dazu?
  5. Brettspiele, Kartenspiele, Würfelspiele: Was ist euer liebstes Spiel?
  6. Hallo, hallo, ich bin dein Ohrwurm, sangen schon die Wise Guys. Was ist euer aktueller Ohrwurm?
  7. Hand aufs Herz: Was war das letzte Buch, bei dem ihr geweint habt?
  8. Das Ende eines Buches ist nicht immer so, wie es einem gefällt. Welches Buch wolltet ihr das letzte Mal aufgrund des Endes aus dem Fenster werfen?
  9. Jetzt wird’s poetisch. Welcher Spruch/welches Zitat motiviert euch am meisten?
  10. Die kalte Jahreszeit ist da. Was ist euer Soundtrack für die kalten dunklen Tage?
  11. Welches Urlaubsziel wollt ihr unbedingt in eurem Leben noch einmal besucht haben und warum?

Verpasst im Dezember 2015

Hallo ihr Lieben,

diesmal neigt sich nicht nur der Monat, sondern das ganze Jahr zur Neige. Leider habe ich es im Dezember kaum ins Kino geschafft, weswegen meine Liste diesmal etwas länger sein dürfte. Aber im Weihnachtstrubel sind die Kinogänge einfach untergegangen.

1. Das Brandneue Testament

Ein zynischer Gott und seine Tochter, die heimlich die Todesdaten an alle Menschen schickt und damit eine Kettenreaktion auslöst. Definitiv ein Film, den ich noch sehen möchte.

2. Im Rausch der Sterne

Bradley Cooper als Sternekoch, der nach einem tiefen Fall wieder ganz nach oben will. Der Trailer verspricht Foodporn und viel Sarkasmus, aber auch Humor und Lebengefühl. Ich möchte mich noch davon überzeugen.

3. Der kleine Prinz

Die Verfilmung des Kinderbuchweltbestsellers ist etwas, dass mich auch noch reizt zu sehen. Die Geschichte ist weltbekannt und der Trailer lässt schon auf einen herzerwärmenden Film schließen.

4. Die Peanuts

Ich bin ja ein riesen Fan von Charlie Brown, Snoopy und Co. Daher ist der Film noch ein Muss für mich, es wird aber wahrscheinlich erst im nächsten Jahr etwas.

5. Mr. Holmes

Sherlock Holmes einmal ganz anders. Mr. Holmes ist nun deutlich älter, aber es gibt einen Film, der ihn nicht aus dem Kopf geht, den er unbedingt noch zu Ende bringen muss. Ein Ian McKellen als Sherlock Holmes ist für mich schon anreiz genug.

6. Joy – Alles außer gewöhnlich

Eine Jennifer Lawrence, die sich in einer männerdominierten Zeit versucht durchzusetzen. An die Seite gestellt bekommt sie einen Bradley Cooper und einen Robert deNiro. Das hat auch schon in Silver Linings gut funktioniert.

Weihnachten – Nachspezial

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe ihr habt die Weihnachtstage gut überstanden und könnt euch nach dem Weihnachtsessen noch bewegen. Ich habe es leider wieder einmal nicht geschafft mein Spezial pünktlich zu schreiben und schiebe daher wieder ein Nachspezial ein.
Wie schon zu Halloween stell ich euch wieder einen Weihnachtsfilm, eine Weihnachtsserienfolge und ein Weihnachtsbuch vor, die für mich zur Tradition gehören.

  1. A Nightmare before Christmas

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Quelle

Dieser Tim Burton-Film ist praktisch ein absoluter Weihnachts-Kultfilm. Die Geschichte, wie ein Bewohner des Halloween-Landes das Weihnachtsland entdeckt und beschließt die Rolle des Weihnachtsmannes zu übernehmen. Nur leider kann er den restlichen Bewohners von Halloween nicht das Weihnachtsgefühl begreiflich machen, weswegen die Unternehmung in einer ziemlichen Katastrophe endet. Gespickt mit coolen Charakteren und einer unheimlich genialen Musik vergeht bei mir kein Weihnachten ohne diesen Film zu sehen.

2. Big Time Christmas

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Quelle

In der Serienblogparade, an der ich dieses Jahr teilnahm, hab ich ja bereits gestanden, dass ich die Serie Big Time Rush mag. Die Weihnachtsfolge gehört bei mir jedes Jahr wieder zum Programm. Die vier Jungs von Big Time Rush möchten am Heilig Abend nur noch aus dem viel zu warmen Los Angeles zurück in ihre Heimat Minnesota. Doch ihr Plattenchef möchte in letzter Sekunde noch eine Weihnachts-EP veröffentlichen. Dabei sollen zwei von drei Liedern auch noch Duette mit anderen Prominenten sein. Nun helfen nur noch ein paar Weihnachtswunder, um das Fest zu retten. So viel verrückter Humor und drei schöne Ohrwurmverdächtige Lieder machen diese Doppelfolge zu etwas schönem, dass ich an keinem Weihnachten missen möchte.

