Pixels

Am 30.07.2015 erschien der Film, der die Herzen aller früheren Arcaderspieler höher schlägen lässt, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: 1982 schickte die NASA eine Kapsel ins Weltall gefüllt mit allerlei Videos aus unserer Welt. Unter anderem von der Arcade-Weltmeisterschaft. Jahre später bedrohen Aliens die Welt, in dem sie zum Leben erweckte Videospiele auf die Erde schicken. Nun ruft die US-Regierung die Arcader von früher zusammen, damit sie mit ihrem Wissen die Welt retten können.

Mit Jahrgang ’93 bin ich wahrscheinlich nicht so ganz die Zielgruppe des Films, da mir die meisten Arcade Spiele nichts sagten. Dafür hatte ich aber meinen Freund dabei, der die meisten Spiele kannte und davon wiederum auch die meisten selbst gespielt hatte. Aber auch ohne das Vorwissen über die Spiele macht der Film Laune. Die Handlung an sich kann man bereits den Trailern entnehmen, die leider bereits wieder viel vorweg nehmen. Trotzdem bietet sie noch die ein oder anderes unvorhersehbaren Wendungen, die den Film trotzdem nicht an Spannung verlieren lässt.
Während der Anfang ein bisschen langsam dahin plätschert und schon die (anscheinend nicht vermeidbare) Liebesgeschichte einführt, nimmt der Film schnell Fahrt auf und lässt mit dem ein oder anderen lustigen Spruch das Publikum bereits lauthals loslachen. Die einzelnen Videospielschlachten im realen Leben sind sehr spannend und sorgen auch hier teilweise für Erheiterung. Der Kontrast zwischen der neuen 3D-Technik der Filme und den alten verpixelten Arcadespielen ist interessant anzusehen und gibt dem Film einen ganz eigenen Flair.
Über die Schauspielleistungen lässt sich bestimmt streiten, zumal Adam Sandler immer ein Streitpunkt ist. Meiner Meinung nach sind die Schauspielleistungen zwar nicht unbedingt gut, aber doch vollkommen ausreichend für den Film, der größtenteils auf die Arcadeanimation und die Schlachten baut. Auch hat man hier sehr namenhafte Schauspieler, die alle ihren ganz eigenen Charme einbringen. Nicht zuletzt Peter Dinklage sorgt für viele lustige Dialoge.
Während teilweise die Dialoge sehr ausgefeilt scheinen und zu großer Erheiterung führen, scheinen andere Passagen sehr gestellt und wirken nicht echt. Da wurde zu sehr auf die Humordrüse gedrückt, was leider nach hinten los ging. Ich finde, dass hat der Film nicht nötig, weil er es doch schafft den Zuschauer auf einer gewissen Humorebene zu packen.

Alles in allem macht der Film durchaus Laune und man kann leicht über seine paar Schwachstellen hinwegsehen. Dafür erhält der Film von mir 05 von 10 möglichen Punkten.

Mission Impossible: Rogue Nation

Am 06.08.2015 erschien der fünfte Teil der Mission Impossible-Reihe, die lose auf der Serie aus den 60er Jahren basieren, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Nach den letzten Aktionen von Ethan Hunts Team wird das IMF durch den CIA Vorsitzenden Alan Hunley aufgelöst. Gerade hatte jedoch Hunt die Existenz des Syndikats entdeckt, einer Organisation, die das genaue Gegenteil des IMF darstellt, und taucht daher unter. Nun wird er verfolgt vom CIA und jagt selbst das Syndikat.

Ich bin ja ein großer Fan, der ursprünglichen Serie und war daher bei den ersten drei Filmen eher enttäuscht. Erst als das Team im vierten Teil neu besetzt wurde und durch Simon Pegg und Jeremy Renner eine humorvolle Seite bekam, wurden mir die Filme sympathisch.
Rogue Nation übernimmt größtenteils das Team aus dem vierten Teil, tauscht aber die Quotenfrau gegen Luther, eine der beliebtesten Figuren aus den ersten drei Teilen, aus. Dies ist für die Handlung des Films ein sehr geschickter Schachzug und funktioniert sehr gut. Doch trotzdem bietet der Film deutlichen Frauenpower. Denn es wird Ilsa Faust vorgestellt, bei der man bis zum Schluss nicht so genau weiß, auf welcher Seite sie eigentlich steht. Zwar wird sie auch in kurzem Kleid und teilweise aufreizender Poisition dargestellt, dafür ist sie aber auch die erste Frau im Film, die bei einer Flucht ihre High-heels auszieht!
Die Schauspielleistungen sind allesamt gekonnt im Film, vorallem von Antagonist Solomon Lane gespielt von Sean Harris. Auch die Actionszenen wurden sehr schön inzeniert und da lohnt der Gang ins Kino, um es auf großer Leinwand bewundern zu können. Die Stunts übertreffen natürlich wieder einmal den vorherigen Film, wobei man langsam echt an der Glaubwürdigkeit zweifelt (und ich lass Filmen da immer viel durchgehen).
Die Handlung überzeugt auf jeden Fall durchgehend, auch wenn sich das Ende eine Spur zu lange hinzieht. Hier hat mir eine Prise Schnelligkeit gefehlt, da das Ende diesmal ohne eine Verfolgungsjagd auskommt. Auch diesmal ist wieder eine gute Portion Humor im Film, kann jedoch nicht mit dem Vorgänger mithalten, da diesmal die Dialoge etwas enthumorisiert wurde.

Alles in allem macht der Film Laune und lohnt den Gang ins Kino, sofern man etwas mit der Reihe bzw. mit dem vierten Teil anfangen kann. Dafür erhält der Film 7 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Juli 2015

Hallo ihr Lieben,
es ist passiert, der Juli ist zu Ende gegangen und ich hab es nicht einmal gemerkt! Also hier nun schnell meine Liste der Filme, die ich leider nicht geschafft habe zu sehen.

1) Big Business – Außer Spesen nichts gewesen: Der Trailer sieht sehr spannend aus! „Ich hatte nur zwei Angestellte. Einer war zu alt, der andere zu jung“. Ich hoffe, dass der Humor nicht allzu abgedreht ist, sondern auf einem gesunden Level bleibt.

2) Escorbar – Paradise Lost: Die Geschichte des Mafiosi Pablo Escorbar bzw. eines Jungen, der sich in die Tochter Escobars verliebt und daher davor steht in dessen Machenschaften gezogen zu werden. Trailer und Handlung sehen sehr interessant aus und ich habe mehrere positive Kritiken gelesen, daher interessiert mich der Film durchaus noch.

3) Heil: Kritiken sind zwar bisher eher negativ, aber der Trailer sieht für mich doch sehr interessant aus, da er mit vielen Klitschees aufräumt. Daher möchte ich ihn mir doch ansehen.

4) Margos Spuren: Ich mochte das Schicksal ist ein mieser Verräter und war daher doch interessiert in den neuen Film auf der Buchvorlage von John Green. Leider war mir dann die Hauptdarstellerin doch unsympathisch und der Trailer sah auch nicht so spannend aus. Aber trotzdem werde ich mir den Film noch ansehen.

Gesehen im Juli 2015

Hallo ihr Lieben,
uuund schon wieder ein Monat ‚rum. Vielleicht kommt es mir auch nur so schnell vor, weil ich zwei Wochen Urlaub hatte und die Zeit dann ja bekanntlich schneller ‚rumgeht. Also hier eine Kurzübersicht, über Filme, die ich in diesem Monat neben den Kinofilmen gesehen habe. Vielleicht ist ja der ein oder andere dabei, der euch interessieren könnte 🙂

1) Slumdog Millionär: Die Geschichte des Inders Jamal Malik, der in den Slums von Indien aufwächst und es irgendwann in die Sendung „Who wants to be a millionaire“ schafft. Obwohl er keinerlei Bildung genoß, schlägt er sich sehr gut. Sofort wird er der Manipulaion beschuldigt. Eine sehr traurige Geschichte über das Elend in Indien beginnt, wenn Jamal erzählt wieso er jede Frage wusste.

2) Das Ende der Geduld: Eine Richterin für Jugendstraftrecht, die nicht nur verurteilen will, sondern wirklich etwas bewegen will. Doch dabei kommt sie einfach nicht gegen immer die gleichen Straftäter an. Die Handlung ist bewegend und gleichzeitig schockierend. Leider ist der Film filmtechnisch eher mangelhaft umgesetzt wurden, weswegen er ein typischer langweiliger Film ist, den der Lehrer am Ende des Schuljahres zeigt.