3. A Christmas Carol – eine Weihnachsgeschichte

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Quelle

Eine etwas andere Weihnachtstradition ist, dass ich mir jedes Weihnachten wieder vornehme a Christmas Carol zu lesen. Die Geschichte ist weltbekannt. Der Geizkragen Scrooge wird am Heilig Abend von drei Geistern heimgesucht, die ihm Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zeigen. Das Buch wurde so oft und in so vielen Varianten verfilmt, dass ich zwar die Geschichte kenne, aber trotzdem inteessiert mich der eigentliche Klassiker. Das Buch mit dem alles begann. Vielleicht schaffe ich es ja nächstes Jahr.

Was sind eure Weihnachtsfavoriten?

Bridge of Spies

Am 26.11.2015 erschien ein neuer Film von Steven Spielberg, der sich mit einer anderen Seite des Kalten Krieges befasst, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: James B. Donovan ist Versicherungsanwalt. Doch als der CIA einen vermeintlichen russischen Spion fängt, soll er um dessen Strafe verhandeln. Für Donovan ist es ein normales Menschenleben, um das er verhandelt, weswegen er gegen die Todesstrafe ist. Dafür wird er im ganzen Land angefeindet. Doch kurz darauf wird ein Spionageflugzeug der USA über russischem Boden abgeschossen. Nun soll ein Austausch stattfinden über den Donovan ebenfalls verhandeln soll. Mit gemischten Gefühlen tritt er seinen Weg nach Ostberlin an.

Bridge of Spies ist ein Film, der einmal die andere Seite der Spionageaktivitäten des Kalten Kriegs zeigt. Während viele Filme sich mit den Aktivitäten an sich befassen, wie auch zuletzt Codename U.N.C.L.E., befasst sich Bridge of Spies mit den Spionen, wenn ihre Mission nicht erfolgreich war und sie vom Gegenspieler gefangene genommen wurden. So erging es auch Rudolf Abel. Als sowjetischer Spion wird er vom CIA gefangen genommen. Kurz darauf lernen wir James B. Donovan kennen. Ein brillianter Versicherungsanwalt, der von seinen Kollegen und Klienten geschätzt wird. Bis er von oberster Stelle aufgesucht wird. Er soll Abel verteidigen, der zur Todesstrafe verurteilt werden soll. Etwas widerwillig, aber pflichtbewusst, meldet sich Donovan im Gefängnis. Schnell sieht er, dass es sich bei Abel auch nur um einen Menschen handelt, der die gleichen Rechte wie jeder andere haben sollte. Also baut er eine solide Verteidigung auf. Doch das stößt im ganzen Land auf Missgunst. Donovan wird angefeindet, weil er es wagt einen Spion zu verteidigen. Doch kurz nach dem Urteilsspruch gibt es eine entscheidende Wendung. Der Pilot Francis G. Powers wird bei einem Spionageflug über der Sowjetunion abgeschossen. Schnell wird er zur Haftstrafe verurteilt. Nun soll Donovan nach Berlin fliegen, um da über einen Austausch von Powers und Abel zu verhandeln.
Tom Hanks übernimmt die Rolle des James B. Donovan. Er liefert, wie aus seinen Filmen bekannt, eine solide Leistung ab und harmoniert mit Spielbergs Film. Donovan ist ein brillianter Anwalt, der jedes Menschenleben für wichtig hält. Egal, was die Allgemeinheit sagt, er hört nur auf sein Gewissen und spürt dafür auch die Auswirkungen.
Ihm an die Seite gestellt ist Mark Rylance als Rudolf Abel. Rylance ist der Geheimtipp des Films. Mit seiner Theatererfahrung legt er viel Wert in sein Spiel. Abel strahlt durchgehend eine gewisse Ruhe aus, als seie er bei all seinen Taten mit sich selbst im Reinen. Durch die Verhandlungen baut sich eine Art Freundschaft zwischen Abel und Donovan auf.
Der Film zeigt die verschiedenen Facetten des Kalten Krieges. Dabei besinnt er sich auf alte Filme zurück. Gerade die Anfangssequenz, die viel aussagt, ohne das auch nur ein Wort gesprochen wurde, erinnert sehr an die alten Hitchcock-Filme. Während in der Bevölkerung die Spione im anderen Land geduldet werden, ist das Geschrei groß, wenn Spione im eigenen Land gefunden werden. Schnell soll das Todesurteil her und wer ein gerechtes Rechtssystem fordert, wie Donovan, wird als Aussätziger behandelt. Dabei schafft der Film es gleich einen hohen Grad an Spannung aufzubauen und diesen auch zu halten. Leider zieht der Film sich gegen Ende, da er mit einer Länge von 2,5 Stunden doch ca. eine halbe Stunde zu lang geraten ist. Durch eine Kürzung der Verhandlungen am Anfang hätte der Film gestrafft und somit die Längen genommen werden können. Denn so sitzt der Zuschauer am Ende im Kino und möchte nur noch wissen, wie es nun ausgeht, obwohl gerade hier noch ein Potenzial für hohen Nervenkitzel ist.
Ein weiteres Highlight des Film ist das Setting. Die realen Schauplätze in den USA und in Deutschland statt Green Screen sorgen für den gewissen Charme des Films.

Alles in allem schafft der Film eine ganz neue Atmosphäre und eine ganz neue Sicht auf den Kalten Krieg. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.