3) 27 Dresses: Die Story der ewigen Trauzeugin. 27 mal, für 27 wirklich gute Freunde in 27 verschiedenen Kleidern. Doch lieben tut sie nur ihren Chef, der aber mit ihrer Schwester zusammenkommt. Was wie ein langweiliges Drama klingt, hat durchaus Charme und ich seh mir den Film immer wieder gerne an.

4) Underworld Awakening: Der vierte Teil der Underworld-Reihe. Die Menschen wurden auf die Vampire und Lykaner aufmerksam und fingen an sie auszurotten. Zwölf Jahre später wacht Selene in einer ihr neuen Welt auf und muss anfangen sich zurecht zu finden. Ich bin ein riesen Fan der Underworld-Reihe! Aber ganz ehrlich? Die Handlung des vierten Teils ist einfach nur Mist! Ich könnte ihn mir gar nicht ansehen, wenn mir der Cast nicht so sympathisch wäre (Theo James, Charles Dance, Michael Ealy…)

5) Kill the Boss: Neulich erst als lustigsten Film bei Ma-Go Filmtipps gesehen, dachte ich, dass ich dem Film noch einmal eine Chance geben sollte. Meine Erinnerungen an den Film waren sehr blass, da ich ihn nur einmal auf nem kleinen Handy in einer Vorlesung gesehen habe (der ich natürlich meine ganze Aufmerksamkeit gewidmet habe). Die Grundidee, dass man seine Bosse so sehr hasst, dass man sie am liebsten umbringen würde, find ich klasse. Aber die Umsetzung finde ich so gar nicht lustig. Der Film spricht einfach nicht meine Art von Humor an, wenn alles nur auf Tollpatschigkeit beruht.

6) Rache ist sexy: John Tucker hat immer mehrere Frauen gleichzeitig am Start und ist trotzdem der beliebteste Junge der Schule. Bis Kate neu an der Schule ist und sich mit drei von Tuckers „Freundinnen“ anfreundet. Als diese merken, dass sie gar nicht die eine für Tucker sind, schmieden sie Rachepläne. Und Kate dient als Köder. Wenn ich an meine Teenagerjahre zurückdenke, dann ist der Film mir immer präsent. Bei jedem zweiten DVD-Abend lief der Film und noch heute kann ich mich über ihn köstlich amüsieren.

7) Spaceballs: Ich bin ein großer Star Wars Fan und war meine halbe Kindheit verwirrt, wieso meine Mutter Darth Vader immer Lord Helmchen nannte. Nun habe ich es endlich einmal geschafft den Film zu sehen, der es gekonnt mit den Star Wars Filmen aufnimmt, und sie dabei auf teilweise skurrilste Weise durch den Kakao zieht. Man muss Star Wars schon sehr mögen, um diesen Film lustig zu finden, aber mir hat er gut gefallen.

8) Tucker & Dale vs. Evil: Ich habe noch nie bei einer Horrorkomödie so sehr gelacht, wie bei diesem Film. Tucker & Dale haben sich in einem Wald eine Hütte gekauft und wollten diese auf Vordermann bringen. Gleichzeitig zelten eine Gruppe „Collegekids“ im gleichen Wald. Als sich Allison, eine der Collegekids, beim Baden den Kopf stößt, retten Tucker & Dale sie vor dem Ertrinken. Leider halten die Collegekids, die beiden für die Täter und denken, dass sie versucht haben Allison umzubringen. Ein abstruses Katz und Maus Spiel beginnt. Wer einmal so richtig nach Herzenslust lachen will, dem lege ich diesen Film nahe.

9) Robin Hood: Ooodelali! Ein Film aus meiner Kindheit (und ja ich rede von der Disney-Version). Alte Legende, kinderfreundlich dargestellt. Und auch hier liege ich jedes Mal vor Lachen halb auf dem Boden bei manchen Szenen. Wer auf Zeichentrickfilme steht und diesen bisher ausgelassen hat, sollte das unbedingt einmal nachholen.

10) Austenland: Jane Hayes schafft es einfach nicht den richtigen Mann für sie zu finden. Doch noch immer in der Hoffnung, die große Liebe zu finden und absolut besessen von den Büchern Jane Austens, steckt sie alle ihre Ersparnisse in eine Woche im Freizeitpark „Austenland“. Hier wird das England zu Austens Zeit nachempfunden und die romantische Idee der Bücher als Schauspiel entwickelt. Der Film ist sehr trashig. Aber trotzdem irgendwie sehr charmant, so dass ich ihn mir doch immer wieder ansehen mag. Allerdings ist der Film wirklich nur etwas für Fans von Büchern, wie die von Jane Austen!

Und das war auch schon mein Monat Juli und die Filme, die ich gesehen habe. Was habt ihr so gesehen? Könnt ihr mir einen Film empfehlen?

Unknown User

Am 16.07.2015 erschien ein etwas andersartiger Horrorthriller in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Vor genau einem Jahr brachte sich Laura Barns um, nachdem ein peinliches Video von ihr auf Youtube gestellt wurde und sie starkem Cybermobbing ausgesetzt war. Heute an ihrem Todestag skypen fünf Freunde, die alle Laura kannten. Doch irgendetwas ist seltsam. Ein 6. unbekannter User ist mit dabei und lässt sich nicht wegklicken. Es ist Laura Barns Account, die von nun an die fünf Freunde terrorisiert.

Wirklich neuartig ist die Story nicht, aber dafür die Inszenierung. Gedreht wurde der Film an einem Stück und zeigt die ganze Zeit nur den Bildschirm des Hauptcharakters. Die einzelnen Charaktere sieht man durch die Skype-Videochats und alle anderen Informationen erhält man, wenn Blaire (auf deren Bildschirm der Zuschauer sieht) etwas recherchiert. Dabei ist es sehr löblich, dass der komplette Bildschirm ins Deutsche übersetzt wurde und nicht nur alles mit einem Untertitel versehen wurde. Andererseits muss sich der Zuschauer auch seine Informationen selbst zusammen suchen. Wer nicht schnell genug liest, verliert teilweise Informationen. Zwar werden alle Chatfenster immer lange genug gezeigt, aber gerade, wenn Blaire etwas recherchiert, schafft man es eher nicht alle relevanten Informationen zu erlesen.
Der Film wurde dem Horrorgenre zugeordnet, ist hier aber ziemlich fehl am Platz. Denn gruselig ist der Film eher weniger. Klar zählt das „Abschlachten“ von Leuten auch mit in das Horrorgenre, aber trotzdem erzeugt der Film eher die durchgängige Spannung eines Thrillers. Wer sich also gruseln muss, um einen Film zu mögen, ist hier falsch. Trotz allem ist der Film nicht gleich schlecht.
Die Schauspielleistungen sind teilweise etwas Laienhaft, gerade wenn der Fokus nicht auf der Kamera liegt. Allerdings ist das Spielfeld auch relativ kein, wenn man nur vor einer kleinen Laptopkamera sitzt. Dafür war die Freundesgruppe sehr heterogen. Zicke, Computernerd, Schönling, Macho, etc. Und alle hatten irgendwie mit dem Tod Laura Barns zu tun. Während bei der Hälfte deutlich gezeigt wird, warum Laura deren Tod will, weiß ich es bei den anderen noch immer nicht (Wer die Lösung hat, darf mich gerne aufklären).
Was mich aber den ganzen Film über stört ist die durchgehend schlechte Internetverbindung. Die Videochats sind verruckelt, Videos und Bilder brauchen ewig zum laden, die den Film Längen verschafft, die zu vermeiden wären. Klar kann man jetzt mit dem Argument kommen „das wirkt halt authentischer“. Aber das Argument kommt nur von jemandem, der ebenfalls eine schlechte Internetverbindung hat (oder einen leistungsschwachen PC).

Alles in allem ist der Film kein Meisterwerk aber schön neuartig und daher für Thrillerfans zu empfehlen. Von mir bekommt er dafür 5 von 10 möglichen Punkten.

Duff – hast du keine, bist du eine

Ebenfalls am 09.07.2015 erschien die Teenagerkomödie, die das Schubladendenken reformiert, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Bianca stand unbewusst schon immer im Schatten ihrer gutaussehenden Freundinnen Jess und Casey. Doch erst die gutaussehende Sportkanone Wesley macht sie darauf aufmerksam, was alle anderen wirklich in ihr sehen. Eine DUFF – eine designated, ugly, fat friend. Bianca will das jedoch nicht auf sich sitzen lassen und bietet Wesley einem Deal an. Sie hilft ihm in Chemie zu bestehen, wenn er ihr hilft bei ihrem Schwarm zu landen.

Ja die Story des hässlichen Entleins hat man schon zuhauf gesehen. Und auch dieser Film bietet von der Handlung her wenig neues und ist vom Anfang bis zum Ende vorhersehbar. Aber während viele dieser Filme nur langweilig und Klitschee beladen sind, bringt DUFF einen frischen Wind in das Genre. Denn dieser Film vermittelt nicht die Nachricht, dass man sich mit neuen Klamotten und etwas Schminke sofort in einen wunderschönen Schwan verwandelt. Sie vermittelt eher, dass man sich vielleicht neu finden muss, aber trotzdem immer sich selbst bleiben sollte.
Vor allem basiert Duff nicht nur auf Teenagerrumgeheule und Zickenkrieg (auch wenn die Elemente trotzdem verwendet werden), sondern beschäftigt sich auch mit dem Teenagerwahn der Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken und befasst sich mit dem Thema des Cybermobbings. Doch trotzdem erzählt der Film alles auf eine sehr humorvolle Art, die den Film sich einfach sehen lässt und nicht anstengend wird.
Die Schauspielleistungen sind ebenfalls zwar gut, heben sich aber trotzdem nicht ab. Lediglich Ken Jeong als Lehrer hebt sich durch seine quirlige Art etwas ab.

Alles in allem macht DUFF Spaß zu gucken und vermittelt unterschwellig auch noch die richtige Botschaft und ist daher nicht nur ein Film für Genrefans. Alles in allem erhält er von mir 06 von 10 möglichen Punkten.

Mama gegen Papa

Am 09.07.2015 erschien eine neue französische Komödie unter dem Motto „Wer hier verliert, gewinnt“ in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Florence und Vincent Leroy führen eine vorbildliche und glückliche Ehe mit ihrem drei Kindern. Nur lieben sie sich nicht mehr. Also beschließen sie ganz einvernehmlich sich scheiden zu lassen. Sie sind sich in allem einig und wollen sich das Sorgerecht teilen. Doch dann bekommen beide beruflich das Angebot ihres Lebens. Beide nehmen an und hoffen, dass der jeweils andere das Sorgerecht übernimmt. Doch da keiner Nachgeben will, fangen beide an die Kinder immer mehr zu manipulieren, dass sie das andere Elternteil bei einer Abstimmung vorziehen würden.

 Mama gegen Papa balanciert durchgängig auf einer Linie zwischen Humor, schwarzem Humor und holt das Jugendamt. Während der Film sehr humorvoll anfängt, steigert er sich immer mehr ins absolut übertriebene. Ja, die Kinder sind nicht einfach, da sich auch einige in der Pubertät befinden. Während die meisten Aktionen einen vor Lachen fast auf dem Boden liegen lassen, gehen ein paar jedoch eindeutig zu weit und einem bleibt das Lachen im Halse stecken.
Wenn man diese Tatsache jedoch außer Acht setzt, schafft der Film es nach einer etwas zu lang geratenen Aufwärmphase, die Spannung durchgängig zu halten. Kaum glaubt man, dass die Tat des einen nicht mehr übertroffen werden kann, schafft es der andere trotzdem. Nur das Ende mag so gar nicht gelingen. Auf dem absoluten Höhepunkt des Chaos schien dem Drehbuchautor die Puste auszugehen, weswegen ein liebloses und vorallem liebeloses Ende hingeklatscht wurde.

Alles in allem schafft der Film durchaus das Publikum gut zu unterhalten, wenn man über ein paar Schwachstellen hinwegsieht. Daher gibt es 6 von 10 möglichen Punkten.

Ant-Man

Am 23.07.2015 erscheint der neue Film aus dem Hause Marvel. Ich habe ihn in einer Vorpremiere bereits gesehen.

Kurz zur Story: Vor vielen Jahren entwickelte der Forscher Hank Pym ein Serum, um Gegenstände verkleinern zu können. Mithilfe eines Anzuges kann er sich selbst schrumpfen und wurde zu Ant-Man. Doch Howard Stark versuchte das Serum zu kopieren und für seine Zwecke zu nutzen. Aus Angst versteckt er sowohl das Serum als auch den Anzug. Doch Jahre später entwickelt Darren Cross, Geschäftsführer in Pyms Firma, ein ähnliches Serum. Um eine Katastrophe zu verhindern, rekrutiert Pym den jungen Scott Lang, um den Ant-Man wieder aufleben zu lassen.

Als ich den ersten Trailer gesehen habe, war ich sehr skeptisch gegenüber den Film, denn er wollte nicht in das mir bekannte Marvel-Universum passen. Ich kenne Hank Pym als Ant-Man und vorallem auch zusammen mit Wasp als Gründungsmitglied der Avengers. Daher war es für mich sehr ungewöhnlich, dass Hank Pym im Film Alt ist und auf einmal Scott Lang der Ant-Man sein soll. Aber ich habe das recherchiert! Hank Pym ist in den Comics Gründungsmitglied überlässt seine Identität aber in The Avengers #181 Scott Lang. Also hält sich der Film doch an Comicvorlagen, was zuvor meine Zweifel ausgelöst hatten.
Auch ansonsten passt sich der Film sehr gut in das bereits bestehende Marvel Cinematic Universe ein. Es knüpft an den letzten Avengersteil an und bietet immer wieder bekannte Gesichter durch Gastauftritte und bietet in den allseits bekannten After Credit Scenes auch wieder die Überleitung zum nächsten Film aus dem Hause Marvel. Etwas zu kurz kommt hier jedoch Hydra, da sie zwar erwähnt wird, aber im Gegensatz zu anderen Marvel-Filmen kaum Macht und Einfluss hat und sehr schnell vom Helden verscheucht wird.
Die Handlung an sich ist spannend gestaltet, auch wenn sie wenig überraschendes birgt. Das erste Drittel des Filmes erinnert dann auch eher an MacGyver.
Mehrfach ging mir während des Films der Satz „MacGyver trifft auf Lex Luthor“ durch den Kopf. Denn während der Held Scott Lang teilweise als MacGyver mit seinen genialen Einfällen dargestellt wird, scheint der Bösewicht Darren Cross aus dem DC Universum entnommen worden zu sein. Sowohl mit seiner Glatze, als auch mit seinem Vaterkomplex und seinem Wahn erinnert er doch sehr an Supermans Erzfeind. Trotz allem hat der Film seinen ganz eigenen Charme und punktet mit seinem typischen Marvel-Humor. Das Ende ist leider für meinen Geschmack etwas zu abgespaced, bewegt sich aber im Bereich des Erträglichem.
Und eins muss man dem Film lassen. Mir waren Ameisen noch nie so sympathisch! Der Film schafft es ihren Nutzen und ihre Fähigkeiten darzustellen und lässt dem Zuschauer gleichzeitig noch eine gewisse Beziehung zu ihnen aufbauen. Das schafft auch nicht jeder!

Alles in allem ist der Film wieder eine Bereicherung für das Marvel Cinematic Universe. Wer jedoch mit Marvel nichts anfangen kann, sollte auch diesen Film eher meiden. Ich gebe ihm solide 07 von 10 möglichen Punkten.

Für immer Adaline

Am 09.07.2015 erschien das amerikanische Drama mit Blake Lively in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Im Jahr 1933 hat Adaline Bowman einen Autounfall, den sie durch eine Verkettung glücklicher Umstände überlebt. Darüber hinaus altert sie aber ab diesem Tag auch nicht mehr. Ein paar Jahre ist alles gut, bis das FBI sich an ihre Fersen heftet, denn ewige Jugend wäre ein gutes Machtmittel. Also beschließt Adaline alle 10 Jahre Identität und Wohnort zu wechseln. Bis sie im Jahr 2014 den sympathischen Ellis kennenlernt.

Der ganze Film ist sehr märchenhaft erzählt. Verstärkt wird dieser Eindruck durch eine Erzählstimme. Diese wurde in anderen Kritiken leider immer sehr negativ dargestellt. Ihr wird vorgeworfen den Zuschauer zu „bemuttern“. Ich stattdessen finde, dass die Erzählstimme den märchenhaften Charakter des Filmes unterstützt. Gleichzeitig versucht er eine einigermaßen akzeptable Erklärung für den Zuschauer abzuliefern, wieso Adaline nicht mehr altert. Das heißt es kombiniert den märchenhaften Charakter des Filmes, nimmt sein Publikum aber gleichzeitig auch ernst.
Die Handlung an sich weißt hin und wieder Schwachstellen auf, also genauer hinterfragen sollte man den Film nicht. Aber wenn man den Film einfach nur sieht, ist es ein sehr romantisches Drama. Der Film teilt sich im Prinzip in zwei Teile. Der erste Teil erzählt, wie Adaline nicht mehr altert, ihr Leben nun ist und wie sie auf den sympathischen Ellis trifft. Der zweite Teil ist wesentlich dramatischer, aber alles in allem kommt jeder Romanikfan bei diesem Film auf seine Kosten.
Blake Lively verkörpert die Rolle der Adaline. Hierbei schafft sie es ihre Jugend zu verkörpern, aber auch gleichzeitig die Reife durch ihr wirkliches Alter und sich immer eine gewisse geheimnissvolle Aura zu bewahren. Auch der restliche Cast ist sehr passend gewählt und trägt zur märchenhafte Erzählweise bei. Allen voran natürlich Harrison Ford, der den Vater des Ellis verkörpert und auch ohne Peitsche und Laserkanone eine gelungene Leitung abliefert.
Das Ende (ohne spoilern zu wollen) gefiel mir persönlich überhaupt nicht, aber passt trotzdem zum Konzept des Filmes.

Alles in allem ist der Film genau das richtige für Träumer und Romantikfans. Alle anderen dürften wenig Gefallen an dem Film finden. Von mir erhält er 06 von 10 möglichen Punkten.

Insidious Chapter 3

Ebenfalls am 02.07.2015 erschien die Vorgeschichte zu der Insidious-Reihe in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Quinn Brenner lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder zusammen in einem Mehrfamilienhaus. Ihre Mutter ist vor kurzem gestorben. In ihrer Trauer sucht sie Elise Rainier auf, ein Medium. Doch bei dem Versuch Kontakt zu Quinns Mutter aufzunehmen, wird Elise von ihrer eigenen Dämonin heimgesucht und muss den Versuch abbrechen. Doch dabei hat sich ein anderes Wesen in unsere Welt geschlichen und sich nun an Quinns Fersen geheftet.

Ich habe die ersten Insidious Teile nicht gesehen, kann also keine Verbindung dazu herstellen. Die Handlung an sich ist schlüssig und hat durchaus Gruselpotenzial. Die Charaktere sind gut gestrickt und sehr verschieden, was ein gutes und harmonisches Zusammenspiel ermöglicht. Auch die Maske verdient ein großes Lob für die Geisterkostüme, die mit einer großen Sorgfalt ausgesucht und durchdacht wurden.
Leider benutzt der Film keine großen „Gruseleffekte“, sondern bedient sich der in letzter Zeit häufigen Methode, der „Schockmomente“. Dass heißt, dass zu einem bestimmten Moment irgendetwas oder jemand aus dem Nichts erscheint und das mit einem plötzlichen Anstieg der Musik. Natürlich erschrickt man und natürlich zuckt man dabei zusammen. Aber nachhaltig Gruseln tut man sich dabei eher weniger. Das ist sehr schade, denn der Film hatte ein deutlich größeres Potenzial und hat auch zunächst mit dem Spiel mit natürlichen Urängsten angefangen, wie zum Beispiel dem Klopfen aus einer leeren Wohnung.
Stefanie Scott als Quinn Brenner überzeugt leider sehr wenig in ihrer Rolle. Ihre Gesichtsausdrücke sind sehr gleich und selbst, wenn sie Todesangst haben sollte, wirkt sie relativ gelangweilt. Die eigentliche Stimmung hebt eher Lin Shaye als das Medium Elise Rainier, die permanent eine gute Rolle abliefert, mit der man mitfühlt und mitfiebert.
Die Stimmung des Films hebt sich zwischenzeitlich beachtlich, durch teilweise gewollte, teilweise aber auch ungewollte Komik. Die beiden Geisterjäger, die gerufen werden, gehören eindeutig zu ersterer Kategorie und geben dem Film eine gewisse Leichtheit. Hinzu kommt noch die ungewollte Komik, die herlich mit Kommentaren aus der Reihe hinter mir gefüttert wurde („Na zum Glück habe ich eine Falltür in mein Haus gebaut“ – um nur einen zu nennen).

Alles in allem baut der Film leider zu oft auf Schockmomente, was die Stimmung etwas kaputt macht, denn das Potenzial zum guten Gruseln war da. Dafür gibt es von mir 04 von 10 möglichen Punkten.